Pantomimen verfolgen „Raubkopierer“

Jirko Alex
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Um darauf aufmerksam zu machen, dass das Anfertigen von Raubkopien kein Kavaliersdelikt ist, will die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) auf der diesjährigen Games Convention vier Pantomimen engagieren, die ahnungslose Messebesucher imitieren sollen.

Die vier Schauspieler sollen dabei die Bewegung der Besucher nachvollziehen und so unter dem Motto „Du willst doch auch nicht, dass man dich kopiert“ verdeutlichen, dass der Musik-, Spiele oder Filmindustrie Millionenverluste durch Raubkopien entstehen. Kritisiert wird dieses neuerliche Projekt, wie auch schon andere Aktionen der GVU, schon im Vorfeld: Da jeder Besucher als potenzieller Raubkopierer abgestempelt wird, könnten die verfolgten Personen leicht gereizt reagieren, da man sie fälschlicherweise anklagt, so ein Einwand.

Im Vergleich zu anderen Werbespots und –plakaten fällt die geplante Inszenierung jedoch schon beinahe moderat aus. Die bekannten „Raubkopierer sind auch Verbrecher“-Werbespots finden sich beispielsweise selbst auf Kinder-DVDs von Biene Maja und Garfield. Viel Eltern erzürnte dies, da dies ihre Kinder unnötig verschrecke und die Zielgruppe der DVDs ohnehin noch nichts mit den Drohungen anzufangen wisse.

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