Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die guten alten Zeiten - wann gab es die jemals?
PowerSupport
05.03.2008, 16:00
Tag!
Vorhin hab ich wieder wie so oft ein paar ältere Leute in einem Cafe über die guten alten Zeiten reden hören - als Werte noch Werte waren und das Leben noch Lebenswert gewesen wäre. Auch die Medien machen da ja zur Zeit kräftig mit. Und ich frage mich ernsthaft, wann diese Zeiten gewesen sein sollen.
Im Mittelalter, als man rothaarige auf dem Scheiterhaufen verbrannte und die Leute sich gegenseitig denunzierten?
Zu Zeiten des Nationalsozialismus als es nichts als Krieg und Elend gab und der Hitlerfanatismus bei vielen erst gegen Ende verstummte?
Zu Zeiten des Vietnamkriegs oder der Hippies?
Wann zum Teufel sollen diese guten Zeiten denn gewesen sein??
Die guten alten Zeiten waren immer dann, als es den Leuten ihrer Meinung nach gut ging, also woran sie sich erinnern können. Wahrscheinlich bist Du noch nicht alt genug um die "Erfahrung einer besseren Zeit" erlebt zu haben. Ein Beispiel was ich erlebt habe, Anfang der 70er Jahre hast Du Deinem Chef, weil Dir etwas nicht passte (zuwenig Geld, zuviel Arbeit, schlechte Bedingungen, usw.) die Brocken vor die Füsse geworfen (Kündigung), am nächsten Tag bist Du bei einer anderen Firma angefangen. Heute bist Du froh Arbeit (auch unter schlechten Bedingungen) zu haben, denn wenn Du die Brocken schmeisst, bekommst Du erst mal keine Unterstützung vom Amt und nach 2 Jahren Hartz 4, Arbeit schon gar nicht weil Du evtl schon zu alt bist, usw.
Das empfinde ich z.B. als "gute alte Zeit", ob die Zeiten wirklich besser waren bleibt dahin gestellt. Man empfindet sie aber in solch einer Situation einfach besser und spricht dann von der "guten alten Zeit".
Naitsabes
05.03.2008, 16:17
Das habe ich mich Gestern auch sgefragt.
Wenn man das so hört scheint die Nachkriegszeit ja wunderschön gewesen zu sein... :mad:stock:watt
BulletHunter69
05.03.2008, 16:17
schon mal was vom deutschen wirtschaftswunder 1955 gehört? in der zeit hatten alle leute arbeit vllt war die zeit damit gemeint^^
voriges jahr zu weihnachten, da gabs massig geschenke und gutes essen!
die nächsten guten zeiten kommen dann zu ostern, da hab ich urlaub, es gibt guts osterfleisch und ein bisschen eiersuchen im garten ist auch mal ne nette abwechslung!
man sollte das ganze nicht immer so schwarz sehen! mir gehts gut! :freak2
mfg
HarleKiiN
05.03.2008, 16:26
Der menschliche Verstand hat die Eigenschaft, dass er sich primär zuerst an gute Erlebnisse aus der Vergangenheit errinert. Z.B. Bundeswehr - für die meisten, wie auch mich, war es eine lästige und total bescheuerte Zeit und Quälerei. Trotzdem denke ich, wenn ich mich daran errinnere , immer erst an die guten Sachen, wie Kameradschaft, Zusammenhalt und auch dne Spaß, den man manchmal hatte. Man wird in Gewisser Hinsicht vom eigenen Verstand etwas betrogen.
Ich denke daher kommen die "guten Alten Zeiten". Man denkt darüber nach, wie es früehr war und stellt, druch diesen Mechanismus fest, dass die alten Zeiten eigentlich ziemlich cool waren. Dabei errinert man sich aber anfangs längst nicht an alle schlchten Seiten, denn egal wie, die gab es auf jeden Fall für jeden von uns in der Vergangenheit auch :)
Wintermute
05.03.2008, 16:26
Heute sind die guten, alten Zeiten von denen wir morgen reden werden. ;)
Der Mensch neigt dazu, das Schlechte bis zu einem bestimmten Grade auszufiltern und an der Vergangenheit zu hängen.
drago-museweni
05.03.2008, 16:27
@ Tompson genaus so sehe ich es auch.
@Thred es hilft nichts immer der Vergangenheit nachzujammern was ältere Leute ganz gut können, und bei Objektiver betrachtung gehts den meisten jetzt besser mir gehts im mom auch gut und könnte nicht sagen für war alles besser im gegenteil werde heute besser bezahlt als früher.
Das einzige was früher besser war waren die Benzinpreise 1996 habe ich nur umgerechnet 0,77€ gezahlt das war besser das ist aber schon alles.
Die 60er waren keine guten Zeiten in Deutschland? Wirtschaftlich gesehen..
Und ja.. natürlich hat es heutzutage ein Hartz IVler sogar besser als ein Arbeiter damals.. aber es geht ja um das subjektive Bewusstsein.
milkshaker
05.03.2008, 16:34
Aber auch früher war früher alles besser!
In Zukunft werden wir sagen "früher war alles besser", und wir werden die jetzige Gegenwart meinen!
Kannste glooben!
Das einzige was früher besser war waren die Benzinpreise 1996 habe ich nur umgerechnet 0,77€ gezahlt das war besser das ist aber schon alles.
Du hast ja so recht! Das verdammte Benzin ist Mittlerweile schon unverschämt teuer und wird immer teurer, bin wirklich stark am überlegen mein Fahrrad für die Kurzstrecken aus dem Keller zu kramen... :(
Landknecht
05.03.2008, 16:35
Wahrscheinlich meint man damit nicht das Gesamtbild zu einer bestimmten Zeit, sondern eine bestimmte Sache, welche einem jetzt überhaupt nicht mehr passt.
Zb mir:
Die heutigen Zeichentrickserien (nicht das ich sie noch anschaue)
Aber das was heutzutage läuft, empfinde ich als Schund.
Hab mir letztens auf youtube 2 vidoes angekuckt mit den Openings von Zeichentrickserien der 80er und 90er...mir sind fast Tränen gekommen --> die gute alte Zeit *schwärm*
Zwirbelkatz
05.03.2008, 16:38
Gestern Abend habe ich mir den Film "We feed the world" angesehen. Da geht es um Globalisierung und Megakonzerne, über Umsatz und Absatz.
Dort wird erklärt, wie der eigenen Konsumwahn der Konsumenten die Produzenten zur Ausbeutung "zwingt", bzw. dass ein (Groß-)Konzern kein Gewissen hat, sondern nur eine positive Börsenbilanz oder eben nicht.
Eine Zahl aus dem Film:
Jeden Tag(!) sterben 100.000 Menschen an Unterernährung oder deren unmittelbarer Folge.
Da viele Teile der Wirtschaft auf unendliche Expansion getrimmt sind, muss es irgendwann zu Nebeneffekten kommen.
In den "guten alten Zeiten" gabs eine nahezu Vollbeschäftigung, ein stabiles Renten und Sozialsystem und Arbeitsplätze (im Überfluß). Daher ja auch Gastarbeiter.
Das war 30 Jahre lang so und niemals vorher und wird auch niemals danach wieder so sein. Manche sehen vor lauter Meckern die Fakten nicht mehr klar genug oder sie sehen sie gar nicht erst, weil sie nur Bild Zeitung lesen.
Diese alten notorisch unzufriedenen Leute sollen sich freuen, dass sie an dieser (unter Betrachtung des relativen Wohlstandes) Blütezeit leben durften. Viele konnten mit vergleichsweise wenig Bildung und kleinen Schulabschlüssen große Ziele erreichen.
Jetzt ist der Arbeitsmarkt (noch) gesättigt, die Ressourcen erschöpft und Teile der Welt verschmutzt. Da frag ich mich doch, ob nicht Jugendliche eher Grund zur Sorge haben sollten.
Dummdreiste Lösungsvorschläge in dem Kontext sind gerne: Ausländer raus und DM wieder einführen :rolleyes
Für alle relativ. Jede Generation empfindet dass doch anders. Die 60er waren für viele westliche Länder ein Inbegriff der Freiheit. Du kannst aber nicht alle geschichtsreleavanten Ereignisse und alle Bevölkerungsgruppen/Länder in einem Topf werfen.
Der Mensch ist ein Kleingeist, der sich dann wohl fühlt, wenn er in seiner Umgebung das wiederfindet, was er über Jahre hinaus immer wieder erlebt hat.
Eine Umstellung auf eine andere Situation wird meist als schlecht empfunden.
Ich will nicht von Sozialtheorien und Prägung anfangen, aber nur der einzelne weiss für sich, was die guten alten Zeiten bedeuten.
Ob es nun der Kriegsveteran ist, der der Schlacht nachtrauert, wo andere auf Frieden gehofft haben oder der Lehrer vergeblich dem Rohrstock hinterhertrauert, wo andere Schulkinder auf ein lockereres Schulsystem hofften. Das Für und Wider kann nur dem Einzelnen zugeordnet werden. Man sieht schon, gut und böse sind immer relativ zueinander.
Objektiv gesehen, hat die gesamte menschliche Bevölkerung nie gute Zeiten erlebt, denn unser Sozialsystem ist rudimentär auf dem alten Darwinschen Prinzip aufgebaut "survival of the fittest" oder umgemünzt, wo der eine gewinnt, wird der andere verlieren.
So wird jeder dem Zeitpunkt gedenken, an dem er "gute" Erinnerungen hat.
Die „guten alten Zeiten“ gab es bestimmt nicht vor 100 Jahren, als Schüler noch von ihren Lehrern geschlagen wurden und sich Geschichtsunterricht auf das Auswendiglernen von Zahlen beschränkte. Es kann auch nicht die Zeit des Ersten Weltkriegs gewesen sein, nicht die der Weltwirtschaftskrise und auch nicht die NS-Zeit oder die entbehrungsreichen Jahre im direkten Anschluss daran.
Dann vielleicht die frühen 60er-Jahre mit oberirdischen Atombombentests und altbackenen Moralvorstellungen, wonach uneheliche Kinder ebenso verpönt waren wie Scheidungen. Die neue Musik aus England und den USA mag einiges entschärft haben, aber reichte das aus? Es gab Schwarz-Weiß-Fernsehen, wenn überhaupt, mit drei Programmen. Die Autos waren auch nicht so dolle.
Die 70er? Da denke ich an die Geiselnahme während der Olympiade 1972 in München, an die Ölkrise von 1973 und an den heißen Herbst mit der RAF.
Die 80er? Erster Golfkrieg, Falklandkrieg, gefälschte Hitler-Tagebücher, Hunger in Äthiopien, Volkszählung, Gladbecker Geiseldrama, Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens und immer noch Kalter Krieg bis zum Mauerfall.
Die 90er? Im Jahr 1993 stieg die MwSt. von 14 auf 15 Prozent. Fünf Jahre später wurde sie auf 16 Prozent angehoben. Zweiter Golfkrieg, Völkermord in Ruanda, Kosovo-Krieg. Dafür wurde der Mobilfunk attraktiv, die Computer setzten sich in den privaten Haushalten durch und das Internet trat seinen Siegeszug an.
Die Vergangenheit wird jedenfalls meist verklärt. Man erinnert sich an die guten Dinge, die schlechten werden verdrängt. Da wird von den 1968ern geschwärmt, aber übersehen, dass sich die Leute damals nur einmal wöchentlich gebadet haben. Wer da einen geschlossenen Raum mit mehreren Menschen betreten hat, z. B. ein Klassenzimmer, dürfte ins Nasenkoma gefallen sein. Doch davon redet niemand mehr.
jepp, die schlechten zeiten von heute werden
die guten von morgen sein *smile
was mir aufgefallen ist, ist der wertezerfall in
den letzten 25j.
da brauchte man zb keine super nanny , da gab es
eine dicke ohrfeige und gut wars *grins .
aktuell kann man ja mitverfolgen was unsere manager
so treiben. klar, geglünkelt wurde früher auch,
nur haben die hohen herren nicht so viel verdient wie
heute .
In den "guten alten Zeiten" gabs ... ein stabiles Renten ... system
Sorry,
aber das gabs auch früher nicht. Es nur noch nicht umgekiptt, so wie heute. ;) Sch... und zum scheitern verdammt war das System auch schon in der guten alten Zeit.
Sicherlich gibt es die guten alten zeiten nicht, zumindest nicht so wirklich. Einiges war besser anderes war schlechter.
Heute kann man über das Internet vieles machen. Ging früher nicht umgekehrt gibt es heute Probleme die es früher nicht gab.
Siehe Angriffe auf Busfahrer usw.
Einen Werteverfall gab es schon immer. Mein Vater und meine Tante waren Beatle Fans und wurden dafür von ihren Eltern verurteilt. Meine Eltern haben über meinen Musikgeschmack den Kopf geschüttelt. und wenn ich jetzt mal einen kurzen Blick auf die Charts werfe, kommt mir auch das Grausen.
Im Allgemeinen denke ich, dass der Egoismus stärker ausgeprägt ist als noch vor einigen Jahrzehnten. Wieviele Generationen haben früher unter einem Dach gelebt? Die Älteren kümmerten sich um die Kinder, während die Eltern arbeiteten. Heute will jeder möglichst schnell weg, Karriere und damit das große Geld machen, alles andere bleibt auf der Strecke.
Eine Nachbarin von meinen Eltern war für mich praktisch wie eine 3. Großmutter. Ihr eigener Sohn war aber schon lange beruflich aktiv und kam nur noch höchst selten zu Besuch. Als die ältere Dame vergangenes Jahr gestorben ist, hat sie die günstigste Bestattung erhalten, die es dort gibt, wozu auch weiter drum kümern. So etwas wäre früher undenkbar gewesen.
Zum Thema Internet: Als ich meiner Tante und meinem Onkel einmal demonstriert habe, was mit dem Internet möglich ist (sind beide nicht besonders fit in der Hinsicht), staunte meine Tante: "Toll, da ist ja alles was man braucht, einfach und direkt zugänglich." Drauf mein Onkel (schlauer Mann, führt seine eigene Kanzlei in HH): "Nein, da drin ist alles, was man nicht braucht." Und irgendwie hat er Recht.
@ tompson
Und zum Thema Bezinpreise: Ich benutze grundsätzlich mein bike (kein Krad ;) ) für alle Strecken unter 15 km. In OL sowieso immer, damit bin ich um längen schneller als jeder Autofahrer. Nur wenn ich schnell größere Strecken zurücklegen muss, oder etwas transportiere nehme ich ein Auto. Diese 'ich hab doch einen Firmenwagen und meine Firma zahlt den Sprit'-Mentalität ist Dreck.
Letztens habe ich mich mit einem Bekannten unterhalten und der klagt mir, wie schädlich Feinstaub doch ist, und so. Der mit seiner fetten Plauze könnte sich ruhig mal etwas mehr bewegen, jeder Arzt wird ihm sagen, dass mangelhafte Bewegung schlimmer ist als so manches Mediengespenst. Aber nein, für den Weg zum Bäcker oder Briefkasten nimmt der gemeine Deutsche im Winter das Auto, ebenso wie für den Weg zum Café im Sommer.
Aber das Thema ist zu komplex. Hab' jetzt auch keine Lust mehr, gehe jetzt lieber zum Training und treffe ein paar Leute, ganz in echt! ;)
dogio1979
05.03.2008, 18:39
es ist wie mit den Goldenen Zwanzigern. Die hat es auch nie gegeben: Weltwirtschaftskrise, Inflation, nervose Zeiten in einer jungen Demokratie. Aber in Anbetracht dessen, was in den Dreizigern und Vierzigern kam, mag man die Zwanziger als golden bezeichnen
Ich glaube, das man dazu neigt, das Vergangene zu relativieren. Sachen, die einen vor Jahren aufgeregt haben sind mit mehr Abstand doch nicht soo schlimm. Dazu gesellt sich die Angst vor Fortschritt.
Statistsch gesehen sind die guten Alten Zeiten immer in der Zukunft, denn unsere Lebensqualität steigt ständig. Fließendes Wasser, Essen aus dem Kühlschrank und Autokauf über Internet sind zeitgemäß. In Zukunft werden sich die Leute fragen, wieso wir z.B. heutzutage überhaupt Dinge teuer im Einzelhandel gekauft haben oder wie man mit einem 19" Monitor überhaupt arbeiten konnte.
Lost_Byte
08.03.2008, 00:53
Heute haben Hartz4ler einen ähnlichen Lebensstandart wie der durchschnittliche Arbeitnehmer in den 70ern.
Heute haben fast alle Breitband Internet, Handys,... und das zu günstigen Preisen,w as noch vor 15 Jahren den reicheren vorbehalten war.
Heute kann sich fast jeder Stuent einen Läbbi leisten, während noch vor 10 Jahren ein Läbbi so teuer war, dass es sich nicht lohnte.
Heute kann man alles mal eben ausdrucken, während man ncoh vor 15 Jahren mit Schreibmaschine schrieb und aus Büchernabschreib.
Diese Liste lässt sich beliebig lange fortsetzen, aber die Menschen blicken gerne in die vergangenheit zurück, die durchaus auch vorteile hatte. 40jährige Leute wären oft gerne noch mal 20 und somit jung. Das ist nicht so, weil sie denken, dass die Zeit damals allgemein besser war, sondern, weil sie die Zeit besser erlebt haben. Wenn man 20 ist, stehen einen noch alle Möglichkeiten offen und man ist weitgehend frei von Pflichten. Als 40 jähriger hat man seinen geregelten Alltag, sitzt in seinem Job und hat Familie. Da gibt es weniger Spannung, als früher. Also wird die Vergangenheit mit diesen Werten, die einem fehlen gleichgesetzt, wobei sie aber vernachlässigen, dass die heutige Zeit für 20jährige besser ist, als die damalige (sofern man berufliche Perspektiven hat und nicht Drogenabhängig ist).
ObServer88
08.03.2008, 09:30
Unter "den guten alten Zeiten" stell ich mir ein Leben wie in den Astrid Lindgren Büchern vor. -> Kinder aus Bullerbü; Michel aus Lönneberga. ^^
Ich stell mir da irgendwie ein landwirtschaftliches Leben auf nem Bauernhof mit Mehrgenerationenfamilie vor, wo man sich zu Weihnachten über etwas Obst und ein Stofftier freut und die Kinder noch brav und artig waren. Eben Friede, Freude, Eierkuchen ohne die ganzen Probleme und Hektik des modernen Industriestaats.
krizzelfix
09.03.2008, 15:43
Ich habe mal gehört, dass mit der guten alten Zeit im Urssprung das deutsche Kaiserreich gemeint ist.
Dies hat sich aber im laufe der Zeit verallgemeinter und jeder interpretiert was anderes rein.
perfekt!57
09.03.2008, 18:38
und vor 1871 war es das biedermeier? und zu zeiten des biedermeier die zeiten des sturm und drang, als goethe 25 war und die franz. revolution noch in weiter ferne?
u.u. war es nie besser als heute - in der summe aus allem. obwohl auch ich werkam recht gebe. (leider muss)
Danke für die Blumen, habe es ja selbst miterlebt und sehne mich manchmal dahin zurück. Wenn ich aber dann bedenke noch mal 35-40 Jahre hart zu arbeiten um auf dem jetzigen Stand zu sein, wohl doch nicht.
Ich denke, dass jeder von uns irgendwann über "die gute alte Zeit" sprechen wird. Leben heisst Veränderung und nicht jeder mag Veränderungen.
Ich könnte mir schon vorstellen, irgendwann um 850 n.Chr. in Deutschland in einem beschaulichen Dorf zu leben. Die ganze Woche schuften für ein paar Bissen Fleisch im Monat hat auch seine Reize :D
PowerSupport
13.03.2008, 12:13
Es gibt noch eine Gruppe....Die "Euch gehts noch allen viel zu Gut" Leute....
Wenn man z.B. sagt "Der Sprit ist zu teuer" dann kommt irgendeine dumme Antwort wie:
"Die Leute fahren doch noch alle Autos. So schlecht kanns denen garnicht gehn. Denen gehts alle noch zu gut"...
Was ist das bitte für ein Quatsch? Müssen wir bei Steckrüben ohne Heizung zu Hause sitzen, bevor wir uns über etwas beschweren dürfen?
"Die guten alten Zeiten" - ist einfach eine Phrase mit der man sich in eine Vergangenheit flüchtet (die erstmal so vielleicht gar nicht vorhanden gewesen ist, wie man es sich zurechtdenkt) nur um von der eigenen Unfähigkeit sich abzulenken, die gegenwärtigen Verhältnisse wirklich zu durchschauen und ggf. diese zu verändern.
Eine Art Durchhalteparole also die hilft bestehende Verhältnisse zu reproduzieren indem man sich ihnen, durch die Flucht in die Gedankenpaläste, fügt.
Ich glaub, viele, die von der guten alten zeit reden, meinen hauptsächlich, daß heute der Leistungsdruck höher ist, daß alles hektischer und unpersönlicher ist, daß sich viele nur noch um Geld dreht und daß dadurch die Leute egoistischer geworden sind.