Nachdem die Zusammenführung des kanadischen Grafikkartenspezialisten ATi und dem US-amerikanischen Prozessorhersteller AMD seit einigen Wochen nun endlich vollkommen abgeschlossen ist, geht es nun ans Eingemachte. Denn langsam aber sicher werden erste Veränderungen – vor allem bei ATi – bemerkbar. Dazu gehören auch neue Namen für Chipsätze.
So gab AMD nun bekannt, dass man in Zukunft die von ATi entwickelten Chipsätze unter eigenem Namen vermarkten möchte. Dazu veränderte man die Namensgebung einer ganzen Reihe von Northbridges – auch von solchen, die bereits auf dem Markt erhältlich sind. Allen voran sind RD580, RD550 und RD480 zu nennen. Bei der Umbenennung setzt man ab sofort auf ein starres Schema, das grundsätzlich aus „AMD“, dem Codenamen und dem Marktsegment determiniert.
Zur Definition des Marktsegmentes nutzt man insgesamt vier verschiedene Buchstaben. Dabei steht das „X“ für einen Multi-GPU-Chipsatz, ein „T“ für eine integrierte Grafikeinheit mit Premium-Leistung, „G“ für eine Grafikeinheit der Mittelklasse und das „V“ zu guter letzt für eine integrierte Grafikeinheit der Value-Klasse. Daraus ergeben sich folgende Beispiele, die nur für den Desktopmarkt gültig sind:
Bei Chipsätzen für Mobilprozessoren funktioniert das neue Namensgebungsprinzip allerdings etwas anders. Hier werden Produkte in Zukunft aus „AMD“, „M“ und dem Codenamen gebildet. Wenn der Chipsatz darüber hinaus über eine integrierte Grafikeinheit verfügt, wird dies an den Namen angehängt werden. Beispiel:
Nichts ändern wird sich übrigens bei den Chipsätzen, die ATi für die Intel-Plattform entwickelt hat. Hier wird auch weiterhin ATi als Namensgeber auftreten.