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Ein paar fragen zu SSD-Caching

Bronco5000

Cadet 3rd Year
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Juli 2011
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52
Hey,

ich hab mir kürzlich ein Z68-System zugelegt ( bzw. es ist noch unterwegs), allerdings erstmal ohne SSD, die ich später, wenn bisschen mehr Geld vorhanden ist, aber evtl. zum Cachen nachrüsten möchte.

Dazu hätte ich ein paar Fragen:

1. Kann man die SSD für das SSD-Caching später einfach einbauen und dann ggf. im BIOS/UEFI oder an anderer Stelle das Caching aktivieren ? Oder muss ich dann mein System komplett neu aufsetzen?

2. Falls das einfache Nachrüsten möglich ist, muss ich, wenn ich jetzt mein System aufsetze, schon irgendwas im Hinblick darauf beachten? AHCI (kenn ich noch von eSata) oder solche Sachen?

3. Kann ich eine entsprechend dimensionierte SSD gleichzeitg sowohl zum cachen als auch als Festplatte für mein BS und ein paar Programme nutzen? evtl. durch entsprechende Partitionierung?

Grüße,

Bronco5000

Ach ja, falls relevant, ich habe ein ASROCK Z68 Pro3
 
Merle schrieb:
Was meinst du mit Cachen?
Also mir langen ~58GB formattiert für OS, alle Progs, Pagefile, und ein paar WorkDirs.
AHCI sollte an sein, ja.

https://www.computerbase.de/news/mainboards/intel-stellt-z68-chipsatz-und-ssd-cache-vor.31468/

Das klärt dann auch wohl das Anliegen des TE.
Im Resultat soll dies eine Leistung auf SSD-Niveau ergeben, ohne dass alle Daten auf dem Laufwerk abgelegt werden müssen. Zudem verspricht Intel durch weniger Zugriffe auf die HDD eine geringere Leistungsaufnahme. Damit dies funktioniert, muss im BIOS der RAID-Modus aktiviert werden, da die Smart Response Technology ein Teil von Intels Rapid Storage Technology ist. Die Konfiguration erfolgt dann über das RST-Menü in Windows.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du dir eine "richtige" und vorallem große SSD zulegst, brauchst du das Cachen eigentlich nicht. Intel zielt damit mehr auf HDD Systeme ab. Deswegen gibt es auch die kleinen mSata Intel 311 SLC SSD's, die auschließlich zum cachen benutzt werden und so dein HDD-System beschleunigen sollen.

Laut diversen Tests macht eine richtige SSD aber mehr Sinn.
 
@Merle: SSD-Caching ist eine von Intel neu mit dem Z68 Chipsatz eingeführte Technik die eine SDD oder nur einen Teil davon als Cache für eine normale Harddisk benutzt ähnlich der Hybrid-Technik die sich wegen der zu kleinen Caches nie richtig durchsetzen konnte.
 
@DonAvetta
Das stimmt so nicht. SSD-Caching ist auch extrem nützlich, wenn man bereits eine grössere SSD besitzt. Hat man zum Beispiel eine HDD voller Spiele - da diese keinen Platz auf der teuren SSD finden - kann durch SSD-Caching die zur Zeit genutzten Spiele/Dateien automatisch auf die SSD verschoben werden um die Start- und Ladezeiten zu beschleunigen. Natürlich wäre eine riesige SSDs noch besser, aber ich denke das ist für viele derzeit viel zu teuer.

SSD-Caching sollte auch auf normalen SSDs verwendbar sein, von daher sehe ich kein Problem bzgl. Nachrüsten.
 
Um sorry wenn ich das so einwerfe, aber das ist doch Müll beim Lesen.
Selbst wenn wir Read Ahead verwenden, sind doch noch Zugriffszeiten zum lesen diverser Zeiten und eine "niedrige" Lesegeschwindigkeit vorhanden.
Selbst mit Prefetch werden nie alle geöffneten Files "vorhergesagt"...
Also, mMn kann das nie so gut sein, wie ne richtige SSD als OS Platte.
Ich empfehle dir daher genau das: BS auf SSD und Pagefile auch. Am besten auch alle Progs.

@alle: danke für die Aufklärung.
 
Danke erstmal für die raschen Antworten!

Muss es für SSD-Caching eigentlich unbedingt eine SSD mit SLC-Speicher sein, oder tut´s da auch eine "normale" mit MLC und vergleichbarer Größe? Weil ca 100 Euro für ein 20GB-"Plättchen" erscheinen mir halt schon recht teuer...
 
Eggcake schrieb:
@DonAvetta
Das stimmt so nicht. SSD-Caching ist auch extrem nützlich, wenn man bereits eine grössere SSD besitzt. Hat man zum Beispiel eine HDD voller Spiele - da diese keinen Platz auf der teuren SSD finden - kann durch SSD-Caching die zur Zeit genutzten Spiele/Dateien automatisch auf die SSD verschoben werden um die Start- und Ladezeiten zu beschleunigen. Natürlich wäre eine riesige SSDs noch besser, aber ich denke das ist für viele derzeit viel zu teuer.

Da muss ich dir dann doch widersprechen, da es irgendwie keinen Sinn macht.

Erstens sind alle SSD's bis zu 180GB bei einem Preis von maximal 250€ durchaus erschwinglich.(Zumal die Intel-SSD-Cache Lösung auch bei 100€ erst anfängt) Zweitens braucht man auch nicht viel mehr Speicherplatz, für Programme die von einer SSD profitieren könnten. (System,Programme,Spiele)
Klar, deine Musik,Filme oder Bilder würden auf einer SSD schneller da sein, Prefetch ermöglicht es aber auch mit einer HDD fast verzögerungfrei zu arbeiten.

Fazit: 120Gb SSD + HDD ist die "beste" Lösung. Fals man nicht 40 Spiele gleichzeitig installiert hat und jeden Tag startet.

Quelle:http://www.anandtech.com/show/4329/intel-z68-chipset-smart-response-technology-ssd-caching-review/8
 
Meine Spielesammlung ist über 300GB gross. Wie du selbst sagst: es ist die beste Lösung, "falls man nicht mehr als XX installiert hat". Und falls doch? Logisch, wenn alles auf einer SSD Platz hat, macht Caching keinen Sinn...
Genau darum geht's: die meisten haben neben einer SSD auch noch eine HDD mit weniger oft genutzten Programmen oder Spielen (meistens letzteres, da Programme vom Platz her auf die SSD passen). Ich kopiere zum Beispiel immer meine häufig gespielten Spiele auf die SSD und platziere auf der HDD (dem Installationsort) einen Symbolic Link. Wäre meine SSD gross genug, würde ich natürlich alle Spiele immer auf der SSD installieren. Mit SSD-Caching kann ich einem Teil der SSD, welcher normalerweise für "temporäre" Spiele reserviert ist als Caching für die Spiele-HDD freigeben und profitiere somit von Ladezeiten, welche nahe an der SSD sind.

Ich bin kein Fan von der kleinen SSD Lösung von Intel, sehr wohl aber davon, dass man bei jeder beliebigen SSD bis zu 64GB als "Cache" abzwacken kann. Die Performance dürfte um einiges höher sein als bei Anands Test. Es kann gut sein, dass er vor allem Vertex 3 vs. Intel 311 getestet hat...

Auf jeden Fall aber sollte man zuerst eine SSD für OS & Programme kaufen und erst danach über das SSD-Caching der restlichen HDDs nachdenken.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Egg:
Beim schreiben mag das alles wunderbar funktionieren; da hat der Treiber dann ja Zeit, von a nach b zu schreiben, ohne, dass es der User noch mitbekommt.
Aber auch die SSD muss auf die Daten der HDD warten. In jedem Fall, in dem Prefetch, Superfetch, Read Ahead und was-weiss-ich dein Verhalten nicht vorhersagen (um zu cachen) ist die SSD dann einfach sinnlos! Denn dann muss wieder auf die Daten der HDD gewartet werden!
 
Logisch ist es nicht gleich schnell wie eine SSD alleine, aber was ich sage:

SSD + (HDD + Caching) > SSD + HDD
 
Ja, schon klar. Aber genau dem widerspreche ich.
SSD > HDD = HDD + caching (Wenn Superfetch etc nicht genau greifen, lesend).
SSD > HDD + caching > HDD (Wenn Superfetch etc greift, lesend).
SSD = HDD + caching > HDD (schreibend bis zur Größe des caches, je nach reserviertem Speicher für Superfetch etc. vielleicht auch nur bis 70% der größe des caches oder so)...
So verstehe ich das Prinzip zumindest momentan.

*edit1: Was ich sagen will: In vielen Anwendungen mag das Vorteile haben. Das, was man ständig startet. Aber bei 20GB SSD cache (Beispiel!) kann er von 300 GB Games nicht viel cachen. Damit löst sich mMn der Vorteil auf!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich gehe immer von einer SSD als Hauptlaufwerk aus. Dass eine SSD in jedem Fall schneller als eine HDD ist, egal ob mit oder ohne Caching widerspreche ich ja nicht.

Von 300GB Games kann man sehr viel cachen. Man spielt ja nicht dauernd alle Spiele, sondern vielleicht 2-3. Und auch von den gesamten 300GB muss ja nicht alles gecached werden. Vieles lohnt sich kaum. Darum soll sich SRT ja kümmern. Einfach ausgedrückt: anstatt, dass ich alle paar Wochen die häufig gespielten Spiele auf der SSD manuell austausche, übernimmt dies SRT für mich mit ähnlich guten Ergebnissen.
 
Bronco5000 schrieb:
Muss es für SSD-Caching eigentlich unbedingt eine SSD mit SLC-Speicher sein, oder tut´s da auch eine "normale" mit MLC und vergleichbarer Größe? Weil ca 100 Euro für ein 20GB-"Plättchen" erscheinen mir halt schon recht teuer...

Für eine 20GB SLC SSD sind 100€ nicht wirklich teuer und wenn man davon ausgeht, das vermutlich ja auch viel auf die SSD geschrieben wird, dann ist SLC schon sinnvoll. Die in einem Test auch verwendet 40GB SF SSD könnte da schnell von Durawrite ausgebremst werden, wenn man das ganze intensiver nutzt. Da es andererseits für 100€ auch schon eine Crucial 64GB C300 oder m4 gibt und 64GB für ein Systemlaufwerk auch selbst Windows 7 64 ausreichen, stellt sich aber in der Tat die Sinnfrage schon. Wer wirklich viele Spiele hat und die dauernd spielt, also nicht auf die SSD installieren kann, dem mag Caching mehr bringen. Wer aber ehr Daten auf seinem Datengrab hält, deren Ladezeit nicht so entscheidend ist, der sollte besser die 100€ in eine System SSD stecken. (Bei Crucial SSDs am Z68 LPM deaktiveren!)
 
Zuletzt bearbeitet:
DonAvetta schrieb:
Zumal die Intel-SSD-Cache Lösung auch bei 100€ erst anfängt
Man benötigt ja nicht zwingend die Intel SSD.
120Gb SSD + HDD ist die "beste" Lösung. Fals man nicht 40 Spiele gleichzeitig installiert hat und jeden Tag startet.
40 Spiele? OS+Programme machen bei mir 50 GB aus. Da bleiben dann je nach Spiel vll noch 5 Stück. Rammelvoll sollte man ne SSD ja auch nicht machen.

Merle schrieb:
Was ich sagen will: In vielen Anwendungen mag das Vorteile haben. Das, was man ständig startet. Aber bei 20GB SSD cache (Beispiel!) kann er von 300 GB Games nicht viel cachen. Damit löst sich mMn der Vorteil auf!
Naja erstens wird man kaum wirklich alles in überschaubarem Zeitraum starten wollen und zweitens wird nicht immer der komplette Datensatz einer Installation geladen. Manche Dateien werden vll nur einmal irgendwo in nem level gebraucht, und nicht jedesmal.

Klar ist ne SSD deutlich besser. bevor ich nicht eine fürs OS und die wichtigsten Programme hätte würde ich nie eine als Cachelaufwerk einsetzen. Aber darüber hinaus kann das unter gewissen Umständen Sinn machen. Klar hängt das extrem vom Nutzungsverhalten und Datenbestand des Users ab ob und wie viel Sinn das ganz macht.
 
Sorry wenn ich mich in den Thread nochmal einklinke, aber besser als einen neuen aufzumachen :D
hat denn jetzt einer hier im Forum schon erfahrung mit der Intel Smart Response Technik gemacht?
Ich hab vorgestern günstig eine MZ-5PA064/EU 64 GB Samsung 470 MLC SSD gekauft. Ich hab auch schon ein paar Testberichte zu der Smart Resonse technik gelesen und für mich wäre sie eigentlich ideal. Auch wenn in den Theoretischen Benchmarks ne SSD allein natürlich besser ist, ist das SSD Caching genau das richtige für mich, da nach 2-3x starten der Programme teile auf der SSD landen und das ganze schon schön beschleunigt.
Da ich aber noch neu im SSD bereich bin, habe ich da noch Fragen.
Die Zellen von SSDs nutzen sich ja ab, aber nur beim schreiben.

Wird denn die Cache SSD so stark mit schreibbefehlen belastet?
Wenn ich nicht alle 5Tage mein Nutzerverhalten komplett änder dürften ja nicht allzuviele neuen Daten auf die SSD geschrieben werden, oder?

Und funktioniert eigentlich unter einsatz des RAIDs noch die TRIM funktion und der Garbage Collector?
Oder müllt sie die SSD mit der Zeit zu und wird unbenutzbar?
 
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