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Ossis sind die 2. Klasse

Radio538

Cadet 3rd Year
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Nun jetzt ist es wenigstens amtlich vom Bundespräsident genannt und vom Bundeskanzler bestätigt. Die Ossis sind die Menschen in der 2. Klasse, aber sie haben es im Grunde immer schon gewusst. Mit Hartz IV und den unterschiedlichen Beträgen wurde es amtlich. Warum der Strom, das Telefon oder der Kauf über den Internetshop für die Menschen aus den neuen Bundesländern günstiger sein soll, wird auch mir immer ein Rätsel bleiben. Genauso warum die Mehrwertsteuer / Kfz-Steuer / Mineralölsteuer etc. dort genauso hoch ist obwohl sie doch geringere Lebenserhaltungskosten haben sollen– wie zumindest viele Politiker meinen.

Flexibler sollen sie zudem bei der Arbeitssuche sein, gerade weil es dort so viele Jobs gibt – oder wie Herr Köhler? Ich denke, nun ist die Mauer wieder aufgebaut worden von der Politik, vom Bundespräsidenten und vom Kanzler. :eek:

Eins jedoch könnte mir mal jemand der Herren vielleicht erklären, wo ist da eigentlich der Vorteil? Wo meinen sie damit gewinnen zu können? Zieht ein Ossi in die alten Bundesländer so bekommt er diesen höheren Betrag – aber er bleibt doch der gleiche Mensch? Wenn man das versagen der Politik, dass der Wiederaufbau Ost scheiterte, die Versprechungen völlig überzogen waren und das gesamte Land mittlerweile schwer beschädigt ist, nun versucht mit einer Spaltung von Ost und West zu vertuschen, dann bewegen wir uns wohl auf Kindergartenniveau. Vielleicht wird es an der Zeit, dass so einige Herren und Damen in der Politik mal überlegen sollten, ob Gameboy spielen nicht das Handwerk ist, welches ihren Intensionen eher entspricht.
 
Toll das gibt es in Westdeutschland doch auch schon seit bestehen der Bundesrepublik. Dem Freistaat Bayern und weiten teilen Baden-Würtembergs geht es besser dem Saarland, Rheinland-Pfalz oder Hessen, trotzdem bezahlen alle die gleiche Mehrwertssteuer obwohl sie in Bayern mehr verdienen als im Saarland.
Eine Flächendekenden Gleichheit ist gar nicht möglich in Deutschland weil überall andere Gegebenheiten sind. Das sich im Osten keine Firmen ansiedeln hat nix damit zu tun das es der Osten ist sondern weil es für die meisten Firmen einfach zu teuer ist. Dies gilt allerdings für ganz Deutschland.
Ich höre dann immer solche Heul Aussagen, für den Osten wird nix gemacht. Toll, bei mir hier in der Gegend ist die Arbeitslosigkeit auch relativ hoch und hier wird auch nicht viel dafür gemacht, garantiert weniger als im Osten.
Wein keine Kohle da ist kann man halt nicht mehr investieren. Wir sind die Generation die leider in den sauren Apfel beissen muss, ich bin aber bereit dazu. Wenn jeder nur noch dagegen ist wird es nur schlimmer anstatt besser.

Das ist alles in allem ein sehr komplexes Thema und einer alleine wird da keine Allroundlösung geben können, aber ich denke die Regierung ist alles in allem auf dem richtigen Weg. Natürlich gibt es hier und da Verbesserungen aber niemand ist perfekt.
 
Wenn ich bedenke wieviele Millionen und Milliarden in die ostlichen Ländern gepumpt wurden und werden, legt sich die Vermutung nahe, dass es a) entweder um 1989 herum nichts mehr erwähnenswertes gab, das sich da noch "Grundlage eines Wirtschaftssystems" nennen konnte und/oder b) das Geld schlicht verschwendet wurde. Die West-Arbeitnehmer haben auf jeden Fall über ihre Abgaben richtich für den Aufbau Ost gelitten, die können schon mal nicht schuld an der Misere sein.
Wer meckern will, soll das bei den Entscheidern tun, die im Westen, aber auch im eigenen Bndesland. Der Bürger an sich ist wohl kaum zur Verantwortung zu ziehen, wenn im Osten Rennstrecken und Häfen mit Millionenaufwand gebaut werden und danach weitere Millionen an Subventionen verschlingen.
 
Meiner Meinung nach hat man nach 1989 einfach versucht in Ostdeutschland in eine "neue BRD" aufzubauen. Dies wurde dann durch viele Investitionen gestützt, weil ja auch gleich alles schlecht gemacht wurde was aus der DDR kam. Hätte man lieber vorsichtig versucht die bestehenden Firmen/Menschen an das Leben in der Sozialen Marktwirtschaft anzupassen, könnte es sein das das es vielen heute besser ginge. Das wiederum sind alles nur Thesen mit ganz viel Konjunktiv! Man muss sich ja auch selbst fragen, was man 1989 getan hätte und welche Entscheidungen getroffen wurden wären. Im Nachhinein ist es immer leicht zusagen, dass jemand Schuld hat. Man sollte einfach aus den Fehlern lernen, sie sind passiert und nicht wieder rückgängig zu machen.

Und nochmal zu Herrn Köhler:
Er hat ja nur gesagt, dass in verschiedenen Bereichen in Deutschland, verschiedene Verhältnisse herrschen. Nicht das "Ossis" schlecht sind. Wenn man in ein beliebiges anderes Land der Welt schaut, ist es dort nicht anders. Auf dem Land wird z.B. nie so ein flächendeckende Infrastruktur wie in der Stadt sein. Hier findet man ja andere Gegebenheiten.

/edit: NZI: komme aus Sachsen
 
Zuletzt bearbeitet:
mario_84 schrieb:
Und nochmal zu Herrn Köhler:
Er hat ja nur gesagt, dass in verschiedenen Bereichen in Deutschland, verschiedene Verhältnisse herrschen. Nicht das "Ossis" schlecht sind. Wenn man in ein beliebiges anderes Land der Welt schaut, ist es dort nicht anders. Auf dem Land wird z.B. nie so ein flächendeckende Infrastruktur wie in der Stadt sein. Hier findet man ja andere Gegebenheiten.

Vollkommen richtig, aber es ist viel angenehmer eine Aussage so zu verbiegen das sie einem in das eigene polemische Konzept passt.
 
Sehr richtig, Daria. Der Mann hat doch völlig recht und nichts unwahres oder schlimmes gesagt. Es gibt in D ein Nord-Süd und ein West-Ost-Gefälle. Das ist so! Nur weil eine der bekloppten Zeitungen das wieder für Propaganda ausschlachtet und das (teilweise) dumme Volk das ohne das Hirn zu benutzen gerne annimmt, heißt es noch lange nicht, daß dem so ist.

Der Solizuschlag wird nunmehr seit 15 Jahren gezahlt und zwar zu einem beträchtlichen teil. wie b-runner richtig sagte: wer hat denn die Verfügungsgewalt darüber?

Wer in den Westen zieht, muß diesen Zuschlag dann auch zahlen.

Alleine, wenn man sich anschaut, wie die ostdeutschen unis ausgestattet sind. Davon kann man im Westen nur träumen. Man muß sich eben die Frage stellen, wer was wie gemacht hat. Und der Trend hält ja an. Die Menschen fliehen aus dem Osten, dadurch wird es im Westen nicht besser. Das ist ein Teufelskreis an dem die Menschen sicher kein Schuld tragen, aber es ist fakt. Man muß es aber auch mal von der Seite sehen: warum muß denn in ganz Deutschland unbedingt Industrie usw in gliecher Stärke vorhanden sein? Wenn ich mir anschaue, was es im Osten für tolle Ländereien gibt, hat man sich vll einfach das falsche Konzept ausgedacht. Da könnte man viel einfacher Feriendomizile errichten, große Landwirtschaft etc. Ich denke einfach, daß hier vieles falsch gemacht wurde. Aber auch, daß viele immer noch nicht erkennen, wie sehr sich der Westen bisher eingesetzt hat!
 
Reden wir doch nicht über die Mengen an Geld die in den Osten floss.
Nehmen wir lieber die Steuerverschwendung dabei. Wie hieß es mal im TV:
Für 4 Bauern wurden 4 Brücken gebaut, wo eine hätte gereicht.
Ausserdem bin ich der Meinung das die Wende lange genug her ist.
Gleiches Geld für alle.
So wie LittleJackAss schrieb, es gibt überall Unterschiede.
 
Ich möchte mich auch dazu jetzt mal äußern.
Das Problem liegt doch auf zweierlei Seiten.
Den Ostdeutschen wurde vorgegaukelt, dass sie dasselbe Erleben wie Westdeutschland nach dem 2. WK.
Und im Westen wurde den Leuten suggeriert, das die Einheit nichts kostet.
Ich kann Leute nicht verstehen, die zum anderen jammer, das soviel Geld in den Osten gepumpt wird und der Westen dafür leidet.
Immerhin hat der Osten mehr als 40 Jahre den Sozialismus erleben müssen, obwohl ja bekanntlich das ganze Deutsche Reich dafür verantwortlich war.
Die Leute im osten konnten ja nichts dafür, dass dort die geographische Trennung vollzogen wurde.
Das sollte man mal in Erwägung ziehen, wenn es immer heißt, der osten sei ein fass ohne boden.
Der Osten war immerhin 40 Jahre fakisch ein tribut oder Reperation an Rußland , ohne diese Opfer hätte sich Westdeutschland nicht so entwickeln können.
deshalb ist es selbstverständlich dass der Osten unterstützt werden muss.
Natürlich auch sinnvoll und keine Verschwendungsarien.
Und zu den ostdeutschen die da meinen, sie wäre Bürger 2ter Klasse.
Schauen wir doch wieviel schon passiert ist in 14 Jahren Einheit.
Es ist eine Menge vorangekommen und vergleicht man mal mit anderen ehemaligen Ostblockstaaten, so ist Ostdeutschland sehr viel besser dran.
Natürlich kann auf lange Sicht nur ein annähernd der Lebensbedingungen Ziel sein, aber das geht nunmal nicht von heute auf morgen. Diese Einschätzung hat Köhler ja sehr treffend auf den Punkt gebracht.
Außerdem sollte langsam mal der Ost-West Geist raus, der auch noch in der Politik zu finden ist.
ich komme aus einer jungen Generation, die die DDR nur aus Büchern kennt.
Ich fühle mich nicht als ossi, sondern als Deutscher, nicht mehr und nicht weniger und ich wünschte es würden mehr so denken wie ich.
 
@xardas: gebe dir auf ganzer linie recht.

@horst köhler: es ist absolut in ordnung wenn der bundespräsident das ausspricht was jeder weiss. er hat nicht gesagt dass der osten schlecht sei und er wollte auch nicht sagen dass der westen besser sei. er wollte einfach nur sagen dass es auf absehbare zeit keine angleichung der lebensverhältnisse geben wird. wie denn auch? geht nicht. nur weil man das gefälle anspricht und es als solches auch darstellt ist man gleich ein böser mensch? nein ist man nicht. man ist realistisch. und jeder im osten weiss doch, dass es dort auch in zukunft problematisch bleiben wird. man kanns doch nicht von heute auf morgen beheben. und es ist auch nicht so dass nichts versucht wird seitens des westens.
 
Das ist doch nix Neues. Und war doch schon immer so:

"Schließlich hat nur der Westen 40 Jahre wirklich hart gearbeitet und wirklich was geleistet, während der Osten die ganze Zeit nur auf der faulen Haut gelgen hat derweil in den Kombinaten, beim anheimelnden (West-)Fernsehgenuß, an der Ostsee oder sonstwo, oder gruppenweise sich nette Honniwitze erzählt beim Nach-Bananen-anstehen:

Das war doch sowieso alles eh keine echte Arbeit nicht im Osten, die gezählt hätte, wertschöpfungsmässig, sondern mal ohne Vorurteile oder dumme Beschönigungen gesehen bloße (schön langsame) Kapitalvernichtung aus den den Krieg überlebt habenden Hinterlassenschaften der bürgerlichen Gesellschaft, die der DDR (zum Glück) vorangegangenen bürgerlichen Gesellschaft. So in den Betriebskampfgruppen zum Beispiel, da wars total produktiv.

Und außerdem: "Ein Land, das sich "Republik" nannte." Das war doch schon von Anfang an auch sprachlich bloß ein verkrampfter Schwachsinn - von an die Macht nur durch russische Hilfe bloß gelangten Kleinbürger-Nachhilfsbedürftigen. Ein Land das "Republik" heißt? Denn "Republik in dem Begriff nun mal das eigentliche: "deutsch" und "demokratisch" schon sprachlich ja nur die Eigenschaftsbeifügungen gewesen. Was schon sprachlich so flach und dumm begann, das musste ja am Ende und sehr voraussehbar (Adenauer, er lebe hoch!) mit totaler Sicherheit im totalen wirtschaftlichen Bankerott enden, "der kompletten inneren Resourcenauszehrung durch hirnlosestes Unvermögen".

Das die DDR den Wessie-Raubrittern so kampflos in die Arme fiel war also nicht das Verdienst der Wessis. Sondern lange schon vorhersehbar. Für Karl Marx und Friederich Engels zum Beispiel. So sie noch gelebt hätten, oder aus ihren Gräbern nach uns sähen könnten .(Die dumm-kapitalistischen Wessies haben am Ende nur bloß zugegriffen, nach dem, was ihnen sich so gelegentlich und billich-billig darbot. Und das kann man aber auch dem Dümmsten am Ende nicht verdenken. Oder?)"

Und ist alles so extrem wahr und bis zum äußersten objektiv und gar nicht einseitig außerdem. ;)
 
Hm, irgendwie liegen die Meinungen mal fast auf einer Linie - in P&G eine Seltenheit. :D

Um nochmal einen neue Aspekt in die Diskussion zu b ringen: Der Kreis Pirmasens ist wirtschaftlich und arbeitsmarktmäßig gesehen nicht besser dran als die Krisengebiete im "Osten", dort gibt es abgesehen von ein paar fast unbekannten, geringfügigen Förderprogrammen für den Mittelstand aber keinerlei Besonderheiten. Die Lebenshaltungskosten sind genau so hoch wie in anderen Gegenden.
Dem Saarland, das quasi nebendran ist, geht es in weiten Teilen auch nicht besser.
Ich habe aber noch keinen Saarländer gehört, der meinte: "Ach, hätten wir uns doch damals für Frankreich entschieden!". Interessant, oder ;) ?
 
Exakt. ich habe vor 2 wochen noch im saarland (sind ja alles total nette menschen dort) eine lederkombi abgeholt (auf dem rückweg aus dem urlaub in österreich nach bitburg). die frau, die die verkaufte (wohl von ihrem sohn mal gewesen) anfang 60, durch scheidung endlich glücklich seit 6 jahren, so was von nett - und eigentlich richtig arm, trotz kleinem häuschen. und wir haben beide kaffee bekommen und jeder ein stück kuchen - und uns sehr, sehr nett unterhalten, und alles war klar. die kids haben mit ihrem hund gespielt usw.:

es gibt wessies, die kommen überhaupt nicht drauf, dass sie kaum mehr haben, als viele ossies, "schon gar nicht sind die genauso vom schlage nimm - und wollen (am liebsten) immer nur den staat oder die anderen melken".

der "dialektische und historische materialismus" als gelebte denkform in 40 jahren ddr hat teils auch viel kaputt gemacht im bereich ganz normaler menschlichkeit, wie mir scheint. "war nicht immer alles nur gold was da glänzte" im bereich der oft angeführten "ddr-menschenwärme". ich war oft (und gerne) in der ddr. aber: war auch viel heuchelei und vorteilssuche dabei. und bestimmt nicht weniger als im westen.

Und: "die bemerkung mit der westdeutschen arbeiterklasse" fand ich gut: gerade und vor allem die westarbeitnehmer haben nun in der tat wirklich 15 jahre lang klasse und toll gezahlt für die (ex-)ddr - ob sie mit der jemals was am hut hatten oder nicht:

und wer aus dem osten lobte das bis heute jemals? oft habe ich von ost nach west noch nicht gehört ein "herzliches dankeschön" für die praktisch gelebte westhilfe nach 1989, das teilen der vorräte in den wessie-sozialversicherungen 1:1 z.B.. eigentlich noch nie. und das ist eine schande. kommt mir manchmal so vor, "als hätten die schlauen ossis das mit dem westen umgekehrt beileibe nicht auch so gemacht. weil sie ja im grunde soviel klüger und überlegener sind".
 
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Das Problem sind doch einfach die Steuerverschwendungen.(PUNKT!) Deutschland ist Deutschland und der Staat sollte bei der Grunddingen ( Straßen,ALG usw.) überall gleich reagieren,aber wenn es um die Verwendung von Geld für Arbeitsplätze usw. geht...dann geht das Geld nur in die Dinge die funktionieren können und net einfach innen Osten pumpen damit gepumpt wird.

Lieber 1000 neue Jobs im Westen als 700 neue im Osten...verstanden? Der Staat hat die Pflicht das Geld vernünftig einzusetzen und wenn ich die Aufgabe habe umzuziehn für eine Arbeit muss ich es tun...Der Osten wird den Aufschwung mit Arbeitsplätzen schaffen oder halt auch nicht,da der Markt eh alles regelt.

Tschuldigung aber mehr ist nicht drin.
 
Shiro <Kamui> schrieb:
Lieber 1000 neue Jobs im Westen als 700 neue im Osten...verstanden? Der Staat hat die Pflicht das Geld vernünftig einzusetzen und wenn ich die Aufgabe habe umzuziehn für eine Arbeit muss ich es tun...Der Osten wird den Aufschwung mit Arbeitsplätzen schaffen oder halt auch nicht,da der Markt eh alles regelt.

Tschuldigung aber mehr ist nicht drin.


da ist jemand aber ein anhänger des monetarismus und milton friedmans :) ok von mir aus, aber du musst dir dann schon im klaren sein dass du mit dieser strategie einfach existenzen auf spiel setzt und einfach nur die langfristigkeit verfolgst, nicht aber die kurzfristigen effekte. ich weiss nicht ob das der richtige weg ist, aber nun gut. ich bin eher keynesianer
 
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th3o schrieb:
da ist jemand aber ein anhänger des monetarismus und milton friedmans :) ok von mir aus, aber du musst dir dann schon im klaren sein dass du mit dieser strategie einfach existenzen auf spiel setzt und einfach nur die langfristigkeit verfolgst, nicht aber die kurzfristigen effekte. ich weiss nicht ob das der richtige weg ist, aber nun gut. ich bin eher keynesianer

leider hab ich mich nie so tief mit diesem Fachgebiet auseindergesetzt als das ich Dich verstehen würde...allerdings siehst Du doch die Resultate des "anderen" Weges...wir sind pleite;kurzfristig denken geht immer in die Hose,da die Zeit nicht stehen bleibt...wart mal ab wieviel heute "reiche" Ölstaaten später von uns die Entwicklungshilfe brauchen damit sie nicht verhungern...

Und ich persönlich finde umziehen innerhalb Deutschland absolut akzeptabel.Aber es hat doch schon die Vergangenheit gezeigt dass das einfache wollen von Wirtschaft nie geholfen hat.
Der Staat kann doch eh nur regulieren und nix erschaffen...wenn Firmen gehen wollen gehn sie.

Im Übrigen ist Veränderung auch immer eine Chance und dann wäre da nurnoch der Stillstand.
 
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wollte nur mal kurz darauf aufmerksam machen, dass im thread "nichtwähler" zu einem zeitpunkt eben diese diskussion die auch hier grade aufgegriffen wird lief. da waren etliche leute die sich dann über die harz reformen beschwert haben, dass das die absolute frechheit wäre und dass man leuten doch nicht zumuten könnte umzuziehen. als ich dann sagte dass die reformen zukunftsorientiert sind, habe ich von ein paar seiten auf den kopf bekommen. auch wenn das jetzt ne binsenweisheit ist, aber man kanns nicht allen recht machen. aufgabe der politiker ist es nun mal das land auf fordermann für die zukunft zu bringen. und dass es dabei natürlich auch innerhalb eines landes ein gefälle gibt. da kommt man nicht drum rum. das ist in jedem land so und es ist doch auch nur zu verständlich. schliesslich gibts ja auch nicht nur EINEN tarifvertrag, welcher JEDEM arbeitnehmer das gleiche gehalt verspricht. warum soll bei den lebensverhältnissen dann etwas anderes gelten.....
 
@th3o

Ganz genau, in einem so großen Land wie Deutshland ist das absolut unmöglich eine Gleichheit für jeden zu schaffen.
Es gibt ja schon in den Bundesländern von Regin zu Region große Unterschiede.

Ich fand den Beitrag von b-runner sehr gut, da steckt viel wahres drin.
 
Moins!

Ich fasse bloß mal ein paar mir wichtige Punkte zusammen und stelle paar Fragen in den Raum:

1. Sind wir nun ein Deutschland oder nicht?

2. Bei Arbeiten in Bayern hatte ich schon das Gefühl Deutscher 2.´er Klasse zu sein, aber nicht der bayrischen Mitarbeiter wegen, sondern der Chefetage wegen.

3. Dieses Thema wird immer wieder neu und sinnlos entfacht, damit sich jeder besinnt das er ja eh was besseres als der andere ist.

Bloß leider wird diese Diskussion in einer Schicht geführt, die ich mal als relativ Gleichgesinnt darstellen möchte bzw. die Gleichgesinnt sein sollten.

Wo es mir eher schaudert, das es Menschen gibt die über das Glück oder Unglück Unsereins entscheiden dürfen. Weil es gibt und gab genügend Möglichkeiten, Anpassungen in allen Lebensbereichen für alle Deutschen zu treffen. Aber nein, man hat Haß und Zwietracht gesäht und denkt das man nie den Sturm ernten wird. Und gewisse Printmedien bereichern sich auch noch an dieser Schlammschlacht (siehe "Jeder Vierte will die Mauer wieder haben" ).
 
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Also es ist nicht so das die Leute im Osten 40 Jahre lang nicht gearbeitet haben, im gegensatz im Osten hatte so gut wie jeder einen Job. Nur so, da ich gesehen habe das sich hier einige patriotistische Wessis einbilden sie seien was besseres!

CIAO
X-Player (bekennender Ossi)
 
X-Player schrieb:
Also es ist nicht so das die Leute im Osten 40 Jahre lang nicht gearbeitet haben, im gegensatz im Osten hatte so gut wie jeder einen Job. Nur so, da ich gesehen habe das sich hier einige patriotistische Wessis einbilden sie seien was besseres!

CIAO
X-Player (bekennender Ossi)
Ich denke nicht das man im "Ost-West-konflikt", sofern es einen realen Konflikt gibt, von Patriotismus sprechen kann, das ist mir zu polemisch und ein Ossi der Stein und Bein auf die DDR schwört und "die gute alte Zeit" wieder will, wird ja auch nicht als Patriot hingestellt.

Desweiteren muss ich sagen, es gibt Arbeit und es gibt Arbeit. Erstere hat der Bergkohlearbeiter geleistet der 40 Jahre lang in den Stollen runter ist und Braunkohle zu Tage gefördert hat. (Nur ein Beispiel.) Zweitere diente eher als Volksbesänftigung Marke, "gib den Menschen etwas zu tun und sie sind glücklich". Was sie getan haben war relativ egal.

Bitte nicht falsch verstehen, aber es gibt in keinem Staat dieser Welt sinnvolle und für den Staat "produktive" Arbeit, für jeden. Das ist Fakt und so war es auch in der DDR und so wird immer sein.
 
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