Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : entscheidungsunfähigkeit
hinkefuss25
05.08.2008, 09:22
ich habe in den letzten jahren und nun besonders nochmal hier im forum ein phänomen beobachtet das mir seltsam vorkommt.
die unfähigkeit oder der unwillen entscheidungen zu treffen.
mir ist es hier an den massen threads aufgefallen mit dem thema "was soll ich kaufen?" auf der einen seite will sich keiner was vorschreibe lassen (eltern, gesellschaft, religion...) und auf der anderen seite will keiner selbst entscheiden und dafür vllt noch die verantwortung tragen. das "was soll ich kaufen?" ist ja nur die spitze.
weiter gehts ja in freunschaft und beziehungen wo die beliebigkeit immer größer wird. "ja nicht festlegen" "immer eine tür offen lassen" usw. anstatt selbst zu entscheiden wen man liebt bekommt die meinung der "gruppe" ein viel größeres gewicht. warum lässt man da nicht gleich wieder die eltern enscheiden wen man heiratet? achja nächster punkt HEIRATEN! wieder eine entscheidung die sich keiner mehr traut. leiber keine festen bindungen eingehen damit man wenns mal schwierig wird oder das gesicht zu viele falten bekommt... schnell verschwinden kann!
so das nervt mich dermaßen.
ENSCHEIDET EUCH UND LEBT DAMIT!
Adam_Smith
05.08.2008, 09:43
Mir fehlen die Worte ...
Die Frage "Was soll ich kaufen" beruht in 99% der Fällen darauf, dass man sich durch den Kauf an ein Produkt bindet welches in den meisten Fällen hier sogar recht hochpreisig ist. Eine solche Entscheidung kann nur dann gut sein, wenn man sie unter Einbeziehung möglichst vieler Fakten trifft. Dabei sind z.B. Erfahrungswerte von Menschen die das Produkt bereits besitzen bzw. von jenen die mehr Fachwissen im jeweiligen Gebiet haben, ein gewichtiges Argument für oder gegen ein Produkt.
Das bei Freundschaften und Beziehungen die Beliebigkeit wachsen würde halte ich für ein Gerücht. Zweifelsohne ist es heute immer mehr so, dass man heute nicht mehr die erste Frau heiratet mit der man eine intime Beziehung hatte, dies kann ich aber nicht als Beliebigkeit werten. Viel mehr ist es doch so, dass unsere aufgeklärte Gesellschaft es zulässt, dass wir unsere Erfahrungen sammeln bevor wir uns Dauerhaft an einen Partner binden. Was ist denn negativ daran?
Viel schlimmer wäre es doch wenn man sich mit der erstbesten Entscheidung gleich sein Leben lang an einen Partner binden würde. Egal ob man die Entscheidung nach kurzer Zeit bereut oder nicht.
Rollensatz
05.08.2008, 09:50
Was PC- Anelegenheiten betrifft finde ich es nicht verwerflich wenn jemand hier fragen bezüglich siener Konfiguration stellt - dazu ist ein Forum u.a. auch da.
Komisch wird es in meinen Augen nur wenn derjenige absolut keine Ahnung hat, einen Satz hier im Forum schreibt und hofft das andere für ihn anhand der "ein Satz Fragestellung" einen kompletten PC zusammen stellen sollen. Ein bischen mühe sollte man sich sich diesbezüglich schon machen.
Zum Rest deiner Vorwürfe möchte ich mich nicht äußern das artet dann nur wieder aus.
generell find ich hast du recht, aber wenn man zb wie ich selbst nicht wirklich immer up 2 date ist, was neue hardware und so betrifft, dann informiert man sich ein bisschen, und überlegt sich was man kaufen will. da mein persönlicher sachverstand aber begrenzt ist, frag ich lieber leute, die sich richtig damit auskennen, damit ich das beste zeuch für mein geld bekomme...
hinkefuss25
05.08.2008, 10:00
dass wir unsere Erfahrungen sammeln bevor wir uns Dauerhaft an einen Partner binden. Was ist denn negativ daran?
was ist denn positiv daran? nach deiner aussage müsste ja nach den ganzen erfahrungen die jetzt mit vielen partnern gemacht werdenletztendlich die (fast)perfekte beziehung rauskommen und es würde keine trennungen mehr geben weil man ja lange zeit hatte und viele erfahrungen gesammelt hat und sich erst dann für die/den richtigen entscheidet. aber genau das ist ja nicht der fall. sondern das gegenteil das sich immer mehr paare aufgrund von kleinigkeiten trennen weil es könnte ja noch was besseres geben.
vielmehr werden die ansprüche die man an einen partner stellt ja mit zunehmender "erfahrung"(wie du das nennst. ich nenn es mal durchdiegegendgef***) immer größer und immer schwerer zu erfüllen. eine entscheidung zu treffen und mit dem partner zu leben obs nun mal gut oder mal schlecht läuft ist out weil jeder nur an sich denkt und ob das für MICH gut ist. da ist konsequenz nicht gefragr sonder die möglichkeit sich möglichst schnell umzuentscheiden.
achso das mit dem pc oder notebookkauf war ja nur der aufhänger!!! kapiche?
Ich stimme dem TE vollkommen zu. der 100000enste Thread zu Thema "Was soll ich mir kaufen?!" nervt total.
Ich denke bei sowas immer, ob die Leute überhaupt noch in der Lage sind alleine auf's Klo zu gehen.
Was Beziehungen angeht, dass muß jeder selber wissen. Ich sehe es nur in meinem Kollegenkreis. Wird mal etwas schwierig in einer Beziehung wird gleich Schluss gemacht und die nächste gev......t. Das sind nicht alle aber es fällt auf.
Ich finde das alles komisch.
schillijo
05.08.2008, 10:11
Ich bin da mit hinkefuss schon ziemlich einer Meinung.
Klar kann es nicht schaden, sich von erfahrenen Mitmenschen grundsätzlich Rat zu holen, das ist der Sinn von z.B. Foren. Aber natürlich muss jeder seine Entscheidungen selbst treffen und vor allem auch dazu stehen, egal ob es nur ein Fehlkauf oder weiterreichende Fehlentscheidungen sind. Dabei lernt man, und dabei kann man auch wachsen. Viel wurde da allerdings in der Erziehung unserer jungen Mitmenschen verbockt, indem die ach so fürsorglichen Eltern ihnen allzuoft jede Entscheidung abnahmen.
Deshalb: Traut Euch auch mal eine falsche Entscheidung zu treffen.
Ich kann hinkefuss25 in puncto pc gar nicht zustimmen. Viele Menschen kennen sich nicht gut aus, und fragen dann hier nach, die einen wissen mehr die anderen weniger was sie wollen. Doch einer der Hautptaufgaben eines Forum ist es doch, Menschen zu helfen und ihnen deine Meinung zum Produkt X zu sagen so wie Adam_Smith schon sagte.
Ich finde auch dass jeder selbst wissen muss op er sich nun Hilfe holt oder alles alleine entscheidet ! Jeder ist verschieden, die einen selbstbewuster als die anderen....da jeder verschieden ist , sollte auch jeder wissen wie er sich da anstellt ;) !
MfG! :freak
Sorry aber meiner Meinung nach übertreibst du...
Und der andere Punkt ist doch: Ich stelle einen Rechner zusammen, hab aber nicht viel Ahnung, folglich übersehe ich vielleicht etwas, kaufe mir falsche, nicht passende Komponenten, und am Ende muss ich dann doch noch nen Thread hier aufmachen in dem mir dann unter die Nase gerieben wird, wieso ich nicht vor dem Kauf mal in die Runde gefragt habe.
Zudem: Es gibt kaum Nerv-Threads. Wenn euch Threads nicht interessieren, dann lest sie nicht.
Was ich schlimmer finde als die Entscheidungsunfähigkeit sind
- schlechte Rechtshcreibung (z.B. der Verzicht auf Groß-/Kleinschreibung, fehlende/falsche Satzzeichen, ...)
- das Nicht-Verstehen-Wollen, dass es bei der Bitte um Hilfe einer gewisse Höflichkeit bedarf, und jedes Problem für den Betreffenden "drigend" und "gaaanz wichtig" ist
- fehende Selbstständigkeit, das ist schlimmer als die Entscheidungsunfähigkeit. Denn man könnte ja selbstständig mal im Forum recherchieren, ob es vielleicht schon ähnliche Fälle gab.... aber wer nutzt denn schon die Foren-Suche? oO
Edit:
- Doppelposts
- Regeln des Forums missachten
schillijo
05.08.2008, 10:20
@ 1668 : Das war hoffentlich Ironisch gemeint " - schlechte Rechtshcreibung (z.B. der Verzicht auf Groß-/Kleinschreibung, fehlende/falsche Satzzeichen, ...)"
lol war es nicht :-)
Das war ein Tippfehler (aber ein wirklich cooler... mist dass passiert mir beim "ch" echt häufig...), das hat nichts mit Rechtschreibung zu tun, lasse es deshalb sogar stehen ;-)
Edit:
Und mal so am Rande: Ist Schluss-Machen für dich etwa keine Entscheidung?
Adam_Smith
05.08.2008, 10:37
was ist denn positiv daran?
Was positiv daran ist? Der Mensch kann sich weiter Entwickeln wenn er die Erfahrungen die er in jungen Jahren gemacht hat mit in die Entwicklung seiner Persönlichkeit und der seines Beziehungsverhaltens einbezieht.
nach deiner aussage müsste ja nach den ganzen erfahrungen die jetzt mit vielen partnern gemacht werdenletztendlich die (fast)perfekte beziehung rauskommen und es würde keine trennungen mehr geben weil man ja lange zeit hatte und viele erfahrungen gesammelt hat und sich erst dann für die/den richtigen entscheidet.
Das habe ich so niemals behauptet!
Es geht viel mehr darum, dass man eine Beziehung die einfach nicht funktioniert (ja es soll vorkommen, dass man sowas erst dann realisiert, wenn man den Partner besser kennt) nicht auf teufel komm raus erhalten sollte.
sondern das gegenteil das sich immer mehr paare aufgrund von kleinigkeiten trennen weil es könnte ja noch was besseres geben.
Was in meinen Augen weniger mit "Entscheidungsunfreudigkeit" als viel mehr mit dem viel zu geringen Stellenwert des familiären Zusammenlebens zu tun hat.
eine entscheidung zu treffen und mit dem partner zu leben obs nun mal gut oder mal schlecht läuft ist out weil jeder nur an sich denkt und ob das für MICH gut ist. da ist konsequenz nicht gefragr sonder die möglichkeit sich möglichst schnell umzuentscheiden.
Danke das du das Wort "umzuentscheiden" selbst genutzt hast. Denn die Entscheidung sich zu trennen ist eben auch eine Entscheidung. Eine Entscheidung mit deren Konsequenz man ebenso leben muss ...
Was also ist dein Problem?
achso das mit dem pc oder notebookkauf war ja nur der aufhänger!!! kapiche?
Ja sind wir hier denn bei der Bildzeitung?!
Wenn der "Aufhänger" eigentlich gar nichts mit der Thematik die du ansprechen willst zu tun hat, warum erwähnst du ihn dann überhaupt?
Mich würde jetzt echt mal interessieren ob wir die Beratungsthreads zum Thema "Was soll ich einkaufen" kritisieren oder die Beziehungen des Bekanntenkreises des Threaderstellers...
Aber egal um was es geht, in meinen Augen hat das nicht unbedingt was mit Entscheidungsunfähigkeit zu tun...
Ich hole mir auch gerne die Meinung anderer ein, aber ob ich mich dann danach richte, ist was ganz anderes. Verschiedene Blickpunkte auf ein und die selbe Situation haben noch niemandem geschadet, es ist immer gut, wenn man Alternativen hat und in sich dann bewusst ist, welche Konsequenzen welche Entscheidung haben wird. Meiner Meinung nach ist aus dem Bauch raus entscheiden eher ein Zeichen von Entscheidungsunfähigkeit, wenn man sich gar nicht klar macht, welche Konsequenzen eine Entscheidung haben kann (z.B. beim Schluss machen).
Aber wie will man in den Kopf der anderen schauen, und sagen, aufgrund welcher Argumente sie sich nun so oder so entschieden haben?
hinkefuss25
05.08.2008, 10:52
Was positiv daran ist? Der Mensch kann sich weiter Entwickeln wenn er die Erfahrungen die er in jungen Jahren gemacht hat mit in die Entwicklung seiner Persönlichkeit und der seines Beziehungsverhaltens einbezieht.
Das habe ich so niemals behauptet!
Es geht viel mehr darum, dass man eine Beziehung die einfach nicht funktioniert (ja es soll vorkommen, dass man sowas erst dann realisiert, wenn man den Partner besser kennt) nicht auf teufel komm raus erhalten sollte.
ich auch nicht aber wäre das nicht die logische konsequenz?
Was in meinen Augen weniger mit "Entscheidungsunfreudigkeit" als viel mehr mit dem viel zu geringen Stellenwert des familiären Zusammenlebens zu tun hat.
richtig aber anders thema.
Danke das du das Wort "umzuentscheiden" selbst genutzt hast. Denn die Entscheidung sich zu trennen ist eben auch eine Entscheidung. Eine Entscheidung mit deren Konsequenz man ebenso leben muss ...
Was also ist dein Problem?
keins alles geklärt! ;)
Ja sind wir hier denn bei der Bildzeitung?!
Wenn der "Aufhänger" eigentlich gar nichts mit der Thematik die du ansprechen willst zu tun hat, warum erwähnst du ihn dann überhaupt?
weil das journalistisch gesehen gut ist um leser anzulocken.:p aber auch das ist ei anderes thema.
EDIT---------------------
Mich würde jetzt echt mal interessieren ob wir die Beratungsthreads zum Thema "Was soll ich einkaufen" kritisieren oder die Beziehungen des Bekanntenkreises des Threaderstellers...
mein bekanntenkreis? hehe ihr würdet lachen!
Aber wie will man in den Kopf der anderen schauen, und sagen, aufgrund welcher Argumente sie sich nun so oder so entschieden haben?
eben das kann man nicht aber man sieht ja die auswirkungen.
Aber ist falsch entscheiden ein Zeichen von Entscheidungsunfähigkeit?
Und du hast dich auch falsch entschieden und einen Doppelpost gemacht, bist du entscheidungsunfähig? (Edit: Das sollte ich direkt noch oben mit aufnehmen... Doppelposts...)
Auf was willst du denn konkret hinaus? Ich hab nur mitbekommen dass du Hilfe-Suchenden anprangerst, sie seinen nicht in der Lage Entscheidungen zu treffen und deinen Bekanntenkreis ebenso... aber den Sinn dahinter hab ich irgendwie noch nicht erschließen können...
Und wenn wir schon dabei sind... die meisten Zitate hier sind auch ein Musterbeispiel für überflüssiges Zitieren...
hinkefuss25
05.08.2008, 11:20
nein sich mal falsch zu entscheiden ist normal.
wer hat eigendlich von meinem bekanntenkreis angefangen? wer den kennt KANN erkennen das es auch anders geht.
aprospos. ich habe keine "erfahrungen" gemacht und bin mit meiner frau schon ca 12 jahre zusammen und 8 jahre verheiratet. eigendlich völlig unmöglich das das geht oder? ich konnte ja garnichts austesten und probieren! woher soll ich denn jetzt wissen ob es nicht was besseres gibt?
tja warum sollte es denn nicht gehen wenn wir uns lieben? warum sollte jemand anders besser sein?................
mir ist ja klar das hier im forum keine lösung für alle gefunden deshalb kann der thread auch wieder in der versenkung verschwinden. wollte ja nur mal zum nachdenken anregen. :D mfg
ich bin dann mal im urlaub!
Adam_Smith
05.08.2008, 11:26
ich auch nicht aber wäre das nicht die logische konsequenz?
Nö ...
Man kann auch mit dem ersten Partner direkt richtig liegen und bis ans Lebensende glücklich sein. Ist das spannende an einer Beziehung ... man weiß es eben vorher nicht.
weil das journalistisch gesehen gut ist um leser anzulocken.:p aber auch das ist ei anderes thema.
Journalistisch betrachtet ist es Bild Niveau...
-------------
Schaffst du es noch uns zu zeigen, warum dieser Thread für das Forum "Politik und Gesellschaft" relevant ist? In meinen Augen wird das ganze hier gerade zur Lachnummer ...
Wüsste man es vorher, würde man sich ja irgendjemanden suchen nur um wieder Schluss machen zu können, damit man die erste "Niete" hinter sich hat ;-)
Dennoch schönen Urlaub...
Ach ja, und wenn man Fremdwörter benutzt wie "aprospos", dann sollte man sie auch korrekt schreiben... ansonsten kann man auch auf das deutsche Pendant zurückgreifen...
Bei Spiegel-Online ist heute eine nette Geschichte nachzulesen. Seit die Deutsche Bahn AG Tickets bei Ebay anbietet, hagelt es Kundenbeschwerden. Eine Frau berichtet: „Dafür habe ich drei mal zwei Tickets ersteigert, jeweils für um die 110 Euro. (…) Am Anfang fand ich das Angebot okay, da die Angebote der Bahn für 29, 39 oder 49 Euro sowieso immer weg sind.“ Kurz darauf wurde dasselbe Ticket zum Festpreis von 66 Euro angeboten. Die Folge: „Ich bin schockiert, wütend und unbeschreiblich sauer auf die Deutsche Bahn.“
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,569959,00.html
Entscheidend ist hier der Wandel der Einschätzung von „okay“ hin zu „schockiert, wütend, sauer“. Das ist ein typischer Fall von Kaufreue (Stichwort: kognitive Dissonanz). Als Kunde möchte man so einen Effekt möglichst vermeiden. Deshalb macht man sich im Vorfeld schlau.
Beim Computerkauf leiden die Käufer (hier im Forum) weniger unter Unwissenheit als unter der Überflutung mit Informationen (bzw. Werbebotschaften). Man ist durchaus entschlussfähig in Bezug auf den Computerkauf, betreibt aber vorher noch etwas Feintuning und holt sich Rat. Gekauft wird letzten Endes aber doch. Also keine Anzeichen von mangelnder Entscheidungskraft.
Man könnte die Sache übrigens noch ganz anders einordnen: Wenn mir 20 PC-Konfigurationen zur Verfügung stehen, dann habe ich insgesamt mindestens 22 Optionen, nämlich die 20 Rechner, den Nichtkauf (der auch eine Möglichkeit darstellt), das Leasing und die Miete.
Es ist faktisch gar nicht möglich, einmal gar nichts zu tun. Selbst das so genannte Nichtstun (hier der Nichtkauf) erfordert die Entscheidung darüber. Das sollte uns bewusst sein. Wenn ich mit meiner EC-Karte in einen Computerladen gehe und anschließend doch ohne Rechner herauskomme, dann habe ich mich aktiv gegen den Kauf entschieden und mich keineswegs unentschlossen gezeigt.
Was die Freundschaften und Beziehungen angeht: Völlig andere Baustelle - meiner Meinung nach.
hinkefuss25
05.08.2008, 12:05
hmm mist jetzt muss ich dochnochmal antworten.
ich denke nicht das die masse so rangeht und sagt das man eh bald schluss macht sondern das diese option zu leichtfertig genutzt wird. die entscheidung für einen partner ist eben nicht mehr bindend und eher beliebig.
@adam_smith: ich hab lieber die sicherheit (nein nicht 100%) das ich nicht verlassen werde als die spannung jeder tag könnte der letzte sein.
hab noch nie eine bildzeitung gekauft!
Hmpf... das is so eine Sache.
In Richtung PC kann man schon sagen das Überinformation, Unwissenheit und eine Menge Palaber von gefährlichen Halbwissen ein da schnell verunsichern.
Da es aber auch sehr viele und gute FAQ's hier gibt... denke ich mir manchmal das lesen schon ein Anfang wäre. Fragen zur Ergänzung, oder wegen 1-2 Unklarheiten sind da ok.
Was Dinge im privaten Bereich angeht...
Bei manchen Themen denk ich mir da auch: Muss das? oO
Manchmal zwingt sich mir die Frage auf, ob solch Leute keine Freunde haben mit denen sie darüber reden könnten. :freak
Manche Diskussionen sind aber auch lustig. :D
Die Entscheidungsunfähigkeit beruht wohl eher manchmal darauf sich zu entscheiden von Angesicht zu Angesicht zu reden, oder halbwegs anonym hier zu posten...
ich hab lieber die sicherheit (nein nicht 100%) das ich nicht verlassen werde als die spannung jeder tag könnte der letzte sein.
Vielleicht entscheiden sich andere Leute auch deshalb gegen Deine Linie, weil sie denken, deren Beziehung sei dann „mehr wert“. Damit meine ich Folgendes. Du heiratest meinetwegen, hast zwei Kinder und baust ein Haus. Dann redest Du Dir ein, Deine Beziehung stünde auf einigermaßen sicheren Beinen, weil die „Austrittskosten“ aus der Beziehung für Deine Partnerin zu hoch seien. Die Partnerin bleibt also nicht zuletzt deshalb, weil es so schön bequem ist und nicht unbedingt deshalb, weil die Beziehung so viel hergibt.
Hättest Du dagegen eine Freundin und jeder behielte seine Wohnung, sähe die Sache anders aus. Der eine empfindet das dann so, dass der Beziehung die nötige Tiefe fehlt. Der andere interpretiert es so, dass er sich täglich neu für seine Freundin entscheidet („Gehe ich heute zu ihr oder nicht?“). Das Bemühen umeinander ist dann möglicherweise viel intensiver.
Wie dem auch sei: Jeder hat sich letzten Endes für die eine oder andere Variante entschieden. Und für jede der genannten Möglichkeiten gibt es gute Gründe.
Adam_Smith
05.08.2008, 12:43
hmm mist jetzt muss ich dochnochmal antworten.
ich denke nicht das die masse so rangeht und sagt das man eh bald schluss macht sondern das diese option zu leichtfertig genutzt wird. die entscheidung für einen partner ist eben nicht mehr bindend und eher beliebig.
Sehe ich vollkommen anders.
Es geht darum, dass jeder seine eigenen, individuellen Entscheidungsmaßstäbe hat. Über diese kann ein Außenstehender nur im sehr begrenzten Maße urteilen.
Wenn nun jemand die Entscheidung trifft seine Partner bei dem ersten Anzeichen von Problemen zu verlassen, so ist dies eine eigene Entscheidung. So lange dabei die Ehrlichkeit mit dem Mitmenschen gewahrt bleibt ist diese auch nicht zu verurteilen.
/edit:
Ich kann dir nur Anraten dich mal im Detail mit den Methoden der Systematischen Entscheidungsfindung (oder auch Entscheidungsanalyse) zu befassen. Dort wird dir dann das oben gesagte bestimmt klar. Eine Entscheidung trifft jeder es geht nur darum welche Maßstäbe man anlegt, welche Kriterien eine Rolle spielen und welche Zielsetzung mit der Entscheidung überhaupt verfolgt werden.
Gerade bei Entscheidungen im privaten Bereich sind dabei die Kriterien subjektiv und können von außen nur schwer oder auch gar nicht beurteilt werden.
@adam_smith: ich hab lieber die sicherheit (nein nicht 100%) das ich nicht verlassen werde als die spannung jeder tag könnte der letzte sein.
Auch hier legst du mir wieder Worte in den Mund die ich so niemals sagte.
Es ging um die positive Spannung die entsteht wenn man den neuen Partner Stück für Stück kennen lernt. Eben weil man sich nicht zu Beginn der Beziehung sicher sein kann, das man nicht verlassen wird bzw. die Beziehung irgendwann nicht mehr funktioniert.
Wenn in einer Beziehung nun einmal irgendwann die negativen Gefühle die positiven überwiegen und man keinen Weg heraus aus diesem Zustand findet, dann muss eine Entscheidung getroffen werden.
Entweder man gibt sich mit dem was man hat zufrieden und lässt zu, dass negative Schwingungen die Beziehung dominieren oder man beendet eben die Beziehung. Beides ist eine Entscheidung wobei nur der, der die Entscheidung trifft beurteilen kann welche die richtige Entscheidung war.
hab noch nie eine bildzeitung gekauft!
Dabei könntest du glatt anfangen Texte für dieses Blatt zu verfassen ... :D
t-kay187
05.08.2008, 12:46
@Leon:
Word!
Genau das stimmt. Habe zwar auch mal ne Frage welcher Ram vorzuziehen sei, aufgrund der Kompatibilität, aber der 10000te Thread E8400 oder doch Q6600 nervt.
Es gibt hier eine Sufu.
Adam_Smith
05.08.2008, 12:49
@t-kay187
Hier sprechen wir jetzt aber wohl mehr von der Bequemlichkeit einiger User hier ...
Mit Entscheidungsunfreudigkeit hat das nichts zu tun.
t-kay187
05.08.2008, 13:03
Ja ich weiß, aber ich denke das gehört auch dazu.
Guck dir ein paar Threads an.
Q6600 oder E8500.
Wird einem einmal wieder das Gleiche wie eh und je empfohlen, aber es wird immer noch weiter nachgefragt.....
Stormtrooper85
05.08.2008, 14:30
Ich denke bei Kaufentscheidungen ist ein wichtiger Faktor, dass man sein Geld möglichst gut anlegen will, d.h. einfach möglichst viel Leistung für sein Geld haben will.
Andersrum will man natürlich einen Fehlkauf vermeiden, sprich man will verhindern dass die Ausgabe "ein Schuss in den Ofen" wird.
Das erreicht man natürlich dadurch, indem man auf die Erfahrung von Leuten zurückgreift, die eben das Produkt, dass man will selbst besitzen und aus erster Hand Erfahrungen preisgeben können.
Ich denke je weniger man sich mit der Materie auskennt, desto mehr wird man auf Fachwissen zurückgreifen. Allerdings scheint es mir so, dass es da auch Leute gibt, die eben sofort in Forum wie z.B. diesem hier fragen, anstatt selbst erst einmal Recherche zu betreiben, indem sie Foren nach ähnlichen Themen durchsuchen, Fachmagazine konsultieren, o.ä.
Private Entscheidungen sind hier sich eine ganz andere Baustelle, da hier eine Fehlentscheidung fatale Konsequenzen habe. Bei einem schlechten Hardwarekauf ist halt das Geld flöten, aber das wars dann auch schon.
Wenn ich z.B. in einer Beziehung eine Fehlentscheidung treffe, kann ich im schlimmsten Fall die Beziehung zerstören, was imho für mich schlimmere Folgen hat als wenn nur eine gewisse Summe Geld verschwendet ist.
Ich denke v.a. bei Beziehungen sind eben viele Menschen sehr unsicher, da es dort schwer ist, eine "richtige" Entscheidung zu treffen, bzw. zu erkennen was die richtige Entscheidung in der jeweiligen Situation ist.
Es gibt da imho keine klaren, definitiven Antworten. Beim Hardwarekauf gibt es diese schon. Wenn ich die schnellste CPU kaufen will, gibt es genau eine CPU die dieses Kriterium erfüllt, diese ist dann meine Wahl (etwas vereinfach ausgedrückt).
Bei privaten Fragen ist die Entscheidungsfindung imho eben sehr kompliziert, da es oft nicht absehbar ist, ob eine kurzfristig richtig erscheinende Lösung auch langfristig noch das Optimum darstellt. Daher halte ich es auch hier für verständlich, wenn die Meinung von Leuten, die eben jene Situation schon erlebt haben, evtl. mit in den Entscheidungsfindungsprozess einbezieht.
BessenOlli
05.08.2008, 18:37
Was Computer-Hardware angeht, kann ich dem Themen-Ersteller hier nicht zustimmen. Ich weiß immer sehr genau, was ich brauche, aber der Erfahrungsaustausch im Internet ist oft Gold (bzw. bares Geld) wert.
Zum Thema "Beziehungen" kann man teilweise schon zustimmen. Da wären wir dann beim Thema "Individualismus". Mit "Entscheidungsunfähigkeit" hat das dann aber nur insofern zutun, als dass Individualismus darin münden kann, wenn man mangels Werten und Idealen gar nicht weiß, wohin die individuelle Reise denn eigentlich gehen soll.
Daher gibt es heute im Vergleich zu den sehr individualistischen 80ern einen zunehmenden Trend in die andere Richtung. Habe kürzlich erst eine interessante Doku gesehen. Da leben mehrere Familien ökologisch in jeweils eigenen Häusern, kaufen aber gemeinsam ein, verbringen gemeinsam Zeit im Innenhof, den die Häuser bilden, stimmen über Investitionen ab und so. Schwer zu erklären, aber ich fand es gut.
Brigitta
05.08.2008, 20:37
@ Threadersteller hinkefuss, entscheide dich:
Entweder du hältst dich an die Forumregeln und hier im PuG auch an die "Umgangsformen für dieses Forum", oder der Thread wird geschlossen.
Dein Eingansposting und der weitere Verlauf ist von einigen doch sehr dürftig. Was wiederum auch am undifferenzierten Eröffnungsbeitrag liegt.
Also nochmal, entscheide dich ob du ernsthaft nach den Regeln diskutieren möchtest, oder nicht.
Und lebe dann mit den Konsequenzen.
Hier ist ein sehr kurzer Telepolis-Artikel über das Thema Meinungsbildung. Es geht darum, dass grundsätzlich der Einfluss unserer Bekannten und Freunde unterschätzt wird und unsere scheinbar objektive Meinung in Wirklichkeit einer Vielzahl ungewollten Einflussen beeinflusst wird.
Als Grund wird u.a. genannt, dass wir ungerne als Abweichler von der Norm auffallen. Ich glaube, dass es fast immer wichtiger ist, eine gesellschaftlich anerkannte Entscheidung zu treffen, anstatt zu einem vollkommen rationalen Ergebnis zu kommen, dass von der Mehrheit abgelehnt wird.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28250/1.html (http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/28/28250/1.html&burl=/tp/r4/artikel/28/28250/1.html&words=Meinung)
Falls die Aussagen in diesem Artikel stimmen, dann entsteht Entscheidungsunfähigkeit (topic ;)) dadurch, dass derjenige erstens seiner Gesellschaft eine normale oder sogar überdurchschnittliche Bedeutung beimisst und zweitens, dass er sich nicht sicher ist, wie sie auf seine Entscheidung reagieren könnte.
Ich finde das plausibel. So wie ich das bislang erfahren habe, geht es den meisten bei einer Kaufberatung zwar darum, dass beste Produkt zu finden, aber sie gehen unterschiedlich vor. Der eine will das beste Produkt finden ohne sich über Details zu informieren. Für ihn ist die Herde ein guter Indikator - was viele kaufen, kann nicht schlecht sein. Der andere will genau wissen, warum "sein" Produkt das Beste ist, um anschließend seinen Freunden seine Kaufentscheidung zu erklären.