Überblick

Der L2-Cache wurde gegenüber einem herkömmlichen Wolfdale-Prozessor von 6 auf 3 MB halbiert. Die fehlenden 3 MB sind auf dem Chip nicht vorhanden, so dass eine Freischaltung über Software ausgeschlossen ist. Das folgende Bild zeigt einen Wolfdale-Kern mit 6 MB L2-Cache. Die orange Fläche, die quasi die gesamte linke Hälfte des Prozessors belegt, ist der L2-Cache. In Zahlen ausgedrückt besitzt ein Wolfdale insgesamt 410 Millionen Transistoren; ungefähr 272 Millionen davon werden für den Cache benötigt. Dieser ist in 24 Wegen organisiert, wie man an den dicken vertikalen Linien erkennt.
Der Wolfdale-Penryn mit nur 3 MB ist ein neues Prozessordesign, auf das auch das verwendete M0-Stepping hindeutet. Im einfachsten Sinne wurde der herkömmliche Penryn-Prozessor am Ende abgeschnitten. Dies trägt dazu bei, dass der „Penryn 3MB“ eine Gesamtfläche von nur noch 81 statt 107 mm² aufweist und seine Anzahl der Transistoren gegenüber einem „Penryn 6MB“ von 410 auf 274 Millionen sinkt. Statt der bisherigen 24 Wege wurde die Assoziativität des L2-Cache auf 12 Wege reduziert.
Mit dem unteren Bild sollten auch die letzten Zweifel ausgeräumt sein. Der „Penryn 3MB“ bzw. seine Desktop-Version „Wolfdale 3MB“ kommt auch im Core 2 Quad Q9300 zum Einsatz, während alle anderen Quad-Core-Prozessoren der 9000er-Serie aus zwei „Penryn 6MB“ zusammen gesetzt werden. Die Märchen in Foren rund um das Reaktivieren des L2-Caches dürften mit diesen Fakten endgültig der Vergangenheit angehören – denn kommt der Prozessor im M0-Stepping daher, dann ist schlichtweg kein Cache zum Reaktivieren vorhanden.



