Video und Ergebnisse zum DX11-Benchmark „Catzilla“

Wolfgang Andermahr
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Vor etwas mehr als zwei Monaten kündigte sich ein neues Benchmark-Programm an. Dieses soll nicht nur technisch beeindruckend werden, sondern auch thematisch nicht viel mit bisherigen Benchmarks gemein haben. Als Hauptprotagonisten hat man deshalb eine Riesenkatze inklusive Laserstrahlen gewählt: „Catzilla“ eben.

Catzilla wird dabei vom polnische Entwicklerteam Plastic programmiert, die bis dato Spiele für die PlayStation 3 entwickelt haben. Catzilla ist ein DirectX-11-Benchmark, der jedoch genauso mit der OpenGL-API umgehen kann. Als Mindestanforderung wird eine DirectX-10-Grafikkarte vorausgesetzt, wobei sämtliche Microsoft-Betriebssysteme seit Windows XP unterstützt werden.

Der eigentliche Catzilla-Benchmark weist wie der 3DMark 11 vorgefertigte Presets für unterschiedliche Anforderungen auf. So nutzt zum Beispiel „KITTY“ nur die Auflösung 1.024 x 576 sowie keine Kantenglättung, um eine realistische Last für Net- sowie Ultrabooks zu simulieren. Der Preset „Cat“ richtet sich an Low-End-Desktop-Rechner und setzt auf die Auflösung 1.280 x 720. „Tiger“ zielt mit 1.920 x 1.080 Pixel auf einen aktuellen Rechner, während „Catzilla“ mit 2.560 x 1.440 inklusive achtfacher Kantenglättung für High-End-Systeme gedacht ist.

Alternativ ist es aber auch möglich, verschiedene Auflösungen mit verschiedenen Qualitätseinstellungen zu kombinieren. Ebenso muss nicht zwangsweise der komplette Benchmark ausgeführt werden, sondern es können auch nur einzelne Szenen wiedergegeben werden. Je nach Wunsch kann zum Beispiel nur der CPU-, GPU- oder Physik-Test durchlaufen werden.

Catzilla befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase, wobei mit der „Beta17“ erst gestern eine neue Version erschienen ist. In der kostenlosen Version der Beta17 lässt sich jedoch nur das Kitty- und das Cat-Preset nutzen – für die beiden anderen Presets müssen bis zu 14,99 US-Dollar bezahlt werden. Ältere Beta-Version ermöglichen alle vier Presets ohne einen Kaufpreis – jene findet man zwar nicht auf der offiziellen Download-Seite, jedoch lässt sich die „Beta16“ noch einfach finden.

Für die folgenden Benchmarks haben wir unser Grafikkartentestsystem verwendet, wobei wir als Treiber den Catalyst 12.11 Beta 11 beziehungsweise den GeForce 310.90 installiert haben. Als Preset haben wir uns für die anspruchsvollen „Tiger“ und „Catzilla“ entschieden.

Catzilla-Benchmark
  • Tiger-Preset:
    • Nvidia GeForce GTX 680
      8.904
    • AMD Radeon HD 7970 GHz
      7.596
    • Nvidia GeForce GTX 660
      6.015
    • Nvidia GeForce GTX 580
      5.491
    • AMD Radeon HD 6970
      5.232
    • AMD Radeon HD 7870
      5.143
  • Catzilla-Preset:
    • Nvidia GeForce GTX 680
      5.386
    • AMD Radeon HD 7970 GHz
      4.771
    • Nvidia GeForce GTX 660
      3.683
    • AMD Radeon HD 6970
      3.377
    • Nvidia GeForce GTX 580
      3.377
    • AMD Radeon HD 7870
      3.128
Einheit: Punkte

Zumindest mit aktuellen Treibern hat Nvidia die Nase im Catzilla-Benchmark vorne. So ist die GeForce GTX 680 im Tiger-Preset um 17 Prozent schneller als die AMD Radeon HD 7970 GHz Edition. Im Catzilla-Preset sind es dann noch 13 Prozent. Genauso sieht es im Duell GeForce GTX 660 gegen Radeon HD 7870 GHz Edition aus: Die Nvidia-Karte ist um 17 beziehungsweise 18 Prozent zügiger unterwegs als die Konkurrenz.

Die GeForce GTX 580 kann sich dagegen nur minimal von der Radeon HD 6970 absetzen. So liegt der Nvidia-Vorsprung bei der alten Generation nur bei geringen fünf Prozent im Tiger-Preset, beim Catzilla-Preset herrscht sogar Gleichstand.

DirectX vs. OpenGL
  • AMD – Tiger:
    • DirectX
      7.596
    • OpenGL
      5.335
  • Nvidia - Tiger:
    • DirectX
      8.904
    • OpenGL
      7.012
  • AMD - Catzilla:
    • DirectX
      4.771
    • OpenGL
      3.474
  • Nvidia - Catzilla:
    • DirectX
      5.386
    • OpenGL
      4.098
Einheit: Punkte

Catzilla ermöglicht als eines der wenigen Benchmark-Programme nicht nur die Nutzung der DirectX-API, sondern ebenso OpenGL. Letztere ist dabei sowohl auf der Radeon HD 7970 GHz Edition als auch auf der GeForce GTX 680 deutlich langsamer als die Schnittstelle aus dem Hause Microsoft. Je nach Preset ist DirectX auf der AMD-Karte um 37 bis 42 Prozent schneller, auf der Nvidia-Hardware sind es noch 31 bis 27 Prozent.