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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was passiert mit der ISS und der Erschließung des Weltraums?



Skoll
17.07.2008, 16:43
Hallo Leute, ich habe gerade diesen Artikel hier beim Stern gelesen.
http://www.stern.de/wissenschaft/kosmos/:Internationale-Raumstation-Was-Au%DFenposten-All/631417.html

Ich wusste gar nicht, dass der Bau schon vor 10 Jahren begonnen hat. Mir kommt die Station immer noch so neu vor. Sie soll 2010 fertig sein, und man glaubt, sie bis 2016 nutzen zu können. Doch bei der Mir hat man ja auch nicht geglaubt, dass sie eine halbe Ewigkeit im Orbit hängen würde. Wie geht es weiter, wenn die ganzen Space Shuttles 2010 ausgemustert werden?

Mir geht das ganze Projekt ziemlich langsam, muss ich sagen. Natürlich kostet der Spaß eine ganze Menge (laut ESA insgesamt 100 Milliarden Euro), aber liegt die Zukunft der Menschheit nicht im All? Bislang war es doch immer so, dass wir alle Ressourcen verbraucht haben und weitergezogen sind. Für mich ist es jedenfalls selbstverständlich, dass wir (wie in fast allen Science-Fiction Filmen) irgendwann den Mars besiedeln werden und in einer Geo-Ausgabe (1993) gab es eine Bildserie, in der der Abbau von Erzen auf dem Mond für 2090 vorhergesagt wurde. Nun ja, Vorhersagen halt...

Also, was denkt ihr, wie geht es langfristig weiter? Man hat schon einigermaßen konkrete Pläne, eine bemannte Mission zum Mars zu schicken, aber das ganze läuft bislang immer nur von staatlicher Seite aus.

ThomasK_7
17.07.2008, 16:52
Nach 2010 müssen die Amis bei den Russen Fahrten zur ISS kaufen, weswegen auch eine Verlängerung bis 2014 im Gespräch ist. Ab 2014 soll der neue Raumgleiter der USA fertig sein.

Die Zukunft der Menschheit liegt meines Erachtens nicht im All (lebensfeindlicher Raum), genausowenig wie im Wasser (lebensfeindlicher Raum). Der Mensch ist für die Erde gemacht (evolutioniert). Für alle anderen Umgegenden müsste er sich ebenfalls evolutionieren. Wenn ich mir da die meisten SF-Figuren plastisch so ansehe, finde ich keinen Drang mich dahin zu entwickeln ;).

hummerfisch
17.07.2008, 17:24
Bevor wir uns überhaupt auf den Mars niederlassen können, muß man auf den "Roten Planeten" erstmal Terraforming betreiben um den lebensfeindlichen Planeten für den Menschen bewohnbar zu machen. Allein dies würde sich wohl über Jahrhunderte (geschätzt) hinausziehen. Wir schaffen es ja noch nichtmal dahin zu reisen, da selbst die Reise dorthhin für den Menschen immo durch die gefährliche Weltraumstrahlung viel zu gefährlich ist (sehr hohes Krebsrisiko). man müßte die Reisezeit drastisch verkürzen, um der Strahlung nicht so lange ausgesetzt zu sein. Dazu fehlt uns aber noch die entsprechende Technik.

Boosk11
17.07.2008, 22:13
Ich habe mal ein buch von einem NASA forscher gelesen der sich über dieses thema ausgelassen hat und der hatte wie ich finde eine sehr plausible Idee: Die Menschen wohnen in Habitaten im Weltraum,da das dauerhafte besiedeln von Planeten zu aufwändig ist.Man errichtet Mienen um rohstoffe zu gewinnen und baut Fabriken in denen überlebenswichtige Dinge gefertigt werden z.B ersatzteile fürs raumschiff.Im Raumschiff gibt es Felder die mit z.B Getreide bepflanzt werden.Man bekommt sauerstoff und das Wasser was man reinsteckt verdunstet bei getreide am ende größtenteils wieder und das kann man sammeln.Auch soll über rotation der station in Planetenähe die schwerelosigkeit besiegt werden.Für mich klingt das sehr viel einfacher als den Boden zu besiedeln.

Helios co.
18.07.2008, 08:20
ESA insgesamt 100 Milliarden Euro
Nun bei der ESA kostet schon das Kochen eines Eis ca. eine Million.

Nein, mal im Ernst: Es gibt eine ganze Reihe neuer Projekte.
Die Nasa geht ja weg vom Shuttle und bewegt sich mehr in Richtung Sojus Kapsel mit ihrem neuen Projekt. (wenn ich das richtig verstanden habe)

Die Russen haben ihr Klippr Projekt, welches wirklich ungemein interessant klningt.

Nun, die Europäer hinken mal wieder hinterher.

Immer interessanter werden in dem Zusammenhang kleinere Länder und Private Hersteller von Weltraumtechnik.

Aber wirkliche Forschungsarbeit betreiben diese nicht.


So manch jemand würde auch behaupten, dass seit Ewigkeiten kaum wirkliche Forschungsarbeit für die Raumfahrt betrieben wird.

Die Antriebtechnik ist so "primitiv" wie schon vor 30 Jahren,und auch die ISS ist im Vergleich zur MIR keine inovative Entwicklung.

LeChris
18.07.2008, 08:42
Ich will hier niemandem einer Illusion berauben, aber der Mars wird nie einem "Terraforming" unterzogen werden können - nicht mit einer für Menschen akzeptablen Atmosphäre. Dafür ist dessen Masse und Gravitationsfeld zu gering. Stichworte Teilchengeschwindigkeit in Gasen und Fluchtgeschwindigkeit...

Die ISS wird wohl irgendwann versenkt. ;) Zwischenzeitlich stehen 2 Raumtransporter für die Güterversorgung zur Verfügung, Personal wird halt mit Sojus abgewickelt. Ob die ESA noch eine eigene Kapsel entwickelt ist noch fraglich, es war ja auch mal eine Kooperation mit Russland im Gespräch.

Daneben wird wohl noch dieses Jahr die 3. bemannte Mission von China geflogen.

Bohemund
18.07.2008, 09:54
erschliessung des weltraums :D

seit die amerikaner angeblich vor 40 jahren auf dem mond waren hat sich da nichts mehr getan. die suchen am cern lieber nach der 4. dimension. und die "spektakulären" mars missionen werden immernoch von robotern durchgefürht, die steine sammeln und analysieren was nicht zuletzt an unserer fortschrittlichen antriebstechnik liegt.

von der erschliessung des weltraums kann also nicht im entferntesten die rede sein und der hört bekanntlich nicht hinterm mars auf... an der iss bauen sie seint 10 jahren rum, die werden sie sicher nicht in 30 jahren in der erdatmosphäre verglühen lassen wenn man milliarden reingesteckt hat ;)

Götterwind
18.07.2008, 10:22
@hummerfisch
Die Mission zum Mars ist weniger ein Strahlungsproblem als ein psychologisches. Es ist einfach schlecht vorstellbar 3-5 Menschen auf engstem Raum für 18 Monate einzusperren.

Helios co.
18.07.2008, 18:07
Noch ein Kommentar zu den Marssonden.

Ich war wirklich fasziniert zu sehen, dass eine Technik als etwas ganz Neues verkauft wurde. Damit meine ich die bekannten Fahrzeuge, die den Mars unsicher gemacht haben.
:)

Wenn man sich mal die Bilder der Lunachod Missionen anschaut, dann wird man schnell erkennen, dass die damals eingesetzten Fahrzeuge, dieselbe Form hatte.

Eine Frage: Warum wurde überhaupt die ISS gebaut?
Ist ist nicht notwendig ein so großes Monster im All zu haben.
Eine Station, die nur halb so groß wäre, hätte denselben Effekt gehabt.

Die Gelder hätte man in die Forschung für neue Antriebe stecken können.

Z.B. Sonnen Reflektionsantrieb.

2 große Satelliten mit Sonnenspiegeln und eine Sonde (Raumschiff) mit Sonnensegel.
Eigentlich recht primitiv, aber ermöglicht theoretisch 1/2 Lichtgeschwindigkeit.

Damit würde das Sonnensystem zum Vorhof der Erde werden.

Bohemund
18.07.2008, 21:31
Eine Frage: Warum wurde überhaupt die ISS gebaut?
Ist ist nicht notwendig ein so großes Monster im All zu haben.
Eine Station, die nur halb so groß wäre, hätte denselben Effekt gehabt.

et voila...
http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Raumstation#Forschungsprojekte_auf_der_ISS

KL0k
19.07.2008, 08:02
versteh nich was immer alle mit dem mars haben..
der mars is doch noch toter als die erde. man topft doch auch keine pflanze aus verbrauchter erde in tote erde um.
was man vom mars lernen könnte is etwa, was mit unserm planeten in geraumer zeit passieren könnte, wenns so weiter geht. aber das wars meiner meinung nach auch.
zur besiedelung ist der meinung nach nich geeignet. höchstens als rettungsanker, wenn alle stricke reißen.

Helios co.
19.07.2008, 11:41
@KLOk
Aber was ist die Alternative?
Einen der Jupiter Monde?

Es ist nun einmal so, das man irgendwo anfangen muss.

Der Mond könnt ein absehbarer Zeit sehr interessant werden.

Große Vorkommen an Helium 1, welches für mögliche Fusionsreaktoren unabdingbar ist, kann man hier finden.
Auch andere Ressourcen, die uns in absehbarer Zeit ausgehen werden, kann man da finden.

Steltl sich nur die Frage, wie man diese effektiv und in ausreichender Menge auf die Erde schaffen kann.

KL0k
19.07.2008, 12:02
altenativen seh ich ausserhalb unseres sonnensystems, bzw in einem der benachbarten, wo sie schon "erdähnliche" gefunden haben. wenn man von einer wirklichen alternative spricht, brauchen wir halt planeten mit einer atmosphäre.
das man sich der vorkommen auf anderen planeten oder deren trabanten bedienen könnte, sag ich ja nichts gegen. aber bis das alles passiert, gehen noch zig jahrzehnte ins land.

Odium
19.07.2008, 16:17
Soweit ich weiß, ist das nächste System Alpha Centauri und obwohl es da zwei Sonnen gibt, gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, erdähnliche Planeten zu finden. Eine Reise mit 1% der Lichtgeschwindigkeit dauert ca. 400 Jahre.
Ich finde das vergleichbar mit unserer Entwicklung vor 1000 Jahren. Da brauchte man auch zu Fuss, mit Pferd oder Wagen Monate, um nach Asien zu kommen (heute ein paar Stunden) und da hätte sich das niemand je träumen lassen, dass das überhaupt möglich wäre. Doch bevor man damals an Strahltriebwerken oder Unterschallflugzeugen gebastelt hat, wurde erstmal der Seeweg dahin ausgekundschaftet ;)

Und mit der ISS läuft es ja auch so. Schritt für Schritt sammelt man Erfahrungen und solange die NASA genügend Knete vom Steuerzahler kriegt, bleibt man da auch auf Kurs. Schade, dass ich nicht in 300 Jahren geboren bin, vielleicht gibt es dann schon die erste Kolonie auf dem Mars, die irgendeinen Rohstoff zur Erde liefert und im Gegenzug von der Erde versorgt wird (Babylon 5 lässt grüßen).

Bohemund
20.07.2008, 00:49
wenn die menschheit so weiter macht werden wir uns alpha centauri in 1000 jahren noch durch teleskop anschauen. in diesen tagen liegt der fokus auf den "letzten" ressourcen des planeten um die wir uns die köpfe einschlagen werden.

es wäre besser wenn die borg vorbei schauen würden und uns von dem leid erlösen. ich würde nur zu gerne wissen,
ob sie wirklich "resistance is and always has been - futile!" sagen, falls sie englisch können... :D

Helios co.
20.07.2008, 14:22
Schritt für Schritt sammelt man Erfahrungen

Das ist ja gerade das Problem. Erstens ist nicht die NASA diejenige Organisation, die das Meiste Wissen in die ISS eingebracht, sondern die Russen.

Das andre Problem mit der ISS ist, dass das Ding nichts wirklich Neues in die Entwicklung der Raumfahrt einbringt.

Im Vergleich zur MIR ist die ISS also NICHTS NEUES!

Der Bau einer Station auf dem Mond: Das wäre was gewesen, aber die ISS? Wozu?

Btw. die ISS ist für die NASA zum Klotz am Bein geworden. Und ich habe so den Eindruck, dass die Europäer (und Russland zähle ich dazu) als letzte treibenden Kräfte verblieben sind.

MR.FReeZe
20.07.2008, 16:09
Die ISS ist wesendlich groesser als die MIR und bietet mehr Platz fuer Forschungsprojekte...das ist ja schonmal was neues^^
Konzeptionell ist es natuerlich kein Fortschritt, aber ich denke das ist ein Problem der Umsetzbarkeit anderer Projekte das man sich mit einer neuen Raumstation im Erdorbit begnuegen muss. Die alte MIR hatte ihren Lebenszyklus dann auch wohl hinter sich, so dass es natuerlich (aus wissenschaftlicher Sicht) auch nicht sinnlos ist ein Nachfolgeprojekt zu stemmen.

Die ganzen Projekte von einer bemannten Mission zum Mars, eine staendig bemannte Mondbasis usw. sind gedanklich natuerlich schnell motiviert aber in erster Linie wohl deswegen nicht weiter umgesetzt das man nicht wusste/weiss wer das alles bezahlen soll (abgesehen vom stand des technischen Fortschritts. Aber die Forschung steht und faellt ja in erster Linie auch mit den finanziellen Moeglichkeiten. Wenn man es wirklich alles ohne ruecksicht auf Verluste wollen wuerde dann waere man antriebstechnisch bestimmt schon einen guten Schritt weiter).

Schon der Weg zur jetzigen ISS war finanziell mehr als steinig und es wurde immer und ueberall nach guenstigeren Moeglichkeiten geguckt.
Einzelne Projekte wie die ISS sind finanziell fuer sich noch tragbar, neue bemannte Mondmissionen waeren es vllt auch...aber eine staendig bemannte Mondbasis da hoert es glaube ich schon auf. Allein schon die Kosten des Flugbetriebs...
Mehrere Projekte gleichzeitig? Schoen waers...

Damals gab es eine gesellschaftliche/politische Motivation (Wettlauf zum Mond)...sowas gibt es heute nicht mehr. Wobei selbst die popularitaet der Apolle Missionen nach der Mondlandung kaum noch da war.
Abgesehen davon aber auch forschungstechnisch keine richtige Notwendigkeit: Unbemannte Raumfahrtprojekte sind billiger und liefern Forschnugsresultate die bemannte Missionen wohl nicht so steigern koennten das sich der finanzielle Auffwand lohnt (und sich keine Menschen in Gefahr begeben). Mehr als Bilder, Umweltanalysen und dergleichen wuerden bemannte Missionen (abgesehen vom Gefuehl es zu koennen mal abgesehen) wohl auch nicht liefern.

Saiga
28.07.2008, 23:41
@hummerfisch
Die Mission zum Mars ist weniger ein Strahlungsproblem als ein psychologisches. Es ist einfach schlecht vorstellbar 3-5 Menschen auf engstem Raum für 18 Monate einzusperren.

Also ich weiß nicht ob das ein großes Problem wäre - es gibt viele Kosmonauten die eine sehr lange Zeit im Weltraum verbracht haben zb.:

Waleri Wladimirowitsch Poljakow
Von seinem Flug mit Sojus TM-18 zur Raumstation Mir kehrte er nach 437 Tagen, 17 Stunden, 58 Minuten und vier Sekunden mit Sojus TM-20 zurück. Damit hält er den Weltrekord für den am längsten dauernden Raumflug.

Die Langzeitbesatzungen auf der MIR verbrachten manchmal mehr als 350Tage auf ihr.

Helios co.
29.07.2008, 14:15
Ja ich denke auch, dass die Flugzeit nur bedingt ein ernsthafer grund dafür ist, dass es bis jetzt noch keine bemannte Marsmission gab.

Geld, und Angst vor einem möglichen Verlust an Personen, sind hier wohl die wahren reaktiven Aspekte.

Denn technisch ist es mit heutigen Mitteln bestimmt machbar.

Saiga
30.07.2008, 03:21
^^ Naja meiner Meinung nach ist es primär das Geld

vulgo
02.08.2008, 13:42
nachdem die usa bisher nur gering an den flügen beteiligt waren, wirkt sich der ausstieg wohl nicht so gravierend aus wie man vermuten möchte.

andererseits ist es auch schwierig eine ISS für militärische interessen der USA zu nutzen weshalb ich eher von einer eigenen station ausgehe die früher oder später von den usa installiert wird. eher später ;)

zur erschließung des weltraums - naja, was haben wir davon? wir bekommen ja nichtmal "unsere erde" in den griff.

BessenOlli
03.08.2008, 18:35
zur erschließung des weltraums - naja, was haben wir davon? wir bekommen ja nichtmal "unsere erde" in den griff.

Das (http://www.rp-online.de/public/article/wissen/weltraum/543584/Aus-dem-Weltall-in-den-Alltag.html) haben wir davon.

vulgo
03.08.2008, 22:13
das wäre mit dem budget natürlich niiiiiiiiiiiemals ohne weltraumfahrt möglich gewesen :rolleyes

Andy4
21.09.2008, 11:50
Wie ist das jetzt eigentlich mit dem Raketenstarts? Ich habe damals eine Doku gesehen, wie die sich das bei der NASA mal vorgestellt haben. Die Rakete soll auf einer Schiene fahren und flach mit ihrem Antrieb beschleunigen, danach steigt die Schiene stetig an und die Rakete fliegt ins All. Wird diese Methode in kommender Zeit angewendet werden?

Gruß Andy

Blutschlumpf
21.09.2008, 12:13
Imo ist das alles Geldverschwendung.
Mag sein, dass da die ein oder andere Erfindung abfällt, aber die steht imo in keiner Relation zu den Kosten.
Um nen Satelliten hochzuschießen brauchts keine bemannte Raumstation.
Sich irgendwelche Planeten auszusuchen um da später mal drauf zu wohnen ist imo das sinnloseste was mir spontan in der Richtung einfällt, es wäre um ein vielfaches einfacher den bestehenden noch bewohnbaren Planeten Erde nicht zu zerstören als nen anderen bewohnbar zu machen.
Würden die ganzen Gelder in den Umweltschutz oder die Förderung alternativer Energiequellen fließen wäre das imo viel sinnvoller als die Lösung im All zu suchen.

vulgo
21.09.2008, 14:36
irgendwo las ich einmal -> quelle unbekannt ;) ich glaube es war aber ein kinderbuch, dass die kosten von raumfahrt so enorm sind, dass bereits durch aussezten dieser programme für einen halben tag kein mensch auf der erde hunger leiden müsste.

obs stimmt weiß ich nicht aber was ich weiß ist, dass die ausgaben in keiner relation zu den einnahmen (?) stehen.



Ich habe damals eine Doku gesehen, wie die sich das bei der NASA mal vorgestellt haben. Die Rakete soll auf einer Schiene fahren und flach mit ihrem Antrieb beschleunigen, danach steigt die Schiene stetig an und die Rakete fliegt ins All. Wird diese Methode in kommender Zeit angewendet werden?

bei der derzeitigen wirtschaftslage...ich weiß nicht, aber welche rakete soll das sein? ein 'unsicheres' spaceshuttle?, das im gegensatz zu russischen raketen nichteinmal einen 'schleudersitz' hat?

MR.FReeZe
22.09.2008, 01:38
Ich weiss auch nicht wieviel Geld man taeglich braeuchte im jedem Menschen auf dieser Erde Einen Tag Essen finanzieren zu koennen.
Ich habe keine aktuelleren Zahlen gefunden aber 2006 hatte die NASA fuer 2007 ein Jahresbudget von [1] mageren 16.8 Milliarden Dollar bewilligt bekommen. Der Verteidigungshaushalt der USA lag 2007 bei 547 Milliarden Euro [2]. Das ist es im Vergleich schon fast "laecherlich", aber man muss dazu auch sagen das die NASA mehr bei Projekten finanziert als die anderen Raumfahrtbehoerden mit niedrigerem Budget.(Vergleich mit der ESA in [4]!)
Was nicht heisst das 17 Milliarden Dollar kein Geld waeren und man auf dieser Welt damit sinnvolleres machen koennte, aber so sieht man das es durchaus Posten in den Finanzhaushalten gibt bei denen wesendlich mehr Einsparungen moeglich waeren. Viel aergerlicher ist, dass diese finanziellen Mittel vorallem durch die paar bemannten Raumfahrtprojekte draufgehen und diese im vergleich zur unbemannten Raumfahrt einen viel zu geringen Nutzen haben.

In dem Bezug muss ich meine Aussage bzgl. der Kosten "etwas" relativieren. Die Kosten fuer eine bemannte Marsmission werden soweit ich weiss auf 400 Milliarden Dollar geschaetzt. Wuerden beispielsweise die USA 10 Jahre lang ihren Verteidigungshaushalt nur um 10% reduzieren so waere grob ueber den Daumen fuer die USA aus eigener Kraft dieses Projekt schon finanzierbar (wenn man es wollte).
-------------
[1]:http://www.heise.de/tr/Streit-um-das-NASA-Budget--/artikel/69373/0/5
[2]:http://de.wikipedia.org/wiki/Verteidigungsetat#2007
[3]:http://de.wikipedia.org/wiki/Bemannter_Marsflug#.E2.80.9EMars_Direct.E2.80.9C
[4]:http://de.wikipedia.org/wiki/ESA#Finanzierung

vulgo
22.09.2008, 14:07
ich will "quelle" nicht verteidigen aber das war wohl in den 80ern und ich könnte mir vorstellen, dass die weltweiten raumfahrtausgaben damals 'etwas' höher warenn

wie auch immer, das ist mir eben so eingefallen und die aussage hat eigentlich keine 'wert' ;)

Odium
22.09.2008, 17:26
Das Problem an der Raumfahrt ist, das die Staaten wirklich alles machen müssen: Forschung, Produktion, Tests usw. Und Steuergelder sind immer rar. Optimal wäre es, wenn sich mehr Unternehmen in diesem Bereich ansiedeln würden, die auch selbst Forschung betreiben. Es fängt ja damit an, dass jetzt Wohlhabende für ein paar Minuten in den Orbit geschossen werden.
Man stelle sich vor, unsere Autoindustrie würde nur durch Staatsgelder funktionieren und jegliche F&E kommt aus Steuerhand. Das wäre ein Desaster, wir würden immer noch mit veralteten Fahrzeugen durch die Gegend gurken.
Ich hoffe, daher, dass das Interesse am Weltraum wächst und das eine oder andere Unternehmen vielleicht damit Geld verdienen kann. Bis dahin brauchen wir die NASA und ESA einfach. Sie aufgeben? Lächerlich. Der Weltraum ist (vorsicht, Star Trek) die letzte Grenze.

MR.FReeZe
22.09.2008, 20:52
In den Sparten wo die Raumfahrt wirtschaftlich Gewinn abwerfen kann sind ja schon Unternehmen aktiv (Man denke nur an die Firmen die Kommunikationssatelliten betreiben und natuerlich auch die Firmen die sich drumrum als Zulieferer betaetigen).

Ansonsten ist Raumfahrt zunaechstmal leider nur Grundlagen Forschung und somit erstmal in dem Sinne Zweckfrei das kein finanzieller Profit abfaellt sondern nur des Wissens willen geforscht wird. (im Vergleich ist das die Automobilindustrie nicht)...Da wird sich dann keine Firma unabhaengig betaetigen wollen und beispielweise eine Privatisierung der Raumfluege verlagert ja auch nur die Kosten weil die Fluege ja so oder so von oeffentlichen Geldern gezahlt werden muessen.

vulgo
22.09.2008, 20:58
m.e. beginnt das problem bei aussagen von politikern die in etwa lauten " mehr privat weniger staat"

denn abgeworfen werden nur gewinnbringende sparten/betriebe/... den verlust darf der bürger ausgleichen

-> gäbe es mehr staat und weniger privat könnte die raumfahrt höhere förderungen bei gleichem gesamthaushalt in zugesprochen bekommen.

locals
22.09.2008, 21:48
Andere Planeten besiedeln... Station auf dem Mond... Was bringt uns das denn? Wird die Erde dadurch weniger dreckiger? Werden dadurch mehr Probleme gelöst oder welche dazugewonnen? Die Erde wurde doch dem Menschen gegeben damit er sie bewohnt und sie pflegt und sie erhält! Und nicht zerstört! Zum Beispiel könnte man eigentlich auch das ganze scheiß Militär abschaffen und lieber für Frieden anstatt Krieg zu sorgen, das würde auch einiges an Geld sparen!!! Es gibt keinen anderen Planeten in diesem Universum der so vielfältig, so wunderbar, und so gut bewohnbar ist!! Also lieber die Gelder in den Umweltschutz und alternative Energien stecken! Aber so wie es jetzt ist, ist es den meisten ja bequem und die meisten wollen einfach keine Veränderungen.

vulgo
22.09.2008, 21:59
OT: frieden beginnt aber mit wohlstand für alle. und der beginnt mit investition in andere staaten/kulturen ohne sofort das resultat zu sehen.
diese investition beginnt im kopf und endet auch wieder dort, nämlich bei der erkenntnis, dass es niemals zielführend ist und sein kann, ein problem an den auswirkungen denn dem urpsrung zu bekämpfen.

rohstoffmangel und ev. die suche danach auf fremden problemem deutet doch nur auf mangelnde ausnutzung oder schlechte ausnutzung der resourcen hin.
ebenso viele prestigeprojekte mit fadenscheinigen begründungen zur weiterführung usw usw. wozu dienen diese? machtdemonstration? wofür?
wer will dsa überhaupt, das volk? ich glaube nicht die mehrheit, die will 'einfach "nur" leben' anstatt ihr hart erarbeitetes geld in weltraum u.ä. zu investieren.

Odium
22.09.2008, 23:14
locals, ähnliche mahnende Stimmen gab es vor über 500 Jahren zur Finanzierung von Fahrten über den Atlantik. Als deutlich wurde, dass der Westen voller Rohstoffe war und man dort nur Indianer vorfand, ging alles ganz schnell.
Wir sind eine Spezies, die sehr erfolgreich dadurch ist, dass wir in ein Territorium kommen und dort solange alles ausbeuten, bis es nichts mehr gibt und dann weiterziehen. Im Gegensatz zur Tierwelt gibt es bei uns keine natürliche Balance zur Umwelt. Es ist daher zwingend erforderlich, dass wir Weltraumforschung betreiben um eines Tages (eines fernen Tages) weiterreisen zu können.
Heute sind die "neuen Kolonien" eine Weltmacht und diktieren die globale Politik mit. Wer hätte sich sowas vor 500 Jahren denken können?
Ich bin sicher, dass jeder einen dauerhaften Beitrag zur Menschheit schafft, wenn er sich an der Weltraumforschung beteiligt. Dort liegt die Zukunft, nicht auf der Erde. Die Metalle und Rohstoffe hier sind endlich und ich möchte mir keine Menschheit vorstellen, die wieder die Bäume hochkrabbelt, um in Einklang mit der Natur zu leben.

vulgo
22.09.2008, 23:22
dann solltest du vlt. einmal daran denken, dass zwischen bäumen herumkrabbeln und recycling ein großer unterschied ist.

Blutschlumpf
22.09.2008, 23:34
@Odium: Sorry, aber der Vergleich ist absoluter Unsinn.
Die Überquerung des Atlantik war relativ einfach, die Schiffe hatte man, man wusste nur nicht wohin man musste bzw. was auf der anderen Seite war.
Heute kann man weiter sehen als man je reisen wird, nur der Transport ist das Problem und es ist auch keine Änderung in Aussicht die den Energieverbrauch um auch nur hier abzuheben auf ein Niveau bringen könnte dass ein Ernten von Rohstoffen außerhalb (sofern es welche in Reichweite der Menschen gibt) auch nur annähernd Sinn machen würde.
Die Europäer erwartete ein bewohnbares Land, uns erwartet im Weltraum nur lebensfeindliche Temperaturen und viel Gestein. Wäre Columbus nur auf eine karge Insel mit Dauerfrost gestoßen, dann hätte man damals sicher nicht des Ausbreitungsdrangs wegen selbige besiedelt.

Kurzum: wenn wir die Erde verkacken sind wir am Arsch, alles andere gehört in SF-Filme.

Elcrian
23.09.2008, 08:45
Ich frage mich manchmal wie man einer denkt.
Sicherlich kann man jegliche Kostenintensive Form der Forschung aufgeben und sich nur auf die Erde fokussieren. Dann zahlen wir nicht die ISS und Raumforschung sondern eben das Mittagessen unserer hochkompetenten Politiker.
Und dieses kurzssichtige sozialengagierte Denken mag ja auf den ersten Blick ganz toll sein, aber wo soll das Geld herkommen bittesehr? Ich sehe es zwar durchaus ein um des Geldes und sinnvollen Aspektes wesen nicht derart viel Geld in das Militär gesteckt werden muss, aber diese Utopien von allen Menschen die sich an den Händen haltend in einer Kette um dein Globus schlängeln gibt es nicht und wird es nie geben.
Primitive Gedanken vor allem aus sozialschwachen Ländern würden bei einer "Welt ohne Krieg" (Nein, nicht jeder kann Hippie sein, das widerspricht wie man offensichtlich in vielen Ländern der Natur der Humanoiden) nur dazu führen das man sich an einer anderen Ecke den Schädel einschlägt, so seltsam es auch klingen mag.
Leicht abwägiges Beispiel: Alle europäischen Länder rüsten komplett ab um mal wieder Fortschritt zu demonstieren. Da könnte doch ein anderes Land spontan auf die Idee kommen in Europa neue Fläche zu erschließen. Sei es Russland, der "Nahe Osten" oder sogar Afrika.
Mit ethnischem Denken ist diese Nicht-Abrüstfähigkeit nicht zu erklären, aber mit Logik und im Hinblick auf vergangene und aktuelle Politik schon. Ihr könnt nicht Milliarden Menschen dazu bringen in Eintracht miteinander zu leben, denn wenn davon nur ein paar eine "Revolution" starten gibbet Krach. Aber offensichtlich scheinen Utopien ja immernoch verbreitet zu sein.

Hm, zum Thema.
Ich halte die Forschung doch mit für das wichtigste. Könnte nun meine persönliche Auffassung der Dinge sein, jedoch stelle ich es mit ermüdent vor ohne (Weltraum)Forschung sozusagen nur vor sich hinzuvegetieren. Ich finde die Thematik sehr interessant und wichtig im die Welt in der wir leben zu verstehen. Sonst würde es doch reichen ohne Fortschritt so zu bleiben. Arbeiten, Essen, Schlafen, Sterben und das solange bis alle Ressourcen zuende sind und die Rakten fliegen.
Forschung verbindet meiner Meinung nach die großen Industirenationen und sorgt dafür das wir nichtmehr im Mittelalter leben.
Wie der Rohstoffabbau auf dem Mond aussieht kann ich nicht beurteilen und alleine weil es soweit ich weiß keine neue Engerigequelle zur Zei gibt halte ich es auch für unrealistisch das die Menscheit jemals den Mars sieht. Bzw: Astronauten. Rein intuitiv würde ich auch sagen das der Rohstoffabbau kontraproduktiv wird, es sei denn es finden sich dort derart viel Ressourcen das es sich lohnt.

P.s: Wenn ich mir gerade im Informatikraum umschaue frage ich mich warum ich das noch schreibe, die meisten scheint das Thema oder Politik und Forschung generell nicht zu interessieren.

Muvo
23.09.2008, 09:49
Wäre es eigentlich möglich, wenn für die ISS im Erdorbit kein Bedarf mehr besteht, sie zu einem anderen Planeten zu Schleppen ?

vulgo
23.09.2008, 12:11
@Elcrian
wenn es so abwägig ist, dann zähle doch bitte den nutzen und fortschritt deiner denk/vorgehensweise auf?
erporbt über 1000ende jahre hat es was genau gebracht?
bsp. wie vietnam, afghanistan, irak(ansichtssache), 1.,2. WK

was haben UNS -dem volk- diese kriege gebracht?
und von wem gingen sie aus? vom volk oder von irgendwelchen sogenannten führern/präsidenten/...?

woher soll das geld für die ISS kommen? ist es da sinvoll eingesetzt?

warum sollte es kurzsichtig sein den wohlstand zu verteilen? ihn nicht zu verteilen und damit neider auf der ganzen welt zu schaffen ist deiner meinung wohl langfristig?
so wie in Rio de Janeiro - willst du etwa so eine 2klassenwelt in der sich die reichen verbunkern müssen und dennoch ständig entführt und ermordet werden? na heile welt sag ich nur und prost!

p.s. von abschaffung von armeen habe übrigens ich niemals geschrieben oder? ebenso kannst du deine hippiaussagen sonstwohin stecken, ich verurteile deine aussagen auch nicht pauschal.

@Muvo
weiß ich zwar nicht, aber die entfernungen sind ja enorm -> das dürfte mit der kommunikation und versorgung äusserst schwierig werden.

edit:
@Elcrian: mir fiel übrigens gerade ein kleines unrepräsentatives bsp. ein wie unnütz doch eine verteilung bzw. investition in staaten ist:
http://de.wikipedia.org/wiki/Marshallplan
wäre doch viel toller wenn wir hier ein agrarstaat wären....

Elcrian
23.09.2008, 14:10
@Elcrian
wenn es so abwägig ist, dann zähle doch bitte den nutzen und fortschritt deiner denk/vorgehensweise auf?
erporbt über 1000ende jahre hat es was genau gebracht?
bsp. wie vietnam, afghanistan, irak(ansichtssache), 1.,2. WK

was haben UNS -dem volk- diese kriege gebracht?
und von wem gingen sie aus? vom volk oder von irgendwelchen sogenannten führern/präsidenten/...?

woher soll das geld für die ISS kommen? ist es da sinvoll eingesetzt?

warum sollte es kurzsichtig sein den wohlstand zu verteilen? ihn nicht zu verteilen und damit neider auf der ganzen welt zu schaffen ist deiner meinung wohl langfristig?
so wie in Rio de Janeiro - willst du etwa so eine 2klassenwelt in der sich die reichen verbunkern müssen und dennoch ständig entführt und ermordet werden? na heile welt sag ich nur und prost!

p.s. von abschaffung von armeen habe übrigens ich niemals geschrieben oder? ebenso kannst du deine hippiaussagen sonstwohin stecken, ich verurteile deine aussagen auch nicht pauschal

Davon abgesehen das sich das auf locals' Post bezog kann ich dir nicht sagen das es bringt. Das schrieb ich aber.
Ich weiß nur wie es endet wenn es kein Militär mehr gebe. Irgendwer besitzt immer Machthunger und wird diese Schutzlosigkeit ausnutzen und das ist der Punkt.
Kriege gehen immer von mehreren Parteien und politisch- gesellschaftlichen Umständen aus. Im Falle des 1. WK war es die kaiserliche Naivität mit Österreich-Ungarn, im 2. WK ging die Propaganda von Dr. Goebbels und co aus und dadurch auch vom Volk aus. Alle (Symbol für "viele") waren doch euphorisch wenn es um "Volk ans Gewehr" ging, nicht war? Vietnam und der Irak von den USA - auch hier viel Bestätigung im Volk.
Bei diesen waren es jedoch die Anführer die das anzettelten.

Im Falle der Oktoberrevolution usw. in Russland war es doch die Unzufiredenheit und die Stürmung des Winterpalais, der Tod von Lenin und die...das Verschwinden von Trotzki brachen Stalin an die Spitze der UdSSR und das Volk stand hinter ihnen. Umschwung zur Diktatur, jedoch im Endeffekt vom Volk ausgerufen.
Selbes in Frankreich, nur ohne den letzen Part. Gilt das nicht als Beginn der modernen Demokratie?

Es geht nicht darum das aus normalem Menschenverstand her die meisten Kriege und Unzufreidenheiten sinnlos sind sondern um den mehr oder weniger natürlichen Machtwillen vieler Leute. Deswegen ist Militär im Falle der EU Verteidigung und Unabhänigkeit. Ich hab regelmäßig eine Panavia Tornado überm Dach wegfliegen, das Kerosin zahlt Vater Staat. Ist mir bewusst.


Ich bin auch sicherlich nicht für ein derartiges Klassensystem. Aber hierzulande ist es so das diejenigen die die richigen Qualifikationen haben Geld verdienen können, wer das nicht tut ist oft - nicht immer - kurzerhand selber Schuld.
In anderen Ländern (pol. korrekt: Entwicklungsländer) ist das nicht so. Dort wird Hilfe geleistet, ist aus rein sozialem Aspekt auch vollkommen in Ordnung. Nur hier tuen sich Probleme auf. Der ehemalige Nahrungsüberschuss in der BRD durfte nicht nach Afrika verschifft werden weil der Transport zu teuer ist und eine Flächendeckende Versorgung vor allem bei den teils kriminellen Machenschaften unmöglich und unfair ist.
Außerdem muss das Geld irgendwo herkommen. Inflantionsrate bei etwa 3%, Tendenz steigend.

Forschung ist wichtig. Im Bezug auf die ISS teilen sich die Meinungen und auf dieses spezielle Beispiel bilde ich mir nichts ein, da mir das tiefere Wissen fehlt. Aber Forschung generell ist wichtig im Zusammenhänge erschließen. Außerdem ein großer Wirtschatfsfaktor.
Natürlich können wir alle die ehemaligen Proletarier-Jobs übernehmen und Bauern und Fabrikarbeiter werden und uns einen Dreck um Forschung und Wissen kümmern. Wer das mag soll das tuen, nur ich kann es mir nicht vorstellen. Indirekte Anspielung auf den oft gefragten "Sinn des Lebens", nicht wahr?

P.s: Geht auch freundlicher.

Edit: Der "Marshallplan" ist militärisch- strategischer Natur um die UDSSR einzudämmen und wenn man so will von Fortschritt umringen. Wenn ich den Artikel richtig deute.

LeChris
24.09.2008, 12:17
Herr v. Braun als lebende Schnittstelle zwischen Raumfahrt und so einer komischen wie kurzweiligen und farblich korrespondierenden Politikstratgie ist schon längere Zeit Geschichte, also BTT bitte!

Derzeit stehen die beiden verbleibenden Shuttles auf ihren Rampen, eins fliegt zu Hubble, das andere steht als Backup bereit und fliegt, sollte es auf einen Rettungseinsatz verzichten können, danach zur ISS. Sofern die ollen Flugbüchsen nicht noch einen Zwischenfall haben, ist zumindest der Ausbau der ISS halbwegs gesichert. Auch wenn die NASA gerade mächtig Bauchschmerzen hat, sich 5 Jahre lang auf Sojus-Flüge verlassen zu müssen. Mal gucken, was Osa....äh....Obama dazu sagt.

Derweil basteln wohl die Japaner weiter an Nanotubes, mit denen zumindest theoretisch eine Kabelverbindung zwischen einer Bodenstation und einem geostationärem Satelliten denkbar wäre. Lift me up, Scotty!

Helios co.
27.09.2008, 02:04
Das mit Scotty hat wohl nicht gekplappt, traurig aber wahr!

;)

Houzebomb
23.12.2008, 11:25
Kann man die ISS eigentlich vom Boden hier aus sehen?

Drachton
23.12.2008, 11:49
http://www.timewarp-radio.de/ISS/ISS_over_Germany/iss_over_germany.html

Zereiss
23.12.2008, 18:22
Eig machen die USA das unproduktivste was überhaupt geht. Sie verwehren den Wettbewerb. Es gitb ja nr die NASA und andere Firmen, die da mitmischen wollen werden mit Aufträgen unterboten, obwohl die NASA teilweise doppelt so teuer produziert. Nur die Steuer der US Bürger sei dank können die die Preise unten halten

Helios co.
23.12.2008, 18:31
Nun, an der Stelle sollte man nicht vergesen,dass die NASA zahlreiche hochsensible Militäraufträge hat. Hiefür ist natürlich ein gewisser Sicherheitsaufwand notwendig, den du nicht auf jede beliebige Firma übertragen kannst.

Ich persönlich denke, dass das ein wesentlicher Grund für diese Politik ist.

Blutschlumpf
23.12.2008, 18:52
Wenn Boeing, Lockheed Martin und McDonnel Douglas die Kampfflugzeuge herstellen, Raytheon und diverse andere die Waffen dafür, dann sind da auch militätische Geheimnisse involviert, warum sollen solche privaten Firmen dann nicht auch den Weltraum-Kram machen können.

Helios co.
26.12.2008, 20:28
Jap, das ist ein durchaus triftiges Argument. Allerdings bin ich mir nicht sicher, dass die NASA wirklich ALLES alleine herstellt.
Ich habe da meine Zweifel, aber möglich ist es. Schlicht gesagt: Ich weiß es nicht, aber was sollte sonst der Grund sein für die "Alleinstellung" der NASA?

-oSi-
26.12.2008, 20:34
Die Weltraumprojekte sind vorrangig Staatsinteressen.
So langsam können auch Privatunternehmen dort mitmischen; finanziell, als auch technologisch gesehen.

Ein weiterer Grund wird die Ausmusterung der Shuttles im Jahr 2010 sein.
Die Ressourcen werden dann benötigt, um deren Nachfolger zu entwickeln und in Dienst zustellen.

Weiterhin hat die NASA nicht nur Privataufträge, sondern auch viele militärische.
Wer weiß, wie viele Hubble-Teleskope auf die Erde blicken und nicht ins All. ;)
Militärsatelliten werden immer benötigt und da würde ich als Staat die Starts und Entwicklung nicht aus den Augen lassen.
Die vergebenen Aufträge für den Bau unterliegen bestimmt höchster Geheimhaltung. ;)

KL0k
27.12.2008, 01:26
mir geht die entwicklung in der raumfahrt viel zu langsam. wenn man bedenkt wie lange wir schon auf verbrennungstechniken ausruhen (der wirtschaft sei dank *ironie off*), könnten wir auch in punkto raumfahrt schon viel weiter sein, eben durch die praxis-erfahrungen mit anderen techniken. die stufenraketen gibts doch auch schon seit der ersten mondlandung, die spaceshuttles haben auch schon jahrzehnte aufm buckel. und so zieht sich das weiter..

ich hab als kind mal gehofft, das ich irgendwann wenn ich älter bin, selbst mal irgendwo n trip ins all buchen könnte. aber diesen kindheitstraum kann ich mir wohl abschminken, da die herren sich nicht wirklich gebündelt ans werk machen und jeder an seinen scheiss profit denkt.

und das geht mir geschichtlich gesehen seit ich denken kann extrem auf den keks. wir haben uns doch abseits der mitlerweile möglichen techniken kaum weiterentwickelt, bzw. brauchen für diese entwicklung extrem lange. selbst unsere alten kulturen wie die perser, ägypter und wie sie alle hießen, waren doch schon ähnlich organisiert. hätte man dieses kulturgut bewahren können, wer weiss wo wir heute wären..

ich sags immer wieder und auch hier nochmal gern: wir stellen uns mit unserem geld selbst ein bein in der entwicklung und killen uns eher selbst und beuten den planeten aus bis er aussieht wie der mars (was nicht mehr lang hin ist, wenn ich mir die klimaveränderungen ansehe und die neuen prognosen), als das wir uns frei entfalten.

Odium
27.12.2008, 11:32
Ja Kl0k, das Problem ist halt, dass da oben keine Asteroiden voller Gold und Platin herumschwirren, sondern wirklich gar nichts zu holen ist. Gemessen an der Innovationsfähigkeit von Privatunternehmen ist ein Staat steht ein Staat wirklich still und das regt mich auch auf.
Ich könnte mir vorstellen, dass eine riesige Raumstation für 500 Besucher gleichzeitig für 15000€ für eine Übernachtung ein Renner wäre. Und schon braucht der Hotelbetreiber ein geeignetes Transportmittel...

Erst wenn die Rohstoffe hier ausgeschlachtet sind, geht's weiter. Das war schon früher immer so.

-oSi-
27.12.2008, 12:45
mir geht die entwicklung in der raumfahrt viel zu langsam. wenn man bedenkt wie lange wir schon auf verbrennungstechniken ausruhen (der wirtschaft sei dank *ironie off*), könnten wir auch in punkto raumfahrt schon viel weiter sein, eben durch die praxis-erfahrungen mit anderen techniken. die stufenraketen gibts doch auch schon seit der ersten mondlandung, die spaceshuttles haben auch schon jahrzehnte aufm buckel. und so zieht sich das weiter..
Was wäre denn eine Alternative um die Frachten ins All zu befördern?

Wenn ich mir die Entwicklung so ansehe, dann sehe ich was anderes.
Wir haben vor gut 100 Jahren mit dem Fliegen begonnen (http://de.wikipedia.org/wiki/Gebr%C3%BCder_Wright) und seit 1947 (http://de.wikipedia.org/wiki/Bell_X-1) können wir mit Überschall durch die Gegend gurken und
seit 1969 zum Mond fliegen.
Ok, das war bzw. ist nur wenigen Piloten gegönnt gewesen...

Vor rd. 65 Jahren flogen die Vorläufer (http://de.wikipedia.org/wiki/V2-Rakete) der heutigen Weltraumraketen gen London,
12 Jahre später der erste Satellit (http://de.wikipedia.org/wiki/Sputnik_1) und 4 Jahre danach der erste Mensch ins All (http://de.wikipedia.org/wiki/Wostok_1), 8 Jahre später betrat der erste Mensch den Mond (http://de.wikipedia.org/wiki/Apollo_11).

An Hyperschall-Triebwerken (http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperschallgeschwindigkeit) wird entwickelt, die Ionen-Antriebe (http://de.wikipedia.org/wiki/Ionenantrieb) wurden erfolgreich in Satelliten (Deep Space 1 (http://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Space_1)) eingesetzt.

In meinen Augen haben wir in den letzten 100 Jahren recht große technische Fortschritte gemacht.



Der Antrieb mit Verbrennungsmotoren/Raketentriebwerken ist nicht die Zukunft, keine Frage.
Aber es gibt momentan keine andere Möglichkeiten die Erde zu verlassen.
Da gibt es nichts greifbares z.Zt.
Wir könnten nicht mal mit der heutigen Antriebstechnik unser Sonnensystem verlassen.
Denn...
...ist man dann erstmal 'Oben', langt ein Raketentriebwerk auch nur zum Aufbau einer gewissen Anfangsgeschwindigkeit.
Um die Cassini-Huygens (http://de.wikipedia.org/wiki/Cassini-Huygens) Sonde zum Saturn zu schicken, wurden einige Swing-by (http://de.wikipedia.org/wiki/Swing_by) Manöver benutzt.
Eine techn. Glanzleistung in meinen Augen...

Einen "Warp-Antrieb" wird es aller Voraussicht nach nicht (so schnell) geben.
Also bleibt uns nur die Weiterentwicklung der bestehenden Technik übrig.
Und das dauert halt seine Zeit.
Die Entwicklung geht nicht von heut auf morgen, kostet ein Heiden Geld, Know How und Manpower.
Weiterhin kostet die Planung von Missionen viel, sehr viel Zeit.

N-rG
27.12.2008, 16:13
Nur zu der Theorie mit dem Weltraumreisen:

Es hat knapp 100 Jahre gedauert, bis sich die Hälfte der Menschen einen fahrbahren Untersatz leisten konnte. Es dauert mehr als 100 Jahre bis es alle können, bis Fahren wirklich sicher und umweltfreundlich wird.

Bis wir Ressourcen vom Mars oder Mond abbauen, wird es leider sicher noch über 300 Jahre dauern.

Nicht das wir nicht könnten, Fortschritt ist nicht mehr gewollt. Zuviel wichtige Menschen wissen, dass Wissen, Fortschritt und Ökologisches Handeln ihre Macht einschränkt. Daher entwickelt man lieber neue Waffen, zettelt neue Kriege an und legt dem Fortschrit damit Steine in dem Weg.

Würden wir eine durch und durch zivilisierte Kultur sein, dann würden wir solche Unternehmungen mit Sicherheit in 60 - 100 Jahren realisieren können.

Edit:

@-osi- Es gibt bereits den Ionenantrieb, welcher unglaublich hohe Geschwindigkeiten erlaubt. Aber auch hier fehlt es an Budget und massive Entwicklungsunterstützung. Daher wird auch diese Weiterentwicklung mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

KL0k
27.12.2008, 16:28
Ja Kl0k, das Problem ist halt, dass da oben keine Asteroiden voller Gold und Platin herumschwirren, sondern wirklich gar nichts zu holen ist.

ganz ehrlich? das weiss doch keiner wirklich. wer weiss, was da unter irgendwelchen fels oder eisschichten an rohstoffen lagert. unser wissen beruht auf oberflächengesteinproben und dem schauen durchs teleskop.
die erze auf diesem planeten sind doch auch nicht einfach so aus dem nichts entstanden. bei zig trilliarden systemen, wird wohl irgendwo was ähnlich interessantes oder wertvolles zu finden sein. vielleicht sogar im asteoridengürtel der um unser system rumschwirrt oder auf einem der trabanten unserer planeten oder oder oder.
das wird man aber nicht rauskriegen, wenn man hier rumsitzt und den ofen anmacht (symbolisch gesprochen).

@ -osi-
schöne auflistung - ist einies drin, was ich vergessen oder verdrängt hatte, aber überleg allein mal wie lange schon alternativ-antriebe für unsere fahrzeuge in irgendwelchen schubladen stecken. und was n-rg da anspricht mit dem ionenantrieb, ist im prinzip das selbe in grün. man ruht sich lieber auf bestehenden techniken aus, weil sonst welche befürchten würden, man geht ihnen ans portmonaie und das darf ja nich sein.

-oSi-
27.12.2008, 16:30
@N-rG:
Dein Post liest sich so, als ob in 10 Jahren weltweit der Strom, im Namen der Machterhaltung, abgeschaltet wird.

N-rG
27.12.2008, 16:39
Dann hast du falsch interpretiert. Nirgens schrieb ich, dass vorhandene Produkte und Dienstleistungen vom Markt genommen werden.

btw. Es gibt immer noch eine große Zahl von Menschen auf dieser Erde, die keinen Strom, Heizung oder fließend Wasser haben. Es werden btw. auch immer mehr, die diese Leistungen nicht mehr bezahlen können, da massig Profitgier dahinter steht. Diese These kannst du bequem über google nachrecherchieren. Vor kurzem wurde übrigens ein neues Gaskartell gegründet.

Um es deutlich zu nennen, was ich oben meinte:

Fortschritt ist vorhanden und kann (jedenfall die Evolution) nicht gestoppt werden. Aber die Menschen könnten noch viel viel schneller und besser, wenn das Wesen nicht so wäre wie es ist. (status Gegenwart)

-oSi-
27.12.2008, 17:04
Das Wesen des Menschen wird immer irgendwie eine Behinderung darstellen.
War schon immer so und wird immer so sein.
Das Mittelalter war so eine Zeit, in der alles gehemmt wurde.
Nur sollte sich die Diskussion nicht darauf versteifen diese Wirren unseres Wesens zu behandeln.

---------------

Machen wir uns doch nichts vor.
Im Prinzip ist die heutige Weltraumtechnologie doch ein "Abfallprodukt" der militärischen Rüstung.
Was sind die meisten Astronauten/Kosmonauten und jetzt auch Teikonauten ?
Sie sind beim Militär.
Komisch ? ;)

Wer weiß, vllt. ist ein wirksames Abwehrsystem gegen 'Beschuss aus dem All' ein weiteres "Abfallprodukt" der Raketenschutzschild-Entwicklung...?


Die Entwicklung wird immer mit entsprechenden Geldmengen verbunden sein.
Diese Forschungen kann sich nicht jeder/jedes Land leisten und das wird sich so schnell auch nicht ändern.
Hochtechnologie hat ihren Preis.

N-rG
27.12.2008, 17:14
Richtig. Wir sind uns auch völlig einig, bloß wohl nicht in der Formulierung ;-)

Ich selber wünsche mir von der Erschließung des Weltraums mehr Frieden und Freiheiten, damit jede Kultur sich entwickeln kann, ohne dabei unterdrückt zu werden. Das werden wir aber wohl nicht erleben.

Wer weiß, evtl. bringt ja schon das LHC neue Erkenntnisse, welche man auch für die Weltraumforschung nutzen kann. (Umwandlung von Materie, wie diese Teile von Star-Trek, die immer Nahrung produzieren)

Helios co.
28.12.2008, 02:02
Ja Kl0k, das Problem ist halt, dass da oben keine Asteroiden voller Gold und Platin herumschwirren

Mooment, ich habe jetzt nicht alle folgende posts dazu gelesen, aber es gibt durchaus viel im All zu holen.
Gerade Gold und spezielles Helium, welches vermutlich bald für Fusoinsreaktoren unerlässlich sein wird gibt es durchaus im All (und teilweise NUR im All. Gerade dieses Helium oder aber Iridium!) . Das Problem ist halt nur, dass es momentan noch viel billiger ist es auf der Erde zu fördern als auf dem Mond, Mars oder Kometen oder wo auch immer.

Auch finde ich, dass Forschungsgelder in falsche Richtungen gelenkt werden. Statt Milliarden teuere Projekte zur Erkundung des Mars zu fördern, sollte man die Antriebstechnik ENDLICH euf ein erträgliches Niveau bringen.

Es kann doch nicht sein, dass wir gerade in diesem Bereich seit 40 Jahren kaum vorangekommen sind. Oder sehe ich das falsch?

Odium
28.12.2008, 06:07
Es kann doch nicht sein, dass wir gerade in diesem Bereich seit 40 Jahren kaum vorangekommen sind. Oder sehe ich das falsch?
Würde ich auch sagen. Man muss ja bloß die Zukunftsfantasien von damals anschauen: Mondbasen, Perry Rhodan, Star Trek Enterprise, Jules Verne und Arthurs Clarkes Wohnmodule (er ist dieses Jahr verstorben). Grundsätzlich dachte man wohl, dass man bis 2000 locker durch's All rasen könnte. Schließlich dauerte es zwischen Gagarin, Armstrong und Voyager I (1977) gerade einmal 16 Jahre und das waren alles Meilensteine.

Dagegen dachte niemand vor 40 Jahren, dass wir heute alle ein Mobiltelefon haben oder weltweit vernetzt miteinander kommunzieren. Einziger Grund ist da die Nachfrage. Wenn die NASA morgen bekannt gibt, dass es einen Berg (einen großen Berg!) aus Silber und Gold auf dem Mars gibt, erleben wir sicherlich noch, wie ein Wettrennen darum entsteht.

Aber ansonsten läuft wohl alles peu a peu. Immerhin haben ein paar Sonden schon das Sonnensystem verlassen, wir haben Wasserproben auf einem fremden Planeten genommen und vor kurzem werden immer mehr Exoplaneten entdeckt. Im Vergleich zu anderen Sachen geht's in der Raumfahrt wirklich langsam zu, aber mehr kann man einfach nicht erwarten, wenn das ganze nur mit Steuerngeldern finanziert wird und da kein echter Wettbewerb wie in den 60ern herrscht.


Statt Milliarden teuere Projekte zur Erkundung des Mars zu fördern, sollte man die Antriebstechnik ENDLICH euf ein erträgliches Niveau bringen.
Die Sache ist ja, dass wir gar nicht wissen, was uns auf dem Mars erwartet. So arbeitet der Rover Spirit immer noch, obwohl man nur von 90 Tagen ausging. Aber wegen der Winde, blieben die Solarkollektoren frei von Staub und jetzt gurkt das Ding da immer noch rum.
Antriebstechniken sind zwar auch wichtig, aber solange die Raumfahrt unbemannt ist, hat man fast alle Zeit der Welt.

Helios co.
28.12.2008, 09:48
Antriebstechniken sind zwar auch wichtig, aber solange die Raumfahrt unbemannt ist, hat man fast alle Zeit der Welt.

Hmm, auf Asteroiden findet man Gold, auf dem Mond Helium-3 und auf dem Mars vermutet man Magnesium, Kobalt und Uranium.
Ich denke dieser "Berg von Gold" ist durchaus im All zu finden. Aber es bringt halt nicht viel,wenn man für die Reise zum Mars immer noch Jahre braucht und dann auch noch nicht mal viel mitbringen kann, da die Zuladung so massiv begrenzt ist.

Auf der anderen Seite ist es momentan auch nicht sinnvoll und erwünscht einen solchen Berg zu finden, da so der Goldpreis im Keller wäre :)

Es verhält sich mit der Ramfahrt ähnlich wie seiner Zeit mit den Telefonleitungen. Hätte der Staat diese nicht finanziert, hätten wir wohl noch heute keine Vernetzung etc.
Daher sehe ich noch nicht mal die Probleme im Monopol, welches jeder Staat auf diesem Sektor hat. Nur finde ich, dass bisweilen viel Geld für Dinge ausgegeben wird, die leider nur bedingt von Nutzen sind.

Das Zeitalter der großen Entdeckungen wäre ohne die Segelschiffe und später noch stärker die Dampfschiffe, kaum denkbar gewesen.
Natürlich gab es Menschen, die Amerika auch ohne diese Schiffe entdeckt haben, nur konnten sie keine stehende Verbindung zum Heimatland herstellen.
Analog ist das mit der Raumfahrt (so kommt es mir zumindest vor).
Jedes mal,als die Verbindung zeitlich kürzer geworden ist, gab es einen Schub in der Entwicklung, Entdeckung, Kolonisierug und der Ausbeutung frischer Erzvorkommen.

Skoll
28.12.2008, 13:41
Es hat knapp 100 Jahre gedauert, bis sich die Hälfte der Menschen einen fahrbahren Untersatz leisten konnte. Es dauert mehr als 100 Jahre bis es alle können, bis Fahren wirklich sicher und umweltfreundlich wird.

Am Beispiel DDR sieht man auch, was passiert, wenn der Staat für sowas zuständig ist. Dann passiert nämlich gar nichts ohne Wettbewerb.
VIelleicht kommt wieder etwas Bewegung rein, wenn die Chinesen ihr Raumfahrtprogramm jetzt hochfahren.

walter09
28.12.2008, 16:26
@skoll
den Wettbewerb sollte man nicht zum Götzen erheben,
sowohl das Manhattan-Projekt als auch das Apollo-Projekt waren staatliche Programme, die ganz gut funktioniert haben
btw, wo du die DDR ins Spiel bringst: dieser Typ von der Allianz vergleicht die Industrie der USA heute mit eben dieser! komisch, die USA gelten doch als das Land mit freiem Markt.
link (http://www.welt.de/wirtschaft/article2937306/Allianz-Chef-haelt-viele-US-Firmen-fuer-verrottet.html)

Skoll
28.12.2008, 16:40
Ich will es ja nicht übertreiben. Bislang kamen die Gelder von den Steuerzahlern. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass Schiffe wie das SpaceShipOne auch die Entwicklung vorantreiben und NASA und ESa irgendwann dort auch einfach Knowhow kaufen, so wie der Staat das jetzt auch mit der Bundeswehr und den Rüstungsbetrieben macht. Aber bis dahin ist es sicher noch ein weiter Weg. Ab diesem Jahr will ja der Marktführer für Weltraumflüge mit den Linienflügen anfangen und 2015 soll das erste Weltraumhotel fertig sein.

KL0k
28.12.2008, 17:07
man kann quasi nur hoffen, das die ganzen ölscheiche usw. sich da finanziell einmischen, da die auch die nötige finanzkraft mitbringen.

LeChris
29.12.2008, 14:44
Naja, diese ersten kommerziellen "Weltraumflüge" sind eher amerikanischer Natur, wenn ich mal einen Vergleich zu jenem ersten, bemannten US-"Raumflug" machen darf. Wo Herr Gagarin gleich 2 oder 3 mal um die Erde flog, haben die Amerikaner gerade für ein paar Minuten die 100km-Marke überschritten. Sowas würde ich eher einen...naja...etwas weiteren Wurf nennen. Für einen Raumflug gehört für mich schon das Erreichen eines stabilen Orbits um die Erde.

Ich habe es in diesem Thread sicher schon angeführt: der Preis pro Kilogramm Nutzlast in jenem stabilem Orbit ist zu hoch. Da muss noch ein zündender Gedanke her. Vielleicht Trägerflugzeuge mit diesem Scram-Jet-Antrieb, oder wie der heißt. Vielleicht Plasma-Raketenantriebe. Vielleicht EM-Startbahnen, naja zumindest für nicht-lebende Nutzlast. Vielleicht eines Tages ein Lift.

Rein aus Popularismus wird China vergangene Erfolge von US und USSR wiederholen (Raumstation und Mondflug), aber mit gleichen Mitteln. Im Orbit nichts Neues...


PS@Kl0k: hmmmmm viele Öl-Dollars, erst recht seit dem die nix mehr wert sind, helfen da auch nicht, wenn sie intensiv in eine Automatiksteuerung investiert werden, welche die Raumkapsel stets nach Mekka ausrichtet... :D

GevatterTod
05.01.2009, 08:40
Offiziell beginnt der Weltraum ab 100 Kilometer Höhe. In dieser Höhe nimmt man den Weltraum immerhin schon als Weltraum wahr und die Erde als blauen Planeten. Die Sicht wird nicht von der Atmosphäre behindet. SpaceShipOne erreicht diese Höhe bereits jetzt und zukünftige Modelle dieses Flugzeugs (gut, Raumschiff will ich das auch noch nicht nennen) sollen noch größere Höhen erreichen. Zu Anfang soll ein Flug 100.000 Doller kosten. Branson, der treibende Mann hinter dem Projekt, hofft aber den Preis rasch auf wenige tausend oder zehntausend Dollar drücken zu können. Zumindest ballistische Raumflüge liegen damit im Rahmen des Möglichen für einen etwas wohlhabenderen Bürger der "ersten Welt" (liebe Kinder, ist das nicht ein toller Grund, einen guten Schulabschluß zu machen und später einen ordentlichen Job zu haben?).

filbersish
05.01.2009, 08:41
laut NASA Chef ist eine bemannte Mars Mission für 2019 geplant.
Ob diese Vorhersage auch durchgeführt wird, da habe ich so meine Zweifel.

Eher ab 2030 schätze ich.

GevatterTod
05.01.2009, 08:51
Soweit ich weiß will man im Rahmen des Constellation-Programms bis 2019 wieder auf dem Mond sein und bis 2037 zum Mars vordringen. Aber die NASA ändert ihre Pläne scheinbar jeden Monat. Anyway, vor 2030 glaube ich auch nicht dran.