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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieviel Geld braucht man eigentlich, um...


BessenOlli
15.10.2008, 09:59
...nur über die Zinsen den Fortbestand seiner Familie bei gleichbleibendem gesellschaftlichen Wohlstand zu sichern?

Gehen wir mal von 2,1 Kindern aus. Sonst kann von einem echten Fortbestand der Familie ja keine Rede sein.

Nun braucht man einen realistischen Durchschnitts-Zinssatz, eine entsprechende Zahl zur Inflation und etwas zum Durchschnittseinkommen, Lebenshaltungskosten...

Hat da jemand Ahnung?

Speziell was Durchschnittseinkommen und Lebenshaltungskosten angeht, bin ich mir nicht sicher, ob man das überhaupt mit rein nehmen sollte, oder ob man es besser bei der Spekulation der künftigen Inflation belässt.

Finde die Frage gerade sehr interessant und würde da gerne eine möglichst realistische Zahl wissen. Das traue ich mir alleine aber nicht zu.

Also wo sind die Wirtschaftler hier?
(Und wie komme ich dann an die entsprechende Geldsumme? *g*)

Kenny [CH]
15.10.2008, 10:20
o.O öhmm o_O''

aso denke rein Logisch würde das nicht funktieren weill du musst ja versicherungen zahlen und bei dem Zinsatz mit dem du leben köntest hätest du noch gigantische steuern
In der Theorie würde das sicher klappen aber Praktisch denke ich nicht

jopi24johannes
15.10.2008, 10:21
Durschnittszinssatz würde ich mal sagen 4%. Geld von dem eine 4 Köpfige Familie gut leben kann : 50000€ im Jahr. Lebenshaltungkosten = Miete + Essen&Trinken + allernötigstes = 20000€. Durschnittseinkommen einer 4 köfigen Familie sollte so um die 25.000€ sein. Inflation sollte so um die 3% im Jahr sein.

easy.2ci
15.10.2008, 10:23
Naja wenn man einen realistischen Zinssatz von 5% bei Festanlagen nimmt, kann man sich ja leicht ausrechnen, wieviel Zinsen du erhältst.

Beispiel: Anlagevermögen: 1.000.000 Euro

1.000.000 / 100 * 5 / 12 = 4166 Euro monatliche Zinsen

Zinsen dieser Höhe sind einkommenssteuerpflichtig. Bei Familie mit 2 Kindern und StKl. 3 wirst du geschätzt 65% davon netto übrig haben.

4166/100*65 = 2700 Euro verfügbares Einkommen

Ob dir das nun reicht, kann keiner von uns beantworten.


Gruß

DugDanger
15.10.2008, 10:25
Alles ungefähr

Netto brauchst du ca. 36.000.- im Jähr (3000.- monatich für 2 Erwachsene + 2 Kinder; Miete warm 900.-; Versicherungen 500.-; Essen + Trinken 800.-; KFZ (finanziert)+ Benzin 500; sonstige 300.-)

Das wären Brotto ca. 50.000 (Grenzsteuersatz ca. 30 %) (mit Freibeträgen usw.)

Sicherer Zins ca. 4%

Du bräuchtest ca. 1,2 Mio €. Inflation habe ich jetzt nicht berücksichtigt.

sebko
15.10.2008, 10:25
Zunächst mal: Deine effektive Rendite ist (1 + Zinssatz) den Du von der Bank bekommst geteilt durch (1 + Inflationsrate).

Du siehst, um eine positive Rendite zu bekommen, muss der Zinssatz größer sein, als die Inflationsrate. Das ist auf Dauer (ohne Risiken einzugehen) eher schwierig. Wie wir in der aktuellen Situation sehen, sind Rediten weit oberhalb der Inflationsrate äußerst risikobehaftet. Das sind dann diese Lehman Bros. 6% Zertifikate (heute auch oft als Schrott-Anleihe bezeichnet).

Und selbst wenn Du etwas höhere Zinsen bekommst auf Festgeld, so musst Du Dich auf längere Zeit binden. Auch das beinhaltet Risiko, nämlich das einer steigenden Inflationsrate.

Wenn Du also auf der ganz sicheren Seite bist, darfst Du höchstens (so schätz ich mal) mit 0,5 % Realrendite rechnen.

Wegen der Summe der monatlichen Ausgaben... das musst Du besser wissen.

zogger CkY
15.10.2008, 10:55
also wie schon hier fast alle gesagt haben, brauchst du rein rechnerisch ca 1,3 millionen euro. allerdings besteht das problem das du 1. steuern hast und 2. weitere sonstige ausgaben (versicherung, rente bla).
So du hast dann noch das problem des lebensstandarts. Da du ihn halten moechstet gilt die faustregel ist er niedrig brauchst du auch weniger geld ist er hoch brauchst du mehr. Dazu kommt noch die infaltionsrate, welche dir dein geld wegfrisst aktuell ca 3%. der durchschnittliche zinzsatz ist so bei 4% abzueglich der infaltion sind das effektive 1%. Also bist du mit 10 millionen besser bedient.

wo du das herbekommst? mafia, bankraub.... auf legalem weg ist das eher schwierig xp

Dj_Meff
15.10.2008, 11:20
Ich würd mal sagen so sachen sin eher für lotto gewinner um vonnem ottonormalbürger zu nem Bonsai zu switchen bracuht man 6richtige

schmidmi
15.10.2008, 11:20
Wobei Rente ja kein Problem sein dürfte. Das Geld hat er ja auch im Alter noch und bekommt weiterhin die Zinsen.

Fairy Ultra
15.10.2008, 11:27
Periodische Ewige Rente:

Rente = i * Anlagebetrag

gehen wir mal vom deutschen Durchschnittseinkommen von etwa 34000€
Bei einem normalen Zinssatz von 4,5%.

34000/0,045= 755555

(Nominalkapitalerhaltung)

superkaiser5
15.10.2008, 11:30
Also.....

die Durchschnittsinflation der letzten 35 Jahre beträgt 3,04 % ~ also sagen wir mal 3%.

http://www.ihk-nordwestfalen.de/volkswirtschaft_statistik/bindata/Inflationsrate_Deutschland.pdf

Dass heisst, wenn Du willst, dass Dein angelegtes Geld auf Dauer nicht weniger durch die Geldentwertung/Verteuerung (=Inflation) wird, musst Du natürlich jedes Jahr 3% von den Zinsen wieder zu Deinem Kapital dazutun.

Wieviel braucht man um mit 2-3 Kindern vernünftig über die Runden zu kommen, ohne dass das Leben keinen Spass macht?

Ich würde mal sagen min. 4000,- Euro / Monat zum Ausgeben, dass heisst, dass wenn man 4000,- € im Monat zum Ausgeben haben möchtest, Du 8000,- pro Monat an Zinsen haben müsstet. Denn da gehen Krankenkasse, REntenversicherung, etc und vor allem 31,65% Kapitalertragssteuer ab, ich würde mal sagen summasumarum ca. die Hälfte von der Kohle ist weg, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr...

8000,- Euro mal 12 Monate = 96.000,- Euro pro Jahr.

Die Formel müsste also so aussehen bei z.B 5% Zinsen auf einem Tagesgeldkonto...

MengeAnVermögen * 0,05 - 96000 = 96000

Menge an benötigtem Vermögen bei 5% Verzinsung = (96000+96000):0,05 = 3.840.000 Euro

PS: 5 Millionen auf einem Tagesgeldkonto und Du kannst zwar nicht luxuriös aber anständig in Rente gehen.

BessenOlli
15.10.2008, 11:33
Wow. Dann habe ich mich doch nicht vertan, als ich das im Kopf überschlagen habe. Dann reichen wirklich 2-4 Millionen Euro aus, Inflation schon berücksichtigt.

Das ist doch eigentlich gar nicht so viel, wenn man bedenkt, wie unabhängig es einen machen würde.

edit

Aber wenn jedes der durchschnittlichen 2 Kinder in Zukunft eine eigene Familie mit wieder den durchschnittlichen 2 Kindern gründet, dann verdoppelt sich die Gesamtgröße der Familie doch im Schnitt alle sagen wir mal 30 Jahre.

Ist das dann noch möglich? Also: Kann man überhaupt einen so hohen Zinssatz bekommen, dass man trotz Inflation und nötiger Kapitalverdopplung innerhalb von 30 Jahren den Lebensstandard halten kann?

Eigentlich kann das doch gar nicht gehen. Denn in 1000 Jahren würde dann eventuell die halbe Welt von mir abstammen und somit wäre jeder Zweite stinkreich.

DugDanger
15.10.2008, 11:40
Unabhängig?

Also ich hätte schiss, wenn ich 3 Millionen € einer (mehreren) Banken geben müsste, und dies dann meine einzige Einnahmequelle wäre.

Splitten mit Immobilien usw. fänd ich da deutlich besser.

sebko
15.10.2008, 11:42
PS: 5 Millionen auf einem Tagesgeldkonto und Du kannst zwar nicht luxuriös aber anständig in Rente gehen.

Würde ich nicht machen!

Jetzt überschlag doch mal! Bei 4 % Tagesgeld und 3 % Inflation bleiben Dir noch ca. 0,97 % Rendite!

Das entspricht einem Jahreseinkommen von 38.800 Eur. Brutto wohlgemerkt. Damit zur Ruhe setzen???

OMaOle
15.10.2008, 11:45
Das entspricht einem Jahreseinkommen von 45.150 Eur. Brutto wohlgemerkt. Damit zur Ruhe setzen???

Dafür gehen viele Leute 2-3 Jahre arbeiten nun bleibt mal auf m Teppich.

Mr_Blonde
15.10.2008, 11:51
Hi,

die dafür nötige Summe kann man so nicht nennen.
Sie ist abhängig vom individuellen Lebensstandard.
So hat ein Staatsanwalt mit 4000EUR netto im Monat i.d.R. einen höheren Lebensstandard als ein kleiner kaufmännischer Angestellter, der 2400EUR netto verdient.

Bei den Haushaltskosten muss man allerdings nicht zwingend Altersvorsorgeaufwendungen mitberücksichtigen, schliesslich reduzieren sich der Zins- oder Kapitalertrag nicht über Nacht um 33%, ergo muss auch nichts ausgeglichen werden.

Die Inflationsrate ist zwar für dieses Jahr auf über 3% gestiegen, die Jahre zuvor lag sie allerdings bei rund 2%.

Tja, woher das Geld nehmen...
Also auf legalem Wege fällt mir da auch schon so einiges ein.
Nobelpreis gewinnen, Casino, Börse, Lotto.
Lotto ist übrigens prima. Immer wenn ich mal wieder ein Milliönchen vertragen kann, schau ich in meine Glaskugel und die sagt mir dann die Zahlen.:daumen
Für heute sind es die 5, 7, 16, 22, 31, 43 und als Superzahl die 8.
Alle Angaben ohne Gewähr, weil die Wartung meiner Glaskugel längst überfällig ist.:rolleyes

Wenn Du nicht davor zurückschreckst auf illegalem Wege viel Geld zu machen, findest Du Anregungen bei zahlreichen amerikanischen Filmen.

MfG
Mr_Blonde

King_Rollo
15.10.2008, 13:02
Wow. Dann habe ich mich doch nicht vertan, als ich das im Kopf überschlagen habe. Dann reichen wirklich 2-4 Millionen Euro aus, Inflation schon berücksichtigt. ... Das ist doch eigentlich gar nicht so viel, wenn man bedenkt, wie unabhängig es einen machen würde.

Genau, das ist ja einfach! Um auf 2 Mio zu kommen, müsstest du bei einem Monatsgehalt von 2500,- Euro nur knapp 67 Jahre arbeiten und nichts von dem Geld ausgeben! Und schon hast du 2 Millionen Geldeinheiten. :)

Justin_Sane
15.10.2008, 13:11
Sauber...und mit 67 dann ganz offiziel in Rente gehen! :D

Dat mach ich doch glatt!^^

King_Rollo
15.10.2008, 13:18
Dann müsstest du aber auch direkt nach der Geburt anfangen zu arbeiten, wenn du mit 67 Jahren schon in Rente willst ... ;)

|MELVIN|
15.10.2008, 18:24
Also wenn man clever ist kauft man sich von den 2Mio ein Eigenheim mit Superisolation, Solaranlage zur Stromerzeugung und Wassererwärmung und wer weiß nicht was alles, so dass man keine Mietkosten und auch kaum Nebenkosten hat. Und dann sollten die Zinsen, die die restlichen ~1,5Mio abwerfen, locker für ein angenehmes Leben genügen. Mal ganz abgesehen davon, dass ein kleiner Minijob nebenbei einen nicht umbringen würde. Ich für meinen Teil würde irgendwann durchdrehen wenn ich nichts zu tun hätte.

superkaiser5
15.10.2008, 19:32
Denk mal dass es bei 5 Millionen auf dem Tagesgeldkonto dann schon 5-5,5% Zinsen gibt.
das wären dann 50 Tausend pro Jahr, ca. 4,5 Tausend nach Steuer pro Monat.

Dieter Bohlen ist man zwar nicht, aber verhungern braucht man dann auch nicht mehr.

keshkau
15.10.2008, 19:55
Für die Berechnung brauchst Du nur ein wenig Finanzmathematik, siehe hier:
http://www.bankstudent.de/downloads/Mathematik.htm

Es geht ja darum, einem vorhandenen Kapitalstock, der sich mit dem Zinssatz i verzinst, monatlich einen bestimmten Betrag zu entnehmen, der bis ans Lebensende reicht. Die Formel für die ewige Rente hilft da nicht weiter, weil sich dabei das Kapital nicht aufzehrt.

Du musst berücksichtigen, dass die Zinseinkünfte zu versteuern sind, dass also die von Dir angesetzten 3 oder 4 Prozent nicht netto in der Tasche landen und somit auch nicht in voller Hohe zur Absicherung gegen die Inflation zur Verfügung stehen.

Wenn sich der zu versorgende Haushalt mit der Zeit vergrößert, brichst Du die alte Berechnung an dieser Stelle ab und macht eine neue auf, bei der die monatliche Entnahme entsprechend höher ausfällt.

Du kannst die Rentenformel auch gleich intervallweise anwenden. Das sähe dann z. B. aus, dass Du für die Jahre 2010-2014 eine monatliche (versteuerte) Entnahme von 3.500 Euro netto ansetzt. Für die Jahre 2015-2019 wären es meinetwegen 4.000 Euro unter Berücksichtigung von durchschnittlich 3 Prozent Inflation.

Dieses Geld zinst Du auch den heutigen Tag ab, wobei wie gesagt die Steuern auf die Zinseinnahmen zu berücksichtigen wären. Schon hast Du die Summe, die Dir ein sorgenfreies Leben ermöglichen sollte.

sudfaisl
15.10.2008, 20:28
Für heute sind es die 5, 7, 16, 22, 31, 43 und als Superzahl die 8.

und es waren: 4, 14, 26, 34, 35, 47 und als Superzahl die 8

ich glaube einmal warten reicht da nicht mehr ;-)


Splitten mit Immobilien usw. fänd ich da deutlich besser. Solange wir in Deutschland nicht die gleiche Deckungsprobleme bekommen wie in Deutschland ist das wohl wirklich besser als Tageskonto ;-)

N-rG
15.10.2008, 21:37
Kapital * (1+(%/100))^Jahre

Damit kannst du dir ausrechen, was du wann bekommst. Bei + ein - einsetzen und du kannst von einem Betrag X, % minus Jahre rechnen.

keshkau
15.10.2008, 21:47
@N-rG
Deine Zinseszinsformel hilft für das Ausgangsproblem nicht weiter. Damit rechnet man nur aus, wie sich ein einmalig angelegter Betrag über die Jahre verzinst. Hier aber sind Rentenzahlungen gefragt.

Formeln dazu: http://www.bkonzepte.de/Mathe/wfinanzmathe.pdf

drago-museweni
15.10.2008, 22:04
Ihr solltet das Geld in der Schweiz anlegen, da bekommt Ihr viel mehr Zinsen (meist mindestens 7% oder mehr) als hier, jedes Monat einen bestimten betrag einzahlen die ersten Paar jahre ist es fast aber dann kann mann wenn mann in der Schweiz bei der Deutschen Bank dann ist bequwem in Deutschland Geld abheben und Zahlen, mann bekommt die vollen Zinsen muss nichts versteurn und ist auch noch völlig Legal.

Was auch noch eine gute Finnazanlage sein kann mit teils erheblichen Rendieten in Schiffe Investieren Kontainergiganten, brinngt teilweise von 18%-36% was ich gesehen habe(wenns nicht sinkt)

Was ich mich noch Frage für was braucht mann soviel Geld im hohen Alter, ich möchte jetzt leben(27) nicht wenn ich 60Binn wo ich vor habe in rente zu gehen da ich nicht einsehe biss 67 zu Arbeiten(da hätte ich über 51jahre eingezahlt) und dann mit 75 den Löffel abzugeben biss 60 Arbeiten und 120 werden den Staat schön schaden.^^

keshkau
15.10.2008, 22:22
wenn man in der Schweiz bei der Deutschen Bank dann ist bequwm in Deutschland Geld abheben und Zahlen, man bekommt die vollen Zinsen muss nichts versteurn und ist auch noch völlig Legal.
Und irgendwann wachst Du auf und der Traum ist ausgeträumt. Sofern Du nach § 1 Einkommensteuergesetz unbegrenzt steuerpflichtig bist, hast Du Deine Zinserträge in Deutschland zu versteuern, ganz gleich, wo auf dem Planeten sie erzielt worden sind.

http://www.gesetze-im-internet.de/estg/index.html

drago-museweni
15.10.2008, 22:25
Nein woher wollen die wissen, wieviel Zinsen du bekommst und vorallem wie hoch dein vermögen dort ist, was meinst du wieso die geldigen Ihr Geld da hinnbringen, im notfall kann mann sich dann eine Kreditkarte zulegen und bei einer Schweizer Bank anlegen.

Du sollst ja nicht unsummen Überweisen aber wenn du jedes Monat 200€ überweist kommt da nach ein Paar Jahren eine schöne Summe zusammen schöne Alterforsorge.

keshkau
15.10.2008, 22:30
Erstens kannst Du nicht ohne Weiteres größere Summen transferieren, da machen die Banken nämlich Meldung. Auch bei der Ausfuhr musst Du angeben, wenn Du größere Summen mit Dir führst. Alles andere ist nicht legal.

Und nachdem der Verkauf von Kundendaten sich als ein derart lukratives Geschäft herausgestellt hat, kannst Du davon ausgehen, dass irgendwann auch die ersten CDs aus der Schweiz auftauchen. Dann steht die Steuerfahndung bei Dir vor der Tür und Du kannst Dich einsargen lassen.

drago-museweni
15.10.2008, 22:39
Ich sagte ja 200€(oder auch 500€ wers hatt) im Monat , nichts größeres, und die Schweiz hat doch ein besseres Bankengeheimniss und geht diskreter um, aber falls einer sone CD klaut könnte passieren aber unwarscheinlich. Soweit ich weiß darf mann maximal 8000€ mit über die Grenze nehmen ohne Nachweiß.


Und es war biss jetzt nur eine CD.

keshkau
15.10.2008, 22:42
Es gibt eine Meldepflicht ab 10.000 oder 15.000 Euro. Da musst Du nachweisen, woher das Geld kommt, damit kein Schwarzgeld verschoben wird. Die Zinserträge, die in der Schweiz erzielt werden, sind trotzdem steuerpflichtig. Darum ging es mir, weil es in Deinem obigen Beitrag anders geklungen hat.

drago-museweni
15.10.2008, 22:45
Ja da hast du sicher recht, aber was keiner weiß macht....

Ich mache das eh nicht habe nicht das Geld dazu und auch keine Lust mich mit einer Bank im Ausland zu ärgern, obwohl wenn ich meinen Lohnzettel ansehe......

Wird wohl zu OT deswegen höre ich schon auf.

Fairy Ultra
15.10.2008, 23:06
@N-rG
Deine Zinseszinsformel hilft für das Ausgangsproblem nicht weiter. Damit rechnet man nur aus, wie sich ein einmalig angelegter Betrag über die Jahre verzinst. Hier aber sind Rentenzahlungen gefragt.

Formeln dazu: http://www.bkonzepte.de/Mathe/wfinanzmathe.pdf

die Frage ist welche Rentenmodell er möchte?

wenn ich von einer Geldanlage rede und von Zinsen leben möchte dann ist das die Ewige Rente.

Die Formel lässt sich ja auf beliebig kleine Perioden anwenden.
Der Rest kann über den Zins geregelt werden.

Das neue Abgeltungssteuersystem macht es recht einfach.

keshkau
15.10.2008, 23:08
Was soll er mit einer ewigen Rente anfangen, wenn er nur noch 60 Jahre zu leben hat? Da würde ich doch eine Rentenhöhe vorziehen, bei der das Geld am Ende mehr oder weniger aufgebraucht ist. Für die Erben kann er ja noch etwas auf dem Konto lassen. Aber die bekommen sowieso genug, wenn man vorzeitig ableben sollte.

Mr_Blonde
16.10.2008, 00:05
und es waren: 4, 14, 26, 34, 35, 47 und als Superzahl die 8

ich glaube einmal warten reicht da nicht mehr ;-)


Ach klar, für die Superzahl hats ja noch gereicht.

Ne, mal im Ernst. Da hätte ich mich auch gewaltig in den Allerwertesten beissen können, wenn da auch nur 3 Zahlen richtig gewesen wären, bei 6 wäre ich vermutlich in eine midlife crisis gerutscht.

Und das als Nicht-Lottospieler, der einfach mal einen rausgehauen hat.
Glück gehabt.:D

MfG
Mr_Blonde

Fairy Ultra
16.10.2008, 00:15
Was soll er mit einer ewigen Rente anfangen, wenn er nur noch 60 Jahre zu leben hat? Da würde ich doch eine Rentenhöhe vorziehen, bei der das Geld am Ende mehr oder weniger aufgebraucht ist. Für die Erben kann er ja noch etwas auf dem Konto lassen. Aber die bekommen sowieso genug, wenn man vorzeitig ableben sollte.

Gut das verringert den Kapitalbedarf ist die frage was der TE möchte:

hier gibts ne schöne Seite wer sich weiter bilden möchte in Sachen Finanzierung&Investition.

http://www.hans-markus.de/finance/195/gliederung_finance/

RicmanX
16.10.2008, 00:27
Wenn man die Mafia, Terroristen und Aasgeier dieser Welt unterstützen möchte, und nicht davor scheut das der alleinerziehenden Nachbarin mit behindertem Kind zu veruntreuen (Steuerhinterziehung), kann man sein Geld natürlich gern still in der Schweiz, Singapur oder ähnlichen Ländern anlegen.

Wenn 30% der Menschheit dann von dir abstammen, könnte sie theoretisch schon alle reich sein. Denn im Prinzip sind die einzigen begrenzenden Faktoren Rohstoffe, die langsamer nachwachsen als sie verbraucht werden. Sprich Öl, Gold, Coltan. Und dann noch "künstlich" knapp werdendes durch Abfälle und Verschmutzung wie Süßwasser, fruchtbarer Boden und nen geschlossenen Nahrungskreislauf (nicht zuviel Schädlinge oder so). So könnte man a) davon weg kommen oder b) Entnahme = Recycling oder c) neue Quellen erschließen, Erdmantel, Mond o.ä.
Der Rest ist ja nur Bewertung (~> Vertrauen, Wirtschaftswachstum) und Entwertung (Inflation). Arbeitsteilung eröffnet halt nur die selben Möglichkeiten wie Einzelfallgesetzgebung: Ungleichheit. Denn eigentlich ist ja kein Unterschied ob nun 1 Mann und 1 Frau beide 1/4 Beeren pflücken, 1/4 Tiere jagen, 1/4 kochen und erziehen und 1/4 schlafen, oder ob man das auf Berufe aufteilt. Für mehr Wohlstand braucht man Forschungszeit mit Minimum, also eine Minimum Arbeitsteilung. Aber im Prinzip entspricht 1% mehr Wohlstand 1% mehr Produktion/Dienstleistung/Denkleistung. Nur leider gab es irgendwann das Wort und später mal den Keil ;)

Bleibt vielleicht die Frage wie du dein Geld vererben willst bei 2,1 Kindern. Und was die solange machen während sie sich liieren und du noch nicht abgedankt hast. Du kannst sie ja bis 25-28 arbeiten lassen und so den Kapitalstock erhöhen lassen. So hast du auch endlich mal Zinseszins, denn bisher ist der Zins ja exakt entnommen wurden. Täte der mentalen und sozialen Formung deiner Kinder zumindest nicht schlecht wenn sie mit Arbeit mal in Berührung gekommen sind. Denn irgendwer muss am Ende den Banken ihre 15% EKR ja auch erwirtschaften.

Geforce
17.10.2008, 08:35
also wenn ich hier manche beiträge lese muss ich echt lachen:lol

habt ihr eignetlich ne ahnung wieviel 2 millionen sind?
so viel verdienen die meisten nciht mal in ihrem GANZEN leben!

also mit 2 mio würd ich nix mehr arbeiten...und sehr gut leben

penthouse,porsche,usw....es gibt ja zum glück noch andere geldanlagen als festgeld für 4%:evillol

aber mit 1 mio sollte man schon sehr gut auskommen können, dher muss ich immer lachen wenn in den medien wieder ein promi sein vermögen vom >100mio verschleudert hat:freak:lol

total unfähig!

King_Rollo
17.10.2008, 09:42
Also so pauschalisieren würde ich das nun auch nicht. Fakt ist, dass dein Lebensstandard und deine Lebensweise sich verändern wird, wenn du auf einmal nicht mehr auf jeden Euro schauen musst. Für einen Normal-Menschen ist es sicherlich schwer, 1 oder 2 Millionen Euro auszugeben, aber jemand, der mit größeren Geldmengen Erfahrungen hat, kann das sicherlich sehr leicht. Da reicht teilweise schon 1 Haus inkl. Grundstück und 1-2 Mio sind weg!

BTW: Von welche Anlangemöglichkeiten sprichst du denn?

sebko
17.10.2008, 10:07
habt ihr eignetlich ne ahnung wieviel 2 millionen sind?
so viel verdienen die meisten nciht mal in ihrem GANZEN leben!


Wieviel sind denn 2 Millionen? So wie ich den TE verstanden habe, wollte er von den Zinsen leben, und nicht das Kapital aufbrauchen.

Klar, wenn Du alles ausgeben willst, ist das eine andere Sache. Aber wenn Du sogar noch willst, dass es real erhalten bleibt (also, dass Du Inflationsausgleich leisten musst), dann ist es einfach zu wenig, um von den Zinsen zu leben.

Das war alles, was ich gesagt habe.

Und wenn Du anfängst das Geld auszugeben, und Penthouse, Porsche und was weiß ich noch alles kaufst, dann wirst Du mal merken, wie schnell teure Gegenstände im Unterhalt Geld verschlingen. Genau SO gehen die ganzen Lottomillionäre auch pleite...

bluemchen64
18.10.2008, 15:13
Oh man, schwere Frage. Meine Frau und ich kommen Netto bei drei Kindern (inkl. Kindergeld und Unterhalt des Kindsvaters) auf 4600 Euro netto im Monat.

Dennoch haben wir das Gefühl dass das viel zu wenig ist, da nie etwas übrig bleibt am Monatsende :D Na, vieleicht liegt das an meinem Hang zu technischen Spielzeug :rolleyes

keshkau
18.10.2008, 15:33
@Geforce
So viel sind zwei Millionen auch wieder nicht. Man darf nicht vergessen, wie die Inflation das Geld auffrisst.

Bei einer jährlichen Preissteigerung von 2 % verdoppeln sich die Preise innerhalb von 35 Jahren.
Bei einer jährlichen Preissteigerung von 3 % dauert die Verdopplung der Preise sogar nur 25 Jahre.

Es ist also nicht daimit getan, ein monatliches Budget von z. B. 3.000 Euro anzusetzen, mit 12 Monaten und dann mit xy Jahren zu multiplizieren.

perfekt!57
19.10.2008, 16:26
anders gesagt:

wenn man gut leben will

- hat man z.b. 2 oder 3 kinder,
- ein schuldenfreies haus, zahlt also keine miete oder zinsen,
- macht keine anschaffungen "auf pump",
- und "hört auf zu arbeiten, sobald man das steuerfreie existenzminumum erreicht hat", "nimmt brutto für netto" (nicht wirklich, aber in der theorie),
- geht für 1,80 ins öffentliche bad, statt auf den eigenen pool zu sparen, usw.. (verhält sich also auch sozial, im rahmen der freiheitsrechte, nur anders. denn dazu ist das öffentliche bad ja da(!). wahrscheinlich sogar höherwertig sozial: denn 3 kinder großzuziehen nützt der allgemeinheit ganz sicher 1000x mehr, "als kinderlos aus karriereeinkommen mehrwertsteuer abzudrücken auf die anschaffungskosten von dem pool"... .))

und kommt dann mit 2200 euro netto im monat prima zurecht, wenn die sonstigen großen anschaffungen zuvor längst gemacht sind.

und 2200 netto entspräche in diesem falle einem kapital von 660.000 euro. ungefähr da begönne dann also also finanzielle unabhängigkeit. (zuzüglich des wertes des selbstgenutzten, schuldenfreien hauses)


bleibt desweiteren: kommt darauf an, wie alt man ist, und ob man das kapital mal vererben will. wenn nicht, reicht auch deutlich weniger aus, weil man dann zins plus kapitalverzehr rechnen kann. sinkflug gegen null also. von 50 bis 80 wären das dann 30 jahre.


und das nichts neues, sondern aktuell sogar gesellschafliches phänomen(!):

neulich im radio reportage über gelsenkirchen. dort stirbt im durchschnitt ein alleinstehender mensch pro tag ohne hinterlassenschaft (stirbt meist im krankenhaus), und dann stellt eben sich heraus, das nichts mehr da ist. keine verwandten, kein sparbuch o.ä.. die wohnungseröffnung vom amts wegen ergibt dann: "systematisch das leben auf null geflogen". und die stadt muss dann am ende sogar noch die beerdigung zahlen (was vom verstorbenen genau so beabsichtigt war und eben auch erreicht wurde(!)). bindet 2,5 sachbearbeiterstellen p.a. im durchschnitt. denn 360 wohnungsöffnungen im jahr, vor zeugen, durchblättern eines sparbuchs mit noch euro 6,24 drauf ... .


wie gesagt. kommt drauf an, was man für einer ist: will man wandern oder rennradfahren in der finanziell unabhängigen zeit, was preiswert ist, oder im eigenen ferrari an oldtimerallys teilnehmen? oder mit der eigenen yacht um die welt segeln?


gute frage fand ich also.


und hinschauen was ist. die rentner und pensionäre heute schon sind natürlich alle in der situation; der staat ist ihr stillhalter, ihre bank, ihr (pseudo-)vermögen. und müssen mit dem auskommen, was kommt. und tun das wohl auch meist. bauen ggfls. eigenes gemüse an zusätzlich, oder so. und man mache sich nichts vor: für die zahlenmäßig meisten ist auch weiter genau dies schicksal vorgesehen... .
.

Blutschlumpf
20.10.2008, 00:43
Ich habe die meisten Posts zuvor nur überflogen und behaupte mal, dass es vermutlich einfach nicht geht, jedenfalls nicht länger als eine Generation.

Nach Steuer und Inflation finde ich keine Anlagemöglichkeit die risikofrei mehr als 1% bietet.
Um 30k im Jahr zu haben macht das 3 Mio Euro Kapital
Woran hier keiner gedacht hat ist aber, dass für jede Generation 1x Erschaftssteuer fällig wird. Wenn im Schnitt alle 25 Jahre 20% Erschaftssteuer fällig wird reicht das 1% schon nicht mehr aus bzw. man braucht schon die 5-fache Summe, womit KESt/Abgeltungssteuer und Erbsteuer wieder höher werden und das ganze überhaupt nicht mehr funktioniert.

keshkau
20.10.2008, 13:21
Bevor man mit der Rechnerei anfängt, wäre der Begriff der Familie zu definieren. Es beginnt mit einem Vier-Personen-Haushalt, aber wo wird nach 25-35 Jahren die Grenze gezogen? Wenn die beiden eigenen Kinder heiraten, kommen zwei Ehepartner zur Familie hinzu. Wenn jedes der beiden Paare zwei Kinder bekommt, umfasst die Familie bereits zehn Personen. Auch nach dem Tod der ersten Eltern sind es noch acht Personen.

Im Grunde müssten die Eltern der angeheirateten Partner ebenso rechnen wie man selbst, sonst holt man sich mit jeder Generation immer wieder neue Leute ins Boot, die nicht zur Kernfamilie (Blutlinie) zählen. Dann kollabiert das System, weil die Anzahl der zu versorgenden Personen immer mehr ansteigt.

Anders wäre es, wenn man das Leben von den Zinsen nur auf eines der Kinder übertragen würde und das andere Kind leer ausgehen ließe. Wenn das erste Kind heiratet und selbst zwei Nachkommen hat, wären vorübergehend sechs Personen zu versorgen. Aber nach dem Tod der Eltern wären es wieder nur vier (eigene das Kind, der Ehepartner die beiden Enkel) und das Spiel könnte von vorn beginnen.

Zurück zum rechnerischen Ansatz: Man könnte es so angehen, dass man die großen Investitionen separat rechnet und diese auf den heutigen Tag abzinst. Die restliche Lebenshaltung wäre dann Gegenstand einer zweiten Rechnung.

Was braucht man denn so? Vielleicht erst einmal ein Grundstück und ein schickes Haus darauf, inkl. Ausstattung. Man könnte das Haus gleich so aufziehen, dass dort drei Generationen leben können. Das könnte eine Million Euro kosten (ginge allerdings auch schon zum halben Preis). Dann würde ich die Nebenkosten kalkulieren (Heizung, Wasser, Strom, Versicherung, …) und z. B. alle zehn Jahre einen größeren Betrag für Reparaturen und dergleichen ansetzen.

Dann könnte man sich noch 2-3 Autos vor die Tür stellen. Wenn man es nicht übertreibt, passen die locker in die Million, die für das Haus angesetzt ist. Wenn alle x Jahre neue Autos vor der Tür stehen sollen, muss man die Kosten dafür ebenfalls berücksichtigen (abzüglich des geschätzten Verkaufserlöses für die alten Wagen).

Ebenso wie für die Autos sollte man Anschaffungen für die Wohnungseinrichtung berücksichtigen. Denn vielleicht möchte man nach zehn Jahren neue Möbel haben.

Weitere Posten: Garderobe, Krankenversicherung, Haushaltshilfe, Urlaubskasse. Wenn keine extravaganten Hobbys mehr hinzukommen, wären bis hier die größten Positionen abgehakt. Jetzt noch 1.500 Euro für die Haushaltskasse und das Taschengeld, dann sollte man rundum zufrieden sein.

Jetzt kommt es nur noch darauf an, wie gut das Kapital arbeitet. Bei einer Inflation in Höhe von 3 Prozent wäre eine Kapitalrendite von 4 Prozent vor Steuern in Ordnung, wenn man darauf 25 Prozent Steuern zu zahlen hätte. Dann könnte man die Inflation, die Zinsen und die Einkommensteuer als Nullsummenspiel betrachten und einfach ausblenden.

Sollte es zwischenzeitlich nicht so reibungslos laufen wie geplant, bietet die Kalkulation genügend Spielraum, um die Risiken abzufedern: Dann fährt man das Auto eben zwei Jahre länger, macht nicht ganz so teure Urlaube, kündigt man der Haushaltshilfe oder schiebt den Neukauf der Möbel auf.

e-ding
21.10.2008, 15:14
Dann könnte man sich noch 2-3 Autos vor die Tür stellen.


Sollte es zwischenzeitlich nicht so reibungslos laufen wie geplant, [...] kündigt der Haushaltshilfe ...

Herzloser Kapitalist! :D

Im ernst:

Die Größenordnung des benötigten Kapitals hängt, wie keshkau schon ganz nett kalkuliert hat, von der persönlichen Lebenssituation, Wünschen, Hobbies etc. ab.

Neben Wohneigentum, Urlaub, nem Porsche und anderer kleiner Spielereien, die dann schnell zur "Basisausstattung" werden, kommen dann meist mehr kostspieligere Freizeitbeschäftigungen dazu.

Ich möcht damit sagen, dass theoretisch ein kleiner Millionenbetrag für die Finanzierung eines "normalen" Lebensstandards ausreichen mag, aber ich nicht davon ausgehe, dass der Lebenstandard bei einem solchen Kontostand lange auf dem Level bleibt.

Rechnerisch ist der Ansatz logisch nachvollziehbar, praktisch würd ich aber immer ein bisschen individuellen "Puffer" einbauen.


MFG

LeChris
21.10.2008, 15:33
Mit einer halben Mille jährlich bei 5 Banken fest angelegt kann man schon nach 25% Steuerabschlag seine 1,5k€ Brutto im Monat allein von den Zinsen haben. Abzüge davon freiwillig. Wäre schon nicht ganz unmöglich. Allerdings wäre eine Investition Richtung Immobilie schon zu überlegen, sofern man keine hat.

Blutschlumpf
21.10.2008, 16:30
Ich möcht damit sagen, dass theoretisch ein kleiner Millionenbetrag für die Finanzierung eines "normalen" Lebensstandards ausreichen mag...
Vorrechnen bitte, darum gehts ja hier, nicht um Spekulationen

Mit einer halben Mille jährlich bei 5 Banken fest angelegt kann man schon nach 25% Steuerabschlag seine 1,5k€ Brutto im Monat allein von den Zinsen haben.
Wo hast du die 25% her ? Bist du vom Soli befreit (und nicht Kirchensteuerpflichtig) ?
Außerdem bedenkst du anscheinend auch nicht die Inflation die deine 1,5k in 20 Jahren nicht mehr so toll aussehen lässt.

@keshkau: mit steigender Anzahl Personen minimierst du aber auch wieder die Erbsteuer ;)

@alle: Wie schaut das eigentlich mit der Krankenversicherung aus wenn man nur von den Zinsen lebt, man hat ja ab 2008 dann in dem Sinne kein Einkommensteuerpflichtiges Einkommen mehr wenn alles pauschal mit ~30% besteuert wird. Versichert man sich dann gezungenermaßen privat ?

keshkau
21.10.2008, 16:36
Du hast durch die Steuern ein einkommensteuerpflichtiges Einkommen. Schau mal ins EStG:

http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__2.html


1) Der Einkommensteuer unterliegen

1. Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft,
2. Einkünfte aus Gewerbebetrieb,
3. Einkünfte aus selbständiger Arbeit,
4. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit,
5. Einkünfte aus Kapitalvermögen,
6. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung,
7.sonstige Einkünfte im Sinne des § 22

Blutschlumpf
21.10.2008, 16:44
Ja, aktuell schon, aber ab nächstes Jahr doch nicht mehr bzw. nur auf Antrag (falls man damit günstiger wegkommt) oder hab ich das falsch verstanden ?
Sonst müsste man die Zinsen ja doppelt versteuern, einmal mit 25% Abgeltungssteuer + Soli und dann nochmal bei der Einkommensteuer.
Abgesehen davon klärt das nicht wie ich mich versichern muss/müsste da das EStG afaik nur die Steurn betrifft, nicht Sozialabgaben ;)

keshkau
21.10.2008, 16:54
Die Abgeltungssteuer hat "Abgeltungswirkung" (bei tatsächlich höherem Steuersatz verbleibt es bei den 25 %). Soli und Kirchensteuer kommen aber noch hinzu.

http://www.vrla.de/etc/medialib/yh0215/praesentationen.Par.0003.File.tmp/Abgeltungssteuer%20GVB%20Teil1.pdf

Du kannst Dich privat krankenversichern oder freiwillig in die gesetzliche Krankenversicherung eintreten.


Edit.
Ich habe noch einmal über meinen Pauschalierungsvorschlag bezüglich Inflation, Zinsen und Abgeltungssteuer nachgedacht. Das ist meiner Meinung nach eine prima Sache. Man muss jetzt nur noch die Anschaffungswerte (in heutigen Preisen) addieren und kann (bis auf die Erbschaftsteuer) alles vergessen.

Bei einer Inflation in Höhe von 3 Prozent wäre eine Kapitalrendite von 4 Prozent vor Steuern in Ordnung, wenn man darauf 25 Prozent Steuern zu zahlen hätte. Dann könnte man die Inflation, die Zinsen und die Einkommensteuer als Nullsummenspiel betrachten und einfach ausblenden.


Zur Verringerung oder Vermeidung der Erbschaftsteuer bietet sich die Schenkung an.

http://de.wikipedia.org/wiki/Erbschaftsteuer#Stundung_der_Erbschaftsteuer_.28Schenkungsteuer.29

perfekt!57
21.10.2008, 19:43
wie die geschichte der familienunternehmen in deutschland zeigt, gelingt bei rund 2/3 die weitergabe innerhalb einer familie nicht. daher sollte das ziel eher konservativ überlegt sein.

und war auch nicht titel des threads.


das wichtigste: anfangen.

meine lebenserfahrung sagt nämlich: viele nehmen sich vor, dann aufzuhören, wenn sie, sagen wir 3000/monat haben. und stellen fest, dass finanzielle unabhängigkeit schon jahre früher mit nur 2000 im monat so süß ist, dass es blöde wäre, noch weiter zu keulen.

und andere machen weiter, weil sie ihr ding gefunden haben. nach der 1. kommt die 2. million usw.. gibt jede menge beispiele. von buffett bis bohlen. kommt halt drauf an, welcher typ man ist. und das finde ich nur raus, wenn ichs mache. (ich finde frauen z.b. viel sexyier als geld. und klüger. und warmherziger. und intelligenter. meine eigne z.b.)


auch deshalb schrieb ich so direkt, wie ich schrieb: wer schon die frage so klar artikuliert stellen kann, der kann/wird es auch erreichen. meiner lebenserfahrung nach.


und wie ich diese oder jede andere frage beantworte, zeigt ja nur wer ich bin und wie ich zum leben stehe:

vielen menschen stellt sich die frage gar nicht, "schon weil sie so unsinnig ist, das geht doch gar nicht" usw., usf.. und wo es nicht geht, geht es eben nicht. und wo so was unsinn ist, ist es eben unsinn.


ich habe bekannte, die leben von 400 oder 800 euro im monat glücklich und selbstbestimmt, "mit wenig aber frei". oder anders: "spielt sich halt alles im kopf ab".


aber "lebensbürgerlichkeit" (mit thomas mann zu sprechen) bedarf sehr wohl und sinnvoller weise finanzieller mittel - "denn der mensch lebt nicht vom brot alleine" (eine noch ältere quelle;)) - seine seele verlangt zu recht nach mehr. (freizeit, muße, bildung, zerstreung, anregung, wie wir wissen. und manche glauben auch.)


p.



was noch ist: die frage ist uralt, auch in deutschland. wird alle 20-30 jahre neu gestellt (müsste auch nicht sein, wenn wir eine bildungsgesellschaft wären?)


zwei beispiel: arthur schopenhauer konnte nur freier philosoph sein, weil er ein ererbtes kleines vermögen hatte - welches er mit fleiß und umsicht im laufe seines lebens sogar verdoppelte(!) (und schopenhauer war und ist ein ganz großer - nur hatte er seine vorlesungen mit voller absicht parallel zu denen hegels angesetzt. und da "hegel gehört zu haben" karriere im preußischen staatsdienst versprach , saßen bei hegel 300 leute - und bei schopenhauer fünf. wenn er nicht finanziell unabhängig gewesen wäre, hätten mut und möglichkeit dazu sicher gefehlt bis gelitten. - die wahrheit hätte gelitten first of all... )

ignaz bubis kam am 16.1.1945 mit nichts, wirklich nichts aus dem kz. und da er öffentlich wirken wollte, beschloß er, zuerst finanziell unabhängig zu werden. also wurde er u. u. bauunternehmer (wesentlich ohne öffentliche wirkung) - und erst als das vollbracht war, strebte er nach dem amte und wurde zentralratsvorsitzender der juden in deutlschland (er hat es in einem interview einmal ausdrücklich selber so erzählt) und furchtlos.


("Daraufhin aber wurde er vom Geist in die Wüste hinaufgeführt, um vom Teufel versucht zu werden. Und nachdem er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, bekam er Hunger. Und es trat der Versucher an ihn heran und sprach zu ihm: "Wenn Du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass diese Steine zu Brot werden." Er aber antwortete und sprach: "Es steht geschrieben: ‚Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes kommt.’")

.

e-ding
22.10.2008, 09:39
Vorrechnen bitte, darum gehts ja hier, nicht um Spekulationen




Nochmal:

Mir ging es nicht um den mathematischen Aspekt sondern um den individuellen, subjektiven.
Dinge wie EStG, Abgeltungssteuer, Inflation, ggf. Erbschaftssteuer, ewige Rente, thesaurierende Anlageformen, Auzahlpläne, Krankenversicherung etc. sind natürlich in die Rechnung mit aufzunehmen, sagen aber noch nichts darüber aus, wieviel Geld ich benötigen werde bzw. wie sich meine Ansprüche ändern, wenn ich über das Kapital X verfüge.

@keshkau
Eine Kapitalrendite von 4% bedeutet nach Deiner Rechnung Kapital(wert)erhalt.
Damit wäre aber eine "ewige Rente" nicht mehr möglich, da bei stückweiser Auszahlung das Kapital verschwindet. Damit wäre die Erbschaftssteuer auch kein Thema mehr.

Mann müsste also für eine Auszahlung ohne Kapitalverzehr eine Verzinsung von > 4% (bei 3% Inflation und 25% Abgeltungssteuer) berechnen. Steigt die Verzinsung, steigt natürlich auch der Anteil der Abgeltungssteuer.
Bei 5% Kapitalrendite müssten schon 1,25% Abgeltungssteuer und 3% Inflationsrate abgezogen werden. Damit bleiben 0,75% für die persönliche Auszahlung.

Bei 5 Mio. Euro wären das 3125€ monatlich (inflationsbereinigt; nach Steuern) ohne Kapitalwertverlust. Die 5 Mio. würden also jährlich um 3% wachsen wobei ihr Kaufwert um 3 % sinkt, also ein Nullnummernspiel! Ohne Berücksichtigung der Inflation wären es 15625€ monatlich. Hier bleiben die 5 Mio. als Summe konstant, verlieren aber jährlich 3% an Kaufkraft.


MFG

keshkau
22.10.2008, 10:50
Vielleicht habe ich es zu sehr aus meiner eigenen Perspektive betrachtet. Ich sehe keinen Sinn in einer ewigen Rente, wenn ich nicht ewig lebe. Meine Erben sollen froh sein, wenn sie mein Grundstück, mein Haus, meinen Fuhrpark und mein Restkapital erben. Dann sind sie immer noch reich.

Ich würde es so angehen, dass ich von einer voraussichtlichen Restlebenszeit von x Jahren ausgehe, diesen Wert mit einem zusätzlichen Puffer von z. B. 10 Jahren ausstatte und dann eine Rente mit Kapitalverzehr berechne.


Außerdem halte ich es für sinnoll, z. B. den Hausbau separat zu rechnen. Den bezahlt man gleich zu Anfang und braucht dann die Kosten für die Tilgung nicht auf viele Jahre umzulegen. So spart man außerdem Darlehnszinsen.

LeChris
22.10.2008, 10:51
Nur Abgeltung, Blutschlumpf. Deswegen ja auch das Wörtchen "brutto", den effektiven Zinsertrag als virtuelles Einkommen gesehen. Es wäre allerdings die Frage, ob hier noch Einkommenssteuerpflicht besteht? Die weiteren Abgaben sind natürlich im größeren Maße dem Zinsempfänger überlassen, als es beim gemeinem Arbeitnehmer der Fall ist. Wer will, könnte natürlich weiterhin arbeitslosenversichert sein...hüstel... :rolleyes

Inflation ist natürlich zu beachten, bei komplettem Zinsabtrag sinkt dann bei diesem Modell die Kaufkraft. Dann kommt sowieso die Frage, ob ich langfristig Kapital aufbauen will oder es mir genügt, bis an das zu schätzende Lebensende eher gemütlicher ohne Nachtodreserven zu leben.

Der Inflation kann man ja auch entgegen wirken, insbesondere mit Immobilien. Mit eigener Bausubstanz kann ich schon mal die ehemalige Kaltmiete meiner Kaufkraft zurechnen. Im Bereich Energieverbrauch kann man durch neue Techniken so einiges rausholen und trotz steigender Tarife auch weniger Zahlen: Dämmung, Eigenerzeugung durch Solar etc.

e-ding
22.10.2008, 10:59
@keshkau

Die Frage nach Kapitalverzehr und Kapitalerhalt ist bei der Berechnung der monatlichen Auszahlung dann natürlich wichtig aber auch ganz individuell zu entscheiden.

Ich würde wohl eine Mischform wählen und einen teilweisen Kapitalverzehr errechnen. Das dicke Konto bringt mir nach meinem Tod ja auch nichts mehr.

MFG

keshkau
22.10.2008, 11:14
Kostenschätzung (aus dem Stand) unter der Voraussetzung, dass ich die Zinsen, die Inflation und die Abgeltungssteuer vernachlässigen kann. Rechnung für 40 Jahre.

450.000 Euro für Grundstück, Haus und Einrichtung
280.000 Euro für Autos (70.000 Euro für zwei Autos, alle zehn Jahre neu, insgesamt viermal)
240.000 Euro für Wohn-Nebenkosten & Instandhaltung (500 Euro/Monat)
1.440.000 Euro für Garderobe, Krankenversicherung, Haushaltshilfe, Urlaub (3.000 Euro/Monat)
720.000 Euro Haushalts- und Taschengeld (1.500 Euro/Monat)

Summe: 3.130.000 Euro

Inkl. Puffer müsste man mit 3,6 Mio. Euro locker auskommen.

Blutschlumpf
22.10.2008, 11:27
Darum gings ja gar nicht wie viel du brauchst um deine Jahre abzureißen sondern wie schaffst du das Leben incl. Nachkommen nur durch Zinsen.
Die eigene Zeit rumzubekommen sollte (wenns keinen Krieg oder Wirtschaftskollaps gibt) recht einfach machbar und berechenbar sein.

btw, warum ist der Olli überhaupt gebanned ?

keshkau
22.10.2008, 11:31
Das ist kein Problem. Dafür ermittelst Du Deinen monatlichen Kapitalbedarf und setzt ihn zusammen mit dem Netto-Zinssatz in die Formel für die ewige Rente ein.

Blutschlumpf
22.10.2008, 11:35
Eben nicht, bei deiner Rechnung z.B. ist der Bedarf deiner Familie so hoch, dass dir die Erbsteuer nen Strich durch die Rechnung macht. Den Zinssatz kannste dir ja nicht aussuchen. Somit wird es unmöglich den Bestand deiner Familie sicher auf Ewigkeit über die Zinsen zu realisieren.

keshkau
22.10.2008, 11:43
Ich habe ja schon oben geschrieben, dass meine Rechnung die Erben nicht explizit berücksichtigt. Aber man kann doch die Rechnung modifizieren. Für die ersten 40 Jahre ist der Kapitalbedarf so, wie von mir beschrieben. Dann kalkuliert man seinen Tod ein und überlegt, wie viel Geld die nächste Generation braucht, wenn zu Beginn die Erbschaftsteuer fällig wird. Vielleicht wohnen die Kinder erst einmal noch in dem Haus und haben schon deshalb geringere Kosten.

Ich habe auch die Möglichkeit der steuerfreien Schenkung angesprochen. So lässt sich die Erbschaftsteuer womöglich umgehen. Und dann greift wieder die Formel für die ewige Rente.

e-ding
22.10.2008, 11:47
@Schlumpf

Es ist möglich, wenn die Abzüge durch die Erbschaftssteuer unter dem Ertrag durch die Verzinsung nach Auszahlung des gewünschten Betrages und allen Abzügen liegt.

MFG

Blutschlumpf
22.10.2008, 13:30
Ich habe auch die Möglichkeit der steuerfreien Schenkung angesprochen. So lässt sich die Erbschaftsteuer womöglich umgehen. Und dann greift wieder die Formel für die ewige Rente.
Das will ich sehen wie du bei x Mio Euro Bargeld durch ne Schenkung die Steuer umgehst.
Schenkungen sind auf minimale Beträge (war afaik mal was um die 90k Euro / 10 Jahre) begrenzt. ;)

Aber ich sehe gerade die Lösung für das Problem.
Den Hauptwohnsitz in Österreich anmelden, da haben die die Erbsteuer gerade abgeschaft.

keshkau
22.10.2008, 13:40
Die Freibeträge für Schenkungen (307.000 EUR für den Ehegatten, 205.000 EUR pro Kind) von einer Person erneuern sich alle 10 Jahre, das bedeutet, jedem Kind stehen nach 10 Jahren wiederum dieselben Freibeträge zu.
http://www.lexisnexis.de/downloads/erbschaft.pdf

Wenn die Eltern das Gesamtvermögen zu gleichen Teilen halten und einzeln an jedes Kind verschenken, dann sollte sich das Problem der Erbschaftsteuer stark abmildern lassen. Kind 1 erhält von der Mutter und vom Vater alle zehn Jahre 205.000 Euro, macht zusammen 410.000 Euro. Dieser Betrag kann auch an Kind 2 verschenkt werden. Wenn man noch gut 40 Jahre lebt, lässt sich dieser Vorgang fünfmal wiederholen, wenn die Kinder 1 Jahr alt sind, 11 Jahre, 21, Jahre, 31 Jahre und 41 Jahre. Nur der Rest wird vererbt.

Mittlerweile ist das Haus nicht mehr ganz so viel wert wie am Anfang. Und ein Großteil des Geldes ging für Investitionen und Konsum drauf.

sebko
23.10.2008, 05:22
Die Frage ist, wie "loyal" Kinder noch sind, wenn sie mit 21 bereits 1.230.000 EUR besitzen ... Da Geld auch den Charakter verderben kann (und Blut dicker als Wasser, aber Dollars dicker als Blut sind...) ist es nicht ganz ungefährlich, die Zöglinge schon so früh mit so viel Geld auszustatten.

Schlimm wirds, wenn auch noch vorzeitig das Haus verschenkt wird. Das hat auch schon einige Gerichte beschäftigt ;) Also vorsicht!

keshkau
23.10.2008, 12:49
Wer das Risiko scheut, muss in den sauren Apfel beißen und die Erbschaftsteuer berücksichtigen. Alles andere ließe sich vertraglich regeln: Lebenslanges Wohnrecht für die Eltern, weil das Haus groß genug ist; dazu eine Art "Versorgungsvertrag. Das muss ja zunächst einmal niemand mitbekommen.

WDaniel
05.05.2009, 17:14
Es muss eben alles passen. Wenn man zB 2 Kinder hat und noch immer die Zinsen und Tilgung für die Baufinanzierungen (http://www.ansahl.com/Geld-und-Finanzen/Baufinanzierung.html) berappen muss die man aufgenommen hat, ist eben nicht viel mit sparen. Da gibt es dann auch keinen Urlaub usw. Seh das bei Freunden von mir zur Genüge.

Blutschlumpf
05.05.2009, 20:40
und noch immer die Zinsen und Tilgung für die Baufinanzierungen (http://www.ansahl.com/Geld-und-Finanzen/Baufinanzierung.html) berappen muss die man aufgenommen hat, ist eben nicht viel mit sparen.

Ob du nun nen Kredit fürs Haus abbezahlst oder für selbiges sparst kommt ja fast aufs gleiche raus, das Haus abbezahlen ist ja nichts anderes als Vermögen aufzubauen.

ultrasilencer
07.06.2009, 11:52
Also wenn man clever ist kauft man sich von den 2Mio ein Eigenheim mit Superisolation, Solaranlage zur Stromerzeugung und Wassererwärmung und wer weiß nicht was alles, so dass man keine Mietkosten und auch kaum Nebenkosten hat. Und dann sollten die Zinsen, die die restlichen ~1,5Mio abwerfen, locker für ein angenehmes Leben genügen. Mal ganz abgesehen davon, dass ein kleiner Minijob nebenbei einen nicht umbringen würde. Ich für meinen Teil würde irgendwann durchdrehen wenn ich nichts zu tun hätte.

Aus trauriger Erfahrung kann ich nur sagen weg von der Idee, sobald du mal wegen irgendetwas in Schwierigkeiten kommst sind die Banken die , die dir genau das als erstes abnehmen. Die Idee funktioniert nur bei einer politisch stabilen umgebung ausserhalb Europas.

Mustis
09.06.2009, 10:46
Hat eigentlich mal einer dran gedacht auszurechnen, wieviel du am Tag ausgeben kannst um bis an dein Lebensende die 3-5 Millionen + Zinsen auszugeben? Nein. Macht mal, dann seht ihr wie idiotisch es ist, nur von den Zinsen zu leben. Was will man denn nach dem Tod mit 5 Millionen? Die Kinder kriegen eh dank Erbschaftssteuer usw. die Summe nie. Ich glaub den meisten hier ist überhaupt nicht bewusst, wieviel solche Geldsummen sind.

Davon abgesehen, 5% bei Tagesgeld ist utopisch auf Dauer und davon dann nochmal abgesehen legt dir keine Bank der Welt 5 Millionen auf einmal an. ^^ Da musst du schon fleissig splitten.

Geforce
09.06.2009, 10:52
Davon abgesehen, 5% bei Tagesgeld ist utopisch auf Dauer und davon dann nochmal abgesehen legt dir keine Bank der Welt 5 Millionen auf einmal an. ^^ Da musst du schon fleissig splitten.

das deknst auch nur du:evillol

für 5mio will ich min 8% alles andere wäre verschwendung!

Mustis
09.06.2009, 11:20
was du willst und was Banken machen sind aber 2 paar Schuhe. Lass dir gesagt sein, dass du das außer bei eventuell kleinen Privatbanken nicht bekommen wirst. Ich arbeite in der Branche und für ein Tagesgeld sind 5% utopisch auf Dauer. Vll mal in einer Hochzinsphase, ansonsten nicht. Selbst mit Festgeld is das schon schwierig. Davon unabhängig wirst du dennoch die 5 Millionen nicht bei einer einzigen Bank unterbringen können.

Es ist ein irrglaube, dass bei Anlagen die Zinsen bei steigender Anlagezeit und steigendem Geldbetrag immer steigen. Ganz im gegenteil, je länger die Laufzeit umso geringer wird der Zins wieder, da keine Bank der Welt so dumm ist, sich dieses Zinsrisiko auf die Schultern zu laden. genauso gibt es Höchstsummen für solche Anlagearten.

e-ding
10.06.2009, 10:30
für 5mio will ich min 8% alles andere wäre verschwendung!

Das geht i.d.R. nur durch Investitionen in Realvermögen. Tages - und Festgeld, wie Mustis schon schrieb, erreichen solch eine (sichere) Verzinsung nicht. Evtl. noch ein paar wenige Anleihen aber sonst ist eine gute Verzinsung immer mit Risiko zu erkaufen.

MFG

Kpunkt
16.06.2009, 16:41
Allerdings kann man sich von dem Geld auch einen ordentlichen Finanzberater suchen, der holt da sicher ne hohe Rendite raus!

Und wenn ihr Angst vor den Steuern habt: Bei der UBS ist man mit 500.000 € dabei ;)

mfg K.

cruis1
05.07.2009, 01:35
Sehr interessante Frage, die ich mal aus eigeninteresse gerne rechnerisch lösen möchte.
Falls wichtige Variablen nicht berücksichtigt wurden, könnt ihr mich drauf aufmerksam machen, leider kann ich nicht alles berücksichtigen. Genauer gesagt, ich berücksichtige nur die Steurn (vereinfacht) und die Zinsen und dessen Einkommenssteurn.

In der Schweiz haben wir progressive Steurrn. D.h annäherungsweise f(x)=ax^2 + bx + c

Und weiter gehts mit den Zinsen. f(x)= x*0.03*0.65 ..... 3% Zinse angenommen.

Steurn für alleinstehende.
P1 (13600/0)
P2 (38000/188)
P3 (51000/522)

Ergibt näherungsweise, wenn auch nicht ganz korrekt folgendes:
f(x) = 4,809e - 7x² - 0,0171119083x + 143,7661355038

Beides kombiniert:
f(x) = x*0.03*0.65 -(4,809e - 7x² - 0,0171119083x + 143,7661355038)

Wenn ich richtig gerechnet habe......

Dabei entsteht eine Parabel, die ihren Maximum bei 40000sFr/Jahr hat und einen Reingewinn von 500sFr. abwirft. D.h es ist unmöglich aus Zinsen zu leben.
Wer behauptet etwas anderes?

King_Rollo
05.07.2009, 10:56
Mit welchem Grundbetrag hast du jetzt gerechnet? Wenn ich 10 Mio im Lotto gewinne, wären das bei 3% Zinsen erstmal 300000 Euro im Jahr = 25000 Euro im Monat (vor Steuern). Ich kenne zwar die aktuellen Steuersätze nicht, aber selbst wenn man davon 50% wieder abführen müsste, hätte ich immer noch 12500 Euro im Monat + meine unangetasteten 10 Mio im Hintergrund ... Fazit: DAVON könnte ICH einigermaßen vernünftig über die Runden kommen ... :D

Blutschlumpf
05.07.2009, 11:24
Das ist aber nicht die Fragestellung, hier geht es nicht drum ob du da damit über die Runden kommst, sondern ob die nächsten Generationen das auch noch schaffen.
Wie oben beschrieben ist das mit den aktuellen Steuern in Deutschland nicht möglich sofern man nicht wie ein Bettler lebt.

King_Rollo
05.07.2009, 12:41
Also bei aller Liebe: mit 12-13000 Euro im Monat nur an Zinsen komme ich auch mit einer 4-köpfigen Familie locker über die Runden!

Blutschlumpf
05.07.2009, 13:26
Lies bitte die Posts weiter oben, spätestens ab dem ersten Mal vererben bricht das ganz Konstrukt zusammen.
Einzig der Transfer auf die Kinder macht das ganze zum Problem wenn man davon ausgeht, dass man dauerhaft sichere Renditen bekommt die über der Inflationsrate liegen.
Du musst nicht mit einem Gleichbleiben bei xy Mio Euro ausgehen. Deine 10 Mio sind in 500 Jahren nicht mehr viel wert.

Um das ganze dauerhaft aufrecht zu erhalten musst du aus den Zinsen minus der Steuer dafür minus der Inflationsrate so viel Geld rausbekommen, dass du davon lebst und zudem so viel Geld ansammelst, dass du bei jedem Vererben zumindest wieder bei +- 0 (inflationsbereinigt) ankommst und das halte ich nicht für möglich.

cruis1
05.07.2009, 13:50
King_Rollo
Ich nehme an, dass du auf meinen Post geantwortet hast. :rolleyes

Ich habe mit allen möglichen Geldmengen gerechnet.
Die Gleichung war eine Funktion und x die Geldmenge.
Die progressiven Steuern habe ich in eine quadratische Funktion umgesetzt und diese in meine Gleichung eingefügt. Ich habe angenommen, dass man 3% des eigenen Vermögens mit Abzug der Inflation "bekommt", da man eine höhere Geldmenge auch geschickt in höhere Zinsen anlegen kann. Natürlich könnte man die Zinsen auch in eine Funktion setzten, die dann abhängig von x variiert, aber das würde keine allzu grosse Rolle spielen.
Ausserdem ist durch den Aufbau der Funktion ersichtlich, da sie die folgende Form hat: x-(x^2), dass es unmöglich ist. Solange progressive Steuern im Spiel sind. Es entsteht eben ein Maximum, der sehr tief liegt und sobald man mehr Geld hat, scheint die Geldmenge durch Zinsen in Negativwerte zu sinken und das ist auch so.

Das heisst, es ist unmöglich. Die Steuern sind sehr vereinfacht und vom schweizer System übernommen. Ich weiss nicht, wie es bei euch in Deutschland aussieht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es gross anders ist. Wahrscheinlich wird es sich noch düsterer auf das Ergebnis auswirken.

Du kannst meine engültige Folmel in einen Plotter einfügen und das ergebnis selbst beobachten.
Formel: f(x) = x*0.03*0.65 -(4,809e - 7x² - 0,0171119083x + 143,7661355038)
Natürlich ohne f(x) ;)


Homepage: http://www.arndt-bruenner.de/mathe/java/plotter.htm
Im ersten Quadranten stellst du die Werte etwa auf x bis 100000 und y bis ca. 1000
und dann siehst du schön die Kurve.


Grüsse meine Wenigkeit.




EDIT:

Ich sehe gerade, dass ab 900000sFr.die Steurbelastung nicht mehr progressiv sondern linear ist.
Auch dann wird es mit Sicherheit nicht möglich sein.

Blutschlumpf
05.07.2009, 14:16
Ich nehme an, dass du auf meinen Post geantwortet hast. :rolleyes
Nein, auf den von Rollo.
Und das Schweizer Steuersystem kenne ich nicht, ich gehe vom Deutschen aus.

cruis1
05.07.2009, 14:51
Blutschlumpf ich meinte King_Rollo....
:D