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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was ist in 200 Jahren ?!


Der Daedalus
27.04.2004, 21:02
Einleitung:

Wer ein bisschen in Geschichte (vor allem der Geschichte der letzten 100-200 Jahre) bewandert ist, dem werden gewisse Entwicklungen auffallen.
Zum einen die Globalisierung. Ein Thema, welches immer mehr Einfluss auf unsere Gesellschaft, aber auch auf unsere Kultur hat.
Einher mit dieser Globalisierung geht auch ein gewisses Maß an Amerikanisierung. Burger King und Co. lassen sich aus Deutschland nicht mehr wegdenken und Fast Food hat vor allem unsere Esskultur geprägt.
Alles in allem kann man sagen, dass die Welt im gesamten mehr und mehr kapitalistisch geprägt wird. Der Fall der Mauer und der Zusammenbruch der UDSSR haben gezeigt, dass der Kommunismus nicht wirklich bestehen kann in der heutigen Zeit. China öffnet sich für den Westen und Länder, die noch auf dem Kommunismus bestehen, stehen kurz vor dem Zusammenbruch (Beispiel Nord Korea).
Auch Arabien wird sich nicht ewig vor einer Demokratisierung und einer Öffnung für den Westen verschließen können. Auch wenn Anschläge wie die von Bin Ladens Al Kaida große Wirkung zeigen, so sind sie doch IMO eher ein letztes Aufbäumen islamistischer Kräfte.
Aber es gibt auch eine andere Entwicklung. Arbeit ist schon lange zur Ware geworden. Wer am billigsten Arbeitet bekommt meist den "Zuschlag". Einher damit eine immer mehr und mehr fortschreitende Technisierung der Arbeit. Will heißen, dass viele Arbeiten vom Roboter gemacht werden, für die damals noch Menpower gebraucht wurde.


Das sind nur einige, aber sicher maßgebende Entwicklungen, die man betrachten muss, wenn man überlegen will, wie die Welt in 100 oder 200 Jahren aussehen könnte.

In diesem Thread würde ich gerne hören, wie ihr euch die Zukunft denkt. Keine Große Diskussion über die gegenwärtige Situation, sondern eine Diskussion darüber, wie die Welt in ferner Zukunft aussehen könnte.


Nun mal zu meinem "Bild der Welt von Morgen":

Kurzfristig gesehen wird sicher der Kapitalismus siegen, aber irgendwann kommt der Punkt, wo der Kapitalismus wie wir ihn heute kennen wohl keine Chance mehr hat. Ein Grund, aber wohl auch der größte Grund, ist das, was mit der industriellen Revolution begonnen hat. Maschinen nehmen uns die Arbeit ab. Sicher es wird immer Leute geben, die Maschinen konstruieren und warten müssen, aber früher oder später wird es für einen großen Teil der Bevölkerung keine Arbeit mehr geben. Der Aufbau von dritte Welt Ländern wird diese Entwicklung vielleicht verzögern, aber ich denke, dass es so kommen wird. Ähnliches hat Marx damals ja auch schon prophezeit.

Also ist die Frage, wie wir darauf reagieren. Der Nachteil (mehr Arbeitslose) könnte auch zum Vorteil genutzt werden. Denn es könnte so weit kommen, dass unbeliebte Arbeit komplett von Maschinen übernommen wird.
Dann auf einmal stellt sich die Frage, ob man überhaupt noch für Arbeit "zahlen" muss. Denn eigentlich setzt ich mal vorraus, dass jeder in irgendeiner Art und Weise was machen will und das auch die Betätigungsfelder weit genug gestreut sind um alle wichtigen Bereiche des täglichen Lebens abzudecken.
Der eine schnibbelt gerne am Menschen rum, also wird er Artzt.
Der andere ist kreativ und konstruiert gerne, also wird er Ingenieur.
Der dritte macht gerne Musik, also ist Musiker wohl seine Berufung.
Was im gelebten Kommunismus, welcher sich ja oft sehr stark von der Ideologie Marx's unterscheidet, oft zum Nachteil wurde, nämlich der Indivudalismus des Menschen, könnte so zum großen Vorteil werden.
Wenn man nicht mehr gezwungen ist Arbeiten zu gehen, kommt es auf einmal viel mehr auf Dinge wie "Spass an der Arbeit" und Ehrgeiz an. Wer kennt das nicht von seinem Hobby. Dort murrt man nicht rum "man schon wieder ne Eisenbahn aufbauen", sondern freut sich wenn man was machen kann und ist ehrgeizig genug um auch mal Probleme zu überwinden.

Als Schlussfolgerung sehe ich da, dass es eigentlich garnicht mehr nötig ist, Leute für Arbeit zu bezahlen, denn zur Not kann diese Arbeit auch von Maschinen übernommen werden. Bzw. es gibt genug Leute, die diese Arbeit gerne machen wollen.

Aber wie leben, wenn man kein Geld für Arbeit bekommt? Da kommt die Planwirtschaft ins Spiel. Alle 5 Jahre pro Mensch ein Auto, eine Hose pro Monat, etc... Wenn mehr produziert werden kann, dann kann man das auch gerne aufstocken. Und man muss nicht bezahlen um das zu bekommen.
Einige werden jetzt denken "äh Planwirtschaft". Aber im Grunde genommen ist dies ein gutes System. Es wurde nur vergessen, dass der Mensch ein Individuum ist. Nicht jeder will das selbe Auto fahren und nicht jeder die selbe Hose tragen.
Aber muss ja auch nicht so sein. Es wäre kein Problem 20 verschiedene Autos anzubieten, für jeden Geschmack etwas. Und jeder bekommt das was er haben will. Ebenso bei Kleidung, Nahrung, etc.

Die wichtigste Frage ist, wie wird unsere Regierung aussehen? Marx ging davon aus, dass irgendwann der Punkt erreicht ist, wo es keinen Neid mehr gibt und somit Kräfte wie Polizei etc. nicht mehr notwendig sind. Von dieser Idealisierung sollte man glaub ich weg.
Es wird immer Neid geben und sei es nur, dass zwei Männer die selbe Frau lieben. Wo Neid ist, da ist Gewalt und wo Gewalt ist braucht es eine Gegengewalt damit die Gewalt nicht eskaliert und der Gewaltäter davon abgehalten wird mehr Schaden an zu richten.
Also braucht es auch Gestetze. Man braucht also auch eine Regierung. Aber hier ist der Punkt, wo ich auch ein bisschen ins Stocken komme. Eine Wahl würde das ganze oben genannte irgendwie durcheinander bringen. Ein Wahlkampf passt nicht in das Bild.
Vielleicht ist da ein Rätesystem (glaub Marx hatte sowas auch mal angedacht) sinnvoll, denn die Arbeit der Regierung würde sich ja auf ein ziemlich kleines Feld beschränken.


Hoffe das reicht um eine Diskussion ins Rollen zu bringen, vielleicht kann ich meine Gedanken auch noch mal weiter ausführen ...

perfekt!57
27.04.2004, 23:34
was in 200 jahren ist, weiß kein mensch. klar wie kloßbrühe.


und es lassen sich auch keine irgendwie gearteten trends extrapolieren. eben weil entwicklungen halt auch sprunghaft oder chaotisch verlaufen können/werden/sollen.

es sieht halt so aus, als würden sich die usa als welt-hegemon "so Rom-mässig" festsetzen für eine zeit. Rom hatte bekanntlich 59 kaiser/imperatoren über rund 470 Jahre.

ob es nun zu einer ungefähren wiederholung von weiteren 59 georg bush's kommen wird, vermag ich auch bei besten willen nicht zu sagen.

(wenn zunächst mal bis 2045 frieden wäre, wäre schon mal klasse: 100 jahre seit ende wkII. das echt der hit und fast new world record. für uns zumindest.)

und so gehe ich ansonsten auch vor: eher mir nicht überlegen, was passieren könnte, sondern ein ziel ins auge fassen, es nicht aus dem auge verlieren, das umsetzen, es erfolgreich wahr machen. und dann weitersehen.

wichtiger als alle prognose scheint mir, dass ziemlich viele, besser die meisten menschen begriffen haben sollten/hätten, dass vor allem das gute alte wilhelm-busch-motto gilt/gälte: "das gute ist oft schon mal das böse, was man läßt."

nach dem motto "heute was sinnvolles zum ganzen beigetragen" scheint mir schon fast der wichtigste aktive beitrag des einzelnen zur zukunftsvorsorge.

und ich mache mir im moment vor allem etwas sorgen um die "vereinigten staaten von europa" (die kommen eh nie), also die EU, wie wir sie jetzt haben:

dass das auf dauer zusammenhält, auch nur weitere 25 jahre ist so ganz sicher wie auf ewig noch nicht so fest heraus:

am ende hätten sogar die usa mal wieder ein interesse daran, die eu "zu spalten", deren selbstauflösung (mit zynismus) mit zu fördern, gäbe es gelegenheit dazu:

man sehe auf tschechien und die slowakei: grenzschilder sind so schnell ausgestellt, ein militärposten dazu: das ginge über nacht. und drei tage später eine baracke dazu. in der gibt es dann die visumstempel, wenns beliebt. und auch eine eigene währung gedruckt ist schnell.

hoffen wir, dass uns so eine zeit "der kollektiven europäischen umnachtung" nach lange erspart bleibt: ich meine aber, sie wird (leider!) mit sicherheit kommen: überdruss an europa und den "ausländern", den italienern, spaniern, franzosen, wenn wir alle zusammen aus allen völkern erst mal zu viel gereist wären, uns mit den jeweils anderen befasst hätten.

das ginge auch wieder vorrüber, klar. aber "in der zeit der verirrung" könnte viel blödes, doofes geschehen... . gräben zwischen den nationen wieder aufgerissen werden. das ja leichter als alles andere.


wie groß die unterschiede auch heute noch sind, sehe ich hier ja oft, fast täglich. ich war heute erst in belgien und luxemburg, und neulich via lux in frankreich:

1. lux-deutsch: keine kontrollen, grenzposten verlassen.
2. lux-belgien: kein grenzposten mehr,nicht mal ein haus. nur blaues schild am straßenrand "belgien" fährt man z.b. von lux nach belgien.
3. belg.-deutschland: wie 1.)

aber

4.) luxemburg (nicht D!) nach France:

da kommt die "Grande Nation", auch heute, jetzt noch, fast wie brd-ddr kurz nach der maueröffnung:

sogar die autobahn wird auf eine spur eingeengt, 10KM. max., 4 Motorräder Franz. Polizei, schwarze sonnenbrillen, tiefer blick, div. polizei-pkw, baracken rechts und links der einen spur, rampen, überdachung, licht usw.: das ganze gedöns, die volle dröhung, auch heute noch. sogar den feierabend verkehr von luxemburg stadt aus direkt nach süden richtung thionville (entfernung zwischen den beiden städten 45km mit grenze dazwischen) bremsen die sogar nachmittags gegen 17.00 runter bis auf 10km und kucken jedem in die augen. stau 1,5 km oder mehr km? egal... paris läßt grüßen.

von d nach lux bei grevenmacher fährt man zweispurig durch auf der BAB. und nach st.vith in belgien von prüm aus auf der BAB oder zurück natürlich auch. da pfeift der wind durch leere fensterhöhlen... .

und die psylo-canabis-ampheta-kontrollen von de nederlands aus richtung BIT macht der zoll stichprobenartig und überraschend und irgendwo vor oder hinter der grenze, wo man weit und breit nicht weg kommt von der BAB. geht auch. sogar sehr erfolgreich.

naja.

Loopo
28.04.2004, 00:00
ich weiß nicht mal was in einem Jahr ist, was kümmmert mich dann erst 2204 !? ;)

10tacle
28.04.2004, 01:33
In 200 Jahren wäre ich 224Jahre alt! Ich glaub da bin ich in Rente :D :D

Ich hab wirklich keine Ahnung wie ich mir die Welt in 200 Jahren vorstellen soll, man kann ja noch nichtmal mit Sicherheit sagen was in 50 Jahren ist, ausser das die Ölreserven gegen Null sind ;)

Der Daedalus
28.04.2004, 08:30
Ich hab ja auch mit keinem Wort gesagt, dass ich weis, was in 100 oder 200 Jahren ist. Vielleicht kommt ein böser Komet und wir sind alle tot...

Aber trozdem kann es auch mal ganz interessant sein zu überlegen, wie die Zukunft aussehen könnte... Und mehr hab ich ja auch nicht gemacht. Das hat nichts damit zu tun, dass man die Gegenwart verpasst oder sowas in der Art.

Wenn ihr nichts zum Thema beitragen könnt, dann lasst doch bitte auch das posten.

ToXiD
28.04.2004, 09:00
@ Der Daedalus

Deinen "Optimismus" hätt ich gern. Ich gebe der Menscheit keine 200 Jahre mehr. Zunächst einmal werden unsere natürlichen Rohstoffe keine 200 Jahre mehr reichen. Da es versäumt wird / wurde sich rechtzeitig und ausreichend um Alternativen zu kümmern, wird es wohl ein bißchen eng mit der Energieversorgung und der individuellen, mobilen Freiheit. Weiterhin werden wir wohl unsere bewohnbare Müllkippe...(entschuldige, wollte natürlich Erde sagen) bis dahin zu einem völlig übervölkerten Planeten gemacht haben. Die Kriege der Zukunft werden sich um so simple Dinge wie Wasser drehen und um Lebensräume, in denen nicht 65 Grad Luftemperatur und tausende von km² Wüste Standard sind. Unsere Kinder werden uns vielleicht fragen was Wale sind und wir können wiederum unseren Kindern stolz erzählen was ein Eisbär gewesen ist. Regierungen gibt es nur noch zu repräsentativen Zwecken. Wirtschaftskonzerne werden wohl endgültig die Geschicke der Menschen leiten, sofern es noch Menschen gibt. AIDS, SARS und andere hässliche Krankheiten werden dabei noch ihr übriges tun.

Es hat doch bestimmt fast jeder Matrix gesehen, den ersten Teil. Es geht um die Stelle in der Morpheus von Agent Smith verhört wird. In dieser Szene definiert Agent Smith die Menscheit als ein Virus. Sinngemäß war die Aussage, das der Mensch sich in einem Gebiet niederlässt, sich hemmunglos vermehrt, dabei sämtliche Rohstoffe ohne Rücksicht auf die Umwelt an sich reisst und wenn dann alles aufgebraucht wurde einfach zum nächsten Gebiet weiterzieht.

Damit haben es die Wachowski-Brüder auf den Punkt gebracht: Das Projekt Menscheit ist zum scheitern verurteilt. Es werden nicht die Kriege, Seuchen und Hungersnöte unser Untergang sein. Unsere eigene Ignoranz, Dummheit und Unfähigkeit Miteinander zu leben wird der Untergang sein. Das Kapitel Menschheit wird nicht mal ein Wimpernschlag in der Geschichte des Universums darstellen.

Mal sehen, ob ich die nächsten 200 Jahre schildern kann:

0-50 Jahre:
Die natürlichen Rohstoffe werden knapp. Die Industrienationen rationieren und horten Rohstoffe. Afrika gerät immer weiter an den Rand eines kontientweiten Krieges. Die Flüchtlingsströme in Richtung Europa nehmen massiv zu. Die europäischen Länder ziehen die Notbremse und riegeln ab. Es kommt zum Waffeneinsatz gegen zivile Flüchtlinge. Da nun der Seeweg blockiert ist, versuchen es die Flüchtlinge über den arabischen Raum.

50-100 Jahre:
Der Klimawandel hat weite Teile Afrika's unbewohnbar gemacht. Kriege, Seuchen und Hungersnöte lösen ein Milliardensterben aus. Die UNO ist machtlos, der Rest der Welt schaut tatenlos zu. Die Flüchtlingsströme haben den Druck auf die arabsichen Staaten massiv verstärkt. Diese drohen mit einem totalen Stopp sämtlicher Öllieferungen, falls nicht die westliche Welt sich des Flüchtlingsproblems annimmt. Die Krise vereint die zerstrittenen arabischen Länder vorerst. Die USA reagieren darauf mit einem massiven Truppenaufmarsch in der Golfregion. Der Flüchtlingsstrom hat nun schon fast die Ausmaße einer Völkerwanderung erreicht. Inzwischen ereigenen sich schwerste Kampfhandlungen zwischen den arabischen Staaten und den Flüchtlingen. Die arabischen Staaten ihrerseits fühlen sich vom Rest der Welt im Stich gelassen und stoppen sämtliche Öllieferungen. Die USA stellen ein Ultimatum zur Wiederaufnahme der Öllieferungen. Die Welt steht am Rande eines Krieges.

100-150 Jahre:
In Europa und Amerika hat die Rationalisierung von Energie bereits starke Auswirkungen auf das alltägliche Leben: Massenarbeitslosigkeit, Firmenpleiten, Unruhen und Gewalttätige Ausschreitungen sind der Alltag. Den Behörden und Polizeikräften droht die Kontrolle zu entgleiten. Weite Teile Europas befinden sich im Ausnahmezustand. Inzwischen hat sich fast der gesamte asiatische Raum auf die Seite der arabischen Länder gestellt: Die USA haben mit den Einmarsch in die Golfregion begonnen, um die Ölquellen zu „sichern“.

150-200 Jahre:
Man wird wohl nie klären, wer mit dem Einsatz atomarer Waffen begonnen hat. Ist auch nicht mehr wichtig, der kümmerliche Rest der Menschheit hat ganz andere Sorgen...

[focusbiker]
28.04.2004, 09:15
Servus!

Naja, in 200 Jahren bin ich ja wahrscheinlich schon offline! :D Es ist schwierig zu sagen, was bis dahin so alles passieren könnte, eine genaue Aussage läßt sich einfach nicht treffen, da, wie perfekt schon erwähnte, einige Dinge chaosartig verlaufen bzw. viele kleine Umstände zu einem großen Umstand führen können.

Laut einigen Experten sind wir dann hier in Europa auf das Maß eines Schwellenlandes geschrumpft. Asien hat uns den Rang abgelaufen, die USA sind uns weit voraus und wir führen nur noch ein Randdasein. Das ist zwar alles nicht schön und gut, aber diese These setzt voraus, dass der derzeitige Ist-Zustand konserviert bleibt, Veränderungen in jedweder Hinsicht können dieser Aussicht entgegenwirken. Unvorhergesehene Ereignisse (wie auch! :D), wie Katastrophen, Klimaveränderungen und Kriege machen sämtlichen Thesen einen Strich durch die Rechnung.

Was sich, denke mal das ist ziemlich sicher, stark verändern wird, sind unsere sozialen Sicherungssysteme, die derzeitigen Veränderungen sind schon ein Schritt in diese Richtung, wir werden mehr für uns selbst sorgen müssen, denn wenn sich die Alterspyramide weiterhin so verändert, bleibt uns gar nichts anderes übrig. Oder es kommt dazu, dass wir uns noch mehr zu einem multikulturellen Land entwickeln, da durch die Überalterung unserer Gesellschaft weniger Menschen in der Lage sein werden zu arbeiten, dieser Arbeitskraftschwund müßte dann durch zusätzliche Einwanderer aufgefangen werden.
Dazu sollten wir uns daran gewöhnen flexibler zu werden, die Festlegung auf einen Beruf im Leben ist wohl dahin. Die Ausübung mehrerer Berufe könnte bald für jeden Realität sein, mit öfteren Ortswechseln verbunden.
Und hoffentlich wird den Politikern bald klar, dass hier einiges in Sachen Deregulierung und Entbürokratisierung passieren muss, sonst hängen wir irgendwann auf Grund "Genehmigungsverfahrenüberflusses" hinterher.

Aber das große Thema der nächsten Jahrzehnte wird wohl der Rohstoffmangel sein bzw. die Verwertung regenerativer Energien. Was ist wenn in 50 Jahren wirklich kein oder kaum noch Erdöl auf unserem Planeten verfügbar ist? Wenn man sich überlegt, für wieviele Produkte Teile aus dem Erdöl benötigt werden, sollten wir uns schnell nach Alternativen umschauen. Es ist ja nun nicht so, dass nur unsere heutigen Autos ohne Erdöl nicht mehr fahren würden, sondern viele Annehmlichkeiten des Lebens hängen dicht mit den Erdölreserven zusammen. Schließlich werden einige Bestandteile des Erdöls zur Herstellung von sämtlichen Kunststoffen verwendet. Ob es da wirkliche Alternativen außer Recycling gibt, kann ich nicht sagen, bin keine Chemiker, aber stellt euch mal eine Welt ohne Kunststoff vor!
Daher gibt es nur die eine Möglichkeit, die wir auch als Chance nutzen können: Die Forschung nach Alternativen. Die Brennstoffzelle ist hierfür ein gutes Beispiel, diese wäre wahrscheinlich nie entwickelt worden, wenn die Erdölreserven nicht zu Grunde gehen würden. Dazu sollten die Techniken bestimmte Materialien wieder zu verwerten verbessert werden. Und vor allen Dingen sollte auch bei jedem kleinen Licht unserer Gesellschaft das Bewußtsein geweckt werden, selber Energie und somit Resourcen zu sparen.

Wahrscheinlich ist auch, dass der Irak-Krieg nicht der einzige Krieg um Rohstoffe gewesen sein wird, die milirtärisch starken Länder werden versuchen, ihre Erdölreserven so lange wie möglich zu sichern. Da kracht es bestimmt noch einmal...

Ob in 200 Jahren die USA noch die wortführende Macht auf diesen Planeten sein wird, weiß man nicht, ander Nationen/Vereinigungen könnten ihnen den Rang ablaufen. Auch, wenn sie weiterhin auf so großen, energie- und geldverschwenderischen Füßen leben, macht es bei denen irgendwann bum und alles ist hin.

Man könnte jetzt noch viel weiter philosophieren, es gibt endlos viele Varianten, wie was passieren kann.... Da steckt man halt nicht drin. :)
Aber was will man machen, wir müssen halt mit fertig werden, egal was da kommt, wir können nur versuchen die Dinge so zu beeinflussen, dass sie nicht in die falsche Richtung laufen, da kann jeder mitwirken.....


@ToXid: Nicht alles so negativ sehen! Mach mir Sorgen um dich :D, nicht, dass du irgendwann noch mit nem Strick in der Hand in die Garage rennst! ;) :D Nicht alles so negativ sehen, dass Leben ist kein Film!

Morgoth
28.04.2004, 09:46
@ToXiD: Blade Runner lässt grüßen, Deine Vorstellung war schon immer ein beliebtes Filmthema. Leider auch nicht völlig grundlos, denn läuft alles so weiter wie bisher, könnte es wohl wirklich dazu kommen.

Zumindest die nächsten 50 Jahre wage ich zu prognositzieren:
wir werden in unserem Leben noch den Untergang der Weltmacht USA erleben. Die steht eh schon auf der Kippe, was man aktuell beobachtet sind die letzten Versuche, die eigene Macht zu erhalten. Da muss nur ein plötzliches Ereignis auftreten, schon kracht die ganz Maschinerie zusammen.
Doch das birgt auch große Gefahr: immerhin verfügen die USA über jede Menge Atomwaffen, und wer weiß, vielleicht kommt ein Verrückter dort drüben auf die seltsame Idee, ein paar unfreundliche Raketen loszuschicken. Das wäre äußerst ärgerlich, denn China und Russland werden das nicht lange auf sich sitzen lassen. Deshalb muss die Staatengemeinschaft wach sein, und im entscheidenen Moment die entsprechenden Anlagen sichern. Ich bau mir auf jeden Fall schon mal nen Bunker.
Wo ich eben über China geschrieben habe: das wird, wenn es überhaupt jemals wieder eine geben sollte, die nächste Weltmacht werden. Das Land hat riesiges Potential, an Menschen und Ressourcen. Außerdem verlagern die westlichen Industrienationen immer mehr ihrer Produktion dorthin. D. h., wenn die USA zusammenbricht, hat China ganz kostenlos jede Menge Infrastruktur erhalten.
Wir, die EU, sollten uns rechtzeitig um gute Beziehungen zu China bemühen und uns immer unabhängiger von den USA zu machen.
Krisenregionen der nächsten 50 Jahre:
Zentralafrika, Südamerika, die ehemaligen Sowjet-Staaten. Und natürlich der Nahe Osten, wobei sich das dann mit dem Zusammenbruch der USA auch erledigt haben dürfte. Für den Fall sollten sich die Israeliten schon mal jede Menge Schiffe an Ihre Küste holen, um möglichst schnell wegzukommen. Lustig wird das für die dann bestimmt nicht.

Gruß
Morgoth

Loopo
28.04.2004, 13:23
Also dass die Öl-Reserven nur mehr 50 Jahre halten, sagt man uns schon seit 100 Jahren ;)

Wie lange sich USA noch an der Spitze halten kann? Ich glaube nicht, dass es bereits dem Ende zugeht, aber vielleicht ist es der Anfang vom Ende? Der radikale Islam wird es aber sicher nicht begründen, den nächsten Weltkrieg vielleicht jedoch. Möglicherweise wird die nächste Supermacht China? Aber dazu müssen sie erst mal ihre eigene Wirtschaft aufbauen und und dem Kommunismus endgültig den Rücken zuwenden. Europa sehe ich momentan nicht in der Lage, die Position einer Supermacht zu übernehmen. Zu groß sind die Unterschiede und Meinungen innerhalb der EU-Staaten, als dass sich hier in absehbarer Zeit was entwickeln könnte. Mit den neuen Mitgliedern, die erst aufgebaut werden müssen, wird es auch nicht einfacher.

Tod
28.04.2004, 21:30
In 200 Jahren?
Hmmm, mal überlegen...

Entweder ein Krieg hat uns in die Steinzeit zurückgebracht... oder wir haben die Welt endlich in größere friedlichere Bereiche aufgeteilt (Amerika, Eurasien, Afrika, Rußland, China... usw.).

Die Schwarzen könnten Europa überrennen, weil wir blind sind gegenüber den dortigen Problemen, die WIR verursacht haben.

Das Wasserstoff-Auto gibt es endlich ;)

Israel hat Saudi-Arabien erobert.

Der Mond ist teilweise besiedelt.

Wir brauchen Lichtschutzfaktor 1000 auch im Winter, aber die Atmosphäre beginnt, sich zu erholen.

AIDS ist heilbar, wie auch Krebs und andere Krankheiten.

Es gibt kein herkömmliches Fernsehen mehr; alles ist aufgeteilt zwischen Microsoft, Bertelsmann und Time Warner, alle haben Tapeten, die man zu TV/Internet oder ein Ersatzmedium umfunktionieren kann.

Man muß einen Teil des Meeresbodens besiedeln.

Es gibt nur noch Mikrowellen-Essen. Ein Chip unter Deiner Haut enthält alle peronenbezogenen Daten (Alter, Krankheiten, Allergien etc) und kannst alles mit diesem Chip steuern: TV, Bank, kaufhaus, Parkhaus, Internet, Cola-Automat)

Der Ruhrpott verschmilzt zur Ruhr-Stadt mit 30 Mio Einwohnern.

Deutschland, bwz Europa/Eurasien verliert im Fußball-Länderspiel 5:1 gegen die einzige, übriggebliebene Weltmacht Mauritius :D

o Mann, ich könnt Stunden so weitermachen...

Morgoth
28.04.2004, 21:34
Wir brauchen Lichtschutzfaktor 1000 auch im Winter

Nur so nebenbei: bräuchte ich eigentlich jetzt schon, zumindest im Sommer. Gibts leider noch nicht. Aber weil ich unheimlich gerne in der Sonne bin, muss ich wohl zur Zeit noch mit dem obligatorischen Sonnenbrad leben.
Aber Du sagst ja: Krebs wird heilbar sein. Das macht mir Hoffnung ;)

Gruß
Morgoth

Tod
28.04.2004, 21:40
Kann mir auch vorstellen, daß wir "Futurama-like" Virtual Reality haben, ohne Ende.
Man setzt sich ne Brille auf, oder hat eben nen Chip im Hals und kann auf nem Intel Pentium 80 mit 333 Petahertz Doom 27 gegen reale Holo-Monster spielen... :D

Morgoth
28.04.2004, 21:46
Uh ja, Monster metzeln in der Zukunft. Inkl. echter Verletzungen. Wow. Das wär cool.

Frier mich jemand ein!

:D

Gruß
Morgoth

Cerberus
28.04.2004, 21:59
Tja, eure Gedankengänge in allen Ehren, aber es gibt keine Zukunft. Es gibt nur Gegenwart. Alles weitere ist Spekulation, oder Zukunft. ;)
Cerberus

Tod
28.04.2004, 22:01
Oder man betrachtet die Zukunft als Konstante, sodaß ein Kreis ensteht... dann passiert alles irgendwann nochmal... aber ich schweife ab :D

Morgoth
28.04.2004, 22:03
Oder man betrachtet die Zukunft als Konstante, sodaß ein Kreis ensteht... dann passiert alles irgendwann nochmal... aber ich schweife ab :D

Tut es ja auch. Alles kommt nochmal, so ungefähr alle 20 Jahre. Im Moment sind die 80er wieder trendy. :D

@cerberus: Deine aktuelle Postzahl sollte uns zu denken geben...



Sagt mal, kann das sein dass ich heut ein wenig OT bin?

Gruß
Morgoth

m0d.eXhumed
28.04.2004, 22:03
in 200 jahren wird das sog. pinoccio syndrom bekannt werden;

alle viagra konsumenten werden feststellen müssen, dass sie jedes mal, wenn sie eine exxtrem unattraktive frau sehen, ihr pullamann schnurstracks auf sie zeigt!

so wie piniccio halt, nur mit ekel und dem pullamann

Tod
28.04.2004, 22:09
Sagt mal, kann das sein dass ich heut ein wenig OT bin?

Gruß
Morgoth

Japp, ich auch... also: aufpassen :D

In 200 Jahren... eine große Zeitspanne. Es ließe sich trefflich darüber philosophieren, ob einst genannte Utopien Wirklichkeit werden: Platon, Lenin, Marx u. Co.

[focusbiker]
28.04.2004, 22:28
in 200 jahren wird das sog. pinoccio syndrom bekannt werden;

alle viagra konsumenten werden feststellen müssen, dass sie jedes mal, wenn sie eine exxtrem unattraktive frau sehen, ihr pullamann schnurstracks auf sie zeigt!

so wie piniccio halt, nur mit ekel und dem pullamann
Konstruktiver Beitrag! ;) Respekt! :D

@blutrichter:
Wenn es so wie bei Futurama wird, dann will ich bitte auch eingeforen werden! :cool

Allerdings können wir, wie du schon treffend erwähnt hast, lange philosophieren, ohne es wirklich zu wissen, wie es kommt. Daran, dass sich die Geschichte wiederholt, glaube ich net wirklich. Vielleicht gibt es immer mal Parallelen....

Hoffentlich bleibe uns einige Diktatoren erspart...

Tod
28.04.2004, 23:05
Ich glaube, das Schlimme ist, daß sich immer irgendwie alles wiederholt... wie Du schon sagtest, vielleicht nicht ganz genauso, aber mit vielen Parallelen.

Das nächste, was sich wiederholen wird, ist daß die USA als herrschendes Hegemonial-Reich zusammenbrechen... so wie Griechenland, wie Ägypten, wie Rom, wie Deutschland...

[focusbiker]
28.04.2004, 23:32
Dass immer mal wieder Supermächte in sich selbst zusammenbrechen, ist so eine Parallele. Die Gründe waren meist die Gleichen: Das Streben nach immer mehr Macht, Größenwahn und schließlich die Unkontrollierbarkeit der eigenen Größe.

Nur die Ausmaße scheinen im Verlauf der Geschichte immer größer zu werden!? Da kann man nur hoffen, dass das nich proportional verläuft.....

Tod
29.04.2004, 07:24
Es gibt so ein paar Staaten, die in sich zusammenbrechen werden:

China ist ein Kandidat. Allerdings öffnen die sich rechtzeitig für Wirtschaft und ein winziges bißchen Liberalismus, sodaß es denen wohl nich so ergehen wird, wie der Sowjetunion.

Die USA gehen von innen kaputt. Das ist so ein krankes Land; ich kann mir nicht vorstellen, daß das auf Ewig funktioniert. Rieisige gesellschaftliche Probleme und ein Umgang mit der Welt, der unter aller Würde ist. Das wird sich icht auszahlen auf Dauer.

Indien wird irgendwann ne Supermacht.

Japans Gesellschaft wird auch zusammenbrechen, denn der hohe gesellschaftliche, kulturelle Druck läßt sich nicht mit den westlichen Standards vereinbaren. Japan paßt sich immer mehr an. Zur Zeit haben sie noch die niedrigste Kriminalitätsrate auf der Welt und die wenigsten Gefangenen. Sie arbeiten stark mit soziologischen Mitteln, denn in Japan gilt es als Schande mit dem Strafgesetz ist Verbindung gebracht zu werden. Aber die gesellschaftlichen Konventionen und die Perversionen in den Großstädten (Schulkinder gehen der Prostitution nach etc) werden irgendwann zu einem Kollaps führen.

In Afrika wird es noch ein paar mal krachen. Die Afrikanische Union wird noch sehr lange brauchen, solange nicht die ganzen Despoten beseitigt sind und die Einwohner Afrikas es nicht kapieren, sich gegenseitig abzuschlachten. Oder anderen nicht das anzutun, was ihnen angetan wurde (Südafrika).

Die Schweiz wird über kurz oder lang in die EU kommen (müssen).

Südamerika dürfte sich zu einem EU-ähnlichen Gebilde entwickeln. Allerdings müssen dort noch teifgreifende Veränderungen vorgenommen werden, was soziale Systeme angeht.

Die Türkei... die bekommt im jahre 2204 endlich Aufnahmeverhandlungen für die EU :D

In einigen Regionen wird es erstmal richtig Krieg geben müssen, damit die Leute merken, daß es keinen Spaß macht, Krieg gegeneinander zu führen und es mehr Sinn hat, sich zusammenzutun, so wie es in Europa der Fall war.

Rußland ist wohl bis auf Tschetschenien über den Berg, muß sich aber endlich um Reformen und echte Demokratie kümmern.

bitfunker
30.04.2004, 09:21
In 200 Jahren?
I can't even plan the weekend...

Ich denke mal, dass sich nicht mehr soviel ändern wird, wie in den letzten 200 Jahren bis heute. Allerdings würde auch mich sehr interessieren, wie Win 2204 aussieht - und wieviele Bugs aus unseren Versionen noch drinstecken.

Black Panther
30.04.2004, 14:23
ich glaube dass es 2200 sehr viel weniger menschen als jetzt geben wird. alle tot. Erde verwüstet. ozonloch extrem gross.

Alles in allem keine gute Aussichten.

EU Parlament wird dann 2197 durch Windows 2195 ersetzt.

Der Daedalus
01.05.2004, 10:30
@blutrichter:

Ich denke da ähnlich ... irgendwann werden sich Staaten wie vor allem die USA so weit aufblähen, dass der Ballon dann irgendwann platzen muss.

Das System wie wir es jetzt in der westlichen Welt haben mag im Moment noch in Ordnung sein, aber irgendwann kommt der Punkt, wo es einfach nicht mehr funktionieren kann ...

Was dann kommt? Naja mein erster Post war eine Option. Da würde ich dann auch eher in eine Richtung "Weltregierung" tendieren, da ein komunistisch geprägtes System eh nie parallel neben einem kapitalistischen System funktionieren kann. Wenn dann auf der ganzen Welt, sonst garnicht würde das dann bedeuten.

Aber ganz so schwarz wie einige das tun, würde ich unsere Zukunft nicht sehen. Irgendwann wird denk ich der Punkt erreicht werden, wo die Vernunft doch wieder Oberhand gewinnt, das sicher erst nachdem was schlimmes passiert, das uns auf "den Boden der Tatsachen" holt und uns zeigt, wie verletzlich wir Menschen doch eigentlich sind.

Tod
02.05.2004, 09:35
@ Daedalus

Richtig. Aber ich denke, vor einer (sinnvollen) Weltregierung wird es große Riesenstaaten geben, es sei denn ein Krieg zerschlägt wieder alle gewachsenen Strukturen und wir müssen von vorne anfangen.

Afrika hat ja den Anfang gemacht und den Versuch unternommen, sich langsam ein Gebilde wie die EU ranzutasten. Rußland ist alleine groß genug, China ebenso. Japan, Korea und Vietnam könnten evtl. irgendwann ihre Kluften ebenso überwinden wie Frankreich und Deutschland, usw.

Ich denke, daß das kapitalistisch-demokratische System noch eine ganze Weile funktionieren wird und das auch muß, weil die Menschheit für einen real funktionierenden Kommunismus noch nicht bereit. Star Trek wird erst in sehr ferner Zukunft realisierbar sein. 200 Jahre sind da ja gar nix. Man wird sich aber an ein kommunistisch-demokratisches System annähern (müssen).

Im Moment sind er Vernunft einfach im Mittleren Osten und anderswo noch ziemliche Grenzen gesetzt. dort werden die Krisenherde der Zukunft bleiben. China wird sich innerhalb von 200 Jahren in einen normalen Kapitalismus verwandeln, sonst gehen sie unter. Daß eien Öffnung sein muß, haben sie ja inzwischen begriffen.

Auf die "PCs"/Konsolen/Computer-Technik in den nächsten 200 Jahren bin ich sehr gespannt. Alleine die nächsten 10 Jahre düften Überraschungen bringen, denn die Siliziumtechnik stößt ja an ihre Grenzen.

Tannenschnaps
02.05.2004, 15:38
In 200 Jahren?
Hmmm, mal überlegen...

Entweder ein Krieg hat uns in die Steinzeit zurückgebracht... oder wir haben die Welt endlich in größere friedlichere Bereiche aufgeteilt (Amerika, Eurasien, Afrika, Rußland, China... usw.).

Die Schwarzen könnten Europa überrennen, weil wir blind sind gegenüber den dortigen Problemen, die WIR verursacht haben.

Das Wasserstoff-Auto gibt es endlich ;)

Israel hat Saudi-Arabien erobert.

Der Mond ist teilweise besiedelt.

Wir brauchen Lichtschutzfaktor 1000 auch im Winter, aber die Atmosphäre beginnt, sich zu erholen.

AIDS ist heilbar, wie auch Krebs und andere Krankheiten.

Es gibt kein herkömmliches Fernsehen mehr; alles ist aufgeteilt zwischen Microsoft, Bertelsmann und Time Warner, alle haben Tapeten, die man zu TV/Internet oder ein Ersatzmedium umfunktionieren kann.

Man muß einen Teil des Meeresbodens besiedeln.

Es gibt nur noch Mikrowellen-Essen. Ein Chip unter Deiner Haut enthält alle peronenbezogenen Daten (Alter, Krankheiten, Allergien etc) und kannst alles mit diesem Chip steuern: TV, Bank, kaufhaus, Parkhaus, Internet, Cola-Automat)

Der Ruhrpott verschmilzt zur Ruhr-Stadt mit 30 Mio Einwohnern.

Deutschland, bwz Europa/Eurasien verliert im Fußball-Länderspiel 5:1 gegen die einzige, übriggebliebene Weltmacht Mauritius :D

o Mann, ich könnt Stunden so weitermachen...

Ganz ehrlich?

Ich glaub das meiste von dem, was du aufgezählt hast, gibt es schon in 50 Jahren (wenn nicht schon früher).

Wenn ich da allein an OLED's und RFID denke...
Mal ganz abgesehen von der Informations-, Nano- und Biotechnologie...
Die Zukunft wird ganz anders als man denkt. :p

Tannenschnaps
02.05.2004, 15:41
In 200 Jahren?
I can't even plan the weekend...

Ich denke mal, dass sich nicht mehr soviel ändern wird, wie in den letzten 200 Jahren bis heute. Allerdings würde auch mich sehr interessieren, wie Win 2204 aussieht - und wieviele Bugs aus unseren Versionen noch drinstecken.

Haha...mal was von exponentiellem Wachstum gehört?

Es wird sich viel mehr ändern. Die Gesellschaft beschleunigt doch immer mehr. Guck dir doch mal nen paar Statistiken von Erfindungen an...ca. ab 1950 gings erst richtig los...

Die Fortschritte der Technik die wir innerhalb von 100 Jahren gemacht haben werden doch mittlerweile innerhalb von 25 Jahren gemacht.

Tod
02.05.2004, 15:42
Die Zukunft wird ganz anders als man denkt. :p

Tja, das ist meistens so.
Wie gesagt, auf die Computer-Tech bin ich sehr gespannt.

Was die Staaten und Staatsformen angeht... ich glaube schon, daß das mehr Zeit braucht, als wir denken; immerhin wird die EU, bis sie ein eigener Staat ist, auch noch lange vor sich hindoktern. Selbst, wenn es jetzt eine Verfassung geben sollte, einen EU-Staat wird es leider noch lange nicht geben.

Aero 13
02.05.2004, 15:48
Zum Glück leb ich in 200 Jahren nichtmehr, dann muss ich auch nich mit anguggen wie alles zu Grunde geht. Ich schätze mal in den nächsten 50 Jahren wird sich schon noch einiges trastisch ändern, doch die Entwicklung wird nichtmehr so schnell von statten gehen. In 50 Jahren wird es wahrscheinlich schon keinen Pc und kein fersehen mehr geben, was dann erst in 200 Jahren is, ich will gar nich daran denken!!

bitfunker
02.05.2004, 15:48
Haha...mal was von exponentiellem Wachstum gehört?
Schon, aber bei der menschlichen Intelligenz nicht! Oder mit anderen worten: Entweder übernehmen die Computer für uns das denke oder wir stoßen irgendwann an unsere natürliche Grenze.

Tannenschnaps
02.05.2004, 15:51
Tja, das ist meistens so.
Wie gesagt, auf die Computer-Tech bin ich sehr gespannt.

Was die Staaten und Staatsformen angeht... ich glaube schon, daß das mehr Zeit braucht, als wir denken; immerhin wird die EU, bis sie ein eigener Staat ist, auch noch lange vor sich hindoktern. Selbst, wenn es jetzt eine Verfassung geben sollte, einen EU-Staat wird es leider noch lange nicht geben.

Stimmt gesellschaftlich und politisch verläuft alles viel langsamer als in der Wissenschaft. Aber wie gesagt...das Rad dreht sich immer schneller und schneller...
Ich weiß auch garnicht ob ich sowas wie die United States of Europe haben will. Aber 50 Jahre will ich schon noch leben und das ist ja ne Menge Zeit...

Gestern kam wieder ne Meldung, dass es Computer in der Größe von nem Bakterium in wenigen Jahrzehnten geben könnte. Noch werden die meisten sagen, dass das Spinnerei ist, aber entweder es wird entwickelt und sogar noch übertroffen oder am Ende kommt garnix dabei raus. ;) (wobei Ray Kurzweil selten mit seinen Vorhersagen falsch lag...)

Das Nano-Fließband wurde ja vor ner Woche von IBM vorgestellt...

Tannenschnaps
02.05.2004, 15:53
Schon, aber bei der menschlichen Intelligenz nicht! Oder mit anderen worten: Entweder übernehmen die Computer für uns das denke oder wir stoßen irgendwann an unsere natürliche Grenze.

Oder wir erweitern unsere Intelligenz mit Hilfe der Intelligenz von Computern. ;)

1899 hat der Leiter des Patentamtes von Frankreich gesagt: "Alles was erfunden werden kann, ist erfunden worden."

Tod
02.05.2004, 15:53
Schon, aber bei der menschlichen Intelligenz nicht! Oder mit anderen worten: Entweder übernehmen die Computer für uns das denke oder wir stoßen irgendwann an unsere natürliche Grenze.

Seh ich auch so. Wenn die Masse irgendwann das Maß der Intelligenz bestimmt, wird es traurig. Aber das ist ein anderer Thread ;)

Immerhin muß ja irgendwer die geniale Technik auch erfinden, und so doof kann man dazu nicht sein, es sei denn, es werden schnell noch ein paar selbstdenkende Tools geschaffen...

@ Tannenschnaps

bitte benutze den "Edit"-Button :)

Tannenschnaps
02.05.2004, 15:54
Zum Glück leb ich in 200 Jahren nichtmehr, dann muss ich auch nich mit anguggen wie alles zu Grunde geht. Ich schätze mal in den nächsten 50 Jahren wird sich schon noch einiges trastisch ändern, doch die Entwicklung wird nichtmehr so schnell von statten gehen. In 50 Jahren wird es wahrscheinlich schon keinen Pc und kein fersehen mehr geben, was dann erst in 200 Jahren is, ich will gar nich daran denken!!

Wie gesagt...die Entwicklung ist jetzt schon viel schneller als vor 50 Jahren. Langsamer wurde sie bis jetzt noch nie.

Wobei...wenn sich in 20-30 Jahren jeder nen Earth Simulator unter den Schreibtisch stellen kann wird sich nicht viel ändern. Word 2030 wird noch langsamer hochfahren als das jetzige :p

Tod
03.05.2004, 22:35
Na ja, ganz davon abgesehen, daß Word bei mir sehr schnell lädt... ich glaube in 200 Jahren wird es keine PCs mehr geben.

Aber vielleicht wird es den Trans-Atlantik-Tunnel geben, eine neue unheilbare Krankheit, Hotels auf dem Mond, und nur noch Essen aus Automaten...

Fallen Angel
04.05.2004, 18:29
Mensch sind hier einige negativ drauf. ;)

Ich neige eher zu positiven ansätzen, denn immerhin ist die Menscheit einfach viel zu stur um auszusterben. Klar wird es Kriege geben, Hungersnöte und das ganze was sonst noch dazugehört. Aber ich tendiere einfach zu der Meinung, dass auf eine schlechte Zeit auch wieder eine gute folgt.

Es gibt eigentlich nur zwei Dinge, die die Menscheit wirklich gefährden könnte: Ein Asteroid oder ein zu zögerliches Handeln, wenn es m wichtige dinge geht.

Tod
04.05.2004, 20:11
Da magst Du recht haben... Unkraut vergeht nicht.
Wenn ich der zukunft etwas positives abgewinnen will, dann das, daß die Medizin immer besser wird, das öl dann endlich alle ist und es hoffentlich ein Heilmittel für alle bis jetzt bekannten Krankheiten gibt. Daß Deutschland nicht mehr von allen Seiten wegen der Nazi-Vergangenheit dumm angemacht wird, Amerika keine Supermacht mehr ist und Israel aufgelöst wurde... oder verlegt... auf irgend eine ferne Insel...

ToXiD
05.05.2004, 06:50
@ Fallen Angel:

Die Sache mit den Asteroiden....

Ich hatte heute morgen einen intressanten Bericht über die Gefahr von Asteroiden gesehen. Bis in die 90ziger Jahre rein wurden Wissenschaftler für den Gedanken, das ein Asteroid die Erde treffen könnte, belächelt. Es wurde als Sience Fichtion abgetan. Inzwischen ist wohl den Leuten das Lachen vergangen. Zum einen wurde konkret ein Asteroid mit dem Namen "1950DA" gefunden, der wohl in etwa 800 Jahren entweder auf der Erde einschlägt oder knapp dran vorbeifliegt. Das sind zwar mehr als die hier zur Debatte stehenden 200 Jahre, aber im kosmischen Maßstab gesehen völlig unbedeutend. Zum anderen ist es durchaus möglich, das der Menschheit nicht einmal mehr diese 800 Jahre bleiben. Man vermutet im näheren Umfeld der Erde bis zu 600 potentiell gefährliche Asteroiden. Alle Abwehrmassnahmen, die man sich zur Zeit so vorstellen könnte sind so gut wie wirkungslos. Ironischerweise wären nämlich z.B. die Atomraketen für eine gezielte Abwehr von Asteroiden zu schwach.

Und da kommen wir zum nächsten Punkt, den Fallen Angel erwähnte: Die zögerliche Haltung der Menschheit bei Dingen von globaler Bedeutung. Mir fallen da gleich ein paar Begriffe ein, die sind Paradebeispiele dafür:
- Klimaschutz (wieso, mein Auto hat Kat.)
- Tropische Regenwälder (da kommt tolles Holz her)
- Völkermord/Vertreibung (ähh...in den Nachrichten war was, richtig?)

Nunja...
Ich jedenfalls werde wohl den Untergang der Menschheit nicht mehr erleben. So hoffe ich zumindest. Vorher werde ich aus hoffentlich natürlich-biologischen Gründen mir die genmanipulierten Radieschen von unten angucken. :D

JensDW
16.05.2004, 20:52
Entweder is die Erde in 200 Jahren ein Felsen wie der Mars oder wir sind auf dem Weg zu einer blühenden Zivilisation zusammen zu wachsen.

D.S.i.u.S.
16.05.2004, 23:12
Ich denke in 200 jahren müssen ältere menschen(70) Todespillen schlucken(Menschen können sowieso nicht genug von leben haben), dann ist ja Rente egal, muss noch um Arbeitslose gekümmert werden. Stellt euch vor Menschen werden bis 130 Jahre alt, man muss immer mehr für Rentner arbeiten. Gut dass es in China nur ein kind pro Familie erlaubt ist. Jo ich stell mir 20Mrd bevölkerung vor. Europa muss für afrika arbeiten und ernähren. Oder noch besser krieg ums wasser. Wenn menschen genau so viel geboren werden wie jetzt und menschen können 30% länger leben, nimmt bevölkerungszahl zu.

Der Stärkere wird überleben.

ps: wie sieht es mit Kunststoff aus, wenn Öl in 100 jahren zu ende ist? Kann es künstlich hergestellt werden? :D

Der Daedalus
17.05.2004, 13:17
Mh... ich denke nicht, dass es so weit kommt, dass alte "gestorben werden".

So schrecklich es sich auch anhört, aber die Sache wird sich von selbst regeln. Der Großteil des Bevölkerungswachstums entsteht in struckturschwachen Ländern. Irgendwann wird es dort einen Kollaps geben und das Problem Überbevölkerung ist fürs erste erledigt.

Und was die Renten angeht:
Dort wird es politische Neuorientierungen geben. Private Vorsorge ist da sicher nur ein Anfang.
Bei dem, was ich zu anfang dieses Treads beschrieben haben, gäb es übrigens auch kein Problem mit den Rentnern.

JensDW
17.05.2004, 13:55
Die Überbevölkerung ist ein problem der Entwicklungsländer das heisst wenn in 200 Jahren alle Staaten Industriestaaten sind gibt es einen Bevölkerungsrückgang auch der ganzen ERDE!

Tod
17.05.2004, 13:56
Nun, das wäre im Prinzip nicht schlecht. aber das dürfte mehr als 200 Jahre dauern... evtl.

Vielleicht haben wir ja bis dahin eine funktionierende Renten und Steuerreform auf dem Weg gebracht :D

Tiu
17.05.2004, 14:07
nur werden wir (glaube ich) keine 200 Jahre Zeit haben.
Hat es früher noch tausend Jahre gedauert bis das sich die Menschheit verdoppelt hat, so schaffen wir das heute in wenigen Jahrzehnten.
Überfischung, Waldrodung, Überdüngung, Umweltgifte aller Art im Boden, Wasser sowie der Luft, Ozonschicht, Ausbreitung der Wüsten etc.pp.
Ich glaube an einen ökologischen BigBang in den nä. 50-100 Jahren sowie der daraus resultierenden Kriege um Wasser, Rohstoffe, Lebensmittel.
Wenn sich dann die Menschen wieder auf etwa 1 Mrd. eingependelt haben werden, geht es von vorne los.

Damokles
17.05.2004, 14:52
In 200 Jahren?

hmmm .... da schau ich mir die Welt entweder von untern oder von oben an :D


Nein, ka. Ich lebe jetzt und hier. Wozu Gedanken über die Welt in 200 Jahren machen. Veränderungen kann jeder einzelne, an jedem Tag herbeiführen. Ihr habt euer Leben selbst in der Hand. Habt die volle Kontrolle darüber. Wünscht ihr euch eine bestimmte Zukunft? Dann verwirklicht sie! Und träumt nicht rum oder stellt Prognosen auf, wie es sein könnte.
Lebt euer Leben.

So, das war meine Meinung.

steveh
23.05.2004, 00:18
Einige Postings in diesem Thread sind eher pessimistisch in Sachen Energie, usw.

Erstens bin ich doch der Meinung dass der Planet stabiler ist als wir denken, und sich nicht so leicht wird kaputt lassen machen durch den Menschen. "Der Mensch braucht die Erde, aber die Erde braucht den Menschen nicht." :)

Zweitens sagt mein Gefühl mir: Wenn Maschinen entscheiden könnten und müssten, absolut rational, kaltherzig und gefühllos, dann hätten wir in 200 Jahren eine "Matrix", denn so würde der Mensch absolut friedlich und ressourcenschonend in einer Illusion leben... :D

Tod
23.05.2004, 01:31
Dann doch lieber in der Wüste bei nem Stamm, aber gesund und bewußt...

neo-bahamuth
26.05.2004, 17:20
Vural Öger, SPD-Europakandidat, weiß was in 100 Jahren sein wird:

http://aktuell.focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=2849

Da kommt mir das blanke Kotzen, dass sich so einer überhaupt polit. engagieren darf, eigentlich sollte man gleich den Pass wegnehmen und ihn rauswerfen.

Das Problem ist nur dass der Kerl meiner Meinung nach leider Recht hat :grr

Tod
26.05.2004, 17:30
Vural Öger, SPD-Europakandidat, weiß was in 100 Jahren sein wird:

http://aktuell.focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=2849

Da kommt mir das blanke Kotzen, dass sich so einer überhaupt polit. engagieren darf, eigentlich sollte man gleich den Pass wegnehmen und ihn rauswerfen.

Das Problem ist nur dass der Kerl meiner Meinung nach leider Recht hat :grr

Es ist zwar richtig, was der sagt... zumindest was das Bevölkerungswachstum angeht. Aber ehrlich... der Kerl hat doch n Ei am Wandern! der ist wohl stolz drauf, daß türkische Frauen meistens nix zu melden haben und nur zum gebähren da sind.

Bluerock
26.05.2004, 17:35
In 200 jahren gibts keine Menschheit mehr wenn das so weiter geht.

neo-bahamuth
26.05.2004, 18:15
Jup das ist der einzige Trost den ich habe, die drohende Klimakatastrophe wird in 200 Jahren die Erde sowieso recht unwirtlich machen :D

D.S.i.u.S.
15.09.2004, 22:18
habe ein schönes Artikel bei Spiegel gefunden
http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,318141,00.html

ich denke die nechsten 200 jahre werden bestimmt sehr interissant sein :D und spannend
:streiten :stock :evillol :heilig

Wintermute
16.09.2004, 10:42
Raahahahaaha!! :D :D

Ein Großteil der US-Entwicklungshilfe sei an die Richtlinie geknüpft, Enthaltsamkeit statt Aufklärung und Verhütung zu propagieren.

Die Amis wieder.
Das funktioniert bestimmt. :rolleyes

THE DEPUDEE
16.09.2004, 12:54
In 200 Jahren gibt es keine Amis mehr...
Die haben dann die Erde verlassen und den Mars besiedelt. Auf der Erde gibts endlich Frieden (Amis sind ja weg) und die Natur hat sich auch erholt (Amis sind ja weg).

In 300 Jahren gibt es keine Amis mehr auf dem Mars...
Die sind dann weitergezogen zum nächsten besiedelbaren Planeten nachdem der Mars ausgebeutet wurde und alle Ressourcen erschöpft waren.
Auf der Erde herscht immer noch Frieden (Amis sind ja weg)!

steveh
16.09.2004, 17:26
Will man nicht einfach nur spekulieren was in 200 Jahren ist, dann gibt es eigentlich zwei Möglichkeiten:

a.
die Zeitreise in die Zukunft, wobei aber die Rückkehr wissenschaftlich höchst umstritten ist, von der praktischen Machbarkeit von Hinreise (Annäherung an die Lichtgeschwindigkeit erforderlich!) und Rückkehr (Überschreiten der Lichtgeschwindigkeit? Wurmloch? Magnetfeld 1000000 fach stärker als das der Sonne?) mal ganz abgesehen. :(

(a) scheidet derzeit nach dem Stand der Wissenschaft aus es sei denn die :alien :alien zeigen uns wie es geht. :D

b.
die Entwicklung von Simulationsmodellen die es erlauben würden die Zukunft auf einem Supercomputer durchspielen zu lassen so ähnlich wie eine kurzfristige Wettervorhersage oder langfristige Klimaprognose.
Unvorhersehbare Einflüsse, seien es Vulkane, Wetterkapriolen, überraschend auftretende neue Krankheiten, Asteroiden, oder auch nur boshafte Menschen (z.B. Terroristen),
bleiben aber alle aussen vor. Obwohl auch das den Lauf der Geschichte völlig auf den Kopf stellen kann, lässt es sich nicht in eine Simulation einbeziehen.

(b) der Aufbau solcher Modelle wird sehr kompliziert sein. Abbilden von Soziologie, Ökonomie, Politologie und Psychologie über einen Zeitraum von Jahrzehnten/Jahrhunderten in einer Wahrscheinlichkeitsrechnung, ist doch viel komplizierter als z.B Wahl-Prognosen.


Und zum Schluss noch ein interessantes Detail aus der Glaskugel:
Nicht in 200 Jahren sondern schon 2008, also in 4 Jahren, wird es "Microsoft Linux (GPL)" und "Microsoft Office (GPL) for Linux" geben. :rolleyes

macandre
26.09.2004, 22:02
huhu an alle

man muss sich mal vorstellen, wie sich die menschen vor 200 jahren die zukunft vorgestellt haben. ich glaub die waren dazu zu beschäftigt für um sich darüber gedanken zu machen, denn das leben damals dürfte um einiges härter gewesen sein. außerdem glaube ich nicht, dass sich die menschen vorgestellt haben, mit motorisierten fahrzeugen zu fahren, in den weltraum zu fliegen oder
über die ganze erde mit anderen leuten zu kommunizieren....

ich würd einfach sagen, wir können uns die zukunft von unserem standpunkt überhaupt NICHT vorstellen....

meine meinung ;)

Nitram
26.09.2004, 23:59
also man kann ja über ms denken was man will, aber bill gates hat einmal gesagt

"die meiste zeit des tages verbringe ich damit, über die zukunft nachzudenken, da dies die zeit ist, in der ich den rest meines lebens verbringe!"

ich finde der mann hat recht!!!

auf der anderen seite finde ich es viel schöner, spannender und nicht so deprimierend, wenn man einfach abwartet was der nächste morgen bringt.

es kann ja sein, dass man den größten teil seines noch zu lebenden lebens in der heutigen zukunft verbringt, doch wird man die gegenwart niemals verlassen können. (gott ist der satz verunglückt ;-) )

und für alle die der zukunft mit gemischten gefühlen entgegen sehen und sich so gerne auf klichees berufen:
* die ärzte: es ist nicht deine schuld, dass die welt ist wie sie ist, es wär' nur deine schuld wenn sie so bleibt - also macht was und jammert nicht!!

perfekt!57
27.09.2004, 12:57
In 200 Jahren ist die Erde wieder wüst und leer. Jedenfalls massiv entvölkerter als heute. Gibt überhaupt keine Grund anzunehmen, dass das Amerikanische Reich so lange halten wird, wie dass Römische Reich. Falls es überhaupt mal ein Reich wird. Den rest der Welt erfolgreich darein zwingen kann.

In 200 Jahren ist die Erde eher wieder wüst und leer. Und das ist überhaupt kein Pessimismus. Es geht eben nicht linear (d.h. exponentiell) weiter aufwärts mit den Bevölkerungszahlen auf diesem Planeten.

Und "wie und ob das "nach unten abknickt" oder sich hält"? Gibt imer nur Konstanz im Wandel. Und (leider) Konstanz im Vergessen:

Wer läuft heutzutage (außer mir;) ) noch herum mit einem "permanten Bewußtsein" (Gefühl, ok) dafür, dass Mitteleuropa sich in, während und durch den 30-jährigen Krieg vor gar nicht langer Zeit (1618-1648) gerade erst noch um 70% entvölkerte (praktisch eigentlich noch "quasi gestern" nur). Und rund 200 Jahre brauchte, sich davon zu erholen (wie die veröffentliche Meinung der Fachleute dazu ist).

Ich stelle immer wieder fest, " niemand außer mir, scheinbar keiner spürt das (mit dem 30-j. Krieg und der Möglichkeit rapider Entvölkerung) ständig bewußt mit" (naja p.), "so als inneres Vibrieren", in jeder größeren Menschenansammlung, selbst auf dem Fußballplatz. (OK, Golo Mann und Sebastian Haffner waren auch so.) ...räusper.

Carpe diem also. Heute ein Apfelbäumchen pflanzen.

Iceman21
07.10.2004, 21:24
miene vorstellund was in 200 Jahren hier und sonst wo so los ist:

Also wir haben kontakt mit anderen Lebensformen (alien) aufgenommen
die menschheit besiedelt mit den auserirdischen mehr als 10 planeten
wir holen unsere rohstoffe von anderen planeten
wir wissen wie das mit dem urknall war
die usa ist weltmacht und herscht über alles (öl) falls wir noch etwas finden
es gibt ein grundrohstoff aus dem man alles machen kann wie derzeit öl nur noch etwas effektiver
es gibt endlich 10000 giga herz pc´s
nichts wird mehr ohne schutzhandschuhe angefasst (könnte jaa was schlimmes bei sein= Folge der grünen)

ich hoffe es wird sich nicht so entwickeln

Bill.Gates
10.10.2004, 01:33
In 200 Jahren...ja, was ist da? Da bin ich längst Tod! Also weshalb sinnlose Gedanken machen - ich geniße mein Leben solange dazu noch im Stande bin! Was danach passiert hat keinen Einfluss mehr auf mich.

Ein typisches Endzeitszenario könnte ich mir trotzdem gut vorstellen!

P.S.: Philosophie war noch nie mein Ding... :D

Muscular Beaver
10.10.2004, 02:54
Absoluter Schwachsinn, dass die Menschheit an Resourcenmangel leiden wird wenn z.B. das Öl knapp wird.
Die Menschheit hat oft genug bewiesen, dass sie sich extrem schnell anpassen kann und neue Techniken entwickeln kann sobald die Not am Mann ist. Da hätte ich schon eher vor nem Meteoreinschlag angst...

Resourcenmangel ist sicherlich keins unserer Hauptprobleme in Zukunft...

Tomson
10.10.2004, 14:58
Ich würd sagen, in 200 Jahren ist Herbst :D

UND:
Ölkriese
Bevölkerungskriese

KL0k
10.10.2004, 15:59
Was ist in 200 Jahren ?!

ich weiß nich was da sein wird... aber ich denke es wird ziemlich ruhig sein, da ich nicht glaube das die menschen (oder dieser planet) dann noch in dem jetzigen zustand existieren wird.

rohstoffe gehen dem ende zu (siehe tropenwälder/ölpreise/hungersnöte) und keinerlei alternativen in sicht bis dato. und es wird geforscht wie irre ob ein planet in reichweite bewohnbar gemacht werden könnte.. ich denke die verantwortlichen wissen auch genau worauf das hier hinaus läuft und suchen nach alternativen ohne das die masse etwas davon mitbekommen soll. btw. wohin verschwinden denn immer die ganzen steuergelder? oder glaubt jemand die USA brauchten Milliarden zum aussenden der alten flugzeugträger die schon im golfkrieg benutzt wurden und n paar soldaten in ihren humvees auszusenden? oder das das glasgebäude in berlin wirklich so teuer war? die liste is endlos (und mir zu mühseelig alles aufzuschreiben) an möglichen scenarien und verbindungen quer über den planeten.

auch wenn ich star trek fan bin ( :D ) glaub ich nich daran das das hier noch lange so weiter geht. und das hat denke ich nichts mit pessimismus zu tun, sondern mit trockener einschätzung der geschehenisse der letzten jahre.

eher bomben die menschen sich gegenseitig aus oder es endet wie in endzeit scenario filmen angedeutet.

gruß

Yess
10.10.2004, 18:49
Hi,

in 200 Jahren ist hier alles "plattgemacht". Bei den "Bekloppten", die hier leben ist dies doch kein Wunder,oder? :p

FreddyMercury
10.10.2004, 21:52
Ich bin auch eher der Meinung das es nicht mehr allzulange dauert, bis ein neuer Krieg in Deutschland ausbricht. Ob sich das zu einem Weltkrieg ausartet, stell ich mal in Frage, aber so wie es momentan hier abgeht, bin ich persönlich davon überzeugt, das es bald wieder mal soweit ist.

firexs
11.10.2004, 02:29
also ohne jetzt alles zu lesen. die welt wird sich definitiv stark verändern. so hatt es von der fackel bis zur glühlampe ewig gedauert, bis die entwicklung vonstatten ging. heutzutage braucht es ca. 4/5 jahre NUR bis ein pc doppelte leistung erreicht. und die zeitspannen werden kürzer. will damit sagen, wir entwickeln uns so weiter, als wenn zeitlich einer auf die bremse tritt. zeit ist relativ, jedoch ist fraglich ob uns zeit jemals anders vorkommen wird. wenn ich arbeite merk ichs nicht, wenn ich auf die uhr schau schon. ne stunde ist halt ne stunde. dh. wir werden uns unweigerlich festsetzen in entwicklung/wissenschaft/etc. und dann wird es einen knall geben. sei es durch krieg, fehlende rohstoffe, flucht auf fremde planeten. 200 jahre mag nach viel klingen, können aber auch schnell vorbei sein. ich hoffe nur, das die heutige babys/kinder eine zukunft haben werden. die 200 jahre werden sie wohl nicht erleben, auszuschliessen ist das nicht.
in stillen gedanken...

mfg firexs

Dangermany
11.10.2004, 13:11
Uiui - interessante Frage...

wenn man sich einmal vor Augen hält, welch enorme Fortschritte die Menschheit seit Beginn der Industrialisierung gemacht hat, kann man eigentlich nur possitiv in die Zukunft blicken. Wenn man aber die Kosten dieses Fortschritts für die Natur (Treibhauseffekt, Ozonloch, etc.) betrachtet, müssen auch negative Prognosen für die Zukunft mit einfließen.

Die Technik ist bis dahin soweit ausgereift, dass es keinen Hunger mehr geben wird. Körperliche Arbeiten werden sehr wahrscheinlich von Robotern und Maschinen erledigt, Geld ist abgeschafft. Die Menschheit wird sich nur noch der Entwicklung neuer Technologien widmen. Es wird bereits einen Mondbasis geben und man wird Bodenschätze im Weltraum raffinieren. Die Medizin wird unglaublich fortgeschritten sein. Es gibt keine Grenzen mehr, Politik macht die Weltregierung.

Der Treibhauseffekt wird seine Folgen hinterlassen haben, doch man hat das Ozonloch geschlossen, was laut einem meiner Profs eigentlich heute schon möglich wäre, wenn es nicht finanziell so anspruchsvoll wäre. Menschen haben Chips im Kopf, die ihnen Zugriff auf immer größer werdende Datenmengen erlauben.

Das wäre mal ein Anfang einer Zukunftssprognose ;-)

Grüße
DanGermany

Nukleareswinterkind
23.05.2005, 20:08
Erstmal cooles Thema :daumen

Ernsthaft, ich zermarter mir den Kopf fast jeden Abend über diese Frage. Ich habe mir jetzt nur den Artikel des Threaderöffner durchgelesen und muss sagen: "ja da ist was wares dran". Dennoch was in 200 Jahren sein wird steht in den Sternen geschrieben. Ich vermute und hoffe, dass der Kapitalismus zerfallen wird. An dem Tag an den der Mensch die Währung erfunden hat, hat er auch Reichtum und Armut geschaffen, und das sind die größten Probleme. Ständig sind viele Menschen begierig danach Geld zu verdienen, koste es was es wolle. Unsere Nahrung wurde schon vom Kapitalismus "versäucht" und schadet uns.
Aufgrund der fortschreitenden Industrieali- und Technisierung wird der Arbeitsmakt und damit die Wirtschaft und das politische System zusammenstürzen. Die Idee der Planwirtschaft finde ich schon sehr interessant, da ich mir die "neue" Wirtschaft bisher nur sehr schwer ohne Geld vorstellen konnte. Aber ich glaube es wächst still aber schnell eine neue Macht heran: die Medien. Noch nie war der Mensch so informiert wie heute, und noch nie wurde der Mensch mit so vielen Meinungsverschiedenheiten und gar falschen Informationen konfrontiert wie heute; Fakt ist die Medien haben einen gewaltigen Einfluss auf den Menschen, und dieser wird mit den Medien wachsen.
Nun aber mal zu einer etwas positiveren Sichtweise, ich kann mir gut vorstellen, dass sich der Trend der Globalisierung immer mehr durchsetzen wird. Man hat aus den zweiten WK gelernt, und Gott weiß wie die Welt aussehen würde, wenn man diesen Krieg mit heutigen militärischen Mitteln wiederholen würde. Ich hoffe die Unvernunft wird den Menschen nicht einholen, und Massenvernichtungswaffen bleiben nur ein Druckmittel.
Aber wenn ich mal zur Fiktion übergreifen darf, könnte sie in 200 Jahren Wirklichkeit werden? Ich denke jein, die erste Bemannte Landung auf den Mars soll glaube ich schon in den nächsten 10 Jahren beginnen. Eine Mondkolonie ist schon seit 20 Jahren technisch möglich es fehlt nur an finanziellen Mitteln. Da es das Geld aber in 200 Jahren nicht mehr geben wird, fällt diese Problem weg und es wird sich auch viel in der Forschung und technischen Entwicklung tun. Also ist eine Bevölkerung auf dem Mars in 200 Jahren nicht auszuschließen (wenn da wer wohnen will :D). Da aber sogar das nächste Sonnensystem immernoch Lichtjahre entfernt ist, denke ich dass die Reise in solche Systeme immernoch Fiktion bleiben wird.

So nun muss ich mir aber einen schönen Schlussteil einfallen lassen für den längsten Artikel den ich je verfasst habe auf diesen Forum.

Mein Vater sagt mir immer:"Manchmal hab ich das Gefühl, dass ich auf die Welt gekommen bin um zu arbeiten", aber ist es wirklich die Bestimmung des Menschen mehr als die Hälfte seines Lebens zu arbeiten? Leider werde ich es glaube ich nicht mehr mit erleben, aber mein Urenkel wird diese Bestimmung hoffentlich nicht mehr kennen.

Booster88
24.05.2005, 15:09
Hmm - Ich glaube in 200 Jahren werden wir so stark mit Umweltkatastrophen zu kämpfen haben, dass sich das übrige Machtgesülze und diese "Rohstoffkriege" erübrigen. Es wird keine Weltmacht mehr geben. Einige werden begreifen dass man von Kommerz nicht satt wird. Geächtet werden keine Terorristen im heutigen Sinne mehr. Die Terroristen der Zukunft werden diejenigen sein, welche uns vorgaukeln, dass das Allheilmittel und der Weisheit letzter Schluss nur ein funktionierendes und ständig, auf Kosten und Ausbeutung der Umwelt, expandierendes Wirtschaftssystem ist.
Die Polkappen unseres Planeten existieren dann nicht mehr. Der Golfstrom bringt seit ca. 50 Jahren keine warmen Luftmassen nach Europa. Es schneit immer öfter, auch im Hochsommer. In Asien sind ganze Länder und Inselgruppen im Wasser verschwunden.
Der Rheingraben wird zu einem riesigen Fjord. Die Weltbevölkerung beträgt dann 4 Milliarden Menschen, mit fallender Tendenz. Es gibt nur noch sehr wenig Landstriche in denen erfolgreich Lebensmittel angebaut werden können. Fast alle grossen Metropolen existieren nicht mehr, zum teil weil sie in den Fluten versunken sind, zum teil weil die Versorgung der einst dort lebenden Menschenmassen unmöglich wurde................

think about

paebulteki
24.05.2005, 16:50
Setzt man 2 Wasserflöhe in ein Faß mit frischem Wasser, dann haben sie ein prima Leben. Sie vermehren sich und fühlen sich wohl.
Aus den 2 Tieren werden bald hunderte und tausende, die sich noch wohler fühlen und sich fleißig vermehren.
Irgendwann bei zehntausenden geht dann der Sauerstoff rapide zu Ende, so daß sie innerhalb von wenigen Stunden absterben.
Das ist echt so, kann man im Garten ausprobieren.

Bei der Menschheit sehe ich ein ähnliches Problem:

Trägt man in einem Diagramm die wissenschaftliche/technische (oder wie auch immer) Entwicklung der Menschheit über die Zeit ein, dann fällt auf, daß sich dieses Verhältnis nicht linear sondern exponentiell entwickelt, d.h. Verdopplung alle paar Jahre.

Solche Verläufe brechen irgendwann zusammen.

:evillol :evillol :evillol

[sauba]
24.05.2005, 17:15
Ich weiß nicht was in 200 Jahren ist, außerdem will ich keine Spekulationen abgeben, es gibt einfach zu viele Unbekannte (Seuchen, Kriege, vllt. sogar böse Aliens :D ).
Es gibt nur eines, worin ich mir sicher bin - wir, die heute, an diesem Tage, in dieser Stunde darüber diskutieren, wir werden diesen Zeitpunkt wohl sicher nicht mehr erleben.
Schade - ich wüsste nur zu gerne was in der Zukunft passiert - wie schade, dass ich nicht ewig leben kann um das alles mitzubekommen. :(

G-D
24.05.2005, 21:21
'wie schade, dass ich nicht ewig leben kann um das alles mitzubekommen. :(

"Hunde, wollt ihr ewig leben" mal ehrlich der spruch hat doch was, von wegen unsteblichkeit ....

[sauba]
24.05.2005, 23:07
Es wäre wohl schlecht für die Zivilisation wenn das eintreten würde - überhaupt kein Platz mehr und versorgen könnte man all die Menschen auch nicht mehr (auf der Erde).
Aber mal ehrlich, wäre doch schon cool, wenn wir alles das noch erleben würden und von unserem eigenen kleinen Raumschiff aus auf FB surfen würden ;) .

Ach ja, nur so nebenbei:
Dir ist da bei deinem Quote-Tag ein Fehler unterlaufen, ich heiße nicht '[sauba ;) .

Nukleareswinterkind
25.05.2005, 17:21
Ich glaube der größte Reiz in der Unsterblichkeit liegt darin, die entwicklung der Menschheit live mit zu erleben. Je älter man wird um so größer wird dieser "Überraschungseffekt". Ich stelle mir grade vor wie sich diese Frau gefühlt haben muss, die 124 Jahre alt geworden ist. Ich mein die war 1900 20 Jahre alt! Die hat zwei WKriege miterlebt, damals hätte man sie in die Klapse gesperrt wenn sie behauptet hätte, dass man auf den Mond landen kann. 69 Jahre später wurde das Wirklichkeit, da war sie aber schon 89 ein Wunder, dass sie die überhaupt noch miterlebt hat.
Ich stelle mir nur mal den Vergleich zwischen jetziger Gegenwart und Vergangenheit vor. Internet, schneller fliegen zu können als der Schall, Videospiele allgemein (Irgendwie hab ich das gefühl da sieht man die schnellste Entwicklung. Ich meine vor 7 Jahren hab ich noch Commander Keen gezockt, heute zock ich H²), Soundsysteme und andere Multimedia Geräte insbesondere Handys (damals wäre es ein Traum gewesen rund um die Uhr erreichbar zu sein egal wo mann ist), in der Entwicklung von Waffen (im 2WK hat man auf ein Ziel mit ganzen Bomberstaffeln teilweise über 100 Bomben abgeworfen und es nur vielleicht getroffen, heute ein Flugzeug eine Bombe ein Ziel) und wie sieht jetzt die Zukunft aus? Ich mein Unsere Forschung scheint, wie schon genannt, immer schneller zu steigen.

[sauba]
25.05.2005, 20:06
Das habe ich versucht mit meinem Post zu sagen, habe es halt nur nicht zu gut begründet wie Peter Silie.
Dieses Phänomen mit der immer schnelleren Entwicklung ist wirklich bemerklich, ich meine, schaut euch mal an was Millionen Jahre an Menschheit vor der Industriellen Revolution entwicklungstechnisch passiert ist - fast nichts! Und die letzten 300 - 400 Jahre?
Diese Entwicklung ist schon extrem.

Alphamenpower61
25.05.2005, 23:12
Hungersnöte wird es nicht mehr geben. Automatische Fertiungsfabriken, die gentechnische Rohstoffe verwenden produzieren Nahrung
Schwere Krankheiten werden ausgerottet sein durch Gen-Medizin
Für die Produktion wird nur noch die Hälfte der zur Zeit notwendigen Beschäftigten eines Land notwendig sein.
Die Effektivität/Produktionsfortschritt wird weiter steigen
Menschen werden nur noch 20 St. die Woche arbeiten, damit alle an der Arbeit teilhaben können.
Es wird nur noch eine abgesicherte Grundrente geben, mit der aber jeder mit Würde Leben kann.
Wir werden in Habitate auf Land und Wasser wohnen aufgrund der Überbevölkerung.
Unser Sonnensystem wird bevölkert sein, auf Mond und Mars werden Rohstoffe abgetragen, da die Erde keine Rohstoffe mehr hat.
Vielleicht haben wir Kontakt mit Ausserirdischen aufgenommen, die uns technische Hilfe zukommen lassen können.
Die Menschen leben unter einem Hitzeschild aufgrund der fehlenden Ozonschicht.
Öl wird es nicht mehr geben, die Islamischen Staaten werden schwere Kriesen durchleben aufgrund der zu spät vorgenommenen wirtschaftlichen Anpassung
Kriege wird es weiter geben, da der Mensch in Sachen Moral und Ethik keine Fortschritte erziehlt hat.
Verbrechen wird es nicht mehr geben, da durch implantierte Chips in jedem Menschen genau gesehen werden kann, wo sich jemand befindet, was er plant oder gerade tut um ggf. rechtzeitig einschreiten zu können.
Waffen werden entwickelt, die auch in der Lage sind, eine Ausserirdische Invasion abwehren zu können.
Ein Meteoriten-Abwehrsystem wird die Erde vor Meteroiten schützen.

Wenn dies alles soweit ist, bin ich vielleicht schon in Rente oder Tod.
Für den Fall, daß ausserirdische Invasoren uns angreifen, wäre diesen Annahmen sowieso hinfällig. Also ist alles rein spekulativ, einiges wahrscheinlicher, einiges eben nicht. :D

UTM
25.05.2005, 23:15
Ich muss sagen, dass der Thread echt mal geil ist! Ich würde jetzt auch gerne meine Phantasie walten lassen, aber es wurde schon das meiste geschrieben. Also werde ich fleißig mitlesen und lachen :D
Gut so leute!

Holodan
26.05.2005, 02:15
Ich denke in 200 Jahren ist hier nichtsmehr, was uns Menschen angeht. Irgendein Idiot kommt, wo auch immer, an die Macht und zettelt nen neuen Krieg an (nur ne Frage der Zeit). Natürlich dann mit DER Waffe des 21. (22. und 23.) Jahrhunderts...der Atombombe oder deren gefährliche Nachfolger!

Das lassen sich die angegriffenen Länder natürlich nicht gefallen und schießen zurück, ect. pp.

So stelle ich mir unsere Zukunft vor, wenns so weiter läuft wie jetzt. Der Mensch ist unweigerlich dazu verurteilt sich selbst auszulöschen. Früher oder später. Darauf kommt man leicht, wenn man sich die Natur des Menschen, bzw. die einiger Extreme ansieht, die es immerwieder schaffen an die Macht zu kommen, Völker zu führen (bewusster Ausdruck). Hitler war nur der Anfang, meiner Meinung nach.

Reine Verschwörungstheorie oder wirkliche Zukunft!?

Wir werden sehen, in 200 Jahren, bzw. wir nichtmehr, aber unsere Nachfahren, ich bin gespannt ob ich Recht haben werde, oder es noch länger dauert. ;)

lesneh
29.05.2005, 19:51
Man man man alles hier diese Dytopien, warum sollten die Menschen denn innerhla der nächsten 200 Jahre ausstereben? :freak Hungersnöte, Eiszeiten, Pest (1/2 Europas tot :eek: ) Weltkriege , usw. und ich sitze hier und kann das alles schreiben. Warum sollte in 200 Jahren nicht auch einer wo sitzen, und was tippen oder per Gedankenscan oder wie auch immer posten. In der Bronzezeit war nicht daran zudenken etwas härteres als Bronze zu haben. Heute haben wir Titan und Industriediamanten. Und zu den Leuten, die immer sagen, der Fortschritt sei zu schnell und bla bla, es gibt auch mehr Menschen die forschen und entdecken. Ausserdem haben sich viele Entdeckungen schon eingebürgert und wie leben mit ihnen, als ob es sie schon immer gegeben hätte. Fragt mal eure Großmütter, wie sie gewaschen haben :D . Ich denke mal die Entwicklung von Penezilin ist gelichzu setzen mit der Entdeckung von Heilpflanzen und deren Wirkung. Und ein Mittel gegen Aids wird genauso einzuschätzen sein, ein Bahnbrechender Erfolg, aber mehr auch nicht.
Genau wie der Buchdruck, Nutzung von Strömen zur Datenübermittlung über Leitungen Telephon und Internet.
Und Jungs, ihr alle habt die Zukunft in der Hand :lol´
Also kein Trübsal blasen sondern sich auf eine schöne Zukunft freuen.
Ach ja bis jetzt ist mir noch keine Gattung bekannt, die sich selber ausgelöscht hat warum sollten wir dann die ersten sein. Auch Tiere gehen nicht liebevoll mit der Natur um, sie nehem sich das, was sie brauchen. Wir kennen nur eben dieses eine Gelichgewicht, warum sollten wir nicht ein neues Gleichgewicht herstellen können. BAer uns auslöschen, unwarscheinllich.

Iceman21
29.05.2005, 20:40
in 200 jahren herscht die usa über die welt alle länder mit wertvollen recourcen haben krieg wegen unverstehlichen gründen geführt :D

ne aber riesen solarfelder/windkraftanlagen und noch was neues was wir noch net kennen wie z.b. von tönen (schallwellen) energie aufzunehmen und zu verstärken :freak2
und die welt ist überbevölkert china platzt aus allen nähten

naja das ist das was mir beim ersten nachdenken einfällt

[sauba]
29.05.2005, 21:08
Ach ja bis jetzt ist mir noch keine Gattung bekannt, die sich selber ausgelöscht hat warum sollten wir dann die ersten sein.

Ja, das stimmt schon, aber hast du schon mal ein Reh gegen ein anderes Krieg führen sehen? Wenn Rehe sich gegenseitig was wegnehmen, dann nur, weil zu wenig für beide da ist. Die Menschen töten sich gegenseitig aufgrund z.B. eines Streites. Das ist ein gewaltiger Unterschied, zumal bei deinem Beispiel 1 Reh stirbt, und bei den Menschen Sind es allein im 2. WK 20 Millionen.

--Sirius--
30.05.2005, 22:15
Wenn wir uns fragen was in 200 Jahren ist, dann sollten wir zuerst 200 Jahre zurückschauen und diese Zeit mit der Heutigen vergleichen. Vieles ist anders, aber nicht alles. Es gibt eben sachen die ändern sich nie (z.B. die freche Jugend ;)). Und so wird auch in 200 Jahren nicht alles anders sein.Denken wir doch nur mal an die ganzen Sci-Fi-Filme (Blade-Runner, Terminator, 2001 usw.), nicht die Hälfte davon ist eingetreten. Sicherlich gibt es dann wesentlich mehr Technik und der Kulturzerfall wird fortgeschitten sein, aber im Grund bleiben wir Menschen, mit ganz menschlichen Problemen z.B. das das Butterbrot immer auf die beschmierte Seite fällt ...

PS: Ausser ein irrer US-President (so einer wie jetzt) dreht durch und sprengt die Erde mit Atombomben weg. Davor brauchen wir aber keine Angst haben, weil wir dann sowieso an nichts mehr denken können.

Doris_G
31.05.2005, 14:48
@ Sirius
Vielleicht gibt es das Butterbrotproblem in 200 Jahren gar nicht mehr, weil bis dahin alle Lebensmittel in gesundheitlicher Hinsicht als "Bedenklich" eingestuft sind. Schließlich gibt es genügend Leute, die seit BSE kein Rindfleisch mehr essen. Die Schweine haben die Schweinepest, Obst und Gemüse wird mit Pestiziden behandelt, Geflügel ist mit Antibiotika vollgestopft. Hab ich noch was vergessen? Ach ja: Guten Appetit! ;)

Ok, genug gemotzt. In einem Bereich wird es sicherlich Fortschirtte geben, nämlich in der Medizin. Vielleicht gibt es in 200 Jahren ein Heilmittel gegen Krebs oder ein Impfstoff gegen Aids usw.

China
31.05.2005, 14:54
Die Welt wird von Chinesen und Indern überrandt :lol

Mal ernsthaft: Genau kann man das nich sagen.
Kann sein das unsere gute alte Erde auch schon in ein paar
Tagen von einen Asteroiden getroffen wird. Dann wars das...
Kann aber auch sein das die Amy den dritten Weltkrieg anzetteln
und wir alle in einer Staubwolke uns auflösen.

Vielleicht existiert die Meschheit auch noch, eventuell in Freiden ( :lol )
und mit Holodecks. JUHU! Dann könnse mich wieder auftauen *g*

dr.White
31.05.2005, 15:06
']Die Menschen töten sich gegenseitig aufgrund z.B. eines Streites. .

Alles dreht sich nur ums Geld :)

und da der Kommunismus auch nicht gerade große Erfolge erziehlt hat wird es früher oder später darauf hinauslaufen dass die Kluft zwischen HABEN und NIX Haben immer größer wird...das wird dann ganz dick (Bürger-)krieg geben

muss aber nicht sein, wer weiss was wir noch erfinden so dass es allen gut geht
:rolleyes

pan!C
01.06.2005, 10:22
Die Frage ist ja Was ist in 200 Jahren ?! Mhhm das kann Nichts und Niemand sagen.Alles spekulation.Ich weiss ja noch nichtmal was ich Morgen zum Mittag esse, woher soll ich wissen was in 50/100/200 Jahren sein wird.

Was man sicher sagen kann ist, die Rohstoffe werden knapp/gehen komplett aus.
Die Technologie geht rasant voran.Ich könnte mir sehr gut vorstellen das man dann kein Pad/Maus mehr benutzt sondern alles nur noch per Sprache regelt, oder sich in der virtuelle Welt wieder findet aller Rasenmähermann.
Das die Autos per Leitsystem fahren, und auch von da gesteuertt werden um Unfällen vorzubeugen (ist zwar arm nix mehr schalten und so).Sowas wird kommen bin ich feste von überzeugt.Mit Öl und Benzin wird dann auch nix mehr laufen.
Auch die Schattenseite wird sich rasant ändern.Kriminalität und Drogen.Alles wird moderner,schneller,breiter,höher usw.

Vielleicht gibt es auch nur einen Knall,man wacht auf und sieht in kommen den Feuerball.Atomkrieg ? Kometeneinschlag ? Wer weiss das schon, ausser Sokrates :D

Vielleicht leben wir auch in einer Matrix :freak

wazzup
10.06.2005, 17:00
Der mensch kann viel erfinden, ja. Und die Forschung wird weiter voranschreiten, ja. leider ist der mensch aber eine fehlerhafte, minderwertige und selbstzerstörerische lebensform, alles was er erfindet nutzt er zur zerstörung. Ob das nun elektrizität, Motorkraft, Atomenergie oder nen Messer ist. Egal was erfunden wurde, es wurde genutzt um im kampf bessere chancen ggü. dem gegner zu haben. Das fing schon beim speer damals an und gipelt heute in vollautomatischen massenvernichtungswaffen. Telefon, Internet, Funk, all das dank militärischer entwicklung. Der mensch ist nicht imstande etwas grosses zu erfinden das er nicht nutzt um anderen zu schaden. Darum bleiben der menscheit keine 200 jahre mehr. Wir werden es nicht schaffen unsere lächerlichen konflikte zu überstehen und letztendlich in den endlosen weiten des universums vergehen. Wie schon X milliarden andere sterne am himmel schon vor millionen jahren erloschen sind. Anstatt an einem Strang zu ziehen bekämpft sich die hälfte der menschheit wegen besitz, religion, macht und sonstigem kram. Es gibt genug besitz für jeden, schon heute. Eigentlich müsste niemand hungern, es gäbe genug arbeit für alle und jeder könnte ein glückliches Leben führen. Aber die macht des $ ist zu stark, stärker als das gewissen, stärker als der verstand. Darum wird auch weiterhin die umwelt verpestet, der regenwald abgeholzt und alle natürlichen ressourcen ausgebeutet. Irgendwann kommt die quittung. Vielleicht wird die menschheit ihr falsches handeln einsehen wenn es zu spät ist.
Sicher ist nur das alles mal ein Ende hat, so auch die herrschaft der menschen.
Aber wer weiss, vermutlich ist es auch besser so...
Ich wette übrigens das wir zumindest den anfang vom ende noch miterleben werden.

Bombwurzel
10.06.2005, 17:26
2205 <- so einfach und präzise kann eine Antwort sein :rolleyes

alles andere ist Speck Ulation