Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 1 1/2 Jahre für den "Autobahnraser" - ist das gerecht?
bitfunker
18.02.2004, 21:28
Hi, Folks!
Heute war es soweit. Das Urteil über den sog. "Autobahnraser" ist gefallen: 1 1/2 Jahre ohne Bewährung wg. fahrlässiger Tötung! Ich frage mich allerdings immer noch: Für was?
Ich habe versucht, zwischen den Zeilen der ganzen, teilwese mehr als lächerlichen Meidnenberichterstattung (z.B. Bezug zwischen dem Fall und den demnäx erscheinenden Kinofilm :rollen) Informationen zu dem Fall zu erhalten.
Bisher weiß ich: Ein Testfahrer von der Marke mit dem Stern ist wohl äußerst rasant über die Autobahn gefegt. Mehrere von ihm Überholte haben ausgesagt, er habe gedrängelt und Lichthupe gegeben.
- Nun gut, das ist höchstens Nötigung.
Nun ist wohl eine Frau mit Kind im Kleinwagen von der Straße abgekommen und tödlich verunglückt, als er irgendwo hinter ihrem Wagen war.
- Nun gut, tragisch, aber was weiter?
Es gibt vier Zeugen, der der den Unfall am "nächsten" gesehen hat, war ca. 500m entfernt.
- Nun, das langt wohl nicht für eine zuverlässige Abstandasangabe, oder?
Bei der Untersuchung des Unfallfahrzeugs und des Wagens des Testfahrers stellte sich heraus, dass sich die Fahrzeuge nie berührt haben!
- Nun, das sagt mir, das entweder die Frau selbst den Unfall verursacht oder Mercedes das Beamen erfunden hat.
Also, wie schaut es nun auf Deutschlands Straßen aus? Soll ich mich gleich freiwillig bei der Pozilei als "Autofahrer" stellen und auf meine Strafe warten oder lieber noch ein bißchen mit äußerst schlechtem Gewissen am Verkehr teilnehmen.
Es kann doch nicht sein, dass man ohne Bewährung verknackt wird, weil sich vorne jemand darüber erschrickt, dass der Rückspiegelplötzlich ein anderes Bild zeigt.
Und selbst wenn der Typ gedrängelt und auch Ge-Lichthupt hat, ist das ein Grund, ihn wegen "fahrlässiger Tötung" zu verurteilen? Nötigung meinetwegen, aber soweit kann man doch nicht gehen.
Bin sehr gespannt auf Eure Statements...
Simple Man
18.02.2004, 21:30
sag mir nochma bitte wie schnell er unterwegs war und wie ihn seine freunde genannt haben. ein notorischer wiederholungstäter
trotzdem hat b-runner recht. das volk wollte einen täter und den hat es bekommen. :rolleyes wie weit er wirklich schuld an dem unfall war, ist da doch irrelevant....
Otternase
18.02.2004, 21:43
Ist schon richtig wenn jemand zu schaden kommt weil jemand meint sich die Regeln zu recht zu legen , und in Rambo- Mannier andere gefärdet gehört bestraft und zwar richtig. Wenn man hier mal Entspannt eine Fahrt macht weil man sich die Zeit gut eingeteilt hat wird man auf der Autobahn Agressiv weil einige einem so um die Ohren herum Fliegen und man nur noch ausweichen muß.
Ich fahr zwar auch nicht immer angemessen aber versuch ich den Sicherheitsabstand weitesgehenst einzuhalten, heißt nicht 50 m Abstand aber meine Frontscheinwerfer sind immer gut zu sehen, was ich von einigen nicht behaupten kann die da so rumflitzen, und das ist nicht immer das wahre.
Warum muß immer der Rücksicht nehmen der sich richtig verhält und der mit Ellenbogen kommt durch, da sind solche Zeichen garnicht verkehrt ;)
bitfunker
18.02.2004, 21:47
Hier noch ein Spielegl-Artikel, der den Fall zusammenfaßt: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,286903,00.html
Ja, ja, "Turbo-Rolf" wird er genannt. Na und, selbst wenn der Typ an und für sich fährt wie ein Schwein und jedem direkt im Spiegel pappt, der keine 250km/h fährt, frage ich mich immer noch, wie kann man durch Drängeln jemanden töten. Das wäre ja überspitzt gesagt "berührungsloser Mord".
Und, ein Spitzname macht noch keinen Verbrecher, oder?
Green Mamba
18.02.2004, 21:49
naja, man überlege sich, der typ kommt von hinten angerauscht, bremst wegen der frau ab, und die verliert vor schreck die kontrolle und fährt sich und ihrer tochter ins verderben. ich finde den sachverhalt auch mehr als fragwürdig...
ich könnte mir schon vorstelllen, dass das urteil auch was mit den medien zu tun hatte!
Klar hat das Urteil auch mit den Medien zu tun, dieser Fall ist weitläufig bekannt. Und da in Deutschland schon lange über Drängler und Raser geschimpft wird, dürften die Medien da schon einen gewissen Einfluß gehabt haben.
Eine junge Frau und ihr kleines Kind sind ums Leben gekommen, weil sich die junge Frau dermaßen erschrak als der Raser von hinten angedonnert kam, daß sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor.
Die alleinige Schuld dem Raser zuzuschreiben halte ich jedoch für nicht korrekt.
Die verhängte Haftstrafe ist hart, aber noch angemessen (sofern die Zeugenaussagen und die Aussagen von Arbeitskollegen den Tatsachen entsprechen). Ich könnte mir aber gut vorstellen, daß die Berufung das Urteil lockert, die Verteidigung will ja Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen.
Bye,
Nun b-runner, anders herum kann aber auch ein Schuh draus werden.
Die Frau ist sicherlich nicht absichtlich in den Graben gedonnert. Irgendwo gehörten in dem Zusammenhang zwei dazu!
Und ihn einzig wegen Nötigung zu verurteilen, wäre wohl kaum angemessen.
Wenn Du jemanden zum Selbstmord nötigst, wird man Dich dann auch nur wegen Nötigung verklagen?
Das hier war ganz klar eine Gefährdung, und egal wie gering der eigentliche Sachverhalt auch sein mag, bei einer Gefährdung bist Du dran.
Desweiteren haben wir in D eine "Richtgeschwindigkeit" von 130Km/h auf der Autobahn, nach Gesetzeslage mußt Du bei einer höheren Geschw. beweisen, das der Unfall auch bei 130 Km/h passiert wäre!
Die Polizei nimmt Dir bei 0,5 Promille auch nicht den Führerschein ab. Solltest Du aber 0,3 Promille haben und auffällig gefahren sein, ist dein Lappen weg!
Das Urteil ist in meinen Augen VIEL zu milde.
3 Jahre Arbeitslager (Steinbruch) und Führerschein auf Lebenszeit weg.
Auch auf der Autobahn gilt nicht das Recht des Stärkeren (PS).
Kann mich GRAKA0815 nur anschliessen. Viel zu mildes Urteil.
¦square²¦
18.02.2004, 23:32
@b-runner
Ich verstehe Deine Argumentation, bin aber anderer Meinung. Ich selbst fahre auch gerne schnell und bin eifriger Sammler verschiedenster Strafzettel. Kann die "roten Blitze" die mich bisher geblendet haben kaum noch zählen. Aber drängeln auf der Autobahn ist wirklich nicht mein Ding. Wenn ich ein Auto vor mir sehe, bremse ich immer frühzeitig ab. Habe die Erfahrung gemacht, dass die Leute auch dann auf die rechte Spur fahren, wenn man sich einfach 50m hinter Ihnen "anstellt". Geht auch ohne links blinken und Lichthupe oder dicht auffahren. Und ist auch stressfreier.
Der Testfahrer sollte eigentlich wissen, dass es genügend Menschen gibt, die nicht soviel Zeit auf den Strassen verbringen und deshalb auch nicht so routiniert und sicher sind beim Fahren. Denke ein bisschen Rücksicht ist in seinem Job sehr wichtig, wenn man viel auf öffentlichen Strassen fährt. Er war ja schließlich auf dem Weg zu einer Teststrecke, da kann er von mir aus mit 320 km/h rumfahren. Aber wenn er denkt, dass ein AMG Benz ein Freifahrschein auf der Autobahn ist und er keine Sekunde an den Faktor "die Unsicherheit der anderen Fahrer" denkt, ist das Urteil gerecht. Er war ausschlaggebend für den Unfall und das sollte nicht runtergespielt werden. Die Folgen sind schließlich tragisch und bei seinem Verhalten auf der Autobahn scheint es mir, als wenn er die Gesundheit anderer wissend riskiert hat. Deshalb finde ich auch, dass Nötigung hier nicht ausreicht. Er dachte bestimmt "ich kann fahren, mir pasiert nichts bei den hohen Geschwindigkeiten", aber sein riesen Ego hat ihn vergessen lassen, dass er nicht beeinflussen kann, wie andere Menschen fahren. Es ist wie bei vielen anderen Threads hier im Forum. Die Menschen werden immer rüchsichtsloser und immer weniger denken über ihre Mitmenschen nach. Aber das ist in unserer Gesellschaft momentan einfach "normal". Schade.
MfG
Green Mamba
18.02.2004, 23:43
ich könnte mir trotzdem vorstellen, wenn das nicht gerade ein testfahrer von benz gewesen wäre, wäre das ganze auch bei weitem nicht so stark in den medien gekommen, wenn überhaupt nochmal am rande.
da sind wir uns wohl alle einig hoffe ich. und in dem fall wäre der beschuldigte wohl sicher noch mit einer bewährungs-strafe davongekommen. es war ja schließlich kein vorsatz, und geschwindigkeitsbegrenzung gabs dort doch auch nicht!?
Der nächste Zeuge war also 500m entfernt? Was hatte die Frau dann auf der linken Spur zu suchen?
¦square²¦
19.02.2004, 00:17
@Green Mamba
Vorsatz war es sicherlich nicht, aber es war fahrlässig und das besagt ja auch das Urteil. Desweiteren glaube ich nicht, dass er verurteilt wurde, weil in den Medien darüber berichtet wurde. Sonst wäre vor kurzem auch Abdelghani Mzoudi, angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Beihilfe zum Mord in mehr als 3000 Fällen in Hamburg verurteilt worden.
Über diesen Fall wurde auch stark in den Medien berichtet, er wurde freigesprochen, und in diesem Fall wurden glaube ich mehr Anstrengungen unternommen als bei dem Autobahnraser.
Desweiteren denke ich, dass er mit diesem Urteil "zufrieden" sein kann, da er in vielen anderen Ländern bestimmt härtere Strafen zu erwarten hätte. Er wäre nicht verurteilt worden, wenn das Gericht nicht davon überzeugt wäre, da es die Mittel der Berufung gibt. Eine Beeinflussung der Gerichts durch die Medien halte ich für unsinn.
MfG
und geschwindigkeitsbegrenzung gabs dort doch auch nicht!?
Richtgeschw. auf allen Autobahnen ohne Geschw.-begrenzung 130 km/h.
Baust Du bei mehr als 130 km/h einen Unfall hast Du ein Problem am Hals!
Der kann mehr als nur froh sein, dass das Überholen auf dem Grünstreifen NUR als Fahrlässigkeit geahndet wird. Das wahr Absicht, ganz Bewußt und damit Vorsatz!
Für mich pers. ganz klar eine vorsätzliche Gefährdung des Strassenverkehrs mit Todesfolge in zwei Fällen!
Leisetreter
19.02.2004, 04:43
Das Problem diese Urteils ist meiner Meinung nach, daß es auf Indizien beruht, was grundsätzlich immer ein Problem darstellt.
Es gibt aber noch einen zweiten Knackpunkt, der in der Berufung eine interessante Rolle spielen dürfte: Die Zeit! "Turbo-Rolf" soll eine Strecke, die von Polizisten beim Nachfahren in minimal 41Min bewältigt worden sei in 28Min gefahren sein.
Dieses ganze Gerede über notorischen Schnellfahrer, Verkehrsrowdy, etc stellt in meinen Augen eine Vorabverurteilung dar. Solange er nicht 20 Einträge im Flensburger Register wegen zu schnellen Fahrens oder Nötigung hat gilt diese Aussage erstmal nur beschränkt. Außerdem ist wohl auch fakt, daß die junge Frau ohne ersichtlichen Grund auf der ganz rechten Spur gefahren ist ja die Autobahn soll in den Abschnitt dreispurig sein, dieses Verhalten ist eine Verletzung des Rechtsfahrgebotes, also hat sich die Frau auch nicht korrekt verhalten.
Bitte versteht mich hier jetzt nicht falsch, ich will keineswegs die Drängelei im Straßenverkehr gutheißen. Aber ich halte die Bestrafung auf jeden Fall für zu hart.
IntelOut
19.02.2004, 05:05
(snip)
Bitte versteht mich hier jetzt nicht falsch, ich will keineswegs die Drängelei im Straßenverkehr gutheißen. Aber ich halte die Bestrafung auf jeden Fall für zu hart.
Sorry, ich denke das Urteil ist in Ordnung so. Aber auch nur weil er denke ich, das erste Mal vor Gericht stand (als Strafsache und nicht als Ordnungswiedrigkeit).
Wer durch solch rücksichtlose Fahrweise sich und andere Gefährdet (was auch für Autofahrer zutrifft, die sich zwei Bier getrunken haben - ich bin für NULL PROMILLE !!!), und dann auch noch zwei Leben ausradiert hat ohne anzuhalten ...
... der hätte noch 1 1/2 Jahre mehr verdiehnt !
Aber was solls !!!
Nach 12 Monaten ist er wieder draußen ! (2/3 absitzen = 1/3 Bewährung)
Wahrscheinlich geht er in den offenen Vollzug, und sucht sich dann ne Beschäftigung außerhalb der Anstalt. Knast in dem Sinne ist doch eher Erholung für ihn - braucht er sich doch nicht mehr abhetzen, drängeln und rasen ! *lol*
Sorry, aber für solche LEUTE habe ich absolut kein Verständnis !!!
Zumal er ja bekannt ist und seinen RUF weg hat ...
PS. ich hab auch was gegen Schleicher auf der Überholspur, oder Opa´s mit Hut.
bitfunker
19.02.2004, 10:14
Schön, ich habe genau das erreicht, was ich wollte: eine vernünftige Diskussion mit logischen und sachlich nachvollziehbaren Argumenten beider Meinungsparteien. :daumen
Ich kann durchaus auch die Argumente derer verstehen, die eine noch höhere Strafe fordern; vom rein menschlichen her würde ich "Turbo-Rolf" selbst nie wieder hinters Lenkrad lassen. Aber ich mache mir auch weniger Sorgen um diese Dooftüte vom Benzfahrer als vielmehr um unser Rechtssystem.
Kann es denn sein, dass - wie von einigen auch angemerkt - jemand aufgrund von vier recht wackligen Aussagen ohne Bewährhung verurteil wird, weil jemand anderes sein Auto nicht unter Kontrolle hat?
Wenn ich gegen die Wand fahre, weil mir 'ne Kippe runtergefallen ist, kann ich ja auch nicht die Tabakindustrie verklagen... und auch nicht den Fahrzeughersteller, weil er zu kleine Ascher baut...
Denkt bitte nochmal darüber nach! Danke!
¦square²¦
19.02.2004, 11:00
@b-runner
ich weiß (oder hoffe auf jeden Fall) Dein Vergleich war nicht ernst gemeint. Ich finde unser deutsches Rechtssystem ist eines der Besten. Es wird nicht so übertrieben wie in den USA und bei uns kommt auch nicht jeder Schwachsinn vor Gericht (na ja,manchmal schon, aber es hält sich in Grenzen).
Auch ich stimme nicht mit jedem Richterspruch überein, denke aber, dass es kaum ein Land gibt, in dem so sehr über die Rechte und dem Schutz der Bürger nachgedacht wird, wie in Deutschland. Das Verfassungsgericht hat kaum noch was anderes zu tun.
Es gab schon so viele von der Allgemeinheit nicht nachvollziehbare Urteile, weil die Medien und die Menschen sich schon vor Ende der Verhandlung Ihr Urteil gebildet haben, die Gerichte aber anders entschieden. Wie ich schon weiter oben angesprochen habe z.B. der Fall Abdelghani Mzoudi. Aber die Gerichte entscheiden nach der Sachlage und den Beweisen und nicht nach der vorschnellen Meinung Dritter. Und gerade in Deutschland werden Angeklagte eher freigesprochen als durch wage Beweise und Behauptungen verurteilt.
Außerdem sind es wiederum die Medien, die Euch eine Zusammenfassung der Verhandlung geben (außer Ihr seid persönlich anwesend gewesen) und die Stimmung über den Ausgang somit in bestimmte Richtungen lenken. Ich bin fest davon überzeugt, dass das Gericht genügend Beweise und klare Zeugenaussagen hatte um diese Urteil zu fällen, ansonsten kann es schnell angefochten und eventuell aufgehoben werden.
Und falls die Beweislage doch so wage sein sollte, dann kommt er durch das Revisionsurteil frei. Auf jeden Fall halte ich unser Rechtssystem für gut und denke, dass Menschen durch unsere Gerichte nicht ungerecht behandelt werden und unsere Rechte auch nicht stark beeinträchtigt werden.
Wenn ich mich irren sollte, sagt mir in welchen Bereichen unser Rechtssystem Eure Freiheiten verletzt oder zu sehr einschränkt.
MfG
Aber ich mache mir auch weniger Sorgen um diese Dooftüte vom Benzfahrer als vielmehr um unser Rechtssystem.
Leider haben wir ein Rechtssystem und kein Gerechtigkeitssystem.
Kann es denn sein, dass - wie von einigen auch angemerkt - jemand aufgrund von vier recht wackligen Aussagen ohne Bewährhung verurteil wird, weil jemand anderes sein Auto nicht unter Kontrolle hat?
Also das empfinde ich schon etwas als starken Tobak.
Schon alleine die bewiesene Tatsache, dass Turbo-Rolf gewisse Zeiterfassungssysteme manipuliert hat, bzw. versucht hat zu manipulieren um den Eindruck zu erwecken, er sei erst 10min. später an dieser Stelle gewesen, sprechen nicht gerade für eine Unschuld.
Warum machte er das, wenn er doch angeblich nichts zu befürchten braucht?
Warum ruft er mehrmals die Polizei an und erkundigt sich nach dem Ermittlungsstand? Also bitte, alleine diese beiden Fakten sind mehr als wackelige Indizien.
Weil jemand sein Auto nicht unter Kontrolle hat? Da fehlen einem ja schon fast die Worte. Es kommt immer noch auf den Umstand an, warum jemand sein Auto nicht mehr unter Kontrolle hatte. Bei einer vernünftigen Fahrweise wäre der Unfall eben erst gar nicht passiert! Und dabei sollte man nicht vergessen, dass SEINE Fahrweise dazu beigetragen hat, dass zwei Menschen tot sind.
Sahneknuffi
19.02.2004, 11:40
[...]selbst wenn der Typ an und für sich fährt wie ein Schwein und jedem direkt im Spiegel pappt, der keine 250km/h fährt, frage ich mich immer noch, wie kann man durch Drängeln jemanden töten.
Ich stelle mir das gerade vor:
Eine junge Mutter fährt mit ihrem Kleinkind auf der Autobahn (ergo fährt sie wahrscheinlich sehr vorsichig, würde ich zumindest an ihrer Stelle tun), sie will grad wen überholen oder ist aus einem anderen Grund auf der Überholspur (der Grund ist letztlich nicht relevant) als von hinter ein schwarzer Benz mit extrem hoher Geschwindigkeit angefahren kommt - sie sieht sich hektisch um ob sie die Spur wechseln kann. Das geschieht dem Benzfahrer nicht schnell genug, woraufhin er links auf dem Grünstreifen überholt. Die junge Frau registriert das sie links überholt wird (wo ja ihres Wissens nach gar nicht genung Platz dafür ist) und reißt panikartig das Steuer nach rechts, um eine Kollision zu vermeiden. Dabei verliert sei die Kontrolle über das Fahrzeug und veruglückt tödlich.
Dieses Szenario ist natürlich reine Spekulation, zeigt aber deutlich wie fahrlässiges Töten funktioniert. Vor allem sollte man nicht aus den Augen verlieren, daß Rücksicht auf schwächere Verkehrsteilnehmer eines der grundlegendsten Prinzipien unseres Verkehrssystems ist.
Wer dann durch seine Verantwortungslosigkeit den Tod von unschuldigen verursacht, verdient eine harte Bestrafung (umsomehr wenn es sich bei dem betreffenden um einen Testfahrer handelt, der es eigentlich besser wissen sollte), und auch ich halte 18 Monate für lächerlich wenig gemessen an dem verursachten Leid (das sich natürlich in keinster Weise auch nur annähernd aufwiegen lässt).
Allerdings muss ich auch zugeben, daß die Beweisführung in diesem Fall etwas undurchsichtig verlaufen ist. Wobei die übereinstimmende Aussage von mehreren Zeugen natürlich schwer wiegt.
Ich Sage zum Unfallhergang, etc. jetzt mal nix, da ich noch mindestens 2 Jahre brauche um nen Fuehrerschein zu bekommen ;)..da kann ich nicht mitreden.
Der Kerl hat aber vor Gericht ja schon bestritten, er SEI GAR NICHT erst DA gewesen. Allein das gibt ihm schon einen an sich schlechten Start in die Verhandlung, weil er ab diesem Standpunkt gar nicht weiter Argumentieren kann.
Es ist ihm ja (jedenfalls ziemlich) Unmoeglich in der naechst hoeheren Instanz unmoeglich seine Glaubwuerdigkeit zu bewahren...wenn er da jetzt erzaehlt, er waere doch da gewesen...
Und wer weiss, was das fuer ne Richterin war...die soll ja angeblich nen WUTAUSBRUCH gekriegt haben...so eine sollte...egal...
Er ist eine Zeit vorher (vor der Unfallzeit) im Werk losgefahren, und haette einen 190Km/h(!!!) Schnitt hinlegen muessen, um ZUR UNFALLZEIT an der Stelle haette sein muessen. das ist regelrecht unmoeglich...bin schon oftgenug mit Paps auf der Autobahn 240 gefahren, um glaub ich jedenfalls, sagen zu koennen...dass ein 190er Schnitt eine Regelrechte Unmoeglichkeit ist...
Dennoch ist es tragisch, nur stell ICH MIR die Frage, was so eine (wohl ziemlich unbeholfene) Fahrerin auf der Ueberholspur zu suchen hat...
so denn ;)
bin schon oftgenug mit Paps auf der Autobahn 240 gefahren, um glaub ich jedenfalls, sagen zu koennen...dass ein 190er Schnitt eine Regelrechte Unmoeglichkeit ist...
Ist kein starker Verkehr und keine Geschwindigkeitsbegrenzung, ist das sehr wohl möglich, wenn man das entsprechende Auto dazu hat. Kann ich beurteilen, da ich, wenn mal eine größere Reise durch Deutschland ist und ich mit meinem Vater unterwegs bin, öfters mal mit so ner Karre fahren darf :) . Schnitt ist da so um die 180-190, natürlich ohne Baustellen. Ist ganz normale Reisegeschwindigkeit.
Ich habe keine richtige Meinung zu dem Urteil, bzw. ich kann mich nicht so recht entscheiden, ob das Urteil zu hart ist oder nicht.
Einerseits halte ich überhaupt nichts von solchen Pennern, die mit Lichthupe und Auffahren auf einen Meter, meinen sie sind die grössten und dürfen alles, andererseits frage ich mich, was so eine "anscheinend" labile Fahrerin auf der Autobahn verloren hat und dann auch noch dort überholt. Als Fahranfänger und auch noch mit Kind, würde ich die Autobahn konsequent meiden, da man dort ständig mit sowas rechnen muss.
Starkes Auffahren, rechts überholen etc. sind dort schließlich an der Tagesordnung.
Somit fällt es mir schwer ein Urteil zu bilden, zumal der noch keine Vorstrafe hat.
Aber bei mir wars ja auf den Umstand bezogen, dass der Kerl sagt, er sei ein paar minuten vor dem Unfall erst im werk losgefahren...ich gehe davon aus, dass die nicht einen direkten Zuweg zur Autobahn haben, diese Frei ist, und er mit 250 losbraten kann...
@ALCx
Ich glaub kaum, dass man in einer reise (zB) von nordDeutschland in die Schweiz einen 190er Schnitt schafft...einmal aus dem Grund, dass es nie wirklich frei ist...und auch aus dem Grund, dass irgendwo immer Baustellen sind, leider ;)
Und normale Reisegeschwindigkeit ist NIEMALS 180 im SChnitt , siehste ja an der verunglueckten...mit 100 auf der Linkenspur :rolleyes
Also "wir" haben noch nie mehr als 165er geschafft...und mein Paps drueckt schon kraeftig auf die Tube...Und, JA, er ist so ein Lichthupen Draengler ;)
so denn ;)
Ich hab ja schon angedeutet, das es nicht überall möglich ist. Auf bestimmten Strecken ist es aber möglich. Na dann hau deinem Vater mal auf die Finger und verweise ihn darauf, wie schnell man in den Knast kommen kann.
Mein Vater ist Anwalt...er weiss was er da macht, und was dabei rauskommen kann. Er hat den Prozess soweit (nicht im gericht, natuerlich) verfolgt.
Ahnung hat er genug, um zu wissen, was ihm da passieren kann ;)
Und er ist da genauso intollerant wie ich :D (woher mag ICH das wohl haben :rolleyes)
so denn ;)
Edit: Oha. artet schon wieder in gespamme aus. ich bitte das zu entschuldigen.
bitfunker
19.02.2004, 20:36
Auweiha, so langsam habe ich das Gefühl, dass ich einigen Leuten ein wenig zu stark auf die Füße getreten habe. Sorry!
Vielleicht macht es die Sache etwas besser, wenn ich ergänze, dass ich es selbst schon mal mit einem sog. "Raser" zu tun hatte. Der ging allerdings noch einen Schritt weiter und fegte mich direkt von der mittleren Autobahnspur. Totalschaden, aber keiner Verletzt. Nun, der Typ hat mich sogar angefahren, aber da war die Schuldfrage trotz eindeutiger Spuren und Zeugen (ein Kumpel saß bei mir im Auto!) nicht eindeutig!
Es hat 4 Monate gedauert, bis ich mein Geld hatte - und das nur, weil der Idiot auch noch besoffen war. Ansonsten könnte der Prozeß heute noch laufen...
Nun vergleiche man dass mal mit dem diskutierten Fall auf sachlicher (!) Ebene!
Keine gescheiten Zeugen, keine Fahrzeugberührung/Spuren, keinen Eindeutigen Nachweis über die zeitlichen Verhältnisse und doch ein eindeutiges Urteil.
Wäre denn die Beweislage wasserdicht, wäre eine zweite Diskussion angebracht um festzustellen, inwiefern die Frau selbst Teil(!)schuld war, denn auch ein plötzliches Ausweichmanöver sollte man beherrschen, es hätte statt eines Dränglers im Rückspiegel ja auch eine plötzliches Hindernis o.ä. sein können, dass zum Ausweichen zwingt.
ALso ich kann nur sagen,dasses durchaus nen Schock sein kann wenn jemand von hinten mit mehr als ca.220 anrasst!
Mir schon öfters passiert!
@schlumpfinator
dein vater ist also anwalt...und nimmt es sich raus, permanent andere leute zu nötigen. dabei sollte er einmal von den bullen erwischt werden, dann gibts schonmal mind. nen ordnungsgeld und wenn er dabei auch noch einen abstand von <10m zum vorderwagen gehabt hat, ist er den lappen erstmal los.
das blöde an der ganzen sache ist, dass es einfach keinen gab, der direkt daneben gestanden hat, als "turbo-rolf" die frau mit ihrem kind von der bahn gedrängelt hat. so indizienprozesse sind immer hart an der grenze des rechtssystems, weil man die unschuld es angeklagten nicht 100% auschließen kann.
ich bin aber der meinung, dass er schuldig ist, auch wenn nicht zu 100%.
vielleicht sollte man mal über ein pflicht-fahrsicherheitstraining nach der bestandenen führerscheinprüfung nachdenken, in dem genausolche situationen geübt werden.
das strafmaß finde ich zu wenig, vorallem in anbetracht der tatsache, dass er die ganze zeit 0 mitleid mit der famlie des opfers gezeigt hat (auch wenn er wirlich nicht schuld sein sollte, hätte man doch wenigstens kondolieren können!).
Es gibt im täglichen Leben wohl öfter Situation, bei denen man sich Erschrecken kann. Das hat aber nichts mit Schock zu tun.
Wäre Turbo-Rolf als Geisterfahrer unterwegs gewesen und die Frau hätte um auszuweichen in die Bäume gesteuert, wäre das Urteil wohl gerechtfertigt.
So aber, nur wegen schnelles, dichtes Auffahren, muß man doch stark an den Fähigkeiten zur Fahrzeugbeherschung der Frau zweifeln.
Erschrocken? - beim nächsten Mal rammt sich beim Brötchenschneiden Einer das Messer innen Bauch weil er erschrak, nur weil der Postboote zweimal geklingelt hat - wo soll das hinführen?
Dabei fällt mir ein: Beim Sicherheitsträining hat mal ne Frau vorzeitig den Übungsplatz verlassen, weil sie Angst hatte, dass durch 2 - 3 Vollbremsungen ihre Reifen und das ganze Auto kaputt gehen. Alles Zureden half nichts - das wollte sie ihrem Auto nicht antun.
wop
Ich denke, da muss man differenzieren.
Dieser "Werksfahrer" sowie mein Vater wuerden sicherlich keinen bei 200Km/h von der linken Spur verscheuchen...anders ist dies, wenn nun Freie Fahrt ist (also unbeschraenkt) dann faehrt da einer mit 100 auf der Linken spur...also ich glaube, wenn man schnell irgendwo hin will, da wuerde ich auch ausrasten (wenn ich nicht schnell vorbeikomme)...und ich glaube das geht nicht nur mir so.
Ueberleg mal...was hat einer der 100Km/h faehrt auf der Linken Spur zu suchen?
(mal abgesehn von 100'er Begrenzten Strecken ;))
Das er kein Mitleid zeigt, wusste ich nicht...da haette er vielleicht frueher drueber nachdenken sollen. Es ist ein Reiner IndizienProzess; er sagt er sei NICHT MAL dagewesen; streitet es also komplett ab, auch nur in der naehe gewesen zu sein...was soweit schon mal (als verhandlungsbasis - falls ers doch war - schlecht ist).
Und die sache mit dem 190'er Schnitt hab ich oben schon erklaert.
Also ich glaube er hat sich mit der Aussage, er waere gar nicht da gewesen (im Indizien Prozess) schon den anfang kaputt gemacht, ist glaub ich nicht besonders schlau gewesen.
Es gab glaub ich 15 (?) Zeugen, das wusste er, und ER hat es komplett abgestritten. Ich weiss nicht, wie ich darauf reagiert haette...aber ich glaube bei 15 Zeugen, die gegen denjenigen Aussagen haett ich nicht komplett abgestritten.
Das auto wurde zweifelsfrei von den 15 Zeugen identifiziert...da haett ich glaub ich ne andere aussage gemacht als : "Ich war ja nicht mal da..."
Aber is seine Sache...ich steh dem ganzen neutral gegenueber, wobei die Richterin ja schon gut einen weg haben muss, da im Gericht einen sobeschriebenen" Wutausbruch" zu bekommen, das ist auch nicht normal...ich glaube das ist auch so eine 100-auf-der-ueberhol-spur-fahrerin ;)
so denn ;)
Edit : Wäre Turbo-Rolf als Geisterfahrer unterwegs gewesen und die Frau hätte um auszuweichen in die Bäume gesteuert, wäre das Urteil wohl gerechtfertigt.
So aber, nur wegen schnelles, dichtes Auffahren, muß man doch stark an den Fähigkeiten zur Fahrzeugbeherschung der Frau zweifeln.
Erschrocken? - beim nächsten Mal rammt sich beim Brötchenschneiden Einer das Messer innen Bauch weil er erschrak, nur weil der Postboote zweimal geklingelt hat - wo soll das hinführen?
Danke, auf sone aussage hab ich nur gewartet! *TOP*
und auch noch 400ster Beitrag *einen-aus-geb.Bier-rum-reich* :)
I brake for ants
Wenn man ner Ameise voller Schreck ausweicht und sich dabei vor nen Baum setzt, ist man selbst Schuld.
Wenn man einem Reh/Wildschwein/Außerirdischem, das/der auf der Straße steht, ausweicht und sich dabei vor nen Baum setzt, ist man selbst Schuld.
Wenn man einer von hinten kommenden, möglichen Gefahr ausweicht und sich vor nen Baum setzt, ist man selbst Schuld.
Ist die Gefahr mitschuldig?
Ein Reh/Wildschwein/Außerirdischer auf der Straße steht bestimmt nicht in der Absicht da, ein ankommendes Fahrzeug dazu zu bewegen, in einen Baum zu fahren.
War es die Absicht der von hinten heranrauschenden Gefahr (in diesem Fall Turbo-Rolf)? Ganz bestimmt nicht, also schon mal kein Vorsatz.
Aber hat er nicht bewusst in Kauf genommen, dass dergleichen passieren könnte? Menschen reagieren nunmal in Stresssituationen nicht immer rational, und es kann zu Überreaktionen kommen. Damit muss man rechnen.
Der Strassenverkehr in Deutschland funktioniert nur, wenn man mit den Fehlern anderer rechnet. Das lernt man in jeder Fahrschule (sollte man zumindest).
Diesem Prinzip hat Turbo-Rolf zuwider gehandelt. Er hat durch sein Verhalten bewusst einen Fehler provoziert. Nach meiner Rechtsauffassung ist das fahrlässig. Weil der Fehler tödlich endete, ist es fahrlässige Tötung.
Sofern er es denn wirklich war. Das steht ja nicht fest. Sollte es aber so sein, dann ist die Höhe des Urteils absolut gerechtfertigt.
Meine Meinung.
Edit:
was mich hier ein wenig schockiert, sind so Sprüche wie "...die Frau hätte Ihr Fahrzeug doch kontrollieren können..." u. ä. Wer solche Sprüche abgibt, soll erstmal selber bei 100 km/h ein Ausweichmanöver sauber hinkriegen. Viel Erfolg.
Und jetzt kommt mir nicht mit "hätte sie aber ein Fahrsicherheitstraining gemacht, wär das nicht passiert."
Blödsinn. So ein Training ist ein Sache, das sind kontrollierte Situationen. Ob man dann in einer richtigen Stresssituation genauso reagiert, ist etwas ganz anderes.
Gruß
Morgoth
bitfunker
19.02.2004, 22:12
:) Hm, da hast Du dich wohl ernsthaft mit meiner Sig. auseinandergesetzt. Auch wenn "I brake for ants" eigentlich nur ein Slogan eines Indie-Labels namens ant-zen ist, hast Du durchaus richtig interpretiert. Ich bremse natürlich nicht für Ameisen, sondern für wenigstens etwas größere Tiere, aber ich habe - passend zum Thema - auch schon mal in einer Schreckreaktion meinen Wagen einer Sandsteinwand näher vorgestellt, weil ich wegen eines Hundes, der über die Landstraße lief, eine etwas unkontrollierte Vollbremsung hingelegt habe.
Das war auch ein Ausweichmanöver bei 100 km/h, dass nicht besonders gelungen ist.
Aber: Ich habe weder Hund noch Herrchen verklagt und meine Schuld eingesehen! Denn man muß immer so fahren, dass man auf jede Situation reagieren kann. Ich wusste, das mit miener alten Schüssel damals fahrwerkstechnisch (d.h. mit nur drei Stoßdämpfen) kein großes Ausweichen bei höheren Geschwindigkeiten möglich war und habe das Risiko in kauf genommen. Bums und ich hatte einges an Wellblech, aber wie schon erwähnt: die Schuld dafür sehe ich bei mir und nicht bei Hund, Mauer oder Opel.
Und noch eins dazu: Was interessiert es mich, wie sich jemand im Rückspiegel gebärdet? Hm, es ärgert mich vielleicht, wenn ich hinter mir ein Hupkonzert sehen/hören muss und wg. zu wenig Abstand nicht mal mehr die Schweinwerfer sehe. Aber wer verreißt denn gleich so dermaßen die Lenkung, dass er sich von der Straße katapultiert?
Vielleicht hat der Wagen der Opfer ja "nur" einen Reifenplatzer gehabt; da ist kaum noch ein Auto in der Spur zu halten?
Das Beispiel mit dem Hund triffts leider nicht ganz genau: ein Hund kann sein Verhalten nicht kontrollieren. Ich will damit sagen, dass er nicht "absichtlich" über die Straße gelaufen ist. Genauso als wenn ein Kind hinter seinem Ball her auf die Straße rennt und ein Autofahrer vor Schreck ausweicht und einen Unfall verursacht. Da wird und darf dem Kind keine Schuld gegeben werden. Es ist sich seiner Verantwortung nicht bewusst, genau wie der Hund. (Soweit ich weiß existiert auch noch keine Leinenpflicht in Deutschland, dem Besitzer kann also auch nicht die Schuld zugesprochen werden.)
"Turbo-Rolf" hat aber ganz offensichtlich "absichtlich" gedrängelt. Da liegt doch der Hund ( ;) ) begraben. Er musste sich seiner Handlung bewusst sein. Und damit rechnen, dass der Fahrer vor ihm nicht rational reagiert.
Denn man muß immer so fahren, dass man auf jede Situation reagieren kann.
Dann müsste es auf Autobahnen eine Geschwindigkeitsbeschränkung geben.
Man muss der Situation angemessen fahren.
200km/h halte ich, selbst bei freier Autobahn, schon nicht mehr für angemessen. Windböe/Stein/Kantholz/Reifenplatzer, dann hat sich bei der Geschwindigkeit das Thema meist erledigt.
100km/h sind sehr angemessen.
Er hat den Fehler provoziert. Er hat in Kauf genommen, dass die Frau die Kontrolle verliert. Für mich ist das fahrlässig.
Gruß
Morgoth
ich find auch, das er fahrlässig gehandelt hat, nur ich hab so das gefühl, das wenn er hier in unserem schönen, einsamen vogelsberg einen traktor in den graben gedrängelt hätte (ein nicht ganz tolles beispiel, aber egal;)), sich kein mensch ernsthaft dafür intressiert hätte. da wären vielleicht 2 artikel in der zeitung erschienen und das wärs gewesen.
ich denke das urteil ist unter mediendruck gefallen, und das sollte nicht sein.
bitfunker
19.02.2004, 22:59
@Morgoth:Hm, ich denke, so langsam haben wir eine gemeinsame Ebene gefunden (wie der Pädagoge denn immer so schön sagt ;)).
Klar, ein Dreh- und Angelpunkt ist natürlich die Absicht/Kontrolle usw.
Womit du auch völlig recht hast, ist das Tempolimit. 100 muss es imho nicht sein, aber 130 würde reichen.
Dann sollte man allerdings auch die Fahrer dazu anhalten, diesen Rahmen auch zu nutzen, damit man nicht sogar bei 130 noch hinter einem Schleicher herzuckeln muss. Es gibt doch diese schönen oplakate an den Autobahnen. Wenn man das Raser-Problem per Tempolimit gelöst hätte, könnte man doch die freigewordenen Flächen für etwas motivierende Slogans nutzten.
Heiei, innerhalb von ein paar Stunden ins OT abgedriftet, aber dafür eine gute Diskussion; das ist doch was wert! Danke!
@Hellwalker: Genau das befürchte ich eben auch.
Das dies unter Mediendruck gefallen sein soll, kann ich nicht glauben.
Wir haben hier einen Richter, der seine Tochter wegen einem besoffenem Autofahrer verloren hat. Wenn irgendjemand wegen Trunkenheit am Steuer diesen Richter hat, der hat verloren. Das Geile ist auch noch, das man ihn nicht wegen Befangenheit ablehnen kann. Da braucht es bei Ihm keinen Mediendruck!
Sind wir (Autofahrer) doch einmal alle ehrlich zu uns selber. Dadurch, das wir max. mit Führerscheinentzug auf 1 Jahr bestraft werden können, denken wir doch alle "so long WENN sie uns erwischen". Wir scheißen doch förmlich drauf und hoffen, dass sie uns eben nicht erwischen!
Wer hält sich denn an die 60 Km/h an Kreuzungen oder Einfahrten? Wer ist denn noch nie besoffen bzw. angetrunken Auto gefahren insofern er Alkohol trinkt?
Wer hat noch nie im Überholverbot überholt wenn er die Strecke kennt? usw. und sofort? Wer noch nie bei dunkel Gelb (oder hell rot) die Ampel überquert?
Und jetzt will man so ein Arschloch das nicht Manns genug ist zu seiner Tat zu stehen auch noch verteidigen?
In welchem Verhätnis mit den Freisprüchen im Kaprun-Prozeß (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,287082,00.html) ist Turbo-Rolfs 1 1/2 Jahre Knast zusehen ?
Auf der einen Seite zwei Unfallbeteiligte, die sich beide falsch verhalten haben.
Auf der anderen Seite passive Opfer die einzig durch stümperhaftes Verhalten dutzender Entscheidungsträger und Behörden verursacht wurde.
Ein Heizkörper mit Kunststoffgehäuse direkt an einer Wand aus leicht entflammbarem Material, hinter der eine Hochruckhydraulikleitung mit sehr leicht entflammbarer Hydraulikflüssigkeit lauert.
Statt der Heizung, hätte auch die Hochruckhydraulikleitung kaputt gehen können (platzen) und somit Katastrophenauslöser sein können.
Dazu keine Feuerlöscher, keine Fluchtwege, einbruchsichers Sicherheitsglas, verriegelte Türen.
Turbo-Rolf hat Pech, wäre er ein Konzern wäre das Verfahren gegen Zahlung von 10.000 € Geldbuße eingestellt worden.
wop
Das ist etwas völlig anderes. Im Kaprun-Prozess ging es um die persönliche Schuld eines der Angeklagten. Die Bahn war aber den damaligen Vorschriften entsprechend. Wie soll da einer verurteilt werden?
Gruß
Morgoth
Wintermute
20.02.2004, 11:21
Hier ein zusammenschnitt netter Beiträge aus einem anderen Forum:
:)
1. Es ist eine Hexenjagd, kein Prozess. Böser "Todesraser" ( "Gas-Gumahedin", "Anthrax-Achmed" ) bringt mutwillig arme Mutter mit Kind um.
2. Wäre es Malermeister Heinz und nicht eine medienwirksame Mutter mit Kind gewesen wäre kein so großen Aufschrei durch die Nation gegangen
3. Hätte die nette Dame in den Rückspiegel geschaut hätte sie sich nicht so erschrocken
4. Jedoch: Wäre der Depp nicht so hirnlos geheizt wäre auch nichts passiert
5. 2 Zeugen wollen mit über 200 unterwegs gewesen sein und von dem Daimler überholt worden sein. Ergo: Autobahn leer oder 3 total beknackte. Was macht die Dame dann mit ihrem Kind dabei ganz links? Der hat sie kaum auf den 50cm Acker bis zur Leitplanke überholt.
Ansonsten schließe ich mich xxxxx,xxxx und xxxx an. Das triffts genau auf den Kopf.
:Zitat:
Original von xxxxxxxx
Die Frau ist TOT---sie LEBT NICHT MEHR versteht das doch endlich. Und der Fahrer/Drängler der hinter ihr war trägt MINDESTENS eine Mitschuld
Antwort von xxxxx:
Mitschuld ja, aber nicht die komplette Schuld
Eine Frau fällt beim Fensterputzen von der Leiter, die Leiter ist schuld, und der Mann wandert in den Bau weil er Ihr morgen gesagt hat sie soll Fenster putzen.
Ein Mann fährt mit 200 auf der Autobahn, sein Handy klingelt, er greift danach kommt von der Strasse ab, der Anrufer ist schuld, wenn er nicht angerufen hätte würde der Mann noch leben.
Ein mann springt vom Hochhaus, der Architekt ist schuld, wenn er das Haus nicht so hoch gebaut hätte würde der Mann noch leben.
Eine Gasexplosion duch eine undichte Gasleitung, eine ganze Familie stirbt, der Gasversorger ist schuld, wenn er kein Gas geliefert hätte würden alle noch leben.
Ich verstehe diese Hexenjagdt nicht, der Tot eines Menschen ist immer tragisch, aber bevor man sich um die Angehörigen kümmert sucht man immer jemand, dem man die Schuld in die Schuhe schieben kann.
Mal ein harmloser Fall, man steht an der Ampel, und es brettert einem jemand hinten drauf, wer ist schuld??
Du natürlich, unagepasste Geschwindigkeit, währst Du gefahren, währe es nicht passiert.
Ich ziehe es jetzt mal bewußt ins Lächerliche damit alle drüber nachdenken!
Gruß,
xxxxxx
Meine eigene Meinung bleibt bis auf weiteres mal außen vor ...
@Graka:
Ich für meinen Teil habe mich noch nie besoffen oder angetrunken ans Steuer gesetzt und habe auch nicht vor das jemals zu tun.
Allerdings muß ich dir bei dem "an die eigene Nase fassen" zustimmen:
Jeder hat schonmal im Bezug auf Autofahren etwas in der "grauzone" verbockt. Nur das ihm ( oder in diesem Falle anderen ) im Gegensatz zu dem DC Testfahrer glücklicherweise nichts passiert ist.
EDIT:
Oh, hier noch was:
Hallo allerseits,
ich weiß nicht ob hier noch gepostet wird, aber ich muss auch mal meinen Gedanken Freigang gewähren. Da ich mich schon seit dem 1. Aufkommen dieser Geschichte als ziemlich objektiv (emotionslos) betrachte, möchte ich mal kurz die Fakten und Meinungen zusammentragen, die mir hier aufgefallen sind.
Fakten
1. Frau:
- Wie schnell fuhr sie? Unbekannt
- Wieso fuhr sie ganz links? Unbekannt
- Wie lange fährt sie schon links? Unbekannt
- Wann bemerkte sie den Mercedes? Unbekannt
2. Mann:
- Wie schnell fuhr er? Unbekannt
- Ab wann nötigte er (Lichthupe, auffahren, blinken) -> Unbekannt
- Wie aufdringlich nötigte er? Unbekannt
- Nötigte er überhaupt?
3. Zeugen:
- Wer hat den Unfall gesehen? Unbekannt/Keiner
- Was wurde gesehen? Ein schneller Mercedes auf der A5
- Wie lautet das Nummernschild? Unbekannt
- Wer war der Fahrer/Aussehen? Unbekannt
Meinungen
1. Auf der AB ist die Durchschnittsgeschwindigkeit und somit auch das Risiko eines Unfalls und der Folgen größer.
2. Man muss auf andere Verkehrsteilnehmer verstärkt Rücksicht nehmen.
3. Man muss sein Fahrverhalten dem herrschenden Verkehr anpassen.
4. Fahranfänger oder Seltenfahrer können in Extremsituationen nicht immer richtig handeln.
5. Der Fahrer fuhr extrem schnell und müßte aufgrund seiner Erfahrung in der Lage gewesen sein, einem Unfall entgegenzuwirken
6. Es kam nie wirklich zu einem Unfall zwischen den beiden Autos
Hier noch ein Spielegl-Artikel, der den Fall zusammenfaßt: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,286903,00.html
Ja, ja, "Turbo-Rolf" wird er genannt. Na und, selbst wenn der Typ an und für sich fährt wie ein Schwein und jedem direkt im Spiegel pappt, der keine 250km/h fährt, frage ich mich immer noch, wie kann man durch Drängeln jemanden töten. Das wäre ja überspitzt gesagt "berührungsloser Mord".
Und, ein Spitzname macht noch keinen Verbrecher, oder?
HI,
ich kann deine Argumentation verstehen aber: Auf der Autobahn zu drängeln ist absolut das LETZTE und schon an sich ein VERBRECHEN BZW NÖTIGUNG. Außerdem mach dir mal klar, dass die Autos Gegensätze wie David und Goliath waren. Der Hyundai war viel schwerer zu beherrschen als der Mercedes und die beiden Fahrer waren vom Können her vollkommen unterschiedlich.
Ich meine ich habe nichts gegen schnelles FAhren aber es muss BESONNEN geschehen, das heißt aus sicherem Abstand zu Verstehen geben, dass man überholen will und nicht gleich ausflippen, wenn jemand ein bisschen braucht um die Spurt frei zu machen.
Kritisch bei diesem Prozess, das steht außer Frage, war das der Täter auf Grund von Indizien und nicht von Beweisen verurteilt wurde.
Mr.Mod
Das dies unter Mediendruck gefallen sein soll, kann ich nicht glauben.
Wir haben hier einen Richter, der seine Tochter wegen einem besoffenem Autofahrer verloren hat. Wenn irgendjemand wegen Trunkenheit am Steuer diesen Richter hat, der hat verloren. Das Geile ist auch noch, das man ihn nicht wegen Befangenheit ablehnen kann. Da braucht es bei Ihm keinen Mediendruck!
klingt auch nicht besser. hätte man da nicht einen richter ernennen können, der unbefangen an die sache ran geht?
TURRICAN
20.02.2004, 13:13
Schlumpfinator
dann bin ich der Meinung er sollte eigentlich GAR nicht verurteilt werden.
Aufgrund Unfaehigkeit anderer Menschen...tschuldigung, da bin ich intolerant
Man merkt das du dadurch das du noch keinen Führerschein hast keine Ahnung von der Sache hast.Die Frau hat das Lenkrad verrissen als der Typ auf dem GRÜNSTREIFEN links an Ihr vorbei wollte.Ich wäre da auch nicht ruhig geblieben.Aber aufgrund von vielen brenzligen Situationen die ich auch selbst schon herbeigeführt habe würde ich eventuell anders reagieren.Das eine Frau mit Kind nicht so irre fährt wie ich und z.B. auf leeren Schotterparkplätzen und zugefrorenen Seen rumdriftet kann man Ihr ja nun nicht vorwerfen.Wenn du deinen Führerschein machst und in der dritten praktischen Stunde schneidet dich wer in der Stadt,dann wird deine Reaktion für Berufskraftfahrer auch nicht nachvollziebar sein.Gegenüber Menschen wie dir,die von Sachen quatschen die sie noch nicht verstehen bin ich intollerant.Wäre mal auf deine Meinung gespannt gewesen wenn deine Mutter durch einen Drängler ums Leben gekommen wär....
Zu den 500 Metern die der letzte Zeuge entfernt war und die Frau trotzdem noch auf der linken Spur war.500 m auf der Autobahn sind doch nichts.Wenn wenig Verkehr ist dann schnippele ich auch nicht gleich nach dem Überholvorgang wieder nach rechts.Ausserdem benutzen Frauen im Allgemeinen die linke Spur nur wiederwillig (eigene Beobachtungen).Also Verstoss gegen das Rechtsfahrgebot was hier einige wittern ist echt lächerlich.
Ihr solltet nicht vergessen das hier eine Mutter mit Kind gestorben sind,weil dieser Mann sein Ego stärken wollte. Er wird von Mercedes sicher genug Zeit bekommen um zur Teststrecke zu fahren.
Ich muss mich fuer diese aussage entschuldigen, weiss nicht wirklich WARUM ich sowas geschrieben hab, werde das sofort wegeditieren...kannst aber meinetwegen dein Zitat da stehen lassen, und selbst dazu stellung nehmen.
Es so krass auszudruecken, das hatte ich nicht vor :(
sorry. *Kleinlaut-werd*
Wobei du in deinem Zitat eindeutig den ";)" vergessen hast...und dieser hat nun eine nicht unbedeutende "Wirkung".
Ich waer einfach mal dafuer, dass autofahren einfach ganz zu verbieten...dann kommt sowas gar nicht mehr vor. *lacht*
Autofahren ist nun mal nicht ungefaehrlich.
so denn ;)
bitfunker
20.02.2004, 14:14
Bleibt die rechtliche Frage: Ist das mit dem Grünstreifen bewiesen; z.B. durch Spuren im Gras o.ä. oder ist das wieder nur die einzelne Aussage des berühmten nächsten Zeugen? Wenn das nachweisbar wäre, würde ich jedes Urteil - sei es noch so hoch verstehen, denn dass hätte auch mit Nötigung nix mehr zu tun!
Krebsnebelwesen
20.02.2004, 16:12
Hm... Ich habe keine Meinung dazu, ob die Strafe zu hart oder zu mild ist.
Ich möchte hier eigentlich nur mal ein, zwei Punkte beitragen.
Die Frau stand ja nicht auf der Autobahn. Also hat sie sich mindestens auch mit 100km/h bewegt. D.H. der Fahrer kam nicht mit ~230km/h an, sondern mit
der Differenz, also ~130.
Die Bilder, die ich in den Nachrichten gesehen habe, vermittelten den Eindruck, die Stelle sei weder hügelig noch kurvig. Kann sie ja auch nicht gewesen sein, wenn ein Zeuge aus 500 Metern was gesehen haben will. Also hätte sie das Fahrzeug trotz der Geschwindigkeit nähern sehen können. Wie oft sollte man in den Rückspiegel schauen? Alle 5 Sekunden ein Blick?
Das wiederum heißt, alle 5 Sekunden hätte sich der Abstand um 180 Meter zwischen den zwei Fahrzeugen verkürzt.
Und wenn hier schon "persönliche Beobachtungen" mit reinkommen: Wie oft hab ich schon irgendwelche Mamis ("Baby an Board-Aufkleber") gesehen, die sich im Stadtverkehr mehr mit ihrem Kind als mit dem Verkehr beschäftigen.
Und 500 Meter sind bei einer Geschwindigkeit von 100km/h eben doch eine ganze Menge. Das ist eine Lücke, die man nutzen sollte, um sich wieder rechts einzuordnen.
Naja, es macht sie nicht wieder lebendig und Arschgeigen hat man jeden Tag auf der Autobahn, mal als Drängler, mal als Schleicher.
Green Mamba
20.02.2004, 17:06
naja, die sache mit den 5 sekunden zwischen 2 blicken in den rückspiegel halt ich für, vorsichtig ausgedrückt, ein bisschen theoretisch... :rolleyes
Für mich kann es eigentlich nur 2 Möglichkeiten geben wie es zu dem Unfall gekommen ist.
Version 1
Die Frau fährt links, sieht auf einmal von hinten einen angerauscht kommen und verreist ihr Fahrzeug so dermaßen, dass sie die Kontrolle verliert.
Version 2
Die Frau fährt links, sieht auf einmal ein Fahrzeug dicht aufgefahren oder gar neben sich und verreist das Lenkrad durch den Schock worauf hin sie die Kontrolle über das Fahrzeug verliert.
Bei der 1. Version wäre dem Fahrer des Mercedes nichts vorzuwerfen. Jedoch scheint es nach den Zeugenaussagen eher nach Verion 2 auszusehen.
olly3052
20.02.2004, 19:40
Die Krux an der Sache ist, daß eigentlich keiner den Unfallhergang gesehen hat, sondern nur das Verhalten eines Fahrers in einem neuen Daimler-Crysler vor dem Unfall.
Nur ein Zeuge, war sich aufgrund der Auspuffrohre über die genaue Bezeichnung des Benz sicher.
Aufgrund des Fahrverhaltens vor der Tat, wurde nun auf sein Fahrverhalten während des Unfalles gemutmaßt.
Wie nun die Identität des mutmaßlichen Fahrers des mutmaßlichen Daimler-Benz Typs ermittelt wurde ist wieder eine andere Geschichte.
Zwei Menschen sind tot und das ist mehr als tragisch.
Mit den vorliegenden Indizien einen Menschen zu eineinhalb Jahre Haftstrafe ohne Bewährung zu verurteilen, ist schon sehr abstrus.
Ich weiß, daß das Thema sehr kontrovers zu betrachten ist.
Gruß
olly3052
Mit den vorliegenden Indizien einen Menschen zu eineinhalb Jahre Haftstrafe ohne Bewährung zu verurteilen, ist schon sehr abstrus.
Wenn ich jetzt nicht ganz falsch liege, wurden auch Reifenspuren ermittelt, die er auf der Grünfläche hinterließ.
Wie bereits erwähnt, sein Verhalten während der Ermittlungen (Manipulationsversuch der Zeiterfassung, mehrmalige Anrufe bei der Polizei nach dem Ermittlungsstand) sind auf der einen Seite schwere Indizien, die auf der anderen Seite mit seiner Aussage "ich war das nicht" kaum in Einklang zu bringen sind.
Hätte er aber seine "Beteiligung" zugegeben und seine Version des Hergangs geschildert wie es zu dem Unfall gekommen ist, wäre erstens die Strafe zur Bewährung ausgesetzt worden und zweitens kaum so hoch bzw. wäre er evtl. sogar davon gekommen.
olly3052
20.02.2004, 20:17
Das mit den Reifenspuren ist mir ehrlich gesagt entgangen und würden wirklich schwerwiegende Indizien bedeuten.
Die anderen von Dir vorgebrachten schweren Indizien sehe ich eher als Indivualschwäche.
Ich will Raserkalli hier nicht in Schutz nehmen. Der hat sein Ruf wohl zu Recht.
Das langt aber nicht, um eine Person anhand der mir bekannten Beweismittel hinter Gitter zu stecken (beachte bitte den letzten Halbsatz).
Da streuben sich meine Nackenhaare.
Gruß
olly3052
Das wirkliche Problem an der ganzen Geschichte ist doch die Frage: war er's oder war er's nicht?
Und ich habe so beim Pinkeln das Gefühl, dass er im Berufungsverfahren freigesprochen wird.
Aber sollten wir darüber diskutieren, ob er es wirklich war? Die Zeugenaussagen und Gutachten erfahren wir durch die Presse.
Informiert die uns vollständig? Gerade beim Spiegel & Co. habe ich so meine Zweifel, ob sie ihrem hehrem Anspruch, investigativen (heißt für mich u. a.: nichts verschweigen/verfälschen) Journalismus zu bieten, heute noch gerecht werden. Wir, als Unbeteiligte, sollten darüber besser die Schnüss halten.
Wir sollten uns eher fragen bzw. darüber diskutieren: wenn er denn schuldig wäre, ist die Höhe des Strafmaßes gerechtfertigt?
Meine Meinung dazu habe ich geschrieben.
Gruß
Morgoth
olly3052
20.02.2004, 21:23
Das wirkliche Problem an der ganzen Geschichte ist doch die Frage: war er's oder war er's nicht?
Genau das meinte ich auch.
Da dieses Thema so polarisiert, sollte man, als interessierter Teilnehmer der Diskussion, die Fakten zu diesem Fall herausarbeiten.
Meines Erachtens, ist das Urteil de facto eine farce.
Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.
Gruß
olly3052
Green Mamba
20.02.2004, 21:28
das ist ja genau das was ich zu beginn schonmal geäußert hab, wer glaubt dass gerichte nicht dem druck der öffentlichkeit unterliegen lebt meiner meinung nach in einer traumwelt. das ist sicherlich nicht immer der fall, aber manchmal wirds eben doch offensichtlich.
Sorry, aber Ihr beiden habt meinen Post nicht ganz zu Ende gelesen, bzw. ich habe es missverständlich ausgedrückt.
Wir sollten nicht darüber diskutieren, ob er es war oder nicht, denn wir sind nicht vollständig informiert.
Wir sollten darüber diskutieren - angenommen, er war es -, ob das Urteil in seiner Höhe richtig war.
Gruß
Morgoth
Krebsnebelwesen
20.02.2004, 21:44
@ Green Mamba:
Klar sind die 5 Sekunden theoretisch. Vieles wird nach bestandener
Führerscheinprüfung graue Theorie.
Aber gelernt hat man es doch so.
bitfunker
20.02.2004, 23:10
Informiert die uns vollständig? Gerade beim Spiegel & Co. habe ich so meine Zweifel, ob sie ihrem hehrem Anspruch, investigativen (heißt für mich u. a.: nichts verschweigen/verfälschen) Journalismus zu bieten, heute noch gerecht werden. Wir, als Unbeteiligte, sollten darüber besser die Schnüss halten. Sehr interessanter Einwand. Ich habe tatsächlich eingangs nur auf den Spiegel-Artikel verlinkt, damit Leute, die nicht wissen, worum es geht, einen schnellen Überblick über die Geschenisse bekommen können.
Imho sind schon in der Presse verwendete Begriffe wie "Raser" und "Drängler" nicht geeigent, einen Sachverhalt objektiv darzustellen. Schaut man sich mal die "Reportagen" auf den Privaten über den Straßenverkehr an, gilt jede Omi, die in der 30er-Zone mit 33 erwischt wird, als Raser. Einfach nur reißerisch.
Für mich kann es eigentlich nur 2 Möglichkeiten geben wie es zu dem Unfall gekommen ist.
Version 1
Die Frau fährt links, sieht auf einmal von hinten einen angerauscht kommen und verreist ihr Fahrzeug so dermaßen, dass sie die Kontrolle verliert.
Version 2
Die Frau fährt links, sieht auf einmal ein Fahrzeug dicht aufgefahren oder gar neben sich und verreist das Lenkrad durch den Schock worauf hin sie die Kontrolle über das Fahrzeug verliert.
Bei der 1. Version wäre dem Fahrer des Mercedes nichts vorzuwerfen. Jedoch scheint es nach den Zeugenaussagen eher nach Verion 2 auszusehen.
Danke, GRAKA8015, genau das versuche ich schon seit X Posts auszudrücken.
Ergänzend: Wenn Version 2 bewiesen werden kann, dürfte der Typ imho nie mehr ein motorisiertes Fahrzeug bewegen!
Nicht uninteressant sind aber auch die Posts, die Wintermute hier reinkopiert hat. Da werden doch einige neue Fragen aufgeworfen...
War das eigentlich ein Strafprozess oder ein Zivilprozess?
TURRICAN
21.02.2004, 16:47
Das langt aber nicht, um eine Person anhand der mir bekannten Beweismittel hinter Gitter zu stecken (beachte bitte den letzten Halbsatz).
Das Gericht wird auch sicher (und Gottseidank) nicht auf die Presse angewiesen gewesen sein um die Beweise zusammenzutragen.Und grade in Deutschland ist es doch sehr zweifelhaft das man unschuldig Bestraft wird in solchem Ausmass.
Ich hab mir jetzt nicht alle posts durchgelesen, aber ich stell mal meine Meinung dazu in den Raum, kan sein, dass es die schon gab!
Ich sehe die Strafe als viel zu hoch an! Meiner Meinug nach kann diese Frau nicht Auto fahren! Diese Frau hat anscheinend so einen Schrecken bekommen, sodass sie das Lenkrad so verrissen hat, dass sie sich überschlagen hat, es gab keine Berührung mit dem Mercedes! Und man kann davon ausgehen, dass der Testfahrer seinen Wagen beherrscht hat! Zu dicht aufgefahren?! fragwürdig nach den aussagen der zeugen! Man kann sich die Situation folgend vorstellen: Die Frau tuckert auf der Autobahn und bemerkt einfach zu spät, dass ein fahr zeug angerasst kommt, sie bekommt einen Schrecken und kommt von der Fahrbahn ab. Außerdem war doch der Streckenabschnitt vond er Geschwindigkeit freigegeben ?! (weiss grad net genau)!
Nungut, ein andere Sache, die ich auch richtig mies finde ist, dass Mercedes nach dem Urteil das Arbeitsverhältniss mit dem "raser" gekündigt hat. Mieser Zug von Benz, die doch ihm ein Auto gebaut haben um überhaupt solche geschwindigkeiten zu erreichen!
Ich bin 18 und mein führerschein ist bald wirklich meiner! Hatte ne nette diskussion mit meinem fahrlehrer darüber, und das was hier steht ist unser ERgebniss!
grüße
icewolf
EDIT: noch ein aspekt, wozu führt denn das urteil, kommt es bald dazu, dass wenn man auf der autobahn überholt werden will gleich ne anzeige als raser bekommt, einfach autonummer aufschreiben und den raser passieren lassen (hauptsache genug zeugen im wagen haben) *g*
TURRICAN
22.02.2004, 12:04
Ich sehe die Strafe als viel zu hoch an! Meiner Meinug nach kann diese Frau nicht Auto fahren! Diese Frau hat anscheinend so einen Schrecken bekommen, sodass sie das Lenkrad so verrissen hat, dass sie sich überschlagen hat, es gab keine Berührung mit dem Mercedes!
Dann stelle ich hier einfach mal in den Raum das du auch nicht Fahren kannst.Und wenn dich jetzt wer von der Bahn drängelt und du stirbst dabei ist das deine Schuld.Du konntest halt mit 18 Das Fahrzeug noch nicht beherrschen.Den Drängler trifft hingegen keine Schuld.Er wollte ja nur mit unangepasster Geschwindigkeit von A nach B.Und dann würde er,wenn sie ihn erwischen,auch noch vom Gericht belästigt werden.Und alles weil du nicht Auto fahren konntest.Was für eine fiese Welt.
Nungut, ein andere Sache, die ich auch richtig mies finde ist, dass Mercedes nach dem Urteil das Arbeitsverhältniss mit dem "raser" gekündigt hat. Mieser Zug von Benz, die doch ihm ein Auto gebaut haben um überhaupt solche geschwindigkeiten zu erreichen!
Das finde ich grade Kosequent von Mercedes(auch wenn da sicher die Presse ihren Teil zu beigetragen hat).Selbst wenn er im Berufungsverfahren freigesprochen wird , ist er den gutbezahlten Job auf alle Fälle los.Ich hab ja schon öfter gesagt das ich ihn für 100%ig schuldig halte.Und wo ein Markt für diese Fahrzeuge ist, da werden sie auch produziert.Ob das Mercedes oder wer anders ist.Das ist nun mal Kapitalismus.
EDIT: noch ein aspekt, wozu führt denn das urteil, kommt es bald dazu, dass wenn man auf der autobahn überholt werden will gleich ne anzeige als raser bekommt, einfach autonummer aufschreiben und den raser passieren lassen (hauptsache genug zeugen im wagen haben) *g*
Ja das wird dem Gericht auch als Beweis ausreichen :rolleyes .Denk einfach mal nach bevor du was schreibst.
Kaltpresse
22.02.2004, 12:11
Reiner Indizienprozess! Eigentlich gab es keine festen beweise dafür das der da schuld sein soll. :rolleyes . Aber wer ne Karre mit über 400 PS fährt dem traut man sowas schon zu. Ich finde es nur zu traurig das die Opfer immer in den Hintergrund fallen, und nicht der vermeindbare Täter.
Dann stelle ich hier einfach mal in den Raum das du auch nicht Fahren kannst.Und wenn dich jetzt wer von der Bahn drängelt und du stirbst dabei ist das deine Schuld.Du konntest halt mit 18 Das Fahrzeug noch nicht beherrschen.Den Drängler trifft hingegen keine Schuld.Er wollte ja nur mit unangepasster Geschwindigkeit von A nach B.Und dann würde er,wenn sie ihn erwischen,auch noch vom Gericht belästigt werden.Und alles weil du nicht Auto fahren konntest.Was für eine fiese Welt.
Fahren können oder nicht ist definitionssache, fahrzeug beherrschen oder nicht, reine definitionssache!!! was die frau jetzt besser hätte machen können ist nicht wichtig! auf der anderen seite will ich mal in den raum stellen, das fahrschüler noch am meisten regelkenntnisse von der fahrschule besitzen und wenn man kein idiot oder prolet ist, dann fährt man eben "vorausschauend" !
Zitat:
Nungut, ein andere Sache, die ich auch richtig mies finde ist, dass Mercedes nach dem Urteil das Arbeitsverhältniss mit dem "raser" gekündigt hat. Mieser Zug von Benz, die doch ihm ein Auto gebaut haben um überhaupt solche geschwindigkeiten zu erreichen!
Das finde ich grade Kosequent von Mercedes(auch wenn da sicher die Presse ihren Teil zu beigetragen hat).Selbst wenn er im Berufungsverfahren freigesprochen wird , ist er den gutbezahlten Job auf alle Fälle los.Ich hab ja schon öfter gesagt das ich ihn für 100%ig schuldig halte.Und wo ein Markt für diese Fahrzeuge ist, da werden sie auch produziert.Ob das Mercedes oder wer anders ist.Das ist nun mal Kapitalismus.
dazu: was ich daran fies finde, ist, dass mercedes während dem prozess und davor dem fahrer noch zugeständisse gemacht hat, aber ergo ihn nach dem urteil fallen hat lassen, miese tour! 1,5 jahre ohne freiheit + job weg ist hart!!!
Zitat:
EDIT: noch ein aspekt, wozu führt denn das urteil, kommt es bald dazu, dass wenn man auf der autobahn überholt werden will gleich ne anzeige als raser bekommt, einfach autonummer aufschreiben und den raser passieren lassen (hauptsache genug zeugen im wagen haben) *g*
Ja das wird dem Gericht auch als Beweis ausreichen .Denk einfach mal nach bevor du was schreibst.
<-- glaub du hast mich nicht ganz verstanden: das urteil bewirkt evt., dass sich evt. behinderte fahrer (die sich behindert oder belästigt fühlen [das ist eben auch relativ]) mit dem finger auf den "raser, auffahrer" zeigen und sagen: "ahhh, das hätte kommen können wie im FALL "MercedesRASER" " --> wozu dann noch streckenabschnitte auf der autobahn: freies tempo! ??
naja: zum thema fahranfänger (habs nicht persönlich aufgenommen), aber meiner meinung nach fahren fahranfänger besser(wenns keine idioten sind, wie schon gesagt), ein anderer thread wäre: aufbaukurse alle 5 jahre für alle autofahrer
greetz
edit: klar ist es tragisch,aber was macht ein pkw auf der linken spur mir 130, wenn die anderen spuren frei sind(denk an die fahrschule???)
aber meiner meinung nach fahren fahranfänger besser
Das halte ich für ein Gerücht. Ein Fahranfänger reagiert in Stresssituationen nicht routiniert genug, er kennt das Verhalten des Fahrzeugs nicht. Er muss sich auf viele verschiedene Dinge konzentrieren: schalten, blinken, Rückspiegel, Schulterblick, Radio zu leise, Beifahrer gibt dumme Belehrungen, Verkehrsschild, ...
Ich behaupte mal, richtig fahren kann man erst nach 50.000km Stadt und 50.000km AB (das sind zwei ganz unterschiedliche Paar Schuhe). Dann ist genügend Routine vorhanden, dass die Bedienung des Fahzeugs ohne Nachdenken geschieht, dass man sich automatisch an den Verkehr anpasst.
Übrigens: ich meine, ich hätte es schon erwähnt, ich bin gegen Fahrsicherheitstrainings für Fahranfänger. Zu häufig sagen die sich dann: ich weiß, wie ich zu reagieren habe, jetzt kann ich schön schnell fahren.
Nichts wissen sie. Sollte so eine gespielte Situation aus dem Training wirklich mal in der Realität eintreten, dann erinnert man sich plötzlich an gar nichts mehr.
edit: klar ist es tragisch,aber was macht ein pkw auf der linken spur mir 130, wenn die anderen spuren frei sind(denk an die fahrschule???)
Ist das ein Grund, dermaßen aggressiv zu drängeln? Wenn die rechte Spur frei ist, warum überholt er dann nicht da? Nach seinem Verhalten zu urteilen hätte er damit überhaupt kein Problem.
Gruß
Morgoth
TURRICAN
22.02.2004, 13:39
miese tour! 1,5 jahre ohne freiheit + job weg ist hart!!!
Ich finde die Familie der Mutter mit dem Kind trifft es hart!
ahhh, das hätte kommen können wie im FALL "MercedesRASER" " --> wozu dann noch streckenabschnitte auf der autobahn: freies tempo! ??
Dazu hab ich im Thread Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn schon was geschrieben.
edit: klar ist es tragisch,aber was macht ein pkw auf der linken spur mir 130, wenn die anderen spuren frei sind(denk an die fahrschule???)
Die anderen Spuren waren aber nicht frei.Ca 500 Meter hinter der Frau war ein anderes Fahrzeug (vielleicht ein notorischer "in der Mitte" Fahrer?!?) .Ich glaube nicht das eine Frau mit Kind im Auto ohne Grund die linke Spur benutzt.Wenn die Autobahn angeblich frei war, warum hat der "Raser" nicht einfach rechts überholt anstatt es auf dem linken Grünstreifen zu versuchen?
naja: zum thema fahranfänger (habs nicht persönlich aufgenommen), aber meiner meinung nach fahren fahranfänger besser(wenns keine idioten sind, wie schon gesagt), ein anderer thread wäre: aufbaukurse alle 5 jahre für alle autofahrer
War auch nicht persönlich gemeint.Klar ist das die Unfallstatistik sagt Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren verursachen überdurchschnittlich viele Unfälle.Ich kann das von mir selbst auch bestätigen.
Der Daedalus
22.02.2004, 15:45
Ich hab nicht alles gelesen, also sorry, wenns wiederholungen gibt:
Ich selber weis nicht, ob "Turbo Ralf" wirklich schuldig ist. Anhand der mir bekannten Tatsachen würde ich es nicht als erwiesen ansehen, dass der "Tathergang" wirklich so war, wie es beschrieben wurde.
Sicher wurder der Fahrer von den Medien Vorverurteilt, das steht ausser Frage. Die Frage, ob das Gericht von dieser Vorverurteilung beeinflusst wurde stellt sich mir nicht, denn ich glaube prinzipiell erstmal an die unbefangenheit der Richterin solange das Gegenteil nicht bewiesen wurde.
Also kommen wir zum eigentlichen Punkt. Das Gericht musste eine Entscheidung fällen, schuldig oder nicht schuldig. Das Gericht hat auf schuldig entschieden.
Also muss das Gericht in einem weiteren Schritt die höhe der Strafe bemessen.
Hierzu mal ein Beispiel, welches IMO passt:
Ein Jäger sitzt auf nem Hochsitz nicht weit von der Autobahn entfehrnt. Er schießt auf ein Reh und beachtet dabei nicht, dass die Autobahn in seiner Schusslinie liegt. Er drückt ab und verreißt den Schuss. Die Kugel verirrt sich in richtung Autobahn und trifft die Heckscheibe eines Autos. Der Fahrer reagiert völlig panisch und geschockt und reißt das Lenkrad rum. Der Wagen knallt gegen eingen Baum. Der Fahrer und alle Insassen sind tot. (sicherlich ein sehr konstruierter Fall)
Hier würde wohl jeder völlig zu recht rufen: "Der Jäger ist Schuld am Tot des Fahrers und der Insassen". Der Fehler des Jägers hatte direkten Einfluss auf den Unfall, war so gesehen der Auslöser.
Was hat der Jäger sich zu schulden kommen lassen? Ganz einfach, er hat seine Pflichten verletzt. Er hätte niemals in Richtung Autobahn schießen dürfen, denn das ist verboten. Das war aber auch schon sein einziger Fehler. Aber dennoch reicht das aus um ihn wegen fahrlässiger Tötung zu verurteilen.
Den Fahrer trifft keine Schuld. Keiner würde mit so einer Situation rechnen. Das der Fahrer nun mal nicht angemessen, bzw. irraltional reagiert hat ist völlig irrelevant, denn er ist nun mal ein Mensch und nicht jeder reagiert in einer solchen Situation gleich.
Nun zum gegebenen Fall:
Der Fahrer des Mercedes kommt angepresscht und versucht sich am Grünstreifen entlang zu drängeln. Die Frau verliert die Kontrolle, dass Ergebniss kenne wir ...
Was hat der Fahrer falsch gemacht: Er hat seine Pflichten als Teilnehmer am Straßenverkehr verletzt indem er den mindestabstand unterschritten und die Fahrerin genötigt hat. Diese Pflichtverletzung ist der direkte Auslöser für den Unfall gewesen.
Ob die Frau nun links gefahren ist, obwohl rechts auch frei war ist dabei irrelevant. Wäre sie immer weiter links gefahren und hätte den Mercedes nicht vorbei gelassen, dann hätte sie sich der nötigung schuldig gemacht und der Fahrer hätte sei anzeigen können. Aber sie zu bedrängen war falsch!
Ebenfalls irrelevant ist die Frage, wie gut die Frau das Auto unter Kontrolle hatte. Sie hatte einen Führerschein und somit das Recht am Straßenverkehr teil zu nehmen und auch auf Autobahnen zu fahren! Keiner kann ihr dieses Recht absprechen.
Schon in der ersten Stunde in der Fahrschule lernt man, dass nicht jeder so "cool" ist, der am Straßenverkehr teilnimmt. Gerade weil dem so ist, gibt es regelungen wie z.B. den Mindestabstand, damit nämlich die die nicht so schnell reagieren, z.B. beim Bremsen einen Puffer haben um diese Reaktionszeit auszugleichen...
Der Fahrer des Mercedes hätte das wissen müssen und er hätte ebenfalls wissen müssen, dass nicht jeder sei Auto unter Kontrolle behält, wenn sich jemand mit 20cm Seitenabstand an einem vorbei zwängt...
Das alles jetzt natürlich für den Fall, dass alles wirklich so abgelaufen ist, wie das Gericht es meint. Aber das Gericht sah das nun mal als erwiesen an und musste auf Grund diesen ein Urteil fällen...
Jetzt habe ich mir beide threads zu diesem Thema etwas durchgelesen, fehlt nur noch eine Umfrage zu dem Thema, das hätte mich mal prozentual interessiert.
Zu dem "Benz" Fahrer:
na ja es hat bestimmt nicht den falschen getroffen, ich bin schon gut über 1 Millionen km Auto gefahren, und solche Spinner in Ihren Bonzenschüsseln findet man immer wieder!
Zu der armen "Mutti"
Von der Sorte habe ich auch schon Tausende gesehen, vermutlich (ich kann es ja nicht beweisen) ist das so eine ängstliche Linksfahrerin gewesen, die es im normalen Alltag nicht schafft einen Fahrrad auf einer Bundesstrasse zu überholen, und bestimmt 1000m vor einem 100km schnell fahrenden LKW zum überholen mit 114km nach links ausgeschert ist.
(Da tut mir das unschuldige Kind leid, das die folgen ausbaden musste)
Aber deshalb gleich 130?
na ja das ist halt ein gefundenes Fressen für die heimliche Macht im Staat (Presse/TV)
Wenn man sich das Ausland anschaut, mit Tempolimit...na ja dort gibt es auch nicht weniger Unfälle.
Außerdem wird in solchen Ländern die Geschwindigkeit bei weitem nicht so kontrolliert wie in unserm oberkorrektem Deutschem Deutschland.
Es sei denn, es ist Ferienzeit, und die klugen Ausländer machen Jagt auf deutsche Urlauber mit voller Geldbörse... :D
Wenn schon etwas gemacht werden soll, würde ich für ein Überholverbot für LKW plädieren, und stärkere Kontrollen nach Leuten die unter Medikamenteneinfluss Auto fahren, sowie harte strafen für Leute die erst so eine Situation wie das tragische Ereignis mit dem Raser provozieren.! :heuldoch
neo-bahamuth
05.03.2004, 23:36
IIch muss zugeben dass ich auch gerne ordentlich Gas gebe, mein Auto rennt auch 238kmh, allerdings drängle ich nicht, das macht nämlich die Autobahnpolizei scharf.
Letztes Jahr wäre auch fast ne Frau vor mir ins Schleudern gekommen ohne jegliches Zutun meinerseits. War grad aufm Rückweg vom Wandern in den ALpen und wollte flott nach Haus. Autobahn war fast ganz frei, fahr auf der rechten Spur mit ca. 230kmh. Schon weit vorne seh nen Kleinwagen auf der rechten Spur, sich langsam einem Bus nähernd. Als ich nochn km entfernt war dachte ich schon dass der Fahrer bestimmt rauszieht wenn ich komm (ich kann das inzwischen sehr gut einschätzen passiert so oft). Wechsel ich auf die linke Spur (hab immer Tagfahrlicht, Gewohnheit vom Motorrad und auch bei Autos dringend zu empfehlen) und komme immer näher, die Fahrerin im Corsa bleibt noch rechts. Als ich dann so 150m hinter ihr bin schert sie ohne Blinken urplötzlich raus um den Bus doch noch zu überholen (hätte sie schon vor 1km können). Hatte natürlich schon geahnt dass das passiert und steig voll in die Eisen (hat meinen Kumpel am Beifahrersitz natürlich aufgeweckt). Soweit so gut rechtzeitig gebremst nix passiert.
Ach natürlich die Fahrerin: kaum auf der linken Spur fällt ihr ein dass es nen Rückspiegel gibt, sieht mich (schon voll im Bremsem) und zieht vor Schreck so schnell wieder rein dass sie um ein Haar ins Schleudern gerät (von der Vollbremsung war ich nicht geschockt aber als der Corsa sich fast dreht war ich recht fertig). Zum Glück nox passiert.
Nun gibt es natürlich zwei Möglichkeiten solche Situationen zu verhindern:
1. Tempolimit (vorausgesetzt man hält sich dran, halt ich nix von :D )
2. wie es sich gehört vor dem Spurwechsel in Spiegel, Schulterblick und Blinken
Wenn es scheppert und wir überleben das dann hab ich halt auch ne Teilschuld weil über 130kmh. Und hier geht es nicht um "die konnte die Geschwindigkeit nicht einschätzen" weil sie schlichtweg weder in Spiegel gekuckt noch geblinkt hat.
3 Dinge fehlen auf dt. Straßen: spiegel, Blinker und Einhalten des Rechtsfahrgebots. Man kann auch schnell und vernünftig fahren, das schließt sich nicht aus.
Ich hatte auch ma ne Zeit in der ich unvernünftig fuhr, bis ich dann mal mein Auto ohne Fremdeinwrikung am Fernpaß zu nem Totalschaden geklumpt hab. Ich kam ohne Kratzer raus aber das war ne verdammt heilsame Erfahrung (mit 19 bin nu 22).
Um zum Thema zurückzukommen: 1,5 Jahre is ne Frechheit, die sollen lieber mal gegen Drogendealer und Vergewaltiger derart hart (im Verhältnis zu Tat) durchgreifen. Natürlich hat er gedrängelt, aber auch der Fahrerin sollte bewußt sein dass er durch ein schnelles Auto nicht mehr Rechte hat und sie deshalb nicht blitzartig die Spur wechseln muss. Aber wenn ich die ganze Zeit nicht in den Rückspiegel schaue erschrecke ich auch wenn mir plötzlich einer an der Stoßstange klebt. Ich sehe es oft genug auf der Autobahn wie viele nicht schnallen dass die Zivilbullen hinter einem fahren und filmen (meist 2 männliche Fahrer, Audi, BMW oder Mercedes meist, und ein komisches kleines Gerät hinter der Windschutzscheibe). Mir fällt das sofort auf wenn da einer dauernd mit richtigem Abstand hinter mir fährt, weil das ist auf dt. Straßen wirklich auffällig. Mich hat man auch schon für Polizei gehalten deswegen :D (5er BMW).
So genug geschrieben nun bewerft mich mit Tomaten ich steh drauf :D
TURRICAN
06.03.2004, 11:16
Autobahn war fast ganz frei, fahr auf der rechten Spur mit ca. 230kmh. Schon weit vorne seh nen Kleinwagen auf der rechten Spur, sich langsam einem Bus nähernd. Als ich nochn km entfernt war dachte ich schon dass der Fahrer bestimmt rauszieht wenn ich komm (ich kann das inzwischen sehr gut einschätzen passiert so oft).
Wenn du das so gut einschätzen kannst hättest du ja auch ohne Probleme schon mal auf 140 runter Bremsen können.Dann wäre die Vollbremsung nicht nötig gewesen und dein Kumpel hätte noch in Ruhe pennen können.Oder wolltest du der Frau eine "Lektion" erteilen in dem du sie erschreckst so das sie fast die Kontrolle über ihr Fahrzeug verliert.Sicher hat die Frau einen Fehler gemacht aber wenn sowieso damit gerechnet hast warum hast du nicht zur Entschärfung der Sache beigetragen sondern weiter voll Draufgehalten?Ich sag nur Pharagraph 1: Gegenseitige Rücksichtnahme.
Der Daedalus
06.03.2004, 20:06
Ich kann nur immer wieder sagen, dass durch das verhalten des Fahrers der Unfall verursacht wurde. Also ist er direkt für den Tod der Menschen verantwortlich und muss dafür bestraft werden.
Deine Argumentation von wegen "Sollen sie lieber die Drogendealer verknacken." hat nichts mit dem Fall zu tun und zeigt, das es dir anscheinend an anderen Argumenten fehlt.
Übrigens finde ich das die Art, wie du über den Vorfall, den du selber erlebt hast, redest zeigt das auch du dazu neigst, deine Fähigkeiten als Fahrer zu überschätzen ebenso wie die Fähigkeiten der anderen Verkehrsteilnehmer.
neo-bahamuth
07.03.2004, 10:40
@Turrican: klar ich hab die Frau gesehn und dachte mir die erschreck ich jetzt und hab auf 230 beschleunigt *g* Die Autobahn war praktisch frei und ich rechne eigentlich schon damit dass man vor nem Spurwechsel in Spiegel schaut und blinkt. Ich habs ja nicht gewusst aber wegen ner Vorahnung fang ich dann nicht gleich zu Bremsen an.
Die Frau hat sich selber erschrocken, ich kann auch nur mit 130 ankommen und 50m hinter ihr sein (auf der anderen Spur) da wär sie genauso rausgezogen.
Nach deiner genialen Argumentation müsste immer wenn man jmd. auf der rechten Spur mit 130+kmh überholt auf 130kmh runterbremsen da theoretisch ja jeder ohne zu schauen und zu blinken plötzlich die Spur wechseln könnte.
Der Prozeß selber war nicht mehr als ein dummer medienwirksamer Schauprozeß, hätten die Medien die Sache nicht so aufgebauscht wäre er viel glimpflicher davongekommen.
Und ich überschätze weder meine noch die Fähigkeiten der anderen, dennoch werde ich wohl erwarten dürfen dass man bevor man auf der Autobahn die Spur wechselt in den Spiegel schaut und blinkt. Mach das einmal in der Fahrprüfung nicht und du bist durchgefallen. Aber heutzutage ist ja jeder für alles zu faul.
Der Daedalus
07.03.2004, 13:22
Nach deiner genialen Argumentation müsste immer wenn man jmd. auf der rechten Spur mit 130+kmh überholt auf 130kmh runterbremsen da theoretisch ja jeder ohne zu schauen und zu blinken plötzlich die Spur wechseln könnte.
Musst du nicht, aber du musst damit rechnen das sowas passiert und dich dementsprechend verhalten.
Außerdem dein Fall hat nichts mit dem Fall der verhandelt wurde zu tun. Dort wurde die Fahrerin (nach erkenntnis des Gerichts) massiv bedrängt. Der Fehler lag eindeutig beim Fahrer des Mercedes und somit ist er verantwortlich für den Tod zweier Menschen. Dafür muss er bestraft werden und 1,5 Jahre sind da ein denkbar geringes Strafmaß.
olly3052
07.03.2004, 13:32
Dort wurde die Fahrerin (nach erkenntnis des Gerichts) massiv bedrängt.
Das Gericht hatte wahrlich hellseherische Fähigkeiten, da es für den Unfall keinen einzigen Augenzeugen gab.
Das hohe Gericht hat aus dem vorherigem Verhalten eines großkalibrigen DB Fahrers geschlossen, daß er dieses Verhalten zum Unfallzeitpunkt wiederholt hat.
Gruß
olly3052
neo-bahamuth
07.03.2004, 14:01
Yap es ist garnicht sicher dass es Rolf war, es könnte genausogut sein Chef gewesen sein der auch auf der Autobahn unterwegs war und schon im Vorfeld des Prozesses falsche Zeitangaben machte. Er kann genausogut ein Bauernopfer sein und sitzt dafür nun 18 Monate und ist seinen Job los.
Die Diskussion geht schon wieder in die Richtung, dass darüber spekuliert wird, ob er es war oder nicht. Darüber können wir nicht richten, das haben andere getan und ich hoffe das sie das richtig getan haben.
Die eigentliche Frage, über die es sich lohnt zu diskutieren, ist, ob die Höhe angemessen ist.
Gruß
Morgoth
olly3052
07.03.2004, 14:16
Natürlich habe ich das Recht, die Entscheidung eines Gerichte in Zweifel zu ziehen.
Für mich bleibt dieses Urteil anhand der Beweislage eine Farce.
Zumal es in unserem Lande immer noch heißt:
in dubio pro reo.
Na ja, in dem Falle ist das letzte Wort ja noch nicht gesprichen.
Gruß
olly3052
hmm kann dazu nur sagen (ohne die genauen unfallherläufe zu kennen).. wenn der "Raser" auf einem Autobahnabschnitt unterwegs war der freigegeben ist.. also keine geschw. begrenzung - hatte die Fahrerin mit dem Kind nix auf der linken Spur zu suchen.. bzw ensprechend auf den Verkehr zu achten und nicht sinnlos lange die spur zu blocklieren um z.B. einen LKW mit 120 sachen zu "überholen".. wenn gar die rechte Spur frei war hat sie eh fahrlässig gehandelt... naja.. merks ja auch hier bei mir auf der A14 halle -> MD die is frei aber hat nur 2 Spuren.. gibt aber ständig PKW/LKW fahrer die ohne zu blinken und in den rückspiegel zu sehen auf die linke Spur wechseln .. voll Kamikaze da hilft nur ne vollbremsnung von 220 auf 120 KM/h ...
Der Daedalus
20.03.2004, 18:39
Du disqualifizierst dich mit deinem Beitrag selber für jegliche sinnvolle Diskussion.
Warum sollte ein/e Fahrer/in nicht einen LKW mit 120 überhohlen? Ist doch jedermans Recht dies zu tun, schließlich kann niemand einen zwingen über 120 zu fahren.
Ich selber hab es schon oft genug erlebt, dass ich einen LKW überhohlt habe, mit meinem Twingo "nur" 140 gefahren bin, obwohl er auch 180 könnte und von hinten ein dicker BMW, Benz oder was auch immer kam, dachte "Ach den billigen Kleinwagen schieb ich schon von der Straße". 5 Meter Abstand bei 140 ... Juhu so macht das vorne Weg fahren spaß ... immer zwei Tonnen Stahl im Nacken ... Und wenn ich dann den zweiten und dritten LKW auch gleich mit überhohlt habe da die Abstände zwischen denen weniger als 150 Meter betrugen, dann kam die Lichthupe von hinten ... der Abstand wurde noch geringer und der Fahrer hinter mir immer agressiver ...
Sorry, aber ich halte dich für genau so einen Fahrer ...
Du disqualifizierst dich mit deinem Beitrag selber für jegliche sinnvolle Diskussion.
Warum sollte ein/e Fahrer/in nicht einen LKW mit 120 überhohlen? Ist doch jedermans Recht dies zu tun, schließlich kann niemand einen zwingen über 120 zu fahren.
Genau das ist das Dilemma.
Jeder glaubt das Recht zu haben, Andere nach seinen Bedürfnissen zu behindern.
Die Straßenvekehrsordnung regelt das auch ganz klar - Niemand darf unnötig behindert werden - Rechtsfahrgebot - es muß zügig überholt werden - usw.
wop
... bin der meinung wenn die strecke frei ist und nur 2 spuren hat sollte man solche überholaktionen lieber lassen weil man so unfälle provoziert.... die LKWs rollen mit 90/100 sachen auf der rechten Spur.. wenn man selber nur 120 km/h fahren will kann man auch dahinter bleiben und nicht unnötig die linke spur dicht machen... du hast recht es gibt halt genug "raser" die links voll aus gas gehen.. ist auch ihr gutes recht wenns erlaubt is... wenn dagegen nur 120 erlaubt ist sollte man auch nich schneller fahren.. gibt nur stress und punkte
Der Daedalus
20.03.2004, 19:47
Die STVO sagt auch ganz klar, dass es auf Autobahnabschnitten ohne Geschwindigkeitsbegrenzung eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h gibt ... Nur mal so als Denkanstoß.
Zügig überholen bedeutet laut STVO einen Geschwindigkeitsüberschuss von mindestens 20 km/h. Außerdem bin ich laut STVO gezwungen einen Mindestabstand zu halten! Und der beträgt mehr als 5 Meter!
Und ich werde einen Teufel tun, mich zwischen zwei LKWs zu quetschen, meine Geschwindigkeit zu verringern nur damit der Raser da hinter mir weiter brettern kann.
Ich hab selber oft genug Situationen, wo ich mich über andere aufrege, weil sie dauern rechts fahren, etc.! Aber ich halte trozdem die Abstände bestmöglich ein und nutzte höchstens mal die Lichthupe (was übrigens erlaubt ist). Wenn der vor mir dann immer noch nicht rüber zieht, überhole ich wenn es sicher möglich ist rechts. Aber so weit ist es fast noch nie gekommen.
Aber ich komme nicht angeprescht mit voll Speed und immer man schön Lichthupe und hoffe das der andere rüber zieht.
ich gebe dir recht was die sache mit dem mindestabstand angeht... hatte schonmal das glück mit einem videowagen der polizei, dem fuhr zu dicht auf ..."bitte folgen" :p allerdings kam mir die sache seltsam vor.. erst is der opel ca. 160 gefahren auf der linken spur und bremste ohne grund auf 130 runter.. und blieb die ganze zeit links.. nach 3km fahrt bin ich etwas "dichter" aufgefahren und schwupp ging eine beleuchtete schriffttafel mit "Polizei - bitte folgen" hoch... frechheit... brauchen scheinbar geld... ab jez fahr ich nur noch dicht auf bei kleinwagen.. asiatischen herstellen oder kein mittelklasse pkw der marke : opel/audi/bmw/benz und vorn 2 leute sitzen.. das richt nach "schnittlauch"...
:p
Green Mamba
20.03.2004, 20:20
scheinst ja nix draus gelernt zu haben! :rolleyes
dann kann man nur hoffen, dass das nächste mal der videowagen hinter dir fährt! :daumen
stimmt.. darum regelmässig den rückspiegel checken :cool
porn()pole
20.03.2004, 20:31
Dann geb ich dir jetzt mal den Tipp des Jahrtausends:
Auch auf vollverkleidete BMW-Motorräder und Wohnwagen achten, die blitzen mittlerweile auch schon ;)
bitfunker
20.03.2004, 20:37
ab jez fahr ich nur noch dicht auf bei kleinwagen.. 1. Ist das OT und 2. in meine Augen völlig daneben. Ich hoffe nur, dass du bei dem Fahrstil nicht allzuviel fahren mußt - und Dir möglich wenig Kleinwagne aus Asien begegnen!wenn man selber nur 120 km/h fahren will kann man auch dahinter bleiben Aha, und wenn meine Karre nur 100 fahren würde, könnte ich in deine Augen wohl gleich von der Autobahn wegbleiben, oder was hättest Du gerne?
Aha, und wenn meine Karre nur 100 fahren würde, könnte ich in deine Augen wohl gleich von der Autobahn wegbleiben, oder was hättest Du gerne?
nö so lange du nur rechts bleibst ist die welt in ordnung...
sorry für OT ich sag nix mehr :D
Das Problem sind die Leute die LKWs mit 120 überholen OHNE ZU SCHAUEN! *Basta*
Ein LKW ist keine 2Km lang und wenn man richtig schaut isat es kein Problem den mit 120 zu überholen ohne das sich nen Schnellfahrer behindert fühlt! Ich selbst kann von beiden Seiten reden,da ichs elbst nen Auto hab was max. 160 macht und das von meinem Dad ca. 280.
Und kein Schnellfahrer ist so gefährlich wie rücksichtslose 120km/h überholer ohne zu schaun.
Der Daedalus
21.03.2004, 11:25
... bin der meinung wenn die strecke frei ist und nur 2 spuren hat sollte man solche überholaktionen lieber lassen weil man so unfälle provoziert.... die LKWs rollen mit 90/100 sachen auf der rechten Spur.. wenn man selber nur 120 km/h fahren will kann man auch dahinter bleiben und nicht unnötig die linke spur dicht machen... du hast recht es gibt halt genug "raser" die links voll aus gas gehen.. ist auch ihr gutes recht wenns erlaubt is... wenn dagegen nur 120 erlaubt ist sollte man auch nich schneller fahren.. gibt nur stress und punkte
Das ist ja wohl der größte Schwachsinn, den ich je gehört hab!
Mehr fällt mir dazu nicht ein.
/edit:
Hoffe nur, dass dein erster Unfallgegner ein Baum und keine junge Mutter mit ihrem Kleinwagen ist ...
Das ist ja wohl der größte Schwachsinn, den ich je gehört hab!
Mehr fällt mir dazu nicht ein.
Hoffe nur, dass dein erster Unfallgegner ein Baum und keine junge Mutter mit ihrem Kleinwagen ist ...
wie bist du den drauf du Vogel? wünscht anderen den tot oder was ?... komm mal klar du Spinner... pass du lieber auf das du keinen Unfall provozierst wenn du kamikazemässig die linke Spur dicht machst...
Der Daedalus
21.03.2004, 11:45
Ich schaue auf der Autobahn mindestens ein bis zwei Mal pro Minute in den Rückspiegel ... vor jedem Ausschehren schau ich Innenspiegel, Außenspiegel und Schulterblick ... Nur so zur Info ...
Ich wünsche dir nicht den Tot! Aber lieber nen Baum als Unfallgegner als eine/r die/der mit 120 überhohlt und von dir total bedrängt wird, dann die kontrolle verliert und tödlich verunglückt ...
bitfunker
21.03.2004, 13:01
sorry für OT ich sag nix mehr Wäre besser gewesen, du hättest Dich daran gehalten. komm mal klar du Spinner Ts, Drängler und Flamer in einem, sowas aber auch. :(
Nee, mal ernst. Keiner wünscht hier irgendjemanden den Tod, auch nicht Der Daedalus, aber dass du mit deinem laut deiner Aussagen recht risikoreichen Fahrstil gerade in diesem Thread eher auf Ablehnung stößt, dürfte wohl zumindest nachvollziehbar sein.
Ich habe auch meine "Anfänger-Unfälle" glücklicherweise mit toten Objekten, wie Mauern und Einkaufuswagen gebaut. Klar, meine ersten Autos sahen aus wie ein Stück zusammengeknülltes Papier, aber wenigsten bin ich jetzt ein halbwegs sicherer Fahrer. ;)
Der Daedalus
21.03.2004, 13:42
Genau das wollte ich sagen ... lieber ein Baum als dass jemand anders dran glauben muss ...
Bei mir war der erste und einzige Unfall auch nur Sachschaden (von meinem Schleudertrauma mal abgesehen). Das Auto war zum Glück vollkasko versichert und der Graben hat sich auch wieder gut erhohlt ... Aus Fehlern lernt man (die meisten zumindest)...
erschreckend wieviele unfälle ihr schon hattet.. wie wärs mit ner nachschulung ?... :D und sowas fährt auf der autobahn und blockiert die linke Spur *angst* :rolleyes
Green Mamba
21.03.2004, 14:18
ich weiß nicht was das ganze gehabe mit den langsamen fahrzeugen auf der linken spur soll!?
sowas soll gefährlich sein? ist es auch, aber nur weil sich die leute die sich darüber aufregen nicht an die regeln halten! vorgeschrieben ist ja dass man immer nur so schnell fährt, dass man im zweifelsfall innerhalb der sichtweite zum stehen kommen kann. was wäre z.b. wenn auf der linken spur nicht nur jemand langsam fährt, sondern wegen einer panne liegen geblieben ist, oder ein unfall passiert ist, und sich dort ein unfallwagen befindet? mit sowas sollte man immer rechnen.
Der Daedalus
21.03.2004, 14:58
@flow:
Das was ich an deinen ganzen Äußerungen so schlimm finde ist, dass du sie sogar ernst meinst und dich auch so verhältst, wie du es hier beschreibst.
Ein Unfall nach einem Jahr Führerschein bei spiegelglatter Fahrbahn und zugegebenermaßen etwas überhöter Geschwindigkeit, bei dem keiner zu schaden gekommen ist und bei dem kein anderer beteiligt war ist wohl kein Grund für eine Nachschuhlung.
Bewusste Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer dagegen schon... Aber bei dir würde das eh nichts bringen ...
bitfunker
21.03.2004, 15:18
erschreckend wieviele unfälle ihr schon hattet.. wie wärs mit ner nachschulung ?... :D und sowas fährt auf der autobahn und blockiert die linke Spur *angst* :rolleyesYeah, ich bin der Unfallkönig! Wenn Du mal einen Astra mit Landauer Kennzeichen siehst, geh in Deckung! :rolleyes
Es ist doch wohl was anderes, ob man als Anfänger eine wenig Blech verknittert und daraus lernt oder ob mal absichtlich und aggressiv drängelt und das auch noch gut findet.
Ich steige hier aus der "Diskussion" mit flow aus, wird mir zu dumm und regt mich nur auf. Wenn es mal wieder zum Threadthema zurückgehen sollte, sagt mir bescheid!
Wintermute
21.03.2004, 17:05
sondern wegen einer panne liegen geblieben ist, oder ein unfall passiert ist, und sich dort ein unfallwagen befindet? mit sowas sollte man immer rechnen.
das ist wahr. Wäre auch schonmal fast in einen auf den Dach liegenden BMW reingedonnert ... wenn die Sicht eingeschränk ist (Kurve,Kuppe) sollte man halt vom Gas gehen.
TURRICAN
21.03.2004, 20:46
@ flow
Ich sage mal nur § 1: Gegenseitige Rücksichtnahme.Denk mal drüber nach.Scheinst du ja in der Fahrschule nicht gelernt zu haben.
nö so lange du nur rechts bleibst ist die welt in ordnung...
Und solange du mit deinen Ansichten Fussgänger bleibst ist die Sache für mich auch in Ordnung ;)
bitfunker
06.07.2004, 13:23
Und weiter gehts: Autobahnraser will Freispruch
Der Mann, der im Februar schuldig gesprochen wurde, durch dichtes Auffahren den Tod von zwei Menschen verschuldet zu haben, steht erneut vor Gericht. In der Berufungsverhandlung will der ehemalige DaimlerChrysler-Testfahrer beweisen, dass er nichts mit dem tödlichen Unfall einer jungen Frau und ihrer Tochter zu tun hatte. Mehr... (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,307398,00.html)
Ich kenne den genauen Ablauf diese Verfahrens nicht... Ist den zweifelsfrei erwiesen, daß es nur so sein konnte?
bitfunker
06.07.2004, 15:25
Ist es eben nicht, deshalb hatte ich auch damals den Thread aufgemacht. Bin mal gespannt, was diesesmal dabei rauskommt.
Also waren die Beweise tatsächlich eher dürftig? Ich hab desen Fall nicht großartig verfolgt...
bitfunker
06.07.2004, 18:13
Jep, und die Medien (die einschlägigen halt) haben den Typen in der Luft zerrissen. So richtig schön medial vorverurteilt. Schau'n wir mal!
paebulteki
06.07.2004, 19:53
Also ich bin auch zügig auf der Autobahn unterwegs.
Mir ist es aber auch schon passiert, daß beim "Auffahren" auf andere Autos (ohne Lichthupe, ohne Blinker und auch noch in einigermaßen Abstand), diese plötzlich hektisch reagieren und fluchtartig in die rechte Spur wechseln, bis zum Schneiden des gerade überholten Fahrzeuges.
Diese Erfahrung MUSS jeder Profi- Drängler auch schon gemacht haben.
Wer dann trotzdem das Drängeln nicht aufgibt, der geht bewußt das Risiko ein, daß auch einmal ein schwerer Unfall daraus wird.
Ich halte dieses Strafmaß für gerechtfertigt.
HolyDreamz
07.07.2004, 20:53
naja, ich würde mal gerne wissen wieso die frau auf der linken spur fährt wenn rechts niemand ist.
2.) Wieso fährt die nicht einfach rechts rüber sondern reagiert panisch udn reisst das lenkrad um und...
3.) Kann einer bezeugenwissen wie schnell der turbotyp war(Zeugen gabs ja nicht wirklich)?
4.) Freie Fahrt, da fahrne viele mit über 200rum, da muss man schon 2x auff elinke spur gucken ob nicht was kommt wenn man mit 120 links fährt und rechts keiner ist.
Meine Meinung, bin auch kein raser, aber die frau hat so ziemlich alles falsch gemacht wa sman falsch machen kann.
Was MICH auffe Palme treibt bei uns auffa A39 ist, das sooo viele leute ohne blinken oder gucken nach links rüberziehen, obwohl sie genau wissen müssen dass es kein tempolimit gibt!
Ich habe da als linksfahrer immer schuld, weil ich ja damit rechnen muss, dass jemand total ohne vorwarnung nach links rüberzieht.
Ok, wenn da schon jemand links ist muss ich damit rechnen, auch wenn rechts neben ihm keiner ist, was wiederrum falsches fahren desjenigen ist aber ok.
Wieso muss der andere nicht mal einfach EINMAL GUCKEN ob da was kommt und auffa linken spur ohne geschw.-begrenzung paar mal in rückspiegel gucken?
Das ist genauso hirnlos wie ein radfahrer, der nachts ohne katzenaugen etc. volles brot über die strasse peitscht, über den fussgänger weg fegt oder zwischen parkenden autos durchschiesst, und dann umgemäht wird.
Mein Vater hatte das vor jahren fasst erlebt, konnte aber noch rechtzeitig eine vollbremsung hinlegen (nachts), wie soll man einen SCHWARZ gekleideten typen ohne ejgliche fahrradbeleuchtung auf eine nicht beleuchteten strasse sehen de rmit rohr über die strasse fegt?
Abgesehen davon müssen radfahrer beim zebrastreifen absteigen, macht auch keiner, wird der überfahren, hat natürlich der autofahrer wieder schuld.
Es gilt immer " Zugunsten des Schwächeren" :rolleyes
TURRICAN
08.07.2004, 11:40
naja, ich würde mal gerne wissen wieso die frau auf der linken spur fährt wenn rechts niemand ist.
2.) Wieso fährt die nicht einfach rechts rüber sondern reagiert panisch udn reisst das lenkrad um und...
3.) Kann einer bezeugenwissen wie schnell der turbotyp war(Zeugen gabs ja nicht wirklich)?
4.) Freie Fahrt, da fahrne viele mit über 200rum, da muss man schon 2x auff elinke spur gucken ob nicht was kommt wenn man mit 120 links fährt und rechts keiner ist. Anstatt du dir erstmal die Mühe machst dir alles in diesem Thread durchzulesen rollst du hier wieder Sachen auf die schon lang und breit diskutiert wurden.
Der Rest von deinen Ausführungen hat überhaupt nichts mit der Sache zu tun. Aber sicher gut das sich mal von der Seele geschrieben zu haben ;) .
Dabei war keiner von uns. Aber wenn eine Mutter mit ihrem Kind auf der Autobahn fährt wird sie kaum freiwillig sich und ihre Tochter bei einem Unfall töten. Ein Gericht kann auch nicht ohne Beweise Verurteilen. Also wird sich meiner Meinung nach schon eine Verbindung zwischen dem "Raser" und dem Unfall ergeben haben.
Der Daedalus
08.07.2004, 17:40
Schade das es nicht Vorraussetzung für den Erhalt des Führerscheins ist, dass man denn Sinn hinter den Gesetzten auch versteht ...
HloyDreamz deine Ausführungen wurden hier schon oft genug von anderen Leuten gepostet und wie meine Meinung dazu ist, kannst du dir im gesamten Thread zusammen suchen. Kurz gesagt: Wer so denkt wie du, sollte eigentlich nicht mehr fahren dürfen ...
Aber das nur am Rande.
Um Blutrichters Frage auf zu greifen:
So weit ich das mit bekommen habe, gab es keine Beweise sondern nur Indizien. Der Angeklagte/Verurteilte war für seinen Fahrstil bekannt. Es gab Beweise, dass er genau diese Strecke in nahezu unmöglichen Zeiten gefahren ist. Außerdem war er wohl wärend der Zeit wo der Unfall passierte in dem Streckenabschnitt unterwegs (das wurde glaub ich bewiesen). Zeugen dafür, dass er es wirklich war, gibt es nicht! Nur Leute die weit weg waren als der Unfall geschah.
Aber wärend der Verhöre hat er sich wohl in sehr viele Wiedersprüche verstrickt, was den Verdacht erhärtet hat.
Aber es war, so weit ich das mitbekommen hab, ein reiner Indizienprozess.
Mal davon abgesehen: Hier geht es ja eher um die Frage, ob diese Strafe gerechtfertigt ist. Die Frage kann man natürlich nur beantworten, wenn man erstmal davon ausgeht (rein theoretisch), dass der Fahrer wirklich die Schuld hat.
HolyDreamz
09.07.2004, 14:00
Ok, ich kennzeichen das als OT wenn ihr es ja so wollt:
"OT:
na dann will ich mal sehen ob du immer noch sagst zu "gunsten des schwächeren" wenn in der nacht ein total "schwarzes" rad über die strasse peitscht ohne reflektoren etc. und du den typen zum pflegefall machst.
Wozu gibt es ne vorschrift für verkehrsichere fahrräder?
Licht, Katzenaugen Reflektoren etc. sind ein muss beim fahrrad, aber wenn der ohne rumfährt und du ihm halb todfährst hast du wieder schuld.
Oder hast du schonmal einen Radfahrer gesehen, der vom Rad steigt beim Zebrastreifen (auch Verkehrsregel) oder wenigstens handzeichen gibt?
Aber sobald mein auto nur 1cm tiefer ist als erlaubt hab ich an allem schuld.
Der Radfahrer fährt sozusagen nachts ohne licht bzw. ohne scheinwerfer oder rückleuchten und ich hab schuld.
Was ist daran logisch? Soll ich nachts auf der 70kmh strasse aufpassen das nicht irgendein radfahrer über die strasse heitzt, am besten geschwindigkeit anpassen wie es ja jeder sagt und überall mit 30kmh fahren.
Wo kommen wir denn da hin?
Auto muss verkehrssicher sein, räder nicht, geile logik :rolleyes :OT"
@Turiccan
ein thread ist dazu da, dass man seine meinung postet und das habe ich getan.
Durchgelesen habe ich mir komplett, nur weil ich zu spät komme soll ich hier nix posten oder wie?
Wer so denkt wie ich guckt in den rückspiegel und kriecht nicht sinnlos auf der linken spur einer 3 spurigen, nicht geschwindigkeitsbegrenzten, autobahn.
Gibts mir negative karmas wie ihr wollt, meine meinung und fertig.
gravitas
09.07.2004, 14:54
Hi Ihrs !
Es gibt Rechte und Pflichten. Mit der Dummheit anderer muss man immer rechnen.
Der Schutz der/des Schwachen ist Grundlage des menschlich seins. (Zumindest ist das meine Meinung)
Auf Autobahnen gibt es so etwas wie eine "Richtgeschwindigkeit" die liegt bei 130 km/h. Das hat auch einen Sinn! Wenn ich schneller fahre, muss ich damit rechnen, dass ich nicht mehr schnell genug auf die "Dummheit" (Fehler, falsche Reaktionen ... der Mensch ist auch nur ein Tier) andere reagieren kann.
Deshalb als Minimum die Teilschuld. Die volle Schuld, wenn es rücksichtslos war. Ob ER es war oder Jemand anderes - ist egal. 1 1/2 Jahre sind nichts im Vergleich zum Tod eines Menschen.
Was sind schon 10 Minuten Verspätung. Und Spaß kann man sich im Zweifel auf der Rennstrecke oder per Bungeejumping oder ähnliches holen. Und wenn man psychisch oder körperlich nicht gut drauf ist, sollte man sein Auto sowieso zuhause lassen.
Belehren und drängeln während der Fahrt ist Nötigung und kann Unfälle zur Folge haben!
EdiT: Das sollte bei jedem Autokauf auf der Windschutzscheibe stehen: Frei nach dem Motto: Der Verkehrsminister warnt ! Hört sich nach einem Scherz an! Ist aber mein Ernst !
Hagjon
ein thread ist dazu da, dass man seine meinung postet und das habe ich getan.
Durchgelesen habe ich mir komplett, nur weil ich zu spät komme soll ich hier nix posten oder wie?
Natürlich kannst Du posten. Ein Thread ist aber dazu da, eine Diskussion zu führen. In erster Linie sollten neue Post daher dem Zweck dienen, die Diskussion weiter zu bringen. Das erneute Einbringen bereits ausdiskutierter Aspekte führt aber letztlich in eine Endlosschleife. ;)
Nichts für ungut, das hier geht jetzt nicht persönlich gegen Dich. Jeder, dem der Schuh passt, möge ihn sich anziehen! :)
Ciao, Tiguar
Der Daedalus
09.07.2004, 19:35
HolyDreams:
Schon mal was davon gehört, dass du deine Fahrweise den Sichtverhältnissen anpassen musst?
1. Ein erwachsener Fahrradfahrer würde in der von dir geschilderten Situation immer eine Teilschuld bekommen!
2. Wenn du mit Scheinwerfern nur 100 Meter weit schauen kannst, dann hast du nun mal nicht schneller als 80-90 km/h zu fahren! Wenn du es doch machst, gehst du bewusst ein Risiko ein, für das du gerade stehen musst!
Und wenn man über die Autobahn fährt, so muss man seine Geschwindigkeit so anpassen, dass man jederzeit auf plötzlich auftretende Gefahrensituationen reagieren kann! Bei 200 km/h ist das nicht der Fall! Dort ist der Brems und Reaktionsweg locker mal 300 Meter! Und auf 300 Metern kann verdammt viel passieren!
Ergo hat der Fahrer verschiedenste Fehler begangen, welche zum Tot der Frau und ihres Kindes geführt haben! Sowas ist zumindest Fahrlässige Tötung. Und da der Fahrer ja anscheinend auch gedrängelt hat macht es das sicher noch schlimmer.
1 1/2 Jahre sind völlig gerechtfertigt! Und einen Führerschein dürfte so ein Mensch sein Leben lang nicht mehr bekommen!
Ob der Fahrer jetzt wirklich der Verurteilte war, damit muss sich das Berufungsgericht auseinadersetzten. Aber der Schuldige hat diese Strafe verdient! Völlig egal, wer es ist!
HolyDreamz
09.07.2004, 20:41
anpassen?
ich sage doch 70kmh ist erlaubt also darf ich auch 70kmh fahren. Was gibts da anzupassen nur weil es nachts ist.
dass de rne teilschuld bekommt ist klar, aber den großteil der schuld habe imer noch ich.
Ähm, war das mit dem Benzfahrer nachts oder was?
Ich denke tags...
EDIT: Fahrlässige Tötung ist meiner meinung nach NUR wenn er aktiv eingreift, also sie rammt, wenn man nahe ranfährt etc. ist das nötigung, der eine fährt dann rechts rüber, der andere belibt auf der spur und andere verreissen das auto.
Wieviele Leute heitzen mit über 200kmh auf der bahn lang und nötigen, sogar auf geschw-begrentzen autobahnen, überholen rechts hupen/lichthupe etc. .
Bisher hat , soweit ich weiss, keiner panisch reagiert und die karre verrissen.
Soweit ich weiss ist nichtmal bewiesen wie schnell er gefahren ist.
Es heisst doch immer Fakten etc., kein beweis wie schnell er gefahren ist oder was er da gemacht hat ist vorhanden.
Der Daedalus
10.07.2004, 10:16
Was laberst du?
Hier wurde schon sehr ausführlich diskutiert darüber, welche Beweise vorliegen. Das der Verurteilte eben diese Strecke die er auch am "Tattag" gefahren ist in der Regel mit einer nahezu unmöglichen Durchschnitsgeschwindigkeit absolviert hat, ist durch mehrere Zuegenaussagen belegt. Warum sollte es also an jenem Tag anders gewesen sein?
Zu dem mit dem Fahrradfahrer:
Du hast bei Nacht so zu fahren, dass du auf alles, was plötzlich in deinem scheinwerfer Auftaucht reagieren kannst. Was wenn der Fahrradfahrer ein Auto gewesen wäre, bei dem das Licht ausgefallen ist (Baterrie tot oder sowas)?
Wenn du im Scheinwerferlich nun mal nur Dinge erkennen kannst, die wenige Meter weit weg sind, dann musst du so langsam fahren, dass du selbst auf diesen wenigen Metern noch zum stehen kommst. Hätte der Fahrer in dem von dir beschriebenen Fall so gehandelt, dann wäre es nicht zu dem Unfall gekommen!
@Topic:
Die Frau wurde bedrängt, dafür gab es meines wissens nach Zeugen. Aber eben keine Zeugen, die den Fahrer bzw. das Nummernschild zweifelsfrei erkennen konnten. Klar können ungeübte Fahrer panisch reagieren, wenn ihnen so ein Depp 5 Meter auf die Pelle rückt! Mir schon oft genug passiert, das wieder mal so ein Trottel nichts von Sicherheitsabstand gehört hat. Wohl ist mir nie bei der Sache ... Wenn ich ne Vollbremsung machen muss hab ich mehr als ne Tonne Stahl im Nacken, die meinen Twingo ziemlich alt aussehen lassen würden ...
Bei 200km/h kannst du generell schon mal garnicht auf eine Gefahrensituation reagieren, die plötzlich vor dir Auftaucht.
Laut (alter) Rechnung hast du dann einen Anhalteweg von 460 Metern!! Laut neuer immerhin noch einen von 260 Metern. Was wenn jetzt auf einmal dem fahrer vor dir der Reifen platzt, denkst du, dass du dann noch eine Chance hast zu reagieren?!
HolyDreamz
10.07.2004, 12:20
scheinwerfer?
wenn ich ne ausfahrt nehme und rechts aus einer zweigung kommt einer mit dem rad über die strasse geschossen strahlen meine scheinwerfer leider nicht um die ecke nach rechts.
Soll ich jetzt nachts langsamer fahren weil ich schiss haben muss, dass irgendeiner mit dem rad über die strassen fegt?
Sie wurde bedrängt, klar, wieviele werden denn täglich auf den bahnen bedrängt?
Nur weil Sie halt die erste ist, die mit der situation überfordert war, ist das urteil so ausgegangen.
Und glaub mir, es gibt genug raser wie den turbo-boy, aber anscheinend wenige unsichere fahrer wie die frau wenn man das mal gegenhält.
Das mit den kmh schön ung gut, das ist ja alles klar und bewiesen, nur gehts darum dass viele so schnell fahren und bedrängen lichthupe und das volle programm, aber bisher keiner so unsicher gefahren ist dass er die karre komplett verreisst. Ich habe noch nie von so einem vorfall gehört, aber von zig heitzern die angezeigt wurden wegen nötigung, von der polente gefilmt wurden etc.
Ich will damit ja nur sagen, dass es eine ausnahme ist, dass bei der nötigung was schlimmes passiert, er hat ja nur genötigt und nicht mehr, genauso wie hunderte raser...
TURRICAN
10.07.2004, 12:35
Soll ich jetzt nachts langsamer fahren weil ich schiss haben muss, dass irgendeiner mit dem rad über die strassen fegt? Du musst sogar. Ich frage mich wie lange dir das noch alle vorkauen müssen bis du es begreifst?
Nur weil Sie halt die erste ist, die mit der situation überfordert war, ist das urteil so ausgegangen. aber bisher keiner so unsicher gefahren ist dass er die karre komplett verreisst. Ineressant woher du dein Wissen nimmst das es das erste mal war.
Auch dir kann man nur §1 der STVO ans Herz legen. Scheinst du ja entweder in der Fahrschule nicht gelernt oder schon wieder vergessen zu haben.
Ich habe ehrlich gesagt nicht den ganzen Thread durchgelesen und hoffe darum einfach, dass mein Statement nicht schon mal verfasst wurde.
Nun, angeblich ist es ja so, dass der Mercedes die Frau im Gras überholt hat. Und das auf einer 3-spurigen Autobahn. Da stellt sich natürlich die Frage, warum er das gemacht hat, da diese Vorgehensweise sehr gefährlich ist. Das versucht doch jeder zu vermeiden, behaupte ich.
Möglichkeit a) die anderen Spuren waren dicht, die Frau konnte nicht die Spur wechseln. Scheidet aus, weil dann hätte es mehr Zeugen gehabt.
Möglichkeit b) die Autobahn war frei, aber der TurboHeini hat den Hyundai zu spät bemerkt. Fällt wohl auch weg, da der Benz-Fahrer schnell-fahren gewohnt war und die Frau kaum übersehen hätte. Wenn doch, wären die Bremsen sicher stark genug für eine Vollbremsung gewesen.
Möglichkeit c) die Autobahn war frei, der Mercedes hat die Frau gesehen und erwartet, dass sie innerhalb einer nützlichen Frist die Spur wechselt, da Platz vorhanden war und er unübersehbar (auch Hyundais haben Rückspiegel). Aber das geschah offenbar nicht bis zum bitteren Ende, als eine Vollbremsung nicht mehr möglich war und er ins Gras ausweichen musste.
Da stellt sich mir nun die Frage, was passiert wäre, wenn jetzt der Mercedes und nicht die Frau verunfallt wäre. Klar, der Benz war viel zu schnell, aber sie hat offenbar dem Strassenverkehr keine Aufmerksamkeit geschenkt.
Ich will damit nicht sagen, dass den Mercedes-Fahrer keine Schuld trifft und er nicht bestraft werden soll, ich möchte nur einen neuen Gesichtspunkt ans Licht bringen.
HolyDreamz
10.07.2004, 13:00
alles klar, dann fahre ich demnächst nachts auf der 50kmh strecke 40kmh, dann behindere ich den verkehr und werde am ende von der polente wegen verkehrsbehinderung angehalten (mein vater fuhr 35kmh in einer 50kmh zone weil er vergebens in unbekanntem gebiet den weg gesucht hat.
Soviel zu dem Thema oder siehst du wirklich irgendjemanden nachts langsam fahren?
Ich muss mich der Situation anpassen heisst für mich nicht nachts langsamer zu fahren als VORGESCHRIEBEN,(auf der bahn 200 fahren statt 130 richtgeschwindigkeit ist was anderes, da fahr ich ja zu schnell),weil ich immer damit rechnen muss dass irgendein idiot mist baut.
Woher ich das Wissen nehme(ich rede von meinem wissen, kann ja sein dass es schonmal wo passiert ist), ganz einfach, habe nie was davon gehört, die ganzen leuts hier auch nicht,in nachrichten oder zeitung gelesen und wenn das nicht das erste mal war, hört mans nur, weil es der benz fahrer oder junge mutter mit kind war?
Die Polizei besteht doch bestimmt darauf, solche fälle wie die vom turbo-boy zu veröffentlichen, damit den rasern klar wird was sie erwarten kann bei nötigung.
bae rwie gesagt, ist mir der einzig bekannte fall!
Was wenn der Fahrradfahrer ein Auto gewesen wäre, bei dem das Licht ausgefallen ist (Baterrie tot oder sowas)?
Kein Auto fährt auf dem bürgersteig rum und wenn die batterie in arsch geht hält der wohl eher an als ohne licht weiterzufahren.
Wenn ich ne Vollbremsung machen muss hab ich mehr als ne Tonne Stahl im Nacken, die meinen Twingo ziemlich alt aussehen lassen würden ...
Was wenn jetzt auf einmal dem fahrer vor dir der Reifen platzt, denkst du, dass du dann noch eine Chance hast zu reagieren?!
Da thema ist doch durch oder? Zu schnell gefahren -> deine schuld du krachst dem rein, de rist ihr aber NICHT reingerauscht, deshalb ist es ja nötigung solange kein crash da ist.
Nun ist es genug. :rolleyes :mad
@ HolyDreamz: Betrachte Dich bitte als angezählt für das erfolgreiche Schrödern dieses Threads. Beim nächsten Mal gibt´s eine offizielle Verwarnung.
Ciao, Tiguar