PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Depressionen


Harper
20.07.2010, 11:01
Hallo,

wollte mal fragen, ob es hier Leidensgenossen gibt.
Was hilft euch aus diesem Loch?

Fällt es euch schwer zu arbeiten? Habt ihr auch teilweise wenig soziale Kontakte bzw. braucht / wollt auch gar keine?

Ist es immer noch so ein Tabuthema? Ist wohl schwer vorzustellen für Menschen, die den normalen Antrieb Tag für Tag haben...

Lars_SHG
20.07.2010, 11:37
Nehme zwar keine Medikamente, bin aber auch oft depressiv - und das seit vielen Jahren.
Mieser Job, viel Arbeit ohne Dank macht das meiste aus.
Privat kommt da auch immer noch was dazu, aber ich halte mich auf einem erträglichen Level.

Was hilft, schwere Frage, ich stehe einfach jeden Morgen auf und quäle mich zur Arbeit, denn ohne Geld säh es ja noch schlechter aus!
Am meisten hilft wohl die Familie und eine gute Freundin. Ich habe mir wenige, aber gute Freunde ausgesucht - was mir auch sehr wichtig ist.

Tabuthema ist das nicht, aber offen darüber sprechen mache ich auch nicht. So das übliche Gerede unter Freunden, wenn man sich mal trift.

Das wichtigste ist, selbst einen Anker zu haben. Was das für ein Anker ist, ist aber von Person zu Person unterschiedlich, was Dir eben am besten hilft.

Harper
20.07.2010, 11:41
Tut gut zu sehen, dass es Menschen ähnlich geht. Meine Motivation jeden Morgen ist auch meist nur der Überlebensinstinkt.... man muss eben Geld verdienen. Aber oft quält man sich und jeder Tag sieht doch gleich aus. Ich habe auch nur wenige aber gute Freunde. Bin ein Mensch, der nicht mit vielen Menschen auskommt....

honkright
20.07.2010, 11:49
Ich habe auch teils schwierige Probleme, aber Depressionen habe ich dadurch keine. Du hast wenige Freunde, aber es ist doch besser 2-3 richtig ehrliche, gute Freunde zu haben, anstatt 800 Facebook-Freunde :rolleyes

Das einem die Arbeit nicht Spaß macht, ist leider "normal" geworden. Man muss halt das beste daraus machen. Hast du keine netten Kollegen? Da kann die Arbeit noch so blöd sein, mit lustigen/netten Kollegen geht das schon. Ansonsten musst du dich halt umorientieren soweit es dir möglich ist. Kannst dich ja mal bei der Agentur für Arbeit melden und beraten lassen ;)

Ansonsten habe ich in schwierigen Phasen meistens mit meinen Freunden gesprochen, oder um unabhängige Ansichten zu bekommen bei der Telefonseelsorge angerufen (0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222)

NeoHazard
20.07.2010, 12:33
Ich empfehle folgende Bücher:

Von Byron Katie:

http://www.amazon.de/Lieben-was-ist-Fragen-ver%C3%A4ndern/dp/3442336503/ref=sr_1_3?ie=UTF8&s=books&qid=1279621658&sr=8-3

und von Dr. Joseph Murphy:

http://www.amazon.de/Erfolgsbuch-alles-Leben-erreichen-k%C3%B6nnen/dp/3548369421/ref=sr_1_3?ie=UTF8&s=books&qid=1279621710&sr=8-3

http://www.amazon.de/Die-Macht-Ihres-Unterbewusstseins-Suggestionsprogramm/dp/3720540448/ref=sr_1_7?ie=UTF8&s=books&qid=1279621710&sr=8-7

Lesen, machen, glauben und dann wird wieder alles gut ;)
Helfen kannst NUR Du Dir selber, kein Arzt, Freund oder Medikament.

Lass Dich darauf ein (auf die Bücher) schaden tut es nicht. Entweder es hilft oder auch nicht.

Ich hab mir Dr. Jopseh Murphy als Audiobooks angehört und auch als Buch gelesen. Ich war auch sehr lustlos, kein Bock auf Arbeit und alles ging mir auf den Zeiger. Ich hatte Wut und Hass auf jeden. Die Arbeit hat ich angekotzt und all die Arbeitskollegen. Ich hatte auf rein gar nichts mehr Lust und war immer unzufrieden.

Aber nun fluppt alles irgendwie :p ich fühl mich besser und bin viel entspannter und sehe alles viel viel lockerer.

Probiere es mal aus. Das wichtigste ist immer, dass Du an das was Du Dir sagst auch zu 100% glaubst und nicht immer denkst "Ach, das wird eh nix!". Wenn Du das machst, dann wird es auch nix.

Mir haben die Bücher geholfen :D

Lars_SHG
20.07.2010, 14:29
@ NeoHazard
ohne die Bücher (Murphy) zu kennen, scheint mir das doch aber auf eine sehr oberflächliche Betrachtung hinauszulaufen!
Entweder man hat keinen beruflichen Erfolg und macht dann xxx um einen neuen tollen Job zu bekommen, sein Leben umzuarbeiten oder wie ich mich selbst davon überzeuge positiv zu denken!

Das geht bei mir doch deutlich tiefer und da helfen diese Bücher sicher nichts. Ich kann mich ja aufraffen um am Leben teilzunehmen, Alkoholiker bin auch nicht, im Gegenteil ich lebe sehr gesund - dass ist nicht der Punkt.

Gleichzeitig würde ich ein einfaches Umdenken doch eher als Betrug an mich selbst ansehen, so einfach bin ich dann doch nicht gestrickt! Was mich fertig macht sind doch eher größere Zusammenhänge.

Würde aber auch zu weit führen das jetzt zu formulieren. Auf jeden Fall danke für die Anregung.

Wie es bei dem TE aussieht, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Harper
20.07.2010, 14:37
Bei mir ist es auch so, dass ich mittlerweile akzeptiert habe, dass mein Wesen Melancholie beinhaltet und auch etwas Misanthropie.

Mir hat nie etwas wie ein Buch geholfen, ich habe gelernt damit weitesgehend umzugehen und mache mich dadurch teils noch stärker. Die Frage ist nur, ob das nicht irgendwann ausartet (Stichwort Übermensch).

Das gefällt mir:

„So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.“

– Arthur Schopenhauer (1788-1860)

<NeoN>
20.07.2010, 17:11
Bevor du hier die Frage stellst was man dagegen machen kann und wie man damit umgehen sollte,
solltest du deine Depressionen mal genauer erklären. Depression ist nicht gleich Depression und,
wenn du schon seit 7 Jahren Antidepressiva (vielleicht die falschen?) nimmst, scheint das keine Depression
zu sein die mit ein paar Tipps vom Tisch ist.

Ich zum Beispiel hab "ADHS" (ja man kann drüber streiten...) und damit können teilweise schwere
Depressionen einhergehen. Allerdings lässt sich damit leichter umgehen, wenn man weiß woher es kommt.
Ich weiß genau, dass ich jegliche langeweile vermeiden muss und habe bestimmte "Schlüsselpunkte" an
denen ich merke "Hör mal, wenn du jetzt so weitermachst/-denkst bist du gleich tiefbetrübt, kommst
in ein "Kopfkino" und der Rest des Tages ist gelaufen". Wenn ich morgens aufwache, gar keinen Bock hab
und mir am liebsten die Kugel geben würde guck ich einfach, dass ich fröhliche Musik höre, ein nettes Gespräch führe
oder einfach an was schönes denke. Irgendwas wird sich da doch finden lassen.

Getreu dem Motto: "When I get sad, I stop being sad and be awesome instead. True story." Barney Stinson

Lars_SHG
20.07.2010, 17:56
@ Harper
Ja, da hat der alte Schopenhauer was wahres gesagt!

Melancholie ist mein Vorname - wobei ich aber generell kein Misanthrop bin! Ich mag Menschen, meist aber nur theoretisch!
Mich stösst mehr die gelebte Realität vieler Menschen ab - will hier kein Buch schreiben, und bin auch selbst kein Heiliger, aber mal als Muster Beispiel, George W. hat mich nachhaltig negativ beeindruckt. Ich kann mir auch heute immer noch nicht erklären, wie man als Mensch so ein Verhalten an den Tag legen kann!
Um nicht verrückt zu werden, erkläre ich mir das mit seiner deutlich unterdurchschnittlichen Intelligenz und zu viel Macht / Geld. Aber auch das führt zu weit......

Sonst kann ich sagen, dass ich völlig anders veranlagt bin als <NeoN>, ohne das auf irgendeine Art bewerten zu wollen. Ich bin nicht hyperaktiv. Wenn das Leben eine Sinuskurve mit ups and downs ist, bewege ich mich ausschliesslich im unteren Drittel! So eine Art Dauer-Depresssion, aber auch nicht wirklich gefährlich - glaube ich?!?
Es gibt keine wirklich positiven Erlebnisse in meinem Leben, was aber auf Dauer abstumpft. Ich muss mich unter Freunden arg in Acht nehmen, dass ich nicht zu negativ rüberkomme, was ich vermeiden möchte.
Es ist halt oft so, dass ich mich meist zu nichts aufraffen kann, ausser die alltäglichen Dinge die sein müssen.

<NeoN>
20.07.2010, 18:31
Ich persönlich sehe es auch nicht als AD(H)S an, bin halt teilweise grundlos recht aktiv/inaktiv, gut/schlecht gelaunt und oft auch total un/-motiviert. Es ist halt ein stärkeres Wechselspiel als bei anderen Menschen, aber ob man es gleich in ein Syndrom fassen musst wage ich zu bezweifeln. Ein Jahr lang war ich sehr, sehr depressiv, aber da spielte auch einiges mit rein. Man reagiert halt sehr viel sensibler auf bestimmte Lebenssituationen.

Das Negative habe ich auch in mir, ich suche erstmal die negativen Seiten bevor ich das Positive an etwas sehe. Aber wie sagt man so schön: Der Pessimist ist ein Optimist mit Erfahrung und leider haben alle Dinge negative Seiten, die man dann leider auch sofort erkennt. Glücklicherweise haben die Menschen in meiner Umgebung mich meist mit hochgezogen und sich nicht von mir runterziehen lassen, und haben auch verstanden, dass ich sowas nicht so meine bzw. zum Reinsteigern neige.

Oh ja vom aufraffen kann ich ein Lied singen... Wunderbarer Tag/Sommer und ich sitz allein in meiner Bude *wall*.

Ob eine Dauerdepression gefährlich ist oder nicht, kommt ganz auf das "Opfer" an, manche gewöhnen sich daran damit zu Leben, manche wiederrum registrieren permanent jeden Rückschlag in ihrem Leben und das häuft sich dann solang an bis es zum Suizidversuch kommt.

Ich denke in der Psychologie kommt es sehr darauf an, inwiefern sich jemand in seine eigene Situation reinsteigert.

Funkenschlag
20.07.2010, 18:49
Nehme seit 7 Jahren Antidepressiva.

Ich hoffe doch in Verbindung mit einer Therapie. Alleine vom puren schlucken wird es meistens nicht besser. Absetzen bzw. aus schleichen ist bei vielen Antidepressiva Medikamenten leider auch nicht ganz ohne.

Ich habe auch einen Buchtipp.

http://www.amazon.de/Aufwachen-Leben-wartet-erstaunliche-Gef%C3%BChle/dp/3442217008/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1279644616&sr=8-1

Ist jetzt sicherlich nicht ein Heilmittel gegen Depressionen aber ein Schritt in die richtige Richtung :)

drago-museweni
20.07.2010, 19:55
@Herzstaub wenn du wüsstest teils werden vom Körper bestimmte, chemische Mittel nichtmehr generiert und das kann man nur mit Medikamenten ausgleichen, ich spreche aus Erfahrung, habe einen Fall in der Familie was jetzt ganz schlimm war fast ein Jahr im Krankenhaus, was ich daraus gelernt habe, Therapienen können zwar helfen, das wichtigste ist man selber muss viel an sich arbeiten und es auch selber wollen und aus dem Loch heraus zu kommen, als Aussenstehender kann man dem Betroffenen nicht wirklich helfen, meist nur Fachleute und die tun sich auch schon sehr schwer.

Medikamente sind da sehr wichtig, um erstmal wieder innere Ruhe herzustellen, vor allem die Starken (Tavor) dennoch ist dies nur eine Unterstützung und hilft alleine nicht, um wieder fitt zu werden das wichtigste ist Reden den Frust und alles herauslasen und nicht in sich fressen.

Wenn man noch eine Motivaton hatt ein Buch zu lesen ist es noch nicht so schlimm, aber diese Krankeit verbreitet sich rasend wenn ich sehe wieviele Fälle im Bezirksklinikum sind vor allem auch sehr viele Junge und viele Mädchen.

Christock
20.07.2010, 20:16
Wenn ich ein Buch abseits der teilweise oberflächlichen Psychologie, die sich dünkt, alle Phänomene auf einzelne Charakterdispositionen zurückführen zu können, empfehlen darf, das sich dem Problem unglücklich zu sein auf philosophischem, aber dennoch alltagstauglichem Wege nähert:

Die Kunst glücklich zu sein - Arthur Schopenhauer


Vieles daraus hat auch mir geholfen, aber man sollte nicht die Anschauung Schopenhauers in toto übernehmen, da sonst die Gefahr besteht, in einen fundamentalen Pessimismus abzurutschen. Dennoch halte ich das Buch für eine gute Lebenshilfe, wenn eine Affinität zur philosophischen Betrachtung besteht und man sich in der Lage sieht, das für einen Zuträgliche zu filtern.


MfG, Christock

Xopex
20.07.2010, 22:42
Mhh ich hab jetzt nicht jeden Beitrag gelesen, aber meiner Meinung nach, machen viele Menschen die schlecht drauf oder depressiv sind, ein paar grundlegende Fehler (IMHO):

1) Man hat die Erwartung, dass das Leben irgendwie spektakulär sein sollte. Ist meiner Meinung nach totaler Humbug. Ich meine ganz rational betrachtet sind wir nur etwas intelligentere Tiere. Tiere haben auch nichts besseres zu tun als Nahrung zu suchen, Lebensplatz einzurichten und Nachwuchs aufzuziehen.. und wenn dann noch Zeit bleibt, erkunden sie die Gegend oder pennen... nichts spektakuläres dabei... Wenn man das, und die Tatsache, dass die meisten anderen Leute auch kein spektakuläres Leben führen, begriffen hat, hat man schonmal eine Möglichkeit, seine Maßstäbe für ein interessantes/glückliches Leben realistisch einzustellen...

2) Viele Leute haben oft mit sich selbst ein Problem, dass sie nicht wahrhaben wollen oder das einfach außerhalb des eigenen Horizonts liegt. Sei es Unzufriedenheit mit etwas, von dem man meint es gibt einem Halt, ein Charakterzug, versteckte Homosexualität, irgendwelche sonstigen Bedürfnisse... was auch immer... solange man das nicht aufgedeckt hat, ist Weiterentwicklung schwierig... Wenn Freunde so ein Problem haben, lass ich die Situation wenn möglich soweit eskalieren, dass sie ultra von mir angekotzt sind und mir ihre Probleme voller Zorn an den Kopf werfen... aber danach geht's ihnen meist besser und mit ihnen bergauf... Andere erreichen entsprechende Selbsterkenntnis über Meditation oder einfaches nachdenken mit einem offenen Horizont...
Klar ist es doof, wenn man dann erkennt, dass man Astronaut werden möchte und das nicht unbedingt erreichbar ist. Aber dennoch kann man glücklich sein, weil es immer irgendwo interessante Alternativen hat.

Damit das ganze nicht so einfach daher geredet klingt mal meine Situation: Ich kann im Grunde außer meinem Job (angehende Elektroingenieur) nichts, mit dem ich mich profilieren könnte. Ich treibe zwar Sport, aber schon lange nicht mehr im Verein oder so, dass ich eine Sportart konkret als Hobby ausmachen könnte oder ich besonders gut darin wäre. Ich spiele kein Instrument, kann nicht sonderlich viel oder gut Kochen oder sonst irgendwas tolles (<-- das nervt mich alles :( ) ... Das einzige was ich von mir sagen kann, ist dass ich gut gebildet, meist gut drauf, sehr freundlich und relativ clever bin und ein psychologisches Talent habe, Leute zu analysieren und zu verstehen. Ist nicht unbedingt das beste Hobby, hilft aber oftmals meinem Grundbedürfnis, anderen zu helfen. Obwohl ich viele Freunde, darunter auch sehr gute, habe, denke ich, ich bin ungefähr so einsam wie Dr. House, weil mich niemand so richtig versteht. Die Hoffnung, eine Frau zu finden, die das kann, hab ich aufgegeben...
Also bleibt eigentlich nicht viel.. sollte man meinen. Aber ich sehe keinen Grund, deswegen jetzt depressiv zu werden. Im Gegenteil, ich bin aus Prinzip optimistisch und liebe die kleinen Details des Lebens (bin schon schreiend im Auto gehockt, weil ich mich so auf einen Pot Haferflocken mit Kaba gefreut habe :D). Und das einfach aus dem Gedanken heraus, dass es ABSOLUT GARNICHTS bringt, down zu sein.. ich meine fragt euch doch mal: was habt ihr davon? Ich konnte daran nichts Positives finden und hab mich deshalb entschieden, Dinge wenn möglich positiv zusehen - irgendein Aspekt gibt es immer, und wenn es nur das Datum ist, an dem irgendein Mist vorbei ist ^_^

<NeoN>
20.07.2010, 22:54
Und vielleicht sollte man sich auch noch die Frage stellen, ob es den Anderen wirklich so gut geht und ob es bei denen
wirklich alles so toll läuft, wie sie vorgeben. Viele Leute sind einfach nur gut im Spielen und Selbstdarstellen.
Im Grunde genommen ist es eine typisch menschliche Eigenschaft seine Situation nach außen hin besser darzustellen als sie ist.

@Xopex: Besinn dich auf das, was du kannst und nicht auf das, was du nicht kannst.
Viele Dinge die Menschen gut können sind nämlich so nützlich, wie ein Pimmel am Papst.
Was bringt es dem Nachbarskind, wenn es sehr talentiert im Fussball ist, aber dennoch
meilenweit am Profisport vorbeigeht. Was bringt es Gitarrenhansi, wenn er tatsächlich toll
Gitarre spielt, aber dies nur für die Runde am Zeltplatz nützt und er am nächsten Tag wieder
zu Mc Donald's arbeiten gehen muss. Oder oder oder...
Es macht einen für kurz interessant für Andere, aber die Erfüllung wird es nicht sein.

Xopex
20.07.2010, 23:06
@ Neon: Das ist ein Problem der "Mastery" ... ich kann wenige Dinge sehr gut (beruflich), viele Dinge gut, aber nichts, was im Sinne eines Hobbies Potential hätte, es meistern zu können.

Ich empfehle hier unbedingt folgendes Video anzugucken, weil man sich vor diesem Hintergrund, was uns eigentlich antreibt, anders selbst reflektieren kann:
http://www.youtube.com/watch?v=u6XAPnuFjJc

IchmagToast
21.07.2010, 04:08
:/

<NeoN>
21.07.2010, 14:26
Ich möchte jetzt nicht jeden deiner Punkte auseinanderpflücken, aber kann deine Sorgen in etwa nachvollziehen. Das scheint dich ja schon ernsthaft zu betrüben,
also würde ich auf jeden Fall mal mit nem Psychologen darüber reden, weil sonst kann es passieren, dass du da langsam in eine dicke Depression reinrutscht.

IchmagToast
21.07.2010, 16:38
:/

Harper
21.07.2010, 16:50
Dazu kann ich nur sagen, dass der Grund dafür meist ist, dass wir zu anhänglich werden und das merkt die Frau. Hat was von einem Loser, leider.

Du wirst darüber hinweg kommen, ich war auch oft in diesen Enttäuschungen und nun ists vergessen. Die Zeit heilt alle Wunden (leider abgedroschener Spruch).

Es gibt wohl Leute, die haben Pech, immer und immer wieder und andere haben nur Glück, werden akzeptiert, Frauen laufen hinterher, obwohls die letzten Arschlöcher sind. Für sensible Männer ist diese Gesellschaft wohl nicht gemacht.

<NeoN>
21.07.2010, 17:21
@Toast:
Sowas passiert nunmal, mach dir nicht sonen Kopf drum, vlt. war sie gar nicht so toll wie du dachtest.

Also wenn dir was daran liegt, dass es sich ändert, musst du mit Profis reden oder dich einigermaßen Selbsttherapieren können,
was deinen Aussagen zur Folge aber eher nicht der Fall ist. Ich wünsche dir, dass du das schnell in Angriff nehmen kannst,
sonst wird da ein knallhartes Problem draus. Es ist vergleichbar mit einem Teufelskreis, den du durchbrechen musst,
weil sonst Verstärken sich deine Probleme irgendwann gegenseitig und dann gibt es kein Entkommen mehr.


@Harper: Wieso hast du den Text aus dem Eröffnungpost gelöscht?

Harper
21.07.2010, 20:17
Aus Angst erkannt zu werden. Heutzutage muss man stark sein. Jede Schwäche könnte ein Problem sein.

SeriousDan
22.07.2010, 09:36
Ich glaube echt es geht hier jedem zweiten oder dritten so, wobei ich auch sagen muss, viele Leute bilden es sich nur ein. Nicht dass ich euch nicht glauben würde... aber viele machen es sich selber nur schwer.

Mir geht es da nicht anders... ich bin oft umgezogen, musste ich immer mit neuen Leuten anfreunden.
Richtige Freunde hab ich aber leider keine, nur Pseudofreunde. Ich bin immer da wenn es was zu helfen oder zu tun gibt, wenn ich was will vergisst das schneller jeder. Ausserdem kann ich mich auf niemanden verlassen, sie fallen mir alle in den Rücken wenn es um Entscheidungen geht.
Letzte Woche habe ich von meinem Chef erfahren, dass mein Vertrag nicht verlängert wird, suche nun schon seit 1 Woche eine neue Arbeit.

Ich schleppe mich jeden Morgen zur Arbeit, sitz meine Zeit ab und freue mich nur auf meinen Feierabend und auf die Wochenenden.

So geht das schon seit Jahren...

Ich habe nur einen wirklich guten Freund, schon fast Seelenverwandt wie man so sagt. Leider kenne ich ihn nur aus dem Internet und wir wohnen ca. 400km auseinander.

Das Wetter nervt, es ist zu heiß, ich hab auf nichts Lust und wenn ich nicht beim Baden bin sitze ich zu Hause.
Auf meine Vorschläge geht niemand ein, weil sie jeder scheiße findet und naja so sitz ich oft mal alleine rum und muss mir überlegen wie ich meine Zeit tot schlage.
Werde heute wohl auch alleine ins Kino fahren, weil ich einfach Ablenkung brauch und mal was unternehmen will...

So lange ich keine richtigen Freunde, mehr Geld, eine besser Arbeit oder einen andere Wohngegend hab, werde ich aus diesem Alltag nicht raus kommen.

Chippo
22.07.2010, 09:51
Nachdem längere Zeit bedingt durch Arbeitslosigkeit zu Hause festsaß wurde ich ziemlich depressiv. Das legte sich allerdings wieder als ich eine Maßnahme bekam. Meines erachtens Steuerverschwendung und in keinster weise effektiv in Arbeit zu kommen, aber wenigstens sitzt man nicht mehr zuhause rum. Von daher will ich nicht undankbar sein.

Jedenfalls war das übern Winter und ich leide an Winterdepression. Von daher Doppelhammer. Mir hat es da geholfen mir einen kleinen Lichttempel bestehend aus Vollspektrum Lampen aufzustellen. Es ist wirklich interessant wie es dann -in wahrsten Sinne des Wortes - auf Knopfdruck besser geht^^

Jedenfalls hilft da eigentlich nur Ablenkung.

@ SeriousDan
Allein ins Kino zu gehen ist keine gute Idee. Besser wäre es wenn du beispielsweise die Chatfunktion des Forums verwendest. Ich meine niemand erwarten ernsthafte Diskussionen. Glaub mir, ein bisschen rumalbern oder sich davon anstecken lassen -selbst Fremden gegenüber- bringt da mehr. Oder spielst mit irgendjemanden im Multiplayer. Da ist es völlig egel ob du die Personen mit dennen du spielst kennst oder nicht. Es geht lediglich darum zu interagieren. Klingt trivial, hilft aber. Der Mensch ist nun mal ein Rudeltier. Und Gruppendynamik, auch wenn sie nur dafür dient Monster zu vermöbeln, hilft einen wieder hoch zu kommen.
Kopf hoch, wird schon wieder:)


PS.: Wenn ich mal in ein solches Loch falle. Bestelle ich irgendwelche Hardware, teste sie, befinde sie aufgrund meiner Negativ-Stimmung für unzureichend und schicke sie binnen 2 Wochen zurück. Das ist zudem auch noch hilfreich weil man damit auch immer ein Stückchen mehr Praxis bekommt.

X1800er
22.07.2010, 10:34
Ohne jetzt hier alles auszupacken oder Hintergrundinformationen preiszugeben:

vielleicht schauen sich Betroffene auch hier mal um: http://depri.net

SeriousDan
22.07.2010, 10:38
Hardware testen ist eine geile Idee :D
Naja ich bestelle auch laufend neue Sachen für meinen PC auch wenn es nur Kleinigkeiten sind..

Und naja zum Thema Kino... den Film will mal wieder niemand ausser mir sehen, also wird mir nichts anderes übrig bleiben als alleine zu gehen :( Ist ja nicht so tragisch, wenn der Film gut ist, wenn ich alleine in einem schlechten Film hocke ist es natürlich wieder anders.

Anfangs dachte ich immer ich mache alles falsch, aus der Phase bin ich jetzt raus.
Weil was ist daran falsch wenn man seinen Freunden hilft wenn sie einen brauchen? Oder was ist daran falsch seine Meinung offen und ehrlich zu sagen? Dieses hinterm Rücken reden kann ich nicht mehr haben...
Aber naja für diese offene Einstellung werd ich im Endeffekt bestraft...

Chippo
22.07.2010, 11:43
Oder was ist daran falsch seine Meinung offen und ehrlich zu sagen?
Es ist nun mal menschlich wenn man sich persönlich angegriffen fühlt wenn man etwas direkt gesagt bekommt. Es ist wohl so das man dann das Gefühl bekommt, alles falsch gemacht zu haben oder etwas aus dem falschen Beweggründen richtig gemacht zu haben. Und wenn der jenige auch nicht so das dicke Fell hat, wird er es dir vielleicht auch ingeheim heimzahlen wollen. Daher er denkt du würdest schon was von der Sache verstehen, aber auch arrogant sein und völlig davon überzeugt unfehlbar zu sein. Ich kanne da so einen Typen, blöd ist er nicht, nur er bringt es nicht so gut rüber. Und manche seiner Einstellungen sind einfach extrem (jedenfalls wirken sie so) und wirken wie gequierlte Fäkalie. Einfach weil sie auf andere zu undifferenziert wirken.

Von daher habe etwas nachsicht und respektiere die Ansichten der anderen, auch wenn sie nicht der deinnigen entsprechen. Es gibt kein falsch oder richtig, kein moralisch oder unmoralisch, nur eine gewisse Philosophie die hinter jeder Intension steckt und bei jedem naturgemäss anders ist:)
Zumal habe ich auch mal denn Fehler gemacht über alles mit mir selbst zu diskutieren. Daher Scenarien entwickelt in dennen ich prüfte wie ich unter diesen Umständen reagiert hätte oder was ich besser gemacht hätte. Dummerweise habe ich leider nicht die Kontrolle über die Welt (ich bin nicht größenwahnsinnig, Europa würde mir genügen) und dieses Wissen darum MACHT depressiv^^

- Jedenfalls habe ich bemerkt das es ganz gut ist weniger Nachrichten zu lesen/hören
- Nicht über Dinge nachzudenken über die ich keine Kontrolle habe (noch nicht^^)
- Zwanghaft zu versuchen anderen gerecht zu werden
(Na und? Dann steht mein Rechner aus baulichen Gründen neben der Heizung. Ich werde
jetzt bestimmt nicht darum auf Grund akademischer Daten zu diskutieren wenn ich die Praxis kenne! Die Teile halten mehr ab als denn Herstellern lieb ist.)
- Über die nicht Göttlichkeit anderer nachzudenken, ich mag euch trotzdem (wie meinen Hund:D)
- Und einfach nicht alles ernst nehmen. Ich mag übrigens keine Leute die es mir ernsthaft abnehmen das Darwinia wegen exessiver Gewaltdarstellung auf denn Index landete^^

Kingfisher OK
26.07.2010, 17:31
http://www.hilfe-gegen-depressionen.de/depressionstest-goldberg-test-auf-depressionen-bin-ich-depressiv.php

Ist ein etwas sehr einfach gestrikter Test, aber ich bin mal auf eure Ergebnisse gespannt...

Meines möchte ich Noch! nicht posten...

Gruß

Edit.:

Vielleicht sollte ich mich etwas öffnen... mir geht es in der letzten Zeit auch ziemlich dumm, ist ne längere Geschichte mit dem besten Freund. Ich rede mir einfach ein, das geht vorbei, das geht es aber (noch) nicht so schnell...

<NeoN>
26.07.2010, 17:54
Also entweder kann man den Test in der Pfeife rauchen oder mir geht es prächtig:D

Quad-core
26.07.2010, 19:07
^^ Wen ich nach dem test gehe hab ich auch depressionen , aber bei mir liegt das an einer schlimmen Krankheit die mich leider immer wieder runter zieht :( . Aber erstaunlich das es vielen Menschen so geht .

IchmagToast
26.07.2010, 19:40
Laut dem Test habe eine leichte bis mittlere Depression.
Keine Ahnung, was ich davon halten soll.

honkright
26.07.2010, 22:26
Laut dem Test habe eine leichte bis mittlere Depression.
Keine Ahnung, was ich davon halten soll. Diesen bescheuerten Test kannst du in die Tonne kloppen. Finde ich auch dumm, sowas hier zu posten. Alleine die Fragen in dem Test sind doch schon dämlich. Jemand der meint er hat eine Depression, wird dort auch alle Fragen dementsprechend beantworten. :rolleyes

Kingfisher OK
26.07.2010, 22:37
In dem Test sind allerding auch (und das muss man ihm lassen) fragen drin, die zum nachdenken anregen. Hilfreicher finde ich aber schon eher das hier:

http://www.hilfe-gegen-depressionen.de/therapie-heilung/10-hilfreiche-tipps-gegen-depressionen-fur-betroffene.php

Gruß

Big Ötzi
27.07.2010, 02:00
Ich selbst bin jetzt seid knapp 3 jahren Depressiv, und bekomme auch entsprechende Medikamente und hab so manches Stündchen schon beim Psychologen verbracht, usw... ich bin 17, und hab halt schon gut was mitgemacht...

Ich bin halt mitm Kopf oftmals ganz wo anders, was meine Schulischen Leistungen teilweise gut beeinflusst... Ich versuche halt Freizeitlich soviel zu machen wie möglich, einfach um mich selbst abzulenken...

Es ist heute zum glück lange nicht mehr so schlimm wie früher, dennoch nagt es an mir...

Aber ich lebe noch, die Erde ist rund, und ich kann nich Runterfallen, ich freu mich ;)

EDIT: Laut dem Test mittlere bis Schwere Depression... den test hätte ik vor 2 Jahre mal machen müssen :D...

Saromis
27.07.2010, 17:45
Also entweder kann man den Test in der Pfeife rauchen oder mir geht es prächtig:D

Ich rauche mit. :D

10 - 17 Möglicherweise eine leichte Depression war mein Ergebnis. Könnte sogar stimmen, denn ich hatte noch keinen Urlaub diesen Sommer und das geht mir tierisch aufn Sack. ;)

Grüsse

h-run
12.08.2010, 00:07
manche menschen hatten vielleicht eine schwere kindheit oder haben zu viele schlechte erfahrungen gemacht und konnten deshalb viellt. kein selbstwertgefühl entwickeln. sie wollen eigentlich aber können keine sozialen kontakte knüpfen, weil sie nicht die kompetenz dafür besitzen. es ist für nichts zu spät, denn der mensch ist lernfähig und verändert sich mit der zeit. er muss es nur wollen und die lebenslust zurückgewinnen. nicht immer den pflichten nachgehen, sondern auch mal spaß haben. den anderen menschen gefühle zeigen, auch wenn es nur ein lächeln ist. seit mutig und tut was, denn man lernt nur durch probieren. selbstbewusstsein ist etwas, was man erst entwickeln muss. ihr müsst aus eurem schneckenhaus raus und positive erfahrung machen. mannschaftssport oder kampfsport wird euch dabei helfen kontakt mit menschen aufzunehmen oder einfach nur hobbys, wo ihr mit anderen kommuniziert.

verdammt ich philosophiere schon

.mojo
14.08.2010, 21:04
Bei mir ist es eigentlich nichts persönliches, sondern allgemeiner Weltenschmerz.
ICh komm da einfach nicht ab von. Viele Teenager haben soetwas ja, habe auch ain paar Kumpel, die das Problem laut eigener Aussage auch hatten (wobei ich nicht weiß ob die es in gleicher Ausprägung wie ich erfahren haben. Ich war schon immer der nachdenkliche Typ). Sie meinten sie hätten irgendwann eine LMAA Einstellugn entwickelt in der sie sich relativ aktiv dazu entschlossen haben sich nur noch um ihren KRam zu kümmern und diese Phase darüber überwunden haben. Naja. Meine Meinung dazu ist keine sonderlich positive, aber ich respektiere das ein jeder ausschliesslich sich selbt Rechenschaft schuldig ist.
Nun gut, jedefalls zieht mich die Welt und was täglich auf ihr geschieht stellenweise ziemlich runter. Dabei ist es nichtmal etwas spezielles. Einfach so gut wie alles macht mir Kummer. Auch vermeintlich gute Dinge, bzw Dinge die die MEhrheit als gut oder zumindest nicht schlecht bezeichnen. ICh versuche immer etwas tiefer zu blicken und etwas weiter zu denken, ob dinge auch auf lange sicht gut sind.
Nennt mich altmodisch, aber die immer stärker werdende Technokratie macht mir Angst.
Eigentlich nichtmal die Technik an sich (warum auch, sie tut ja von sich aus nichts) sondern die Menschen die sie einsetzen und die Fähigkeit des Menschen unvorstellbares Leid zu vollbringen.
Was mir allerdings am meisten Sorgen macht ist die sich in den letzten JAhren immer stärker werdende glorifizierung des GEldes. Ich bin überzeugt, wenn das Wirtschaftsystem sich nicht ändert wird es am Ende mehr negatives über die Menschen gebtracht haben als es förderlich war. Naja gut, was heißt am Ende. Das ist ja eigentlich schon (immer) so (gewesen). Das ist das dem KApitalismus zugrundliegende Prinzip. Es war eine überaus desillusionierende und höchst verstörrende Erfahrung als ich diesen Umstand erkannt habe und und damit einhergehende die Tatsache das die Regierenden sich einst entgegen besserem Wissen für ein System entschieden ahben und es bis heute weiterverfolgen, das schon im Grundsatz falsch ist. Wenig verwunderlich habe ich aber auch keine wirkliche Alternative anzubieten, aber davon auszugehen, dass es die gu´te und gerechte Lösung nicht gibt wäre fatal (und nein, ich habe nie Karl MArx gelesen oder bin mit che shirts rumgelaufen. Dies ist meine ureigensten Empfindung. Dies soll auch keine Stimmungsmache für den Kommunismus sein. Ich halte nichts von ihm solange er von Menschen gesteuert wird. ICh sage das rein profilaktisch um nicht den Eindruck zu erwecken, als halte ich MArx und Engels für die Propheten einer besseren Welt - die bessere Welt muss von den Menschen kommen, nicht von einem System).

Mein Hauptproblöem ist im GRunde dass es für mich viel zu oft nur schwarz oder weiß gibt, die welt aber leider aus grautönen besteht..
Fatalerweise empfindet mein Gefühlsleben Graustufen als "nicht akzeptabel". ICh weiß es ja, aber ich kriegs meinem Empfinden nicht beigebracht.
Ich behaupte einen stark ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit zu haben und ich empfinde einfach sovieles als himmelschreiend ungerecht, dass mich das enorm entmutigt, richtiggehend lähmt. Aus evolutionärer Sicht macht mich das zu einem Versager. Aus meiner Sicht hat es etwas Erhabenes. Ein Anflug von "unantastbar" wenn man weiß, man geht den Pfad der Gerechten. True @ heart, ein gutes Gefühl! //das jetzt bitte nicht auf die Goldwaage legen
Weiters versuche ich alle Probleme die sich in der Welt so auftun (die eben in den Nachrichten kommen und man anfängt drüber nachzudenken, was man da tun könnte) immer so anzugehen, dass es am Ende die gesammte Menschheit weiterbringen würde und nicht nur einzelne oder bestimmte Gruppen. Mir war lange Jahre nicht bewußt, dass das nihct alle Menschen so machen. Lange dachte ich, dass sei ein zwingendes MErkmal des MEnschsein. Eine Selbstverständlichkeit, geschenkt.

Mittlerweile ist aus diesem Ganzen unweigerlich eine mehr oder minder ausgeprägte Misanthropie geworden.
bzw. eigentlich nur verachtung gegenüber dem unwürdigen Menschenmüll, der in erster linie auf den eigenen Vorteil aus ist. Wobei die Beleidigung eigentlich nicht gerechtfertigt ist, denn das ist ihre Natur. Und das macht es erst recht traurig. Aber es gibt durchaus auch so einige gute Menschen. Ich denke, wir haben mittlerweile einen technologischen und kulturellen Stand erreicht in dem sehr viel leid in der Welt nicht mehr sein müsste.
Allein die ganzen Berge von GEld die gebunkert werden um nichts zu erwirken ausser größer zu werden. Was dadurch ein Potential vergeudet wird ist schon vorsätzlich fahrlässig. Leider ist aber die Raffgier stärker als die nächstenliebe und dreistigkeit siegt. Auch wenn es einschnitte für uns derzeit bessergestellte bedeuten würde, für eine Welt mit nur halb so viel elend würde ich alle meinen weltlichen Besitz sofort hergeben.
Seit ca einem JAhr, anfangs nur leicht, inzwischen aber immer öfter denke ich daran oder überlege, hier alles zurückzulassen und mich als Entwicklungshelfer oder etwas in dieser Richtung zu engagieren. Durchaus nicht ohne Eigennutz,würde ich doch einer Welt entfliehen, in der ich im Grunde nicht leben will.
Ob die andere Welt viel besser wäre, kann ich nicht sagen, aber es wäre immerhin mal ein Aufbruch.
Aber dafür hab ich noch nicht denn mumm zusammen und ich gebe unumwunden zu dass es durchaus bezweifelt werden darf ob der jemals ausreichend vorhanden ist.

Ich fühlte mich hier umso fremder umso älter ich wurde und umso mehr ich mir meine eigenen Meinungen von den Dingen bildete. Mit Freunden darüber reden war meist auch nur in begrenztem Maße möglich. Die meisten stimmen zwar (vielleicht auch nur alá "JaJa (heißt lmaa)") grundlegend zu aber wollen sich darüber nicht unterhalten. Kommt halt auch unpopulär bei denmeisten gelegenheiten son Thema. 2-3 jedoch waren gute und ergiebige Gesprächspartner, woraus viele interessant und oftmals auch annähernd philosophische Gespräche entstanden (und daraus resultierend meine Faszination für die Astronomie/Kosmologie). Hoffnung, dass ich hier nicht totalen Bullshit von mir gebe gibt mir dass 2 der 3 mittlerweile Doktor sind (und somit meine Denke irgendwo belastbarer macht) und ihre Meinung nicht geändert haben.

Eine Grundstimmung von Überflüssigkeit kommt noch hinzu. Nicht ich speziell, wir alle. Viele Menschen verichten Aufgaben im großen Zahnrad Gesellschaft die in meinen Augen vollkommen überflüssig sind.
Warum zum Beispiel muss in einer gemäßigten Zone (klimabezogen) in der wir uns befinden, ein Rinnsahl von Fluss mit nem knappen meterfuffzich Breite auf einer Länge von 20 km an 5 Stellen auf Hochwassergefahr hin überwacht werden?
JA mei, dann spült das Bächlein eben alle 10 Jahre mal nen KEller durch.. ISt das wirklich soo schlimm? Muss man dafür wirklich jährlich abertausende € wegwerfen? Gibt es für diese Mittel denn tatsächlich keine sinnvollere Verwendung? Solche Dinge gibt es zu Hauf.
Heute kommen dann direkt die mehrheitlich akzeptierten Assis von der Bild. Früher kamen die Nachbarn - ohne dass man sie fragen musste - und haben den KEller ruckzuck wieder trockengelegt, für nichts weiter als nen Leberkäse und paar Stubbi, einfach weil man füreinander da war und weil es ein unbezahlbar schönes Gefühl ist anderen Menschen zu helfen, wirklich zu helfen und nicht nur mal kurz an der HAuptstraße langsam zu machen um die Omi im PAnda einfädeln zu lassen und das sich selbst dann als Gute Tat verkaufen.
Die Welt wird mir einfach zu "steril". Seltsamerweise kann in dieser Sterilität die Sepsis der Welt erst recht gedeihen...

Dieser eine, größte Reichtum den die Menschen je angehäuft haben (das Miteinander) sind wir gerade dabei einzutauschen "für eine handvoll dollar", die uns von systemrelevante Finanzjonglueren in ein paar JAhren wohl wieder durchgebracht werden, weil sie keinen Überblick mehr haben welche Bälle gerade in der Luft sind, welche eh nicht fliegen sollten und welchen genau man irgendeinem korrupten Politiker in den Arsch geschoben hat um dort alsbald neue Bälle "generieren" zu können. Mir wird ganz schlecht dabei. Wobeis mir noch verhältnismässig gut gehen sollte, da ich in einem 1300 Seelen Dorf wohne. Aber seit ein paar JAhren, und das ist wohl das erste mal in der 800 jährigen Geschichte meiner Heimat, kennt nicht mehr jeder jeden. Die Menschen entfremden sich, seit das LEistungsdenken eingesetzt hat, seit das Gesetzt indirekt alle kneipen zugemacht hat mit dem Rauchverbot und sie sind sowieso zu sehr damit beschäftigt "jobs zu machen, die sie hassen um Raten für Dinge zu kaufen abzubezahlen die sie nicht brauchen".

um das Zitat von oben noch zuende zu bringen:
"Wir wurden durch das Fernsehen aufgezogen in dem Glauben, dass wir alle irgendwann mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars… Werden wir aber nicht! Und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten…” - aus "Fight Club"


Lasst mich tausend JAhre schlafen, wenn ich aufwache bin ich entweder König oder Bettelmann. In jedem FAll werde ich ein gutes Gefühl haben!



naja, das war jetzt nur ein Anriss, ich könnte noch seitenweise weiterschreiben, aber ich muss am montag arbeiten..

Warum ich aber eigentlich posten wollte:

Wenn man mal down ist -> Autosuggestion ist ein mächtiges Werkzeug. Wenn man sich darauf einlässt!
Wenn es mir schlecht geht gehts mir auch erstmal beschissen, aber irgendwann komm ich dann drauf und denke mir "ICh will nicht weiter mies drauf sein, mir geht es jetzt besser". Und dann geht es mir besser!
So habe ich auch schon gescheiterte Beziehungen verarbeitet. monate-, sogar jahrelang an "der einen" gehangen und irgendwann sagte ich mir, damit ist nun schluss. "Ich bin über diese Frau hinweg, werde sie weiterhin in guter Erinnerung behalten, aber ihr keine Träne mehr nachweinen". Und damit wars dann auch gut. (eine Beziehung ging unter anderem wegen meiner Weltanschaung in die Brüche. . Interessanterweise blieb bei mir bis heute der Eindruck, dass nicht die Weltanschaung das Problem war, sondern die (unterbewusste?) Weigerung diese Sichtweise zu akzeptieren. Sie war noch rein und unverdorben. Zu gut für die Welt. Auf eine seltsame Art und Weiße gab mir dieser move dann aber auch Hoffnung. Jemand der nicht bereit ist zu akzeptieren, dass die Welt nur aus Scheiße besteht! bewundernswert!)

Jedenfalls kann ich mir dadurch viele Situationen leichter machen. ICh bin überzeugt dadurch lassen sich auch andere Dinge beheben (Kopfkinodinge eben. Das wie mit Spinnenphobie. Einfach mal sagen, ok jetzt scheiß ich mich mal nicht ein. Und dann geht das auch. physische Abhängigkeiten eher nicht). MAn muss sie einfach nur aus dem Gehirn wischen. Wie Dreck von einem Tisch! Bei mir funktioniert das jedenfalls.
Versucht es mal, ich weiß es hört sich lächerlich an, richtig beschreiben kann ichs auch nciht. Wenn mans richtig macht fühlt es sich an wie als würdes man im Hirn alle Fenster aufreissen und mal richtig Durchzug machen und somit "frischen Wind" an sich heranlässt. Hätte nicht gedacht dass ich diesen Satz mal benutze, aber "man muss nur daran glauben. Wirklich vertrauen. Mit einer "keinen-Schritt-weiter" Bestimmtheit.
Klingt komisch, is aber so ;) Versuchts mal.


Und nochwas: Ein Blick ins Universum auf all diese unvorstellbar erhabenen und überwältigend beeindruckenden Vorgänge, auf welcehm WEg auch immer - Buch, Sendung, Vortrag oder eben wirklich durchs Teleskop - lassen sämtliche irdischen probleme beruhigend unaufregend erscheinen.


mfg
der, dem es jetzt wieder besser gehen wird!



PS: Ich hoffe das obige wird als Meinung von den LEuten akzeptiert, obwohl es - offensichtlich - einige grenzwertige Formulierungen und Ansichten enthält. Einfach mal die üblichen Denkschablonen beiseite lassen.
Es liegt mir fern irgendwem auf den Schlips zu tretten, noch sehe ich das als die einzige Wahrheit an. Es sind einfach die alltäglichen Gedanken und GEfühle eines der mittlerweile fast 7 Milliarden Freaks da draussen.
Vermutlich gings allen Generationen vor mir ebenso, aber ich mach mir eben nur Sorgen.

Chippo
15.08.2010, 01:27
Das war wohl etwas was man im allgemeinen eine Seelenstriptesse bezeichnet.
Jedenfalls was deine "sonderbaren" Meinungen angeht, wenn sie sonderbar sind, muss ich es wohl auch sein.^^ Also von daher.:)
Schubladendenken, also schwarz weiß, ist übrigens biologisch in unserm Code verankert. Das Hirn ist halt ein Computer und 0,5 gibt es nicht. Von daher eine Neigung dazu haben alle, mehr oder weniger ausgeprägt. Grau wirkt zu tiefgreifenden Überlegungen und -so hart es auch klingt - dem überleben nicht hilfreich sondern bestenfalls hinderlich.

Was die Sache angeht, die Sachen so zu nehmen wie sie sind ist Selbstschutz.
Alle die *PIEP* auf der Welt zur Kentnisse zu nehmen und zu analysieren - was ich auch manchmal Neige zu tun- würde, konsequent durchgesetzt, zur Selbstzerstörung führen.
Jedenfalls versuche ich mich vor allem was Nachrichten verfolgen angeht immer ins Gedächnis zu rufen das ich nicht nur ein Informationsrecht habe, sondern auch das Recht wegzuschauen. Klingt ziemlich negativ, nicht war? Wenn man aber schon ein Tief hat, sollte man sich nicht mit Problemen rumschlagen die einen nicht direkt betreffen! Von daher ich schieb das Problem auf einen anderen Termin (Bitte zieh eine Nummer, setz dich und verhalt dich ruhig;)) vor mir her, bis ich Zeit habe mich damit zu befassen. Mit ein paar -ehr vielen- guten Momenten dazwischen. Nicht von einem Problem ins nächste Denken, damit tust du dir keinen Gefallen.

Das die Menschheit denn Bach runtergeht ist seit Anbeginn der Schriftsprache bekannt, aber aufgrund ebend unserer Informationsgesellschaft werden wir dermassen damit bombardiert das es uns so vorkommen muss das es erst jetzt geschieht. Zumal das die Medien sich aufgrund Sensationspotenzials oft nur auf negative Ereignisse konzentrieren, so das man denn Eindruck vermittelt bekommt das um uns nur negatives geschieht. Zumal, selbst positive Nachrichten haben oft einen schlechten Hintergrund. Leute die gern etwas im Kopf auseinandernehmen und analysieren wie du, wird das natürlich mehr auffallen als Leute die aus Selbstschutz blocken. Das ist als -um das nochmal zu sagen -nicht unbedingt was negatives und verachtenswertes, lediglich Selbstschutz.

Jedenfalls bietest du mit deinem Beitrag noch jedemenge Stoff zum Reden, aber hier geht es wie ich finde ehr darum mit Probleme fertig zu werden als jedes einzelne zu erörtern.


Was ganz gut hilft, besondern bei Leuten die denn Doppelhammer abkriegen, also auch noch Winterdepressionen (darunter leide ich etwas) hilft ein Lichttempel. Oder habe ich das schon mal erwähnt? Kaufe dir Vollspektrum-Tageslampen und schalte sie auch ein wenn du mal so down bist. Die Welt wirkt dann in wahrsten Sinne des Wortes plötzlich wieder heller^^ Und das ohne Stimmungsaufheller.
Dann wende dich irgendetwas kreativen zu was deine Konzentration und auch dein Bildgebenen Prozessor (neusprachlich GPU und wie du sagtest Kopfkino) fördert. Denn ein depressiver Mensch kann nicht auf Knopfdruck glücklich sein, am besten hilft da Ablenkung.

Was deine Pläne als Helfer angeht, ich würde vorschlagen das du dich vorher noch etwas festigst. Denn dann bist du Tag für Tag mit solchen belastenen Problemen umgeben und ich weiß nicht ob das gut ist. Du hilfst niemanden wenn du unter der Last der Bilder in deinem Kopf zerbrichst.

Naja, jedenfalls wenn du jemanden brauchst um zu reflektieren, dann schreib mir eine PN. Denn können wir gemeinsam schwarze Wolken über unsern Köpfen wachsen lassen:) Unter umständen lässt sich damit sogar Energie gewinnen.

Dang, das Teil ist jetzt fast so lang wie deiner...

DonMasterChief
16.08.2010, 16:53
Ich hatte sie noch nie gehabt, aber wenn ich sie hätte würde ich persönlich zunächst nach der Ursache suchen. Auf gar keinen Fall zu Antidepressiva greifen! (Glaube die bekommt man nur gegen Rezept).

Wenns wirklich hart auf hart kommt, über die eigene Eitelkeit springen und einen Psychater (nicht Psychologen!) aufsuchen. Das klingt verrückt, aber wofür sind solche Medziner da? Um zu helfen.

Wenn sie wirklich öfter vorkommen sollten, such einen auf.

Chippo
16.08.2010, 20:09
Würde ich auch nicht empfehlen. Denn erstens ist es Symptomunterdrückerei und zweitens sollte man solch ein Zeug nur nehmen wenn es organische Ursachen hat und vom Psychologen abgesegnet wurde.

Aber bei .mojo denke ich das es wohl seine Art ist. Es gibt halt Menschen die sich um alles einen Kopf machen, was nicht schlecht ist aber ebend auch nicht gut für die betreffende Person.
Leider ist es so das man -vor allem wenn man bedingt durch psychologische Struktur vorbelastet ist - in sich soetwas reinsteigern kann. Also die Distanz verliert und von einem Loch ins nächste fällt. Ich rede hier aus Erfahrung, aber nicht als Experte. Nicht das du mir am Ende die Schuld gibst, wenn du mit einem Scharfschützengewehr auf einem Kirchturm stehst^^

Von daher hat DonMasterChief schon recht. Wenn du es nicht allein schaffst dich aus dem Abgrund in denn du gerade schaust zu befreien, suche nach qualifizierter Hilfe:)