Blizzard erklärt Online-Zwang für Diablo 3 nach Kritik

Nach der Ankündigung einiger umstrittener Features für Diablo 3 Anfang August war die Protestwelle in der Spielerschaft groß. Neben der Möglichkeit, Items für echtes Geld kaufen zu können, stieß dabei vor allem die Ankündigung auf Widerstand, für das Spielen von Diablo 3 sei stets eine permanente Internetverbindung notwendig.

In einer Reaktion auf die Meinungsäußerung der Spieler im Internet erklärte Robert Bridenbecker, Vice President of Online Technologies bei Blizzard in einem Interview nun genauer, weshalb man sich für diesen Weg entschieden habe. Dabei widersprach er deutlich Behauptungen, wonach vor allem Überlegungen hinsichtlich des Kopierschutzes dazu führten, dass man für Diablo 3 permanent eine Internetverbindung wird aufrecht erhalten müssen. Vielmehr gehe es Blizzard darum, ein stabiles und faires Spielerlebnis garantieren zu können, weshalb auch im „Offline“-Modus Charaktere und Items auf Blizzards Servern gespeichert werden.

Auf die Frage, weshalb man nicht zwei getrennte Spielumgebungen für Einzelspieler und Nutzer des Online-Modus plane, bezweifelte Bridenbecker, dass diese Möglichkeit von vielen Spielern tatsächlich genutzt werden würde. Offline-Spielern würde hierbei definitiv die Mitnahme ihres lokal erstellten Charakters in den Online-Modus verwehrt bleiben. Blizzard sieht in der Wegnahme der Trennung zwischen dem Offline- und dem Online-Spielerlebnis schlicht eine Lösung des Problems, zwei unterschiedliche Spielerlebnisse zu schaffen, die sich nicht vereinen lassen. Dabei betont Bridenbecker aber auch, dass sich Einzelspieler nicht sorgen müssten, dass sie zukünftig zwangsweise auch in das soziale Gefüge des Internets geworfen würden, nur, weil eine Internetverbindung besteht. Wer solo in den Dungeons von Diablo 3 unterwegs sein will, kann dies ungestört tun. Es wird keine externen Anreize oder Kontaktverpflichtungen mit anderen Spielern geben, lediglich die Option, weitere Spieler für die eigene Spielwelt zuzulassen.

Autor: Jirko Alex  Quelle: MTV

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