05.07.2007 19:29

Was bringen 0,5, 1, 2 oder 4 MB L2-Cache?

Einen interessanten Test völlig anderer Natur haben die Kollegen von Legion Hardware durchgeführt. Sie haben sich aktuelle Intel-Prozessoren gesucht, die alle den gleichen Takt besitzen, aber eine vollkommen unterschiedliche L2-Cache-Bestückung ausweisen, und diese miteinander verglichen.

So trafen sich in der Kategorie mit 2,4 GHz (266x 9) – dank kleinen Übertaktungen – die Modelle Celeron 440, Pentium E 2160, Core 2 Duo E4300 und Core 2 Duo E6600. Natürlich muss der Celeron ein wenig separat gehalten werden, ist er doch der einzige Ein-Kern-Prozessor im Test.

Die Ergebnisse könnten von Test zu Test kaum gravierender auseinander gehen. Besteht in einigen Test fast ein komplettes Kopf-an-Kopf-Rennen der vier Probanden, ist in anderen Bereichen der Einsatz von erhöhten L2-Cache mehr als erwünscht.

CPU-Test Gaming-Test

Liegen die Theorie-Testergebnisse der synthetischen Benchmarks dicht beisammen, spiegelt die „Realität“ in diversen Spieletests ein anderes Bild wieder. Es kommt demnach schon lange nicht mehr auf rohe Megahertz-Zahlen an; das Komplettpaket muss stimmen. Erstaunlich sind dabei aber die Vergleiche des Pentium E 2160 mit dem Core 2 Duo 4300. Das gut 30 Euro günstigere, aber übertaktete Produkt, muss sich in dem Test keinesfalls verstecken. Dabei muss aber angemerkt werden, dass der Pentium E 2160 von Haus aus nur mit 1,80 GHz ins Rennen geht. Der Celeron 440, mit seinem Originaltakt von 2,0 GHz, kann auch mittels Übertaktung nicht den fehlenden Kern und die noch geringere Cachebestückung ausgleichen.

Einen ähnlichen Test hat vor gut einem Monat die französische Seite Mathbe abgeliefert. Dort mussten sich drei Prozessoren mit einem Takt von 1,86 GHz messen. Die Performancegewinne gegenüber einem Pentium E 2160 mit 1MB L2-Cache lagen beim Core 2 Duo 4300 mit zwei MB bei gerade einmal 3,9 Prozent, bei einem Core 2 Duo E6320 mit vier MB L2-Cache immerhin bei 8,5 Prozent. Alle Modelle waren im Test mit dem Multiplikator 7 und dem Frontside-Bus von 266 MHz angesteuert worden.

Test von Mathbe.com

Auch in dem Test bestätigt sich das Bild. Betreibt man einen Pentium E2160 nicht nach den offiziellen Vorgaben, schlummern gewaltige Reserven in dem Prozessor. Für den geneigten Bastler ist der blanke Prozessor derzeit für knapp 73 Euro verfügbar. 3,9 Prozent mehr Leistung sind für satte 22 Prozent mehr Geld zu bekommen – 93 Euro kostet ein blanker E4300. Der Core 2 Duo E6320 ist mit derzeitigen 135 Euro fast genau 90 Prozent teurer, was die marginalen 8,5 Prozent Performance-Vorsprung vor dem kleinen Pentium E in völlig anderem Licht darstellt.

Autor: Volker Rißka  Quelle: Legion Hardware

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