Was genau ist bei der Produktion einer SSD so teuer?

xocr

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schaut euch mal den link an

http://www.youtube.com/watch?v=eBAq8HeyyHM

dort sieht man eine aktuelle SSD's auseinander genommen.


nun als laie sieht man ein stücken plastik mit 9-10 speicher chips drauf, weshalb kostet das gute stück soviel geld, ist es nicht günstig die kärtchen und die chips herzustellen?



über 300 euro kostet das ding
 
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Hallo,

vielleicht schaffst Du es ja, sie herzustellen und dann für zB 200€ zu verkaufen.

Ich nehme dann eine :)

Grüße,

Blubbs
 
Das Silizium ist so teuer. Der Großteil des Preises einer SSD ist auf die Materialkosten des Siliziums zurückzuführen
 
der flash speicher ist in den Mengen denk ich mal das was die meisten kosten aus macht.
 
Ja die Herstellung solcher Geräte ist echt nicht teuer, jedoch die Entwicklungskosten und diese müssen wieder reingeholt werden. Jedoch machen die Firmen trotzdem einen Haufen Gewinn wenn sie viele absetzen ;)
 
Guck dir einfach unter http://www.dramexchange.com/ die preise für Flash Speicher an.
Rechne noch Kosten für den Controller, R&D und sonstige kosten drauf. Dann noch die Gewinnmarge und schon bist du beim Endpreis
 
Weil es ein Produkt ist mit dem die Hersteller Geld verdienen möchten.

Wie teuer mag 1gb Halbleiterspeicher wohl sein?

Edit: Und es ist ja immer so das neue Produkt einen "Aufschlag" kosten....
 
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Ganz einfach: Weil die Flash-Bausteine eben noch so teuer sind.
Sie werden ja ständig billiger, aber das Niveau der HDDs haben sie eben noch nicht erreicht.
Wenn man bedenkt, wie lange es HDDs gibt und wie lange SDDs, ist der Preis aber schon schneller gesunken als seinerzeit bei den HDDs.

Edit: Da fällt mir noch eine Kleinigkeit ein. Ich hatte früher Gelegenheit, in Eingangsrechnungen diverser Elektronik aus Fernost einzusehen. Die Preise bei der Einfuhr waren nur ein Bruchteil des Preises, wie sie der Kunde dann im Laden/ Internet zahlte. Und ich meine teilweise den zwei bis dreistellige prozentuale Steigerungen.
 
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Zusätzlich zu den hohen Kosten des Flash-Speichers kommt ja, dass die SSD-Controller noch in der Entwicklungsphase sind (die sind ja überhaupt erst seit 2-3 Generationen brauchbar mit MLC Flash) und hier noch viel Arbeit reingesteckt werden muss.
Ein moderner Controller kann aus - eher langsamerem - 25nm NAND viel mehr Leistung rausholen, als noch ein Controller der vorigen Generation aus - eher schnellerem - NAND mit 34nm

Wenn der Controller einer SSD billig gemacht ist, dann bekommst du eben die Leistung eines USB-Sticks...

Bei Festplatten-Controllern findet dagegen so gut wie keine Entwicklungsarbeit mehr statt, die müssen einfach nur noch produziert werden.

Übrigens kann man vom Aussehen nicht unbedingt auf die Kosten schließen. So eine High-End CPU ist ja schließlich auch nur ein ganz kleiner Chip mit ein paar MB Cache ;)
 
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2002 hat ne 120 GB WD-IDE-Platte noch 272,-- Euro gekostet.

Für SSDs gibt es vermutlich noch zuwenige Massenherstellungsfabriken - daher die scheinbar hohen Preise.
 
Abgesehen davon, dass die Wertschöpfungskette bei Elektronikartikel recht lang ist, kannst du das gleiche über Brot, Klamotten und nebenbei auch sämtliche andere Konsumartikel sagen.

Es gab da mal so nen schlauen Typen, der hat schon vor ganz langer Zeit gewusst, dass der Preis vor allem von der Nachfrage abhängt. Warum sonst kann Apple seine Ware für den eineinhalbfachen Preis anderer Anbieter verkaufen.
 
Danke, hab alles durchgelesen.
 
Etwa 1/3 des Preises gehen als Gewinn an den Händler, und in der Herstellung ist der Flashspeicher auch deutlich günstiger als er am Markt verkauft wird, nicht zuletzt weil die erheblichen Einsparungen durch neue Fertigungstechnologien (2xnm) nicht wirklich an den Kunden weitergegeben werden.

Es gibt also noch viel Potential nach unten. Aber solange der Markt die komplette Produktion zu hohen Preisen abnimmt wären die Hersteller ja blöd, die Preise zu senken. Als Unternehmen wollen/müssen sie ja auch Gewinn machen.
 
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1/3 des Gewinns an den Händler?? Den Händler der im hardwarebereich so eine Gewinnmarge hat will ich sehen. 5% würde ich schon als sehr viel bezeichnen im reinen HW handel
 
Den Link zu dramexchange hat doch Eraz schon gepostet. Am günstigsten sind 64GBit, also 8GiB Chips für am billigsten für 4,33USD gehandelt worden, durchschnittlich für 6,85USD und maximal für 13,10USD. Die Preisunterschiede dürfte aufgrund unterschiedlicher Qualitäten, Hersteller und Strukturbreiten zustande kommen. Das billigste NAND ist nicht unbedingt für SSD genauso gut geeignat wie das teuerste.

Geht man von durchnittlichen 6.84USD pro 8GB aus, so stecken in einer normalen 120/128GB SSD bei derzeit 1,30€/1USD für 84,20€ NAND. Rechnet man alleine die 19% Umsatzsteuer hinzu (keine Ahnunng was da an Einfuhrzoll fällig ist), die ja im Endpreis enthalten sind, so kommt man auf rund 100€, nur für die NANDs bzw. 50€ bei einer 60/64GB SSD. Die sonstigen Kosten dürfte bei den Kapazitäten relativ gleich sein, wobei einige Modelle mehr Cache haben, wenn sie mit mehr Kapazität ausgesatatt sind und man natürlich auch den Aufwand für Entwicklung, Markting, Garantiekosten etc. proportional zum Preis verteilen wird.
Ergänzung ()

etking schrieb:
in der Herstellung ist der Flashspeicher auch deutlich günstiger als er am Markt verkauft wird, nicht zuletz weil die erheblichen Einsparungen durch neue Fertigungstechnologien (2xnm) nicht wirklich an den Kunden weitergegeben werden.
Die Kostenvorteile der 2xnm Fertigung haben nur die wenigen SSD Hersteller, die selbst NANDs fertigen (Crucial/Micron, Intel, Samsung und Toshiba) und damit sowohl an der NAND Fertigung als auch am Verkauf der SSD verdienen, bei den anderen SSD Herstellern kommen diese Vorteile ja nicht direkt an. Wenn die für ein 64Gbit NAND mindestens 4,83USD zahlen, dann kann es denen egal sein, ob das nun einen USD oder 5 in der Fertigung gekostet hat. So viel Luft ist da aber nicht in den Preise, wie man hier sieht hat Micron im 3, Quatal sogar Verluste eingefahren. Da dürften natürlich auch die günstigen RAM Preise Schuld gewesen sein.
etking schrieb:
Es gibt also noch viel Potential nach unten. Aber solange der Markt die komplette Produktion zu hohen Preisen abnimmt wären die Hersteller ja blöd, die Preise zu senken. Als Unternehmen wollen/müssen sie ja auch Gewinn machen.
Das Potential nach unten wird vor allem über Abstriche bei der Qualittä gesucht und leider auch gefunden. Nur kommunizieren das die Hersteller eben nicht. Es entsteht gerade ein Zweiklassenmarkt bei SSDs: Im oberen Bereich geht es um Performance, Haltbarkeit und geringe Ausfallraten. Darunter versuchen Hersteller Modelle heimlich am Markt zu platzieren, die bei alle dem Abstriche machen und eigentlich als Datengräber besser geeignet wären wie als Systemlaufwerk. Da der Preisunterschied aber nur realtiv gering ist, gibt es noch kaum einen Markt für SSDs die mit hohen Kapazitäten bei geringer Haltbarkeit auf diese Anwendung ausgelegt sind. Das wird dann kommen, wenn TLC in SSDs verbaut wird, nur müssen dann die Preise auch stimmen. Bisher lohnt es sich einfach nicht die günstigen SSDs zu erwerben, weil sie im Verhältnis zum Geboteten und in Relation zu den guten SSDs einfach zu teuer sind.
 
Preise (auf dramexchange) und Herstellungskosten sind zwei völlig unterschiedliche Sachen. Die Herstellungskosten liegen oft sehr weit unter den Marktpreisen, da nur Angebot und Nachfrage für letztere verantwortlich sind. Ich möchte gar nicht wissen, wie wenig Apple bezahlt...

Die aktuellen Herstellungskosten zeigen aber, dass es noch sehr viel Spielraum nach unten gibt und irgendwann wird das Angebot so groß, dass wir einen regelrechten Preisverfall erleben werden.

Und der Zusammenhang von Preisen und Qualität ist lange nicht so groß, wie oft angenommen, schließlich hat der Aldi den wohl mit Abstand höchsten Qualitätsdurchschnitt aller Supermärkte, wenn man wirklich alle Produkte einbezieht. Preise entstehen ausschließlich durch Angebot und Nachfrage und sind nur in begrenztem Maße von der Qualität abhängig.
 
Zuletzt bearbeitet:
OCZ hat im 3. Quatal sogar nach langer Zeit mal einen kleinen Gewinn erwirtschaftet. Intereessanter sind aber die obersten Spalten: "Revenue" und "Cost of Revenue", weil man da sieht, was sie an Kosten für die Produkte selbst aufgewendet haben. Darunter sieht man dann, was für Marketing, Verwaltung und Entwicklung angefallen ist. Nur mal für alle die immer noch meinen, sie würden viel zu dicke Gewinne von Firmen mit ihrem SSD Kauf ermöglichen und es wäre noch gewaltig viel Luft in den Preisen, die dann eine wohlmeinende Firma etwas ablässt, wenn sie ein Produkt eben günstiger anbietet.

Günstig geht nur auf Kosten der Qualität und wenn langfristig die Kosten wegen der schrumpfenden Strukturgrössen fallen werden, so wird es eine ganze Zeit dauern, bis die dafür nötigen Investitionen wieder eingespielt wurden und die Preise dann wirklich fallen können.
Ergänzung ()

Bei Apple ist das was anderes, aber das ist ja auch kein SSD Hersteller. Das die Kosten der reinen Hardware bei denen i.d.R. nur so bei 50% des Verkaufspreises liegen, wurde ja schon oft berichtet, nachdem man die Hardware analysiert hatte. Man sieht es auch an den Zahlen:
Total Revenue 28,270.00
Cost of Revenue, Total 16,890.00

Vergleiche das mal mit OCZ und Micron!
 
Zuletzt bearbeitet:
Eraz schrieb:
1/3 des Gewinns an den Händler?? Den Händler der im hardwarebereich so eine Gewinnmarge hat will ich sehen. 5% würde ich schon als sehr viel bezeichnen im reinen HW handel

:rolleyes: Na klar !

Wieviele Artikel muß dann wohl der kleine Hardwarehändler um die Ecke verkaufen, damit er seine Miete bezahlen und seine Familie ernähren kann ?
Artikel im Wert von 4000€ am Tag ? Das glaubst du doch selbst nicht.

Ich denke schon, dass da mindestest 15-20% hängen bleiben. Nicht umsonst bekommt man als "guter Kunde" mal eben 10% Rabatt. Und selbst da bleibt etwas hängen, denn zu verschenken hat niemand etwas. ;)
 
wovon träumt ihr nachts? an den SSDs verdient der Händler keine 3 %, zumindest nicht die Online-Händler die 80 % des Geschäfts machen. bei der Crucial M4 wird meist garnichts verdient. Die Preise sind dort dermaßen versaut, das es nur ein Durchschieben der Ware ist.
(und ich weiß wovon ich rede, ich arbeite bei einem, SSDs sind bei uns zwar nur Teile unsere Geräte, aber verdient wird an denen fast nichts, genau wie an den Festplatten
 
Naja, zumindest bei Festplatten macht im Moment jemand mal richtig Kohle, denn die Herstellungskosten sind ja durch die Flut nicht gestiegen, die Endkundenpreise aber schon. Da lässt sich mal jeder seine Lagerbestände vergolden und auch die Händler schlagen gewaltig was drauf, denn jeder Kunde ja in den Medien lesen, warum die gerade so teuer sein müssen :D

Das es bei SSDs nicht so ist, zeigt schon mal klar wie das Verhältnis von Angebot und Nachfrage da aussieht.
 

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