Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warum es unserer Gesellschaft so schlecht geht?
BodyLove
26.04.2004, 18:11
So, diesen Thread wollte ich schon immer öffnen, aber da dies eine recht hohe Schreibarbeit mit sich gebracht hätte, hatte ich es immer vor mir her geschoben, was ich heute endlich nicht mehr tun möchte.
Eigentlich ist die Frage so simpel. Warum geht es unserer Gesellschaft, und indirekt unserer Wirtschaft so schlecht? Viele Faktoren spielen hierbei eine sehr große Rolle. Zum einen sind die Menschen gesättigt. Sie haben alles und brauchen nichts weiteres bzw. neues. Was dazu führt, dass die Wirtschaft stockt, da einfach weniger ver-/gerkauft werden. Darüberhinaus besteht in dieser jetzigen Gesellschaft ein gewisses Unwissen und Furcht vor der Zukunft. Was passiert in 10 Jahren? Werde ich arbeitslos? Habe ich noch Geld, um mich und meine Familie zu ernähren? Das sind Fragen, die sich jeder mal gestellt hat. Und genau hier liegt eines der Hauptprobleme. Die Menschen sind verunsichert und wollen nicht konsumieren bzw. investieren. Und hier meine ich nicht den Konsum nach Nahrung, oder auch nach Kleidung, sondern viel eher die größeren Investitionen, wie der Kauf eines Autos. Die Autoindustrie ist das Rückgrat der gesamten deutschen Industrie. Nehmen wir an, dass jede Familie sich sofort ein neues Auto zulegen würde, würde dies für die Wirtschaft, und ich meine hier die gesamte Wirtschaft, einen enormen Wachstum mitsichbringen. Früher hat man sich keine Gedanken über die Zukunft gemacht. Damals hat man gekauft, was gefällt. Jetzt dreht man jeden Cent 2mal um.
Wenn jeder mehr konsumieren würde, würden die Preise auch fallen, da die Wirtschaft mehr produzieren müsste. Dies würde mehr Arbeit bedeuten.
Jetzt fragt man sich natürlich zu Recht, wie kann man dies ändern? Erst einmal, muss man versuchen, die Gesellschaft zu mehr Konsum zu verhelfen. Da helfen Steuersenkungen enorm. Nur würde dies nicht kurzfristig eintreffen, wie von der jetzigen Regierung erhofft. Die Menschen versuchen erst einmal ihre Schulden zu tilgen, was natürlich sehr klug ist. Ich würde sogar Subventionsabbau für sehr sinnvoll halten, wenn man im Gegenzug das bestehende Steuersystem stark vereinfacht. Denn durch das komplexe Steuersystem, entstehen dem Staat enorme Kosten, weil diese verschiedenen Steueranträge ebenfalls kontrolliert werden müssen. Dies bietet einen hohen Einsparpotential. Es wäre für den Staat und für das Volk eine sehr schnelle Hilfe. Meiner Meinung nach sind Steuersenkungen Pflicht. Es ist zum Bedauern der Sozis ebenfalls Pflicht, dass man die Leistungen des Staates kürzt. Nur, wo keine Arbeitslosen sind, braucht man auch keine Arbeitslosengeld /- hilfe zu leisten. Nur, wie soll man so etwas finanzieren? Natürlich muss man ein Kredit aufnehmen. Der ganze Gegenkurs der Union, wo sie einen wirtschaftlichen Aufschwung, finanziert von unseren Kindern von Morgen nicht wollen, ist imho völlig bedeutungslos, bzw. ist nicht gerecht. Denn, zum Einen fordert man die Regierung auf, diese Reformen ohne Kredit durchzuführen, was nicht geht, aber zum Anderen macht man den Jugendlichen von Heute schwer, eine hohe Bildung zu bekommen. Ohne Bildund wird man aber kaum mehr Spitzenverdiener haben, welches dem Land helfen könnte. Was ich damit sagen will, ist, dass man zum Einen vormacht, als würde man sich Gedanken um die Zukunft der nächsten Generationen machen, zum Anderen aber, verschlechtert man die Wahrscheinlichkeit von Wohlstand, nur um ein Landesdefizit auszugleichen. Ein sehr gutes Beispiel hierfür wären die Studiengebühren.
Ein weiteres Problem für die missliche Lage unserer Wirtschaft ist, dass die ganze Verfassung hätte nochmal durchgearbeitet werden müssen. Das ganze System ist für Zeiten des Booms sehr gut geeignet und hat dies auch unter Beweis gestellt. Aber in Zeiten des Rückgangs kann man einfach keine Entscheidungen durchsetzen. Bestes Beispiel wären hierfür die Reformen.
Man will die Steuern senken? Tja, die Bundesregierung sagt ja. Die Opposition sagt nein. Leider muss das ganze durch den Bundesrat, welches die Opposition beherrscht.Man will den Meisterbrief abschaffen, welches mehr arbeit bedeuten kann, da jeder eine Arbeit durchführen kann, die er beherrscht, ohne eine Prüfung abschließen zu müssen. In Italien(?) wurde dies getestet und für positiv befunden. Tja, wer ist dagegen? Die Arbeitskammer der Meister. (leider kenne ich den richtigen Ausdruck hierfür nicht mehr)Man will die Sozialleistungen kürzen? Wer ist dagegen? Die Opposition. Man will das Arbeitsrecht (sprich Kündigungsschutz) vereinfachen, um mehr Arbeit zu schaffen. Wer ist dagegen? Die Gewerkschaften.
Wie ihr seht, steht hinter jeder guten Idee, ein Konstrukt, welches sich vehement dagegenstemmt, weil sie hierdurch fürchten, den jetzigen Wohlstand, welches sie haben, verlieren könnten, ohne die Chancen hierfür zu sehen.
Auf Grund dieses Problems, ist es in Deutschland auch enorm schwierig, jemanden zu finden, der die Verantwortung für diese missliche Lage trägt. Ganz anders in den USA. Der Präsident hat volle Entscheidungsfreiheit in seiner Legislaturperiode. Das sollte man in Deutschland ebenfalls einführen. Damit hat das Volk die Möglichkeit jemadem direkt die Schuld zu zuweisen, ohne auf irgendwelche flüchtigen Ausreden hören zu müssen. In diesem Land haben einfach zuviele zu viel Macht und Einfluss. Nur, wer gibt gerne diesen Einfluss auf bzw. her? Keiner. Wir hatten die Chance nach der Fall der Mauer, eine neue Verfassung zu entwickeln. Kohl war dagegen. Er fand das jetzige System für gut und zukunftssicher. Was aber schon damals klar war, ist, dass es, sofern die Wirtschaftslage sich nicht bessert, die Probleme immer größer werden.
Ohne diese Veränderung kann man Reformen nicht durchsetzen, die dazu notwendig sind, um Arbeit zu schaffen. Und ohne Arbeit wird sich auch die Kauflust der Gesellschaft in Grenzen halten. Ohne Kauflust, wird die Wirtschaft in Deutschland nicht expandieren. Ohne diese Expandierung werden keine nötigen Arbeitsplätze geschaffen, wobei auch der Konsum nicht ansteigt. Merkt jemand den Zusammenhang?
So, eigentlich hätte es noch ausfürlicher sein sollen, aber leider fehlt mir die Zeit.
Mfg Memo
Der Daedalus
26.04.2004, 19:57
Also erstmal muss ich leider sagen, dass ich glaub ich ein paar Dinge verdrehst ...
Auf Grund dieses Problems, ist es in Deutschland auch enorm schwierig, jemanden zu finden, der die Verantwortung für diese missliche Lage trägt. Ganz anders in den USA. Der Präsident hat volle Entscheidungsfreiheit in seiner Legislaturperiode.
Ganz so einfach ist es da auch nicht... Es gibt noch immer die 2 Häuser. Den Kongress und den Senat. Auch das Amerikanische System ist ein Föderales System! Aber du hast in so fern recht, dass der Präsident sicher mehr Befugnisse hat und außerdem auch er als Person viel wichtiger ist.
Aber ist das unbedingt gut? Ein Mann macht quasi Politik, die Partei hinter ihn rückt in den Hintergrund. Ich finde, da ist unser System erheblich besser. Macht lässt sich so nicht so leicht ausnutzen, denn es gibt immer eine ganze Gruppe (in Form einer Partei), die dem Bundeskanzler den Rücken stärken muss.
Man will die Sozialleistungen kürzen? Wer ist dagegen? Die Opposition.
Hab ich irgendwie was nicht mitbekommen? War es nicht die Opposition, welcher die Sache mit den Kürzungen nicht weit genug ging? Bitte korrigier mich, wenn ich da falsch liege.
Zum einen sind die Menschen gesättigt. Sie haben alles und brauchen nichts weiteres bzw. neues. Was dazu führt, dass die Wirtschaft stockt, da einfach weniger ver-/gerkauft werden.
Nicht unbedingt. Ich wüsste schon, wo ich das Geld was ich habe so alles investieren könnte, aber es ist einfach nicht genug Geld da ...
Darüberhinaus besteht in dieser jetzigen Gesellschaft ein gewisses Unwissen und Furcht vor der Zukunft. Was passiert in 10 Jahren? Werde ich arbeitslos? Habe ich noch Geld, um mich und meine Familie zu ernähren? Das sind Fragen, die sich jeder mal gestellt hat.
Da geb ich dir total Recht! Solang diese Angst besteht, wird es mit Deutschland nichts werden. Ich hab das Glück, dass ich eine gute Ausbildung bei einem Großen Unternehmen mache und nach der Ausbildung erstmal für 2 1/2 Jahre einen Job sicher hab. Und auch danach ist mir eine Stelle relativ sicher. Das gibt Sicherheit und somit brauch ich jetzt auch nicht soo viel für schlechte Zeiten sparen. Aber es gibt genug Leute, die schon wärend der Ausbildung planen, wie sie die Zeit nachher (oft ist da kein Job garantiert) überbrücken können. Das hemmt den Konsum und somit auch die Wirtschaft.
Die Autoindustrie ist das Rückgrat der gesamten deutschen Industrie. Nehmen wir an, dass jede Familie sich sofort ein neues Auto zulegen würde, würde dies für die Wirtschaft, und ich meine hier die gesamte Wirtschaft, einen enormen Wachstum mitsichbringen.
Vielleicht ist es gut, dass wir anfangen uns bewusst zu werden, dass es nicht sein kann, dass ein Land, was nahezu ohne Rohstoffe ist, sich von einem Wirtschaftszweig abhängig macht.
Aber viele Probleme der Automobilindustrie sind auch Hausgemacht.
Beispiel VW:
Der Golf 5 ist unbezahlbar und auch Lupo und Polo sind für die gebotene Leistung einfach viel zu teuer. Warum sollte ich mir ein Deutsches Auto kaufen, wenn ich für 10-20% weniger ein ähnliches Auto von einem ausländischen Hersteller bekomme.
Im Moment plant gerade die Automobilindustrie genau in die falsche Richtung. Anstatt ein Auto zu Konstruieren, welches für eine große Masse finanzierbar ist, werden hier die tollsten Luxusschlitten gebaut.
Da helfen Steuersenkungen enorm. Nur würde dies nicht kurzfristig eintreffen, wie von der jetzigen Regierung erhofft. Die Menschen versuchen erst einmal ihre Schulden zu tilgen, was natürlich sehr klug ist. Ich würde sogar Subventionsabbau für sehr sinnvoll halten, wenn man im Gegenzug das bestehende Steuersystem stark vereinfacht. Denn durch das komplexe Steuersystem, entstehen dem Staat enorme Kosten, weil diese verschiedenen Steueranträge ebenfalls kontrolliert werden müssen. Dies bietet einen hohen Einsparpotential. Es wäre für den Staat und für das Volk eine sehr schnelle Hilfe.
Im groben und ganzen Stimme ich dir da zu.
Aber ein geringerer aufwand bei der Bewältigung der Arbeit der Finanzämter bedeutet auch, dass es wieder mehr Arbeitslose gibt!
Es ist zum Bedauern der Sozis ebenfalls Pflicht, dass man die Leistungen des Staates kürzt. Nur, wo keine Arbeitslosen sind, braucht man auch keine Arbeitslosengeld /- hilfe zu leisten.
Und hier sollte sich mal jemand ganz radikal ran machen! Jeder der mehr als (sagen wir mal) 12 Monate ohne Arbeit ist und/oder vom Arbeitsamt angebotene Stellen nicht annimmt sollte gerade so viel bekommen, wie er zum Leben braucht. Vielleicht wären da Lebensmittelmarken o.ä. wieder eine Möglichkeit.
Es kann nicht sein, dass ein Sozialhilfeempfänger einen High-End PC, DVD Player, Heimkinoanlage etc. in der Wohnung stehen hat. Sicher sind das Einzelfälle, aber die darf es nicht geben, denn sie fördern auch Unmut im Volk.
Über einen Zeitraum von , sagen wir mal 20-30 Jahren, sollte das Rentensystem komplett auf private(plicht-)Vorsorge umgestellt werden, denn private Versicherungen erziehlen hier eh bessere Gewinne, welche die Beiträge wiederrum niedrig halten.
Natürlich muss man ein Kredit aufnehmen.
Das aber auch nur, wenn es auch tiefgreifende Änderungen geben wird. Kein Kredit um der Wirtschaft einen Schub zu geben, dann aber nichts zu machen!
den Jugendlichen von Heute schwer, eine hohe Bildung zu bekommen. Ohne Bildund wird man aber kaum mehr Spitzenverdiener haben, welches dem Land helfen könnte.
Wer gute Bildung will, der bekommt sie auch, ohne das es ihn übermäßig viel kostet. Das Problem ist eher, dass viele diese Bildung garnicht mehr wollen oder das im Kindesalter oft die Eltern versagen.
Im Bereich der Bildung sind sicher viele Struckturänderungen nötig, aber mehr Geld wird nicht unbedingt benötigt. Mit dem vorhandenen Geld könnte man auch vieles besser machen.
Ein sehr gutes Beispiel hierfür wären die Studiengebühren.
Wie war das noch mal? Ich glaub ab dem 4. Semester über Regelstudienzeit muss man diese Berappen, oder? Ich finde das völlig in Ordnung. Wer es bis dahin nicht geschafft hat seinen Abschluss zu machen, der hat entweder keine Lust oder ist einfach zu dumm.
Ein weiteres Problem für die missliche Lage unserer Wirtschaft ist, dass die ganze Verfassung hätte nochmal durchgearbeitet werden müssen.
In welchen Punkten? Ich finde unsere Verfassung und unser Staatssystem eigentlich ganz in Orndnung.
Man will den Meisterbrief abschaffen, welches mehr arbeit bedeuten kann, da jeder eine Arbeit durchführen kann, die er beherrscht, ohne eine Prüfung abschließen zu müssen.
Vorsicht! Das würde automatisch bedeuten, dass die Qualität der Arbeit und auch die Ausbildung der Azubis leiden würde. Deutschland ist vor allem ein Garant für qualitativ Hochwertige Arbeit. Diesen "Ruf" sollten wir auf jeden Fall erhalten, denn er einzige Grund um noch Arbeitsplätze in Deutschland zu halten ist für viele Firmen diese Qualität.
Sorry hab jetzt keine Zeit mehr.... ich werde bei gelegenheit noch weitere Punkte hinzu fügen.
Hm das finde ich sehr interessant. Solche Thread finde ich gut und das lese ich auch sehr gerne. Gerade weil ich nicht sehr viel ahnung von Politik und so etwas habe finde ich das echt gut.
Also im großen und ganzen kann ich dir nur zustimmen BodyLove. Die Wirtschaft ist ein sehr großes problem, was selbst mich (der nicht sehr politik interessiert ist) interessiert und auch zum nachdenken anregt.
Vorsicht! Das würde automatisch bedeuten, dass die Qualität der Arbeit und auch die Ausbildung der Azubis leiden würde. Deutschland ist vor allem ein Garant für qualitativ Hochwertige Arbeit. Diesen "Ruf" sollten wir auf jeden Fall erhalten, denn er einzige Grund um noch Arbeitsplätze in Deutschland zu halten ist für viele Firmen diese Qualität.
Genau das sehe ich auch so. Wenn es keine Zertifikate für einen Meister oder eine Lehre gibt wäre es wirklich schlecht. Man hätte auch überhaupt nicht mehr die sicherheit das jemand etwas von seinem Handwerk (oder was auch immer) versteht. Ich hätte angst mir z.B. einen Klemptner kommen zu lassen, weil ich nicht wüsste ober er gut ist und ober er es auch wirklich kann, denn ich finde es gibt viele Leute die sich einfach überschätzten und meinen etwas zu können. Außerdem würde ich selber wenn ich in einem Beruf arbeite ein gewissen Wissensstandart haben wollen.
gruss Tob
BodyLove
26.04.2004, 20:40
So, dort wo wir einer Meinnung sind, brauche ich ja nicht zu kommentieren.;)
Ganz so einfach ist es da auch nicht... Es gibt noch immer die 2 Häuser. Den Kongress und den Senat. Auch das Amerikanische System ist ein Föderales System! Aber du hast in so fern recht, dass der Präsident sicher mehr Befugnisse hat und außerdem auch er als Person viel wichtiger ist.
Aber ist das unbedingt gut? Ein Mann macht quasi Politik, die Partei hinter ihn rückt in den Hintergrund. Ich finde, da ist unser System erheblich besser. Macht lässt sich so nicht so leicht ausnutzen, denn es gibt immer eine ganze Gruppe (in Form einer Partei), die dem Bundeskanzler den Rücken stärken muss.
Ob es gut ist, liegt nicht bei mir zu urteilen. Ich fände es nur besser, wenn jemand völlige Freiheit hätte, das Land zu dirigieren, ohne dabei Rücksicht auf die Opposition zu nehmen. Bei Machtausnutzung im eigenen Sinne, müsste man natürlich Gremien haben, die das ganze Einhalt gebieten. Wenn aber solchen ein Kanzler einen Fehler macht, so weiss man, wer diesen Fehler macht. In dieser Situation hat man eben nicht die Möglichkeit der Ausrede, da speziell in solchen Fällen jeder den Ball hin und her spielt.
Hab ich irgendwie was nicht mitbekommen? War es nicht die Opposition, welcher die Sache mit den Kürzungen nicht weit genug ging? Bitte korrigier mich, wenn ich da falsch liege.
Afaik ist es nur Friedrich Merz, der nach mehr Streichungen fordert. Der Rest ist eher zurückhaltender. Ich habe den Reformstreit kurz vor weihnachten als Beispiel genommen.
Nicht unbedingt. Ich wüsste schon, wo ich das Geld was ich habe so alles investieren könnte, aber es ist einfach nicht genug Geld da ...
Ich wüsste es auch. Nur, gibt es einige, die es eben für schlechte Zeiten zurückhalten. Was ja ihr gutes Recht ist. Diesen Pessimismus sollte man aber durchbrechen. Der Konsum muss angeregt werden.
Vielleicht ist es gut, dass wir anfangen uns bewusst zu werden, dass es nicht sein kann, dass ein Land, was nahezu ohne Rohstoffe ist, sich von einem Wirtschaftszweig abhängig macht.
Aber viele Probleme der Automobilindustrie sind auch Hausgemacht.
Beispiel VW:
Der Golf 5 ist unbezahlbar und auch Lupo und Polo sind für die gebotene Leistung einfach viel zu teuer. Warum sollte ich mir ein Deutsches Auto kaufen, wenn ich für 10-20% weniger ein ähnliches Auto von einem ausländischen Hersteller bekomme.
Im Moment plant gerade die Automobilindustrie genau in die falsche Richtung. Anstatt ein Auto zu Konstruieren, welches für eine große Masse finanzierbar ist, werden hier die tollsten Luxusschlitten gebaut.
Das Image der deutschen Autos ist noch immer ungebrochen. Sie gelten als die qualitativ Hochwertigsten Autos der Welt. Die Menschen möchten deutsche Autos kaufen. Dafür zahlen sie auch. Um dieses Image aufrechtzuerhalten, versucht man eben, Luxusmarken dazu zu gewinnen, um den Deutschen Image noch zu steigern. VW>Lambo>Maserati>Bentley; BMW>RRs, usw.
Im groben und ganzen Stimme ich dir da zu.
Aber ein geringerer aufwand bei der Bewältigung der Arbeit der Finanzämter bedeutet auch, dass es wieder mehr Arbeitslose gibt!
Ich meine die neuen Arbeitslosen sind an der Zahl geringer, als diejenigen Arbeitslosen, die dank de Steuerreform wieder Arbeit bekommen haben.
Und hier sollte sich mal jemand ganz radikal ran machen! Jeder der mehr als (sagen wir mal) 12 Monate ohne Arbeit ist und/oder vom Arbeitsamt angebotene Stellen nicht annimmt sollte gerade so viel bekommen, wie er zum Leben braucht. Vielleicht wären da Lebensmittelmarken o.ä. wieder eine Möglichkeit.
Es kann nicht sein, dass ein Sozialhilfeempfänger einen High-End PC, DVD Player, Heimkinoanlage etc. in der Wohnung stehen hat. Sicher sind das Einzelfälle, aber die darf es nicht geben, denn sie fördern auch Unmut im Volk.
Über einen Zeitraum von , sagen wir mal 20-30 Jahren, sollte das Rentensystem komplett auf private(plicht-)Vorsorge umgestellt werden, denn private Versicherungen erziehlen hier eh bessere Gewinne, welche die Beiträge wiederrum niedrig halten.
Jemand, der keine Arbeit bekommt, dem sollte man die Leistungen nicht kürzen. Es ist nämlich nicht seine Schuld, dass er ohne Ausbildung anfing zu arbeiten. Es ist auch nicht seine Schuld, dass er mit über 50 gefeuert wird. Bei den Leuten, denen Arbeit angeboten wird, die aber diese dann ablehnen, bei solchen Leuten müsste man eine Reform durchziehen. Dies aber nicht anhand von Zwang bzw. Kürzungen, sondern durch Zuschüssen. Jeder Mensch ist klug genug zu entscheiden, wann arbeit sinnvoll ist und wann nicht. Und es ist nicht sinnvoll zu arbeiten, wenn man mit Sozialhilfe mehr bekommt, als wenn man arbeitet. Der Staat müsste erkennen, dass man hier mehr Zuschüsse bringen müsste, um Billigjobs attraktiver zu machen.
Wer gute Bildung will, der bekommt sie auch, ohne das es ihn übermäßig viel kostet. Das Problem ist eher, dass viele diese Bildung garnicht mehr wollen oder das im Kindesalter oft die Eltern versagen.
Im Bereich der Bildung sind sicher viele Struckturänderungen nötig, aber mehr Geld wird nicht unbedingt benötigt. Mit dem vorhandenen Geld könnte man auch vieles besser machen.
Wie war das noch mal? Ich glaub ab dem 4. Semester über Regelstudienzeit muss man diese Berappen, oder? Ich finde das völlig in Ordnung. Wer es bis dahin nicht geschafft hat seinen Abschluss zu machen, der hat entweder keine Lust oder ist einfach zu dumm.
Stimmt nur bedingt. Sofern man finanziell nicht gut dasteht, muss man gewissermaßen eine Auszeit nehmen, um die Finanzen zu regeln. Auch mir wurden Arbeiten angeboten, welche ich nicht annehmen wollte, da ich es nicht nötig hatte. Ich werde, zu meiner Freude, von meinen Eltern finanziell unterstützt. Aber es gibt Studierende, die dieses Glück nicht haben. Und für die, ist es nicht fördernd. Und Abiturienten, die Wissen, dass sie langfristig im Studium auf finanzielle Probleme stoßen können, werden sich 2mal überlegen, ob sie studieren, oder sich auf die Arbeitswelt stürzen möchten.
In welchen Punkten? Ich finde unsere Verfassung und unser Staatssystem eigentlich ganz in Orndnung.
Gewerkschaften sollten imho nicht soviel Einfluss haben dürfen. Nur ein Bsp.
Vorsicht! Das würde automatisch bedeuten, dass die Qualität der Arbeit und auch die Ausbildung der Azubis leiden würde. Deutschland ist vor allem ein Garant für qualitativ Hochwertige Arbeit. Diesen "Ruf" sollten wir auf jeden Fall erhalten, denn er einzige Grund um noch Arbeitsplätze in Deutschland zu halten ist für viele Firmen diese Qualität.
Glaubst du nicht, dass wenn man Qualität haben möchte, dass man zu einer Meisterwerkstatt geht? Der Meisterbrief wird nicht vollständig abgeschafft, sondern es wird nur denjenigen die Tür geöffnet, die zwar Ahnung von der Materie haben, aber keine Ausbildung, oder den Meisterbrief nicht geschafft haben...
Wenn du günstige Arbeit haben möchtest, lässt du es von einem Nicht-Meisterbetrieb durchführen. Wenn du Qualität haben möchtest, lässt du es so einem Meister durchführen. Somit hätte man imho Schwarzarbeit auf den Baustellen sehr stark eingedämpft.
Sorry hab jetzt keine Zeit mehr.... ich werde bei gelegenheit noch weitere Punkte hinzu fügen.
Würde mich freuen.
Unserer Gesellschaft geht aufgrund einiger Dinge schlechter als früher. Manche sind hausgemachte Probleme und manche solche, unter denen alle Industrienationen zu leiden habe:
Geburtenrückgänge (Frauen gehen arbeiten).
Gewerkschaften haben zuviel Macht/Einfluß.
Es wird zu wenig gearbeitet.
Wir haben zuviele alte Menschen und zu wenig junge.
Das Gesundheitssystem kostet zuviel.
Die Steuern sind zu hoch.
Es gibt zuviele Gesetze (90.000 Gesetze und Verordnungen, um genau zu sein)
Der Mittelstand, der die Abeitsplätze schafft, kann icht flexibel genug operieren, weil er mit Steuern und Vorschriften gegängelt wird.
Die Schwarzarbeit ist zu hoch.
Arbeit lohnt sich nicht mehr.
Die Lohnkosten und Lohnnebenkosten sind zu hoch.
Keine Schulbetreuung (Ganztagsschulen).
Zu wenig oder unzureichende Bildung.
Nicht ausbildbare Lehrlinge (weil zu blöd).
Zu geringe Anforderungen an den Gymnasien und Hochschulen.
Zuviel Verwaltung von Verwaltung.
Zuviele Bundesländer, vornehmlich zuviele Stadtstaaten.
Die Lebenshaltungskosten werden immer teuerer.
Keine politischen Eliten mehr (wohl auch, weil sie zuwenig verdienen im Verhältnis zu Managern)
usw usw usw
BodyLove
26.04.2004, 20:51
Unserer Gesellschaft geht aufgrund einiger Dinge schlechter als früher. Manche sind hausgemachte Probleme und manche solche, unter denen alle Industrienationen zu leiden habe:
Geburtenrückgänge (Frauen gehen arbeiten).
.
.
.
.
Keine politischen Eliten mehr (wohl auch, weil sie zuwenig verdienen im Verhältnis zu Managern)
usw usw usw
Einige von den erwähnten Punkten wollte ich ebenfalls eingehen, aber mir fehlte leider die Zeit. Familienpolitik ist ein großes Thema. Bildung ist nebenbei auch ein großes Thema.
Möglichweise mache ich das noch morgen, wenn ich von der Uni wieder zurückkomme und das Wetter nicht so schön wird, wie heute.
Glaubst du nicht, dass wenn man Qualität haben möchte, dass man zu einer Meisterwerkstatt geht? Der Meisterbrief wird nicht vollständig abgeschafft, sondern es wird nur denjenigen die Tür geöffnet, die zwar Ahnung von der Materie haben, aber keine Ausbildung haben, oder den Meisterbrief nicht geschafft haben...
Wenn du günstige Arbeit haben möchtest, lässt du es von einem Nicht-Meisterbetrieb durchführen. Wenn du Qualität haben möchtest, lässt du es so einem Meister durchführen. Somit hätte man imho Schwarzarbeit auf den Baustellen sehr stark eingedämpft.
Das ist zwar eine gute idee. Aber ich meine du sagst doch selber das die Leute nicht viel geld investieren wollen und wenn sie investieren dann doch richtig oder? Viele Firmen und auch Geschäfte machen in letzter zeit zu. Und wenn du dann noch neben den Meisterwerkstätten Werkstätten hättest in denen Leute arbeiten die sich halt ein bisschen auskennen, dann denke ich würden beide Werkstätten zu machen müssen weil sie zu wenig Kunden haben würden. Außerdem wer will denn heutzutage keine Qualität? Also ich finde das steht ziehmlich weit oben. Ich glaube auch nicht das man ohne Meister oder Lehre es sich leisten kann einen Werkstatt auf zu machen, die man auch unterhalten kann und mit der man genug Kunden hat. Könnte ich mir Persönlich schwer vorstellen. (Kannst mich ja umstimmen :) )
gruss Tob
BodyLove
26.04.2004, 21:01
Das ist zwar eine gute idee. Aber ich meine du sagst doch selber das die Leute nicht viel geld investieren wollen und wenn sie investieren dann doch richtig oder? Viele Firmen und auch Geschäfte machen in letzter zeit zu. Und wenn du dann noch neben den Meisterwerkstätten Werkstätten hättest in denen Leute arbeiten die sich halt ein bisschen auskennen, dann denke ich würden beide Werkstätten zu machen müssen weil sie zu wenig Kunden haben würden. Außerdem wer will denn heutzutage keine Qualität? Also ich finde das steht ziehmlich weit oben. Ich glaube auch nicht das man ohne Meister oder Lehre es sich leisten kann einen Werkstatt auf zu machen, die man auch unterhalten kann und mit der man genug Kunden hat. Könnte ich mir Persönlich schwer vorstellen. (Kannst mich ja umstimmen :) )
Naja, um in solch einem Fall, eine Werkstatt zu öffnen, bedarf es eigentlich nicht viel. Anmeldungskosten bei den Ämtern, Werkzeuge, und? Für große Arbeiten wird man vielleicht auch gar nicht die Mittel haben. Aber nehmen wir an, du kannst Handwerken. Du hast es gelernt, hast aber keinen Meisterbrief abgeschlossen und willst arbeiten. so hast du keine Chance zu arbeiten, da dir keine Möglichkeit geboten wird. Andersrum aber, hätte man die Möglichkeit auf Aufnahme der Geschäfte, so könnte man Reperaturen durchführen, die zwar nicht groß an der Zahl sein würden, aber trotzdem ausreichen würde, um zu leben. Und für den Staat wäre es auch sinnvoll. Man bekäme dadurch Steuern. Und wieso Schwarzarbeiten, wenn man es legal machen könnte? Ich kenne einen, der ein 2mannBetrieb geöffnet hat, wo deren Auftragslage auch nicht schlecht ist. Arbeit ist vorhanden. Nur ist es zur Zeit zu teuer.
ist-halt-so
26.04.2004, 21:14
ich fände es auch eine gut Idee die Lohnsteuer wegfallen zu lassen und im Gegenzug die Mehwertsteuer anzuheben.
Denn wenn mir der Staat schon einen haufen Geld abnimmt bevor es auf meinem Konto landet überleg ich mir zweimal für was ich es ausgebe. Habe ich jedoch fast den gesamten Lohn auf meinem Konto gehe ich auch großzügiger damit um.
Soll heißen, wenn ich das Geld erst einmal in den Händen hab gebe ich es auch aus.
Ich glaube in Östereich wird dies so gehandhabt, kann mich aber auch irren.
[focusbiker]
26.04.2004, 21:31
Servus!
Hab zur Zeit leider keine Zeit ein ausfürhliches Kommentar abzugeben, aber ich hab immerhin mal nen interessanten Link, der sehr gut zum Thema passt!
Schaut mal hier! (http://www.perspektive-deutschland.de/03060.php#p4) , das die Ergebnisse einer Umfrage, welche letztes Jahr zusammen von ZDF, AOL, dem STERN und McKinsey &Co. durchgeführt wurde - unter dem Motto "Perspektive Deutschland".
Schaut euch die Ergebnisse an, ist wirklich sehr interessant!
PS: Hab auch an der Umfrage teilgenommen, aber meine Antworten verrate ich net! :D
Der Daedalus
26.04.2004, 22:32
Ok jetzt hab ich ein bisschen Zeit ...
Zu deinem Eröffnungspost:
Wie ihr seht, steht hinter jeder guten Idee, ein Konstrukt, welches sich vehement dagegenstemmt, weil sie hierdurch fürchten, den jetzigen Wohlstand, welches sie haben, verlieren könnten, ohne die Chancen hierfür zu sehen.
So ist es nun mal in einer Demokratie. Wir leben in einer solchen. Es sollte jede Meinung das Recht haben gehört zu werden und es sollte auch jede Meinung eine Chance bekommen sich durch zu setzten.
Ich sehe das Problem nicht in dem System an sich, sondern in den Menschen, die dieses System Missbrauchen.
Es gibt genug beispiele für korrupte Politiker und Gewerkschafter. Viele Missbrauchen die Demokratie um sich einen persönlichen Vorteil zu schaffen.
Aber man sollte nicht das System ändern, weil es Leute gibt, die dies Missbrauchen.
Der Präsident hat volle Entscheidungsfreiheit in seiner Legislaturperiode. Das sollte man in Deutschland ebenfalls einführen. Damit hat das Volk die Möglichkeit jemadem direkt die Schuld zu zuweisen, ohne auf irgendwelche flüchtigen Ausreden hören zu müssen. In diesem Land haben einfach zuviele zu viel Macht und Einfluss.
Auch dieses Schwert hat zwei Schneiden. Auf der einen Seite ist es sicher gut, wenn man sofort auf jemanden zeigen kann und sagen "der wars".
Aber ich sehe da zwei große Nachteile:
1. Es wird dem Volk zu leicht gemacht jemanden zu bestrafen ohne die Hintergründe zu durchblicken. Veilleicht ist es ja gerade gut, wenn es schwer ist jemanden Verantwortlich zu machen, denn dann muss man sich Gedanken machen und bekommt vielleicht einen besseren Blick für das Gesamte. Wichtig ist vor allem, das das Volk sich seiner Verantwortung bewusst ist und es sich eben nicht so verdammt leicht machen kann.
2. Wenn ein Mensch genau weis, dass er "dran ist" wenn er etwas falsch macht, dann kann das auch dazu führen, dass er aus Angst lieber wichtige und vielleicht auch unangenehme Reformen nicht durchsetzt. Die Tatsache, dass in Deutschland die Partei hinter einem steht, gibt auch eine gewisse Sicherheit, wenn es darum geht auch mal Dinge in Bewegung zu setzen, die nicht ganz so "einfach" sind.
So nun zu dem anderen Post:
Wenn aber solchen ein Kanzler einen Fehler macht, so weiss man, wer diesen Fehler macht. In dieser Situation hat man eben nicht die Möglichkeit der Ausrede, da speziell in solchen Fällen jeder den Ball hin und her spielt.
Aber ohne Kontrollinstanz (Bundesrat/Opposition) wird es wohl öfter zu fehlern kommen. Wir reden hier ja nicht von Peanuts, sondern von Fehlern, die etliche Milliarden kosten könnten und vielleicht viele Menschen unglücklich machen. Solche Fehler sollten doch nach Möglichkeit verhindert werden, bevor sie durchgesetzt werden.
s Image der deutschen Autos ist noch immer ungebrochen. Sie gelten als die qualitativ Hochwertigsten Autos der Welt. Die Menschen möchten deutsche Autos kaufen. Dafür zahlen sie auch. Um dieses Image aufrechtzuerhalten, versucht man eben, Luxusmarken dazu zu gewinnen, um den Deutschen Image noch zu steigern. VW>Lambo>Maserati>Bentley; BMW>RRs, usw.
Qualität und Luxus sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.
Fast jeder konnte sich damals den Käfer leisten und der war ein Garant für das Wirtschaftswunder.
VW z.B. sollte wieder ein bisschen weg vom Luxus und wieder VOLKSWAGEN bauen, die sich das Volk auch leisten kann, denn sonst weicht das Volk auf ausländische Anbieter an, die aber in dt. keine Arbeitsplätze sichern.
Ich sehe in letzter Zeit viel mehr Importautos auf deutschen Straßen fahren. Der Ruf der schlechten Japaner mit mieser Qualität ist längst Geschichte und auch die Franzosen haben mächtig dazu gelernt.
IMO setzten die Deutschen Hersteller im Moment auf das falsche Pferd. Es ist kein Luxus gefragt, denn Luxus können sich im Moment nicht viele leisten.
Jemand, der keine Arbeit bekommt, dem sollte man die Leistungen nicht kürzen. Es ist nämlich nicht seine Schuld, dass er ohne Ausbildung anfing zu arbeiten.
Man könnte es so handhaben: Wenn jemand Arbeitslos wird, dann bekommt er so lange "gut" Geld bis das, was er einbezahlt hat (lässt sich ja leicht errechnen) "aufgebraucht" ist. Danach bekommt er so viel wie er gerade zum Leben braucht.
Warum soll jemand, der nicht für seinen Lebensunterhalt arbeitet im Luxus leben? Und einen DVD Player halte ich auch schon für Luxus!
Wir sind zwar ein Sozialstaat, aber wir sollten es mit dem Sozial sein nicht übertreiben. Erst recht nicht in Zeiten, wo wir uns das nicht leisten können.
eder Mensch ist klug genug zu entscheiden, wann arbeit sinnvoll ist und wann nicht. Und es ist nicht sinnvoll zu arbeiten, wenn man mit Sozialhilfe mehr bekommt, als wenn man arbeitet.
Da muss ich dir wehement wiedersprechen! Wenn jemand nicht Arbeitet, obwohl er könnte und einen Job bekommen würde dann hat er keine weitere Unterstüzung verdient, fertig aus! Solche Leute sind Schmarozer, egal welche Begründung sie aufführen! Der Staat sollte was dran ändern, das stimmt, aber das Bewusstsein dieser Leute sollte sich auch mal ändern!
Stimmt nur bedingt. Sofern man finanziell nicht gut dasteht, muss man gewissermaßen eine Auszeit nehmen, um die Finanzen zu regeln. Auch mir wurden Arbeiten angeboten, welche ich nicht annehmen wollte, da ich es nicht nötig hatte. Ich werde, zu meiner Freude, von meinen Eltern finanziell unterstützt. Aber es gibt Studierende, die dieses Glück nicht haben. Und für die, ist es nicht fördernd. Und Abiturienten, die Wissen, dass sie langfristig im Studium auf finanzielle Probleme stoßen können, werden sich 2mal überlegen, ob sie studieren, oder sich auf die Arbeitswelt stürzen möchten.
Wer gut ist, der bekommt sein Studium irgendwie finanziert.
Ein Beispiel:
Ich mache eine Duale Ausbildung, wem es nichts sagt, hier eine kurze Erläuterung:
Ich mach eine Berufsausbildung zum Fluggerätmechaniker und gleichzeitig (im 3-4 Monats Wechsel) ein Studium zum Dipl. Ing. Maschinenbau an einer FH. Ich bekomme normales Azubi Gehalt und ein bisschen Unterstüzung von meinen Eltern und das reicht um gut leben zu können (mit eingener Wohnung und Auto).
Solche Stellen gibt es mittlerweile relativ häufig und in allen möglichen Berufsrichtungen.
Wer die nötigen Qualifikationen mitbringt, der würde eine solche Stelle bekommen, wenn er dafür veilleicht in Kauf nehmen würde, dass er halt etwas härter Arbeiten muss, als ein normaler Student.
Glaubst du nicht, dass wenn man Qualität haben möchte, dass man zu einer Meisterwerkstatt geht? Der Meisterbrief wird nicht vollständig abgeschafft, sondern es wird nur denjenigen die Tür geöffnet, die zwar Ahnung von der Materie haben, aber keine Ausbildung, oder den Meisterbrief nicht geschafft haben...
Wenn du günstige Arbeit haben möchtest, lässt du es von einem Nicht-Meisterbetrieb durchführen. Wenn du Qualität haben möchtest, lässt du es so einem Meister durchführen. Somit hätte man imho Schwarzarbeit auf den Baustellen sehr stark eingedämpft.
Das hätte zur Folge, dass viele Meister Arbeitslos werden. Außerdem würden dann viele Betriebe entstehen, in denen nicht Ausgebildet werden kann, weil sie keinen Meister haben.
Veilleicht sollte man irgendwie die Meisterschule fördern, aber an diesem System sollte man im Grundsatz fest halten.
BodyLove
26.04.2004, 23:22
Ok jetzt hab ich ein bisschen Zeit ...
Zu deinem Eröffnungspost:
So ist es nun mal in einer Demokratie. Wir leben in einer solchen. Es sollte jede Meinung das Recht haben gehört zu werden und es sollte auch jede Meinung eine Chance bekommen sich durch zu setzten.
Ich sehe das Problem nicht in dem System an sich, sondern in den Menschen, die dieses System Missbrauchen.
Es gibt genug beispiele für korrupte Politiker und Gewerkschafter. Viele Missbrauchen die Demokratie um sich einen persönlichen Vorteil zu schaffen.
Aber man sollte nicht das System ändern, weil es Leute gibt, die dies Missbrauchen.
Wir können die Menschen nicht ändern. Ein Mensch bleibt Mensch. Und es gibt viel zu wenig anständige Politiker, die nicht an sich selbst denken. Der Kanzler will Kanzler bleiben. >Grundlegende Reformen bleiben aus. Merkel will führer bleiben. Aus diesem Grund gibt es kein Machtwort... Genau aus diesem Grund sollte man etwas am System ändern. Eine Kontrollinstanz ist ein muss. Ohne dies, würde man möglicherweise ins offene Messer laufen. Und der Kanzler hat Berater, die ebenfalls alles durchgehen. Imho ist die Wahrscheinlichkeit, dass etwas unvorhergesehenes und nicht kalkuliertes passiert, nahe null. Wie du sagtest, will der Kanzler im Amt bleiben. Aus diesem Grund wird er auch vorsichtig sein, mit seiner Macht. Für den Fall, dass er seine Macht missbraucht, könnte die Opposition eine Ausserordentliche Versammlung zusammenrufen, die dann abstimmen, ob der Kanzler abgewählt wird. Imho mache ich einen Schritt, als gar keinen zu machen.
Auch dieses Schwert hat zwei Schneiden. Auf der einen Seite ist es sicher gut, wenn man sofort auf jemanden zeigen kann und sagen "der wars".
Aber ich sehe da zwei große Nachteile:
1. Es wird dem Volk zu leicht gemacht jemanden zu bestrafen ohne die Hintergründe zu durchblicken. Veilleicht ist es ja gerade gut, wenn es schwer ist jemanden Verantwortlich zu machen, denn dann muss man sich Gedanken machen und bekommt vielleicht einen besseren Blick für das Gesamte. Wichtig ist vor allem, das das Volk sich seiner Verantwortung bewusst ist und es sich eben nicht so verdammt leicht machen kann.
2. Wenn ein Mensch genau weis, dass er "dran ist" wenn er etwas falsch macht, dann kann das auch dazu führen, dass er aus Angst lieber wichtige und vielleicht auch unangenehme Reformen nicht durchsetzt. Die Tatsache, dass in Deutschland die Partei hinter einem steht, gibt auch eine gewisse Sicherheit, wenn es darum geht auch mal Dinge in Bewegung zu setzen, die nicht ganz so "einfach" sind.
Zu 1. Das ist aber auch jetzt so. Wenn ich schon sehe, was die BildZeitung alles als Fakt ausgibt, da könnte ich ausrasten. Ich glaube nicht, dass der OttonormalBürger sich intensivst Gedanken über die Politik macht. Sie wählen nach Gefühl.IMHO. Etwas hast du aber übersehen. Wenn man einen direkt bestrafen kann, weil man weiss, dass er der Schuldige ist, so würden imho mehr Menschen wählen gehen. Die Wahlbeteiligung würde steigen. (nicht wählen gehen= Volks... Kann mir jemand dieses Wort vervollständigen, ich habe es nämlich vergessen) Was eben zu mehr Demokratie führen würde und den Rechten keine Chance bieten würde, dass sie in das Parlamant eintreten.
Zu 2. Wenn er nichts macht, wird er abgewählt. Entweder riskiert er was, oder lässt es sein, und wird abgewählt. In solch einem System würde man imho Stillstand härter bestrafen, als Versuche, die nicht 100&ig erfolgreich waren, wie erhofft.
Qualität und Luxus sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.
Fast jeder konnte sich damals den Käfer leisten und der war ein Garant für das Wirtschaftswunder.
VW z.B. sollte wieder ein bisschen weg vom Luxus und wieder VOLKSWAGEN bauen, die sich das Volk auch leisten kann, denn sonst weicht das Volk auf ausländische Anbieter an, die aber in dt. keine Arbeitsplätze sichern.
Ich sehe in letzter Zeit viel mehr Importautos auf deutschen Straßen fahren. Der Ruf der schlechten Japaner mit mieser Qualität ist längst Geschichte und auch die Franzosen haben mächtig dazu gelernt.
IMO setzten die Deutschen Hersteller im Moment auf das falsche Pferd. Es ist kein Luxus gefragt, denn Luxus können sich im Moment nicht viele leisten.
Ob Qualität und luxus 2 völlig unterschiedliche Dinge sind bezweifele ich. Alles was teuer ist, hat auch eine gewisse Qualität. Alles was güntig ist, hat eben eine mindere Qualität. So denkt man. Dies ist imho fest in den Köpfen verankert. Ich spreche hier nicht von den Jugendlichen oder den Jungen Menschen. Sondern viel eher von den etwas Älteren. Als Beispiel, mein Vater. Der will um nichts auf der Welt ein ausländischen Auto kaufen. Egal ob aus Frankreich, Italien oder Japan. Es gibt sehr schöne und interessante Autos, die nicht aus Deutschland kommen. Alfa Romeo, Peugeot, Saab, Volvo,... Die Deutschen haben sich gehen lassen und sich nicht weiter vorwärts bewegt. Früher konnte eine Konkurrenz einem Golf nicht das Wasser reichen. Jetzt sind schon 4 Autos auf dem Selben Niveau. Opel ist sogar vorm Golf. Revolution! Das Beispiel Golf ist aber hart. Die Preise für den Golf waren immer etwas hoch. Nur hat man diesmal nicht die starke Konkurrenz miteingerechnet. Aber die Autos, die die Deutschen kaufen sind eher die Mittelklassewagen. Die C-Klasse, der 3erBMW, der A4. Sagen wir mal so, in diesem Segment sind die Deutschen Spitze. Die Ober- und Luxusklasse lasse ich mal aussen vor.
Man könnte es so handhaben: Wenn jemand Arbeitslos wird, dann bekommt er so lange "gut" Geld bis das, was er einbezahlt hat (lässt sich ja leicht errechnen) "aufgebraucht" ist. Danach bekommt er so viel wie er gerade zum Leben braucht.
Warum soll jemand, der nicht für seinen Lebensunterhalt arbeitet im Luxus leben? Und einen DVD Player halte ich auch schon für Luxus!
Wir sind zwar ein Sozialstaat, aber wir sollten es mit dem Sozial sein nicht übertreiben. Erst recht nicht in Zeiten, wo wir uns das nicht leisten können.
Finde ich gut. Nur würde dies wohl gegen das Recht der Gleichberechtigung sein. Was soll einer machen, der von Anfang an keine Ausbildung hat? Worste Case: Ein Hauptschüler verlässt die Schule mit einem Schnitt von 3,5. Obwohl er sehr intelligent ist, hat er nicht bessere Noten schreiben können, da er zum einen die Familie finanziell unterstützen musste, zum anderen aber er auch keine gute Deutsche Erziehung bekam, weil er erst ab 7 Jahren anfing Deutsch zu sprechen.
Hier sollte man differenzieren zwischen dem, der trotz Zuschüsse die Arbeit nicht annimmt, und dem, der alles annehmen würde, nur der bekommt keine Arbeit. Diese Idee mit dem Zurückzahlen wäre noch sinnvoller in der Rentenreform. Jeder zahlt auf ein gewisses Konto ein, wo ein Teil eine eigene Vorsorge ist, und ein anderer Teil eben für die gesetzliche Mindestrente beansprucht werden. Somit würde man der Rentenknappheit entgehen, da man selber auf sein eigenes Rentenkonto einzahlt. Problem hierbei ist, dass dies enorm viel Kosten würde, da das jetzige Rentensystem nicht völlig für solch eine Reform ausgelegt ist. Im Übrigen sehe ich ein DVD-Player nicht als Luxusgut an. Die Kosten gerade mal 40 Euro.
Da muss ich dir vehement wiedersprechen! Wenn jemand nicht Arbeitet, obwohl er könnte und einen Job bekommen würde dann hat er keine weitere Unterstüzung verdient, fertig aus! Solche Leute sind Schmarozer, egal welche Begründung sie aufführen! Der Staat sollte was dran ändern, das stimmt, aber das Bewusstsein dieser Leute sollte sich auch mal ändern!
Bewusstsein hin, Bewusstsein her. Man muss Minijobs attraktiver machen. Die Leistungen dermaßen kürzen, dass man unter dem Durschnittsverdienst der Minijob-Arbeiter kommt, halte ich für die falsche Lösung, da auch die Arbeitslosen konsumieren. Von was sollen die Konsumieren, wenn kein Geld vorhanden ist?
Wer gut ist, der bekommt sein Studium irgendwie finanziert.
Ein Beispiel:
Ich mache eine Duale Ausbildung, wem es nichts sagt, hier eine kurze Erläuterung:
Ich mach eine Berufsausbildung zum Fluggerätmechaniker und gleichzeitig (im 3-4 Monats Wechsel) ein Studium zum Dipl. Ing. Maschinenbau an einer FH. Ich bekomme normales Azubi Gehalt und ein bisschen Unterstüzung von meinen Eltern und das reicht um gut leben zu können (mit eingener Wohnung und Auto).
Solche Stellen gibt es mittlerweile relativ häufig und in allen möglichen Berufsrichtungen.
Wer die nötigen Qualifikationen mitbringt, der würde eine solche Stelle bekommen, wenn er dafür veilleicht in Kauf nehmen würde, dass er halt etwas härter Arbeiten muss, als ein normaler Student.
Das ist sehr einfach gesagt, aber schwer durchführbar. Wer gut ist, bekommt sein Studium finanziert. Soll ich nächtelang lernen, nur um mein Studium in der Regelstudienzeit zu schaffen? Nebenbei Arbeiten gehen, um Geld zu haben, um meine Mindestbedürfnisse zu befriedigen?
Man sollte langsam davon weggehen, die Schule allein, als Standard für Bildung zu sehen. Der Mix machts. Das Leben ist imho ein sehr wichtiger Bestandteil davon. Gerade wenn man noch jung ist, will man das Leben genießen. Arbeiten und pauken sind zwar wichtig, aber soziale Kenntnisse zu haben auch. Andere Länder kennenzulernen, andere Sprachen zu sprechen, andere Kulturen zu sehen sind imho ebenfalls sehr wichtig. Man sollte den Studierenden schon die Zeit geben, sich frei zu entfalten. Studium allein ist nicht das NonPlusUltra. Ich kannte viele Menschen, die Morgens bis Abends nur am lernen waren. Die haben sich isoliert. Natürlich waren deren Noten besser, als die des Durschnitts. Aber was denen als Sozialen Kontakt fehlt, können sie imho nicht durch gute Noten wettmachen. Solch ein System, wie du es ansprichst haben wir hier auch. Ist ein sehr interessantes System, welches man weiterführen sollte.
Das hätte zur Folge, dass viele Meister Arbeitslos werden. Außerdem würden dann viele Betriebe entstehen, in denen nicht Ausgebildet werden kann, weil sie keinen Meister haben.
Veilleicht sollte man irgendwie die Meisterschule fördern, aber an diesem System sollte man im Grundsatz fest halten.
Thats Business. Wer nicht den Anforderungen gerecht wird, der wird untergehen. Egal ob Meisterbetrieb, oder einfacher Arbeiter. Aber wenn ein Meisterbetrieb die Mitarbeiter entlässt, so haben diese doch die Chance selber einen Laden zu öffnen. Das der Meisterbetrieb ganz bankrott geht, sofern er die Arbeit anständig durchgeführt hat, halte ich für ausgeschlossen. Ich denke, es gibt Bereiche, wo man nur die max. Qualität haben möchte. Und hier ist dem Meisterbetrieb nichts vorzuziehen. Studien sollen aber gezeigt haben, dass zum Einen die Arbeitslosenzahlen nicht anstiegen, zum Anderen aber die Qualitätsstandards nicht gesenkt wurden, als Italien dies durchgeführt hatte.
Blutschlumpf
26.04.2004, 23:44
Also zur Frage, warum es unserer Gesellschsfft so schlecht geht fällt mir nur ein:
Weil die Deutschen ein Volk verwöhnter, fauler Weicheier sind.
35 Stunden-Woche ? Ist doch ein Witz, ich bin Azubi (also kein Topverdiener) und komm locker auf 45, stirbt man auch nicht von.
Bis zu 30 Tage Urlaub ? Hab letztes Jahr 11 Tage genommen, ist doch eh immer frei weil man in Deutschland alle paar Wochen nen Dutzend Feiertage reingepappt hat.
So wenig wie ein Durchschnittsdeutscher arbeitet man doch nirgendwo anders.
Mein Kumpel ist Student, ich hab das Gefühl, dass der locker 40-50% des Jahres frei hat und den Rest des Jahren Tage mit 2 Stunden Vorlesung oder so Scherzen. Warum ? Um sich auf Studentenfeten vollzusaufen ?
Kann man das nicht wie bei der BW machen ? Statt 2 Semester 3 Trimester im Jahr mit etwa der gleichen "Lernmenge". Dann kommt man auch nicht erst mit 30 in den Beruf, sondern schon mit 26.
Unser Gesundheitssystem ist totaler Overkill. Muss die 80jährige Oma denn noch unbedingt ne neue Hüfte für werweißwieviel tausend Euro haben ?
Muss ich mich ne Woche krankschrieben lassen, weil ich nen kleinen Schnupfen habe ?
Gehört dem Arzt, der mich dafür ne Woche krankschreibt um von den Kassen abzukassieren nicht die Zulassung entzogen ?
Back to topic:
Klar, Steuern senken, Staat weiter verschulden um die Wirtschaft anzukurbeln und die Schulden durch die dann boomende Wirtschaft abbauen. :volllol
Dass ich nicht lache, soweit ich weiß hat das noch bei keinem Land zu keiner Zeit geklappt.
Und wenn gespart wird, dann an den falschen Stellen: Militär, Forschung und Bildung
ist-halt-so
27.04.2004, 00:03
Back to topic:
Klar, Steuern senken, Staat weiter verschulden um die Wirtschaft anzukurbeln und die Schulden durch die dann boomende Wirtschaft abbauen. :volllol
Dass ich nicht lache, soweit ich weiß hat das noch bei keinem Land zu keiner Zeit geklappt.
Nicht senken ! Lohnsteuer ganz weg und die Mehrwertsteuer auf 25% in Austria klappts doch auch. Hab vorhin mit einem aus meinem Clan gelabert der iss nen Ösi. Er hat mir das ein wenig geschildert.
Außerdem wars nur ne Idee...ob es hilft oder nicht werden wir wohl eh nie erfahren
BodyLove
27.04.2004, 00:06
Back to topic:
Klar, Steuern senken, Staat weiter verschulden um die Wirtschaft anzukurbeln und die Schulden durch die dann boomende Wirtschaft abbauen. :volllol
Dass ich nicht lache, soweit ich weiß hat das noch bei keinem Land zu keiner Zeit geklappt.
Und wenn gespart wird, dann an den falschen Stellen: Militär, Forschung und Bildung
Doch es würde klappen. Nur müssten die Deutschen genug Zeit haben, um sich auf den Wandel einzulassen. Dies ist aber eben länger als 4Jahre. Den obrigen Post kommentiere ich nicht. Der Mensch ist dazu da, um zu leben. Und nicht um zu arbeiten. Ich lebe nicht um zu arbeiten, sondern ich arbeite um zu leben.
Blutschlumpf
27.04.2004, 00:43
Das würde innerhalb kürzester zeit zum Staatsbankrott führen, sonst nix.
Den obrigen Post kommentiere ich nicht. Der Mensch ist dazu da, um zu leben. Und nicht um zu arbeiten. Ich lebe nicht um zu arbeiten, sondern ich arbeite um zu leben.
Du wirst aber einsehen müssen, dass du bei 35 Stunden Arbeit nicht den Lebensstandard von 45 Stunden haben kannst.
Irgendwo musst du halt Eingeständnisse machen. Entweder mehr Arbeit oder weniger Wohlstand.
Wenn jeder mehr konsumieren würde, würden die Preise auch fallen, da die Wirtschaft mehr produzieren müsste. Dies würde mehr Arbeit bedeuten.
Meiner Meinung nach müsste die Industrie den Anfang machen! Otto-Normal Bürger wurde schon zu oft verarscht, bestes Beispiel der Spritpreis. Es ist doch fast jedes Jahr so, kurz vor Ostern oder den Sommerferien steigt der Preis nach oben obwohl der Rohölpreis sinkt!
Ich denke auch das es ohne Neuverschuldung nicht gehen wird, aber wie schon gesagt das Gels nicht für den direkten Boom rausschmeißen sondern um Reformen durch zu setzen.
Du wirst aber einsehen müssen, dass du bei 35 Stunden Arbeit nicht den Lebensstandard von 45 Stunden haben kannst. Irgendwo musst du halt Eingeständnisse machen. Entweder mehr Arbeit oder weniger Wohlstand.
Bei meinem letzten Job hatte ich ne 60Std. Woche und das jede Woche und meine Lebensstandard war gleich null, denn wer 10Std. am Tag arbeitet hat keine Zeit mehr um wegzugehen höchstens Samstags wenn man nicht zu kaputt ist. Dadurch fehlt der soziale Kontakt zu anderen Mitmenschen der sehr wichtig ist für ein ausgeglichenes Leben. Meine Beziehung zu meiner Freundin ging deswegen auch kaputt :( . Desweiteren bezahlt so gut wie keine Firma die Überstunden aus.
Bei mir war es so, ich hatte einen Vertrag über 40Std. die Woche. Musste aber 60Std. arbeiten, das ging über 14-15 Wochen was ~240 Überstunden machte. Als ich fragte ob ich denn die Überstunden mal etwas reduzieren könnte hieß es nur wir haben Zeitdruck bla bla, danach fragte ich ob es nicht möglich sei die Überstunden zum Teil auszubezahlen, daraufhin schrie mich mein Chef an und fragte ob ich ihn Ruinieren wolle. Als ich nach einem halben Jahr weder Urlaub machen konnte noch die Überstunden abfeuern konnte habe ich dort gekündigt, den ich lebte wirklich nur um zu arbeiten und dies ist absolut nicht im Sinne des Erfinders! Am Ende hatte ich 395Std. auf meinem Überstunden Konto das ich in 3 Monatsraten ausbezahlt kam, und der Staat hat fast die hälfte davon behalten.
Und so geht es leider sehr vielen Leuten!
Es ist doch so. Am Anfang gehören mutige Schritte gemacht. Im Prinzip ist das, was die SPD angefangen hat ja auch richtig, nur in der Umsetzung mal wieder halbherzig dun oftmals wieder in ide falsche Richtung gedacht.
Von der Ausbildungsplatzabgabe fange ich mal gar nicht erst an, das ist so ziemlich das Allerdümmste, was man sich hätte einfallen lassen können. Das ist ein ökonomisch derart unfaßbarer Blödsinn!
In meinen Augen gibt es zwei vertretbare Modelle:
1) Eine hohe Grundsteuerbelastung auf das Einkommen und dafür keine/fast keine Abgaben mehr. Dieses Modell wird in Dänemark verwandt; dort sind so die Lohnnebenkosten dramatisch gesenkt worden. Man hat zwar von Anfang an weniger im Säckel, aber bekommt dafür mehr Rente und kann mit dem bisschen kalkulieren. Dies allerdings ist ein Modell, daß ich etwas unglücklich finde, auch wenn es zu funktionieren scheint und die Dänen glücklich damit sind.
2) Die Einkommenssteuer wird radikal auf ein absolutes Minimum gesenkt. Die monatlichen Abgaben beschränken sich auf die Einkommenssteuer und einen kleinen Beitrag für die sozialen Sicherungssysteme. Von mir aus kann der Einkommensteuersatz bei 5% beginnen und bei 20% aufhören. Ich bin kein Wirtschaftswissenschatler, habe also keine Modelle parat, die ein Szenario errechnen können, aber ich bin mir sicher, daß es nur so geht.
Im Gegenzug brauchen wir dann eine hohe Mehrwertsteuer von 20%. Die Steuern auf gesundheitsschädliche Stoffe (Alkohol und Zigaretten) müssen massiv angehoben werden, das Geld dafür kommt in die Gesundheitskassen.
So hat jeder viel Geld in der Tasche und kann damit kalkulieren und sich Rücklagen schaffen.
3) Im nächsten Zuge sind natürlich die Steuervorschriften dran. Von denen kann man getrost 80% streichen, ohne daß es jemandem auffiele. Und natürlich muß auch der Kündigungsschutz gelockert werden. Man muß nicht gleich ein Hire and Fire draus machen. Als nächstes gehören die Lohnnebenkosten gesenkt. Dies kann man ja machen, wenn die private Vorsorge zu einem größeren Teil von den Menschen selbst organisiert wird. Dann muß radikal entbürkratisiert werden, damit mittelständische Unternehmen freier wirtschaften können und nicht für jeden Scheiß ein Formular brauchen. Unsere Regelungsdichte schafft zwar Sicherheit, birgt aber eben auch die große Gefahr, daß sich alles selbst behindert. Mit Privatautonomie hat das mittlerweile fast nichts mehr zu tun, wir sind eher wieder in einem moderaten Sozialismus gelandet. Und es muß natürlich mehr gearbeitet werden. Arbeit, die man fast nicht mehr leistet, aber besser bezahlt werden soll... wo gibt es denn sowas? Auch das hat Arbeit zu teuer werden lassen: die 35 Std-Woche.
Wir leben eben seit einiger Zeit in einer Nehmer-Gesellschaft und nicht mehr in einer Leistungsgesellschaft. Es redet keiner davon, sich zu Tode arbeiten zu müssen, aber so wie es im Moment zugeht, kann es auch nicht gut sein.
Arbeiten, um zu leben. Das ist ein gutes Stichwort. Man kann sich die Zeit zum Leben ja gönnen. Dafür muß man aber auch was arbeiten, um sich dies zu finanzieren.
Mein Vater arbeitet jeden Tag locker 12 Stunden, öfter mehr (Zahnarzt). Der kann es sich gar nicht leisten, früher aufzuhören, und die Wochenenden werden auch oft durchgeackert.
Meine Cousine ist Anwältin und hat ne 40-50 Std. Woche. Das ist normal in der freien Wirtschaft. Nur so hält sich die Waage zwischen Leistung und Ertrag. Ich denke 8 Stunden pro Tag in einer 5-Stunden-Woche sind jedem Arbeiter und Angestellten zuzumuten. Daß der soziale Kontakt in manchen Fällen abreißt, kann sein. NIcht jeder hat seine Freunde auch auf der Arbeit. Aber das Wochenende ist frei. Da hat man zwei Tage, um sich um sich selbst zu kümmern.
Ich habe im Rahmen meines Studiums auch teilweise von morgens bis abends lernen müssen, dazu noch arbeiten, um sich zu finanzieren... so ist das eben. Und da Leben kann trotzdem Spaß machen, wenn man sonst keine Sorgen hat, außer eine Arbeit zu haben und Freunde usw.
Mein Vater arbeitet jeden Tag locker 12 Stunden, öfter mehr (Zahnarzt). Der kann es sich gar nicht leisten, früher aufzuhören, und die Wochenenden werden auch oft durchgeackert.
Frag mal deine Mum ob sie das gut findet! Dein Dad arbeitet 12 Std. am Tag dann schläft er ca. 7 Std. + 3Std. für eigene Bedürfnisse wie ausruhen, waschen essen, usw. macht zusammen 22Std. da bleiben doch 2Std. übrig in denen er sich auf den nächsten Tag konzentriert! Da kommt deine Mum zu kurz und wenn sie ganz ehrlich ist belastet sie das und deinen Vater erst recht!
Da lebe ich nach dem Motto, Geld ist nicht alles im Leben. Was bringt mir ein Scheck über 7000 Euro im Monat wenn ich es nicht ausgeben kann? Wieso sollte ich mir ein neues Auto kaufen wenn ich nur am Sonntag 1-2 Std. damit fahren kann, wies sollte ich mir einen neuen TV kaufen wenn ich keine Zeit habe zu schauen, wie soll ich ins Kino gehen wenn keine Zeit dafür ist?
Das eine 35Std. Woche lächerlich ist gebe ich dir vollkommen recht, aber 50Std. Woche ist definitiv zu viel. Gegen 5-Tage Woche mit 45 Std. hätte ich nichts einzuwenden. Ich habe mich oben auch verschrieben es war keine 50Std. Woche die ich hatte sondern 60Std. Woche! Also je 10Std., 6 Tage die Woche + je 1Std. Pause = 66Std. die ich auf der Arbeit war! Da hatte ich ca. 40 Std. an "Freizeit" für mich in der Woche und das man sich irgendwann mal ausruhen will ist auch klar!
ICh finde das Modell aus Österreich gar nicht schlecht und denke das das bei uns auch funktionieren könnte, ich glaube Schweiz hat auch ein sehr gutes Modell da muss ich aber erst nochmal googlen.
Kongo-Otto
27.04.2004, 13:08
Du wirst aber einsehen müssen, dass du bei 35 Stunden Arbeit nicht den Lebensstandard von 45 Stunden haben kannst. Irgendwo musst du halt Eingeständnisse machen. Entweder mehr Arbeit oder weniger Wohlstand.
Das Problem dabei ist aber, daß es für den normalen alleinstehenden Arbeiter mit einem Lohn von 1000- 1500 EUR keinen rechnenswerten Unterschied macht ob man 35 oder 45 STunden die Woche macht!
Der Unterschied zwischen 140 und 180 h/mon machen defakto bei den meisten Arbeitern gerade mal 50-100 EUR aus und da lass ich das doch einfach.
Solange das arbeitende Volk für das Arbeiten bestraft wird wird sich auch nichts ändern.
Das Problem dabei ist aber, daß es für den normalen alleinstehenden Arbeiter mit einem Lohn von 1000- 1500 EUR keinen rechnenswerten Unterschied macht ob man 35 oder 45 STunden die Woche macht!
Der Unterschied zwischen 140 und 180 h/mon machen defakto bei den meisten Arbeitern gerade mal 50-100 EUR aus und da lass ich das doch einfach.
Solange das arbeitende Volk für das Arbeiten bestraft wird wird sich auch nichts ändern.
Stimmt, da müsste was getan werden, denn wer einen 35Std. Vertrag hat, aber 40Std. die Woche arbeitet bekommt in den meisten Fällen nicht mehr Geld sondern Freizeitausgleich. Und was soll ich mit mehr Freizeit wenn ich kein Geld habe.
Da sollten die Verträge auf 40Std. angehoben werden bei voller Bezahlung der 5Std. mehr. Oder es sollte ermöglicht werden die Überstunden ohne Abzüge auszubezahlen!
Da muss ich dir wehement wiedersprechen! Wenn jemand nicht Arbeitet, obwohl er könnte und einen Job bekommen würde dann hat er keine weitere Unterstüzung verdient, fertig aus! Solche Leute sind Schmarozer, egal welche Begründung sie aufführen! Der Staat sollte was dran ändern, das stimmt, aber das Bewusstsein dieser Leute sollte sich auch mal ändern!
Na ja, ich hoffe mal das du das nicht ernst meinst. Willst du mir erzählen, dass du einem Job anchgehen würdest, bei dem der Netto-Verdienst grade dem Sozialhilfebetrag entspricht bzw. nen paar Euro darüber? Wenn ja, bist du in meinen Augen zu bemittleiden. Aber solche Aussagen bestärken mich nur in der Gewissheit, dass die "Großkopferten" alles richtig machen in dieser Gesellschaft. Anstatt das man solche maßlosen Gehälter in der Wirtschaft und vor allem auch die Geldvernichtungsmaschinerie der Staatlichenverwaltung beschneidet, werden die die ganz unten in unserer Gesellschaft sind, als Schmarotzer hingestellt. Vor allem fließt das wenige Geld was diese Leute bekommen, sofort wieder in den Wirtschaftkeislauf ein. Guck doch mal nach oben und nicht auf deine Füße...
Endurance
27.04.2004, 14:10
Ich komm jetzt mal auf den Topic wieso es unserer Gesellschaft so schlecht geht zurück.
Es geht uns erstens so schlecht auch nicht.
Zweitens, wenn jeder seine Zeit mit Jammern verbringt kann er/sie in dieser Zeit nix produktives machen, dass uns aus der Misere führt.
Drittens sage ich: Es wird erst schlimmer bevor es besser wird.
Dann zum Punkt Wirtschaft/Soziales:
Egal wer an der Regierung ist, die Opposition bezieht fast immer die Gegenposition. Ob das die SPD während Kohls Zeiten war oder es jetzt die CDU/CSU unter der SPD/Grünen-Regierung ist.
Unsere Politiker habe einfach vergessen, dass es kein absolutes richtig/falsch in der Politik gibt. Das beste was man erreicht, ist ein Kompromiss, der die breite Masse zufriedenstellt. Aber sowas wollen unsere (man verzeihe mir den Ausdruck) verbohrten Holzköpfe in Berlin ja nicht.
Es will jeder nur einmal an die Macht und dann macht man denselben Schrott wie die Anderen.
Niemand von denen oben hat die eierlegende Wollmilchsau im Programm, nur behaupten tun's alle.
Es fehlt jemand, der endlich mal die blanke Wahrheit sagt:
1.Ja, das Volk muß noch ein paar Jahre leiden
2.Ja die Renten sind nicht sicher
3.Ja es wird mehr an sozialen Leistungen gekürzt werden müssen
4.Ja wir brauchen eine Zuwanderungsbeschränkung.
Nur sagt man sowas, dann ist bei Punkt eins schon klar, dass der nicht gewählt wird.
Bei Punkt zwei und drei verspricht eine andere Partei was anderes und wird gewählt, obwohl jeder es nachher wieder besser weiß.
Und bei Punkt 4 ist man ausländerfeindlich oder gleich ei alter Nazi.
Also, solang die deutschen es nicht besser haben wollen, als dass Ihnen die heile Welt ins Gesicht gelogen wird, solange haben wir nix besseres verdient.
Mein zugegeben pessimistischer Beitrag
Der Daedalus
27.04.2004, 14:14
@BodyLove:
Ob Qualität und luxus 2 völlig unterschiedliche Dinge sind bezweifele ich. Alles was teuer ist, hat auch eine gewisse Qualität. Alles was güntig ist, hat eben eine mindere Qualität. So denkt man. Dies ist imho fest in den Köpfen verankert. Ich spreche hier nicht von den Jugendlichen oder den Jungen Menschen. Sondern viel eher von den etwas Älteren. Als Beispiel, mein Vater. Der will um nichts auf der Welt ein ausländischen Auto kaufen. Egal ob aus Frankreich, Italien oder Japan. Es gibt sehr schöne und interessante Autos, die nicht aus Deutschland kommen. Alfa Romeo, Peugeot, Saab, Volvo,... Die Deutschen haben sich gehen lassen und sich nicht weiter vorwärts bewegt. Früher konnte eine Konkurrenz einem Golf nicht das Wasser reichen. Jetzt sind schon 4 Autos auf dem Selben Niveau. Opel ist sogar vorm Golf. Revolution! Das Beispiel Golf ist aber hart. Die Preise für den Golf waren immer etwas hoch. Nur hat man diesmal nicht die starke Konkurrenz miteingerechnet. Aber die Autos, die die Deutschen kaufen sind eher die Mittelklassewagen. Die C-Klasse, der 3erBMW, der A4. Sagen wir mal so, in diesem Segment sind die Deutschen Spitze. Die Ober- und Luxusklasse lasse ich mal aussen vor.
Der Käfer war ein Auto ohne viel Luxus aber mit einer sehr guten Qualität. Qualität muss kein Luxus sein und man brauch keinen Luxus um ein qualitativ hochwertiges Produkt auf den Markt zu bringen.
Du sagst es ja selber. Die Ausländischen Hersteller sind in vielen Belangen mit unseren Herstellern gleich gezogen und unterbieten meist die Preise der Deutschen Hersteller.
Das ist aber vor allem ein Fehler der von den Firmen wie VW, etc. gemacht wird, denn der Golf könnte auch billiger sein, wenn man mal darauf verzichten würde den mit irgendwelchem Krams voll zu stopfen, den ich in einem Fahrzeug dieser Klasse nicht unbedingt brauche.
Finde ich gut. Nur würde dies wohl gegen das Recht der Gleichberechtigung sein. Was soll einer machen, der von Anfang an keine Ausbildung hat? Worste Case: Ein Hauptschüler verlässt die Schule mit einem Schnitt von 3,5. Obwohl er sehr intelligent ist, hat er nicht bessere Noten schreiben können, da er zum einen die Familie finanziell unterstützen musste, zum anderen aber er auch keine gute Deutsche Erziehung bekam, weil er erst ab 7 Jahren anfing Deutsch zu sprechen.
Ja und, warum sollte ich Geld dafür bezahlen, dass solche Leute gut Leben können? Ich verlange ja nicht das diese Leute im Stich gelassen werden! Ein PC brauch heut wohl jeder, und einen Fernseher auch. Aber eben keine High End Maschine und auch keine Home Cinema Anlage. Und einen Wäschetrockner brauch auch nicht jeder! Sowas sollte nicht von Sozialhilfe oder Arbeitsamt finanziert werden! Wer Luxus will, der soll sich den verdienen indem er dafür Arbeitet! Selbst in Deutschland ist es so, dass die Leute, die wirklich Arbeit wollen und bereit sind dafür auch mal ein paar Gemütlichkeiten auf zu geben, auch Arbeit bekommen! (Von Leuten über 50 mal abgesehen)!
Die Leistungen dermaßen kürzen, dass man unter dem Durschnittsverdienst der Minijob-Arbeiter kommt, halte ich für die falsche Lösung, da auch die Arbeitslosen konsumieren. Von was sollen die Konsumieren, wenn kein Geld vorhanden ist?
Die Rechnung ist falsch! Das was die Arbeitslosen durch den Konsum für die Wirtschaft bringen ist bei weitem geringer als das, was der Staat mit dem eingesparten Geld anrichten könnte. Wenn dieser das Geld direkt investiert so ist der Volkswirtschaftliche Nutzen wohl bei weitem höher. Ganz abgesehen davon, dass die sinkenden Sozialbeiträge dafür sorgen würden, dass die Arbeitnehmer wieder mehr konsumieren können.
Soll ich nächtelang lernen, nur um mein Studium in der Regelstudienzeit zu schaffen?
JA!
Wenn du das nicht willst, dann ist es gerechtfertigt, dass du für den Luxus mehr Freizeit zu haben auch bezahlst!
Nebenbei Arbeiten gehen, um Geld zu haben, um meine Mindestbedürfnisse zu befriedigen?
Bei dem von mir genannten Ausbildungssystem müsstest du nicht nebenbei Arbeiten, da du auch wärend der Zeit, die du an der FH, Uni oder BA bist bezahlt wirst.
Bei meinem Arbeitgeber beschwert man sich sogar über die Qualität der Bewerber für diese Stellen! Wer also motiviert ist und was auf dem Kasten hat, hätte kein Problem eine solche Stelle zu bekommen!
Die haben sich isoliert. Natürlich waren deren Noten besser, als die des Durschnitts. Aber was denen als Sozialen Kontakt fehlt, können sie imho nicht durch gute Noten wettmachen.
Entschuldige mal:
Wenn ich hier sehe, wie sich einige Studis jeden Donnerstag Abend mit Alk vollaufen lassen ihr BAFÖG wortwörtlich versaufen und dann mal gepflegt durchfallen, dann hat das wohl wenig damit zu tun, dass sie eine Soziale Kompetenz aufbauen!
4 Semester über Regelstudienzeit, das sind in den meisten Studiengängen 50%! Das ist locker Zeit genug für ein Auslandssemester!
BodyLove
27.04.2004, 18:18
@BodyLove:
Der Käfer war ein Auto ohne viel Luxus aber mit einer sehr guten Qualität. Qualität muss kein Luxus sein und man brauch keinen Luxus um ein qualitativ hochwertiges Produkt auf den Markt zu bringen.
Du sagst es ja selber. Die Ausländischen Hersteller sind in vielen Belangen mit unseren Herstellern gleich gezogen und unterbieten meist die Preise der Deutschen Hersteller.
Das ist aber vor allem ein Fehler der von den Firmen wie VW, etc. gemacht wird, denn der Golf könnte auch billiger sein, wenn man mal darauf verzichten würde den mit irgendwelchem Krams voll zu stopfen, den ich in einem Fahrzeug dieser Klasse nicht unbedingt brauche.
Nein Nicht unbedingt. Ohne zusätzliche Features werden autos jetzt nicht gekauft. ABS, ESP, elektrische Fensterheber, elektr. Schiebedach, Servolenkung, Klimaanlage, Traktionskontrolle, .... Die Menschen sind verwöhnt und möchten überzeugt werden, warum sie gerade einen Golf fahren sollen, wenn sei zum selben Preis auch einen gebrauchten Benz kaufen könnten, der mehr Extras, mehr Platz, mehr Luxus, .. bietet. Wenn man nicht auf die Featureliste weit oben steht, hat man verloren. Wir wollen viel (alles?) haben, wollen aber dafür auch wenig zahlen. Das ist etwas, was langfristig nicht geht. Beim Golf hat man imho einfach den Verkaufspreis falsch kalkuliert.
Ja und, warum sollte ich Geld dafür bezahlen, dass solche Leute gut Leben können? Ich verlange ja nicht das diese Leute im Stich gelassen werden! Ein PC brauch heut wohl jeder, und einen Fernseher auch. Aber eben keine High End Maschine und auch keine Home Cinema Anlage. Und einen Wäschetrockner brauch auch nicht jeder! Sowas sollte nicht von Sozialhilfe oder Arbeitsamt finanziert werden! Wer Luxus will, der soll sich den verdienen indem er dafür Arbeitet! Selbst in Deutschland ist es so, dass die Leute, die wirklich Arbeit wollen und bereit sind dafür auch mal ein paar Gemütlichkeiten auf zu geben, auch Arbeit bekommen! (Von Leuten über 50 mal abgesehen)!
Ack.
Die Rechnung ist falsch! Das was die Arbeitslosen durch den Konsum für die Wirtschaft bringen ist bei weitem geringer als das, was der Staat mit dem eingesparten Geld anrichten könnte. Wenn dieser das Geld direkt investiert so ist der Volkswirtschaftliche Nutzen wohl bei weitem höher. Ganz abgesehen davon, dass die sinkenden Sozialbeiträge dafür sorgen würden, dass die Arbeitnehmer wieder mehr konsumieren können.
Das war kein Gedanken, welches ersnt gemeint wahr, eher eine sarkastische Frage. Trotzalledem muss man denjenigen Geld geben, die gearbeitet haben, und nun arbeitslos sind. Genauso wie denjenigen, die nicht gearbeitet haben, weil sie keine Arbeit haben. Ich nehme hier aber an, dass jeder Mensch arbeiten will, sofern die Bezahlung höher ist, als die der Sozialhilfe. Das ist ein wichtiges Argument. Leiber sollte man Minijobs fördern, als die Sozialhilfe zu senken.
JA!
Wenn du das nicht willst, dann ist es gerechtfertigt, dass du für den Luxus mehr Freizeit zu haben auch bezahlst!
Bei dem von mir genannten Ausbildungssystem müsstest du nicht nebenbei Arbeiten, da du auch wärend der Zeit, die du an der FH, Uni oder BA bist bezahlt wirst.
Bei meinem Arbeitgeber beschwert man sich sogar über die Qualität der Bewerber für diese Stellen! Wer also motiviert ist und was auf dem Kasten hat, hätte kein Problem eine solche Stelle zu bekommen!
Man darf leben. Ein Studium ist solange interessant, wenn es ein Gleichgewicht zwischen Leistung und Leben gibt. Jedem ist bewusst, dass er, sofern er nicht angemessen lernt, auch keine Arbeit bekommt. Jeder, der studiert, der wird sich schon seine Gedanken gemacht haben. bafög ist ein anderes Thema. Nur bekommt man Bafög nicht immer.
Entschuldige mal:
Wenn ich hier sehe, wie sich einige Studis jeden Donnerstag Abend mit Alk vollaufen lassen ihr BAFÖG wortwörtlich versaufen und dann mal gepflegt durchfallen, dann hat das wohl wenig damit zu tun, dass sie eine Soziale Kompetenz aufbauen!
4 Semester über Regelstudienzeit, das sind in den meisten Studiengängen 50%! Das ist locker Zeit genug für ein Auslandssemester!
Das willst du hoffentlich nicht pauschalisieren, oder? Du hast dir den WorstCase als Beispiel genommen. Ich rede hier aber von "normalo-Studis" wie mich. Ich gehe gerne Aus. Ich treibe gerne Sport. Ich spiele gerne Fussball und Volleyball und andere Ballsportarten. Ich will auch etwas Zeit für mich. Ich habe die Zeit auch. Aber nach deiner Philosophie hätte ich das nicht haben sollen. Ich bin von Anfang an in mein Studium so rangegangen, dass ich es in die Regelstudienzeit etwas überschreite.4Semester werden es wohl nicht sein, aber zumindest mehr als einer. Warum? Tja, weil ich die Welt kennen lernen will. Dazu brauche ich Geld. Ich werde vielleicht nächstes Semester frei nehmen. Semesterurlaub nennt sich das glaube ich. 6 Monate lang arbeiten, um so meinen Urlaub zu finanzieren. Ich habe in den Semesterferien für einen neuen Rechner gearbeitet. Studieren ist was feines. Gegen Studiengebühren habe ich auch nichts. Nur sollte man dieses frei gewordene Kapital auch dahingehend nutzen, um die Unis zu sanieren. Mehr Profs, mehr Equipment, usw. Das tut man aber nicht, was ich für falsch halte. Jeder denkt an sich und an jetzt, aber niemand denkt an die Zukunft. Und das ist falsch.
Meine ganz persönliche Meinung zum allerersten Post:
Zum einen sind die Menschen gesättigt. Sie haben alles und brauchen nichts weiteres bzw. neues. Was dazu führt, dass die Wirtschaft stockt, da einfach weniger ver-/gerkauft werden.
Nein, das stimmt nicht. Wenn das Geld da wäre bzw. man das vorhandene nicht auf die hohe Kante legen müsste, um für die Zukunft gesichert zu sein, würde weiterhin konsumiert werden.
Womit wir beim zweiten Punkt wären:
Darüberhinaus besteht in dieser jetzigen Gesellschaft ein gewisses Unwissen und Furcht vor der Zukunft. Was passiert in 10 Jahren? Werde ich arbeitslos? Habe ich noch Geld, um mich und meine Familie zu ernähren?
Genauso ist es. Hast Du auch richtig geschrieben.
Erst einmal, muss man versuchen, die Gesellschaft zu mehr Konsum zu verhelfen. Da helfen Steuersenkungen enorm. [...]Es ist zum Bedauern der Sozis ebenfalls Pflicht, dass man die Leistungen des Staates kürzt.
Leistungen des Staates kürzen? Das verunsichert die Bürger doch noch mehr. Nach unserer gemeinsamen, logischen Schlussfolgerung müsste dadurch der Konsum noch viel geringer werden.
Der entgegengesetzte Weg ist IMHO die Lösung: den aktuellen Steuersatz beibehalten, aber dafür sicherstellen, dass der Steuerzahler das Geld auch wieder zurück bekommt, wenn er in eine Notlage gerät bzw. in Rente geht.
Dazu gehört natürlich auch eine Vereinfachung des Steuerrechts, um alles transparenter zu gestalten.
In dieser Kombination wäre genügend Geld vorhanden und die zusätzliche Sicherheit den Konsum ankurbeln.
Man will den Meisterbrief abschaffen, welches mehr arbeit bedeuten kann, da jeder eine Arbeit durchführen kann, die er beherrscht, ohne eine Prüfung abschließen zu müssen.
Daedalus hat es schon angesprochen, der Meisterbrief garantiert ein gewisses Niveau. Ihn abzuschaffen, würde sogar mehr Arbeitsplätze kosten als zu schaffen.
Denn dadurch wird es einen Preisrutsch im Handwerk geben, den die Meisterwerkstätten mitmachen müssen, um überhaupt noch Aufträge zu bekommen (unser Konsumentenverhalten bestimmt das maßgeblich mit, und das ist leider nicht besonders Qualitätsbewusst). Ihre Angestellten können dann bald nicht mehr bezahlt werden und müssen gekündigt werden. Aus den neu erstandenen Betrieben wird auch nicht viel mehr werden als 1-Mann-Betriebe.
Man will das Arbeitsrecht (sprich Kündigungsschutz) vereinfachen, um mehr Arbeit zu schaffen.
Die Folge: Angst. Dass man den Job verliert und dann auf der Straße sitzt. Und Angst als Arbeitsanreiz funktioniert nicht.
Was ich noch mal ansprechen möchte, ist das mangelnde Verlangen der Konsumenten nach Qualität.
In allen Bereichen wird lieber billiger statt besser gekauft.
Besonders krass ist das bei DVD-Playern. Dort werden heutzutage Geräte verramscht, die eigentlich nicht mal niedrigsten Ansprüchen genügen dürften. Zu Zeiten von CD-Playern waren solche Objekte noch auf Baumärkte beschränkt, inzwischen gilt ein Fachgeschäft als überteuert, wenn es solche Geräte nicht anbietet.
Und was kommt dabei raus? Die Qualitätshersteller (auch Markenhersteller genannt, das ist keine bloße Floskel) müssen immer günstiger herstellen, um Absatz zu haben, was die Qualität senkt. Außerdem kann man in Deutschland nicht so billig produzieren, also werden, eventuell vorhandene, Fertigungsstätten ins Ausland verlagert. Das sind dann die hier fehlenden Arbeitsplätze.
Wer billig kauft, kauft doppelt. Und untergräbt damit selber seinen sicheren Arbeitsplatz.
Gruß
Morgoth
Besser wäre m.E. die Frage: Warum bricht unser Lebensstandard ein?
Wer hier behauptet, dass es unserer Gesellschaft schlecht ginge, sollte vielleicht mal für einige Monate Süd-Ost-Asien aufsuchen. Ich hatte vor 2 Jahren die Gelegenheit, auf Einladung meiner Schwester, dort 2 Monate zu verbringen und kann nur sagen, dass ich, ob der dortigen Verhältnisse und dem Umgang der Einheimischen mit denselben, in Demut nach Deutschland zurckgekehrt bin.
Ich will hier nicht moralisieren und sage auch ganz ehrlich, lange hat´s nicht angehalten - aus den Augen, aus dem Sinn...
Warum sich die hiesigen Lebensbedingungen verschlechtert haben, wurde hier ja bereits ausführlich diskutiert.
Hinzufügen möchte ich noch den Aspekt, dass es m.E. in D keine unternehmerische Fürsorge mehr gibt - Leute wie Philip Rosenthal sind leider nicht in Sicht.
Manager/Aufsichtsräte (Auf Konzern- u. mittelständischer Ebene - anwesende Handwerksmeister sind natürlich ausgenommen;) ) etc. fällen Heute ihre Entscheidungen nicht mehr unter Einbeziehung moralischer Aspekte; geht´s meinen Arbeitern/Angestelten gut, geht´s auch mir gut, sondern denken global u. profitorientiert. Egal, was mit den Mitarbeitern hier passiert...meinen Aktionären (Arbeitgebern) und ausschließlich denen bin ich verpflichtet!
Wer Gestern "Report" gesehen hat, weiß, was ich meine. Thema EU Erweiterung:
Tschechien z.B. bietet Unternehmen unter den Voraussetzungen eines Steuersatzes von 0%, keinen Kosten für Grunderwerb sowie Niedriglöhnen zusätzlich die Möglichkeit, die Investitionskosten für die Produktionsstätten mit bis zu 75% aus EU Subventionsmitteln zu unterstützen!
Nur zum Verständnis - Deutschland trägt als Nettozahler der EU ca. 22% des Gesamthaushaltes und somit ca. ein Drittel der von den Tschechen für unsere Unternehmer/innen bereitgestellten EU Subventionen!
Ja, wir zahlen auch noch dafür, dass es uns zukünftig auf dem Gebiet des Arbeitsmarktes schlechter gehen wird!
Und was passiert: Rodenstock u. Konsorten freuen sich, klatschen in die Hände, machen in D ihre Betriebe dicht und betreiben "Outsourcing", wie man das Heute so schön umschreibt!
So steht´s aus, mit der Moral unserer Finanzelite in D!
Solange keine Standards eigeführt werden, wird uns IMHO "Think global" im Finanzsektor noch sehr zu schaffen machen!
BodyLove
27.04.2004, 19:19
Meine ganz persönliche Meinung zum allerersten Post:
Nein, das stimmt nicht. Wenn das Geld da wäre bzw. man das vorhandene nicht auf die hohe Kante legen müsste, um für die Zukunft gesichert zu sein, würde weiterhin konsumiert werden. In einem gewissen Rahmen schon. Denn wenn man es tatsächlich bräuchte, würde man es kaufen. Nur braucht man es nicht unbedingt und schiebt seine "Verlangen" zur Befriedigung vor sich her.
Leistungen des Staates kürzen? Das verunsichert die Bürger doch noch mehr. Nach unserer gemeinsamen, logischen Schlussfolgerung müsste dadurch der Konsum noch viel geringer werden.
Der entgegengesetzte Weg ist IMHO die Lösung: den aktuellen Steuersatz beibehalten, aber dafür sicherstellen, dass der Steuerzahler das Geld auch wieder zurück bekommt, wenn er in eine Notlage gerät bzw. in Rente geht.
Dazu gehört natürlich auch eine Vereinfachung des Steuerrechts, um alles transparenter zu gestalten.
In dieser Kombination wäre genügend Geld vorhanden und die zusätzliche Sicherheit den Konsum ankurbeln.
reformen können nicht kurzfristig geschehen. Dafür braucht man Zeit. Leistungen des Staates müssen im falle eines Abschwungs gekürzt werden. Dies könnte der Staat ausgleichen, in dem er die Steuern senkt. Den Steuersatz hoch zu halten, halte ich für die falsche Lösung, da man dem Arbeiter keine Garantie auf Arbeit geben kann.
Daedalus hat es schon angesprochen, der Meisterbrief garantiert ein gewisses Niveau. Ihn abzuschaffen, würde sogar mehr Arbeitsplätze kosten als zu schaffen.
Denn dadurch wird es einen Preisrutsch im Handwerk geben, den die Meisterwerkstätten mitmachen müssen, um überhaupt noch Aufträge zu bekommen (unser Konsumentenverhalten bestimmt das maßgeblich mit, und das ist leider nicht besonders Qualitätsbewusst). Ihre Angestellten können dann bald nicht mehr bezahlt werden und müssen gekündigt werden. Aus den neu erstandenen Betrieben wird auch nicht viel mehr werden als 1-Mann-Betriebe. Studien haben das Gegenteil bewiesen. Genauso gehen auch die Kammern voran. nur ist dies ohne Relevanz. Ein Meisterbetrieb müsste vielleicht einige Arbeiter mehr entlassen, diese könnten aber selber eine eigene Firma leiten, was nicht schlecht wäre. Aus diesem Grund werden hier auch keine zusätzlichen Arbeitslosen aus diesem Metier geben, bzw. nicht an der Zahl, wie du es dir vorstellst.
Die Folge: Angst. Dass man den Job verliert und dann auf der Straße sitzt. Und Angst als Arbeitsanreiz funktioniert nicht. Doch, es funktioniert leider. Man verzichtet auf Bezahlung. Man "wird" weniger krank. Man nimmt weniger Urlaub.... In den 70ern, damals wo überall Arbeit war, konnte man von einer Firma gefeuert werden, und von der anderen wurde man gleich wieder eingestellt. Weniger Kundigungsschutz könnte bedeuten, dass man vielleicht in einer Firma nur 6Monate arbeitet, aber dann gleich wieder in eine andere Firma aufgenommen wird. Es bleibt immer interessant. Ich gebe dir Recht, dass man hierbei keinerlei Zukunftssicherheit hat, aber diejenigen die Arbeit haben, können dies zusätzlich vertraglich vereinbaren. Eine Auflockerung des Kundigungsschutzes bedeutet nicht, dass man keine Rechte hat. Ich bezweifele stark, dass die Firmen ihre jetzigen Arbeitnehmer einfach entlassen werden. Stattdessen wird man Kurzzeitarbeit damit stark fördern. Ich habe in den Semesterferien in einer Fabrik gearbeitet. Neben mir waren 10 Studenten eingestellt, die genauso wie ich dort in den Semesterferien arbeiteten. Die Auftragslage war enorm hoch. VW, Mercedes und Audi wollten Dichtungsteile haben. Nur, als die Semesterferien aufhörten, bot man mir an, noch 6Monate dort zu arbeiten. Also das ganze Semester. Ich habe abgelehnt. Ohne den Kündigungsschutz würde man mir dieses Angebot nicht unterbreiten. Man stellt einfach jemanden zusätzlich ein.
Was ich noch mal ansprechen möchte, ist das mangelnde Verlangen der Konsumenten nach Qualität. In allen Bereichen wird lieber billiger statt besser gekauft. Besonders krass ist das bei DVD-Playern. Dort werden heutzutage Geräte verramscht, die eigentlich nicht mal niedrigsten Ansprüchen genügen dürften. Zu Zeiten von CD-Playern waren solche Objekte noch auf Baumärkte beschränkt, inzwischen gilt ein Fachgeschäft als überteuert, wenn es solche Geräte nicht anbietet.
Und was kommt dabei raus? Die Qualitätshersteller (auch Markenhersteller genannt, das ist keine bloße Floskel) müssen immer günstiger herstellen, um Absatz zu haben, was die Qualität senkt. Außerdem kann man in Deutschland nicht so billig produzieren, also werden, eventuell vorhandene, Fertigungsstätten ins Ausland verlagert. Das sind dann die hier fehlenden Arbeitsplätze.
Wer billig kauft, kauft doppelt. Und untergräbt damit selber seinen sicheren Arbeitsplatz.
Gruß
Morgoth
Das ist jedem selbst überlassen. Ein DVD-Player für 40 Euro muss nicht unbedingt schlecht sein. Zumal solche DVD-Player auch dvds abspielen können. Der Otto-Normal-User verwendet dieses Gerät doch nur zum DVD schauen. MP3s wird er sicherlich damit nicht hören. Auch CD wird er wohl nicht hören. Er will damit nur DVDs anschauen, was die Geräte ihm dies bieten.
Die Markenhersteller überbieten sich mit Support und Features, was den Preis natürlich in die Höhe treibt. Und wenn man sich zu einem MarkenDVD-Player entscheidet, so hat man sowieso auch schon das passende Home-Cinema-System gekauft.
Im folgenden werde ich auch mal versucehn, ein wenig beizutragen. Es kann durchaus der Fall sein, dass Dinge schon genannt wurden, ich bitte um Verständnis. Weiterhin möchte ich schon hier klarstellen, das nicht alles, was ich sagen werde, auf Fakten basiert, stimmen muss, ernst gemeint ist und fehlerfrei ist etc..
Was sind die Ursachen, dass es mit unserer Ökonomie bergab geht (ungeordnet!)?
Zunächst mal, wie schon festgestellt wurde, sind Steuer bzw. Lohnnebenkosten zu hoch. Dazu aber später noch etwas. Das kommt daher, dass dem Staate einfach freie Finanzmittel fehlen und ein Staat muss leider auch Zinsen zahlen. Viele Kosten werden verursacht durch übertrieben Bürokratie.
Festzuhalten ist, dass jeder Staatsangestellte Geld kostet und, was sehr wichtiger ist, keinerlei materiellen Gegenwert produziert. Soll heißen, er trägt nichts dazu bei, bestehende Güterknappheit zu beseitigen, etwas neues zu erschaffen, zu forschen etc. Das hat zur Folge, dass der Staat in diesem Bereich eigentlich nur unnötig Geld umlagert, was Zeit, Arbeit und Ressourcen kosten kann. Das darf man nun nicht pauschalisieren, einige Staatsdiener erfüllen wichtige Aufgaben, viele Regelungen und Verordnungen sind sinvoll und man sollte im folgenden hier nicht blind Kahlschlag betreiben. Was soll damit gesagt sein?
Der Gegenwert der Staatsdiener manifestiert sich in inmateriellen Dingen, die teils den Lebensstandard erhöhen sollen, genannt seien beispielhaft Bildung, Sicherheit, Infrastruktur. Allerdings gibt es viele überkomplizierte und auch überflüssige Regelungen / Gesetze / Verordnungen, die auch keinen imateriellen Gewinn schaffen, ja sogar als eine Belastung für die Produktiven Bürger anzusehen sind.
Hier sollte der Staat Bürokratie abbauen, Angestellte entlassen. Für den Staat ist es übrigens letzendlich egal, ob er einen Beamten bezahlt oder dafür Arbeitslosengeld, oft kostet der Beamte sogar mehr Geld.
Fazit: Abbau von unnötiger Bürokratie bringt dem Staat auf Dauer einen kleinen Gewinn und vor allem werden die Bürger von unnötigen Formalien entlastet.
Zu den hohen Steuern / Lohnnebenkosten sei folgendes gesagt: Solange ein akzeptabler Gegenwert vorliegt, sehe ich da kein allzugroßes Problem, natürlich sollten sie auf lange Sicht deutlich gesenkt werden, kurzfristig wird dies aber schlecht möglich sein (leider). Wichtig ist allerdings, dass ein angemessener Gegenwert geleistet wird: Da wären verschiedene Faktoren wie Rechtsfrieden, Infrastruktur, etc. Nun gilt aber zu bedenken, dass der Staat sich (Stichwort Privatisierungen) immer mehr versucht, von diesen Dingen zu befreien, oder teilweise den Aufgaben einfach nicht nachkommt. Kann es sein, dass in einem doch verhältnismäßig reichen Land solch ein schlechtes Bahnnetz existiert, wenn das Autofahren trotz teils miserabler Strassen so teuer ist? Müssen an bekannten Punkten der überregionalen Hauptinfrastruktur Europas immer wieder Engpässe entstehen, und das seit Jahren (Beispiel A8 Leonberg). Dazu nur das Stichwort der Just-in-Time Produktion, die hier auf keine gutes Fundament aufbauen kann.
Dann mal weiter, meine Meinung über die Wirtschaft.
Ich denke, die Wirtschaft hat in unserem Land momentan ganz unterschiedliche Probleme.
Sie ist einerseits durch Steuerausgaben und Bürokratie vom Staat sehr belastet. Weiterhin ist zu sagen, dass Deutschland eine besondere Exportwirtschaft mit Erfolg betrieb: Es ging im groben darum, besonderen Wert auf Innovation zu legen, d.h. neue Dinge auf den Markt zu bringen, wo es keine Konkurrenz gab, die technisch überlegen waren. Dafür konnte man dann im Gegenzug horrende Preise verlangen. Leider scheint diese Technik etwas untergegangen zu sein, und auf dem Massenmarkt mit im weitesten Sinne 08/15-Produkten kann D aufgrund seiner Struktur nicht mithalten. Woran liegen die Probleme mit der Innovation, dem Fortschritt? Zum einen möchte ich mal behaupten, dass dieser Blick den Bürgern etwas abhanden gekommen ist, es wird zusehends mehr der Blick nur auf die Gegenwart gerichtet, und vor allem gibt es eine Art Prinzip: Lieber viel Zeug, das muss ja nicht alles top sein, als weniger wirklich gute Sachen (Geiz ist geil). Die eigenen Leute wollen ihre eigenen Produkte teils nicht kaufen, weil annährend vergleichbares billiger ist. Der Wille zur Perfektion ist abhanden gekommen. Und wenn die eigene Bevölkerung den Geist der örtlichen Industrie schon nicht mehr schätzt ...
Ein weiteres Problem stellt die Überalterung dar. Allerdings nicht nur das Problem an sich, sondern auch der Umgang. An sich kann heute ein durchschnittlich 60-jähriger Mensch genauso gut arbeiten wie in den 50-er Jahren ein 60-jähriger. Leider wird das Alter auch zu sehr verachtet: Ein älterer Arbeitnehmer ist zwar vielleicht nicht ganz so felixbel, dafür aber wesentlich erfahrener und kann dadurch einiges ausgleichen. Erfahrung wird bei uns meiner Meinung nach unterschätzt. Nicht zuletzt die Wirtschaft hat hier Mitschuld.
Eine immense Belastung für Wirtschaft und Bürger stellt natürlich die mangelnde Planungssicherheit dar! Auch ein oft vergessener Faktor. Bei der aktuellen Lage wird Politik viel zu kurzfristig und momentbezogen gemacht. Das könnte man im Grunde nur durch eine Maßnahme ändern: Längere Wahlperioden. Denn dann müssen Politiker, was menschlich ist, nicht bei jeder Entscheidung um ihr Amt und Beruf bangen. Denn irgendeine Gruppierung beschwert sich immer, und mit längeren Wahlperioden könnten besser längerfristige Strategien verfolgt werden.
Nun, soviel erst mal zur Wirtschaft (Leider erweist sich eine Gliederung als schwierig, weil alle Probleme ineinandergreifen).
Dann will ich noch ein wenig zur Familie sagen:
Der Wert der Familie hat sich verringert. Auch hier kommt es zu einer immer größeren Wertlegung auf den Augenblick, und der spricht oft gegen Familie und Kinder. Familien werden in Deutschland durch allerlei Dinge benachteiligt, angefangen davon, dass mehr Menschen ernährt werden müssen, was für einen Verdiener eine Verringerung der pers. materiellen Bedürfnisbefriedigung bedeutet.
Auch ist das Problem der Unvereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere bei Frauen, ein wichtiger Faktor, der aber schon reichlich erörtert wurde in diesem Thread. Aber auch in der Familie gilt wieder das Problem der Planungssicherheit: Niemand wagt zu schätzen, wie es in den Jahren weitergeht, und so möchte man flexibel bleiben und sich in keiner Weise binden, also auch nicht familiär.
Felixibilität bedeutet heutzutage zu oft Angst vor Festlegungen.
Weiter gehts mit der Bildung.
Bildung ist ein schwieriges Thema geworden, denn man ist sich nicht über die Zielsetzungen der Bildungseinrichtungen im Klaren (Allgemeinwissen? Grundlagen? Vorgehensweisen?). Fakt ist, das die Schulen heute viele Aufgaben übernehmen müssten, die früher noch Eltern übernehmen konnten. Allerdings ist mein Eindruck, dass in Schulen heutzutage teilweise etwas zu viel in moderne Lehrmethoden investiert wird. Ich will es jetzt ganz bewusst übertreiben: Wozu muss ein Kind Rhetorik beherrschen, wenn es am Ende keine Ahnung mehr hat, wovon es spricht? Sicherlich sind auch solche Dinge wichtig, aber man sollte nicht unbedingt übertreiben. Wichtig ist meiner Meinung auch, dass die Bildungseinrichtungen nicht zu sehr auf die Wirtschaft fixiert werden, denn die ist bekanntlich so schnellebig, dass Lehrpläne nie mithalten könnten.
Das soll zum Thema Verursacher vorerst reichen ...
Noch eingehen möchte ich auf ein paar Details, die mir im Thread auffielen:
Thema Golf: Der Golf ist im Gegensatz zu anderen vergleichen Autos nicht unbedingt im praktischen Sinne besser, allerdings hat er ein paar nicht ganz billige Neuerungen, als Beispiel sei die neue Hinterachsenkonstruktion genannt. Noch bringt diese kaum tatsächliche Vorteile, aber die ersten P4-Prozessoren waren auch langsamer als vergleichbare P3 (als "passendes" Beispiel).
Ausserdem haben die dt. Hersteller ein Problem: Die Japaner beispielsweise können durch geringeren Variantenreichtum viel Geld starten. (Bei gleichem Produktionsausstoß gibt es weniger Möglichkeiten, mehr Stückzahlen von Wagen gleicher Art). Man schaue sich nur die Ausstattungsmöglichkeiten / Sonderauststattungenmöglichkeiten bei Mittel - Oberklasswagen oder auch im Golf an im Vergleich zu vielen Japanern / Koreanern / etc..
Zum Problem der Staatsangestelltenentlassungen habe ich mich ja schon geäußert.
Thema Gewerkschaften: Meiner Überzeugung nach haben die Gewerkschaften zu wenig Einfluss, sie sind noch, im Gegensatz zu ihrem "Feind, der Wirtschaft, zu sehr in ihrer Nationalität verankert --> die Arbeitnehmer merken, dass ihr Einfluss abnimmt, und versuchen so zwangsweise Aufmerksamtkeit zu erregen und ihre Ziele durchzuboxen. Wie wäre es mit einer europ. Gewerkschaft?
Thema Föderalismus: Föderalismus stärkt die Politisierung des Bürgers, sie bildet eine pol. Brücke auch im kleinen Rahmen, und die Bürger haben nicht das Gefühl, keinen Einfluss mehr üben zu können und abstrakten Vorgängen wie Globalisierung ausgeliefert zu sein.
Thema Arbeit: Es ist enorm wichtig, dass in D verältnismäßig viele Feiertage existieren und die Arbeitszeiten, rein theoretisch, nicht zu lang sind. Das ist ein wichtiger Teil der Lebensstandards, man sollte das nie vergessen! Außerdem als Anregung: Nur in der Freizeit kann wahrhaft konsumiert werden.
Thema weniger Sozialstaat: Das wäre wohl falsch, hier nenne ich nochmals den Punkt der Planunssicherheit! Eine generelle Aufhebung / Absenkung wäre anachronistisch und nicht zu verantworten, und dann bleibt nur die Möglichkeit allen unter die Arme zu greifen, ob verdient oder nicht.
Eine Unterscheidung wäre bürokratisch, würde Geld und Zeit kosten! Und wer hat das Recht, so stark über die Menschen zu urteilen?
Damit wäre ich vorläufig am Schluss, genug geschrieben. Obwohl es noch einige Punkte zu nennen gäbe. Vielen Dank fürs Lesen! ^^
Leistungen des Staates müssen im falle eines Abschwungs gekürzt werden.
Eben nicht. Befindet sich die Wirtschaft im Abschwung, muss der Staat investieren, um dagegenzuhalten. Investitionen sind staatliche Leistungen. Würden wir die zum jetzigen Zeitpunkt reduzieren, wäre das fatal.
Auch die sozialen Leistungen dürfen nicht verringert werden, sonst bekommen wir hier wirkliche Probleme mit der Armut.
Dies könnte der Staat ausgleichen, in dem er die Steuern senkt. Den Steuersatz hoch zu halten, halte ich für die falsche Lösung, da man dem Arbeiter keine Garantie auf Arbeit geben kann.
Garantie auf Arbeit kann man niemandem geben, auch nicht mit niedrigen Steuern. Aber man kann ihm Garantie auf soziale Absicherung geben.
Doch die muss finanziert werden, und das wird nun mal durch Steuern getan.
Noch etwas zu weniger Abgaben: wird es dadurch besser werden? Nur wenn die Löhne gesenkt werden könnten wir wieder international konkurrenzfähig werden. Und was hat der Steuerzahler dann gewonnen? Nichts! Er zahlt zwar einen niedrigeren Steuersatz, aber bekommt auch weniger Kohle. Und davon muss er dann noch, wenn man Deinen Ansatz mal auf die Spitze treibt, auch noch Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung zahlen.
Ein wunderbar schlechtes Beispiel für niedrige Steuern sind: die USA. Dort wurden unter Bush sen. die Steuern rapide gesenkt. Einem kurzfristigen Aufschwung folgte bald danach extreme soziale Ungerechtigkeit. Inzwischen ist es soweit, dass viele Leute nur noch Mindestlohn bekommen, deswegen 2 Jobs haben müssen um überhaupt über die Runden zu kommen.
Ist das erstrebenswert?
Stattdessen könnte man den aktuellen Satz so halten, vielleicht sogar erhöhen, das gesamte Steuerrecht aber so umkrempeln und vereinfachen, dass jeder Bürger weiß: aha, 10% meiner Steuern gehen in meine Rentenversicherung, 10% hier hin, 10% dorthin. Es muss für ihn offensichtlich werden, wofür er zahlt. Denn im Moment sieht er das nicht, nur die Verschwendung seines hart erarbeiteten Geldes, und er weiß nicht, ob er, wenn er dann irgendwann nicht mehr arbeiten kann, weiterhin überleben kann.
Zugegeben, es erfordert einen großen Umschwung in unserem Verständnis für Gesellschaft, dass nämlich einer für den anderen da ist. Doch ich glaube, mit ein bisschen gutem Willen können sogar wir Deutschen das schaffen.
Studien haben das Gegenteil bewiesen. Genauso gehen auch die Kammern voran. nur ist dies ohne Relevanz. Ein Meisterbetrieb müsste vielleicht einige Arbeiter mehr entlassen, diese könnten aber selber eine eigene Firma leiten, was nicht schlecht wäre. Aus diesem Grund werden hier auch keine zusätzlichen Arbeitslosen aus diesem Metier geben, bzw. nicht an der Zahl, wie du es dir vorstellst.
Wie Du schon richtig sagtest, gehen Veränderungen nicht von heute auf Morgen.
Wie lange wurden diese Studien durchgeführt? 1 Jahr, 2 Jahre? Dann sind das alles nur ad-hoc-Lösungen, die kurzfristig wirken und dann verpuffen.
Doch, es funktioniert leider. Man verzichtet auf Bezahlung. Man "wird" weniger krank. Man nimmt weniger Urlaub.... In den 70ern, damals wo überall Arbeit war, konnte man von einer Firma gefeuert werden, und von der anderen wurde man gleich wieder eingestellt. Weniger Kundigungsschutz könnte bedeuten, dass man vielleicht in einer Firma nur 6Monate arbeitet, aber dann gleich wieder in eine andere Firma aufgenommen wird. Es bleibt immer interessant. Ich gebe dir Recht, dass man hierbei keinerlei Zukunftssicherheit hat, aber diejenigen die Arbeit haben, können dies zusätzlich vertraglich vereinbaren. Eine Auflockerung des Kundigungsschutzes bedeutet nicht, dass man keine Rechte hat. Ich bezweifele stark, dass die Firmen ihre jetzigen Arbeitnehmer einfach entlassen werden. Stattdessen wird man Kurzzeitarbeit damit stark fördern. Ich habe in den Semesterferien in einer Fabrik gearbeitet. Neben mir waren 10 Studenten eingestellt, die genauso wie ich dort in den Semesterferien arbeiteten. Die Auftragslage war enorm hoch. VW, Mercedes und Audi wollten Dichtungsteile haben. Nur, als die Semesterferien aufhörten, bot man mir an, noch 6Monate dort zu arbeiten. Also das ganze Semester. Ich habe abgelehnt. Ohne den Kündigungsschutz würde man mir dieses Angebot nicht unterbreiten. Man stellt einfach jemanden zusätzlich ein.
Jetzt mal ehrlich: würdest Du das wollen?
Dann ist endgültig alle Macht bei den Konzernen, die Arbeiter werden sich mit günstigsten Löhnen zufrieden geben, um ihre Arbeit zu behalten. Sie werden den Chefs in den Arsch kriechen, sie werden sich ausnutzen lassen.
Das kann es nicht sein! Die dunklen Zeiten nach der industriellen Revolution sind zum Glück vorbei, und ich habe nicht den Wunsch, dass die wiederkehren.
Gruß
Morgoth
Frag mal deine Mum ob sie das gut findet!
Nö, denn die muß genauso lange ran...
BodyLove
03.05.2004, 17:59
So, auf Grund vom Zeitmangel konnte ich keine Antworten abgeben. Um hier etwas zu beantworten braucht man mehr Zeit, als vielleicht in den anderen Foren.
Ich komm jetzt mal auf den Topic wieso es unserer Gesellschaft so schlecht geht zurück.
Es geht uns erstens so schlecht auch nicht.
Zweitens, wenn jeder seine Zeit mit Jammern verbringt kann er/sie in dieser Zeit nix produktives machen, dass uns aus der Misere führt.
Drittens sage ich: Es wird erst schlimmer bevor es besser wird.
Schwer vorhersehbar. Unserer Gesellschaft geht es im Vergleich zu anderen Ländern nicht schlecht, sondern gut. Aber im Vergleich zu früher geht es eben schlecht. Zwar waren die Zeiten damals anders, Sprich BoomWirtschaft, aber das ist doch jetzt nicht mehr der Fall. Man zieht nur vergleiche, worin man selber involviert war. Die Redensart, vor 20 Jahren war alles anders, kennen wir von jeder Diskussion, die man mit Älteren Menschen führt. Das ist zwar nachvollziehbar, aber falsch, da diese Sicht der Dinge einige wichtige Punkte ausser acht lassen.
Dann zum Punkt Wirtschaft/Soziales:
Egal wer an der Regierung ist, die Opposition bezieht fast immer die Gegenposition. Ob das die SPD während Kohls Zeiten war oder es jetzt die CDU/CSU unter der SPD/Grünen-Regierung ist.
Unsere Politiker habe einfach vergessen, dass es kein absolutes richtig/falsch in der Politik gibt. Das beste was man erreicht, ist ein Kompromiss, der die breite Masse zufriedenstellt. Aber sowas wollen unsere (man verzeihe mir den Ausdruck) verbohrten Holzköpfe in Berlin ja nicht.
Es will jeder nur einmal an die Macht und dann macht man denselben Schrott wie die Anderen.
Niemand von denen oben hat die eierlegende Wollmilchsau im Programm, nur behaupten tun's alle.
Deswegen meine ich, dass man an der Verfassung etwas ändern muss. Das jetzige System ist auf Kompromiss ausgelegt. Nur gibt es Konfrontation zwischen der Opposition und den Reformen. Zum einen muss man sich mit der Opposition einigen, zum anderen will man Reformen durchsetzen. Problem hierbei ist aber, dass die Opposition nicht versucht, ein Kompromiss einzugehen, sondern viel eher versuchen, die eigene Partei ins richtige Licht für die nächsten Wahlen zu rücken. So war das immer, und so wird es (leider) immer bleiben. Das ist die Angewohnheit des Menschen.
Es fehlt jemand, der endlich mal die blanke Wahrheit sagt:
1.Ja, das Volk muß noch ein paar Jahre leiden
2.Ja die Renten sind nicht sicher
3.Ja es wird mehr an sozialen Leistungen gekürzt werden müssen
4.Ja wir brauchen eine Zuwanderungsbeschränkung.
Du siehst, dass wenn man die Wahrheit sagt, was passiert. Die Gesellschaft will, dass alles so bleibt, wie es ist. Nur wird dies nicht der Fall sein. Zum einen dürfen keine Kredite aufgenommen werden, zum anderen aber will man mit weniger Geld mehr Leistung vom Staat. Sehe nur ich hier eine Spannung?
Und bei Punkt 4 ist man ausländerfeindlich oder gleich ei alter Nazi.
Nein. Nur ist dien Punkt 4 zu pauschal. Wenn jemand vom Ausland nach Deutschland einreist, hier Geld verdient, Steuern zahlt und dieses Geld zum Gewissen Grade ausgibt, so sehe ich hier keinen Nachteil. Problematisch wird es dann, wenn Diese Sozialhilfe, Asyl, oder andere Hilfen bekommen möchten. Hier sollte man ein Auswahlverfahren treffen, ohne dabei diskriminierend zu sein. Solch ein Vorgehen würde eine Einreise sehr erschweren, selbst dann, wenn dieser Kompetenzen mit bringt, die Deutschland braucht
Morgoth Dir bin ich noch eine Antwort schuldig.
Nein, das stimmt nicht. Wenn das Geld da wäre bzw. man das vorhandene nicht auf die hohe Kante legen müsste, um für die Zukunft gesichert zu sein, würde weiterhin konsumiert werden.Gut, ich sehe es ein. Gesamgesellschaftlich hast du wohl recht. Aber vereinzelnd kann man auch auf solche Leute, wie ich sie beschrieb, treffen.
Leistungen des Staates kürzen? Das verunsichert die Bürger doch noch mehr. Nach unserer gemeinsamen, logischen Schlussfolgerung müsste dadurch der Konsum noch viel geringer werden.
Der entgegengesetzte Weg ist IMHO die Lösung: den aktuellen Steuersatz beibehalten, aber dafür sicherstellen, dass der Steuerzahler das Geld auch wieder zurück bekommt, wenn er in eine Notlage gerät bzw. in Rente geht.
Dazu gehört natürlich auch eine Vereinfachung des Steuerrechts, um alles transparenter zu gestalten.
In dieser Kombination wäre genügend Geld vorhanden und die zusätzliche Sicherheit den Konsum ankurbeln.
Steuern müssen gesenkt werden, damit Firmen investieren. Wenn firmen investieren, werden mittel- und langfristig mehr Menschen arbeiten können. Wenn Menschen arbeiten, kommt auch die Sicherheit wieder zurück. Ich tendiere eher zu sagen, dass man im besten Fall, die Steuern senkt, und die Sozialleistungen nahezu beibehält. Nahezu deshalb, weil es einige Punkte gibt, die man kürzen muss. Rente ist etwas, was tabu ist. Entweder kürzt man es nicht, oder man gibt der Person freie Hand zum Wahl des Rentensystems. Sprich, eigene Vorsorge, ohne staatliche Unterstützung. Dies bedarf kurzfristig ein hohes finanzielles Aufkommen seitens des Staates. Imho wäre die 2te Möglichkeit ein Signal zur Besserung, da ich selbst etwas für meine Zukunft, und deren finanzielle Sicherheit, machen muss.
Ich merke gerade, dass ich darauf schon geantwortet habe.:freak
Garantie auf Arbeit kann man niemandem geben, auch nicht mit niedrigen Steuern. Aber man kann ihm Garantie auf soziale Absicherung geben.
Doch die muss finanziert werden, und das wird nun mal durch Steuern getan.
Noch etwas zu weniger Abgaben: wird es dadurch besser werden? Nur wenn die Löhne gesenkt werden könnten wir wieder international konkurrenzfähig werden. Und was hat der Steuerzahler dann gewonnen? Nichts! Er zahlt zwar einen niedrigeren Steuersatz, aber bekommt auch weniger Kohle. Und davon muss er dann noch, wenn man Deinen Ansatz mal auf die Spitze treibt, auch noch Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung zahlen.
Ein wunderbar schlechtes Beispiel für niedrige Steuern sind: die USA. Dort wurden unter Bush sen. die Steuern rapide gesenkt. Einem kurzfristigen Aufschwung folgte bald danach extreme soziale Ungerechtigkeit. Inzwischen ist es soweit, dass viele Leute nur noch Mindestlohn bekommen, deswegen 2 Jobs haben müssen um überhaupt über die Runden zu kommen.
Ist das erstrebenswert?
Stattdessen könnte man den aktuellen Satz so halten, vielleicht sogar erhöhen, das gesamte Steuerrecht aber so umkrempeln und vereinfachen, dass jeder Bürger weiß: aha, 10% meiner Steuern gehen in meine Rentenversicherung, 10% hier hin, 10% dorthin. Es muss für ihn offensichtlich werden, wofür er zahlt. Denn im Moment sieht er das nicht, nur die Verschwendung seines hart erarbeiteten Geldes, und er weiß nicht, ob er, wenn er dann irgendwann nicht mehr arbeiten kann, weiterhin überleben kann.
Zugegeben, es erfordert einen großen Umschwung in unserem Verständnis für Gesellschaft, dass nämlich einer für den anderen da ist. Doch ich glaube, mit ein bisschen gutem Willen können sogar wir Deutschen das schaffen.
Eine Senkung des Steuersatzes wäre für die Wirtschaft wichtiger, als für das Volk. Dahingehend hast du recht. Bei deinem Bsp mit der USA muss man sich aber vor Augen führen, dass diese Idee nicht von langer Hand geplant war. Somit ist es nicht verwunderlich, das dies kurzfristig für Aufschwung sorgt, aber langfristig dafür eher negativ ist. Dasselbe geschah übrigens in Japan, als dort in den 80erJahren die Wirtschaft stagnierte. Deutschland hat imho daraus gelernt. Ich denke, das Steuersystem muss stark vereinfacht werden. All diese Abzüge sind nicht übersichtlich, somit wird es von vornherein als schlecht empfunden. Ich denke, dass die größten Reformen, wie andere Verfassung und ein neues einfaches Steuersystem noch vor uns stehen.
Jetzt mal ehrlich: würdest Du das wollen?
Dann ist endgültig alle Macht bei den Konzernen, die Arbeiter werden sich mit günstigsten Löhnen zufrieden geben, um ihre Arbeit zu behalten. Sie werden den Chefs in den Arsch kriechen, sie werden sich ausnutzen lassen.
Das kann es nicht sein! Die dunklen Zeiten nach der industriellen Revolution sind zum Glück vorbei, und ich habe nicht den Wunsch, dass die wiederkehren.
Ob ich es will steht hier leider nicht zur Debatte. Es muss eben passieren. Sonst kann Deutschland diesen Standard nicht mehr lange halten. Ich habe nirgendswo sonst, solch eine soziale Sicherung gesehen. So viele Krankenhäuser, die allesamt sehr kompetent sind. So sauber. So rein. Man gibt viel Geld für Umwelt- und Tierschutz aus. Letzens habe ich einen Bericht im Spielgel gelesen, wo beschrieben wurde, dass eine Stadt, wegen 100 - 500 Hamstern und für deren Umsiedlung, 5Mio ausgegeben hat. In manch anderen Ländern hätte man diese allesamt brutal getötet. Aus moralischer Sicht, ist die Handhabung von Deutschland gerechtfertigt. Aus ökonomischer Sicht umso weniger.
Puh, ist noch nicht fertig. Spiro kommt noch.
Besser wäre m.E. die Frage: Warum bricht unser Lebensstandard ein?
Wer hier behauptet, dass es unserer Gesellschaft schlecht ginge, sollte vielleicht mal für einige Monate Süd-Ost-Asien aufsuchen. Ich hatte vor 2 Jahren die Gelegenheit, auf Einladung meiner Schwester, dort 2 Monate zu verbringen und kann nur sagen, dass ich, ob der dortigen Verhältnisse und dem Umgang der Einheimischen mit denselben, in Demut nach Deutschland zurckgekehrt bin.
Ich will hier nicht moralisieren und sage auch ganz ehrlich, lange hat´s nicht angehalten - aus den Augen, aus dem Sinn...
Wie ich schon oben beschrieb, vergleicht man Deutschlands Standard nicht an anderen Ländern, und gewiss nicht mit asiatischen Ländern, sondern eher mit dem Deutschland vor 20 Jahren. Der Lebensstandard Deutschlands ist imho enorm hoch.
Hinzufügen möchte ich noch den Aspekt, dass es m.E. in D keine unternehmerische Fürsorge mehr gibt - Leute wie Philip Rosenthal sind leider nicht in Sicht.
Manager/Aufsichtsräte (Auf Konzern- u. mittelständischer Ebene - anwesende Handwerksmeister sind natürlich ausgenommen ) etc. fällen Heute ihre Entscheidungen nicht mehr unter Einbeziehung moralischer Aspekte; geht´s meinen Arbeitern/Angestelten gut, geht´s auch mir gut, sondern denken global u. profitorientiert. Egal, was mit den Mitarbeitern hier passiert...meinen Aktionären (Arbeitgebern) und ausschließlich denen bin ich verpflichtet!
Ja. Thats Business. Wer Global nicht denkt, der hat schon verloren, bevor es überhaupt anfing. Einfache Arbeit wird es in Deutschland nicht mehr geben. Deutschlands Gesellschaft mutiert zur Dienstleistungsgesellschaft. Wenn man sieht, wieviel Menschen als Dienstleister tätig sind, und wieviele aktiv produzieren, dann merkt man, dass diese Mutation schon in den 90ern anfing. Globalisierung ist nunmal ein wichtiger Aspekt der Wirtschaft. Ohne die neuen Märkte, wird es an Nachfrage fehlen. Die Menschheit ist imho auf Frieden nicht ausgelegt. Kriege waren und sind Motoren der Wirtschaft. Erst, nachdem jemandem bewusst wird, wie knapp er dem Tode war, setzt er seine Skepsis wegen der Zukunft ab und lebt im Augenblick (im weitesten Sinne).
Tschechien z.B. bietet Unternehmen unter den Voraussetzungen eines Steuersatzes von 0%, keinen Kosten für Grunderwerb sowie Niedriglöhnen zusätzlich die Möglichkeit, die Investitionskosten für die Produktionsstätten mit bis zu 75% aus EU Subventionsmitteln zu unterstützen!
Nur zum Verständnis - Deutschland trägt als Nettozahler der EU ca. 22% des Gesamthaushaltes und somit ca. ein Drittel der von den Tschechen für unsere Unternehmer/innen bereitgestellten EU Subventionen!
Woran liegt das denn aber? Ausschließlich an den Subventionen? Nein. Die dort sind sozial nicht so sicher, wie die Menschen hier. Auch ist deren Infrastruktur mit dem von Deutschland vergleichbar. Dort musste man gewisse Einschnitte machen. Jetzt versucht man, die Wirtschaft ins Land zu locken. Und ich sage dir eins, lieber bekommen die Tschechen das, als die Chinesen. IMHO. Ohne Expandierung läuft eben nichts. Und niemand hindert einem daran, dort wo Arbeit ist, hinzuziehen. Die Arbeit fällt niemandem mehr in den Schos. Wir wollen, dass die Arbeit zu uns kommt, was aber nicht geht. Ich denke, dass auch die Deutschen langsam realisieren sollte, dass einfache Arbeit nicht mehr da ist. Und wenn man einfache Arbeit machen möchte, muss man eben nach Polen, Tschechien, usw. Verwerflich ist hierbei imho nichts. Ich denke, dass man dort gerne solche Arbeiter annimmt. Qualifizierte Arbeitnehmer, die sich mit Maschinen auskennen verdienen dort proportial mehr, als hier in Deutschland. Gemessen am Bruttosozialprodukt.
XXYYZZ Dein Post, werde ich später versuchen zu beantwoten, bzw. zu hinterfragen.
Endurance
03.05.2004, 18:19
original von BodyLove [/br]
Nein. Nur ist dien Punkt 4 zu pauschal. Wenn jemand vom Ausland nach Deutschland einreist, hier Geld verdient, Steuern zahlt und dieses Geld zum Gewissen Grade ausgibt, so sehe ich hier keinen Nachteil. Problematisch wird es dann, wenn Diese Sozialhilfe, Asyl, oder andere Hilfen bekommen möchten. Hier sollte man ein Auswahlverfahren treffen, ohne dabei diskriminierend zu sein. Solch ein Vorgehen würde eine Einreise sehr erschweren, selbst dann, wenn dieser Kompetenzen mit bringt, die Deutschland braucht
Damit hast Du absolut recht, nur war ich zu dem Zeitpunkt dieses politisch/sozialen Ergusses etwas unter Zeitdruck :D.
Natürlich sollte ein sinnvolles Auswahlverfahren eingeführt werden. Aber effektiv sollte man auf kurz oder lang eine Beschränkung einführen. Man muß den Hintergrund der Einwanderer jedoch stärker beleuchten. Wenn jemand schon in begründetem Verdacht steht, z.B. mit einer Terror-Organisation zu kooperieren, dann sollte es erlaubt sein, den Einbürgerungsantrag abzulehnen und eine Abschiebung zu erwirken. Natürlich darf nicht pauschalisiert werden, wie: Alle Araber sind El Kaida Anhänger. So etwas wäre dumm und wirklich ausländerfeindlich. Jedoch sollte es selbst im Hinblick auf den Datenschutz erlaubt sein, gewisse Informationen zur "Urteilsfindung" in Betracht zu ziehen.
CU Endurance