Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fahrenheit 9/11 vor US-Wahl im TV
Wer am Film interessiert ist:
http://dwdl.de/conpresso/medien-inhalte/detail.php?nr=9151&kategorie=medien-inhalte
Blutschlumpf
09.10.2004, 01:58
Nice, endlich mal ein Film, der nicht erst 5 Jahre nach dem Kino ins Fernsehen kommt.
denke nicht dass es wirklich was am wahlergebniss ändern würde...aber dennoch finde ichs gut ;)
Wintermute
09.10.2004, 14:15
Richtig so. Und wenn´s nur 5 Leute mehr überzeugt.
ryan dunn
09.10.2004, 14:29
genial! der moore is einfach nur genial!
7H3 N4C3R
09.10.2004, 17:22
Wow, das finde ich super. Habe den Film leider nicht sehen können, und hier läuft er auch nicht mehr.
komt ja am 21.10 oder so auf DVD raus, hab schon bei amazon vorbestellt ;)
hier auch nochmal die News mit einem Update, was die Ausstrahlung in den USA betrifft ;)
ProSieben wird Michael Moore's Dokumentation "Fahrenheit 9/11" bereits am 1. November 2004 im deutschen Fernsehen zeigen.
Die Dokumentation wird am Vorabend der amerikanischen Präsidentschaftswahlen ab 20:15 Uhr auf ProSieben ausgestrahlt.
Die frühe TV-Ausstrahlung erfolgt auf eigenen Wunsch von Michael Moore, dessen erklärtes Ziel es ist, die derzeitige US-Regierung unter George Bush die Wahl 2004 verlieren zu lassen.
Dafür verzichtete Michael Moore auch auf eine Oscar-Nominierung. Ob "Fahrenheit 9/11" auch im US-Fernsehen noch vor der Wahl zu sehen sein wird, ist derzeit noch offen.
Nach der ProSieben-Ausstrahlung ist der Film zunächst einmal für zwei Jahre für weitere TV-Ausstrahlungen im deutschen Fernsehen gesperrt.
Die frühe TV-Ausstrahlung dürfte auch der Grund dafür sein, dass Universum Film die Moore-Dokumentation gestern plötzlich bereits für den 21. Oktober auf DVD ankündigte, gerade einmal rund drei Monate nach dem deutschen Kinostart. In den USA ist "Fahrenheit 9/11" bereits seit dem 5. Oktober auf DVD erhältlich.
Update: In den USA ist die freie TV-Ausstrahlung von "Fahrenheit 9/11" noch vor der US-Wahl gescheitert, da der DVD-Distributor Columbia sich diesem Vorhaben verweigert hat.
Schließlich ist Columbia vor allem am Verkauf der DVDs und nicht an den politischen Ambitionen von Michael Moore interessiert.
Wie das US-Branchenmagazin "Variety" berichtet, ist aber am 1. November ein "Michael Moore Pre-Election-Special" geplant, welches im Pay per View-Verfahren via Kabel zu sehen sein soll und in dessen Rahmen der Film auch gezeigt wird.
Dem Betreiber "In Demand" ist es allerdings bis zum 24. Oktober verboten, direkt Werbung für "Fahrenheit 9/11" zu machen, da dies wiederum die DVD-Verkäufe behindern könnte.
Bei einem anvisierten Preis von 9.95 USD für das einmalige Pay per View-Event dürfte die zum Preis ab 16 USD in den USA angebotene DVD aber ohnehin das bessere Preis/Leistungsverhältnis abgeben.
so heute abend ist es soweit. ich freu mich schon aif den film. besonders wenn man ihn mit einer ebenso enthusiastischen person gucken kann :)
Da ich heute Abend nicht zu Hause sein werde, habe ich schon mal den DVD-Recorder programmiert. Bin sehr gespannt auf die Doku.
Die Doku ist äußerst einseitig (was sonst ;)) und auch nicht sonderlich unterhaltsam. :o
Ich habe den Film schon ungefähr 3x gesehen und finde ihn sehr gut gemacht. :) Werd ihn mir bei Gelegenheit heute Abend nochmals zu Gemüte führen.
Also ich guck ihn mir mal auf jeden Fall heute Abend an. Wollte damals ins Kino ging aber aus irgendwelchen Gründen, die mir grad nicht einfallen, nicht. Naja mal gucken wie er ist :)
Also ich guck ihn mir mal auf jeden Fall heute Abend an. Wollte damals ins Kino ging aber aus irgendwelchen Gründen, die mir grad nicht einfallen
wie bei mir, ich freu mich schon auf 20.15Uhr :)
Hein-Blöd
01.11.2004, 18:35
Ich freu mich au auf nacher, den werd ich mir erst mal bei nem Kumpel aufm 33Zoll TFT anschauen :)
aufm 33Zoll TFT anschauen
Angeber :D :p
bitfunker
01.11.2004, 19:03
Erwartet nicht zuviel, gegen "Bowling for Columbine2 ist "F 9/11" recht schwach. Sehr polemisch und polarisierend. Eine Doku kann man das nicht mehr nennen.
Ne danke - ich werd ihn mir nicht schon wieder anschauen. Möchte auch mal die
Gegendarstellung sehen (es gibt da einen pro-Bush Film, der parallel zu 9/11 heraus
kam) und dann urteilen. Ich selbst weiß, was ich von dem Kerl halte, aber die, bei denen
die Wahl in der Hand liegt, sollten eher aufgeklärt werden. Meine komplette Familie in
Amerika ist pro-Bush und lässt sich davon auch nicht abbringen. :(
Meine Oma unterbricht zur Wahl extra den Urlaub und fliegt nach Hause, um den Kerl zu
wählen.
Erwartet nicht zuviel, gegen "Bowling for Columbine2 ist "F 9/11" recht schwach. Sehr polemisch und polarisierend. Eine Doku kann man das nicht mehr nennen.
na und? kenne den ja schon. hatte damals auch keine echte doku erwartet :D hauptsache anti-bush polemik und propaganda. solange es in die, von mir aus gesehen, richtige richtung geht ist alles null problemo ;) hihi *nicht so ernst nehmen bitte*
ausserdem bedient der film eigentlich zu 90% eh nur die, die ohnehin anti-bush sind. von daher. einfach zurück lehnen und berieseln lassen. hat ja keiner von objektivität gesprochen :p
@dunkelangst
das mit deiner oma kommt wohl glaub ich wegen des alters. irgendwann verharrt man in einer ansicht und bleibt stur dabei.
aber es wundert mich dass die restliche family auch so drauf ist. hast du eine ahnung weshalb? bestimmte einschneidende erlebnisse?
Alle meiner Onkel sind in der Army. Ob Lehrer/Ausbilder, Arzt, Flieger o.ä. sie sind alle
dort (habe 5 Onkel). Teilweise sind sie auch in Irak I dabei gewesen und haben sogar
teilweise bleibende Schäden davongetragen (gefährliches Gas eingeatmet ->
Nervenschäden, Vergesslichkeit usw.), aber sind trotz allem pro-Bush.
Da kann man sich auf den Kopf stellen und ich hab auch keinen Bock mich stundenlang
auf englisch über Politik zu fetzen, wenn sie sich sowieso nicht von ihrer Ansicht
abbrigen lassen. :(
BodyLove
01.11.2004, 22:02
mmh, selbst wenn man objektiv an die Sache rangeht, kann man einige Fakten nicht leugnen. Diese Beziehungen zwischen Saudi-Arabien, die Bin-Ladens und USA ist imho sehr interessant. Ich meine ~1000Milliarde US$ haben die Saudis anscheinend die letzten 30 Jahre in USA investiert...
PuppetMaster
01.11.2004, 22:05
Schaut euch mal diesen Artikel hier an...
http://www.liberalismus.at/moore.php
U.A.:
Film: Die USA werden von Saudiarabien aus geführt, da die Saudis dort so viel investiert haben ($860 Milliarden), dass sie zu wichtigen "Eigentümern" der USA wurden (ihnen "gehören" 7% der USA).
Wirklichkeit: Die gesamten Auslandsinvestitionen weltweit der Saudis betragen ca. $700 Milliarden, davon gehen ca. $420 Milliarden in die USA [26]. Nach dem U.S. Census Bureau hielten ausländische Investoren 2002 insgesamt $1,7 Billionen in Unternehmensanleihen. Der größte Anteil fällt auf U.K. und Japan. Saudiarabien gehört zu den kleineren Investoren, in der Statistik zusammengefasst in der Kategorie "Andere Länder", welche insgesamt (!) 7% ausmacht. [27]
Wenn die Saudis tatsächlich die US-Politik kontrollieren würden, sähe diese wohl anders aus. Dann wären weder die Taliban, welche den von Saudiarabien unterstützten wahabitischen Islam vertreten, noch Saddam Hussein, Sunnit in einem mehrheitlich schiitischen Land, gestürzt worden. Heute befindet sich Saudiarabien mehr denn je in der Zange der USA. Würde die US-Regierung in ähnlich vereinfachender Weise wie Moore alle Schuld auf die "Saudis" abschieben und saudiarabische Staatsbürger generell verdächtigen, würde Moore wohl zurecht von Rassismus sprechen.
Ich habe ihn mir jetzt aufgenommen :)
Finde ihn aber sehr informativ, und gut gemacht.
BodyLove
01.11.2004, 22:29
Naja, der Film ist stark polarisierend. Man merkt das der Film schon von anfang an in eine Richtung geht. Aber auch jetzt werden ja stimmen laut, dass bei den jetzigen Wahlen einige zivile Amerikaner, welches eher zu den Demokraten geneigt sind, kein Recht auf Mitwählen bekommen, wohingegen die Soldaten, generell Repuplikanisch, eigenes System für Brief- / Internetwahl bekommen haben.
Man muss das Ganze nüchtern ansehen. Aber bekommt ein Bild, warum die Amerikaner im Irak verhasst sind...
@PuppetMaster
hmm, interessanter Link, hätte ich jetzt nicht gedacht :rolleyes
aber es gibt halt immer zwei seiten und das MM nicht nur ein lieber, netter Kerl ist war mir irgendwo schon klar
er macht ja haufenweise kohle mit den Büchern/Filmen
und das nicht 100% alles richtig ist was er schreibt und wie er es schreibt, war mir auch klar
selbst wenn nur 20-25% so ist wie er es geschrieben/gefilmt hat, ist's trotzdem immer noch schlimm genug
BodyLove
01.11.2004, 23:07
Wie MM selbst sagt, dreht sich alles um das große Geld. Was mich in diesem Film bewegt sind nicht die "Fakten", sondern eher die Bilder. Zwar sind diese Bilder sicherlich extra gewählt und die Menschen, die interviewt werden, sicherlich gesondert durchsucht, aber die Bilder im Irak sind imho erschreckend. Vor allen Dingen würde ich gerne neutrale Bilder vom Irak sehen, welches vorm Krieg gab.
Kinder die Spielen zu zeigen um eine gewisse Ruhe zu zeigen, ist der älteste Trick der Welt. Ich würde gerne den normalen Ablauf sehen.
Generell stehe ich solchen Filmen ja sehr kritisch gegen. Aber einige Aufnahmen sind schon erschreckend genug, um sich Gedanken darüber zu machen, ob alles richtig ist, was in den letzten vier Jahren so alles passiert ist.
der film ist natürlich nicht objektiv, merkt man schon an dem sarkastisch-ironischen unterton des sprechers. zum ende hin wird er meiner ansicht nach auch langweilig, einige sachen werden doch arg in die länge gezogen.
kann gonzo nur zustimmen, natürlich ist vieles übertrieben und sehr zugespitzt dargestellt, aber selbst wenn nur ein teil der behaupteten sachen stimmen, ist das immer noch sehr sehr bedenklich.
der link von puppetmaster ist auch informativ, wenngleich auch nicht objektiv.
Eigendlich wollte ich schon längst im bett liegen aber irgendwie hat mich die seite von PuppetMaster so gefässelt das ich davon garnicht mehr los komme!
Das ist mal eine ganz andere sicht der dinge, ich hab mir zwar jetzt nicht alles durch gelesen, aber einige sachen mal überflogen. Ich meine wenn man wirklich alles so glaubt wie es in den filmen dargestellt wird und sich keine eigenen gedanken macht oder sogar besser andere informationen holt (wie zum beispiel diese seite) finde ich das sowieso ein bisschen einseitig. Ich fände es schwach mir eine meinung über etwas anhand zweier filme zu machen. Obwohl andersrum ich auch nicht sagen kann das mich jetzt diese eine seite total vom gegenteil überzeugt (was sie ja auch nicht soll)! :)
Ich fand den film trotzdem sehr interessant und bowling for Columbine fand ich auch nicht schlecht. Dort laufen schon ein paar sachen ab die ich nicht nachvollziehen kann und worüber ich den kopf schüttel!
allerdings...
wenn man nur eine meinung auf sich runterrieseln läßt....ist man kein deut besser als die, die wie die schafe dem bush folgen. also sollten auch wir net wie die schafe dem moore folgen sondern auch mal selbst anpacken und uns selbständig informieren.
nichtsdestotrotz könnte ich mir nicht vorstellen gegen moore und pro bush zu sein :D
@PuppetMaster:
Moore mag einiges so hindrehen wie er es möchte, aber die Kritik von dieser Seite ist auch nicht besser.
Moore ist ganz klar vorzuwerfen, dass er für einen Dokumentarfilmer ein wenig zu sehr Szenen ineinanderschneidet, die eigentlich in keinem direkten Zusammenhang stehen, oder auch welche nachhstellt.
Z. B. die auf der Seite erwähnte Sache mit der Waffe und der Bank: da wird ihm vorgeworfen, die Szene gestellt zu haben. Aber ist es nicht eigentlich völlig egal für die Aussage dieser Szene, ob er die Waffe als Prämie direkt von der Bank ausgehändigt bekommt oder erst zwei Wochen später? Eine Waffe als Prämie. Von einer Bank. Ist doch krank genug.
Auch sind da einige falsche Aussagen bzw. Verdrehungen auf der Seite:
z. B.:
Film: Mitglieder der Bin Laden-Familie werden nach dem 11. September eilig aus den USA ausgeflogen, da die Bushs und die Bin Ladens durch Geschäftsbeziehungen eng verbunden sind.
So wurde das nicht gesagt. Es wurde gesagt, dass die Mitglieder der bin Laden Familie (eilig) ausgeflogen wurden.
Weiter wurden in dem Film die Geschäftsbeziehungen zwischen den Familien Bush und bin Laden dargestellt.
Und es wurde ein ehemaliger FBI-Agent gezeigt, der die Ladens gerne noch verhört hätte, bevor sie ausgeflogen sind.
Den Zusammenhang muss der Zuschauer für sich selber ziehen. Zugegeben, er wird ziemlich offensichtlich präsentiert.
Film: Bush führt Krieg "im Auftrag" von Unocal, einer Firma, die eine Pipeline durch Afghanistan bauen möchte. Karzai wurde installiert, da er früher Berater von Unocal war.
Wirklichkeit: Bush bevorzugte den Plan von Enron, eine Pipeline durch das Kaspische Meer zu bauen, die konkurrierende Alternative zu Unocals Plänen - was eben keine Pipeline durch Afghanistan bedeutet hätte. Die Unterstützung von Unocal mitsamt der zweifelhaften Einbindung der Taliban kam von Seiten der Clinton Regierung (!).
Nee, ehrlich? Wer war denn Präsident, als Unocal und die Taliban in Texas (George W. war Gouvernour, wurde eindeutig im Film erwähnt)? Clinton! Na, was für ne kritische Aussage.
Film: Der große Fehler der USA war, nicht alle Kraft auf Osama Bin Laden konzentriert zu haben.
Wirklichkeit: Hier widerspricht sich Moore wieder selbst. Davor argumentierte er, dass Osama Bin Laden als "innocent until proven guilty" (Zitat von 2002, [24]) betrachtet werden müsste und zweifelte an der Rechtfertigung des Angriffs auf Afghanistan. In Dude, Where's My Country? fragt er sogar ominös: "How could a guy sitting in a cave in Afghanistan, have … plotted so perfectly the hijacking of four planes and then guaranteed that three of them would end up precisely on their targets?" In Bowling for Columbine hingegen weist er extra darauf hin, "Osama bin Laden used his expert CIA training to murder 3,000 people". [21]
Moore stellt die Frage, warum so wenig Energie aufgewendet wird, den vermeintlichen Drahtzieher zu erwischen. Das sehe ich nicht als Widerspruch zu seiner Ansicht, Bin Laden sei unschuldig.
(Der letzte Satz macht natürlich stutzig, aber ich muss zu meiner Schande gestehen, BfC noch nicht gesehen zu haben, kann den also nicht kommentieren).
Film: Mangelnde Polizeikräfte in Oregon verunmöglichen einen ausreichenden Schutz der Bevölkerung.
Wirklichkeit: Ein beliebtes Argument der "Rechten": es gäbe immer zu wenige Polizisten und eine Erhöhung der Einsatzkräfte führe immer zu besserem Schutz. Typischer Moore-Widerspruch: Die Angst der Amerikaner wäre rein künstlich fabriziert, es gäbe keinen Grund für Panik. Aber eines Nachts gab es nur acht Polizisten in ganz Oregon, mit denen Funkkontakt bestand - laut Aussage eines überarbeiteten Polizisten. (Ironisch:) Dabei könnten doch jederzeit Schiffe voll mit Terroristen in Oregon anlegen! Und in der Nacht allen im Schlaf die Kehle durchschneiden! Bush schützt eure Kinder nicht! Wählt Kerry! Nur er wird die Polizei in Oregon aufstocken! Das gehört schließlich zur Verantwortung des Präsidenten ...
Ganz klare Fehlinterpretation. Moore wundert sich lediglich darüber, warum extra ein Heimatsicherheitsministerium gegründet und ein Gesetz, welches erhebliche Einschnitte in die Freiheit der Bürger mit sich bringt, verabschiedet wird, aber gleichzeitig in Oregon für ein großes Staatsgebiet nur so wenige Polizeibeamte im Dienst sind.
Er deckt also den Widerspruch auf, und produziert keinen neuen.
Film: Irak unter Saddam hat niemals einen einzigen Amerikaner angegriffen.
Ich kann mich nur an die Aussage erinnern, dass der Irak niemals Amerika angegriffen hat.
Film: Bushs Freund James Bath wurde Finanzmanager der Bin Laden Familie und investierte deren Geld in Bushs Ölunternehmen. Um dies zu verheimlichen, wurde Baths Name in Dokumenten zensiert, die Moore aber exklusiv ohne Zensur auftreiben konnte.
Wirklichkeit: James Bath hat nur eigenes Geld in Arbusto investiert, unabhängig von seiner Tätigkeit als Finanzberater. Sein Name ist in den Akten der Nationalgarde zensiert, da dies seit 2003 aus Datenschutzgründen Vorschrift ist. Allerdings wurden die Dokumente schon 2000 öffentlich zugänglich gemacht - vor dieser Vorschrift. Die "unzensierte" Version zu erhalten, hatte also - wider den Anschein - nichts mit investigativem Journalismus zu tun und die "Zensur" nichts mit Vertuschung. [26]
Datenschutz gilt nicht für den Präsidenten? Dessen Name war nicht geschwärzt...
Film: Die Titelseite der US-Regionalzeitung "Pantagraph" aus Illinois wird gezeigt mit der Schlagzeile "Latest Florida recount shows Gore won election".
Wirklichkeit: Die Seite ist gefälscht, die Meldung war keineswegs auf der Titelseite erschienen, die angebliche "Schlagzeile" ist eine Zeile aus einem Leserbrief (!) im hinteren Teil der Zeitung. Das Blatt verlangt eine öffentliche Entschuldigung und einen symbolischen Schadensersatz. [30]
Auch hier wieder: für einen Dokumentarfilmer sicher kein feiner Zug, aber für die Aussage unerheblich ob echt oder nicht.
Moore wird auch immer seine Einseitigkeit gegenüber Bush und den Republikanern vorgeworfen.
Im Film werden aber mehrfach die Demokraten hart angegangen, vor allem Tom Daschle.
In seinem Buch "Stupid White Men" lässt er außerdem mehrere Seiten lang an Bill Clinton (und auch wieder Tom Daschle) kein einziges gutes Haar.
Er schreibt eindeutig, dass die Demokraten nichts weiter als "schlechtere" Republikaner seien.
Ein großes Problem an solchen Filmen, Büchern, aber auch an den Kritiken, ist die manchmal wirklich einseitige Sicht sowie die immer wieder zu stellende Frage, ob die Quellen denn echt sind. Das ist schwierig, und man sollte sich wirklich immer aus verschiedenen Richtungen informieren.
Aber wenn ich das hier lese:
Wie in vielen anderen Fällen, reicht ein Blick auf die nähere Geschichte, um mit dem Zeigefinger vorgebrachte Entrüstungen gerade von österreichischer oder deutscher Seite über diese "barbarische Sicht" vom Waffenbesitzrecht als Grundrecht zu relativieren: Die Leserin darf dreimal raten, wann hier die letzte umfassende staatliche Kontrolle und weitgehende Einschränkung des privaten Waffenbesitzes stattfand. Am 8. November 1938 verkündete der Berliner Polizeipräsident die Umsetzung des Verbots privaten Waffenbesitzes unter Juden: 2,569 Handwaffen, 1,702 Feuerwaffen und 20,000 Stück Munition wurden konfisziert. Am 9. November 1938 kam der Befehl an alle Sicherheitskräfte, Juden vollständig zu entwaffnen und im Falle des Widerstandes zu erschießen. Am 10. November 1938 war schließlich alles klar für jenes geplante Pogrom, das als Reichskristall"nacht" (es ging über mehrere Tage) bekannt ist. Das Verbot privaten Waffenbesitzes und die staatliche Beschlagnahmung wurde systematisch in allen okkupierten Ländern umgesetzt. Dies fiel besonders leicht, denn aufgrund früherer Gesetze musste jede Waffe registriert werden, die Nazis gingen dann einfach die Registrierkarten durch. Welchen Grund die Nazis hatten, vor dem Holocaust eine penible Waffengesetzgebung einzuführen, wird deutlich am Beispiel des Aufstandes im Warschauer Ghetto 1943: Nur mit einigen wenigen Handfeuerwaffen ausgerüstet gelang es den Juden im Ghetto die Deportationen vorübergehend zu stoppen, die Nazis aus dem Ghetto zu vertreiben, dasselbe mehrere Tage zu halten und dann im Wald den Widerstand fortzusetzen. [19] Der Umstand schließlich, dass die Schweiz das einzige Land Europas war und ist, wo Milizangehörige (36% der Gesamtvevölkerung!) ein Gewehr zuhause haben, mag ein wesentlicher Grund für die Schonung der Schweiz durch die Nazis gewesen sein. [20]
Dann fällt mir echt nichts mehr ein. Ein ziemlich ungünstiger Vergleich, meint Ihr nicht?
Gruß
Morgoth
13thAngel
02.11.2004, 15:21
Das Moore seine Bücher und Filme mit Scheuklappen - gewollt oder ungewollt - schreibt/dreht ist denke ich nicht abzustreiten. Aber an jedem Gerücht ist auch ein Funken Wahrheit und selbst wenn Moore diverse Tatsachen aus dem Zusammenhang reißt haben sie doch einen gewissen Hintergrund. Und wenn Bush im amerikanischen Fernsehen verkündet der Irakkrieg sei gewonnen (kann man einen Krieg gewinnen?) und danach laufen Aufnahmen einer Mutter die ihren Sohn im Irak verloren hat, gibt das schon zu bedenken welchen (Un)Sinn dieser von George W. Bush verantwortete Krieg gehabt haben soll. Dann liest diese Mutter aus dem letzten Brief ihres Sohnes vor und dieser schreibt ihr darin, dass keiner dort den Sinn des ganzen
Unternehmens versteht. Allein diese Szenen und Aussagen, seien es auch nur zusammenhanglose Fragmente, sind wichtig zu erfahren.
Ich habe den Film gestern abend gesehen und ich war, muss ich zugeben, ziemlich geschockt, als ich die Bilder von schwer verletzten Soldaten, Toten auf beiden Seiten, Kinderleichen der Iraker und Familien am Abgrund weil ihnen alles genommen wurde, gesehen habe. Ich glaube dass nicht 20% der Amerikaner wußten/wissen was im Irak wirklich passiert. Allein deswegen könnte dieser Film ungemein wichtig für den Ausgang der Wahlen sein.
Original geschrieben von Gonzo71
Nach der ProSieben-Ausstrahlung ist der Film zunächst einmal für zwei Jahre für weitere TV-Ausstrahlungen im deutschen Fernsehen gesperrt.
Warum läuft er dann gerade auf Sat1 nochmal?
Weil er ab jetzt erst gesperrt ist. Ist also fast korrekt, was Gonzo schrieb.
Aber mal am Rande: geht das nur mir so oder fällt das auch anderen aus, dass George ebenso seine anhänger grüßt wie die Jungs Anno '33? Immer schön den rechten Arm gestreckt. Huh, da schauderts mir...
NBC und Fox verkünden übrigens, ähnlich wie letztes Mal, Bush als Gewinner der Wahl obwohl noch nichts offiziell ist. Es steht 249 zu 242 für Bush, noch 5 Staaten auszuwählen.
Hier ein Link zu aktuellen Ergebnissen: http://www.cnn.com/ELECTION/2004/
Gruß
Morgoth
TURRICAN
03.11.2004, 12:36
Ich glaube irgentwie nicht das es bei der Wahl mit rechten Dingen zu geht. Habe einen Bericht gesehen das wieder etliche Stimmen (man durfte ja schon vorher Wählen) unwiederbringlich "verloren" gegangen sind.