Hi,
ein Aufrüsten ist sicherlich eine gute Alternative, da gebe ich dir Recht. Vorschlagen würde ich zumindest 8GB Ram und evtl einen Q9550 - die i7 sind zwar deutlich schneller, jedoch auch recht preisintensiv, hier sollte man eben abwägen, ob sich dies für einen lohnt. Dein System würde auch stark von einer SSD profitieren. Sofern du nicht ein komplett neues Sys- möchtest, würde ich daher vorschlagen, du kaufst dir weitere 4GB Ram und eine SSD, den Q6600 auf 3,4 oder besser übertakten, damit sollte es erstmal genug Leistung sein. Trotz allem sollte man keine Wunder erwarten, Premiere wird weiterhin (Effektabhängig) seine Zeit für das Preview benötigen. Ich empfehle dir daher trotz Aufrüstung mit NonGOP-Material.
AVCHD ist halt einfach schwerer zu bearbeiten, dass ist heute eher das Problem von vielen Usern. Damit möchte ich in keiner Weise behaupten AVCHD nicht einen grundsätzlich modernen Codec nutzt, dies ist nicht der Punkt. Das Hauptproblem ist vielmehr die Editierbarkeit des Materials.
Wir haben heute erste NLEs, welche auch AVCHD nativ bearbeiten - Pinnacle Studio, Vegas (für Sony files), Edius. Aber die Fähigkeiten des nativen Materials in der Timeline dieser NLEs ist in der Praxis doch stark eingeschränkt, besonders was die Echtzeitfähigkeiten angeht. Premiere stellt hier leider keine Ausnahme dar, obwohl uns die Marketingabteilungen gern einreden wollen, dass ein Editing innerhalb GOP möglich sei, geschieht dies weiterhin immer destruktiv und wird erst am Ende, also beim Rendern, bearbeitet, daher auch die starken Ruckler während der Preview.
Persönlich empfehle ich daher weiterhin eine Wandlung in die Intermediate Files/nonGop (Cineform codec, Canopus HQ codec, MPEG100HD) unverändert für die sinnvollste Vorgangsweise beim AVCHD Schnitt. Zumindest solange, bis die NLEs die Formate besser beherrschen, und die PC-Performane entsprechend angestiegen ist. Wie ich bereits oben schrieb, ab einem DP Bloomfield-System und ausreichend Ram (32GB) mit einer dann entsprechend großen (bei uns 20GB) RAM-Disk, die Daten lassen sich dann per internen Streamingserver immer in optimaler Anzahl und Größe in der Ramdisk zum Bearbeiten gehalten werden, wodurch die Performance enorm steigt. Somit entfällt dann auch t.w. das Umwandeln, bei aufwendigeren Projekten ist eine Umwandlung trotzdem leider unvermeidlich. Man sollte meinen, dass es zwar eigentlich total bescheuert sei, aber anders geht es (noch) nicht wirklich flüssig.
Grüße,
franeklevy