Ungenutzte Windows 7 Lizenz von neuem Laptop verkaufen

Spitfire007

Cadet 1st Year
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Hallo zusammen,

ich habe eine Frage, die schon öfters behandelt wurde, aber für mich nie eindeutig geklärt wurde. Also folgendes:
Ich habe mir das Notebook Hewlett Packard 625 bestellt, dass mit einer Windows 7-Lizenz ausgeliefert wird. Da ich allerdings die Verwendung von Linux plane, stellt sich für mich die Frage, ob ich diese Lizenz legal verkaufen kann. Ich würde das System dann sofort deinstallieren und nie selber nutzen.
Außerdem habe ich gelesen, dass man eine nicht benötigte Lizenz bei Lenovo z.B. zurückgeben kann und dafür etwas Geld bekommt. Hat jemand Erfahrung, ob das bei HP auch möglich ist?

Vielen Dank schonmal
 
Soweit ich weiß muss es möglich sein, kann mich aber irren, schreib HP doch einfach mal, dass du wegen nichtbenutzung gerne den anteil der Lizenzkosten erstattet hättest und schickt etwaige datenträger zurück.

Einfach weiterverkaufen darfst du aber nicht, da es sich wahrscheinlich um eine gerätegebundene OEM-version handelt.
 
enteon schrieb:
Einfach weiterverkaufen darfst du aber nicht, da es sich wahrscheinlich um eine gerätegebundene OEM-version handelt.
Laut einem BGH-Urteil ("OEM-Urteil") soll es in Deutschland "gerätegebundene OEM-Versionen" nicht geben.

BGH, Urteil v. 06.07.2000, Az. I ZR 244/97, CuR 2000, 651. Siehe hier.
Damit dürfte der Verkauf erlaubt sein.
 
Zum Thema Rückgabe von Windows-Lizenzen habe ich einen sehr unterhaltsamen und aufschlussreichen Thread ergoogelt:

https://bbs.archlinux.de/viewtopic.php?id=16974&p=1

Fazit: Lieber weiterverkaufen, nicht zurückgeben. Ich frage mich nur, wie man das COA und den Sticker mit dem Key ungeschadet vom Notebook abkratzen kann... Denn ohne diese beiden Bestandteile kann man die Lizenz definitiv nicht verkaufen.

Jan
 
JanKrohn schrieb:
Ich frage mich nur, wie man das COA und den Sticker mit dem Key ungeschadet vom Notebook abkratzen kann...
  • Großzügig mit Tesa abkleben
  • Mit einem Fön erwärmen
  • Dann langsam, vorsichtig abziehen und mit einem scharfen Gegenstand (Spatel) vorsichtig nachhelfen
Mach ich immer so bei Notebooks von Freunden und Bekannten. Denn wenn das Notebook mal "verloren" geht, hat man zumindest noch den Aufkleber.

Zudem könnten sich Fremde den Lizenz-Key abschreiben (bei ASUS Notebooks habe ich letztens gesehen, dass sich der Aufkleber im Akku-Fach befand).
 
Viel Dank für die Infos.
Habt ihr noch eine Idee, wo man die Lizenzen verkaufen kann? Bei ebay ist das ja wohl nicht erwünscht.
 
Wieso ist das bei eBay nicht erwünscht? Ich habe gerade mal dort unter Software -> Betriebssysteme -> Windows 7 geguckt und habe da durchaus Angebote gefunden, in denen nur die Lizenzen verkauft wurden. Du bist ja auch der rechtmäßige Besitzer und wie auch oben zu lesen ist der Verkauf von OEM-Lizenzen in Deutschland nicht zu beanstanden.

Ansonsten: Um was für eine Lizenz handelt es sich denn?

Gruß,
Thorsten
 
ThorstenBehrens schrieb:
Wieso ist das bei eBay nicht erwünscht?

Wenn man bei eBay ein Microsoft-Produkt einstellt, wird man auf dem letzten Screen nochmals gewarnt, dass man das doch bitte nur tun soll, wenn man 1. einen originalen Datenträger, 2. ein COA und 3. einen originalen Key verkauft, da das Produkt ansonsten unvollständig wäre.

(Ich gebe hier nur wieder, was eBay einem sagt, nicht was die Rechtslage ist...)

Jan
 
JanKrohn schrieb:
Wenn man bei eBay ein Microsoft-Produkt einstellt, wird man auf dem letzten Screen nochmals gewarnt, dass man das doch bitte nur tun soll, wenn man 1. einen originalen Datenträger, 2. ein COA und 3. einen originalen Key verkauft, da das Produkt ansonsten unvollständig wäre.

Gut, so weit, dass ich da einen Verkauf simuliere, habe ich es nicht ausprobiert. Ist halt die Frage, ob der TE es trotzdem dort probieren möchte. In der Kategorie werden einige Produkte angezeigt, die die erste Bedingung (den originalen Datenträger) nicht erfüllen. eBay hat halt manchmal recht seltsame (um es mal milde auszudrücken) Annahmen darüber, was man da einstellen dürfen soll und was nicht.

Gruß,
Thorsten
 
@Thorsten:
Es ist eine Windows 7 Professional Lizenz. Ich habe dazu sowohl die 32-bit als auch die 64-bit Version auf einem HP-Datenträger. Es scheint so, als wären auf der DVD "normale" Vollversionen.

Gilt der Aufkleber denn eigentlich als Echtheitszertifikat?
 
JanKrohn schrieb:
Wenn man bei eBay ein Microsoft-Produkt einstellt, wird man auf dem letzten Screen nochmals gewarnt, dass man das doch bitte nur tun soll, wenn man 1. einen originalen Datenträger, 2. ein COA und 3. einen originalen Key verkauft, da das Produkt ansonsten unvollständig wäre.
Microsoft selbst schreibt aber nirgends, dass der Datenträger zur Lizenz gehört:
Windows 7 Lizenzbestimmungen schrieb:
16. LIZENZNACHWEIS („Proof of License“ oder „POL“).
a. Originaler Lizenznachweis („Proof of License“ oder „POL“). Wenn Sie die Software auf einer CD oder anderen Medien erworben haben, ist Ihr Lizenznachweis das originale COA Label (Certificate of Authenticity) von Microsoft mit dem beiliegenden originalen Product Key sowie Ihr Kaufnachweis. Wenn Sie die Software online gekauft und heruntergeladen haben, ist Ihr Lizenznachweis der originale Product Key von Microsoft für die Software, den Sie beim Kauf erhalten haben, sowie Ihr Kaufnachweis von einem autorisierten elektronischen Lieferanten originaler Microsoft-Software.
JanKrohn schrieb:
(Ich gebe hier nur wieder, was eBay einem sagt, nicht was die Rechtslage ist...)
eBay sollte mal die Lizenzbestimmungen von Microsoft lesen - siehe oben.

ThorstenBehrens schrieb:
eBay hat halt manchmal recht seltsame (um es mal milde auszudrücken) Annahmen darüber, was man da einstellen dürfen soll und was nicht.
Richtig. Beispiel: Zum Erscheinungstermin von Windows 7 im Oktober 2009 konnte man sich bewerben und eine "Windows 7 Willkommensparty" abhalten - dafür erhielt mein ein original Windows 7 Ultimate. Diese Version wurde auch bei eBay zum Verkauf eingestellt. eBay hat den Verkauf aber untersagt, weil auf der Packung drauf stand: "Nicht zum Weiterverkauf bestimmt". Nach deutschem Recht ist der Weiterverkauf von Werbegeschenken aber durchaus erlaubt. Auf Nachfrage bei Microsoft musste Microsoft das auch einräumen. Daraufhin durfte diese Version bei eBay doch verkauft werden.
 
Spitfire007 schrieb:
@Thorsten:
Es ist eine Windows 7 Professional Lizenz. Ich habe dazu sowohl die 32-bit als auch die 64-bit Version auf einem HP-Datenträger. Es scheint so, als wären auf der DVD "normale" Vollversionen.
Gilt der Aufkleber denn eigentlich als Echtheitszertifikat?

Dann hast Du doch alles beisammen: einen Datenträger, der Aufkleber als CoA und den Produktschlüssel auf dem Aufkleber.

Gruß,
Thorsten
 
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