Apple hat am vergangen Montag auf der WWDC nicht nur die nächste Mac-OS-X-Version, Mac OS X 10.6 „Snow Leopard“, vorgestellt, sondern mit der Version 10A96 auch ein erstes Build an externe Entwickler verteilt. Ein Bild der DVD konnte MacNotes.de ergattern.
Mac OS 10.6, das innerhalb der nächsten zwölf Monate erscheinen soll, wird nach dem Feature-Reigen von Mac OS 10.5 „Leopard“ weniger auf neue Features als viel mehr auf Stabilität und Code-Optimierung setzen. Unter dem Motto „Core Innovation“ soll die nächste Version des Mac-Betriebssystems zuverlässiger und schlanker werden. Darüber hinaus bekommen Mac OS 10.6 bzw. dessen Anwendungen iMail, iCal und Adress Book Microsoft-Exchange-Support spendiert, unter 64 Bit werden bis zu 16 Terabyte Arbeitsspeicher unterstützt (32 Bit wird gestrichen) und „Grand Central“ soll das Betriebssystem für Multi-Core-Systeme optimieren. Zwei weitere, von Apple bereits bekannt gegebene Neuerungen umfassten QuickTime X (basierend auf der iPhone-Version) sowie die OpenCL (Open Computing Language). Mittels OpenCL wird es Programmierern möglich sein, die enorme Rechenleistung aktueller Grafikkarten über 3D-Anwendungen hinaus zu nutzen – ganz wie Nvidias (auf Nvidia-GPUs beschränkte) CUDA-Entwicklungsumgebung.
Einen interessanten Kommentar zu Snow Leopard und eine erste Suche nach einer Antwort auf die Frage, ob 10.6. der proklamierte Quantensprung werden könnte, gibt es ebenfalls bei den Kollegen von MacNotes.de zu lesen.
Ich glaube kaum, dass Apple schon nach 2 Jahren die Unterstützung einstellt....
ein entschlacktes betriebssystem das die performance der neuen 64bit prozessoren "optimal" ausnutzt ist doch eine sache, die man sich durchaus wünschen sollte.
ich nutze OS X Leopard und bin damit vollkommen zufrieden von meinen 4 kernen im Mac Pro wird aber meistens nur einer oder zwei benutzt. Genau das sind die Rechner die hoffentlich von Snow Leopard profitieren können.
man muss halt immer abwägen zwischen abwärtskompatibilität und performance. So könnte man locker alles mit SSE3 optimierung kompilieren, was bisher so nicht möglich gewesen wäre, da man alle möglichen alten CPUs auch abdecken soll.
Das Mail Programm von Apple heisst nur Mail, ohne "i" davor.
Das mit der reinen 64 bit Unterstützung ist bisher nur eine Spekulation, das wird im Macnotes.de Artikel leider als Fakt aufgeführt. Auf der Apple Infoseite für Snow Leopard ist bisher lediglich die Rede von erweiterter 64bit Unterstützung.
Gruß moox
Nein, die erste Core-Generation (Core Duo) bietet noch keine 64bit-Erweiterung. Die kam erst mit den Core 2 Prozessoren...
QuickTime bis v9.x setzt noch alte Frameworks und APIs auf. Diese sind entsprechend veraltet und wenig optimiert. Durch die Portierung von OS X auf das iPhone, war es notwendig, das QuickTime-API zu entschlanken, zu optimieren und auf neue Systemkomponenten umzuschreiben. Das alte QuickTime wäre eigentlich garnicht auf dem iPhone lauffähig. Weil die neue Umsetzung fürs iPhone so gut geglückt ist, und extrem ressourcenschonend is, baut man jetzt eine Mac/PC-Version basierend auf die iPhone-Version auf und nennt es QuickTime X.