Oh Tannenbaum
Ein jedes Jahr werden sie spätestens zu Beginn der Adventszeit hervor geholt oder verzweifelt gesucht. Und auch wenn die Festtage in erster Linie (zumindest traditionell) die Rückbesinnung auf grundlegende gesellschaftliche Werte verfolgen, haben sie in den westlichen Industrienationen einen festen Platz unter dem Weihnachtsbaum oder am Kamin: Wünsche und die damit verbundenen Geschenke.
Selbst dann, wenn sie nicht in den Mittelpunkt des eigenen Interesses rücken, sorgen Wünsche und Geschenke jedoch oftmals dafür, dass, noch bevor der Beschenkte die teuer erstandene Aufmerksamkeit mit einem hoch jauchzenden „Das ist aber nett!“ zur Kenntnis nimmt, die vorweihnachtliche Stimmung des Suchenden gehörig ins Trudeln kommt.
Wie im vergangenen Jahr wollen die Redakteure von ComputerBase mittels eines kleinen Artikels Hilfe zur Selbsthilfe leisten, ihre Wünsche und Gedanken bezüglich der greifbaren Gaben 2004 offen legen und Idee spenden. Auch wenn wir uns im Folgenden größtenteils auf Produkte aus der Welt der Computer-Hardware konzentriert haben, war die Auswahl nicht auf diesen Sektor beschränkt. Während Volker Rißka diese geduldete Lücke im Reglement mit Wohlwollen ausgenutzt hat, hätten die Richtlinien in Blick auf den in Sachen Länge einem Review kaum nachstehenden Beitrag von Christoph Becker wohl doch noch etwas schärfer formuliert werden müssen ;-)
Nun, wir wünschen viel Spaß beim Lesen des Artikels, den einen oder anderen Denkanstoß und eine fröhliche Adventszeit!
Wunschzettel
Andreas
The same procedure as every year… Weihnachten steht an und ich frage mich wie in jedem Jahr, was ich mir denn schönes leisten könnte. Entschieden habe ich mich für ein neues Gehäuse. Mein altes macht zwar optisch einen guten Eindruck und war damals auch in der Anschaffung recht günstig. Jedoch habe ich nicht damit gerechnet, dass immer mehr Festplatten, optische Laufwerke, Lüfter und PCI-Karten einzug in das Gehäuse halten werden. Somit ist das gute Stück nun prall gefüllt und von einer Luftzirkulation kann man wirklich nicht mehr sprechen, was sich vor allem bei den Temperaturen bemerkbar macht.
Nach kurzer Suche bin ich auf das Coolmaster Stacker [1] aufmerksam geworden. Das Gehäuse, welches in einem schicken grau/schwarzen Design gehalten ist, bietet genau das, was ich benötige: Platz, und zwar reichlich! Es ist 536x227x584 mm groß und bringt satte 14 Kilogramm auf die Waage. Das ist zwar etwas umständlich für LAN-Partys, aber man kann es auch als gute Trainingsmöglichkeit im Kampf gegen Winterspeck ansehen. Des Weiteren verfügt es über sieben externe 5,25“-Laufwerkschächte, einen externen 3,5“-Laufwerkschacht und drei interne 3,5“-Laufwerkschächte. Damit wird der chronische Platzmangel bei meinen Laufwerken behoben und ich verfüge über genug Kapazitäten, um meinen Laufwerksbestand zu erweitern.
Die drei mitgelieferten Gehäuselüfter ergänzen sich wunderbar zu meinen vier vorhanden und werden für eine kühle Betriebstemperatur sorgen. Falls mich diese nach dem Umbau immer noch nicht zufrieden stellen sollte, ist auch ausreichend Platz für eine Wasserkühlung vorhanden.
Also, meine Empfehlung für dieses Jahr geht an das Coolmaster Stacker. Ausreichend Platz und das optisch anspruchsvolle Design sind mir in jedem Fall die knapp 150 Euro [2] wert.
Arne
Da die Abwärme des übertakteten AMD Athlon XP-M in meinem PC von dem - vor allem unter preislichen Aspekten angeschafften - Kühler von Arctic Cooling nicht einmal annähernd gebändigt werden kann - und schon gar nicht bei akzeptabler Lautstärke - steht in diesem Jahr unter dem Motto „Nicht kleckern, sondern klotzen“ die Anschaffung einer Wasserkühlung an, auch wenn mich meine Verwandtschaft dann komplett für verrückt erklären wird.
Bei den Einzelkomponenten werde ich auf einen Aqua Computer Airplex 240 Radiator, zwei leise 120-mm-Lüfter von MR-Computertechnik („ichbinleise“) mit je 1000 U/min und eine Eheim 600 Station als Pumpe setzen. Insgesamt kostet mich der Spaß dann inklusive Kupferblöcken vom Schrottplatz knapp 160 Euro.
Die Überraschung des Auspackens und Ausprobierens der Geschenke wird spannenderweise erhalten bleiben: Es ist noch ungewiss, ob die Kühler Marke Eigenbau für Prozessor und Grafikkarte tatsächlich so gut funktionieren wie ich hoffe.



Christoph
All die Jahre ist es also wieder so weit und die Industrie freut sich über steigenden Absatz zur Weihnachtszeit. Und trotz Arbeitslosengeld II, Hartz IV, gekürzten Weihnachtsbezügen und allgemeiner Depression bildungsferner Schichten wird auch in diesem Jahr wieder vor allem ein Typ Elektronik vermehrt unter dem Weihnachtsbaum Typ „blaue Edeltanne“ liegen: Digitalkameras. Und so machte sich auch Redakteur Christoph im vorweihnachtlichen Stress zwischen Glühweinständen, Spekulatius und Schokoladenweihnachtsmännern auf, ein dementsprechendes Gerät ausfindig zu machen, welches seinen Ansprüchen Genugtuung bieten würde - schließlich hatte die alte Digitalkamera gerade den Geist aufgegeben und das Ausleihen selbiger anderen Typs von der Freundin konnte auch keine Dauerlösung sein. Etwas Neues muss also her.
Man machte sich also auf die Suche und fand schnell etwas, das versprach, für die nächsten Jahre der photogenen Exzesse meinerseits ein guter Partner zu sein: Sonys Cyber-shot W1 [3]. Die Finessen dieser Kamera waren schnell herausgefunden. Neben einem durchaus ansprechenden Äußeren verfügt diese über ein Super HAD CCD mit 5 Megapixeln und über ein Carl Zeiss Vario-Tessar-Objektiv inklusive optischem Dreifach-Zoom. Dadurch sind Bilder im JPEG-Format in einer Größe von bis zu 2592 x 1944 Pixeln sowie bis zu sechsfacher digitaler Zoom möglich. Sonys Smartzoom-Funktion ist natürlich auch verfügbar und mit dem Faktor zwölf vertreten. Alle weiteren Daten hier preiszugeben, würde sicher den Rahmen sprengen, so dass ich an dieser Stelle auf die technischen Daten [4] verweisen möchte.


Besonderes Sahnestück dieser Kamera ist aber mit Sicherheit das 2,5" große TFT-Display, das das Photographieren zu einer wahren Freude macht. Dieses verfügt über insgesamt 123200 Pixel und bietet somit auch ein gewisses Maß an Schärfe, um ambitioniertes Knippsen möglich zu machen. Zusätzlich verfügt das Display über eine automatische Helligkeitsanpassung, die das dargestellte Bild immer der etwaigen Umwelt anpasst, um dem Betrachter optimale Sicht zu gewährleisten. Im Lieferumfang der Sony Cyber-shot W1 ist ein Satz NiMh-Akkus enthalten, sowie ein Ladekabel und ein Memory-Stick mit 32 MB Speicher. Bei der W12 - die technisch mit der W1 absolut identisch ist und nur mit schwarzem Gehäuse ausgeliefert wird - liegt zudem noch ein weiterer Satz Akkus und eine Ledertasche bei.
Da 32 MB bei einer Digitalkamera mit 5 Megapixeln etwas unterdimensioniert sind, musste man sich natürlich noch auf die Suche nach einem größeren Speichermedium machen. Da Sony bekanntlich oft einen eigenen Weg geht, kann man bei diesem Modell leider keine relativ günstigen CF-Karten einsetzen. Ein Memory-Stick muss her und dieser am besten noch in der schnellen Pro-Version, da der Stick bei schnellen Schnappschüssen sonst ins Hintertreffen geraten würde und die Bilder nicht schnell genug Speichern kann. Eine entsprechende Speicherkarte aus dem Hause Sony mit 256 MB kostet allerdings stolze 90 Euro, was für einen Studenten und bestenfalls Pseudo-Hobbyphotographen eindeutig zu viel des Guten ist. Gott sei Dank gibt es auch bei Memory-Sticks gute Alternativen Dritter, so dass die Wahl letztendlich auf ein 256 MB großes Pro-Modell aus dem Hause Hama fiel. Dieser kostet knapp 50 bis 60 Euro und ist somit ein gutes Stück preisgünstiger als Markenprodukte direkt von Sony.
Die mitgelieferten Akkus halten zwar recht lange; allerdings nicht lange Genug, um die eine oder andere großangelegte Radtour o.ä. zu überstehen. Aus diesem Grund mussten zusätzliche Akkus her, die die potentielle Mobilität des Kamerabesitzers unterstützen sollten. Hier muss man es Sony hoch anrechnen, dass man bei der W1 bzw. der W12 darauf verzichtete, spezielle Akkus zu implementieren, die man teuer nur von Sony kaufen kann. Handelsübliche Mignon-Zellen reichen hier vollends aus, so dass auch mal der eine oder andere Satz normaler Alkalibatterien verwendet werden kann. Da dies aber ganz und gar nicht umweltfreundlich ist, kaufte sich der heute hier referierende Redakteur zusätzlich noch vier NiMh-Akkus aus dem Hause Ansmann mit jeweils 2200 mAh. Zwar sind auch schon Akkumulatoren mit 2500 mAh am Markt erhältlich, allerdings dürften für unsere Zwecke auch welche mit nur 2200 vollends ausreichend sein.
Die Sony Cyber-shot W1 ist zur Zeit zu einem Internetpreis von 270 bis 300 Euro erhältlich, in einer hiesigen, sehr roten Elektromarkt-Kette wurde dieses Modell für zu teure 320 Euro gesichtet. Die W12 bringt es durchschnittlich auf ein paar Euro mehr im Anschaffungspreis, bietet allerdings auch mehr fürs Geld. Zusätzlich kommen nochmals gut und gerne 60 Euro für eine Speicherkarte sowie 15 bis 20 Euro für zusätzliche Akkus hinzu. Hat man diese Investitionen aber einmal getätigt oder tätigen lassen - Weihnachten steht ja vor der Tür - wird man es aber sicher nicht bereuen und in Zukunft vielleicht das eine oder andere Bild mehr machen. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Photographieren!
Frank
Nachdem im vergangenen Jahr der vollständige Umstieg vom Desktop-PC auf das Notebook vollzogen worden war und dies seinen Dienst nach wie vor hervorragend verrichtet, fallen diesen Herbst wohl sämtliche Investitionen für den PC flach. Aus der Welt der Elektronik werde ich aber auch dieses Weihnachten nicht abschweifen und so steht ein digitaler Camcorder ganz oben auf der Wunschliste. Ob es jedoch auch zu dem von den Herstellern als auch von mir gewollten Kauf kommt, steht noch in den Sternen, da die eigenen Ansprüche und der damit positiv korrelierte Preis im Moment noch mit dem Gewissen ringen, ob eine derartige Investition getätigt und nicht vorher noch drei Mal wohlüberlegt werden sollte. Zudem müssen bei digitalen Camcordern, die ein vertretbares Preis-/Leistungsverhältnis bieten, oft Abstriche bei der Tonqualität gemacht werden, da das eigene Betriebsgeräusch unweigerlich mit aufgezeichnet wird.
In einer akzeptablen Preisklasse sind bisher der Canon MVX250i, Sony DCR-HC40, Sony DCR-PC 109E, Panasonic NV-GS 120 EG, Panasonic NV-GS 55 EG und der JVC GR-D93E in die engere Wahl gekommen. Eine Entscheidung, ob und welches Modell demnächst in den Händen gehalten werden darf, wird aber wohl erst nach Weihnachten fallen. Bei sachdienlichen Hinweisen, die die Entscheidungsfindung beeinflussen könnten, wenden Sie sich bitte an das Kontaktformular [5].






Eine Spielerei, die bei mir zwar gern gesehen wäre, aber einem größeren Nutzen entbehrt und deshalb wohl keine Chance auf eine Anschaffung hat, wäre entweder der Zalman Reserator 1 oder Innovatek HTCS-Radiator. Als passive Radiatoren, die zudem völlig freistehend neben dem Gehäuse des PCs platziert werden, könnten sie die heimische, eigentlich komplette Wasserkühlung optisch aufwerten und zudem die Geräuschkulisse weiter senken. Allerdings ist der Preis für ein - zugegeben recht schickes - Stück Aluminium mit knapp 200 bzw. 250 Euro für eine reine Spielerei etwas zu hoch. Beim Zalman Reserator 1 wird zwar ein CPU-Kühlkörper, der ZM-WB2 Gold, mitgeliefert, allerdings würde dieser bei mir wohl ungenutzt sein Dasein fristen, da die Wasserkühlung, wie bereits erwähnt, mit allen notwendigen Komponenten ausgestattet ist und bereits über drei Radiatoren verfügt.


Jan-Frederik
Als wäre der größte Traum auf dem Wunschzettel lediglich ein Vorsatz für's neue Jahr, hat es der für Weihnachten 2003 fest eingeplante TFT [6] dann doch nicht unter den Weihnachtsbaum geschafft. Der gute, alte 19"-Röhrenmonitor tat es ja schließlich noch (mehr schlecht als recht). So lief das Fest gänzlich ohne Hardware über die Bühne, die erste wirkliche Neuanschaffung fand gut zwei Monate später statt.
Pünktlich zur CeBIT 2004 wurde ein Notebook, das Samsung P30 mit schickem 15"-TFT und einer gemütlichen Auflösung von 1400x1050, angeschafft und schickte die zur Jahreswende noch einmal davon gekommene Flimmerkiste schließlich doch noch in den Ruhestand. Hohe Performance, dank WLAN uneingeschränkte Mobilität in Haus und Garten und lange Akkulaufzeiten haben das Notebook binnen weniger Tage zum alleinigen Arbeits-PC gemacht und sorgen nun dafür, dass auch 2004 Wünsche garantiert sind. Da 512 MB Arbeitsspeicher auch im alltäglichen Windowsbetrieb schnell an ihre Grenzen stoßen [7], stehen weitere 512 MB auf der Wunschliste dieses Jahr ganz oben. Ob das Vorhaben auch in die Tag umgesetzt wird, gebe ich dann in einem Jahr bekannt ;-)
Jirko
Computerbildschirme, Notebooks, USB-Sticks - das ist alles nichts für mich. Nicht, dass ich es unter normalen Umständen ablehnen würde, aber mehr Mobilität heißt in unseren Kreisen, dass man überall arbeiten kann. Ein besseres Bild heißt, dass Fotobearbeitung genau auf uns zugeschnitten ist und mit dem USB-Stick können immer mehr Benchmarks ins heimische Testlabor verfrachtet werden. Eine bestechende Logik gewiss, die jedem Außenstehenden die Wutfalten auf die Stirn treten lässt, als abgehobener Redakteur jedoch heißt es, das Maximale aus dem Minimalsten herauszuholen. Es gilt also, die eigenen Wünsche - sofern sie sich mit den Computer in Verbindung bringen lassen und sich so in diesem Ratgeber eine Daseinsberechtigung erarbeiteten - clever auszuwählen und zu äußern. Aber was bleibt dann noch? Eingabegeräte, um schneller scrollen und schreiben zu können? Gewiss nicht. Ein Computertower, der - in seinem Ausmaßen stetig wachsend - einen größer werdenden Raum für noch mehr Hardware anbietet? Gewiss folgt auch hier ein klares Nein als Antwort. Also, was wird es denn nun, fragt sich da der schlaue Redakteur? Die Antwort liegt da fast schon auf der Zunge:
Lauter hören bringt den Verantwortlichen nichts - mit 5.1 arbeitet niemand schneller und, ob Skype oder nicht, bei provoziertem Unverständnis helfen auch keine THX-Zertifikate, um die bereits im Kopfschütteln geäußerten Anweisungen und Aufträge des Chefs adäquat umsetzen zu können. Genug „Gründe“ also, sich mit neuen Brüllwürfeln einzudecken. Nicht minder zum Tragen kommt, dass die bereits in der Anwesenheitsliste des Redakteurs abgestrichene Audigy 2 Platinum EX [8] mit einem 2.1-System von Logitech nicht wirklich als ausgelastet bezeichnet werden sollte. Es besteht also genug Nachholbedarf, sich in dieser Richtung umzuschauen und einzudecken, so Weihnachtsmann denn will.


505 Watt RMS Leistung, Dolby Digital und ProLogic II, schnurlose Fernbedienung und SoundTouch-Steuerelement, das sind Wörter, die - gemäßigt ausgedrückt - für eine gewünschte Vorfreude (hinter Tastatur und Bildschirm aber für einen tropfenden Mund) sorgen. Die Rede ist von Logitechs neuem THX-Boxensystem, dem Logitech Z-5500 Digital. Aber es sind nicht nur die inneren Werte, die hier zählen. Vielmehr weiß auch das Äußere durch ein Design zu überzeugen, das mir gefällt und in meinem Zimmer gut anklingen würde. Mein Brief an den Nordpol würde also in jedem Fall einen der ausschweifenden und rhetorisch präzisen Darstellung meiner braven Selbst folgenden simplen Wunsch beinhalten: Lieber Guter Weihnachtsmann, tanz mir ja mit nem Logitech-Z-5500-Digital an!
Michael
Wenn ein Rock'n'Roller in die Tage kommt, soll es still sein um ihn. Deshalb werde ich wohl den Fabriklärm in meinem Rechenzentrum ein wenig einzudämmen versuchen, in dem ich das "Sei-Leise"-Netzteil mit Diskokrach-Plugin gegen ein wirklich leises austausche.Und wie es scheint, ist das Tagan-TG380 [9] mein Favorit. Dass Leistung nicht immer alles ist, zeigen die Erfahrungen und Tests der letzten Jahre. Was nützt es dem geneigten User, wenn zwar die Heizkosten dramatisch sinken, aber die Verlustleistung des schlecht konzipierten Netzteils die Stromrechnung unnötig in die Höhe jagt? Und wer akzeptiert dies freiwillig, wenn nebenbei auch noch lästige Störgeräusche das Einrücken feindlicher Panzergarnisonen übertönt - virtuell versteht sich. Und da ich mit der sonstigen Rechenleistung meines Knappen mehr als zufrieden bin, setze ich dem Aufrüstwahn ein Ende und habe beschlossen, wieder abzurüsten; zumindest, was die Schallerzeuger angeht. Und vielleicht kann ich dann auch wieder in vollen Zügen ohne störende Nebengeräusche das filigran leichte Spiel der Engelsfinger [10] eines virtuosen Jeff Hannemanns [11] genießen. Wer weiß?
Parwez
Es ist also mal wieder soweit, Weihnachten steht vor der Tür und die westliche Welt - die Weihnachts-verrückten Japaner nicht zu vergessen - stürmt die Geschäfte und kauft allerlei sinnvolle und nutzlose Dinge zum Weihnachtsfest. Günstige Preise kann man zur Zeit natürlich nicht erwarten. Aber egal, es ist ja schließlich nur ein mal im Jahr Weihnachten. Eigentlich würde ich ja jedem empfehlen, sich das Geld bis Mitte Januar zu sparen beziehungsweise sich Geld/Gutscheine schenken zu lassen, da hat man im Endeffekt mehr von. Aber es ist nunmal Weihnachten und da steht die Vernunft bekanntlich nicht immer an erster Stelle ;-).
Was Hardware betrifft, steht bei mir momentan nur der Kauf eines neuen Druckers an - man muss sich ja nicht am allgemeinen Aufrüst-Wahn beteiligen. Gekauft wird, was gebraucht wird! Es wird wohl ein Laser werden. Da ich mich aber selbst bisher für kein Modell entschieden habe, wäre eine Empfehlung fehl am Platz.
Was kann ich sonst empfehlen? Ah, richtig, da war doch dieses schicke 17-Zoll-TFT-Display von Sony im Laden, das mich so anlachte. Schön in Schwarz gehalten, mit edlem Design und einer für meinen Geschmack einfach nur grandiosen Farbwiedergabe.
Das Schmuckstück hört auf den Namen SDM-HS74P und ist mit einem X-black LC-Display ausgestattet. Verglichen mit herkömmlichen TFT-Displays sind die Farben und Kontraste einfach satter, da macht es sogar Spaß, der sonst so öden Dia-Show im Laden beizuwohnen. Mir persönlich gefällt das Display sogar besser als ein Röhren-Monitor, aber darüber kann man sich sicherlich streiten. Mit einer Reaktionszeit von 16 ms, einer Auflösung von 1280 x 1024 Pixel, einer Helligkeit von 400 cd/m², einem Kontrast-Verhältnis von 500:1, DVI-D-Anschuss und umfangreichen Farb-Einstellungen ist das Display auch für Spieler geeignet. Quake 3 oder ähnlich schnelle Shooter habe ich darauf bisher zwar nicht gesehen, aber zumindest bei Videos war keine Schlierenbildung zu beobachten. Wer viel spielt, sollte sich das Display also vorher genauer ansehen.
Natürlich hat auch dieses Display seine kleinen Schattenseiten. Sonys X-black-Displays sind nicht vollkommen spiegelungsfrei, so dass je nach Einfallswinkel störende Reflexionen auftreten können, durch richtiges Aufstellen lässt sich dies jedoch vermeiden. Der zweite Negativpunkt ist der Preis. In Sonys Online-Shop ist das Display mit 529 Euro gelistet und selbst Geizhals findet kein Angebot unter 459 Euro. Trotzdem sollten alle auf der Suche nach einem neuen Monitor sich das Display einfach mal im Laden ansehen, das brilliante Bild macht zumindest für mich auch die kleinen Negativpunkte mehr als wett.
Sasan
Lange habe ich überlegt, was sich in diesem Jahr lohnenswertes unter dem Baum finden sollte. Letztlich setzte sich doch das verspielte Kind in mir durch. Ganz offensichtlich bin ich nämlich doch noch nicht über die Zeit, in der PC-Spiele faszinieren, hinaus. Deshalb werde ich mir in diesem Jahr die, in meinen Augen, besten Top-Titel des Jahres wünschen: Half-Life 2 und Rome: Total War. Half-Life 2 erweckt nämlich in mir die Hoffnung, auch story-technisch ganz im Gegenteil zu Doom 3 überzeugen zu können. Deshalb bekommt es eine Chance, wenngleich man das Streben nach perfekter Grafik, auch und gerade auf Kosten des Inhalts, eigentlich verurteilen sollte.
Um dann aber doch ein bisschen die Gehirnzellen zu trainieren, muss ein Knüller im Strategie-Genre herhalten. Rome dürfte, auch Erfahrungsberichten zufolge, die erfolgreiche Total-War-Reihe ordentlich vertreten. Somit verdient es also ebenfalls einen Platz unter dem Baum.


Da das Ganze aber wohl nicht mehr wirklich flüssig auf einer GeForce FX 5950 laufen dürfte, muss auch im Bereich der Grafikkarte ein bisschen was passieren. Ich habe mich alsbald in dieser Hinsicht beraten lassen und bin schließlich zu der Überzeugung gelangt, dass es eine ATI Radeon X800 von Asus sein soll. Wechseln tun weh, aber ich bin ja auch nicht mit Nvidia verheiratet. So versüße ich mir Weihnachten.
Rouven
Huch, schon wieder ein Jahr vergangen? Umso besser: Endlich konkret einen Anlass, die in zwölf Monaten angesammelten „Musst-du-dir-irgendwann-einmal-besorgen“-Gedanken aus dem Hintergrund des Gedächtnisses hervorzukramen und dann endlich zu präzisieren.
Angesichts meines neuen Hobbys, das DJing, blieb gerade im letzten annuellen Zeitraum so gut wie gar kein Geld für den Rechenknecht übrig, was sich in Sachen Performance spätestens bei aktuellen Titeln wie Half-Life 2 zu einem gewissen Grad bemerkbar macht. Sicherlich tut es die GeForce4 Ti 4600 auf Kosten der Bildqualität noch mehr oder weniger, jedoch kommt das Gewappnetsein-für-die-Zukunft langsam aber sicher an seine Grenzen. Eine neue Pixelschleuder muss also her! Und wenngleich der Markt derzeit zumindest auf den ersten Blick nur schwer zu überblicken ist, so kristallisiert sich nichtsdestotrotz ein Produkt der GeForce-6600-Reihe für meine Zwecke heraus.
Dass es damit nicht ganz getan ist, wird jedoch auch klar: Die in letzter Zeit relativ intensive Beanspruchung des Dateisystems signalisierte deutlich, dass 512MByte an RAM immer suboptimaler werden und ich so wohl auch hier versuchen werde, ein Upgrade zu fahren. Das kommt nicht nur dem Dateisystem zu Gute, sondern minimiert auch die Ladezeiten aktueller Spiele - und was gibt es besseres, als zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen? :-)
Steffen

Bestellt wurde trotzdem wieder einer. Ein neueres Modell mit USB 2.0 und auch etwas mehr Speicherplatz. Und dieses Mal wird vorsichtiger damit umgegangen: Zwar wird sein ständiger Wohnsitz wieder das Portemonnaie sein, jedoch dieses Mal in einem besseren Viertel als dem Kleingeldsumpf. :-)
TeddyBiker
Nachdem ich im letzten Jahr stolzer Besitzer eines äußerst günstigen Microsoft Desktop Sets [13] für sagenhafte 29,90 Euro wurde, stellte sich im Laufe der Zeit heraus, dass die 2-Tasten-Maus für mich doch nicht geeignet ist. Als ehemaliger Besitzer der IntelliMouse Explorer 1.0 vermisse ich die seitlichen Tasten doch mehr, als ich Anfangs wahr haben wollte. Das Navigieren im Web ist ohne die seitlichen Tasten nicht sehr komfortabel. Aus diesem Grund habe ich mir ein ein neues Set aus dem Hause Microsoft ausgesucht.
Es handelt sich um das Optical Desktop Elite for Bluetooth [14].
Das MS Optical Desktop Elite for Bluetooth vereint das Wireless Optical Desktop Elite mit den Vorzügen moderner Bluetooth-Technologie. Der mitgelieferte, daumengroße Transceiver-Stick macht PCs mit Windows XP Service Pack 2 Bluetooth-fähig und vernetzt bis zu sieben Bluetooth-kompatible Geräte wie Drucker, PDAs oder Mobiltelefone. Der Stick wird über die USB-Schnittstelle mit dem PC oder Notebook verbunden, Maus und Tastatur werden anschließend über die Systemsteuerung im Menü "Bluetooth-Geräte" hinzugefügt. Der Transceiver überträgt die Daten von Tastatur und Maus ohne Kabel bis zu 10 Meter.
Ein Manko bisheriger Bluetooth-Geräte ist der hohe Stromverbrauch. Dank des überarbeiteten optischen Chips laufen Maus und Tastatur deutlich länger als beim Vorgängermodell. Beliebte Features wie die gepolsterte Handballenauflage, das 4-Wege-Scrollrad an Maus und Tastatur sowie die fünf Favoritentasten, die sich wie beim Autoradio per Knopfdruck belegen lassen, ergänzen das Paket. Die doppelt belegten F-Tasten ermöglichen den schnellen Zugriff auf häufig benutzte Office-Anwendungen. Über das zentral positionierte Multimedia Center lassen sich Multimedia-Anwendungen einfach und bequem per Knopfdruck steuern.
In Anbetracht der Tatsache, dass dieses Set satte 149,- Euro Listenpreis kostet, wird sich der Weihnachtsmann wohl ein mittelfristigen Finanzkredit holen dürfen. ;)
Tobi
Jedes Jahr die Qual der Wahl… Was legt man sich dieses Mal wieder an schicker Hardware unter den Weihnachtsbaum? Dieses Jahr zur Wahl stehen entweder der Samsung SyncMaster 193P [15] mit einem Kontrastverhältnis von 1000:1 und einer Bilddiagonale von 19 Zoll um den jetzigen 22 Zoll CRT-Monitor von Iiyama zu ersetzten, oder ein neues Business-Notebook mit schnellem Dothan-Prozessor. Den entgültigen Zuschlag wird, vom jetzigen Stand her betrachtet, wohl das Business-Notebook bekommen.
In die engere Wahl sind das Fujitsu-Siemens Lifebook E8010 [16], das Samsung P35 [17] und das von uns schon getestete Asus M6800N [18] gekommen.
Das Innenleben wird circa wie folgt aussehen: Intel Pentium M 1,8 GHz Prozessor mit Dothan-Kern, 1024 MB Ram, 80-GB-Festplatte, DVD-Brenner und ein hochauflösendes, kontrastreiches 15 Zoll SXGA+-Display mit einer Auflösung von 1400x1050 Bildpunkten. Die hohe Akkulaufzeit und die Kombination aus schnellem Prozessor und „angemessen“ viel Arbeitsspeicher werden den heimischen Desktop-PC wohl immer mehr einstauben lassen. Dazu trägt auch das integrierte 54 MBit/s schnelle WLAN-Modul, welches das schnurlose Surfen im Garten oder in der Firma ermöglicht, erheblich bei.
Welches Gerät nun endgültig unter dem Weihnachtsbaum landet, entscheiden die Faktoren Display und Gewicht, da sich die Geräte sonst in fast nichts nehmen. Es zeichnet sich jedoch eine relativ deutliche Tendenz in Richtung des Asus M6800N ab.



Einziger Wehrmutstropfen sind die Anschaffungskosten für solch ein Notebook, denn diese liegen bei rund 2000€. Doch dafür hat man die nächsten Jahre Ruhe in Sachen Aufrüsten. Ob das kommende Jahr gänzlich ohne sonstige neue Hardware (siehe Samsung TFT) durchgestanden wird, ist jedoch stark zu bezweifeln ;-)
Tommy
Ehe man sich versieht, steht auch schon wieder Weihnachten vor der Tür und damit eine Zeit, in der vielen Herstellern kurz vor Toreschluss einfällt, dass jetzt der richtige Moment wäre, um ein Produkt im Rahmen eines Tests in das Gedächtnis vieler potentieller Käufer zu rufen. In Folge dessen ist der Schreibtisch mit einem großen Stapel Arbeit, der noch vor Weihnachten abgearbeitet werden muss, und einem noch viel größeren Stapel, der bis dahin abgearbeitet sein sollte, bis an die Grenzen der Belastbarkeit gefüllt. Zeit ist das Element, an dem es mangelt und das ich mir über die Weihnachtszeit am sehnlichsten Wünsche. Dann blieben endlich auch ein paar freie Minuten, um das Buch „The Fabric of the Cosmos: Space, Time, and the Texture of Reality [19]“ von Brain Green, der sich auch für „Das elegante Universum [20]“ (siehe auch [21]) verantwortlich zeichnet, endlich zu Ende zu lesen. Letzteres beschäftigt sich mit der Super-String- und der M-Theorie, welche versucht, das Universum in einem zehn- bzw. elf-dimensionalen Raum zu beschrieben. Interessanter Weise ist gerade für diese Beschreibung die Mathematik noch nicht weit genug, so dass die Physiker zum Lösen der Probleme hier eigene Werkzeuge entwickeln mussten. „The Fabric of the Cosmos“ ist dieses Jahr erschienen und repräsentiert damit (fast) den aktuellsten Stand der Forschung. Und da mich das Thema brennend interessiert und ich den Redaktionskollegen damit unheimlich gerne auf die Nerven gehe, brauche ich endlich die Zeit darin schmökern zu können.
Aus Computersicht fehlt mir nicht mehr besonders viel zum Glück. Half-Life 2 und Doom 3 laufen tadellos - was will man da eigentlich noch mehr? Das Akustik-Problem des vergangenen Jahres [22] konnte zwar durch ein Tagan TG380-U01-Netzteil und einen Thermalright SLK 947 U-Prozessorkühler mit YS-Tech-Lüfter aktiv angegangen werden. Doch ist es jetzt die Grafikkarte und die Northbridge-Kühlanlage, die an den Nerven zehrt. Hier besteht also noch Verbesserungsbedarf. Daneben schreit der massive und fortschreitende Einsatz der Voice Over IP-Software „Skype [23]“ - ich kann es jedem ohne Ausnahme wärmstens empfehlen - nur so nach der Anschaffung eines neuen Headsets. Das von uns getestete Sennheiser PC150 [24] hat deshalb einen Platz ganz weit oben auf der weihnachtlichen Wunschliste. Des Weiteren macht der zunehmende Ausbau des deutschen DVB-T-Netzes entsprechende Steckkarte für den Computer (auch preislich) immer attraktiver, so dass solch ein Produkt nun ebenfalls in den Interessen-Fokus geraten ist. Allerdings fehlt mir hier der Marktüberblick. Über eure Empfehlungen [25] würde ich mich daher sehr freuen. Dummer Weise hat Micronas mit dem Ngene [26] schon einen Dual-TV-Tuner für den PCI Express-Bus angekündigt, so dass mir eine Investition in eine PCI-Karte schon fast nicht mehr sinnvoll erscheint. Was meint ihr [24]?
Volker
Alle Jahre wieder, die gleiche bescheidene Frage: Was will ich denn haben? Oder: Was könnte ich gebrauchen? Letztere Frage ist dabei wohl die entscheidende. Fest steht damit für mich, dass es wohl sicherlich kein Zeug für den PC sein wird. Die Pläne aus dem letzten Jahr in Bezug eines 19"-TFTs sind in Erfüllung gegangen und der Rest des guten alten PCs macht sicherlich noch eine ganze Weile mit. Wieso also etwas kaufen, was man nicht gebrauchen kann bzw. unnötig ist?
Die nötigste Anschaffung meinerseits dürfte also, fernab jedweder Hard- und Software, ein neues Fahrrad sein. Die letzten beiden geklaut und das giftgrüne „Notrad“ Marke Diamant Baujahr 197x - somit sogar älter als ich selbst :p - macht auch nicht mehr wirklich mit. So wird sich wohl nach Weihnachten - ich bin nicht verrückt und versuch es vorher - ein wenig umgeschaut, was denn so zur Debatte stehen könnte. Wirklich eine Vorstellung gibt es noch nicht - kommt Zeit, kommt Rat(d).











