Was bereits seit einigen Tagen mehr oder weniger als Gerücht durch das weltweite Internet schwebt, ist nun auch von offizieller Seite bestätigt: Microsofts kommendes Desktop-Betriebssystem Windows 7 beherbergt eine neue Funktion, die es den Anwender erlaubt, einzelne Anwendungen in einem Windows-XP-Modus zu betreiben.
Der Windows-XP-Modus soll insbesondere Administratoren bei der Migration zu Windows 7 helfen, auch wenn eine zum Einsatz kommende Anwendung mit der neuen Windows-Version inkompatibel ist. Technisch gesehen besteht der Windows-XP-Modus aus einem Mix zwischen einem von Microsoft bereitgestellten Image von Windows XP und Microsofts Desktop-Virtualisierungslösung Virtual-PC. Eine Anwendung im Windows-XP-Modus wird somit praktisch nur virtuell auf einem für den Anwender weitestgehend unsichtbaren Windows XP ausgeführt. Dem Anwender selbst wird jedoch statt einer kompletten virtuellen Maschine lediglich die ausgeführte Anwendung präsentiert. Da es sich beim Windows-XP-Modus in erster Linie um eine Funktion für professionelle Anwender in Unternehmen handelt, wird die Funktion lediglich auf den Windows-7-Versionen Professional, Enterprise und Ultimate verfügbar sein. Wie bei nahezu allen Lösungen auf Basis von virtuellen Umgebungen eignet sich auch der Windows-XP-Modus nicht für Applikationen mit hohen Anforderungen an die Grafikkarte. Auch TV-Tuner oder Audiogeräte werden nur schlecht bis gar nicht unterstützt, weshalb hier die Ausrichtung auf typische Unternehmensanwendung nochmals deutlich wird.
Zu den Hardware-Anforderungen gehören neben einer CPU mit Intel-VT- or AMD-V-Unterstützung auch 2 GB Hauptspeicher sowie nach Möglichkeit mindestens 15 GB zusätzlicher Festplattenspeicher. Anscheinend hat Microsoft aus den Fehlern in der Vergangenheit gelernt, denn neben den höheren Hardwareanforderungen waren es oftmals Inkompatibilitäten mit vorhandener Firmen-Software, welche eine deutlichere Verbreitung von Windows Vista in Unternehmen verhindert haben. Eine erste Beta-Version des Windows-XP-Modus soll bereits heute veröffentlicht werden.

Das dürfte das Problem beim Firmen werden. Die haben kaum CPUs die das können.
Ein zweites Problem ist der April 2014. Da will doch MS den Support für XP einstellen. Was passiert mit der XP VM? Bleibt die dann ungepatcht und kann man so über eine vllt später entdeckte Lücke in das Gastsystem eindringen?
3 Jahre? So weit muss man gar nicht zurück gehen, es gibt nämlich einige noch gar nicht so alte (65nm) und sogar aktuelle (45nm) Modelle die z.B. kein Intel-VT unterstützen:
Core2Duo (45nm/65nm):
E7200
E7300
E7400
E7500
E8190
E4600
E4700
Pentium (45nm/65nm):
E5200
E5300
E5400
E2140
E2160
E2180
E2200
E2220
Das dürften blöderweise ausgerechnet die CPUs sein, die überwiegend in Firmen/Büro-Rechner landen. CPUs mit vergleichweise mäßigem Preis/Leistungs-Verhältnis wie z.B. E8200-E8600 und E6550-E6850 etc. habe sicher weniger Verwendung in solchen Rechner gefunden.
Man muss also gar nicht 3 Jahre zurück gehen, insofern muss ich MagicAndre1981 recht geben. Es sei denn man hat als Unternehmen die letzten 3 Jahren auf Sockel AM2 gesetzt, da haben und hatten durchgängig alle Athlon 64 & X2 CPUs das AMD-V Feature, selbst heute noch ist die günstige und sparsame LE-Reihe damit ausgestattet: http://geizhals.at/deutschland/?cat=cpuamdam2;asuch=le;v=e;sort=artikel&xf=4_45~2_90
PS: Besonders schmerzlich könnte die fehlende Virtualisierungs-Technik für einige Q8200, Q8300 und Q8400-User werden, von den Käufern der teuren Q8200s (und Q8400s) ganz zu schweigen.