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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Europa, ein Staat? eine Nation?


Simple Man
18.02.2004, 20:33
So langsam wächst Europa zusammen. Krieg am Balkan ist vorbei und wie es aussieht wird es in nächster Zukunft auch keinen Krieg mehr auf dem Kontinent geben. Die Wirtschaftskrise sollte auch irgendwann mal vorbei sein.

Wie seht ihr die Chancen, dass Europa mal 1 großer Staat wird und wir uns alle als Europäer fühlen?

-=|Daywalker|=-
19.02.2004, 13:11
Wenn schon, dann ein föderalistischer Bundesstaat, eine Nation bzw. ein zentralistischer Staat wäre etwas hoch gegriffen ;). Wobei ein sehr enger Staatenbund auch gut wäre - kommt auf die Details an. Und - btw - sehe ich mich schon als Europäer.

Blutschlumpf
19.02.2004, 13:27
Ich glaube nicht dran, zumindest nicht in den nächsten 100 Jahren.Eher gibts da noch nen neuen Krieg, sows wie im Balkan kann mal schnell ausbrechen.

btw: ich seh mich eher als Deutscher als als Europäer, auch wenn ich die Währung vom zweiteren benutze (und befürworte).

linkser
19.02.2004, 13:37
ich glaube nicht, dass europa noch sehr viel weiter zusammen wachsen wird, als es heute schon ist.

das problem sind nicht wir, sondern eher die franzosen und die übrigen länder, die immer stark auf ihre traditionen und besonderheiten pochen. in deutschland ist man eher bereit, mal zurückzustecken und seine eigenen interessen mal hintenanzustellen. das ganze wird sehr deutlich an der diskussion über die amtssprache in der eu. weil kein land auf seine eigene sprache "verzichten" kann, sind momentan alle sprachen amtssprache, das heisst man brauch dolmetscher von jeder sprache in jede sprache.

Parwez
19.02.2004, 14:00
Angesichts der momentanen und weiterhin wachsenden größe der EU denke ich, dass es in absehbarer Zeit keinen Föderalstaat (eine andere Staatsform wäre höchst unrealistisch angesichts vielfältiger nationaler Interessen) Europa geben wird.
Die kleinen Staaten fühlen sich bereits jetzt benachteiligt, was sich unter anderem in der Weigerung widerspiegelt, in Zukunft Beschlüsse nurnoch mit doppelter Mehrheit (d.h. sowhl Mehrzahl der Länder als auch Mehrheit der EU-Bevölkerung) zu fassen.
Das momentan sehr enge Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich sowie der Dreiergipfel mit Groß Britannien vor ein paar Tagen verstärken diese Ängste noch.
Momentan bestehen auch noch viel zu viele nationale Interessen in verschiedenen Wirtschaftsbereichen und in der Gesetzgebung, als dass ein Föderalstaat eine reelle Chance hätte. Keiner will wirklich seine ganze macht in die Hände einer Eu-Regierung legen.
Eine weitere Harmonisierung des Wirtschaftsraums durch Anpassung von Gesetzen und Steuerharmonisierung halte ich momentan für wahrscheinlicher.
Auch eine engere Zusammenarbeit unter zunächst einigen wenigen Staaten unter Federführung Deutschlands und Frankreichs wie sie immer wieder in den Medien auftaucht wäre in ein paar Jahren durchaus realistisch.
Aber letztendlich sind solche Prognosen immer recht schwammig und unvorhergesehene Ereignisse können schnell zu neuen Wendungen Führen.
Mit dem Fall der Mauer hat Anfang '89 schließlich auch keiner gerechnet ;)

Simple Man
19.02.2004, 16:07
Wahrscheinlich denken die anderen genau das gleiche. Jeder hat seine Zweifel. Von heute auf morgen geht nix, aber es geht voran.

Die Amtssprache sollte glaube ich english werden. Es gibt soviele verschiedenen Sparchen und man muss sich einfach auf einen Nenner einigen. Außerdem ist english DIE internationale Sprache.

Blutschlumpf
19.02.2004, 16:22
Das will ich sehen bzw. hören, wenn z.B. mein Vater dem Finanzamt was auf englisch erklären soll :D

Die Regierung will ich sehen, die sowas hier durchsetzt.

Simple Man
19.02.2004, 16:33
Das mit der Sprache kann vielleicht nach 3,4 Generationen beim 0815 Bürger durchgesetzt werden, aber die Politiker sollten schon english als amtssprache verwenden. schon etwas lächerlich wenn es in der EU dann 15 Sprachen gibt und jeder Minister seine 15 Typen braucht die ihm etwas übersetzen weil der Italiener oder Deutsche nicht English sprechen mag/kann.

Das größte Problem befindet sich in den Köpfen der Bevölkerung. :) man müsst viel offener sein

-=|Daywalker|=-
19.02.2004, 17:44
Ich sehe kein Problem damit innerhalb der Länder die Sprache zu behalten, aber Beamte und Politiker müssen fließend Englisch sprechen können! Regionale Amtssprachen (Schulen, Gerichte, etc.) wären dann Sache des Bundeslandes.

Tiu
19.02.2004, 18:01
Nun ja, Englisch hin oder her, Deutsch ist die meist gesprochene Sprache in Europa.
Deutschland-deutsch
Österreich-deutsch
westpolen-deutsch
teile Frankreichs-deutsch
teile BeNeLux-deutsch
teile dänemark-deutsch
Norditalien-deutsch
und nun kommen weitere Mitglieder hinzu, mit mit ehemaligen Deutschen / Österreichischen gebieten.
Als zweite Fremdsprache lernen die Engländer Deutsch / Französisch.
Die Franzosen lernen auch viel Deutsch!
Also, warum die Mehrheit umformen?
Zumal wir (außer den Slawen) der Germanischen Sprachfamilie angehören.
Back to the roots.

Simple Man
19.02.2004, 18:02
Dass es noch ein langer weg zur Vereinigung ist, hat man auch an Polen und Spanien vor paar Monaten gesehen. Wollten nicht klein beigeben und im Sinne der EU handeln, "da ihre Völker so stolz seien".

Zur Zeit sind Frankreich und Deutschland die Zugpferde für die EU. Die standarts sind ungefähr ähnlich und sie sehen sich auch als gleichwertige Partner.

Parwez
19.02.2004, 18:23
Das mit den Sprachen sehe ich weniger als Problem. Die regionalen Sprachen werden weiterhin bestehen bleiben, alles andere wäre 1. nicht durchsetzbar und 2. Unsinn.
Aber öffentliche Angestellte werden sich auf Fremdsprachen einstellen müssen, da geht kein Weg dran vorbei.

@graka
Was ist denn 1. Fremdsprache bei den Briten?

Tiu
19.02.2004, 19:26
@graka
Was ist denn 1. Fremdsprache bei den Briten?
Soll heißen 2. Sprache

linkser
19.02.2004, 19:33
also ich hab die erfahrungen gemacht, dass die briten einfach mittlerweile keine 2.sprache mehr lernen oder wenn nur rudimentär (das reicht dann, um nach dem weg zu fragen, aber viel mehr auch nicht).

angeboten werden meistens spanisch,deutsch und französisch. jedoch ist die stundenanzahl gering und die meisten ham einfach keine lust zu lernen, weil englisch kann ja jeder. das sind meine erfahrungen nach dem england-austausch vor 3 jahren und mittlerweile ist es wohl eher schlimmer geworden, weil es immer weniger schulen in GB gibt, die so einen austausch machen wollen bzw. genug deutschschüler an ihrer schule haben.


ich meinte mit dem sprachenproblem auch die verwaltungssprache. da ist einfach momentan ein tierisches chaos. zum teil wirds schon schwer dolmetscher zu finden, z.b. von finnisch auf portugiesisch o.ä.

Tiu
19.02.2004, 19:45
ich meinte mit dem sprachenproblem auch die verwaltungssprache. da ist einfach momentan ein tierisches chaos. zum teil wirds schon schwer dolmetscher zu finden, z.b. von finnisch auf portugiesisch o.ä.

Warte einmal ab, wenn die EU so erweitert wird, dass man Dolmetscher braucht von Aborigine nach Kisuaheli.

Simple Man
19.02.2004, 22:14
Falls wir uns nicht einig werden, dann bleibt ja noch immer Klingonisch. Qapla
http://www.cologneweb.com/StarTrek/gowron.jpg

Hamlet
27.02.2004, 23:57
Es ist doch interessant zu lesen wie eine Diskussion über eine zukünftige Entwicklung Europas auf die Bedeutung der eigenen Sprache heruntergebrochen wird.
Auf der anderen Seite werden die Bündnisgenossen jedoch als die grossen Blockierer, bedingt durch nationale Interessen und Traditionen, gebrandmarkt - ironisch.

Ich sehe mich seit jeher als Europäer, wie einige hier im Forum sicherlich bestätigen können, daher vermag ich diese Diskussionen kaum objektiv führen.
Für mich ist das Zusammenwachsen Europas immer schon Realität gewesen, ich bin mehrsprachig aufgewachsen, habe in verschiedenen Ländern der EU und er Welt studiert, wahrscheinlich kann ich deshalb die Diskussion um "die" Sprache der Union nicht nachvollziehen, wenn stört es denn ob die Amtsprache nun Englisch, Französisch, Spanisch oder Deutsch ist?

Aber gesetzt den Fall ich müsste eine Entscheidung zugunsten einer Sprache fällen, so würde mein Wahl auf das Englische fallen. Einfach aus der globalen Bedeutung der Sprache hinaus, es mag zwar sein, dass mehr Menschen Spanisch oder Mandarin sprechen, Deutsch spielt global betrachtet nur eine sehr kleine Rolle, aber Englisch ist mittlerweile als globale Sprache anerkannt, dies hängt sicherlich mit der Dominanz der USA im welt- und wirtschaftspolitischen Geschehen zusammen aber das ist eine andere Diskussion.
Chinesen, Russen und Lateinamerikaner nutzen Englisch wenn sie untereinander Geschäfte machen, da werden wir keine Ausnahme machen können.
Hmm etwas abgeschweift, aber ich wollte meiner Aussage die nötige Basis verschaffen.

Zurück zur Problematik der Blockade durch die anderen, und natürlich nur die anderen, Staaten der EU. Wer dies glaubt, tritt die europäische Geschichte mit Füßen, es sind nicht die anderen die hier blockieren, es sind alle! Egal ob Franzosen, Spanier, Briten oder Deutsche, etc.., sie vertreten alle ihre "kleinen" nationalen Problemchen und Interessen.
Ein Phänomen das nicht nur auf supranationaler Ebene auftritt sondern genauso auf nationaler, vgl. Machtkämpfe der Bundesländer um Länderfinanzausgleich Stimmrechte in Ausschüssen und Reformblockaden mal durch die einen und dann wieder die anderen.

Was Europa braucht ist eine Einigung auf eine gemeinsame Verfassung, die endlich aufräumt mit der bislang gültigen Regelung der nur einstimmigen Entschlüsse, Europa muss endlich auf Mehrheitsentscheidungen zurückgreifen. Momentan ist es kaum noch handlungsfähig, nach der Erweiterung handlungsunfähig!
Das europäische Parlament muss gestärkt und mit mehr Befugnissen ausstattet werden, die Mehrheitsverhältnisse der Bevölkerungen der einzelnen Staaten muss sich weitestgehend auch in den Sitzen im Parlament wiederspiegeln.

Wobei es da auch eine andere Lösung geben könnte, die der eropäischen Parteien: Nicht mehr ein Land bekommt eine bestimmte Anzahl an Sitzen zugesprochen sondern es würde in einer gemeinsamen europäischen Wahl das gesamte Parlament gewählt.
Dank Neid und Missgunst innerhalb der einzelnen Bündnisparteien würde dann jedoch die Schlacht um die Listenplätze parteiintern losbrechen, die Deutschen schreien "Wir sind die meisten, also stellen wir auch am meisten Kandidaten im oberen Teil der Liste, die Belgier auf der anderen Seite "Das ist unfair, dann werden unsere Interessen kaum noch vertreten!" und so geht das dann wieder alles vorne los.

Abschließend bleibt also festzuhalten, solange in den Köpfen der "Europäer" kein Umdenken einsetzt ist die EU auf lange Sicht zum Scheitern verurteilt.
Dieses Scheitern heisst nicht umbedingt die Auflösung der EU, sondern vielmehr der Entzug der eigenen Legitimation durch Handlungsunfähigkeit in entscheidenen Momenten.
Bislang hat die EU immer noch die Kurve gekriegt, wer hätte bei schließlich Gründung der EGKS daran geglaubt, dass Europa mal eine gemeinsame Währung bekommt, vielleicht klappt es ja auch dieses Mal wieder.

Tod
13.04.2004, 11:56
Warte einmal ab, wenn die EU so erweitert wird, dass man Dolmetscher braucht von Aborigine nach Kisuaheli.

Amtssprachen werden wohl Englisch, Deutsch und Französisch sein... In der Schweiz geht es auch. ich freu mich auf ein vereintes Europa. Als Föderalstaat a la USA wäre das durchaus denkbar... nur mit einem besseren Rechtssystem :p

bitfunker
13.04.2004, 12:36
Hamlet hat völlig recht. Die Sprache ist bestimmt nicht das einzige und wahrscheinlich auch nicht das größte Problem. Die dreisprachige Schweiz kommt ja auch bestens zurecht. Ich denke, wenn man sich in den nächsten paar Jahrzehnten ein wenig Mühe gibt, werden wir durchaus USA-ähnliche Verhältnisse erreichen können, was die Identifizierung mit dem Land/Länderverbund angeht. Aber sicherlich wird auch mittelfristig das Land an sich noch die wichtigere Rolle spielen, d.h. man ist "Europäer, aber aus Deutschland".
Der Euro ist in Bezug auf das "Zusammenwachsen" keine schlechte Sache; fällt mir im Urlaub und bei kurzen Shoppingtrips nach Frankreich immer wieder auf. Man ist zwar im "ausland" aber irgendwo immer noch "zu Hause".

Tod
13.04.2004, 12:40
Ich muß auch sagen, daß ich mich immer mehr als Europäer fühle. Finde das super! Und den Euro vor der politischen Einigung zu bringen, war ein schlauer Schachzug.
Wir sind bald eine schweizer USA, da bin ich mir sicher. ...na zumindest, wenn nicht jeder Kleinststaat, der jetzt beitreten will, immer Vetos einlegt ohne Ende, wie zB bei der EU-Verfassung.

Odium
13.04.2004, 13:59
Ein geeintes Europa? Wirtschaftlich vereint - einverstanden. Wissenschaftlich vereint - auch einverstanden. Aber politisch? Warum?

Das Regierungssystem in jedem europäischen Staat ist nach einer klar geregelten Hierarchie aufgebaut. Dörfer werden unter einer Gemeinde zusammengeschlossen, Gemeinden in Bezirke usw. bis hinauf zu (Beispiel BRD) zu unseren Ländern, und letztendlich der Bundesrepublik.
Es würde keinen Sinn machen, wenn es wie früher Zölle, unterschiedliche Währungen oder unterschiedliche Sprachen zwischen diesen Ländern geben würde, denn das behindert den Handel und die gesamtpolitische Entwicklung. Deswegen gibt's das auch schon seit längerer Zeit nicht mehr.

Übertragen auf die EU halte ich die aktuelle Konstellation zwischen den Nationen für eines der stabilsten, wirtschaftlich günstigsten und bezogen auf die Geschichte auch überraschensten Systeme. Ich denke mal, wer die Frage nach einem vereinten Europa stellt, hat im Hinterkopf die USA. Das ist sicherlich nicht verkehrt, doch es gibt einige Faktoren, die eine politische Einheit (ähnlich wie in GB) unmöglich machen.
Die USA sind als junger demokratischer Staat immerhin straff organisiert und mit einer kurzen Unterbrechung (Bürgerkrieg) auch recht kontinuierlich gewachsen. Die Sprache, das politische System mit seinen einzelnen Staaten und auch die Währung sind dort größtenteils einheitlich, im Gegensatz zu Europa.
Dort ist es richtig, dass jeder kleine Staat seine kleine Problemchen und Interessen (Hamlet) durchzusetzen versucht, da eine zentral gelegene Regierung (z.B. in Brüssel) niemals imstande wäre, die Probleme zu lösen. Es fehlt an dem Verständnis der unterschiedlichen Regionen, denn wie groß müsste dieser Behördenapparat anschwellen, wenn man tatsächlich effektiv regieren möchte? Von den Problemen eines Fischerstädchens an der norwegischen Küste bis hin zu einer einheitlichen Bildungspolitik innerhalb der EU-Grenzen müsste das alles irgendwie reglementiert werden.
Schimpft mich konservativ, aber wenn die nationalen Regierungen beibehalten werden und die Chefs sich untereinander im EU-Parlament oder sonstwo unterhalten und um irgendwelche Subventionen feilschen, ist das ok. Außer einer einheitlichen Außenpolitik Europas (die sich letztendlich nur gegen die anderen Führungsnationen halten kann), wirtschaftlicher Freiheit, freier Bildung und einigermaßen gleichen Gesetzen ist es wirklich nicht notwendig, 300 Millionen mündige Bürger unter einen Hut zu bringen, dessen unterschiedliche Geschichte und Entwicklung in der westlichen Welt nicht unterschiedlicher sein kann.
Europa ist "stärker" als mancher glaubt, und wenn die ersten deutschen Kinder nur noch mit Euros umgehen und die D-Mark aus dem Geschichtsbuch kennen, englisch ab der 3. Klasse lernen und sich im Internet selbstverständlich einen neuen Computer von einem italienischen Fachhändler vor Florenz besorgen, ist das gegenüber der Situation vor 50 Jahren schon ein gewaltiger Unterschied!

Tiu
13.04.2004, 14:09
300 Millionen mündige Bürger unter einen Hut zu bringen, dessen unterschiedliche Geschichte und Entwicklung in der westlichen Welt nicht unterschiedlicher sein kann.

Wieso unterschiedlich? Gerade Europa hat durch die Römerzeit und vorallem die Völkerwanderungszeit eine gemeinsame Geschichte und Entwicklung. Bis heute hat sich doch daran nichts geändert. Insofern man sich den gemeinsamen Kern einmal bewußt macht und nationale interessen beiseite läßt, sieht man wie vereint Europa durch die Geschichte ist.

Tod
13.04.2004, 15:33
Und durch den Adel war es sogar mal geeinter als heute.
Karl der Große hat nach Rom ja den nächsten Versuch unternommen, mit Gewalt Europa zu einen. Gerade durch die gemeinsame (!) Geschichte verbindet die EU-Länder ein großer kultureller und geschichtlicher Hintergrund. Es gibt ja immer noch diese kleinen Fehden, die durch eine politische, friedliche und übereinstimmende Einigung beendet werden könnten.

Und man darf nicht vergessen, daß das auch Geld sparen würde ohne Ende.
Ein gemeinsames Heer, größere Kreise usw. Das bedeutet auch weniger Verwaltung.

Also ich fänd's klasse :p

Odium
13.04.2004, 23:35
Unterschiedlich doch schon irgendwie, nur halt relativ. Deswegen meinte ich das ja bezogen auf die westliche Welt, und nicht global (schonmal mit Stäbchen gegessen? *g*)

Geld sparen ohne Ende würden *wir* sicherlich nicht. Hätte es nach 1990 eine politische Einigung Europas gegeben, so wären die gigantischen Finanzströme aus Westdeutschland sicherlich nicht in den strukturschwachen Osten geflossen, sondern in noch ärmere Regionen europaweit, wie ländliche Regionen in Griechenland, der Mezzogiorno in Italien, Spanien, usw.
Ich fühle mich nicht als Europäer, weil ich eben die Lebenseinstellung vieler anderer Menschen nicht verstehe und mich deswegen auch nicht zu ihnen hingezogen fühle. Aber so ist das eben :)