Hab leider noch nie eine Synology Oberfläche gesehen. Was machen die anderes? Aber wie es auch sei. Auf meiner Oberfläche war ich in den ersten 3 Stunden drin. Dann eigentlich nicht mehr - läuft ja seit dem. Und wenn was nicht geht, bekomme ich eine email.
Aber zu Thema selber bauen.
An sich ist das eine "Glaubensfrage". Es gibt Leute die Spaß und Zeit haben, sich den PC zu kaufen, zusammen zu bauen, leise zu modden, zig verschieden Software zu installieren, einzurichten und auf einander abzustimmen. Kostet halt Zeit. Dann hat mal halt einen Midi-Tower mit 50-100Watt da stehen oder man investiert in einen Intel Atom System. Aber die Softwareverwaltung und Installation liegt immer noch bei dir.
Ich hatte so etwas vor 6 Jahren noch. 6-8 Platten ja 250 GB. Ein RAID 1. Erst Linux, später wegen besseren Hardwaresupport Windows - mittlerweile wäre es wohl egal. Aber mir ist das Softwareraid beim Neustarten oft a-sync gegangen mit Stundenlange re-sync im BIOS. Also PC nicht verwendbar. Auch hab ich ihn halt öfters abgeschaltet da er über 150W brauchte und laut war. Entweder Laut oder Heiß ...
Das könnte man mittlerweile alles mit Intels ATOM Plattform besser lösen, aber die Softwaresache liegt noch in deinen Händen. Wenn du mehr als nur NAS brauchst, z.B. durch Installation eines komplette Linux System, kann man damit sicherlich noch mehr machen - wenn man das will.
Ich wollte es einfach nicht mehr. Wenn ein Server, dann einzeln. NAS ist NAS. Netzwerkgebundener Datenspeicher und mehr nicht. Ich will nicht wieder zig-sache verlieren wenn das Multi-Bunti-Alleskönner-NAS nicht geht. Somit bin ich auf dedizierte Hardware gegangen.
Ein Game-PC. Ein Media-PC (Am Fernsehen) und ein NAS. Und ein Server/Client je nach Lust. und Bastellaune.
Alle Daten sind sicher auf den NAS. Und jeder PC hat nur die Software installiert. Seit meinem kauf des 400er NAS von QNAP ist das System auf NAS-Seite wartungsfrei
Tägliche SMART-Checks, wöchentlichen Bad-Sector Scans. Alles schnell und einfach über die GUI eingerichtet. Bei Fehlern E-Mail. Noch einen speziellen Order auf eine Extra NAS gesynct. Auch hier, bei Fehlern email.
Das war für mich der Grund, nie wieder ein Bastel-File-Server zu betrieben, wenn überhaupt dann ein NAS an einem Server. iSCSI oder NFS. Mehr nicht, aber der Bedarf ist einfach nicht da
Zum Thema Hardwarefirewall.
Ich bin sicherlich kein Firewall-Profi. Aber wenn man irgendein Gerät bewusst frei verfügbar im Netz hat, und auf dem Port, in einem Fall wohl Windows Datei Freigabe, SSH oder FTP, einen Dienst hat der, welche sensible Daten bereitstellt, braucht man mehr als nur die sog. NAT-Firewall.
Dein Router ist halt der unterste Stufe des möglichen - weniger geht kaum - aber eben mehr!
Firewall ist nicht gleich Firewall. Jedes System hat andere (mehr) Feature.
Die "Advanced Firewall Features" welche dein Router anpreist sein:
- NAT with VPN Passthrough
- MAC Filter
- IP Filter
- URL Filter
- Domain Blocking
- Scheduling
Das sind so die billigsten Basis Feature einer NAT-Firewall. Nur das erste hilft die gegen Angreifer aus dem Internet (und das rein technisch gesehen, sehr gut), aber genau das musst du umgehen damit dein NAS im Internet verfügbar ist. Die anderen Features helfen um innerhalb deines lokalen Netzwerk für Recht und Ordnung in Richtung Internet zu sorgen. Aber wenn die Regel greifen, wäre ein Angreifer schon viel zu weit drin und aufhalten würden Sie ihn erst Recht nicht
Ich weiß jetzt leider nicht wie weit du Dich hier schon auskennst. Aber NAT-Firewall (wenn das ein Profi überhaupt als Firewall anerkennt

), sind halt eine Konsequenz aus dem wie wir Heim-Nutzer einen Router verwenden und kein Super-Duper-Feature.
Ohne die genauen Begriff zu kennen, müsste deine (neue) Firewall folgendes können:
- DoS/DDoS Attacken erkennen und verhindern
- Bruteforce Angriffe erkennen und blockieren
- VPN Zugang bereitstellen (IPSec mit SSL)
- SPI (Stateful Packet Inspection)
Bei
DDOS Attacken erkenne/verhindern, sollte eher die Firewall abschalten, als dass sein NAS zusammenbricht.
Bei
Brute-Force auf SSH/FTP/CIFS/etc sollte das System das erkennen, auf Grund von bestimmten Regeln und den Angreifer blocken oder gleich das gesamte System, wenn es eine verteilter Angriff ist.
Alles voran wäre ein VPN Zugang der sicherste und einfachste Zugang. Mit SSL würdest du noch ein einmalig zu erstellendes Zertifikat brauchen, aber dann kannst nur noch "Du" von außen rein.
Solltest du VPN einsetzten dann wäre der Brute-Force-Schutz nicht mehr so relevant, da kein Dienst im Internet verfügbar ist - nur per VPN.
Mein alter, leider defekt Router (hat meine Vater und eine Schaltbare Steckdose nicht überlebt) konnte bis zu 16 VPN Verbindung per IPSec. Da hab ich mir einen Account eingerichtet, bin an meinem Windows ArbeitsPC gegangen neue VPN-Verbindung mit Firmen-Netz, meine Daten eingegeben und ich war zu Hause in meinem Netzwerk - perfekt.
Aktuelle Modelle für ADSL wären ab 150€
http://www.draytek.de/produkte/modem-router/vigor2710-serie.html
oder eins bessere ab 220€
http://www.draytek.de/produkte/modem-router/vigor2820-serie.html
Nur damit mal was als Beispiel siehst

AVM, der "beste" Home-User-Hersteller, bietet nur "Fernwartung" an. Das soll wohl wie VPN anfühlen, aber ist nicht kompatible zu andere richtigen VPN Diensten.
AVM hat Geräte von 70/80 Euro bis 220 Euro. Um so teure deren Geräte um so mehr Multimedia-Feature und Telefon Zeugs ist dabei - aber leider weder richtiges VPN noch richtige Firewall Features.
DrayTek ist dann schon eine Stufe höher. Ist zwar auch noch in Richtung Home-User, aber jedes kleinere bis mittlere Unternehmen könnte die Dinger schon nutzen.
Nächste Stufe darüber ist Lancom, ab 600€
http://www.lancom-systems.de/LANCOM-1821n-Wireless.1265.0.html
Da bekommt man mehr Feature als man Verstehen kann
Abseits von dem gibt es allerdings noch andere Wege.
Es gibt sog. Custom-Router-Firmware, welche die vorhandene Firmware von Routern ersetzt und wesentlich mehr Möglichkeiten anpreisen. Sicherlich auch hier im Forum zu finde. Leider hab ich davon keine Ahnung. Ich gehen immer nur von Hersteller-Software aus.
Aber nur um das klar zu stellen. Diese "mehr als eine NAT-Firewall" was ich hier verlange von den Geräte, braucht man NUR wenn man irgendwas "frei" im Internet zu Verfügung stellen möchte. Die NAT-Firewal macht in der Regel einen super Job, auch schon bei den 30Euro Router, und da ist für die meistern User voll und ganz ausreichend, wenn man einfach nur Surfen möchte. Also keine Dienst für das Internet bereitstellen möchte.
Man hört dann eben manchmal von Portfreigaben (= NAT-Firewall umgehen) um eine P2P-Client besser zu verwenden, oder ein PC-Spiel zu hosten (dedicated Server). Aber egal ob P2P oder PC-Spiel, da sind keine wichtigen Daten dahinter - nichts desto trotz könnte man den PC, auf dem der P2P-Client oder das PC-Spiel läuft total einfach hacken, eben weil die Portfreigaben da sind. In der Regel sind aber beide gut genug programmiert, dass das nicht so einfach geht - sofern nicht vom Entwickler bereits als "Hintertür" eingebaut ist.
Aber dass nur mal so als Info.
Hoffe nicht zu viel geschrieben zu haben
Gruß
Nox