NAS Auswahl und offene Fragen

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ManuelG

Gast
Hi,

ich möchte mir einen Speicher zulegen, bei dem Ganzen Input blicke ich allerings nicht mehr wirklich durch ^^ deshalb meine Fragen an euch.

Folgende Funktionen sollten gegeben sein:
Zugriff auf die Daten von Zuhause und über das Internet.
Hohe Datensicherheit auch bei dem Ausfall einer Platte.
Geringer Stromverbrauch.
4x 3,5" Festplatten gerne erweiterbar
Streaming ist kein Thema für mich

Optional:
Gibt es Lösungen bei denen man verschiedenen Nutzern Rechte zuweisen kann, sodass ich z.B. einem oder mehreren Bekannten einen Ordner zur freien Verfügung stellen kann ohne das sie auf meine Daten oder die der anderen zugreifen können?

Und gibt es sowas wie ein Standby, dass die Geräte erst bei Zugriff egal ob über Lan/Internet aktiv werden und der Stromverbrauch dadurch sinkt?
Oder kann man feste Zeiten einstellen, z.b. 14-24Uhr in denen sich das Gerät ein bzw. ausschaltet?
Oder kann das ständige anlaufen die Festplatten schädigen?

Danke für eure Aufklärung
 
Das alles können die NAS von Synology und QNAP.. wofür du dich entscheidest ist geschmackssache.. ich persönlich habe ein Synology. Alle funktionen die du brauchst sind gegeben.
 
Die NAS- Modelle von Buffalo können das auch alles. Bestimmend ist aber eher die Frage wie viel Speicherplatz man genau möchte und was das alles kosten darf.
 
Wie Lucky1988 schon sagt, das geht alles mit QNAP und Synology. (4-Platten Modelle - egal welches)



ManuelG schrieb:
Hi,
Und gibt es sowas wie ein Standby, dass die Geräte erst bei Zugriff egal ob über Lan/Internet aktiv werden und der Stromverbrauch dadurch sinkt?
Oder kann man feste Zeiten einstellen, z.b. 14-24Uhr in denen sich das Gerät ein bzw. ausschaltet?
Oder kann das ständige anlaufen die Festplatten schädigen?

Also die Dinger sollten auf jeden Fall in Standby gehen wenn keiner im Netzwerk was von ihnen will - also rein technisch gesehen können das alle.

Ich hab als Beispiel: QNAP 439 Pro mit 4x 2 TB von Hitachi im RAID 5.
Läuft jeden Tag so 3-4 Stunden, danach wieder Stand by.
Hab es nun seit gute 2 Jahre ohne Wartung.

Prinzipiell sollte man Festplatten von verschiedenen Herstellern kaufen, damit die Chance das zwei oder mehr gleichzeitig drauf gehen geringer ist - aber wer macht das schon :)



Noch ein Tipp an Rande, um so billigeres NAS man kauft, um so eher ist es langsamer als gewollt, da ein schlechter Prozessor verwendet wird.

Damals gab es z.b. 166MHz, 266 MHZ und 500 MHZ Modelle. Nur die mit 500 MHz haben Samba (Windows Datei Freigabe) mit guten 20-30 MB/s geschafft. Die anderen deutlich weniger. (NAS-System mit nur einer Platte - RAID brauchen MEHR CPU :D )

Die größeren NAS System haben dann entweder schon eine Intel Atom oder andere Dual-Core CPUs. Die bringen dich bei RAID auf mind. 40MB/s (schreiben) und 60MB/s (lesend).

Beispiel:

http://geizhals.at/deutschland/?cat...49_Qnap~2149_Synology~1180_4~1179_3.5"#xf_top
Alle 3.5" 4-Platter RAID 5 fähig. Um so höher der Preis um so mehr CPU, RAM und z.B. extras wie USB-Hosts Controller und erweitere Replikationen, Copy-Funktion etc. - Wobei das nicht ganz stimmt. Hier sind in der Liste auch viel Ausmodelle mit 266 MHz, 500 MHz oder 800MHz. Ein GHz sollte es schon sein.



z.B. das Synology Disk Station DS411j, Gb LAN ab €288,94 hört sich ganz gut an.
Bei QNAP am Besten am TS-412 oder höher. Die haben brauchbare CPUs.

Das sind aber alles Dinger OHNE Festplatten. Die musst nach Wunsch selber noch kaufen :)

Die NAS- Modelle von Buffalo sind immer mit Festplatten, aber auch hier, prüfen welche CPU es hat, oder Tests der Geschwindigkeit. In der Preisklasse sollten mind. 30MB/s - sonst Fehlkauf, aus meiner Sicht

Gruß
Nox
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und über das Internet.
Prinzipiell kann du jedes Gerät in deinem Netzwerk über Port-Forwarding im Internet verfügbar machen. Leider ist es halt dann für JEDEN offen, nicht nur speziell für dich.

Das würde ich mir SEHR gut überlegen. Wenn du kein VPN über deinen Router verwendest, was dass sicherste sein sollte, kann jeder darauf zugreifen (auf das NAS). Klar, du setzt ein Username/Password, aber Brute-Force braucht auch nicht mehr so lange. Sicher würde ich mich nicht mit fühlen.

Also entweder VPN (echtes VPN kein billiges Fritz-Box-Fernzugriff), SSH Zugang oder wenn es unbedingt sein muss auch FTP - Aber auch hier Hack-Gefahr.
In alle Fällen würde ich VPN allein wegen der Sicherheit vorziehen. Dann kannst du damit alles machen, also ob das NAS neben dir stehen würde.

Da wäre dann das nächste Kapitel "Hardware-Firewall", um das und viele andere Dinge für "andere" möglichst unmöglich zu machen ;)

nox
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke erstmal für die Mühe die ihr euch gemacht habt :D vor allem the noxier ^^

Hab mich bei besagten Herstellern einmal umgesehen und Qnap sagt mir auch am meißten zu bisher.

Infrage kommende Modelle sind:

TS-219P+
TS-419P+
oder direkt
TS-659 Pro II

Wobei ich mir jetzt noch über die (wirklich) benötigte Speicherkapazität klarwerden muss.
Gerade bei dem kommenden Datenaufkommen bin ich noch etwas unsicher. Archiviere ich 4h VHS komme ich auf ca. 15GB. 1h HD Camcorder 1080/50p sind auch ~13GB. 4k wird so schnell nicht kommen denke ich doch ein NAS sollte schon einige Zeit seinen Dienst verrichten.

Ich will die Western Digital RE4-GB 2TB Festplatten einsetzen.

Ich möchte ja keine Spielfilme oder Musik sichern, deren Verlust wäre ja egal, es geht mir um Familienaufzeichnungen und meine wichtigsten Daten von Uni, Arbeit, Projekte und so weiter. Da müsste ich über das passende Raidsystem noch Gedanken machen.

Gerade bei den 4 & 6 Slot NAS kommt der Gedanke auf " Bau doch selbst eines, dass geht doch bestimmt günstiger", nur wie sieht das mit passender Software für die gleichen Funktionen aus? Ist das ohne weiteres machbar?

Hardwarefirewall bringt doch der Router mit oder nicht? also mein Dlink DIR 604.
 
Hmm, ich würde immer zu einem Fertig-Nas raten - weil dort alles aus einem Guss ist - auch wenn ich ansonsten gerne und viel Recher baue - es ist erheblich besser. Gut, bei Qnap ist die Oberfläche eher auf HomeUser ausgerichtet - bei Synology ist es aufgeräumter - daher empfehle ich die auch ...
 
Hab leider noch nie eine Synology Oberfläche gesehen. Was machen die anderes? Aber wie es auch sei. Auf meiner Oberfläche war ich in den ersten 3 Stunden drin. Dann eigentlich nicht mehr - läuft ja seit dem. Und wenn was nicht geht, bekomme ich eine email.

Aber zu Thema selber bauen.

An sich ist das eine "Glaubensfrage". Es gibt Leute die Spaß und Zeit haben, sich den PC zu kaufen, zusammen zu bauen, leise zu modden, zig verschieden Software zu installieren, einzurichten und auf einander abzustimmen. Kostet halt Zeit. Dann hat mal halt einen Midi-Tower mit 50-100Watt da stehen oder man investiert in einen Intel Atom System. Aber die Softwareverwaltung und Installation liegt immer noch bei dir.

Ich hatte so etwas vor 6 Jahren noch. 6-8 Platten ja 250 GB. Ein RAID 1. Erst Linux, später wegen besseren Hardwaresupport Windows - mittlerweile wäre es wohl egal. Aber mir ist das Softwareraid beim Neustarten oft a-sync gegangen mit Stundenlange re-sync im BIOS. Also PC nicht verwendbar. Auch hab ich ihn halt öfters abgeschaltet da er über 150W brauchte und laut war. Entweder Laut oder Heiß ...

Das könnte man mittlerweile alles mit Intels ATOM Plattform besser lösen, aber die Softwaresache liegt noch in deinen Händen. Wenn du mehr als nur NAS brauchst, z.B. durch Installation eines komplette Linux System, kann man damit sicherlich noch mehr machen - wenn man das will.

Ich wollte es einfach nicht mehr. Wenn ein Server, dann einzeln. NAS ist NAS. Netzwerkgebundener Datenspeicher und mehr nicht. Ich will nicht wieder zig-sache verlieren wenn das Multi-Bunti-Alleskönner-NAS nicht geht. Somit bin ich auf dedizierte Hardware gegangen.

Ein Game-PC. Ein Media-PC (Am Fernsehen) und ein NAS. Und ein Server/Client je nach Lust. und Bastellaune.

Alle Daten sind sicher auf den NAS. Und jeder PC hat nur die Software installiert. Seit meinem kauf des 400er NAS von QNAP ist das System auf NAS-Seite wartungsfrei :)

Tägliche SMART-Checks, wöchentlichen Bad-Sector Scans. Alles schnell und einfach über die GUI eingerichtet. Bei Fehlern E-Mail. Noch einen speziellen Order auf eine Extra NAS gesynct. Auch hier, bei Fehlern email.

Das war für mich der Grund, nie wieder ein Bastel-File-Server zu betrieben, wenn überhaupt dann ein NAS an einem Server. iSCSI oder NFS. Mehr nicht, aber der Bedarf ist einfach nicht da :)


Zum Thema Hardwarefirewall.
Ich bin sicherlich kein Firewall-Profi. Aber wenn man irgendein Gerät bewusst frei verfügbar im Netz hat, und auf dem Port, in einem Fall wohl Windows Datei Freigabe, SSH oder FTP, einen Dienst hat der, welche sensible Daten bereitstellt, braucht man mehr als nur die sog. NAT-Firewall.

Dein Router ist halt der unterste Stufe des möglichen - weniger geht kaum - aber eben mehr!

Firewall ist nicht gleich Firewall. Jedes System hat andere (mehr) Feature.
Die "Advanced Firewall Features" welche dein Router anpreist sein:
  • NAT with VPN Passthrough
  • MAC Filter
  • IP Filter
  • URL Filter
  • Domain Blocking
  • Scheduling
Das sind so die billigsten Basis Feature einer NAT-Firewall. Nur das erste hilft die gegen Angreifer aus dem Internet (und das rein technisch gesehen, sehr gut), aber genau das musst du umgehen damit dein NAS im Internet verfügbar ist. Die anderen Features helfen um innerhalb deines lokalen Netzwerk für Recht und Ordnung in Richtung Internet zu sorgen. Aber wenn die Regel greifen, wäre ein Angreifer schon viel zu weit drin und aufhalten würden Sie ihn erst Recht nicht :)

Ich weiß jetzt leider nicht wie weit du Dich hier schon auskennst. Aber NAT-Firewall (wenn das ein Profi überhaupt als Firewall anerkennt :) ), sind halt eine Konsequenz aus dem wie wir Heim-Nutzer einen Router verwenden und kein Super-Duper-Feature.

Ohne die genauen Begriff zu kennen, müsste deine (neue) Firewall folgendes können:

  • DoS/DDoS Attacken erkennen und verhindern
  • Bruteforce Angriffe erkennen und blockieren
  • VPN Zugang bereitstellen (IPSec mit SSL)
  • SPI (Stateful Packet Inspection)


Bei DDOS Attacken erkenne/verhindern, sollte eher die Firewall abschalten, als dass sein NAS zusammenbricht. :)

Bei Brute-Force auf SSH/FTP/CIFS/etc sollte das System das erkennen, auf Grund von bestimmten Regeln und den Angreifer blocken oder gleich das gesamte System, wenn es eine verteilter Angriff ist.

Alles voran wäre ein VPN Zugang der sicherste und einfachste Zugang. Mit SSL würdest du noch ein einmalig zu erstellendes Zertifikat brauchen, aber dann kannst nur noch "Du" von außen rein.

Solltest du VPN einsetzten dann wäre der Brute-Force-Schutz nicht mehr so relevant, da kein Dienst im Internet verfügbar ist - nur per VPN.


Mein alter, leider defekt Router (hat meine Vater und eine Schaltbare Steckdose nicht überlebt) konnte bis zu 16 VPN Verbindung per IPSec. Da hab ich mir einen Account eingerichtet, bin an meinem Windows ArbeitsPC gegangen neue VPN-Verbindung mit Firmen-Netz, meine Daten eingegeben und ich war zu Hause in meinem Netzwerk - perfekt.

Aktuelle Modelle für ADSL wären ab 150€
http://www.draytek.de/produkte/modem-router/vigor2710-serie.html
oder eins bessere ab 220€
http://www.draytek.de/produkte/modem-router/vigor2820-serie.html

Nur damit mal was als Beispiel siehst :)
AVM, der "beste" Home-User-Hersteller, bietet nur "Fernwartung" an. Das soll wohl wie VPN anfühlen, aber ist nicht kompatible zu andere richtigen VPN Diensten.
AVM hat Geräte von 70/80 Euro bis 220 Euro. Um so teure deren Geräte um so mehr Multimedia-Feature und Telefon Zeugs ist dabei - aber leider weder richtiges VPN noch richtige Firewall Features.

DrayTek ist dann schon eine Stufe höher. Ist zwar auch noch in Richtung Home-User, aber jedes kleinere bis mittlere Unternehmen könnte die Dinger schon nutzen.

Nächste Stufe darüber ist Lancom, ab 600€ :)
http://www.lancom-systems.de/LANCOM-1821n-Wireless.1265.0.html
Da bekommt man mehr Feature als man Verstehen kann :)


Abseits von dem gibt es allerdings noch andere Wege.
Es gibt sog. Custom-Router-Firmware, welche die vorhandene Firmware von Routern ersetzt und wesentlich mehr Möglichkeiten anpreisen. Sicherlich auch hier im Forum zu finde. Leider hab ich davon keine Ahnung. Ich gehen immer nur von Hersteller-Software aus.


Aber nur um das klar zu stellen. Diese "mehr als eine NAT-Firewall" was ich hier verlange von den Geräte, braucht man NUR wenn man irgendwas "frei" im Internet zu Verfügung stellen möchte. Die NAT-Firewal macht in der Regel einen super Job, auch schon bei den 30Euro Router, und da ist für die meistern User voll und ganz ausreichend, wenn man einfach nur Surfen möchte. Also keine Dienst für das Internet bereitstellen möchte.

Man hört dann eben manchmal von Portfreigaben (= NAT-Firewall umgehen) um eine P2P-Client besser zu verwenden, oder ein PC-Spiel zu hosten (dedicated Server). Aber egal ob P2P oder PC-Spiel, da sind keine wichtigen Daten dahinter - nichts desto trotz könnte man den PC, auf dem der P2P-Client oder das PC-Spiel läuft total einfach hacken, eben weil die Portfreigaben da sind. In der Regel sind aber beide gut genug programmiert, dass das nicht so einfach geht - sofern nicht vom Entwickler bereits als "Hintertür" eingebaut ist.

Aber dass nur mal so als Info.

Hoffe nicht zu viel geschrieben zu haben :D

Gruß
Nox
 
Oh, auch nicht schlecht. Danke.
Bin da mal durch, aber "aufgeräumter" hätte ich das jetzt nicht genannt. Eher versteckter. Und warum es eine Trennung von "Bedienfeld" und diesem "Menü"-Button gibt - wird schon einen Grund haben. Denke mal das es eine Desktop darstellen soll und dann kann man vielleicht Shortcuts von bestimmten Einstellungen in die "Mitte" legen. Wenn nicht dann naja. Geschmackssache.

Leider habe ich so etwas wie Termin-gesteuerter HDD Checks nicht gefunden, die ich bei so etwas doch als sehr wichtig ansehe. Aber vielleicht war das auch versteckt oder deaktiviert.

Naja hab nicht viel verpasst mit meinem QNAP :D


Danke
nox
 
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