Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD?
Wenn es der reaktionäre Koch tatsächlich schaffen sollte und sich wieder zum Ministerpräsidenten in Hessen kühren lässt, könnte ich mir vorstellen das sich Frau Ypsilanti sehr gut als Kanzlerkandidatin der SPD anbieten würde.
Was hat die SPD denn zur Zeit personell anderes anzubieten ? Frau Ypsilanti jedoch könnte durch ihre sehr erfrischende und sympatische Art punkten und auf ihren erfolgreichen Wahlkampf in Hessen verweisen. Als attraktives Gegenstück gegenüber der drögen Merkel währe sie doch geradezu geschaffen dafür.
Was meint ihr zu dieser Spakulation ? Lasst uns mal in die Kristallkugel schauen. Ach, währe Ypsi doch bei uns in der Partei :love
mosquito87
08.02.2008, 11:06
Wird wohl eher (meiner Meinung nach) auf Kurt Beck hinauslaufen.
Wenn wir mal ehrlich sind hat Ypsilanti die Wahl in Hessen doch nur so erfolgreich abgeschlossen, weil Koch sich mit seiner Wahlkampagne selbst ins Bein geschossen hat.
Nein, Ypsi hat mit ihrem schönen Lächeln, und natürlich mit ihren linken Inhalten gewonnen. :D Meiner Meinung nach :rolleyes
Ich finde Frau Ypsilanti zwar recht sympathisch aber ich habe wenig Ahnung von ihrer konkreten Politik.
Denke auch, dass Beck der Kanzlerkanditat sein wird aber wenn es nach mir ginge würde ich lieber Steinmeier aufstellen. Macht auf mich den seriöseren Eindruck und überdies ist das auch nicht so eine Rampensau wie zb damals Schröder und auch Fischer.
Wenn ich über potenzielle Sympathiewerte der Kandidaten spekulieren müsste, dann würde ich Frau Ypsilanti durchaus gute Werte ausstellen. Allerdings frage ich mich, ob sie in der Lage wäre, ihren persönlichen Kurs durchzuziehen, der ihr sowohl bei Wählern der Grünen als auch bei Wählern der Linken Stimmen bringen könnte. Man muss auch sehen, dass sie als eher links geltende Kandidatin den konservativen Flügel der SPD vergraulen könnte. Den Bonus als Frau schätze ich nicht allzu hoch ein. Sie mag im direkten Vergleich mit Angela Merkel besser wegkommen. Aber die Wähler, die einfach nur einmal eine Frau wählen wollten, haben sich bereits bei der letzten Wahl austoben können.
Und dann muss noch beachtet werden, dass Kurt Beck scheinbar ziemlich fest im Sattel sitzt. Auf mich macht er zwar nicht den Eindruck eines starken Leaders, aber wer weiß schon, was bei den Sitzungen hinter verschlossenen Türen abgeht.
Die Steinmeier-Alternative ist nicht zu unterschätzen. Der Mann hat sich einen guten Ruf erworben, der auch auf Wähler anderer Parteien ausstrahlt.
Wenn Herr Steinmeier bei seinen Reden mal auf den Punkt kommen würde, dann wäre er auch ein Kandidat.
Aber so ist er in meinen Augen ungeeignet.
Die Frau Ypsilanti kann aber nur dann Kanzlerkandidatin werden, wenn sie nicht Ministerpräsidentin wird/werden sollte.
Geeignet wäre sie aber.
Die SPD muss sich erstmal ordnen, dann kann es auch was werden.
@extasy:
Lass bitte deine offenen politischen Symathien aussen vor.
Wir wissen, für wen dein Herz schlägt. Das sollte reichen.
Danke
Stormtrooper85
08.02.2008, 12:07
Ich denke Beck ist die deutlich bessere Alternative. Die SPD wir wohl kaum außerhalb einer großen Koalition an die Macht kommen 2009, und in diesem Fall wäre Beck der bessere Kandidat, da er ja momentan schon Erfahrung in einer großen Koalition sammelt.
Desweiteren wäre für eine weitere GroKo eine gemäßigte SPD-Spitze wünschenswert, sonst gibt es nur noch Krach und es geht nichts mehr voran.
Ypsilanti steht, soweit ich weiß, für den Ausbau alternativer Energien, Einführung der Gesamtschule und den Mindestlohn. Ich denke dies sind alles 3 Positionen, bei denen es in einer schwarz-roten Koalition ordentlich Streit geben würde, wie man ja momentan schon beim Thema Mindestlohn sieht.
In einem rot-rot-grünen Bündnis würde Frau Ypsilanti vllt. eine Chance haben, aber dieses Bündnis wird garantiert nicht 2009 zu Stande kommen.
Ich würde entweder Beck oder Steinmeier bevorzugen, aber ich gehe davon aus, dass, egal wer es am Ende wird, derjenige bestenfalls Juniorpartner in einer GroKo wird oder Oppositionschef. ;)
Nein, Ypsi hat mit ihrem schönen Lächeln, und natürlich mit ihren linken Inhalten gewonnen. :D Meiner Meinung nach :rolleyes
Genau, 2003 machte Ypsilanti schon gegen die AGenda 2010 Front.Beck sagt mal dies und später sagt er das :rolleyes Stichwort Bezugsdauer ALG1
ich möchte mal etwas grundsätzliches loswerden:
in gewisser weise stößt mich diese etikettierung "links" deshalb ab, weil ich meine, dass dadurch die grundgedanken, die dahinter stehen, unnötig herabgesettz werden.
das werden diese gedanken deshalb, weil schon allein in ihrer abgrenzung zum sog. rechten spektrum immernoch das moment der abhängigkeit von eben diesem rechten spektrum ist.
gedanken und politische ideen sollten, sofern sie den anspruch haben für alle menschen gut und richtig zu sein, nicht sich selbst auf die etiketten reduzieren lassen.
aus diesem grund auch, lieber extasy, mag ich die linke nicht.
nicht weil ich ihre ideen schlecht finde (das gegenteil ist doch wohl eher bei mir der fall) sondern weil ich ihre art und weise diese ideen zu propagieren und umzusetzen für äußerst schlecht erachte und meine, dass sie "der sache" um die es sogenannten "linken" gehen sollte, schaden.
"Links" und "Rechts" sind in der Tat unzulässige Verkürzungen. Aber wer hat schon immer Lust, seinen Standpunkt im Detail darzustellen? Ich persönlich verbinde mit "rechts" am ehesten das Wort Konservatismus und mit "links", nun ja, gar nicht so einfach: Das kann auf das "grün-alternative" Spektrum zutreffen, auf Sozialdemokraten, auf beinharte Sozialisten.
Aber in der "politischen Mitte", da wo sich Teile der CDU, der SPD, der Grünen und der FDP tummeln, kommt man mit dieser Abgrenzung nicht wirklich weiter. Am besten gelingt es der FDP, sich klar von der Konkurrenz abzugrenzen. Ihr klares wirtschaftsliberales Profil macht sie zum Platzhirsch auf ihrem Gebiet. Davon können andere Parteien nur träumen.
Meiner Meinung nach wird die Dame zur Zeit völlig überbewertet.
Die lässt sich die Reden von ihrem Mann am Küchentisch schreiben.
Und ?
Jeder Politiker hat Redenschreiber.
Sie ist nicht die Einzige.
Adam_Smith
08.02.2008, 16:24
Wieder einmal eine Threaderöffnung in der gleich verbal auf einen Vertreter des "gegnerischen" politischen Lagers eingedroschen wird.
Worum geht es hier? Ist Frau Ypsilanti als Bundeskanzlerin geeignet? Natürlich nicht. Ihre Popularität verdankt sie lediglich dem Fehltritt Koch's bei der Debatte um Jugendkriminalität. Mehr hat sie in ihrem Wahlkampf nicht geschafft als auf die offensichtlichen Versäumnisse der Regierung Koch im Bezug auf die Bekämpfung der Jugendkriminalität hin zu weisen.
Der Rest der Wahlkampfthemen war wohl eher der populistischen Natur.
Dazu kommt ihr Verhalten nach der Wahl ... einen SPD Politiker, der das Wählervotum nicht anerkennen wollte hatten wir bereits bei der letzten Bundestagswahl. Oder wie sonst soll der Wähler das Verhalten Ypsilantis beurteilen? Schließlich sah sie sich selbst Tage nach der Wahl noch immer als Siegerin...
Sie ist die Siegerin in der Hessenwahl, neben uns natürlich !! Was heist hier Wählervotum ? Es gibt eine ganz klare linke Mehrheit. Bloß musste sich ja Ypsi aufgrund der Parteiräson von der Linken distanzieren weil die SPD Großfürsten sie ja damals zurückgepfiffen hatten als sie sich vor einiger Zeit äußerte eventuell auch mit der Linken zu koalieren. Diese Distanzierung entspricht nicht ihrem ureigenten Willen, sondern wurde ihr ganz klar vorgegeben. Nun steht sie vor dem Problem von den Konservativen an diese Distanzierung erinnert zu werden.
Auch stimmt es nicht, wie immer so getan wird, als ob ein rot-rot/grünes Bündniss so abgelehnt würde vom Wähler. Eine Umfrage bei Phönix zeigt das die Meisten für so eine Koalition waren.
Wenn ich mit einem Mann von Schlage eines Carl Lewis die 100 m um die Wette laufe, dann braucht er dafür in seiner besten Form knapp 10 Sekunden und ich vielleicht 12,5 Sekunden (nur um mal eine Zahl zu nennen).
Nun stehen wir beide eines Tages in den Startblöcken und Carl Lewis kommt nicht so richtig in die Gänge. Er braucht 10,8 Sekunden. Ich dagegen sprinte wie ein junger Gott und schaffe die Strecke in sensationellen 11,0 Sekunden. - Welchem Sprinter wird anschließend die Medaille umgehängt?
Eine vergleichbare Situation haben wir in Hessen. Frau Ypsilanti hat sich zum Ende hin stark gesteigert und Roland Koch musste Federn lassen. Trotzdem gilt immer noch: The winner takes it all.
Adam_Smith
08.02.2008, 17:14
Ich bin auch für Rot-Rot Grün in Hessen. Mich betrifft es nicht und ich wäre froh wenn dieser Praxisversuch dann zeigt wie man mit Rot-Rot Grün den Karren erfolgreich vor die Wand fährt. Das finanzielle Desaster in Berlin scheint ja nicht zu reichen ...
Bis dahin aber gilt noch immer, dass der Sieger einer Wahl der ist, der die meisten Stimmen einheimst. In Hessen ist somit die CDU mit Koch als Spitzenkandidaten Wahlsieger. Selbst überzeugte Sozialisten sollten nicht versuchen über diesen demokratischen Grundsatz zu erheben.
Gibt es denn tatsächlich die eindeutige linke Mehrheit? Dir, lieber Extasy, scheint entangen zu sein, dass die SPD zu einem großen Teil eben nicht "links" (zumindest wenn wir unter Links das verstehen was "Die Linke" darunter versteht) ist. Ferner ist die SPD mit dem Versprechen in den Wahlkampf gegangen nicht mit der Linken zu koalieren.
Von einer Linken Mehrheit kann also gar keine Rede sein. Diese kann man nur dann erkennen, wenn man alles was etwas sozialer ist als CDU und FDP als "links" bezeichnet und somit suggeriert, dass all diese Parteien dann ähnliche Ziele hätten. Aber diese Vereinfachung ist absolut unzulässig.
@Adam_Smith
wer hier "vereinfacht" sieht man ja. Man kann wohl kaum der rot-roten Regierung in Berlin die Verschuldung in der Stadt ankreiden. Selbst dir müsste bekannt sein das diese exorbitante Verschuldungssituation den Vorgängerregierungen, gerade unter der CDU, zuzuschreiben ist. Die CDU hat mit windigen Investitionen und und garantierten Traumrendieten für betuchte Anleger, für die die Berliner nun heute geradestehen müssen, die fananzielle Lage Berlins zu verantworten. Das jetzt uns in die Schuhe zu schieben ist entweder böswillig, oder aber einem sehr eigentümlichen Ralitätsbewusstsein zuzuschreiben.
Genau so ist es sehr realitätsfremd Koch zum Wahlsieger zu stelisieren wegen ein paar tausend Stimmen Mehrheit. Hier sind ja wohl die hohen Stimmenverlusste viel schwerwiegender und die offensichtliche Tatsache das die Wähler mehrheitlich Links gewählt haben. Dass das für Konservative unerträglich ist ist mir schon klar, ändert aber nichts an den Verhältnissen. Selbst wenn neu gewählt würde bin ich überzeugt das wir nochmehr Stimmen bekommen würden und dann über 7 % bekämen. Nur zu kann ich da sagen. :cool
lamor200
08.02.2008, 17:56
da ich total anders poltisch eingestellt bin wie diese frau werde ich wohl klar dagegen sein und hoffe das es nicht so weit kommt ;)
ich finde es sehr schade das sich zurzeit alles so links entwickelt...
Bei Neuwahlen würde auch kein Koch mehr antreten, und die CDU dadurch Stimmen gewinnen ;)
Adam_Smith
08.02.2008, 18:01
Oh man ich hatte vermutet, dass wenigstens die Gesetze der Mathematik und die Grundlagen unseres Wahlrechtes den Vertretern der Linken bekannt sind. Mir scheint, als habe ich mich getäuscht.
Koch hat die relative Mehrheit der Stimmen auf seine Partei vereint. Damit ist er Wahlsieger. Ganz einfach.
Oliver_F
08.02.2008, 18:08
Ich hoffe keiner der beiden, Beck und Ypsilanti, werden als Kanzlerkandidaten der SPD ins Rennen gehen, zumal sie derzeit gegen unsere mittlerweile doch recht beliebte Frau Merkel wahrscheinlich untergehen werden. Aber wer weiß wie das in 2 Jahren aussieht.
Frau Ypsilanti fällt für mich allein schon wegen ihrer fatalen Energiepolitik weg und dieses voluminöse "Borstenschwein" aus Rheinlandpfalz sagt mir mit seiner Hau-Drauf-Art auch nicht gerade zu.
Ich denke da bewegt sich noch einiges, aber hoffentlich nicht zu weit nach links.
Eine weitere Kanzlerin als Frau Merkel wird es so schnell nicht geben. Persönlich denke ich, dass Frau Merkel wohl länger im Amt bleiben wird. Würde die SPD Frau Ypsilanti aufstellen, kann man sich gewiss sein, dass die Wahlbeteiligung noch weiter sinken würde, wenn es nur auf eine Konfrontation zweier Frauen hinauslaufen würde.
Denn die emanzipierte Frau überzeugt nicht jede Wählerschaft. Zumal Frau Ypsilanti politisch noch als Neuling aufzunehmen ist, die vor der Hessenwahl doch staatspolitisch unbekannt war.
Außerdem würde ich Frau Ypsilanti in dem Lager der "ich sag, was den meisten gefällt" einordnen. Für mich stellt sie das typische gesichtslose Bild eines opportunistischen Politikers dar, der jede Chance ergreift, sich durch haltlose und der Wählergunst entgegenkommenden Aussagen zu profilieren. Das bekannte "heute Hüh und morgen Hot Schema". Vielleicht findet die SPD bis zur Wahl einen zweiten Obama.
Aber seit wann kann man die Politiker an ihrer Rechtschaffenheit festmachen. Eine Demokratie will belogen werden, um den Tatsachen nicht ins Auge sehen zu müssen. Insofern macht Frau Ypsilanti ihren Job vielleicht gar nicht so schlecht.
Koch hat die relative Mehrheit der Stimmen auf seine Partei vereint. Damit ist er Wahlsieger. Ganz einfach.
Was diesen Punkt angeht stimme ich AdamSmith zu. Wieviel Koch auch verloren haben mag, de facto ist er dennnoch "Wahlsieger". Ob er in Relation Wahlverlierer ist oder nicht...das spielt meiner Meinung nach keine große Rolle. Ich finde es beschämend für eine sog. "linke" wie Ypsilanti, die sich hinstellt und vom "Wahlverlierer" Koch redet. Klar hat der Typ abgelost....das bestreitet kein Arsch...aber dass man sich jetzt über die Ergebnisse hinwegsetzt, das finde ich dann doch ein wenig arg frech und wer sich nicht hinstellen kamm und sagen kann: "Klar, Koch hat zwar die statistische Mehrheit aber dennoch sind wir der Meinung, dass X, Y, etc. pp".....; wer das öffentlicht nicht hinbekommt, derjenige muss die Füße dann einfach mal für eine Legislaturperiode stillhalten.
perfekt!57
09.02.2008, 06:21
der typus "Ypsilanti" ist symptomatisch für den (noch anhaltenden) niedergang der republik (finde ich).
- man globalisiere sich also besser schneller; je geringer der anteil deutschland noch ist...
- die wirtschaft macht das (zu recht) eh; warum also nicht alle? ("die wirtschaft" sind wir auch alle)
- "sich globalisieren" erlaubt - und auch nicht ehrenrührig. schlechte politikangebote werden u.u. nur so schneller besser.
-und weiter beharrlich wählen gehen: die bessere möglichkeit wählen weiter pflicht.
- "männer machen geschichte": nero, napoleon, marx, engels, stalin, ... . und bevor solche kommen, wäre das learning-by-doing, sind die ersten, prägenden amts- u. gesetzesfehler von solchen, wie den ypsilantis, relativ leicht auszuhalten. sind relativ geringes systematisches problem.
p.
.
@adam_smith
auch wenn es dir Kopfschmerzen bereitet. Fakt ist, zusammen mit der SPD und den Grünen könnten wir locker die Rote Fahne über dem Landtag von Hessen wehen lassen. Hier rächt sich nun das Ypsi sich von den SPD Fürsten hat in die Karre fahren lassen. Sie hätte besser bei ihrer Aussage auch mit uns zu koalieren bleiben sollen. Dann ließen sich nun endlich viele Linke Projekte wie z.B. ein Gesamtschulsystem durchsetzten.
Aber warum sich jetzt aufeinmal auf bizarre Wahlversprechen berufen ? Wurde nicht vor der Bundestagswahl von der SPD versprochen niemals eine große Koalition zu wollen und niemals die Mehrwertsteuer heraufzusetzten ? "Was kümmert mich das Geschwätz von gestern" (zitat Konrad Adenauer ;) ) sollte man doch sagen und sich den Fakten die jetzt bestehen stellen.
Aber ich glaube ich schweife wieder ab. Ob wohl es in diesem Thread schon wichtig ist wie die Standpunkte von Ypsi einzuschätzen sind.
Jake Grafton
09.02.2008, 09:47
Ja genau, weil sie sympathisch ist.......! :rolleyes
Hast du gar nichts gelernt?
Tut mir leid, aber macht es vielleicht klick wenn ich das Wort "Schröder" erwähne? Das war genau so ein Schauspieler, mies noch dazu, wirtschaftete erst ein Bundesland fast in den Ruin und danach ne ganze Nation, und trotzdem war er unglaublich beliebt... warum? Weil jeder immer sagte "er wäre ja so sympathisch"............... :freak
Aber naja, wenn ich schon "Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen." lese, weiss ich woran ich bin. :D
Bloß nicht, die Frau ist gegen sauberen Atomstrom, sowas wird nicht gewählt!
@Jake Grafton
ja genau, da weißt du woran du bist bei mir. Ich schähme mich nicht für meine Überzeugung auch wenn wir Linke und Sozialisten für so manch Schlechte in der Welt herhalten mussten und bis heute müssen.
In der Kaiserzeit wurden wir per Gesetzt verfolgt, als Gottlose (stimmt sogar) und "Vaterlandslose Gesellen" diffamiert. Heute sind wir die "Mauermörder". Und warum das alles ? Weil nur die Linke sich konsequent für die Interessen der arbeitenden Bevölkerung, und gegen die mächtigen Eliten einsetzt. Darum waren und sind wir so verhasst und verfolgt worden in der Geschichte und Gegenwart. Und weißt du was ? Ich bin stolz auf unsere Geschichte und auch stolz darauf was Sozialisten geleistet haben. Glaubst du im ernst das wir ohne die Arbeiterbewegung heute da währen wo wir heute in der Sozialgesetzgebung sind ? Auch wenn die Reaktion diese Errungenschaften am liebsten wieder auf die Zeit der frühkapitalischen Ausbeutung zurückschrauben will, wir sind diejenigen die sich konsequent dagegen stellen werden.
Jake Grafton
09.02.2008, 10:10
Ich habe nichts gegen Linke und SPD usw. solange sie nicht in der jetzigen Form an der Macht sind, aber ich lege mich eh nicht wirklich fest. Wenn man es mit Links & Rechts definieren muss, dann würde ich mich eher in der leicht linken Mitte sehen, aber auch das schwankt immer leicht.
SPD, Linke usw. stellen ein gutes Gleichgewicht da, welches unbedingt nötig ist, obwohl das im Moment nicht mehr gegeben ist durch die grosse Koalition (deswegen wird auch so viel Scheisse produziert).
Nur deine Gründe sind in diesem Fall arg fragwürdig.
extasy hör auf zu jammern!
Niemand verlangt von dir und deinen Gesinnungsgenossen sich zu schämen, realistisch solltet ihr trotzdem bleiben. Eure Ideale klingen zu gut um umsetzbar weil nicht bezahlbar zu sein. Selbst wenn man die Kosten die die Kampftruppen Merkel verursacht einspart bleibt noch ein Riesenloch in der Kasse.
Den mächtigen Eliten das Geld aus der Tasche ziehen geht auch nur bedingt, wenn man s übertreibt sind se weg.
Zum Thema fällt mir momentan nur ein "Gebt die Macht in Kinderhände..."
Von den derzeitigen Politgrößen ist keiner in der Lage dem Staat voranzustehen egal von welcher Partei leider.
lamor200
09.02.2008, 10:15
mir gefällt kein bischen die linke netwicklung deutschlands und das grüne erst recht nicht. ich glaub ich müsste auswandern wenn es so weiter geht
Die linke einstellung treaibt deutschland in den ruin da einfach zu viel geld rausgeschmissen wird. Schön und toll das die zB wollen das es allen gleich gut geht aber bleiben wir mal realistisch das geht nicht
@Jake Grafton
"Aber naja, wenn ich schon "Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen." lese, weiss ich woran ich bin. "
Vollkommen zustimm da ich finde das es schon eine ganz schlimme sorte ist da sie meiner meinung nach realitätsfremd sind und deshlab sich alles zwar gut anhört aber dennoch in die hose geht was auch seine gründe hat die man nicht ändern kann ;)
Jake Grafton
09.02.2008, 10:15
Von den derzeitigen Politgrößen ist keiner in der Lage dem Staat voranzustehen egal von welcher Partei leider.
Das stimmt leider. Trotzdem würde ich am ehesten die FDP wählen, ganz einfach weil ich sonst schon alles einigermassen vernünftige ausprobiert habe... Aber ich glaube da gehe ich eher gar nicht wählen...
Stormtrooper85
09.02.2008, 10:21
Die SPD in Hessen hat sich aber klar gegen eine Koalition mit der Linkspartei ausgesprochen, daher ist diese Koalition de facto nicht möglich.
Und falls die SPD ihr Versprechen bricht, wird sie bei der nächsten Wahl in Hessen sicherlich dafür abgestraft werden.
Das einzige, was die Linke erreicht hat in Hessen, ist, dass Roland Koch wohl noch längere Zeit geschäftsführender Ministerpräsident bleiben wird, was aber sicherlich auf Grund seiner eingeschränkten Handlungsmacht in keinem Fall gut für Hessen ist.
Meiner Meinung nach hat oder wird die Linke, wenn sie sich längerfristig etablieren kann, das Parteiensystem der BRD in eine Sackgasse lenken.
Es wird fast nicht mehr möglich, dass eine stabile Zweierkoalition regiert. Das kann dann wohl nur rot-schwarz oder schwarz-gelb mit knapper Not schaffen. Und die dann zwangsläufigen Dreierkoalitionen sind die schlechtestmögliche Lösung, denn egal welche 3 Parteien dann koalieren, es wird immer Reibungspunkte geben und somit eine Menge Koalitionskrach.
Der Königsweg große Koalition zeigt ja momentan schon, dass er auch keine gangbare Lösung sein kann.
Deutschland braucht eine handlungsfähige Regierung, die sich nicht dauernd in Streitereien und sinnlosem Geplänkel verliert. Aber genau dass steht uns bevor, wenn nur noch GroKo oder Dreierkoalitionen möglich sind.
Das würde zu einer Lähmung des Systems führen, die unserem Land massiv schaden würde. Daher sehe ich den Aufstieg der Linkspartei, rein vom Einfluss auf das System betrachtet, als mittlere Katastrophe an.
Werden hier italienische Verhältnisse vorhergesagt ?
Wenn es nicht alle 6 Wochen eine neue Regierung gibt, werden wir Wähler unruhig. ;)
So schwarz sollte nun nicht nach Vorne geblickt werden.
Der Trend wird auch wieder zurückgehen.
Besinnt sich die SPD wieder auf ihre alten Werte, dann sinkt der Anteil der Linken von ganz alleine.
Der Wähler wird schon noch erkennen, das die Linke auch keine wirkliche Alternative ist.
Adam_Smith
09.02.2008, 13:17
@extasy:
Zum Glück scheint es noch Politiker zu geben die ehrbar und vertrauenswürdig sind. Vielleicht das einzige Gute an Frau Ypsilanti. Aber deine Äußerungen zeigen ja, warum man deiner Partei kein Vertrauen schenken darf. Wortbruch scheint ja bei euch nicht mal Gewissensbisse zu erzeugen.
Schon mal dran gedacht, dass weder Frau Ypsilanti, noch die SPD, noch die Wähler der SPD wollen, dass zusammen mit euch die "rote Fahne" gehisst wird?
Am Rande: Eine Rot-Rot-Grüne Koalition würde nur von 18% der Deutschen beführwortet werden. 65% lehnen eine derartige Koalition ab.
http://politbarometer.zdf.de/ZDFde/inhalt/7/0,1872,7157063,00.html
Was zeigt, dass die "linke Front" die du hier immer wieder siehst de facto nicht existiert.
es ist faktisch aber auch nun mal leider so, dass die mehrheit der menschen lieber das was bereits bekannt und vertraut ist annehmen als etwas was mit einer umstellung ihres alltagsverständnisses verbunden wäre.
von daher kann man diesen menschen keinen vorwurf machen und dennoch zeigt genau dieses verschließen vor bestimmten idealen und ideen den desaströsen zustand der gesinnung.
ich bin nicht der meinung, dass die menschen linkes gedankengut ablehnen weil sie darin den schrecken des damaligen kommunismus hineinprojezieren, sondern weil sie schlicht zu angepasst sind und im entsprechenden zustand einfach systematisch gehalten werden.
da mögen adam_smith und keshkau mir nun wieder vorwerfen, dass ich ja herablassend von den menschen reden würde wenn ich ihnen dieses "falsche bewußtsein" vorwerfe, aber genau das gegenteil ist wenn überhaupt der fall: was ich möchte ist eben eine befreiung des menschen von nicht verstandenen kräften.
Deine Analyse stimmt voll und ganz: Die Menschen sind träge, auch im Denken. Sie haben die von Dir beschriebenen Assoziationen und sie haben sich in ihrem Leben eingerichtet. Warum sollten sie etwas grundlegend ändern wollen? Man kann das "mangelndes/falsches Bewusstsein nennen".
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@extasy
Jetzt kannst Du Deinen Wunsch von Rot-Rot-Grün wohl endgültig (oder für eine ganze Weile) begraben. Denn es ist genau das eingetreten, worauf ich immer hingewiesen habe: fehlende Abgrenzung der Linken gegenüber der DKP. Und nun brennt die Hütte (für Insider: der Hühnerstall).
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,535805,00.html
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,535833,00.html
Ja, so kann man sich auch unglaubwürdig machen.
Wenn die linke Hand nicht weiss, das die rechte macht...
In Geheimdienstkreisen dürften die Äusserungen der Fr.Wegner auf offene Ohren stossen.
Insgeheim wünschen die sich das doch. ;)
Na, wenn man jede wirre Äußerung eines Hinterbänklers in den etablierten Parteien so ausschlachten würde wie das jetzt. Es bleibt dabei, an uns kommt niemand mehr vorbei. :evillol
...sagte die Tomate zur Dampfwalze. :rolleyes
Wenn es so weiter geht, werden sich die Wähler aber schnell wieder nach was anderem umsehen.
Dann braucht man an euch nicht mehr vorbei...
Wer sowas vom Stapel läßt, daraufhin nicht die Konsequenzen zieht und die Parteiführung nicht zur Ordnung aufruft,
der ist es nicht wert gewählt zu werden.
Aber leider hat der geneigte Wähler nur ein Kurzzeitgedächtnis und vergisst schnell.
Leider.
"Aber leider hat der geneigte Wähler nur ein Kurzzeitgedächtnis und vergisst schnell."
Genau so ist es. Was bei den anderen Parteien schon immer funktionierte, warum nicht auch bei uns ? :cool
Und was heißt hier "nicht zur Ordung gerufen" ? Mehr als sie von der Fraktion auszuschließen geht doch wohl nicht, oder ? Nur bei und setzt man jedoch immer höhere Maßstäbe an.
Ja, es trifft auf alle Parteien zu.
Politische Entgleisungen sind nie gut, egal aus welcher Partei sie kommen.
Nur leider habe ich das Gefühl, das du solche oder eure "Ausrutscher" für Gut heisst.
Gerade die Linke sollte bemüht sein ihren Ruf zu verbessern.
Das ist aber der falsche Weg.
Und ein Koalitionspartner wird oder findet man so aber nicht.
edit:
Sie sollte dennoch so politisch klug sein und ihr Mandat abgeben.
Nein, für "gut" halte ich das nicht. Aber diese geifernde Medienausschlachtung danach und die gehässigen Vorwürfe der Gegner ist das was ich so verlogen finde. Wenn man mal diese Maßstäbe bei den anderen Perteien ansetzen würde.
Aber es ist halt so wie es aussieht für mich. Jetzt wird angesichts unserer Erfolge eine Schlammschlacht vom Zaun gebrochen. Der Reaktionären ist halt kein Mittel zu mieß uns in den Dreck zu zerren. Hätte man aber mit rechen müssen.
olly3052
17.02.2008, 20:13
Ihr seit weit vom Thema entfernt.
Der Fall Wegner bietet genug Stoff für einen eigenständigen thread.
Gruß
olly
Die Y(psilanti)-Frage hat sich wohl erledigt und ob Kurt Beck die K(anzler)-Frage noch beantworten wird finde ich sehr zweifelhaft.
Cerberus
07.09.2008, 14:03
Moinsen,
@ microcp, bist du Hellseher?;)
Kurt Beck wird gerade lehrbuchmäßig demontiert.
Vom Parteivorsitz tritt er zurück und Steinmeier wird zum Kanzlerkandidat nominiert.
Quelle! (www.spiegel.de)
Ich behaupte mal, das ist von langer Hand geplant und den schlechten Wahlprognosen geschuldet.
Ich frage mich allerdings, warum die SPD noch einen K-Kandidaten aufstellt?
Meine Prognose ist, das sich für die SPD nach der nächsten Bundestagswahl die K-Frage vom Ergebnis her erledigt hat.
Mal schauen, ob ich recht behalte.
Cerberus
Steinmeier ... war das nicht der Koordinator des Kanzleramts, der wissentlich einen deutschen Staatsbürger Guantanamo überlassen hat und dann keine Anstalten machte zu protestieren, geschweige denn ihn zurückzuholen? Ich fans eh schon verwerflich, diese graue Eminenz als Außenminister einzusetzen, aber den als Kanzler ... dann können wir ja gleich Bush zujubeln.
Wahrscheinlich hast du recht, aber überlege wieviele Leute noch die SPD wählen wenn die gar nicht erst nen Kandidaten aufstellt. Die SPD kann ja nicht wollen dass die dann alle je nach Neigung zur Linken oder zur CDU gehen.
smacked2
07.09.2008, 14:33
Stimme Cerberus zu, die K-Frage ist für die SPD reine Makulatur, können sie sich eigentlich auch sparen.
Es sei denn sie liessen sich auf ein Rot-Rot-Grünes Bündnis auf Bundesebene ein, aber unter Steinmeier halte ich das für extrem unwahrscheinlich. Der wird weiter der sogenannten "Mitte" nachhecheln und kapitalbegünstigende Ziele anstreben.
Ich frage mich allerdings, warum die SPD noch einen K-Kandidaten aufstellt?
Seltsame Fragestellung. Wenn man nicht länger bereit ist, seine Fahne aufzustellen und Position zu beziehen, dann hat man in der Politik nichts verloren. Ebenso gut könnte man fragen, warum die Linkspartei über einen eigenen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten nachdenkt oder warum Splitterparteien zur Wahl antreten.
Ich will schon gerne das politische Spektrum abgebildet wissen und auswählen dürfen, auch ohne Erfolgsgarantie.
Damit sind meine Befürchtungen war geworden.
Aber war ja abzusehen. Deutschlands zweitbeliebtester Politiker mußte ja einfach Kanzlerkandidat werden.
Kurt Beck war eh schon immer unpopulär und als Landei verschrien das in außenpolitische Fettnäpfchen zu treten weiß.
http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/605932.html
Und sein Führungsanspruch wurde zudem gezielt vom rechten Flügel untergraben.
http://www.br-online.de/daserste/report/archiv/2008/00496/
Ganz anders dagegen der eloquente, sich immer wieder aus allen Anschuldigungen herauswindende Steinmeier.
http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/995/67928
Mal sehen wenn er sich mit Innenpolitik und der am Boden liegenden Partei, also mit dem Alltagsgeschäft, herumschlagen muß immer noch den Strahlemann herauskehren kann.
Oder ob er sich damit auch verschleißt.
Dann wäre Platz für Wowi. :freak
walter09
07.09.2008, 18:13
die SPD stellt traditionell nur dann Frauen auf, wenn die Lage aussichtslos ist. z.B. in Bayern die Schmidt, oder Gesine Schwan.
Bei Steinmeier weiß glaube nichtmal er selbst, wofür er steht. Ich finde ihn in erster Linie aalglatt. Sympatisch ist er mir definitv nicht.
hab mir neulich die Parteitagsreden von McCain, Palin angeschaut. McCain und Palin haben beide so einen trockenen Humor, der sie mir sofort sympatisch machen. Würde mir ähnliche Gestalten auch mal hier wünschen, als geringste Qualifikation: jemand, dem man zuhören kann, ohne sich vor Fremdscham zu krümmen.
Adam_Smith
07.09.2008, 19:09
Womit wir dann allerdings endgültig im Lande der inhaltlosen Reden wären.
Was die Wahl des Präsidenten in den USA nun mal massiv prägt ist die Frage nach dem Nasenfaktor! Mit inhaltlichen Themen hat dieser aber meist nichts zu tun.
Hier in Deutschland ist es ja auch schon ziemlich inhaltslos. Die Wahlprogramme haben jedes Jahr mehr Bilder und weniger Text. Die einzige Partei, welche bei den letzten beiden Wahlen ein ordentliches Wahlprogramm hatte (mit Inhalt und klaren Forderungen, ganz abgesehen von der politischen Richtung) war die FDP. Die Reden sind ja auch immer inhaltsloser geworden, besonders wenn Politiker Versprechungen machen, von denen sie schon wissen, dass sie sich nicht einhalten können. Schmidt mit den niedrigeren Beitragssätzen, Schröder mit seinen 3,5mio, Gabriel und sein völliger Verzicht auf Kernkraft, Merkel mit dem Aufschwung, der unten angekommen sein soll, Schäuble und sein Bundestrojaner etc. Die großen Wahlveranstaltungen mit Gastauftritten von Popbands usw muss man ja nicht mehr erwähnen ;)
Man muss aber auch sagen, dass Merkel nicht so eine selbstverherrlichende Show abzieht wie Schröder. Seine Polemik hatte mir schon immer missfallen, da ist Merkel doch schon zurückhaltender und ehrlicher.
Ich weiß auch noch nicht wen ich wählen würde. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, aus Protest gegen die Politik der großen Parteien die Linkspartei zu wählen, aber das weredn wohl zu viele machen.
walter09
07.09.2008, 19:33
Müntefering hat gesagt, es sei unfair, die Regierung an den Wahlversprechen im Wahlkampf zu messen, soviel dazu.
Jetzt ist es doch so gekommen, wie ich es am 08. Februar fast schon vermutete.
Und dann muss noch beachtet werden, dass Kurt Beck scheinbar ziemlich fest im Sattel sitzt. Auf mich macht er zwar nicht den Eindruck eines starken Leaders, aber wer weiß schon, was bei den Sitzungen hinter verschlossenen Türen abgeht.
Die Steinmeier-Alternative ist nicht zu unterschätzen.
Müntefering hat gesagt, es sei unfair, die Regierung an den Wahlversprechen im Wahlkampf zu messen, soviel dazu.
Das ist insofern nicht ganz verkehrt, weil die SPD z. B. beim Thema Mehrwertsteuer-Erhöhung zwar im Vorfeld ihre Position bezog, dann aber in der Großen Koalition nicht die Mehrheit hatte, um das durchzusetzen. Da liegt die Schuld auch beim Wähler.
Außerdem darf nicht vergessen werden, dass man in Koalitionsgesprächen noch über andere Themen redet. Falls das eine oder andere Ministerium Forderungen stellt, die finanziert werden müssen, dann muss man sich wohl oder übel darauf einigen, wo das Geld dafür herkommen soll.
So gesehen ist es mindestens ebenso unfair, wenn man der SPD vorwirft, sie hätte als Partner in der Großen Koalition ihr MwSt.-Versprechen nicht umsetzen können. Denn ich denke schon, dass sie es versucht hat.
GordonGekko
07.09.2008, 19:50
"Hier in Deutschland ist es ja auch schon ziemlich inhaltslos. Die Wahlprogramme haben jedes Jahr mehr Bilder und weniger Text. Die einzige Partei, welche bei den letzten beiden Wahlen ein ordentliches Wahlprogramm hatte (mit Inhalt und klaren Forderungen, ganz abgesehen von der politischen Richtung) war die FDP."
Ja das hatte in der Langfassung 900 Seiten wie viele Wähler haben sich das wohl durchgelesen.
smacked2
07.09.2008, 20:17
Vielleicht kann ja mal ein Mod den Titel des Themas in "Steinmeier, der kommende Kanzlerkandidat der SPD" ändern, ;)
Ja das hatte in der Langfassung 900 Seiten
Was die Wahlversprechen und deren Einhaltung angeht, so kann man nächstes Jahr mal einen Blick in den Koalitionsvertrag des Jahres 2005 werfen (236 Seiten). An diesem Papier werden sich die regierenden Parteien messen lassen müssen.
http://www.bundesregierung.de/nsc_true/Content/DE/__Anlagen/koalitionsvertrag,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/koalitionsvertrag
Das ist insofern nicht ganz verkehrt, weil die SPD z. B. beim Thema Mehrwertsteuer-Erhöhung zwar im Vorfeld ihre Position bezog, dann aber in der Großen Koalition nicht die Mehrheit hatte, um das durchzusetzen. Da liegt die Schuld auch beim Wähler.
[...]
So gesehen ist es mindestens ebenso unfair, wenn man der SPD vorwirft, sie hätte als Partner in der Großen Koalition ihr MwSt.-Versprechen nicht umsetzen können. Denn ich denke schon, dass sie es versucht hat.
Sehe ich anders
Die SPD hatte eine Vorstellung und der damalige in Frage kommende Koalitionspartner CDU hatte eine klare Vorstellung.
Soweit gehe ich mit.
Wenn sich aber beide bei einer neuen math. Mitte von 3 treffen, hat der Wähler Null Schuld daran.
Das haben die Herren der Parteien anschließend verbockt.
Den Wähler trifft da keine Schuld.
Im Prinzip müsste bei der nächsten Bundestagswahl dieses Vorkommnis von vor 4 Jahren im Gedächtnis hervorgeholt werden und die Stelle, wo das Kreuz gesetzt werden soll, muss wohl überlegt sein.
Denn das, was damals vorgefallen ist, war eine glatte Lüge.
So oder so hat sich die SPD schon fast gezielt selbst zerfleischt.
Internes Machtgerangel hat ihnen viele Stimmen und vorallem Glaubwürdigkeit gekostet.
Ein Herr Steinmeier, der keine JA/NEIN-Fragen mit einem Ja oder einem Nein beantworten kann, wird da auch nicht viel bringen.
Er redet und redet und redet und sagt nichts.
Er kann bei mir kein Vertrauen erwecken.
Welcher Politiker schafft denn das überhaupt, klipp und klar eine Antwort zu geben?
Es wird doch entweder um die Frage herumlaviert, stammelt eine Antwort aus irgendeiner nur ihm bekannten Fantasiewelt oder man verschwindet mal eben.
Wenn sich aber beide bei einer neuen math. Mitte von 3 treffen, hat der Wähler Null Schuld daran.
Ich meinte mit der Schuld, dass ein eindeutiges Wählervotum (mit einer glasklaren Mehrheit) so manches Problem bereits im Vorfeld gelöst hätte.
Welcher Politiker schafft denn das überhaupt, klipp und klar eine Antwort zu geben?
Welche Wähler schafft es denn im Gegenzug, sich einen Standpunkt in Ruhe anzuhören? Mein Eindruck ist, dass sich viele Menschen mit kleinen Informationshäppchen begnügen. Und die Medien haben sich darauf eingestellt. Selbst in seitenlangen Interviews beackert man lieber mehrere politische Felder statt sich einem einzelnen Punkt zu widmen und den bis zum Ende durchzukauen.
Das interessiert viele Menschen nämlich nicht. – Da kann man fast jedes Thema nehmen (Mindestlöhne, Jugendgewalt, Arbeitslosigkeit usw.). Die allermeisten Sachverhalte sind nicht eindimensional und haben einen enormen Erklärungsbedarf: Welche Ursachen hat ein Problem? Welche Strategien will man einschlagen? Wie wirkt sich die Strategie auf die relevanten Bereiche aus?
Ich behaupte, dass die meisten Leute viel zu wenig Ahnung haben, um mit Sachverstand mitreden zu können. Deshalb hören sie nicht hin, selbst wenn sie die Möglichkeit hätten. Deshalb machen sich andere gar nicht mehr die Mühe, alles im Detail zu erklären.
Naja so wie es aussieht ist Steinmeier jetzt Kanzlerkandidat. ;)
relam 75
07.09.2008, 22:19
Ich behaupte, dass die meisten Leute viel zu wenig Ahnung haben, um mit Sachverstand mitreden zu können. Deshalb hören sie nicht hin, selbst wenn sie die Möglichkeit hätten. Deshalb machen sich andere gar nicht mehr die Mühe, alles im Detail zu erklären.
Nein .
das sehe ich anders , die Leute sind schon interesiert .Allerdings bekommen sie nie klare Stellungsnahme sondern nur viel warmen Brei um nix .
Wer das sich dann freiwillig anhörft ist selber schuld ;)
Wenn Politiker aber endlich mal so reden würden das es auch der "einfache " Mann der Straße versteht dann würde auch die Politik wieder mehr gehör bekommen .
Dies hat mit Sachverstand sicherlich zu tun allerdings liegt der in den händen der Politiker und wie sie ihn uns vermitteln .
MFG Relam
walter09
07.09.2008, 22:19
Westerwelle war das auch mal :rolleyes
Welche Wähler schafft es denn im Gegenzug, sich einen Standpunkt in Ruhe anzuhören? Mein Eindruck ist, dass sich viele Menschen mit kleinen Informationshäppchen begnügen. Und die Medien haben sich darauf eingestellt. Selbst in seitenlangen Interviews beackert man lieber mehrere politische Felder statt sich einem einzelnen Punkt zu widmen und den bis zum Ende durchzukauen.
Das interessiert viele Menschen nämlich nicht. – Da kann man fast jedes Thema nehmen (Mindestlöhne, Jugendgewalt, Arbeitslosigkeit usw.). Die allermeisten Sachverhalte sind nicht eindimensional und haben einen enormen Erklärungsbedarf: Welche Ursachen hat ein Problem? Welche Strategien will man einschlagen? Wie wirkt sich die Strategie auf die relevanten Bereiche aus?
Ich behaupte, dass die meisten Leute viel zu wenig Ahnung haben, um mit Sachverstand mitreden zu können. Deshalb hören sie nicht hin, selbst wenn sie die Möglichkeit hätten. Deshalb machen sich andere gar nicht mehr die Mühe, alles im Detail zu erklären.
Gegenfrage: Warum sollte ein ganz normaler Bürger diese Themenfelder kausal begreifen müssen?
Politiker werden vom Bürger bezahlt damit sie sich mit diesen Themen befassen.
Politker sind rethorisch sehr gut geschult.
Egal was man Politker fragt, es kommt meist allgemeines und diplomatisches Polit-Bla Bla heraus, das nie auf die eigentliche Frage eingeht und schon im Vorfeld berechenbar war.
Wie soll jemand der 9 Stunden am Tag schwer arbeitet (damit meine ich nicht Studenten oder Schüler :P) die Muse nehmen, um das immer gleichbleibende Gelabbere der Politker zu ertragen oder gar endlose Parteiprogramme zu lesen?
Ich sehe sehr viel Politktalk, weil ich einfach Realsatire mag. :P
Politik ist in meinen Augen nur ein ewiges Kabarett voller macht- und postenstrebenden Schauspieler, die das Volk für zu dumm halten und sich von diesem Volk leider weit entfernt haben.
Außerdem haben viele Politiker doch selbst keinerlei Ahnung über das was sie wöchentlich abstimmen müssen, dennoch machen sie es. Was kommt dabei heraus? Ganz einfach: Was deren Lobby will.
Wenn ich Dir an dieser Stelle antworte, weichen wir vom Thema ab. Aber Du kannst Deinen Standpunkt in dem unten angegebenen Thread darlegen. Dort antworte ich dann gerne. Das Thema ist schließlich interessant.
http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=346694
Okay, kann zu dieser Thematik dort weitergehen.