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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Don´t drink and drive!


Wechhe
17.12.2003, 20:11
ohne Worte (http://www.goebay.de/alkoholamsteuer.htm)

Green Mamba
17.12.2003, 21:14
das ist mal ein guter weg an die vernunft zu appelieren, hab das direkt mal an einen alten bekannten geschickt... :rolleyes

waps
17.12.2003, 21:15
:heul

viel dazu sagen kann man eigentlich nicht :(
ich wünsche niemandem dass ihm jemals so etwas passiert! der alk hat das leben von zwei menschen zerstört, wäre schön wenn es die letzten wären, nur kann man darauf wohl kaum hoffen...

Wechhe
17.12.2003, 21:25
Jo, als ich den link geschickt bekommen habe, lief es mir echt eiskalt den Rücken runter. Ist auch sehr extrem gemacht die Seite. Man sieht vorher dieses hübsche Mädchen, gesund und glücklich mit ihrer Familie und ihren Freunden. Und dann ist ihr Leben total zerstört, weil so ein ... Mensch ... besoffen gefahren ist. Also ich kann echt nur noch mit dem Kopf schütteln, denn das ist echt nicht mehr in Worte zu fassen, welches Leid doch entsteht durch sowas....und das ist ja leider kein Einzelfall. :rolleyes


Also Leute, nehmt dies als Warnung:

Don´t drink and drive!

h1tm4n
17.12.2003, 21:34
Einen trinken (auch über den Durst) ist ja schön und gut, mach ich auch manchmal, aber dann noch Auto zu fahren, ist einfach nur noch scheiße. Wenn man mit seinem Leben nichts anfangen kann, soll man Selbstmord begehen, aber nicht Unschuldige in den Tod reissen. :mad Auf der Website ist es schon relativ krass dargestellt, aber nurso kann man wenige davon überzeugen. In dem Sinne:

Don´t drink and drive!

KiNeTiXzZ
17.12.2003, 21:48
oh man das ist echt böse ich möcht so nicht weiterleben


Alkohol schön und gut aber nicht im Straßenverkehr

Sahneknuffi
17.12.2003, 23:39
Leider gibt es auch genug Leute die im nüchternen Zustand völlig verantwortungslos fahren, und bei einem lustigen Rennen mit ihrer getunten Prolokarre mal eben eine Bushaltestelle mitsamt den davor wartenden Menschen mitnehmen.

Aber es ist ja sooo cool mit 80 durch die Innenstadt zu rasen...

Daria
18.12.2003, 00:28
Das bekräftigt mich einmal wieder in meiner totalitären Ablehnung jeglicher Form von Bewussteins-beeinflussenden Drogen. (Alkohol, Grass, etc und alles was darüber kommt)

Loopo
18.12.2003, 01:48
das kommt auch alle Jahre wieder :rolleyes hartes Schicksal, aber abhalten tut sowas auch niemanden! da muss man erst persönliche Erfahrungen sammeln, damit sich in einem Menschen was bewegt ...

[focusbiker]
18.12.2003, 08:16
Original erstellt von Sahneknuffi
Leider gibt es auch genug Leute die im nüchternen Zustand völlig verantwortungslos fahren, und bei einem lustigen Rennen mit ihrer getunten Prolokarre mal eben eine Bushaltestelle mitsamt den davor wartenden Menschen mitnehmen.

Aber es ist ja sooo cool mit 80 durch die Innenstadt zu rasen...

Das ist schon richtig, rechtfertigt aber trotzdem nicht, sich mit 1,2 Promille hinters Steuer zu setzen.

Ich habe bei einem Rettungsdienst meinen Zivildienst abgeleistet und ich kann euch sagen, dass da einige Unfälle waren, wo Alkohol im Spiel gewesen ist.

Leider ist es auch meist so, dass besoffene Fahrer anscheinend einen besonderen Schutzengel haben, denen passiert immer am Wenigsten.
Besonders verantwortungslos ist es, sich mit Alk im Blut hinters Steuer zu setzen, das Auto voll mit Leuten und dann zeigen, was für ein toller Hecht man ist. Dafür fehlt mir jedes Verständnis!

Übrigens ist mir aufgefallen, dass es meist keine Jugendlichen sind, die alkoholisiert fahren, denen scheint man das recht gut einzubläuen, es zu lassen. Sehr oft sind es gestandene Autofahrer, die mit Alk Unfälle bauen.

Jugendliche fallen da eher durch die bereits oben erwähnte Raserei auf, sehr selten in Verbindung mit Alkohol, ist aber genauso traurig, denn hier passieren oft die grausamsten Unfälle.

Hohe Geschwindigkeit, Selbstüberschätzung, falsche Beurteilung der Lage=hohes Risiko!

Ich habe mir aber seit meinem Zivildienst geschworen, keinen Alk zu trinken, wenn ich fahren muss und das halt ich schon seit fünf Jahren durch!

Sahneknuffi
18.12.2003, 10:42
Original erstellt von Focus-Biker
Das ist schon richtig, rechtfertigt aber trotzdem nicht, sich mit 1,2 Promille hinters Steuer zu setzen.


Hab ich das behauptet?

Nick
18.12.2003, 11:05
das hat sahneknuffi nie behauptet, und ich gebe ihm abslout recht.
ich habe das gefühl, das der sowieso allgegenwärtige egoismus auch im straßenverkehr immer mehr einzug hält, dabei sind das nicht nur junge fahrer mit getunten karren, sondern eben auch der nette nachbar von nebenan.
rücksichtsloses fahren, schnell, unsicher, ja nicht anderen mal die geliebte vorfahrt lassen heisst die devise.
vor 2 monaten wurde 500m vor meiner haustür ein 18-jähriges mädchen überfahren, morgens auf dem weg zur schule an einer gut einsehbaren straße.
ich habe mich ein paar tage später mal an diese ecke gestellt und geschaut, wieviele autofahrer mit schulterblick um ebendiese fahren, und es waren in 10 minuten ganze 2! da drängt sich mir wirklich der gedanke nach regelmäßigen nachprüfungen auf...

Green Mamba
18.12.2003, 11:17
das sehe ich genauso, vor allen dingen verstehe ich folgendes nicht. wenn man mit 18 einen führerschein erwirbt, dann muss man einen sehtest machen. aber mit 70 darf man ruhig orientierungslos halbblind und ohne ausreichendes reaktionsvermögen die straßen unsicher machen.
genau so ein opa hat meinem cousin fast das leben gekostet. er kam (durch tiefstehende sonne geblendet) in einer sehr weiten kurve auf die gegenfahrbahn. er hatte das motorrad seit einer woche. jeder halbwegs fitte mensch hätte das erkannt, und wäre ausgewichen. platz ist ohne ende an dieser kurve. leider saß in dem entgegenkommenden auto ein 75 jähriger, der erst nach dem zusammenstoß mit dem motorad merkte das was nicht stimmte. :(
als der opa (mit glasbausteinen vor den augen und gehhilfe) sich aus dem auto traute musste er sich erst mal informieren was da eben so geknallt hat. sein auto->totalschaden...

ich war vorne weg gefahren, und als ich umdrehte bot sich mir ein bild des grauens. er hatte fast alle knochen gebrochen, und trägt nun lebenslange einseitige lähmungserscheinungen davon. danach hab ich mein motorrad verkauft, da ich weiche knie auf dem teil bekam.

klar, man könnte jetzt sagen, der motorradfahrer hatte ja selbst schuld, aber wie gesagt, der entgegenkommende fahrer hätte das früh genug bemerken können und reagieren können. wir haben das im nachhinein nachgestellt und sind zu diesem ergebnis gekommen. für den opa ist das ganze völlig folgenlos geblieben, und er fährt wahrscheinlich heute immernoch (mit einer neuen karre).

Flix
18.12.2003, 11:24
Original erstellt von Green Mamba

als der opa (mit glasbausteinen vor den augen und gehhilfe) sich aus dem auto traute musste er sich erst mal informieren was da eben so geknallt hat. sein auto->totalschaden...

ich war vorne weg gefahren, und als ich umdrehte bot sich mir ein bild des grauens. er hatte fast alle knochen gebrochen, und trägt nun lebenslange einseitige lähmungserscheinungen davon. danach hab ich mein motorrad verkauft, da ich weiche knie auf dem teil bekam.

klar, man könnte jetzt sagen, der motorradfahrer hatte ja selbst schuld, aber wie gesagt, der entgegenkommende fahrer hätte das früh genug bemerken können und reagieren können. wir haben das im nachhinein nachgestellt und sind zu diesem ergebnis gekommen. für den opa ist das ganze völlig folgenlos geblieben, und er fährt wahrscheinlich heute immernoch (mit einer neuen karre).

Das haengt aber auch davon ab, dass es ueberhaupt Motoradfahrer gibt...die MUESSEN mit dem Risiko leben koennen...
Aber wenn deine beschreibung stimmt, dann isset wirklich sehr extrem!

Und das was oben zu sehen ist ist wirklich schockierend...ich wuensche nur jedem, dass sowas nicht passiert! Und die Besoffen fahrenden scheint es ja nicht abzuschrecken, soviele unfaelle wie es aufgrund von soundsoviel Promille gibt.

so denn

Green Mamba
18.12.2003, 11:26
Original erstellt von Schlumpfinator
Das haengt aber auch davon ab, dass es ueberhaupt Motoradfahrer gibt...die MUESSEN mit dem Risiko leben koennen...


so, und dann sag mir mal warum das mädchen in dem auto NICHT mit dem risiko leben können muss? :rolleyes

ps: übrigens musst du mich nicht zitieren wenn du direkt auf meinen beitrag antwortest, das zieht das ganze unnötig in die länge...

Flix
18.12.2003, 11:40
Es mus jeder mit dem Risiko rechnen, der sich bewegt...man koennte ja stolpern..aber ueberleg mal...jetzt redest du dir was schoen...Dein Kumpel ist Motorrad gefahren und ist nicht normal davongekommen...das wuerde mir (dir ja auch, sagst du ja selbst) zu denken geben!
natuerlich haben autofahrer auch risiko...kein wesentlich minderes sogar.Und auch die Fussgaenger...klar..is nun mal so...leider :(
Aber Motorad Fahren ist nun mal ein "Ritt" auf Messers Schneide...ich glaube das kann jeder bestaetigen ;).
Das risiko ist nun mal hoeher , weil man kein Blech aussenrum hat. Ist ja Fakt.

so denn ;)

Morgoth
18.12.2003, 11:50
Es ist ja nicht so, dass ich nie fahre, wenn ich einen getrunken habe, aber wenn ich weiß, ich muss fahren, dann ist bei einem Bier Schluss.
Einmal, ich hatte gerade meinen Schein, bin ich mit sehr viel mehr Promille gefahren, als gut gewesen wäre. Ich habe aber zumindest noch mitbekommen, dass ich sehr eigenartig gefahren bin, in Kurven zu spät eingelenkt, zu spät gebremst, das ganz Thema. Zum Glück war es spät nachts und wirklich niemand mehr auf der Straße. Nachdem bin ich nie wieder mit Alkohol im Blut gefahren (außer halt dem einen Bier), zu viel Risiko schon alleine für mich.
Wenn man die Bilder so sieht, sollte ich mir mal Gedanken darüber machen, ob nicht dieses eine auch noch zu viel ist. Mal sehen, wie widerstandsfähig ich bin.

Übrigens: es gibt ne Menge Ärger, wenn man einen betrunkenen Radfahrer (der auch noch ohne Licht Schlangenlinien fährt) auf die Haube nimmt. Mal abgesehen von dem Schreck muss man da einiges über sich ergehen lassen, vor allem wenn der Radfahrer dann noch die Frechheit besitzt, einen auf Schadensersatz/Schmerzensgeld zu verklagen.

Gruß
Morgoth

Bombwurzel
18.12.2003, 12:03
Original erstellt von Schlumpfinator
Aber Motorad Fahren ist nun mal ein "Ritt" auf Messers Schneide...ich glaube das kann jeder bestaetigen ;).
Das risiko ist nun mal hoeher , weil man kein Blech aussenrum hat. Ist ja Fakt.

so denn ;)

Wenn ich mir das jeden Tag vor Augen führen würde, dann könnte ich mir ja gleich mein Grab schaufeln. ;)

Klar, das Risiko ist größer als im Bürgerkäfig - aber warum?
Es sind 3 Risikoaspekte, die zu berücksichtigen sind. Erstens der technische Aspekt - nur wenig passive Sicherheit. Zweitens das persönliche Risiko - durch den eigenen Fahrstil. Und drittens das Risiko, dass durch andere Verkehrsteilnehmer hervorgerufen wird.
Ersteres gleicht sich aus, durch eine höhere aktive Sicherheit eines Motorrades (kürzerer Bremsweg, bessere Möglichkeit auszuweichen etc.). Fakt zwei kann man durch angepasste Fahrweise minimieren.
Was bleibt, ist das Risiko durch andere - da musste halt viel mitdenken.

Wohlgemerkt, das alles geht nur ohne Alk!

Wer sich stark alkoholisiert (über 0,3 Promille) an's Steuer setzt, gehört für lange Zeit aus dem Verkehr gezogen, wer dabei sogar unschuldige in einen Unfall verwickelt imo an den Eiern aufgehängt. :rolleyes

porn()pole
18.12.2003, 12:53
tut mir leid, bombwurzel, aber das mit der besseren aktiven sicherheit aufm moped ist doch schwachsinn..... das war so ziemlich das erste, was ich im fahrsicherheitstraining beigebracht gekriegt hab: Ein Motorrad ist zwar rein subjektiv wendiger, aber objektiv liegste bei einem ausweichmanöver, das mit dem auto kein problem darstellen würde, erstmal fett auf der fresse!

Bombwurzel
18.12.2003, 15:51
Seltsames Fahrsicherheitstrainig...

...was soll das für ein Manöver gewesen sein?

Stichworte:
- Flucht in's Gelände
- Fluchtweg

Beides existenzielle Überlebensstrategien für Biker bei denen du so ziemlich jedem Hindernis ausweichen kannst. Muss man allerdings ständig trainieren. Geht sogar ohne Mopped.
Und wenn man sich dann im Ernstfall auf die Nase packt - shice egal, Hauptsache man kommt glimpflich aus der gefährlichen Situation wieder raus. Die Frage ist nämlich nicht ob man sich packt, sondern wo und wie.

Buchempfehlung:
Bernt Spiegel - "Die obere Hälfte des Motorrades"
Bringt im Zusammenhang mit einem regelmäßigen Fahrsicherheitstraining deutlich mehr, als ein Training alleine.
Ist übrigens ne schöne Winterlektüre um für die nächste Saison fit zu werden. Darf auch öfter gelesen werden.

porn()pole
18.12.2003, 15:58
mir ist schon klar, das man mit training die fahrsicherheit erhöhen kann.... aber grundsätzlich siehste bei jeder ausweichsituation mim moped älter aus als mim auto!

während du mim auto dank abs und guten reflexen noch viel machen kannst, brichste dir bei der "Flucht in die Botanik" das Genick!

nefiliM
18.12.2003, 16:25
Was soll man sagen...
Der Autoverkehr ist nunmal echt die größte Gefahr in unserer Gesellschaft der man ausgesetzt ist. Wenn man es sich recht überlegt ist es der reine Wahnsinn sich in eine Alukiste zu setzen un diese auf bis zu dreistellige Geschwindigkeiten zu beschleunigen, wo doch schon ein Frontalaufprall mit 50 km/h locker tödlich ist. Und wofür das alles? Für die viel gepriesene Mobilität der Masse, und wie dieses Beispiel mit dem Mädchen zeigt ist das der zu zahlende Preis. Das so etwas passiert ist also im Endeffekt wirklich unvermeidlich, so unglaublich traurig und schmerzhaft das ist. Allein in der BRD fährt täglich eine zweistellige Millionenzahl an Autos quer durchs Land. Und mein Gott, wirklich überall sind Autos, einfach überall. Ich wohne in Dortmund also in einem Ballungszentrum und hier herrscht ein tobender Verkehr. Egal ob innerorts oder auf den umliegenden Autobahnen und Bundesstraßen, täglich das selbe Chaos, der selbe Lärm, ja das selbe Leid...
Im Moment bin ich auch dabei nen Führerschein zu machen, und fast fertig. Und Autofahren erfordert wirklich ein höchstmaß an Disziplin, ich nehme z.B. gelegentlich Drogen, meistens Gras, würde aber nie im bedröhnten Zustand fahren. Klar das würde jeder sagen und hinterher kommt eh alles anders, weil man wollte ja nur mal eben, und es war ja nur ne kurze Strecke, und ich bin sie ja so oft gefahren... Aber manche Sachen gehen einfach nicht klar und man hat verdammt nochmal die Pflicht sein Gehirn anzuhaben! Was auch erschreckend ist, ist die Tatsache das ich als Fahranfänger, der sich ja an jede Regel halten muss, wirklich schockiert bin wie auf Deutschalnds Straßen gefahren wird - rücksichtslos, aggressiv und das Wort Verkehrsregeln kennen wohl manche auch nur vom Hörensagen. Ich wünsche wirklich jedem gesund rauszukommen, und dass er von solch einem Schicksal wie das des Mädchens verschont bleibt - von jedem anderen Unfall natürlich auch.
Oh man, jetzt bin ich aber echt mitgenommen :(...

[focusbiker]
18.12.2003, 16:26
@Sahneknuffi:
Das hast du nicht behauptet, aber hab ich behauptet, dass du es behauptet hast?
Wollte dir da nix unterstellen!:D

Warum streitet ihr euch denn ums Motorradfahren? Ist doch gar nicht das Thema! Ausserdem ist es egal, ob man mit Motorrad oder Auto fährt, mit der Dummheit der anderen muss man leider immer rechnen. Da kannst du noch so defensiv fahren, irgendein Dummi kann dir dann trotzdem in die Karre knallen.

Wobei es bei Motorradfahrern so ist, dass sie besser fahren, als ihr Ruf. Dieser Ruf wird durch rücksichts- und hirnlose Kamikazefahrer ruiniert.

Häufig werden Unfälle mit Motorrädern von Autolenkern ausgelöst, weil diese die Mopedfahrer schlicht übersehen. Meist mit fatalen Folgen, weil Moped gegen Auto kommt net sehr gut!


Zurück zum Thema:

Sicherlich können viele Geschichten erzählen von Unfällen mit Alkis und das alleine ist schon traurig. Das Problem mit dem alkoholisierten Fahren sitzt aber, denke ich, ein Wenig tiefer in der Gesellschaft, da Alkohol einen hohen Stellenwert hat!
Das soll nicht heißen, dass ich hier ne Grundsatzdiskussion lostreten will über Alkohol, dies darf jeder selber entscheiden. Auch ich trinke mir gerne mal einen an.

Aber: Tabu ist, sich mit Alk im Blut hinters Steuer zu setzen, egal wie viel, denn schon ab 0,3 Promille ist die Reaktionszeit eingeschränkt. Der Gesetzgeber hat hier zwar schon einiges getan, aber meinetwegen, kann ruhig die Null-Promille-Grenze eingeführt werden. Das schreckt ab!

Ist euch schon mal aufgefallen, dass von irgendwelchen Bekannten, die einen Baller mit Alk im Blut gebaut haben, im Nachhinein eine lustige Geschichte daraus gereimt wird?! Mir ist das durchaus schon untergekommen. Diese Verharmlosung der Tatsachen ist meines Erachtens das eigentliche Problem, viele denken sich: "Ach, das ist doch nicht so schlimm, passieren tut schon nix und erwischen? Nein!"

Es ist traurig das alkoholisiertes Fahren in der Gesellschaft als Kavaliersdelikt angesehen wird!

Green Mamba
18.12.2003, 18:30
ich wollte ja auch nicht darauf hinaus obs mit dem motorrad oder dem auto gefährlicher ist, bei beidem kann was passieren. ich bin auch nicht der meinung dass motorrad-fahren sicherer ist als autofahren. es ging mir ja auch um eine ganz andere problematik:

der punkt ist aber doch dass so viel auf sicherheit und fahrtüchtigkeit im bezug auf alkohol geschrieben wird, aber jeder alte sack (oder säckin) mit seinem auto rumgurken darf, obwohl er wahrscheinlich in folgenden wesentlichen punkten selbst einem angetrunkenen autofahrer im mittleren alter unterlegen ist:

-wesentlich schlechtere kontrolle übers fahrzeug
-verringerte aufmerksamkeit
-schlechteres reaktionsvermögen
-schlechteren überblick in notsituationen
-verringerte allgemeine motorische kontrolle
-schlechtes gesichtsfeld und allgemeine sehfähigkeit

und da sagt niemand was zu, und auch die politik kümmert sich einen scheiß um diese problematik!

bitfunker
18.12.2003, 22:13
Oh shi*!

Ich übergehe jetzt mal ohne böse Absicht die bisherige (interessante) Diskussion und komme auf den Link zum Threadanfang zurück!
Ich habe mir die Site angesehen und dachte mir nur: H, sieht aus wie ein Ramstein-Opfer. Auch damals hatte die betroffenen Menschen keine Schuld an ihrem Schicksal und es wäre müßig zu sagen, dass man das Risiko hätte einkalkulieren müssen. Allerdings war der Pilot nicht betrunken...

Die Site oben finde ich insofern viel zu plakativ und reißerisch, als dass der Ersteller mit reichlich abstoßenden Bilder kämpft, aber die noch deutlich erschreckenderen, dramatischen, aber eben unspektakuläreren Fakten übergeht, so z.B. die Anzahl derer, die nicht überleben = Verkehrstote.

waps
19.12.2003, 01:18
jede wette dass du mit solch brutalen bildern viel mehr leute abschrecken kannst als mit irgendwelchen statistiken über verkehrstote? klar hast du recht, die familien von verkehrsopfern die den unfall nicht überlebt haben - und die opfer an sich natürlich - sind nicht besser dran, die site will aber vor alk am steuer abschrecken und das geht mit einem derart entstellten menschen nunmal besser. mich hat die site jedenfalls ganz schön mitgenommen! hatte allerdings auch nie vor betrunken zu fahren... erstmal führerschein überhaupt machen :rolleyes

Bombwurzel
19.12.2003, 08:03
Original erstellt von Focus-Biker
Aber: Tabu ist, sich mit Alk im Blut hinters Steuer zu setzen, egal wie viel, denn schon ab 0,3 Promille ist die Reaktionszeit eingeschränkt. Der Gesetzgeber hat hier zwar schon einiges getan, aber meinetwegen, kann ruhig die Null-Promille-Grenze eingeführt werden. Das schreckt ab!
0,0 Promille sind absolut unrealistsisch - hat schon in der Zone nicht wirklich funktioniert. Denk mal nach, du dürftest nicht mal ne Schnapspraline (ui, die macht schwer besoffen) essen, auch der Hustensaft vor dem Weg wäre tabu.
0,3 Promille sind ein einziges Bier. Wenn ich mal essen gehe, dann will ich auch 'n Bier dazu trinken. Die Reaktionsfähigkeit ist danach nicht mehr eingeschränkt, als wenn ich mich nach nem anstrengenden Arbeitstag völlig geschafft in die Dose fallen lasse und nur noch irgendwie nach Hause will.
Der Unterschied zwischen beiden Zuständen ist nur der, dass ich selbst bei 0,3 Promille im Falle eines Unfalles u.U. meinen Versicherungsschutz einbüsse. Das ist imo Abschreckung genug. 0,0 Promille finde ich jedoch gut für Fahranfänger in der Probezeit und für Biker. In diesen Kreisen hat Alkohol nichts zu suchen, da diese Personengruppen ihre 5 Sinne beisammenhalten sollten.

Ist euch schon mal aufgefallen, dass von irgendwelchen Bekannten, die einen Baller mit Alk im Blut gebaut haben, im Nachhinein eine lustige Geschichte daraus gereimt wird?! Mir ist das durchaus schon untergekommen. Diese Verharmlosung der Tatsachen ist meines Erachtens das eigentliche Problem, viele denken sich: "Ach, das ist doch nicht so schlimm, passieren tut schon nix und erwischen? Nein!"

Zum Glück hab ich keine solchen Bekannten.
Ich kenne aber die Gegenseite solcher Geschichten. Ein Kollege von mir hatte mal in der Nacht einem Fahrzeug die Vorfahrt genommen, zudem war er deutlich zu schnell. Schuldfrage eindeutig? Falsch gedacht. Der Unfallgegner war angetrunken. Er hätte den Unfall zwar auch im nüchternen Zustand nicht verhindern können, trotzdem bekam er 100% Schuld
Zugegeben, diese Rechtssprechung ist auch nicht unbedingt fair, sollte aber als abschreckendes Beispiel hier mal so im Raum stehen bleiben.

@waps
Die Abschreckunswirkung solcher Bilder halte ich für sehr gering. Erstmal sorgen sie für Bestürzung und "ach herje" und "oh Gott, oh Gott". Aber ist das Bild weg, ist auch die Abschreckungswirkung nicht mehr gegeben. Die Leute, die sich stockbesoffen an's Steuer setzen, sind sowieso zu cool für diese Welt. Spätestens der Einfluss des Alkohols lässt diese Bilder vergessen.

bitfunker
19.12.2003, 14:29
Noch zwei Geschichten zum Thema:
Ich habe mir selbst mal im alkoholisierten Zusatnd die Stoßstange zerdeppert (keine Fremdschäden!), weil ich mein Auto zwar an sich spontan stehen lassen und nach Hause laufen wollte, aber noch fix auf dem Parkplatz ca. einem Meter zurücksetzten wollte, um kein Knöllchen am nächsten Tag zu kassieren. Dabei habe ich einen bereits halb umgefahrenen Absperrpfosten (vom Fahrersitz-Blickwinkel absolut nicht erkennbar) übersehen und das war dann eine 500,-Euro-Reparatur.
Lustig finde ich dass bis heute nicht und gelernt habe ich auch daraus. Ich ärgere mich ganz im Gegenteil noch heute grün und blau, denn wäre ich nüchtern gewesen und hätte den Pfosten erwischt, häte ich mit Sicherheit bei einer Klage gegen die Stadtverwaltung erfolg gehabt - sagt der Jurist!

Am Tag meiner Abiturprüfung hat mich ein volltrunkener Proll mit seinem Tiefer-Breiter-Schneller-BMW von der Autobahn gefegt. Glücklicherweise ist außer Totalschäden nix passiert. drei Stunden aspäter auf der Wache hatte der Typ immer noch 1.0 Promille! Trotzdem musste ich über 4 Monate auf mein Geld warten, weil der Idio* einen prima Rechtsverdreher engagiert und die Rennleitung die Akten mehrfach verschlampt hatte. Hmpf!