Service Packs sind oft ein guter Anlass Windows neu zu installieren und dabei gleich mit aktuellem Patchlevel zu starten. So haben wir bereits in den letzten Jahren bei Windows XP gezeigt, wie man eine eigenständige, bootfähige Installations-CD herstellen kann. Wie steht es nun mit dem kommenden Vista-Service-Pack?
Eine frische Installation von Windows Vista bewirkt bei einigen Nutzern Wunder – da seien Ursachen wie beispielsweise unkontrolliertes Eingreifen ins System, Schadsoftware oder Aufräumaktionen als Gründe für eine Neuinstallation genannt. Da Service Packs auch Probleme beheben, ist es sinnvoll, diese von Anfang an mit an Bord zu haben. So lassen sich bei Windows XP oder neueren Office-Versionen die Service Packs mit wenig Handgriffen ohne Probleme in die Installationsmechanismen integrieren.
Daher lohnt bereits vor der Veröffentlichung des ersten Windows Vista Service Packs ein Blick in bereits veröffentlichte Dokumente, die Informationen bezüglich der Verteilung preisgeben. Im White Paper „Overview of Windows Vista Service Pack 1 Beta“ finden sich Aussagen, wie das Service Pack verteilt werden wird. Insgesamt drei verschiedene Methoden stehen zur Auswahl.
Diese Auflistung erinnert an die Veröffentlichungen der Service Packs für Windows XP. Man hat die Möglichkeiten per Microsoft Update bzw. Windows Update das Service Pack zu beziehen, sich den Netzwerkinstaller herunterzuladen oder ein Installationsmedium mit integriertem Service Pack zu kaufen.
Anders als bei Windows XP, wo jede Sprache seinen Installer hatte, wird der Netzwerkinstaller bei Windows Vista in zwei verschiedenen Wellen (wave0 und wave1) daher kommen. Wave0 wird dabei – wie bereits im Release Candidate zu sehen war – die Sprachen Englisch, Deutsch, Japanisch, Französisch und Spanisch enthalten. In der etwa bis zu zwei Wochen später erscheinenden Wave1 werden die restlichen Sprachen veröffentlicht, um somit alle 32 von Windows Vista unterstützten Sprachen zu komplettieren.
Um eine integrierte Installations-CD herzustellen, nutzte man unter Windows XP den Netzwerkinstaller – so auch beschrieben im „Guide for Installing and Deploying Microsoft Windows XP Service Pack 2“ (bebildert in unserem Artikel). Wirft man einen Blick auf den (vorläufigen) Deployment Guide für Windows Vista Service Pack 1, werden neben den bereits genannten Varianten fünf weitere beschrieben. Allerdings scheint der Softwaregigant die Integration des Service Packs zur Erstellung einer eigenen Windows-Vista-DVD nicht vorzusehen. Dieser Schritt ist verwunderlich, da es aus Sicht der Nutzer einem Rückschritt gleichkommt.
Bereits im September letzten Jahres wurde dieser Fakt publik. So teilte Windows Client Product Manager Dave Zipkin gegenüber dem Microsoft-Insider Paul Thurrott mit:
Also doch eine Installation mittels der altbekannten „-integrate“-Methode? Ein Widerspruch? Die Optionen des aktuellen Release Candidate Refresh zeigen aber nur folgende Optionen an und auch ein undokumentierter Aufruf mittels des Parameters „-integrate“ führt zu keiner Reaktion der Installationsroutine:
Jedoch schreibt auch Microsoft selbst im Windows Automated Installation Kit (WAIK):
Selbst Programme wie vLite unterstützen bis dato kein Integration des Service Packs. So bleibt letztendlich nur das Warten auf eine Slipstream-Option in kommenden Updates oder gepresste Installationsmedien mit integriertem Service Pack. Vielleicht kann man diese Medien kostengünstig mittels der Anytime-Upgrade-Variante für unter 5 Euro erstehen.