Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Steinzeitliche Dreckschleudern" - bald Rußfilter für den heimischen Kaminofen?
perfekt!57
25.11.2007, 21:47
ich hätte gar nicht gedacht, dass so was überhaupt kommt - und ggfls. schon so bald... :
"Das Ministerium begründete die geplanten Neuerungen laut Zeitung auch damit, dass Holzöfen mehr Feinstaub in die Luft pusten, als alle Dieselfahrzeuge in Deutschland einschließlich Lastwagen zusammen."
Wasser auf meine Mühlen. Heutiger Hausbrand nicht aus Erdgas oder Heizöl EL ist Sch... .
Eben weil Heizöl EL ein raffiniertes Produkt ist (Raffinat), bei dessen Verfeuerung am Ende einer ganzen Heizperiode bei uns ca. ein Schuhkarton Asche anfällt, mehr nicht - was unser alternativer Kaminofen jeden Tag produziert (da (Baum-;))Holz nun mal kein Monopräparat ist sondern "eine Multi-Gemengelage"). (Und bei Nutzung von Erdgas statt Heizöl EL noch weniger, fast nur Wasserdampf.;))
(Und wer im PKW statt Diesel PÖL nutzt, gleicht mehr als aus, in der Summenbilanz seiner Nutzung nachwachsender Rohstoffe, als eine anteilige Verbrennung von Heizöl EL im Eigenheim "für die Umwelt kostet", das aber nur am Rande. Eurosuper fährt heute hoffentlich bald keiner mehr.)
Bin also mal gespannt, was die Filter bringen werden. Denn das Vorhaben ist nötig und korrekt - mehr noch: überfällig.
"Millionen Hausbesitzer müssen sich darauf einrichten, ihre Holzöfen nachzurüsten oder zu erneuern. Eine entsprechende Verordnung mit neuen Emissionsvorgaben sei erarbeitet worden und in der Ressortabstimmung, sagte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums am Sonntag der Nachrichtenagentur AP in Berlin und bestätigte damit einen Bericht der „Lübecker Nachrichten“. Er begründete die Novelle mit den hohen Schadstoffausstoß vieler Kaminöfen, die „vor allem in den Städten ein rasch wachsendes Staubpartikelproblem schaffen“."
http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E7CB94C2EAA1F4EC3ABD3AE960E96B2EC~ATpl~Ecommon~Scontent.html
p.
Und in 20 Jahren werden alle Häuser Energie produzieren - nicht das Passivhaus ist schließlich das Ziel, sondern das Energieproduktionshaus... .
(PÖL für Kfz bei Ebay: http://search.ebay.de/POL_W0QQfromZR18QQfsopZ1QQsatitleZPQd6LQQsspagenameZADMEQ3aBQ3aTB2Q3aDEQ3a2 )
Wir haben Fernwärme.. Das ist schon so teuer.. da ist eh Hopfen und Malz verloren. Xd
Firestorm-
25.11.2007, 21:54
Diese Idioten verderben einem sogar noch die Lust Abends mal vorm Kamin zu entspannen. Und die Amis dürfen weiterhin standardmäßig 5l Maschinen bauen, ohne Einschränkungen. Ich könnte kotzen.
smacked2
25.11.2007, 23:52
Tja schon arm aber Otto-Normal-Kaminbesitzer hat halt keine Lobby wie die Autobauer :freak
Vom Kamin zum Holzkohlegrill ists auch nur ein kleiner Schritt!;)
MFG
Eine Entwicklung die schon lange abzusehen war.
Schon vor 2 Jahren kam im SF DRS ein Bericht über den starken Ausstoß an Ruß durch die Zunahme an Kaminöfen.
Überrascht bin ich von der raschen Einsicht daß man dort was tun muß, weniger überrascht bin ich von der viel zu langen Übergangsregelung.
@Firestorm
Was haben amerikanische Motoren mit der Rußbelastung zu tun?
Ich hatte mir das schon gedacht, dass das eines Tages kommen würde. Ich finds auch ehrlich gesagt gut. Zumal die öfen fiel mehr schädliche Stoffe produzieren als alle Diesel PKW zusammen. Das mit dem Holz verbrennt CO2 Neutral weil nur das co2 dabei entsteht was die bäume in ihrem Leben gebunden haben kann ich auch nicht mehr höhren Öl war ja schließlich auch einmal ein Baum oder etwas ähnliches sprich es verbrennt auch CO2 neutral. Ein filter wird auch nicht die Welt kosten und durch das günstigere Heizen hat man den auch wieder schnell drinne.
Zu über mir: Den Amerikanern kann man wohl nicht mehr helfen. Vieleicht sollte man mal in Amerika eine klage gegen Amerika einreichen weil die die Luft so verpesten. Bei dennen ihrem Rechtsystem hät man sogar noch ne Chance zu gewinnen:D
Das mit dem Holz verbrennt CO2 Neutral weil nur das co2 dabei entsteht was die bäume in ihrem Leben gebunden haben kann ich auch nicht mehr höhren Öl war ja schließlich auch einmal ein Baum oder etwas ähnliches sprich es verbrennt auch CO2 neutral.
Lass uns doch einmal kurz darüber nachdenken:
Klar ist Öl sogesehen CO2-Neutral -- allerdings nur, wenn man gerne die CO2-Kontentration zum Zeitpunkt der entstehung der Erde (oder kurz danach) haben möchte.
Ich wage zu bezweifeln, dass das ein so wahnsinnig erstrebenswerter Zustand ist . . .
Ich habe mal in einem Bericht gelesen, dass der unter atmosphärischem Druck entstandene Ruß viel zu grobkörnig ist, um in der Lunge Schaden anzurichten.
Problematisch soll vor Allem der Ruß aus Verbrennungsmotoren sein, weil er extrem feinkörnig ist.
Der Hintergrund hinter der Gesetzesidee ist wohl eher, dass mittlerweile zu viele Leute mit Holz heizen und sich so der Mineralölsteuer entziehen.
Was hier wieder sehr interessant ist ist die Tatsache das hier wiedermal nur die Privatpersonen (wie schon mit dem Rußfilter für Dieselmotoren) in die Verantwortung genommen werden. Konsequent währe es jedoch z.B. auch Rußfilter für LKW's vorzuschreiben. Das steht aber leider in weiter Ferne.
Warum werden immer nur Privatpersonen zu ihrer Verantwortung für die Umwelt herangezogen, die Wirtschaft jedoch ausgenommen ?
Natürlich bin auch ich der Meinung das jede Maßnahme für den Umweltschutzt richtig und wichtig ist. Dann aber auch für alle. Gerade in der Dieselrußdebatte finde ich es verlogen wenn man den Privatmann zu immer mehr Investitionen verpflichtet, die Spedizionen jedoch dabei verschont.
„Steinzeitliche Dreckschleudern“- irgendwie ein seltsames Vokabular für einen Ministeriumssprecher;).
Im Prinzip bin ich für umweltschützende Maßnahmen wohl zu haben; jetzt grad frag ich mich nur, wie ich das meiner Oma beibringen soll: "Die Kosten einer Ofen-Umrüstung würden bei etwa 1200 Euro liegen."
Wie viele Leute würde denn das ungefähr betreffen- habt ihr eine Schätzung?
ich finds lächerlich und würd mir von keinem vorschreiben lassen wie ich heize. Seit jahrtausenden heizt man mit offener flamme, jetzt sollen filter her? populistischer schwachsinn. Aber mit dem kleinen mann kann mans ja machen...
Wir heizen zwar mit gas, aber ich hatte schon vor mir mal irgendwann so nen ofen zu kaufen. Günstiger und gemütlicher kann man kaum heizen, zumindest auf kurze sicht. Brennholz kostet so gut wie nix, macht nur arbeit ;)
Umweltschutz ist ne tolle sache, aber nicht so. nicht solange in 3. welt ländern nicht eingegriffen wird. fabriken ohne jegliche filter, abholzung des regenwaldes usw.
Im gegensatz zu einer ölheizung ist ein ofen ja ne verdammt einfache konstruktion die niemand überprüfen muss. Wird wohl kaum auf einmal die polizei vor der tür stehen wenn man heizt...
Firestorm-
27.11.2007, 19:56
@Firestorm
Was haben amerikanische Motoren mit der Rußbelastung zu tun?
Ruß |= Feinstaub. Ich rede hier von der Ungerechtigkeit zwischen "Klimazerstörer". Beide Nationen, Deutschland sowie die USA tun dies bewusst. Die einen geben es zu und versuchen es durch sinnlose Gesetze an den falschen Stellen zu minimieren, die anderen wollen nichts davon wissen und produzieren fröhlich weiter, mehr und nicht gerade umweltentlastender.
Da haben wir wiedermal die Doppelzüngigkeit der Politik, erst Holzpellett Heizungen fördern und dann teure Nachrüstungen verlangen.
x-sector
28.11.2007, 13:29
hmm ... da ich zur miete wohne .. gehe ich mal davon aus ... dass nicht ich die kosten
für "tweak deinen kamin" tragen muss.
zugeben muss an sich ist die überlegung auch das thema anzugehen ja nicht falsch.
kenne zwar keine statistiken und zahlen wie viel "kamine" in deutschland wie oft genutzt werden ... aber weltweit gesehen .. bestimmt eine hausnummer.
was mich aber wieder ankotzt .. wieso immer wir .. es bleibt immer weniger geld in den taschen ... und wenn ich übern see nach usa schau .. da verblässt jeder das 3fache an energie und keine sau kratzt es !!! :freak
Benjamin_L
28.11.2007, 17:21
wazzup: Ich bitte dich, natürlich kann man dir in einer Gesellschaft was vorschreiben, dafür existieren die Gesetze ja. Um die Gesellschaft zu schützen.
Und um die Regenwaldabholzung zu verringern könntest du z.B. weniger Fleisch essen, dazu braucht man keine Gesetze.
wazzup: Ich bitte dich, natürlich kann man dir in einer Gesellschaft was vorschreiben, dafür existieren die Gesetze ja. Um die Gesellschaft zu schützen.
Und um die Regenwaldabholzung zu verringern könntest du z.B. weniger Fleisch essen, dazu braucht man keine Gesetze.
...
Fly A 300
29.11.2007, 14:28
Den Baum den Ich verfeuere hat genausso viel Schadstoffe aufgenommen wie er wieder freigibt. Also bitte wieder was mit dem man den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen kann.
Ich habe einen Kachelofen und bestreite damit den größten Teil der wärme um mein Haus zu heizen.
@Fly
Das verbrennen von Holz ist mehr oder minder CO²-Neutral.
Aber es ensteht dabei, wie bei fast allen unsauberen Verbrennungen, Ruß.
Um das geht es und nicht um eine Erfindung von Politikern.
BessenOlli
30.11.2007, 01:54
Wann wird eigentlich der Verkauf von Grilkohle verboten und die Nutzung von Gasgrills zur Pflicht?
Sollten wir irgendwann gezwungen werden, unseren Kamin (den wir eh fast nie nutzen) auf eigene Kosten umrüsten oder untauglich machen zu lassen, dann richte ich im Garten eine Feuerstelle ein... falls die Verwendung von Feuer inzwischen nicht allgemein der Staatsmacht vorbehalten sein sollte.
Was ist hier in diesem Land eigentlich los?
das ist doch wieder mal reinste Abzocke, entschuldigt aber so was bringt mich auf die Palme.
Seit Jahrtausenden von Jahren heizt der Mensch mit Holz nun kommt Herr Gabriel daher und meint er müsse was gegen die Feinstaubbelastung tun. Der Umbau kostet bei uns ca. 1200 €, das ist doch Wahnsinn, da is ja mit Öl heizen wieder billiger(leichte Ironie). Andererseits werden neue "Drecksschleudern" gebaut (Kohlekraftwerke) und vom Staat gefördert und dann bestraft der Staat die jenenigen die auf nachwachsende Rohstoffe setzen. Tolle Politik unserer Bundesregierung:daumen
Man sollte diese Diskussion nicht nur aus umweltpolitischen Aspekten betrachten (die meiner Meinung äußert fragwürdig sind, siehe Diesel-Rußfilter), sondern aus rohstoffpolitischen. Deutschland wird in naher Zukunft ganz Abhänging von den Erdöl,Erdgas exportierenden Ländern sein wie Russland, dem nahen Osten und leicht erpressbar, wenn es um politische Fragen geht. Um weiterhin internation auf der größen Bühne mitreden zu könnnen müssen wir versuchen unabhängig zu von diesen Ländern zu werden und das geht nun mal nicht anders als mit nachwachsenden Rohstoffen. Und dieser Versuch wird im Keim mit den "Rußfiltern" erstickt, alle die sich entschieden haben den umwelt- sowie den rohstoffpolitischen richtigen Weg einzuschlagen werden bestraft und indirekt Öl und Erdgas gefördert.
Unsere Wirtschaft, dazu gehören auch wir Otto-Normalverbraucher, muss versuchen Wachstum und Rohstoffpreise zu entkoppeln, nur so können wir den in Zukunft steigenden Rohstoffpreise entgegenwirken, jetzt wäre ein guter Zeitpunkt. Wir sollten da eine Vorreiterrolle einnehmen, neue Technologien entwickeln um diese dann wieder exportieren zu können, aber das haben einige in Berlin (noch) nicht kapiert.
Von daher ist es in meinen Augen nichts als reine Abzocke, genau wie bei den Kaminkehrern: Da ist es staatlich festgelegt das die 4(!) im Jahr kommen um den Kamin zu reinigen. Abzocke pur! Und du kannst nicht dagegen machen. Wir haben 2 Kamine und einer wird nicht benützt, aber trozdem muss sich der Kaminkehrer von der Kaminsicherheit vergewissern und verlang 15€ fürs reinschauen. Dann putzt er noch a bissl durch und das wars, alles staatlich geschützt und gefördert. Wenn der Kaminkehrer alle zwei Jahre kömmen würde, genügt das vollkommen, aber die haben ne ziemlich starke Lobby, wir nicht;) so wird Politik gemacht
rolandm1
02.12.2007, 22:43
Für mich sieht das zwischenzeitlich nach reiner Profilierungssucht der Politiker aus.
Was die derzeit veranstallten, hat in meinen Augen nichts mit Vernunft zu tun.
Wir haben vor 20 Jahren in einem Neubaugebiet ein Reihenhaus gekauft. Als Heizung wurden Elektro Nachtspeicheröfen verbaut.
Es wurde zum einen als saubere und günstige Heizart angepriesen, und zum anderen wurde es von der Stadt vorgeschrieben. Es darf nur mit Strom geheizt werden. Öl oder Gas oder andere wurden nicht zugelassen.
Jetzt will die Politik bis 2012 genau diese Heizungen verbieten, weil man ja Strom sparen möchte. Ich soll also meine Nachtspeicherheizung entsorgen lassen, und auf eine umweltfreundlichere und sparsammere Heizungsart wechseln.
Der Einbau einer neuen Heizung würde mich je nach Art der Heizung nach ersten Recherchen zwischen 20.000 und 35.000 Euro kosten. Da ich nach Lage der Dinge mit einer anderen Heizart eigentlich keine Einsparungen erzielen kann, frage ich mich wo in so einer Ausgabe der Sinn und Zweck liegt.
Dabei sind die Kosten zB. für einen Gasanschluß noch gar nicht berücksichtigt.
Als Zusatz und Übergangsheizung betreiben wir noch einen Kaminofen (normales Brennholz), der etwa 4 bis 10 mal im Jahr benutzt wird. Jetzt soll ich dafür auch noch eine zumindest fragwürdige Investition tätigen.
Da ist es billiger, den Kaminofen abzuschaffen.
Ansonsten macht sich immer mehr der Eindruck breit, dass man am besten die schröpft und klein hält, die sich am wenigsten oder gar nicht wehren können. Nämlich der kleine Mann.
Das erschreckende daran ist, dass die Politker gar nicht fähg sind, irgendwelche Kosten oder Auswirkungen zu nennen. Auf gut deutsch "denn sie wissen nicht, wa sie tun".
Als kleinen bescheidenen Beitrag habe ich mir letztes Jahr eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach installieren lassen. Leider reicht der so erzeugte Strom nicht zum Betrieb des Hause aus. Amber immerhin etwas
Solarzellen sind im Prinzip auch für die Katz,
in diversen Elektroniker (VDE-Magazin) stand schon des öfteren das Solarzellen nur für die dezentrale Nutzung sinnvoll sind. Die Herstellung der Solarzellen kostet mehr Energie als sie in 20 Jahren liefern werden, wenn wir von einen Wirkungsgrad von 10-15% ausgehen, was die heutigen Zellen auch an Maximum haben. Silizium (reines) ist eben in der Herstellung und aufbereitung teuer und benötigt sehr viel Energie.
Aber unser Staat ist ja so doof und Subventioniert es... lol ..da kann man eigentlich nur den Anreiz der Weiterentwicklung (Forschung) als Pluspunkt aufzählen.
Wie heissen diese Pumpen nochmal die einige Meter in der Erde sind und die Erdwärme Nutzen ? das finde ich nicht schlecht"!
Benjamin_L
04.12.2007, 11:45
und3r: Ich habe da eher Werte von 3-4 Jahren im Kopf, je nach Branche verwendet man wohl unterschiedliche Werte, aber ohne regenerative Energien geht es in Zukunft nicht und Solarzellen haben wohl derzeit das größte Potential!
Wie heissen diese Pumpen nochmal die einige Meter in der Erde sind und die Erdwärme Nutzen ? das finde ich nicht schlecht"!
Du meinst sicher die Geothermie
http://de.wikipedia.org/wiki/Geothermie
roguelike
08.12.2007, 15:33
Es gibt keine Ökologie in der Marktwirtschaft. Das ganze hat meiner Ansicht nach nur den Effekt, gezielt gewisse Wirtschaftsbereiche anzukurbeln. Würde mich mal interssieren, wieviele Aktien vlt. Herr Gabriel im Bereich der Filtertechnik besitzt ;)
Was soll übrigens noch alles kommen? Pflicht-Fassadenisolation ist ja auch schon im Gespräch...Ich weiß nicht, ob da Deutschlandweit mitgezogen werden kann, rein finanziell...keine der anderen Kosten pausiert ja mal, weil man nun einen ach-wie-großen Beitrag zum Umweltschutz leisten möchte.
Dann soll man nochn neues Auto kaufen...und eine Solaranlage. Demnächst wird ein Windkraftwerk im eigenen Garten Pflicht?
Umweltschutz schön und gut, aber wo sollen viele Teile der Gesellschaft leben? In einer Höhle mit Bärenfellen? Wie sollen sie zur Arbeit? Zu Fuß? Okay, ist auch eine Art der eingeforderten Flexibilität ;D Mitunter denke ich, Herr Gysi hat schon Recht, wenn er sagt, vielen Vertretern der Politik fehlt es einfach an der geistigen Fähigkeit, logische Zusammenhänge zu konstruieren. Ich komme jedenfalls mmer mehr nicht mehr mit :)
Na, mal abwarten, was denn da kommt. Ohne Gesetz heiz ich eben weiter wie bisher. Natürlich nur alte Lappen, Ölgebinde und Sachen, die nicht vom Sperrmüll mitgenommen worden sind...
@rougelike
Was hast du denn dagegen?
Damit wird wieder ein Haufen Geld in Form von Subventionen an die Industrie umverteilt.
Vielleicht wird auch die Filterbranche zum neuen Börsenliebling wie jetzt schon Solar- und Windenergie.
Ist doch alles toll.
Da haben sich ein paar Hyänen etwas ausgedacht, um den Bürger noch mehr auszupressen, nachdem Gas und Ölpreise bereits massiv angehoben wurden.
Diese Menschen sollen dann allerdings selber für Ihre Vorschläge aufkommen und ihre schwachsinnigen Filteranlagen dem Bürger bezahlen. Dann ist's mir recht.
Was für ein Dreck ...
Seit Jahrtausenden hat der Mensch Feuer gemacht bzw. Feuerstellen in den Hütten gehabt. Und die Erde hat sich klimatechnisch nie Extrem entwickelt. NUR in den letzten 60 Jahren und das lag/liegt nicht an den Kaminöfen. :mad
Gruß
HappyMutant
16.12.2007, 23:16
Ich kann es nicht glauben. Da regen sich die Menschen in Deutschland jahrelang über die bösen Industrien, den schlimmen ostdeutschen Braunkohle-Gestank, Feinstaub, Krebsriskio, Waldsterben, saurer Regen und was weiß ich, auf. Aber sobald irgendwas billiger erscheint wird darauf umgestiegen und rum gemeckert wenn dann ein Gleichstellung erfolgen soll. Wenn der Kamin ein Freizeitvergnügen geblieben wäre, dann wäre das alles kein Problem, nur meinen (zu) viele mittlerweile das wäre billiger.
Sobald diese Art zu heizen aber wieder ein Massenphänomen wird, möchte ich einfach nicht durch ungefilterte Rauchgase belästigt werden. Und die sind wie gesagt nicht unerheblich, auch wenn hier scheinbar alle Experten sind, das dem nicht so ist.
Zudem ist es ein Anreiz Holzpellet-Heizungen etc., auf den selben Emmisionsstand zu bringen wie Öl- Und Erdgasheizungen. Solange es die nicht gibt, müssen die Abgase eben gefiltert werden (nichts anderes sagt übrigens der Artikel. Da steht nichts von Filterpflicht, sondern von Emissionsgrenzwerten.) Da der Kamin und Schornstein ohnehin jedes halbe Jahr untersucht werden muss, ist auch die Reinigung der Filter kein Problem im Prinzip. Und weniger Ruß bedeutet auch weniger Reinigung und könnte vielleicht dann auch die Schornsteinfegerhäufigkeit senken.
Sorry, aber das ist schlicht eine erforderliche Gleichstellung der Heizanlagen. Es ist so lachhaft, die Forderung nach Filtern mit dem Leben in der Höhle gleichzusetzen.
Die kommen um eine Klimakatastrphe und Feinstaubimissionen gar nicht mehr herum. Die Wirtschaft hat sich doch der Umwelttechnik verschrieben. Wenn irgendeiner wiederlegen würde, das wir einer Klimakatastrophe entgegensehen, bricht doch ein ganzer Wirtschaftszweig zusammen. Dann haben wir eine Wirtschaftskatastrophe in Deutschland.
Es gibt immer Mittel und Wege Beschäftigung zu sichern.
ich halte das ganze für eine große subvention der an der "klimakatstrophe" prächtig verdienenden industrie. nur hier ist es nicht der staat, der was subvetioniert, sondern der sogenannte "kleine mann", der per gesetz zum subventionieren gezwungen wir. bin schon gespannt, was kommt, wenn das thema klimakatastrophe abgedroschen ist.
HappyMutant
18.12.2007, 13:26
Weg mit der Kläranlagen, Rußfiltern, Katalysatoren, Emissionsgrenzen! Alles vom Staat aufgezwungen und wider besseren Wissens durchgesetzt um eine Industrie zu stützen, die es ohne sie nie gegeben hätte. Welche klar denkende Mensch wollte denn sowas überhaupt haben...
Hat das was mit dem Alter (mangelnde Erfahrung mit sicht- und spürbarer Verschmutzung) oder der Ignoranz zu tun, dass sobald das Wort Umwelt fällt, hier blindes paranoides Draufschlagen angesagt ist? Sorry, aber keine Ahnung vom Thema aber schön alles in einen Topf werfen und halt mal mitreden, so kommt es mir vor.
Und wirklich bis zu 1200 Euro, die man in die Umrüstung stecken müsste, das ist wirklich ungerecht. Da spart man schon extra an den Heizkosten und dann wollen diese Umweltspinner auch noch, dass es sauber verbrennt. Und ich mein Übergangsfristen bis 2014, das ist wirklich so hart, was denken sich "die Politiker" eigentlich. Und eine Nachrüstung ist nur dann fällig, wenn die Billig-Öfen nicht die Grenzwerte erfüllen. Skandalös. :freak
Eigentlich schade, falls ich dann nicht mehr diesen lieblichen Holzkohle-Kaminduft riechen und schmecken darf, wenn ich durch die Straßen gehe... Hoffentlich gibt es bald wieder den guten alten ungefilterten Braunkohle-Geruch.
BessenOlli
18.12.2007, 13:42
Geht es hier nun um so Blechöften und Holzkohle oder um Kamine die man nur ein paarmal im Jahr benutzt und wo man Holz drin benutzt?
Wenn der Staat hierbei nicht zwischen Anlagen zur effektiven, dauerhaften Beheizung und klassischen Kaminen unterscheidet, dann ist das meiner Ansicht nach Abzocke, HappyMutant. Das ist dann einfach unverhältnismäßig.
Da könnte man dann wirklich auch gleich noch Kerzen verbieten, denn die emmitieren "Feinstaub ähnlich dem aus Dieselmotoren. Benzol in gefährlichen Dosen. Blei [...] in denjenigen Kerzen, die einen metallverstärkten Docht hatten." (http://zettelsraum.blogspot.com/2007/11/vorsicht-weihnachtszeit.html)
HappyMutant
18.12.2007, 13:50
Nun ja, es geht eben nicht nur um das, sondern generell um Holz-Verbrennnung. Also auch Kachelöfen die zum Heizen benutzt werden und Heizkessel die das ganze Haus heizen. Da aber alles zum selben Schornstein rausgeht, wird es schwer zu sagen, du ja und du nicht.
Zumindest im Artikel ist nicht die Rede von eigentlichen (offenen) Kaminen, sondern von Öfen. Und da diese nunmal wirklich zum regelmäßigen Heizen gedacht sind, halte ich es für legitim. Zumal wie gesagt, derzeit als billigeres Heizen im Trend und von daher anteilig immer bedeutender.
BessenOlli
18.12.2007, 14:49
Für regelmäßiges Heizen ist es natürlich legitim. Für unseren Kamin sicher nicht.
HappyMutant
18.12.2007, 15:45
Okay hier hab ich etwas genauere Angaben gefunden: http://www.tagesschau.de/inland/russfilterpflicht4.html
Ausgenommen von der Pflicht sind laut Umweltministerium offene Kamine und historische, das heißt vor 1950 errichtete Öfen sowie private Kochherde, Backöfen und Badezimmeröfen.
Dazu kommt, das neue schadstoffarme Öfen 500-700 Euro kosten, also billiger als eine Nachrüstung sind. Und die alten dürfen sogar bis mindestens 2014 und maximal 2024 genutzt werden. Also alles in Ordnung aus meiner Sicht und kein Grund für das wilde Einprügeln, was hier bei diversen Gelegenheiten veranstaltet wird, wenn jemand "Umwelt" sagt. ;)
Das hat weniger mit dem Alter als mit gesunden Menschenverstand zu tun. Ich denke, niemand hat irgendwas gegen eine vernünftige Umwelt oder Emissionspolitik. Was hier passiert ist ein grosses Zugeständnis an die Wirtschaft. Die Gesetze bewirken einen enormen Innovations und Entwicklungsschub. Und alles wird durch die Privathaushalte refinanziert. Der Wirtschaftszweig brummt und die Regierung reibt sich die Hände in zweierlei Hinsicht.:
Die Arbeitlosigkeit sinkt, und Steuermehreinnahmen stehen ins Haus.
Das kuriose an der ganzen Sache ist ja, das diese Mehreinnahmen nicht etwa zurückfliessen in die Entwicklung neuer Techniken, sondern auf nimmerwiedersehen im Dickicht unseres Steuersumpfes verschwinden.
Eine Regierung, die sich der Rettung der Welt verschrieben hat, entzieht so sich selbst deas Vertrauen der Bürger mit dieser Politik.
Schade Drumm, aber wohl nicht mehr rückgängig zu machen.
Ein Wort zu HappyMutant: Man sollte eigentlich immer das für und wieder einer solchen Politik begutachten. Umweltpolitik ist ja nichts falsches, aber die Art und Weise unserer Regierung lässt doch arg zu wünschen übrig. Ich bin wahrlich kein Ignorant, aber man muss immer beide seiten betrachten, bevor man Urteile fällen kann.
HappyMutant
18.12.2007, 20:48
Interessant, zwar wird durch schärfere Vorgaben eine ganze Industrie finanziert, aber die führt nicht zu neuen Entwicklungen? Wie das? Was verkaufen die Firmen eigentlich dann? Wie kann ein "enormer Innovationsschub" sein und gleichzeitig "nichts in die Entwicklung neuer Techniken zurückfließen"? Nun gut, vielleicht muß dann der Staat ab und zu eingreifen, damit neue Anreize geschaffen werden. Oder ist das eine verklausulierte Kritik am Forschungsstandort Deutschland? Dir ist bewußt das Steuern sich nicht einfach *puff* in Luft auflösen, sondern ausgeben werden. Und zwar nicht zweckgebunden. Sonst wärs ja eine Abgabe.
Und offenbar zahlen Firmen wohl mittlerweile 100% Steuern und nicht 30%. Und aus welchem Rest werden eigentlich die Arbeitsplätze finanziert? Und was zur Hölle, hat das jetzt mit schärferen Emissionsvorschriften für Holzöfen zu tun?
Bitte, blinde Vorwürfe in den Raum stellen kann ich auch, aber was konkret passt dir hier nicht? Und entweder ist die Zielgruppe so klein, dass mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird oder so groß, dass es eine ganzen Wirtschaftszweig finanziert.
Erfolgreiche Entwicklung bedarf immer einer gewissen Motivation. Monopolismus und Zufriedenheit war noch nie der Motor eines erfolgreichen Industriestandortes. Es muss immer Anreize geben, einen eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Da gebe ich dir vollkommen Recht HappyMutant. Anscheinend hat sich sich im Staate Deutschland aber einiges geändert. Der Motor wird immer öfter durch neue Gesetze angeworfen. Leider sind wir alle Kraftstoff für diesen Motor geworden. Eine gefährliche Entwicklung in meinen Augen. Die Bürger zu reglementieren für einen erfolgreichen Industriestandort halte ich ausserordentlich fragwürdig.
HappyMutant
18.12.2007, 22:10
Das mag ja alles sein, selbst wenn ich persönlich das nicht so sehr sehe. Aber was konkret an der Emissionsgrenzwerten hier ist falsch? Es ist doch lediglich eine Gleichstellung zu Öl- und Gasheizungen. Es ist von daher eine äußerst wichtige Entscheidung, wenn man nicht wieder mindestens 30 Jahre zurück fallen will.
Und von wem außer dem Bürger soll denn der Antrieb kommen? Neue Produkte werden von der Bevölkerung gekauft, Steuern werden von der Bevölkerung bezahlt. Der "Bürger" ist ja inhärenter Bestandteil des Systems. Ist es denn falsch neue Märkte zu reglementieren um eine einseitige Verlagerung zu verhindern? Denn was passiert denn, wenn Holz zum Heizen kaum Auflagen hat, dafür umso billiger ist. Es wird möglichst billig Ware auf den Markt gehauen und die eher High-Tech orientierten Heizanlagen werden aufgrund des Preises der Geräte, wie des Heizstoffes keine Chance am Markt haben. Von daher brauchen wir, schon alleine damit die Ressourcen sinnvoll in der Balance zu halten, eine ähnliche Reglementierung wie bei Öl, Kohle, Gas usw. Dazu kommt, die eben nicht unerhebliche Luftbelastung bei einer massiven Vergrößerung des Anteiles solcher Öfen.
Das hat aus meiner Sicht erstmal nichts mit falscher Wirtschaftsförderung zu tun, schon alleine deswegen, weil von diese Maßnahme nur ein Bruchteil der Bevölkerung betroffen ist und vorallem der Teil, der sich die Billigstöfen aus dem Baumarkt zum Heizen in die Wohnung gestellt hat.
Fakt ist doch, das Holz ein erneuerbarer Energieträger ist. Somit kann könnte man die Holzressourcen stetig kontrollieren. Das wir uns von Öl und Gas bald verabschieden müssen dürfte ebenfalls jedem klar sein.
Warum muss man einfache Technik künstlich teuer machen, wenn auf Öl oder Gasbasis kommende Hightech- Komponenten allenfalls noch im diesen Jahrhundert nutzbar sind. Man sollte überlegen, mehr Wert auf erneuerbare günstige Energiequllen zu legen, als die Preise für Hightech künstlich hochzuhalten.
Wie soll es überhaupt gelingen können, die Balance zwischen fossiler und erneuerbarer Energiequellen zu halten. Nebenbei hat das Prinzip Holzofen auch ökologische Aspekte. Niemand wird mir erzählen können, das die Leute mehr heizen, nur weil sie auf Holz umsteigen. Es ist lediglich eine Verschiebung von Öl, Gas und Kohle, auf Holz. Das erhöt keinesfalls irgendwelche Imessionen. Im Gegenteil, es ist endlich einmal eine posetive Entwicklung, die man fördern sollte. Mit überteuerten und fragwürdigen Umweltschutzmassnahmen, werden solche Entwicklungen konsequent untergraben.
Betrachtet man die aktuellen Energiepreise, kann von Ausgewogenheit schon lange nicht mehr die Rede sein. Wem will man es verdenken, nicht möglichst günstig über Runden zu kommen. Die Mehrheit unserer Bevölkerung hat womöglich überhaupt kein interesse an Gleichstellungen am Energiemarkt.
HappyMutant
19.12.2007, 21:45
Erstens: Holz ist nicht in unendlicher Masse verfügbar, bei steigender Nachfrage steigt auch der Preis und kurzfristige Produktionserhöhung ist hier sehr problematisch. Zweitens ist es natürlich eine Steigerung von Emissionen wenn Gas und Ölheizungen Richtwerte erfüllen müssen, Holzhöfen aber nicht. Jeder Umstieg auf billige Holzhöfen bzw. zusätzlicher Einsatz erhöht die Emissionen. Warum bei jedem neuen oder neu entdeckten Energieträger die selben Fehler machen?
Das Problem ist ja gerade die einfache Technik. Ungefiltertes bzw. unsauberes Verbrennen von Holz ist ungefähr so, als ob jeder in seinem Garten ein hübsches Lagerfeuer veranstaltet. Warum sollte man das so in diesem Stil fördern? Niemand erhebt Steuern auf den Rohstoff Holz, wie es auf Öl und Gas getan wird. Zudem ist er nicht an den Ölpreis gebunden, eine Verknappung von Öl führt also nicht zwangsläufig zu Preissteigerungen bei Holz. Es werden lediglich Grenzwerte bei dessen Verbrennung verlangt. Eine einmalige Investition, die mindestens 7 Jahre Zeit hat. Wohlgemerkt, falls man noch nicht den richtigen Ofen hat.
Und da kann man noch so sehr ins Feld führen, dass das böse CO2 von den Bäumen absorbiert wird. Spätestens bei der Verbrennung wird es ja wieder frei gesetzt. Was ist denn das für eine Milchmädchenrechnung, wenn man dann hier auf bestimmte Maßnahmen verzichtet und so tut, als ob das dann besonders ökologisch wäre. Natürlich ist ein nachwachsender Rohstoff besser als fossile Brennstoffe. Aber das darf doch nicht alle anderen sinnvollen Maßnahmen ausschließen. Das ist ungefähr so ökologisch wie alles mit Raps-Monokulturen zu zukleistern und dann eben diesen zu verbrennen.
Nein, tut mir leid, außer sich mit Alibi-Ökologie vor einer Gleichstellung zu schützen, sehe ich keine fragwürdige Handlungen. Eine wirklich nachhaltige Umwelt-Politik hört eben gerade da nicht auf.
Entschuldigung, aber deiner etwas polemischen Ausdruckweise (Alibi Ökologie) in deinem letzten Absatz kann ich nicht wirklich folgen. Bäume und Pflanzen haben schon vor Jahrmillionen den bedeutensten Katalysator aller Zeiten entwickelt. Sie wandeln Kohlenstoffdioxid mittels Lichtenergie in organische Stoffe um. Ist Sonnenenergie nicht die sauberste Energieform die wir auf der Erde zur Verfügung haben?
Bäume und Pflanzen entziehen der Atmosphäre nachweislich Kohlenstoffdioxid. Als Abfallprodukt entsteht dann auch noch Sauerstoff. Bei der Verbrennung wird das CO2 dann wieder freigesetzt. Aber nur etwa 70 bis 80% des kompletten Volumens an CO2. Der Rest kann als Dünger wieder der Erde zugeführt werden. Es geht also nichts verloren. In der Theorie ist 100% Verfeuerrung von Holz also ein nur ein Kreislauf.
Bei Öl, Kohle und Gas ist eben dieser CO2 Kreislauf ausser Kraft gesetzt. Das CO2 ist in fossilen Brennstoffen in besonders hoher Konzentration gespeichert. Setzt man es frei, wird die Atmosphäre expotentiell gesättigt. Kein Ökosystem der Welt ist in der Lage ,dagegen anzuarbeiten.
Es ist auch garnicht das Ziel, mit der Gesetzesvorlage irgendwelche CO2 Immessionen zu reglementieren, sondern lediglich den Feinstaub zu reduzieren, der ja angeblich Krebserregend sein soll.
Noch ein Wort zu den Monokulturen. Es wird heute schon angestrebt Mischwälder in Abholzgebiete zu implementieren. Den Fehler hat die Forstwirtschaft schon vor 30 Jahren erkannt. Zum Glück sind ja nicht nur Kiefern brennbar. Warum sollte man nicht kontrollierte Forstwirtschaft im grösseren Stil betreiben. Schliesslich gibt in der heutigen Zeit kaum noch Natur die man sich selbst überlassen kann. In Europa gibt es nur noch einige Oasen absoluter Natur.
Natur kann man heutzutage nur noch schützen, wenn man sie kontrolliert.
perfekt!57
02.01.2008, 19:50
"Natur kann man heutzutage nur noch schützen, wenn man sie kontrolliert."
spontan hätte ich gedacht: "... in dem man den menschen kontrolliert". aber das ist ja das dumme ander kontrolle, dank freiheit und marktwirtschaft.
und wie wäre es damit?:
wahrscheinlich müssen wir neue nachwachsende holzsorten züchten.
... zwar am besten schnell züchten. Mit Hilfe der Gentechnik lassen sich ja Züchtungszeiträume von normalerweise Jahrzehnten (Kreuzung/Rekombination) auf wenige Jahre verkürzen;
und zwar solche "Holz"sorten, die am ende möglichst nur "monopräparatartige" stämme liefern, die soweit wie möglich nur aus fasern bestehen, kaum mehr. solche die schnell abgeholzt werden können, mit wenig unnützem grün; und trotzdem hartes holz mit wenig beimengungen. (widersprüchliche forderungen, wie immer es um forschungs-/entwicklungsziele geht.)
und klar den kat für den heizkamin dazu.
und mit diesem neuen baumtyp als patentiertem deutschen forschungsergebnis könnten wir uns mal wieder um die menscheit verdient machen.
dfg an die front.
p.
http://www.faz.net/m/%7B193AB1D9-B8A5-4428-9608-4A100F420BCC%7DPicture.jpg (http://javascript<b></b>:DynPagerGotoNewTag(7,11);)
(sorry, dass die graphik so groß ist.)
Außerdem irren wir wohl, wenn wir beim Erdöl ein Ressourcenproblem annehmen. BP behauptet jedenfalls das Gegenteil.
http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc~EA0C12C90E70248959431597E6DFD1BAB~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
"Mit welchen Wachstumsraten rechnen Sie?
Wir nehmen ein jährliches Wachstum der Ölnachfrage von etwas mehr als einem Prozent an. Das würde in 72 Jahren den Ölbedarf der Welt nochmals verdoppeln.
Dann haben wir aber längst kein Öl mehr!
Das kann niemand wissen. Es gibt im Moment beim Öl kein Ressourcenproblem. Die ausgewiesenen Fördergebiete reichen zu heutigen Kosten und beim heutigen Stand der Technik noch für mehr als 40 Jahre.
Und dann?
Schon vorher sorgt der hohe Ölpreis dafür, dass die Technik weiterentwickelt wird, um auch bisher nicht lukrative Ölfelder nutzbar zu machen.
Wo sind die?
Zum Beispiel in Venezuela und Kanada.
Ist die Diskussion um die Endlichkeit des Öls damit hinfällig?
Diese Diskussion ist sehr alt, und bislang hat die Welt, allen Vorhersagen zum Trotz, doch noch nie unter einer Ölknappheit gelitten. Hier ist es wichtig, zu unterscheiden: Ich rede von Ressourcen unter der Erde. Es sind zumeist politische Beschränkungen über der Erde, die den Zugang beschränken. Oder, langfristig gedacht, scheint es sogar so zu sein, dass die Absorptionsfähigkeit der Atmosphäre für CO2 eher ein Problem ist, als das Vorhandensein von fossilen Brennstoffen unter der Erde."
(ansonsten dfg: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Forschungsgemeinschaft)
bislang ungenutzte riseige erdöl- u. ergasvorkommen in ostchina unter der wüste taklamakan:
http://german.cri.cn/401/2005/11/21/1@40863.htm
hält sich die vr-china wohl u.a. als stategische reserve für später. wird auch immer mehr wert das zeug, je weniger die anderen noch haben davon;)
"Die Erdgaspipeline, rund 4.200 Kilometer lang, ist Ende letzten Jahres fertig gestellt worden. Sie wird das Erdgas aus dem Tarim-Becken in Xinjiang in die Provinzen Henan, Anhui, Jiangsu, Zhejiang und in die regierungsummittelbare Stadt Shanghai transportieren. Damit hat ein "Korridor" für den Gastransport Gestalt angenommen."
.
Calimero77
06.01.2008, 14:11
Ich bin Heizungstechniker und kann nur sagen,dass Erdgas am saubersten verbrennt.
Hat man eine Skala von 1-1000 wäre E-Gas bei 1 und Holz bei 800.
Selbst Heizöl verbrennt sauberer als Holz weil Holz fester Kohlensoff ist.
In Österreich müssen Erdgas,Öl,Flüssiggasanlagen Gesetztlich gemessen werden!
Halte ich zB.Meine Messzelle in einen Abzug eines Holzofens ist diese kaputt.
Also all dieses Gerede von Holz, ist sooo super neutral zur Umwelt kann ich nicht mehr hören.
Wenn wir alle mit Holz und Kohle heizen würden,das wäre erst eine Katastrophe.
mfg.
Benjamin_L
12.01.2008, 11:29
perfekt!57: Habe erst letzlich im Radio gehört, dass die Ölkonzerne früher undenkbare Ölvorräte abbauen, die sehr arbeits und v.a. kostenintensiv sind, wie man da ernsthaft eine noch lange Zeit verfügbare Ressource im Öl sehen kann ist mir fraglich, sonst würden sich die Konzerne doch nicht so anstrengen.
Und ein BP Manager wird kaum was anderes erzählen, das die Leute zum Nachdenken über andere Energieträger anregt, wenn man mit dem Öl noch so gut verdienen kann.
perfekt!57
12.01.2008, 19:42
ja benjamin stimmt. alleine unter kanada liegen ölsande im menge (öl vermischt mit sand, "gelöst" in sand), soviel wie alles flüssig zu fördernde öl bisher zusammen.
von daher gilt, was wir neulich in einem anderen thread schon feststellten:
ab januar 2008 datiere ich den paradigmenwechsel - nicht die endlichen energievorkommen begrenzen uns, sondern die verschmutzungsfähigkeit der atmosphäre mit Kohlenstoff (in Form von C02) ist es.
und dann nützen uns auch ölsande in menge nichts - wenn wir so (ohne CO2-abscheidung) nicht in die atmosphäre bringen dürfen.
zum thema rußfilter habe ich noch nicht viel neues gehört inzwischen - sie sollen halt kommen - und ich bin mal gespannt, wie sie aussehen werden und funktionieren.
p.