SSD macht Probleme - Defekt möglich?

JohnSheridan

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Hallo und einen schönen guten Tag!

Ich hätte gerne mal eine Einschätzung was mit meiner Corsair Nova SSD schief läuft. Es handelt sich um das Modell Corsair Nova V64 - also das 64 Gigabyte-Modell. Es läuft bzw. lief in einem Rechner mit AMD-Board "Gigabyte GA-MA78GM-S2H(rev.1.0)".
Gekauft wurde sie im Frühjahr letzten Jahres und lief bis zum Ausbau in meinem Rechner völlig problemlos. Nachdem ich mir eine etwas größere SSD zugelegt, ist sie dann in den Rechner meiner Eltern umgezogen. Und dort fingen die Probleme dann an.

Ich habe im Laufe des Dezember insgesamt 3 Windows-Installationen verloren weil das System nicht mehr stabil lief bzw. Daten auf der Systempartition beschädigt oder gleich ganz weg waren. Die 2. und die 3. Installation hielten jeweils nicht mal eine Woche bevor sich zeigte dass das System es wohl nicht mehr lange machen würde bzw. nicht mehr zu retten war. Das System war nicht mehr bootbar, Windows schlug eine Reparatur mittels der Windows-DVD vor, Dateien waren beschädigt so dass Programm nicht mehr liefen - beispielsweise war eine zu DirectX gehörenden Datei beschädigt so dass sämtlichen Windows Live Programme nicht mehr start- bzw. lauffähig waren. In der 3. Installation hat es dann ein paar Dateien im Ordner "Eigene Dateien" erwischt. Nur waren diese nicht beschädigt sondern einfach verschwunden.

Tja, welche Angaben kann ich sonst noch machen? Vielleicht noch diese. Bei Installation 2 und 3 setzte ich auf die AHCI-Treiber von AMD (Treiberversion 269 - hab extra nochmal nachgeschaut). Ob ich bei der 1. auch schon die AMD-AHCI-Treiber installierte weiß ich leider nicht mehr. Während der rund 6 Monaten in meinem Rechner war immer der Microsoft-Treiber im Einsatz.


Falls es wichtig ist, ich hab noch eine Screenshot von Orbs Indilinx-Tool, habs als Anhang zugefügt.
EDIT: Anhang will wohl nicht

15dezember201016103.png



Was könnte hier die Ursache sein? Könnte es sein dass die Platte einfach mit dem Treiber nicht will oder besteht eventuell die Möglichkeit dass die Platte bereits das Zeitliche gesegnet hat und somit zum Garantiefall für den Hersteller wird? Kann eine mögliche "Unverträglichkeit" zwischen Treiber und SSD überhaupt zu solchen Symptomen führen wie ich sie oben geschildert habe. Die ersten paar Tage lief das System ja noch völlig stabil. Es dauerte immer ein bißchen bis sich die Fehler zeigten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Teste sie doch mal in Deinem Rechner mit checkdisk auf Sektorenbasis.

Lies doch mal mit CrystalDiskInfo oder was ähnlichem die SMART Werte aus, die sagen ggf mehr aus als die Einschätzung des Tools mit seinen 35%
 
der AHCI-Treiber von amd ist soweit ich weis nur auf mainboards mit 8xx chip lauffähig
somit solltest du den windows standart treiber benutzen

und ein zweiter möglicher grund wäre
hast du programme wie tuneup oder sowas laufen?
die zufälliger weise eine defragmentierung der platte einleiten?

defragmentieren sollte auf ssds nicht genutzt werden da sie das system zerschiesen können
 
eorange schrieb:
der AHCI-Treiber von amd ist soweit ich weis nur auf mainboards mit 8xx chip lauffähig

die zufälliger weise eine defragmentierung der platte einleiten?

Das sind genau die beiden Punkte, die mir auch spontan eingefallen sind. Check dasmal ab und ich fürchte, du wirst auch schon die Lösung gefunden haben.

Sprechen wir hier vielleicht von XP? XP erkennt nix automatisch und muss von Hand auf die SSD getrimmt werden (was für ein Wortspiel ;) )
 
derblonde schrieb:
Teste sie doch mal in Deinem Rechner mit checkdisk auf Sektorenbasis.

Hm, nicht so ganz einfach. Bei mir ist alle onboard-Anschlüsse belegt. Aber ich lasse mir da heute noch was einfallen um das mal zu checken. Achja, welches checkdisk meinst Du hier? Das welches über Arbeitsplatz, Festplatte, Eigenschaften => Reiter "Tools" => Fehlerüberprüfung aufzurufen ist?

Lies doch mal mit CrystalDiskInfo oder was ähnlichem die SMART Werte aus, die sagen ggf mehr aus als die Einschätzung des Tools mit seinen 35%

Auch das versuche ich bis heute Abend mal zu checken.

eorange schrieb:
der AHCI-Treiber von amd ist soweit ich weis nur auf mainboards mit 8xx chip lauffähig
somit solltest du den windows standart treiber benutzen
Ähm, soweit ich das verstanden habe funktioniert nur Trim nicht auf den Boards mit den alten Southbridges - zum Beispiel 7xx wie in diesem Fall.


und ein zweiter möglicher grund wäre
hast du programme wie tuneup oder sowas laufen?
die zufälliger weise eine defragmentierung der platte einleiten?

defragmentieren sollte auf ssds nicht genutzt werden da sie das system zerschiesen können

TuneUp ist zwar installiert, aber ich achte da sehr peinlich penibel drauf dass sowas sofort nach Installation abgeschaltet wird.

MauwiWauwi schrieb:
BIOS / Firmware update?

Platte zurückbauen und da nochmals Testen / Benchen...


gruß

Du meinst für die SSD, richtig? Gibts nicht. Dafür sieht Corsair keinen Grund. Ist so nachzulesen in deren Forum. Da wird sich wohl mit Sicherheit auch in Zukunft nichts mehr tun
Ergänzung ()

SirGrabbe schrieb:
Das sind genau die beiden Punkte, die mir auch spontan eingefallen sind. Check dasmal ab und ich fürchte, du wirst auch schon die Lösung gefunden haben.

Wie bereits geschrieben ging es meinem Verständnis nach dabei nur um die fehlenden Trim-Unterstützung bei den alten Chipsätzen. Von einer grundsätzlichen Unverträglichkeit hab ich nichts gelesen

Sprechen wir hier vielleicht von XP? XP erkennt nix automatisch und muss von Hand auf die SSD getrimmt werden (was für ein Wortspiel ;) )

Nö, nö, geht schon um Windows 7 - 64 bit ;)
 
So, inzwischen sind ein paar Stunden vergangen und ich hatte die Möglichkeit noch ein wenig zu testen. Dazu hab ich die Platte nochmal an ihrer alten Wirkungsstätte eingebaut, im Rechner meiner Eltern, und dort geschaut was entsprechende Tools so an Informationen ausgeben. Zu meiner Überraschung war dies aber nicht sonderlich viel, aber der Reihe nach.

derblonde schrieb:
Genau, meine das normale Widoof Checkdisk

Hab ich gemacht. Es wurden keinerlei Fehler gefunden.


Spannend wird es aber wenn man versucht sich über die Smart-Werte einen Überblick/Eindruck von der Platte zu verschaffen, denn Smart-Werte sind nicht auslesbar. Dazu ein Screenshot von CrystalDiskInfo =>

screenshoot1.jpg


Etwas ähnliches ist mir so noch nicht unter gekommen. Für die beiden anderen verbauten Festplatten im Rechner funktionierte das Auslesen der Werte dagegen völlig einwandfrei. Hab das anschließend auch noch mit Aida64 gegen geprüft. Auch hier konnten keine Smart-Werte ausgelesen werden.

Und um das auch noch auf einem anderen Rechner gegen zu prüfen habe ich die SSD jetzt auch noch einmal in ein USB-Gehäuse gesteckt und hier an meinem Rechner angeschlossen. Auch hier das gleiche Ergebnis. Würde ich hier ein Screenshot von CrystalDiskInfo machen, so sähe er genauso aus wie der hier gepostete.


Das kann hier meiner Meinung nach kein Treiberproblem mehr sein, sondern sieht immer mehr nach einer beschädigten SSD aus.

Gedanken? Meinungen?
 
ist auch mein derzeitiger Eindruck, daß die SSD wohl platt oder kurz davor ist :-(
Hast beim Windows Checkdisk beide Häkchen aktiviert?
 
JohnSheridan schrieb:
Spannend wird es aber wenn man versucht sich über die Smart-Werte einen Überblick/Eindruck von der Platte zu verschaffen, denn Smart-Werte sind nicht auslesbar. Dazu ein Screenshot von CrystalDiskInfo =>
Die SMART-Werte sind doch da - dass diese mit den HDD-Werten nicht viel gemeinsam haben ist klar: in etwa so viel wie eine HDD mit einer SSD gemeinsam hat. Die SSD hat ca. 50MB an defekten Bits registriert - möglicherweise konnte die Firmware dabei nicht immer alle Daten retten. Ich finde leider keine saubere Spezifikation der Werte von Indilinx - sonst könnte man hier mehr interpretieren.

Wirklich traurig ist jedoch die Lebensdauer der Indilinx basierten MLC-SSDs - wenn man in den Foren so schaut so hält da kaum eine SSD 3 Jahre. Bei 0% ist diese zwar auch noch nicht garantiert defekt, allerdings wurde dann die spezifizierte Lebensdauer des MLC-Flashes bereits überschritten.
 
Simpson474 schrieb:
Die SMART-Werte sind doch da - dass diese mit den HDD-Werten nicht viel gemeinsam haben ist klar: in etwa so viel wie eine HDD mit einer SSD gemeinsam hat. Die SSD hat ca. 50MB an defekten Bits registriert - möglicherweise konnte die Firmware dabei nicht immer alle Daten retten. Ich finde leider keine saubere Spezifikation der Werte von Indilinx - sonst könnte man hier mehr interpretieren.

Wirklich traurig ist jedoch die Lebensdauer der Indilinx basierten MLC-SSDs - wenn man in den Foren so schaut so hält da kaum eine SSD 3 Jahre. Bei 0% ist diese zwar auch noch nicht garantiert defekt, allerdings wurde dann die spezifizierte Lebensdauer des MLC-Flashes bereits überschritten.

Also ist für Dich der Fall klar und die SSD ganz eindeutig reif für die Rückgabe an den Verkäufer und die Geltendmachung von Garantieansprüchen? Richtig?

Allerdings habe ich nach diesem Erlebnis natürlich eine gewisse Angst, dass man dem neuen Modell was ich ja sicher bekommen werde, irgendwann das gleiche passiert. Aber das werd ich wohl in Kauf nehmen müssen.
 
Garantieansprüche auf die Lebensdauer hat man scheinbar nicht. Allerdings ist der Wert bei dir noch über 0% und dennoch hat sich mehrfach das Dateisystem zerschossen. Da es scheinbar kein Firmware-Update gibt, würde ich den Hersteller mal anschreiben und den Garantieumtausch versuchen.
 
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