SilverStone TJ11 im Test: Das bietet das Gehäuse für 560 Euro

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Sven Scharpe
116 Kommentare

Erfahrungen

Wie es sich für ein Gehäuse aus dem Premiumbereich gehört, ist der Hardwareeinbau ein richtiges Vergnügen. Der entnehmbare Mainboardträger kann den Komfort zwar noch zusätzlich steigern, wirklich nötig ist er allerdings wegen des großzügigen Platzangebotes aber nicht. Schiefe Bauteile oder ungenau geschnittene Gewinde wären im Preisbereich, in dem das TJ11 spielt, absolut unverzeihlich. Hier kann dann auch Entwarnung gegeben werden, alles passt exakt so, wie es auch sein soll. Auch der Staubfilter mit magnetischem Rahmen kann völlig problemlos am Netzteil befestigt werden, das funktioniert auch dann noch einwandfrei, wenn das Lüftergitter etwas über das Netzteilgehäuse ragt.

Ein Problem der eher ungewöhnlichen Art hat sich während des Testbetriebs gezeigt. Durch den Umstand, dass sowohl die abgerundete Front als auch das Heck vollkommen glatt sind und ohne jede Öffnung oder Mulde auskommen, ist es nicht ganz einfach, das vollbestückte TJ11 als Einzelperson zu tragen. Den einzigen Halt, den die Finger finden können, sind die beiden seitlichen Öffnungen für die 180-mm-Lüfter. Da das SilverStone TJ11 wegen seiner ausufernden Dimensionen sicher eher selten den Standort wechseln wird, ist dieser Umstand wohl zu vernachlässigen. Steht dennoch einmal ein Transport an, empfehlen wir dringend das unhandliche Schwergewicht mit zwei Personen zu tragen.

Länge aktueller Grafikkarten
  • Benötigter Platz:
    • ATi Radeon 5450
      17,0
    • ATi Radeon 5570
      17,0
    • ATi Radeon 5670
      16,5
    • ATi Radeon 5750
      18,0
    • ATi Radeon 5770
      20,5
    • ATi Radeon 5850
      24,0
    • ATi Radeon 5870
      28,0
    • ATi Radeon 5970
      31,0
    • ATi Radeon 6850
      23,0
    • ATi Radeon 6870
      24,5
    • ATi Radeon 6950
      27,5
    • ATi Radeon 6970
      27,5
    • NVIDIA GT 220
      15,5
    • NVIDIA GT 240
      17,1
    • NVIDIA GT 430
      14,9
    • NVIDIA GTS 250
      23,0
    • NVIDIA GTS 450
      21,5
    • NVIDIA GTX 460
      21,5
    • NVIDIA GTX 470
      25,0
    • NVIDIA GTX 480
      27,0
    • NVIDIA GTX 570
      27,0
    • NVIDIA GTX 580
      27,0
  • Vorhandener Platz:
    • Antec Dark Fleet DF-35
      29,2
    • NZXT Phantom
      36,6
    • BitFenix Colossus
      33,4
    • Lian Li PC-V1020
      31,8
    • Zalman GS1200
      35,1
    • Fractal Design Define XL
      34,5
    • SilverStone TJ11
      31,5
Einheit: Zentimeter (cm)

Um einen Gesamtüberblick über alle bisher getesteten Gehäuse zu geben, befindet sich eine vollständige Liste im unten angefügten Klapptext.

Ewige Liste des verfügbaren Platzes für Grafikkarten

Von besonderem Interesse ist sicher auch noch ein Punkt, der den meisten Kaufinteressenten vielleicht so nicht bekannt ist. SilverStone selbst wie auch die meisten Händler preisen das TJ11 als „Vollaluminium-Konstruktion“ an. Das ist so nicht ganz richtig, große Teile des Bodens, die Festplattenkäfige, der Großteil des Mainboardträgers, die Befestigunsvorrichtungen für die beiden 180-mm-Lüfter und die Montageblende für das Netzteil bestehen bei unserem Testmuster aus lackiertem Stahlblech. Immerhin, wenn man ein wenig auf der Seite des Herstellers stöbert, findet man eine Tabelle, in der neben Aluminium auch etwas verschämt von 0,8 Millimeter Stahlblech die Rede ist. Warum trotz des horrenden Preises von 560 Euro kein Gehäuse aus Vollaluminium realisiert wurde, bleibt das Geheimnis des Herstellers.