Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wir Deutsche und das Bild von uns im Ausland
Angeregt durch zwei Artikel auf Spiegel-Online, möchte ich von Euch wissen:
Habt Ihr Erfahrungen im Ausland sammeln können, wie das Bild von uns Deutschen dort ist?
Das soll nicht auf diese Frage beschränkt bleiben. Füllt den Thread ausführlich auch mit den damit zusammenhängenden Randthemen!
Bemühen wir uns nicht genug? Muß England immer noch zynisch ein verzerrtes bild von uns zeichnen? Reden wir über Franzosen und Franzosen über uns noch immer vom Erbfein? Muß das sein?
Hier die Links zu den Artikeln:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,324293,00.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,324047,00.html
Sicher, wir haben den Krieg begonnen und Leid über Europa gebracht und brauchen uns wahrscheinlich nicht über Spott und Häme und über Vorwürfe wundern. Aber ist es nicht langsam mal an der Zeit, daß auch andere Länder endlich registrieren, daß Deutschland eines der freiesten Länder dieser Welt ist und mit dem 3. Reich nichts mehr zu tun hat? Daß es den Beziehungen vpr allem auch unter den Menschen in Europa schadet, wenn man uns immer noch als im Stechschritt laufende, kriegsgeile Saufbolde hinstellt? - Ganz ehrlich: Mich kotzt das an!
Und so ergeht natürlich auch abschließend die Frage an die Menschen anderer Nationalität hier im Forum: Was haltet Ihr von uns?
also in meinem heimatland rumänien werden die deutschen eigentlich nicht negativ gesehen. dort herrscht das bild des ehrgeizigen, disziplinierten und tüchtigen deutschen. aber alles nicht in negativer weise gemeint.
da ich vergleichen kann, kann ich schon sagen dass die deutsche mentalität auf jeden fall relativ einzigartig ist....wenn man mal die asiaten ausklammert :)
denke dass die leute die in england, amerika etc...so schlecht über die deutschen reden entweder absolut die hinterwäldler sind die es bisher nicht geschafft haben über den tellerrand ihres landes zu gucken, oder aber sie sind neidisch auf das was die deutschen nach dem krieg wieder alles aufgebaut haben...und dass deutschland zu einer mittelmacht aufsteigen konnte und dreh und angelpunkt der europäischen union ist.....und ausserdem mit einem grünen aussenminister, was bisher kein anderes land geschafft hat.
FreddyMercury
21.10.2004, 23:01
Ich selber bin Deutscher und werde auch mal Stellungnahme dazu nehmen.
Ich persönlich mag die Deutschen nicht so sehr. Einmal liegt es an unseren Politikern. Das was die machen ist teilweise unter aller Sau. Dann ist es so mehr arbeit, weniger Geld und mehr Geld und weniger Arbeit. Dann gibts da immer zoff.
Zudem finde ich die Antiautoritäre Erziehung die heutzutage brauch ist, extrem fürn müll. Wenn ich mich mal so umsehe, wie schon 14 jährige von der Polizei eingesammelt und zur Schule gebracht werden. Das ist vorerst mal mein Beitrag dazu
red-ultra
21.10.2004, 23:03
Habe auf einer Kursfahrt nach England schlimme Erfahrungen gemacht. Wir waren dort auf der Isle of Wight im Süden Englands. Auf der Hinfahrt hat man uns schon gesagt, dass falls uns Engländer fragen sollten wo wir herkommen zu sagen das wir aus Schweden kommen, weil die Engländer das irgendwie schwer von deutschem Englisch unterscheiden könnnen. (Kann auch ein anderes Land gewesen sein, erinnere mich aber dunkel an Schweden)
Naja jedenfalls gab es an einem Abend eine ziemlich üblere Schlägerei. Unser deutsche Reisemop wurde von Engländer zerschlagen. Eine junge Engländerin (um die 20) hatte Sturzbetrunken auf eine deutsche Mitreisende eingewirkt und sie angefangen zu schlagen. Dann kam unsere Betreuerin ins Spiel und die Sache eskalierte noch weiter. (.....) (....)
Ich habe dann die Polizei mit jemand anderen verständigt. Diese kam mit großen Transporten und die haben dann die Engländer eingesammelt.
Sonst auch nur schlechte Erfahrungen mit jungen Engländern gemacht.
Hi!
Also ich war mal mit meiner Schule auf Austausch in Frankreich. Ein paar von uns wurden von ein paar Schüler der "Partnerschule" mit dem Hitler Gruß "gegrüßt" :eek: ...
Ja nee schon nett nech. Man waren das vielleicht Idioten. Die dachten anscheindend das sei normal für uns. :mad
Wir haben auf jedenfall ein gestörtes Verhältniss zu unserer Nationalität und manche Leute haben im Ausland ein echt schräges Bild.
cu
Ach ja andere die in England waren haben z.T. ähnlich nette Erfahrungen gemacht.
Ich selber bin Deutscher und werde auch mal Stellungnahme dazu nehmen.
Ich persönlich mag die Deutschen nicht so sehr. Einmal liegt es an unseren Politikern. Das was die machen ist teilweise unter aller Sau. Dann ist es so mehr arbeit, weniger Geld und mehr Geld und weniger Arbeit. Dann gibts da immer zoff.
Zudem finde ich die Antiautoritäre Erziehung die heutzutage brauch ist, extrem fürn müll. Wenn ich mich mal so umsehe, wie schon 14 jährige von der Polizei eingesammelt und zur Schule gebracht werden. Das ist vorerst mal mein Beitrag dazu
um es mal drastisch auszudrücken: dir wärs also lieber wennse wie beim bund behandelt werden?
um n musiker zu zitieren: "unsere generation braucht motivation und keinen führer"
um das ganze fortzusetzen: die gewaltbereitschaft wird immer größer, es gibt schulen da gehen manche nichtmal mehr ohne waffen in den unterricht, aber nicht um stress anzuzetteln, sondern um sich zur wehr setzen zu können gegen angriffe.
und btt:
das einzige was mir aufgefallen ist, wenn ich im urlaub beispielsweise war, ist das man behandelt wird wie n goldesel aber hinterm rücken immernoch alte vorurteile aufkommen.
wenn ich beispielsweise auf nem amiserver chatte kommen mir verschiedenste meinungen entgegen, angefangen von "you´r german? your nazi!" bishin zu leuten die hier gerne mal urlaub machen wollen um sich das land anzusehen.
ich hingegen hab nichts gegen engländer oder franzosen... okay, abgesehen vom fußball, da bleiben sie für mich inselaffen und schneckenfresser :D aber das is ja eher scherzhaft gemeint.
Eine nette Geschichte hab ich auch noch, denn es ergab sich, das sich im Tunesienurlaub vor mir im Pool ein maximal 12 - jähriger Brite aufbaute und mir schreiend bekundete, das "we" den zweiten Weltkrieg gewonnen hat. :freak
ich war gerade letztes wochenende in frankreich und habe (zum glück) keine negativen erfahrungen machen müssen .
den leuten ,mit denen ich zusammen gearbeitet habe (sowohl franzosen als auch engländer) ,war durchaus klar , dass ich deutscher war (sieht man mir sicher erstens an und zweitens hört man es sofort wenn ich versuche engl / franz zu sprechen :p ) und sie haben sich mir gegenüber , so empfand ich es zumindest , keinesfalls anders verhalten wie einem einheimischen gegenüber. sehr freundlich , zuvorkomment und einfach nur nett .
was mich jedoch doch ein wenig nervt : die franzosen und engländer ( gibt sicher noch andere beispiele , aber bei den beiden ländern bemerkt man es am stärksten ) sind sowas von patriotisch , dass es fast nicht mehr auszuhalten ist . es gibt wirklich leute die sich sagen "ich spreche nur meine muttersprache, was anderes kommt mir nicht ins haus. wenn sich ein ausländer mit mir unterhalten will soll er doch meine sprache sprechen". diese leute laufen mit ihrer nationalflagge auf dem t-shirt , der jacke und was weiss ich nicht noch wo rum . das stört wirklich niemanden . würde dies ein deutscher machen wäre er für die anwesenden leute mit 100%iger sicherheit ein nazi .
ich muss mich doch nicht schämen wenn ich deutscher bin , oder ? ich bin froh ,dass ich in einem land leben darf bzw hier geboren wurde , in dem es der mittelklasse und eigentlich den meisten leuten wirklich noch gut geht (im vergleich zu den 3.welt ländern). in dem eigentlich niemand hungern muss , wir ein gutes soziales system haben (zumindest vom grundgedanken , ob davon alles so richtig ist steht hier ja nicht zur debatte).
aber anscheind ist dem nicht so . denn wäre ich mit einem deutschland trikot oder einem t-shirt in frankreich aufgetaucht ... oh oh , ich glaube ich wäre nicht wieder zu hause angekommen . und in der hinsicht sind nach meinen (früheren) erfahrungen die engländer noch ein stückchen schlimmer .
farquaharson
22.10.2004, 09:31
das bild des einzelnen deutschen im ausland ist durchweg positiv. wird jedoch gefragt wie wir deutsche als volk angesehen sind werden wir in der regel verachtet.
woran liegt das?
jedes volk hat einen natürlichen nationalstolz, außer wir deutschen. wir schämen uns immer noch für dinge die vor 60 jahren passiert sind, obwohl wir, die wir heute leben doc zu 90 % daran gar nicht beteiligt (gelebt) waren.
und dieses bild ist von uns deutschen im ausland bekannt. daran ändern auch nichts die uns angedichteten attribute wie fleiß, genauigkeit etc.
ich erinnere mich noch ganz genau an das geschrei letzten jahres als ein dt. politiker gesagt hat: ich bin stolz deutscher zu sein. die empörung darüber war riesengroß. und im ausland hat man sich über die debatte darüber ob ich sagen darf ich bin stolz ein deutscher zu sein kaputtgelacht.
Viele Amerikaner, die in den USA leben (also keine stationierten!), denken echt wir würden alle mit Lederhosen rum laufen, Bier saufen und Brezeln essen. Und sobald die wissen man ist auch Deutschland wollen die alles über Adolf wissen.
Ist schon komisch, wen ich den Thread so lese und meine eigenen Erfahrungen dazu nehmen ist unser Bild im Ausland immer noch sehr sehr arg geprägt wom 2.WK. Und das nach fast 60 Jahren. Ganz schön traurig.
jedes volk hat einen natürlichen nationalstolz, außer wir deutschen. wir schämen uns immer noch für dinge die vor 60 jahren passiert sind, obwohl wir, die wir heute leben doc zu 90 % daran gar nicht beteiligt (gelebt) waren.
Ja also stolz bin ich nicht wirklich drauf was vor 60 Jahren war. Auch wenn ich und mein Dad nicht daran beteiligt waren. Ich bin aber z.B. stolz das Deutschland mal ein Land der Dichter und Denker war.
redbaron
22.10.2004, 09:38
@German
Ihr seit voll ok. Weltoffen, gesprächig, realistisch und wie ein Vorredner schon erwähnt hat, nicht so patriotisch.
Ich war selber schon ein paar mal in Deutschland und habe mich auf Anhieb wohl gefühlt.
Ps. Ihr habt die geilsten "Bullen"Tussen :-)
Daß der gemeine Amerikaner intellektuell nicht besonders gesegnet ist, wissen wir ja... Eine Freundin von mir, die ein-einhalb Jahre auf einem US-College war, wurde am Anfang ernsthaft gefragt, ob wir in Deutschland auch Mikrowellen und Autos haben und sie wollten wissen, ob es Hitler auch gut geht... (aber auch hier in D: wenn ich mir den Erstwählercheck so anschaue...)
Das tut echt weh.
Und als ich in Amiland war wurden wir im Taxi von der Chauffeuse gefragt wo wir denn herkommen, als wir dann antworteten "aus Deutschland", kam: "Oh, must be somewhere in Austria"...
@ redbaron
Darf ich fragen, woher Du kommst?
(PS: netter Nick :D)
farquaharson
22.10.2004, 09:48
bevor meine mitteilung bezüglich des nationalstolz mißverstanden wird, natürlich bin ich nicht auf das stolz was vor 60 jahren passiert ist, ganz und gar nicht. dennoch bin ich der meinung daß man die deutsche geschichte nicht nur auf die zeit vor 60-70 jahren beschränken sollte. es gab ein davor und auch ein danach.
und wir deutsche dürfen auf unsere kultur und geschichte durchaus mit respekt und stolz zurückblicken.
nur einige bsp´s. göthe, schiller, händel, wagner, fugger, gutenberg, luther,hildegard von bingen, karl der große, adenauer, brandt, kohl, ehrhardt, grass, (beckenbauer, becker, graf)
Die Briten haben es gerade nötig.... :grr
In Südspanien gibt es den Badeort LaManga. Wer dort mit den Einheimischen in Kontakt kommt, wird feststellen, dass Deutsche dort gern gesehen sind.
Wovor die Einheimischen hingegen wirklich Panik haben, dass sind die Briten: Sauforgien ohne Limit, inkl. in den Pool kotzen und als Toilette missbrauchen, sowie regelmässige Schlägerein sind da Standard. Es gibt sogar eine Hotelanlage, die zu 90% von Briten genutzt wird. Die hat einen so schlechten Ruf, dass da jeder, ob Einheimischer oder Tourist, einen grossen Bogen drumherum macht.
Dieses Inselvolk soll mal den Dreck vor der eigenen Haustür kehren.
Die Briten haben es gerade nötig.... :grr
Allerdings! Im Namen des Commomwealth wurden wahrscheinlich auch einige Menschen ermordet... Ganz schon perfide das Wort "Commonwealth" - galt wohl nur für Briten.
Oder Frankreich und der Massenmörder Napoleon...
Es gibt aber in der Geschichte viele Beispiele, auch noch weitere von Deutschen. Es dauert wohl einfach nochmal 100 Jahre. Es sind eben auch die medialen Möglichkeiten anders, das jeweilige Heimatvolk auf eine Meinung abzustimmen und die Perfektion oder Perfidie mit der Deutschland es eigentlich erstmals im Krieg überteiben hat, ist schon beispielhaft (sieht man mal von der Inquisition und Rom und dem alten Borgia oder Stalin und vielen anderen ab... hoppla!)
@ farquaharson
So ähnlich sehe ich das eigentlich auch. Aber diese 12 Jahre haben eben reichlich Unheil gebracht, daß wir einigen Personen zu verdanken haben und dem wir heute noch knabbern...
[Chefkoch]
22.10.2004, 10:09
@ farquaharson
So ähnlich sehe ich das eigentlich auch. Aber diese 12 Jahre haben eben reichlich Unheil gebracht, daß wir einigen Personen zu verdanken haben und dem wir heute noch knabbern...
....das ist leider richtig! Aber um daran "knabbern" zu können, muss man sich diesen Schuh auch erst mal anziehen ;)
Ich hab mich hier schon mal zu einem ähnlichen Thema geäußert! Ich bin der Meinung, dass sich "unsere" Generation absolut nicht mehr als "mordende Nation, die den 2. WK angefangen hat" darstellen lassen muss.
Wenn ich manchen Politiker heutzutage sehe, der, wenn er auf den 2.WK angesprochen, fast auf die Knie fällt und um Vergebung winselt...da fällt mir nichts mehr ein!
Ich würde mir ein wenig mehr Selbstbewusstsein wünschen - gerade in Situationen, wenn man im Ausland mal wieder die Deutschen niedermachen will!
Wir sind eben nicht mehr, wie JackAss schon sagte die "mit Lederhosen bekleideten, Bier saufenden Nationalsozialisten", was aber in vielen Ländern (vor allem auch außerhalb Europas) immer noch so dargestellt wird!
@topic: Ich habe auch "nette" Erfahrungen mit Engländern gemacht, gerade auch mit "eher jüngeren", von denen ich eigentlich eine offenere Einstellung erwartet hatte! Die hatten einen unglaublichen Hass auf Deutsche, bzw. alles, was mit Deutschland zu tun hat!
Aber schaut euch auch mal die Britische Presse in Bezug auf Deutschland an, es erinnert ein wenig an die Propaganda von 65 Jahren.....
@ Chefkoch
O wie wahr!
Aber als Staat sind wir eben der Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches (das im Grunde, glaube ich, sogar noch existiert, aber das nur am Rande) und wir sind eben den fortwährenden Diffamierungen ausgesetzt, mögen sie auch noch so ungerechtfertigt sein. Nur: ob diejenigen, die nicht lernwillig sind, auch begreifen, daß das zu nichts Gutem führt, wenn man nicht aufpaßt?
Die englische Press ist in der Tat ein Thema für sich... Nach dem 5:1 in München in der WM-Quali gegen England stand fett in der Sun "Blitzed - The Huns are Down" - So oder so ähnlich...
Schon uns als "Hunnen" zu bezeichnen, wie es auch der Verbecher Churchill schon getan hat, beweist, wes Geistes Kind die Äußerung ist.
farquaharson
22.10.2004, 10:18
@chefkoch
Wenn ich manchen Politiker heutzutage sehe, der, wenn er auf den 2.WK angesprochen, fast auf die Knie fällt und um Vergebung winselt...da fällt mir nichts mehr ein!
Ich würde mir ein wenig mehr Selbstbewusstsein wünschen - gerade in Situationen, wenn man im Ausland mal wieder die Deutschen niedermachen will!
warum sind mir diese worte nicht eingefallen? :)
Der ständige Kniefall ärgert mich auch. Die Zeiten des ständigen Entschuldigens sollten endlich vorbei sein! Dann gewinnt man auch neues Ansehen, so lacht man nur noch.
Es ist richtig es getan zu haben und es richtig auch mal wieder damit aufzuhören. Man sollte nicht vergessen, aber es darf durchaus mal Gras über eine Sache wachsen!
Anonsten wird sich das Bild über die Deutschen nämlich auch aus diesem Grunde nie ändern!
13thAngel
22.10.2004, 10:39
Uns kann es im Grunde genommen doch egal sein, was irgendwer im Ausland über uns denkt. Denn wen man sich die Statement, die hier gefallen sind, der jeweiligen Bürger anschaut, ist mir nicht sonderlich daran gelegen mir den Kopf zu zerbrechen, wie ich deren Meinung oder Weltbild in Bezug auf uns ändern kann/könnte.
Was mich nur ankotzt ist das man jede "Sanktion" gegen Deutschland oder jede Verbesserung für Deutschlnd in der EU mit dem Argument "drittes Reich" untermauert oder niederschemttert.
Irgandwann einmal muss auch auch mal ein Punkt gemacht werden und 50 Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Und wenn man sich andere Beispiele anschaut ist Deutschland das einzige Land auf der Welt, welches über Jahre hinweg Milliarden an Reputationen zahlen musste. Ich glaube nicht, dass die Amis auch nur einen Cent an die Opfer in Vietnam gezahlt haben oder das die hinterbliebenen der Opfer im Irak irgendwelche Reputationen empfangen. Es ist vielleicht vom Ausmaß nicht direkt vergleichbar, aber es sind durchaus Ähnlichkeiten vorhanden.
/EDIT: Noch ein Beispiel und wieder USA
Der Schwarz-Weiß-Konflikt der bis zum heutigen Tage in den USA besteht, der aber nach aussenhin vertuscht wird. Wieviele Schwarze sind in den letzten 100 Jahren dort Opfer weißer Gewalt geworden? und wie viele Verwandten konnten gegen die USA klagen und haben was bekommen?
Genauso mit den Beiträgen für die EU: Deutschland ist das Land, welches am meisten von allen einzahlt. Es gab mal vor ein oder zwei Jahren ein Anliegen der Regierung dieses Beiträge die Deutschland zahlt drastisch zu senken. Dieser Antrag wurde u.a. durch Frankreich und Italien knallhart abgeschmettert. Mit welchem Recht frage ich?
FreddyMercury
22.10.2004, 11:13
@Blutrichter
Zu dem Intellektdingens :D mit den Amerikanern stimmt. Als ich da war vor 2 Jahren hat mich einer gefragt, ob es stimmt, ob wir noch Pinkelpötte haben oder ob wir schon Toiletten benutzen..... Soviel dazu
Es ist mir auch aufgefallen, wenn man sich in der Schule gegen einen Türken oder Russen durchsetzt, dass dann sofort kommt, man wäre ein Nazi....
Wie schon gesagt wurde, so langsam reicht es auch mal. Zudem ist es schon mindestens eine Generation her.
@klok
nein es wäre mir nicht so lieber. Ich wollte nur mal so sagen, dass das allgemeine Verhalten im Niveau so langsam anfängt zu sinken. Zumindest bei den Jugendlichen. So wie die heute sind, war ich damals aber nicht :D
Das soll jetzt nicht heißen, dass ich der ganz brave war ;)
Also, ich war in den letzten Jahren zweimal im Ausland. Vor 4 Jahren in England - ein Abschussgebiet, wenn man Deutscher ist. Es ist einfach krass, wenn man da schon mit dem Bus ankommt, in einem kleinen Kaufhaus einkehrt und sich die ersten Jugendlichen dort mobilisieren. Von Unwissen ihrerseits zeugt dann auch, dass gerade unsere Links-gerichteten Kursfahrtteilnehmer als die Vorzeige-Nazis beschimpft wurden. (Oh mein Gott, ein Hakenkreuz, das zerbrochen im Mülleimer liegt! Der Nazi!...)
Richtig übel wurde es aber erst, wenn man Fußballfans getroffen hat. Um Gottes Willen - man kommt von nirgendwo und ist auch nur auf Durchreise...
Gleiches gilt für die Niederlande. Da war ich nun vor wenigen Monaten zur Europameisterschaft. Die müssen sich ja völlig auf uns eingeschossen haben - an jeder Bushaltestelle hingen Plakate von zusammengeschlagenen deutschen Nationalspielern, Deutsche Spielerkleidung wurde beschmutzt auf Bildern verkauft, Parolen gegen die Deutschen abgedruckt. Ich mein, Herr Gott, es war Fußball, aber wieso nur die Deutschen?
Andere Anfeindungen sind mir da allerdings auch nicht aufgefallen, die Fahrradfahrer hätten mich zwar mehrmals fast mitgenommen und bei den Straßenbahnen kann man nur von Glück reden, wenn eine mit 60km/h in der engsten Gasse auf einen zukommt, aber sonst... ;)
Ich finde es teilweise übertrieben, wie lange die Schuld auf uns abgewälzt wird. Man darf nicht vergessen, aber das schließt mit ein, dass man auch nicht übersieht, wer denn beteiligt war, wie es heute aussieht und wie wir uns nun verhalten. Statt um Deutschland sollten sich die Engländer um Amerika sorgen - aber solange dort keine offensichtlich menschenverachtenden Ziele hervorkommen, ist das ja was anderes.
FreddyMercury
22.10.2004, 11:46
@Silver
Schöner Beitrag. Aber die Briten hängen mit den Amerikanern doch zusammen, wie Siamesische Zwillinge. Hat man doch auch im Irak Krieg gesehen. Die Briten waren wie Schoßhunde zu den Amis.
Bringt halt irgendwie alles nichts, wie man es auch dreht und was man macht, man wird als Deutscher direkt verurteilt.
Da lobe ich mir die Japaner. Die mögen uns grade wegen unserer Geschichte :D (Hab ich im Geschichtsunterricht gelernt, gebe keine Garantie auf richtigkeit)
Ich behaupte mal, die Bildung in UK ist noch schlimmer oder genauso schlimm wie die in den USA. Ich war auch schon 2x in England. In London geht es ja grade noch, wenn man als Deutscher unterwegs ist, weil es ohnehin 1000e von Touristen gibt. Aber anderswo muß man echt kämpfen...
In Frankreich ist das nicht anders. Und besonders schlimm ist es TEILWEISE auch in Straßburg. Wehe, Du erdreistest Dich, Deutsch zu reden, wenn Du merkst, daß der andere Deutsch kann!
Aber man soll auch hier nicht alle über einen Kamm scheren. Ich habe auch viele positive Erfahrungen gemacht.
Aber auch negative mit Italienern in einem englischen Schulurlaub. Wir waren in einem englischen College und hatten Italiener, Franzosen auch noch bei uns. Und die Italiener wollten eines Nachts keine Ruhe geben, also haben wir uns beschwert, denn am nächsten Tag war Schule. die haben uns dann übelst beschimpft und den Hitlergruß gemacht... Wir waren damals alle zwischen 14 und 16.. ihr könnt Euch also vorstellen wie wir reagiert haben: Knüppel aus dem Sack und den Bengeln hinterher.
Meine Englischlehrerin war völlig vorurteilsfrei, der Englishlehrer war Ire und hatte demgemäß weniger Probleme mit uns. :D - Wie gesagt... man war jung und dumm und das muß man auch den anderen ausländischen Schüler zugute halten. - Deutsche benehmen sich auch oft daneben!
Aber gerade bei Erwachsenen... wenn man Berichte von deutschen TV-Teams in englischen Kneipen (ja, ich weiß, Kneipen sind besonderes Territorium) verfolgt und die Sprüche dort hört, könnte man meinen, in Deutschland gäbe es einen schwarzen thron mit einem NPDler drauf, der ganz Europa mit Bier und Würstchen terrorisiert und Hunne ist... saublöd!
@ Harrold
Die Japaner sind ja selbst in ihrer näheren Umgebung sehr verhaßt, aus den gleichen Gründen, wie wir in Europa. - Wir waren ja auch Verbündete. Lies mal nach, was die Japaner mit den Chinesen gemacht haben! Das ist echt grob!
macandre
22.10.2004, 15:04
hallo
ich sag mal so jede größere nation hat im bezug auf ihre vergangenheit dreck am stecken, wie hier im thread schon jemand gepostet hatte
beispiele:
- USA: Indianer schlachten, Bürgerkrieg im eigenen Land wegen der Versklavung der Afroamerikaner. Vietnam und dortige Verbrechen an der Zivilbevölkerung
- England: Kolonialherrschaft (Indien)
- Frankreich: Napoleon
- Italien: Bündnis mit Deutschland im 2. WK
- Russland (ehemalige Sowjetunion): die Diktatur unter Stalin (gen. Kommunismus)
- Japan: Angriffskrieg gegen die USA im 2. WK
nur weils bei "uns" etwas länger mit der demokratie gedauert hat, sind wir die Buuhmänner auf der Welt. Liegt wahrscheinlich daran, dass wir 3 Angriffskriege gegen Frankreich geführt haben und außerdem 2 Weltkriege durch "uns" entstanden sind.
Wieso "wir" heute dafür immernoch verantwortlich gemacht werden, dass ein wahnsinniger Österreicher tausende von Anhängern hatte und dadurch seinen Völkermord an den Juden etc. machen konnte, verstehe ich bis heute nicht. Es ist klar, die Braune Suppe ist im heutigen Deutschland immernoch da, aber in Amerika isses weit aus schlimmer.
Was ich relativ merkwürdig finde, dass andere Armeen die Bundeswehr als sehr gut einschätzen. Woran das wohl liegen mag. Dies belegen die Auslandseinsätze und Soldatenaustausche. Wieso klappts bei den Armeen, aber nicht beim Volk....
mfg :)
Ragnarök
22.10.2004, 15:22
Hallo zusammen,
ich arbeite viel mit Engländern und Amis zusammen, wenn die einen mal kennengelernt haben und länger in Deutschland waren gibt es keine Probleme, ansonsten haben die ein Bild von uns das man meint das dritte Reich lebt immer noch.
Am schlimmsten sind die Engländer im Urlaub, schlimm genug das wir so viele saufende Idioten haben, aber die Engländer übertreffen alles, wir sind mit ein paar Schweden und Holländern durch die Kneipen in Ibiza gezogen, nach fünf Minuten hatten wir mit einer Gruppe Inselaffen tierisch Stress, erst als ein paar Spanier dazukamen haben die sich verpisst.
In den ganzen drei wochen gab es mit keiner anderen Gruppe Streit oder böses Worte nur mit den Engländern gab es sofort Ärger.
Muß wohl doch das BSE sein... :D
Aber im ernst: ich verstehe es nicht. Gibt es im Ausland keine qualifizierten Sendungen oder Berichte über andere Länder? Ich dachte immer, wenigstens die BBC würde ein wenig zu objektiver Aufklärung beitragen. Aber offenbar sind bei denen nicht nur die unteren Schichten der Bevölkerung völlig verblödet (da gibt es wohl auch bei uns nur noch wenig Hoffnung). Scheinbar ist Talkshow mittlerweile Lebenselixier Nr. 1.
Wie kommt es, daß die Leute glauben, wir fahren keine Autos? :confused
Wie entsteht ein derart entartetes Bild? :freak
Gur, wenn selbst der Präsi bei den Amis so ein Hohlkopp ist...
Reden wir über Franzosen und Franzosen über uns noch immer vom Erbfein? Muß das sein?
Also dieser Aussage kann ich eigentlich nicht zustimmen. Meine Mutter selber kommt aus Frankreich, ich bin sozusagen zweisprachig aufgewachsen.
Hier in Deutschland gibt es natürlich immer wieder so Hohlköpfe, die nach dem Motto leben "Alle Ausländer raus", aber von denen habe ich so direkt noch nie was mitbekommen. Und wenn, dann sind diese "Hohlköpfe" so in der Unterzahl, die halten einfach das Maul :o Ich hatte noch nie direkte Probleme mit solchen Typen...
Hingegen habe ich in Frankreich (habe mal eine Woche in einer Schule dort verbracht ;) ) auch nichts anderes erfahren. Wie in Deutschland eben, fast alle sind zu einem ganz normal, aber unter 1000 gibt es natürlich immer Spassten (sorrry... :rolleyes ), die Deutschland gleich mit den Nazis in Verbindung bringen! Aber sowas wird wohl nie gänzlich aufhören zu existieren...
Aber wie gesagt, der Anteil von diesen Leuten ist in Deutschland/Frankreich immer so gering, man bekommt es direkt eigentlich gar nicht mehr mit.
Nach Frankreich geh ich eigentlich so ziemlich fast in jeden Ferien, also bekommt man schon etwas mit! Wir haben ein Feriendorf in einem ziemlich kleinen Kaff in Bourgund (man kann schon sagen, dass die dort noch ein bisschen im "Rückstand" leben :o , natürlich nicht so, dass es direkt auffällt, aber es ist typische "Dorfstimmung, falls einer von euch weiß, was ich damit ausdrücken möchte...). Dort könnte man ja eigentlich von den Jugendlichen, oder von den etwas älteren Baueren am ehesten erwarten, dass sie Deutschland mit Nazis vergleichen würden. So ist es aber auf keinen Fall! Alle sehr nett und hilfsbereit, vor allem wenn man das Französische Vokabular nicht 100%ig beherrscht!
Ich weiß, Blutrichter, du hast die Aussage nicht feindlich oder ähnlich gemeint, wollte das hier nur mal schreiben ;)
Als Madonna das erste mal nach D kam und in Frankfurt landete, soll sie gesagt haben, Hui, hier gibt es ja sogar Hochhäuser. :D
Das Bild Deutschlands bzw. der Deutschen im allgemeinen ist im Ausland sehr verschoben und spiegelt bei weitem nicht die Realität wieder.
bsp. Araber/Islamisten:
Dort sind Deutsche sehr beliebt, weil wir 6 Mio. Juden umgebracht haben.
bsp. Irland
Dort sind wir sehr beliebt, weil wir uns mit den Engländern angelegt haben (gilt auch für teile Schottlands)
In Asien herrscht das Bild vom fleißigen Michel vor.
Die Amis wundern sich bestimmt jedesmal wenn sie einen Deutschen Politiker im Fernsehn sehen, dass er keine Lederhosen trägt. :cool
usw.usw.
@ Pierre
Ne, hab's nicht bös gemeint. ;) - Aber ein Bekannter von mir war mal als "Austauschanwalt" in Frankreich für ein Jahr. Er meinte, er hätte schon ziemlich mit Ressentiments zu kämpfen gehabt. Vor allem der Blick aus einem fremden Land auf Deutschland hat ihn teilweise sehr verblüfft bis schockiert.
@ GraKa
Schöne Liste... so ähnlich wird es auch sein. In Schottland ist eh jeder willkommen, der "I hate England" sagt. :D
Die Japaner haben, ich weiß es aber nicht 100%ig, sogar das deutsche BGB beinahe 1:1 übernommen.
Und die Araber verpeilen, daß es ihnen nicht anders ergangen wäre wie den Juden... (diesbezüglich dürfen sich mehrere Staaten an die eigene Nase fassen, es gab nämlich in der Geschichte der Welt mehrere systematische Judenverfolgungen, die sich einzeln al grausamkeit nichts nehmen - was, das versteht sich von selbst, keine Rechtfertigung für irgendwas darstellt)
Es muß offenbar noch gewaltig Wasser den Rhein runterfließen, bis sich das Bild von uns ändert oder anpaßt. Im Moment können wir froh sein, wenn uns jemand als fleißig, intelligent und strebsam betrachtet... dabei passen wir uns in Sachen Bildung immer mehr den USA an und in Sachen Fleiß einem Klecks Farbe an der Wand.
Zitat von GRAKA0815
Dort sind Deutsche sehr beliebt, weil wir 6 Mio. Juden umgebracht haben.
Naja "Wir" haben sicherlich keine 6 Mio. Menschen (was für eine grausame Zahl :heul) umgebracht, sondern Menschen, die vor langer Zeit hier lebten, und zu einem verschwindent kleinen Teil noch leben. Finde es nur Schade, dass man, wenn man in Deutschland ´geboren wird, immer mit einem "Markel" zur Welt kommt, sind denn nicht alle Menschen gleich, oder sind andere gleicher als andere.:confused
Dadurch, dass ich mich für mein Land schämen muss, wird kein Verbrechen gesühnt, die einzige Möglichkeit sowas (3.Reich) in Zukunft zu verhindern ist, hier in D. eine funktionierende Demokratie zu leben, d.h. auch die Politik muss mitspielen und nicht alles selber bestimmen. Sind wir nicht das Volk.
Jedoch wird dadurch das Bild des Deutschen/Deutschlands nicht besser :(
Gehörorgasmus
23.10.2004, 13:39
@Threadersteller!
Ich war schon sehr oft in Asien! Ich kann Dir sagen in Asien sind wir deutschen sehr beliebt!
Die Menschen mögen uns in den Asiatischen-Ländern sehr gerne!
Wo man uns deutsche auch sehr gerne mag sind Arabische Länder!
In Rußland wurde vor kurzem eine Umfrage gestartet unter den Russen welches Land sie als Freund Russlands sehen und die deutschen sehen die Russen als ihre Freunde!
Das witzigste das Volk was denkt von jedem und alles geliebt zu werden (Amis)darüber habe ich schon sehr oft nur negatives im Ausland gehört!
Imoh sind wir deutschen in einigen Euro und in USA nicht gerne gemocht aber es gibt sehr viele andere Länder dieser Erde die uns deutsche sehr gerne mögen!
Die die wirklich nicht gemocht werden sind die Amerikaner!
@Graka deutsche sind in Arabischen Islamischen Ländern nicht nur wegen der Vergangenheit gern gesehen da siehst du etwas falsch! Diese Menschen in diesen Ländern sehen deutschland auch aus einem anderen Grund als ihre Freunde an .. weil deutschland ihnen nie etwas schlechtes getaen hat.... wie es z,b die Amis permanent tuen!
Wir überfallen nicht ihre Länder wegen Öl, wir erschiessen nicht aus spaß ihre Kinder und wir überfallen auch nicht ihre Länder um dann Nachts bei ihnen einzubrechen ihre FRauen mit zu nehmen und dann massenvergewaltigungen in Gefängnissen zu vollziehen wie es das gerade im Irak passiert!
Zum allgemeinen möchte ich sagen, warum wir deutschen die Buhmänner bei einigen Nationen sind ist doch klar... sie wollen den dreck den sie selber am Stecken haben dadurch verbergen!
Also mein Fazit! Die Amerikaner sind die meist ungern gesehen Nation der Welt! UND...
Deutsche stehen zu ihre Vergangenheit was andere Länder die über Deutschland schimpfen nicht tuen...
Servus,
ich finde schade, daß sich hier zu wenig Ausländer zu Wort melden.
Nun ich bin ein reinrassiger Ausländer:)
In Portugal geboren, in Luxemburg aufgewachsen, in Deutschland studiert und lebe immernoch da, habe eine ehemalige serbische Frau ( jetzt Deutsche ) und mit der eine Tochter und sie ist...sie ist ...??! ... Naja tut nichts zur Sache :D
Ja ich kenne sehr wohl das Bild vom Deutschen im Ausland: Portugal, Spanien, Frankreich und in Luxemburg!
Meist leider nicht schön für die Deutschen! Aber meistens zu UNRECHT!
In Luxemburg habe ich mein Gymnasium gemacht, habe dort viele Bekannten wie Freunde. Als ich bekannt gegeben hatte, daß ich mich für mein Studium Deutschland ausgewählt hatte, wegen derer internationalen guten Ruf im technischen Bereich, verstanden die meisten nicht meine Entscheidung, da ich groß Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hatte, aber nur in der Rechtschreibung und Grammatik. Und da ich eh einen technischen Beruf anpeilte , war mir klar, daß dies sicherlich kein Problem sein sollte und so war es auch! Als ich oft 1mal pro Monat nach Hause fuhr und mich dann mit meine Kumpels traf, fragte man mich desöfteren: Und? Wie sind denn die Deutschen? Am Anfang war ich schon erstaunt warum Luxemburger so eine Frage stellten! Naja ich sagte die Wahrheit, nichts besonders. Damals sah ich eben keinen Unterschied zwischen Luxemburger und Deutschen außer die Sprache natürlich. Ach doch da war was, ich habe mich bei denen beschwert, daß ich gar nicht die deutsche Sprache in Luxemburg in der Schule gelernt hätte, denn als ich in Deuschland kam, ich konnte die Deutschen mit meine deutschsprachige Kenntnisse nur mit Not und Mühe etwas verstehen und mit Gestik Hilfe kapierte ich was der "Deutsche" wollte. Das war am Anfang, in Luxemburg hatte man mich darüber gar nicht vorgewarnt ;) ! Jetzt gebe ich mit dem erlernten Dialekt an, wie "gut" ich deutsch sprechen kann :D .
Doch dann nervte micht diese wiederholte Frage und einmal platzte ich ( weiß nicht warum aber bei Ungerechtigkeiten oder Unwahrheiten verliere ich oft die Fassung ). Ich fragte warum der denn diese Frage stellte und der erwidderte: naja die Deutschen sind doch rassistisch! So und ich habe 20 Jahren in Luxemburg gelebt und habe Rassismus erlebt und zwar mit ihr Luxemburger! Es gab kein Jahr in der Schule vom Spielgarten ( JA ) bis zur 13Klasse wo ich in eine Schlägerei beteiligt war wegen "Scheiß Ausländer" und Co . Seitdem kam diese Frage nie wieder.
Ihr Deutschen heute tragt keine Schuld auf das was eure Vorväter gemacht haben! Man soll von der Geschichte lernen und nicht wegen der Geschichte leiden. Das nenne ich Ungerechtigkeit! Geld einzukassieren von Bürgern aus Deutschland ( Einheimischen wie Ausländern ) wegen Untaten auf Ahnen einer Völkergruppe bis heute, ist ungerecht. Falscher Stolz findet man überall. Jedes Land in Europa hat sein Fleck auf der Weste! Portugal in der Kolonialzeiten vor 600-800 Jahren in Afrika und Südamerika, die großen Seefahrer, wovon wir heute immer noch träumen, war das erste Land, das Schwarzen nach Amerika geschleppt hatte. Spanien, Frankreich, England, Dänemark, Holland ...... alle haben bei ihren Eroberungen ihre Misere vollbracht.
Ich habe hier gute wie schlechte Erfahrung mit den Einheimischen gamacht, sowie in Portugal, sowie in Luxemburg und in Frankreich.
Ihr habt euch nicht im Ausland zu verstellen, weil ihr Deutsche seid, seid nur ihr selbst, zeigt durch Verhalten und Taten und weniger mit Worten, daß Die sich irren und so euch besser akzeptiert. Das gleiche gilt für uns Ausländer hier in Deutschland. Laßt euch durch Idioten nicht beeinflussen.
Warum ich mir diese Mühe gegeben habe, mit dem Risiko von einem Moderator wegem Spamen oder sowas, ermahnt zu werden, nicht weil ich mich bei euch irgendwie einschleimen oder sowas, hab nichts davon. Der Grund:
Hier in Deutschland habe ich meine Traumfrau gefunden, sie hier aufwachsen, und hier habe ich mit meiner Frau eine wunderbare Tochter bekommen.
@Gehörorgasmus
100% gebe ich dir recht oder seh ich genauso. Bin sehr zufrieden eigentlich von der Einstellung der meisten Deutschen, die hier ihr Statment abgegeben haben. :daumen
Sorry, daß ich mich etwas gehen lassen habe!
Gruß Kosmopolitan Madbad
Naja "Wir" haben sicherlich keine 6 Mio. Menschen (was für eine grausame Zahl ) umgebracht
Mit "wir" ist gemeint, dass im deutschen Namen organisierter industrieller Massenmord geplant und durchgeführt wurde.
Ich bin zwar nicht an dieser Tat schuld, aber wir sind es sowohl unserer Geschichte Schuld, wie auch unseren Nachkommen, dies mitzuteilen ... so wie auch vieles andere auch. Darunter die Werke J.S-Bach, Goethe, Albrecht Duererer und und und ...
Wer sowohl die guten wie die schlechten Seiten deutscher Schaffenskraft vermittelt, kann in diesem Sinne von wir sprechen. Wer allerdings diese Ermordeten 6 Millionen ignoriert ist haarscharf an der "Auschwitzlüge" und damit auch an den Grenzen der Meinungsfreiheit. Genau dafür hat die BRD spezielle Gesetze erlassen, damit nicht braunes Gedankengut wieder Oberwasser bekommt.
Als Deutscher der in den USA die Grundschule besucht hat möchte ich auch mal was dazu sagen.
Irgendwann ging es in der 2. oder 3. Klasse darum das wir Schüler über unsere Herkunft berichten sollten,einige vorschläge meiner damaligen Lehrerin bezüglich meiner Deutschen herkunft waren haarsträubend.
Lieblingsessen der Deutschen: Sauerkraut,Brezeln?
Kleidung: Lederhosen?
Desweiteren wurde mir die geografischelage Deutschlands von der Lehrerin erklärt:
Deutschland läge im Herzen Europas und hätte keine Küsten.
Am schönsten fand ich den von Ihr vorgefürten Film,mit den Worten "this is what it looks like in germany" fürte sie der klasse einen Film vor welcher Berlin um 1950 zeigte.
Folglich lebten wir Deutsche auf Trümmerbergen und waren in Lumpen gehüllt.
Was natürlich Hänseleien zur folge hatte.
Das war so 1983/84,damals hat meine mutter in einem Gespräch das Weltbild dieser Person "zurechtgerückt"
Das sie Mercedes fuhr wollte ich nur mal so am rande bemerken.
deadzoneman
23.10.2004, 15:10
naja, gerade bei den amis und so, is ja ständig der fall, dass die jeden tag noch mit diesem vorurteil vollgepumpt werden. man muss sich allein nur mal die ganzen hollywood filme angucken, wo die guten übelst oft gegen nazis/böse deutsche oder die russen kämpfen müssen. bei etwas neueren filmen hat das inzwischen wenigstens etwas abgenommen, aber wenn man mal aufmerksam zuhört, findet man immer irgendwas in der richtung.
und wie schon nen paar mal gesagt, müssen wir deutschen endlich mal etwas nationalstolz besitzen, vor allem die politiker, auch wenns gleich heißt "bäh, oller nazi", dann müssen derjenige halt mal zurückschießen. wir waren über mehrere jahrhunderte hinweg eine der größten und einflussreichsten mächte in europa und natürlich sind dabei menschen umgekommen. aber das liegt in der natur des menschen.
und nicht zu vergessen die ganzen schandtaten, die die anderen alles durchgezogen haben. einiges wurde ja bereits genannt. oder zum beispiel die kleine nette atombome, die die amis über japan haben zweimal fliegen lassen, und die so viele menschen an einem tag getötet hat, dass die nazis erblasst wären.
die usa spielt sich sowieso nur zu sehr auf, die existieren noch nichmal mal 300 jahre, und tun so, als ob sie herrscher der welt wären.
aber es gibt immer und überall auf dieser welt idioten. nur schade, dass sie meistens solch eine hohe position in der welthierachie einnehmen.
aso, irgendwer hat gesagt, dass wir den 1.WK angefangen haben. das stimmt nich wirklich. so stands zwar im versailler vertrag, aber auch nur weil deutschland im späteren kriegsverlauf hauptziel wurde, da italien ja den schwanz eingekniffen hatte (haben die überhaupt schonmal was zustande gebracht in den beiden kriegen?, aber egal) und dtld hat dann schließlich erdrückter weise verloren. an sich waren ja alle auf den krieg scharf, vor allem die europäer wegen der kolonien etc.
aso und ich wollt nochmal eins sagen, hätte es den 2.WK nicht gegeben, wäre die welt möglicherweise noch nichmal so weit entwickelt wie se heute is.
nur weil die nazis den düsenantrieb und noch massen anderer hochentwickelter erfindungen gemacht haben, konnten die amis sich erst so hoch spielen und auf ihren mond fliegen oder ihr öl aus dem irak schießen. (womit ich jetzt nich sagen will, dass die nazis gut für die welt waren, oder so, aber da sieht man mal was deutsche erfinder mal wieder so draufhaben, wenn se unter druck arbeiten müssen)
bissl off topic:
irgendwie hab ich das gefühl, die amis (und einige andere länder) kennen nur die bayern aus grauer vor zeit. ( somit eigentlich auch kein wunder das die so ein schlimmes bild von uns haben *scherz* :D )
Ist es nicht seltsam, das eine Nation, die keine Autos kennt, keine Mikrowellen hat und nur Plumsklos benutzt, die sich nur von Bretzeln ernährt, die derart hinter der zivilisierten Welt der Amerikaner hinterherhinkt zu etwas derart schlimmen in der Lage war, das jedem Amerikanischen GI der einen "Urlaub" in Europa bekamm das Herz in die Hose rutschte ? Mit ein wenig Nachdenken kommt man bestimmt darauf, das da irgendwo ein Fehler im Denkansatz sein muss. Vielleicht fordere ich auch das amerikanische Bildungssystem einfach zu stark...
???
zur Erinnerung:
Toppic -> Wir Deutsche und das Bild von uns im Ausland !
Stimme euch zT zu doch bleibt beim Thema.
Gruß Madbad
Das gehört auch zum Thema.
Ich habe ausdrücklich drauf hingewiesen, daß auch Randbezirke des Themas beleuchtet werden sollen. (siehe Post # 1) ;)
Also ich hab eigentlich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, war selbst mal längere Zeit in England um dort meine Sprachkenntnisse zu verbessern, und dann natürlich in verschiedenen Ländern im Urlaub, und habe da auch nie schlechte Erfahrungen gesammelt.
Außerdem war meine erste Freundin eine Französin, die ich bei einem Schüleraustausch in Berlin kennengelernt hatte, den mein Vater da mit organisiert hat.
Ein anderes schönes Erlebnis war auch, als ich in Hamburg auf Wohnungssuche war und im Backpackers Motel in Altona übernachtet habe, da hab ich dort einen Franzosen und einen Engländer kennengelernt, die kannten sich vorher auch nicht, na ja, wir sind dann abends losgezogen, durch die Schanze und aufn Kiez, war sehr lustig, der Franzose hat das doppelte von dem getrunken was der Engländer und ich hatten, worauf wir ihn dann in den frühen Morgenstunden wieder in das Hotel zurücktragen (!!!) mussten, alles sehr entspannt und cool, zumindest die Generation Mitte 20 sollte doch so nun langsam im Vereinten Europa angekommen sein :D
Grüße
Also was ich so allg vom Ausland gehört habe, das diese zum Teil die deutsche Präzision schätzt. Außerdem sehen sehr viele in Deutschland das Land der Denker und Philosophen. Viele haben respekt davor was wir in den letzten 50 Jahren aufgebaut haben, das nämlich schafft nicht jede Nation.
Was ich sehr bedaure, ist das die Deutschen selbst nicht mehr so Stolz auf ihr Land sind. Wäre das anders, würde es uns allen noch besser gehen und wir würden vor den Anderen auch anders darstehen!
das wird zwar etwas off topic, aber es gehört wie ich finde mit zum randthema des ganzen:
hm... dann stell ich mal die frage: worauf soll man denn stolz sein, wenn man beispielsweise nach der schulzeit dasteht ohne job, somit ohne zukunft durch fehlendes geld, und man feststellt das es noch vielen anderen genau so geht. versteh das nicht falsch, aber allein bei dem wort "nationalstolz" dreht sich mir der magen um, und das bezogen auf egal welches herkunftsland. überall gab es kriege und ausbeutung im namen der wirtschaft und religion. überall gibt es mehrklassen-gesellschaften bei der die untere mit füßen getreten und mit den händen das geld aus der tasche gezogen wird. das einzige worauf man vielleicht stolz sein könnte wäre der zusammenhalt trotz sovieler probleme. aber dafür gleich eine flagge schwenken die einen von anderen wieder disstanziert?
ich werd diese denkweise nie verstehen, auf der einen seite wird gesagt europa oder die welt solle zusammenwachsen um probleme zu vermeiden, aber auf der anderen seite will man unterschiede bewahren und eigenständig dastehen. paradox wie ich finde...
Raberduck
24.10.2004, 10:35
Im Urlaub hatte ich keine Probleme weil ich Deutscher bin, da muss ich schon sagen das die Engländer immer im Mittelpunkt standen ;)
Sie vielen immer auf ob am Pool oder bei Früh/Abendessen.....
Gruß Raberduck
deadzoneman
24.10.2004, 10:53
sry, für den offtopic post, aber ich kann mir nich verkneifen was zu Kl0k zu sagen:
ich werd diese denkweise nie verstehen, auf der einen seite wird gesagt europa oder die welt solle zusammenwachsen um probleme zu vermeiden, aber auf der anderen seite will man unterschiede bewahren und eigenständig dastehen. paradox wie ich finde...
ich sehe in diesem satz nirgends ein paradoxum. man muss nur mal drüber nachdenken.
hm... dann stell ich mal die frage: worauf soll man denn stolz sein, wenn man beispielsweise nach der schulzeit dasteht ohne job, somit ohne zukunft durch fehlendes geld, und man feststellt das es noch vielen anderen genau so geht. versteh das nicht falsch, aber allein bei dem wort "nationalstolz" dreht sich mir der magen um, und das bezogen auf egal welches herkunftsland. überall gab es kriege und ausbeutung im namen der wirtschaft und religion. überall gibt es mehrklassen-gesellschaften bei der die untere mit füßen getreten und mit den händen das geld aus der tasche gezogen wird. das einzige worauf man vielleicht stolz sein könnte wäre der zusammenhalt trotz sovieler probleme. aber dafür gleich eine flagge schwenken die einen von anderen wieder disstanziert?
gerade wegen solch einer und ähnlicher denkensweise hat deutschland seit mehr als einem jahrtausend das problem der einigung. und ich bin der meinung, dieses problem ist teilweise nie zu überbrücken. bismark hatte es eine zeit geschafft, hitler ebenfalls (nur is hitler nich grad des beste beispiel dafür...).
heute haben wir eine neue brd und eine alte brd, zusätzlich zu den ganzen bundesländern, was immer noch wie ein keil zwischen der nation wirkt. deutschland ist ein land, dass sich aus vielen unterschiedlichen ländern zusammensetzt, die alle ihre eigene geschichte haben. gerade durch diese mischung, konnte soviele verschiedene kluge köpfe aus deutschland hervorgehen. aber man hat immer dieses eigenständige denken und unterschiede je bundesland. das macht eine wirkliche einigung schwer. außerdem kommt da noch die förderalistische Verwaltungspolitik hinzu. und erst, wenn dieser, von Kl0k benannte, zusammenhalt wirklich existiert, dann wird es innerhalb deutschlands auch nicht diese größeren probleme, die wir jetzt haben, geben. und erst wenn wir es selber schaffen unser land zu einem land zu einen (was meiner meinung immer noch nicht möglich ist, dafür sind alle hier zu verschieden) dann kann man versuchen die ganze welt zu einem Einem zusammenzuschmieden, wo im prinzip das gleiche problem vorliegt.
Back to topic:
Bei meiner Klassenfahrt nach England hab ich viele freundliche Engländer getroffen und viele davon im fortgeschrittenen alter und hatte mit denen nie ein problem.
schwierig wurde es erst, wenn man die jüngeren auf der straße getroffen hat. sobald die unsern deutschen akzent gehört haben, oder wenn wir mal deutsch gesprochen haben, dann hieß es immer "nazi" und andere unschöne dinge. da is man dann immer nur knapp größeren schlägereien aus dem weg gegangen.
Ragnarök
24.10.2004, 11:50
Hallo zusammen,
es stimmt schon das gerade die älteren Franzosen, Holländer oder Engländer einem freundlich begegnen, und in meiner Generation (35) würde ich sagen 50:50. Aber die 20-25 jährigen sind echt schlimm, egal ob im Urlaub oder im Heimatland.
Und gerade bei uns, vorallem im Osten geht es ja auch schlimm zu. Und in diesen Zeiten der wirtschaftlichen Probleme in Europa habe ich Angst das wir wieder auf diesen Nationalstolz zusteuern. Ich bin auch stolz ein Deutscher zu sein, aber das wird von vielen sofort falsch verstanden. Gerade wir Deutschen haben das Problem das uns eine Identität fehlt, warum eigentlich? Dieses Land ist Wunderschön und Einzigartig, auch der Osten übrigens (greeds nach Plauen ;-) ), und in meinem Freundeskreis sind wir 11 Nationen.
Aber die breite Masse lässt sich eben viel zu leicht beeinflussen, gerade die Medien, ich denke da an die letzten Europa und Weltmeisterschaften im Fussball heizen den Hass erst so richtig an.
bertimen
24.10.2004, 16:46
Also ich hab da nich so gute erfahrungen gemacht :/
War für eine Woche in England. Da wars dann so das wir als Deutsche von den Jugendlichen bzw auch Kindern ab 4-5 Jahre gehaßt wurden ! Auf der Strasse kam so gut wie jedes KInd an meinte ein auf Hitler Gruß machen zu müssen und so... Sobald es hies da sind Deutsche wollten die meisten sich unbedingt mit uns prügeln... Wir sind dem dann so aus dem Weg gegangen das wir uns als Holländer ausgegeben haben und sie uns so weitgehend in ruhe liesen. Also das fand ich echt krass. Oder als wir mit unserem Bus im Ort ankammen zeigte uns ein netter MEnsch so mitte 30 seinen nackten Hintern....
Ok die gegend war auch nich so die mit den reichsten Leuten, die waren schon unterm Mittelstand.So war meine Austausch Mutti am ersten Tag hacke dicht da sie Geb. feierte wir als 15 Jährige bekammen auch ersma ein Bier ;D . Was ich auch schade fand trotz der Schuluniformen konnte man immer noch die "Reichen" von den "Armen" sehr gut unterscheiden.
Klar das is jetzt meine Erfahrung und ich will das nich auf ganz England verallgemeinern... So fuhr meine Schule bzw. die nächste Stufe wieder nach England nur in eine etwas bessere gegend wo die all diese Probleme nicht hatten.
PC Freak
24.10.2004, 18:46
Ich war vor ca. 1 Woche mit meiner Oberstufe für eine Woche segeln (holland) und an einem Tag waren wir an einer Stadt, wo wir überhaupt nicht hin wollten, da die oberstufe letztes jahr ein paar probleme mit der dorf jugend hatte (mit pistolen usw.) !!! wir mussten wegen eines sturmes jedoch dort hin und die dorfjugend war gegenüber deutschen so provokant, dass diese die deutschen beleidigt haben usw. Auch haben die sich am boden geschmissen und uns dumm angemacht !!! Wir haben uns nicht provozieren lassen, da wir wussten was dann passieren könnte aber war echt schlimm da ...
die anderen Holländer waren aber ganz nett zu uns :)
Ich habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen, daher weiss ich nicht obs shcon angesprochen wurde. Aber ich würde gern etwas vom Nah-Ost erzählen, da ich einen Freund habe, der dort gebürtig herkommt und viele Jahre gelebt hat.
Also dort haben die Deutschen ein extrem positives Ansehen. Dies liegt daran, dass Deutschland sehr viel zur Wasserversorgung dieser Region beiträgt. Aber der Hauptgrund ist umso erschreckender wie ich finde. Naja ein Beispiel Deutschland vs. Iran Fußball. Während der Deutschen Nationalhymne hat ja fast das ganze Stadion den Hitlergruß gemacht. Dies nicht um die Deutschen zu kritisieren, sondern eher im Gegenteil. Länder wie Iran, Jordanien etc. sind fast reine Moslem-Länder und es ist ja nicht unbekannt, dass die Moslems die Juden "hassen" (und umgekehrt). Naja und die Iraner waren zum Beispiel extrem stolz darauf, dass Deutschlands Nationalmannschaft im Iran war.... Naja find ich shcon erschreckend...
Gehörorgasmus
24.10.2004, 22:00
Während der Deutschen Nationalhymne hat ja fast das ganze Stadion den Hitlergruß gemacht. Dies nicht um die Deutschen zu kritisieren,
Ja du hast Recht! Die Perser haben HItler-Gruß wirklich nicht gemacht um uns deutsche zu beleidigen was sie aber damit zeigen wollten war ihre Verbundenheit mit uns! Ich weiss ist nicht gerade eine tolle art die Verbundenheit zu zeigen!
Das wusste ich auch und viele die ich kannten dachten man wollte uns beleidigen denen mußte ich erst einmal erklären das es gar nicht wirklich böse gemeint war.
Mir gefiehl es ehrlich gesagt aber auch besser zu sehen wie sie unser eElf Empfangen haben das war doch schon etwas bessere Verbundenheit zeigen ;)
Seltsame Art, eine Verbundenheit zu zeigen... das zeigt wieder mal, daß diese Länder noch im Mittelalter leben.
Aber die Engländer machen das auch in den Stadien in UK bei deutschen Spielern (Babbel, Hamann usw). - Find ich gar nicht komisch. ob nun Sympathie- oder Antpathiebenkundung. Ist beides ziemlich dämlich.
Gehörorgasmus
24.10.2004, 22:20
Seltsame Art, eine Verbundenheit zu zeigen... das zeigt wieder mal, daß diese Länder noch im Mittelalter leben.
.
Nunja sie wissen nicht wirklich viel von dem wie es hier in Deutschland ist aber eines kann man von den Menschen dort sagen sie sind sehr sehr freundlich ganz besonders zu deutsche!
Tja, wenn die sich mal ein paar Gedanken machen würden, wie es ihnen ergangen wäre, hätte Hitler seinen Expansionswahn nach erfolgreichem Kriegführen fortgesetzt ...
Aber es scheint nicht alleine daran zu liegen, daß die Nazis Juden umgebracht haben, insofern sollte ich nicht mehr reininterpretieren, als ich weiß.
Ist aber schon etwas eigentümlich, wenn man wissen sollte, daß wir eine Demokratie sind... und den hitlergruß zu machen, finde ich perfide. Denn sie wissen dann offenkundig nicht nicht, daß Hitler auch sie gehaßt hat. Nun ja...
Ich habe nur immer gehört, daß das Verhältnis zwischen Afghanistan und Deutschland seit jeher ein ein sehr gutes sein soll - kann mich da mal jemand aufklären, wieso das so ist?
Ragnarök
25.10.2004, 09:56
Ich habe nur immer gehört, daß das Verhältnis zwischen Afghanistan und Deutschland seit jeher ein ein sehr gutes sein soll - kann mich da mal jemand aufklären, wieso das so ist?[/QUOTE]
Soweit ich weiss hat Deutschland viel Entwicklungshilfe in Afghanistan gemacht, auch während des Taliban Regimes, vor den Taliban hat man da die Polizei ausgebaut nach Deutschem Vorbild, das Land von Minen befreit (teilweise) und die Wasserversorgung ausgebaut. Die Afghanen sind froh das die Bundeswehr vor Ort ist und unsere Soldaten haben ein hohes Ansehen vor Ort, vorallem weil wir uns dort entsprechend benehmen und nicht wie Besatzer auftreten.
Ich kann euch zu dem Thema ein gutes Buch empfehlen: Peter Scholl-Latour "Der Fluch des neuen Jahrtausends" sollte an unseren Schulen Pflicht sein!
Interessanterweise hat hier kaum jemand negative Erfahrungen gemacht im Urlaub, ganz im Gegensatz zu der Meinung das Deutsche im Urlaub nicht wirklich willkommene Gäste sind.
Ich denke diese Diskrepanz ist sehr einfach zu erklären, kaum jemand hasst Deutsche, es wird aber unter vorgehaltener Hand nicht gut über sie gesprochen. Es ist ganz einfach, niemand wird zu euch hinkommen und euch anpöbeln nur weil ihr Deutsche seid, aber mit Sicherheit lästern viele hinter dem Rücken.
Anders kann mich mir die Differenzen zwischen den Erfahrungen hier und der allgemeinen Meinung nicht erklären.
Also, ich möchte nun auch was zu dem Thema schreiben, dass für mich schon fast eine soziologische oder sogar philosophische Grundlage hat.
Da ist zum einen das Thema, wie wir deutschen im Ausland gesehen werden, da wird von Diskrepanzen gesprochen, von Zwischenfällen und Übergriffen.
Dann wird über Deutschland selbst geschrieben, über den Nationalstolz, über die Vergangenheit und über das Volk der Deutschen.
Im Grunde mag ich diese Diskussionen, aber man könnte sie unendlich fortsetzen.
Aber ich möchte hierzu einige Gedanken mitteilen, die mein Großvater mir erzählt hat. Mein Großvater war 7 Jahre lang in Kriegsgefangenschaft. In Süditalien, wurde er an einem Flaggeschütz stationiert und dort von Allierten gefangen genommen. Dann kam er nach Marokko unter der Hand der Franzosen und er verhungerte bzw. verdurstete dort fast. Dann kam er nach Utah zu den Amerikanern, musste auf Feldern arbeiten und wurde gut behandelt. Dann kam er nach England, wo er als Holzfäller eingesetzt wurde. Er wurde auch sehr gut behandelt, obwohl sie alle Gefangene waren.
Nie in seinem Leben hat er was negatives über Frankreich, oder Italien oder ein sonstiges Land gesagt. Er ist nie verbittert gewesen, wütend oder hatte ein Sinn auf Vergeltung. Er sah nie einen Sinn darin, Nationen zu verurteilen, nur weil es Krieg gab.
Es gibt auch genug solcher Denkweisen in anderen Ländern. Das habe ich selbst erlebt und davon bin ich fest überzeugt.
Das unser Ruf in einigen Ländern im Eimer sind, haben wir uns genau so selbst zuzuschreiben, wie auch den anderen. Ich muss da einen meiner vorrednern zustimmen. Solange in den Köpfen der Leute, die Grenzen der Länder und Sprachen nicht fallen. Wird die Menschheit nicht bereit sein, sich auf eine Ebene zu stellen.
Bis dahin, wird es immer hass, toleranz, verachtung, respekt, feindschaft und freundschaft auf einer ebene geben. Denn der Mensch definiert sein Glück, durch das Leid das er erfährt.
Edit:
Sorry wenn es nur den Rand des Themas streift, aber bei all den guten und schlechten Beiträgen musste ich was schreiben.
Sorry wenn es nur den Rand des Themas streift, aber bei all den guten und schlechten Beiträgen musste ich was schreiben.
Den soll es streifen (s. Post #1)
Da haben sicher viele verschiedene Erfahrungen gemacht. Mein Großvater war ebenfalls in amerikanischer Gefangenschaft und ist auf die Amis nicht besonders gut zu sprechen, weil er nicht gut behandelt wurde. Er war damals in der Heeresgruppe Mitte vor Moskau und hat auch mitansehen müssen, wozu die Wehrmacht fähig war...
Eine Großtante von mir ist ebenfalls auf die Amis nach der Kapitulation nicht gut zu sprechen. Sie wurde von zwei GIs vergewaltigt und ist dadurch erblindet.
Es gibt eben solche und solche Geschichten. Letztlich durfte man wohl froh sein, nicht in russische Gefangenschaft zu geraten.
Je nach Erlebtem ändert sich der Blickwinkel auf diejenigen, mit denen man es zu tun hatte. Was die einzelnen Abteilungen der SS oder der Wehmacht im Krieg mit Gefangenen gemacht haben, war auch nicht grade gentleman-like. - Mein Opa wollte in Rußland einem Gefangenen klar machen, daß er Holz hacken soll, zeigte im die Axt und deutete auf einen Holzblock. Der Gefangene ging zum Holzklotz und legte seinen Kopf drauf... Ein Mißverständnis, das aber zeigt, welchen Ruf das deutsche Milität gehabt zu haben scheint.
Und so etwas dürfte sich, durch Erzählung oder blinden Glauben und durch einseite Berichte usw eben auch auf Nachfolge-Generationen übertragen.
Dangermany
25.10.2004, 13:28
Ich möchte hiermal meine Erfahrungen mit Frankreich posten.
Ich bin generell multinational eingestellt und habe meine Bundeswehrzeit als Zeitsoldat in Strasbourg verbracht. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Franzosen etwas schowi drauf sind. Das merkt man zum Einen daran, dass es staatliche Auflagen gibt, die den Anteil französischsprachiger Lieder in Radionsendungen betrifft - eine Reinerhaltung der Musik-Kultur?
Zum Anderen und das muss man einfach mal sagen, ist es so, dass ein Deutscher, der einen Franzosen in Frankreich in englisch oder deutsch anspricht mit recht grosser Wahrscheinlichkeit keine Antwort auf seine Fragen erhalten wird, auch wenn der Gesprächspartner die Sprache eventuell beherrscht. Wenn man nicht zumindest versucht, französisch zu sprechen, gibt es kein Entgegenkommen.
Ich war im Eurokops - einem multinationalen Militärstab aus 5 Nationen, wo die Amtssprachen Deutsch und Französisch sind. Da mein Französisch eigentlich recht gut ist kam ich mit meinen Vorgesetzten und Kameraden französischer Herkunft eingentlich bestens klar. Andere deutsche Soldaten, die der Sprache nicht mächtig waren zogen natürlich ihre eigenen Schlüsse aus der mangelnden Kooperation von Seiten der Zivilbevölkerung.
In Südfrankreich soll das alles noch heftiger sein und man wird eventuell "Boche" gerufen, was ein Überbleibsel aus dem zweiten Weltkrieg ist. Das finde ich persönlich eine Schweinerei. Ähnliches habe ich aber auch von Holländern gehört - kann ich allerdings für mich nicht nachvollziehen, weil ich eigentlich nur Freunde in Holland habe.
Soviel erst mal von mir
Grüße
DanGermany
farquaharson
25.10.2004, 14:53
@dangermany
zitat: In Südfrankreich soll das alles noch heftiger sein und man wird eventuell "Boche" gerufen, was ein Überbleibsel aus dem zweiten Weltkrieg ist.
ist kein überbleibsel auf dem zweiten sondern aus dem ersten weltkrieg und wird "bosch" geschrieben, wie die firma Bosch.
Ich bin mir jetzt aber nicht ganz sicher ob das damit zusammenhing daß Bosch Kanonen herstellte/entwickelte oder ob es die Giftgasgranaten waren an deren entwicklung Bosch beteiligt war.
bitfunker
25.10.2004, 15:25
Hatte bisher die meiste Probleme mit eine Nationalität: Den Deutschen...
Mal im Ernst: Briten, Holländer, Franzosen, Österreicher, Italiener, Spanier, Türken und was weis ich noch; nie gab es ernsthafte Probleme mit jemandem. Sicher, jeder hat so seine Eigenheiten, aber die unangenehmsten haben sicherlich wir selbst.
Man schämt sich bisweilen für das Verhalten seiner Mitmenschen. Kommt wohl daher, dass man sie auch im Urlaub sehr häufig sieht. ;)
@ b-runner
nun ja, nicht alle deutschen Urlauber sind fette oder feiste Säufer. Mit denen habe auch meine Probleme. Die habe ich aber auch mit vielen türkischstämmigen (und solchen anderer Nationen) hier in Deutschland und zwar aus den verschiedensten Gründen, das kann man so "pauschal" nicht sagen. ;)
Aber es ist schon richtig: so wie sich die Deutschen bisweilen zB auf "Malle" aufführen... die würde ich auch hassen als Einheimischer.
@dangermany
zitat: In Südfrankreich soll das alles noch heftiger sein und man wird eventuell "Boche" gerufen, was ein Überbleibsel aus dem zweiten Weltkrieg ist.
ist kein überbleibsel auf dem zweiten sondern aus dem ersten weltkrieg und wird "bosch" geschrieben, wie die firma Bosch.
Ich bin mir jetzt aber nicht ganz sicher ob das damit zusammenhing daß Bosch Kanonen herstellte/entwickelte oder ob es die Giftgasgranaten waren an deren entwicklung Bosch beteiligt war.
Das betrifft aber nicht nur die Deutschen!
Für die Südfranzosen sind die Nordfranzosen auch Bosch du nor :D
Die im Süden haben eben mehr die Mittelmeereinstellung (siesta) wärend man im Norden auch eher industriell fleißig ist.
olly3052
25.10.2004, 18:20
Eigentlich kann ich b-runners post nur unterstützen.
Das ist leider überall wo ich Urlaub gemacht habe, der Fall gewesen und auf Malle war ich noch nie!;)
Der größte Teil der deutschen Pauschalurlauber benimmt sich wie ein Elefant im Porzellanladen.
Es wird keine Rücksicht auf die Kultur und den bestehenden Sitten genommen.
Arrrogant, unfreundlich (dick,dumm und gefräßig:) ) fallen mir so spontan als Attribute ein.
Wie Bluti schon schrieb: So sind wahrlich nicht alle.
Ich hatte im Ausland noch nie Probleme.
Ich habe mich stets wie ein Gast in fremden Landen benommen und bin deren Sitten mit der nötigen Achtung begegnet.
Gruß
olly3052
Also, dann versuche ich jetzt mal zu beschreiben, was die Deutschen in der Schweiz/Liechtenstein für einen Ruf haben. Um es vorwegzunehmen: er ist nicht gut! Das hat allerdings überhaupt nichts mit dem 2. WK oder der Vergangenheit im Allgemeinen zu tun, sondern nur mit der Gegenwart.
Nun, ich schreibe hier einfach ganz ehrlich, wie die Meinung von Deutschen hier ist, nicht dass ihr das persönlich nehmt ;-) Das sind schliesslich nur verallgemeinerte Meinungen, die nicht der Tatsache entsprechen müssen.
Nun, die Deutschen gelten als Schmarotzer. Dann gelten sie als, hmm, weiss nicht, wie ich's beschreiben soll. Ein Beispiel: Prominente (Schumi, Fürst Hans Adam von Liechtenstein, ...) können sich in der Schweiz/Liechtenstein frei bewegen, ohne dass sie angesprochen/fotografiert/belagert etc. werden. Sie werden höchstens beachtet. Hier herrscht jedoch die Meinung vor, dass das in Deutschland nicht so ist, da die Deutschen einfach weniger diskret sind. Dann ist da natürlich noch der Mallorca-Tourist als Inbegriff des deutschen Touristen: möglichst billiger Urlaub, sich besaufen und sich in einem fremden Land (Mallorca ist immer noch spanisch, obwohl man meinen könnte, es gehöre zu Dtl.) absolut unmöglich aufführen.
Was das Bild der Deutschen im (deutsch-sprechenden) Ausland sicher auch nicht verbessert, sind eure TV-Sendungen: speziell die Talkshows, in denen fast nur noch asoziale Vollidioten auftreten, vermitteln einem einfach das Bild, dass das der durchschnittliche Deutsche ist. Klar, es ist offensichtlich, dass dem nicht so ist, dennoch bleiben einem solche Bilder einfach im Unterbewusstsein... sorry, aber ist so...
Rechtschreibreform rückgängig machen: für mich persönlich auch etwas, das die Deuschen (Politiker und Medien) völlig lächerlich macht. Die Zeitungen, die auf die alte Rechtschreibung setzen, nehmen ja täglich zu...bitter...
Tja ja...so ist das...es mögen Kleinigkeiten sein, aber dennoch: weder in Liechtenstein, noch in der Schweiz sind Deutsche wirklich beliebt...
Edit: ich hab mir das mit dem "schmarotzen" noch ein Bisschen überlegt und nach der Ursache dieser Meinung gesucht. Es könnte mit einem kulturellen Unterschied zu tun haben. Die Schweizer sind eigentlich Nein-Sager und Eigenbrötler (verallgemeinert und nicht negativ gemeint), Deutsche hingegen sind eher offen. Darum könnte es sein, dass man diese Offenheit als schmarotzen auffasst (der Deutsche gibt und nimmt, der Schweizer tut keines von Beidem; nimmt der Deutsche also vom Schweizer, erwartet der Schweizer keine Gegenleistung und fühlt sich darum ausgenutzt).
Falls ich meine Gedanken unklar formuliert habe, kann ich konkretere Beispiele/Formulierungen bringen...
deadzoneman
25.10.2004, 22:41
Was das Bild der Deutschen im (deutsch-sprechenden) Ausland sicher auch nicht verbessert, sind eure TV-Sendungen: speziell die Talkshows, in denen fast nur noch asoziale Vollidioten auftreten, vermitteln einem einfach das Bild, dass das der durchschnittliche Deutsche ist. Klar, es ist offensichtlich, dass dem nicht so ist, dennoch bleiben einem solche Bilder einfach im Unterbewusstsein... sorry, aber ist so...
Rechtschreibreform rückgängig machen: für mich persönlich auch etwas, das die Deuschen (Politiker und Medien) völlig lächerlich macht. Die Zeitungen, die auf die alte Rechtschreibung setzen, nehmen ja täglich zu...bitter...
öhm. ich kann mich da jeden tag selbst als deutscher drüber aufregen, daher wundert es mich nicht, das es "ausländer" auch können. ich frag mich sowieso immer, woher die die ganzen typen aufgabeln, die da in den ganzen shows immer rumgammeln und sich "gegenseitig aufgeilen und aufn sack gehen". aber wenn man uns deutsche an unseren medien misst, wundert mich gar nichts mehr...
aber wenn man uns deutsche an unseren medien misst, wundert mich gar nichts mehr...Ich denke, das lässt sich nicht vermeiden. Die Medien sind schliesslich die einfachste Möglichkeit, ein Bild von etwas zu bekommen. Die Amis zum Beispiel sind ja im Moment sehr "unpopulär" in Europa. Warum? Weil wir in den Medien nur negative Dinge über die mitbekommen. Ob alles stimmt oder nicht, ist nicht so leicht nachvollziehbar.
Bei Deutschland ist das natürlich ein Wenig anders. Es ist offensichtlich, dass Talkshowgäste nicht die Allgemeinheit repräsentieren. Dennoch: wenn man nur das sieht (und man fast kotzen muss ab dem Mist), dann ergibt das einfach eine grundsätzlich negative Meinung.
Dazu kommt einfach noch die Tatsache, dass in der Schweiz/Liechtenstein, weder niedrig-Niveau-Talkshows (oder BigBrother (gab es nur kurz mal), oder Promi-Jungle-Dings etc.), noch solche Leute, wie sie in den dt. Talkshows auftreten, gibt. Der Gedanke "das gibts bei uns auch" kann einem also nicht kommen und somit lässt sich die Schlussfolgerung, dass es in Deutschland einfach einen gewissen Prozentsatz "Vollidioten" gibt, nicht verhindern.
Und wie es immer bei Verallgemeinerungen ist, kratzen diese wenigen Leute dann arg am Image jedes Deutschen...
hmm ich befürchte dass ich jetzt dafür massig negatives karma bekommen werde, aber dass diese diskussion so fruchtet zeigt irgendwie auch dass die deutschen tief drin auch in der jetzigen generation echt ein identitätsproblem haben.
nicht die anderen länder sind der buhmann...erstmal sollte man für sich selbst seine identität finden. wenn das erstmal geschehen ist, dann wird das böse böse england zb auch irgendwann aufhören mit dem finger auf deutschland zu zeigen. (selbstverständlich haben diese inselleute auch irgendwo ne schraube locker, davon mal abgesehen *g* )
möchte nochmal klarmachen dass ich jetzt nicht einzelne boardies meine, sonst hätte ich auch direkt namen nennen können. ich meine allgemein dieses ganze gerede von wegen "stolz deutscher zu sein"....das sowohl in foren (wie hier) oder aber auch in printmedien oder TV immer wieder hochkocht. das KANN nicht nur die schuld anderer länder sein. es MUSS etwas in der gesellschaft sein.
edit: bezüglich des posts unter mir: kann ja sein dass ich dann für diesen beitrag in der sektion "games" irgendwo dann negatives karma für einen beitrag bekomme im namen dieses beitrages ;) so meinte ich das.
PuppetMaster
26.10.2004, 00:11
Kleine Anmerkung: Schon vor längerem wurde das Karma in OffTopic und P&G deaktiviert, da eben keine Meinungen bewertet werden sollen.
Gehörorgasmus
26.10.2004, 01:02
Ich denke, das lässt sich nicht vermeiden. Die Medien sind schliesslich die einfachste Möglichkeit, ein Bild von etwas zu bekommen. Die Amis zum Beispiel sind ja im Moment sehr "unpopulär" in Europa. Warum? Weil wir in den Medien nur negative Dinge über die mitbekommen. Ob alles stimmt oder nicht, ist nicht so leicht nachvollziehbar.
.
Die Frage sollte lauten warum waren die Amis vorher hier in Europa immer so populär? Liegt es nicht eher daran das man über die Amis immer wieder in den Medien ein falsches positives anstatt ein ein negatives Bild zeigte, wo man jetzt wieder einmal nur ihr wahres Gesicht ( alleine im irak)sieht ?
Die Amerikanser sind die meist ungemochteste Nation der Welt und das nicht ers seit dem Bush da ist , in Asien mag man die Amerikaner überhaupt nicht und das hat seine Gründe !
Das wir hier in Europa einen Kniefall nach dem anderen vor ihnen machen ist sowieso lächerllich was haben wir ihnen zu verdanken? Komm mir bitte nicht damit das sie uns angeblich von den Nazis befreit haben... denn mit denen haben sie vorher lukrative Geschäfte am laufen gehabt!
Aber wollen wir nicht zu sehr vom Thema abschweifen es geht hier schliesslich um das Ansehen der Deutschen ;)
Und da kann ich nur einmal wieder sagen in Asien und in den Islamisch/Arabischen ländern mag man uns deutsche, das man uns in vielen Euro ländern nicht mag ist mir auch klar aber wie ich schon in einem anderen Post sagte jedes dieser Länder hat ihr eigenes Päckchen zu tragen und sie sollen nicht immer mit den Fingern auf uns deutsche zeigen es wäre angebracht mit dem Finger auf sich selber zu zeigen! (vor allem die Briten)
Thema Nationalstolz: Ich bin stolz deutscher zu sein ist das falsch? Nein weil ich nun einmal deutscher bin und das ich stolz darauf bin hat nichts mit Rassismus oder anderen mist zutuen ich bin stolz deutscher zu sein genauso wie ich verstehe das ein Türke stolz ist Türke zu sein ein Engländer stollz ist ein Engländer zu sein ein Franzose... usw usw usw!
Jeder der sagt er sei nicht stolz auf die Nationalität die er ist soll sich meiner Meinung nach schämen!
So jetzt gehe ich schlafen bin schon genug verpeilt , wünsche allen eine Gute N8!
@Gehörorgasmus: hmmm, du hast völlig Recht! Ich habe meinen Satz falsch formuliert! Tatsächlich bin ich (natürlich) auch gegen Amerika!
Die Frage, warum Amerika früher in Europa relativ beliebt war, könnte doch auch in der Botschaft zu finden sein, die die USA jederzeit aussendet: das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Amis selbst glauben ja scheinbar immer noch, dass sie das sind...hab grad gelesen, dass ein Blinder einen Waffenschein bekommen hat, weil er klar machte, dass er als Blinder ein potenzielles Opfer von Einbrechern sei... Freiheit? Das ist doch einfach nur bekloppt!
Ich finde auch, dass wir den Amis nichts zu verdanken haben. Ausser vielleicht der grenzenlosen Umweltverschmutzung, mehreren unnötigen Kriegen (und die dadurch entstandene Angst bei vielen Menschen) und und und...
türlich haben wir den amis was zu verdanken.. die haben mit anderen zusammen den größenwahnsinnigen ösi hier gestoppt. das sollte man bei aller peinlichkeit der usa der letzten dekade nicht vergessen.
Die Amerikaner waren eben als Retter gefeiert worden. Man darf da aber auch keinen verklärten Blick drauf lenken. Die haben deutschland primär mal nicht geholfen, um Deutschland zu helfen nach dem Krieg, sondern um eine Pufferzone zwischen Frankreich und anderen Ländern zu schaffen. Ich fand diesbezüglich die Erzählungen aus erster Hand von meinen Großeltern sehr interessant. Es gab damals einen Satz, der sinngemäß wiedergegeben lautete: "Ab jetzt wird es uns besser gehen, die Amis sehen die Russen kommen."
Ich will damit die Hilfe nicht unterbewerten, die geleistet wurde, aber aus reinen humanitätren Gründen ist das nicht passiert, sondern hauptsächlich aus Eigennutz. Aber wenn die nicht gewesen wären und wäre es nach anderen gegangen, hätten wir nie mehr Souveränität erlangt. Das muß man auch sehen.
Aber letztlich hat uns, denke ich, der Krieg im Hinblick auf das Selbstbewußtsein und die Identität wirklich das Genick gebrochen. Und deshalb fordere ich, daß jetzt Schluß sein muß mit der Nazi-Litanei. Vergessen darf man nie. Aber so langsam reicht es auch wieder. Wenn es ein Land in Europa gibt, das sich um intensive Aufarbeitung bemüht, dann wir. Es gibt kein Land auf der Welt, das sich so mit seiner Geschichte beschäftigt wie Deutschland. Ich bin da durchaus ein Befürworter der Walser-Rede in Frankfurt. Dieses elende Geschwätz, da vor allem von den Vorzeige-Piensern Friedman und Co. kam, war und ist kaum zu ertragen.
Ragnarök
26.10.2004, 10:45
Deutschland ist ja nicht die einzige Nation die Fehler gemacht hat, was ist mit Stalin und den mindestens 20 Millionen Opfern seiner Diktatur, was mit den Ureinwohnern der USA oder Vietnam, was mit dem Völkermord in Afrika? Wer weint den Millionen toten Indios in Südamerika nach die durch die Gier der Spanier und Portugiesen umgekommen sind? :utenforce
Mir reicht es langsam als Vorzeige Bösewichter zu gelten! Und der Ami hat noch nie etwas getan ohne Profit daraus zu schlagen. Ohne Deutschland wäre Europa heute noch von den Russen besetzt, und gerade die Juden sollten vor ihrer Haustür kehren.
Denoch Mensch bleibt Mensch, egal woher er kommt und welche Hautfarbe er hat, und keiner hat das Recht andere zu Bevormunden oder schlimmer noch zu Unterdrücken.
Ich bin Stolz Deutscher zu sein, gerade auch wegen meiner vielen Freunde aus aller Welt.:heuldoch
Wir waren eben die letzten, die in dieser Form (neben Stalin) so agiert haben... und letztlich bestimmt die Regeln der Sieger. Wir haben verloren... deshalb sind wir auch angeschis***. Ist dumm, aber war immer so.
Interessant finde ich darüberhinaus, wie sich Amerika geriert (als Demokratie und Sittenwächter #1), wo sie doch heute noch Schwarze benachteiligen und Menschen auch nur etwas linkerer Gesinnung. Erinnert oder lest Euch mal durch zu den Kommissionen gegen Kommunisten in den 60ern (war doch in den 60ern, oder?), wie man da mit den verfassungsmäßigen Rechten der eigenen Bürger umgegangen ist, oder was old Bush derzeit vorhat und treibt.
Man muß bedenken: Unrecht+Unrecht ergibt zwar kein Recht. Aber auch was die Engländer mit Dresden und Hamburg gemacht haben, war unter aller Sau. Sicher, wir brauchen uns im grunde nicht zu verstellen, wir haben auch London und andere Städte bombadiert, ohne Rücksicht auf Zivilisten. Aber man darf durchaus festhalten, daß das, was am Ende des 2. WK in D passiert ist, ebenfalls grobes Unrecht war und man darf den jeweiligen Staaten ebenfalls Vorhaltungen machen, daß sie es mit der Aufarbeitung nicht sehr genau nehmen.
Oder die Polen, die heilfroh waren, daß die Deutschen sich um deren Juden "gekümmert" haben und die selbst 1000e in Scheunen zusammengepfercht haben und verbrannt haben. Die Franzosen fanden es klasse und haben die Juden damals auch zusammengekarrt.
Ich bitte, das jetzt nicht falsch zu verstehen, mit nichts kann man solches Unrecht, das wir im 2. WK begangen haben wiedergutmachen. Aber es ist fakt, daß die Sieger die Wahrheit sehr beschönigen.
13thAngel
26.10.2004, 12:34
Wir waren eben die letzten, die in dieser Form (neben Stalin) so agiert haben... und letztlich bestimmt die Regeln der Sieger. Wir haben verloren... deshalb sind wir auch angeschis***. Ist dumm, aber war immer so.
Der Vietnamkrieg war Mitte der sechziger. <- also nach dem 2. Weltkrieg.
Die Unterdrückung der Afro-Amerikanischen Bürger Amerikas ist allgegenwärtig, zwar abgeschwächt aber da. <- auch nach dem 2 Weltkrieg
Der Golfkrieg Anfang der 90iger <- auch nach dem 2 Weltkrieg, zwar eine andere Größenordnung, aber trotzdem ein Unding gestützt auf nicht belegte Behauptungen einer US-Amerikanischen Regierung.
Der Einfall in den Irak Anfang des 21. Jahrhundert. <- auch nach dem 2 Weltkrieg. Wieder die USA und wieder gestützt auf Behauptungen die nie belegt wurden.
Um mal von den USA wegzukommen:
-> der immerwährende Krieg in Jerusalem/Israel/Gazastreifen.
-> Die Konflikte zwischen Süd und Nordkorea bis noch vor eine paar Jahren
-> Der religiöse Krieg in Irland
-> Die Menschenverfolgung und Abschlachtung in Somalia/Afrika! (Wem das keine Begriff ist, weils in den Nachrichten nicht erwähnt wird schaut sich die Filme "Black Hawk Down" oder "Tränen der Sonne an" oder schaut hier nach Somalia (http://de.wikipedia.org/wiki/Somalia))
Man kann damit endlos weitermachen, traurig aber wahr, nur solange man auf vergangenes mit dem Finger zeigt, kann man gegenwärtiges nicht bekämpfen/ändern.
... es ist fakt, daß die Sieger die Wahrheit sehr beschönigen.
Wenn dem nicht so wäre, gäbe es keine "Sieger".
Ich weiß, daß es nach dem 2. WK noch viele Bsp für Unrecht gibt. Aber es gibt sie nicht in dieser Größenordnung, wie es Hitler und Stalin getan haben. Ok, außer Saddam. Und da die ürbigen Konflike nicht durch einen WK gelöst wurden, nimmt, auch durch differenziertere Berichterstattung, die Weltbevölkerung andere Schreckensregime anders wahr.
Sicher, es gibt noch Korea, es gab Südafrika usw. Aber Deutschland war eben verantwortlich für DEN Supergau im 20. Jahrhundert, der eben die ganze Welt mit einbezogen hat.
Ragnarök
26.10.2004, 14:29
Tja man kann es dem Rest der Welt nur vorleben das wir Deutsche auch anders sind. Gegenseitige Schuldzuweisung bringt uns ja auch nicht weiter.
Wahrlich nicht. Aber es ist schon kurios, wie wenig Notiz man im Ausland von unseren Bemühungen zu nehmen scheint. Finde es ohnehin etwas irritierend, daß man so wenig von Nachrichten über uns aus dem Ausland versorgt wird. Selber lesen ist ein wenig anstrengen, wenn man kein Französisch kann.
Ragnarök
26.10.2004, 15:28
Wundert dich das wirklich? Schaue dir doch den Dreck an der im Fernsehen läuft, oder die Art der Berichterstattung in den Nachrichten.
Brot und Spiele, so lief es schon bei den Römern, und wenn man mal wieder einen Sündenbock brauchte..... :streiten
Und in England oder Frankreich hat der normal Sterbliche auch genug zu schaffen einen Job zu finden und seine Raten zu Bezahlen, wer denkt da schon ernsthaft über Deutschland nach?
der eben die ganze Welt mit einbezogen hat.
Und genau das ist wieder ein Punkt, den ich für ein Gerücht halte.
1.) Der Krieg Japans im asiatischen Raum war VOR dem 1.Spt. 39´.
2.) Deutschland hat lediglich Polen, der Sowjetunion, der USA, Niederland, Belgien, Luxemburg und Norwegen den Krieg erklärt (vielleicht habe ich den einen oder anderen vergessen, können aber nicht mehr viele sein). Alle anderen der 50 Staaten, haben Deutschland den Krieg erklärt!
Wie man anhand dieser Tatsachen noch darauf kommen kann, dass Deutschland einen Weltkrieg angefangen hat, ist mir schleierhaft.
Na ja, zumindest waren sie dafür verantwortlich, daß es überhaupt soweit gekommen ist. Übrigens: ich glaube, den USA haben die Deutschen nie den Krieg erklärt, das wollten sie immer um jeden Preis vermeiden, die haben ja erst am Krieg teilgenommen, nachdem Pearl Harbour von den Japanern angegriffen worden war (provozierterweise, wie man heute glaubt zu wissen). Richtig den Krieg erklärt haben sie wohl Polen (haben sie das?), Frankreich und Rußland, und schon etlichen anderen, in deren Ländern sie eingefallen sind, denn das ist ja nun auch eine Kriegserklärung, wenn man ein Land angreift. das war dann schon beinahe in ganz Europa. Norwegen war nicht am 2. WK beteiligt.
Ragnarök
26.10.2004, 15:42
Vergesst nicht den Neid auf Deutschland! Es gibt gegenden in England da denkst du, du bist in der dritten Welt, genauso in Frankreich. Die denken doch alle das Deutschland ein Paradies ist.
Ich fahre übrigens nicht mehr an den Ballermann, sondern an die Ostsee. :schaf
Tja, wir werden wohl von allen Seiten auf unterscheidliche Weise falsch beurteilt... auf der einen Seite denken alle, hier sei das Land wo Milch und Honig fließen und auf der anderen denken alle, wir fahren mit der Kutsche zur Arbeit und leben alle auf ner Alm. :mad
PS: wenn ich irgendwann mal wieder Geld für nen Urlaub haben sollte, verbringe ich den entweder im Bayrischen Wald oder in der Schweiz.
Na ja, zumindest waren sie dafür verantwortlich, daß es überhaupt soweit gekommen ist.
Wie kann man dafür verantwortlich sein, dass Mexiko etc. einem den Krieg erklärt?
Übrigens: ich glaube, den USA haben die Deutschen nie den Krieg erklärt, das wollten sie immer um jeden Preis vermeiden, die haben ja erst am Krieg teilgenommen, nachdem Pearl Harbour von den Japanern angegriffen worden war (provozierterweise, wie man heute glaubt zu wissen).
A.H. hat den USA als verbündeter Japans direkt nach Pearl Harbour den Krieg erklärt.
Dummerweise, da Japan Russland nicht den Krieg erklärt hatte, sondern sogar einen Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion unterzeichnete.
Norwegen war nicht am 2. WK beteiligt.
Du meinst sicherlich Schweden, wir sind 1940 nach Norwegen fast gleichzeitig mit den Briten. ;)
Thanks for teaching. :) - Stimmt, die Schweden haben Deutschland sogar bis zuletzt mit Eisenerz beliefert.
Wer da alles wem irgendwann den Krieg erklärt hat, weiß ich gar nicht. Du sicher recht. Was hat Mexiko mit alledem zu tun...?
Servus,
(hier meldet sich ein Ausländer)
eine Sache stört mich persönlich hier in dieser ganzen Diskussion! Da ich generell der Auffassung bin, daß die Vertreter jeder Nationen nicht als Repräsentanten ihrer Bürger verglichen werden sollte, finde ich schade, daß hier viele dies nicht so sehen!
Und eigene Erfahrungen als erwiesene Tatsache und allgemein gültig zu sehen bezeugt auch von eigene Kurzsichtigkeit und Beschränkung.
zB: Ich mache hier mein Studium, schaffe es jedoch nicht und dann kehre ich zurück, meine Familie/Freunde/Bekanntschaften fragen warum nichts aus mir wurde, ich gebe dann den Deutschen die Schuld, weil sie soo unnachsichtig waren rassistisch usw! Jeder würde es mir glauben ohne daran zu zweifeln. Und so ist der Ruf ruiniert (oder bestätigt), wegen einen der statt zu studieren sich gut gehen lassen hat.
Die allgemeine Meinung meines deutschen Bekanntschaftskreises diesbezüglich ist:
Wir sollen das was passiert ist nicht vergessen, aber auch nicht ständig vor unsere Nase gehalten werden, denn dafür können wir heute nichts. Wir sind nicht besser oder schlechter als jede andere Nation auf dieser Welt. Darauf prosit :D !
Gruß Madbad
Hier auch noch ein schöner Artikel dazu:
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/18655/1.html
@ GraKa
ein beängstigender Artikel. Nur weil wir nicht jedem aus jedem Grunde Asyl gewähren sind wir also kein sicherer Drittstaat? Interessant... Und ein paar Bekloppte machen Deutschland zu einem rechtsradikalen Staat? Auch sehr interessant...
Niemand bestreitet ein Größerwerden der rechtsextremen Bewegung. Aber gelegentlich sollte man sich mal fragen, woran das liegen könnte. Nichts passiert völlig grundlos, egal ob Recht oder Unrecht.
Und dieser Artikel beweist einmal mehr, was für Idioten bisweilen in den USA und in England leben. Wobei man dazu sagen muß, daß es schon etwas seltsam klingt, daß eine Somalierin nicht als politischer Flüchtling anerkannt wird... wobei dazu natürlich im Artikel der komplette Sachverhalt fehlt, sodaß sich eine Beurteilung, ob richtig oder falsch, gar nicht bewerkstelligen läßt.
Und grade die USA! Die möchten sich also beschweren... interessant. Die halten sich mit Ausweisungen und Übergriffen auch nicht grade zurück. Und die Urteile da drüben sind eh ein Witz: Ein 18-jähriger, de rmit einer 17-jährigen geschlafen hat, wird vom Richter dazu verurteilt, nie wieder mit seiner Freundin reden zu dürfen, darf nie mehr als 200m an sie ran und mußte in seinem Vorgarten für 1 oder 2 Jahre ein großes Schild aufstellen, auf dem zu lesen war: "Ich bin ein Kinderschänder". Ach ja... unser Vorzeigestaat Amerika...
Mir ging es in dem Artikel weniger um die Somalierin, viel mehr mache ich mir sorgen um den Asylantrag der Afghanin. Sorry, aber wie kann ein rechtstaatliches Gericht aufgrund von Medienberichten verschiedener Jahre so ein "pauschal" Urteil fällen? Keinen ihrer "angeblichen" Übergriffe, Angriffe, Vorfälle etc. konnte sie beweisen. Ich will nicht behaupten das diese erstunken und erlogen sind, aber warum einen "neuen" Asylantrag in den USA? Als deutsche Staatsbürgerin hätte sie überall in der EU wohnen, leben und arbeiten können wenn es ihr in der BRD zu "unsicher" ist! Von daher ist dieses Urteil für mich pers. eine Beleidigung, nicht nur gegenüber der BRD, sondern der gesamten EU.
Mich würde einmal ein statistischer Vergleich (Prozentual auf die Bevölkerung) interessieren wo es mehr rassistische, religiöse, ausländerfeindliche etc. Übergriffe gibt, in den USA oder in D. ;)
Ragnarök
27.10.2004, 13:11
Mir ging es in dem Artikel weniger um die Somalierin, viel mehr mache ich mir sorgen um den Asylantrag der Afghanin. Sorry, aber wie kann ein rechtstaatliches Gericht aufgrund von Medienberichten verschiedener Jahre so ein "pauschal" Urteil fällen? Keinen ihrer "angeblichen" Übergriffe, Angriffe, Vorfälle etc. konnte sie beweisen. Ich will nicht behaupten das diese erstunken und erlogen sind, aber warum einen "neuen" Asylantrag in den USA? Als deutsche Staatsbürgerin hätte sie überall in der EU wohnen, leben und arbeiten können wenn es ihr in der BRD zu "unsicher" ist! Von daher ist dieses Urteil für mich pers. eine Beleidigung, nicht nur gegenüber der BRD, sondern der gesamten EU.
Mich würde einmal ein statistischer Vergleich (Prozentual auf die Bevölkerung) interessieren wo es mehr rassistische, religiöse, ausländerfeindliche etc. Übergriffe gibt, in den USA oder in D. ;)
Da langt doch schon so eine Megacity wie Los Angeles mit ihren Polizeiübergriffen an Farbigen. Und Statistiken sind so eine Sache, gerade was die USA angeht...
thera are more black people in prison, than in a collage... (Ice T, Body Count)
das bild des einzelnen deutschen im ausland ist durchweg positiv. wird jedoch gefragt wie wir deutsche als volk angesehen sind werden wir in der regel verachtet.
woran liegt das?
jedes volk hat einen natürlichen nationalstolz, außer wir deutschen. wir schämen uns immer noch für dinge die vor 60 jahren passiert sind, obwohl wir, die wir heute leben doc zu 90 % daran gar nicht beteiligt (gelebt) waren.
und dieses bild ist von uns deutschen im ausland bekannt. daran ändern auch nichts die uns angedichteten attribute wie fleiß, genauigkeit etc.
ich erinnere mich noch ganz genau an das geschrei letzten jahres als ein dt. politiker gesagt hat: ich bin stolz deutscher zu sein. die empörung darüber war riesengroß. und im ausland hat man sich über die debatte darüber ob ich sagen darf ich bin stolz ein deutscher zu sein kaputtgelacht.
Du hast sicherlich damit Recht, dass ein Großteil der heutigen Gesellschaft keine direkte Schuld mehr an den Taten des dritten Reiches hat doch denke ich, dass wir nicht einfach die Last von unseren Schultern weisen können, denn es waren immerhin unsere Eltern, Großeltern oder entferne Verwandte (du stellst diese 60 Jahre als eine so lange Zeit hin aber bedenke, wir kennen sogar noch einen Teil der Leute die daran beteiligt waren persönlich) die sich schuldig gemacht haben und wir als deren Kinder müssen doch diese Taten in Erinnerung bewahren und mit ganz besonderer Vorsicht handeln.
Deshalb ehrt es uns in meinen Augen, dass über einen Politiker der sich stolz dazu bekennt Deutscher zu sein diskutiert wird und gleichzeitig bedauere ich aber auch, dass sich der "Geist des Vergessens" schon wieder so weit ausgebreitet hat, dass manche Leute Parteien wie NPD oder DVU aus protest wählen und Eltern ihren Kindern vorwerfen eine linke Meinung zu haben.
Ich habe nichts gegen Nationalstolz, doch ich möchte daran appellieren mit solchen Themen vorsichtig umzugehen denn 60 Jahre sind keine Ewigkeit und wir tragen auch die Verantwortung für die Taten unserer Eltern.
Im Ausland hatte ich bis jetzt noch keine sonderbaren Probleme weil ich Deutscher bin, mir ist jedoch aufgefallen das bei den Franzosen die älteren Leute mürrischer waren was den Kontakt mit uns anging als die Jüngeren.
mfg
und wir tragen auch die Verantwortung für die Taten unserer Eltern.
Nein.
Ich möchte das gerne mit einem Zitat aus Herr der Ringe darlegen.
"Ich bin Isildurs erbe, nicht Isildur selbst"
Es gibt weder eine Erbsünde, noch eine Kollektivhaft der Generationen.
Wir müssen das Erbe (ab)tragen (Schuldabtragen) aber uns nicht als Täter, Tätervolk etc. titulieren lassen oder uns dazu schuldig bekennen.
@ GraKa
Völlig richtig.
@ zAD
Ich bin für überhaupt nichts verantwortlich, was meine Vorfahren oder gar deren Mitbürger angestellt haben. Das wäre ja eine seltsame Kausalität. Wenn Dein Vater jemanden umbringt, bis Du mitschuld oder was?
Wenn überhaupt, dann haben wir eine moralische Verpflichtung, das Geschehene nicht vergessen werden zu lassen, aber auch nicht! Und nicht einmal das müssen wir!
Ich für meinen Teil fühle mich verantwortlich für das Handeln meiner Eltern und wenn mein Vater jemanden umbringen würde, würde ich mich den Verbliebenden gegenüber mitverantwortlich fühlen.
Auch wenn man mich nicht direkt dafür verantwortlich machen könnte sehe ich es in so einem Falle als meine Pflicht an das Leid der Hinterbliebenden zu mindern.
Mein Vater ist ein Teil meiner Familie, sowie ich ein Teil Deutschlands bin. Ich trage keine direkte Schuld aber das gibt mir nicht das Recht alles in Vergessenheit geraten zu lassen.
Wir sind das Tätervolk, denn Deutschland hat diese Taten begangen. Sind wir nun etwa nichtmehr das gleiche Volk? Die Gesellschaft hat sich geändert, aber dennoch waren wir Deutschen es die millionen Juden ermordet haben.
Und wie farquaharson schon gesagt hat, dem Deutschen im Einzelnen werden solche Vorurteile eher selten ans Gesicht geworfen.
Nein wir sind nicht mehr das gleiche Volk. Und das Volk hat diesen Schaden sowieso nicht angerichtet. Zuminest nicht komplett. Ein Staat besteht aus Staatsvolk, Staatsgebiet und Staatsführung. Das Dritte Reich ist untergegangen. Die BRD ist, wenn überhaupt, Rechtsnachfolger. Auch das wird durchaus mit guten Argumenten bestritten.
Ich habe ja gesagt: Es gibt keinen Grund, alles in Vergessenheit geraten zu lassen. Aber wenn mein Bruder jemanden umbringt, ist das primär mal sein Problem. Mich trifft daran null Schuld (vorerst mal, je nach Fallkonstellation, versteht sich); und wenn ich MItleid empfinde, ist das wieder was anderes. Und wenn ich meine, daß einem Opfer helfen möchte auch. Das eine hat doch mit dem anderen rein gar nichts zu tun.
Wenn es nicht das Volk war wer dann? Hitler alleine? Der hätte das ohne die Unterstützung vom Volk, welche er ja wohl unbestreitbar vom größten Teil hatte, wohl kaum alleine geschafft.
Und warum sind wir bitte nichtmehr das gleiche Volk? Wir sind nur eine andere Generation.
Diese Generation trifft sicherlich keine rechtliche Schuld mehr aber imho dürfen wir nicht verurteilen das wir an den Taten vergangener Tage gemessen werden und man ein spezielles Auge auf uns wirft.
Ragnarök
30.10.2004, 12:37
Wenn es nicht das Volk war wer dann? Hitler alleine? Der hätte das ohne die Unterstützung vom Volk, welche er ja wohl unbestreitbar vom größten Teil hatte, wohl kaum alleine geschafft.
Und warum sind wir bitte nichtmehr das gleiche Volk? Wir sind nur eine andere Generation.
Diese Generation trifft sicherlich keine rechtliche Schuld mehr aber imho dürfen wir nicht verurteilen das wir an den Taten vergangener Tage gemessen werden und man ein spezielles Auge auf uns wirft.
Was ist mit den vielen Millionen toten in den letzten 300 Jahren? Wollen wir ewig darüber Diskutieren was schlimmer ist, ein erschlagener oder eine Millionen? Die Welt war schon immer schlecht zu den Schwachen, das wird sich nie ändern, es sei denn wir lassen es nicht mehr zu das machthungrige Regierungen (Bush) oder Konzerne (Afrika) Menschen ausbeuten, unterdrücken und töten!!!
Ich weiss von meiner Grossmutter wie es im dritten Reich war, und ich weiss auch von den Exzessen der anderen an unseren einfachen Soldaten die keine andere Wahl hatten, an die Front oder KZ! Hitler war ein Schwein genau wie Stalin, Idi Amin, Saddam Hussein, George W. Bush --> die Liste lässt sich doch unendlich fortsetzen oder? Wir leben im jetzt, im Jahr 2004, und was sehen wir tagtäglich? Mord, Gewalt, Ausbeutung der dritten Welt, lasst uns darüber Diskutieren was wir einzelne dagegen machen können.
Was ist mit dem Elend in unserem Land, in Europa? Wo fangen wir an?
Was macht ihr, wozu seit ihr bereit?
schöner ansatz. wollte ich selbst grade mal anschneiden @ sitown
denn bevor man mit dem finger auf andere zeigt, sollte man vielleicht erstmal vor der eigenen haustür aufräumen. was bringt das diskutieren ob wir uns schuldig fühlen sollten für das was unsere urväter taten, wenn nachahmer in bundestage einziehen weil die regierung nichts geschissen kriegt, oder wenn leute auf der straße hocken (ich sag nur mal bahnhof zoo und andere gegenden in denen penner, junkies, crackkinder etc die sich teilweise verkaufen müssen um zu überleben) und verhungern, und das nur weil der egoismus in diesem land ne neue dimension angenommen hat. zeigt mir ein land das kein dreck am stecken hat.
ich glaub das muss erst gegründet werden, denn mir fällt keins ein.
Ragnarök
31.10.2004, 14:27
Ganz genau, lasst uns erst mal vor der eigenen Haustür kehren, letztendlich ist es mir egal was andere Länder von uns Denken. Wenn ich das Elend hier in Frankfurt sehe wird mir ganz schlecht, und was sieht den der Tourist als erstes wenn er aus dem Flieger oder Zug steigt? Den Dreck, die Nutten und die Junkies, tolles Bild...
Und wenn ich sehe wie die Jugend immer mehr nur an das Feiern denkt als mal in ein Buch zu schauen oder von anderen Kulturen zu lernen frage ich mich wo das alles mal endet? Vieleicht als Wehrbauer im Osten? :smokin
Und unsere Politker sind doch alle verlogen und gekauft, unser Bild im Ausland, der fleissige Deutsche ist doch überholt, wir werden langsam ein Volk von Idioten und Leistungsverweigerer, wie im alten Rom --> Brot und Spiele!:mad
Ich werde weiterhin dagegen etwas machen, wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!
Es richtig: unser Land verkommt zusehends. Bildung, Anstand und Ehrgeiz sind am verkümmern und die Tugenden, die uns immer zuschrieben wurden, lösen sich teilweise in Rauch auf. Alles wird immer dreckiger, obwohl der Umweltschutz immer mehr zunimmt. Keine Streifenpolizisten mehr in den Städten, immer mehr Drogen und Gewalt... eine bedenkliche Entwicklung.
Ragnarök
31.10.2004, 22:18
Ich hatte heute mit einem Freund mal wieder so eine Diskussion, er ist Streetworker in Hamburg und betreut dort Strassenkinder.
Ich glaube die wenigsten haben eine Ahnung, was für ein Elend in unserem Land herscht? Mir ist es erst mal egal ob zum Beispiel Bush oder Kerry Präsident wird, oder ob in China ein Sack Reis umfällt. Es gibt genug zu tun in unserem Land.
:stock
aber wo ansetzen? die meisten die auf der straße hocken sind ausgestoßene aus der gesellschaft. rausgeekelt aus dem umfeld. rausgemobbt aus dem umfeld. wenn man denen auch noch ihre fluchtmöglichkeit nimmt werden therapiezentren und die rate der suizidgefährdeten in die höhe schiessen dasses nicht mehr tragbar wäre. die meisten die anschaffen gehen, bei denen mangelts meist auch an allen ecken und enden an geld. manche bekommen nichtmal was vom staat, weil sie keinen wohnsitz haben. ohne wohnsitz bekommse auch keine arbeit ohne arbeit keine wohnung. teufelskreis.
man kann da kaum was machen, ausser versuchen denen unter die arme zu greifen.
und mal ganz ehrlich, zu den (angeblich) deutschen tugenden: die sind immernoch aus der nachkriegszeit und sollten endlich mal begraben werden. viele jugendliche sind fast nur noch depressiv und schiessen sich die hirnzellen aus dem kopf. weil sie keine zukunft haben. entweder finanziell oder weil ihnen jemand fehlt im leben. was auch kein wunder is in einer gesellschaft die sich mehr um die wirtschaft als um die menschlichkeit kümmert. in einem land in dem big brother ne größere zuschauerzahl hat als stern tv. die einzigen bei denen ich sowas wie einen wirklichen zusammenhalt seh, is bei den kidz die auf den straßen hängen und den so verrufenen junkies. und das sollte einem schon zu denken geben. und ich rede nicht von diesem gesellschaftsdruck a la "geh arbeiten, such dirn job, was soll aus dir/dem land nur werden, kneipenstammtisch gemoser" was man bei jeder feier inner bar oder den skat-abenden zu hören kriegt, denn wer das ganze mit wirtschaft und politik verwechselt sollte eh nochmal drüber nachdenken worum es sich dreht.
Ragnarök
01.11.2004, 11:15
Womit wir fast wieder beim Thema wären,nämlich unser Bild im Ausland. Viele sehen nur Mercedesfahrer und Häuslebauer in Deutschland, wenn ich sehe wie die Bundesregierung im Ausland um "Fachkräfte" für Deutschland wirbt, könnte ich kotzen. Ist doch klar das die alle denken uns geht es gut, die sollten mal Bilder aus der Realität zeigen im Ausland, wie kaputte Strassenkinder ect.
Wieso wird zum Beispiel an Bildung gespart? Warum gibt es so wenige Kindergärten? Und warum verschliessen soviele die Augen davor? Nach mir die Sinnflut, so kommt es mir vor.
Wenn ich mir vorstelle das wir SPD/Grüne an der Macht haben, möchte ich nicht wissen was passiert wenn die CDU/CSU regiert, noch mehr Sozialabbau und Manchester Kapitalismus?
Ich bin gespannt wie das Volk auf Hartz VI reagiert und ob sich endlich mal was bewegt in unserem Land. Die Franzosen oder Engländer sind, denke ich nur Neidisch weil es uns noch so gut geht, in deren Ländern geht das richtig schlimm zu teilweise.
-=|Vegeto|=-
04.11.2004, 21:14
Ich finds einfach schrecklich das uns sehr sehr viele als Nazis ansehen. Das ist schon 50ig Jahre her. Ich war England ausstausch da waren so kleine Kinder die haben uns immer mit Hilter Gruß begrüßt , die wissen doch eigentlich alle garnicht was die Nazis genau waren und wer Hitler war, weil dann würden sie einen nicht so behandeln.
Aber wenn sie halt alle so primitiv sind , pech.
Neulich haben ein Abgeordneter und ein Journalist der Times im TV gesagt, es sei erschreckend, wie englische Jugend im Unterricht durch veraltete Lehrpläne und Bücher auf ein Bild von Deutschland getrimmt, das so gar nicht mehr real ist. - Die nehmen nur das Dritte Reich durch. Sonst nix.
Hamsterlilly
06.11.2004, 18:29
Ich war vor ca. 6 Jahren mit der Schulklasse in England (genauer Doncaster) und es gab viele Jugendliche, die uns böses hinterhergerufen haben.
Wir seien Nazis und Mörder etc.
Natürlich nicht von allen, aber in 10 Tagen kam solch negatives Statement 3x rüber.
Ansonsten hatte ich nie Probleme. Man darf ja auch nicht gerade den mallorcinischen Urlauber mit 2,5 Atu auf dem Kessel als Beispiel nehmen :schluck
Telespieler
19.05.2007, 14:46
Man verzeihe mir das tiefe Graben in den Untiefen des Forums.
Aber es gibt einen neuen Kurz-Artikel auf SpOn, den ich einiermaßen lesenwert finde und hier einmal posten möchte:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,483490,00.html
Es geht um das Bild der Deutsche bei den Engländern (die wir ja auch nicht allzu herzlich und oft als "inselaffen" beschrieben ;))
Aber im Gegensatz zu den Rotröcken, und hier lehne ich mich mal bissl aus dem Fenster, sind wir nicht gänzlich so verbissen und mit Vorurteilen behaftet, wie das Inselvölkchen, daß mir so herrliche Dichter und Schriftsteller beschert hat... ja, ich bin anglophil in gewisser Hinsicht, aber die Ingnoranz auf der Insel schreit förmlich: "Ich bin blöd! Helft mir!" - Jedenfalls manchmal...
AlMualim
19.05.2007, 15:07
Stamme aus Tunesien, Deutschland bedeut dort gute Autos und Hitler, auch dort wird man mit dem Hitler Gruß begrüßt wenn die wissen, dass man aus Deutschland kommt
Man sollte ein Volk nicht nach der Boulevard-Zeitung und dessen Leser beurteilen. The Sun ist genau so dämlich wie die BLÖD bei uns und wir wollen ganz sicher auch nicht das man uns Deutsche (als Volk) anhand der BLÖD und dessen Leser beurteilt.
Ich hab schon einige Engländer in Deutschland und England kennen gelernt und die waren alle okay und mit wenig Vorurteilen behaftet.
Vielleicht sollte man es doch gerade nach den Blättern beurteilen, denn die produzieren das, was die Massen lesen wollen. SUN und BLÖD sind doch nur deswegen so erfolgreich.
Es gibt genug zu tun in unserem Land.
Deutschland ist nicht allein auf der Welt und man muss sich mit etwas mehr auseinandersetzen als dem eigenen Teller. Mein Eindruck ist aber auch, das man diese "Problemgruppen" zuwenig wahr nimmt. Hm, das ist genau das was du forderst, es interessiert nicht, was andere machen oder wie es ihnen geht, man konzentriert sich auf seine eigene Situation.
HappyMutant
19.05.2007, 20:40
Naja ob 3,4 Millionen Leser wirklich "die Masse" darstellen? Man wills ja immer glauben, aber prinzipielle sind Boulevard-Zeitungen vorallem eins: laut und provokant, weshalb sie eher wahrgenommen werden.
Naja jedenfalls scheint Spiegel-Online aus den Klischees eine Serie machen zu wollen, nun sind die Franzosen dran: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,483494,00.html Auch wenn diesmal der Grundtenor ein anderer ist, so will man sich nicht weniger verwundert den Kopf kratzen, über diese "Einblicke" in die Ansichten der Franzosen.
Um wieder zu der Wurzel des Threads zurück zu kommen: hier in Luxemburg herrscht allgemein eine gewisse Skepsis den Deutschen gegenüber. So wird zum Beispiel nicht "Deutscher" sondern "Preusse" gesagt, obwohl das natürlich niemand öffentlich zugibt. Auch werden die Deutschen hierzulande desöfteren als Nazis beschimpft, obwohl diese Zeiten eigentlich vorüber sind. Doch das habt ihr alles Hitler zu verdanken, denn das Misstrauen haben wir von unseren Großeltern geerbt, die den Krieg noch miterlebt haben. Mein Großvater hielt auch nicht allzu viel von den Deutschen. Ich gebs zu, ich sage auch immer "Preussen", wenn ich unter Kollegen und in der Familie bin, doch das ist keineswegs abwertend gemeint. Wie bereits gesagt, das haben unsere Eltern von deren Eltern und wir haben's von unseren Eltern.
P.S.: Ich schätze Deutsche Wertarbeit und besonders eure Autos.
Nicht-Natan
19.05.2007, 21:43
Stamme aus Tunesien, Deutschland bedeut dort gute Autos und Hitler, auch dort wird man mit dem Hitler Gruß begrüßt wenn die wissen, dass man aus Deutschland kommt
Das kann ich bestätigen. Erschreckenderweise ist das nicht als Beschimpfung oder Beleidigung gemeint. Viele Menschen nordafrikanischer Herkunft empfinden Sympathie mit den abstrusen Theoremen und Ideen Hitlers.
Auf einem ägyptischen Bazaar sagte mir eine Händlerin letztes Jahr in gebrochenen Deutsch: "Du Deutscher? Du guter Mensch. Hitler war ein guter Mann." :eek:
W-i-d-e-r-l-i-c-h-, aber die wissen es dort nicht besser. Der Judenhaß sitzt dort bei vielen tief.
Götterwind
19.05.2007, 23:33
Das hat teilweise wenig mit dem Judenhass zu tun. Als Beispiel Algerien: als französische Kolonie standen sie vor der Wahl mit oder gegen die Deutschen zu kämpfen. Sie entschieden sich für die Allierten, da diese ihnen die Unabhängigkeit versprachen. Was war aber das Ende vom Lied? Als der Krieg vorüber war, wurde das Versprechen gebrochen. Viele Nordafrikaner (zumindest viele mit denen ich bis jetzt geredet habe) denken so ähnlich. Außerdem sind ihnen die Verbrechen bekannt, aber nicht so bewusst. Sie wissen aber, dass Hitlerdeutschland gegen die Besatzer Krieg führte...
Teilweise gibt es auch schon recht lange Verbindungen zwischen Deutschland und einigen Ländern im Nahen Osten (Linie Berlin-Bagdad durch die Türkei etc.). Da die Deutschen nie als Kolonialherr aufgetreten sind (Osmanisches Reich als wichtiger militärischer/wirtschaftlicher Partner Ende des 19ten JHd. - Aufbau von Bahnlinien, Industrie, sowie Militärattachees), ist das Ansehen der Deutschen dort oft anders, als z.B. von den Briten usw. ...
Aber meist ist es verbunden mit den typischen Klischees für Deutschland: Herrausragende Technik und Perfektion. Das wird dann sofort mit Adolf Hitler verbunden. Leider...
Jetzt aber wieder zurück zum Thema. Hier in Frankreich ist das Verhältnis gegenüber den Deutschen auch so ziemlich gespalten. So Mancher stellt ich unter einem Deutschen eine gefühlskalte quasi perfekt arbeitende Arbeitsmaschine vor. Man muss auch erst mit den Franzosen warm werden - dann stellen sich aber viele Gemeinsamkeiten herraus, allerdings auch der ein oder andere Gegensatz.
obwohl diese Zeiten eigentlich vorüber sind.
Nicht "eigentlich". Diese Zeiten SIND vorbei!
P.S.: Ich schätze Deutsche Wertarbeit und besonders eure Autos.
Das is schon fast genau so lange vorbei ;)
Man muss auch erst mit den Franzosen warm werden
Ich denk das ist mit allen Menschen so, das gibt es ja auch hier bei uns wo man Klischeehaft denkt alle xxxxx sind Assis und dann lernt man einen kennen und merkt, hey der Typ is ganz in Ordnung. So isses auch mit Nationen, man bekommt Sachen erzählt die mal ein Onkel von der Mutter der Freundin erlebt hat und projeziert das auf die ganze Nation, wir Menschen denken unüberlegt nun gern in Schubladen weil es so einfach ist.
Jeder der mit bissel Grips drüber nachdenkt wird feststellen das es einfach nur dämlich ist von einem Teil auf alle zu schließen und das man eigentlich erst drüber sprechen kann wenn man selber Erfahrungen gemacht hat und da hört es bei den meisten schon auf.
Telespieler
20.05.2007, 08:03
Hier ist ein Link aus der Spiegel-Reihe, diesmal aus Sicht der Franzosen:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,483494,00.html
Ich selbst zerbreche mir eher selten den Kopf über das Bild, das unmündige Bürger irgendwo im Ausland über deutsche Stereotypen haben. Denn entweder bin ich als Urlauber im Ausland unterwegs, dann wissen die Menschen dort aus Erfarhung recht gut über uns Bescheid. Oder ich habe mit Leuten zu tun, die gebildet und daher gut informiert sind. Die kennen unser Parlament und einige Namen aus dem Kabinett, können die meisten Bundesländer nennen und lesen weder BILD noch andere Revolverblätter.
Manchen scheint nicht klar zu sein, dass 60 Jahre in der Geschichte _nichts_ sind. Die Kriegsgeneration lebt teilweise immer noch, und deren Nachkriegskinder wandeln auch noch putzmunter über die Erde. Das sind jene Generationen, die klarerweise immer noch Ressentiments gegenüber den Deutschen hegen, auf der anderen Seite jene, die bei uns oft leider immer noch ewiggestrige Ansichten vertreten. Und mangels Mobilität ändert sich daran auch nicht mehr viel.
Erst die heutige Generation 20+ kann sich zumindest in den gebildeteren Kreisen durch erhöhte Mobilität innerhalb Europas (und nicht zuletzt auch steigendem Interesse an der EU) von diesen veralteten Vorurteilen halbwegs loslösen. Solange die (bzw. wir ;)) nicht in der Mehrzahl sind, laufe ich in Frankreich u. GB auf alle Fälle mit Österreich-Fahne am Rucksack eingenäht herum, damit nur ja keine Missverständnisse aufkommen.
Verstehe ich das richtig? Aus Angst für einen Deutschen.. also einen Nazi gehalten zu werden, machst du unmissverständlich klar, dass du ein Österreicher bist?
Moment.. war da nicht was mit nem Österreicher und den Nazis? Hmm....
;D
@Seelenpflücker Der Artikel ist leider kostenpflichtig. :|
Und deutsche Autos sind neben den Japanischen immer noch die besten auf der Welt.. auch wenn der Preis alles andere als stimmt.
Zum Thema ENGLAND und NAZIS
In England besteht der Hauptteil (!) des Geschichtsunterrichtes in den Schulen aus den Geschehnissen im 2. Weltkrieg. Französische Revolution, Industrielle Revolution, Naher Osten, Kalter Krieg etc. juckt die überhaupt nicht. Die Engländer sind mit ihrem Kopf (auch wegen ihrem Schulsystem) in den 40er Jahren stehen geblieben. Im Fernsehen wird immer noch mit solchen Anekdoten geworben, vielerlei wird Comedy mit Hitler & Co. gemacht.
Daher wunder es mich nicht in einem ICE während der Fußball WM in Deutschland zu fahren, welcher voll mit Engländern war die zur einen Hälfte mit England Trikots und zur anderen Hälfte mit "Royal Air Force" und "We won 1945" TShirts bekleidet waren. Es liegt in deren Mentalität.
Des weiteren sorgen auch unsere Politiker immer wieder für "lustige" Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg:
Einmal stieg Bundespräsident Roman Herzog bei einem Auslandsbesuch aus einer Maschine der Luftwaffe und fing an mit der rechten Hand zu winken. Schlagartig nahm er die Hand runter und winkte mit der linken weiter. Auf die Frage eines Journalisten warum er dies getan hätte, antwortete er, dass sein Winken mit der rechten Hand nicht mit dem Hitlergruß verwechselt werden sollte!
Das sagt schon alles.
@Jace: Darum geht's garnicht - nebenbei gesagt scheint die Braunauer Herkunft des "Hauptnazis" für die meisten im Ausland keine Rolle zu spielen, genauso wie die Rolle Österreichs im WW2.
Es geht eher darum, z.B. in französischen Restaurants nett (bzw. überhaupt ^^) bedient zu werden, da gibt's die ärgsten Geschichten. :D Hat also neben einem Quentchen Patriotismus sehr praktische Gründe.
Rocky.Balboa
29.05.2007, 13:59
Deutschland hat ein sehr schlechtes Bild im Ausland. Dies sieht man immer häufiger im Eurovision Songcontest. Es gibt viel schlechtere Sänger, trotzdem schneidet Deutschland nie sehr gut ab. Ich werd jetzt nicht sagen in welchen Ländern das so gesagt wird, weil das sonst zu unglücklichen Diskussionen leiten könnte, aber die Deutschen werden als "Feige, Dreckig, Dauerbetrunken, Egoistisch und Hirnlos, und als sehr gefährlich" angesehen.
Ich weiss, in Deutschland denkt man so über fast alle anderen Länder... Aber wenn ein Mensch farbenblind geboren wird, sehen in seinen Augen auch alle anderen falsch.
Was ich damit sagen will. "Jeder" sieht Deutschland so wie ich es eben geschrieben habe. Die einen mehr, die anderen weniger. Die Fußball-WM hat zwar einiges zum Guten gewendet, aber das Grundbild, dass "man" von Deutschland hat bleibt gleich. Was sehr traurig ist, Deutschland glaubt immer sie wären die einzig Guten. Und das wissen die im Ausland, was auch ein Grund ist warum Deutschland "niemand" mag.
Die "" sind ein Zeichen dafür, dass diese Wörter eine übertreibung darstellen.
Ich verstehe nicht so richtig, was dieser Thread eigentlich sagen soll – abgesehen davon, dass er schon uralt ist. Auch die zitierten Artikel in der Presse erreichen keinen wirklichen Sinn.
Um menschliches Verhalten bezüglich eigener Wertschätzung, Abgrenzung oder sogar Verunglimpfung Anderer oder sonstige Entgleisungen „trauter Gemeinsamkeiten“ zu beschreiben, ist es nicht erforderlich, diese Sache auf die nationale Schiene anzuheben.
Seht euch doch einmal die Beiträge im Fußball-Stammtisch an. Da hassen die Werder-Fans die HSV’er, gemeinsam sind dann alle gegen die Bayern; diese sind wiederum die Größten und fühlen sich erhaben gegenüber der übrigen Fußballprovinz; Stuttgart wird es eher als Schalke gegönnt, Meister zu werden; Dresden hat die „schlimmsten“ Fans usw. usw.
Nebenbei: St. Pauli steigt auf!:D
Gleiches lässt sich übertragen auf Ost- und Westdeutschland, es gibt offensichtlich ein Nord-Südgefälle, im Norden wohnen die Fischköpfe, im Süden tragen alle Lederhosen….
Welche Schlüsse soll ich denn nun daraus ziehen, daß ich im letzten Jahr in Paris ausnahmslos sehr freundlich und zuvorkommend bedient wurde, aber mich in einem Berliner Restaurant nur ärgern konnte?
Ich komme nur zu dem Ergebnis, dass solche „Berichte“ nicht das Papier wert sind, auf denen sie gedruckt wurden. Was allein zählt, ist, wie sich mein Gegenüber verhält, wenn ich ihm „Auge in Auge“ oder „Nase an Nase“ gegenüberstehe. Und da spielt es keine Rolle, ob er Franzose oder Engländer, Ossi oder Wessi, Dortmund- oder Werder-Fan, Weiß, Schwarz oder Blau ist.
Deutschland hat ein sehr schlechtes Bild im Ausland. Dies sieht man immer häufiger im Eurovision Songcontest. Es gibt viel schlechtere Sänger, trotzdem schneidet Deutschland nie sehr gut ab. Ich werd jetzt nicht sagen in welchen Ländern das so gesagt wird, weil das sonst zu unglücklichen Diskussionen leiten könnte, aber die Deutschen werden als "Feige, Dreckig, Dauerbetrunken, Egoistisch und Hirnlos, und als sehr gefährlich" angesehen.
Ich weiss, in Deutschland denkt man so über fast alle anderen Länder... Aber wenn ein Mensch farbenblind geboren wird, sehen in seinen Augen auch alle anderen falsch.
Sonst kommst du aber noch klar? Bin ich mal froh das ich deine verallgemeinerte Erfahrung nicht gemacht habe!
Kommt halt auch immer drauf an wie man sich seinem Gegenüber verhält.
Ich komme nur zu dem Ergebnis, dass solche „Berichte“ nicht das Papier wert sind, auf denen sie gedruckt wurden. Was allein zählt, ist, wie sich mein Gegenüber verhält, wenn ich ihm „Auge in Auge“ oder „Nase an Nase“ gegenüberstehe. Und da spielt es keine Rolle, ob er Franzose oder Engländer, Ossi oder Wessi, Dortmund- oder Werder-Fan, Weiß, Schwarz oder Blau ist.
So sieht es aus und jeder normal denkende Mensch wird auch so handeln!