Natürlich ist noch kein Browser HTML5 konform, weil es noch keinen festen HTML5 Standard gibt. Es kommt natürlich darauf an, was man von HTML5 nutzen möchte, die neuen Tags sind absolut kein Problem, da Browser, die Tags nicht kennen, trotzdem durch CSS-Stylen lassen, man verliert also nichts. Nur IE der IE bildet hier wieder eine Ausnahme, aber die kann man ihm mit html5shiv austreiben.
Die JavaScript-APIs aus HTML5 ist natürlich eine ganz andere Sache, wenn man sich aber mal
caniuse.com ansieht, dann sieht man schon, dass die Verbreitung einiger Funktionen schon ziemlich weit ist. Man sollte natürlich nicht auf Teufel komm raus eine Funktion
fordern, aber z.B. bei Datei-Uploads in Browsern die bereits XMLHttpRequest2 können, dies zu nutzen, gehört meiner Meinung nach zum guten Ton, wenn es die Usability deutlich steigert (Progressive Enhancement).
Und so kann man eben bei vielen Punkten weitermachen, nehmen wir nur runde Ecken mit CSS3: jahrelang musste man Grafiken nehmen, jetzt setzt man das Attribut eben und es wird in allen neuen Browsern genutzt, alte Zeigen eben an, aber es funktioniert (Graceful Degregation).
Die Technologie im Web ist keine Schwarz/Weiß-Geschichte, sondern ein Grau-Ton, wenn ein Feature bereits irgendwo implementiert ist kann man es auch nutzen, wenn man anderen Browsern äquivalente Dinge zur Verfügung stellt oder eben die Anwendung in einem Browsern damit "besser" ist. Aber diese Dinge nicht zu nutzen ist einfach fatal, damit suggeriert man den Browserherstellern, dass sie es nicht nötig haben, die neuen Funktionen zu implementieren, weil sie ja doch niemand nutzt.
Es ist eben ein Teufelskreis.