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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verdummung der deutschen Jugend – Gründe?


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Jirko
06.02.2004, 20:58
„Die Jugend heutzutage...“ – „Wo soll das nur enden...“ – „Und so etwas ist meine Zukunft...“ – Dies alles sind Aussagen, wie sie jeder einmal gehört hat, geprägt in der heutigen Zeit. Doch sind diese Aussagen nur Hirngespinste der „älteren Leute“, die nur all zu gern beteuern, dass früher alles besser war? Ist vielleicht etwas dran, wird die Situation zu kritisch beurteilt oder sehen wir uns einer wahrhaft „rosigen“ Zukunft ausgesetzt? Ich vermag dies allein nicht zu beurteilen, was ich aber kann, ist den Grund darzulegen, der mich zu diesen Zeilen bewegte. Es war wieder eine jener Situationen, in denen man gemütlich an Läden vorbeistolziert, mit missmutigen Blicken den ein oder anderen Zwölfjährigen in sein Blickfeld rückt, da dieser wieder mit einer Kippe in der Hand rumrennt, und ihm beiläufig beim Gespräch folgt: „Ey Alder, haste mal Feuer?“ – „Haste mal ein bissl Kleingeld, damit ich und mein Kumpel Kippen kaufen können“ – „Scheiß Fitten/Ausländer hier, das Pack soll sich verziehen!“ Überzogen? Ausgedacht? Einmaliges Beispiel? Mitnichten. In einer Zeit, in der wir im Fernsehen von Schlägerein auf Schulhöfen erfahren, die auch noch „zum Spaß“ aufgenommen werden, in der Suchtmittel wir Zigaretten oder Alkohol leichter denn je an Minderjährige verkauft werden und in der Unterinformation eine Volkskrankheit ist, wie soll in dieser Zeit eine andere Jugend heranwachsen?

Doch es ist nicht nur das Verhalten der Jugend, es ist auch ihre Ausdrucksweise, die mir zu denken gibt. Sätze wie „Mach schon, das wär cooler als wie wenn du Klaus Mustermann verkloppen würdest“ – „Wie teuer kostet das...?“.... Die Krönung des Ganzen findet sich jedoch in dem schriftlichen Auftritt einiger Personen. Was bei vielen noch als Ausrutscher durchaus vertretbar ist, findet bei gewissen Exemplaren die Krönung in der völligen Unkenntnis über die deutsche Grammatik. Kommas, Punkte – ja Satzzeichen generell scheinen zu abstrakten Hyroglyphen verkommen zu sein. Das korrekte Beugen von Verben, die Satzordnung – all das findet teilweise keinen Platz mehr in den deutschen Köpfen. Zugegebener Maßen nicht ganz unschuldig daran ist die „neue“ Deutsche Rechtschreibung, die schon versuchte, das „ß“ zu verbannen. (Nein, es lebt noch! Fußball, Gruß, Spaß – All das muss so geschrieben werden...)
Aber das scheint mir nicht der Kern der Dinge, doch wo genau liegt die Essenz des Übels? Ich stelle einmal ein paar Vermutungen auf:

1) Das „Cool“ sein. Heutzutage ist Keiner cool, der sich noch irgendwie korrekt auszudrücken weis. Es zählen keine Wörter, wo man mit dem begrenzten Wortschatz nicht weiter kommt, zählen Taten. Sei es in Form von Mutproben, Gewalt oder ähnlichem. Man ist „in“, wenn man sich durchzusetzen weis, Markenklamotten trägt oder einfach was Bescheuertes gemacht hat.

2) Das Lesen entfällt. Fragt man die Kinder heutzutage, wie das Märchen „Der Froschkönig“ ausgeht, fragen einige, ob Rapunzel da nicht mit den sieben Zwergen durchgebrannt ist. Kaum jemand kennt diese simplen Dinge noch, es interessiert nicht. Wer sich in der Grundschule – sogar in den ersten Klassen – vergleichen will, der braucht Mobiltelefone, Computer oder die neuesten Schminksets. Lesen? Vielleicht in der Schule, aber um Gottes willen nicht in meiner Konsolen/Fernsehen/Computerzeit..

3) Das Fernsehen. Ja, meiner Meinung nach ist dies sogar einer der Hauptpunkte. Denn während Sendungen über Quietscheentchen im Hampelmannkostüm („Daniel mein Sündenbock“), zweitklassige Stars im Dschungel oder „Jack Ass“ das Programm dominieren, die dann auch noch von zweifelhaften „RTL2 News“ abgerundet werden, sehe ich keine Hoffnung im deutschen Fernsehen. Richtige Wissenssendungen gibt es meiner Meinung nach zu wenig, Dokumentationen sind teilweise langweilig, würden aber wahrscheinlich auch so nicht „cool“ genug sein, um sie der Jugend zu präsentieren. Stattdessen aber erweitert man sein Wissen, indem man anderen Leuten im Bunker zuguckt oder sich die reißerischen Kommentare einer selbsternannten Jury reinzieht.

3 Punkte, die schwer wiegen. Die Anklage gegen die Jugend ist klar, doch was lässt sich ändern? Wie kann man den Kindern das Lesen vermitteln, wie kann man die beliebten aber stupiden Fernsehsendungen verdrängen und wie kann man den Deutschen Deutsch beibringen? Ich sehe hier kaum Lösungen, der Anfang kann meiner Meinung nach nicht von Oben erzwungen werden, er muss im Elternhaus beginnen.

Ich in meinem Wunschdenken wäre ja für Sendungen, in denen mit richtigem Deutsch möchtegern Kiddies hochgenommen werden. Ich bin auch für richtige Bestrafungen bei Straftaten bei Kindern, man muss sich nur angucken, wie teilweise Minderjährige gegen das Gesetz verstoßen, gefasst werden, raus kommen und wieder losziehen. So etwas sollte man zu richtiger Arbeit unter Aufsicht verdonnern, einen Arsch voll Schläge könnte auch nicht Schaden – Autorität muss wieder vermittelt werden. Es geht nicht, dass Viele rumrennen, Wörter wie „Respekt“ und „Gehorsam“ nur vom Hören/Sagen kennen und meinen, sie dürften alles. In diesem Punkt finde auch ich, dass früher alles besser war...

Man kann aber schlecht jemanden zum Lesen zwingen. Hier fiele mir nur ein, mehr interessenbezogene Texte direkt für diese Jugend zu verfassen. Texte, die sprachlich einwandfrei sind, die lehren, sich vielleicht sogar in irgendeiner Weise auf andere Texte beziehen – doch kaum ein Medium schafft dies in großem Umfang. Entweder sind die Texte gut geschrieben und setzen einiges an Verständnis voraus, oder sie knüpfen an simple Textgestaltung an und beanspruchen den Kopf beim Lesen nicht...

Zum Fernsehen fällt mir gar nichts ein. Man kann die Kiste bei Einigen eigentlich nur abschalten oder auf bestimmte Sender eingrenzen...

Jetzt würde mich eure Meinung interessieren. Kennt ihr Situationen, in denen ein Kopfschütteln eigentlich nicht mehr reicht, habt ihr euch auch schon maßlos aufgeregt oder wisst ihr andere Mittel, wie man gegen diesen Missstand vorgehen sollte? Ich finde es einfach nur noch erschreckend, was mir auf deutschen Straßen begegnet, ja was sogar meine Altersgruppe ausmacht...

PuppetMaster
06.02.2004, 21:06
Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet
die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie
arbeiten soll. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer
betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft,
verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und
tyrannisieren ihre Lehrer.

Sokrates (470 - 399 v. Chr.)

Jirko
06.02.2004, 21:10
Da soll mal einer sagen, Nostradamos hätte die Zukunft alleine vorrausgesagt...

Ich muss aber sagen, dass, obwohl man die Zeilen perfekt in unsere Gesellschaft einbetten könnte, die heutige Zeit doch stark anders ist als vor 1500 Jahren. Damals gab es Prügelstrafen, es herschte kein Markenzwang, das Schulschwänzen war kein Problem, da die wenigsten die Schule besuchten etc... Die heutigen Probleme erweitern das bekannte Programm...

R2D2
06.02.2004, 21:24
Denke mal das es auch an uns eltern liegt den kindern anstand und sozialenumgang beizubringen.
Leider ist es heute so das in den meisten Haushalten alle beide arbeiten gehen.
Frage mich warum sie sich dann kinder anschaffen wenn sie denen dann den schlüssel um den hals hängen.
Klar das die dann das machen wozu sie bock haben,und verblöden.
Wenn du Kinder hast musste dich drum kümmern und mit ein paar euros weniger auskommen,wenn du alein verdiener bist.
Vorteil du bekommst mehr mit wo deine Kinder nachholbedarf haben oder was für interessen.
Kannst diese dann gezielt fördern.
Wenn aber beide abends um19Uhr vom job kommen und platt sind haben se kein bock mehr,fehlt ja auch die zeit um auf die kinder einzugehen.
Habe auch zwei Mädels und mache jetzt den Hausmann ist voll Klasse wenn ich sehe wie die sich entwickeln.
Ist aber in der hetigen zeit das Problem das sie alle auf ihre kohle schauen und lieber nen dicken Benz fahren.
Fahre lieber golf und habe glückliche girls um mich herum.
Trete auch bei anderen sachen zurück und spendier lieber mal ganz grob gesagt ein besuch im Zoo und freue mich das die kids sich freuen.


In diesem sinne gibt zum glück auch noch andere Eltern.

Nossi
06.02.2004, 21:33
Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet
die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie
arbeiten soll. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer
betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft,
verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und
tyrannisieren ihre Lehrer.

Sokrates (470 - 399 v. Chr.)
Genau das wollte ich auch zitieren, wusste aber net wo ich da dran komme ;-)

Morgoth
06.02.2004, 21:36
Verdummung der deutschen Jugend – Gründe?

Ganz einfach: die Machtelite möchte Ihre Macht erhalten.
Wie macht man das? Man tut so, als ob einem das Wohl des Volkes am Wichtigsten sei und wirtschaftet doch in die eigene Tasche, solange man was zu sagen hat.
Wie sorgt man dafür, dass das Volk diese Scharade schluckt? Man lässt es kontinuierlich verdummen.
Wie verdummt man ein ganzes Volk? Indem man die Anforderungen zurückschraubt, immer weniger in die Bildung investiert und ab und zu so tut, als würde man etwas für die Bildung tun (Elite-Unis), damit es nicht auffällt.

Ein gutes, weit fortgeschrittenes Beispiel dieses Prozesses können wir in den USA beobachten, ein Land, das wirklich erstaunlich dumm ist.

Übrigens hat, soweit ich mich richtig erinnere, schon Machiavelli in seinem Werk "Il principe" (um 1530) diesen Weg beschrieben (übrigens satirisch).

Gruß
Morgoth

Jirko
06.02.2004, 21:55
Hm, das klingt so verschworen, dass es wahr sein muss. Man sieht es ja an der Pisa Studie: Großer Aufschrei, viel Stuß geredet aber noch weniger umgesetzt. Nichteinmal einen einheitlichen Lehrplan geschweige denn Abschluss bekommt man Deutschlandweit gebacken...

@ R2D2

Zuwenig Zuwendung durch die Eltern ist natürlich ein gewichtiges Problem, allerdings kann es sich heute auch kaum jemand leisten, allein für alle zu sorgen. Die Kinder gehen natürlich vor, doch muss man dazu auch Geld haben, um für Unterhalt, Kleidung, Ernährung, Ausstattung etc zu sorgen... Ich stimme dir aber zu, wenn man Zeit hat, dann sollte man sie für die Erziehung nutzen, und nicht den Fernseher vorschieben...

Morgoth
06.02.2004, 22:14
In der Stufe wo ich Abi gemacht hab (jaja, ganz übles Deutsch ;) ) waren einige, bei denen ich mich wirklich gefragt hab, was die denn bitte auf dem Gymnasium zu suchen hatten. Was mich natürlich am meisten gewurmt hat war die Tatsache, das die auch noch einen besseren Abschluss als ich hinbekommen haben (die eine, so richtig strunzdämliche Schnepfe hat tatsächlich eine 1,0 bekommen - sie ist ja auch die Tochter des damaligen Stadtdirektors. Hey, ich hab die täglich an die Wand geredet! Die konnte sich gar nicht wehren, weil sie es nicht drauf hatte! Ihre Schwester, vor der ich wirklich Hochachtung habe (denn die hat was drauf), hat "nur" eine 1,1 bekommen).
Irgendwie habe ich aber gemerkt, wie es zu den unteren Stufen hin immer schlimmer wurde. Die wussten rein gar nichts mehr. Zufällig hatte ich gerade zu der Zeit noch einen Bruder, der auf der Grundschule war. Wenn ich immer so gehört habe, was die da lernen, bekomme ich Weinkrämpfe. Die Hälfte der Klasse konnte nie richtig lesen!
Inzwischen ist auch er auf dem gleichen Gymnasium. In einer sogenannten Profilklasse (=Eliteklasse). Elite! Das ich nicht lache! Wenn das Elite ist, was machen denn dann bitte die anderen Klassen? Ringelpiez mit Anfassen?
Das ist genau der gleiche seiche Mist wie die Elite-Unis: die guten aussortieren, in eine weltfremde Anstalt stecken um damit im Ausland gut dazustehen, während der Rest in überfüllten Hörsäälen dahinsiecht. Außerdem hat man damit die wohl künftige geistige Elite an konzentrierten Orten, kann sie also leicht unter Kontrolle halten und die aufmüpfigen schnell "entsorgen".

Gruß
Morgoth

linkser
06.02.2004, 23:30
Irgendwie habe ich aber gemerkt, wie es zu den unteren Stufen hin immer schlimmer wurde. Die wussten rein gar nichts mehr.


genau das beobachte ich auch seit einigen jahren an meiner schule. ich bin jetzt in der 12. und muss feststellen, dass mir selbst die leute aus der 10.klasse total asozial vorkommen und ich bin mir sicher, dass ich mich in der 10.klasse nicht so benommen habe.
selbst 5 klässler ham heute ne tierisch große fresse und prollen mich dauernd an, obwohl die 5 köpfe kleiner als ich sind.

obwohl meiner meinung nach das gymnasium in unserem schulzentrum (real- und hauptschule + gymnasium direkt nebeneinander) immer noch ein hort an bildung und glückseligkeit ist. ich hab zum teil echte verständigungsprobleme mit hauptschülern, da deren wortschatz einfach so begrenzt ist, dass man denen mit, eigentlich jedem bekannten (kommunizieren), fremdwörtern gar nicht kommen kann.

ich kann mir aber irgendwo auch nicht erklären, woran das liegt. ich meine es liegt zu einem großteil an den eltern, die es nicht mehr schaffen, ihre kinder von anfang an für kultur (ich wurde früher immer in museen mitgeschleppt, fand es damals tierisch langweilig, aber jetzt hat es für mich nur vorteile) zu "begeistern".
fernsehen hat dabei sicherlich auch einen großen (auch mit ß :) ) anteil, es gibt ja nur noch wenige sendungen, in denen nicht auf unterstem niveau geredet wird. ist ja auch viel einfacher, talkshows zu gucken als dokus aufm zdf zu gucken. bei talkshows muss man nicht denken, aber bei dokus muss man schon mitdenken können und das ist ja viiiiiiel zu anstrengend.

naja was die deutsche sprache angeht, habe ich mich leider inzwischen auch schon (aber nur am pc) von der groß/kleinschreibung verabschiedet, weil mir das einfach viel zu mühsam mit der shift-taste ist.

aber dieses sokrates-zitat trifft echt den nagel auf den kopf.

Zottel
07.02.2004, 00:31
Beispiel: http://ventourizen.ngz-server.de/download/fun/rtl_fnn.asf
Angucken auf eigene Gefahr! ;)
Ist wirklich schlimm! :(
Ich bin mir sicher, das ist kein Fake.

Parwez
07.02.2004, 01:01
heutige jugend...ein leidiges thema :D
obwohl es bei mir auch noch nicht so lange her ist (abi 02), muss ich doch sagen, dass es immer schlimmer wird. gerade in den letzten zwei jahren an der schule wurde die unterstufe mit zunehmender größe (bei manchen könnte man wirklich denken sie wären der größe nach zu urteilen in der oberstufe) auch immer frecher.
sprüche wie "halt's maul" und "geh mir aus dem weg" hätten wir uns in der unterstufe den großen gegenüber jedenfalls nicht erlaubt.
falsche vorbilder, insbesondere aus der hip hop szene und möchtegern-promis der heutigen medienlandschaft, tragen einen guten teil zum verhalten der jugend bei. nicht falsch verstehn, ich habe nichts gegen hip hop, höre auch selbst vereinzelte songs aber die jugend lässt sich dadurch leider zu leicht beeinflussen (warum eigentlich, ist mir in dem maße in meiner kindheit nicht aufgefallen). bilder 13jähriger im gangster-outfit, die "8 mile" stürmten sprechen doch ein deutliches bild ;)
artikel über das verhalten der unterstufe werden in den abizeitungen auch von jahr zu jahr haarsträubender

in meinen augen spielen aber vor allem soziales umfeld und bildungsstand eine wichtige rolle. wenn ich eine unterhaltung unter hauptschülern höre wähne ich mich jedes mal auf einem anderen planeten, so unterschiedlich ist der sprachgebrauch in den verschiedenen bildungsschichten.
eine lösung für das problem zu finden ist in meinen augen nicht gerade einfach.
die "kanack"-sprache oder wie auch immer man es nennen will wird nicht durch das elternhaus sondern durch den freundeskreis geprägt, dort einzubrechen dürfte äußerst schwer sein.
der "klassenunterschied" spiegelt sich aber nicht nur in der sprache wieder, auch verhalten, werte und interessen divergieren teils extrem. ich denke geraden an den hauptschulen ist auch der hohe ausländeranteil für bestimmte verhaltensweisen mit verantwortlich, die großteils aus unterschiedlichen mentalitäten resultieren.
abgesehn vom allgemeinen interesse an z.b. sport oder musik wird man internet-nutzer eher am gymnasium finden. an hauptschulen fällt mir besonders der hohe anteil derjenigen auf, die sich ein mopet oder einen ähnlichen fahrbaren untersatz kaufen, während am gymnasium die meisten eher das auto als erstes ziel haben.
um zum thema verdummung zurückzukommen, die heutige medienlandschaft ist wohl eines der hauptziele der kritik. nun kann man sich ja fragen, ob sie ursache oder symptom der verdummung ist.
selbst wenn der auslöser ein anderer gewesen sein sollte, so senken doch gerade die fernsehsender das niveau immer weiter.
sendungen wie big brother, ich bin ein star...blabla, der bachelor und wie sie alle heißen sollten ebenso wie filme einer alterbeschränkung unterliegen, denn gerade sie sind in meinen augen für kinder schädlicher als z.b. action-szenen in filmen, bei denen man weiß, dass es sich eben um filme handelt. das dort propagierte menschenbild kann doch nur zu einer verdummung und verrohung der gesellschaft führen. bei vorbildern wie kübelböck und den partyludern brauch man sich über schwindende leistungsbereitschaft in der gesellschaft nicht wundern.
sei ausgeflippt, wackel mit dem arsch und du wirst berühmt. keine wünschenswerte einstellung in meinen augen.
aber auch unsere politiker tragen ihren part bei. die unfähigkeit in bildungsfragen ist schon erstaunlich. in blindem aktionismus werden schulkonzepte geändert. statt leistungsanreize zu bieten und die schüler so zu motivieren werden gute konzepte umgeworfen, lehrerstellen gestrichen, gelder gekürzt, die fächerwahl der schüler beschränkt. gerade die oberstufenreform ist aus sicht von schülern, eltern und lehrern ein wahrer albtraum. aber die herren politiker wissen es ja besser.
wo in meinem abi-jahrgang schon lks mit 20 schülern stattfanden, der leistungsunterschied selbst in grundkursen enorm war, wurden grundkurse und lks nun zusammengeschmissen, die stundenzahl gekürzt und als sahnehäubchen der stoff-plan des lks übernommen. das ergebnis kann sich jeder selber ausmalen.
die idee der elite-unis ist ein weiteres zeichen für die unfähigkeit der politik in bildungsfragen; statt einzelne starke fachbereiche im gesamten bundesgebiet zu stärken versucht man einzelnen unis mehr geld zukommen zu lassen´um diese in sämtlichen gebieten ins internationale spitzenfeld zu führen.
stärken zerstören um sie andernorts wieder mühsam aufzubauen, mit logik hat das nun wirklich nichts zu tun.
zurück zum eigentlichen thema. das elternhaus, mit ihm fällt und steht ein bedeutender teil der bildung der jugend. mangelnde aufmerksamkeit und fehlendes interesse am eigenen kind können ebenso wie zu großes einengen negative folgen haben. die eltern müssen ein gutes mittelmaß zwischen aufsicht und vertrauen finden und dabei immer die individualität des einzelnen kindes beachten.
sicherlich keine einfache aufgabe, sie erfordert viel zeit und einfühlugnsvermögen aber wenn alles richtig läuft erkennt man es später auch am kind - umgekehrt natürlich genauso.

fazit:
ein einzelner schuldiger lässt sich nicht finden. die heutige jugend wird durch eine vielzahl von faktoren geprägt, so dass man davon abkommen muss, einzelne brennpunkte anzugehn und stattdessen eine umfassende strategie für erziehung und bildung finden muss.

Parwez
07.02.2004, 01:03
Beispiel: http://ventourizen.ngz-server.de/download/fun/rtl_fnn.asf
Angucken auf eigene Gefahr! ;)
Ist wirklich schlimm! :(
Ich bin mir sicher, das ist kein Fake.

schon etwas älter aber doch bezeichnend. umfragen unter bundestagsabgeordneten vor ein paar jahren brachten auch ein paar nette überraschungen zu tage. §1 absatz 1 des GG kannten die wenigsten ;)

Jirko
07.02.2004, 15:47
Ich denke, das trifft den Nagel sehr gut auf den Kopf. Wir haben es also mit einer Kollektivschuld zu tun, in der alle zum Übel beitragen aber sich keiner dafür verantwortlich sieht, habe ich das soweit richtig aufgefasst @ wannab3?

Ich frage mich, ob wir auch ein Bildungssystem brauchen, wie wir es in Japan geboten bekommen: Keine Freizeit, die Ganztagsschule steht im Mittelpunkt, das Lernen ist die zentralste Aufgabe überhaupt für die Kinder und Jugendlichen. Doch kann man mit soviel Kontrolle und Auflagen etwas ändern? Fakt ist für mich, man kann nicht darauf warten, dass der Stein von selbst ins Rollen gelangt. Ein gewisser Zwang muss dahinter stecken.

Was mir auch noch einfällt. Ich finde diese "Problembekämpfung" der Politiker mehr als verquer. Nicht nur das fehlende Zentralabitur, nicht einheitliche Lehrpläne und mangelnde finanzielle Mittel fallen hier auf, vor allem die Kritik an den Unterrichtsmethoden macht mich stutzig. Wenn verlangt wird, dass sich Lehrer mehr um jeden Schüler kümmern, zwei Sätze später jedoch verkündet wird, dass die Schülerzahl in Klassen wächst, Lehrposten gestrichen werden etc, dann wundere ich mich, ob nicht viele Poilitiker nur von 12 bis Mittags denken...
Auch interessant finde ich, zumindest in meinem direkten Lebensumfeld, die Tatsache, dass anscheinend ohne Hirn und Verstand Schulen an der einen Ecke aus dem Boden gestampft werden (huchu, Berlin Hohenschönhausen verfügt über eine der modernsten Schulen Europas...) und ein bis zwei Kilometer weiter die "alten" Schulen geschlossen werden. Das ganze dann noch mit dem Konzept, eine voll besetzte Schule auf ihre doppelte Kapazität zu zwingen, nur um Kosten zu sparen. Ich persönlich finde das wirklich hirnverbrannt...

Morgoth
07.02.2004, 16:15
Ich frage mich immer wieder, warum für eine weiterführende Schule keine Prüfung abgelegt werden muss. Denn ich stelle fest, entgegen der demographischen Entwicklung, dass immer mehr Kinder auf dem Gymnasium eingeschult werden. Aber was für Gestalten! Manche von denen können noch nicht einmal richtig lesen. Das war bei mir (vor 13 Jahren) schon so, und es ist immer schlimmer geworden.

Stattdessen halten diese Schüler den Unterricht auf. Denn der Lehrer muss sich später fragen lassen, warum denn bei ihm so überdurchschnittlich viele Schüler durchfallen, vielleicht ist er ja zu streng und setzt die Erwartungen zu hoch an. Da drehen doch die meisten das Niveau runter um sich so aus der Affäre zu ziehen.

Doch was passiert? Die Eltern ignorieren einfach, das ihr Kind einfach noch nicht soweit ist, und anstatt es lieber noch ein/zwei Jahr auf der Grundschule zu lassen, bis es weit genug ist, wird es schnellstmöglich aufs Gym geschickt, weil man ja gerne später einen Arzt/Anwalt/etc. als Nachkommen hätte.

Wenn man aber jetzt eine gewisse Hürde aufbauen würde, stiege der Level vor allem an Gymnasien ungemein; und das ist es doch, was unser Schulsystem eigentlich bezweckt.

Angemerkt sei noch, das Schulen Schüler ablehnen können, um ihre Kapazität einzuhalten. Da wundert mich zwar, warum es jedes Jahr mehr Schüler werden (wo doch der Platz immer noch der gleiche ist und auch die Anzahl der Lehrer sich eher verringert als vermehrt hat), aber wenigstens ist ihnen die Möglichkeit gegeben.
Das scheint aber auch manchen Eltern dann völlig egal zu sein, die schicken ihr Kind dann einfach zum nächsten.

Gruß
Morgoth

Parwez
07.02.2004, 17:16
ja, ist eine art kollektives versagen aber allein durch zwänge wird sich da nicht viel tun. jugendliche neigen nunmal zum rebellieren, weshalb sie freiheiten und wahlmöglichkeiten in ihren lernzielen brauchen. ohne ein mindestmaß an spaß und leistungsanreize wird man in meinen augen nichts errreichen können.

ob eine aufnahmeprüfung etwas bringt halte ich in dem frühen entwicklungsstadium eher für fragwürdig. paradoxerweise würden dort in meinen augen die weniger begabten sogar besser abschneiden. denn die begabten lernen in der regel während der grundschulzeit noch nicht wirklich, da ihnen das meiste sehr leicht fällt. kinder mit lernproblemen werden hingegen von den eltern zum lernen angetrieben, haben dadurch einen gewissen wissensstand der oft nicht ihren wirklichen fähigkeiten entspricht. leider lässt sich das niveau ab einem gewissen zeitpunkt aber durch lernen nichtmehr halten und sie sacken immer weiter ab. ich denke ein konsequenteres vorgehen seitens der lehrer und weniger angst vor den "bösen eltern" (und die gibt es in der tat, die mit den schwächsten kindern schreien oft am lautesten) würden sehr helfen frühzeitig schwächen zu erkennen und dem mit einer rückstufung auf z.b. die realschule zuvorzukommen. sie sollten endlich verstehn, dass sie den kindern mit ihrem durchschleppen von einer klasse zur nächsten keinen gefallen tun. diese sind durch ausbleibenden lernerfolg und schlechte noten oft nur frustriert und geben sich selber irgendwann auf.
kenne aus meinen freundeskreis genügend beispiele jeglicher art. schüler die in der grundschule noch einen besseren schnitt als ich hatten sind am gymnasium kläglich gescheitert und diejenigen, die sich mehrere jahre mit ach und krach durchgeschleppt haben mussten letztendlich auch aufgeben.
man sollte eine zurückstufung aber nicht ernster nehmen als sie ist.
selbst mit realschulabschluss stehen einem noch viele wege offen.
ein freund von mir musste das gymnasium nach der 8. klasse richtung realschule verlassen, hat dann dort seinen abschluss gemacht und anschließend eine lehre zum bankkaufmann. mittlerweile studiert er über wochenendkurse in einem speziellen programm bwl. mehr als so mancher abituriernt schaffen wird.

eine übernahme japanischer lehrmethoden halte ich für wenig aussichtsreich. dass dies dort überhaupt in der form möglich ist hängt im großen und ganzen mit der japanischen mentalität zusammen und würde in europa auf große anpassungsprobleme stoßen. wie gesagt, mehr lernanreize, kleinere klassen und wahlmöglichkeiten könnten wundern tun.
den unterschied zwischen großen und kleinen klassen habe ich beim abi selber miterlebt. während sich bei 20 schülern der einzelne sehr zurückziehen und einen auf faul machen kann ist in kleinen kursen jeder einzelne gefordert. der lehrer hat mehr zeit auf fragen einzelner einzugehn wodurch das ganze lernklima auffgewertet wird.

ein weiteres problem ist die angst, die wir hierzulande vor der elitenbildung haben. einerseits beklagen sich alle über mangelnde wettebwerbsfähigkeit und schlechtes abschneiden bei internationalen studien. andererseits wird sofort geschrien sobald das wort elite ertönt.
was ist denn bitte eine elite? doch nichts anderes als eine gruppe besonders begabter personen, fähig auf internationalem niveau zu arbeiten. ergo genau das über dessen mangel sich alle beklagen und das wir so dringend brauchen um wettbewerbsfähig zu sein.
ein blick in die usa (aber auch nach z.b. frankreich oder groß britannien) zeigt deutlich wo wir bei entsprechendem engagement sein könnten. universitäten wie harvard und yale holen spitzenstudenten aus aller welt in die usa und bescheren dem land dadurch ein riesigen wirtschaftlichen vorteil.
diese abneigung gegenüber dem wort elite ist mir so auch nur aus deutschland bekannt, jedes andere volk wäre froh ein solches potential für sich nutzen zu können.
ohne dieses problem hätte es auch nie die leidige green card diskussion gegeben. wir müssen lernen eliten gezielt zu fördern und sie somit ein stück an deutschland zu binden. denn bisher verschwindet ein großteil so früh wie möglich richtung usa, wo sie mit offenen armen empfangen werden.
die jetzt in der diskussion befindlichen elite-unis sind aber der falsche weg. statt andere länder nachzuahmen, sollten wir unseren eigenen weg gehen, der hierzulande in einer dezantralen förderung bestimmter bereiche liegen würde.
außerdem müssen wir viel früher ansätzen. förderprogramme müssen bereits in der frühen schulzeit beginnen, die jugendlichen müssen sich gefordert fühlen denn durch unterforderung langweilen sie sich nur, ihr potential verkümmert und keinem ist geholfen.

fazit:
konsequentes bewerten von leistungen und entsprechendes handeln sowie eine gründlegende überarbeitung des schulsystems inklusive flächendeckender standards und lernziele gekoppelt mit einer förderung hochbegabter würden einen großteil der heutigen probleme lösen.
gerade eltern sollten von ihrem falschen stolz abkommen und sich trauen ihre kinder gegebenenfalls auch auf eine andere schule zu schicken; lehrer sollten mehr durchsetzungsvermögen zeigen, denn nur so kann das vorhandene potential zur zufriedenheit aller maxial ausgenutzt werden.

Morgoth
07.02.2004, 17:40
Das Elitenförderung eine gute Sache ist, bestreitet ja auch keiner. Es gibt aber einen Haken an dem, was hier in Deutschland geplant ist: die Ausgaben für Bildung sollen gleich bleiben, aber mehr Geld in die Elite-Unis gesteckt werden. Mit der Folge: der Rest krebst herum und es bildet sich eine viel schärfere Spitze heraus statt einer guten breiten Masse. Die wird nicht mehr gut sein, sondern nur noch Mittelmaß.

Die USA würde ich nicht unbedingt als positives Beispiel für Elitenförderung ansehen. Besonders auf der Yale-Uni befinden sich mehr Kinder reicher Eltern (George Dabbelju war auch da) als echte Hochbegabte. Bildung als Folge von Reichtum kann aber nicht unser Ziel sein.

Gruß
Morgoth

Jirko
07.02.2004, 17:56
Eine Prüfung nach der Grundschulzeit halte ich auch für fragwürdig - ich wäre wahrscheinlich auch gerade so durchgekommen, obwohl ich mit einem excellenten Durchschnitt aufs Gymnasium gegangen bin - es war halt die "Es kommt von selbst, ich muss nichts machen" Lernhaltung.

Was ich aber nach als Punkt anzumerken hätte: Die Empfehlungen - die ja noch nie bindend waren - werden seit jüngster Zeit bei nach einem Notendurchschnitt ausgerichtet, nicht aber nach der Einschätzung der Lehrer. So bekommt beispielsweise jeder Schüler, ob dumm und fleißig oder intelligent und Faul, bei einem Notendurchschnitt von 2,2 (fiktiver Wert, den genauen habe ich nicht im Kopf) automatisch eine Empfehlung für das Gymnasium. Dies natürlich, um die "gemeinen" Lehrer vom "falschen" Runtermachen der Schüler abzuhalten... Was daraus resultiert ist klar: Viele Eltern, die ihre Schüler, wie so treffend beschrieben wurde, "durchschleppen" wollen, fühlen sich bestätigt und setzen ihre Kinder in Gymnasialklassen. Ich sehe das auch an unserer Schule, die Gott sei Dank noch ein relativ hohes Niveau hält - einige Schüler sidn jedoch völlig fehl am Platze...

Angesprochen wurde, dass der Schwerpunkt mehr auf kleineren Klassen und Wahlmöglichkeiten liegen soll - das begrüße ich. Wobei hier "kleine" Klassen auch relativ zu sehen sind. Ich bin in der 11ten Klasse, eine Klasse, die 29 Personen umfasst. Sie musste zusammengelegt werden, weil in der Klassenstufe 10 soviele Schüler abgegangen sind, dass in den ehemals 4 Klassen nur noch je 22 übrig geblieben wären... Die Leistungs und Wahlkurse bei uns sind durchschnittlich mit 15 - 20 Mann belegt - ab hier finde ich das Umfeld für angenehm, erst so werden Unterrichtsgespräche überhaupt in größerem Umfang möglich, man kann sich konzentrieren etc...

Gegen eine Eliteförderung habe ich auch nichts, nur nicht auf Kosten der "normalen" Bildung. Ohne das Fundament kann man das Dach nicht ausbauen...

Parwez
07.02.2004, 18:14
@29
hab's ja auch in beiden posts erwähnt, dass die förderung hierzulande komplett falsch angegangen wird
zerstörung vorhandener stärken und neuaufbau an anderer stellen machen eben keinen sinn
habe auch erwähnt, dass wir unseren eigenen weg finden müssen
die usa sollten nicht nur in der bildungspolitik nicht als vorbild herhalten aber im gegensatz zu deutschland gibt es dort so etwas wenigstens in größerem maßstab

die kleinen klassen werden auch erst im kurssystem wirklich interessant, 29 halte ich aber auch vorher als viel zu goß
ich hab selber beides erlebt, einen englisch lk mit 20 mann und einen chemie lk mit 10 - ein unterschied wie tag und nacht kann ich nur sagen

Wintermute
07.02.2004, 21:39
Wir waren im Englisch LK am Ende nur noch 7 von Anfangs 15 Leuten. Die 8 fehlenden sind zwischen der 11. und 13. Klasse auf der Strecke geblieben. :eek: :(

cpt.nemo
11.02.2004, 13:03
Reizüberflutung.

Parwez
11.02.2004, 13:58
Was bitte meinst du mit reizüberflutung? etwas ausführlicher wäre nett ;)

Wintermute
11.02.2004, 14:40
Ich glaub er meint einfach das es zu viel interessantes, uninteressantes, schönes, wichtiges, unwichtiges, multimediales, langweiliges, etc. etc. etc. gibt was ständig auf die Leute einhämmert. :)

bitfunker
11.02.2004, 14:58
Vorwort: Ich habe mir lange überlegt, ob ich in diesen Thread einsteigen soll. Warum? Weil ich mich quasi als Experten für solche Fragen ansehen kann.
Ich bin Diplom-Pädagoge, arbeite bei einem Bildungsträger und betreue zur Zeit eine Berufsvorbereitungsmaßnahme mit 30 Teilnehmern.
Kurz gesagt, bei mir sitzten diejenigen, die entweder mit einem schlechten Hauptschulabschluß oder gar ohne Abschluß aus unserem Bildungssystem entlassen wurden und nun keine Ausbildungsstelle finden.
Im postiven Sinne muß ich sagen, dass die meisten von ihnen durchaus den theoretischen Willen haben, noch etwas aus sich zu machen - wenn sich das auch nicht immer in der Praxis äußert.
Aber es ist schon wirklich schockierend, wenn ich sehe, mit welchen Kenntnissen und Fähigkeiten heute ein Hauptschulabschluß zu erreichen ist. Primitive Grundfähigkeiten, die man zu meiner Schulzeit (1982-1996) in den ersten zwei Grundschulklassen(!) erlernt hat (1x1 bis 20, Lesen, Schreiben), sind häufig kaum vorhanden.
Logisches Denken scheint einigen genau so unmöglich zu sein wie die kontinuierliche Konzentration auf eine Aufgabenstellung. Kreativität im gestalterischen Sinne ist selten.
Das Sozialverhalten bewegt sich in einigen Fällen auf indiskutablem Niveau.
Jetzt werden sich manche Denken, dass ich nur frustriert bin und hier über meine Teilnehmer herziehen will. Falsch!
Soziologisch betrachtet, haben in dieser Reihenfolge folgende Faktoren den stärksten Einfluß auf die Entwicklung in der Kindheit und Jugend: Familie, Peer-Group (grob übersetzt Freundes- und Bekanntenkreis, enge Nachbarschaft), Schule. Die Medien stehen allerdings schon an vierter Stelle; zu Zeiten von Antennen-TV und Plattenspieler fand man sie noch fast unberücksichtigt unter "ferner liefen".
Ich vertrete grundsätzlich die in Pädagogenkreisen wenig gern gesehene Meinung, dass ein gesunder 16-Jähriger fähig sein sollte, sein Leben und die damit verbundenen Aufgaben und Schwierigkeit selbst zu organisieren - nicht unbedingt zu lösen, sondern dafür zu sorgen, dass er bei Bedarf die Unterstützung bekommt, die er benötigt.
Doch diese "Lebenskompetenz" wird immer weniger gefördert. Ein defektes Elternhaus, eine Schule, in der man nur seinesgleichen trifft und kaum gefordert wird, eine Freizeitgestaltung, die sich aus Fernsehen, Abhängen und dem Konsum div. Rauschmittel von Alk bis Xtasy zusammensetzt - wo soll man da noch Leben lernen.
Ich finde es gar nicht mal sooo schlimm, wenn jemand mit sechzehn Jahren keine Dreisatz rechen oder eine fehlerfreie Bewerbung schreiben kann - die offensichtlichen Mängel in den sozialen Kompetenzen überlagern diese Lücken bei weitem. Eigenverantwortlichkeit, Inititative und vor allem Kenntnisse über "sich selbst" können durch den besten Bildungsstand nicht aufgewogen werden!

Toaster
11.02.2004, 15:23
Was ich komisch finde, ist das ich ohne intaktes Elternhaus (Scheidung, nur bei der Mutter die arbeiten musste) aufgewachsen bin, ich aber nicht so abgestürzt bin wie die heutige Jugend.

Gut ich habe auch nur einen Hauptschulabschluß mit Quali, arbeite aber mittlerweile als Programmierer. Also rein am Schulabschluß kann es nicht liegen.

Was mir letztes Jahr im Urlaub aufgefallen ist (ich war da mit 2 14 Jährigen Mädels im Ferienhaus) wenn wir dann Trivial Pursuit gespielt haben (Kinder und Erwachsenenversion) hatten die keinerlei Allgemeinbildung. Englisch ist so gut wie nicht vorhanden. Mathe was ist das, die freuen sich sogar wenn sie nur eine 5 bekommen haben, in der Schulaufgabe.

Aber beide hatten das neueste Handy usw.

Dabei war auch noch ein 11 jähriger Bruder, bei dem mir die Eltern erzählt haben, er habe so große Probleme mit dem lesen. Und was denkt ihr geben ihm seine Eltern zum lesen? Mickey Mouse, Donald Duck und Fix u. Foxi. Auserdem habe ich den kleinen eigentlich nie ohne Gameboy gesehen. Wo da wohl die Leseschwäche herkommt?

Manieren waren sowohl bei den 14 jährigen und dem 11 Jährigen eigentlich nicht vorhanden.

Auserdem ist die Familie in der glücklichen Lage das nur ein Elternteil arbeiten muß, also wären die Kindern immer "behütet".

Was mich dann aber fast am meißten geschockt hat war als sie von einer "coolen" Aktion eines Kumpels erzählten, der Typ hat im öffentlichen Freibad ein Lagerfeuer gemacht!

Habe mich dann mal mit einer bekannten Lehrerin unterhalten, wie es so in der Schule abgeht. Sie erzählte mir dann, das sie eigentlich keine Möglichkeit mehr zur Bestrafung hat, denn wenn sie einem Nachsitzen gibt weil er was "cooles" gemacht hat, dann wollen alle cool sein und stellen auch was an, und sie hat dann im Nachsitzen sozusagen die "Elite".

Das war erstmal mein Einwurf zu dem Thema.

Daria
11.02.2004, 15:57
Hmm zu diesem Thema kann ich auch mal meine Meinung kundtun, die wird aber wahrscheinlich wenig Leuten passen hier :rolleyes

Nun denn, ich sehe die momentane Situation genauso wie die meisten anderen hier. Ich habe zwar nicht in so direkter Weise mit der heutigen "Jugend" zu tun (selber bin ich 22) wie z.b. b-runner, aber jemandem der nicht voellig blind durch die Weltgeschichte laeufft dem sollte schon auffallen das sich gewisse negativ Verhaltensmuster momentan ziemlich breit machen und auch altersmaessig immer weiter nach unten schieben. Ich bin mir des Arguments das aeltere Generationen die Jugend nicht wirklich verstehen durchaus bewusst. Ich glaube auch das der "Generationenkonflikt" etwas normales ist und durchaus immer wieder auftritt. Mal z.b. was meine eigenen Eltern mir oft erzaehlten, als zu ihrer Zeit die Beatles neu waren wurde das von der damaligen Generation auch als Affenmusik abgetan. Das Schema wiederholt sich, und ich denke das was zählt ist was hinterher aus der Person wird. Da sind wir aber auch schon am Knackpunkt: So wie ich das beurteile sieht das bei der momentanen Generation 12-18 teilweise zappenduster mit Zukunftsperspektive aus. Und dann ist der Punkt erreicht wo man es nicht mehr auf die normalen Probleme zwischen unterschiedlichen Generationen abschieben kann.

Soweit meine Beobachtung....meine persoenliche Einstellung ist allerdings eine etwas andere. Mir ist es ehrlich gesagt voellig egal ob die Kiddies ab 14 aufwärts ihre Zukunft ins Klo spülen...ab dem Alter kann ein mindestmass an Hirn vorrausgesetzt werden und wenn jemand nicht gewillt ist das einzusetzten dann bitte schön. Ausserdem entlastet das Leute die etwas leisten können/wollen immerhin von lästiger Konkurrenz. Die gesamte "cool"-generation wird irgendwann gegen eine harte Mauer die sich Realität nennt laufen. An dem Punkt wird es aber für die meisten zu spät sein....immerhin können sie dann noch als billige arbeitskräfte in der nächsten Fabrik eingesetzt werden.

Toaster
11.02.2004, 16:17
....immerhin können sie dann noch als billige arbeitskräfte in der nächsten Fabrik eingesetzt werden.

Wenn dem so wäre, Audi in Ingolstadt stellt mittlerweile Techniker ans Band weil sich so viele bewerben.

Ich finde einen Teilshuld sollte man auch der "neuen" Hip Hop Kultur anhaften, da wird den Teenies doch gezeigt wie man zu sein hat. Bsp. dieser komische 50cent, der wird von Eminem und noch so einem Hip Hopper hochgepusht und kann eigentlich nichts außer Chica´s rumschieben und fette (2Fast 2Furios mäßige) Autos fahren (2Fast 2Furios - sehe ich übrigends auch mehr als schlechtes Beispiel als als Unterhaltung). Soweit ich das mitbekommen habe hat dieser 50cent auch schon eine gute Menge an Einträge in seiner Strafakte.

Aber ohne dass ist man ja eh nicht mehr "cool".

Jirko
11.02.2004, 17:02
Unterhaltend fand ich 2Fast & 2 Furios eigentlich auch, aber ich weiß, wann der Film zu Ende ist. Erschreckend finde ich aber, wenn einige Jugendliche so auf ihre Actionfilme etc fixiert sind, dass Lesen gar nicht mehr drin ist. Wenn dann (dem liegt ein aktuelles Beispiel zu Grunde) in der Schulklasse Bücher gelesen werden, und sich alle nur darüber auslassen, wie langweilig das war und dass sie gar keinen Sinn darin sahen, dann frage ich mich doch wirklich, ob noch eigene Fantasie in den Köpfen vorhanden ist.

Die von b-runner benannten Sachen kann ich auch nur bestätigen. Ich weiß, was für Schüler aus meiner Grundschulklasse auf die Hauptschule gingen. Das sind genau jene, die unterm Tisch saßen, sich zusammenkauerten und nix peilten. Oder sie verhielten sich nach Schwarzenegger Manier und schlugen lieber einmal mehr als zu wenig drauf - es könnte sich ja noch was regen. Ich sah zu dieser Zeit auch noch letzte Spuren von Bemühungen, sich zu bessern - mehr aber auch nicht.

Ich möchte jedoch nicht alle Hauptschüler oder Hauptschulabgänger in einen Topf werfen, ich kenne auch durchaus positive Beispiele (durch Toaster jetzt eines mehr..) - die Regel sieht aber leider trüber aus.

Daria kann ich bis zu einem bestimmten Punkt verstehen. Ich bin aber eher der Typ, der versucht, noch irgendwo zu helfen. Allerdings könnte man hier auch oft verzweifeln...

bitfunker
11.02.2004, 18:42
Mir ist es ehrlich gesagt voellig egal ob die Kiddies ab 14 aufwärts ihre Zukunft ins Klo spülen...ab dem Alter kann ein mindestmass an Hirn vorrausgesetzt werden Knackpunkt eins: Leider ebven nicht, denn viel haben es nie gelernt, ihr Hirn einzusetzen. Wer von seiner Umwelt nicht gefordert wird, soindern sich mit einer einfahen Denkstruktur durchs Leben bewegt, kann nicht richtig denken.
Ich finde einen Teilshuld sollte man auch der "neuen" Hip Hop Kultur anhaften, Knackpunkt zwei (*klugschei**): Eine Musikkultur, die die Jugend stark beeinflußte, gab es schon immer und die negativen Auswirkungen einer solchen sind auch nichts neues. Lediglich die 80er waren so gesehen etwas ruhiger, da die extremeren Strömungen wie Punk, Anfänge von Gothic u.ä. nur einzelne Subkulturen berührten, die breite Masse dagegen recht ruhig war. Der Großteil der Jugendlichen nimmt außerdem aus der "HipHop"-Kultur außer antrainierter "Coolness" und imho(!) bescheuerten Klamotten wenig mit. Liedtexte verstehen können die meisten eh nicht und darüber nachdenken/hinterfragen erst recht nicht.
dann frage ich mich doch wirklich, ob noch eigene Fantasie in den Köpfen vorhanden ist. Meist nicht! Es gibt bei den meisten drei Wünsche: Handy, Auto und eine repäsentative, meist gegengeschlechtliche Begleitung. Fragen wie : "Was willst Du mal werden?", Wie stellst Du Dir Deine Zukunft vor?" oder "Was würdest Du gerne mit einem freien Tag anfangen?" bleiben häufig ohne Antwort. Träume und Wunschvorstellungen werdn durch Materialismus und Statussysmbole ersetzt. Ein(e) Freund/-in ist bisweilen keine emotionale Beziehung, sondern eine Figur, die den eigenen Status erhöht. Man könnte so sarkastisch werden, dass drei Handys so gut sind wie eine "Begleitperson".

porn()pole
11.02.2004, 18:59
Hab mal gehört, das es bald einen sog. Fahrradführerschein geben soll...

Ich hab ne viel bessere Idee:

Wie wär's mit einem "IchDarfEinKindZeugenUndErziehen"-Schein?
Da liegt doch das Grundproblem, irgendwelche Geistigen Nebelbänke setzen Kinder in die Welt und (diese Kinder müssen ja nicht wirklich doof geboren werden!) wissen einfach nicht, welche Werte man der Jugend vermitteln muss!

Das Problem ist halt, dass man niemandem verbieten kann, ein Kind zu zeugen (siehe China... das wollen wir ja auch nicht wirklich), aber man muss irgendwie einen Weg finden, der breiten verblödeten Masse in diesem Land klarzumachen, das es mehr dazu braucht als nen Schw*** und ne Mu****, um ein neues Leben zu schaffen...

Dies ist mein Beitrag dazu, und sollte er irgendjemandem nicht ganz passen, so möge er sich dazu äussern ... aber bitte erst nachdenken und dann schreiben...

Jirko
11.02.2004, 19:03
Die oft beschriebene Coolness halte ich als solche nicht für schlecht, nur die Interpretation dieser fällt meist in die falsche Richtung. So finde ich die Jugendlichen wirklich "stark" und "cool", die ihre eigene Meinung vertreten - und diese nicht mit Fäusten. Die, die nicht rauchen, nicht in der Masse schwimmen und nicht dem "Leithammel" einer Gruppe nachplappern, die halte ich für respektwürdig. Schade ist, dass das bei vielen anders ausgelegt wird - das Prinzip ist also nicht das Problem, nur die Interpretation. Gleiches gilt auch für die Songs. Würde man viele Inhalte wirklich so sehen, wie sie gesehen werden sollten, dann wüssten mehr über den stupiden Schwachsinn, der teilweise verzapft wird. Heutzutage komme ich mir vor, als müsste jede Clique HipHop hören, nur um sich nicht dem Gedudel der Masse unterzuordnen. Was gesungen wird, ist egal, hauptsache außergewöhnlich (=laut und taktlos - in zweifachem Sinne) und mit Wörtern, wie sie nur "tolle" Jungs aussprechen (sexistische Songs, politischer Unsinn etc...)

[edit]

Den Beitrag fand ich gar nicht so schlecht, Pornopole. Bei manchen Eltern kann man wirklich nur den Kopf schütteln - aber wer soll festlegen, welche Erziehung die richtige ist?

[edit]

linkser
11.02.2004, 19:07
@pornopole

den fahrradführerschein macht doch jeder heutzutage in der grundschule, oder? zumind. hab ich ihn da gemacht und hab nur 2 fehler gehabt :)

leuten verbieten kinder zu kriegen kann und darf man nicht. wer entscheidet denn dann ab wann man "zu blöd" ist, und wann nicht? das problem ist nicht die mangelnde intelligenz mancher jugendlicher eltern, sondern dass sie vorher nicht genug nachgedacht haben. sie haben verstand, haben ihn jedoch einfach nicht eingesetzt.
schule+eltern müssten den jugendlichen eigentlich verantwortungsgefühl und langfristige zukunftsperspektiven vermitteln, so dass diese von sich heraus verhüten. aufzwingen kann man denen ja nichts, man kann ja schlecht ne kondompflicht einführen.

porn()pole
11.02.2004, 19:25
Ich habs mal wieder zu weit getrieben ... sorry nochmal!

@olly Ich finde den Thread eigentlich nicht wirklich schön, sondern traurig!

Aber nun zurück zum Thema:

Es ist doch eigentlich ein Teufelskreis: Die Jugend von heute wird ja irgendwann mal zwangsläufig die neue Erzieher/Eltern-Generation. Eigentlich kann man da gar nichts machen, außer, es selber besser zu machen als viele andere, die scheinbar mit der Erziehung überfordert sind! Dabei ist vielleicht noch zu erwähnen, dass Lehrer in Deutschland eigentlich noch so unfähig im Alter werden können und trotzdem weiter unterrichten, weil sie als Beamte nicht gekickt werden dürfen/können. An meiner ehemaligen Schule unterrichtete mich in der Oberstufe eine Frau, die (was allg. bekannt war) geisteskrank war. Eigentlich eine nette, liebe Dame, aber halt völlig ungeeignet, um der "zukünftigen Elite" Politik nahe zu bringen...

Und das ist sicher kein Einzelfall!

MoF
11.02.2004, 20:03
Höchstinteressanter und trauriger Thread.
Dass die Schulnoten nicht wirklich dem geistigen Niveau der Schüler entsprechen muss ich alle 6 Monate mit Erschrecken aufs neue erkennen... (Freitag das letzte mal!!! :) )
Die Sozialkompetenz ist wirklich unter aller Sau und auch ein wichtiger Aspekt in dieser Problematik.
Is wahrscheinlich ein Ausnahmefall, aber neulich sah ich im Fernsehen, dass das Jugendamt einem Elternpaar das Sorgerecht entzogen haben, weil die Eltern zu dumm seien, die Kinder zu erziehen ^^

Haike
12.02.2004, 04:37
Ich komme aus einer sehr ländlichen Gegend und als ich noch klein war (bin jetzt 20), da haben wir uns im Sommer immer mit allen Nachbarkindern getroffen und draußen gespielt. Jeden Abend Pottball oder Räuber und Gendarm oder irgendwas anderes. Da haben wir noch Bretterhütten im Wald gebaut, Fahrradralleys veranstalltet, sind Schwimmen gegangen, uvm. Im Winter sind wir immer zusammen Schlittschuhlaufen, Schlittenfahren oder Eishokeyspielen gegangen. Da gab es kaum einen Tag, wo man mal nicht mit irgendwelchen Schrammen oder einem aufgeschlagenen Knie oder auch nur halbwegs sauber nach Hause gekommen ist. Da haben die älteren Kinder auf die jüngeren aufgepasst und die jüngeren hatten noch richtig respekt vor den älteren. So haben wir spielend soziales Verhalten gelernt und hatten so richtig Spaß dabei.

Geht man Heute mal durch die Straßen sieht man kaum ein Kind irgendwo rumlaufen. Doch schaut man mal in die Häuser, so sieht man fast überall einen laufenden Ferseher, eine Playstation, einen Computer oder ähnliches. Da ist es klar, dass die Jugend kein soziales Verhalten lernt.

Als ich noch Jung war, da hatten wir hier genau 3 Fernsehprogramme (ARD, ZDF, N3). Das einzige, was ich da regelmäßig geschaut habe war Sesamstraße, Sendung mit der Maus und Sandmännchen. Und vielleicht mal zwischendurch 'nen Cartoon wie Tom und Jerry, Lucky Luke oder Pink Panther, das wars.
Sieht man sich mal heutige Cartoons an (z.B. Nachmittags auch Kabel1) merkt man schnell, dass das eigentlich nur geistiger Dünnpfiff ist. Dazwischen immer diese Werbespotts von wegen: "Kauf dies, sonst bist du nicht cool und keiner mag dich." Und sowas wird dann Kindern vorgesetzt. Und die Eltern lassen ihre Kinder sowas auch noch gucken. Wenn schönes Wetter war hat meine Mutter mich immer quasi aus dem Haus geschmissen :)

Toaster
12.02.2004, 09:31
@ Haike

kommt mir bekannt vor, war bei mir nicht anders. Wir hatten zwar auch einen C64, aber da saßen wir meißtens mit ein paar Leuten davor wenn das Wetter schlecht war. Heute geht die Jugend ja nur noch raus wenn sie daheim nicht rauchen dürfen ;)

porn()pole
12.02.2004, 11:24
Jo, da kann ich auch noch was dazu beitragen:

Meine Eltern haben sich in ner Baugemeinschaft ein Haus gebaut, mit Eigentumswohnungen. Der Plan sieht in dem Neubauviertel vor, dass man den Hof, der dann öffentlich zugänglich ist, gestaltet werden soll. Jetzt kommt mir da so ne Öko-Kuh daher und möchte eine Wasserpumpe haben, damit ihre Kinder was zum spielen haben... Worin das endet, kann ich euch sagen: Tonnenweise Wasser wird verschwendet, weil die Kinder einfach NULL Fantastie haben, um sich einfach auf einer ganz normalen Wiese zu beschäftigen...

Hab damals mit meiner großen Schwester, meinen Kumpels, ihren Freundinnen immer nen "Zirkus" einstudiert, den wir dann eben auf dem Rasen hinterm Haus aufgeführt haben... Sämtliche Spaziergänger hatten ihren Spass und wir immer genug Süssigkeiten... :D

Yeah, das waren noch Zeiten!

/Edit sorry die Änderungen (rot) konnte ich mir nicht verkneifen, Gruß Toaster edit/

Morgoth
12.02.2004, 11:43
Kinder, vor allem die jüngsten, haben nach meiner Beobachtung auch nicht mehr so viel Freizeit wie früher. Und da tragen die Eltern mit Schuld dran.
Beispiel (ist wirklich passiert): Mutter A fragt Mutter B: "Kann mein Sohn am Freitag zu euch kommen?" - B:"Moment, da muss ich erstmal in den Terminkalender schauen ob mein Sohn da frei hat."

:watt Terminkalender? Für ein Kind? Da läuft irgendwas falsch. Vor allem, wenn der Terminkalender dermaßen voll ist, dass es überhaupt keine Zeit mehr hat.

Gruß
Morgoth

Mr.Zweig
12.02.2004, 11:50
hip hop und andere randgruppen, und der glaube an schwachsinnige kulturformen, die meiner meinung nach in deutschland nichts zu suchen haben!

Toaster
12.02.2004, 11:59
@Mr.Zweig

Antwortest du immer mal so allgemein auf den Threadtitle oder beziehst du dich auch auf vorhergehende Antworten?

Es ist ja eine Diskussion und keine reine Sammlung von Gründen.

Gruß

Toaster

porn()pole
12.02.2004, 12:06
Jo, Mr.Zweig, mich würde mal interessieren, was du unter HipHop-Kultur verstehst...

hab da auch so meine Definitionsprobleme....

Wintermute
12.02.2004, 12:08
Knackpunkt eins: Leider ebven nicht, denn viel haben es nie gelernt, ihr Hirn einzusetzen. Wer von seiner Umwelt nicht gefordert wird, soindern sich mit einer einfahen Denkstruktur durchs Leben bewegt, kann nicht richtig denken.
gez
Knackpunkt zwei (*klugschei**): Eine Musikkultur, die die Jugend stark beeinflußte, gab es schon immer und die negativen Auswirkungen einer solchen sind auch nichts neues. [...] Der Großteil der Jugendlichen nimmt außerdem aus der "HipHop"-Kultur außer antrainierter "Coolness" und imho(!) bescheuerten Klamotten wenig mit. Liedtexte verstehen können die meisten eh nicht und darüber nachdenken/hinterfragen erst recht nicht.


Das sind imho 2 seeehr gute statements. Aber ein wenig muß man die Jugend auch in Schutz nehmen. Sie wird von allen Seiten mit Einflüssen aller Art bombardiert. Wie soll man sich in dieser Situation anfangen zu orientieren? Werbung ist allgegenwärtig ( in allem Formen und Facetten ) und der Leistungsdruck ist enorm . Und damit meine ich nicht unsere miserablen Schulen sondern eher die Anforderungen die den jungen Leuten oft auf den Weg gegeben werden ( bewußt und unbewußt ). Z.b. "ohne Abi hast du keine Chance" oder "schlechter Studienabschluß und du kannst Sammeln gehen" findet man über ganze Netz verstreut und auch oft von Eltern/Freunden wiedergegeben. Das einige daraufhin auf eine "Scheißegal-Haltung" wechseln ist auch irgendwo verständlich. :(

Natürlich kann man in diesem Zuge auch über Erziehung und Freundeskreis reden. Wenn die einzigen Form der Kommunikation über SMS Smalltalk und dem Gespräch über die neuesten Handys besteht kann sich natürlich kein kommunikativ starker Charakter entwickenln ( @brunners 1. Statement )
Zwingen kann man aber auch niemanden. Es muß ( imho! ) von Kind auf gefördert und nicht erzwungen werden. Ich kenne jemanden der wurde immer zum lesen gezwungen damit er später auch "schön lesen kann". Seit dem Ende der mütterlichen Einflußmöglichkeiten hat dieser Mensch kein einziges Buch mehr in die Hand genommen ( klar, war ja auch in der Vergangenheit reine Schikane und kein Spaß für ihn ).
Bewiesenermaßen ( fragt mich jetzt aber bitte nicht nach der Quelle ;) ) werden durch intensives ( nicht auf die Dauer sondern eher auf die Konzentration bezogen ) lesen in frühen Jahren verknüpfungen im Gehirn entwickelt ( Soft- wie Hardware ;) ) die es fördern aus geschriebenem Text Bilder entstehen zu lassen. Also in gewissermaßen die Vorstellungskraft fördern. Klingt auch sehr plausibel, weil wer statt Bildern nur reine Information aus einem Buch extrahieren kann wird schwerlich Spaß daran finden.
Im Gegensatz zu Büchern ist die visuelle Medienwelt sehr schnell und einfach, dadurch aber auch flacher und einseitiger. Man muß den "Wert" von Büchern ja erst vermittlet bekommen haben und sie schätzen lernen, sonst wird man immer den "einfachen" Fernseher einem "schweren" Buch vorziehen.

Aber jetzt komm ich mal lieber zu einem Ende, sonst schreibe ich wieder ewig. Kleiner Schluß und eine Mutmaßung:
Ich denke das die "heutige Jugend" eher ein Produkt ihres Umfeldes und der Erziehung in Elernhaus und vor allem Schule/Kindegarten ist und deswegen sich nicht darum schert ob sie nun die "coolen" Hiphoptexte verstehen oder nicht bzw. sie nicht lesen/schreiben können. Das baut alles aufeinander auf. Wer nicht gescheit lesen und schreiben kann wird sich kaum ein Buch kaufen, wer keine Bücher liest ist auf andere Medien angewiesen. Leider ist konzentrierte Information kaum anders zugänglich, ....... und so gehts weiter. :(
Endstation: hirnloser Viva-junkie mit 50 Freunden und Kollegen aber in Wahrheit doch allein.

Dieses Beispiel ist auch auf andere Lebensbereiche reflektierbar und muß nicht an den Büchern enden ( s.a.: Sozialkompetenz, etc. ).

btw:
falls ich mich irgendwo vertippt habe: Sorry! Sitze beim arbeiten und habe das schnell runtergetippt und habe keine Zeit es zu korrigieren. :) Gnade!

Mr.Zweig
12.02.2004, 14:23
@toaster und pornopole

ich beziehe mich hier auf die überschrift und denke das ein großteil der sog. verdummung der deutschen jugend auf medien und soziale randgruppen zurück zu führen ist! ich bezieh mich da auf die "mtv hip hop" kultur die meiner meinung nach in deutschland eher wenig zu suchen hat.

Der einfluss des sog. "gangster hip hops" der auch von vielen als lebenseinstellung missbraucht wird ist in deutschland sehr deutlich zu erkennen
und wird auch hauptsächlich von ausländischen/gesellschaftlich nicht integrationsfähigen menschen benutzt, die sich anscheinend für eine unterdrückte minderheit halten und sich dadurch profilieren wollen, was natürlich kompletter unsinn ist, aber ein fakt, der nicht bestritten werden kann!

ich denke aber das es in vielen sozial schwachen regionen der fall ist,
dass schüler, auch durch falsche erziehung und/oder schlechtes umfeld eine art verweigerungshaltung und eine rebellische anti haltung gegenüber der schule/ihrem lernverhalten einnehmen, was die dazugehörigkeit einer solchen randgruppe (sei es hip hop, aber auch jede andere) natürlich noch steigert und dabei leider unangenehm auffällt!

porn()pole
12.02.2004, 14:42
Volltreffer! Dem kann ich nur zustimmen...

Ich als Ausländer kann mir wohl erlauben zu sagen, dass viele Ausländer nicht bereit sind, sich zu integrieren und wohl leider das Hauptproblem darstellen, was die "Verdummung" der Jugend angeht... Sorry, Leute, das ist NULL rassistisch gemeint, aber leider werdet ihr, wenn ihr mit offenen Augen über nen Hauptschulhof geht, genau das selbe feststellen können...

Daher kann ich auch die zunehmenden rassistischen Tendenzen in Deutschland voll und ganz nachvollziehen, nur leider trifft es meist die Falschen!

Wieso können sich die dummen Naziköpfe und die PseudoSuperGangstaRapper nicht gegenseitig die Köppe einschlagen? Dann wären wir wohl die meisten gesellschaftlichen Probleme los...

Nochmals, um Missverständnisse zu vermeiden:

Ich bin selber Ausländer und hatte selbst mit Rechten noch nie solche Probleme wie mit den "-hastdueinproblem- als einzigsten deutschen satz im vokabular besitzenden"- Superhelden ...

Jirko
12.02.2004, 16:43
Wenn man die vielen berechtigten Gründe hier liest, könnte ich fast an ein Wunder denken, wie normal ich noch bin. Wenn Soziales Umfeld, Bildungspolitik, Medienpolitik, Werteverhalten etc. so negativ auf die Jugend eindrischen, was soll da auch anderes heraus kommen? Wenn sich dieser Teufelskreis weiter dreht, dann sehe ich wirklich schwarz.

Hier wurde schon einige Male über Ausländer und ihre Position in diesem Abriss, den ich mal als Zusammenfassung der Jugend bezeichne, gesprochen. Auch ich habe schon negative Erfahrungen mit Ausländern hinter mir - aber auch positive. Das Problem an dieser Einschätzung ist, dass negative Ereignisse sich sehr viel deutlicher im Gedächtnis verankern als positive. (Ein abgezogenes Handy schmerzt mehr als ein humorvolles Gespräch mit dem Dönermann - das Anpöbeln bleibt in Erinnerung, der freundliche russische Taxifahrer nicht...) Das fiele mir als teilweise Entkräftigung dieser "Ausländer tragen nicht unerheblich bei.." Texte ein. Ich möchte aber auch keineswegs leugnen, dass Ausländer ebenso bescheuert sein können, wie die Deutschen. Jedes Land hat seine Sitten - und manche Sitte sollte lieber dort bleiben, wo sie geprägt wurde... Man sollte nur nicht alles auf sie abwälzen, ohne den Stützpfeiler "Ausländer" funktioniert jedoch das Gerüst der Verdummung auch nicht...

porn()pole
12.02.2004, 16:46
dass negative Ereignisse sich sehr viel deutlicher im Gedächtnis verankern als positive. (Ein abgezogenes Handy schmerzt mehr als ein humorvolles Gespräch mit dem Dönermann - das Anpöbeln bleibt in Erinnerung, der freundliche russische Taxifahrer nicht...)

Sehr stark, hätte ich nicht besser ausdrücken können...

Da häsch deinen Punkt... :)

Pole
12.02.2004, 23:20
ich glaube das das daran liegt das der Umgang der "Jugendlichen" schlechter geworden ist als damals damals hat man z.b. als 12 jährige nicht ans rauchen gedacht!ich kenne 10 jährige die am Raucher oder Kiffen sind sowas finde ich total bescheuert.Irgendwas muss ja bei der Erziehung der eltern schief gelaufen sein.

IntelOut
13.02.2004, 03:28
Muß Euch da mal zustimmen, da ich auch von der alten Garde bin, mich aber noch gut an meine Kindheit erinnere.
Den meisten Kindern / Jugendlichen heute, fehlt doch eine gute Kinderstube oder eine vernünftige Erziehung - und zum Teil hängt es doch auch stark von unserer Regierung und Sozialstruktur ab. Heute hat die Jugend doch kaum noch Zukunftsperspektiven weil es mit der Arbeit und Ausbildung immer schlechter wird, Jugendheime aufgrund mangelnder Gelder geschlossen werden, und die Lebenshaltungskosten immer weiter steigen.
Außerdem ist die Jugend von heute verwöhnt über beide Ohren ...
Wr waren froh, wenn wir mal 20 oder 50 Pfennig für nen Eis bekamen, heute müßen es gleich 5 Euro sein oder mehr ...
Zu meiner Zeit gab es keine Drogen in der Schule oder das man mit Messer oder Knarre dort aufmarschiert ist, und sowas wie: Du mußt Markenklamotten tragen um wer zu sein, kannten wir auch nicht.
Stimmt schon ... heute hat der Großteil nen PC oder Playstation zuhause oder läßt sich von der Glotze verdummen, an der Schule herrscht die Rohe Gewalt und Schülerinnen werden schon mit 14 Mutter ...

Manchmal glaub ich echt, im falschen Film zu sein ...
Aber es ist zu verstehen, wenn die Vorbilder fehlen und die Jugend dann auf solche Popgrößen wie Michael Jackson abfahren und glauben er sei unschuldig.
Robby Williams hat ja seine Sprüche über einige Prominente losgelassen, als er eigentlich seinen neuen Film vorstellen sollte. Er hat sie richtig durch den Kakao gezogen, auf wunderbahre komische Art und Weise ...
... auch M. Jackson: Jackson: "... was kann ich dafür, wenn die Kids einfach geblieben sind und nicht gehen wollten? ... "
Auch wir haben Räuber und Gendarm gespielt, Bretterbuden gebaut im Wald, kleine Stauwehre gebaut an Wasserläufen oder ähnliche Dinge.
Heute ist doch schon fast alles zubetoniert oder man bekommt die Jugend nur noch in die Disco oder Kneipe, wenn sie nicht gerade nen Action Film in der Glotze gucken oder nen brutales Game zocken ...

porn()pole
13.02.2004, 09:27
ich glaube das das daran liegt das der Umgang der "Jugendlichen" schlechter geworden ist als damals damals hat man z.b. als 12 jährige nicht ans rauchen gedacht!ich kenne 10 jährige die am Raucher oder Kiffen sind sowas finde ich total bescheuert.Irgendwas muss ja bei der Erziehung der eltern schief gelaufen sein.

Ja wie, man hat damals nicht geraucht?

Und wie! Kippe vom Vadda klauen, mit den Kumpels im Wald verstecken und BRUTAL erwachsen die Kippe "geraucht" ... dann ne Runde husten, dass der Wald bebte und schon war das Abenteuer Rauchen erstmal für ein paar Monate gegessen...
Tja, und wisst ihr, wie man Kindern Alkohol unschmackhaft macht? Ich sags euch: Man gibt ihnen, wenn sie ca. 6-10 Jahre alt sind (also noch unbedingt VOR der Pubertät) mal nen ordentlichen Schluck Bier zu trinken... Bei mir hats gewirkt, mir hats erst mit 17 richtig angefangen zu schmecken! :)

Parwez
13.02.2004, 09:59
@IntelOut
das war Robin Williams (Mrs Doubtfire, the rainman, hook, good morning vietnam, etc.), nicht zu verwechseln mit dem sänger robbie williams ;)

aber die performance bei der pk war schon erste sahne :D

MoF
13.02.2004, 12:15
Was mir mal grade noch zum Thema "Sein-begrenzt-begabtes-Kind-aufs-Gymnasium-schicken" einfällt: Das hat nämlich den Vorteil, dass das Kind in eine halbwegs vernünftiges Umfeld gerät, wo schulische Leistungen noch was zählen, was wiederum die Leute motiviert, was dafür zu tun und keine Null-Bock-Haltung aufkommen lässt, sondern eine vernünftige Sozialkompetenz vermittelt. Ausnahmen gibts es sicherlich, aber solche "obercoolen" Typen sind dann meistens selber außenseiter und "infizieren" weniger Mitschüler mit ihre Anti-Haltung.
Ich kann da jetzt nur aus meiner Erfahrung vom Gymnasium sprechen, aber man sieht/hört ja immer wieder, wie es anderswo zugehen muss....

Parwez
13.02.2004, 12:23
lol, ne, das ist gerade schädlich.
wenn du ein kind in eine es überfordernde umgebung steckst wird es dicht machen.
was soll denn das für eine motivation sein, wenn das kind bis zum erbrechen lernt und sieht wie seineklassenkameraden ohne große anstrengung viel bessere noten bekommen?
lieber auf eine dem leistungsvermögen entsprechende schule und dann weitersehn ob man mehr schafft, hab genug bekannte bei denen das gefruchtet hat, kenne hingegen keinen, der durch den "ansporn"am gymnasium zu sein mehr geschafft hat als es ihm von haus aus möglich war

MoF
13.02.2004, 13:29
Das is von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Es gibt durchaus Leute die sich da durchbeißen und dabei lernen, dass man durch arbeit was erreichen kann.
Aber primär ging es mir eh um den Umgang mit anderen Menschen, den ich mir am Gymnasium besser vorstelle als zB. an einer Hauptschule, aber wie gesagt, dass sind nur so beobachtungen von meiner Schule.

Pole
13.02.2004, 13:35
@Pornopole bei mir mit 16!ok damals haben sie aber nur eine gehabt jetzt ist das aber das normalste das 12 jährige rauchen!

Jirko
13.02.2004, 16:22
Ich würde auch nicht empfehlen, jemanden ans Gymnasium zu schicken, nur um ihm ein eventuell besseres Umfeld zu bescheren. Denn wenn man auf diese Weise einen negativen Aspekt ausschaltet, so setzt man die Person doch gleich mehreren anderen aus.

Des Weiteren heißt die Alternative zum Gymnasium ja nicht zwangsweise Hauptschule. Real - oder Gesamtschulen gibt es ja immernoch. Man muss das Ganze halt spezifisch für jedes Kind in Betracht ziehen, pauschal kann man hier glaube ich kaum Richtwerte festlegen.

neo-bahamuth
07.03.2004, 16:30
Jo die heutige Jugend sit wesentlich respektloser als noch zu meiner Zeit. Als ich in der 5ten Klasse am Gymnasium war, hätt ich mich nie getraut jmd. aus der Oberstufe dumm anzumachen. Kaum bin ich selber über die 10. Klasse hinaus werde ich von Schülern der Unterstufe blöd angemacht, jeden Satz mit Ey Alter beginnend...

Schuldig sind wohl zum Großteil Eltern und Gesellschaft. Wenn ich früher Mist gebaut hab hab ich von meinem Vater noch den Hintern versohlt bekommen. Ab 12 bekam ich dann nen PC mit Internet der hat mich dann weiterhin erzogen. Bin nun bald 22 und bei mir wars zum Glück noch nicht zu spät. Ganz normale Jugend halt, mit 15 den ersten Alkoholrausch (inzwischen trink ich abgesehn von ab und an nem Weißbier) nix mehr dazu rauch ich ab und an ne Zigarillo (najo wen Weißbier und Zigarillos süchtig machen der muss schon nen harten Gaumen haben :D ).

Nun schau ich mir meine jüngeren Brüder an: Rauchen und Alk mit 12, erste polizeiliche Anklage mit 16 wegen Schlägerein jetzt wird auch noch gekifft, einer ist noch nichma 16. Meinen Eltern ist das schnurz, irgendwie hat es mein VAter versäumt die auch zu versohlen nun schaun sie lieber weg so nach dem Motto: Ja ich weiß dass alle seiner Kumpels rauchen aber unser Sohn doch nicht" auch wenn es mehr als offensichtlich ist.

Zum Glück würde es meiner Freundin gefallen wenn ich nach meinem Studium den Hausmann spiele und sie das Geld verdient. Wenn meine Kinder einmal wie meine Brüder würden würde ich das nicht verkraften glaub ich. Kein Sport, nur Rauchen vorm PC sitzen und abends Saufen.

Aber unsere Gesellschaft ist nicht besser. Die Welle der Massenverdummung durch die Medien findet vor allem in den Jugendlichen perfekte Opfer. Sie lenkt sie von den Problemen der Realität ab und erstickt jeden Versuch den eigenen Verstand zu benutzen.
Dazu kommen Zigaratten und Alkohol, vor allem diese dummen Alcopops.
Das gute alte Brot und Spiele Konzept, solange die Menschen was zu Fressen haben und auf niederstem Niveau unterhalten werden stellen sie keine Fragen. Eine andere Form der Sklaverei.

Tod
07.03.2004, 22:06
1) Die Schule bietet immer weniger: keine gut ausgebildeten Lehrer, keine Inhalte, keine Betreuung etc.

2) Die Eltern sind meist mit sich selbst beschäftigt; die Erziehung übernimmt TV. Und wir alle wissen, wie behämmert RTL ist.

3) Schon zu den besten Zeiten, zu denen Kinder vor der Glotze hocken, anstatt von einer Hausaufgaben-Hilfe oder ähnlichem betreut zu werden, kommen Zoten-Sendungen.

4) Es werden kaum noch Bücher gelesen

5) Die Eltern sind selbst oft so blöd, daß sie den Kindern nix mehr beibringen können.

6) Seelische Vereinsamung durch fehlende Familie.

7) Bildungsniveau nicht vorhanden wegen schlechter Lehrinhalte; Schüler werden nicht gefördert und nicht gefordert.

8) Resultat: Immer weniger lernen, immer weniger Lehrer und Folge = nicht ausbildbare Jugendliche, die früher in die Sonderschule gekommen wären und nicht auf die Real- oder Hauptschule

9) Gymnasiasten sind auch nicht besser... ich kenne da Aufsätze, da stehen einem die Haare zu Berge. "Da war das anderst wie gestern." Und das in der 11. Klasse!

10) Forderung: Ganztagsschulen, mehr Lehrkräfte und Betreuer, härtere Prüfungen während der Schulzeit und während des Studiums - das Geld ist da, siehe jährliches Schwarzbuch...


Gruß,
blutrichter

Kuddel
07.03.2004, 22:19
So, dann will ich da mal was zum Thema Respekt vor den Lehrern sagen:
Wir haben Lehrer vor denen haben wir Respekt, weil sie auch uns respektieren, zu uns freundlich sind und einfach auch in der Lage sind einen ordentlichen Unterricht zu machen.
Bei uns trifft das oben genannte auf höchstens 40% der Lehrer zu, der Rest ist einfach überfordert eine Klasse von 30 Personen zu unterrichten.

Das häufigste Problem ist ja, das Lehrer nicht in der Lage sind sich durchzusetzen.
Das nutzen die Schüler natürlich aus (....ich auch.... :cool ) , aber versuche auch mal einer Klasse beizubringen, auf eine (total) unfähige Person zu hören.
Das wird niemand schaffen.

Das ist jetzt meine Meinung zu dem Thema Lehrer.

Mfg Kuddel

bitfunker
08.03.2004, 10:33
*pieks* so, jetzt habt ihr mich aber angestachelt. Ich bin zwar nur "fast Lehrer" als Diplom-Pädagoge, aber kenne mich dank Vater, Freundin, Bekanntenkreis und Arbeitskollegen recht gut in dem Thema aus.
1. Ausbildung: wer heute Lehrer werden möchte - und zwar ein "richtiger" Lehrer mit Klassenleitung, Verbeamtung, usw. - hat ein ganz gewaltiges Stück Arbeit vor sich, wenn er mit dem Abi in der Taschen an die Uni kommt.
Hürde 1: ist schon die Zulassungsbeschränkung. Je nach Uni braucht man einen ABI-Schnitt von 1.4 und besser, um überhaupt eine Studienplatz zu kriegen.
Hürde 2: Div. Klausuren und Prüfungen, deren zweifaches Nichtbestehen zur Beendigung des Studiums führen (z.B. Arithmetik-Schein, Zwischenprüfung).
Hürde 3: 1. Staatsexamen; dagegen war meine Diplom-Prüfung/-Arbeit wie ein Sommerurlaub.
Hürde 4: Referendariat/2. Staatsexamen: Der reinste Nervenkrieg. Wer das anständig überlebt (die Anzahl der Suizide ist statistisch auffällig!), hat imho seine Job spätestens dann gelernt.
2. Schulalltag: Lehrer an allgemeinbildenen Schulen sind nicht mehr das, was sie vor ca. 15 Jahren noch waren: In erster Linie Menschen, die Kindern Inhalte vermitteln, den Rest machen die Eltern. Sie haben zusätzlich noch div. Aufgaben aus dem Tätigkeitsbereich der (Sozial-)pädagogik. sie müssen einfachste soziale Kompetenzen vermitteln, Familienprobleme aufarbeiten und Lösungswege suchen, Erziehungshilfen leisten und nebenbei noch schauen, dass sie nicht von 8.-Klässlern verdroschen werden. Wer diese Aufgabe bei Klassenstärken von 30 und mehr Schülern überhaupt annimmt, hat inho von vorherein Respekt seiten der Schüler und Eltern verdient. Es heißt zwar immer so schön "Lehrer haben vormittags Recht und nachmittags frei.", aber die Realität ist eine 60 Stundenwoche.
3. Probleme: Offensichtlich! Es gibt je nach Jahrgang und Schulform zumindest genug, häufig sogar zu viele fertig ausgebildete Lehrkräfte auf dem neusten Stand der Pädagogik und Didaktik, die man auf die Schüler loslassen könnte. Das Hauptproblem ist wie immer das liebe Geld. Neue Klassen werden nur äußerts ungern gebildet, dem Land sind 4 Klassen mit je 30 Schülern anscheinend lieber als 6 mit 20, da die erste Variante kurz- und mittelfristig billiger ist. Dass man sich damit langfristig kein Geld spart, wird nicht eingesehen. aber wie schon von blutrichter gepostet, erzeugt ein qualitativ schwächeres Bildungssystem mehr Abgänger ohne Abschluß bzw. ohne ausrichende Kompetenzen, um eine Ausbildung aufnehmen zu können - und die kosten dann später um so mehr (Sozialhilfe, Berufsförderung, ...).
4. Medien als Erziehungsersatz: Leider ja. Auch wenn man Medien durchaus im erzieherischen Sinne positiv verwenden könnte, ist es schon wahr, dass speziell das Fernsehen inzwischen nicht selten einen stärken Einfluß auf die Sozialisation Jugendlicher hat, als Familie und Schule. Den "scwarzen Peter" alleine den Eltern zuzuschieben, halte ich allerdings für zu einfach, die Verantwortung müßte auch an anderen Stellen, so z.B. bei den Sendern, anerkannt werden.
So, erstmal genug, muß an die Arbeit - Jugendliche in eine Ausbildung vermitteln...

TURRICAN
08.03.2004, 11:50
Ich habe mir das alles durchgelesen und stimme dem Kern der Aussagen zu.Was mir Sorgen macht ist das die sozial Unfähigsten meisst als erstes selbst wieder Kinder bekommen.Was wollen die welche weder sozial miteinander umgehen können noch überhaupt grundlegendes Wissen haben ihren Kindern beibringen?Wird sich ein grosser Teil der Gesellschaft zurückentwickeln?Diese Leute haben ja keine andere Möglichkeit als durch Pöbeln und Schlagen auf sich aufmerksam zu machen.Etwas anderes können sie ja nicht.Wenn das so weiter geht steht uns eine düstere Zukunft bevor.

eine übernahme japanischer lehrmethoden halte ich für wenig aussichtsreich. dass dies dort überhaupt in der form möglich ist hängt im großen und ganzen mit der japanischen mentalität zusammen und würde in europa auf große anpassungsprobleme stoßen.

Natürlich wird es auf Probleme stossen.Ich halte sie aber lange nicht für so gross (Die Deutschen meckern z.B. über die Benzinpreise aber fahren immernoch die kleinsten Wege mit dem Auto.Hätte 1985 wer gesagt das Kraftstoff mal so teuer sein würde hätten viele gesagt das sie nur noch im Notfall Auto fahren würden.Dessen bin ich mir sicher.) wie das was auf uns zukommt wenn sich nichts ändert.

PS: Ich tippe kein ß sondern ss weil es praktischer Weise bei den anderen Buchstaben liegt und nicht "ausserhalb".

Wintermute
08.03.2004, 11:58
@b-runner:
Meine Schwester mußte ihr Referendariat am BVJ machen. :( Die Frau haut nun nichts mehr so leicht aus den Latschen ;)

Tod
08.03.2004, 17:55
@ b-runner

Stimmt bestimmt, was Du sagst. Als junger Lehrer ist man ja auch noch reht motiviert. Aber wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere, krieg ich die Krise. Einen größeren Haufen Schwachköpfe hab ich selten gesehen, höchstens auf nem Straßenfest oder in der Disco.
Ich möchte hier bei weitem nicht alle Lehrkräfte über einen Kamm scheren, das wäre nicht gerecht, auch ich habe exzellente Lehrer gehabt, die Ihren Beruf als Berufung verstehen. Aber die bilden die absolute Minderheit. Kann ich an einer Hand abzählen. Waren 5 bis 6 Stück von 80. Der Rest war entweder alkohol- oder zigarettenabhängig, unfähig, verwarlost, überfordert oder hatte schon vor allem resigniert.
Und in Bayern oder hier bei mir in BW stehen wir ja noch verhältnismäßig gut da, wenn man das überhaupt gut nennen kann.
Vom Staatsexamen mal nicht zu reden. Das versuche ich grade in Jura... die schlimmste Zeit meines Lebens... irgendwie. Streß pur. 1 Jahr lernen für zwei Wochen und dann Mega-Streß, 35 Stunden Klausuren und dann 3 Monate Ungewißheit. Völliger Blödsinn, total schlecht organisiertes Studium. Von Reformbedarf kann ich ein Liedchen singen!

Gruß,
blutrichter

tec-doc
22.03.2004, 04:39
Warum die nächste Generation systematisch völlig verblödet und verblendet WIRD???

Wie sonst sollte sich die etablierte "Ordnung" und das Sytem noch am Leben halten?

Bildung (nicht nur reines Wissen), Charakter, Menschlichkeit, Motivation und Selbstvertrauen und Sinnfindung sind der Untergang jeder Sklaverei! (Na, von wem ist das?) Schon klar was läuft, oder?

Tod
22.03.2004, 09:40
Da hast Du nicht ganz unrecht...
Mit diesem Thema angefangen hat Platon in seiner "politeia"; siehe "Platons Erkenntnistheorie" (und Höhlengleichnis).

Wissen ist im Grunde das Grundproblem der Neuzeit; Wissen und Bildung. Die Fragestellung lautet heute nicht mehr unbedingt „Wo liegt die Wahrheit?“, sondern „Was fangen wir mit den neu gewonnenen Einsichten an?“ In der heutigen Zeit gibt es dennoch zweierlei Realitäten, in denen sich die Menschen bewegen: immer noch doxa (Fernsehen) und echte wissenschaftliches Wissen, das aber ebenfalls immer wieder revidiert werden muß. Man lernt voneinander, miteinander, aber dennoch immer weniger. Entsprechend dem Wissen ist zu handeln. Doch wie ist das zu verstehen? Alle Möglichkeiten des Wissens ausnutzen oder vorsichtige Anwendung (Atombombe, Gentechnik, Ozonloch)? Eine Fragestellung, die zurückführt zu Platons Theorien über die Vernunft. Es muß in unserem Fall immer mehr lenkende Korrektive geben in Form von Gesetzen.

Bacon verfaßte dazu ein Programm in 3 Sätzen:
- man muß wissen
- jeder muß wissen
- entsprechend dem Wissen muß man handeln (Wissenschaft als Potenz zum Handeln)

Dem gegenüber tritt Montaigne mit seinen politischen Theorien: „Der Mensch ist Tier, das auf Scheuklappen angewiesen ist.“
Laut Montaigne muß man eben nicht alles wissen und schon gleich gar nicht darf jeder alles wissen. Es gibt exoterisches und esoterisches Wissen. Man muß nicht alles machen, was man weiß. Es ist eine Unterscheidung zwischen dem was nötig ist und dem, was wir besser lassen sollten.

Heute beschäftigt man sich, zumindest in großen Teilen, damit, richtiges Wissen und den richtigen Umgang mit Wissen zu vereinen (Weg zu einer richtigen Verfassung; bspw. Diskussion um PID in der Humangenetik).


Gruß,
blutrichter

EDit: PS: zu Deiner Sig: Die beiden waren Optimisten, aber vor allem Utopisten.

bitfunker
22.03.2004, 10:12
Ich denke auch, wer lernen will, kann dies tun. Es geht nicht um die Möglichkeiten, Wissen aufzubauen; diese gibt es zuhauf. Auch TV und PC gehören hierzu. Man kann es eigentlich kaum vermeiden, Input zu bekommen, man spricht im Gegenteil heutzutage von einer Reizüberflutung.

Die Frage ist nicht "Wo bekomme ich Wissen her?", sondern vielmehr "Wo bekomme ich das Wissen, das ich benötige?", "Was ist relevant?" und vor allem "Will ich etwas lernen?" Während die ersten beiden Fragen eigentllcih nur eine Sachen der Organsiation ist, ist die dritte imho diejenige, die von vielen Jugendlichen mit "Nein!" beantwortet wird.

Wer sich in unserer Gesellschaft umsieht, merkt schnell, dass es natürlich auch "Wissen" gibt, dass dazu dient, den Menschen in die Gesellschaft einzugliedern (auch Sozialisation genannt). Ob dies dazu dient, den Bürger zu "versklaven" lasse ich mal dahingestellt, ist zu philosopisch für mich.

Wenn allerdings Angebot, Handlungswissen aufzubauen, nicht genutzt werden, ist das nicht die Schuld des Staates, Bildungssystems, usw., sondern die individuelle Schuld jeder Person selbst, die sich dagegen entschieden hat - die Gründe dafür kann man allerdings häufig der individ. Sozialisation un den hierbei erworbenen Kompetenzen zuschreiben, womit wir wieder bei unserer Gesellschaft angelangt wären.

In der - für die Praxis immer etwas kurzsichtigen - Pädagogik kursiert seit ein paar Jahren das Konzept des "Lebenslangen Lernens", das in kurzen Worten davon ausgeht, was schon ein altes Sprichwort sagt: "Man lernt nie aus."

Derzeit wird so langsam das Problem dieses Konzepts erkannt: Man muss erst einmal lernen, wie man lernt - und das haben viele Jugendliche nie vermittelt bekommen oder selbst erfahren.

Tod
22.03.2004, 10:18
Stimmt was, Du sagst, b-runner.
Nur, unsere Bildung sollte ein anständiges Standbein in der Schule finden, und da sieht es eher mau aus. Und wer nicht die Kohle hat, sich zuhause mit Büchern einzudecken und sich so (oder auch mit PC) selbst ein wenig Allgemeinbildung zu verschaffen, der sieht alt aus.
Die meisten glauben ernsthaft, "Wer wird Millionär" sei Bildungsfernsehen.
Und am PC ergibt sich das Problem, daß Jugendliche Anleitung bauchen, welche Inhalte gut sind.
Unsere Verblödung in der Gesellschaft geht dahin, daß, wie Du richtig sagst, die Leute nicht mehr lernen wollen. Zu großes Aspruchsdenken... zu wenig Leistungswille.

b.

Jirko
22.03.2004, 16:52
Wenn ich das also richtig verfolgt habe, dann mangelt es nicht an Angebot von Wissen sondern an dem Willen des Einzelnen, dieses zu nutzen? Hieße das nicht im Umkehrschluss, dass man durch eine attraktivere Gestaltung der "Wissensspender" zu mehr Lernenden gelangen könnte? Wie sollte soetwas von statten gehen - weg vom Theorieunterricht hin zu Praxisnahen Dingen? Der Tausch des Buches gegen ein Notebook?

Um mal nicht nur Fragen in den Raum zu stellen - ich denke, dadurch ließe sich tatsächlich etwas erreichen. Nicht, dass ich ein Buch gegen ein Notebook tauschen wollte, das Gefühl wäre nicht das selbe, jedoch habe ich schon einige Male Referate mit Hilfe von technischem Schnickschnack aufgezogen. Mir schwebt da eine Darstellung des zweiten Weltkrieges vor Augen, die von mir im Computerkabinett mit Filmmaterial, Bildern etc aufgezogen wurde. Das Ganze auf mehreren Beamern und Computern, quasi die Geschichte vor Augen führen. Ich komme nicht umhin, die Aufmerksamkeit, die mir galt, als sehr gut zu beschreiben...

Doch ist es wohl auch wahr, dass einige Personen nicht Willens sind, irgendetwas für ihre Bildung oder ihr Benehmen zu tun. Die Auswüchse dieses geistigen Dünschisses habe ich heute wieder in einer Burgerbude beurteilen können, in der 4 Kinder (unter zwölf, so schätze ich) mit Papier um sich warfen und nach einer mahnenden Aufforderung erst richtig anfingen...

Und nochetwas: Als Bildungsfernsehen sehe ich "Wer wird Millionär" sicherlich nicht an, jedoch gucke ich ab und an gerne rein, da es mir gewiss nicht schaden kann. Es ist mir tausend Mal lieber als das parallel laufende "Big Brother" der xten Staffel. Soviel konzentrierten Blödsinn kann ich nicht ab...

porn()pole
22.03.2004, 17:47
... Auswüchse dieses geistigen Dünschisses ...

Der Tages-"GriffInsKlo" geht an dich, wehrter Silver! :D

Aber sonst haste absolut recht, es geht um das Zusammenspiel von Traditionen und der Moderne, wenn es um die Erziehung der heutigen Generation geht!

Was ich an der Stelle noch loswerden will (weil gerade eben im Supermarkt mal wieder beobachtet): Welcher IDIOT hat die anti-authoritäre Erziehung erfunden? Diesen verfluchten "Massenmörder" würde ich zu gerne baumeln sehen...
Alle, die wissen, was ich meine, oder es wenigstens zu wissen glauben, seien zu Kommentaren angeregt, alle anderen können schweigen (vor allem, wenn sie ein Problem mit meiner "Massenmördertheorie" haben) ...

Jirko
22.03.2004, 18:52
Was du mit anti authoritärer Erziehung meinst, weiß ich, aber was hat das mit Massenmördern zu tun? Ich bin wohl nicht ganz auf dem Laufenden, aber könntest du mich aufklären?BTW: Manches kann man einfach nicht schön umschreiben. ;)

porn()pole
22.03.2004, 18:57
Das "Massenmörder" ist fast schon lyrisch gemeint ;) ... ne, ich wollte damit unterstreichen, dass der Erfinder (oder die Erfinderin ... das wäre ja noch logischer :D) schuld an dieser Fehlentwicklung ist und die so erzogenen Kinder würden es eben diesem "Massenmörder" danken, denn sie haben es meist im späteren Leben nicht leicht!

Authorität ist der Grundstein einer jeder funktionierenden Demokratie und Wirtschaft! .... finde ich jedenfalls (das muss man ja schon fast dazuschreiben, sonst wird man ja hier wieder gleich in der Luft zerrissen... ;))

bitfunker
23.03.2004, 08:50
Wenn ich das also richtig verfolgt habe, dann mangelt es nicht an Angebot von Wissen sondern an dem Willen des Einzelnen, dieses zu nutzen? Hieße das nicht im Umkehrschluss, dass man durch eine attraktivere Gestaltung der "Wissensspender" zu mehr Lernenden gelangen könnte? Jep, die "Fachwelt" streitet sich aber seit Jahrzehnten darum, welche Form der Aufbereitung die effektivste ist. Geht in die Richtung der Lern- und Wahrnehmungspsychologie. So ergeben div. Studien, dass der Lerneffekt am höchsten ist, wenn 1. Der Inhalt für die Wahrnehmung interessant aufbereitet ist (Optik, Klang, ...) 2. Mehrere Wahrnehmungskanäle benutzt werden (Bild, Schrift, Audio, ...) 3. aber nicht zu viele dieser gleichzeitig (Reizüberflutung) 4. Der Lernende aktiv am Geschehen teilnehmen kann (also Interaktivität statt Präsentation). 5. Der Inhalt einen gewissen, aber nicht zu hohen Anspruch an den Lernenden stellt. *klugschei**undfreudassvomstudiumdochwashängengebliebenist*
Diese Liste ist natürlich völlig unvollständig und kann, wenn man in's Detail geht, wahrscheinlich endlos fortgeführt werden. Das erklärt auch, weshalb die Umsetzung in die Praxis so schwierig ist.

@Anti-autoritäre Erziehung: Entgegen der landläufigen Meinung, anti-autoritäre Erziehung sei dasselbe wie gar keine, d.h. man lässt das Kleingemüse machen, was und wie es will, ist dieser eigentlich ein Erziehungsstil, der durchaus versucht, auf den Zögling einzuwirken, wenn auch mit anderen Mitteln. Beispielsweise werden in der anti-autoritären Erziehung keine Regeln vorgegeben "(Du darfst das nicht!"), sondern der Erzieher versucht die nötigen Bedigungen und Anreize zu geben und Situationen und Mittel bereitzustellen, damit der zu Erziehende selbst auf die Regeln kommt ("Ich sollte das nicht tun!").
Die Eltern, die ihren Nachwuchs den ganzen Tag machen lassen, was sie wollen und sich einen Dreck darum scheren, praktizieren keine anti-autoritäre Erziehung. Pädagogisch gesehen werden allerdings beide Erziehungsstile negativ bewertet. *weiterklugschei**undweiterfreu*

@Porn()pole: Schöner neuer Avatar! :daumen

Toaster
23.03.2004, 09:23
Hi,

folgendes habe ich im Netz gefunden:

Rache ist süß
Ich stand an der Kasse und vor mir waren noch 5 Personen direkt vor mir ein junger Mann mit ein paar Einkaufsartikeln vor dem Mann eine junge Frau mit einem etwa 6 Jährigen Sohn.. vor der jungen Frau eine rechtsalte Dame ich schätze mal sie war so um die 70.

Während die Kassiererin noch die Person bedient die vor der alten Frau war passsierte folgendes. der kleine Junge nahm den Einkaufswagen und stiess mit ihm die alte Frau... die Alte drehte sich um und guckte nur etwas komisch.. naja der Junge vollzog das ganze nochmal ... und sie guckte schon etwas sparsamer aus der Wäsche. Als der Junge dies nun zum vierten mal machte drehte sich die Alte zu der jungen Frau um und saget sie solle doch bitte ihrem Sohn davon abhalten sie weiter zu ärgern denn dies sei ja doch etwas schmerzhaft.

Darauf antwortete die Mutter des Kindes das sie das nicht machen könnte da ihr sohn antiautoritär erzogen wäre. Kurz darauf als der Junge erneut mit dem Wagen in die alte Dame fuhr öffnet der junge Mann direkt vor mir ein Honigglas und kippte es über der jungen Frau aus... als sie ihn anfauchte sagte er nur tut mir Leid aber ich bin antiautoritär erzogen worden...

Naja Sie war die Lachnummer bei den Leute die an der Kasse standen und wird wohl ihre Lektion gelernt haben....

Einfach mal drüber nachdenken ;)

Gruß

Toaster

porn()pole
23.03.2004, 11:48
@toaster :daumen ... hahaha, saugeile Story

Ich weiss nicht, ob ich das schon irgendwo gepostet hab, aber ich hab mal eine ähnliche Situation erlebt: Junge Frau mit auch ca. 7 Jahre altem Kind beim Einkaufen im Aldi... während sie in den Artikeln stöbert, geht das Kind zu den MarmeladeGläsern und beginnt seelenruhig, eines nach dem anderen zu öffnen und den Inhalt im Karton zu verteilen... Ein Angestellter sieht das und spricht die Frau/Mutter darauf an. Die aber entgegnet ihm: "Mein Kind wird anti.authoritär erzogen und wenn es das jetzt braucht, dann werde ich nicht dazwischengehen... Wenn es denn UNBEDINGT sein muss, dann bezahle ich die Gläser..." :rolleyes

Vielleicht ist jetzt meine Bezeichnung "Massenmörder'" verständlicher geworden? ;)

Toaster
23.03.2004, 12:01
Wobei es auch gegenteilige Geschichten gibt, irgendwo bei Hamburg musste eine Frau 50 Eur Verwarnungsgeld zahlen weil sie Ihrem Gör das beinahe vor den Bus gelaufen wäre, eine Ohrfeige gegeben hat. Und irgendein daneben stehender sie angezeigt hat.

Das empfinde ich dann als nur krank.

Gruß

Toaster

Tod
23.03.2004, 13:10
Das sind ja alles ganz olle Kamellen :D , aber dennoch lustig.

Es ist so: das uneingeschränkte Züchtigungsrecht der Eltern gibt es nicht mehr. Es gilt heute, zumindest will es die Vorsehung so, eine genaue Abgrenzung vorzunehmen, wann eine schwere Mißhandlung vorliegt, und wann eine gerechtfertigte Züchtigung gegeben ist.
Wenn man einem Kind einfach eine schallert, weil zu blöd ist, gewisse Dinge zu kapieren oder weil es die Situation (Schrecksekunde) erfordert, kann man, je nach Heftigkeit, nicht von einer groben Mißhandlung sprechen. Solcherlei Dinge werden immer nur sehr oberflächlich berichtet; da darf man nicht alles glauben, was man liest. Vielleicht hat die Frau am Bus ihr Kind richtiggehend vertrimmt. Das sollte es heute nicht mehr geben. Aber gegen eine ordentliche Backpfeife, ist meiner Meinung nach, je nach Vergehen, nichts einzuwenden. Sind sowieso alles Weicheier geworde (Achtung: Zynismus) :D :D

Gruß,
blutrichter

PS: das Elterliche Züchtigungsrecht ist auch immer noch ein strafrechtlich anerkannter Rechtfertigungsgrund... in gewissen Maßen.

Jirko
23.03.2004, 13:16
Man sollte Spielchen, die dem Kind auf Umwegen beibringen, was es zu tun und zu lassen hat, aber mit bedacht ausführen. Auch mir wurde durch eigene Erfahrung beigebracht, wie ich mich verhalten soll. Ich kann mich da an ein Beispiel erinnern:

Als Kleinkind musste ich ständig meine Finger zwischen Tür und wand stecken, und zwar genau dort, wo die Tür aufgehängt war. Was das für eine Gefahr ist, kann sich jeder vorstellen - Windzug, Türschlag, Finger weg...

Ich habe es mir trotz mehrmaliger Ermahnungen meiner Eltern wohl nicht recht einprägen können, also hat mich mein Vater genommen, meine Finger an besagte Stelle gelegt und sachte die Tür zugedrückt - bis ich merkte, was das bedeutete. Natürlich hat er mir die Dinger nicht abgeklemmt, sie waren auch nicht verletzt - die Wirkung war ja schon frühzeitig da, als 5 Jähriger liegt die Schmerzgrenze sehr tief - aber es hat sehr wohl Wirkung gezeigt.

Fazit: Es ist sicherlich richtig, dass Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen müssen, dazu gehört auch, selbst Regeln kennenzulernen - aber alles in Maßen. Der Bengel wäre von mir zur Seite genommen worden, wäre ich die Mutter.

Gleiches gilt für die Busstory, die Toaster gerade brachte: Die Ohrfeige sehe ich als berechtigt an, ein Kind läuft extrem engstirnig durch die Gegend. Jedes Kind ist anfangs einfach geistig nicht in der Lage, Situationen abzuschätzen, hat keine Erfahrungen gesammelt und merkt sich nur Prägnantes. Und was ist prägnant? Vor allem, was schmerzhaft ist. Irgendwie muss ich einem Kleinkind doch klar machen, dass es etwas nicht machen soll, sonst kann ich es gleich vor den Bus werfen. Das hat nichts mit Kinderquälerei zu tun, sondern heißt Erziehung, und diese kann irgendwann auch nur so zum Ausdruck gebracht werden.

Oder hat schon mal jemand mit seinem 4 Jährigen Sohn diskutiert, oder mit der Vorschulklassetochter über den Unsinn von Ampeln debatiert?

porn()pole
23.03.2004, 13:18
Aber gegen eine ordentliche Backpfeife, ist meiner Meinung nach, je nach Vergehen, nichts einzuwenden. Sind sowieso alles Weicheier geworde (Achtung: Zynismus) :D

Volltreffer... und das deine Behauptung zynisch ist, würde ich so nicht stehenlassen! Du hast nämlich absolut recht: Alle sagen, Deutschland geht den Bach runter! und woran liegt das? Am Respektmangel!

Guck dir doch die ganzen Kiddies an, die den ganzen Tag nur draussen rumrennen und Scheisse bauen! Das hätte es früher nicht gegeben! Wenn ich Mist gebaut hatte, dann hab ich se auch ordentlich kassiert (nein, ich wurde nicht misshandelt!) und heute kann ich mich glücklich schätzen, ein bisschen Kinderstube mit auf den Weg gekriegt zu haben, so lebt es sich viel einfacher!

Die Eltern sind grösstenteils wirklich Weicheier geworden, so isses halt nunmal. Heulen rum wegen ner Backpfeife oder dem berühmten Klaps auf den Ar***, aber beschweren sich dann, dass sie ihre Sprösslinge nicht in den Griff kriegen!

EDIT: Verdammt, ich kann immer noch kein Karma verteilen! Blutrichter und auch Silver hätten es verdient! ... ach, und Toaster auch! :)

Tod
23.03.2004, 13:27
Da danke ich recht brav. Und gebe Dir uneingeschränkt Recht!
Erziehung... von wem sollen die denn die Kinder bekommen? Von den Eltern, den alten Steinewerfern aus 68? (nur ein Bsp!) Ich glaube nicht, Tim!

Wenn ich mich so angezogen hätte... tja, das sind Sprüche, die haben auch unsere Eltern zu hören bekommen, und deren Eltern. Aber Werte verschwinden dennoch. Wer heute Mist baut, bekommt kaum eine geschallert, muß es oft nicht mehr selbst ausbügeln usw. Warum? Was ist aus unserer Familie geworden? Es gibt sie nicht mehr, die kleinste gesellschaftliche Gruppe, zu der man sich zählen darf und die einem Halt und Erziehung und Rat, Weisheit, Erfahrung usw. gibt.
Ja, unsere Gesellschaft geht den Bach runter, weil eine angeblich eine sog. "neue Bürgerlichkeit" sich den Weg bahnt... wie soll die aussehen? Hand aufhalten, um sich schick anziehen zu können?
Das ist ein riesen Thema... laßt uns weitermachen!!!

Gruß,
blutrichter

porn()pole
23.03.2004, 13:59
Stell euch vor, ihr findet die Frau eures Lebens (für die 5%-Frauenquote: nen Mann ;)) und ihr beschliesst, Kinder zu haben...

Welches wären die wichtigsten Werte, die ihr versucht, zu vermitteln?

Meine Favourites wären: Respekt, Ehrlichkeit, Nächstenliebe (soweit es geht, Ar***löcher darf man hauen :D), Selbstbewusstsein...

Tod
23.03.2004, 14:05
Muß dazu sagen... mein vater hat mich genau 2x in meinem Leben schlagen müssen. Ich hatte viel zu viel Respekt (vielleicht manchmal etwas Angst). Einmal habe ich zu ihm Arschloch gesagt (wer bekäme da keine geballert?), und an das andere Mal erinnere ich mich nicht mehr... also war sie gerechtfertigt. Meine Mutter hat da öfters ausgeholt... vor ihr hatte ich weniger Respekt,die konnte mit Kindern nicht umgehen, zumindest nicht mit kleinen Kindern. Später hat sie es nicht mehr getraut :D

b.

PS: Respekt vor allen, aber keinen Kadavergehorsam! Selbbewußt, wenn man weiß, wovon man redet. Immer genau hinhören und analysieren. Augen offen halten. sich auch non-verbal verteidigen können, wenn ein Dummdepp keine andere Sprache versteht... das würde ich meinen Kindern beibringen.

porn()pole
23.03.2004, 14:09
Einmal habe ich zu ihm Arschloch gesagt (wer bekäme da keine geballert?)... Meine Mutter hat da öfters ausgeholt...


Kenn ich beides... meine Mutter hat aber immer so gehauen, dass es nie wehgetan hat... mein Vater hat seltener ausgeholt, aber WENN... dann aber :n8 ;)

Das mit dem "Arschloch" ist mir auch mal rausgerutscht, aber da hat er sich bepisst vor Lachen und ist einfach weggegangen... es war auch nicht direkt das Wort Arschloch, sondern was auf polnisch, was er selber sehr gern benutzt hat ---> er hat erkannt, dass er selber schuld ist, wenn er mir sowas beibringt :D

Jirko
23.03.2004, 14:10
Selbstbewußtsein, Toleranz, Ehrlichkeit, Standhaftigkeit (geistig wie körperlich, ich würds zumindest versuchen), Respekt in Maßen, Pflichtbewusstsein, Schnelligkeit (ich mag keine Trödler und Schlurfer - wo ich doch so tolerant bin ;)), Schlagfertigkeit...

Bei allem müsste ich natürlich abwägen, inwieweit ich meinem Kind helfe, wann ich etwas vermittle und was man Kind vorlegt...

Holodan
23.03.2004, 20:53
Jetzt melde ich mich als 15 jähriger mal zu Wort. :D

Also ich bekomme es ja hautnah mit, ob es bei Freunden in der Schule oder sonst wo ist, die meisten benehmen sich unter aller Sau. Ich bin stolz darauf, dass ich weder rauche, noch drogen nehme oder Markenklamotten trage um "dazu zu gehören".

Ich habe auch immernoch Respekt vor den Erwachsenen und besonders vor meinen Eltern natürlich. Das kann man von fast allen meiner Klassenkameraden nicht behaupten. Letztens wollte eine Mutter einem aus meiner Klasse Hausarest geben, da hat er die Faust gehoben und gesagt: "Lass mich damit in Ruhe, oder ich schlag dir die Fresse ein!" Wir waren natürlich alle verdutzt und vorallem sehr geschockt.

Ich finde es auch sehr arm, dass man sich Markenklamotten kaufen/klauen muss, damit man "cool" ist und in ne Clique aufgenommen wird.

Wir haben sehr viele Leute in der Klasse, die weder für die Schule lernen, noch zuhören. Das witzige ist aber, dass sie Rechtsanwälte, Ärzte ect. werden wollen.

Mein Bruder fängt auch schon damit an...er ist frech und baut nur Scheiße. Meine Mutter hat ihn kaum noch im Griff, sodass er von mir meist angemeckert wird.

Ich denke, dass es daran liegt, dass meine Eltern geschieden sind und meine Mutter den ganzen Tag arbeiten muss. Das verliert man die Bindung und somit auch das Vertrauen und den Respekt. Ich schätze mich das glücklich, dass alles noch intakt war, als ich so jung war.

Ich denke, daran scheitert es auch. Die Kinder sind oft alleine oder werden woanders hingesteckt, weil die Eltern arbeiten müssen. Die "fehlende Liebe" wird dann mit teuren Geschenken "ausgeglichen". Ich muss jeden Cent für meinen PC selber zusammen sparen und dafür arbeiten. Meine Klassenkameraden bekommen mal eben einen Führerschein + Roller für 1300? oderso.

Somit gammeln sie auf der Straße rum, suchen sich meist ältere "Freunde", die sie zum Rauchen und Drogennehmen verführen.

Ich gehe auf jedenfall meinen Weg und achte auf meine Noten, mir ist es da egal, was die anderen sagen, denn es geht mir um MEIN Leben und MEINE Zukunft, die ich mir weder durch Alkohol, noch durch Zigarettten oder Drogen zerstören lasse.

Mfg,
Holodan

porn()pole
23.03.2004, 21:02
1.Wir haben sehr viele Leute in der Klasse, die weder für die Schule lernen, noch zuhören. Das witzige ist aber, dass sie Rechtsanwälte, Ärzte ect. werden wollen.

2.Mein Bruder fängt auch schon damit an...er ist frech und baut nur Scheiße. Meine Mutter hat ihn kaum noch im Griff, sodass er von mir meist angemeckert wird.

Ich denke, dass es daran liegt, dass meine Eltern geschieden sind und meine Mutter den ganzen Tag arbeiten muss. Das verliert man die Bindung und somit auch das Vertrauen und den Respekt. Ich schätze mich das glücklich, dass alles noch intakt war, als ich so jung war.



1. Kenn ich und könnte mich immer wieder bepissen vor Lachen über solche Leute ;)

2. Jetzt liegt es an dir: Du bist der Ältere Bruder, somit mehr oder weniger der Mann im Hause und automatisch hast du auch Einfluss auf die Erziehung! Zeig deinem Bruder, wie es gehen soll/muss... du wirst sehen, es ist am Anfang nicht einfach, sich den Respekt von Geschwistern zu verdienen, aber dann läufts wie am Schnürchen ... viel Glück :daumen

Holodan
23.03.2004, 21:06
Danke! :D

Ich versuchs ja, aber bisher ohne Erfolg. Werde es aber weiterhin versuchen und ihm demnächst mal den Fernseher ausm Zimmer nehmen, wenn er Mist baut, denn er liebt seine Xbox. :D

Finde aber auch, dass man als großer Bruder/große Schwester mehr verantwortung übernehmen muss und mit darauf achten muss.

Mfg,
Holodan

bitfunker
23.03.2004, 22:00
@Holodan: Respekt, sowas liest man gerne! du scheints dir wirklich Gedanken über solche Sachen zu machen.Wir haben sehr viele Leute in der Klasse, die weder für die Schule lernen, noch zuhören. Das witzige ist aber, dass sie Rechtsanwälte, Ärzte ect. werden wollen. Wenigsten wollen(!) die noch was werden, ihr tendezieller Realitätsverlust wird sich noch früh genug bemerkbar machen...
@Stell euch vor, ihr findet die Frau eures Lebens (für die 5%-Frauenquote: nen Mann ) und ihr beschliesst, Kinder zu haben... Ergänzend zu Porn()pole und Silver: Eigenverantwortlichkeit (dazu stehen können, was man tut), Logik (ja, kann man auch erzieherisch beeinflussen), einen brauchbaren Wortschatz (Nicht dieses "Äh, alder, mann voll fett und, äääh, so, weischd echt"-Geseiere, das macht mich krank! :kotz).

Tod
23.03.2004, 22:09
Danke! :D

Ich versuchs ja, aber bisher ohne Erfolg. Werde es aber weiterhin versuchen und ihm demnächst mal den Fernseher ausm Zimmer nehmen, wenn er Mist baut, denn er liebt seine Xbox. :D

Finde aber auch, dass man als großer Bruder/große Schwester mehr verantwortung übernehmen muss und mit darauf achten muss.

Mfg,
Holodan

Kopf hoch, war bei mir auch so. Das härtet ab, wenn man im Kopf fit ist und psychisch stabil; und diesen Eindruck machst Du auf mich!
Und den Leutchen, die mal Anwalt werden wollen... sag denen was von mir: Ich studiere Jura und versuche gerade mein erstes Staatsexamen. Ich hab in der Schule auch selten was gemacht und mich erst im letzten Jahr auf den Hintern gehockt und was gelernt... ich dachte dann, das Abi sei Streß gewesen... Mann! Ich hatte ja keine Ahnung. Ich würde lieber 5 mal Abi schreiben, als 1 mal Staatsexamen. Was Du da lernen und anschließend leisten mußt, läßt Dich zusammenbrechen. Und das ist KEIN Scherz! Erst einige Jahre studieren und Scheine schreiben, dann ein Jahr lang volle Power jeden Tag ochsen und am Ende 2 Wochen lang insg. 35 Std. Klausuren abreißen. Ich schwöre Dir, einige Deiner Kollegen werden zu denen gehören, die das nicht packen!

Gruß,
blutrichter

PS: wenn ich diese Pack in den Sackhosen, lümmelnd mit den Schuhen auf dem Sitz der Straßenbahn sehe, wie sie mit 15 kiffen und rauchen und saufen, kommt mir die Galle hoch... und dann fällt mir ein: Mensch mit 16 hast Du auch nur gesoffen und geraucht. Wichtig ist ein gutes familiäres Umfeld. Ich hatte das nur zum Teil. Aber wenn wenigstens eine Komponente stimm (evtl Deine Mutter), ist es ein Segen. Aber so lernt man fighten!

Tod
23.03.2004, 22:11
(Nicht dieses "Äh, alder, mann voll fett und, äääh, so, weischd echt"-Geseiere, das macht mich krank! :kotz).

Du hast ja so recht. Sorry, aber wenn mein Kind so reden würde, bekäme es oben erwähnte Backpfeide, und zwar eine von der deftigen Sorte und bekäme dann einen Besuch im Theater verordnet. Herrgottnochmal! Wo soll das noch ihnführen? :grr

blutrichter

flow
23.03.2004, 22:46
bin der meinung diese "Verdummung der deutschen Jugend" bzw. der nächsten Generationen ist absicht.. und hat einzig den Zweck nach und nach die Bevölkerung des Landes besser kontrollieren zu können... ganz nach dem Vorbild der USA... unwissende kann man einfach besser biegen und manipulieren .. mit flaschen wahrheiten kontrollieren... willkommen in der zukunft :P mehr muss darüber nich gesagt werden... warum und wieso liegt auf der hand.. es könnte ja auch etwas dagegen getan werden.. ein schlaues volk kommt auf ideen.. auf revolutionen..ein dummes volk nimmt alles hin was gesagt wird.. darum wird auch nix dagegen getan.. es wird eher gefördert.. unterschwellig...:D ... darum bringt das ganze aufregen auch nix.. es wird sich nix ändern ;)

porn()pole
23.03.2004, 22:51
Interessanter Gedanke, aber für Europa dann doch a bissle weit hergeholt und schon nahe an "haarsträubenden" Verschwörungstheorien... ;)

Ich glaube, es gibt hier zu viele mündige Menschen, die eine solche Entwicklung durch ihre pure Präsenz verhindern würden, unter anderem Silver, Blutrichter, b-runner, viele andere und meine Wenigkeit ;)

flow
23.03.2004, 23:00
:D naja.. der witz ist halt.. durch die medien und deren berichterstattung.. bekommt man garnicht mit.. das "nix" dagegen getan wird... es wird.. eh überhaupt "nix" gegen überhaupt ein problem in diesen land getan.. derweil könnten soviele probleme einfach gelöst werden.. arbeitslosigkeit.. aber wir stellen uns selber (absichtlich) ein bein mit der ganzen bürokratie in diesem land.. "das geht nich.. das is verboten.. weil da fehlt die und die unterlage.. das können wir nich machen .. sie bekommen den kredit nicht blablablabla..) jeder der ein bissel ahnung von VWL/BWL hat könnte sagen was die regierung tuenen könnte um nur eins dieser probleme lösen zu können...(da kommt wieder die absichtliche verdummung der generationen ins spiel.. schlaue menschen sind gefährlich wenn sie über ihren horizont hinausblicken) wenn hochrangige politiker in den medien über eins dieser probleme redet.. dann ist es nur heisse luft.. ein paar fachbegriffe aber kein inhalt.. kein konzept.. es reicht aber aus um 30min darüber im TV zu berichten.. die "dummen" menschen sehen es.. und merken.. ja.. unsere Politiker tuen etwas.. aber sie bekommen es nich hin.. ein scheinbar unlösbares problem... wird den menschen eingredet.. die Folge... es ändert sich NIX und es läuft wie geplant.. so funktioniert eine Verschwörung ;) niemand kommt auf die "idee" etwas dagegen zu tuen... man wählt beim nexten mal halt wieder die CDU ;) .. ganz einfaches prinzip

porn()pole
23.03.2004, 23:15
Das, was ich jetzt poste, gehört eigentlich nicht hier rein, aber da du es peripher angeschnitten hast, will ich mich dazu äussern! Lass es uns danach aber dabei belassen und nicht den Thread weitershreddern... :)

Wieso meinen alle Menschen eigentlich, dass sie die Politik besser machen könnten als diejenigen, die momentan damit betraut sind? Meinst du etwa, dass der Eichel die ganzen Sachen der Finanzpolitik sich selbst und alleine aus den Fingern saugt? Weisst du eigentlich, wieviele Spezialisten und Vollprofis da am Werk sind? Es sind einige, und die Sache sieht halt momentan so aus, dass Deutschland sich langsam aus dem Dreck ziehen muss, in den es sich durch die Wiedervereinigung manövriert hat...

Ich bin von der SPD auch nicht begeistert, aber andere Parteien können da auch nicht viel machen! Es bräuchte radikale Reformen, aber wenn diese erstmal kommen, ist das Geschreie seitens der Bevölkerung wieder gross!

Gebt eurem Land ein wenig Zeit und es wird schon wieder... und ganz wichtig: Geht wählen, wenn ihr dürft! ;)

So, und jetzt definitiv BACK TO TOPIC ... thx :)

flow
24.03.2004, 00:38
"Weisst du eigentlich, wieviele Spezialisten und Vollprofis da am Werk sind?"

nein weist du es?.. was sagt denn RTL dazu?... verstehst du jez was ich meine..
es gibt mit sicherheit leute die ne lösung haben.. aber sie werden nicht gehört ;)
die macht haben die medien... in den kleinen "unabhängigen" lokal zeitungen kann evtl darüber berichtet werden.. aber es wird nie in die großen medien gelangen.. da reichts aus wenn behauptet wird es ist so.. und es wird geglaubt.. um es mal zu verdeutlichen... in NY sind damals ca. 300.000 leute auf die strasse gegangen und haben gegen den bevorstehenden Krieg der USA gegen den Iraq demonstriert... auf keinen einzigen TV sender der USA liefen bilder oder wurde es erwähnt.. damit wurde verhindert das sich dei öffentliche meinung ändert.. ein umschwung.. verstehst du jez was ich meine.. alles was du sagst kannst du nicht beweisen.. es ist dein bild der realität... geprägt durch die medien.. aber nicht durch die eigenen erfahrungen... man bekommt das gefühl es ist ein großes problem.. und es ist nicht leicht gelöst zu werden... aber wenn du dich mal mit den fakten beschäftigst siehst du das dagegen überhaupt NICHTs getan wird... eher das gegenteil.. es ist leider so...du sprichst davon das eine "Revolution" nötig ist... dann tue was ;) aber pass auf das du nicht als Terrorist eingestuft wirst ;)
achso.. muste ja garnich.. wir haben ja viele Spezialisten und Vollprofis die das für uns machen.. es ist nur eine frage der zeit bis wieder friede freude eierkuchen ist
:D
so genug verschwörungskram gelabert .. nen paar werdens evtl auch so sehen und andere als totalen quatsch abstempeln.. die zeit wirds zeigen wer recht behält ;)

mal eine prognose für die zukunft:

es soll erreicht werden das auf zeit unser gewohntes gesellschaftssystem zusammenbricht.. ... zusl. wird ein konfilkt zw. islamischen und christlich/jüdischen staaten geschaffen.. die gewohnte ordnung zerfällt.. gewallt, armut und unsicherheit verbreitet sich immer mehr in der bevölkerung.. terror... das wird bestimmte schritte rechtfertigen.. und am ende gibts ne neue weltordnung ;)....
evolution... wenn erstmal die überflüssige "durch religion geprägte" ethik beseitigt ist entwickelt sich die menschheit weiter... (uhh gefährlich.. hätt ich besser nicht schreiben sollen aber ich vermute das is der gedanke) um es aber zu begreifen muss man über generationen hinweg denken.. sowas passiert nicht in einer oder zwei.. das dauert.. is wie schachspielen... so genug mit dem scheiss ;)

Jirko
24.03.2004, 07:20
Netter Schwenker, aber ich möchte mal was zu Holodan sagen:

Sehr gut! Es ist schön zu sehen, dass es noch andere Jugendliche gibt, die ebenfalls das Problem erkennen. Damit dürftest du der Jüngste sein, der sich hier ernsthaft zu Wort gemeldet hat - und wie man lesen kann, erkennst du die Probleme der Zeit vortrefflich.

@ b-runner

Das Wortschatzkriterium gefällt mir, ist mir gar nicht in den Sinn gekommen, obwohl ich wahrscheinlich genauso darauf achten würde, hätte ich Kinder. Ich finde es auch erschreckend, wenn sich irgendwelche Jugendlichen so unterhalten, als wären sie gerade aus dem Hinterausgang einer Kuh gekrochen.

Da fällt mir übrigens wieder das Burgerbudenbeispiel mit den Schmutzkiddies ein: Die haben wirklich lange überlegen müssen, wie sie die ermahnende Verkäuferin beleidigen konnten. Die "bösen Worte" hatten sie schnell zusammen, allerdings harperte es am Rest des Satzes...

Eigenverantwortung gefällt mir auch, habe ich etwas mit in meine "Standhaftigkeit" gezählt, aber das drückt es wohl besser aus.

Tod
24.03.2004, 08:13
bin der meinung diese "Verdummung der deutschen Jugend" bzw. der nächsten Generationen ist absicht.. und hat einzig den Zweck nach und nach die Bevölkerung des Landes besser kontrollieren zu können... ganz nach dem Vorbild der USA... unwissende kann man einfach besser biegen und manipulieren .. mit flaschen wahrheiten kontrollieren... willkommen in der zukunft :P mehr muss darüber nich gesagt werden... warum und wieso liegt auf der hand.. es könnte ja auch etwas dagegen getan werden.. ein schlaues volk kommt auf ideen.. auf revolutionen..ein dummes volk nimmt alles hin was gesagt wird.. darum wird auch nix dagegen getan.. es wird eher gefördert.. unterschwellig...:D ... darum bringt das ganze aufregen auch nix.. es wird sich nix ändern ;)


Ein sehr wichtiger Aspekt! Und ich denke, Du erkennst das sehr richtig. Es ist der Politik ganz recht, und es muß ihr recht sein, wenn es keine Elite mehr gibt, zumindest keine verbreitete, die ihr das Leben schwer macht. Im Moment passiert das ja noch mit unserem genialen Prof. Kirchof u. a.
Die Unis werden mit Deppen überflutet, die Schulen auch, RTL wird zum Bildungsfernsehen, auf ARD und ZDF kommt nur noch Volksmusik oder Soaps oder Nazi-TV. Zum heulen.

Gruß,
b.

bitfunker
24.03.2004, 11:11
bekommt man garnicht mit.. das "nix" dagegen getan wird 1. Ich halte nicht viel von Verschwörungstheorien (aber das ist nur meine persönliche(!) Ansicht).
2. Wenn das stimmt, was Du schreibst, frage ich mich, wie es kommt, das ich tagtäglich morgens zu Arbeit fahre und mich den lieben langen Tag bemühe, die Jugendlichen, die bei uns ins Haus kommen, auf ein Kompetenzniveau zu bekommen, das für Arbeit und Leben wenigstens halbwegs ausreicht. Da ich dafür am ende vom Monat auch noch Geld bekomme, denke ich mal, dass es doch jemanden gibt, der möchte, dass die Jugendlichen nicht "unwissende" sind.

flow
24.03.2004, 11:21
1. Ich halte nicht viel von Verschwörungstheorien (aber das ist nur meine persönliche(!) Ansicht).
2. Wenn das stimmt, was Du schreibst, frage ich mich, wie es kommt, das ich tagtäglich morgens zu Arbeit fahre und mich den lieben langen Tag bemühe, die Jugendlichen, die bei uns ins Haus kommen, auf ein Kompetenzniveau zu bekommen, das für Arbeit und Leben wenigstens halbwegs ausreicht. Da ich dafür am ende vom Monat auch noch Geld bekomme, denke ich mal, dass es doch jemanden gibt, der möchte, dass die Jugendlichen nicht "unwissende" sind.

hmm ? willst du damit sagen das du die gesammte deutsche jungend retten kannst?..:D dann geh mal mit deinem konzept zur problemlösung an die öffentlichkeit und tue etwas... achso.. ist ja nicht nötig.. es gibt ja schon soviele Vollprofis und Experten die das für uns machen ;) die werden deutschland wieder aufbauen.. :p
das is doch nur ein tropfen auf den heissen stein.. musst das ganze mal zusammenhängend sehen und begreifen.. aber wenn man nur seine rolle in der "matrix" (lustiger vergleich) spielt sieht man es nicht.. nichts passiert ohne grund und ohne zweck.. :rolleyes aber das alles hätt ich mir auch sparen können.. wenn die leute nicht endlich aufwachen und es begreifen.. statt alles so hinzunehmen wies ihnen vorgelegt wird.. wie wärs mal mit darüber nachdenken ?

Holodan
24.03.2004, 14:09
Also ich denke ihr solltet nicht mehr über sowas reden. Es geht hier um die Jugend von heute, nicht um Leute, die meinen es besser zu können.

Die Probleme liegen ganz klar im familiären Umfeld. Heutzutage kann man es sich nichtmehr erlauben nur als Vater/Mutter alleine arbeiten zu gehen. Das hat zur Folge, dass die Eltern weniger Zeit für ihre Kinder haben und aus der daraus entstehenden Langeweile gammeln sie mit älteren rum, probieren Zigaretten, Drogen und Alkohol.

Ich meine, ich will nicht sagen, dass ich noch nie geraucht oder getrunken habe, aber ich habe dann überlegt, was einigen Jugendlichen anscheinend sehr schwer fällt. Zigaretten, Drogen und Alkohol kosten unnötig Geld (das investiere ich lieber in meinen PC :D) und schaden der Gesundheit. Warum also für das Schaden der Gesundheit auch noch bezahlen?!

Naja, darum gehts ja auch nicht. Sondern wie gesagt, dass Jugendliche heutzutage verwahlosen. Sie lassen sich hängen und wundern sich, warum sie keinen Job bekommen. Es liegt in Deutschland nicht nur an den fehlenden Arbeitsplätzen, sonder vielmehr an den fehlenden Qualifikationen.

Die meisten leben einfach vor sich hin. Ich habe klare Ziele, die ich erreichen möchte und es auch werde. Wenn man möchte schafft man auch alles. Wenn man möchte!

Die anderen gammeln zu Hause und werden Alkoholiker oderso. Also, erst muss was an den Jugendlichen geändert werden, dann kann man weiter sehen.

Ich weiß zwar nicht konkret wie, aber ich weiß was getan werden muss. Also, hat jemand Ideen? :D

Mfg,
Holodan

bitfunker
24.03.2004, 15:03
hmm ? willst du damit sagen das du die gesammte deutsche jungend retten kannst?..:D Nein, ich habe ja noch reichlich Kollegen bundesweit.
das is doch nur ein tropfen auf den heissen stein.. Mag sein, aber besser als nichts tun. wie wärs mal mit darüber nachdenken ?Mach ich täglich. Was glaubst Du, warum ich so häufig in diesen Thread schaue und poste?
Also ich denke ihr solltet nicht mehr über sowas reden. s geht hier um die Jugend von heute, nicht um Leute, die meinen es besser zu können. Stimmt auch wieder.Es liegt in Deutschland nicht nur an den fehlenden Arbeitsplätzen, sonder vielmehr an den fehlenden Qualifikationen. Fakten zur Ausbildungssituation: 2003 haben bundesweit 35000 Ausbildungsplätze gefehlt. Die Betriebe werden derzeit noch mit massiven Subventionen dazu überredet, Ausbildungsplätze offenzuhalten. Was kommt, wenn der Spieß umgedreht werden sollte (Ausbildungsplatzabgabe), weiß man nicht. Trotz der aktuellen Fördermöglichkeiten für Betriebe bilden viel nur ungern aus, vor allem Schulabgänger mit Hauptschulabschluss sind nicht gerne gesehen, das sie häufg mehr Arbeit machen als sie erledigen. Im Gegensatz zu früheren Jahren kann man heute bei einem Hauptschulabgänger nicht mehr davon ausgehen, dass er in der Regel ausbildungsfähig ist.
Auch wenn die formale(!) Qualifikation (Schulabschluss) vorhanden ist, fehlt es häufig an Grundkompetenzen in vielerlei Bereichen (Bildung, Verhalten, Wertvorstellungen, Verantwortungsbewußtsein, Leistungsbereitschaft, ...).

Tod
24.03.2004, 15:40
Die Probleme liegen ganz klar im familiären Umfeld. Heutzutage kann man es sich nichtmehr erlauben nur als Vater/Mutter alleine arbeiten zu gehen. Das hat zur Folge, dass die Eltern weniger Zeit für ihre Kinder haben und aus der daraus entstehenden Langeweile gammeln sie mit älteren rum, probieren Zigaretten, Drogen und Alkohol.

Mfg,
Holodan

Richtig. Und die Erziehung übernimmt Onkel TV.
Es gibt auch, denke ich, nicht einen bestimmten Grund für diese Situation bei uns, sondern mehrere spezifische Ursachen, die in ihrem Zusammenwirken erst das große Unheil anrichten.
Hier wurden schon viele Aspekte genannt, gäbe es jeweils nur eines dieser Probleme, könnten dieses wahrscheinlich durch viele positive Aspekte wiedergutgemacht werden. Nur leider haben wir diese postiven Aspekte nicht mehr.

Die negativen, die sich auch gegenseitig bedingen:
1) Fehlende Bildung
2) Arbeitslosigkeit
3) Fehlende Familie
4) Fernsehen (ja, der gute alte Teufel, die Glotze)
5) Überreizung und Überflutung
uvm

Wenn man sich überlegt, daß die Politik nun eine Strafabgabe verlangt für Betriebe, die nicht ausbilden, fasse ich mir an Kopf. Das Problem ist nicht, daß die Betriebe nicht ausbilden wollen. Im Gegenteil: sie erkennen durchaus ihre gesellschaftliche Pflicht und sehen auch die Vorteile, die diese bringt.
Schlimm ist, daß es immer weniger ausbildbare junge Menschen gibt, die den Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt gewachsen sind, vor allem intellektuell. Viele, wenn nicht gar die meisten, sind schlicht nicht mehr ausbildbar, weil sie zu dumm sind. Schlicht und ergreifend zu dumm.
Ein weiterer Punkt ist aber auch, daß Ausbildungen und Arbeit insgesamt in Deutschland viel zu teuer geworden sind. Wenn man sich dann noch überlegt, wieviel ein Arbeiter/Angestellter an Lohnnebenkosten zu tragen hat... das meiste der Abgaben bilden nämlich nicht mehr die Steuern, dann wundert man sich nicht mehr, wenn die Leute keine Lust mehr auf Arbeit haben und Ausbildung. Sie sehen nicht, wohin das führen soll. Ein Teufelskreis. Denn die, die dann vielleicht ausbildbar sind... haben keinen Bock auf Arbeit, weil es Knebelung bedeutet.

Gruß,
blutrichter

Tod
24.03.2004, 15:44
Stimmt auch wieder. Fakten zur Ausbildungssituation: 2003 haben bundesweit 35000 Ausbildungsplätze gefehlt. Die Betriebe werden derzeit noch mit massiven Subventionen dazu überredet, Ausbildungsplätze offenzuhalten. Was kommt, wenn der Spieß umgedreht werden sollte (Ausbildungsplatzabgabe), weiß man nicht.


Die Arbeits- und Ausbildungsplätze werden ins Ausland wandern, Stärker noch als es ohnehin schon der Fall ist, denn dann wird die Ausbildung für die Betriebe noch teurer.
Und die, die hierbleiben, werden, je nachdem, wie hoch die Abgabe sein wird, die Abgabe bezahlen, weil sie das lieber tun, als zu versuche, Leute auszubilden, die nicht ausbildbar sind und so dem Betrieb auch keinen Vorteil verschaffen können.

Gruß,
blutrichter

Jirko
24.03.2004, 17:23
Der Aussage, das familiäre Umfeld würde Grund für mangelnde Kompetenz sein, kann ich mich bis zu einem gewissen Punkt anschließen - nicht aber sehe ich immer die Wurzel des Übels im Zeitmangel der Eltern.

Klar ist, dass zuwenig Zuwendung zur Suche der Kinder nach anderen "Beschäftigern" führt, dennoch können Eltern auch wenig Zeit sinnvoll nutzen. Ein Kind, das eine Stunde am Tag intensiv mit Papi spielt könnte davon mehr haben, als eine halbverschlafene Tagesbetreuung durch die Eltern, die mal die Bauklötzchentruhe rausbuddelt...

Gefährlich wird es, wenn sich Kinder den falschen Umgang suchen - dagegen müssen Eltern vorgehen.

Tod
24.03.2004, 17:59
Dem stimme ich zu. Aber gerade deshalb, um diesen Umgang auch mitzubekommen und dem Übel anfänglich begegnen zu können und nicht, wenn es schon zu spät ist, müssen sich Eltern intensiv um ihre Kinder kümmern. Ich denke, eine einzige magere Stunde reicht dazu nicht. Zumindest die Wochenenden sollten intensiver genutzt werden; man sollte wenigstens abends zusammen essen usw, Eben die Gesellschaft pflegen. Sonst erkennt man nichts.

b.

Jirko
24.03.2004, 19:02
Gewiss, die Stunde stand auch nur symbolisch für eine eher geringe aber intensive Zeitaufwendung seitens der Eltern. Um dem "Bösen" begegnen zu können (unter dem "Bösen" fass ich mal alle Dinge zusammen, die wir als Quelle der Verdummung ausgemacht habe) bedarf es natürlich einer Zuwendung über längere Zeit.

Es ist wie immer schwierig, den goldenen Mittelweg zwischen Zuwendung und Nerven oder Erziehung und Bevormundung zu finden.

Tod
24.03.2004, 22:27
Klar. Erziehung ist ja aber auch Bevormundung und muß es ja, bis zu einem gewissen Alter, auch sein.
Sicher ist eine Stunde (im Schnitt) auch schon viel, wenn sie denn sinnvoll genutzt werden kann. Wenngleich die Tatsache, daß kaum mehr Sorge über den Nachmittag vorhanden ist, bedenklich ist. Denn es muß auch eine Beziehung zur Erziehung aufgebaut werden können. Es muß der Dialog wiederhergestellt werden, der heutzutage nur allzuoft zwischen Kindern, Eltern, Lehrern usw. verloren gegangen ist.

Gruß,
blutrichter

tec-doc
26.03.2004, 05:46
Hm, "Verdummung der deutschen Jugend – Gründe?" , sagt für mich: Die Jugend WIRD verdummt. Warum WIRD das gemacht?

Alle "Methoden" zur "Verdummung" (im weitesten Sinne, denn es geht ja hierbei wohl nicht nur um Wissen, wie gesagt, sondern um Werte, Motivation usw....wurden ja nun ausführlich erläutert, die Kernfrage und Lösungsansatz ist aus meiner Sicht: Warum wird das getan und wer profitiert davon???

Alles hat eine Wurzel und einen Grund!

Morgoth
26.03.2004, 16:07
Außerdem hat man damit die wohl künftige geistige Elite an konzentrierten Orten, kann sie also leicht unter Kontrolle halten und die aufmüpfigen schnell "entsorgen".

Wie wäre es damit?

Schon Macchiavelli hat in seinem Buch "Il principe" vor im 16. Jahrhundert auf die Möglichkeit zur Kontrolle des Volkes durch gezielte Verdummung hingewiesen.

Gruß
Morgoth

olly3052
26.03.2004, 17:05
Wollt ihr wirklich allen Ernstes schreiben, daß in Deutschland keine Meinungsvielfalt herrscht?

Das in Printmedien, Rundfunk und Fernsehen, die Meinung der Masse durch die Macher bewußt manipuliert werden, um sich eine eigene Elite zu schaffen?

Manchmal glaub ich es einfach nicht...

Übrigens ist jeder, auch ein Schüler, selbst seines glückes Schmied.

Es gibt unendlich viele Fachbücher, mehr oder weniger gut sortierte Bibliotheken.
Zur Weiterbildung gibt es Hochschulen mit etlichen Seminaren, die jedem frei zugänglich sind.



Gruß

olly3052

Jirko
26.03.2004, 17:23
Nicht zu vergessen das Internet! Das wohl einzige Medium, das keinem Besitzer, keiner Religion und keiner finanziellen Begrenzung unterlegen ist.

Insoweit kann ich olly also verstehen - wir haben geklärt, dass es die Möglichkeiten zur Genüge gibt, das Problem ist die Person selbst - oder sollte man eine Person unbewusst beeinflussen können, und das in großem Stil?




Ich denke nicht...

Cerberus
26.03.2004, 17:27
Stimmt Silver!
Das Problem ist die Person selber.
Es gibt Menschen die denken und es gibt Menschen die lassen denken.
Womit wir wieder bei Kant wären und der " selbstverschuldeten Unmündigkeit des Einzelnen!". :D
Cerberus

bitfunker
26.03.2004, 17:30
Die Jugend WIRD verdummt. Warum WIRD das gemacht? Nur für den Fall, dass ich es noch nicht ausdrücklich erwähnt habe: Ich persönlich(!) halten diesen ganzen Kram mit Verschwörungtheorien usw. für ausgemachten Blödsinn. Ich will niemandem ans Bein treten damit, jeder hat schließlich seine eigene Meinung.
Wobei, wenn jeder eine eigene Meinung hat/sich bilden kann, ist dieser Verschwörungs"kram" sowieso widerlegt ;).

Btw: Falls jemand von den Vorpostern neg. Karma bekommen hat, es ist nicht vom mir!

Tod
26.03.2004, 17:42
Stimmt Silver!
Das Problem ist die Person selber.

Cerberus

Oder die, von denen die betreffende Person abhängt.


Im Übrigen glaube ich auch nicht wirklich an eine Verschwörungstheorie. Aber manchen ist RTL ganz recht...

Und in der Schule geht einfach keine Bildung mehr ab. Das ist Fakt. Und es kann ja wohl nicht sein, daß man/Kind das jetzt gefälligst alles zuhause selbst machen muß.

Gruß,
b.

olly3052
26.03.2004, 17:49
Stimmt Silver!
Das Problem ist die Person selber.
Es gibt Menschen die denken und es gibt Menschen die lassen denken.
Womit wir wieder bei Kant wären und der " selbstverschuldeten Unmündigkeit des Einzelnen!". :D
Cerberus

Schön ausgedrückt.

Natürlich hängt es von der jeweiligen Persönlichkeit und im gewissen Maß von dem Umfeld ab.

Wie Du in Deiner Anspielung auf Kant schön hingewiesen hast, ist dies aber kein Umstand, dem nur die heutige Jugend unterliegt.

Gruß

olly

Jirko
26.03.2004, 17:51
Ich würde auch nicht alle Schulen pauschal über einen Kamm scheren. Allerdings ist es erschreckend, was früher vermittelt wurde, und wie es heute größtenteils aussieht.

Ich meine, noch ganz gut mitzukommen, sowohl was Bildung angeht als auch die Ausdrucksweise und das Verhalten - und das alles wurde in der Schule mitgeprägt.

Man müsste nur aufhören, den Lehrer als Ersatzelternteil anzusehen. Wenn ich höre, das neuerdings "Bildungspläne" erstellt werden sollen für alle Schüler, die schlechter als 4 stehen, dann fass ich mir doch an den Kopf. Was soll das bringen? Eine mühsame Auseinanderpuzzlung aller Schwächen der Person? Entweder man kann nicht, oder man will nicht. In beiden Fällen sollte man darüber nachdenken, die Schule zu wechseln, zumindest, wenn sich die Ausfälle häufen.

Niemanden bringt es etwas, zu sehen, dass man mehr lernen soll und an der Auffassungsgabe arbeiten müsste. Die Lehrer sehen sich auch nur mit mehr Bürokratie konfrontiert - ein Grund, weshalb es längerfristig zu "gefälschten" 4ern kommen kann.

- Nur Stuss also, was hier verabschiedet wird. Ein Schüler kann nicht überall an die Brust genommen werden, das Ding soll mal selbst was tun - ohne geht es nicht.

@ blutrichter

Alles soll es natürlich nicht alleine machen. ;)

Cerberus
26.03.2004, 19:06
Oder die, von denen die betreffende Person abhängt.
Das ist sicher nicht zu leugnen. Aber genau darauf spielt Kant ja an, denn "selbstverschuldet" heißt für mich, ich habe die Möglichkeit ( Eigeninitiative ) es zu ändern. Wer zwinkt mich alles unkritisch und unreflektiert zu übernehmen? Ich denke niemand. Und gerade die heutige Generation hat die Möglichkeit an Informationen heranzukommen, die ich z.B. nie gehabt habe. Wer also in der heutigen Zeit behauptet er werde verdummt, der ist für mich " selbstverschuldet unmündig " ( bezieht sich nicht auf dich, ich schätze deine Beiträge).
.... ist dies aber kein Umstand, dem nur die heutige Jugend unterliegt
Gewiß nicht, ich schließe einen großen Teil der "sogenannten" Erwachsenen ausdrücklich mit ein. ;)
Cerberus

Sahneknuffi
26.03.2004, 19:38
Die Fahigkeit sich selbst zu reflektieren und zu hinterfragen setzt aber bereits eine gewisse geistige Agilität voraus, und wenn ein junger Heranwachsender in der kritischen Phase der Entwicklung keine Förderung eben dieser Agilität erfährt, gelangt er niemals an dem Punkt an, an dem er sich selbst hinterfragt, weil er es nie gelernt hat.

Personen die imstande sind andere für ihre Dummheit verantwortlich zu machen sind natürlich ein anderes Thema; wer dazu imstande ist, kann sich auch selbst verantwortlich machen...

lenz
26.03.2004, 21:12
Sorry,ich hab nicht alle Beiträge intensiv gelesen.Aber nach "Überfliegen" kann ich nur sagen:solange in diesem Land die Schuld fast unisono zuerst beim Opfer und nicht beim Täter gesucht wird und unsere regierende Oberelite für jedes Problem eine Berateragentur braucht,wird sich in diesem unserem Lande nichts ändern.Der Musikantenstadel läßt grüßen.

Tod
27.03.2004, 08:35
@Silver u. Cerberus

Es ist so, daß der Lehrer auf keinen Fall ein Elternteil ersetzen darf; aber MUSS ihn unterstützten, denn die Schutzbefohlenen sind ihm gerade auch deshalb anvertraut. Man muß mit Sorge betrachten, wie wenig Pädagoge unsere Lehrer z.T. noch sind.

Die selbstkritische Reflexion ist natürlich wichtig und unabdingbare Voraussetzung für eine aufgeklärte Bildung. Gerade aber in jungen Jahren brauchen Menschen aber Führung, weil sie aufgrund von natürlicher Unmündigkeit eben auch deshalb keine Schuld an derselben tragen.
Für Ältere, die bereits Gewissen und Wissen ausgebildet haben, ist es natürlich etwas, das man von ihnen verlangen können muß. Aber auch hier gilt: Da wir hier von der jugend reden, ist stets Leitung erforderlich; und zwar vorsichtige, denn es besteht immer auch die Gefahr der Fehlleitung.

Problemisch ist, daß "Bildungspläne" und nicht weiterhelfen. Die führen nur noch stärker dazu, das Dümmere wieder durchgebracht werden. Genau das ist ja das Problem: es darf keiner mehr dumm sein. es müssen alle studieren usw.
Unsere Unis sind total überfüllt und es gibt viel zu wenig Arbeit für all die Akademiker.


Gruß,
blutrichter

Jirko
27.03.2004, 10:30
Dann meinen wir das selbe - Lehrer als Elternteil: nein. Lehrer als Miterzieher: ja. Aber überall muss es Grenzen geben - kein Lehrer kann sich persönlich um jeden Schüler in der Klasse kümmern, wenn letztere nicht selten 30 Mann umfasst. Das geht einfach nicht, denn kümmert man sich um einen und dessen Probleme werden dutzende andere vernachlässigt.

Deshalb kann ein Lehrer auch nur begrenzt spezifisch auf persönliche Probleme eingehen - diese Leute sitzen ja auch nicht hobbymäßig in der Schule rum und warten darauf, zu Alltagsproblemchen ausgefragt zu werden...

Tod
27.03.2004, 11:23
Da geb ich Dir völlig recht. Zumal Lehrer oft mehrere solcher Klassen haben.
Nur sollte der Klassenlehrer schon eine Anlaufstelle sein können. Leider sind unsere Klassen in der Tat zu groß, was u. a. auch daran liegt, daß sie falsch strukturiert (zuviele Schüler an der falschen Schule) sind und es zuwenig Lehrer gibt.
Auch sollte unbedingt, das ist meiner Ansicht nach in der heutigen Zeit zwingend, endlich die Gnaztagsschule eingeführt werden, egal, was es kostet. Entweder die Mütter oder einen Teil der Väter hören wieder auf zu arbeiten oder beschränken sich zumindest; oder sie geben (wenn die möglichkeit geschaffen wurde) die nachmittägliche Erziehung nicht in die Hände des TV sondern in die Hände ausgebildeter Pädagogen an den schulden, die zB auch die Hausaufgabenbetreuung übernehmen.

Gruß,
blutrichter

Jirko
27.03.2004, 19:06
Die Frage ist, inwieweit es sich einrichten lässt, dass nicht beide Elternteile arbeiten gehen. Meist ist dies zwingend notwendig, da sonst die Familie nicht ernährt werden kann.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es auch so geht. Ich habe vor der Schule den Kindergarten besucht, ab 4 Uhr war ich zu Hause und dann bin ich wohl meinen Eltern auf den Senkel gegangen - so genau kann ich mich an meine Kleinkindkindheit (tolles Wort ;)) auch nicht erinnern...

Wichtig ist in meinen Augen, die Kinder nicht zu früh an technisches Spielzeug zu gewöhnen. Ein Fernseher, Computer, Handy oderähnliches sollte nicht in Kinderhände. Bauklötze, Lego oder Matchbox, damit kann man sich auch beschäftigen, aber sobald das Kind Technikabhängig wird, kann es kritisch werden.

Es geht mir nicht nur darum, dass Kinder mit dem Computer ganz andere Möglichkeiten haben, an gefährdendes Material zu kommen, wer als Kind nicht baut und bastelt, dem fehlt irgendwann womöglich Vorstellungsvermögen und Erfindergeist.

Einen eigenen Fernseher hatte ich mit 12 Jahren - vorher gabs nur Sandmännchen und ausgewählte Trickfilme und Geschichten. Und ich war auch zufrieden damit - man sollte Kinder nur früh genug mit den förderlichen Spielzeugen anfreunden, so denke ich.

Wir hätten dann wohl wieder dort angeschlossen, wo wir vorhin einmal waren: Behutsames Lenken durch das gezielte Setzen von Beschäftigungsmitteln. Sehr essenziell in der Erziehung, meine ich. Aber ich hab da eigentlich keine Erfahrung, mit 17 möchte ich mich noch nicht um Kindeserziehung kümmern. ;)

Tod
28.03.2004, 00:05
Mit 12 ein eigener Fernseher??? Wow! den hatte ich erst mit 20. Einen Computer hätte ich dagegen gerne schon früher gehabt, denn mit dem läßt sich so manches Kreative anstellen. Und der hätte mein Interesse für PC-Technik schon früher geweckt und ich hätte vielleicht Informatik studiert (wäre mir lieber gewesen, glaub ich, als Jura).
Aber sonst vollste Zustimmung: Lego rules! Vor allem für Kinder und Kleinstkinder. Bauen, Ideen bekommen und im Dreck wühlen! So soll das sein! Dann lebt die Kreativität und die Allergien bleiben aus.

Gruß,
blutrichter

Jirko
28.03.2004, 09:00
Mit dem Unterschied, dass bei mir "mit 12" vor fünf Jahren war. Kurz vor der Jahrhundertwende waren die Teile nicht mehr so rar. :D

Zugang zum Computer hatte ich auch inetwa in der Zeit, allerdings stand das Ding im Arbeitszimmer. Wirklich gereizt hat es mich nur begrenzt, Lego ging vor. ;)

Und klar kann man mit einem Computer die Kreativität fördern, man kann aber durch einen Überfluss von Spielen auch die Phantasie einschränken, weil man nur noch die Richtung der Spielfigur angibt.

Es gibt aber sicherlich auch genug Beispiele, wofür ein Computer noch gut sein kann - wie immer gilt: Das Maß der Dinge ist wichtig.

Arne
28.03.2004, 19:38
ich hab mir jetzt nicht alles durchgelesen, was bisher geschrieben wurde, aber ist euch schonmal der unterschied zwischen stadt-und landkindern aufgefallen?

ich kenn ein paar leute in einer nahen 50000-ew-stadt, von denen kein einziger "kumpel" keine baggies (oder wie man die auch immer schreibt) trägt und die sich auch entsprechend scheiße verhalten (ist so. kann ich nix dran ändern.)
die hängen wirklich jeden tag vor ihren playstations (und nicht einer vorm pc, wohlgemerkt), mit denen man ja nunmal wirklich nur daddeln kann, oder sehen sich "die passion christi" auf lsd an. und das betrifft alles den absoluten großteil.

zum vergleich die leute vom land:
natürlich gibts auch hier so manchen, der nachmittags mit seinen homies ;) und er buddel in der hand in der bushaltestelle anhängt.
aber dann schau ich mir meine schule an (ist ein gymnasium in einer winzigen stadt? dorf? definitionssache :D) und sehe vielleicht 2% baggyträger, nicht einen skin, maximal 3 punks (wobei die alle sehr moderat sind), fast keine raucher (ich mich jetzt schon auf die reduzierung des raucheranteils durch die zwischenprüfung 10. klasse in diesem jahr),...
und dann wiederum, was auf seite 1 schon mehrfach angesprochen wurde: in meiner klasse (10.) sind so 3-4 extrembeispiele, die von ihren alten aufs gymmi geschickt worden sind, nicht lesen können, sich über ne fünf freuen, in der pause allein mit kippe in der ecke auf ihren kamerahandys rumhacken...
aber alles in allem kann hier der großteil richtig lesen, die meisten können sich ordentlich ausdrücken wenns drauf ankommt - und, was ich für den wichtigsten punkt halte: hier haben die meisten zukunftspläne und sind ehrgeizig, nen halbwegs guten abschluss zu schaffen.

was wollte ich jetzt eigentlich sagen ?:confused
vielleicht editier ichs noch rein...
p.s.
ich hab mit 6 jahren zuerst an dem 386er von meinem paps gesessen und basic-games in schwarzweiß gespielt...
dann kam ne laaaange sehr extreme lego-periode, und mit zehn (also vor sechs jahren) hab ich dann nen p75 geschenkt bekommen, der hat 4 jahre durchgehalten, und seit zwei jahren wird aufgerüstet.
nebenbei hab ich verschiedene sachen gelernt und mich dafür begeistert, z.b. turbo pascal/delphi, elektrische schaltkreise (wissen, von dem ich heute noch zehre, ihr solltet meinen rechner von innen sehen :D ) usw.
ich habe aber, obwohl ich hier in nem kaff wohne, immer zwei-drei gute freunde gehabt und auch immer mit denen was unternommen, was auch nicht abnimmt - im gegenteil, wir überlegen schon, ob wir mit ca. der hälfte der klasse privat skifahren fahren (setzen, sechs, miserabler ausdruck :D )...
speziell an silver und blutrichter: technikbegeisterung bzw. -sucht (bei mir z.b. ;) ) und sozialleben schließen sich nicht gegenseitig aus.

so, genug geschreibt, bildung rulezz ;)

edit:
wie peinlich, "meisten" mit ß...
edit 2:
ich danke dir, b-runner :)

Jirko
28.03.2004, 20:48
In der Stadt ist wohl das Angebot an Kinos, Fernsehsendern, Radiosendern, Zeitschriften, Computerläden etc größer, das Land beschränkt sich aufs wesentliche. (Ich weiß das, bin froh, dass ich im Falle eines Falles ein McDonalds in der Nähe habe ;))

Es war übrigens nicht meine Absicht zu behaupten, ein Computer würde für soziale Unfähigkeit sorgen, nur kann ich mit dem Kasten nicht reden, kann keine Mimik deuten, die Gestik beachten und ihn nicht in den Arm nehmen. Je mehr ich also vor dem Ding sitze, desto weniger reale Kontakte pflege ich.

Das ich mit hunderten Leute chatte, mit tausenden im Forum debattiere etc ersetzt dies in meinen Augen auch nicht - das trotzdem nebenher Freizeit übrig bleibt, möchte ich aber auch nicht leugnen - das hängt wieder mit der Person zusammen...

bitfunker
28.03.2004, 22:28
Wenn eine hohe Mediennutzung zur Verdummung beitragen würde, müßte ich inzwischen ungefähr bei IQ=Schuhgröße liegen. Das glaube ich an und für sich auch nicht wirklich. Die Frage ist auch hier wieder wie bewusst und mit welchen Interesse man ein Medium nutzt. Wenn ich mir den ganzen Tag lang "Beriseelung"durch TV&Radio gebe, ohne mehr davon mitzunehmen, als eine Bild- und Geräuschkulisse, dann ist diese Art der Mediennutzung sicherlich nicht besonders gewinnbringend.

Tod
28.03.2004, 22:49
Sicher! Ab einem gewissen Alter und IQ kann man alles ja selbst steuern.
Es geht aber auch um den EQ. Der geht schneller drauf. Nen IQ hat man.

b.

Wintermute
02.04.2004, 19:19
Wenn eine hohe Mediennutzung zur Verdummung beitragen würde, müßte ich inzwischen ungefähr bei IQ=Schuhgröße liegen.

Ich glaube ich wäre schon bei der Anzahl meiner Finger angelangt :D

Tod
05.04.2004, 01:24
Schuldig. Hätte den IQ eines Rosinenbrötchens... :D

FutureAttack
05.04.2004, 14:26
genau das beobachte ich auch seit einigen jahren an meiner schule. ich bin jetzt in der 12. und muss feststellen, dass mir selbst die leute aus der 10.klasse total asozial vorkommen und ich bin mir sicher, dass ich mich in der 10.klasse nicht so benommen habe.
selbst 5 klässler ham heute ne tierisch große fresse und prollen mich dauernd an, obwohl die 5 köpfe kleiner als ich sind.

Das kann ich genauso übernehmen. Ich bin auch in der 12. Klasse, aber als ich in der 5. war hatte ich noch Respekt vor den Oberstufenschülern. Dieser Respekt ist mittlerweile nicht mehr vorhanden.

Tod
07.04.2004, 20:17
Da war bei mir damals aber auch schon so (1994/95). Als ich damals Abi machte waren die kleinen Rotzer auch frech bis zum Gehtnichtmehr. Die haben uns Wörter an den Kopf geworfen, die kannte ich in der 5. Klasse noch gar nicht. Als sie uns damals dann mit dem Fußball beschossen haben und uns weiter beschimpft haben, hat einer meiner Kameraden damals dem kleinen Frechsten eine geschallert (nicht fest, nur um den Respekt und die Rangfolge wiederherzustellen :) )... Resultat: Gespräch beim Rektor, er können doch keine kleinen Kinder verdreschen => völlig falsche Sachverhaltsschilderung und Realitätsverlust auf Seiten des dämlichen Rektors... und der war echt bekloppt!

b.

m0d.eXhumed
28.04.2004, 21:43
nennt mich jetz rassicht, aber meiner meinung nach lassen sich die deutschen jugendlichen von heute zu sehr von anderen kulturen beeinflussen!

damit will ich nicht sagen, dass andere kulturen nichts wert seien; ganz im gegenteil: nur leider werden nur die "schlechten seiten" der jeweiligen kultur übernommen!

Tod
28.04.2004, 22:05
Fremde Kulturen sind in der Egel eine Bereicherung. Nur zuviel fremde Kultur wird oft mit Argwohn betrachtet, wei lsich die Menschen vor zuviel Fremdem fürchten. Es gibt aber genug Beispiele, daß dies nicht immer der Fall ist, bspw im Hinblick auf die ganzen Anglizismen oder überlieferten fanzösischen Wörter usw.

Nur, wenn Kulturen "einfallen" und sich eine Subkultur bildet, wird es kritisch.

Arne
29.04.2004, 14:35
nur leider werden nur die "schlechten seiten" der jeweiligen kultur übernommen!
hast du da mal ein beispiel zur hand?

@blutrichter
du meinst also unter anderem ghettobildung u.ä., richtig?

Tod
29.04.2004, 14:43
@blutrichter
du meinst also unter anderem ghettobildung u.ä., richtig?

So ist es.
Klar ist, daß diese Ghettobildung nicht nur den Einwanderern, respektive Ausländern angelastet werden darf; aber es gibt Stadtteile, in denen die Menschen voreinander nicht mehr sicher sind.
In den meisten dieser Asylanten-Ghettos verwarlosen viele, wenn nicht die meisten. Aber das alleine ist garantiert nicht der Grund für eine Verdummung der deutschen Jugend; es ist aber AUCH ein Grund.

bitfunker
30.04.2004, 09:11
aber meiner meinung nach lassen sich die deutschen jugendlichen von heute zu sehr von anderen kulturen beeinflussen! Ich denke eher, dass ish ein Großteil gar nicht mit den Kulturen auseinandersetzt. EU-Ost-Erweiterung heißt doch für viele, dass sich ihr geistiger Horizont nur noch ein Stückchen weiter hinter der Realität befindet.

Tod
30.04.2004, 09:17
Wie wahr. Schlimm ist, daß viele noch nicht begriffen haben, daß die europäischen Völker sowieso alle miteinander verwandt sind (sozusagen).
Übrigens ist es nicht nur eine Ost-Erweiterung, ne? :D

Ich hoffe jedenfalls, daß die EU schön zusammenwächst... hoppla, off-t...

Ich denke, hauptsächlich geht es um fehlende Bildung. Es ist zum Haareraufen, was mir jeden Tag in der Straßenbahn entgegen kommt...

MarcT
09.05.2004, 14:26
Also ich als Jugendlicher, muss auch meinen Teil zu dieser Diskussion sagen. Ich bin in der 9.Klasse eines Gymnasiums, und so wie es in den Medien dargestellt wird, ist es (zumindest bei uns) bei Weitem nicht. Man hat zwar seltener mal gewalttätige Konflikte und auch sehr aggressive Auseinandersetzungen, aber es wird weder gekifft, oder sogar durch Kriminalität der Schulalltag bestimmt.
Und alle in meiner Stufe können sich auch gepflegt ausdrücken, auch wenn man (aus reiner Bequemlichkeit) meist zu normalem "Umgangsdeutsch" greift.

h1tm4n
09.05.2004, 14:34
Bei uns ist es ähnlich wie bei MarcT. Mache zur Zeit eine IT-Ausbildung auf einer BBS und in unserer Klasse gibt es absolut keine gewaltsamen Auseinandersetzungen. Natürlich gibt es auch bei uns Ausnahmen, die mal zum Joint greifen (gehöre nicht dazu), aber wo gibt es dass nicht? Auch können sich alle vernünftig ausdrücken, nur wird, wie MarcT bereits sagte, aus reiner Bequemlichkeit, lieber "Umgangsdeutsch" gewählt.

Vorher, in der 10. Klasse war es schon sehr extremer. Teilweise gab es in den Pausen mindestens eine große Schlägerei und auch dass Thema mit dem Drogen dealen war extremer, jeder konnte, soweit er wollte, an quasi jeder Ecke, kaufen was er brauchte. Wieso es so einen krassen Unterschied zwischen BBS und 10. Klasse gibt, kann ich nur vermuten. Vielleicht liegt es einfach an der Reife der Schüler/Azubis oder die meisten begreifen jetzt einfach, was wichtig ist, wie gesagt, ich kann es nur vermuten.

Der Daedalus
09.05.2004, 14:56
Naja wenn man dann aber mal in ganz bestimmte Klassen an einer BBS geht ... Ich sag nur BVJ(Berufsvorbereitungsjahr). Wenn mein Vater (Lehrer) wieder davon erählt, dann bin ich froh, dass ich nie Lehrer werden wollte.
Da sitzen 20 Leute und das erste was sie dem Lehrer klar machen ist, dass sie keinen Bock auf ihn haben und er sich doch eigentlich gleich wieder verpissen soll ...

Was dazu führt, dass ist schwer zu sagen. Aber ich glaub es hat viel mit dem Elternhaus zu tun. Wenn die Lehrer mal versuchen mit den Eltern zu sprechen (was bei 15-17 jährigen ja durchaus angebracht ist) dann stoßen die da meist auf Granit. Keinen Juckt es was der Sohn/ die Tocher da macht. Das sie überhaupt wissen, das er/sie noch zur Schule geht ist schon ein kleines Wunder.
Ein 15 Jähriger ohne Perspektive, der zudem noch ein schlechtes Elternhaus hat, der will nicht in die Schule und was lernen ...
Entscheident sind da denk ich gerade diese Jahre (so ab 13 bis 17). Denn da erkennt man entweder, dass das was man sich an Wissen und Können aneignet nicht für wen anders, sondern für einen selbst ist, oder man lässt sich hängen und denkt nicht an die Zukunft.

Alles was davor ist (also von der Geburt an) das schafft sicher Grundlagen und auch hier muss viel gemacht werden. Alles ist so einfach für Kinder, TV an, vor die Konsole ... Man braucht nicht mehr Kreativ zu sein.
Was ist zum Beispiel mit Lego und Co. gerade sowas trainiert doch Kinder im kreativ sein, ...
Aber TV ist einfacher für beide Seiten (Eltern / Kinder) und so sitzen heut schon die kleinsten Stundenlang vorm TV wärend Mama und Papa Geld verdienen sind.

Allein den Eltern die Schuld zu geben ist jetzt sicher auch falsch.
Die Politik versagt auch gänzlich.
Jedes Kind muss in den Kindergarten können. Da müssen pädagogisch ausgebildete Fachkräfte und nicht die Mutter von nebenan auf die Kinder warten.
Das Kindesalter ist das, was hinterher viele Grundlagen schafft und da sollten wir nicht sparen.
Wenn dann auch später von den Eltern nicht so viele Fehler gemacht würden, dann müssten wir garnicht über dieses Thema sprechen.
Jeder kann irgendwas gut, dass scheinen viele zu vergessen und lassen sich (mangels genügend Unterstüzung) hängen.

h1tm4n
09.05.2004, 15:07
Klar gibt es "kleine" Unterschiede zwischen dem BVJ und einer Ausbildung auf der BBS. Als wir vorletzte Woche zu den BVJlern mussten, um sogenannte "Medientische" fertigzubasteln, hat man es deutlich gemerkt, kaum waren wir da, begneten uns die ersten Leute die meinten, einen Aussenseiter verprügeln zu müssen, bis ein Lehrer erschien, der aber nicht wirklich was gemacht hat. Als wir dann in einem der Fachräume waren, in dem einer der Tische stand, stritt sich grad einer der Schüler mit dem Lehrer darüber, wo ein Loch auf seinem Werkstück hinsoll. Es war so, wie Der Daedalus beschrieb, der Schüler fing an, den Lehrer zu provozieren und beleidigen, bis er das falsche Loch bohren durfte. ;)

Natürlich gibt es Ausnahmen, aber der größte Teil der BVJler ist schon etwas "hinterher". Das merkt man schon, wenn man in der Pause durch den BVJ Bereich läuft, um sich vorne etwas zu essen zu kaufen. Irgendwelche Leute prügeln sich und auch der Rest zeugt nicht wirklich von Sozialismus.

Wodran das ganze liegt, ist schwer zu sagen. Es ist klar, wenn die Eltern nicht auf Hinweise der Lehrkräfte reagieren, dass sie eine große Mitschuld tragen müssen. Aber auch die Lehrkräfte sind nicht immer der Bringer. Wieso werden die Schüler nicht zum Direktor geschickt, wenn sie sich prügeln etc.? Es wird lieber weg gesehen, aus Bequemlichkeit? Es muss sich auf jeden Fall etwas ändern, nur was genau?

MarcT
09.05.2004, 15:16
Mit Umgangsdeutsch meinte ich aber nicht dieses "Prollo-Deutsch" nach dem Motto: Ey Alta... sondern normale Sprache, wie sie auch in "gepflegteren" Kreisen gesprochen wird.

Mr_Tee
09.05.2004, 21:46
Hm, das klingt so verschworen, dass es wahr sein muss. Man sieht es ja an der Pisa Studie: Großer Aufschrei, viel Stuß geredet aber noch weniger umgesetzt. Nichteinmal einen einheitlichen Lehrplan geschweige denn Abschluss bekommt man Deutschlandweit gebacken...


Hmm ich frage mich aber welche Schüler man da getestet hat.
Die aus der Haupt - und Baumschule.?
Die Behaupten des Kolloseum von Rom läge in Moskau.
Die nicht wissen welcher Fluss durch Frankfurt am Main fließt .
Mei hätten die mich getestet wärmer auf dem ersten Platz :rolleyes

Daria
09.05.2004, 22:49
Mei hätten die mich getestet wärmer auf dem ersten Platz

Der intellektuelle Reifegrad eines Landes definiert sich aber (leider) nicht über Individuuen sondern über die breite Masse.

MarcT
10.05.2004, 14:52
Leider. Also wir haben mal ähnliche Testfragen an unserer Schule im Unterricht probiert. Und die warn ja wirklich nicht schwer!

Tod
10.05.2004, 15:25
Zu meiner Schulzeit war es auch schon nicht mehr so doll. Was wir da alles mit durchgeschleift haben... Ist jetzt grade mal 10 Jahre her... AH! 10 Jahre! wie die Zeit verrinnt :D
Nein, aber im Ernst: unsere Anforderungen an den Schulen sind unter aller Sau. Mit dem Aufwand, den ich dort betrieben habe, hätte ich niemals Abi machen dürfen... schröcklich!
Ich will damit nicht sagen, daß alles viel zu leicht war, bestimmt nicht. Aber ein bißchen mehr Stringenz wäre nicht schlecht.

bitfunker
11.05.2004, 11:04
Bez. BVJ usw.:
Ich kenne, wie schon erwähnt, Klientel und Ablauf recht gut. Kurz gesagt: Wer diesen Weg geht, hat noch weniger Chancen als vorher!
Ein Hauptschulabschluß auis dem BVJ ist das Papier nicht wert, auf dem das Zeugnis gedruckt ist.
"Spaßigerweise" wollen die zuständigen Ministerien und Behörden im Bereich Berfufsvorbereitung noch(!) weiter einsparen, d.h. Maßnahmen, Teilnehmerplätze und Personalkosten reduzieren. So schafft man sich nur noch mehr unvermittelbare, jugendliche Langzeitarbeitslose ohne Perspektive.

Tod
11.05.2004, 14:33
Die sollten g'scheiter mehr Lehrer einstellen und die Anforderungen ünerall ein bißchen hochschrauben, damit nicht mehr "nur" Volltrottel die Schulen verlassen, die nicht ausbildbar sind.
Ich weiß, daß das jetzt etwas verallgemeindernd klingt. Aber wenn ich mir anschaue, wer heutzutage bei mir die Heizung repariert...

SMELT
14.05.2004, 14:34
Aber wenn ich mir anschaue, wer heutzutage bei mir die Heizung repariert...
:D :D


die ganze sache der erziehung und nach der frage wie wird ein mensch so wie er ist versuchen die philosophen schon zeit ihrem anfang herauszufinden und zu analysieren. sie sind immernoch nicht zu einem entschluss gekommen. aber ich denke das liegt wohl daran, dass es einfach zu viele einflussfaktoren gibt um es klar abzugrenzen. deswegen stimm ich dir auch zu, mutti. wenn es die intelligentesten menschen der geschichte innerhalb von vielen tausend jahren nicht hinkriegen, dann müssen es wirklich viele faktoren sein, und es werden nicht weniger!

meiner meinung nach sind jedoch die größten einflüsse des menschen immer die menschen in seiner umwelt. vielmehr als medien (obwohl sie keine kleine rolle spielen) zumindest. d.h. als kind deine eltern, und dann mit der zeit seine freunde und cliquen. es kein zufall, dass die mehrzal der jugend, dessen ertern nicht studiert haben, auch selber nicht studieren gehen, oder dass wenn deine clique schule schwänzt, dass du dann auch mitmachst.

ich denke es ist alles eine frage dessen was von dir erwartet wird. wenn deine eltern nicht von dir erwarten, dass du abi machst.. dann warum machen? (der mensch ist eben zu gemütlich). ich denke das ist jedem mal bewusst klar geworden... wenn deine familie oder verwandte auf dich herabschauen, und denken, der packt es eh nicht, dann (ob man es zugirbt oder nicht) tut es einem schon weh. am anfang verdränkt oder ignoriert man es noch...aber mit jedem mal wird man tiefer in eine schublade gesteckt, aus der man nicht mehr raußkommt. oft hat mal natürlich das bedürfniss es ihnen dann erst recht zu zeige, aber das viel zu selten vor, bzw. wir zu selten realisiert weil es dann schon 'zu spät' ist.

ich glaube zwar nicht an stereotypen, aber ich glaube hinter jeder verbirgt sich auch wahrheit. die dummen bauern, z.b. ich glaube persönlich, das wäre ich in irgendwo aufgewachse in der wohnung neben Usuf Kahlim und Vulkan Öz, würde ich heute nicht studieren... klar kann ich das nicht beweisen... ich würde wahrscheinlich mit den beiden in der werkstatt arbeiten, oder vielleicht sogar als tankwärter. <-übertrieben!

wir sind halt alle produkte unserer umwelt. und wenn unsere umwelt verdummt ist, dann ist das ja auch 'die Verdummung der heutigen Jugend' kein wunder.

Tod
19.05.2004, 08:33
Das ist natürlich klar. Die Eltern haben, mE, die die Pflicht, größte Sorgfalt und Obhut zu üben, was der Kontakt der Kinder zu anderen und zur Bildung angeht.

Es muß nicht jeder Arzt oder Rechtsanwalt werden, die Unis sind ohnehin schon total überfüllt. Viel wichtiger ist es, daß wir wieder gut ausgebildete und nicht völlig ungebildete Angestellte und auch Arbeiter haben. Und hierzu tragen Familie und andere soziale Gruppen natürlich erhebliches bei.

Es beginnt aber in der Familie. Eine intakte Familie ist dabei ein nochb esseres Umfeld, als eine zerrüttete, denn man seine Probleme intern besser lösen und in der Kommunikation miteinander nach Wegen suchen. Wenn ein Kind das bei seinen (auch (noch) ungebildeten) Freunden und Bekannten tun muß, ist es schlecht, weil natürlich Erfahrung und Wissen fehlen.

Es gibt ja Schüler, die auf einem guten Wege sind (siehe in diesem Forum); ich finde es durchaus beachtlich, wenn ich mir die Teenies hier anschaue, daß noch nicht alles verloren ist; aber es liegt auch immer noch viel im Argen. Das merkt man bei vielen Posts.

Das Problem dabei ist, daß ja auch der Rest der Bevölkerung (Eltern) immer weiter verdummt und sich privat gar nicht weiterbildet durch Bücher oder Magazine. Und was wollen die dann den Kindern näherbringen?

Jirko
09.06.2004, 12:15
Ich möchte diesen Thread, ähnlich, wie ich ihn schon eröffnet habe, mit der Schilderung eines aktuellen Ereignisses aufleben lassen.

An meinem halbfreien Tag heute war ich bei meiner Anästhesistin um über eine kommende OP zu sprechen. Das hat mich natürlich gefreut, weil der Tag vor dem Besuch um 10:00 und danach für mich frei ist. Nun haben mich jedoch einige Sachen schockiert:

1) Als ich den Fragebogen für die Narkose durchgegangen bin, kam als erstes die Frage, ob Mama und Papa das auch gelesen hätten. Es fehle noch eine Unterschrift, und Mama und Papa (ich setze so penibel auf eben jene Ausdrücke, weil mit mir so gesprochen wurde) müssen den Bogen unbedingt lesen.

2) "Nehmen Sie Drogen ein?" - "Nein." - Soweit das Frage- und Antwortspielchen. Frau Anästhesistin hingegen betrachtet wieder ihre Zettelchen, schreibt und murmelt "Also keine Drogen mehr". Mehr? "Ich habe noch nie Drogen genommen", warf ich ein. Aber das tat auch nichts mehr zur Sache...

3) Am Ende der Besprechung dann wieder der Satz: "Und nicht die Formulare beim nächsten Mal vergessen, die sind wichtig. Das sind Dokumente." - Ja... Was kommt noch? Bekomme ich noch einen Bonbon oder sowas, oder einen Lollie, weil ich so tapfer war?

Ist das der normale Eindruck, wenn man mit einem 17jährigen spricht? Ich war ja schockiert und habe versucht, mich daran zu erinnern, ob ich zwischendurch vielleicht am Daumen gelutscht habe oder soetwas, ich kam mir noch nie so ... geistig herabgestuft vor, wenn ich mit anderen redete.

Mich würde jetzt mal interessieren, wie ihr der Jugend gegenübertretet oder ich behandelt fühlt, sofern ihr zu den Jugendlichen gehört.

phil.
09.06.2004, 12:38
Nun, wie gehe ich mit Jugendlichen um?

Einfach mit dem gebührendem Respekt, den jeder erwartet und den ich auch erwartet habe.
Bei uns im Haus wohnt ein 14 jähriges Mädchen, der helfe ich ab und zu bei PC Problemen. Sie wird normal so angeredet wie ein/eine 24/34 jährige(r) auch.
Warum sollte ich einen Unterschied mache. Es fällt einem zwar manchmal etwas schwer, vor allem wenn sich die Jugendlichen kindlich benehmen. Das machen Erwachsene aber auch oft genug.

Allerdings kommt es auch auf das Verhalten derjenigen an. Silver merkt man nicht unbedingt sein Alter an. Dagegen gibt es genügend Volljährige, denen man am liebsten den Kinderausweis wieder geben möchte. :D

Achso mein Alter, könnte der Papa von Silver sein.

edit:
Okay, bei einer hübschen 24-34 jährigen würde ich schon anders reagieren. Man ist ja schließlich Mann und denkt dann nicht nur an Computerprobleme. ;)

Arne
09.06.2004, 12:39
krasse sache.

ich werde mit meinen 16 jahren fast immer so behandelt wie sich das gehört. d.h. wenn ich was bei bank, optiker, buchladen,... zu erledigen habe werde ich wie ein erwachsener behandelt.

das ich wie ein kind behandelt werde, passiert mir - ähnlich wie dir, silver - eigentlich ausschließlich bei ärzten oder auch beim krankenhauspersonal (auch wenn ich mich da nicht allzu häufig aufhalte :D).
vor kurzem musste ich, als mein hausarzt verhindert war, zu ner vertretung, und da hab ich dann auch gesagt "hören sie mal, ich bin kein kind mehr" weil ich da auch mit äußerungen überschüttet wurde, die vielleicht einem 10-jahrigen entsprochen hätten.

wie ich der jugend (es gibt immer welche die kleiner und jünger sind...) gegenübertrete?
meistens mit würde und freundlichkeit. aber wenn mir z.b. im bus einer dumm kommt kanns auch schonmal ernst werden. bei mir tritt nämlich ein besonderer fall ein: mein schulbus 'versorgt' zwei schulen - an der einen bin ich schüler (gymnasium), an der anderen ist meine mutter lehrerin (verbundene haupt-und realschule) :eek
und da gibt es ein paar leute die das wissen, 5 jahre jünger sind und seit ein paar wochen meinen, sie müssten mich reizen bis es wirklich mal was auf die fre**e gibt. bisher waren die aber nach ner kleinen drohung immer ruhig.
das gabs aber schonmal in diesem oder einem anderen thread, den fehlenden respekt der jüngeren gegenüber den älteren.

edit
Bei uns im Haus wohnt ein 14 jähriges Mädchen, der helfe ich ab und zu bei PC Problemen.
eigentlich müsste es "dem helfe ich" heißen, aber in anbetracht des von dir angesprochenen respekts ist es in ordnung, dass das biologische geschlecht mal vorrang vorm grammatikalischen hat ;)

edit 2:
hehe ;)

btw. wie behandelst du eigentlich 24-34 jährige (gesetzt den fall sie sind nicht allzu hübsch ;))? siezen? duzen?

waldorf
09.06.2004, 12:59
Ist das der normale Eindruck, wenn man mit einem 17jährigen spricht? Normal ist das sicher nicht, aber was/wer ist schon normal?

Zu Deinem Erlebnis kann ich Dir nur sagen, dass mich diese Art und Weise auch tierisch angenervt hätte!

Zu 3) Meine Erfahrung mit Ärtzen(innen) laufen teilweise in die ähnliche Richtung: Oft etwas lehrerhaft gegenüber Patienten (auch gegenüber "Erwachsenen")! Allerdings kann ich mir auch gut vorstellen, dass der eine oder andere Jugendliche diesen Wisch tatsächlich schon vergessen hat und wie die Sache mit dem nachher vorbeibringen läuft kann man sich ja auch vorstellen! Für die ist das auch administrativer Chrams auf den die keine große Lust haben.

Zu 2) Gehört wohl zu ihrer Aufgabe danach zu fragen. Dazu kommt noch, dass Ärtze sicher öfter Kontakt zu drogenabhängigen Jugendlichen haben als der "Normalbürger" - das prägt!

Zu 1) Manche Leute wissen einfach nicht, wie ihre Art der Kommunikation bei ihrem Gesprächspartner ankommt. Sie denkt sie ist nett zu Dir, weil sie mit Dir auf ihres Erachtens für Dich verständlichem Niveau spricht - Du kommst Dir nicht für voll genommen vor! Da mangelt es zumeist an etwas Feingefühl und Erinnerungsvermögen an die eigene Jugend!

Im Übrigen gehe ich mit Personen - egal welcher Altersklasse - möglichst so um, wie sie mir gegenüber auftreten. (Wie ging noch mal dieser Spruch mit dem Wald, der einen kilometerlangen Bart hat ....)

Greetz,

Tod
09.06.2004, 13:32
Öhm... das kommt ganz drauf an. Ich versuche, niemanden von vornherein zu verurteilen, was mir bei weitem nicht immer gelingt... eine meiner großen persönlichen Charakterschwächen: Motzen ohne zu fragen :rolleyes

Bei Dir, Silver, ist es zumindest so, daß ich vom Schriftdeutsch her, das Gefühl habe, mit einem Erwachsenen zu reden, was es mir sehr erleichtert. Ich weiß nicht, wie Du aussiehst oder Dich sonst gerierst, das kann manchmal vor allem Erwchsene älteren Jahrgangs irritieren.

Gerade Ärzte sind da etwas anders bisweilen, weil sie entweder a) selber ein wenig schwachsinnig sind oder b) den ganzen Tag mit kindischen Schwachsinnigen oder Schizoiden zu tun haben.

Ich hätte mich an Deiner Stelle auch sehr geärgert, in einem solchen Fall kann selbstbewußtes Auftreten nicht schaden.

(psst: es heißt Narkose, nicht Nakose ;) war aber bestimmt ein Tippfeeller.)

@AMGodlike
"der helfe ich..." ist ein von phil schlecht getrennter zweiter Satz. Ein Semikolon wäre besser gewesen als ein Komma :D

Man sollt jungen Menschen nicht gleich mit dem Vorurteil entgegen treten, daß sie sowieso noch dumm und unerfahren sind. Das hasse ich. Sonst würde ich mich mit Silver ja gar nicht unterhalten, schließlich ist er noch nichtmal volljährig. Sowas wäre extrem albern. Wenn Erwachsene gelegentlich mal auf Jüngere hörten, gäbe es möglicherweise den einen oder anderen Konflikt nicht.

Aber, und ein Aber muß es immer geben ;): Die Mehrheit der Jugendlichen, mit denen in Kontakt komme, sind mir schlicht permanent zu albern. Männer reifen sowieso nie ganz aus (wenn ich mir überlege, was ich ab und an für einen Blödsinn schwätze bis der Tag vorbei ist...); aber man ertappt sich bisweilen, stellt sich sich selbst als bspw 17jährigen vor und erkennt... so war ich auch einmal... und gelegentlich wäre ich es gerne wieder...

bitfunker
09.06.2004, 13:47
Wie ging noch mal dieser Spruch mit dem Wald, der einen kilometerlangen Bart hat ....Genau an den habe ich schon bei silver's Post denken müssen; auch das Im Übrigen gehe ich mit Personen - egal welcher Altersklasse - möglichst so um, wie sie mir gegenüber auftreten. könnte ich unterschreiben.
- - - - - -
Ist das der normale Eindruck, wenn man mit einem 17jährigen spricht? Normal ist das nicht, aber
1. wird man von Medizinern häufig wie ein hirnloser Vollidiot ohne jegliches Sprachverständnis behandelt. Ging mir im Krankenhaus im April auch so (bin 27). Ich hatte einen Spontanpneumothorax. Bis ich dieses Wort, sprich den Fachbegriff (den man sich, wenn man ihn nicht kennt, locker ergoolglen) das erste mal hörte, war meine Drainage schon wieder draußen (was heißt Drainage, mir gegenüber hieß das immer "Schlauch").
Von den Ärtzten hieß es immer: "Sie haben Luft im Brustkorb." Na, toll!

2. wie du ja sicherlich auf den vorhergehenden Seiten diese Threads gelesen hast, habe ich eine nicht ganz so geistig leistungsfähige/-willige Kundschaft . Da sind - aktuelles Beispiel - Leute dabei, die zu blöd sind, mit dem Bus zu einem ihnen angegeben Ort zu fahren, obwohl sie vorher die Verbindung und die Fahrkarte bekommen haben. Und: Die haben einen Schulabschluß!
Ein anderer Kandidat hatte in dem Betrieb, in dem er ab Herbst Ausbildung machen sollte, ein vorbereitendes Praktikum, welches er benutze, um den Laden mehrfach zu beklauen. Auch der hat einen Abschluß.
Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass es der größtet Teil meines Kurses nicht für möglich hält, dass man im negativen Zahlenraum (z.B. 20-40=?) rechen kann. Die meisten haben...
...genau! Einen Schulabschluß. Aber ich schweife ab...
Sozialkompetenzen verschiedenster Art sind bisweilen so dermaßen unterentwickelt, dass man mit einigen keinen normalen Umgansgton pflegen kann!
Sicherlich, Menschen wie Du, silver und andere Jugendliche, die sich halbwegs normal verhalten & denken, fühlen sich berechtigerweise beleidigt, wenn sie sich so etwas anhören müssen, aber manch anderer hat es dann eben immer noch nicht gerafft.

Btw.: Was für eine OP steht dir denn bevor?

Tod
09.06.2004, 13:58
@ b-runner
Gönau! So unterschreibe ich das gänzlich. Wenn ich mir überlege, welche unausbildbaren Hirnprinzen ein um andere Mal bei ihren erwünschten Arbeitgebern vorsprechen, bekomme ich das kalte Grausen.

Wenn man sich natürlich redlich müht, auch einen guten Eindruck zu machen und dies dann mit Baby-Blabla quittiert bekommt, verstehe ich jeden Unmutsausbruch.

phil.
09.06.2004, 16:29
Darauf habe ich gewartet, noch grün hinter den Ohren aber meine Grammatik und Rechtschreibung bemängelt. http://www.world-of-smilies.de/html/images/smilies/Schilder2/heildir.gif
Auf diesen Mangel habe ich schon in einen meiner erste Post hingewiesen: Deutsch mit viel Mühe 3-4. Viel Spaß beim suchen, sind ja nur 1600. :D

So weiter zum Topic:
btw. wie behandelst du eigentlich 24-34 jährige (gesetzt den fall sie sind nicht allzu hübsch http://www.computerbase.de/forum/images/smilies/wink.gif)? siezen? duzen? Genau das möchte ich gerne von euch hören. Wie möchtet ihr angesprochen werden (einmal unabhängig von hübsch ;))?
Grundsätzlich sieze ich und warte die Reaktion ab. Nur, wo soll man die Grenze ziehe. Ferner erkennt man das Alter nicht immer. Ist es zu plump eine(n) 16-18 jährige(n) noch zu duzen.
Diese Eigenart der deutschen Spache ist m. E. sehr schwer zu handhaben. Da lohnt sich schon fast ein eigener Thread.
Bedeutet das Sie Respekt und das Du ist Kumpelhaft? So einfach ist das nicht.
Das Mädel habe ich übrigens gesiezed (habe die Zahnspange nicht so schnell gesehen, :D außerdem sieht sie wie 16/17 aus). Nach einiger Zeit habe ich dann das Du vorgeschlagen.

Tod
09.06.2004, 16:46
Pöh :o ;)
Grün? Was? Ts ts ts... :D
Haben mich in der Schule schon immer Wortwichser und Deutschlehrer genannt... dabei beherrsche ich es alles andere als perfekt. Aber ich arbeite dran :)

Tu se Thema:
Ich habe es als 22jähriger noch nicht schlimm gefunden, wenn man mich geduzt hat, es kommt eben drauf an, wie man es tut. Bspw freundlich und zuvorkommend oder herablassend unhöflich.
Ich duze 18jährige auf jeden Fall noch. Das hat nix mit Respektlosigkeit zu tun, aber ich halte es für übertrieben, Heranwachsende zu siezen. Wir haben das zu meiner Zeit auch in der Oberstufe als ungewohnt und auch eher unpassend empfunden, auch wenn es gelegentlich "cool" war.
Nimmt man einen Job an, finde ich es allerdings angebracht... nun, auch dort regelt sich alles ziemlich schnell von alleine.
Ich hab mal in einer Werbeagentur gearbeitet; dort wurde ich beim Vorstellungsgespräch gesiezt und bekam gleich nach Einstellung das Du angeboten.

Übrigens: schaut mal Schweden. Da gibt es Du und Sie auch... aber dort duzt man sich meistens.

phil.
09.06.2004, 17:01
Bluti, du warst auch nicht gemeint. Etwas höher, der 16 jährige Schnösel. ;)

Es kommt auch die Umgebung an. Ob im Verein oder bei einer Fete, da wird sich grundsätzlich geduzt.
Im Geschäftsbereich halt nicht. Dort werden Lehrlinge (Azubis) auch mit Sie angesprochen.
Wenn man mich jemand anpöbelt, bleibe ich grundsätzlich beim Sie. Zum einem um mich mit dem anderen nicht auf ein Stufe zu stellen, zum anderen provoziert das richtig schön. :D

Es kommt auf die Personen und Situationen an. Schwierig ist es alle mal. Nicht immer macht man es richtig.

Tod
09.06.2004, 17:12
Moß ja auch etwas Wörze im Läbän sein, nächt wahrr :D
Wo wäre unsere Gesellschaft ohne die kleinen täglichen Reibereien?

Ääh... Verdummung der deutschen Jugend... äh... die gibt es... äh, ja.
wollte nur noch mal was zum Thema beitragen :D

Viel lustiger fand ich, daß es gestern kein Hopper gewagt hat, in der Bahn auf dem Nach-Hause-Weg irgendwelche Pöbeleien abzulassen... dazu waren einfach zuviele von uns Metallern unterwegs :) Das war herrlich!

olly3052
09.06.2004, 17:13
Ich behandle jeden Menschen ersteinmal so, wie ich auch behandelt werden möchte:

mit Respekt!

Diesen kann man sich natürlich schnell verscherzen ;) , was aber eher wenig mit dem Alter zu tun hat, außer ich treff auf den Gangstarappertyp :D

Gruß

olly

Tod
09.06.2004, 17:17
Diesen kann man sich natürlich schnell verscherzen ;) , was aber eher wenig mit dem Alter zu tun hat, außer ich treff auf den Gangstarappertyp :D


Man möge es mir verzeihen, aber dieses Volk geht mir sowas von auf den Zeiger, daß ich meine guten Manieren schlagartig vergesse.
Ja, ich weiß, man soll nicht alle über einen Kamm scheren... aber selbiger schwillt mir an, wenn diese... gnglhgrrrr :mad

TURRICAN
09.06.2004, 18:00
Ich dachte der Gangstarappertyp (wenns geht noch mit Kippe und Bierflasche) das sind die ganz coolen Leute die richtig was drauf haben ;) :D .

Tod
09.06.2004, 19:04
Ja klar! Und die ins Gesicht gezogenen Kappen, die weiten Hosen und die undeutliche Aussprache... das ist alles sooo gefährlich! Da mach ich mir echt in die Hosen! :D

Arne
09.06.2004, 19:59
Ich dachte der Gangstarappertyp (wenns geht noch mit Kippe und Bierflasche) das sind die ganz coolen Leute die richtig was drauf haben ;) :D .
klar, das sind die besten :D

neulich war ich mit nem kumpel in ner freistunde unterwegs, da sind uns zwei solche typen übern weg gelaufen, natürlich mit dem éntsprechenden gehabe und dem ganzen drumrum.
als die grade an uns vorbeigeschlurft waren, sagte mein freund noch halblaut, aber für die gut verständlich "schickes outfit!" oder so.
dreht sich einer von denen um und muss erstmal fünf sekunden überlegen, bis er den geistesblitz bekommt "ey, willst paar aufe fresse oder was" zu sagen :daumen
und dabei bewegte er sich angesichts seiner statur argumentativ auf sehr, sehr dünnem eis :p


Darauf habe ich gewartet, noch grün hinter den Ohren aber meine Grammatik und Rechtschreibung bemängelt.
hey, war nicht so gemeint ;) :schluck

Tod
09.06.2004, 20:16
und dabei bewegte er sich angesichts seiner statur argumentativ auf sehr, sehr dünnem eis :p


Das sind eh die besten! Glauben jeden Scheiß aus der Glotze und azus diesen behämmerten HipHop-Videos... sehen aber aus wie'n Spargel auf Diät, machen Dich blöd an und erwarten wohl noch, daß Du Dir vor Schiß in die Hose machst... die sagen dann wahrscheinlich auch "Ey, isch bin Elmshorm-Mafia"... weia!
Ich hatte mal so eine Begegnung mit einem Punk... war noch zu Schulzeiten. Der Kerl hat mich wochenlang genervt und am Abiball meinte er dann, er müßte seine Kräfte mit mir messen. Hätte er besser gelassen. Traurig: erst ne dicke Lippe riskieren, dann jammern wie ein Mädchen und zum Schluß die Konsequenzen scheuen...

Jirko
09.06.2004, 20:26
Mir ist bis jetzt nie aufgefallen, dass Ärzte als Synonym für "die etwas andere Art" stehen könnten, aber wenn ich so darüber nachdenke, könnte ich mich fast vollständig anschließen. Bisher hat jeder Arzt, dem ich über den Weg gelaufen bin, irgendetwas an der Waffel gehabt. Ausgenommen mal meine Zahnärztin und mein Hausarzt, die sind normal.

Das könnte natürlich einiges erklären...

Ansonsten finde ich es sehr lobenswert, wie ihr alle an die Sache rangeht. Bei b-runner kann ich es durchaus verstehen, allein wenn ich mir die Gestalten angucke, die ich heute auf meinem "Freigang" getroffen habe, sträuben sich mir die Nackenhaare. Manchmal glaube ich, es werden irgendwo spezielle Dumpfbackenhirne gezüchtet, die dann in solche "Mir hängt der Arsch in den Knien" Hosen gezwängt werden...

@ b-runner

Es handelt sich schlicht um eine Materialentfernung. Ich hab da Schraubzeug und Ähnliches im Knie, das einst die Kniescheibenanbindung an spezieller Position fixieren sollte, das muss jetzt raus.

bitfunker
09.06.2004, 20:30
Na, kaum auf einem Metallica-Konzert gewesen und schon mit Schlägereien protzen? Ts, die Jugend! :D
Aber btt: Spaßiges Detail: Ich bin zwar 27, werde aber dank meiner Physiognomie nicht eben selten noch geduzt. Ist dann immer mal spaßig, weil ich mir dann von Fall zu Fall ebenfalls herausnehme, die Leute zurückzuduzen. Wenn ich mir nicht so blöde dabei vorkäme, wäre es richtig witzig.

@silver: Good Luck! Wenn du ein Pflaster mit Comic-Tieren drauf bekommst, beschwer Dich! Manchmal glaube ich, es werden irgendwo spezielle Dumpfbackenhirne gezüchtet, die dann in solche "Mir hängt der Arsch in den Knien" Hosen gezwängt werden... Hm, wenn ich mir die Eltern mancher Kunden ansehe, denke ich auch, dass hier ein großer Bug im Genpool weitergegeben wurde. *brrr*

Tod
09.06.2004, 21:04
Hm, wenn ich mir die Eltern mancher Kunden ansehe, denke ich auch, dass hier ein großer Bug im Genpool weitergegeben wurde. *brrr*

Tjaa, die 68er haben halt so das eine oder andere eingeworfen, nicht? :D

Es ist aber seltsam... ich bin 29 und bilde mir ein, sooo jung nun nicht mehr auszusehen. Aber der ein oder andere hat mich im vergangenen Jahr dann doch geduzt... normalerweise ist mir das egal, aber in dem Fall war es einer dieser Kaufhauspassagenwächter, die sich für ne Art Super-Cop halten. Da ist mir dann doch der Kragen geplatzt. Alles lasse ich mir auch nicht gefallen...

Und was unsere jugend mit den Furzfänger-Hosen angeht: Ich erinnere mich an eine Zeit, da waren zerrissene Jeans, Basketball-Schuhe, lange Haare usw bei mir und meinesgleichen ein absolutes Muß... hoffentlich gibt es davon keine Photos mehr! Aber ich bilde mir ein, daß es damals doch noch einen Unterschied gab zu unseren heutigen Entgleisungen. Zumal wir nicht annähernd durch Gestik UND Sprache einen derart hohlraum-verdächtigen Eindruck hinterlassen haben.

phil.
09.06.2004, 21:26
Aber ich bilde mir ein, daß es damals doch noch einen Unterschied gab zu unseren heutigen Entgleisungen. Zumal wir nicht annähernd durch Gestik UND Sprache einen derart hohlraum-verdächtigen Eindruck hinterlassen haben.
Was meinst du, was ich vor 10 - 15 Jahre über dich und deine Kumpels gedacht habe. Und über mich wurde auch nicht viel anders gedacht. ;)
Was wurde über Rock´n Roll in den 50'er gesagt. Jetzt lächeln wir darüber!
Die Geschichte wiederholt sich!

Tod
09.06.2004, 21:36
Genau das habe ich gemeint. :)
Ich frage mich eben oft, ob ich nicht ein vorschnelles Urteil gefällt habe. Aber es gibt eben einen Unterschied zwischen Tekkern oder Gothik-Leuten, die einfach nur gemütlich abhängen und sich nen lustigen Abend machen und zwischen diesem Möchtegern-Gangsta-Mob, der überall nur Streß anfängt usw... Glaub mir, das hat andere Qualitäten. Wenn man sich die Disco-Szene heutzutage anschaut... :rolleyes

Aber im Wesentlichen gebe ich Dir ganz klar recht. Das war in den 50ern so, in den 70ern, in den 80ern und auch jetzt wieder... ich habe nur das Gefühl, daß es eben Unterschiede gibt... erhebliche.

phil.
09.06.2004, 21:46
Jaja, das ist der beste Weg zum Spießer. :D

Nun, ich kenne die ganzen Richtungen die du aufzählst eh nicht. Irgendwann interessieren die Jüngeren nicht mehr. Man findet sie nur noch ätzend.
Inzwischen finde ich es wieder ganz interessant die Ansichten verschiedener Altersstufen zu sehen. Das sind aber die typischen Generationskonflikte (hier auch schon heiß diskutiert).
Meine Devise: Immer locker bleiben und erst einmal tolerieren. Wenn es mir nicht gefällt, sag ich halt meine Meinung. ;)

Tod
09.06.2004, 21:52
Ich bin schon lange eine Art konservativer Metal-Spaß-Spießer... die 70er und 80er haben eine seltsame Gruppe von Neu-Bürgerlichen hervorgebracht :D

Du hast ja recht. Ich erreiche grade den Grad, da ich nicht mehr nur an die Grenzen des Geschmacks stoße... die sind schon früher in vielerlei Hinsicht (auch von mir selbst) überschritten worden.
Mir geht es um die Qualität der Verdummung. Hier werden nicht Bildungslücken, sondern -schluchten aufgerissen. Und man weigert sich immer beharrlicher, die zu schließen. Und das Geprolle, vor allem unter den Jüngsten, finde ich, ehrlich gesagt, Besorgnis erregend.
Sicher, es gibt auch heute noch solche und solche... aber die Masse verschiebt sich ganz krass zu den "solchen".

Der-Heudler
09.06.2004, 21:52
hmm

ich trage gern realativ weite hosen weil sie einfach gemütlich und in den taschen platz für handy geldbeutel und schlüssel haben ABER! ich habe den schritt nicht unter den knieen und mir rutsch die hose auch nicht nach 5 schritten runter so das ich sie fest heben muss!

gestern im bus kam so einer rein und der hatte bei 25°C doch wirklich so ne art halley hansen jacke an aber hey er ist ja cool da braucht er sowas! :D *ankopflang*

Tod
09.06.2004, 21:55
Na ja, wie gesagt, man sollte niemanden wegen seiner Mode oder sonstigen Geschmacks gleich in irgendeine Schublade stecken... aber wenn diese Ochsen im Rudel auftreten, ihr Dummdeutsch brabbeln und einen auf gefährlich machen, geht mir das Messer in Tasche auf... da kann ich nicht anders...

phil.
09.06.2004, 22:15
Klammotten sind immer so eine Geschichte. Das wird es immer Differenzen geben.

Aber Blutrichter, bei der Bildungslücken gebe ich dir Recht. Allerdings liegt das auch an der Gesellschaft und dazu zähle ich besonders auch die Eltern.
Man hat ein, max. zwei Kinder und kann, oder möchte, sich nicht intensiv darum kümmern. Ist ja auch anstrengend, merke ich manchmal selber. http://www.computerbase.de/forum/images/smilies/frown.gif
Außerdem gibt es für die Kleinen günstige Aufpasser (Fernseher). Im Kindergarten fängt es auch schon an. Da wird gepöbelt und kaum irgendwelche Eltern regen sich darüber auf.
Wenn mich so ein 4-5 jähriger mit A**** tituliert, bekommt er (weil die Eltern es nicht machen) von mir erst einmal etwas zu hören. Die meisten Eltern grinsen nur blöd (auch wenn sie selber so angeredet werden) und sonst nichts. http://www.computerbase.de/forum/images/smilies/mad.gif
Da fängt es an. In der Schule geht es weiter. Weder Eltern noch Lehrer werden respektiert. Null Bock auf Schule und Lernen und schon beginnt die Verdummung. :freak

Man kann mir sagen was man möchte, aber zu einem gewissen Alter brauchen Kinder/Jugendliche eine Führung. Die Rebellion des Heranwachsenden kommt sowieso. Aber dann sollten sie geistig gerüstet sein und auch Grenzen erkennen.
Aus diesem Grund habe die Eltern einen großen Einfluß, nicht nur der Genpool wird weitergegeben.
Da die Geburtenrate sowieso sinkt, erledigt sich das Thema irgendwann. :D

Tod
09.06.2004, 22:29
Man kann mir sagen was man möchte, aber zu einem gewissen Alter brauchen Kinder/Jugendliche eine Führung. Die Rebellion des Heranwachsenden kommt sowieso. Aber dann sollten sie geistig gerüstet sein und auch Grenzen erkennen.
Aus diesem Grund habe die Eltern einen großen Einfluß, nicht nur der Genpool wird weitergegeben.
Da die Geburtenrate sowieso sinkt, erledigt sich das Thema irgendwann. :D

Das ist der hüpfende Punkt. Wenn die rebellische Phase beginnt, muß soviel Grips und Bildung da sein, daß sie diese zeit einigermaßen unbeschadet überstehen und dafür tragen die Eltern die Verantwortung.
Wenn man ein Kind haben will, hat man sich mit allem, was man hat für seinen Sproß einzusetzen, alles andere ist auch eine Fehlinvestition in das eigen Glück/Pech.

Wenn ich mir diese degenerierten, antiautoritären schwachköpfe anschaue, die sich Eltern schimpfen, könnte ich den ganzen Tag http://www.pcgames.de/community/smileys.test/enhanced/sm_B-$.gif
Da haben sich scheinbar wirklich einige in den 60ern und 70ern das Hirn weggekifft.

Aber nicht nur da, auch das, was in den 80ern nachkam, ist grauslig.
Ich bin kein Freund der rauhen Sitten von früher, wo jeder Opa einem Kind eine schallern durfte. Aber dieses blöde Geschwätz über das elterliche Züchtigungsrecht ist ebenso verfehlt. Es gibt für alles Grenzen. Und eine ordentliche Ohrfeige für einen Rotzlöffel, der zu irgendjemandem oder sogar zu seinen Eltern Arschloch sagt, schadet nicht.

Mein Vater hat mich genau 2 oder 3 Mal in meinem Leben per Ohrfeige gemaßregelt. Und das war in einem o.g. Fall. ich hab es überlebt und hab es auch verdient. Ansonsten war unsere Beziehung in meiner kindheit geprägt von einer Mischung aus leichter Furcht und Respekt. (die Furcht nicht mißinterpretieren bitte, ich hatte nie Angst vor meinem Vater, aber vor Konsequenzen, die im Übrigen niemals handgreiflicher Natur waren).

Aber wenn ich mir anhöre, wie sich Kinder heutzutage teilweise mit ihren Eltern unterhalten, wundert mich nix mehr. Und für diese Art Kommunikation werden sie dann auch noch fürstlich mit Taschengeld und Elektronik etc belohnt.

Ich krieg mich nümmi i!

Arne
09.06.2004, 22:32
Da die Geburtenrate sowieso sinkt, erledigt sich das Thema irgendwann. :D
nun, so würde ich das lieber nicht sehen - sonst gibts irgendwann nur noch chinesen auf der welt ;)
eigentlich kann man gegen diese misere in der erziehung nicht viel mehr tun als selber genug kinder zu zeugen und gut drauf aufzupassen...

TURRICAN
10.06.2004, 11:47
sonst gibts irgendwann nur noch chinesen auf der welt Da hätte ich kein Problem mit. Wäre ja dann auch Chinese :D .
Das die älteren immer etwas gegen die Auswüchse der Jugentlichen haben ist normal. Aber ich glaube heutzutage ist das wirklich etwas anderes. Siehe Bereitschaft zur Gewalt, Bildung usw..

Morgoth
10.06.2004, 13:03
Wir brauchen eine höhere Geburtenrate? Kein Problem, ich fang schon mal an :D

Gruß
Morgoth

k4li
10.06.2004, 14:24
Habt ihr euch auuch schon mal die Frage gestellt ob es überhaupt noch intelligente Teenager gibt?


Meiner Meinung nach liegt das am Weed u dessen 'Gesellschaft'


jeder will qler als der nächste sein,ergo mehr rauchen ,weitere Hosen u weniger denken. die Mädelz fahren total drauf ab

Arne
10.06.2004, 14:33
es gibt prozentual sicher mehr intelligente teenager als wirklich (!) fähige politiker.

dumme frage. natürlich gibts intelligente teenies. mich zum beispiel :D ;)

nee mal im ernst, die jugendlichen, die ständig mist bauen, fallen in der öffentlichkeit doch viel stärker auf als die intelligenten und ruhigen.

ist doch genauso wie in den hardwareforen: da schreiben auch hauptsächlich leute rein, die probleme mit der hardware haben. berichte, wie toll die frisch gekauften sachen doch sind, hab ich hier bisher eher selten gelesen.

Jirko
10.06.2004, 17:18
Klar gibt es intelligente Teenager. Ich sehe hier im Forum genug davon, ich sehe in meiner schulischen Umgebung viele, und im Freundeskreis auch. Was du mit "Weedgesellschaft" meinst, ist mir auch nicht klar. Also alle sind gewiss nicht darauf aus, sonst könnten wir gleich von der Klippe springen, wenn nur noch Drogen in den Köpfen aller Teenager umherschwirren würden.

Es hängt wohl maßgeblich vom Umfeld ab, wie man die Gesellschaft einschätzt. Bei mir hängt das auch von der Ecke Berlins ab, in der ich gerade unterwegs bin. ;)

marcelcedric
10.06.2004, 17:56
Habt ihr euch auuch schon mal die Frage gestellt ob es überhaupt noch intelligente Teenager gibt?


Meiner Meinung nach liegt das am Weed u dessen 'Gesellschaft'


jeder will qler als der nächste sein,ergo mehr rauchen ,weitere Hosen u weniger denken. die Mädelz fahren total drauf ab

Natuerlich. - Warum sollte es keine intelligenten Teenager mehr geben? Ich kenne genug Teenager die sehr schlau sind und ,,ab-und-zu" etwas zu sich nehmen.. (alkohol).

mfg

Tod
10.06.2004, 19:03
Es ist schon richtig, was oben gesagt wurde: die Blöden und Lauten merkt man eher. Aber auch sonst habe ich ein ungutes Gefühl... man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Gesellschaft immer mehr verblödet!

bitfunker
11.06.2004, 08:48
Ich behaupte weiterhin, dass das Topic an sich seine Richtigkeit hat, wobei ich das weniger an Äußerlichkeiten wie Klamotten (da hatte wohl jede Nachkriegs-Jugendgeneration ihre eigenen derben Entgleisungen ;)) oder Konsumverhalten (die meisten FBler konsumieren im Bereich Elektronik selbst fleißigst :)) festmachen möchte, sondern an den schon vorher genannten Faktoren Erziehung und Schulbildung.
Und da muß man letztendlich sehen können, dass es auf jeden Fall noch genügend Jugendliche und junge Erwachsene gibt, die sich zivilisiert aufführen können und auch nicht auf den Kopf gefallen sind.
Allerdings muß man auch sehen, dass es auch einen Anteil an dieser Altersgruppe gibt, der früher weniger auffiel, obwohl er sicher lich auch vor Jahren schon vorhanden war. Und dass sind eben die Leute, überdie wir in den vergangenen Posts reden.

Tod
11.06.2004, 09:01
Na klar, es gibt leise Leute, die blöd sind :D
Aber wenn sich 18jährige Gymnasiastinnen beim Praktikumsbericht hinsetzen und schreiben: "Das haben wir dann anderst gemacht." falle ich vom Glauben ab.

Es wird einfach zu wenig gelesen (nein, Bild, TV-Zeitschriften, chatten und Videotext zählen nicht dazu!), zuwenig privat gebildet, die Eltern sind ja selbst teilweise strohdoof, der Fernseher ist das Kindermädchen usw

Und die Inhalte in der Schule kann man bisweilen den Hasen geben, denn die Lehrpläne sind zum Teil einfach nur Leerpläne - und wenn ich mir einen Großteil der Lehrer ins Gedächtnis zurückrufe, die versucht haben, mich zu unterrichten... dann wundert mich nix mehr. Ich hatte einige engagierte, aber es gab eben etliche, die einfach nichts taugten und die Diskussion nach einer Privatisierung der Lehrerschaft weiter angeheizt haben.

Sollte der Fall eintreten, daß ich mal Kinder haben werde, wird zuerst die Glotze aus dem Haus geschmissen oder es werden Kanäle gesperrt. Dann kommen Bücher ins Haus, die der/die Kleine lesen kann, wenn ihm langweilig ist oder kann mit Lego spielen oder es werden Reisen in Zoos und Museen unternommen.

Die restliche Zeit kann er dann draußen im Dreck wühlen, damit er keine Allergien bekommt und nicht fett wird.

waldorf
11.06.2004, 09:10
@b-runner: Sehr richtig! Jedoch kommt es auch mir manchmal so vor, als dass es mit dem (Bildungs-)Niveau von Jugendlichen und Heranwachsenden ziemlich bergab geht (siehe z.B. Erstwählercheck - TV-Total)! Da erwächst der Eindruck, dass die Jungs und Mädels einfach zu cool sind, um sich für Allgemeinbildung oder z.B. Wahlsystem zu interessieren. Sicher tut man hier dem einen oder anderen Unrecht, wenn man in Kollektiven spricht, wie man auch an der Beteiligung an den gesellschaftlichen/ politischen Themen hier im Forum sehen kann, aber dieser Eindruck entsteht einfach (und nicht nur im Fernsehen)!

Allerdings ist dieses Thema wohl ein echter Dauerbrenner und ich höre mittlerweile in meinen Sätzen meinen Vater reden (über mich ;)).

Hier noch zwei ältere Zitate von zwei auch schon etwas älteren Herrschaften: :)

Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.

Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.

Greetz,

Tod
11.06.2004, 09:22
Und wie ich meinen Vater in mir und durch mich reden höre! :D

Deine Zitate sind genial. Muß ich gleich mal auf meiner Platon-CD suchen, ob ich auch was hab :)

Tja, die Griechen hatten eben schon lange vor uns eine progressive Demokratie und waren den Problemen ebenso ausgesetzt wie wir ;)

bitfunker
11.06.2004, 09:32
Dann kommen Bücher ins Haus Oh, blutrichter, erst dann? Ich hätte wetten können, dass Du jetzt schon welche hast... :)

Zum Thema Schule denke ich, dass man hier keine eindeutiges Urteil fällen kann. Das hängt von vielerlei Faktoren wie Lage (Stadt/Land), Einzugsgebiet, Altersstruktur der Lehrerschaft und vor allem der Schullform ab.
In einer großsstäditsche Hauptschule werden mit Sicherheit weniger Inhalte ins Schülervolk gestreut als in einem schnuckeligen Gymnasium im Landkreis Hastenichtgesehen.
Und ein hochmotivierter Junglehrer macht wohl eher guten Unterricht, als einer mit 30 Dienstjahren, der kurz vor der Pension steht und die Zeit bis dahin täglich bereute, nicht in die Forschung gegangen zu sein.
Ich kenne es aus der Familie und aus dem Bekanntenkreis: Lehrer werden ist ein hartes Brot; wer heil durch das Studium gekommen ist, wird im Referendariat zurechtgeschliffen.Allerdings ist dieses Thema wohl ein echter Dauerbrenner und ich höre mittlerweile in meinen Sätzen meinen Vater reden (über mich ). Hm, stimmt, geht mir ähnlich (vor allem wenn ich an die Schule denke, auweh).
Wenn man doch nur wüßte, wie man 14-Jährigen die Erkenntnisse vermitteln könnte, die man mit 24 hat. Da wäre schon vieles gewonnen!

Tod
11.06.2004, 09:47
Siischer, siischer! :)
Bei uns ist es eine Kleinstadt gewesen, (Ladenburg am Neckar). Die Lehrer waren im Schnitt schon älter, das ist richtig und wir hatten wenige junge, die sich engagiert haben, höchstens mal die Referendare.

An unserer Hauptschule (alle Schulen lagen nebeneinander) ging es zu wie im Zoo. Ich sollte mal als Schülervertreter dem dortigen Rektor was vorbeibringen, als ich in das Gebäude rein bin, mußte ich mich erst mal ducken, weil dort nur Stühle, Schuhe und anderes durch die Gegend geflogen ist.

Simon
11.06.2004, 23:33
Und ein hochmotivierter Junglehrer macht wohl eher guten Unterricht, als einer mit 30 Dienstjahren, der kurz vor der Pension steht und die Zeit bis dahin täglich bereute, nicht in die Forschung gegangen zu sein.

Ich habs eigentlich genau anders rum erlebt. Die Lehrer, die noch während meiner letzen Schulzeit in Pension gegangen sind waren mit Abstand die besten, die ich jemals hatte. Dagegen waren einige andere junge Kollegen echt fehl am Platz, die werden sich schon nach 3 Jahren Lehrerdasein ärgern, warum sie nicht in die Forschung gegangen sind. ;-)

Da ich beruflich in sehr vielen Schulen unterwegs bin, (zuletzt war ich in zig Schulen in Düsseldorf und Hamburg) lerne ich natürlich auch sämtliche Schulformen mal von außenstehender Position kennen. Aber was einem da manchmal begegnet, lässt einen echt schaudern. In einer Hauptschule musste ich gleich miterleben, wie ein vielleicht 10(?) jähriger Knirps eine Lehrerin extremst beschimpft hat (Mo**er*fu**er war da fast noch das harmloseste). Das beste daran war ja noch, dass die Lehrerin dazu nicht mehr allzuviel gesagt hat. Auf dem Schulhof war natürlich ne fette Musikanlage aufgebaut, wo die ganze Zeit HipHop rausdrönte und in den Schülerkreisen erstmal die Zigaretten (wenn es überhaupt welche waren...) rumgingen. Die Mannschaft dort war vielleicht 12-15 Jahre alt. :rolleyes Das passte alles voll ins Klischee.
Das lässt sich aber keinesfalls auf alle Hauptschulen übertragen, habe auch schon durchaus positive Erfahrungen dort erlebt. Ich war auch schon froh, wieder gesund aus Gymnasien oder Realschulen zu kommen.

mfg Simon

phil.
12.06.2004, 00:09
@Simon. Du hast ja schon hier (http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=75476&page=2&pp=20)geschrieben, das die Lehrer keine Respektspersonen mehr sind. Das ist richtig, aber woran liegt es?
Doch nicht nur an den Lehrern. Deren Ausbildung kann ich nicht beurteilen. Vielleicht sollten neben dem fachlichen Wissen verstärkt der Umgang mit den Kindern und Jungendlichen vermittelt werden.
Die Eltern machen auch viel kaputt. Zum einen kümmern sie sich nicht mehr ausreichend um Ihre Kinder und wenn sie sich einmischen auch noch verkehrt.
In meinem Bekanntenkreis ist auch so eine Maske. Der Kleene hat ein Elternbrief bekommen. Die erste Antwort (noch bevor er den Zettel ausführliche gelesen hatte) war: Die soll mir mal kommen, meinem Sohn hier etwas zu unterstellen. Zum Filius: Kannst deiner Lehrerin sagen, wenn ich nicht komme dann unser Anwalt.
Letztendlich ist nicht viel passiert, da der Junge wirklich dummes Zeug gemacht hat. Rennt aber jetzt mit einer großen Klappe durch die Gegend. Respekt vor Lehrern jetzt gleich null, Papa kümmert sich (zumindest da drum). :(


Sollte der Fall eintreten, daß ich mal Kinder haben werde, wird zuerst die Glotze aus dem Haus geschmissen oder es werden Kanäle gesperrt. Dann kommen Bücher ins Haus, die der/die Kleine lesen kann, wenn ihm langweilig ist oder kann mit Lego spielen oder es werden Reisen in Zoos und Museen unternommen. Löbliches Vorhaben, dein Job kannst du dann am Nagel hängen. Kinder sind teilweise in Fulltimejob. Am besten gleich ein halbes Dutzend, dann passen die auf sich gegenseitig auf. Oder du nimmst Eltern oder Schwiegereltern mit ins Haus. Wenn sie wollen, und nicht Dauerurlauber sind und als Rentner sowieso nur Streß haben. :D Tja, die Großfamilie ist ein Auslaufmodel.
Weitere Nachteil ohne Fernseher: Die Kinder werden bei "Wer wird Millionär" nicht über 500 € kommen, da sie die Namen der Teletubbies nicht kennen. :D
Äah, meiner hat die auch nie gesehen. Das ist Verblödung von Kleinkindern höchsten Grades. Kann ja auch nur von der Insel kommen. :freak

Simon
12.06.2004, 01:13
Lehrer betrachte ich heute nicht mehr als Lehrer, sondern als Pädagogen. (so sollte es eigentlich ja sein).
Leider hat man es verpennt, den Zeichen der Zeit ins Auge zu sehen. Das die Eltern sich nicht mehr so um ihre Kinder kümmern ist nix neues, aber sehr großes Problem. Bei diesem Problem lassen sich jedoch nur die Symptome bekämpfen, die Ursachen liegen dank der Gesellschaft in zu weiter ferne als das sich da irgendwas ändern ließe. Deswegen sollten die Lehrer auch eine gewisse Erziehung vollstrecken. Das fängt schon in der Grundschule an, gerade da ist es wichtig. Wird man dort schon versaut, gibts in den späteren Stufen garantiert Probleme.
Dabei sollte sich der Lehrer für eine Methode entscheiden. Entweder er nimmt die sanfte Tour und versucht, ein gutes Verhältnis zu seinen Schülern aufzubauen. Ein wichtiger Punkt dabei ist auch die Anrede. Ein Lehrer kann bis zur 10.Klasse frei entscheiden, wie er seine Schüler anredet. Die Schüler Siezen im Normalfall den Lehrer. Ich möchte mal behaupten, dass wenn man sich gegenseitig duzen kann, ein ganz anderes Verhältnis aufgebaut wird.
Zwei zweite Variante ist die harte Methode. Hier werden Störenfriede sofort nach ein bis zweimaliger Verwarnung rausgeschickt. Strafarbeiten sind auch ein relativ wirksames Mittel. Leider machen es hier viele Lehrer falsch, indem sie einfach nur drohen. Wenn die Schüler merken, dass der Lehrer am Ende doch nicht den Mumm hat, sich konsequent durchzusetzen, ist es vorbei. Das ist das schlimmste Szenario, was es gibt, kommt aber leider relativ häufig vor denk ich.

Nicht ganz unwichtig, ist ein interessanter und ausgewogener Unterricht. In Fächern wie Physik, Bio und Chemie sollten alle 2 Stunden ein Praxisversuch entweder vorgezeigt, oder von den Schülern selbst durchgeführt werden. Auch in anderen Fächern sollte man den Unterricht nicht zu dröge gestalten. Es kann genauso viel und besser Lernstoff vermittelt werden, wenn der Unterricht den Schülern "schmackhaft" gemacht wird. Es geht.

mfg Simon

Tod
12.06.2004, 01:25
@ phil
tja... Planung und Wirklich driften bisweilen etwas auseinander :D
Aber versuchen kann man es. Meine Eltern haben etwa auf diese Weise gemacht, freilich muß dann immer ein Elternteil zur Verfügung stehen, was nicht ganz einfach ist in der heutigen Zeit.

phil.
12.06.2004, 01:29
@Simon
Dem kann ich nur Zustimmen.
Wie die pädagogische Ausbildung letztendlich aussieht kann ich nicht berurteilen. Ich denke aber Lehramtsanwärter sollten besser auf diese Fähigkeiten untersucht werden.
Einmal drastisch ausgedrückt, ein Weichei oder Heulsuse hat im Klassenzimmer nichts zu suchen. Ich bin schon ein paar Jährchen aus der Schule, wir haben es aber auch geschafft das sich eine Lehrerin heulend verabschiedete hat.
Dannach gab es allerdings für die Klasse eine Zeit lang wenig zu lachen. :(

Kinder und Jugendliche müssen geführt werden. In den demokratischen Familien herrschte oft das Chaos. Gegenseitiger Respekt muß dagegen vorhanden sein.
Da aber Lehrer (Pädagogen) oft familiäre Aufgaben mit übernehmen müssen, sollten sie dazu Ausgebildet sein und das entsprechende Instrumentarium erhalten.

edit:
@Blutrichter.
Bist schon wieder dazwischen gekommen. ;)
Kinder brauchen beide Elternteile bzw. es ist wünschenswert wenn zwei zur Verfügung stehen. Das ist von der Natur schon ganz praktisch eingerichtet.

kati
12.06.2004, 02:30
ich denke, dass es nicht nur an den lehrern liegt.
diese ausbildung ist nicht ganz einfach erst mal mindestens 5 jahre studieren und dann 2 jahre refendariat und neben dem studium noch einige praktika...
dann kommen die "fertigen" lehrer hochmotiviert an die schule, mit dem neusten didaktischen material, merken aber sehr schnell, dass die schüler keinen bock haben, sich nicht vorbereiten, keine hausaufgaben machen und ihre bildung, die ihnen in den arsch geschoben wird und für die sie zum glück noch nicht mal was bezahlen müssen, für normal und selbstverständlich halten. wer da nicht auf dauer den spaß am beruf verliert.....
außerdem ist man als lehrer grundsätzlich in einer rechtfertigungsposition z.B. warum die schüler nun hausaufgaben machen müssen usw.
ich denke, dass das desinteresse an bildung auch sehr an der Konsumbewegung hängt. d.h., dass wir immer mehr dahingegen dressiert bzw. manipuliert werden, dass wir uns nur aufs konsumieren beschränken und somit andere für uns denken lassen, und wir das dann als normal und richtig ansehen.
dadurch, dass wir immer mehr konsumieren sollen, werden wir auch zu kleinen egos manipuliert, die nur ihre bedürfnisse kennen bzw. ihre bedürfnisse immer sofort gestillt haben wollen. dass hat wiederum zur folge, dass wir bei nicht befriedigung der bedürfnisse frustriert und mit ablehnung reagieren.
so denke ich ist das auch in der schule, denn die ist mitlerweile einer der einzigen orte, wo noch etwas von kindern und jugendlichen gefordert wird, d.h. dass sich die kinder und jugendlichen aktiv verhalten müssen und nicht wie sonst sich zurücklehnen können und einfach konsumieren können.
vielleicht ist das auch einer der gründe für die verdummung.
die "jugend" (was für ein dummes wort) ist meiner meinung nach einfach total überfordert mit den anforderungen, die in der schule an sie gestellt wird. so ist die frustrationstoleranz wahrscheinlich auch fast gar nicht vorhanden.
in der schule werden halt nicht DIE bedürfnisse nach konsum befriedigt, wie es z.b. leichte konsumgüter (musik, freizeit...) tun.
so hat die verdummung wahrscheinlich auch mit der immer mehr zunehmenden Konsumgesellschaft und der damit verbundenen reizüberflutung zu tun!

desweiteren finde ich, dass das curicullum für die einzelnen fächer viel zu voll ist. wie sollen die lehrer die masse an die schüler weitergeben, dass auch noch was hängen bleibt und man nicht einfach nur durch alles "durchrauscht"?
WENIGER IST OFT MEHR
generell ist noch zu sagen, dass wir in unserem "gesellschaftstrend" das auge fürs wesentliche verlieren und das wirkt sich dann auch auf die jugend aus!
ich selber habe nur angst vor einer 2klassengeellschaft, die sich jetzt ja schon durch die idee der elite unis abzeichnet!
dann heißt es wahrscheinlich: man kommt nur weit mit geld und dem damit verbundenen abschluss, aber das ist ja schon wieder ein anderes thema... :-)
wir sind den usa schon immer näher!!!(vor allem mit gesellschaft, lifestyle und weltbild)

kati
12.06.2004, 02:37
aus eigener erfahrung bin ich in der schule für viel kleinere klassen, max. 15 leute pro klasse, da der unterricht dann viel effizienter ist, der lehrer seine schüler besser kennt und gezielter fördern kann. außerdem können sich die schüler nicht hinter der masse verstecken und sind gezwungen mehr mitzumachen.

Tod
12.06.2004, 08:33
Das ist sicherlich besser, weil der einzelne Schüler mehr am Unterricht teilnehmen muß, aber da kommen dann wieder die Politiker und fragen danach, wer die zusätzlichen Lehrerstellen bezahlen soll.

Neben der NOtwendigkeit der zusätzlichen massiven Investition in Schulsysteme auf finanzieller Ebene, ist vor allem aber auch eine Anhebung des Niveaus der Lehrpläne angebracht. Wenn die heute noch immer so sind wie zu meiner Zeit, sind sie nicht besonders doll. Teilweise irrsinnig zu schwer für eine Stufe, weil die Grundlagen in einem anderen Fach fehlen, teilweise völlig unnötig (wen interessieren die Reisanbaumethoden in Südchina? - die Kids kennen nicht mal annähernd die europäischen, geschweigedenn die deutsche Geographie).

Jirko
12.06.2004, 09:48
Ich finde auch, dass man bei weitem die Lehrer überbeschuldigt. Sie sollen auf der einen Seite jeden Schüler individuell fördern, auf der anderen Seite platzen die Klassen mit 30 Schülern aus allen Nähten. Wenn ich sehe, dass an unserem Gymnasiumin den siebten Klassen durchgehend 33 Schüler sind, die dann bis zum Abitur abbauen, dann sehe ich, dass genau in dieser kritischen pubertären Phase zuviel auf einen Haufen kommt.

Und es ist ja nicht nur das. Ich kann nur von Berlin sprechen, aber hier bricht das Chaos aus. Die Lehrer sind gewzungen, Schüler mit einem gewissen Durchschnitt eine Empfehlung für das Gymnasium, für die Gesamt/Realschule oder die Hauptschule auszugeben. Das ist aber total unabhängig von der persönlichen Einschätzung. Ein Schüler, der sich gerade so auf 2,3 in der sechsten Klasse zwängt, wird erstmal ans Gymnasium verwiesen, obwohl offensichtlich ist, dass er keine Chance hat. Noch schlimmer ist, dass Schüler versetzt werden müssen. Demnächst bleibt eben keiner mehr sitzen, Lernbehinderte kommen an normale Schulen und alle möglichen Leistungssparten werden in eine Klasse gepfercht.

Was soll das denn? Am besten ist dann noch, dass es demnächst in der 2ten, 4ten udn 6ten Klasse Vergleichsarbeiten geben soll. Ganz toll, bei einem Lehrplan, der nur zu 60% festgelegt ist und zu 40% von jeder Schule selbst bestimmt wird. Wie kann man sowas machen? Soll das repräsentativ sein? Das ist der gleiche Mist, wie das Abitur nach 12,5 Jahren, in das ich hätte fahren sollen. Das erste Halbjahr der 11ten Klasse bleibt normal, dann geht die Kursphase los. Und was soll das bringen? Soll ich mich dann im Winter irgendwo an einer Uni einschreiben? Zumal, wie soll der Lehrplan gequetscht werden, wenn einfach mal ein halbes Jahr gestrichen wird?! In der elften Klasse geht es schon so zügig durch den Stoff, das hat nichts mehr mit "wenn ihr fertig seid, dürft ihr malen" zu tun...

Ich denke, man kann die Aufgaben der Eltern nicht Schritt für Schritt auf andere übertragen. Es werden nur immer Ausreden gesucht, weil die einzelnen Teile unserer Gesellschaft einfach nicht mehr fähig sind, ihren Teil zu erfüllen. Sündenbock sind dann immer die, die es augenscheinlich am Besten haben. Der Lehrer zum Beispiel, der hats doch gut, 24 Unterrichtsstunden in der Woche, hoch, eigentlich ein toller Halbtagsjob. Dem können wir richtig was aufbrummen, Schüler sind weder stressig noch hat der Lehrer außerhalb der Schule etwas für die Schule zu tun...

bitfunker
12.06.2004, 10:36
Auch wenn ich mich damit in meine Rolle als Pädagogen-Klugschei*er noch weiter hineinmanövriere, muss ich wohl noch ein paar Sachen vom Stapel lassen:

1. Duzen: Ein Lehrer, der sich duzen läßt, geht gnadenlos unter - sozusagen Fehler Nr. 1! Auch wer sich Beleidigungen reaktionslos anhört, ist im Prinzip schon in der Tonne.
2. Lehrerausbildung: Es gibt schon einige Verfahren, die die Lehreignung und -befähigung prüfen, so z.B. je nach Lehramtstudiengang auch div. gesundheitliche Checks, Klausuren, Referendariat usw.
Klar, Lehramt ist auch erst einmal nur ein Studiengann wie jeder andere, Hinz und Kuntz können (NC vorausgesetzt) damit anfangen, aber bis zum 2. Staatsexamen wird kräftig gesiebt. Da fllen reichlich Leute durchs Raster. Man sollte also davon ausgehen, dass zumindest die meisten, die ihre Ausbildung beenden, für den Job auch halbwegs geeignet sind. Oder anders: Wenn die es nicht können, wer dann?
3. Lehrer als Pädagogen: Schwierige Frage. Sollen Lehrer a) Inhalte vermitteln (Mathe, Deutsch, ... = Bildungsauftrag) oder b) Erziehen? Früher zielte die Lehrerausbildung zumindest für die weiterfüherenden Schulen ganz klar in Richtung a); b) war in erster Linie Sache der Eltern. Heute ist das nun nicht mehr ganz so einfach...
4. Auch zu bedenken ist: Der Spruch "Lehrer haben vormittags recht und nachmittags frei." kann ohne Bedenken eingedost oder in den Funstuff verschoben werden. Eine 60h-Woche ist für viele Normalfall!

Tod
12.06.2004, 11:17
4. Auch zu bedenken ist: Der Spruch "Lehrer haben vormittags recht und nachmittags frei." kann ohne Bedenken eingedost oder in den Funstuff verschoben werden. Eine 60h-Woche ist für viele Normalfall!

Also bei 1-3 kann ich nicht viel dazu beitragen, weil ich über die Ausbildung von Lehrer nicht viel weiß.

Aber zu 4. kann ich nur sagen, daß das bei uns in der Schule zu einem größeren Teil anders war.
Da hatten die meisten Lehrer wenige Stunden am Tag zu unterrichten und am Nachmittag hat man sie im Schwimmbad oder in der Kneipe getroffen.
Wohl gemeint: längst nicht alle!
Aber ich hatte derart viele Lehrer, die ihr Konzept schon 20 Jahre hatten und bis auf Klausuren korrigieren ein paar Mal im Jahr, nicht übermäßig belastet waren.
Wir hatten auch Lehrer, die im Unterricht sagten: "Nächste Woche fällt die Stunde aus, da ist Straßenfest, da bin ich voll." Und so war es dann auch.
Ich kann haufenweise solche Beispiele anführen...
Also, wenn die psychische Belastung aufgrund fehlender pädagogischer oder anders liegender Fähigkeiten auch noch gewesen sein mag; die restliche Stundenbelastung oder reine Arbeitsbelastung nach den Lehrstunden war oft minimal. Und man hat bisweilen auch offen zugegeben, befürwortet etc.
Dieses Bild ist bei uns nicht ohne weiteres entstanden.
Natürlich meckern viele "normal arbeitende" auch die Ferienzeiten...
Ich kann selbverständlich nicht in toto alles nachvollziehen oder beurteilen, was ein Lehrer nachmittags macht oder in der Schulferien... aber der Eindruck vom faulen, besoffenen, unfähigen Pauker habe ich aus meiner Schule. Kann sein, daß meine Schule ein krasses Beispiel ist, das nicht die Regel bedeutet, aber so war es...

bitfunker
12.06.2004, 11:27
Hast schon recht, sowas kann wohl jeder berichten, aber es kommt natürlich auf den Fall an, auf die Person, das Fach und auf die Schule.
Klar, ein Sportlehrer mit Nebenfach Erdkunde 5. Klasse hat nicht so viel zu tun wie z.B ein LK Deutsch und Abikurs Englisch-Lehrer in der Oberstufe. An einer normalen Schle braucht man weniger Konferenzen und Absprachen als an einer Gesamtschule. Und ganz wichtig: Früher haben vieleleher jeder Jahr die selben Inhalte vermittelt, d.h. sie mußten nur einmal alles Vorbereiten für jede Klassenstufe. Kam die selbe Stufe wieder, wurde höchsten ein wenig angepasst, wenn sich Lehrplan oder Schulbuch änderten. Solche Knalltüten mit DIN A$-Stempeln(!) hatte ich auch! Viele ältere Lehrer sind auch schon so ausgerbrannt, dass sie ihren Job nur noch auf Sparflamme machen und auf die Pensionierung warten.
Heute ist der erzieherische Anteil deutlich höher, d.h. neben den Inhalten, die sich inzwischen sehr häufig ändern (Lehrplan) kommt noch die Vor-/Nachbreitung der pädagogischen Anteile hinzu, dann noch ein paar Teamkonferenzen, Elterngespräche, Elternabende, Korrekturarbeiten, Klassenaktivitäten, Gutachten, Berichte, Zeugnisse, ...
Langweilig ist anders.

Jirko
12.06.2004, 11:35
Aber ich kann es nachvollziehen. Meine Mutter ist Lehrerin, und im näheren Umfeld von 2 Zweifamilienhäusern sind wir auch auf 4 weitere Lehrer gut zu sprechen. Außerdem beobachte ich die Lehrer meiner Schule und mit einigen komme ich gut genug aus, um mich über Freizeit etc informieren zu können. Das sieht bei weitem nicht so lasch aus, wie du, blutrichter, es beschreibst. Es sind nicht nur ein "paar" Klausuren im Jahr oder alle halbe Jahre die Zeugnisse. Das ist der Trugschluss, wenn man sich an die eigene Jugend erinnert und da mal durchdenkt, dass man in Mathe pro Semester vielleicht 2 Klausuren schrieb. Na und? wenn ein Lehrer in 3 verschiedenen Klassen unterrichtet, dabei vielleicht sogar ein Leistungskurs und dann in zwei Fächern macht das für mich 3 Klassen x 2 Klausuren pro Semester x 2 Fächer = 12 Klausuren im Halbjahr. Oder anders, 2 Klausuren im Monat, eine halbe Klausur pro Woche. Bei durchschnittlich 28 Schülern in der Klasse macht das, bei eienr Arbeitszeit von 2 Stunden pro Klausur, 56 zusätzliche Arbeitsstunden in zwei Wochen nur für Klausuren.

Nicht einberechnet sind Unterrichtsvorbereitung, Materialsammlung, Zeugnisse, Tests, Klassenfahrten, Exkursionen, Weiterbildungen, Schulversammlungen...

Und mein Beispiel ist bei weitem nicht übertrieben. Es istz eine Heidenarbeit, die nur zu gerne totgeredet wird.

Wie diese Arbeit bewältigt wird, ist natürlich von Lehrer zu Lehrer unterschiedlich. Einige beißen sich darin fest, andere kümmert das nicht groß, da fällt die Unterrichtsvorbereitung weg etc. Das Bild kann auch gekürzt werden, wenn Lehrer beispielsweise in Freistunden korrigieren, oder bei Klausuraufsichten - aber prinzipiell ist das nicht wenig Arbeit, die da anfällt.

Oder meint ihr, Lehrer, die sich entschuldigten, weil sie die Klausur nicht fertig korrigiert haben, weil ein Stapel aus 90 Klausuren auf dem Schreibtisch läge, hätten allesamt gelogen und ein Semester lang gepennt?

Simon
12.06.2004, 11:44
Bei den ganzen Arbeitsstunden sollte man aber auch nicht vergessen, dass Lehrer 13 Wochen im Jahr Ferien haben. Welcher normal arbeitende Mensch hat das denn schon?

Klar, dass Lehrer in den Ferien auch noch was zu tun haben, aber es kann mir keiner erzählen, dass er dort auch einen 8 Stunden Tag hat. :rolleyes

mfg Simon

Tod
12.06.2004, 11:49
Ich glaube das schon und ich hab ja auch gesagt, daß meine Beispiele nicht stellvertretend für alle Lehrer gelten.
Wie gesagt, ich habe da meine eigenen Erfahrungen gemacht. Ich will um Gottes Willen keinem Unrecht tun, der seine Arbeit gewissenhaft macht und sie ernst nimmt. Auch ich hatte solche Lehrer, auch wenn nicht alle so waren.
Die meisten, die ich hatte, waren eben abgehalfterte, alkohol- oder zigarettenkranke Leute, die sich nur mit Mühe 10 min. nach Unterrichtsbeginn in die Klasse gequält haben und nur mit nochmal so viel Mühe ein 20 Jahre altes Schulbuch als Unterrischtsstoff vorgelesen haben, das sie eigentlich schon in und auswendig hätten kennen müssen.

Wie gesagt, ich bin heilfroh, wenn das, was ich an meiner Schule zum Großteil erlebt habe, nicht der Regel entspricht.
Freilich hatte ich Lehrer, die sich redlich bemüht haben und die haben diese Mühe auch in Form von positiver Resonanz von Schülern und Eltern zurückgezahlt bekommen. Aber was bei mir an der Schule abgegangen ist, war unglaublich.
Ich kann freilich auch nicht sagen, ob das heute immer noch so ist, denn es ist mittlerweile 10 Jahre und länger her. Viele meiner alten Lehrer sind vermutlich gar nicht mehr an der Schule, von einigen, denen es gestunken hat hat, weiß ich, daß sie inzwischen woanders unterrichten.

Ich hatte:
6 Alkoholiker (die auch im Unterricht besoffen waren)
4 Zigarettenabhängige mit Bonbonsucht
3, die sich, wenn es hochkommt, 1x im Jahr gewaschen haben und auch so gerochen haben und auch Klamotten anhatten, die seit über 2 Jahren keine Seife mehr gesehen hatten - einem von denen sind vor meinen Augen auf meinen Tisch kleine rote Wanzen aus dem Bart gefallen!

Ich hätte noch mehr Beispiele... und das war eine Schule mit einem (angeblich) guten Ruf in einer Kleinstadt.

Jirko
12.06.2004, 11:56
Simon, das lässt sich nicht abstreiten, aber führe das Mal als Vorteil für die Kinder an, die gerne allein zu Hause Terror machen wollen, aber Mami und Papi genauso Ferien haben. ;)

Blutrichter, ich wollte auch dir nicht unterstellen, dass du meintest, es göbe nur einen Schlag Lehrer. Ich kann dich ja verstehen, ich habe auch einige Kandidaten, die ich am liebsten nie kennengelernt hätte, aber im Allgemeinen sind meine Erfahrungen positiv.

Tod
12.06.2004, 12:09
Paßt scho :) Hab mich auch nicht "unterstellt" gefühlt :D
Ich hatte wirklich einige Lehrer, die mir die Schulzeit erträglicher gemacht haben, aber die kann ich leider an einer hand abzählen.

Was bei uns abgegangen ist, kann sich keiner vorstellen. Das ging bis zur sexuellen Nötigung von Lehrern durch den Rektor...
Und es ist natürlichm, um mal auf Thema zurückzukommen, schon fraglich, inwieweit Kinder und Jugendliche in einer solchen Umgebung, in der die Lehrer natürlich auch Erzieher sein sollen, zu vernünftigen Erwachsenen reifen sollen, wenn sie auch dann vll zuhause nicht mal ein anständiges Vorbild haben.
Nun hat das bei uns in der Regel dennoch hervorragend geklappt.

Mich würde aber interessieren, wie sich Lehrpläne, Fehlstunden, Unterrichtsausfall usw in den letzten 10 jahren entwickelt haben. Vielleicht kannst Du mich da ja aufklären.

kati
12.06.2004, 13:46
Aber woher kommt es denn, dass es so viele Alkoholiker unter den Lehrern gibt?
Meine Mutter ist auch Lehrerin an einer Gesamtschule und hat höllisch viel zu tun. Um 8 fängt sie an und um 16 Uhr ist Schulschluss. Dazwischen hat sie natürlich mal eine Freistunde, in der sie dann aber, wie viele andere als Vertretung und natürlich unbezahlt eingeteilt wird. Am Abend muss der Unterricht vorbereitet werden, mal mehr, mal weniger.
In den letzten 2 Wochen der Sommerferien muss sie zu etlichen Konferenzen, die auch sehr lange dauern. Der Konferenztag, Dienstag, der jede woche stattfindet ist auch sehr hart, da iat sie wirklich und wie viele andere Lehrer auch bis 19 Uhr in der Schule. Ich denke, dass der Beruf oftmals viel zu sehr unterschätzt wird, auch der psychische Stress, dem man als Lehrer ausgesetzt ist. Ich glaube schon, dass es recht hart ist Lehrer zu sein, vor allem dann, wenn es keinen respekt mehr vor Lehrern gibt.
Ich denke, dass der Lehrer eigentlich schon genug damit zu tun hat, dass er sein Stoff rüberbringen muss und deswegen die Rolle eines Erziehers im klassischen Sinne nicht auch übernehmen sollte. Da fände ich das Konzept schon besser, dass es eine Betreuung in der Schule geben sollte, die mehr und mehr erzieherisch aufgaben übernehmen sollte.
Denn das, was zu Hause schief läuft und nicht klappt,kann der Lehrer doch nicht übernehmen. Dafür hat er doch nicht all die Jahre seine Fächer studiert. Ich beobachte nur, dass viele Eltern selbst nicht mehr mit ihren Kindern klarkommen und sie einfach machen lassen, sodass sie keine Grenzen kennen und keine wirkliche ernsthafte Kommunikation zwischen Eltern und Kindern stattfinden kann. Aber dieses Leck aufzuholen, geschweige denn zu beseitigen, kann doch weiß gott nicht die Aufgabe der Lehrer sein. Das sind doch auch nur Menschen, die vielleicht auch Familie haben und sich nicht nur mit fremden Kindern befassen wollen. Zumindest in ihrer Freizeit. Außerdem hat fast jeder andere Job geregelte Arbeitszeiten, in denen festgelgt ist, wann man arbeitet und wann man Feierabend hat. Beim Lehrerberuf gehen wirklich noch so viele Stunden drauf, die nicht bezahlt werden, wie zum Beispiel woanders Überstunden und das ist man sich als Schüler oder als eine Person, die vielleicht mit Lehrern persönlich nicht so viel zu tun hat, nicht bewusst.
Klar gibt es schwarze Schafe, aber die gibt es überall!!!
Also in unserer heutigen Zeit oder besser gesagt in der momentanen Situation, will ich ich kein Lehrer sein. Die Schüler bekommen doch auch immer mehr Macht (auch wenn sichs blöd anhört), was auch manchmal nicht schlecht ist, aber es darf doch nicht in Respektlosigkeit oder Verachtung enden.
Lehrer-sein ist doch auch nur ein Beruf hinter dem normale Menschen stehen. Generell darf man, nach meiner Meinung, soziale Berufe nicht unterschätzen. Es ist schon manchmal sehr schwer mit Menschen zu arbeiten, denn das sind ja keine Maschinen.
Ich leite hobbymäßig ein paar Jugendgruppen und weiß wie anstrengend es sein kann mit 15 /20 Leuten, wenn ich mir jetzt vorstelle Lehrerin zu sein und eine Klasse von 30 Leutchen zu haben und das den ganzen Tag lang.... Ich finde da sollte der Staat mal Geld flüssig machen und dieses Problem vernünftig angehen. Übrigens geben die Niederlande genauso viel Geld, wenn nicht sogar etwas mehr, für ihre Bildung aus wie Deutschland - und jetzt vergleichen wir mal Einwohnerzahl und Größe.
Deutschland sollte mal Prioritäten setzen, vor allen Dingen in einer Zeit in der Bildung mehr und mehr zum Kapital wird.
Generell finde ich sogar das Gesamtschulkonzept gar nicht mal so schlecht, weil wirklich viel intensiever auf den einzelnen Schüler eingegangen werden kann, auch kann kein Schüler wirklich sitzen bleiben, sondern wird in andere Kurse zurückgestuft, in denen er sich wiederum verbessern kann, so dass er wieder in die "höheren" Kurse kommt. Das ist ja auch irgendwo Ansporrn sich wirklich anzustrengen, weil man seinen Schulabschluss und dessen Sorte selbst steuern kann.
Dieses Konzept kann natürlich nur dann funktionieren, wenn es die anderen Schultypen nicht gäbe, das ist klar. Denn ich glaube, dass die Selektion nach "du bist Hauptschüler du bist Gymnasiast" schon auch am Selbstwertgefühl der Jugendlichen kratzt. Denn ganz so blöd ist man dann ja doch nicht.
Vielleicht ist diese Selektion auch ein Grund für dieses Problem. Denn eigentlich weiß doch jeder, dass es für ungebildete Menschen immer weniger Nischen (Arbeitsplätze) gibt. Ich stelle jetzt einfach mal die These auf, dass wir, wenn es so weiter geht, in "ein paar Jahren" eine 2Klassengesellschaft haben werden mit dem Menschenbild, dass nur der was wert zu sein scheint, der viel weiß (und das wird wahrscheinlich auch vom Geld abhängig sein), die anderen, ja, die müssen zu sehen, wie sie zu recht kommen. ich hoffe nur, dass wir auch dann weiterhin ein solch guter sozialstaat sein können, denn sonst bekommt deutschland ein echtes Problem.
Ist vielleicht ein wenig pessimistisch dargestellt, aber ich finde, dass der Trend wirklich dahingeht.

Tod
12.06.2004, 14:28
@ kati
Ich glaube, schon, daß der Job sehr anstrengend ist, wenn man ihn gut macht, das hab ich ja auch schon gesagt. Aber von 8 bis 16 sind es eben 8 Stunden, das ist normal. Und wenn man nebenher noch mehr machen muß, solange es nicht immer ist, ist auch nicht so schlimm, zumindest nicht im Vergleich zur "normalen" Wirtschaft.

Mein Vater hat regelmäßig 80-Stunden-Wochen, wenn es mal ne 60 Stunden-Woche ist, ist er schon relaxt. Und am Wochenende muß auch öfter gearbeitet werden, wenn der Laden laufen soll.

Meine Cousine ist Anwältin und hat auch regelmäßig 70 Stunden. Das ist nunmal so...

Und wenn man in den Stunden der Schulzeit mal ne Freistunde hat, ist doch in Ordnung. Außerdem: unbezahlt? Deine Mutter wird doch für Ihren Job bezahlt, wieso sollte sie für ne Vertretung während der Schulzeit extra bezahlt werden?

kati
12.06.2004, 15:01
Man legt doch vorher seine Stundenzahl fest. Also wie man arbeiten möchte. In einer Firma z.B. wid man doch auch oft für Überstunden bezahlt. Vielleicht kann man diese verschiedenen Arbeiten auch nicht miteinander vergleichen. Zumindestens das Geld dafür, weil Beamte ja generell Versicherungen und sonstiges selbst bezahlen und deshalb vom Lohn noch einiges wegfällt. Keine Frage, es geht Lehrern schon nicht schlecht, ich wollte nur davor warnen, dass man diesen Beruf zu leicht unterschätzt. Vielleicht sollten mehrere pädagogische und erzieherische Berufsgruppen miteinander kooperieren und an einem Strang ziehen und nicht gegeneinandersein, wie es oft auch in den Schulen der Fall ist: Wer ist der beste Lehrer, wer der beliebteste, wer hat das meiste Sagen etc., das wär doch schon mal ein Ansatz für eine verbesserung

Tod
12.06.2004, 15:28
Nun ja, oftmals kann man die Überstunden nur abfeiern.

Wenn Beamte die Versicherung auf der einen Seite selbst bezahlen müssen, darf man nicht außer acht lassen daß sie ansonsten viel weniger Abzüge haben von Grundgehalt.

Unterschätzen sollte man keinen Beruf, das stimmt schon, und gegeneinander arbeitet ja keiner prinizipiell.

Und sicherlich sollten Lehrer auf keinen Fall die Erziehung komplett oder zu einem großen Teil übernehmen, aber schon aufgrund ihrer Anstellung und der Berufswahl sind sie ja Pädagogen (oder wollen es sein) und sind natürlich vormittags an der Erziehung zumindest beteiligt. Und wenn es von der Seite dann auch nicht stimmt...

bitfunker
12.06.2004, 15:52
Ohne bei dir in Ungnade fallen zu wollen, blutrichter, aber kati hat völlig recht. Der Lehrer-Job ist heute nicht gerade leicht, wenn man seine Aufgabe ernst nimmt und ihn richtig machen will. Ich sehe das heute bei meiner bessern Hälfte und einigen Freunden, früher bei meinem Vater. So verdient meine Lebensgefährtin zwar brutto wie netto deutlich mehr als ich, aber ich als päd. Fachkraft bei einem Kirchlichen Träger (= Hungerlohnzahler) habe den höheren Stundenlohn. Im laufenden Schuljahr hat sie über den Daumen gepeilt täglich 11h gearbeitet.
Das kann schon mal bis abends 23.00 Uhr gehen, Wochenenden sind auch nie komplett frei. Das kann man machen, wenn man in einer Spitzenverdienerpositiion oder selbsttändig ist, aber als Angestellter? Macht doch kein Mensch mit - unbezahlt!
Oder Vatern seinerzeits wahrend den Abi-Prüfungen: 4.30 aufstehen; vorbereiten/korrigieren bis 7.30, Unterricht bis 13.00 Korrekturen bis 24.00Uhr. Und das ein paar Wochen lang!
Ich sage nicht, das Leher mehr leisten als andere oder das sie schlecht bezahlt wären usw. aber man sollte die Leistung eben anerkennen, auch wenn nicht jeder seine Job so macht wie er soll. Aber dies trifft schließlich häufiger in jedem Beruf zu.

kati
12.06.2004, 15:54
Ja, beteligt sind sie. Aber der Schwerpunkt liegt (wie du auch schon angedeutet hast) eindeutig auf dem Lehren und nicht auf dem Erlernen des "Verhaltenseinmaleins". Es gibt einfach keine wirklich eindeutige Antwort. Man kann nur erkennen, dass es schief läuft und versuchen es zu verbessern ohne irgendwem die Schuld zuzuweisen und irgendwelche Leute an den Pranger zu stellen und mit Fingerzeig zu sagen, wie es die BILD-Zeitung oft tut: "Du bist schuld".
Da kommen wir überhaupt auf keinen Konsenz... Einig sind wir uns darin, dass sich jetzt schnell was verändern muss. Aber bis irgendwas in Gang kommt, dauert es auch noch :-)
Ich halte auch nichts von dem ganzen Elite-sch***, denn damit ist das Eigentliche Problem auch nicht gelöst, sondern wrid nur auf ne gewisse Art "vertuscht"

PerryRhodanos
12.06.2004, 16:18
So ich möchte jetzt doch auch etwas dazu sagen, nachdem ich mir alles durchgelesen habe: (Auch wenn ich die letzen 2 Seiten etwas schnell durchgescrollt habe)
Kurz zu meiner Seite:
Ich bin 18 Jahre alt, kenne also den jungendlichen und doch auch den erwachsenen Standpunkt. Momentan bin ich in der K12 eines bayerischen Gymnasiums, meine Mutter ist Grundschullehrerin (Einblicke :mad ), Vater Zöllner, 2 Schwestern(10,16)

Das ein ziemlicher Umbruch da ist, lässt sich hier einer 50.000 E Stadt stark nachvollziehen, aber wer ist daran schuld? und ist das ganze erst seit 3,4 Jahren wirklich der Fall?

Beginnen wir einmal bei den Kleinen, was ich so von meiner Mutter und aus der Nachbarschaft mitkriege:
Wenn ich mir Arbeitsblätter einer 2. Klasse anschaue, da kommt einem das Grausen. Kinder sind nicht mehr fähig "logisch" zu denken, Kinder haben 9 Jahren ihren eigenen TV, einen Gameboy und eine Spielekonsole. Die Ausdrucksweise selbst der Kleinsten ist teilweise so etwas von "verroht" und die Gesprächsthemen von bis zu 12 Jährigen sind einfach heute "strange". Da gab es ein riesengeheule, wenn die Schwester sich nich einer ihrer beknackten Deutschland sucht den.... anschauen durft, da sie dann von ihren Klassenkameraden "verstoßen" wurde,....und wehe sie hat nicht das neuste xyz Gameboyspiel. Aber das Ganze ist oft ein familäres Problem, meine Mutter hat mir Entschuldigungen von Eltern gezeigt....Kein Kommentar in Bezug auf Rechtschreibung.....ein anderes Problem ist die Erziehung im Allgemeinen:
Lehrer müssen immer mehr als "Rein" Erzieher herhalten, Eltern sind alle arbeiten um mehr Geld heranzuschaffen um die Kinder zu "mästen".
Im Gegenzug regen sich aber Eltern über Lehrer auf, drohen mit allem möglichen wenn ihr Kind einen Anschiss in der Schule bekommt.
In der 3. Klasse beginnen Eltern die Lehrer tagtäglich zuzuquatschen, damit die Kinder ja in der 4 Klasse es geradeso aufs Gymni schaffen. (Diese Engagement wäre zwar einerseits e wünschenswert, hätte es doch nicht so einen faden Beigeschmack) Andere Eltern lassen dafür alles schleifen, es interersiert sie quasi einen "Scheissdreck"

Jetzt mehr so zur Situation in meiner Altersklasse:

Man kann in den unteren Klassen wirklich all das beobachten, was schon so oft vorher genannt wurde, übergroße Klassen, alles erst einmal aufs Gymni, wer da nach einem Jahr durchfällt wird auf die Realschule abgeschoben und 15% bleiben nach der 4. auf Hauptschule....und dort sind die Aussichten auf einen Beruf hier auch "quasi" 0...allerdings dazu mehr noch unten.

Das andere was mich hier aber tierisch aufregt ist teilweise die ganze Eingenommenheit der Abiturenten, bzw. Studenten.
Kein zeigt mehr soziales Engagement, jeder hält sich für den "King", an anderen Gymnis muss es sogar noch schlimmer sein. Kein will mehr etwas außerschulisches tun, alle die kein Abitur haben sind Idioten, Straßenkehrer (sozial extrem abwertend zu verstehen), Jugendliche anderer "niedriger" Schulen werden oft als einfach niedere Menschen angesehen...da sehe ich noch große Gesellschaftsbrüche durch Elite-Unis, etc... kommen....

Ich arbeite nebenher als Selbstständiger im IT-Bereich (Schwerpunkt Systeminstallationen, Netzwerklösungen, hauptsächlich im gewerblichen Bereich) und bekomme oft hier in Betrieben konfuse Situationen mit:
Abiturenten die nichts von Arbeiten halten, keine Personen die den einfachsten Anforderungen für eine Ausbildung genügen würden,.....

Das Problem, das man sich durch immer schwierigere Studiengänge größere Spezialisten schafft, die aber dann auch nur wirklich eine Sachen können, ist gefährlich...ich will jetzt nicht den Begriff eines "Fachidioten" nicht gebrauchen... Das Problem ist vielmehr die Allgemeinheit, denn ein großteil der Studenten sind da richtig wo sie sind. Weiter frustet es auch viele Abiturenten in Bayern, das sie national benachteiligt werden, durch schwierigere Prüfungen, ich denke das kann man hier wirklich als Fakt ansehen.
Schulisch habe ich noch nie etwas getan, auch wenn es jetzt knapp wird, ich besitze einfach nicht die Kraft mir unützes Zeug für die nächste Klausur reinzupressen.

aber b2T:
1. Das soziale familäre Umfeld

2. Politik: Darüber kann man streiten ob eine andere Partei auch nur einen Hauch besser wäre...ich denke nicht, nur große Umbrüche würden hier etwas aus dem Dreck ziehen.
Auch wenn viele Politiker, ala eine Frau Hohlkopfmeier :p fehl am Platz sind.

3.Musik und damit verbundener Lifestyle:
Nunja ich persönlich habe einen Musikgeschmack, das alle davon rennen, wenn meine Playlisten runterlaufen: Auszug (kein Fake)

23.Die Firma-Neuzeit Propheten
24.Sting -Dead mans's rope
25.Taucher- Amazone Dreaming
26.Metallica- Enter Sandman
27.Nas- Affirmative Action
28.DMX- X gonna give it to ya
29.Mozart-Symphonie Nr. 40

Ich persönlich höre wohl alles was es gibt. Allerings ist heute wohl auch die Hip Hop Kultur an einer Verdummung in gewissen sozialen Kreisen wieder erheblich schuld, aber nicht anders als früher Punk einen Geschellschaftsumbruch hervorrufte

TV: Hierzu brauche ich nichts mehr sagen, schließe mich meinen Vorredern an :(

Ein anderes Problem ist diese "Wurstigkeit", motto: Life's a Bitch
Bevor ich ein Buch in die Hand nehme (lese zwar selber nur seichteres: Perry Rhodan Silberbände, aktl. Band 58, a 500 Seiten)mach ich lieber TV an.

Bevor ich was unternehme, mich aufs Rad setze,...lass ich mich lieber volllaufen und penn den ganzen nächsten Tag.
Diese Neutralität, ja sogar das Alkohol in unserer (und fast nur unserer) Gesellschaft etwas positives ist, trägt auch seinen Teil bei, genauso wie Rauchen mit 10. Deutschland ist einfach sozial gesehen zu "fett", ich denke erst wenn es der Allgemeinheit wieder dreckig geht, ändert sich hier etwas.

Wir haben hier wirklich ein großen Problem, das aber nicht aprupt kam, sondern sich wohl in den letzen 15 Jahren einschlich und mehr um sich griff.

P.S.: Lasst doch bitte einmal die Amerikaner in Ruhe, ich kann es nicht mehr sehen, das diese nur noch als Kriegsgeile,Burgerfressende Idioten hingestellt werden, am liebsten wahrscheinlich von Leuten, die noch nie mit einem geredt haben, geschweige denn einmal die Kultur, das Land kennen gelernt haben.
Sie ist einfach anders, genau so anders wie die asiatische, sie ist "patriotischer" aber dort leben viele Menschen, die wirklich etwas drauf haben, auch wenn es viele des Gegenteils gibt, aber die USA haben nun einmal mehr Einwohner als D.
Die Mentalität ist teilweise aber auch besser, wenn es in Deutschland einer es zu etwas bringt ist er fast immer ein Sozialschmarotzer, Steuerhinterzieher, hat zuviel Vitamin B,... in den Staaten gibt es diesen dummen Neid nicht, dort wird Leistung angerechnet, dort sagt keiner:" Wer hat dir denn diese Auto gekauft", sondern " Wow cooles Auto, so eines will ich auch" ....Beispiel

Ich hätte noch so viel zum sagen...vielleicht später...puhh

Tod
12.06.2004, 16:35
Hossa, den Aufsatz muß ich später komplett lesen, bin grad am kochen :)

Kurz:
@b-runner
Keine ungnade, wieso denn? Ich hab ja auch nichts anderes geschrieben. Ich bin im Gegenteil ja froh, daß es nicht so ist, wie es befüchtet habe.
Wie gesagt, meine Eindrücke aus der Schulzeit waren krass, wenn auch nicht nur negativ. Und eines ist klar:
auch @ kati

Topleistung will top bezahlt werden, sonst macht erst recht keinen Spaß.

Und daß den Lehrern keinesfalls die Schuld per se zugrschrieben werden darf ist klar, den Schuh der Verzogenheit müssen sich die Eltern schon anziehen lassen.

kati
12.06.2004, 16:52
@PerryRhodanos:
Dein Aufsatz ist echt klasse!!!!

Ich komme halt nicht mit dem amerikanischen Weltbild zurecht. War halt ein halbes jahr im Amiland und mir sind die meisten, die ich dort kennengelernt habe, zu oberflächlich und doppelmoralisch! Aber das hat ja jetzt nichts mit dem Thema zu tun. Vielleicht bin ich deshalb auch sehr USA-kritisch. Aber lassen wir dieses Thema besser.

perfekt!57
14.06.2004, 10:47
@perry rhodan

"Schulisch habe ich noch nie etwas getan, auch wenn es jetzt knapp wird, ich besitze einfach nicht die Kraft mir unützes Zeug für die nächste Klausur reinzupressen."

"Bevor ich was unternehme, mich aufs Rad setze,...lass ich mich lieber volllaufen und penn den ganzen nächsten Tag."


1. ich glaube dir, das du das alles glaubst und in echt genau so empfindest, wie du schreibst.
2. trotzdem ist das schon jetzt und sehr gut erkennbar das (bloß) bi-direktional-gespalten (schizophrene) weltbild eines trinkers.
3. du hast höchstwahrschlich das alki-gen eines vorfahren geerberbt.
4. such dir rechtzeitig hilfe.


kuck: "bloß". weil das "bloß" so negativ ist: von schwarz bis weiß gibt es jede menge graustufen. ein leben ist um so gelungener, je mehr graustufen es aktiv integrieren kann.

"was tue ich heute? saufen - oder nicht-saufen?" das sind halt bloß zwei möglichkeiten. die zwei möglichkeiten des säufers. nicht der anderen. (eigentlich ist es nur eine: saufen. und sich erholen vom saufen) und das leben, gesundes leben ist/wäre/hat mehr als zwei möglichkeiten. wären unendlich viele. die unendlichen vielen der normalität... .

"was tue ich heute? saufen - oder nicht-saufen?" - und die anderen sind ja schuld daran(!), (siehe deine ausführungen dazu): "mache ich ja bloß, weil die welt/die anderen usw. so blöde sind. und sich ein anderes leben (wegen denen!) nicht lohnt". kuck: das ist suchtkrankenpsychologie par exellance.

ein gesundes ich trägt immer beide möglichkeiten in sich: heute was gutes tun - oder was negatives (oder "etwas dazwischen"). die verantwortung dafür liegt aber niemals ausserhalb. meine verantwortung für mich und mein handeln, mein reden, denken, tun liegt immer autonom bei mir. kann nicht auf "die anderen" externalisiert werden.

solche art externalisierung aber klassische suchtkrankenpsychologie (und faschistoid ist es auch noch): "ich bin ja gut, nur die anderen sind ja so blöde", "da hat es ja schon überhaupt gar keinen zweck, wegen denen, den ersten schritt zu tun". "kann ich auch gleich liegen bleiben, mir die kanne geben." ("wo die so blöde sind")

laß den alkohol weg - lebe! und mache zunäst mal keinen für irgendetwas in deinem leben verantwortlich - außer dir selbst. schon gar nicht für deinen alkoholkonsum.

und wenn du heute schon feststellen musst: "ich kann den alk ja gar nicht weglassen, nicht länger als 3 tage, schon gar keine 2 wochen oder 1 monat" - dann nimm hilfe in anspruch. gruppe ist angesagt. (auch wenn deine psyche dazu sagt: "der spinnt der idiot, wozu soll ich den alk so lange weglassen? und eigentlich ist doch alles anders: der alk ist doch bloß eine art geilster über-medizin, bloß von den meisten blödmänner nicht als solche erkannt, der alk erhebt mich, bringt mich in zustände, die sind viel besser als der überall mies verbreitet normalscheiß - dann erst recht! denn das ist seelische vollabhängigkeit.)

normale leute trinken auch mal 3 jahre keinen tropfen - und ohne das überhaupt zu bemerken. (ohne das als "leistung" zu sehen, oder "unnormale normabweichnung", oder "die anderen die ja auch"....)

und alkoholiker haben das gen dazu geerbt. die trinken ab dem 13. lebensjahr - oder wann immer sie das erste glas trinken - schnell zunehmend anders als der rest der bevölkerung. trinken so wie du es beschreibst: wegen der wirkung, wg. des platt-liegens am nächsten tag, wegen des betäubt-seins durch die droge, um-sich-wegzumachen. und das ist nicht folgendlos. ist nicht vorbei nach 3 tagen:

es hat heftige folgen für selbstbild und fremdbild. und es ist nicht die schuld des alkohol-users. (denn die droge verändert hirn, gefühl, sicht der dinge und wahrnehmung: gerade so, als wenn man statt in den eigenen körper jeden tag heftig gift in einen teich schüttete. nach 2 jahren spätestens ist der teich "innendrin biologisch vollkommen tot". auch wenn man den alk dann weglässt und nach 3 tagen im wasser wieder nur nullkommanull promille meßbar wären/sind. saufen ist eben nicht nach drei tagen zu ende. jahrelanges regelmäßiges trinken braucht genau soviele jahre abstinenz zur regeneration wie es saufjahre vorher hatte: vollkommen klar und leicht einsichtig. jedenfalls wenn man kein trinker ist, nicht-abhängig) (und das ist brd-gesellschaftliches wissen - mehr: gesamt-zivilisatorisches welt-wissen, nicht etwa bloß meinung von p57. man gehe in harlem oder moskau ins nächste "meeting")

es ist im übrigen keine schande krank zu sein. es ist nur einen schande nichts dagegen zu tun!

gesundes psyche sieht mindetens 4 möglichkeiten: 1. gut und 2. schlecht in mir: 3. gut und 4. schlecht in/bei "den anderen". (und die beurteilung von punkt 4. ist mir weitgehend verboten. hilft mir eher nicht voran, selber besser zu werden.)

säufer haben immer nur 2 möglichkeiten: 1 ich bin gut. 2. die anderen sind mein unglück/schlecht/minderwertig/faul/dumm/anstrengend: "und darum ist es auch legitim zu saufen". (ist es nicht!)

und ich kannte noch kaum einen, der das ohne gruppe und therapie wegbekam: weil die droge stärker ist (nicht auf alle wirkt alk wie heroin - aber auf die 10-15% der menschen in unserer gesellschaft schon, die das alki-gen haben - und daraus folgend die anders gelagerten abbau-enzyme dazu und die anderen abbauraten mit den toxisch wirkenden zwischenprodukten dazu.)


ich mache seit gut 10 jahren gruppe im knast, im geschlossenen vollzug (echt geil, klasse, macht spaß): kiffer, junkies, alkis, btm'ler, "polytoxikomane" usw. usf.. was ich von dir höre läuft normalerweise noch mindestens 20 jahre weiter so: "die anderen sind blöde, ich alleine bin so cool" - und schluck! mit ende 30 sind die leute frühestens soweit kaputt, dass sie etwas ändern können wollen - bei sich selbst.

und da du aber auch das zeug zur elite in dir trägst;) , spreche ich hier so zu dir: wenn du früher die kurve kriegtest, wärest du "mehr elite". nur blödmänner saufen länger!

schon gemerkt: perry und perfekt. das passt (?!)


("btm": betäubungsmittelmißbrauch. oft mischform der verwendung von substanzen "um sich mal so richtig wegzumachen weil hier alles ja auch objektiv so echt oberschei... ist": ist es nicht!

"btm'ler" : einer der das macht, btm nehmen. und zwar im sprachgebrauch der gesunden gesellschaft, die auf den solcherart mit dem mit fingern zeigt.)

PerryRhodanos
14.06.2004, 19:53
*AUTSCH*

Verstand zuerst nur, aber nur Bahnhof@perfekt!57

Dann fühlte ich mich ziemlich angegriffen. Darauf laß ich nochmal dein Qoute aus meinem Text durch und merkte, das hier ein Riesenverständnisproblem meinerseits auftauchte.

Das
"Bevor ich was unternehme, mich aufs Rad setze,...lass ich mich lieber volllaufen und penn den ganzen nächsten Tag."

war nie und nochmals nie auf meiner selbst bezogen. Ich habe in meinem ganzen Leben maximal 5 Bier getrunken und ein paar Sekt!

Das
"Schulisch habe ich noch nie etwas getan, auch wenn es jetzt knapp wird, ich besitze einfach nicht die Kraft mir unützes Zeug für die nächste Klausur reinzupressen."
hat was mit der Sinnlosigkeit des gelernten Stoffes v.a. in der Oberstufe des Gymnasiums zu tun.
Früher hatte ich nichts gelernt, weil ich keinen Bock hatte, heute weil ich keine Zeit mehr habe, da ich Selbstständiger im IT-Bereich (Schwerpunkt Systeminstallationen, Netzwerklösungen, hauptsächlich im gewerblichen Bereich) bin, d.h. ich bin fast den ganzen Tag, wenn ich keine Schule habe auf Achse. Ich lebe sehr mein Leben. Ich fahre Alfa, alle anderen in der Klasse fahren: (wenn sie fahren) Golf,Polo und 3er BMW ;) Ich trinke an WE nichts, wenn ich mit Trinkern weg gehe, dann bin ich der Fahrer. Habe aber in letzten Zeit viele Freunde gefunden, die genau so wie ich denken, jeder hat seine Laster und Jeder lebt sein Leben, nicht das das eine Clique vorschreibt.

@Kati:
Eine Meinung wie deine über die Amerikaner kann ich sehr verstehen und solche akzeptiere ich auch sehr :smokin , da du ja auch sehr große Erfahrung mit ihnen hast. Jedem das Seine und seine Meinung, wir leben in einem (fast) freien Land, nur wenn ich was gegen Jemanden habe, dann weil ich es selber weiß und nicht aus einer Zeitung,TV,... habe.

Aber lassen wir die Amerikaner Amerikaner sein.

Nochmal @perfekt!57
Ich stimme dir in deiner Aussage fast voll zu :) , aber ich bin davon nicht betroffen und werde es auch hoffentlich NIE sein, da ich einmal wirklich mitbekommen habe, wozu Sorgen in Alkohol erträngt geführt haben, nämlich zu einem 7,92mm Geschoss im Kopf....

olly3052
14.06.2004, 20:14
Danke für die Antwort!

Deshalb und nur deshalb ist perfekt57 Beitrag so lange ohne Fische geblieben!

Hatte die Hoffnung, daß Du die "Mißverständnisse" aus der Welt schaffst, ohne das der Blockwart eingreifen muß! ;)

@perfekt,
der nächste dergeartete post landet wieder im Aquarium und glaube mir, bald wird man die nicht mal mehr im in der Tiefsee finden.
Also überlege gut, was und wie Du hier Beiträge von dir gibst!

Gruß

olly3052

Morgoth
14.06.2004, 20:15
Verstand zuerst nur, aber nur Bahnhof@perfekt!57

Das geht uns allen so. Die Posts muss man mehrmals durchlesen, bis man sie auch nur ansatzweise verstanden hat. Und dann kommt man immer noch nicht über manche Widersprüche hinweg.

Gruß
Morgoth

perfekt!57
14.06.2004, 21:26
"Nochmal @perfekt!57
Ich stimme dir in deiner Aussage fast voll zu http://www.computerbase.de/forum/images/smilies/smile.gif , aber ich bin davon nicht betroffen und werde es auch hoffentlich NIE sein"

danke perry! war also schlußendlich doch mal wieder nicht sinnlos, dass ich so offen und direkt postete. & grüße zurück, & schön, dass es dir auch so gut geht wie mir;) .

und du bleibst auf deinem weg, das finde ich gut, besonders nach dem was ich jetzt lesen durfte.

also wahrlich ein anti-verdummungspost von dir. wünsche ich mir mehr von.

IntelOut
15.06.2004, 03:14
sorry @blackbird, da hatte sich doch der Tippfehler zu werke gemacht.
Stimmt, die PresseKonferenz war der heuler und ich hab mich schlapp gelacht.

@por()pole
ich bin Jahrgang 1959 also nicht mehr der frischeste ;)
aber ich erinnere mich an meine Kindheit und Jugend als wäre es gestern.
Auch negative Dinge gehörten dazu, die das Leben betrafen (mein Bruder verstarb im Säuglingsalter und ich habe ihn gefunden - war 10 und war zuvor in KUR und kam mit Masern und Windpocken glaube ich zurück). Aber das ist ne andere Geschichte.
KLAAAAAAAAAR haben wir meinem Opa mal Cigarren geklaut und heimlich gepafft.
Einmal kam mir meine Mutter entgegen, und ich steckte den Stumpen in die Hosentasche, damit meine Mutter es nicht mit bekam. Das Loch welches entstanden war hab ich dann mit ner Schere viereckig raus geschnitten, damit es nicht auffiel :)

An der Schule haben wir sowas wie rauchen bzw. Haschisch etc. nicht gekannt, und Messer oder ähnliches hatten höchstens die Türken einstecken, nicht wir deutschen.
Anm. das ist jetzt KEIN Rasissnus !
-:-
Massenmörder Theorie ? Wenn es mit DNA Technik oder Geständnis zweifelsfrei erwiesen ist, stimme ich Dir zu, auch wenn ich eigentlich jegliche Art der Gewalt verabscheue und der Meinung bin, das kein Mensch das Recht hat das Leben eines anderen zu nehmen.
Die Russen haben es schon richtig gemacht, mit Sibirien, aber der heutige "Knast" ist doch Urlaub für die Verurteilten - und der brave Steuerzahler muß zw. 75 und 150 Euro pro Tag für einen Insassen der JVA zahlen, nur damit er weggesperrt ist !
-:-
Mann könnte auch sagen: derjenige der das GELD als Zahlungsmittel erfunden hat, gehört erschlagen - wenn er nicht schon Mutterboden wäre ...

@MoF stimmt natürlich.
Man kann Grund- oder Hauptschule nicht mit weiterführenden Schulen (Real-Schule etc.) vergleichen, weil dort ein anderes Niveu vorherrscht.
Ausnahmen bestätigen aber bekanntlich auch hier die Regel, was dann aber Minderheiten sind.
Ich gebe zu, das ich nicht so ein Streber war, und Hausaufgaben auch schonmal nicht gemacht wurden.
Erst hinterher stellt man fest, das LERNEN für das ganze Leben ist und nicht für Lehrer oder Eltern ...

@neo-bahamuth
Auch ich kenne noch die körperliche Züchtigung, aber auch nur wenn es nicht zu vermeiden ist oder alles andere nicht greift.
Mit Schlägen erzieht man keine Kinder.
Was die Menschenverdummung durch die Medien angeht, stimme ich Dir 100% zu. Eigentlich sollen Medien wie TV der Information und Unterhaltung beitragen, doch wenn man sieht, was da tagtäglich über die Mattscheibe flimmert ...
... da fragt man sich, was die mit den Geldern machen, die sie durch die GEZ einnehmen.
Was die freien Sender angeht ...
Bis auf wenige kann man die eigentlich getrost wegschalten. Langweilige Talkshows oder Wiederholungen am laufendem Band.
Einige bringen wenigstens noch vernünftige Dokumentationen wie N24 z.Bs.

Die Verdummung fing schon an, als sie die Volljährigkeit auf 18 runter gesetzt haben.
So war es möglich eigene Verträge abzuschließen und in die Schuldenfalle zu springen (Handy- Ratenverträge (Autokauf) oder Kredit bei der Bank etc.).
Warum ist denn heute FAST jeder Haushalt hoffnungslos überschuldet ?
Und dann denkt man noch drüber nach, für die Kidz nen Sondertarif für Handy und SMS einzuräumen.
Es wird doch sogar durch die Politiker gefördert, das man in die Schuldenfalle gerät.

@Blutrichter
Wer die Sendung im TV gesehen hat, wo Handwerksmeister händeringend nach Lehrlingen suchen, und bei der Auswahl von simplen Tests die Auswahl erfolgen sollte, der kann mich verstehen.
Nicht mal simple Rechenaufgaben konnten die im Kopf rechnen.
345:3= ?
Nicht einmal 300 : 3 = ? konnte die eine Anwärterin lösen.
Erklärungsversuch: "in der Schule haben wir das alles mit Taschenrechner gemacht !"
Ein echtes Armutszeugnis was sich da die Jugend ausgestellt hat und die Pisa Studio bestätigt. Traurig traurig sag ich nur ! :(

@Kuddel
Lehrer waren zu unserer Zeit noch Respekts Personen - und man gab sich Mühe. Heute hat man in der Tat überfüllte Klassenräume und entweder zu wenig Lehrkräfte oder nicht qualifizierte Lehrer.
Auch ich war in einer Klasse, wo man bei der Klassenlehrerin nur das (7. Klasse) Abschreiben von irgendwelchen Buchseiten aufbekommen hatte.
Auch ich hatte da ziemlich viele Fehlzeiten, weil mir die Penne da echt am Arsch vorbei ging. Nun, geschadet hat es mir trotzdem nicht ;)

@b-runner
einiges wußte ich, anderes war mir nicht bekannt.
Soll das heißen, das die Lehrerausbildung damals schlechter war ?
Denke, es ist in den letzten Jahren erst zu diesen Bestimmungen und Richtlinien gekommen. Ich war bis auf eine Lehrerin mit allen Lehrkräften zufrieden.
Eltern haben selten die Qualifikation erzieherisch einzugreifen.
Viele sind überfordert und können den Kindern nicht mal bei den Hausaufgaben helfen. Welche Eltern können denn Mengenlehre oder Algebra geschweige denn Prozentrechnung oder Englisch ?
Betreff Medien, siehe oben.
Alles was nicht mit Gewalt zu tun hat oder Horror ist doch langweilig ...
Und wenn im Haus dann ne Playstation oder PC vorhanden ist, dann ist das doch vielen (denke ich) wichtiger als Hausaufgaben oder lernen.
Kenne selber Väter, die da Arbeitslos den ganzen Tag vor der Playstation hängen oder TV/PC - und wenn dann noch Frustsaufen dazu kommt, sind diese Eltern wahrlich kein gutes Vorbild oder Respektspersonen mehr.
ABER, Gott Sei Dank (auch wenn ich nicht daran glaube), ist das (hoffentlich) eine Minderheit, die aber immer mehr zunimmt.
-:-
Lernen, ja kann man, aber die meisten wissen doch garnicht wofür.
PC / Internet ??? Viele benutzen das doch nur zum spielen.
Im IRC höre ich so oft, wie langweilig es den Chattern ist ...
Einmal giebt es immer etwas zu tun und ich frage mich, wozu sie dann überhaupt nen PC und INet haben. traurig traurig ...

@tec-doc
ist Dir noch nicht aufgefallen, das wir durch die Anti-Terror Gesetze usw. immer näher zur DDR zurück kehren ?
Die BRD ist doch schon lange ein Polizei und Überwachungsstaat und das bedeutet letztendlich auch Kontrolle. (erinnert mich an MATRIX)
SARKASMUS an: "Nieder mit den Grenzen, weg mit den Alpen - freie Sicht für Grönland !" SARKASMUS aus. Big Brother is watching You.

@Silver
ein Aspekt ist doch schon vor dem LERNEN, das die Jugend doch keinerlei Perspektiven hat, wenn die Eltern und Geschwister selber auch ohne Abschluss, Berufsausbildung oder Arbeitsplatz sind.
Die Niedrigverdiehner können sich kostspielige Anschaffungen oder Lehrmittel doch "heute" garnicht mehr leisten, weil einem Vater Staat schon alles aus der Tasche zieht. Heute braucht man schon fast ein Auto um überhaupt zur Arbeit zu kommen, Urlaub können sich nur besser situierte Leisten, und Kindererziehung kosten einen haufen Geld. Dann noch die Wohnkosten und Lebenshaltungskosten ...
Wodurch haben wir denn so eine hohe Kriminalitätsstatistik bekommen.
Manchmal geht es doch wirklich ums nackte Überleben.
Aber ich fange jetzt nicht mit Politik an ...
... aber viele sind es selber Schuld, wenn sie nicht zu einem Wandel bereit sind und den Lügen der Politiker -die es angeblich besser machen können - immer wieder auf den Leim gehen. Dazu sage ich mal eines:
Wir sind das Volk, und die Politiker unser verlängerter Arm, um sich für unser Land und die Bürger einzusetzen. Die aber, denken mehr drüber nach den Reichen noch reicher zu machen, sich noch mehr Geld in die Tasche zu stecken oder wie man dem kleinen Mann noch mehr abverlangen kann mit fadenscheinigen Argumenten - die oft doch nur Rohrkrepierer sind ...

Betreff wer wird Millionär ... kann u.U. das eigene Wissen ergänzen, aber auch nur, wenn man zur Antwort auch noch eine kurze Erklärung erhält - oder sich selbst noch Informationen dazu sucht, wenn es einem interessiert. Ansonsten auch nur Verdummung mit dem Efekt, das man die Antwort weiß, aber nicht weiß warum und wieso :)
BigBrother ? Heute schon gekozt ? :n8 ...
Es giebt genug, die sich solchen Schrott oder Talkshows ansehen, wo man sich for dem Publikum praktisch nakisch macht oder seelisch vergewaltigen läßt. Das sind Dinge, die gehören nicht mal in die Sparte Unterhaltung - da absolut unterstes Niveu.
-:-
Betreff Erziehung: man sollte es spielend erlernen und nicht mit Gewalt.
aber ab einem gewissen Alter kommt die Pubertät, wo auch die heranwachsenden jeden und alles in Frage stellen und manchmal bis an die Schmerzgrenze des erträglichen heran gehen.
Eltern und Lehrer sind dann manchmal überfordert.

@Toaster
nette Geschichte muß ich sagen (have geschmunzelt), aber den Honig hätte ich über dem Rotzlöffel ausgegossen, damit dann die Mutter die Arbeit hat mit dem Reinigen.
Amderes Beispiel oder Frage:
Welcher Jugendliche steht denn heute im Autobus für eine alte Frau oder gebehinderte Oma auf ? Stattdessen bleiben sie sitzen und meinen ihnen steht der Sitzplatz zu, weil sie zuerst da waren (oder: das Recht des Stärkeren).
Kinder, die noch Respekt vor den Eltern oder älteren Personen haben, reagieren da anders. Unsere Geselschaft degradiert immer mehr.
-:-
Ne Ohrfeige kann man als Erziehungsmittel deklarieren wegen dem psychologischem Aspekt. Ich hätte es drauf ankommen lassen und wäre vor Gericht gegangen - ohne diese 50 Euro zu zahlen.
Allerdings wäre aufklärung oder das lernen warum man nicht einfach auf die Straße läuft und was dabei passieren kann, der bessere Weg der Gefahrabwendung gewesen. So mußte die Frau Lehrgeld bezahlen ... (was für ein Unfug).
@blutrichter hat mir aus der Seele gesprochen, so sehe ich das auch.
Eine Ohrfeige kann dazu führen, das man das nächste Mal umsichtiger ist.

Ich habe diese Art damals bei meinem Hund angewandt (ich bin verdammt tierlieb!). Sobald er auf einen anderen Hund drauf ging, oder nicht gehorchte, habe ich eine zweite Halskette nach ihm geworfen. Ich mußte nicht einmal treffen. Das war der Schreckefekt. Später brauchte ich die Kette nur in der Hand klimpern lassen, und er wußte, das er dieses oder jenes nicht durfte.

Ich komme mal zum Abschluss, und verzeiht, das es so viel wurde.
Habe jeden einzelnen Post durchgelesen und verschiedene posts der Personen durch -:- kenntlich gemacht.

Ich denke, es kommt darauf an, wie man seine Kindheit verlebt.
Damals hatte man nicht diese Hektik des heutigen Lebens, alles war irgendwo einfacher und leichter. Leistungsdruck oder Geltungsbedürfnis war für uns ein Fremdwort. Anerkennung oder Freunde stellten da einen wesentlich höheren Stellenwert dar.
Damals konnte man zu einem Freund noch Freund sagen, heute denkt ein jeder doch nur noch an seinen eigenen Vorteil. Wahre Freunde kann man an einer oder zwei Händen abzählen. Ich meine solche, auf die man sich auch verlassen kann, wenn man mal echt in der "schei**e" sitzt oder Hilfe braucht.
Ja das ist einmal ein Thema, wo sich wirklich alle einbringen können und für eine interessante Diskussion sorgen können.
War die letzten Tage aber nicht auf dem laufendem, so das ich die rege Beteiligung hier erst heute gesehen habe.
Sorry, wenn ich Eure Glubscher nu mit solch einem langen Post belastet habe. :)

bitfunker
15.06.2004, 08:52
Hey, Intel-Out, welch ein Riesen-Post! Ich gehe erst einmal auf den Teil @me ein
Soll das heißen, das die Lehrerausbildung damals schlechter war ? Nein, ganz bestimmt nicht, ich denke aber, die Schwerpunkte lagen anders. Man wurde mehr in der Vermittlung von Inhalten und Kompetenzen und weniger als "Vormittags-Papa/Mama" ausgebildet.
Eltern haben selten die Qualifikation erzieherisch einzugreifen. Viele sind überfordert und können den Kindern nicht mal bei den Hausaufgaben helfen. Wenn(!) die Eltern ihre Aufgaben, also zu allererst die Erziehung ihrer Kinder erfüllen können, ist der Mangel an Möglichkeiten, ihrem Nachwuchs bei den Hausaufgaben zu helfen, nicht allzu schwerwiegend. Kenne selber Väter, die da Arbeitslos den ganzen Tag vor der Playstation hängen oder TV/PC - und wenn dann noch Frustsaufen dazu kommt, sind diese Eltern wahrlich kein gutes Vorbild oder Respektspersonen mehr. Wie der Vater, so der Sohn - ja, dass ist leider viel zu oft im negativen Sinne der Fall. Ich kenne über den Job einen 17-jährigen, der nach dem Lehrgang nach Hause geht, um mit seine Vater Splatter & Pornos zu schauen und eine Kiste Bier zu leeren. Ihm macht es Spaß... :(
Lernen, ja kann man, aber die meisten wissen doch garnicht wofür. Ich habe so eine Theorie, dass die zum Lernen nötige Neugier nicht zuletzt durch die Massenmedien (v.a. TV) im Ansatz erstickt wird. Alle Angebote ist fertig portioniert und freizeitgerecht aufbereitet. Eigenes Denken ist nicht mehr nötig, alles ist schon so simpel wie möglich konstruiert, die Eigenleistung beschränkt sich auf das Anfordern des Klingeltons zur Sendung. *snif*
PC / Internet ??? Viele benutzen das doch nur zum spielen. Häufig wollen die Leute gar keinen PC; Konsolen sind halt weniger aufwendig in der Bedienung. Und das Chatten ist häufig auch nicht so beliebt, weil man dafür schließlich schreiben können muß...

Zusammenfassend finde ich es interessant, dass ich, der ich 17 Jahre jünger bin als du, so ziemlich deinen ganzen Post "abnicken" kann. So groß kann der Generationenkonflikt dann wohl doch nicht sein.
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Das geht uns allen so. Die Posts muss man mehrmals durchlesen, bis man sie auch nur ansatzweise verstanden hat. Und dann kommt man immer noch nicht über manche Widersprüche hinweg.Treffend formuliert, aber mal ehrlich: wenn p!57 sich einen "normalen" Stil zulegen würde, würde uns inzwischen auch was fehlen, oder? Und sinnvoll war gerade der vorletzte Post allemal; wenn ich auch eine Ewigkeit gebraucht habe, um ihn zu lesen.

waldorf
15.06.2004, 10:18
Zum Thema Lehrer und Respekt bzw. das Verhältnis Lehrer und Eltern, was kati und PerryRhodanos ja schon angesprochen hatten:

Ich denke auch, dass sich das gesamte schulische Umfeld in den letzten 30 Jahren sehr verändert hat - genauso wie der Rest der Gesellschaft. Die Gesellschaft hat sich stark gewandelt - neue Denk- und Lehransätze sind einfgeflossen und auch die Schule sollte und hat diesen Wandel nachvollziehen/-vollzogen! Und um es mal mit Wowereith zu sagen "Das ist gut so!" - grundsätzlich!

Obrigkeitsdenken und wirkliche Authoritäten gibt es kaum noch. Wurden früher in der Presse öffentliche Persönlichkeiten, insbesondere Politiker hauptsächlich sachlich angegangen, sind diese heute in allen Medien persönlichen Angriffen ausgesetzt, die teilweise weit unterhalb der Gürtellinie angesiedelt sind. Zerstören wir unsere Respektspersonen und Vorbilder, so haben wir auch keine mehr! Das liegt nicht an den Personen, sondern am Umgang mit diesen (Die Erkenntnis, dass auch diese nur Menschen sind ist nichts neues - dementsprechend sollten wir Ihnen auch ihre Fehler lassen ...).

Ähnlich verhält sich es in der Schule. Kam vor 30 Jahren ein Schüler nach Hause und erzählte, dass es vom Lehrer eine Ohrfeige bekommen hat, so konnte er sich darauf einrichten, zu Hause noch eine zu bekommen - also erzählte er es erst gar nicht. ;) Wird heute ein Schüler von einem Lehrer berechtigterweise etwas härter zu Recht gewiesen, so hat er am nächsten Tag die aufgebrachten Eltern vorm Klassenzimmer stehen, möglichst gleich zusammen mit dem Elternbeirat!

Da frag ich mich, wenn der Lehrer schon die erzieherischen Versäumnisse der Eltern in der Schule ausbaden darf, muss er sich jetzt hierfür auch noch (gerade von diesen) kritisieren lassen? Bei Benotungen, Fragen um die Versetzung bzw. Empfehlungen für Realschule/ gymnasialen Zweig und Oberstufe werden ähnliche Reaktionen seitens der Eltern gezeigt. Schuld haben erstmal die Lehrer! Alles andere würde ja auch Schlüsse auf die eigene Person (Eltern) nach sich ziehen!

Welchen Eindruck bekommt der Schüler hierbei vermittelt? Wie soll er vor der Person Lehrer noch Respekt haben bzw. dessen Noten oder Kritik aufnehmen?

Das soll kein Aufruf für die Wiedereinfürhung der Prügelstrafe in deutschen Lehranstalten werden, aber der Mangel an Respekt gegenüber den Lehrer ist nicht unbedingt in den Personen der Lehrer zu suchen, sondern eher ein Ergebnis des Umgangs mit diesen. :(

Wir b-runner schon richtig festgestellt hat:
Wenn(!) die Eltern ihre Aufgaben, also zu allererst die Erziehung ihrer Kinder erfüllen können, ist der Mangel an Möglichkeiten, ihrem Nachwuchs bei den Hausaufgaben zu helfen, nicht allzu schwerwiegend.

Regards,

perfekt!57
15.06.2004, 10:20
@runner

danke

wollte ich schreiben. aber 5 buchstaben sind zu kurz (nä wenig).


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"nicht nur in der schule, sondern auch im leben lernen wir" -wir müssen nur hingehen ins leben. nicht nur vor der glotze oder dem pc sitzen. pc ist eine hervorragende bildungsanstalt. bei überdosis aber gift. gerade wie jede medizin. klaro.

ich scheuche meine kids regelmäßig raus in den wald. weg vom pc, ich habe am rande deren user-verhalten sehr wohl (mit) im blick. meine verantwortung. und gibt meist heftíg protest, wenn "strom-aus angesagt ist". fällt auch schwer, so mit 5 mann "und ohne droge" (wenn es begann richtung "überdosis" zu tendieren nach stunden bis tagen) - nur mit den händen und sich selbst im wald zu stehen und mal wieder was mit sich selbst anzufangen zu versuchen.

mache ich oft mit denen. und rufe auch die anderen eltern an, damit klar ist was läuft, bzw. was da nicht läuft. (locationwechsel nämlich)

tut den jungs (und mädels) immer wieder gut. hinterher kommen die wie innerlich gereinigt und erfrischt zurück. "selber spielen ist auch geil, ausserr atem kommen, rennen, stürzen, fallen, lachen, sich gegenseitig über die mauer helfen, den realen mädchen dabei "aufs oberbein kucken", nicht nur elektronen kommandieren":

dass hat mit schule sehr viel zu tun. plakativ formuliert: "die schule" ist anscheinend oft zu feige dazu ähnlich konsequent zu sein. die lehrer denken wohl: "was soll ich alleine die gesellschaftliche misere der verantwortungslosigkeit so vieler eltern ausbaden... ." - "und tschüss" haben teile viele lehrer die innere kündigung recht heftig abgegeben. sind auch müde vom jahrelangen ankämpfen ohne rückendeckung (durch eltern und ministerium").

und mein frauchen hat hier erste vorletzte woche (mit meiner unterstützung) die schule aufgemischt. angerufen, sich beschwert, gemeldet, berichtet bei der übergeorneten behörde, der bezirksregierung. wg. krankfeiern/sein von lehreren/ miesen, fehlerhaften unvollständigen vertretungsüplänen usw. usf.. und ein paar andere eltern haben mitgezogen: das hat was genützt. die bezirksregierung ist gekommen. hat das krankenbuch der schule eingesehen. und auf einmal (schon vor dem besuch der bezirksregierung) findet auch wieder richtig schule statt.

und noch was ist fakt: die meisten selbstständigen und unternehmer hatten noch nie eine besonders hohe meinung von den meisten lehrern ("den fuzzi von kinderlaberkopp müßte ich mal ein jahr bei mir im betrieb haben - dem würde ich die flötentöne und das arbeiten aber schnell beibringen - und meine leute auch wenn er denen durch ungeschickte finger und zu viel gerede genauso auf die senkel ginge so wie mir.")

"dcf-rendite?" "methoden der unternehmensbewertung, z.b. durch discounted-cash-flows?" so was lernt mein 16 jähriger sohn bei mir am küchentisch spielerisch und nebenbei. ("gibb ma zettel, papa macht" - macht doch auch spaß!) das bringt der mit als grundwissen und allgemeinbildung an die pforte der uni vor dem ersten semester, wenn er später vielleicht mal bwl studieren wird. und wenn nicht, wenn der was anderes machte, schadete so ein bißchen kapitalismus-basiswissen auch nicht, z.b. sich zu wehren gegen ausbeutung durch dummdreiste unternehmer. denn die gibt es auch. neben den vielen, die klasse sind.

schule ja: aber es gibt so viele mehr noch.... .

IntelOut
15.06.2004, 16:14
@b-runner

danke, zeigt mir doch, das ich nicht von gestern bin *smile*
Denke, es liegt in der Kindheit begraben, also wie man sich entwickelte, diese Prägung des Menschen.
Zu meiner Zeit hatten andere Dinge einen hohen Stellenwert im Gegensatz zu heute.
Wir hatten zwar auch schon schwarz/weiss Fernsehen, aber wir haben nicht viel TV geguckt.
Heute muß alles in Farbe sein, Kidz brauchen unbedingt nen Handy oder Marken-Designer Klamotten um cool zu sein ...
... Mädels laufen halbnackt in der Penne rum und wundern sich dann, warum ihnen nachgestellt wird ... (sexuelle Übergriffe oder Delikte).
Rauchen macht frei oder man muß kiffen um zu einer Gruppe dazu zugehören ...
Wenn man heute keinen BMW der 3´er Reihe fährt, oder Golf ist man ein Aussenseiter. Saufen ist in ...
Schlägereien sind das normale Mittel um sich durchzusetzen und um Frust abzubauen. Und unsere Politiker wollen es nicht sehen oder tun nichts in dieser Richtung. Im Gegenteil. Jugendheime werden geschlossen, weil es keine Fachkräfte giebt oder sie einfach aus Kostengründen wegrationalisiert hat.
Ist schon eine komische Welt, in der wir leben.
Man kann nicht alleine die Schuld bei den Eltern suchen, bestimmt nicht, und auch die Lehrer tun ihr möglichstes, um den Schülern etwas zu vermitteln, aber wenn da keinerlei Perspektiven sind, ein Anreiz, dann kann man machen was man will. Es wird Zeit, das diese Regierung komplett abgelöst wird, und bitte nicht CDU/CSU, denn die können es auch nicht besser.
Beispiel:
Ich kam von der Reha zurück und stand an der Bushaltestelle mit meinem Koffer. Da kam ein ca. 18 - 20 jähriger Türke oder Italiener (herunter gekommene schlaberige Klamotten) und fragte einen älteren Herren neben mir, ob er ne Cigarette für ihn habe (er hatte aber eine Cigarette hinter dem Ohr klemmen!). Als ich ihm fragte ob er vieleicht seine Fluppe hinter seinem Ohr vergessen habe, wollte er mir an die Wäsche. Nun, ich habe da nur drauf gewartet und hab ihm in die Augen geschaut. Hätte er mich in dem Moment angefasst, ich glaube, ich hätte ihm in dem Moment tierisch hart meine Faust irgendwohin verfrachtet - ich hatte nur darauf gewartet. Meine Freundin kam dann dazwischen und meinte: Micha, der Typ ist es nicht wert, mach Dich nicht unglücklich ...
Soweit zum Thema Respekt und Achtung vor dem Alter ...
In dem Fall kann man nur sagen, Erziehungserfolg gleich null.

@perfekt!57
Immer frei von der Seele wech, aus dem Bauch raus, das ist das BESTE.
Ich war schon immer ein etwas manchmal unangenehmer und direkter Zeitgenosse. Damals in einer Mailingliste habe ich dadurch manchem auf die Füsse getreten, und man war sogar drauf und dran mich dort zu eleminieren *grins* Aber dann hat sich jemand für mich in die Bresche geschlagen, der einige Jahre älter war (heute 72 Jahre). Er sagte den Leuten was er von meinen postings halte und das es durchaus in Ordnung ist, wenn man seine Meinung offen und ehrlich wiedergiebt. Ich möge so bleiben wie ich bin, denn gerade das und der Stil macht mich aus.
Die Freundschaft besteht schon seit ca 8 Jahren und wir telefonieren auch regelmäßig miteinander.
Ich wäre froh gewesen, so einen Papi wie Dich gehabt zu haben :) Ganz im Ernst ! Mein Vater war nur am arbeiten, um es uns und Familie gut gehen zu lassen. Die Erziehung in den ersten Jahren erfolgte so übermäßig durch die Grosseltern und Mutter. Und meine Großeltern haben mit Sicherheit einen sehr großen Einfluss auf unsere Erziehung gehabt, weil wir die ersten Jahre mit ihn ihrem Haus lebten.

@waldorf
wie wahr ...
In der Politik sind das schon fast keine sachlichen Argumentationen mehr, dort geht es doch nur darum sich und seine Partei zu profilieren und besser hin zu stellen, anstatt der Wurzel an den Kragen zu gehen und an bessere Lösungen zu arbeiten.
Eigentlich kocht doch jede Partei sein eigenes Süppchen, und gelogen wird schon wenn sie nur den Mund auf machen. Versprechen werden nicht eingehalten oder können nicht umgesetzt werden.
Wie die Politik - so unser Land und die Bürger ...
Manchmal glaube ich wirklich, das maximal 20% wirklich wissen, wie wir "verarscht" und an der Nase rum geführt werden, und Korruption und Intrigen stehen auf der Tagesordnung. Politik ist nicht mehr das, was sie mal vor 20 Jahren war - oder von mir aus auch 30 Jahre ...
Sowas färbt natürlich auch auf das Bildungswesen ab.
Ich habe am WE eine Eingabe beim Petitionsausschuss gemacht betreff Alkohol-Werbung im TV und das man es verbieten möge, genauso wie seinerzeit mit Raucherwerbung.
Alkohol ist der Untergang unserer Gesellschaft und der Jugend - aber keiner macht was !!!
@b-runner hat es schon angeführt: wie der Vater so der Sohn

Es läuft einiges verkehrt in unserem Lande aber keiner erhebt seine Stimme und ruft: Genug ist Genug !
Stattdessen immer mehr Stellen abbau im Bildungswesen und ... was mich noch mehr stört:
Gelder des Steuerzahlers werden in Form von Sachgegenständen oder Entwicklungshilfe in andere Staaten transferiert, anstatt diese Gelder sinnvoll da einzusetzen, wo es nötig ist. Nämlich im eigenem LAND !!!
Langsam denkt man drüber nach, vieleicht ein Berufsheer aufzustellen aus Zeitsoldaten ... Wer braucht schon 250000 Soldaten ?
Warum Milliarden in die Rüstung stecken ? Besser Ausbildungsstätten schaffen und Arbeitsplätze, anstatt Millionen und Milliarden des kleinen Mannes zu verschleudern !
Warum Millionen den Parteien zukommen lassen, damit sie Wahlkampf veranstalten können ? Warum der Umzug nach BERLIN und noch mehr Milliarden investieren ?
Gestern den Bericht über den Flughafen in Dresden (oder war es Leipzig?)gesehen. Hat 1 Milliarde gekostet der Ausbau, und Fluggäste gibbet höchstens 200000.
Wer hat es bezahlt ? Antwort: Die Gesellschafter, in dem Fall die Länder = der Steuerzahler !!! *grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr*
Es dreht sich heute alles nur noch um Kohle, und davon sieht der Otto Normalverbraucher auf der Straße nichts - im Gegenteil, man blutet immer mehr ! Würde man all diese Verschwendungssucht stoppen, ginge es uns im Land Deutschland mit Sicherheit besser, und den dicken Kopp des Regierungsapparates könnte man auch deutlich entschlacken und reduzieren.
So könnte man mit Leichtigkeit Milliarden einsparen, was dann dem Bürger des Landes wieder zugute käme.
Sei es beim Bildungs- und Erziehungswesen, bei den Sozialabgaben, Straßenverkehr und Wirtschaft - es könnte nur besser werden.
Stattdessen ? Ausbeuten und Ausverkauf der BRD durch Verschwendungssucht und Profiliergehabe.

Zu meiner Zeit war das alles noch besser. Da gab es dieses Konkurenzdenken in der Politik nicht. Da war man glücklich ein Bürger der BRD zu sein.
HEUTE schließen immer mehr Firmen und Geschäfte ihre Pforten, werden in den wirtschaftlichen Ruin getrieben.
Das betrifft vor allem unsere Jugend, weil Schulen geschlossen werden oder Lehrer wegrationalsiert werden. Ausbildungsplätze - Mangelware - was sicherlich auch mit dem Bildungsstand der Jugend zu tun hat.
Es werden nicht mehr die Werte der Jugend vermittelt, auf die es ankommt.
Stattdessen herrscht die Gleichgültigkeit und Gewaltbereitschaft - Resignation.
Ich habe eine Achtung vor den Eltern, die dagegen ankämpfen und versuchen das auszugleichen oder eben diese Werte den jugendlichen und Kindern zu vermitteln - die kindheit ist das wichtigste im Leben.
Wenn es da schon nicht stimmte oder alles den Bach runter ging, dann braucht man sich nicht wundern, wenn die Politiker immer mehr Kontrolle und Justizvollzugsanstallen fordern und dann die Schuld versuchen bei anderen zu suchen - anstatt sich mal selber an die eigene Nase zu fassen.

So gesehen hat dieser Missstand in unserer Politik einen maßgeblichen Anteil an unserer heutigen Misere. Man dreht sich im Kreis, ohne wirklich etwas zu verändern. Die reinste Tretmühle mit Endlosschleife.
Was man auf der einen Seite giebt, wird einem an anderer Stelle wieder genommen. Und ohne vernünftige Konzepte und Perspektiven wird das alles eines Tages ins Chaos führen -wo wir heute schon stellenweise stecken.
Versprechen und Umsetzen sind zweierlei Schuhe.

Siehe oben, Politik: wir brauchen eine totale Veränderung und Wandel in der Struktur - ohne Machtgehabe und Ausbeutertum. Dann geht es unserem Land auch wieder besser und die Bildung bleibt nicht auf der Strecke.
Aber das ist eine Sache, an die ich schon lange den Glauben verloren habe, weil viele sich garnicht bewußt sind, wohin unsere Politiker dieses Land gebracht haben - nämlich an den Abgrund.
Früher war man stolz ein deutscher zu sein. Man war überall gerne gesehen. Made in Germany war ein Qualitätsmerkmal. Heute sind wir unter dem Durchschnitt und nicht einmal mehr Mittelmaß.

Sorry, ich wollte nicht ins Thema Politik abgleiten, aber alles dieses ist ein Geflecht was unwideruflich ineinander greift.
Wir sind halt alles nur Schafe, die einem Hammel hinterher laufen. Und was der sagt wird wohl richtig sein. Schließlich sind das ja gebildete Personen.
Vor allem wie man andere Schröpft und Unterdrückt und seinen Reichtum noch mehr mehrt, das können sie gut.
Das eigene Land wird runter gewirtschaftet anstatt nach geeigneten Lösungen zu suchen, um es besser zu machen.
Ergo:
Die Jugend ist der Verlierer gefolgt vom Bürger diesen Landes, der nichts dagegen tut um diese Missstände abzuschaffen.

IntelOut
15.06.2004, 21:58
NACHTRAG

Hiermit entschuldige ich mich in aller Form bei denen, die ich im vorletztem Post nicht gewürdigt oder namentlich nicht genannt hatte, was auf einen Fehler meinerseits zurückzuführen war - weil ich nicht gesehen hatte, das dort noch weitere Posts auf der folgenden Seite erfolgten.
Fasse mich aber diesmal kurz denn vieles hat sich entweder überschnitten oder wurde schon angeführt, oder man vertritt inetwa die selbe Meinung. :D

@Holodan
meine Hochachtung, also das findet man bei einem jungen Mann wie Dir selten.
Ja, passe etwas auf Deinen Bruder auf und versuche ihn dahin zu bewegen, das er nicht vom Rechten Pfad abkommt.
Er kann froh sein einen Bruder zu haben, wenn schon die Eltern keine Zeit haben, der ihm zur Seite steht und auch einmal die Meinung geigt.

@flow
das ist Politik ...
Es ist schon traurig, wenn nicht einmal die Politiker geeignete Mittel finden um die Situation für das eigene "VOLK" zu stabilisieren oder zu lenken.
Der Mann auf der Straße ist ja so dumm und glaubt auch noch alles, was diese "STUDIERTEN" einem auf´s Butterbrot schmieren.
Aber ein Sprichwort (?) sagt es ja auch: wer im realen Leben nichts auf die Reihe bringt, der geht in die Politik.
Schauspieler sind sie alle und Talkshows mit denen bringen meine Nackenhaare dazu, das sie sich ständig aufstellen, wenn ich das Gesülze von den geistigen Tieffliegern verfolge. Lustig fand ich immer die Bundestagsdebatten, wo sie sich allerlei an den Kopf geworfen haben. Möllemann hatte sie alle nieder gemacht und durch den Kakao gezogen.
Ich will nicht sagen "Kinder an die Macht", aber diese überalterten Politiker Bonzen und Möchtegernregierenden sollte man echt auf Rente schicken, damit endlich einmal frischer Wind in das Land kommt und dort etwas getan wird, wo es nötig ist - nämlich im eigenen LAND und nicht durch verschwendung von Steuergeldern ins Ausland.
Auch die Reisen ins Ausland, sollte jeder Politiker selber tragen !
Das würde die kosten schon erheblich reduzieren und die Verschwendungssucht stoppen.

@tec-doc
wie schon erwähnt, ist jeder seines eigenen Glückes Schmied.
Wer nicht lernt, bleibt dumm und kann auch später nicht mitreden.
Bei solchen Leuten regiert dann die Rohe Gewalt und das Gesetz des stärkeren - glauben sie, und wissen doch nicht, was für ein Armutszeugnis sie sich damit ausstellen. Marke: "10000 Volt in de Arme, aber im Kopp keine Glühbirne zum leuchten bringen" *grööööööl" ... traurig aber manchmal wahr.
Bedenke eines: je dümmer der Mensch, desto weniger Gefahr stellt er für die Hirarchie dar.
Wenn die Tabak- Benzin- Mehrwertsteuer erhöht wird, mekert man, und ich stelle einmal die BEHAUPTUNG auf:
wenn Mariuhana legalisiert wird, und der Verkauf in Apotheken erfolgen würde/könnte, würde unser Staat auch darauf ganz gewaltig Steuern legen um mit abzukassieren (siehe Alkopops).
Ich hasse dieses hinterfotzige Gehabe ! Auf der einen Seite verbieten und kräftig mit Steuern belegen, aber dann auch noch die Hand aufhalten um abzukassieren.

@olly3052
Du willst doch wohl nicht behaupten, das unser TV heute noch einen Bildungsstandart erfüllt ? Das ist doch Menschenverdummung hoch drei mit äußerst fragwürdigem Inhalt - siehe die zahlreichen Talkshows die mitunter unterstem Niveu entsprechen, oder Big Brother ...
Wer sich solch einen Mist anschaut, muß schon so weit im Kopf degeneriert sein, das er es garnicht mit bekommt, was da für ein Dummzeuchs gesendet wird. Welcher jugendliche guckt denn z.Bs. Dokumentationen auf N24, oder wissenschaftliche Sendungen ? All zu viele können es nicht sein, denn die PS2 und Gewalt und Ballerspiele - oder kiffen und saufen - macht doch den Großteil der Jugend aus.
Haben Handy, PC und Internet, Auto auf Rattatta, Oma bezahlt Benzin und Steuer und haben keine Lust auf NIX ... Ich kenne solche Leute.

@Cerberus
Das Problem ist, das die meisten jugendlichen lieber ONLINE GAMES zocken, im IRC Chat nach ner Freundin suchen oder einfach nur die Sau raus lassen und ansonsten mit dem Internet - außer nakischen Mädels angucken - nichts anzufangen wissen, oder aber nicht genügend sensibilisiert oder motiviert dafür sind. Aber nicht alle sind so, und mit Sicherheit nutzen auch viele das INet zur Bildung. Möchte keineswegs den Eindruck entstehen lassen, das ich NUR eine negative Meinung unserer Jugend habe.

@blutrichter
bedenken sollte man aber auch, das viele Lehrer selbst noch zu jung sind, um eine Art Mutterersatz oder Erziehungsberechtigtem nachzuempfinden, da selber Kinderlos (weibliche Lehrkräfte). Ein Lehrer der selbst ein kind hat, wird sich sicherlich wesentlich besser einbringen können durch eigene Erfahrungen.
Eine Schule, die am Nachmittag noch für die Schüler da ist, zwecke Hausaufgaben schreiben und Betreuung, mit Freizeitgestaltung oder Diskussionsgruppenarbeit wäre auch ein Weg.
Doch meistens kommen die Schüler mittags heim, haben keinen Bock auf Aufgaben und gehen lieber spielen. Lernen sollte Spaß machen.

@AMGodlike!
Diese sogenannte Ghetobildung haste doch heute schon in jeder größeren Stadt, sei es Wuppertal, Köln, Berlin ...

@b-runner
Ich wette, das die wenigsten wissen, wie es im realen Leben in den Ost Erweiterungen aussieht, oder überhaupt nähere Informationen über die Nachbarländer haben.
Schon bei Erdkunde oder Geographie scheiden sich doch schon die Geister in der Schule. Alles was weiter weg ist als der eigene Briefkasten, ist schon Ausland *grins*

@SMEL T
Auch mein Vater hatte gaaaaaaanz früher mal gesagt, als ich gefragt wurde, was ich denn später mal werden wolle: er wird "Besenbinder" ...
Hat schon irgendwo gesessen, aber ich habe dann Sanitärinstallateur mit Heizungsbau gelernt und auch abgeschlossen - übrigens als einziger meiner Geschwister, die ihre Ausbildungen abbrachen oder zu dumm waren ?

@phil
genauso sehe ich das auch.
Ersteinmal sieht man eine andere Person, und da ist das Alter eher untergeordnet. Man führt sich weder als Lehrer auf noch als Erziehungsberechtigter, allenfalls als großer Bruder, wenn man Vertrauen hat und sich besser kennt. Der Respekt ist einem dann auch sicher oder Achtung.
Auch wenn manche jugendlichen nach außen hin den Anschein geben besonders cool zu sein. Wenn man sich wirklich mit ihnen beschäftigt stellt man fest, das die meisten eigentlich recht vernünftige und gesunde Ansichten haben - aber sich auch gerne etwas sagen lassen (Erfahrungen).

hehe @Der-Heudler
Ich lach mich immer schlapp, wenn ich solche Kidz sehe, mit Hosen wo der Arsch in den Kniekehlen hängt und die fast über die eigenen Füße fallen.
Dann noch Handy an der Backe und ich wälz mich fast auf´m Boden.
Solche Kidz können wirklich nicht normal sein.
Gegen weite Hosen habe ich nichts, vor allem weil es etwas luftiger und bequemer ist, aber wenn in so´ne Buxe fast zwei Leute rein passen, dann ist sowas wohl eher als Schlafsack als zum Tragen zu gebrauchen.
Vieleicht verstauen sie ja in der Bux das Wissen oder Intelligenz ? *smile*

Also ich habe nichts gegen China. Meine Freundin ist und lebt in Hong Kong, haben aber den britischen Status nach wie vor. ;)

@Morgoth
Und wer unterichtet dann die Kinder ?
In der heutigen Zeit sollte oder muß man dreimal überlegen, ob man dieses Risiko überhaupt eingehen kann. Siehe Wirtschaft ...

@kati
Stimme Deinem Post zu :)
Solange aber die jugendlichen nicht wissen, das Hausaufgaben eigentlich dazu dienen, das erlernte noch einmal zu verarbeiten und in schriftlicher Form festzuhalten, solange betrachten sie Hausaufgaben eher als Strafarbeit oder Wilkür des Lehrers ...
Meinst wirklich die Schüler sind mit dem Wissen, was ihnen im Unterricht vermittelt werden soll überfordert ? Ich denke nicht.
Im Gegenteil, ich denke eher es ist die Art, wie einem gewisse Stoffe vermittelt oder eingetrichtert werden - ohne Spaß, Emotionslos, trocken ...
Man kann Unterricht auch interessant gestalten, doch fehlen dafür meist die geeigneten Mittel oder Lehrkräfte.
Und jemand führte es schon an, für den Lehrer ist nach dem Untericht noch lange nicht schluss, denn dann hat er auch noch jede Menge Arbeiten zu erledigen und vorzubereiten für den Unterricht.
Was die größe bzw. Anzahl der Schüler angeht, stimme ich Dir ebenfalls zu.

So, nun habe ich wirklich alle Posts gelesen, und sogar die erste Halbzeit von D - NL nicht mitbekommen :) Abba dat Tor hab isch geguggt :)
Wurde schon wieder mehr als es sollte, aber ich wollte nicht wirklich jemanden übergehen oder vergessen.
Ich finde dieses Thema einfach toll, vor allem wegen der vielen intelligenten und aussagekräftigen Postings.
Die "JUGEND" sollte hier mal lesen, das färbt bestimmt ab :)

Morgoth
15.06.2004, 22:52
@Morgoth
Und wer unterichtet dann die Kinder ?
In der heutigen Zeit sollte oder muß man dreimal überlegen, ob man dieses Risiko überhaupt eingehen kann. Siehe Wirtschaft ...

:watt

Auf welchen Post beziehst Du das?

Gruß
Morgoth

Sahneknuffi
15.06.2004, 23:59
Nichts gegen dich persönlich IntelOut, aber in deinen letzen beiden Postings gleitest du doch etwas in schwadronieren ab. Gerade #227 liest sich zwischen den Zeilen hauptsächlich wie "Früher war ja alles besser". Du schneidest zwar viele interessante und diskussionswürdige Aspekte an, handelst dabei aber ein sehr komplexes Thema viel zu pauschal ab.

Ich werd mal versuchen das hier aufzudröseln, wenn ich was vergesse sagt Bescheid.


Heute muß alles in Farbe sein, Kidz brauchen unbedingt nen Handy oder Marken-Designer Klamotten um cool zu sein ...
... Mädels laufen halbnackt in der Penne rum und wundern sich dann, warum ihnen nachgestellt wird ... (sexuelle Übergriffe oder Delikte).
Rauchen macht frei oder man muß kiffen um zu einer Gruppe dazu zugehören ...
Wenn man heute keinen BMW der 3´er Reihe fährt, oder Golf ist man ein Aussenseiter. Saufen ist in ...

Ich lach mich immer schlapp, wenn ich solche Kidz sehe, mit Hosen wo der Arsch in den Kniekehlen hängt und die fast über die eigenen Füße fallen.
Dann noch Handy an der Backe und ich wälz mich fast auf´m Boden.
Solche Kidz können wirklich nicht normal sein.
Gegen weite Hosen habe ich nichts, vor allem weil es etwas luftiger und bequemer ist, aber wenn in so´ne Buxe fast zwei Leute rein passen, dann ist sowas wohl eher als Schlafsack als zum Tragen zu gebrauchen.
Vieleicht verstauen sie ja in der Bux das Wissen oder Intelligenz ?


Generell ein Trend der mir auch nicht gefällt und die Hosen wirken auf mich auch arg lächerlich. Aber war das früher wirklich so anders? Bis jetzt gab es noch für jede Generation einen bestimmten Kleidungsstil, eine bestimmte Musikrichtung und irgendwelche Vorbilder die im krassen Gegensatz zu den etablierten Werten standen. Sei es Rock'n'Roll, Flower-Power oder die Metal-Welle der 80er.

Jung sein heisst nun mal rebellieren, anders sein wollen, die Grenzen erforschen. Das Problem ist nur, dass Heranwachsenden immer weniger Grenzen gesetzt und weniger Werte vermittelt werden. Wie auch? In der durchschnittlichen mittelständischen Familie sind beide Elternteile berufstätig, und den Erziehungsauftrag wälzt man auf die eh schon überforderten Lehrkräfte ab. Das vermitteln von Werten übernehmen dadurch letztlich die Medien, die einen ja mittlerweile von kleinauf begleiten. Kinder und Jugendliche sind nunmal in ihrer Entwicklung leicht zu beeinflussen, wen wundert es also dass der durchschnittliche Teenager-Junge lernt dass es erstrebenswert ist "gangsta-mäßig" zu sein, sich in Ghetto-Klamotten zu hüllen und sich,ohne sonderlich viel auf Moral zu geben, auf weltliche Dinge zu fixieren? Junge Mädchen kriegen dagegen vorgemacht dass sie sich möglichst knapp und sexy zu kleiden haben und dabei noch möglichst unverschämt und respektlos zu wirken.
Ich persönlich bin ja immer noch dafür dass es so etwas wie einen Kinderführerschein geben sollte...

Was das Saufen angeht muss man mal ganz klar festhalten dass wir in Deutschland seit Jahrhunderten eine "Trinkerkultur" haben. Nicht umsonst wird Bier von vielen als "Nationalgetränk" betrachtet. Saufen als Volkssport hat Tradition und ist gesellschaftlich anerkannt, die Jugend macht es ergo nur ihren Vätern nach. Hinzu kommt noch die von dir erwähnte Perspektivenlosigkeit, die den Wunsch sich zu betäuben und die bunten "Fröhlichmacher", die auf Schritt und Tritt in der Werbung angepriesen werden, zu konsumieren.

Dass die politische Landschaft Deutschlands ausgesprochen marode ist, ist eigentlich ein anderes Thema, trägt aber zur Verdrossenheit und Unsicherheit gerade unter Heranwachsenden sicherlich bei (Stichwort Arbeitsmarkt). Der Wirtschaftliche Niedergang ist mit Sicherheit nicht allein Schuld der Politiker, obwohl die es versäumt haben Deutschland in die Ära des globalen Kapitalismus zu führen. Es heisst nicht umsonst dass jedes Volk die Politiker hat, die es verdient...


Der Mann auf der Straße ist ja so dumm und glaubt auch noch alles, was diese "STUDIERTEN" einem auf´s Butterbrot schmieren.
Aber ein Sprichwort (?) sagt es ja auch: wer im realen Leben nichts auf die Reihe bringt, der geht in die Politik.


Das ist ja wohl übelstes Stammtischniveau. Willst du jetzt sämtlichen Studierenden die Mitschuld an der Misere attestieren und den "hart arbeitenden Mann auf der Straße" über alle anderen erheben?


Dass es im Kreise der Regierenden einige Unstimmigkeiten in Sachen Finanzen gibt, steht wohl ausser Frage. Es ist immer wieder eine Freude mitzuerleben wie die alten Knaben zusammenkommen um die Höhe ihrer Diäten in ihrem Sinne zu diskutieren. Aber auch hier muss man betonen dass es eine Menge Politiker gibt, die durchaus gute Arbeit leisten und gemessen an der geleisteten Arbeit eher durchschnittlich verdienen.


Du willst doch wohl nicht behaupten, das unser TV heute noch einen Bildungsstandart erfüllt ? Das ist doch Menschenverdummung hoch drei mit äußerst fragwürdigem Inhalt - siehe die zahlreichen Talkshows die mitunter unterstem Niveu entsprechen, oder Big Brother ...
Wer sich solch einen Mist anschaut, muß schon so weit im Kopf degeneriert sein, das er es garnicht mit bekommt, was da für ein Dummzeuchs gesendet wird. Welcher jugendliche guckt denn z.Bs. Dokumentationen auf N24, oder wissenschaftliche Sendungen ? All zu viele können es nicht sein, denn die PS2 und Gewalt und Ballerspiele - oder kiffen und saufen - macht doch den Großteil der Jugend aus.
Haben Handy, PC und Internet, Auto auf Rattatta, Oma bezahlt Benzin und Steuer und haben keine Lust auf NIX ... Ich kenne solche Leute.


Darin dass die Verblödung, die jeden Tag durch die Glotze über uns hereinbricht, ein abartiges Ausmaß angenommen hat, gebe ich dir vollkommen Recht. Aber ich kann mir schon vorstellen dass wesentlich mehr Jugendliche das Fernsehen auch im bildenden Sinne benutzen als es den Anschein hat. Diejenigen die es nicht tun fallen nur einfach viel mehr auf. Grundsätzlich gilt, dass das Fernsehen den Dummen dümmer, und den Klugen klüger macht.


Eine Schule, die am Nachmittag noch für die Schüler da ist, zwecke Hausaufgaben schreiben und Betreuung, mit Freizeitgestaltung oder Diskussionsgruppenarbeit wäre auch ein Weg.
Doch meistens kommen die Schüler mittags heim, haben keinen Bock auf Aufgaben und gehen lieber spielen. Lernen sollte Spaß machen.


Ja, das deutsche Schulsystem bedarf dringend einer Überarbeitung, mehr noch allerdings Geldmittel und qualifizierte Fachkräfte. Was die Ost-Erweiterung angeht, wirkt hier wohl die generelle Resignation hinsichtlich politischer und weltpolitischer Entwicklungen lähmend.


Meinst wirklich die Schüler sind mit dem Wissen, was ihnen im Unterricht vermittelt werden soll überfordert ? Ich denke nicht.
Im Gegenteil, ich denke eher es ist die Art, wie einem gewisse Stoffe vermittelt oder eingetrichtert werden - ohne Spaß, Emotionslos, trocken ...
Man kann Unterricht auch interessant gestalten, doch fehlen dafür meist die geeigneten Mittel oder Lehrkräfte.
Und jemand führte es schon an, für den Lehrer ist nach dem Untericht noch lange nicht schluss, denn dann hat er auch noch jede Menge Arbeiten zu erledigen und vorzubereiten für den Unterricht.
Was die größe bzw. Anzahl der Schüler angeht, stimme ich Dir ebenfalls zu.


Wie bereits oben erwähnt muss sich in unserem Bildungssystem einiges tun. Die Tatsache, dass ein Großteil der Lehrer aus der gleichen Generation stammen wie unsere politische Führungsriege spricht Bände...

IntelOut
16.06.2004, 01:15
@Morgoth >>> Post 180

@Sahneknuffi

Stellt sich nur die Frage welche Art von Vorbilder ...
Also Popp Sänger oder Sternchen waren eigentlich nie irgendwelche Vorbilder für mich. Das war schlicht einfach nur Musik - mehr nicht.
Das jugendliche rebellieren und anders sein wollen, ist normal.
Aber wenn man dann nicht mal einsieht, wie lächerlich es ist, wie man gerade mit solchen Schlabberhosen ausschaut, dann ist das arm ...
Also ich wollte mir nicht bei jedem zweiten Schritt die Buchse wieder hoch ziehen, weil sie sonst auf dem Bürgersteig liegt oder beim aufstehen im Autobus weiter fährt (ohne Inhalt).

Ich wollte keineswegs den Stand der studierenden oder studierten nieder machen ! ACHTUNG denen, denen er zusteht und Respekt!
Im Moment steht meiner Meinung nach keinem der Politiker diese Achtung oder Respekt zu.
Schaun wir unseren neuen Präsidenten mal an. Kaum wurde er nominiert und gewählt (aber noch nicht im AMT), kommt schon sein Wink mit dem Zaunpfahl, das dat Schrappnell Merkel wohl ne gute Wahl wäre (sorry, ich kann die Kuh nicht leiden).
Es geht nicht nur um Finanzen, es geht darum, wo diese Gelder, die dem Steuerzahler aus der Tasche gezogen werden VERWENDUNG finden !
Was haben wir 120 Polizeifahrzeuge nach Afghanistan zu liefern ?
Zig Millionen an Entwicklungshilfe für dritte Welt Staaten, mit denen wir eigentlich nichts zu schaffen haben.

Und SORRY, jetzt geb ich Dir mal ne Retourkutsche, oder das, was WIR gelernt haben in der Schule und im LEBEN ...

SARKASMUS ein:

Wer baut die Häuser, wenn nicht die Arbeiter ? Wer baut Straßen ? Repariert Autos oder tropfende Wasserleitungen ?
So gesehen, hat der einfache Arbeiter von der Straße mit Sicherheit einen wesentlich höheren Stellenwert, als jeder Bürohengst der nur nen Bleistift hält den ganzen Tag und seine Sekretärin die nötige Arbeit erledigen läßt.
Wer backt Dein Brot oder Brötchen, wer bringt die Milch oder Lebens- Genussmittelmittel in die Kaufhäuser ?
Du siehst, ohne Dir oder einem studierten auf die Füße treten zu wollen, das der einfache Arbeiter von der Straße durchaus wichtiger ist, als solch ein Sesselfurzer in der Politik.
Ich kenne einen Dipl. Ing in Köln, der fährt heute Taxi ... Sarkasmus aus

Es lag mir fern, hier irgendjemandem auf die Füße treten zu wollen, aber wenn wir solch ein Vertrauen in die Politiker haben sollen, warum geniessen sie Imunität ?

Siehe Kohl mit den Millionen Schwarzgeldern.
Otto Normalverbraucher wäre bei diesem Fall der Wirtschaftskriminalität direkt und OHNE über LOS zu gehen, in den Knast gewandert ...
Was ich von der Verschwendungssucht der Steuergelder, unserer Steuergelder halte, habe ich schon mehr als einmal angeführt - was aber nur meine Meinung ist und nicht mit anderen konform gehen muß.

TV ...
sorry, aber zum "Bilden" oder lernen, dazu ist das TV momentan wirklich unterste Schublade. Wenn nicht gerade ne Talkshow läuft, rennt irgendein Rambo Film, Zeichentrick oder Teletabis :D
Wobei ich Teletabis, Sesamstraße oder Die Sendung mit der Maus und dem alten Herren mit dem Wohnwagen, für die jüngere Genearation wirklich Lehrreich finde. Ansonsten ist das einzige was man dem TV abgewinnen kann doch die Nachrichten aus aller Welt - aber wer guckt von den jugendlichen schon sowas ? Lasse mich aber gerne eines besseren belehren. :)
Nicht immer alles gleich auf die Goldwage legen :) Ich meine alles allgemein betrachtet ohne Einzelfall.

Das ist wahr, was das Alter mancher Lehrer angeht, hat allerdings auch den Vorteil, das sie über Lebenserfahrung verfügen und sicherlich einige Dinge besser rüber bringen können, als die junge Generation.
Ich denke da zum Beispiel an den zweiten Weltkrieg etc.
Ich habe mich sehr oft mit meinen Großeltern über diese Zeit unterhalten, weil es mich interessierte und in der Schule kaum behandelt wurde.
Das Hitler kein deutscher war, wissen die wenigsten ...
Er war Österreicher.

Ich betone nocheinmal, es war kein Angriff auf irgend einen Studierten !
Es betrifft nur die Unfähigkeit der so hoch gebildeten Politiker, die eigentlich nur dafür Sorge tragen, das es ihnen und den gut verdienenden gut geht, und der Arbeiter und Rentner immer mehr Blutet.
Was man auf der einen Seite giebt, wird einem an anderer Stelle genommen.
Und neue Steuern lassen sich schnell per Gesetz schaffen um die erwirtschaften Haushaltsdefizite und LÖCHER besser stopfen zu können.
Punkt aus ...

Daria
16.06.2004, 05:04
Da ist man mal eine Woche nicht da und der Thread hier entwickelt sich zum regelrechten Dauerbrenner...hmmm.

Wer mich und meine Postings hier in diesm Forum kennt weiß das ich oftmals eine etwas kontroverse (manche bezeichnen sie auch als sarkastische) Meinung zu gewissen Themen habe. Zu diesem hier möchte ich mich auch nicht enhalten um vielleicht der Diskussion sogar noch einen neuen Aspekt zuzuführen:

In diesem Thread wurde jetzt mittlerweile über 12 Seiten hinweg darüber diskutiert ob und wenn ja warum die deutsche Jugend zumindest mental gesehn ziemlich auf dem absteigenden Ast ist. Die meisten hier in diesem Thread tragen dazu recht brauchbare Argumente und Standpunkte auf die auch belegen das derjenige das Problem durchaus erkannt hat und sich damit beschäfigt. Von daher attestiere ich ganz einfach mal der großen Mehrheit in diesem Thread das sie nicht zu denjenigen gehören über die hier diskutiert wird (die verdummte deutsche Jugend). Des weiteren sind hier sehr viele auch schon erwachsen oder bewegen sich raschen Schrittes auf die Volljährigkeit zu.

Allerdings muss ich jetzt doch einmal eine Frage stellen: Wer braucht eine schlaue und gebildete deutsche Jugend?

Die uns nachfolgende Generation ist die Konkurrenz von morgen und mir frohlockt jedes Mal das Herz wenn ich einen 17jährigen sehe der seine Zukunft wegschmeisst indem er die Hauptschule abbricht und sich vor die Playstation hockt. Die schlauen werden schlauer und die dummen immer dümmer ist ein gar nicht mal so schlechtes Prinzip. Solange man sich sicher und bewusst ist auf der richtigen Seite zu stehen würde ich ganz einfach mal spontan Ja! zur Eliten-Bildung sagen.

Wie ich bereits erwähnte erscheinen meine Standpunkt oft sarkastisch, jedoch versichere ich das selbst dann sie nicht völlig konträr zu dem sind was ich wirklich in dieser Hinsicht vertrete.

Tod
16.06.2004, 08:35
Hehe, nicht schlecht Daria :D

Richtig, eine Elite gibt es nur, wenn es genug von der "anderen Seite" gibt. Irgendwer muß ja auch noch Baurarbeiter und Fliesenleger werden, nicht? Und das, was von den Unis geschwemmt wird, ist auch oft nicht das Wahre.

Ich hätte nicht einzuwenden gegene eine Elite-Uni. sie dürfte eben nur nicht nur für Reiche sein.

Das Problem ist nunmal aber, daß diese Abbrechler, die Du nennst, dem Staat extrem auf der Tasche liegen, weil sie nicht ausbildbar sind. Denn die sind sogar zu blöd dafür, einem Penner das Schwarze unterm Fingernagel wegzukratzen.

Das ist nämmlich unser Problem: Wir brauchen keine total Blöden auf der einen Seite und 10.000 Einsteins auf der anderen. Wir brauchen normal gebildete Leute, die man ausbilden kann.

Wenn ich mir überlege, welches Grundwissen vor 40 Jahren sogar eine Hausfrau aus der Volksschule mitgebracht hat... Darum geht es! Wir brauchen keine hochgebildeten Müllfahrer, aber ein gewisses Maß an Allgemeinwissen und Intelliegenz (IQ wie auch EQ) muß einfach da sein, sonst kann man es gleich vergessen.

Ich bin sicher, einige von Euch haben diese Stichproben-Tests bei den Ausbilderbetrieben gesehen, von denen hier auch schon mehrfach die Rede war. Wer soll diese Vollidioten denn ausbilden? Und was sollen die denn später machen? Stellt Euch vor, so einer kommt und will Eure Heizung reparieren!

bitfunker
16.06.2004, 09:21
Hat zufällig gestern abend jemand die Tagesthemen gesehen, speziell den Beitrag über den Erziehungsauftrag von Eltern?
Genau dass, wass wir hier diskutieren, war dort Thema!
Kernaussage: Schulen/Lehrer übernehmen zunehmend die Verantwortung und Aufgabe, aus der sich die Eltern häufig herausnehmen. Eltern müssen wieder lernen (und dabei unterstützt werden), ihren Nachwuchs erziehen zu können.
Schon traurig, das zu sehen!

Ansonsten: Stimmt schon, wir brauchen nicht 70 Mio. Dipl.-Irgendwas, aber es sollte doch jeder gesunde Mensch soweit kommen können, dass er das System stützt und nicht zusätzlilch belastet,

[focusbiker]
16.06.2004, 09:37
Na, jetzt wird die Diskussion aber langsam interessant! :D

Mmh, die These "die Schlauen werden schlauer und die Dummen dümmer" ist aber meiner Ansicht nach ein bisl übertrieben.... Im Mittelalter konnten auch die meisten nicht lesen bzw. die Sprache der Bibel verstehen... dann kam dir Reformation, weil sich die Dummies nicht länger von den Wissenden diktieren lassen wollten....;)

Elite-Unis schön und gut, aber vielleicht sollte vorher mal die Basis verbessert werden. Wenn die Universität keine grundlegende, gute Bildung vorausgeht, dann bringen uns die Elite-Unis wenig. Also sollte meiner Meinung nach erst einmal geschaut werden, dass es bundesweite, einheitlich Standards für die Schulbildung gibt, dass ein Hauptschulabschluss in Bremen genauso viel Wert ist, wie einer in Bayern usw.
Auch bei der Ausbildung der Lehrer sollte ein anderer Ansatz herangezogen werden, der Lehrer sollte nicht mehr durch stumpfes Lehren auffallen, sondern den Schülern etwas bieten, d. h. den Unterricht so gestalten, dass die Schüler nicht bloß zuhören und sich beschallen lassen, sondern quasi eine interaktive Gestaltung des Unterrichts, sodass verschiedene Problematiken zusammen erarbeitet werden und nicht nur vom Lehrer gelehrt (diktiert) werden. Dies bedarf aber einer grundlegenden Umstrukturierung der Lehrpläne und des ganzen Schulsystems.

In Verbindung mit der bundesweiten Leistungsangleichung sollte auch mal geprüft werden, wie sich die Qualität eines Lehrers überprüfen lässt, hier gibt es, dass könnt ihr wohl alle bestätigen, riesige Unterschiede, bei dem einem lernt man viel, bei dem anderen nicht... Es kann nicht sein, dass unsere Schüler von Lehrern unterrichtet werden, denen es absolut egal ist, wie sich ihre Schüler entwickeln.

Ich denke, es gibt noch viel mehr Ansätze, über die es sich lohnt zu diskutieren...

Non scholae sed vitae discimus.

Morgoth
16.06.2004, 09:43
']Mmh, die These "die Schlauen werden schlauer und die Dummen dümmer" ist aber meiner Ansicht nach ein bisl übertrieben.... Im Mittelalter konnten auch die meisten nicht lesen bzw. die Sprache der Bibel verstehen... dann kam dir Reformation, weil sich die Dummies nicht länger von den Wissenden diktieren lassen wollten....;)

Damals konnten die wenigsten lesesn, weil es nichts gab, worin man lesen konnte. Das gesamte niedergeschriebene Wissen lag in den Klostern, und nur wenige hatten Zugriff.

Dann wurde der Buchdruck erfunden, und ganz plötzlich hatten die Menschen die Möglichkeit, sich selber fortzubilden. Zu günstigen Preisen.

Das konnte die Machtelite natürlich nicht tolerieren, also Erfand sie das Fernsehen :D

Kennt wer den Film "Sie leben!" von John Carpenter? :D

Gruß
Morgoth

bitfunker
16.06.2004, 10:08
der Lehrer sollte nicht mehr durch stumpfes Lehren auffallen, sondern den Schülern etwas bietenNatürlich sollte das prinzipiell so sein (nennt man in Fachkreisen "Didaktik" ;)), aber sagt die die Phrase "Perlen vor die Säue" was? Wer reißt sich denn ein Bein aus, wenn die Meute sowieso völlig desinteressiert und lethargisch herumvegetiert und alleine schon die pure physische Anwesenheit als persönliche Höchstleistung betrachet?
Und ein Lehrer/Ausbilder/Dozent ist nunmal kein Entertainer.
In Verbindung mit der bundesweiten Leistungsangleichung sollte auch mal geprüft werden, wie sich die Qualität eines Lehrers überprüfen lässt, Für ein Benchmarking sind viele Lehrer, da sie hoffen, dass auf diese Weise auch mal für Außenstehende transpanrent gemacht werden könnte, was sie leisten.

Tod
16.06.2004, 12:26
Das glaube ich gerne! Und die, die objektiv etwas leisten, haben auch keine Angst vor solchen terminen.
Ich kann mich erinnern, daß wir ind er Schule öfter solche Termine hatten, wo es um die Überprüfung eines Lehrers ging. Ulkigerweise waren da viele ziemlich panisch :D Aber von meiner Schule hab ich ja schon genug berichtet...

Und klar: der Lehrer ist kein Entertainer, aber bißchen muß der das vll in der heutigen Zeit sein.
Wir haben damals jedenfall schlagartig besser aufgepaßt, wenn unser Spieß an der Tafel nicht eine dieser trägen Trantüten war, sondern wirklich sich Mühe gegeben hat und sich auch für ein Späßchen mal nicht zu schade war und man merkte, daß er seinen Unterricht wirklich vorbereitet hatte.

Wirklich traurig ist aber in der Tat die Entwicklung, daß Eltern die Schulzeit als Erziehungsersatz sehen und ansonsten TV und PC angeschafft werden, um die Kleinen und Größeren ruhig zu stellen... und dann wird sich noch schnell gewundert, warum vieles daneben geht... :rolleyes

IntelOut
16.06.2004, 12:55
Habe den Bericht gestern leider nicht im TV gesehen. Wäre sicherlich interessant gewesen, wie die Medien darüber denken und berichten.

Vieleicht sollte man sich mal darüber Gedanken machen, die Lehrkräfte Leistungsbezogen zu entlohnen (was für die Politiker auch Anwendbar wäre *grins*).
Dann würden sie sich vieleicht auch mehr Mühe bei der Gestaltung des Unterichtes und des Lehrinhaltes geben.
Mit Sicherheit lassen sich so auch wieder Stellen erwirtschaften.
Halbjährig eine Umfrage bei den Schülern was sie von ihrem "Klassenlehrer" halten, also Bewertung, und vieleicht auch die Eltern zu Rate ziehen, damit man sieht, wo evtl. Handlungsbedarf besteht.

Ich stimme zu, wir brauchen nicht nur eine Elite.
Was sollen wir mit 20000 Ärzten, wenn nur 5000 Stellen zu besetzen sind ?
Warum Studiengänge belegen, wo man im voraus schon weiß, das es ein Glücksspiel ist, dort auch einen Arbeitsplatz zu finden.
Spezialisieren, ja, aber dann bitte auch dort, wo diese Fachkräfte gebraucht werden.

Aber wie es schon mehrfach angesprochen wurde, Unterricht und lernen sollte Spaß machen, und man sollte auch den jugendlichen wichtige Dinge des Lebens vermitteln, so das sie auch über eine gute Allgemeinbildung verfügen.

Ich gestehe: mich hat die französische Revolution, Marx etc. nicht wirklich in der Penne interessiert :)

bitfunker
16.06.2004, 18:35
Habe den Bericht gestern leider nicht im TV gesehen. Wäre sicherlich interessant gewesen, wie die Medien darüber denken und berichten.Hoffe, der Link funzt: http://www.tagesthemen.de/sendungen/0,1196,OID3364606_OIT3364614,00.html
Beschreibung des Beitrags: Überforderte Lehrer und Eltern
Immer mehr Eltern wünschen sich für ihre Kinder einen möglichst hohen Bildungsabschluss. Dies geht auf eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Dortmunder Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) hervor. Doch Erziehung zu Hause ist die Voraussetzung für Erfolg in der Schule. Doch viele Eltern fühlen sich mit der Erziehung überfordert und kommen auch mit Erziehungsberatung nicht weiter. Diese Aufgabe müssen dann die Lehrer übernehmen, die immer häufiger zu Sozialarbeitern und Psychologen werden.

IntelOut
16.06.2004, 18:46
Habe auf WDR was über Schule gesehen vorhin.

War sehr interessant.
Von den Anfängen der Schule, wie es damals war (vor dem Krieg), das es wärend des Krieges keine Schulen gab ...
Das erste Ziel nach dem verlorenen Krieg war der Aufbau von Schulen, was durch die Aliierten ausdrücklich gefördert wurde ...
Kinder säuberten von 8 - 12 Uhr täglich Ziegelsteine für den Aufbau ...
Prügelstrafe wurde 1970 abgeschafft (in England immer noch gesetzlich genehmigt)
... um nur einiges anzusprechen, was dort zu sehen war. Sehr aufschlussreich.
Danke für den Link :)

Donnerstag, 17.06.2004
http://www.lernzeit.de/images/icon_tv.gif Geschichtehttp://www.lernzeit.de/images/blank.gifhttp://www.lernzeit.de/images/icon_kassette.gif (javascript:NewWindow('mitschnitt.phtml?detail=326898&mitschnitt=Fernsehen&mitausgabe=&PHPSESSID=&active=','popup','820','480','center','front');)
http://www.lernzeit.de/images/blank.gif
http://www.lernzeit.de/images/blank.gif
http://www.lernzeit.de/images/icon_warenkorb.gif (http://www.lernzeit.de/programmtipps.phtml?thema=Geschichte&PHPSESSID=#anker0) http://www.lernzeit.de/images/pfeil_blau.gif Schulgeschichten (http://www.lernzeit.de/sendung.phtml?detail=326898&WDH=Termin_WDH_1&PHPSESSID=&thema=Geschichte&rub=programmtipps)
Pauker, Noten, KlassenkeileGemeinsam mit Volker Stich, Lehrer und Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes in Baden-Württemberg, unternimmt "Planet Wissen" einen Streifzug durch Geschichte und Gegenwart der Schule. [mehr...] (http://www.lernzeit.de/sendung.phtml?detail=326898&WDH=Termin_WDH_1&thema=Geschichte&rub=programmtipps&PHPSESSID=)

Wenn man dort schaut, findet man noch andere interessante Dinge

Schule & Pädagogik http://www.lernzeit.de/images/pfeil_blau.gif Lehrer - ungeliebt und ausgelaugt (http://www.lernzeit.de/sendung.phtml?detail=326919)Was könnte wichtiger sein, als die kommende Generation zu unterrichten und zu erziehen? Der WDR befasst sich mit den Arbeitsbedingungen eines schwierigen Berufs. [mehr...] (http://www.lernzeit.de/sendung.phtml?detail=326919)

Förderung für Elite-Unis noch umstritten (http://www.wdr.de/themen/kultur/bildung_und_erziehung/hochschulen/elite_uni/einigung_bund_laender.jhtml?rubrikenstyle=kultur)
http://www.wdr.de/themen/_config_/nav/dc.gif
Nachdem Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) die Einigung über ein 1,9 Milliarden Euro teures Programm bekannt gegeben hatte, kam Widerspruch von den CDU-regierten Ländern: Die Finanzierung sei noch nicht geklärt. [mehr... (http://www.wdr.de/themen/kultur/bildung_und_erziehung/hochschulen/elite_uni/einigung_bund_laender.jhtml?rubrikenstyle=kultur)]

BodyLove
20.06.2004, 18:47
Die Deutschen Verdummen nicht, sondern deren Wissgier wird in Bereiche verschoben, welches wir nicht mehr als Wissen empfinden. Richtig dumm ist kein Mensch, dumm ist man, was man daraus macht. Wenn man zum Beispiel die Schule als Qual empfindet, wird man nie gut in der Schule sein. Man muss spass haben, wenn man zur Schule geht. Ich sehe das an meinem Bruder, wie er jeden Tag wider Willen zur Schule geht. Die Noten sind dementsprechend. Mathe, Sport und Technik alles 1. Deutsch, Englisch, Geschichte 4.

Die Eltern müssen mehr für die Kinder tun, und die Schule muss die Schule attraktiv machen. Bsp. Schweden.

M4rk
20.06.2004, 20:55
Aber wieso sollte man aufstehen wenn eine Alte Frau vorbei kommt und gleich über die jugend schimpft.
Beispiel:

Ich sitze mit 3 Freunden in der S-Bahn zur innenstadt, da ich bissal am Rand wohne noch schön nen Sitzplatz bekommen, alles schön und gut, langsam wirds wie immer voller, kommen mehrer Alte Frauen und sagen zu uns das wir sofort aufstehen sollen und was das doch ist das wir die alten nicht hinsetzten lassen und was das für ne schweinerei und wie die jugend doch verdummt.
Ich hab mir zu mir selber gesagt das ich imemr wenn mich eine wirklich alte Frau anspricht ob sie sich doch setzen könnte, dann stehe ich sehr gerne auf, aber so? Da muss ich keinen Respekt haben, alte Leute sind nichts besser als wir, und wir sind auch nicht besser als sie. Wir sind alles Menschen, bei höflichkeit die wir ihnen entgegen bringen sollen, müssen sie auch höflich seien, dann stehe ich gerne auf oder was es eben gerade ist. Aber wenn mich jemand so anredet da sagt sich doch jeder wieso sollte ich jetzt aufstehen, jetzt doch erst recht nciht.


@BodyLove es stimmt schon Sport 1, Technik sind Buben gut und in Sprachen mehr Mädchen, ist auch alles ncoh ok, man muss nicht überall gut seien nur es ist heutzutage so das man sich sagt, interessiert mich nicht, brauch ich nicht, muss ich nichts lernen, so bekommt man dann in den paar fächern ne 5 oda vll sogar ne 6 und so fällt man dann durch. Aber denk nicht das so viele in Mathe ne 1 haben das wäre zu schön.
Ja, Politiker und viele schieben es auf die Eltern, aber die Eltern müssen arbeiten ihre 8 Stunden, die Mutter muss dann ihren SOhn zum Fußball fahren ihn abholen will sicha uch ausruehen, vielleicht früh schlafen legen, und eigentlcih bleibt überhaupt keine Zeit mehr für die Eltern wie sie ihrer Kinder erziehen sollen, weil sie einfach keine Zeit haben und nur denken wie komme ich selbst über die runden, bei mir wars so das meine mutter immer zu hause war das war auch gut so, aber viele können das einfach nciht, und dann wird von den Eltern ncoh viel erwartet, das passt einfach alles nicht mehr zusammen.
Dann das rauchen und der Massenzwang, das cool sein, ohne Markenklamotten is man ein losen. Wenn du mal was mitgehen lässt für die gruppe nur damit du an dem einen tag richtig anerkannt bist usw.

bitfunker
21.06.2004, 09:08
Da muss ich keinen Respekt haben, alte Leute sind nichts besser als wir,Eben doch; sie haben in de Regel ihren Beitrag zu unserer Gesellschaft geleistet, du hast damit höchstwahrscheinlich noch nicht einmal angefangen!

Tod
21.06.2004, 09:15
Das ist zwar meistens der Fall, aber einen Grundteil an Respekt darf man auch von Alten erwarten. Die führen sich bisweilen in der Bahn wirklich schlimmer auf, als die Jugend. Der Ton macht die Musik...



@ BodyLove
Da stimme ich Dir zu. Ein Kumpel von mir hat immer nur 5er und 6er in der Shcule in Mathe gehabt; als er dann studiert hat, kam im wieder Mathe vor die Füße... nur diesmal hat ihm sein Studium Spaß gemacht und er hat einen Sinn darin gesehen, es zu lernen. Und hatte auf einmal nur noch Einer.

Die Interessen schwinden hin zu Dummem. Die Kids sollten sich nicht für geistigen Sondermüll iwe BigBrother interessieren. Man darf ruhig Spaß haben. Aber irgendwo sollte man auch hinterfragen, ob jeder Mist sein muß.

BodyLove
21.06.2004, 09:24
Problem ist ja, was können die Jugendlichen dafür? Wenn das Fernsehen und die Medien die Jungen mit all den Reizen das Hirn überlagern, haben die Jugendlichen keine Chance dagegen zuhalten, sofern die Eltern bzw. Schule dies entgegenwirken können bzw. wollen. Hier ist imho viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Ausserdem muss man Schule interessanter machen. Viele geben sich auf, bevor man überhaupt richtig drin ist.

Es gibt Dinge, welche sogar für mich zu hoch ist. Aber in Haupt- und Realschule gibt und gab es imho nichts, worauf man hätte Angst haben können. Es ist eigentlich einfacher als man denkt. Etwas zu hören, hausaufgaben machen. 75% der Arbeit ist so getan. Und von der Pisastudie halt ich nichts. Da sind auch die Eltern schuld.

Tod
21.06.2004, 09:33
Die Hauptschuld liegt meistens bei den Eltern. Aber ihren Bildungsauftrag nimmt das TV nicht grade ernst. Um den zu erfüllen, kommen irgendwann mal ein paar Alibi-Sendungen, aber selbst die sind totaler Schrott (Galileo).

Es geht wirklich nur noch darum, zu konsumieren, egal was. Mich stimmt das bedenklich.

pcw
21.06.2004, 10:06
Warum sind immer an allen Sachen entweder die Eltern oder die Politiker schuld?

Ich mein, die können herzlich wenig dafür, dass es heutzutage unter jugendlichen "in" zu sein scheint, die Schule zu hassen und möglichst rebellisch zu wirken.

Verstärkend dazu kommt, dass man immer früher erwachsen sein will und damit genau diese Verhaltensmuster annimmt, die einem als "nicht mehr kindisch" bzw "cool" vor die Nase gehalten werden.

"Erwachsen" wollte ich hier nicht sagen, weil "erwachsen" irgendwo auch Feindbild geworden ist.

Ich seh das leider viel zu oft, dass Kinder dich gegen ihre Familie auflehnen und sowas. Manchmal hab ich den Eindruck, dass es wirklich nur noch sehr wenige wirklich intakte Familien gibt.

Und bevor das jetzt völlig nach OT klingt, versuch ich ma zu erläutern, warumd as für mich dazugehört:

Eltern wollen, dass ihre Kinder möglichst viel lernen etc ,damit sie später erfolgreich sind.
Kinder wollen aber nicht das, was die Eltern wollen (da ist eigentlich egal, was die Eltern wollen, es geht darum "cool" zu sein).

Außerdem gibt es immer wieder Leute, die zwar schulmäßig nicht wirklich erfolgreich sind, es aber dafür um so besser verstehen, andere Leute so zu beeinflussen, dass diese ihre Meinung ändern, um "dazuzugehören".
Und das erste, was solche Leute propagieren ist natürlich ,dass Schule doof ist, weil sie ihnen mangels Erfolg keinen Spaß macht.

Kein Wunder, dass lernen kein Spass macht, wenn in der Welt eines Kindes/Heranwachsenden dermaßen gegen Lehrinstitutionen sturmgelaufen wird.

Ich hab das oft genug selber erlebt, dass ich an einen Fach echt Spaß hatte bis irgendwer gesagt hat "Das Fach/Der Lehrer ist doof", was zur Folge hatte, dass man nichtmehr offen sagen konnte "ich mag das Fach aber" ohne dafür mit bösen Blicken oder mehr gestraft zu werden.

Ehrlich gesagt ist mir da dann die Freude an dem Fach auch irgenwie vergangen ,wenn sich jemand permanent drüber beschwert.

In den letzten paar Jahren hab ich dann festgestellt, dass grade die Leute Spaß an der Schule haben ,die irgendwo zwar eine evtl strengere Erziehung genossen (?) haben, aber dafür auch ein paar der Werte ihrer Eltern übermittelt bekommen haben.
Dazu zähl ich mich jetzt einfach mal dazu.

Gut, ich hab seit der 3. Klasse keine Hausaufgaben mehr gemacht, aber ich hab mir das zum Glück auch leisten können.

Was ich eigentlich sagen wollte ist halt, dass man zwar oft auch nur lernt, weil zu Hause ein gewisser erwartungdruck herrscht, aber der ist mir im nachhinein gesehen tausendmal lieber als das, was ich jetzt so alles beobachten darf.

Bei uns zu Hause war zB mein Vater - der ziemlich altmodische Vorstellungen von der Gesellschaft hat - immer der, der Leistungsdruck aufgebaut hat.
Seit er ausgezogen ist, kann ich an meinen jüngeren Geschwistern gut beobachten, wie man sich hängen lässt, wenn nicht irgendwie einer hinter einem steht und drängelt.

Einen Kontrast dazu bildet eine Freundin von mir, die zwar zu der "rebellischen", Gangstermusik hörenden Generation gehört, aber eine so perfekte Familie hat (ja, ich beneid sie drum), dass es für sie einfach normal ist, sich für die Schule Mühe zu geben und sie selbstbewusst genug ist, um das auch anderen Leuten gegenüber so zu vertreten.
Klar gibt es auch Fächer, die sie nicht mag und wo sie sich drüber beschwert. Aber im gegensatz zu anderen Leuten aus meinem Umfeld gibt sie sich dann extra Mühe und versucht das durch besonders fleißiges Lernen auszugleichen.
Es macht ihr halt zwar nicht wirklich Spaß, aber dafür hat sie dann am Ende nicht die Enttäuschung, auch noch mit schlechten Noten dazustehen, was dann doch irgendwie auch wieder aufbauend ist.

Öhm, was ich mit dem ganzen Geschwafel eigentlich sagen wollte ist, dass sich Schüler heutzutage zu sehr treiben lassen und von ihnen einfach nichts mehr gefordert wird.
Ich würde manchmal echt die halbe Klasse sitzen lassen. Aber erklär das mal den Eltern. Also werden die Anforderungen der Schule weiter zurückgescharaubt, die Schüler legen sich noch mehr auf die faule Haut, freuen sich, dass sie über die "strengen lehrer" triumphiert haben und leben weiter ind em Irrglauben, dass solche Argumente bei ihrem späteren Arbeitgeber auch ziehen.

Auf der einen Seite werden Anforderungen an Schüler abgebaut.
Auf der anderen Seite wird Schülern der Eindruck vermittelt, dass Lernen "out" ist.
Und verstärkend hinzu kommt, dass Schule mit ihren theoretischen lehrinhalten mehr auf die Uni vorbereitet als auf einen praktischen Beruf.
Außerdem wird die Faulheit von den Eltern noch gestützt, indem sie die Schule dafür verantwortlich machen, wie schlecht ihr Kind abschneidet und dass man doch seine besonderen Verhältnisse berücksichtigen muss.

Meiner Meinung nach ist man da schon viel zu weit auf die Eltern udn Schüler zugegangen und hat inzwischen so viele Augen zugedrückt, dass man Blind für die Realität geworden ist.

Man muss einfach aufhören Schüler auf Teufem komm raus durchs Abi zu quetschen, nur damit er ein Statussymbol erlangt.

Abitur sollte ursprünglich mal die geistige Elite des Landes kennzeichnen.

Aber bei dem Heutigen Wertverfall dieses Wischs ist es ja bald schon peinlich, keins zu haben.

Ich frag micht nur, wie es zB angehen kann, dass ein angehender KfZ-Mechaniker Abitur haben muss. Ich mein, welchen Vorteil bringt das in solchen Berufen? Ist es da nicht völlig Zweckentfremdet als Auswahlkriterium?

Es zeugt doch alleine von geistigen leistungen und gibt keinerlei Aufschluss über handwerkliches Geschick oder ähnliches.

Inzwischen gibt es mehr Leute, die Abi machen, um eine Chance auf einen Ausbildungsplatz zu bekommen als solche, die es machen, um studieren zu dürfen (wofür es eigentlich gedacht war).

Ist es da nicht langsam mal an der Zeit, die Anforderungen an jene, die man an der Uni haben will soweit zu erhöhen, dass es nicht die gleichen sind wie an den, der bei VW Zündkerzen einbaut?

Jirko
21.06.2004, 20:02
Hm, ich finde deine Ausführungen eigentlich sehr logisch, pcwTJaR, aber inwiefern haben denn die Eltern nicht Schuld, wenn sich ihr Kind an die falschen Werte klammert?

Meiner Meinung nach muss ein Kind (nicht Jugendlicher!) schon so viel an Erziehung erfahren haben, dass er sich auch bei einem Wechsel des Umfeldes aufs Wesentliche und hoffentlich "Richtige" besinnen kann. Ist also ein Jugendlicher der Meinung, Respekt und Fleiß seien "uncool", so trägt die Schuld an dieser Meinung wahrscheinlich sein aktuelles Umfeld. Die Schuld daran, dass er sich aber überhaupt so beeinflussen lässt, ist die der Eltern, die es im Kindesalter versäumten, dem Kind ihre Linie mitzugeben.

Ich musste mich auch an Regeln halten und meine Eltern haben nicht alles für mich gemacht. Das ist wichtig, so denke ich. Wenn sich die Erzeiher zum Sklaven der Kinder machen lassen, ist schon ein erster Schritt getan, die junge Person "falsch" zu erziehen. Falsch ist hier einmal stellvertretend für respektlos, eingebildet, voreingenommen, faul etc. pp.

Ich denke also, dass eine gute Basis in der Erziehung jedes Kind befähigen kann, späteren Einflüssen (Medien, soziales Umfeld...) gewissenhaft entgegenzutreten. Ausprobieren müsste ich es jedoch noch selbst. ;)

h1tm4n
21.06.2004, 20:03
Die Hauptschuld liegt meistens bei den Eltern. Aber ihren Bildungsauftrag nimmt das TV nicht grade ernst. Um den zu erfüllen, kommen irgendwann mal ein paar Alibi-Sendungen, aber selbst die sind totaler Schrott (Galileo).
Was ist den an Galileo Schrott? :confused