Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mal was anderes: Deutschland und der Alkohol
[focusbiker]
11.05.2004, 14:42
Servus!
Nach dem mir die Diskussionen hier sich viel zu sehr auf ein Thema - der Irak-Krieg bzw. die USA - beschränken, habe ich mir gedacht, dass ich mal ein bisl frischen Wind hier rein bringe - mit einem ganz anderen Thema, was uns aber alle direkt betrifft.
Auslöser hierfür war folgende Meldung:
10.000 Jugendliche werden pro Jahr wegen Alkoholmissbrauch im Krankenhaus behandelt. Nach einer Studie ist übermäßiges Trinken mittlerweile die zweithäufigste Ursache für eine Krankenhaus-Einweisung von Männern.
[...]
Hier wiederum zeige sich ein "verheerender Zusammenhang" zwischen Arbeitslosigkeit und Alkoholkonsum, sagte Hebel. Arbeitslose Männer würden sechs Mal häufiger wegen Alkoholproblemen behandelt als der Durchschnitt ihrer Altersgruppe. Wer mit dieser Diagnose in die Klinik kommt, steckt häufig bereits in einem gesundheitlichen Teufelskreis: Sowohl das Risiko für weitere Klinikaufenthalte wegen Folgekrankheiten als auch die Sterblichkeit sei erheblich höher als im Durchschnitt.
So sterben zum Beispiel in der Altersgruppe von 43 Jahren durchschnittlich 1,3 Prozent, unter Trinkern sind es hingegen 7,7 Prozent. Dies sei "die düstere Begleitmusik dieser Daten", sagte Hebel.
Wie seht ihr das? Ich meine ein Bierchen in Ehren :D, aber wie sich manche Leute regelmäßig abschädeln ist schon nicht mehr heilig! Ich arbeite zur Studiumfinanzierung als Aushilfe im Rettungsdienst und was man da manchmal so sieht ist echt krass, besonders, wenn man 15-jährige aufgabeln muß, die sich bis zur Besinnungslosigkeit betrunken haben, hat man keine Fragen mehr. Manche sind uns schon mehr oder weniger bekannt, weil wir sie öfters im gleichen Zustand ins Krankenhaus bringen müssen. Wo sind da die Eltern?
Warum gibt es da heutzutage kein Maß mehr? Wenn ich trinke, höre ich irgendwann auf, weil nix mehr reinpasst, aber einige machen dann trotzdem noch weiter! Da hab ich irgendwie kein Verständnis für.
Allein die Kosten, die durch sowas entstehen, sind Wahnsinn! Sollten die Kosten auf die Verursacher abgewälzt werden?
Wintermute
11.05.2004, 14:50
Gutes Thema!
Stellt sich die Frage: Hat der Alkoholmissbrauch zugenommen oder war er schon immer konstant? Wie viele besinnungslos besoffene Jugendliche werden gibts in Relation zu Jugendlichen die hin und wieder was trinken?
Meist beruht so ein exzessiver Konsum auf einer verkantete sozialen Situation. Das ist der Alkohol nur ein Symptom, aber nicht die Ursache. Deswegen sollten die Kosten auch nicht auf die Verursacher abgewälzt werden (ist auch schwierig einen wirklichen "Verursacher" zu finden). Wenn mein imaginärer Sohn abdampft und ich ihn am nächsten Tag immer halb blau aus der Ausnüchterungszelle holen darf kann ich auch nicht mehr machen als mit ihm zu reden um herauszufinden warum und weshalb. Einsperren kann man die Jugendlichen ja auch nicht ... :(
Ich war in "jungen Jahren" auch hin und wieder knapp vor der Alkoholvergiftung. :p Mir gings aber auch damals vom sozialen her gesehen sehr gut. Das war einfach ein Grenzen ausloten. Alles mitnehmen, nichts stehen lassen. Also kann man diese "Ausschreitungen" nicht auf eine schlechte soziale Situation abwälzen. Man schießt halt manchmal über seine Grenzen heraus. Die meisten kapieren es irgendwann. :)
Ist halt ein sehr flüchtiges Thema das man schwer auf einen bestimmten Personen- oder Verursacherkreis festlegen kann. Alkohol in schädlichen Mengen wird entweder aus überschwinglicher Freude oder tiefstem Leid konsumiert. Da ists schwer einen Hebelpunkt zu finden. :(
Original....
10.000 Jugendliche werden pro Jahr wegen Alkoholmissbrauch im Krankenhaus behandelt......
Das interessiert doch keinen in Deutschland!!!
Kann sich etwa doch noch jemand an eine Alkoholkontrolle im Straßenverkehr erinnern???
Momentan wird lieber gespart, damit sich die Kommunen die 30 000€ teuren Drogenmessgeräte kaufen können, um uns vor den gefährlichen Haschern zu bewahren......
ab 16 !!!!! (http://www.licher.de/) :D :D :D
bitfunker
11.05.2004, 15:12
Hm, Alkohol ist Volksdroge Nr.1. Schädlich, aber legal.
Sich in der Jugend mal die Birne volllaufen zu lassen, ist zwar nicht unbedingt gut, aber anscheinend so normal wie es für älteren Generationen bisweilen auch normal zu sein scheint, sich nach drei Weizen oder einem Schoppen Weißherbst noch hinters Steuer zu setzen.
Gesellschaftlich wird Alkoholkonsum kaum kritisiert und die Gastronomie, Werbung,... ist hierauf ausgerichtet. Ich denke pers., wenn man es - wie viele andere Dinge auch - in Maßen hält, spricht gegen Alkoholkonsum nicht wirklich viel (siehe das schwäbische Viertele); allerdings ist es wohl kaum positiv anzusehen, dass dies in der Gesellschaft nicht zusammen mit dem Hinweis auf die "gesunde" Dosis vermittelt wird.
Btw.:Bevor jetzt wieder die Kiffer-Partei mit ihren (je nach Ansicht durchaus richtigen) Argumenten antritt: Hier gehts schon darum: http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=16168
Soll dazu beitragen, den Thread nicht wieder in einen Kiffen vs. Saufen-Thread zu verwandeln, wie es schon einigemal passiert ist - so z.B. hier: http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=44679!
Wintermute
11.05.2004, 15:15
Kiffen vs. Saufen-Thread
na, immer noch besser als nvidia vs. Ati ;) :D
porn()pole
11.05.2004, 15:22
Trinken gehört trainiert, sag ich!
Du kannst doch von nem 15jährigem nicht verlangen, dass er schon weiss, ab wann Schluss ist mit Bier und Schnäpsen...
Ich für meinen Teil hab auch sehr lange gebraucht, bis ich genau wusste: "Oha, noch ein Bier, und ich geh kotzen..."
Ich kann mich schon ziemlich besaufen, aber total wegschiessen geht bei mir nicht, hab ich von meinem Vater geerbt! Sprich: Zuviel Alk ---> :kotz
Und es ist bei mir auch nicht so, dass ich weiterfeiern kann, wenn ich gereihert hab (so wie bei vielen anderen.... die kotzen sich die Seele aus dem Leib und machen danach erst recht das Fest ihres Lebens)... also wenn ich den Porzellangott erstmal um Vergebung gebeten hab (meist schaff ichs dann gar nicht mehr aufs Klo, sondern kübel einfach irgendwo hin :D), dann ist der Abend für mich gelaufen...
Alkohol kann Spass machen, aber manche übertreibens einfach und dann isses mir auch ziemlich wurscht, ob se dran krepieren oder nicht!
In diesem Sinne :schluck
RonnySteele
11.05.2004, 15:42
Das Problem ist doch, daß Alkohol und Tabak schön hoch besteuert werden, und
der Staat sich 'ne goldene Nase mit verdient. Die wollen da doch wirklich gar nix
gegen machen. :freak
Mir geht's so, daß ich Raucher toleriere und kein Problem mit habe wenn jemand
in meinem Umkreis raucht... Und mal'n Glas Wein oder was ist auch okay. Leute
die sich absichtlich besaufen stoßen mich aber ab, sowas kann ich absolut net
ausstehen. Sorry, aber soviel Selbstkontrolle muß man einfach haben, daß man
sich net mit Alk zuschüttet und so total gehen läßt. Da hab ich kein Verständnis
für.
-Ronny
porn()pole
11.05.2004, 15:47
Erstmal :schluck ... auf deinen Lt.Commander-Status ;)
Ich finde es echt nicht schlimm, sich mit seinen Kumpels übelst einen reinlaufen zu lassen... was ich aber absolut nicht haben kann, sind heillos unkontrollierbare Berufssäufer und Leute, die aggresiv im Suff werden...
Ansonsten sag ich nur noch: Lieber Saufen, als gar keinen Spass :D
RonnySteele
11.05.2004, 15:52
Huch..bin ja befördert worden... So schnell geht das. :D
Naja...Saufgelage hin oder her. Wenn man dann am nächsten Tag nach der
Party sowas findet wie <Siehe Anhang>, da bin ich auch dafür. :evillol :hammer
-Ronny
Das Problem ist doch, daß Alkohol und Tabak schön hoch besteuert werden, und
der Staat sich 'ne goldene Nase mit verdient. Die wollen da doch wirklich gar nix
gegen machen.
Hohe Steuern? Wo? Guck' mal Richtung Norden, unsere skandinavischen Freunde, die haben Steuern! Und ehrlich gesagt, die könnte man ruhig übernehmen. Sowohl Alkohol- als auch Tabakerzeignisse sind einfach Luxusgüter, die keiner braucht. Wer die haben will, soll ruhig blechen - zumal das ganze Zeugs ja auch Unkosten wie Rettungssanitäter verursacht.
Obwohl man jetzt natürlich anführen könnte, dass die Justiz - welche nicht mal in der Lage ist, die Aufsichtspflicht der Eltern durchzusetzen - kaum Nachfolgen wie Schwarzbrennerei unterbinden kann.
porn()pole
11.05.2004, 15:57
(bezogen auf Ronnys Bildchen ;))
Ich halte es für das grösste Gerücht der Neuzeit, dass Frauen im Suff leichter "zu haben sind"!
Klar, man kann ein bisschen knutschen und grabschen, aber irgendwie hat die versammelte Damenwelt nen integrierten Sicherungsschalter, der sofort aktiviert wird, wenn es "interessanter" wird...
Um diese "Sicherung" zu umgehen, muss man das Mädel schon ziemlich übel befüllen, und dann machts auch keinen Spass mehr...
Isses so? Hu? ;)
Wintermute
11.05.2004, 16:02
Sowohl Alkohol- als auch Tabakerzeignisse sind einfach Luxusgüter, die keiner braucht. Wer die haben will, soll ruhig blechen - zumal das ganze Zeugs ja auch Unkosten wie Rettungssanitäter verursacht.
Sorry, nichts für ungut, aber das ist Totschlag-Argumentation. :rolleyes Prinzipiell BRÄUCHTE man gar nichts. Weder schnelle Autos, noch Tabak, noch tolle Stereoanlagen oder Alkohol. Kein Mensch brauch Seidenvorhänge und Luftgeposterte Schuhe sind auch überflüssig. Computerspiele sind auch nur Luxus, genau wie schnelle Rechner und gutes Essen.
-> Soll man deswegen all dies hoch besteuern oder gar abschaffen?
Nein, weil sonst würde das ganze Leben gar keinen Spaß mehr machen.
Und wie soll die Justiz die Aufsichtspflicht der Eltern durchsetzen? Auch Eltern sind nicht unfehlbar. Da schaut man 5 Sekunden nicht hin und die kleinen haben Mist gebaut. Soll man dich etwa bestrafen weil dein 15 jähriger Sohn Mittags nach Hause kommt und einen an der Krone hat weil er mit ein paar anderen sein erstes Bier gezischt hat? :confused
Also bitte andere Argumente als die Brauchen/NichtBrauchen-Diskussionslinie.
@Pole:
Ich glaube das variiert auch. Kenne genauso viele Leute die mit "besoffene-Frauen-anbaggern" zum "Erfolg" gekommen sind wie welche die dann doch noch abgeblitzt sind. Shit happens ... ;) Ob besoffen oder nicht ...
@Wintermute:
Nicht alles, was unnütz ist, schadet auch. Die angesprochenen Sachen schon. Zumal eine Konsumeinschränkung davon erwünscht ist > Steuern hoch. Und jetzt feier mich bitte nicht als Lösungsfinder, wie schon erwähnt, wird es erfolgreich u.a. in Skandinavien angewandt.
Erfolgreich übrigens auch im wirtschaftlichen Bereich, aber das mit Deutschland einem seit Jahrzehnten verschlechterndem Steuersystem rumgurkt, ist ja nichts Neues.
Zu deiner angesprochenen Prohibition: auch da bemühe ich das Ausland, in diesem Fall das historische Amerika -> ist völlig in die Hose gegangen, ergo: nein.
Aber wie ich merke, bist du kein Anhänger von Sprüchen wie "Man kann auch ohne Alkohol Spaß haben..."; ich übrigens auch nicht, aber Alkoholkonsum (und von mir aus auch anderer Konsum ;)) sollte schon in Maßen (mit "ß", wohlgemerkt) stattfinden - Regulierungspflicht obliegt dem Staat.
PS: Als Ausgleich wäre ist nicht nur wünschenswert, sondern explizit notwendig, Steuern auf must-have-Gütern wie Energie drastisch zu senken...
porn()pole
11.05.2004, 16:46
Regulierungspflicht obliegt dem Staat.
Als erstes bei dir selber! Ich reguliere meine Alkoholexzesse und Sinneserweiterungen auch selbst... ;)
Wenn die Menschheit mündiger wäre, dann bräuchte es auch nicht so viele Gesetze...
Als Zweites liegt die Regulierungspflicht bei den Erziehungsberechtigten... und erst irgendwann danach kommt der Staat... bei mir jedenfalls...
Als erstes bei dir selber! Ich reguliere meine Alkoholexzesse und Sinneserweiterungen auch selbst... ;)
Wenn die Menschheit mündiger wäre, dann bräuchte es auch nicht so viele Gesetze...
Als Zweites liegt die Regulierungspflicht bei den Erziehungsberechtigten... und erst irgendwann danach kommt der Staat... bei mir jedenfalls...
Sowohl Selbst- als auch Erziehungskontrolle funktionieren aber nicht, sonst hätten wir nicht diesen Thread ;).
Wieso heulen eigentlich alle rum, wenn sie für die Einnahme von alkoholischen Getränken mehr zahlen sollen? Ich persönlich bekomm' eher einen Anfall, wenn ich sehe, wieviel mich ein Transport von A nach B kostet, sofern ich nicht ausschließlich Eigenkraft einsetze...naja, offenbar versprechen sich viele was vom guten, alten Ethanol.
Wintermute
11.05.2004, 17:24
@(c)
Okay, so verstehen wir uns. Jetzt verstehe ich was du meinst. :)
Zum Thema Selbstkontrolle:
Es wird immer, überall Leute geben die an der Selbstkontrolle scheitern. Ich glaube nicht das hier ein Mehrpreis von Bier etc. etwas ändern würde. Dann wären die Alkis halt noch früher Pleite. Den Kernpunkt der Leute die hier Hilfe benötigen würden trifft man mit einer Preiserhöhung nicht. Damit demoliert man nur die Moral der Feierabend-Biertrinker (und davon gibts 5 mal mehr als Dauerstockbesoffene) die dann für die "zügellosen" herhalten und blechen dürfen. :(
Ich habe mit Alkohol kein Problem: Ich trinke schlichtweg keinen. Ich war auch noch nie im meinem Leben betrunken. Nun werde ich oft mit ungläubigen Staunen angeguckt:
"Das kann doch gar nicht wahr sein, wieso?"
Doch es ist wahr. Wieso? Da steht keine Religion und kein Glaubensbekenntnis hinter oder andere äußere Einflüsse. Ich habe einfach entschieden kein Alkohol anzurühren. Klar, ich habe probiert und fand es einfach nur widerlich. Zu festlichen Anlässen wie Geburtstagen, Jubiläumsfeiern und Sylvester lasse ich mir der Höflichkeit halber Sekt einschenken, nippe beim Prosit dran und stelle es wieder hin. Alkohol wird bei mir ausschliesslich zu kochzwecken genutzt!
Mir ist völlig unklar, was an ausufernden Besäufnissen toll sein soll. In meiner Sturm und Drang-Zeit gab es genug Leute um mich herum, die nach einer Sauf-Tour stolz erzählten: "...ich hatte jaaaaaaaaa soooooooooo ein Filmriss"; "........sogar die Bullen waren da...." Ja, das sind wahre Helden, ach was hab ich sie bewundert... :rolleyes
Ich habe null Verständnis für betrunkene Autofahrer, die sollten ihren Führerschein niemals wieder bekommen. Ich halte eine 0,0 Promille-Grenze im Strassenverkehr für unumgänglich: eine Regelung die in anderen Ländern schon längst Alltag ist.
Ich könnte mich noch weiter über sinnlose Sauf-Orgien auslassen: Ich habe auch ohne Alkohol meinen Spass, traurig das es Menschen gibt die Alkohol brauchen um Spass zu haben. Das Gläschen in Ehren, ja ok von mir aus. Doch welcher Jugendliche bitte trinkt schon ein Gläschen in Ehren? Es wird doch nur der für cool gehalten, der am nächsten Tag erzählen kann, er wüsste nur noch das der Notarzt da war...
Eine lustige Anekdote am Rande: Wahrscheinlich trinke ich keinen Alkohol, weil es mir mal wie Obelix gegangen ist: Bei einer kleinen Geburtstagsfeier meiner Eltern war ich bei der Verabschiedung der Gäste für einen kleinen Augenblick unbeaufsichtigt. Als 4jähriger Steppke konnte ich schon über den Tisch langen. Nun ja es war das nächste noch halbvolle Whiskyglas in meiner Reichweite, was ich prompt auf ex leerte. Nach dem anschliessendem Arztbesuch hatten meine Eltern 48 Stunden erholsame Ruhe vor mir.... :D
Wintermute
11.05.2004, 18:05
Respekt, Respekt. Sehr gesunder Lebensstil. :)
Wenn ich ehrlich bin: Mir würde ohne das "flüssige Brot" wirklich was fehlen. Die Symbolik des Anstoßens, die gesellige Runde, die gelösten Zungen der Leute ;) , die verqualmten Kneipen und die entspannte, leichte Hirnblockade nach der zweiten Halben. ;)
Es macht einfach ... Spaß. :) :schluck
Allerdings kann ich das ganze harte Zeugs nicht leiden. Es ist schwer zu kontrollieren und schmeckt einfach widerlich. :(
Ich verstehe das Problem nicht so ganz. :confused Klar wird in Deutschland gut gesoffen, und klar es wird auch gut gekifft - nur das dabei eben nix an Steuergeldern bei rum kommt *hehe*. Das sich die Jugendlichen zum Teil gut die Kante geben ist ja wohl nicht erst seit heute bekannt, das haben sie ja wohl auch schon vor Jahrzehnten getan. Kalr ist das ungesund, nicht schön anzusehen usw., aber was solls, dann soll derjenige halt nicht hingucken. Ich für meinen Teil steh auch nicht so auf Alkohol, aber genehmige mir gern einen in Kombination mit G.... Und wie hier schon erwähnt wurde gehört da auch einfach das Ausloten in der Jungendzeit zu, man guckt halt was kickt und was nicht. Jeder so, wie er meint. Und hört mal auf wegen irgendwelchen Steurgeldern zu schreien, die ja aufgebracht werden müssen für irgendsone Rehas usw., oder geht ihr auch zum Lachen in den Keller?
porn()pole
11.05.2004, 18:25
Respekt, Respekt. Sehr gesunder Lebensstil. :)
Jo, nach der "Obelix"-Geschichte verständlich ;)
Wenn ich ehrlich bin: Mir würde ohne das "flüssige Brot" wirklich was fehlen. Die Symbolik des Anstoßens, die gesellige Runde, die gelösten Zungen der Leute ;) , die verqualmten Kneipen und das die entspannte, leichte Hirnblockade nach der zweiten Halben. ;)
Boah, ich hätte da jetzt voll Bock drauf! :)
Es macht einfach ... Spaß. :schluck
Das ist untertrieben! ... Nennt mich Säufer oder Alki, aber ich halte es für essenziell !
Allerdings kann ich das ganze harte Zeugs nicht leiden. Es ist schwer zu kontrollieren und schmeckt einfach widerlich.
Wieder schliesse ich mich dir an... auch ich mag dat Zeuch net! Schmeckt scheisse und macht kaputt... ;)
Mir ist völlig unklar, was an ausufernden Besäufnissen toll sein soll. In meiner Sturm und Drang-Zeit gab es genug Leute um mich herum, die nach einer Sauf-Tour stolz erzählten: "...ich hatte jaaaaaaaaa soooooooooo ein Filmriss"; "........sogar die Bullen waren da...." Ja, das sind wahre Helden, ach was hab ich sie bewundert... :rolleyes
So etwas gehört einfach mal dazu. Ich kann Dir Storys über mich erzählen (und Videos zeigen), die glaubt mir kein Schwein. Ist nunmal so.
Es ist nur wichtig, dass man den Punkt findet, wo Schluss mit solch ausartenden Gelagen ist. Ich bin bestimmt kein Kind von Traurigkeit (eher wohl das Gegenteil), aber ich kann inzwischen abschätzen, wo die Grenze liegt: dieser Schoppen noch und nicht weiter.
Meistens findet sich der Punkt ganz von alleine, wenn der Sturm und Drang vorrübergeht. Gefährlich wird es, wenn man dann trotzdem weiter macht. Das hat dann meist damit zu tun, dass man eben in dieser Zwischenzeit persönliche Probleme (soziale Probleme zu Hause, Dauerärger mit der Freundin, Stress in der Schule) hat. Wenn man dann Alkohol trinkt (oder auch andere Drogen zu sich nimmt, das kommt aus gleiche raus, nur kommt man an den Alk eben leichter dran), wird es doch gleich viel angenehmer. Morgens ist die Welt dann wieder schei*e, also muss wieder nachgefüllt werden. So legt man schon in der Jugend den Grundstein zum Alkoholiker.
Ich sehe es nicht so eng, wenn Jugendliche mal besoffen sind, ich war genauso. Und ich glaube, dass die wenigsten Wiederholungstäter sind. Solche gibt es immer, lässt sich nicht vermeiden, auch nicht durch Gesetze. Wenn nicht mit Alkohol, dann eben mit Klebstoff. Oder Pilzen. Oder sonstwelche Arten von Betäubungsmitteln.
Gruß
Morgoth
[focusbiker]
11.05.2004, 18:48
Oha, hier stoßen zwei Welten aufeinander! :D
Ich hoffe, ihr habt mich nicht falsch verstanden, auch ich kippe mir gerne mal einen hinter die Binde! ;) "Aus der Kehle dringt ein Schrei... schütt´s nei, schütt´s nei! ;) Wie sollte ich auch sonst sämtliche Festlichkeiten und Unipartys überstehen? :watt
Aber ehrlich gesagt, halte ich es für ein Gerücht, zu sagen, dass man mit Alkohol "seine Grenzen ausloten" kann. Ich persönlich habe schon immer gemerkt, wenn nix mehr in mich reinpasst, liegt aber vielleicht auch daran, dass ich kein Schnapstrinker bin, das Zeug haut einen nämlich aus den Latschen.
So etwas gehört einfach mal dazu. Ich kann Dir Storys über mich erzählen (und Videos zeigen), die glaubt mir kein Schwein. Ist nunmal so.
Oh ja, das stimmt! Die Geschichten kann, glaub ich, fast jeder erzählen! Frei nach Rudolf: "Spaß muß sein!"
Allerdings sollte man nicht vergessen, dass es auch ohne Alkohol geht, Spaß haben kann man auch so, das merke ich immer, wenn ich Fahrer spielen muß, dann sollte man übrigens jeglichen Stoff vermeiden, aber das Thema hatten wir ja schon....
Der Daedalus
11.05.2004, 21:08
War auf der letzen Party das letzte mal seit ewigkeiten wieder "gut dabei".
Die Party war toll, aber im Grunde wäre sie ohne Alk genau so toll gewesen. Liegt in meinen Augen auch viel an den Leuten die dabei sind. Mit den richtigen Leuten kann man jede Party (selbst die schlechteste) auch ohne Alk zu einem richtigen knaller machen.
Hat man keine ordentlichen Leute dabei brauch man manchmal den Alk um selbst die beste Party erträglicher zu machen.
Aber was mir immer wieder negativ Aufstößt ist die Tatsache, dass mittlerweile so viele Kinder schon mit Alk zu tun haben. Wenn ich bei uns mal bei den "Bauernpartys" rumschaue, so ist man oft der älteste da und das mit 21 Jahren ...
Der Rest sind kleine Kinder (oft unter 16), aufgetaktelt bis zum geht nicht mehr, mit Piercing und Tatoo und immer schön einen Kurzen nach dem anderen ...
Daran muss was geändert werden.
Alko Pop Steuer und Co lenken da wieder von den eigentlichen Problemen ab.
Das Unkraut bekämpft man an der Wurzeln am effektivsten, nicht an den Blättern.
Es darf nicht sein, dass sich ein 12 Jähriger Alk kaufen, kann, der eigentlich ab 18 verkäuflich ist. Leider kommt das viel zu oft vor.
porn()pole
11.05.2004, 21:29
Du kannst aber auch da nix machen.... da holt halt der grosse Bruder den Alk ;) :schaf
Na das Thema passt ja wie die Faust aufs Auge.
Hier anner Uni war heute Qualifiing zum 15. Bierathlon. Ja, richtig gehört.
Die mittlerweile 15. Veranstaltung dieser Art. Jedes Jahr im Mai ziehen 100-2-Personen-Teams zu einem 4-stündigen Marsch los. Dabei müssen ca 12-15 Bier gebechert und eine Strecke von rund 8 km zurückgelegt werden. An jedem Stand wird die Zeit genommen, es gibt Gutschriften, Abzüge ect.
Das macht so einen Mordsspass!!! Du bekommst ne Startnummer vorne und hinten auf dein Shirt, damit auch jeder weiß was abgeht ;)
Und dann geht es los. Aber das ist gar nicht so einfach^^
Die besten schaffen die Strecke inner Stunde .. unser Motte ist mehr nach dem olympischen Gedanken: Dabei sein ist alles!
So, ich geh ma trainieren, Ende Mai ist wieder Start ;)
Ich würd wahrscheinlich schon am ersten Stand hängen bleiben. Was gibts denn da für leckeres Bier bei euch?
@Daedalus:
das kann natürlich wirklich nicht sein.
Es ist ziemlich schwer, sich mit Bier so richtig abzuschießen (ist mir auch noch nie gelungen, nur durch Kombination von wilden Sachen). Vorher platzt einem die Plautze, und durch die ganze Rennerei zum Klo (von wegen Wasser lassen, nich :kotz) wird etliches an Alkohol direkt verbrannt (das ist übrigens die Wahrheit, Alkohol ist für den Körper ein besserer Energielieferant als Fett; da muss man sich nicht wundern, wenn bei Hobbymanschaftsfussballturnieren die Teams mit dem meisten Konsum trotzdem vorne mitspielen).
Mit ein paar Kurzen hat man sich aber gewaltig schnell einen geschädelt, vor allem bei untrainierter Leber dauert das nicht lange. Genauso ist es mit den Alcopops: süß, knapp 5x so viel Alk wie in Bier, der ideale Abschussdienst.
So etwas darf nicht in die Hände von Jugendlichen; Erwachsene trinken das eh nicht, weil zu süß.
Gruß
Morgoth
Ein gutes Thema!
Ich finde es aus diesem Grund sehr wichtig und richtig, daß die Alkopops stäker besteuert werden, wobei 80 Cent ein Witz sind.
Ich bin insgesamt der Meinung, daß Alkohol und vor allem Zigaretten viel teuerer sein sollten, damit es sich wirklich um Luxus-, und damit wieder um Genußmittel handelt, deren Genuß in Maßen nicht so dramatisch ist.
Aber gerade Kinder sollten dadurch geschützt werden, daß die sog. leichten Drogen schwerer zugänglich sind.
In den skanidinavischen Ländern ist der Alkohol teilweise so teuer, daß es ein reiner Luxus ist, sich so etwas zu kaufen und somit Alkoholprobleme nur enstehen, wenn jemand Spiritus säuft. Jetzt, da zB in Schweden (oder war es Finnland?) die Alkoholpreise massiv herabgesetzt wurden, gibt es Leute, die sich sagen "hey, ich war 20 Jahren nicht mehr besoffen... wird Zeit, das nachholen".
Im übrigen ist es auch eine Frage der Krankenkassenkosten. Weniger Kranke durch Drogen, bedeutet auch weniger Kosten für die Allgemeinheit. Es mag nicht besonders rosig sein für die Industrie. Aber zumindest "harte Sachen" und Mischgetränke sollten richtig teuer sein!
Ich finde es aus diesem Grund sehr wichtig und richtig, daß die Alkopops stäker besteuert werden, wobei 80 Cent ein Witz sind.
Daedalus sagte es schon, dass ist nur herumdoktern an den Symptomen, da wird nichts das Problem an sich angefasst.
Das ist aber auch schwer zu verwirklichen, denn dann müsste man in die elterliche Erziehung hineinpfuschen, und das geht nicht.
Eine wirkliche Lösung sehe ich dafür nicht, außer die Dinger ganz zu verbannen.
Aber zumindest "harte Sachen" und Mischgetränke sollten richtig teuer sein!
Wenn Du mit harten Sachen diesen billigen Fusel vom Plus oder Aldi meinst, dann gebe ich Dir Recht. Von dem Zeugs wird man blind und impotent (was dann ja auch nicht mehr so schlimm ist :D). Und es ätzt einem sämtliche Schleimhäute in der Kehle weg.
Aber es gibt ja auch destillierte Wundertinkturen, wie z. B. einen guten Whisky oder unverschnittenen Rum, oder die immer häufiger anzutreffenen hausgemachten Schnäpse und Liköre. Sehr lecker, aber auch sehr teuer. Qualität kostet eben Geld.
Wenn man jetzt allgemein die Preise für so was erhöht (wohl per Steuer), sitze ich z. B. auf dem trockenen, weil ich mir dann gar keinen Whisky mehr leisten kann. Das ist für mich aber vor allem ein Genussmittel, auf das ich dann verzichten müsste. Das sehe ich nicht ein, und viele andere auch nicht.
Vielleicht wäre es besser, einen Mindestpreis einzuführen, den Getränke mit einem bestimmten Alkoholgehalt kosten müssen, natürlich abgestuft, 40%, 30%, 20%, und so Spezialfälle wie Cpt. Morgan (73%) wird natürlich richtig teuer (isser eh schon).
Gruß
Morgoth
Da hast Du nat. recht. Qualität hatte schon immer ihren Preis, sogar beim Bier. Aber diese Alkopops halte ich für richtig gefährlich.
Aber ich muß Dir zustimmen... so ganz leicht geht das alles nicht.
ich halte die besteuerung von alkohol eigentlich für ein ziemlich gutes mittel, jugendliche vom trinken abzuhalten. ich war mal mit meiner klasse auf studienfahrt nach england, und da haben die raucher fast keine kippen gekauft, weil die da so extrem teuer waren (ich glaub ne schachtel umgerechnet so um die 16-17 mark).
diese steuer müsste nur halt hoch genug sein, da sind 80ct wirklich viel zu wenig. ich würde da eher zu 3€ tendieren.
wobei diese steuer auch mich treffen würde. ich bin zwar erst 16 und auch nicht so ein säufer wie pi² :D ;), aber ab und zu trinke ich bei entsprechenden anlässen auch mal 2-3 gläser sekt. bier schmeckt sch**** finde ich und alcopops sind eh kein thema. ach ja, und ich mag auch ein paar härtere sachen z.b. guten jamaica-rum ( :schluck morgoth ;)), trinke sowas aber auch nur extrem selten und wenig.
wobei ich bei whisky, branntwein u.ä. der meinung bin, dass sowas meistens nur von leuten getrunken wird, die damit umgehen können. was sich aber sicher ändern würde, wäre bier genauso teuer.
Wintermute
12.05.2004, 12:31
Da stellt sich aber eine andere Frage:
Ist es gut wirklich ALLES schlechte von den Menschen fernzuhalten? Keine Gewalt, kein Verbrechen, keine Kippen, kein Alkohol, keine Drogen, keine "Exzesse", kein gar nichts ...
Wie soll man richtig und falsch lernen wenns kein falsch mehr zu sehen gibt?
-->
Und das ist doch das was viele wollen. Beschränkung auf 120 km/h auf Autobahnen, 20€ für eine Schachtel Kippen, 10€ für ein Bier und wenn man einen Apfel klaut werden die Hände abgehackt. :eek: ;)
Sorry für die Ironie, aber man kann dem Menschen auch sämtliche Eigenverantwortung nehmen...
Alkohol ist schlimm.. :p
ne mal im Ernst.. sich absichtlich die rübe zulaufen lassen tuen nur menschen die die realität nicht ertragen.. Alk wirkt sich negativ aufs bewustsein aus.. und vernebelt.. das ist auch der grund wieso soviele jugendliche sich damit die birne zukippen.. weil sie keinen bock mehr haben...angst vor der zukunft.. schule.. keinen ausbildungsplatz kein geld.. gewalt.. langeweile -> saufen... schon schade..
wenn man schon was für sich tuen will und zu hilfsmitteln greift, sollte man Tetrahydrocannabinol zu sich nehmen. das ist gesund und erweitert das bewustsein kann kreativ machen.. man wird auf sachen aufmerksam gemacht die man vorher nicht bemerkt es ist ne gute sache im gegensatz zu Alkohol :D
Aber es ist illegal, von daher brauchen wir hier nicht darüber diskutieren.
Wintermute
13.05.2004, 14:17
@flow
Naja, gesund ist K*****n in großen Mengen auch nicht. :( Davon kann man genauso psychisch abhängig werden -> beim Übertreiben genau so schlecht wie Alkohol.
Aber mir deiner Aussage hast du recht. Die kiddies kübeln sich zu und sind dann "cool" weil sie keine Ahnung haben wer sie selbst sind und noch ein gutes Stück weg vor sich haben. Bei den meisten legt sichs auch wieder, bei den anderen legt sichs nicht. Aber das ist dann imho nicht die Schuld des Alkohols, den Auslöser muss man woanders suchen.
es gibt gute und schlechte seiten. aber nur die schlechten seiten zu listen ist ungerecht... zigaretten und alkohol sind elementare bestandteile unserer gesellschaft und vor allem auch wirtschaft! es ist nun mal ein schwieriges thema...
aber ich schließ mich da auch wintermute an... im leben geht es um eine balance. zu viel wäre schlecht genauso wie zu wenig auch schlecht wäre...
aber eigentlich ist das thema sinnlos... weil letztendlich eh jeder für sich selbst entscheiden muss was er/sie will, und wie weit man damit dehen will... so hart es klingt: aber so filtert das leben eben, natürlich, die 'schwachen' aus (<- for lack of a better word!).
zu viel wäre schlecht genauso wie zu wenig auch schlecht wäre...
aber eigentlich ist das thema sinnlos... weil letztendlich eh jeder für sich selbst entscheiden muss was er/sie will, und wie weit man damit dehen will... so hart es klingt: aber so filtert das leben eben, natürlich, die 'schwachen' aus (<- for lack of a better word!).
Du willst nicht ernsthaft erzählen das zuwenig Alkohol oder sonstige Drogen schlecht ist oder ?
Und das mit dem ausfiltern musst du mir auch nochmal näher erklären...
bitfunker
13.05.2004, 14:30
Viele "Kiddies" unterscheiden nicht zwischen Alk und Kiffen, bzw. Kiffen lieber, weil's nicht stinkt. Aber das ist keinesfalls das Thema. Oder, um mich zu wiederholen:
Btw.:Bevor jetzt wieder die Kiffer-Partei mit ihren (je nach Ansicht durchaus richtigen) Argumenten antritt: Hier gehts schon darum: http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=16168
Soll dazu beitragen, den Thread nicht wieder in einen Kiffen vs. Saufen-Thread zu verwandeln, wie es schon einigemal passiert ist - so z.B. hier: http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=44679 ! ----- Da stellt sich aber eine andere Frage:
Ist es gut wirklich ALLES schlechte von den Menschen fernzuhalten? Keine Gewalt, kein Verbrechen, keine Kippen, kein Alkohol, keine Drogen, keine "Exzesse", kein gar nichts ...
Wie soll man richtig und falsch lernen wenns kein falsch mehr zu sehen gibt?Ich denke auch, der Mensch braucht "Ventile", um Ausgeglichenheit zu erzeugen. Dies können subjektiv positive Dinge wie Arbeit, Sport, Familienleben, Hobbies usw. sein, aber eben auch Raserei, Gewalt, Drogen usw. Die Energie muß raus, unterschiedlich ist nur, wie sich dies äußert und vor allem, welches Ventil wie stark genutzt wird.
Jemand, der abends zur Entspannung und für's "gute Gefühl" mal einen Whisky, einen guten Wein ö.ä. trinkt, würde ich nicht in eine Topf mit einem Kampftrinker werfen.
Du willst nicht ernsthaft erzählen das zuwenig Alkohol oder sonstige Drogen schlecht ist oder ?
Und das mit dem ausfiltern musst du mir auch nochmal näher erklären...
1. Doch...in gewisser weise schon! ich finde wie wintermut gemeint hat, dass man einem menschen solche sachen in der weg werfen sollte damit er lernt damit zurecht zu kommen!
2. Tipp: Darwinismus! die Grundidee ist dieselbe!
Ich denke auch, der Mensch braucht "Ventile", um Ausgeglichenheit zu erzeugen. Dies können subjektiv positive Dinge wie Arbeit, Sport, Familienleben, Hobbies usw. sein, aber eben auch Raserei, Gewalt, Drogen usw. Die Energie muß raus, unterschiedlich ist nur, wie sich dies äußert und vor allem, welches Ventil wie stark genutzt wird.
Jemand, der abends zur Entspannung und für's "gute Gefühl" mal einen Whisky, einen guten Wein ö.ä. trinkt, würde ich nicht in eine Topf mit einem Kampftrinker werfen.
stimme ich voll und ganz zu!
SMELT...
Darwinismus schön und gut. Aber ich glaube du verkennst hier die Verhältnisse bzw. Gründe für stark und schwach. Aus deinem Munde (Post) hört sich das so an als müsste ein Mensch/Jugendlicher mit Alkohol, Zigaretten und Drogen konfrontiet werden bzw. diese konsumieren um ihn für das Leben "stark" zu machen damit er nicht dem Darwinismus zum Opfer fällt.
Das ist ein Irrglaube.
Alkohol und andere Drogen sind ein Luxusgut unserer heutigen Gesellschaft die dessen Konsum wir uns erlauben können weil der Mensch aufgrund technologischer Entwicklung nicht mehr so effizient, diszipliniert und leistungsfähig sein muss.
Jemand der keinen Alkohol trinkt, der nicht raucht und auch sonst keine Drogen nimmt ist uneingeschränkt leistungsfähiger als jemand der seinen Körper mit diesen Giften belastet. Und das Argument mit dem "Training" kann gleich steckenbleiben, das was viele nämlich als "Training" oder "Abhärtung" zum Trinken/Rauchen etc. auffassen ist nichts mehr als eine Gewöhungsreaktion des Körpers. Der Körper gewöhnt sich in gewissem Grade daran mit diesen Giften umzugehen, was aber beiweitem nicht heißt das diese ihre Gefährlichkeit verlieren oder gar die Leistungsfähigkeit dadurch gesteigert werden kann.
Die Entscheidung zu Trinken/Rauchen/Drogen zu konsumieren ist keine die unweigerlich jeden Menschen irgendwann trifft wie z.b. Kälte oder schlechtes Wetter gegen das man sich abhärten müsste. Es ist eine Entscheidung jedes einzelnen seinen Körper einer Belastung auszusetzen, die man sich, wie bereits eingangs erwähnt, durchaus erlauben kann. Daraus jedoch den Schluss zu ziehen das es sogar gut ist sich dieser Belastung auszusetzen ist ein Fehler, denn sie tut nichts anderes als Kapazität für andere, produktivere Tätigkeiten abzuziehen.
Sahneknuffi
13.05.2004, 18:10
Ich habe zwischen meinem 14ten und 18ten Lebensjahr ziemlich exzessiv Alkohol getrunken, wobei ich jetzt im Nachhinein sagen muss dass dies Auschließlich aus Gründen der Selbstbetäubung, des "Coolseins", aus Gruppenzwang und aus einem Hang zur Selbstzerstörung geschehen ist.
Das Zeug hat mir noch nie wirklich geschmeckt, und jetzt (nach 5 Jahren ohne einen Tropfen Alkohol) bleibt mir nur zu sagen: "Ich war jung und verdammt dumm."
Ich kann beim Besten Willen nicht nachvollziehen, warum Alkoholkonsum (Vor allem die Fähigkeiten große Mengen in einem kurzen Zeitraum zu trinken) gesellschaftlich schon fast zum guten Ton gehört. Ich finde es gibt nichts erbarmungwürdigeres, als ein Mensch der so stark alkoholisiert ist, dass es nicht mehr er selbst ist. Ganz zu schweigen von komatösen Zustände, Erbrechen und asozialem Verhalten.
Ich will hier auch nochmal klarstellen, dass meines Erachtens ein Zustand der Alkoholisierung in keinster Weise ausfallendes/gewaltätiges oder aufdringliches Verhalten, geschweige denn kriminelle Handlungen entschuldigt.
Jeder trägt selbst dafür die Verantwortung, wieviel er konsumiert im Verhältnis dazu wieviel er verträgt.
@smelt:
Wenn etwas von Stärke zeugt, dann die Fähigkeit ohne jedwede Drogen (es sollte ja mittlerweile jeder mitbekommen haben, dass Alkohol und Tabakwaren auch dazu zählen) durchs Leben zu gehen.
Sorry für die Ironie, aber man kann dem Menschen auch sämtliche Eigenverantwortung nehmen...
Muss man das nicht letztlich sogar?
I.d.R. geht es doch auch gar nicht um den einzelnen Menschen, sondern um eine Gruppe, Gesellschaft, Nation etc.
Bsp. Anschnallpflicht bzw. Telefonieren während der Autofahrt. Ist es nicht traurig genug, dass man so etwas mit Bußgeld belegen muß anstatt das es jeder einzelne einsieht und sich daran hält? Findest Du es nicht schlimm, dass sich die Masse ohne Verbot nicht daran hält?
Warum muß man den Einzelnen immer vor sich selber schützen?
Wintermute
13.05.2004, 20:08
Dein Einwand ist berechtigt. Man muss diverse Regeln haben. Aber wo ist die Grenze zur Überreglementierung? Manche finde dies, manche das wichtiger. Wenn jeder Handgriff geregelt wäre dann würde nichts mehr passieren. Aber hätten die Menschen noch Spaß? Das wage ich zu bezweifeln ... :(
Wenn man dem Menschen etwas mehr Eigenverantwortlichkeit anerziehen will, dann darf man sie ihm nicht komplett nehmen. Wie soll er denn sonst was lernen?
Trottel die sich selbst und andere durch dämliche Aktionen (zum Thema: zum Beispiel hacke Blau Autofahren oder besoffen rumschlägern) wird es immer geben. Regelt man nun hier zu viel, dann bekommt man aus 100 Leuten 1 zur raison, die anderen 99 gucken aber in die Röhre obwohl sie noch nie etwas angestellt haben. :eek: So wärs zum Beispiel wenn das Bier auf einmal 15€ kosten würde. Ein kleiner, gefährdetet Prozentsatz wäre nicht mehr ständig besoffen, aber sämtliche gemütlichen Kneipengänger würden sich aufregen das ihr geliebtes Bier nun 15€ kostet und man hat einen neuen Unruheherd. :(
Was ist nun besser? :confused
Man kann nicht sagen: verboten -> Problem gelöst. Meistens verlagert man nur die Problematik. Bei manchen Dingen gibts keine Ausweichmöglichkeit (Gurtpflicht z.B., da war das Geschrei ja auch groß) und das ist auch gut so.
Aber bei einem Massenprodukt wie Alkohol, das unter anderem ja auch nicht nur getrunken wird (Kochen, etc. ...) ist eine harte Reglementierung (->teuer machen) meiner Meinung nach immer ein Schuss in den Ofen da man keinen Kompromiss finden kann.
Man sollte lieber mal schauen WARUM die Leute sich zu Tode saufen und hier ansetzten Abhilfe zu schaffen. Warum wurde die Gurtpflicht eingeführt und nicht einfach das Autofahren verboten? Dann würde es keine Verkehrstoten mehr geben. Das ist eine Analogie zum Alkohol verbieten/sehr teuer machen weil er manchmal schädlich ist, aber 95% der Menschen damit weitgehendst umgehen können.
edit:
Okay, 95% sind vielleicht etwas übertrieben. Aber sagen wir mal 80%. ;)
Bei Drogen ist das immer so eine Sache.
Drogen sind vor allem Kulturdrogen!
Alkohol gehört zu uns Europäern schon seit Jahrtausenden.
Schon der Römer Tacitus schrieb ca. im Jahre 90 n.d.Zw.in seinem Werk "De origine et situ Germanorum"(kurzform: Germania), dass die Germanen den ganzen Tag maßlos Saufen!
Schlimm war es immer, wenn Kulturdrogen in andere Kulturkreise abgewandert sind (Alkohol zu den Indianern, Opium nach Europa, Koka(in) nach Europa, etc.). Die dortigen Kulturen konnten in der Regel nicht vernünftig mit den "fremden" Drogen umgehen.
Weiterhin waren die meisten Drogen (außer Alkohol) i.d.R. auch eher religiösen Riten vorbehalten und damit verbunden den Heilern, Schamanen, Priestern und nicht dem gemeinen Volk!
Aber genau hier sehe ich den Keim des Problems, man hat die Drogen der Allgemeinheit zur verfügung gestellt. Dort sehe ich die Wurzel allen übels.
Aber genau hier sehe ich den Keim des Problems, man hat die Drogen der Allgemeinheit zur verfügung gestellt. Dort sehe ich die Wurzel allen übels.
und solange sich damit soviel geld verdienen lässt wie heute wird sich daran auch nichts ändern. selbst wenn der staat da total dichtmachen würde (was er nicht tun wird, weil dadurch steuerausfälle entständen, die unsere staatskasse wohl nicht auch noch verkraften würde), gäbe es immer mittel und wege, das ganze zeug illegal ins land zu schaffen.
und ihr kennt das sicher alle, für viele jugendliche ist eine droge umso besser/cooler/schießmichtot, je verbotener sie ist.
Wintermute
14.05.2004, 01:49
Alles verbotene wird umso Interessanter. Das ist die Natur des Menschen. Drogen schießen halt kräftig zurück ;)
Aber das ist ja gerade das Problem. Zu wenige Verbote sind genauso schlecht wie zu viele. Man drückt eben das Extrem in eine andere Richtung.
diese thema mündet letztendlich in der frage wo man die grenzen ziehen kann... man kann aber nicht alles was menschen spaß macht (es klingt schon fast als ob hier die meisten alkohol als das übel überhaupt sehen) einfach verbieten... erstens bringt das relativ wenig, und zweitens gibt es genug leute, die gelernt haben damit umzugehen.
warum bauen menschen autos mit bi-turbo 600PS, warum gibt es bald PCs mit dual Prozis und eine rad x800... warum können sportler 10 millionen jährlich verdienen... das sind alles sachen, die die menschen auch nicht brauchen. man sollte eben abwägen können... drückt der nächst besten frau (stereotyp) einen 400PS hecktriebler in die hand und lässt sie im schnee fahren, sie landet vermutlich in dem nächsten baum... drück einem kind das die ersten 15 jahre seines leben keinen fernseher hatte, eine fernbedienung in die hand und er wird eher süchtig als ein kind, das gelernt hat damit umzugehen.
ich denke da hat wintermute einen guten punkt angesprochen;
Man sollte lieber mal schauen WARUM die Leute sich zu Tode saufen und hier ansetzten Abhilfe zu schaffen.
wir müssen uns auf die einzelnen leute konzentrieren und nicht wie oft hier angesprochen, um die masse. wir müssen den mensche beibringen damit umzugehen. setzt nicht einen menschen in ein 500PS auto, der damit nicht umgehen kann. es muss trainiert werden...
leute die in einem frühen alter gelernt haben mit alkohol um zugehen, (das bedeutet schlechte wie auch gute erfahrungen) sind prozentual weniger anfällig in einem späteren alter zu alkohol zu greifen, um, wie bereits erwähnt, zu betäuben oder zu vergessen. das ist fakt!
suchtverhalten ist keine krankheit, sondern kommt von der konfrontation mit seiner umgebung... seiner familie (vater+mutter), seinen freunden, seiner schule, usw. und genau dort müsste man ansetzen um das problem zu lösen!
edit:
und ich wollte nur noch kurz was zu meinem darwinismus kommentar von vorher sagen... ich weiss es war sehr übertrieben. es ging da eher um die grundidee. ich habe das icht so ernst gemeint wie manche das vermutlich verstanden haben! :)
olly3052
14.05.2004, 10:36
leute die in einem frühen alter gelernt haben mit alkohol um zugehen, (das bedeutet schlechte wie auch gute erfahrungen) sich prozentual weniger anfällig in einem späteren alter zu alkohol zu greifen, um, wie bereits erwähnt, zu betäuben oder zu vergessen. das ist fakt!
Ähmm, wieso ist das Fakt? Weil Du es schreibst?
Ich halte entgegen, daß eine gefestigte Persönlichkeit, die in Jahren gereift ist, wesentlich resistenter gegen Suchtgefahren ist, als ein pubertierender Kiddie, der säuft, um dabei zu sein und weil es halt alle machen.
Aber er lernt ja schon in frühen Jahren damit umzugehen... :mad
Gruß
olly3052
Ich halte entgegen, daß eine gefestigte Persönlichkeit, die in Jahren gereift ist, wesentlich resitenter gegen Suchtgefahren ist, als ein pubertierender Kiddie, der säuft, um dabei zu sein und weil es halt alle machen.
Aber er lernt ja schon in frühen Jahren damit umzugehen... :mad
das hat mit dem alter nichts zu tuen.. wenn sich drogen auf deine psyche auswirken und du deine persönlichkeit änderst.. stark gesteigertes Selbstbewusstsein... gesteigerter Rededrang , vermindertes Schmerzempfinden ..
wirst du schnell abhängig...weil du das wieder erleben willst.. und dann benutzt du das regelmässig wenn du einen tiefpunkt hast..
zieh mal eine line Crytal (Methamphetamin) und das wars mit "wesentlich resitenter" Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin werden freigesetzt und dein Gehirn wird süchtig danach...
beim Alkohol passiert das nicht so schnell weil es anders wirkt.. es ist ein Zellgift
Alkohol verursacht allgemeines Wohlbefinden, gehobene Stimmung (Euphorie), Selbstkritikunfähigkeit, Wärmegefühl. Er kann anregend, entspannend, enthemmend und stark betäubend wirken.
Die Wirkung hängt stark von persönlichen Erwartungen und den äußeren Umständen des Trinkens ab Gefahr einer sich langsam entwickelnden körperlichen und psychischen Abhängigkeit entwickelt sich!
Ähmm, wieso ist das Fakt? Weil Du es schreibst?
Ich halte entgegen, daß eine gefestigte Persönlichkeit, die in Jahren gereift ist, wesentlich resitenter gegen Suchtgefahren ist, als ein pubertierender Kiddie, der säuft, um dabei zu sein und weil es halt alle machen.
Aber er lernt ja schon in frühen Jahren damit umzugehen... :mad
Gruß
olly3052
...meine mutter ist suchtpräventionsberaterin! das ist das selbe, wie mit dem typischen mutterschutz... dem kind wird vieles einfach verboten...also keine möglichkeit für sich selbst erfahrungen zu sammeln. wenn es dann 18 wird, reisst das kind dann aus, und da es nie gelernt hat in maßen zu genießen ist die wahrscheinlichkeit um einiges höher...
aber du hast in gewissem sinne auch recht, olly3052, man sagt ja auch, dass wenn ein kind die ersten 18 jahre seines lebens keine zigarette geraucht hat, dass es relativ unwahrscheinlich ist, dass er/sie es später tun wird. das ist aber in dem sinne etwas anderes, da das kind damit konfrontiert wird, und für sich selbst entscheidet: "ich will nicht rauchen". genau um diesen prozess geht es... dann kann einem kind sagen feuer ist heiss oder alkohol ist ungesund, aber letztenendes mach jeder diese erfahrun für sich selbst!
ein pubertierender Kiddie, der säuft, um dabei zu sein und weil es halt alle machen.
Aber er lernt ja schon in frühen Jahren damit umzugehen... :mad
das ist ja gerade das verhalten von den leuten, die nicht damit umgehen können.
ich stimme smelt da zu. ich denke, wenn man früh lernt damit umzugehen (und, wie gesagt, damit meine ich nicht, in der bushaltestelle zu sitzen und sich mit den kumpels volllaufen zu lassen, sondern eher, wie ich das tue, mal ein gläschen in ehren zu trinken) wird man nicht so schnell abhängig.
bitfunker
14.05.2004, 11:37
Hier ein paar Auschnitte aus einem sehr aufschlußreichen Text zum Thema:
Man rief die Prohibition aus und bildete so die Grundlage für die beispielloseste Verbrechenswelle in der bisherigen Geschichte der Menschheit. [...] Die Schäden, welche diese Prohibition indirekt erzeugte hat nie jemand nachgerechnet, es ist jedoch anzunehmen, daß ganze Staatshaushalte darin verschwanden, von den vielen Tausend Jahren Gefängnis, welche über Menschen die sich nicht an die Prohibition hielten, verhängt wurden mal ganz abgesehen.
Andererseits natürlich auch Umgehungsmöglichkeiten der Prohibition, so durften Ärzte Whiskey oder Wein an stark bedürftige verschreiben und Apotheken durfte dieses dann verkaufen. [...] Naja, die Wirte der verschiedensten Kneipen waren ja auch nicht doof und haben ihre Kneipe kuzerhand in eine Apotheke verwandelt, was den Alkoholverkauf somit wieder legalisierte.
Quelle: http://www.drogenring.org/suff/alkhist.htm
Soviel zum Thema Alkohol verbieten... ;)
Andererseits natürlich auch Umgehungsmöglichkeiten der Prohibition, so durften Ärzte Whiskey oder Wein an stark bedürftige verschreiben und Apotheken durfte dieses dann verkaufen. Von dieset Verschreibungsmöglichkeit sollen angeblich binnen eines Jahres 45.000 Ärzte gebrauch gemacht haben, welche 13.800.000 Alkoholatteste ausstellten, nach denen man sich Alkohl besorgen konnte. Naja, die Wirte der verschiedensten Kneipen waren ja auch nicht doof und haben ihre Kneipe kuzerhand in eine Apotheke verwandelt, was den Alkoholverkauf somit wieder legalisierte.
...ich sags doch! :D alkohol kriegt man einfach nicht verboten! *lol*
olly3052
14.05.2004, 17:48
zieh mal eine line Crytal (Methamphetamin) und das wars mit "wesentlich resitenter" Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin werden freigesetzt und dein Gehirn wird süchtig danach...
Ne laß mal lieber :D
@AmGodlike!
Ich halte die "wer früh lernt, mit Alkohol umzugehen, wird so schnell nicht abhängig" These für Humbug.
Meiner Meinung nach steigt dadurch das Abhängigkeitsrisiko.
Das warum habe ich weiter oben schon erläutert.
Gruß
olly3052
Ich halte die "wer früh lernt, mit Alkohol umzugehen, wird so schnell nicht abghängig" These für Humbug.
Meiner Meinung nach steigt dadurch das Abhängigkeitsrisiko.
Das warum habe ich weiter oben schon erläutert.
... ich glaube hier geht es um die definition von: 'lernen damit umzugehen' ich glaube wir reden hier aneinander vorbei! widerlege was oben geschrieben habe mit konkreten argumenten oder beispielen.
zur erfrischung:
...meine mutter ist suchtpräventionsberaterin! das ist das selbe, wie mit dem typischen mutterschutz... dem kind wird vieles einfach verboten...also keine möglichkeit für sich selbst erfahrungen zu sammeln. wenn es dann 18 wird, reisst das kind dann aus, und da es nie gelernt hat in maßen zu genießen ist die wahrscheinlichkeit um einiges höher...
aber du hast in gewissem sinne auch recht, olly3052, man sagt ja auch, dass wenn ein kind die ersten 18 jahre seines lebens keine zigarette geraucht hat, dass es relativ unwahrscheinlich ist, dass er/sie es später tun wird. das ist aber in dem sinne etwas anderes, da das kind damit konfrontiert wird, und für sich selbst entscheidet: "ich will nicht rauchen". genau um diesen prozess geht es... dann kann einem kind sagen feuer ist heiss oder alkohol ist ungesund, aber letztenendes mach jeder diese erfahrun für sich selbst!
[focusbiker]
14.05.2004, 19:16
Naja, was heißt lernen damit umzugehen? Manche raffen es nie! ;) Mir mußte das keiner beibringen! :D
Vielleicht sollte man den jungen Buben und Mädels mal eintrichtern, was ihre Saufgelage für Auswirkungen haben können. Das gerät nämlich vor lauter Aufklärung über die "harten" Drogen in den Hintergrund. Beides ist wichtig und sollte auch so behandelt werden. Nicht umsonst haben wir wesentlich mehr Alkoholabhängige als Drogenabhängige!
Das eigentliche Problem ist aber, dass der Alkohol viel zu oft unterschätzt, eine Sucht entsteht da oft schneller als man denkt, ist es erstmal soweit, beginnt sich das Rad zu drehen....
Offtopic, naja eigentlich passt es hier hin:
Heute Abend ist WG-Party angesagt! :D Das heißt, ich stelle mich heute Abend ganz uneigennützig für eine Exkursion bereit, um diesen Thread mit "Stoff" zu füllen!
Jetzt aber wirklich Offtopic:
Oh Gott, meine Freundin war beim Friseur! :rolleyes
olly3052
14.05.2004, 19:41
@SMELT,
ähmm, wie stellst du Dir den lernenden Umgang i.S. Alkohol vor?
Wie schon mal geschrieben, halte ich eine erfahrene gefestigte Persönlichkeit eher in der Lage die Erfahrung Alkohol zu verarbeiten, als eine instabile, labile, noch wachsende Persönlichkeit.
Dabei spielt das Alter schon eine Rolle.
Wie FoBi schon so schön schrieb, gibt es aber auch genug ältere Menschen die immer labil und leicht beeinflußbar bleiben.
Gruß
olly3052
Ich habe nie eine Zigarette angerührt, ich kann Drogen nicht austehen und ich hasse den Geschmack von Alkoholika (Bier, Wein, Schnaps...egal). Bin ich jetzt mit 22 Jahren gefährdet?
Oh Gott, meine Freundin war beim Friseur! :rolleyesbilder! bilder! :D ;)
mit der drogenaufklärung ist es so dass das auf viele jugendliche fast wie ein verbot wirkt, und was das bedeutet ist ja bekannt.
die jugend (ich klammer mich da jetzt mal ganz cool aus) will halt nicht hören, da können "die erwachsenen" dann irgendwo auch nicht viel machen.
@olly3052
auch wenn mein nick nicht SMELT ist, schreib ich jetzt mal ein beispiel.
vor zwei wochen war hier in der umgebung ne veranstaltung namens "rock im mai" oder so ähnlich, grottenschlechte musik aber viel alk. genau das richtige für trunkenbold d. aus der parrallelklasse. montags steigt der morgens in den bus und sagt: "ich wollt das einfach mal ausprobieren, wie das ist wenn man übarhaupt keine selbstbeherrschung mehr hat und so, mal so richtig dicht sein. aber eins steht fest, das mach ich nicht nochmal!"
so kann das laufen, oder eben wie bei mir, ich hab mir diese "erfahrung" ganz gespart.
@daria
nö. dein verhalten sollte eigentlich der normalzustand sein.
olly3052
14.05.2004, 20:02
Na gut, wenn er dann zu seinem Wort steht, wenn die nächste Party angesagt ist bleibt abzuwarten.
Deine Einstellung wird hoffentlich so bleiben :daumen
Gruß
olly3052
[focusbiker]
14.05.2004, 20:03
bilder! bilder!
Vor oder nach dem Friseur?
@Daria: Na, da hast du aber einiges verpasst und bist jetzt "höchst suchtgefährdet"! :D
Neh, mal im Ernst, jedem so, wie er es will! :)
Ein Grenzerfahrung in dieser Hinsicht kann sicherlich sehr belehrend sein! Es soll aber Leute geben, die diese Grenzerfahrung regelmäßig machen! Denen ist nicht zu helfen, meiner Meinung nach, weil irgendwann ist das Hirn mürbe.
Wir hatten mal eine Patientin, 35 Jahre alt und seit Jahren Alkoholikerin, die hatte ne Hirnstruktur, die ein normaler Non-Alkoholiker mit 80 Jahren vorweist.
Für mich kommt Alkohol gleich nach Heroin, Alkohol ist auch die Einstiegsdroge NR1 zum Heroin!
Ich sehe jeden Morgen wenn ich zur Arbeit gehe die Alks an der Tanke stehen und wenn ich Feierabend habe stehen sie immer noch da!
Durch meinen Beruf habe ich viel mit Menschen zu tun , viele von denen sind Alkoholiker, junge , wie alte Menschen!
Ihr könnt euch garnicht vorstellen wie einige von denen wohnen, nur Dreck, purer Dreck!
Die Toiletten und Wände mit Kot vollgeschmiert, faulende Essensreste und Ungeziefer.
Viele von denen haben Berufe und ihre Mitarbeiter scheinen von ihrer Krankheit nichts mit zu bekommen, die Typen fallen auch Draussen garnicht auf, nur wenn man sie besucht, dann sieht man das Übel!
Alkohol ist sehr zerstörerisch und die Sucht ist schleichend, viele Familien und Beziehungen wurden durch ihn zerstört, ein Alkoholiker reist alle die ihm nahestehen mit nach unten, auch die die ihm helfen wollen ihn aus der Sucht zu holen, es hilft nur eine Therapie und Leute die dafür ausgebildet wurden!
typischer Alkoholikerspruch
Morgen höre ich auf, nur noch ein Schluck, nur noch EINER, diesen Spruch kenne ich zu Genüge, ja und Morgen............... ich weiß das ich es schaffe jeder Zeit, ich will halt nicht und mir geht es doch gut.......... und ich bin kein Alki ( Alki kann man ganz schnell werden, liebe Mituser............ naja .... habt ja alles im Griff..... mir kann das doch nicht passieren)
Ich persönlich trinke keinen Tropfen, ich habe es fast jeden Tag vor Augen und da will ich nicht hin kommen, scheiß Alkohol!
Noch was: Alkohol ist eine DROGE, viele glauben das nur Heroin, Koks , LSD, Pilze.... Drogen sein, liegt wohl daran das Alk Gesellschaftsfähig ist!
gruss elmex
Wintermute
15.05.2004, 18:02
Für mich kommt Alkohol gleich nach Heroin
Man kanns auch übertreiben ...
Ich kenne im Gegensatz zu vielen Leuten die hin und wieder ein Gläschen trinken und immer noch keine Alkis sind, niemanden der sich mal hin und wieder eine Spritze in die Armbeuge rammt und nicht süchtig ist/es schnell wird.
Dieser Alkohol -> Heroin vergleich ist übertrieben. Auf so einer Basis kann man kaum diskutieren, weil man alles auf irgendeine kleinere Ursache runterrechnen kann. Das ist nicht nur bei Drogen so, sondern fast überall im Leben.
Beispiel:
Ein Küchenmesser ist nicht besser als eine Atombombe nur weil man´s auch zum Töten verwenden kann?
Oder eine Uhr führt zu Stress weil man immer draufschaut -> Uhr ist Schuld am Stress?
Das stimmt beides nicht? Gut -> Alkohol ist nicht gleich Heroin.
Ich denke das Erklärt meinen Standpunkt.
Mhh also wenn ich so recht überlege und auf die uhr gucke! es ist sieben früh und hab immer noch ein Bier hier stehen. Was man so im Monat für Alk/Disco/Billiard usw ausgibt ist schon Krass! Bezeichne mich nicht als alki aber vieleicht bin ich bald einer das glaube ich merke dann ich als letzter!!!!
@Wintermute
ich kann nur aus meinen eigenen Erfahrungen sprechen, auch in meinem privaten Leben und Umfeld kenne ich Drogensüchtige und die die den Süchtigen helfen, ein Bekannter arbeitet in einer Einrichtung, wo man drogensüchtige( Alkohol/Heroin/.......) Jugendliche wieder auf den richtigen Weg bringen will, nur ein kleiner Teil von denen schafft es .
Dann habe ich eine Bekannte die sich nur mit Alkis beschäftigt, dann kenne ich welche die in ihrer Freizeit oder beruflich sich um Süchtige/ Sorgentelefon/ misshandelte Frauen,Kinder kümmern, und und und.
Einer meiner besten Freunde ist Alki und Dem habe ich die Freundschaft gekündigt, er brachte mich durch seine Sucht nur in Schwierigkeiten !
In meinem Privatleben bin ich viel in Kiel( Bergstraße) , und dort lernt man zwangsläufig Heroin,Koks, Alk,.... süchtig kennen und welche die eine Entziehungskur( eine oder mehrere) hinter sich gebracht haben.
Mir ist schon klar das nicht jeder der Alkohol trinkt gleich ein Alki ist, bloß man sollte den Alkohol nicht unterschätzen.
Und das Alkohol gleich nach Heroin kommt, stimmt für mich , ich habe mich mit den ganzen Leuten unterhalten die mit der Sucht/ den Süchtigen zu tun haben und die sind auch der Meinung, das Alkohol genau so schlimm ist wie Heroin, Koks,.... und die anderen Drogen.
gruss elmex
@elmex
ich kann dein standpunkt nachvollziehen, doch stimme ich dir nicht zu. es ist eben schwierig objektiv zu bleiben wenn man tagtäglich damit konfrontiert wird, wie du es geschildert hast. es ist wie versuchen einem von Russen vergewaltigten deutschen Frau nach dem 2. Weltkrieg klarzumachen, dass die deutschen die größeren Arschlöcher waren! (ich habe dieses krassen Beispiel, weil ich vorhin mit meiner Oma am telefon war; und sie genau dieses durchlebt hat, bzw. immernoch tut.
man muss nur vorsichtig sein, dass man von der persönlichen betroffenheit und der realität unterscheiden kann, obwohl das manchmal sehr sehr schwierig ist! man darf dieses kleine Umfeld um dich herum nicht auf das ganze übertragen. damit macht man sich nur selbst unglücklich.
ich schließ mich da wintermute an... klar gibt es leute die damit nicht zurechtkommen, aber das gibt es überall. wir sind eben nur menschen. hier eine interessante statistik.
Nach neuesten Untersuchungen hätten zur Zeit zehn Millionen Menschen in Deutschland ein Alkoholproblem. Etwa jeder dritte von ihnen müsse als abhängig gelten, sagte Mundle. Bereits heute komme auf zwei alkoholkranke Männer eine Frau. Darüber hinaus betrieben rund zwei Millionen Menschen in Deutschland Alkoholmissbrauch, bei weiteren fünf Millionen sei ein riskanter Konsum festzustellen.
demnach gibt es 3Millionen Alkohol Süchtige. bei 83Million Deutschen sind das knappe 3%. finde ich gar nicht so schlimm wenn man das mit anderen ländern vergleicht! ich zwar ein problem, aber es ist keine Epidemie.
@SMELT
HI
Ich glaube das ich etwas richtig stellen muß, sonst denkt jeder hier, das ich Menschen hasse oder nicht mag die Alkohol zu sich nehmen, also ich habe nichts dagegen(warum auch) und ich finde das es jedem freisteht zu trinken was er will!
Das was ich klar machen möchte , ist, das ich Alkohol für eine sehr gefährliche Droge halte!
Zu tagtäglich konfrontiert:
Erstmal sehe ich das ganz nüchtern,objektiv, real und laufe nicht mit hängendem Kopf in der Gegend herum!
Mein Umfeld, sagen wir mal so , ich beobachte meine Mitmenschen, die im Job und die im Privatleben und die die man so auf der Straße trifft oder sieht.
Beispiel:
fast jeden Morgen vor der Arbeit gehe zu Tankstelle( es ist egal welche Tankstelle es ist, es ist immer das selbe/gleiche Bild) und kaufe mir dort meine Dose Cola, an der Kasse stehen meistens Leute vor mir oder hinter mir und man sieht was sie sich gerade kaufen wollen, einige von ihnen kaufen sich 2x Bier oder einen großen Flachmann, diese Leute sind Brufstätig und müssen sich erstmal vor der Arbeit einen gönnen( reinkippen), es ist egal ob es der einfache Arbeiter oder ein hoher Geschäftsmann ist!
Das selbe Bild sieht man wenn man im Aldi,Penny oder im Plusmarkt einkaufen geht,da gibt es die , die normal sich den Alk kaufen und die, die ihn halt brauchen!
Das geilste was ich mal erlebt habe , war eine älter Frau die jeden Mittag zu Mülltonne ging um ihren Müll zu entsorgen und ihren Flachmann zu trinken.
Tankstelle am Abend ist auch ganz interessant, wenn vor oder hinter dir einer steht (sind manchmal auch mehrere) der eine Fahne hat und sich dann noch ein Sixpack gönnt und dann noch mit dem Auto fährt.
Zu 3 Millionen Alks
3.000.000 Millionen sind für mich ne ganze Menge, ich denke mal die Dunkelziffer ist weit höher!
gruss elmex
Wintermute
17.05.2004, 19:42
Guter Beitrag. Das hat einiges klargestellt.
@SMELT
Zu 3 Millionen Alks
3.000.000 Millionen sind für mich ne ganze Menge, ich denke mal die Dunkelziffer ist weit höher!
gruss elmex
das denke ich allerdings auch. Dazu kommt noch eine ganze Legion die auf der Kippe steht. Deswegen muß man dafür sorgen das die Leute mehr auf sich selbst eingehen. Mehr Selbstbewußtsein und mehr Gefühl für den eigenen Körper. Die meisten realisieren gar nicht was sie da alles demolieren wenn sie es ständig übertreiben. Aber das geht imho nicht dadurch das man den Verkauf von Alkohol einschränkt sondern eher die Menschen resistenter (geistig) machen sollte. Klar, ist leicht gesagt, aber man sieht ja wie wenig sich viele Eltern um ihre Kinder kümmern oder wie Gedankenlos viele Menschen einfach durch Leben torkeln. :(
Guter Beitrag. Das hat einiges klargestellt.
das denke ich allerdings auch. Dazu kommt noch eine ganze Legion die auf der Kippe steht. Deswegen muß man dafür sorgen das die Leute mehr auf sich selbst eingehen. Mehr Selbstbewußtsein und mehr Gefühl für den eigenen Körper. Die meisten realisieren gar nicht was sie da alles demolieren wenn sie es ständig übertreiben. Aber das geht imho nicht dadurch das man den Verkauf von Alkohol einschränkt sondern eher die Menschen resistenter (geistig) machen sollte. Klar, ist leicht gesagt, aber man sieht ja wie wenig sich viele Eltern um ihre Kinder kümmern oder wie Gedankenlos viele Menschen einfach durch Leben torkeln. :(
das stimme ich dir zu, schuld ist auch unsere Gesellschaft(Ellenbogen) dann die hohe Arbeitslosigkeit, Beruf= immer besser und immer schneller sein, schade finde ich es auch das die Familien nicht mehr so sind wie früher(Großfamilien), geht ja auch garnicht mehr, beide müssen das Geld heranschaffen, und die Kinder müßen sich um sich selbst kümmern!
Es ist viel im Argen und die Politiker machen nichts dagegen!
Gruss elmex
P.s
danke an euch Beiden für euer das Pro und Contra ;)
Ich denke dass ein grosses Problem einfach auch ist, dass es cool ist, Alkohol zu trinken. Ich sag nur Gruppenzwang...
Man braucht sich nur mal anschauen, wieviele CB-Mitglieder etwas alkoholisches im Benutzerbild oder der Signatur haben...
Wintermute
22.05.2004, 22:31
Sorry für Spam, aber es geht nicht anders: ;)
Wenn du irgendwas trinkst wo mein Avatar drauf ist hast du mehr Probleme als einen Vollsuff. :D
Aber mit dem Gruppenzwang hast du natürlich recht. Es gibt Leuts die mögen kein Bier, trinkens aber trotzdem wenn alle zusammen einen Kasten bechern. Verbogene Welt ...
Man braucht sich nur mal anschauen, wieviele CB-Mitglieder etwas alkoholisches im Benutzerbild oder der Signatur haben...
Wer denn noch außer mir? :watt
Gruß
Morgoth
@Wintermute: das hast du jetzt falsch verstanden. Ich meine nicht, dass solche Avatars oder Signaturen einen anderen dazu bewegen, das dort erwähnte Produkt zu konsumieren.
Es ist doch so, dass man als Avatar (und abgeschwächt auch als Signatur) etwas wählt, mit dem man sich identifiziert. Nun, wenn sich jemand mit Bier (o. dgl.) identifiziert, finde ich das mehr als bedenklich. Das geht meiner Meinung nach nämich genau in die Richtung "hab mich spitalreif besoffen und bin auch noch stolz drauf". Das ist jetzt sehr überspitzt, aber...genau darin sehe ich den Kern des Problems "Deutschland und die Alkoholiker".
Alkohol wird einfach nicht ernst genommen. Ich meine: es kann doch nicht sein, dass man eine Droge (Alkohol zähle ich dazu) cool und toll findet und dass das der Gesellschaft am A. vorbei geht. Dagegen sagt keiner was. Im Gegenteil: wer was dagegen sagt (ich bin eben auch so ein Alkohol-Gegner, der nix trinkt; ich plädiere ja nicht auf Null-Konsum, aber in Massen bitte!), gilt als Warmduscher etc....
Wintermute
22.05.2004, 23:25
@Wintermute: das hast du jetzt falsch verstanden. Ich meine nicht, dass solche Avatars oder Signaturen einen anderen dazu bewegen, das dort erwähnte Produkt zu konsumieren.
....
Doch, habe ich schon richtig verstanden. Daher mein blöder Spruch ;) War nur Spaß ... :)
Der Mensch war schon immer ein Hordentier und blickt nicht selten zu anderen Menschen auf die an der Grenze von Mut und Dummheit schlittern. Beim Alkohol (da ein Massenprodukt) ist das sehr schön zu beobachten. Da hast du recht.
Was aber jetzt nicht heissen soll, dass ich mich jetzt primär gegen dich (und nur dich) richte.
Sehe ich auch nicht so eng, keine Angst. ;)
Gruß
Morgoth
man wird eben tagtäglich damit konfrontiert... man wehrt sich oder man beugt sich... ist zwar sehr schwarz-weiss gesehen, aber in gewisser hinsicht geb ich elmex da schon recht... es ist eben schwierig auf dauer diese gradwanderung durchzuhalten ohne vielleicht doch irgendwann in die eine oder andere richtung abzudriften. hängt eben von deinem umfeld und deiner persönlichkeit stark ab.
suchtmittel werden immer ein thema sein solange es menschen gibt. wenn alkohol verboten wird kommt halt das nächste.
Das größte Problem am Alk (wie auch bei Zigaretten) ist doch, dass es gesellschaftlich absolut akzeptiert wird!
Keiner regt sich auf wenn jemand Alkohol trinkt oder raucht! Und wenn es nur 13-jährige Kinder sind die sich zusaufen...
Ich hab das erst letztes Wochenende erlebt: Lechfeldbeben (so was wie ne Rockparty halt :D):
Da sind Kinder mit 12 13 Jahren rumgelaufen, die nicht mehr gerade stehen konnten!
Und wie oft sieht man vor allem bei uns in der Schule am Busbahnhof rauchende Fünft- oder Sechstklässler?
Klar, in so jungem Alter ist das noch verpöhnt (denk ich jetzt und ich hoffe auch dass es so ist.), aber wenn juckt es ehrlich noch wenn sich 16-jährige bis ins Delirium saufen?
Das Problem ist einfach dass es keinen interessiert (vor allem Vater Staat, der verdient ja ordentlich dran).
Außerdem ist ja auch die Grundeinstellung der Jugendlichen absolut falsch, "Saufen ist cool".
Zu lösen wär das Problem eigentlich nur wenn die ganze Gesellschaft grundsätzlich anders denken würde bezüglich Alk und Zigaretten.
Sorry dass ich auch so oft auf Zigaretten gekommen bin, aber für mich sind das einfach sehr ähnliche Sachen.
öm
da müsst ihr mal nach Trier fahren, dort gibt es ein Staatliches Drogen Depot (Wein) direkt gegenüber einer Schule. :p
Der Kippenautomat ist auch nicht weit davon entfernt. :eek:
[focusbiker]
26.05.2004, 20:29
Na Cluster, das war ja mal wieder ein starkes Kommentar! http://80.237.203.42/vbulletin/images/smilies/1499.gif
Dass der Alkohol und eben Zigaretten gesellschaftlich akzeptiert sind, steht außer Frage! Wobei ich die Sache bei Alkohol viel schlimmer finde. Klar, durch Rauchen kann man schlimm erkranken, jedoch ist es bei der Alkoholsucht leider so, dass die Sache meist mit einer absoluten Verwahrlosung einhergeht....
Wenn man dann sieht, wie manche Alkis leben, kann man nur :kotz und das schlimme ist, die sind durch den Stoff so verblendet, dass sie jede Hilfe ablehnen. Wie gesagt, ich hab schon einige Alkis in die Klappse gefahren und stellenweise wurde uns von denen sogar Geld geboten, dass wir sie wieder zurück in ihre versiffte Wohnung schleppen. :rolleyes
Edit(h):
Leute ich hab zu viel Zeit! Schaut euch mal das Bild an:
Dass der Alkohol und eben Zigaretten gesellschaftlich akzeptiert sind, steht außer Frage!
Na ja, so ein Staatlicher Drogen Shop (Staatlich, weil es ein Staatliches Weingut ist) muss ja nicht vor einer Schule sein ? oder die Staatliche Schule nicht zu allem Überfluss vor dem Weingut.
Ich arbeite Hauptberuflich im Rettungsdienst und ich kann die ganze Säuferriege nicht mehr ab. Ich helfe den Jungsm wenn Sie auf die Schnauze gefallen sind und das war es. Nachdem mir einer im Rettungswagen auf's Maul gehauen hat, ist mir es ehrlich gesagt Scheißegal, was aus denen wird.
Ich arbeite solche Einsätze nach dem "Du kackst mich nicht an und ich kack dich nicht an" Motto ab und damit fahre ich ganz gut.
Ich trinke wenig bis gar keinen Alkohol und bin dami ganz zufrieden.
Meschen die das Saufen als "essentiell" Bezeichnen sind für mich und auch hier gleich ein ENTSCHULDIGUNG, völlig verblödet und sich den Gefahren die Alkohol mit sich bring nicht bewußt. Aber jeder wie er will!
[focusbiker]
26.05.2004, 22:11
@Leon:
Naja, also ich weiß nicht, hab Zivi im Rettungsdienst gemacht und arbeite noch nebenberuflich als RettAss und irgendwie kann ich deine Ansicht nicht teilen! :rolleyes
Ein Betrunkener/Alki hat genauso das Recht ordentlich behandelt zu werden wie jemand anderes, der hilfsbedürftig ist. Insofern finde ich deine Einstellung nicht gerade sehr nachvollziehbar.
Sicherlich werde manche Betrunkene frech oder kotzen dir die Karre voll, na und? Das ist dein Job! :rolleyes Ganz davon abgesehen, dass es manchmal auch ganz lustig sein kann! ;)
Es ist löblich, dass du nicht viel trinkst, du erwartest mit Sicherheit auch, dass das so akzeptiert wird. Ebenso solltest du aber auch die Leute respektieren, die sich gerne (natürlich innerhalb gewisser Grenzen) mal einen hinter die Binde kippen.
...völlig verblödet...
Ja wie? Ich auch? :watt
Wenn wir dabei explizit den Begriff "Saufen" betrachten, dann stimme ich Dir zu. Essentiell ist das sicher nicht.
Aber "Trinken" im Sinne von "einen guten Tropfen zu sich nehmen" nimmst Du doch aus, oder?
Wenn nicht, dann würdest Du mich auch für verblödet halten. Ich trinke nämlich gerne alkoholische Getränke, aber nicht um des Alkohols willen, sondern weil es mir schmeckt. Aber eben auch nicht alles. Alcopops können meinetwegen verbrannt und einsachtzig tief vergraben werden, genauso wie alles was in den Supermärkten im Weinregal unterhalb der günstigen italienischen roten steht (Burgwappen und so nen Fusel, uuäh).
Gruß
Morgoth
']@Leon:
Naja, also ich weiß nicht, hab Zivi im Rettungsdienst gemacht und arbeite noch nebenberuflich als RettAss und irgendwie kann ich deine Ansicht nicht teilen! :rolleyes
Ein Betrunkener/Alki hat genauso das Recht ordentlich behandelt zu werden wie jemand anderes, der hilfsbedürftig ist. Insofern finde ich deine Einstellung nicht gerade sehr nachvollziehbar.
Sicherlich werde manche Betrunkene frech oder kotzen dir die Karre voll, na und? Das ist dein Job! :rolleyes Ganz davon abgesehen, dass es manchmal auch ganz lustig sein kann! ;)
Es ist löblich, dass du nicht viel trinkst, du erwartest mit Sicherheit auch, dass das so akzeptiert wird. Ebenso solltest du aber auch die Leute respektieren, die sich gerne (natürlich innerhalb gewisser Grenzen) mal einen hinter die Binde kippen.
Ne ne, ich behandele die schon Ordungsgemäß und ich bin auch freundlich zu denen aber wenn man den gleichen 3 mal am Tag fährt, ist auch irgendwann mein Verständnis rum! HALLO ich weiss dass das mein Beruf ist, trotzdem brauche ich mich nicht von irgendeinem Flachköpper dumm anmachen zu lassen geschweige denn auf's Maul hauen zu lassen!
Natürlich gönne ich den Leuten ihren kleinen Partyvollrausch, nur muss der mit 12, 13 oder 15 sein ? Diese Altersgruppe nimmt ständig zu und das finde ich bedenklich. Genauso bedenklich finde ich, dass es anscheinend völlig normal ist, fast jedes Wochenende 8 bar auf dem Kessel zu haben um überhaupt Spass zu haben. Gegen ein gepflegten Drink habe auch ich nicht's.
@Morgoth
So fängt es an, "weil's schmeckt"! Ein gepflegtes Glas Rotwein am Abend auf dem Balkon, bei untergehender Sonne, klar kein Problem. Die Flasche Rotwein am Abend, weil man besser schlafen kann ? Bedenklich!
Das Bier am Wochenende beim Fussball oder beim Essen, kein Problem.
2 Flaschen Bier als Durstlöscher, hmm weiss nicht!
Mir ist es wurscht, ich war letztes Wochenende beim Junggesellenabschied rotzdoddelvoll (nach nur 6 kleinen 0,3 Bier). Ich gebe zu, es war lustig aber das war mein 2ter Rausch in den letzten 10 Jahren und unter dem Jahr trinke ich nicht (nur an Silvester und da auch nur 1 Glas Sekt). Schmecken tut mir eigentlich nur Erdbeer-Margaritha und da bin ich dann auch nach 2 völligst bedient!
Ich brauch jedenfalls für die nächsten 2 Jahre nix mehr!
[focusbiker]
26.05.2004, 22:34
Ist ja schon Okay! Wollte dir ja nicht zu nahe treten! :) Vielleicht hast du dich nur ein bisl mißverständlich ausgedrückt! ;)
Weiß ja selber, dass es mit den Betrunkenen nicht immer einfach ist. Manchmal, wenn ich samstags in Willingen (absolute Säuferhochburg) arbeite, karren wir so ca. 10 Besoffkis - egal in welchem Zusammenhang - ins Krankenhaus, da kann´s einem hin und wieder vergehen... ;)
']Ist ja schon Okay! Wollte dir ja nicht zu nahe treten! :) Vielleicht hast du dich nur ein bisl mißverständlich ausgedrückt! ;)
Weiß ja selber, dass es mit den Betrunkenen nicht immer einfach ist. Manchmal, wenn ich samstags in Willingen (absolute Säuferhochburg) arbeite, karren wir so ca. 10 Besoffkis - egal in welchem Zusammenhang - ins Krankenhaus, da kann´s einem hin und wieder vergehen... ;)
Koi Broblem! :D
So fängt es an, "weil's schmeckt"!
Ja, ganz genau. Weil es schmeckt. Und zwar das Getränk, das den Alkohol enthält. Nicht der Alkohol selber. Der schmeckt nämlich pur nicht sonderlich gut, hab ich mir sagen lassen.
Und da ist doch der Hund begraben: es geht um das Getränk, nicht um den Stoff darin.
Es ist eben ein Unterschied, ob man einen Bellingham 2001er Merlot (der ist so trocken, der staubt, wenn man die Flasche öffnet ;)) oder eben den von mir erwähnten Burgwappen trinkt. Wenn es bei mir irgendwann mal so weit ist, dass ich das sauf dann erschießt mich auf der Stelle.
Der Genuss ist völlig unproblematisch, und wird auch nicht zum Problem, solange es nicht mehr nur um den Genuss geht; da gebe ich Dir recht.
Aber die wenigsten, die Bier, Wein oder Whisky genießen, werden dadurch zum Alkoholiker. Es darf nur nicht zu einem bestimmten Zweck geschehen (besser einschlafen), dann ist alles im Lot.
Gruß
Morgoth
Mein 14-tägiger Alkoholkonsum im Alter von 15-16 Jahren lag bei einer Wodka-Flasche; ein anderer Kumpel hatte seine eigene Flasche, wir haben das immer in diesem Rhythmus 'vollzogen'. Und heute wäre ich wohl immer noch dabei (wie so viele andere auch) - wäre kein Fall von Alkoholismus im engsten Familienkreis aufgetaucht. Es muss einen wohl erst immer selbst, bzw. die liebe Familie treffen, bis man schnallt was los ist.
Heute kann ich nicht ganz ohne Stolz sagen, seit zwei Jahren keinen Alk mehr angefasst zu haben.
Wie man schon sehr viel weiter oben sagte, ist Alkohol eine Volksdroge. Die meisten nehmen verhältnismäßíg kleine Mengen zu sich, aber die sind ja laut einer Studie (stand vor langer Zeit ein Artikel bei Heise) schon schädlich.
Darüberhinaus ist es schon ein Dilemma, dass der Staat dermaßen viel Geld damit macht. Somit sind damit den Politikern die Hände gebunden - viel mehr als Steuern rauf können sie auch nicht machen.
Ich finde es nicht gut, dass Alkohol überhaupt so gesellschaftlich akzeptiert ist. Ich rede nicht von den Leuten, die auch ohne Alk Spaß haben (LAN und Alk - geht nicht! *g*), sondern davon, dass es der Konsum schon gar nicht mehr freiwillig ist. Insbesondere Männer fallen negativ auf, wenn sie "nicht mal eben auf ein Bierchen mitkommen" oder sich in einer lustigen Runde einem Gläschen Schnaps entziehen. Erst wenn man gar nichts mehr mit dem Zeug zu tun haben will (so wie ich), merkt man, mit welcher Selbstverständlichkeit wir in Deutschland umgehen.
Jeder hat so seine Geschmäcker, dafür gibt es fast so viele unterschiedliche Getränke - aber ohne Alkohol gehts einfach nicht. Für viele ist es unverständlich, wenn man generell ablehnt und das ist nicht ok.
Leider finde ich hierzu keinen passenden Vergleich, denn selbst einem Nichtraucher wird nicht ständig eine Fluppe unter die Nase gehalten - dort ist das individuelle und gesellschaftliche "Nein" schon akzeptiert - beim Alkohol nicht, er bleibt situationsbedingt ein Zwang.
Aber die wenigsten, die Bier, Wein oder Whisky genießen, werden dadurch zum Alkoholiker. Es darf nur nicht zu einem bestimmten Zweck geschehen (besser einschlafen), dann ist alles im Lot.
Übrigens: Alkohol wird immer zu einem bestimmten Zweck getrunken, und sei es nur um etwas 'lockerer' zu werden oder weil man sich in guter Gesellschaft befindet. Niemand trinkt Alkohol, wenn er echten Durst hat.
Wie man schon sehr viel weiter oben sagte, ist Alkohol eine Volksdroge. Die meisten nehmen verhältnismäßíg kleine Mengen zu sich, aber die sind ja laut einer Studie (stand vor langer Zeit ein Artikel bei Heise) schon schädlich.
Da gab es auch etliche Studien, in denen drin stand, dass geringe Mengen von Alkohol regelmäßig konsumiert sogar gesundheitsfördernd sein sollen. Was stimmt denn nun?
Ich finde es nicht gut, dass Alkohol überhaupt so gesellschaftlich akzeptiert ist. [...]
Leider finde ich hierzu keinen passenden Vergleich, denn selbst einem Nichtraucher wird nicht ständig eine Fluppe unter die Nase gehalten - dort ist das individuelle und gesellschaftliche "Nein" schon akzeptiert - beim Alkohol nicht, er bleibt situationsbedingt ein Zwang.
Alkoholische Getränke sind schon seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden, in unserem Kulturkreis fest verankert; sei es zu religiösen oder feierlichen Zwecken. Er gehört einfach dazu.
Zigarettenrauchen (wohlgemerkt: Zigaretten, Pfeife und Zigarre gibt es auch schon länger) dagegen nicht, das ist relativ neumodisch (anfang letzten Jahrhunderts?). Es hat nie eine derartige Durchdringung unserer Gesellschaft mit dieser Sitte gegeben wie beim Alkohol. Außerdem wurde ja inzwischen eindeutig geklärt, dass schon an einer einzigen Zigarette nichts gutes zu finden ist, sie ist schlicht ungesund. Beim Alkohol - siehe obige Studien.
Übrigens: Alkohol wird immer zu einem bestimmten Zweck getrunken, und sei es nur um etwas 'lockerer' zu werden oder weil man sich in guter Gesellschaft befindet. Niemand trinkt Alkohol, wenn er echten Durst hat.
Ja, Genuss ist auch ein Zweck.
Um meinen Aussage zu präzisieren:
Zwecke wie "besser einschlafen", "lockerer werden", "gegen das Zittern" usw. sind problematisch. Gruppenzwang halte ich für nicht so gefährlich, denn dann trinkt man nur auf Feiern, zu Hause wird dann nichts angerührt.
Gruß
Morgoth
[focusbiker]
27.05.2004, 12:22
Diese "Gruppenzwang-Begründung" halte ich persönlich für absoluten Schmarn! Keiner ist verpflichtet sich zu betrinken, es ist von jedem seine eigene, freiwillige Entscheidung! Ich würde ja auch kein Koks o. ä. nehmen, unter der Begründung: "Meine Freunde machen das doch auch alle!" http://www.world-of-smilies.de/html/images/smilies/schilder/pffCyberm.gif
Das wäre genauso eine fadenscheinige Begründung, wie "locker werden", "Spaß haben" oder ähnliches.
bitfunker
27.05.2004, 13:17
Der Unterschied ist, wie schon richtig angemerkt, die gegebene Akzeptanz & Integration von Alkohol in die Gesellschaft. Klar wird man als vernünftiger Mensch nicht Kiffen oder Koksen, weil es die Gruppe tut, aber bekommt man den in der Kneipe Hasch und Koks? Im Supermarkt? Auf Feiern? Zum Geburtsag vom Chef? Nein!
Die soziologischen Zusammenhänge sind hier völlig anders, der Gruppendruck wirkt hier ebenfalls anders. Und es soll keiner sagen, ihm wäre grundsätzlich egal, was andere machen. Irgendeine Art von Einfluß hat eine Gruppe/Lebenswelt/Ungebung immer - ob Mitziehen oder Protest, völlige Gleichgültigkeit ist selten.
Ein Fixer gehört schnell zur Subkultur "Drogenszene" und spaltet sich von der Gesamtgesellschaft ab, ein Alkoholkonsument in gemäßigten Rahmen dagegen fördert seine Intergration, weil es nunmal in unserem Umfeld fast immer als normal gilt, Alkohol zu sich zu nehmen.
Bier/Radler/Wein/Weinschorle sind so normal wie Cola & Kaffee. Wer sich allerdings eine Tee oder ein Wasser bestellt, wird schon schief angelinst oder spielt mit dem Autoschlüssel.
Ich trinke selbst gerne Niederprozentiges (Bier, Wein), verabscheue aber Schnäse jeder Art. Beim Griechen werde ich dann blöde Angesehen, weil ich diesen Drecks-Uszo nicht trinke!
Da gab es auch etliche Studien, in denen drin stand, dass geringe Mengen von Alkohol regelmäßig konsumiert sogar gesundheitsfördernd sein sollen. Was stimmt denn nun?
Diese berühmte Studie hat sich nachträglich als falsch herausgestellt (was natürlich nie an die große Glocke gehängt wurde). Bei besagter Studie ging es sich um den Konsum von Wein und seiner Auswirkung auf die Gesundheit. Danach kam man zu dem Schluss das ein Glas Wein gesundheitsfördernd sein kann (das ist es wohl worauf du dich beziehst).
Diese Studie wurde aufgrund einer statistisch relevanten Korrelation zwischen Weinkonsum/Lebenserwartung & Gesundheit aufgebaut, leider haben die "Forscher" jedoch bei ihrer Auswertung einen groben Statistik-Fehler begangen:
Personen die in einem gefestigten und wohlhabenden sozialem Umfeld wohnen neigen viel häufiger dazu nur ein Glas (bzw. relativ wenig) und dann meist auch nur Wein zu trinken. Dieses wohlhabende soziale Umfeld bringt jedoch automatisch schon einen gesünderen Lebensstil mitsich (ausgewogeneres Essen, Hygiene, Doktoren etc.), der letztendlich auch für die höhere Lebenserwartung und Gesundheit verantwortlich ist.....und nicht wie angenommen das Glas Wein.
Das wusste ich noch nicht. Dann ziehe ich die Aussage natürlich zurück und behaupte das Gegenteil :D
Gruß
Morgoth
']Diese "Gruppenzwang-Begründung" halte ich persönlich für absoluten Schmarn!
Ich schliesse daraus, dass du eben nicht die Erfahrung gemacht hast, nicht das zu tun, was alle tun. Ich trinke nie Alkohol. Das heisst: fast nie. Zum Beispiel an Silvester: probier da mal jemandem klar zu machen, dass du einfach nix trinken willst. Glaub mir: die Gesellschaft lässt dich da nicht in Ruhe! Da mir das verleidet, trinke ich dann halt ein Gläschen.
Oder nehmen wir als Beispiel die Schule: wenn da eine Party ist etc, wird man immer aufgefordert, auch etwas zu trinken. Das ist wirklich bock-mühsam! Das kannst mir glauben. Oder an der Maturareise: da kommts dann wieder: "auch wenn du sonst nie etwas trinkst, jetzt musst du doch. Ist schliesslich Maturareise...bla bla". Das kotzt echt an. Ich bin mir aber immer treu geblieben (ausser Silvester), was wirklich nicht einfach ist. Und ich kann mir viele Leute vorstellen, die dem Druck einfach nicht standhalten und dann halt doch mittrinken. Man will ja dazu gehören...
Oder anderes Beispiel: schau dir mal Freundeskreise (im kleineren Sinne, mehr Cliquen von um die 5 Leuten) an und beobachte deren Rauchverhalten. Also so wie ich das sehe ist das in der Regel homogen. Entweder rauchen alle oder keiner. Und das kann also wirklich kein Zufall sein! Beim Alkohol ist es ähnlich: in einer Clique, deren Mitglieder sich am Wochenende versammeln um sich zu betrinken (ja, solche die das Ziel haben, sich vollaufen zu lassen; nicht nur ein zwei Gläser Wein des Geschmackes wegen), wirst du nie und nimmer einen nicht-Alkohol-Konsumenten finden. Und ich behaupte jetzt einfach, dass nicht der Alkohol, sondern die Gruppe zuerst existierte. Woraus sich ergo folgern lässt, dass Gruppenzwang und Alkohol eben doch zusammenpassen...
von mir volle Bestätigung in allem! Geht mir genauso...
/edit: Es ist völlig überflüssig, den gesamten post über dem eigenen zu quoten. Deshalb von mir wegeditiert! edit end/
Stark, noch so ein Abstinenzler! :D
Ja, manchmal ist es nicht einfach. Die meisten glauben einfach, sie tun den Anti-Alks einen Gefallen, wenn sie ihn zu einem Gläschen hier und da überreden. Schließlich wirkt es ja auch bei ihnen...
Beim Alkohol ist es ähnlich: in einer Clique, deren Mitglieder sich am Wochenende versammeln um sich zu betrinken (ja, solche die das Ziel haben, sich vollaufen zu lassen; nicht nur ein zwei Gläser Wein des Geschmackes wegen), wirst du nie und nimmer einen nicht-Alkohol-Konsumenten finden.
Kann ich selber bestätigen.
Aber es hat niemand ernsthaft Interesse daran, an dieser Situation etwas zu ändern. Warum auch? Die Trinker (auch Gelegenheitstrinker) sind zufrieden, den Steuersäckel freut's und die Nicht-Trinker bleiben unter sich und sagen dazu nichts.
[focusbiker]
27.05.2004, 15:50
Ich schliesse daraus, dass du eben nicht die Erfahrung gemacht hast, nicht das zu tun, was alle tun. Ich trinke nie Alkohol. Das heisst: fast nie. Zum Beispiel an Silvester: probier da mal jemandem klar zu machen, dass du einfach nix trinken willst. Glaub mir: die Gesellschaft lässt dich da nicht in Ruhe! Da mir das verleidet, trinke ich dann halt ein Gläschen. [..]
Oder anderes Beispiel: schau dir mal Freundeskreise (im kleineren Sinne, mehr Cliquen von um die 5 Leuten) an und beobachte deren Rauchverhalten. Also so wie ich das sehe ist das in der Regel homogen. Entweder rauchen alle oder keiner. Und das kann also wirklich kein Zufall sein! Beim Alkohol ist es ähnlich: in einer Clique, deren Mitglieder sich am Wochenende versammeln um sich zu betrinken (ja, solche die das Ziel haben, sich vollaufen zu lassen; nicht nur ein zwei Gläser Wein des Geschmackes wegen), wirst du nie und nimmer einen nicht-Alkohol-Konsumenten finden. Und ich behaupte jetzt einfach, dass nicht der Alkohol, sondern die Gruppe zuerst existierte. Woraus sich ergo folgern lässt, dass Gruppenzwang und Alkohol eben doch zusammenpassen...
Naja, ist halt immer die Frage, mit wem man weggeht. Wenn ich mit meinen Kumpels losziehe und einer muß fahren, dann wird der nicht den ganzen Abend belächelt nach dem Motto: "Hehe, du darfst nichts trinken! Bätsch!" Eher im Gegenteil, derjenige der fährt, erhält den ganzen Abend unalkoholische Getränke von den anderen für lau.
Es kommt wirklich auf die Leute drauf an. Wir haben sowohl Raucher als Nichtraucher in der Clique, ebenfalls Leute, die kaum bis gar nichts tinken. Wo ist das Problem? Wenn jemand nichts trinkt, nörgele ich doch an dem rum, dass er sich doch bitte endlich mal die Birne vollhauen soll, andernfalls erwarte ich dies auch von meinen Freunden, dass die sich genauso verhalten! Toleranz ist das Maß der Dinge! :)
Anders sieht es natürlich mit "entfernten" Bekannten, die man nur hin und wieder auf diversen Festlichkeiten sieht, da stößt man dann schon mal auf Unverständnis, wenn man nichts trinken will, da muß ich dir Recht geben, das ist mir dann, wenn ich mal nichts tinken möchte, relativ Schnuppe, was die sagen....
Das ist meistens so, wie FH16 sagte... aber eher unter Jugendlichen, würd ich meinen. Oder eght es gerade darum?
In meinem Freundeskreis (keiner unter 27), wird es respektiert, wenn einem nicht nach Saufen oder Rauchen zumute ist. Egal zu welcher Gelegenheit.
Witzig ist, daß nach und nach alle aufhören zu rauchen. Ich habe 10 Jahre geraucht und bin seit etwa 3 Jahren frei davon. Und wie eklig das jetzt ist, dieses Zeug aus der Entferung auch nur zu riechen!
Beim Alk ist es so, daß ich auch wesentlich mehr getrunken habe, als ich jünger war (15-22/23). Ich hatte eine echt heftige Zeit, in der ich meinem Körper allerhand zugemutet habe... auch aufgrund Gruppenverhaltens.
Zum Glück durfte ich wenigstens ein bißchen weiser werden... ;)
Dope4you
01.06.2004, 21:23
Hallo
Na das ist doch mal ein netter Threat, hab den erst jetzt gefunden. Sind ja schon gut Aussagen gemacht worden bezüglich Alkohol. Das das Zeug in unseren Kulturkreis gehört, das ein Gläschen nix macht, das nur der wo billigen Fussel trinkt Alkoholiker ist, man trinkt den Wein wegen dem Geschmack und nicht wegen der berauschenden Wirkung........
Alkohol ist eine Droge-genau so wie Kokain,Nikotin und noch viele andere Sachen auch. Wenn ich eine Droge zu mir nehme muß ich mir immer einen Grund suchen um das Körperschädliche Verhalten mir selbst gegenüber zu rechtfertigen. Ich finde auch den Geschmack von frischem Hanf so angenehm, ich rauch das ja nur wegen dem Geschmack und nicht wegen dem THC.......... :)
Wer Alkohol trinkt nimmt eine Droge zu sich und in wie weit er süchtig ist muß er selbst entscheiden. Wenn ich obrige Aussagen bezüglich Geschmack lese ist mein erster Tipp: Laß mal 6-7 Monate das Zeug stehen, einfach so!, wenn du das nicht kannst könnte das bereits der Anfang eines Problem sein. (Warum du es stehen lassen sollst, ganz einfach weil du es kannst....hoffe ich)
Alkohol ist nur desshalb so beliebt weil es eine der wenigen legalen Drogen ist, und für jeden finanzierbar ist (Pulle Schnaps beim Aldi 3-4 Euro, oder)
Jegliche Verharmlosung einer Droge sollte einem zu denken geben. Sorry Leute, aber bei Alk ist bei mir Schluß. Ich kann das Zeug nicht abhaben und bin auch für ein absolutes Alkohol VERBOT, warum wird Hanf verboten (Nachweislich weniger schädliche Auswirkungen wie Alk) und die Volksdroge Alkohol ist erlaubt, bzw. wird vom Staat sogar noch mit Subvensionen gefördert.
PuppetMaster
01.06.2004, 21:36
Als Erklärungsversuch gilt vielleicht, dass Alkohol ist eine der ältesten Drogen, zumindest in unseren Breitengraden, ist und vorallem auch einer der am weitesten verbreiteten. Ein Alkohlverbot hat sich zumindest mit der Prohibition in den USA nicht durchgesetzt.
Zitat Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Prohibition):
Zweck der Prohibition war es:
* das Verbrechen zu reduzieren
* die Armut zu verhindern
* die Sterblichkeitsrate zu verringern
* die Wirtschaft zu verbessern und
* die Lebensqualität zu steigern
Erreicht wurde dadurch:
* das Ansteigen der Kriminalitätsrate bei
o Morden in großen Städten um 78 %
o schweren Verbrechen um 13 %
o Fällen der Trunkenheit am Steuer um 81 % (wobei hier allerdings der gleichzeitige Anstieg der Zahl der überhaupt vorhandenen Autos berücksichtigt werden muss)
o anderen Delikten um 9 %
* dass der Alkoholkonsum stieg durch
o illegale Kneipen (nur Mitglieder kommen rein)
o Trinken von den leichter illegal zu transportierenden Spirituosen anstelle von Bier oder Wein.
o vermehrten Verkauf von medizinischem (95 %) Alkohol um 400 %
o gesteigerten Verkauf von unsauber destilliertem, giftigem Alkohol von 1 % auf 4 %
o Wegfall der staatlichen Einnahmen aus Alkoholsteuern, stattdessen Finanzierung der Mafia durch harmlose Bürger.
Dope4you
01.06.2004, 23:16
Hallo
Könnte man da nicht den Umkehrschluß auf alle Drogen machen?
Sollte man dann nicht alles Legalisieren?
Warum nicht Alkoholverbot für Jugendliche unter 21?
Find es erschreckend wenn ich 13-14 jährige mit ner Bierdose in der Hand sehe.
Doch die liebe Regierung will lieber die Kohle anstatt die Jugend zu schützen. Sieht man am besten an dem neuen Alkoposgesetz. Die Dinger dürften laut Gesetz an Personen unter 18 nicht verkauft werden, anstatt den Händlern/Dealern kräftige Strafen aufzubrummen, wird ne Steuer drauf gedonnert um noch mal abzukassieren, bzw reiche Jugendliche können ja weiter saufen. Hätte man jedem Händler eine Strafe angedroht (20000 Euro zB) dann hätte man mehr erreicht wie durch eine Steuererhöhung. Und wie gesagt der verkauf an Personen unter 18 ist sowieso illegal.
Alkohol ist doch die beste Droge für den Staat, besoffene Bürger machen keine Revolution :) solange du Ihnen Akl gibst.
Die Dinger dürften laut Gesetz an Personen unter 18 nicht verkauft werden, anstatt den Händlern/Dealern kräftige Strafen aufzubrummen, wird ne Steuer drauf gedonnert um noch mal abzukassieren, bzw reiche Jugendliche können ja weiter saufen. Hätte man jedem Händler eine Strafe angedroht (20000 Euro zB) dann hätte man mehr erreicht wie durch eine Steuererhöhung. Und wie gesagt der verkauf an Personen unter 18 ist sowieso illegal.
Und wie gedenkst du das zu kontrollieren? Unter der von Puppetmaster angesprochenen Prohibition wurde Alkohol für die ganze Bevölkerung verboten unter Androhung von hoher Strafe und das hat nicht funktionert. Alkohol-Abgabe an nicht volljährige (nur ein Teil der Bevölkerung) ist bereits verboten aber lässt sich ebenso wenig effektiv kontrollieren und da würde auch eine drakonische Strafe nichts daran ändern da diese wiederum nur Einzelfälle trifft (und nach unserer Rechtsauffassung auch noch unproportional wäre)
Eine Steuer trifft hingegen jeden und es gibt keinen Weg dieser "Strafe" zu entgehen. Sicher werden damit auch Volljährige getroffen, aber ich bezweifle das unser Staat damit ein so großes Problem hat...
Dope4you
02.06.2004, 09:16
Hallo
WIe man das Kontrolieren kann, ganz einfach, genau so wie in den USA den Zigarettenverkauf. Versuch mal in den USA einen Jugendlichen zum Kippen holen zu schicken :) Die Amerikanischen Behörden machen Testkäufe mit Jugendlichen, und wenn der Ladenbesitzer dem Jugendlichen eine Malboro verkauft zahlt er schweine Kohle und im 2.Regelverstoß ist er seine Lizens los.
Bei uns wird ja nicht mal getestet oder informiert, die Tussi an der Tanke weiß ja meistens garnicht das die Alkopops nicht schon ab 16 verkauft werden dürfen, warum auch dem Besitzer entgeht ja Kohle wenn er es erst ab 18 verkauft. In anderen Bereichen funkt das ja auch, versuch mal einen 16 jährigen in eine Spielbank zu schicken, klappt nicht weil Ausweis verlangt wird.
Nur diese Steuer ist mit dem besonderen Hinweis eingeführt worden:"Schutz der Jugend". Doch welche Jugend wird geschützt? Ist ein Jugendlicher mit genug Taschengeld nicht mehr Schützendswert? Oder wie kann man das verstehen? Hast du genug Geld um die Steuer zu zahlen dann ist Alkoholmißbrauch unter 18 nicht so schlimm? Das ist doch nur eine Methode gewesen um Geld zu verdienen, und die leeren Staatskassen zu füllen. Richtiger Jugendschutz würde die VERANTWORTLICHEN Erwachsenen in die Pflicht nehmen, ergo müßten auch die mit Starafen rechnen wenn Sie unsere Jugend nicht schützen.
Ich wette mit dir wenn der Besitzer mit Strafe rechnen müßte, würden die ganz schnell anfangen sich die Ausweise zeigen zu lassen.
Dope4you
Wenn ich obrige Aussagen bezüglich Geschmack lese ist mein erster Tipp: Laß mal 6-7 Monate das Zeug stehen, einfach so!, wenn du das nicht kannst könnte das bereits der Anfang eines Problem sein. (Warum du es stehen lassen sollst, ganz einfach weil du es kannst....hoffe ich)
Das habe ich schon mal getan, zwar nicht 6 o. 7 Monate, sondern 2, aber es hat geklappt. "Besser" habe ich mich danach aber nicht gefühlt, jedoch auch nicht schlechter. Halt wie immer.
Ich denke mal, ich bin ein schlechtes Beispiel für das Thema Alkohol :D
Könnte man da nicht den Umkehrschluß auf alle Drogen machen?
Sollte man dann nicht alles Legalisieren?
Nein, denn wie schon einmal gesagt gehört der Alkohol einfach zu unserem Kulturkreis, die meisten Menschen können mit seinem Konsum umgehen.
Bei vielen anderen Drogen ist das nicht so. Besonders die harten Sachen sind für uns sehr gefährlich, weil unser Körper nicht darauf vorbereitet ist. Tatsächlich besitzen wir in unseren Breitengraden erstaunliche Fähigkeiten, Alkohol abzubauen; das hat sich im Laufe der Jahrtausende die Evolution so ausgedacht; in anderen Kulturen ist das nicht so, die kommen dagegen mit Kokain o. ä. wunderbar klar.
Was ich aber immer wieder fesstelle, dass Alkoholgegner leicht zu extremen Mitteln greifen möchten (grundsätzliches Verbot) und selten die Alkoholgenießer tolerieren. Ich wurde schon mal auf einer ABI-Party (!) von einem Antialkoholiker angemacht, warum ich denn trinken würde.
Dagegen habe ich noch nie einen Genießer gesehen, der auf Teufel-komm-raus einen Anti dazu bewegen möchte, doch auch endlich mal einen zu trinken.
Sind wir Genießer vielleicht ein wenig lockerer? ;)
Gruß
Morgoth
Dope4you
02.06.2004, 10:55
Hallo
Na das mit dem Anmachen, ist wohl wie bei den Rauchern, ich werd wegen dem Rauchen auch immer von Nichtrauchern angemotzt :) Mir würde aber nie einfallen zu versuchen einen Nichtraucher zum Rauchen zu überreden.
Wenn du es geschafft hast mal eine Zeit NIX zu trinken und das ohne Probleme ging, sag ich nur : "Glückwunsch". Ich kenne genug Fälle die leider diese "Stärke" nicht mehr haben, aber weil Alkohol ja legal ist und in unserer Gesellschaft dazu gehört wird denen meist garnicht klar das sie ein Suchtproblem haben.
Was ich will, ist auf garkeinen Fall jemanden das Trinken zu vermiesen (Früher hatte ich 18-28 auch meine Feten-nur dann kam ein Ereignis welches mich "umdenken" hat lassen), Ich will nur das es Jugendlichen schwerer gemacht wird an Alk zu kommen.
Es kann ja nicht angehen das 16 jährige mit IHREN Eltern im Bierzelt sitzen und der Papa ganz stolz erzählt das sein Sprößling schon eine ganze Maß trinken kann.
(Gleichzeitig kriegt selbiger "Vater" einen Herzkasper wenn der junge mal einen Joint raucht)
Jugendliche haben keine Bedenken mit Alk, weil schon die Eltern ohne irgendwelche Gedanken den Genuß von Alk vorleben. Warum sollte sich ein Jugendlicher was denken, wenn Papi auch dauernd trinkt (Betriebsfeier, Sylvster, Geburtstag, Fußball schauen, Feierliche Anläße, Beerdigungen,............)
Hier finde ich das die Erwachsenen an der Reihe sind, warum sagt keiner was wenn der 14 jährige Pimpf an der Tanke sich seinen Alkopop holt? Einfach zur Kassiererin sagen:" Hey gute Frau wenn du dem Kleinen das Zeug verkaufst machst du dich strafbar!" Ich würde es GUT finden wenn in ein paar Jährchen einer das machen würde wenn meine Kleinen an einer Tanke stehen würden.
Ich hoffe zwar das sie von sichaus das nicht nötig haben, sich Alk zu kaufen um eine Gute Zeit zu haben, aber was weiß man schon im voraus.
Falls ich mich so angehört habe das ich allen Alk verbrennen will, dann sorry!
Ich will etwas mehr Verantwortungsbewustsein bei den Erwachsenen, und etwas mehr Schutz für unsere Kinder.
Dope4you
PS: Auch als Nichttrinker hast du das Problem das dich Trinker zum Alk überreden wollen (Nach dem Motto, komm ist doch mein Geburtstag da kannste schon einen trinken, jetzt steht er schon da der Schnaps trink halt einfach aus.....)
Ooo, ich hab zwischendrin immer mal Phasen, während derer es längere Zeit keinen Alk gibt... und wenn man dann mal wieder richtig einen drauf macht, kann das ein böses Erwachen geben. Da ist der Körper an die Entgiftung einfach nicht mehr gewöhnt und reagiert auf den Abbau des "schlechten" Alkohols Methanol viel aggressiver.
Deshalb ist es gar nicht verkehrt, ab und an ein Gläschen Wein zu trinken oder abends mal ein Bierchen, damit die Leber und die anderen Organe das Entgiften nicht verlernen. Saufen ist immer schlecht, aber in den richtigen Dosen ist Alkohol sogar gesund.
Dope4you
02.06.2004, 11:30
Hallo
Also die Aussage das man was trinken soll damit die Organe das Entgiften nicht verlernen ist GUT.
Das Wort Entgiften kommt ja schon von Gift, ist in etwa so als wenn ich sage ich hau mir ab und an mit einem Hammer auf die Pfoten damit der Körper den Schmerz nicht verlernt. Du schüttest also Gift/Alk in dich, damit deine Organe richtig funktionieren? Nette Methode !
Und das mit der Aussage das Alk in gewissen Mengen Gesund ist wurde bereits Oben als falsch klargestellt. Die Herzschützende-Wirkung z.B. liegt an den Stoffen die auch im roten Traubensaft enthalten sind, und die gesundheitlichen Vorteile mit längerer Lebenserwartung werden Oben korrekt beschrieben.
Dope4you
PS: Es gibt eine Studie das Rauchen in geringer Dosis gesund ist, das bezieht sich aber auf das Nikotin (Fördert die Hirnleistung und einiges andere), die Nebenstoffe des Rauches sind weiterhin Gesundheitsschädlich. Und zu jeder Studie findest du sicher genausoviele Gegenstudien. Nur eins hast du selbst gesagt Alk ist Gift, daher Entgiftung des Körpers
Ja, ein Gift, mit dem die Menschen in unserem Kulturkreis bestens klarkommen, weil sie dazu genetisch ausgerüstet sind.
Andere Menschen (Indianer, wenn ich mich nicht irre) können das nicht. Die haben dafür andere Drogen.
Sagte ich aber schon.
Gruß
Morgoth
Dope4you
02.06.2004, 12:06
Bestens klarkommt?
Alkoholismus
In Deutschland hat sich der Alkoholverbrauch seit 1950 etwa vervierfacht. Heute – mit einem durchschnittlichen Alkoholkonsum von ca. 10 Litern reinem Alkohol je Einwohner und Jahr belegt Deutschland im internationalen Vergleich einen
der vorderen Plätze. Beim Bier-Verbrauch werden die Deutschen beispielsweise nur noch von den Tschechen „geschlagen". Die Folge: Etwa 2,5 Millionen Bundesbürger sind alkoholkrank – die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Laut einer Studie von 1998 hat nahezu jeder Siebte Alkoholprobleme. Noch sind es mehrheitlich Männer, die von der Krankheit betroffen sind. In den letzten Jahren ist jedoch der Frauenanteil von 10% auf rund 30% angestiegen. Nach wie vor stellt die Alkoholabhängigkeit die bei weitem häufigste Suchterkrankung in Deutschland dar.
Jeder 7. hat ein Problem!! Und bei der Dunkelziffer kann man bis zu jeder 5. rechnen. 20% kommen damit scheinbar nicht so ganz KLAR. Nur weil ein Gift/Stoff in einem Kulturkreis bekannt ist oder legal ist heißt das noch lange nicht das dieser Stoff gut ist für den Kulturkreis.
Zu den Indianern:
Der Alkoholismus und seine Behandlung
Zwar meiden viele Stämme den Alkohol aus religiösen oder moralischen Gründen, für manche Indianer aber bringt das gemeinsame Trinken ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und des »Indianerseins« mit sich. Andere trinken, um den unüberwindlichen Problemen der Isolation, Diskriminierung und Armut zu entrinnen. Als aber der Tribut, den der Alkohol forderte, bedrohlicher wurde, haben die Indianer darauf reagiert, und zwar nicht nur mit den gängigen Gruppenhilfsprogrammen wie den Anonymen Alkoholikern, sondern auch mit Maßnahmen, die mehr mit ihrer eigenen Kultur zu tun hatten. Die Aufgabe, den Status der indianischen Nation wiederherzustellen, hat dazu beigetragen, die Gemeinschaft auch im Hinblick auf jene wiederaufzubauen, die ihren Stolz und ihre Selbstachtung verloren haben. Von noch größerer Bedeutung ist, daß zur indianischen Form der Behandlung des Alkoholismus oft eine Rückkehr zu den spirituellen Traditionen gehört. Der ursprüngliche Reiz des Alkohols beruhte mit einiger Wahrscheinlichkeit darauf, daß mit seiner Hilfe spirituelle Erfahrungen gemacht werden konnten. Es scheint daher nur angemessen, daß Jahrhunderte später die indianische Spiritualität einen Weg anbietet, der einen Ausweg aus der durch übermäßiges Trinken angerichteten Zerstörung bietet.
So kann man in der Problematik der Indianer auch einen Vergleich in unsere Gesellschaft finden. (Gründe des Trinkens)
Es ging mir um die körperlichen Vorraussetzungen, dass unser Körper den Alkohol sehr gut abbauen kann. Ob das jetzt die Indianer waren, weiß ich nicht, aber es gibt Kulturen, die den Alkohol nur schlecht oder gar nicht verarbeiten können.
Gruß
Morgoth
Dope4you
02.06.2004, 12:45
Sind glaub ich die Japaner die ein Problem mit der Verarbeitung haben.
@ Dope
Ich habe das auf den Alkohol bezogen. Und Vergleich mit dem Hammer hinkt ohne Ende; wobei sogar das richtig ist, Schmerztoleranz kann man so nämlich tatsächlich trainieren... nur nicht, wenn man sich zu fest draufhaut.
Und beim Alkohol ist es nunmal so, daß wir Menschen (nicht alle) den Alkohol, je nacht (Methanol, Ethanol) gut vertragen. Der Abbau in den Organen von Ethanol läuft nahezu problemlos, nur der giftigere, schwer verträgliche Methan-Alkohol wird nicht gut vertragen.
Und was die Stoffe angeht: auch Alkohol ist ein solcher Stoff, davon habe ich gesprochen, der, in geringen Mengen der Leber zugeführt, selbiges Organ an den Umgang damit gewöhnt.
Daß das bei Alkoholikern anders ist, ist doch klar! Auch bei Zigaretten ist das wirklich schädliche der Teer. Nikotin gehört zur Stoffgruppe der Alkaloide wie auch Kokain und viele andere.
Unser Körper verträgt einiges, solange man ihm nicht zuviel zumutet.
Den Japanern bspw fehlt ein Enzym, mittels dessen sie den Alkohol gut abbauen könne, daher sind sie nach ein oder zwei Bier ratzedicht.
bitfunker
02.06.2004, 13:17
Nur eine Frage nebenbei: Wie hat man das eigentlich aufzufassen, das Du als Anti-Alkoholiker den Nick Dope4You hast? Deine Aussagewarum wird Hanf verboten läßt mich da was vermuten...
PuppetMaster
02.06.2004, 13:28
Na das mit dem Anmachen, ist wohl wie bei den Rauchern, ich werd wegen dem Rauchen auch immer von Nichtrauchern angemotzt :) Mir würde aber nie einfallen zu versuchen einen Nichtraucher zum Rauchen zu überreden.
Wenn du zwei Bier trinkst, bekommt dein Nachbar nix von dem Alkohol ab. Wenn du rauchst, muß er zwangsläufig das Gift mit einatmen.
Dope4you
02.06.2004, 13:57
Wenn ich nach dem Rauchen mich ins Auto hocke bin ich keine Gefahr für die Allgemeinheit, wenn der Autofhrer das tut schon. Ich bin Aussendienstler und du glaubst garnicht wie oft ich an Autobahnraststätten Autofahrer ein Biertrinken sehe (Da kommste ohne Auto nicht weg von da!)--Motz ich die Typen dann gleich an?
Und wenn ein Wirt erlaubt das in seinem Lokal geraucht werden darf, mußt du als Nichtraucher diese Kneipe ja nicht besuchen. Es zwingt dich ja keiner in ein Lokal zu gehen wo geraucht wird. Der Wirt hat Hausrecht und ER erlaubt den Leuten in seinem Lokal zu rauchen-ergo würde ich als Nichtraucher dieses Lokal nicht aufsuchen-gibt ja auch Nichtraucherlokale. Aber es ist deine Freie Entscheidung. Wenn ein Raucher an einem Nichtraucherort raucht, dann gib Ihm saures, aber nicht wenn er in einer Raucherumgebung raucht.
Saufen ist immer schlecht, aber in den richtigen Dosen ist Alkohol sogar gesund.
Das Thema hatten wir schon ein paar Seiten weiter vorne und für die Aussage das Alkohol gesund wäre gibt es weder medizinische noch empirische Beweise.
Des weiteren ist es bemerkenswert mitanzusehen wie die verschiedenen Parteien alle versuchen ihre jeweilge Sucht zu relativieren und zu verharmlosen. In meinen Augen ist die ganze Bandbreite von Alk bis zum Heroin nur eine Geißel der Menscheit.
Da ich aber durchaus realistisch bin und der Tatsache ins Auge sehe das sich diese Einstellung nicht all zu schnell verbreiten wird stehe ich ebenfalls auf dem Standpunkt das eine Sucht die andere nicht betrifft immer noch am besten ist. Leider ist das so gut wie keine: Raucher belasten ihre Mitmenschen durch den Qualm, Betrunkene überfahren Leute usw.
Aus diesem Grund stehe ich im übrigen auch auf dem Standpunkt das z.b. bei einem Betrunken immer die volle Schuldfähigkeit erhalten bleiben sollte, schließlich hat er sich wissentlich betrunken und es hat ihn niemand gezwungen.
Und hier der Link, den ich gesuchte hatte:
Schrumpfende Gehirne (http://www.heise.de/tp/deutsch/html/result.xhtml?url=/tp/deutsch/inhalt/lis/16255/1.html&words=Mengen%20Alkohol) und der Grund, warum das Trinken von Rotwein in mäßigen Mengen bei einer Tendenz zu Gefäßverengungen gesund sein kann: In vino sanitas (http://www.heise.de/tp/deutsch/html/result.xhtml?url=/tp/deutsch/inhalt/lis/11402/1.html&words=Mengen%20Alkohol)
Dem aufmerksamen Beobachter wird nicht entgehen, dass es zwei gleiche Quellen sind, aber wer anderswo Material findet, sollte das nicht einbehalten ;)
Im übrigen haben wir in Europa das Problem Alkohol schon ganz gut angepackt:
Die Herstellung der Getränke ist weder aufwendig, noch teuer. Der Staat verdient sehr gutes Geld daran, dass das unstillbare Verlangen nach Alkohol auch entsprechend bezahlt wird. Zwar gibt es noch Geschäfte und Gegenden, in denen man für Wasser z.B. mehr bezahlen muss, als für Bier, aber daran wird noch gearbeitet.
Da aber die (privaten, beruflichen und insbesondere psychischen) Folgen des bundesweiten Alkoholkonsums deutlich schwerer zu erkennen sind, als z.B. bei Heroin, Tabak und anderen Kräutern, wird das Problem relativ unterschätzt. Zwar gibt es überall Selbsthilfegruppen, dick Steuern auf den harten Getränken und jetzt auch verstärkt Gesetze gegen die Alcopos, aber dennoch sprechen die Zahlen, die dope4you schon oben brachte, für sich.
Schlimm an sich finde ich den Konsum nicht: Wir leben im 21. Jahrhundert, sind alle vernünftig und sollten für uns selbst verantwortlich sein. Daher kann jeder selbst entscheiden, was er mit seinem Leben anstellen will. Sei es eine Karriere machen, Familie gründen oder jedes Wochenende trinken. Nur das Problem bleibt, dass es hier einen gewissen Zwang seitens a. Familie, b. Freunde, c. Gesellschaft, d. Werbung und Sonstigem gibt, da Alkohol wirklich schon überall akzeptiert ist.
Und wer meint, dass er sich andere Freunde suchen solle, wenn er es satt hat, ständig "Nein" zum Alkohol sagen zu müssen, der sollte sich zumindest einmal Gedanken darüber machen, was das Wort "Freundschaft" für ihn bedeutet.
Das ganze Thema würde mich persönlich kaum interessieren. Nur komme ich ständig mit diesem Stoff in Kontakt, obwohl ich das gar nicht will. Letztens erst noch sah ich ein Auto gegen Mitternacht auf der Strasse Schlangenlinien fahren, ich war auf dem Rad. Und ich war froh, dass ich mit dem Rad und nicht selbst mit dem Auto gefahren bin. Anderes Beispiel: Auf wirklich jedweder Form von Party, überall, wird man damit konfrontiert. Und ewig Nein sagen oder fernbleiben, weil man dem überdrüssig wird, ist auch keine zufriedenstellende Lösung.
1) Das Thema hatten wir schon ein paar Seiten weiter vorne und für die Aussage das Alkohol gesund wäre gibt es weder medizinische noch empirische Beweise.
2) Aus diesem Grund stehe ich im übrigen auch auf dem Standpunkt das z.b. bei einem Betrunken immer die volle Schuldfähigkeit erhalten bleiben sollte, schließlich hat er sich wissentlich betrunken und es hat ihn niemand gezwungen.
zu 1) Ich meinte damit nicht "gesund" im eigentlich Sinne, sondern dahingehend, daß geringe Mengen Alkohol das Abwehrverhalten der Leber verbessern. Und das ist durchaus erwiesen. Denn Alkohol, respektive alkoholische Genußmittel wie Wein etc sind eben solches: Genußmittel. Von Krankheiten hab ich nicht gesprochen. Und nicht jeder, der mal ein Bier trinkt, ist Alkoholiker.
2) Das ist auch so, zumindest so ähnlich. Es gibt den Straftatbestand des Vollrausches, § 323a StGB. Wegen Vollrausches wird danach bestraft, wer vorsätzlich oder fahrlässig alkoholische Getränke zu sich nimmt und im Zustand der Schuldunfähigkeit eine Straftat begeht, derentwegen er aufgrund der Schuldunfähigkeit nicht bestraft werden kann.
Im Übrigen gibt es auch das Rechtsinstitut der sog actio libera in causa. Soll heißen: bei der vorsätzlichen alic versetzt sich jemand vorsätzlich in Rausch, weil er glaubt, dann wegen Schuldunfähigkeit nicht bestraft werden zu können; dabei wird der Zustand der Schuldfähigkeit vorverlegt (nicht unumstritten), damit man den betreffenden trotzdem bestrafen kann; dann noch die fahrlässige alic: Bestrafung nur aus fahrlässigem Delikt.
Bisweilen wird gefordert, daß dieses ungeschriebene Institut nicht mehr angwandt wird, weil § 323a eigentlich genug Möglichkeit zum Handeln gibt.
bitfunker
02.06.2004, 18:12
Und wenn ein Wirt erlaubt das in seinem Lokal geraucht werden darf, mußt du als Nichtraucher diese Kneipe ja nicht besuchen.Super Sache. Ich kenne z.B. keine einzige Kneipe in meiner Stadt, in der es Nichtraucherzonen gibt, geschweige denn man nicht Rauchen darf. Super Alternative, muß ich schon sagen! :rolleyesWenn ich nach dem Rauchen mich ins Auto hocke bin ich keine Gefahr für die Allgemeinheit, Kommt darauf an, was du geraucht hast...
zu 1) Ich meinte damit nicht "gesund" im eigentlich Sinne, sondern dahingehend, daß geringe Mengen Alkohol das Abwehrverhalten der Leber verbessern. Und das ist durchaus erwiesen. Denn Alkohol, respektive alkoholische Genußmittel wie Wein etc sind eben solches: Genußmittel. Von Krankheiten hab ich nicht gesprochen. Und nicht jeder, der mal ein Bier trinkt, ist Alkoholiker.
Sei mir nicht böse, aber als medizinisch gebildeter Mensch, muss ich hier schlichtweg sagen: FALSCH!
Das Abwehrverhalten der Leber, wird mit jedem Schluck Alkohol verschlechtert.
Die Leber ist zwar sehr Widerstandsfähig und kann auch noch funktionieren, wenn 70% von Ihr kaputt sind (aus welchen Gründen auch immer). Aber drüber, sprich 71% ist Tuck im Buncker!
Was Du hier so erzählst ist schlichtweg, Blödsinn!
Tut mir leid!
Ich habe mich mit dem Thema Alkohol intensiv beschäftigt und darüber div. Fortbildungsseminare gehalten gerade bezüglich Alkohol im Straßenverkehr und Alkoholmissbrauch und dessen Folgen!
Ob Du es glaubst oder nicht, jeder Tropfen Alkohol schädigt!
Mir persönlich ist es Wurscht wieviel man trinkt. Nur sollte man sich Gedanken machen, wenn man jedes Wochenende betrunken ist. Dann hat man ein Alkoholproblem ob man es Wahrhaben möchte oder nicht!
Copy-Paste von Seite 5:
Diese berühmte Studie hat sich nachträglich als falsch herausgestellt (was natürlich nie an die große Glocke gehängt wurde). Bei besagter Studie ging es sich um den Konsum von Wein und seiner Auswirkung auf die Gesundheit. Danach kam man zu dem Schluss das ein Glas Wein gesundheitsfördernd sein kann (das ist es wohl worauf du dich beziehst).
Diese Studie wurde aufgrund einer statistisch relevanten Korrelation zwischen Weinkonsum/Lebenserwartung & Gesundheit aufgebaut, leider haben die "Forscher" jedoch bei ihrer Auswertung einen groben Statistik-Fehler begangen:
Personen die in einem gefestigten und wohlhabenden sozialem Umfeld wohnen neigen viel häufiger dazu nur ein Glas (bzw. relativ wenig) und dann meist auch nur Wein zu trinken. Dieses wohlhabende soziale Umfeld bringt jedoch automatisch schon einen gesünderen Lebensstil mitsich (ausgewogeneres Essen, Hygiene, Doktoren etc.), der letztendlich auch für die höhere Lebenserwartung und Gesundheit verantwortlich ist.....und nicht wie angenommen das Glas Wein.
@Leon: Tja, nur das Problem ist, dass jeder gesunde (also nicht-kranke) Mensch das nicht hören will. Weil: Das ist ein direkter Angriff auf Millionen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Parallel zu den Aufklebern der Zigi-Schachteln; auf jedem alkoholischen Getränk so ein weißer großer und rechteckiger Aufkleber mit schwarzem Rand:
Alkohol gefährdet ihr Kind bereits vor der Schwangerschaft. Oder: Alkohol kann zu einem schleichenden und schmerzhaften Tod führen. :D
Sahneknuffi
02.06.2004, 20:21
2) Das ist auch so, zumindest so ähnlich. Es gibt den Straftatbestand des Vollrausches, § 323a StGB. Wegen Vollrausches wird danach bestraft, wer vorsätzlich oder fahrlässig alkoholische Getränke zu sich nimmt und im Zustand der Schuldunfähigkeit eine Straftat begeht, derentwegen er aufgrund der Schuldunfähigkeit nicht bestraft werden kann.
Im Übrigen gibt es auch das Rechtsinstitut der sog actio libera in causa. Soll heißen: bei der vorsätzlichen alic versetzt sich jemand vorsätzlich in Rausch, weil er glaubt, dann wegen Schuldunfähigkeit nicht bestraft werden zu können; dabei wird der Zustand der Schuldfähigkeit vorverlegt (nicht unumstritten), damit man den betreffenden trotzdem bestrafen kann; dann noch die fahrlässige alic: Bestrafung nur aus fahrlässigem Delikt.
Und wie will man im Nachhinein nachweisen, dass der Vollrausch vorsätzlich angestrebt wurde?
olly3052
02.06.2004, 20:27
Dafür gibt es die netten Menschen von der Kripo ;)
Aussagen von Zeugen zb. oder ein wenig verplappert beim Verhör...
Gruß
olly
@Leon: nach Deiner Darstellung müsste ich tot sein :D
Jetzt lasst mir doch mein Laster! Ich fang echt gleich an zu weinen, wenn Ihr mir meinen Alkohol ausredet :heul
Um mal der sich langsam versteifenden Diskussion ein wenig Knieweich* zu verpassen:
Alkohol ist schädlich, das ist nun klar. Ebenso klar ist es aber auch, dass der Alkohol aus unserem Kulturkreis einfach nicht mehr wegzudenken ist, weil er sich im Laufe der Jahrhunderte gesellschaftlich etabliert hat, im Gegensatz zu anderen Drogen, die - auch Zigaretten - eher am Rande existieren.
Das Problem und eigentliches Thema dieses Threads ist doch aber der Alkoholismus. Der kann, wie könnte es anders sein, nicht vollkommen ausgerottet werden, aber minimiert.
Ich denke, darüber sollten wir wieder diskutieren, und nicht über die allgemeiner Schädlichkeit von Alkohol.
*Knieweich:
bedarf einer Erklärung. Knieweich ist ein Gebräu, dass ein Kumpel und ich in nächtelanger Kleinarbeit (OK, es war in einer Nacht, wir waren blau, und haben das aus der hohlen Hand gemixt, weil nichts anderes mehr da war) ausgearbeitet haben.
Seine Wirkung ist phänomenal: man schläft nach einer durchzechten Nacht wunderbar, der nächste Morgen ist frisch und klar, kein Kater, keine Übelkeit, egal, was man am Abend vorher für Benzin geschluckt hat.
Die Zusammensetzung:
Hälfte Cola, Hälfte O-Saft, gut vermischen. Danach 2 Fingerbreit Klosterfrau Melissengeist (vorher abmessen) hineingießen. Nicht mehr umrühren sondern sofort in einem Zug trinken.
Alternative zu Klosterfrau Melissengeist: Cpt. Morgan Rum, 73 Vol.-%, tuts auch, verträgt sich aber nicht in Kombination mit vorher getrunkenen Whiskys.
Gruß
Morgoth
Ich denke, darüber sollten wir wieder diskutieren, und nicht über die allgemeiner Schädlichkeit von Alkohol.
Weißt du Morgoth, ich lauf auch immer weg, wenn die Leute in meinem Bekanntenkreis sich darüber auslassen, dass zuviel Rumhocken vor dem PC zu allerlei körperlichen Schäden führen kann. Irgendwo haben wir ja alle unser Laster :D
Hast aber schon recht, Alkoholismus ist mit dem vernünftigen Verzehr von alkoholischen Getränken nicht zu vergleichen. Nur leider führt das eine zum anderen :(
Und wie will man im Nachhinein nachweisen, dass der Vollrausch vorsätzlich angestrebt wurde?
Man kann nicht alles haben...
Wie Olly schon sagte: Zeugen, Verplapperer der Delinquenten usw... es gibt Mittel und Wege.
@Leon: nach Deiner Darstellung müsste ich tot sein :D
Jetzt lasst mir doch mein Laster! Ich fang echt gleich an zu weinen, wenn Ihr mir meinen Alkohol ausredet :heul
Was heißt hier nach meiner Darstellung, berufliche Erfahrung!
Ob Du Dir die Birne wegsaufen willst oder es gut findest Alkohol zu trinken ist Deine Sache.
Weisst Du, mir ist es egal was die Leute in Ihrer Freizeit machen. Ich habe schon sehr viele Alkoholiker gefahren und in einem meiner Krankenhauspraktika auch betreut. Menschen die im Entzugsdelir sind und Hallozinationen haben oder die gerade dabei sind Quittengelb an Ihrem angesoffenen Leberkoma, jämerlich und ich meine wirklich jämmerlich zu Grunde zu gehen ist einfach nicht zu vergessen.
Genausowenig wie die vielen Familien die durch solche Eskapaden kaputt gegangen sind. Nochmal, ich habe nichts gegen Alkohol und auch nichts gegen einen kleinen Vollrausch. Nur regelmäßig sollte es nicht sein und Jugendlichen unter 16 Jahren sollte man zumindest versuchen in nahezubringen Alkohól zu meiden!
Ist halt meine Meinung!
Egal jeder wie er will und den Rettungsdienst gibt es auch noch! ;)
Achja Alkohol und Autofahren.....ganz schlecht, da werde ich RICHTIG unlocker!
perfekt!57
03.06.2004, 00:04
schließe mich an leon, klasse! bin ganz deiner meinung. und nicht mal der gelegentlich vollrausch muß sein.
deutschland und der alkohol?: es wird immer weniger getrunken - von immer mehr leuten.
[focusbiker]
03.06.2004, 11:27
Jaja, da muß ich euch zustimmen! :) Gegen ein Bierchen o. ä. hin und wieder ist nichts zu sagen, aber die Regelmäßigkeit sollte wirklich nicht vorhanden sein und einen absoluten Vollrausch mit Wissenslücken sollte man besser ganz vermeiden. Vom Fahren unter Alkoholeinfluß brauchen wir erst gar nicht anzufangen, bin eh der Meinung, dass in deutschen Landen die 0,0 Promillegrenze eingeführt gehört, aber dies wird wohl leider schwer durchsetzbar sein.
Das einzige was mir jetzt noch bleibt sind folgende Fragen:
Wie wollt ihr den Jugendlichen klarmachen, dass sie keinen Alkohol trinken sollen, wo es ihnen doch von den Erwachsenen vorgemacht wird?
Wer will kontrollieren, dass kein Stoff an U16er verkauft wird, in Anbetracht der Tatsache, dass die Händler dies nicht tun?
Warum tut der Staat so gut wie nichts dagegen, obwohl der Verdienst am Alkohol durch die Krankenkassenkosten "aufgefressen" werden wird?
Wo sind die Schulen mit ihrer Vorbildfunktion? Habt ihr in der Schule den Satz gehört: Trinkt nicht so viel Alkohol?
Warum ist das Thema Alkohol in der Gesellschaft absolutes Tabu? Daraus folgt die Frage, warum Alkis eher belächelt als bemitleidet werden?
Fragen über Fragen! ;)
@Leon: Der Rettungsdienst muß ja auch was zutun haben! ;) :D
Dope4you
03.06.2004, 13:28
Hallo
Was sollen den die Lehrer in der Schule sagen? Trinkt keinen Alk, raucht nicht, treibt Sport......, und dann siehste die Typen im Lehrerzimmer hocken und sich zuqualmen, auf dem nächsten Volksfest am Lehrertisch einen Krug nach dem anderen heben und selbst sich mit120 kg hinters Pult zu klemmen!
Und mal ehrlich, ist für das ganze Alk, Rauch Gespräch nicht eigentlich das Elternhaus zuständig? Nur da wird halt wenig draus wenn die Kinder den Papi jedes Wochenende breit in der Gegen liegen sehen. Und mit der Kippe in der Hand zu sagen : "Du sollst nicht rauchen" wirkt auch nicht besonders.
Schule ist eine Bildungseinrichtung, keine Erziehungsanstalt! (Das gilt nicht für Grundschulen). Wir soll(t)en dort etwas lernen, aber für den vernünftigen Umgang mit Drogen aller Art, dafür sind ausschließlich unsere Eltern zuständig. Und wenn Papa sich halt einmal in der Woche die Birne wegsäuft und Mama mit einem Gläschen Rotwein besser einschlafen kann, dann ist derjenige sowieso schon auf dem richtigen Weg.
Und deine anderen Fragen wurden schon mehr oder weniger "oben" beantwortet ;)
Ihr habt gerade sowas wie die "Vorbildfunktion" angesprochen:
Wenn Papa sich jedes Wochenende (es muss ja nicht gleich jeden Tag sein... :rolleyes) die Birne zudröhnt und Mama nach nem Glas Rotwein besser schlafen kann, dann ist das Kind schon sehr gefährdet, Alkoholiker zu werden. Zwar nicht mit 14 oder 15, aber mit 20, 30. Diese Kindheitserlebnisse wirken sich im Unterbewusstsein das ganze Leben lang aus. Zwar erlebt der Erwachsene diese Eindrücke nicht bewusst, aber unbewusst. Wie diese Eindrücke auf einen zukommen ist letztlich dann egal, die Ergebnisse sind die selben.
Klar dass sich das Kind mit 12 oder 13 noch sagt: "Scheiss Alk, ich werde nie Alkohol trinken/nie so viel saufen wie meine Alten." Aber mit 20 oder 30 sind diese Eindrücke noch immer im Gehirn vorhanden, und dass führt dann oft zu Einschätzungen wie "Bei meinen Eltern war Alkohol eine Problemlösung, bei mir ist das doch auch so." die dann die Person leicht zum Alkoholiker werden lassen.
Das ist doch nichts anderes als wenn Kinder von ihren Eltern geschlagen werden: In jungen Jahren sagen sie sich: "Ich werde meine Kinder nie schlagen!", aber später fallen sie in das gleiche Verhaltensmuster wie das ihrer Eltern zurück und "erziehen" ihre Kinder auch durch Schlagen.
Das kommt dadurch, dass ja der größte Teil unserer Persönlichkeit durch die Gene vorbestimmt ist, egal welche Gebiete der Persönlichkeit, negative wie positive. Dies hat man mit Zwillingsforschung herausgefunden (durch Zwillinge, die nichts voneinander wissen, aber trotzem ein zu 90 % gleiches Leben führen). Man nimmt heute an, dass mindestens 3/4 der Persönlichkeit durch die DNA/DNS vorbestimmt ist. Man kann das als Fluch oder Segen auffassen, aber die Folgen sind bekannt. (Da gibts auch nen Film dazu, parallel zu der Problematik "Klonen": Blue-Print mit Franka Potente, wer den vielleicht kennt?)
Womit wir wieder bei den saufenden Eltern wären: Wenn die Alten saufen ist die Gefahr, dass das Kind auch Alki wird um ein zigfaches höher als bei normalen Kindern.
Aber auf der anderen Seite gibt es ja auch die absoluten "Vorbilds-Eltern": Sie rauchen nicht, sie trinken (oder saufen zumindest) nicht, sie schlagen ihr Kinder nicht: Meint ihr nicht, dass diese Kinder dann spätestens in der Pubertät aus Trotz auch auf Partys gehen und sich zulaufen lassen bis zum geht-nicht-mehr? Natürlich werden solche Kinder bei weitem nicht so häufig abhänig wie die obige Gruppe, aber trotzdem muss man diesen Aspekt auch beachten, was meint ihr?
kennyalive
05.06.2004, 16:38
Ihr habt gerade sowas wie die "Vorbildfunktion" angesprochen:
[...]
Aber auf der anderen Seite gibt es ja auch die absoluten "Vorbilds-Eltern": Sie rauchen nicht, sie trinken (oder saufen zumindest) nicht, sie schlagen ihr Kinder nicht: Meint ihr nicht, dass diese Kinder dann spätestens in der Pubertät aus Trotz auch auf Partys gehen und sich zulaufen lassen bis zum geht-nicht-mehr? Natürlich werden solche Kinder bei weitem nicht so häufig abhänig wie die obige Gruppe, aber trotzdem muss man diesen Aspekt auch beachten, was meint ihr?
zu dieser post kann ich dir nur recht geben. mich wunderts immer, wenn ich rumlaufe und kleine 12/13-jährige kinder auf der straße sehe, die mir (1.90m) grade mal bis zur brust reichen, mit ner flasche bier, whiskey, wodka, rum... rumstehn und sich die kante geben. da denk ich mir immer, da muss doch irgendwas in der erziehung falsch gelaufen sein. ich selber hab erst vor 2 1/2 jahren den alkohol für mich entdeckt. also mit 16, aber mit 12 muss das doch wirklich nicht sein oder? die gehn dann noch zur grundschule, sind aber schon jedes wochenende hacke dicht. auch diese vorwands-entscheide der regierung, "ja wir führn jetzt die alkopop-steuer ein und alkohol wird nur an über 16-jährige ausgeteilt" kotzen mich an, wie sovieles, was heute von der regierung verzapft wird. diese gesetzte sind nur schikane, um die bevölkerung ruhig zu stellen, damit keiner mehr sagen kann, "keiner unternimmt was!".
die kleinen sprösslinge kommen auch anders an ihre nahrung, zum beispiel mit älteren freunden und so
das ist genauso, wie mit dem stilllegung von kernkraftwerken
unsere deutschen kernreaktoren werden stillgelget und unser strom is angeblich "sauber"
doch keiner interessiert sich dafür, wie der ukrainische strom , welcher auch bei uns in den umlauf kommt, produziert wird
aber wenn da mal was schief geht, beeinflusst das auch uns hier in deutschland
so das is meine bescheidene meinung zu dem thema
Gestern im EDEKA, vor mir 3 Kiddies (1Junge und 2 Mädels) alles 3 nicht älter als 15. Er hat 2 Flaschen Smirnoff Ice in der Hand. Ich dachte mir, naja die Kassiererin wird schon nach dem Perso fragen.
Pustekuchen, die sagt doch glatt:" Ist für den ****, oder?" - Rotzer nickt - Kassierein weiter ...."aber wirklich NUR für den ****!"
Das grinsen des Jungen war eindeutig!
Ich habe dann zu Kassiererin gesagt: "Sie wissen schon, dass das was Sie da gerade gemacht haben, Verboten ist!"
Sagt die doch zu mir:" Das ist für einen Arbeitkollegen, der hat mir schon gesagt, dass sein Bruder kommt! Glauben Sie mir ICH halte mich an das Gesetz und kontrolliere!
Ich habe Ihr dann noch gesagt, dass "die Abgabe an Personen unter 18 Jahren verboten ist" aber das hat SIe dann nicht mehr interessiert!
Tolle Gesellschaft!
Dope4you
05.06.2004, 17:09
Hallo
Das ist die Mentalität in Deutschland. die Verkäuferin interessiert doch garnicht was die Jungs/Mädel mit dem Zeug machen, wichtig ist nur das die Kinder schnell wieder aus dem Laden sind und nicht doch später irgend so ein Typ kommt und sich beschwert weil sein Sohnemann Ihm den Schnaps nicht gebracht hat.
Kotzt mich echt an die "Ist mir doch Wurst" Typen. Normal hätte man sofort per Handy vor der Verkäuferin die Nummer der Polizei wählen sollen und noch scheinheilig fragen wie noch gleich der Name des Arbeitskollegen war. Und so nebenbei einwerfen das man von der Gewerbeaufsicht ist und jetzt Ihre Personalien bräuchte :))
Was denkst du wie der das Arschwasser zu kochen begonnen hätte.
Dope4you
:D Mich hat die Art und Weise wie Sie mich vor den anderen Kunden "blöd" angemacht hat, geärgert. Einen netten Brief an den Geschäftsführer habe ich schon geschrieben. Geht am Montag zur Post!
NISCH MIT DE KOMMANDER ! :cool
So ist's richtig. Am besten frag ich mal den kleinen Bruder vom Kumpel, ob wir zusammen die üblen Kassiererinnen hops nehmen wollen. Er geht vor, Alcopop in der Hand, ich gleich da hinter. Am besten mit der 110 auf Kurzwahl :D :lol
(ja, das war ein Scherz)
red-ultra
23.06.2004, 23:50
Also ich habe als jugendlicher ganz andere Erfahrungen gemacht. Ich war bis vor kurzem selbst betroffen und muss sagen, in unserer Region kontrollieren sie zu 99%.
Da hat man echt Glück, wenn man als jugendlicher nicht kontrolliert wird.
Aber das ist auch nicht wirklich ein Hinderniss, den es gibt immer genügend Leute die einem was kaufen, wenn man sie bittet.
Finde ich im Prinzip nicht schlecht. Aber zu viel Kontrolle ist auch schädlich und macht es reizvoller.
perfekt!57
25.06.2004, 15:52
Ich habe erst in dieser Woche abends (mal wieder) eine mehrstündige Lebens-Generalbeichte von einem abgenommen, der jetzt (zum Glück) endlich am Ende ist, mit sich, dem Alk., "dem Leben rund um mit-Alkohol", usw. usf..
Bin froh, das ich so was mal wieder hören durfte, (froh, das ich es war, der zuhören durfte, hat aber nix mit mir speziell zu tun).
Am Ende zählt nix mehr, bleiben keine Ausreden, Beschönigungen: Alles weg, alles erledigt, alles fertig, alles zerstört, innen und außen. "Krepier oder kapitulier", heißt es dann. Und bei vielen Jahrzehnte zu spät.
Pech, großes Pech, wenn die Ausreden und Lügen und Schuldzuweisungen auf die anderen solange vorhalten oder wirken.
Wers nicht glaubt von den jungen Trinkern, kann es ja irgendwann einmal probieren: sich irgendwo (zur Not in einer Assi-Bude in der Stadt oder einem Hunsrückdorf am Ar... der Welt) mit 200 Flaschen zu 43% einschließen und versuchen 2-3 Flaschen am Tag zu trinken. 300 Flaschen Schnaps in 100 Tagen, ständig 2,5-4,5 Promille, das macht fertig. Wirklich gut fertig. Das dann halt "der realtiv finale Versuch der Selbstauslöschung" "in großem Stil".
Leute die (als Anfänger?) bloß drei Kisten Bier am Wochenende wegtun und dann hier jammern - verachtenswert?
Kann jeder halten wie er will. Am Ende ist aber ein Leben als Permanent-Party-, Drogen,- Weiber-, Biker-, Feten-, Über-Entgrenzungsleben einfach Sch.... .
Kann man sich auch gleich "den Dauerfinger in den Hals einnähen lassen".
Gibt nichts verachtenswerteres als die versoffenen Stürzer, die am Wochenende oder am Bahnhof oder auf jeder privaten Fete torkelnd und lallend vor sich hinsabbern und das auch noch für grandios halten müssen. (Oder für grandios halten, dass sie das eben (noch) nicht machen (müssen) sich immer noch "so weit im Griff haben", dass dann erst die Flasche zu Hause den Rest gibt, "die letzte Durstigkeit stillt".)
Besoffene sind widerlich.
Warum manche so viel trinken? (back to topic): weil sie halt stoffgebunden süchtig sind. Nicht aufhören können. Und weil es eben gerade Teil und Ausweis der Sucht ist, das nicht (ein)sehen zu können. Der Teil der Psyche (der Zugang dahin) halt durch die Süchtigkeit und den Drogengebrauch (Alkohol) wie selbstverspiegelt. Kein Durchblick da halt. Einfach saufen, einfach abkacken lassen. Sich einfach und vollständig abwenden.
Die Einstellung/Behauptung die Integration des Gebrauchs der Droge Alkohol ins Leben wäre frei und selbstgestimmt und eine frei gewählte na klar Lüge und Selbstbetrug. Und wird nicht wahrer durch größere Lautstärke bei der Behauptung oder "demonstrativ überzeugenderes Auftreten".
Ab wann es es Alkoholismus wäre? Ganz einfach: schon immer. Und von anfang an. Kuck: ab wann ist es Krebs? Ab den ersten Metastasen? Vorher, bei ersten Knötchen, welches tastbar? Noch früher, wenn er zum erstenmal Stecknadelkopf-klein zu sehen wäre auf einem Röntgenbild? Oder noch früher, als erste noch vollständig unsichtbare "entartete" Krebszelle mitten zwischen den Guten? Oder noch früher, als Anlage, "da jetzt gleich eine solche Zelle zu sein, zu werden"?
Ganz einfach: Es gibt Trinker und Nicht-Trinker. Und bei den Alkis ist es aAkoholismus vom ersten Glas an. (beim Rest wird es das nie!) Denn die Alkis trinken von Anfang an für die Wirkung, nicht für den Genuss. Und können ("wollen"!) nicht aufhören, bis sie platt sind. Und suchen sich immer mehr ein Umfeld, welches auch so ist, dann ist es ja "normal". Ist es aber nie. Ist alkoholismus von Anfang an.
Und drei Monate oder ein Jahr Trinkpause bedeuten nichts. Denn wenn dann das erste Glas getrunken wird, endet es wg. der Süchtigkeit halt gerade wieder im Vollrausch, im Absturz. spätestens beim 2. Mal. (einmal wird sich beherrscht, zum Zwecke des Selbstbetrugs: "Ich könnte ja, wennn ich wollte. Aber ich will ja bloß nicht")
Ich habe erst in dieser Woche abends mal wieder eine mehrstündige Lebens-Generalbeichte von einem abgenommen, der jetzt zum Glück endlich am Ende ist, mit sich, dem Alk., "dem Leben rund um mit-Alkohol", wie es scheint, nach Wochen des einsammen Durchsaufens und Jahrzehnten Feierei, und ich freue mich darüber. Hoffentlich, so Gott will, einer weniger auf dieser Welt. Und wäre es nur für heute.
Ich sehe es den Leuten an, wer Alki ist. Keiner kann es vor mir verstecken. Denen "ist es allen quer über die Stirn geschrieben". Ich identifiziere mit Leichtigkeit die 3 oder 5 oder 10 oder beliebig mehr Alkis in jeder beliebigen Menschenmenge. Ist ja auch ganz leicht. Steht ja dran.
http://www.google.de/search?sourceid=navclient&hl=de&ie=UTF-8&oe=UTF-8&q=jellinek+alkoholismus
http://www.netdoktor.at/thema/alkoholismus/entwicklung_verlauf.shtml
http://home.t-online.de/home/pb.id/test.htm
ein Beispiel für einen Lebenslauf:
http://www.gadomija.de/html/uber_mich.html