Addon-Karte mit USB 3.0 und SATA 6 Gbps von Asus

Volker Rißka
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Nachdem Asus in dieser Woche eine erste Platine mit dem neuen SATA-Standard mit bis zu 6 Gbit/s und USB 3.0 vorgestellt hatte, ist die nebenbei ebenfalls präsentierte Addon-Karte fast unter den Tisch gefallen. Dabei ermöglicht diese Karte bei bestehenden P55-Mainboards die Nutzung der beiden neuen Schnittstellen.

Die Karte mit der Bezeichnung „U3S6“ besitzt genau die gleichen Chips und Anschlüsse, die man bei dem P7P55D-E Premium findet: ein Chip von NEC für zwei USB-3.0-Ports sowie einer aus dem Hause Marvell für die beiden SATA-Schnittstellen der neuen Generation. Zusätzlich ist auch der auf den Hauptplatinen verwendete PLX-Chip als PCIe-Switch mit dabei. Die Zusatz-Karte als reine SATA-Version ohne USB konnten wir bereits Ende August im Rahmen eines Asus-Events in London begutachten.

Asus U3S6 Expansion Card
Asus U3S6 Expansion Card

Das nun komplette Modell soll in Kürze verfügbar werden. Laut Asus ist die Karte zu den Mainboards Maximus III Formula, P7P55D Deluxe, P7P55D Evo, P7P55D Pro, P7P55D, P7P55D LE und P7P55D LX kompatibel. Da diese jedoch nicht immer über einen PCI-Express-x4-Slot verfügen, muss wahrscheinlich in den meisten Fällen der zweite PCI-Express-Slot für Grafikkarten herhalten.

Asus U3S6 Expansion Card
Asus U3S6 Expansion Card
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Themen:
  • Volker Rißka E-Mail
    … schreibt seit dem Jahr 2002 über CPUs, deren Architekturen und Fertigungsverfahren sowie Mainboards und RAM.
Quelle: PCStats

Ergänzungen aus der Community

  • MFelgate 31.10.2009 11:12
    OK... überlegen wir mal:

    - was macht die Karte denn Motherboardabhängig? Mir fällt da wirklich nichts ein
    - wieso packt Asus denn USB und SATA auf eine Karte, um dann die Bandbreite von 4 PCIe Lanes zu benötigen? statt einfach zwei Karten mit PCIe 1x zu nehmen - klar, dann kann man keine 2 SATA Slots voll auspowern, aber dafür gibt es ja sowieso keine Hardware - gleiches gilt für USB - selbst wenn es USB 3.0 Flashspeichersticks geben würde, hieße das ja nicht, dass die Flashzellen selbst dann auch diese Transferrate erreichen. --> der PCIe 4x Slot ruft hier also den zweiten Imkompatibilitätsfaktor hervor und das teure 2in1-Konzept den dritten Faktor, da nicht jeder für USB3 ODER SATA3 die teure Karte kaufen will, wenn er das jeweils andere nicht will/braucht
    - zu guter letzt nochmal: Wo ist denn dafür die dazu passende Hardware? Wenn ich jetzt zumindest irgendwo einen SATA3-Kompatiblen Port Multiplier sehen würde - dann könnte man ja eifnach mal 4 Festplatten im Raid0 oder so per Raid-unterstützenden Port Multiplier an ->1<- S-ATA Port hängen... aber so sehe ich keinen sinnvollen Einsatz in der Karte.
    Ich denke mal man wird hiervon nie wieder etwas hören. "RubyRhod, post: 6849326
    @RubyRhod:
    Ein PCIe-Kanal reicht weder um je ein USB-3.0- noch je ein SATA-6Gb-Endgerät mit voller Bandbreite bedienen zu können, wenn die PCIe-Kanäle an den P45 (ICH9/10), P55 oder der kommenen P/H57-Chipsätze angeschlossen sind. Das Problem ist, daß Intel zwar die PCIe Revision 2.0 spezifiziert hat, aber nur einen Datendurchsatz von 250 MByte biditektional pro Kanal ermöglicht. Mit anderen Worten, ein Kanal reicht bei weitem nicht aus, zwei Kanäle ebenso nicht. Also muß eben eine Anbindung mit mindestens vier Kanälen erfolgen.


    Daß die Zusatzkarte sowieso den technischen Grad unterhalb eines Toasters aufweist und den Nutzwert eines USB-Tassenwärmers mit größtmöglichem Abstand unterbietet, wird dann auch noch offensichtlicher, wenn je ein USB-3.0- und ein SATA-6Gb-Geräte parallel betrieben werden. Selbst dann reicht die durch die vierfache Anbindung bereitgestellte Bandbreite auch nicht mehr aus. Nebenbei, wird mit dieser Karte auch noch der Flaschenhals DMI (Anbindung CPU an Chipsatz) mit Datenvolumen weiter eingeengt, wenn von einem SATA-6Gb- oder USB-3.0-Gerät Daten auf ein an den Chipstz angebundenes Gerät (z.B. Netzwerk, SATA-3Gb-Festplatte) übertragen werden und die Karte auf Hauptplatinen eingesetzt wird, bei denen die PCIe-Schnittstellen mit mehr als einem Kanal nur an die CPU angebunden sind. Der DMI ist mit einer vierfachen PCIe-2.0-Anbindung realisiert worden, 1000 MByte/s pro Richtung.
    Mit ist klar, daß die theoretischen Bandbreiten nie erreicht werden, doch geht es mir hier um die Spitzenleistung von Laufwerken, die mit SSD-Geräten durchaus bald annähernd die theoretischen Bandbreiten erreichen könnten.
    Also alles Murks, solange PCIe mit der Revision 3.0 nicht in den Chipsätzen und CPUs Einzug gehalten hat. Nur dann kann eine sinnvolle und tatsächlich nutzbare Integration von USB 3.0 und SATA 6Gb erfolgen.

    Edit:
    Nach kurzer Diskussion mit dem Nutzer bensen meine ich auch, daß durch diese Karte externe USB-Speichermedien durchaus von einer höheren Datenraten profitieren können. Der durch USB 2.0 verursachte Flaschenhals könnte damit der Vergangenheit angehören, wenn die neuen externen Festplatten und Sticks USB 3.0 unterstützen. Dafür könnte dann aber auch eine Anbindung mit einem Kanal gute Ergebnisse liefern.
    Jedoch glaube ich, daß eine sinnvolle Integration von SATA 6Gb nur möglich ist, wenn PCIe 3.0 verfügbar ist oder Intel die Spezifikationen von PCIe 2.0 voll in den Chipsätzen umsetzt und nicht wie beim P/H5x nur die halbe Bandbreite zuläßt.