Auf welches CMS spezialisieren?

ignator

Ensign
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Hiho,

ich stehe momentan vor der Frage auf welches CMS ich mich spezialisieren soll um den deutschen Markt der Endkunden (keine Agenturaufträge) abdecken zu können.

In den Staaten ist Wordpress wohl sehr stark vertreten, was ich ehrlich gesagt auch gut verstehen kann. Die Lernkurve ist echt gemütlich. Ich habe mich in den vergangenen 4 Monaten intensiver damit beschäftigt und es sagt mir echt zu.

Was ich jedoch immer wieder beobachte ist, wie abhängig der deutsche Entscheider-Markt vom buzzwordbingo abhängig ist. Vor meiner Wordpress Phase habe ich über ein Jahr als Typo3 Entwickler gearbeitet und ich habe es gehasst. Kein anderes CMS weist eine schlechtere Usability im Backend auf. Kein anderes CMS braucht eine eigene Scriptsprache. Kein anderes CMS ist langsamer, überfrachteter und umständlicher in der Templatebedienung. Und dennoch, jeder Mittelständler will es weil die Konkurrenz es auch hat.

Dann wäre da noch Joomla... ich weis nicht so recht. Mir gefällt das Backend. Mir sind jedoch die Extension-Entwickler zu sehr auf den eigenen Profit aus. Ordentliche Erweiterungen muss man immer für teuer Geld bezahlen. Freie Plugins die was taugen findet man so gut wie nirgens....

Die kleinen wie Contao o.ä. habe ich noch nicht angetestet, ich denke aber, dass da zu viel Überzeugungsleistung notwendig wird.


Wie seht ihr das, habt ihr eigene Erfahrungen zu dem Thema. Kennt ihr vielleicht Marktforschungsdaten zu einem Wachstumsvergleich zwischen Typo3 und Wordpress auf dem deutschen Markt?

Grüße,

Michael
 
Mir ging es ähnlich. Typo3 ist zu 99% mit Kanonen auf Spatzen geschossen und Joomla hat mir nach mehreren Anläufen nicht gefallen. Wordpress ist für kleinere Sache genial. Zum Schluss bin ich bei Contao "hängen" geblieben. Super übersichtlich, schnell, einfach und eine tolle Community, welche auch nicht so verstreut ist. Als klein würde ich Contao nicht mehr bezeichnen.

Typo3 und Wordpress miteinander zu vergleichen, macht überhaupt keinen Sinn. Wordpress ist und bleibt ein Blog, auch mit "angestricktem" CMS-Modul. Typo3 ist meiner Meinung nach eher nur für sehr große Sachen sinnvoll. Ich mag es nicht, weder in der Redaktion, noch in der Administration.

Kleine Sachen -> Wordpress.
Mittel bis große Geschichten -> Contao.


Hast du mal was mit Contao umgesetzt? Probier es mal aus!
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die einleitenden Worte. Bei uns wurde bzw wird aktuell auf Typo umgestellt. Warum? Genau. Das haben die so oft gehört, dass es gut sein muss. :rolleyes:
 
Typo3 ist eigentlich nur dann mit "Kanonen auf Spatzen schießen", wenn du jemanden ein Typo-Projekt basteln lässt, der sich mit der Materie nicht auskennt ;). Ein Typo3-Experte setzt dir eine Website (wenn das Template steht) innerhalb eines Tages auf, sodass du diese danach verwalten kannst (z.B. einen Blog mit Kommentarfunktion und Gästebuch).
 
Ok. Schleppt man nicht trotzdem zig "Sachen" mit sich rum, welche man gar nicht benötigt?
 
Naja. Sagen wirs so: Du kannst für die Endbenutzer das Interface mit wenigen Schritten so einrichten, dass diese nur noch das sehen, was sie brauchen.
Die "Komplexität" ist nur für den Entwickler sichtbar. Aber ein Entwickler, der seit 8-10 Jahren an Typo3 arbeitet, findet sich in dem System mit Leichtigkeit zurecht :).
 
Im Endeffekt wird wohl jeder das Vorschalgen womit er selbst Jahre lang zu tun hat. :D

Such die eins aus, les dich ein wenig ein, probier die verschiedenen cms aus, und entscheide dann.

Ich mag die open source cms nicht wirklich, da immer wieder Sicherheitslücken gefunden werden und natürlich auch ausgenutz werden. Das passiert dir bei einem selbst geschriebenen backend für einer seite nicht, da hier keiner in den quellcode schauen kann, da dieser ja nicht öffentlich ist.

Zudem sind die gängisten cms auch total überladen und hemmen die Seite mehr, da sie unnötigen Quellcode laden müssen.
Aber nur meine Meinung, manche schwören ja drauf.
 
Ciraxis schrieb:

Was ist so toll an Drupal?
Ich höre von vielen, dass es so toll sein soll, aber wenn ich mich darüber informiere, lese ich immer, dass man die Finger davon lassen soll. Aufgrund von Spaghetticode, schlechten Response-Zeiten, einer grausamen Datenbank (selbst ganze HTML-Templates werden in der Datenbank gespeichert) und zusammengefrickel der einzelnen Modulen.

Da stell ich mir immer die Frage, ob die Leute, die Drupal empfehlen, auch noch was anderes kennen, oder ob sie sich blenden lassen, nur weil die Webseite vom Weißen Haus ebenfalls auf Drupal basiert?
 
wow,

so schnell so viele antworten.

An der persönlichen Präferenz wird schon was dran sein. Es geht mir hier aber nicht darum das für mich passende CMS zu finden sondern welches die besten Zukunftsaussichten hat. Seht euch mal das hier an.

http://www.google.com/insights/search/?hl=de#q=joomla,wordpress,typo3,drupal,contao&geo=DE&cmpt=q

Hier sieht man zumindest Ansatzweise, dass das öffentliche Interesse an typo3 in den letzten Jahren langsam stagniert. Das gleiche Gilt für Joomla, während Wordpress seit Jahren ein stabiles Wachstum aufweist. Für Enterprise Projekte ist typo3 sicherlich die bessere Wahl. Einen Entwickler zu finden der, wie schon erwähnt, die nötige Erfahrung mitbringt, das System so aufzusetzen, dass es skalierbar bleibt, ist aber um so schwerer. An diese Projekte komm ich als one-man-show aber eh nicht ran.
 
GustlPC schrieb:
Ich mag die open source cms nicht wirklich, da immer wieder Sicherheitslücken gefunden werden und natürlich auch ausgenutz werden. Das passiert dir bei einem selbst geschriebenen backend für einer seite nicht, da hier keiner in den quellcode schauen kann, da dieser ja nicht öffentlich ist.

Zudem sind die gängisten cms auch total überladen und hemmen die Seite mehr, da sie unnötigen Quellcode laden müssen.
Aber nur meine Meinung, manche schwören ja drauf.

Da stimm ich dir, sowohl im Schreiben eines eigenen Backends, sowie den überladenen CMS zu.

Wofür gibt es MVC-Frameworks? ;)
 
ich nutze django-CMS und finde es einfach genial :) Es ist schwer zu lernen da wenn man es richtig bedienen will auch ein wenig programmieren muss z.B. Schleifen, abfragen also nichts hoch komplexes. Aber wenn man es mal drauf hat kann man richtig krasse Sachen damit machen.

https://www.django-cms.org/
 
GustlPC schrieb:
Im Endeffekt wird wohl jeder das Vorschalgen womit er selbst Jahre lang zu tun hat. :D

Such die eins aus, les dich ein wenig ein, probier die verschiedenen cms aus, und entscheide dann.

Ich mag die open source cms nicht wirklich, da immer wieder Sicherheitslücken gefunden werden und natürlich auch ausgenutz werden. Das passiert dir bei einem selbst geschriebenen backend für einer seite nicht, da hier keiner in den quellcode schauen kann, da dieser ja nicht öffentlich ist.

Zudem sind die gängisten cms auch total überladen und hemmen die Seite mehr, da sie unnötigen Quellcode laden müssen.
Aber nur meine Meinung, manche schwören ja drauf.

Und so welchen Leuten haben wir dann den nächsten Datenleak bei einem Händler zu verdanken, weil man den eigenen PHP-Sk1llz mehr vertraut als 10000+ Leuten, die über den Quellcode gucken.... was meint ihr, warum so viele gefunden werden und wieviele noch in den ganzen selber gestrickten CMS auf neue Kunden aus Fernost warten... man man man
 
Habe von folgenden Systemen jeweils eine Seite am Laufen (für berufliche Testzwecke) und kann folgendes sagen.

Wordpress - Eigentlich eine Blog Software und kein reines CMS. Aber sehr beliebt und weit verbreitet mit vielen Supportforen.

Joomla - Gutes CMS für einfache Seiten mit vielen nützlichen Extensions die einfach zu installieren und einzubinden sind. Ebenfalls viele gute Foren und große Fangemeinde.

Typo3 - Wirklich nur geeignet für große Seiten mit täglichem hohen redaktionellen Aufwand. eigene Scriptsprache (TypoScript) die erst erlernt werden muß und teilweise (für mich) sehr unlogisch ist. Habe wirklich lange gebraucht um damit eine ordentliche Seite zu erstellen. Aber man muß sagen hat mans erst mal verstanden ist es das mächtigste CMS überhaupt. Man muß sich halt die Frage stellen ob sich dieser Aufwand lohnt.

Von der Bedienung her gefällt mir persönlich am besten Wordpress.
 
Magento oder xt:commerce hab ich hier bewusst nicht aufgezählt weil es sich dabei um shopsysteme handelt. das ist nicht mein hauptgeschäft.

Nochmal: ich bin kein Neuling in Sachen CMS Entwicklung, ich möchte einfach nur eure Meinung. Welches CMS wird auf dem deutschen Markt in den nächsten Jahren stärker wachsen und sozusagen den Markt dominieren?
 
Keines, es wird weiterhin ein aufgeteiltes Feld unter einigen Kandidaten bleiben, es gibt aktuell keine Tendenzen, dass ein System sich zum Quasi-Standard entwickeln wird.
 
... und wird es demnächst auch nicht geben.

Alle CMS haben ihre Daseinsberechtigung in ihrem Einsatzgebiet. Du könntest aber eine Umfrage erstellen, welches am "Beliebtesten" ist.
Ich setzte für meine Projekte auch zukünftig meine eigenes CMS. Nur auf ausgesprochenen Wunsch. Wieso? Ich arbeite extrem effizient mit dem mittlerweile an Umfang gewachsenen System. Ich kenne ausnahmslos jede Variable, deren Dekleration usw.
Sicherheitstechnisch lasse ich gerne paar von mir Bekannte Jungs "drauf los". Gravierendes wurde bis jetzt noch nicht gefunden (gottseidank :D).
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich habe mich mal einige Zeit mit Redaxo.de beschäftigt. Hat mir sehr gut gefallen für kleinere Projekte. Schlanker Core und viele Erweiterungen, mit denen man alles realisieren kann.

Und auch das Backend für den Anwender habe ich übersichtlich empfunden.

Bye
MyPass
 
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