Ärger mit der Post

Leon1909

Lt. Commander
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Sep. 2006
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Ich krieg hier echt nen Föhn.

Mir wird zu Hause manchmal die Post aus dem Briefkasten entwendet (https://www.computerbase.de/forum/threads/post-aus-briefkasten-gestohlen.544130/),
daher habe ich mich dazu entschlossen, meine Post in den Laden meiner Lebensgefährtin
schicken zu lassen.
Bei diesem Laden handelt es sich um einen Kiosk, die Post wird immer persönlich übergeben.

Das hat auch eine Zeit lang wunderbar funktioniert.
Auf einmal fing der Postbote an, meine Post wieder mitzunehmen und weigerte sich, diese dort auszuhändigen. Seine Begründung war, dass ich dort ja schließlich nicht gemeldet sei.
Eine Beschwerde bei der Post ergab heute folgenden Satz in einem an mich gerichteten Schreiben:

Unsere Recherche bei der Briefzustellung in Köln ergab, dass zum Zeitpunkt der Rücksendung unter der angegebenen Anschrift weder ein Briefkasten noch eine Klingel mit Ihrem Namen zu finden war.

Es handelt sich, wie bereits gesagt, um ein Ladenlokal.
Der Postbote kommt rein, übergibt die Post für den Laden und sagt:"Die Post für Herrn M. nehme ich aber wieder mit, der wohnt ja hier nicht."

Was soll denn das? Mehrere Bekannte meinen, dass das Verhalten des Postboten nicht korrekt ist und ich mit der Sache zum Anwalt gehen soll.
Falls hier irgendein Jurist unter Euch ist, hätte ich gerne eine kurze Bestätigung.
 
Wie sie immer alle mit ihren Anwälten anfangen :D

Der Postbote hat aus meiner Sicht absolut richtig gehandelt. Warum soll er sich auch auf solche Spielchen einlassen, es gibt klare Vorschriften.
Was wäre z.B. wenn du dich von deiner Lebensgefährtin getrennt hättest (was natürlich niemand hofft^^) und er die Post trotzdem noch dorthin bringt, weil du vergessen hast bei der Post bescheid zu sagen. So macht er sich doch nur selbst angreifbar.......
Du solltest lieber mal ,,recherchieren'' wer deine Post klaut, das ist nämlich mit Sicherheit im hohen Maße strafbar.

Ich kenne mich nicht damit aus, aber kannst du dir nicht einfach ein Postfach einrichten ?

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mir bereits ein Postfach eingerichtet, aber es geht mir hier ums Prinzip ind darum, dass man nicht alles an ein Postfach schicken lassen kann.

Wenn ich meine Arbeit so verrichten würde, hätte ich schon längst keine Kunden mehr.

Wenn er keinen Bock hat zu arbeiten, soll er Hartz4 beantragen und die Stelle für jemanden freimachen, der es anständig macht.

Wenn ich mich von meiner Freundin trennen würde, müsste sie die Post ja nicht mehr annehmen.

Richtig, es gibt klare Vorschriften.

Darunter mit Sicherheit auch eine, die besagt das die Post ausgeliefert werden muss, sofern die Annahme nicht verweigert wird, was ja nicht der Fall ist.

Wenn es danach ginge, dürfte ja niemand mehr mit c/o schicken.

Und was soll der Spruch mit dem Anwalt? Was soll ich denn machen? Beschwerde bei der Post hat nichts gebracht. Soll ich zur Bild rennen? Selbstjustiz, ihm vielleicht eine klatschen und ne Anzeige kassieren?

Ich möchte nichts mehr als meine Post bekommen, das scheint in diesem Land echt schon zu viel verlangt zu sein.

Ja sicher, ich stelle mich den ganzen Tag in den Hausflur und gucke ob und wer meine Post entwendet. Es mag vielleicht sein, dass Du so viel Zeit hast - ich habe sie nicht.
 
Wie dem auch sei, der Bote macht nur seine Arbeit und die versucht er richtig und den Vorschriften entsprechend zu machen, nicht mehr und nicht weniger.

Ihr braucht soetwas wie eine Vollmacht, die deine Lebensgefährtin evtl. dem Postboten vorzeigen könnte, sofern er zicken macht, kA ob es soetwas gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schickst du die Post denn schon mit c/o an die Adresse deiner Freundin ? Denn dann müsste er ihr eigentlich die Post übergeben, da ihr Name ja draufsteht.
 
Leon1909 schrieb:
Wenn ich mich von meiner Freundin trennen würde, müsste sie die Post ja nicht mehr annehmen.

MÜSSTE sie nicht aber würde sie vielleicht doch aus irgendwelchen Gründen, und dann würdest du dem Postbote bzw. der Post die Hölle heiß machen, wieso weshalb warum er dort DEINE Post abgeben würde.

IMHO hat der Postbote 100%ig korrekt gehandelt.
 
@auweia: Wenigstens einer, der das ähnlich sieht.

Die Adresse auf den an mich gerichteten Briefen sieht wie folgt aus.

Mein Name
c/o Name der Freundin / Kiosk
Straße Hausnummer
PLZ Stadt

Wieso sollte ich der Post die Hölle heiß machen, wenn er die Post an die auf dem Umschlag adressierte Adresse ausliefert??

Es ist meine Sache, wo ich meine Post hinschicken lasse und nicht die des Postboten. Der hat seine Arbeit zu machen und die Briefe dort abzuliefern, wo sie hingehören - nämlich an die Adresse die auf dem Umschlag steht. Was geht es den Postboten an, ob ich dort gemeldet bin oder nicht. Mit den privaten Unternehmen (TNT) und den Paketdiensten (DHL, Hermes, UPS) funktioniert es ja schließlich auch.
Selbst die Vertretung meinte, er sehe kein Problem darin, dass meine Post dort hingeschickt würde und er verstünde auch nicht, wieso der Kollege sich querstellt.

Ist egal. Ihr (bis auf wenige Ausnahmen) habt hier eine etwas eigenartige Auffassung, das mag daran liegen, dass Ihr eure Post bekommt und Euch durch dieses Verhalten eines einzelnen Postboten noch kein finanzieller Schaden entstanden ist.

Selbst Einschreiben hat er nicht abgeliefert und nichtmal eine Benachrichtigungskarte dort gelassen.

Wie auch immer. Ich klär das schon. Für den Teil von Euch, der meint, der Postbote handelt richtig, wünsche ich mir die gleiche Situation.
 
Leon1909 schrieb:
Wie auch immer. Ich klär das schon. Für den Teil von Euch, der meint, der Postbote handelt richtig, wünsche ich mir die gleiche Situation.

Ja was willst du denn? Soll man dir jetzt sagen das du im Recht bist? Der Postbote liefert die Post an die Adresse die auf dem Brief steht, das c/o interessiert doch ihn nicht.
 
der briefzusteller handelt absolut richtig (ich habe hier einen neben mir sitzen), auch wenn du das nicht verstehen willst.
 
nur mal so am Rande

das klingt alles irgendwie merkwürdig.

wenn bei mir Briefe geklaut werden würden aus dem Briefkasten dann würde ich doch nicht zu meiner Freundin gehen und sagen das sie meine Post annimmt in Zukunft.
Falls man wirklich so schnell und einfach die Post klauen kann würde ich eher mal dem Vermieter drauf ansprechen wie sowas angehen kann und den mal um Rat fragen. Aber der Post gleich mit Anwalt zu drohen ich weiss nicht ...
 
Das Problem ist doch nicht dein Postbote, sondern der Typ, der deine Post klaut. Ich würde mich auf die Lauer legen und warten bis ich den Kerl erwische. Und erzähl jetzt nicht, das du nie Zeit hast. Jeder hat doch mal Urlaub oder einen freien Tag.
 
"Jeder hat doch mal Urlaub oder einen freien Tag. "

...den ich mit absoluter Sicherheit nicht im Treppenhaus verbringen möchte.

Ist egal. Gibt für alles eine Lösung. Für das meiste hab ich jetzt das Postfach und die paar anderen Briefe gehen dann halt zurück oder werden geklaut. Was geklaut wird, kann ich nicht wissen. Sollte es was wichtiges von Amtswegen sein, hab ich bereits das Schreiben der Staatsanwaltschaft, dass der Täter nicht ermittelt werden konnte. Auch hier habe ich bereits Anzeige erstattet. Auch ohne Erfolg.

Du bist Deutschland.

Schönen Abend.
 
Hänge doch bei Deiner Freundin einen Postkasten auf, mit einem Namensschild von Dir, in den der Bote dann die Briefe steckt.
 
Wenn es so einfach wäre.
Das Ladenlokal gehört zu einem Wohnhaus, da kann ich nicht einfach einen Briefkasten aufhängen ohne das vorher mit der Eigentümergemeinschaft und/oder der Hausverwaltung zu klären. Der Laden hat keinen eigenen Briefkasten, nur den Einwurf in der Tür.

Wie gesagt, ich mach mir da jetzt keinen Kopf mehr drüber. Mir ist vorhin vor Wut echt die Galle übergelaufen, als ich das Schreiben von der Post bekam.

Aber egal. Das mir hier die Post manchmal gestohlen wird, kann ich anhand der von mir gemachten Anzeige gegen Unbekannt nachweisen. Wenn die Staatsanwaltschaft keinen Täter ermitteln konnte, kann ich auch nichts dran ändern.
Sollte mal ein Schreiben einer Behörde verloren gehen und ich deshalb eins auf die Mütze bekommen sollen, kram ich das Schreiben der Staatsanwaltschaft vor und bin aus der Sache raus.

Der Postbote darf mir trotzdem nicht über den Weg laufen. Dem knall ich einen Spruch rein, da ist die ganze Woche für den gelaufen. Spinner.
 
Der Laden hat keinen eigenen Briefkasten, nur den Einwurf in der Tür.
Dann mach dort ein Namensschild dran und die Post wird dort eingeworfen. Wie hat der Brief der Post Dich erreicht?
 
Das mit dem Namensschild habe ich auch schon probiert.
Kommentar des inkompetenten Postboten:"Ich nehme die Post trotzdem wieder mit. Herr M. ist ja hier nicht gemeldet."

Ich weiß nicht warum, aber er hat was gegen mich. Dabei hab ich den noch nie gesehen.

Der Brief der Post hat mich zu Hause erreicht. Wird ja nicht alles entwendet. Momentan eher wenig, vor ein paar Monaten war es ganz schlimm. Die haben selbst meine ADAC Zeitung gemopst :D
 
Herr M. ist ja hier nicht gemeldet.
Und das weiss der Bote woher, hat er beim Amt gefragt? Man muss nicht dort gemeldet sein, wo man seine Post hinliefern lässt, man muss nur eine Anschrift angeben, wo man auch seine Post erhält. Wenn die Post nun bei Deiner Freundin ankommen soll, sollte sie eine Vollmacht haben, diese auch annehmen zu dürfen, warum da bei Dir solch ein Ärger veranstaltet wird ist mir unbegreiflich.

Unter einem Postempfänger wird auch die Person verstanden, die eine Postsendung tatsächlich in Empfang nimmt. Diese Person kann, muss aber nicht die adressierte Person (Adressat) sein. Sie kann vom Empfänger beauftragt sein, diese in Empfang zu nehmen. Nimmt eine Person eine Sendung ohne Auftrag in Empfang, handelt er entweder im mutmaßlichen Willen des Empfängers (z. B. Nachbar) oder derjenige handelt rechtswidrig.
 
Nur mal eine Frage, wenn ich ein halbes Jahr, zur Zwischenmiete für ein Praktikum, in eine WG einziehe. Dann muss ich mich da erst anmelden damit ich die Post dahinschicken lassen kann ? Das wäre wirklich der totale Quatsch und bisher hat das auch immer mit c/o funktioniert...

Eigentlich dürfte die Freundin ja auch keine Post bekommen, da sie in dem Kiosk ja auch nicht gemeldet ist. Inkonsequent vom Postboten

Klar, dass man nicht willkürlich einen Namen draufschreiben kann und das dann auch noch ankommt. Das wären ja paradiesische Zustände für Betrüger.
 
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