Win7x64-Einstellungen?

flemmingr

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Hallo SSD-Specis,
ich habe mir für meinen PC eine "OCZ Agility 3 60GB" gekauft und möchte darauf Win7 x64 installieren, um PhotoShop CS5 x64 bei meinen 8 GB RAM nutzen zu können.
Wie muss ich Win7 installieren?
* SSD-Alignment ist zu beachten
* AHCI ist im BIOS einzustellen
* ohne Bitlocker-Partition
Mehr ist wohl erst einmal nicht nötig vor dem Neuinstallieren von Win7x64.

Superfetch, Prefetcher und ReadyBoost sollte Windows 7 automatisch für SSD-Festplatten abschalten. Wenn nicht, dann manuell in der Registry. Habe ich aus PC-Magazin.

Was ist mit der Windows-SWAP <pagefile.sys>? Man kann ja
'automatisch verwalten'
'benutzerdefinierte Größen'
'Größe wird vom System verwaltet'
'keine'
auswählen.
Bei meinen HDs hatte ich immer 1,5x RAM-Speicher für min. = max. Wert eingestellt. Damit war <pagefile.sys> fix. Das stammt noch aus Win95-Zeiten. Wie ist die SWAP-Datei bei einer SSD zu konfigurieren?

Im PC habe ich noch eine HD mit Win7x86 in einer Partition mit meinen nicht-64-Bit-Programmen. Ich könnte doch auch deren SWAP-Datei auf die SSD legen. Welche Einstellung am System ist dann sinnvoll?

Weiterhin könnte ich die Caches für Photoshop, FireFox, Internet Browser u. a. auf die SSD legen. Ist das sinnvoll? Früher hatte ich die mal auf einer RAM-Disk und das hatte sich gelohnt. Ist das für eine SSD auch sinnvoll oder sollen die caches auf eine HD gelegt werden?
 
Hi,

* SSD-Alignment ist zu beachten
* AHCI ist im BIOS einzustellen

schon mal gut

Superfetch und sowas kannst du an lassen oder abschalten, wie du magst. Das Defrag Tool solltest du abschalten (nicht den Dienst, macht Probleme bei einigen Windows Features).

Swap legst du einfach auf die ssd (2 GB sollten bei dir reichen, wobei du auch erst mal ohne testen kannst)

Die Caches kannst du auf der SSD lassen, ist schnell genug ;)

Frage von mir:

Warum installierst du Windows 2x? 32 Bit Programme laufe auch unter Windows 7 64 Bit
 
Hallo metallica2006,
Danke für Deine Antwort.

"Swap legst du einfach auf die ssd (2 GB sollten bei dir reichen, wobei du auch erst mal ohne testen kannst)"

Du meinst also ebenfalls fix benutzerdefiniert (min = max = 2 GB)? Aber ist denn das wirklich gut für eine SSD? Ich verstehe eine SWAP so, dass darauf ständig geschrieben und gelesen wird.

Weshalb noch parallel Win7x86 auf dem PC? Damit arbeite ich normaler Weise, wenn ich keine Bildbearbeitung mit PhotoShop mache. Außerdem habe ich noch einen alten Scanner, der nicht unter Win7 x64 läuft.
 
Die 100MB Bootpartition kannst Du lassen, die schadet der SSD ja nicht. Das pagefile würde ich bei einer 60GB SSD fix einstellen aber nicht ganz abschalten, denn Windows deframentiert das RAM darüber und sonst kann es passieren, dass ein Programm keinen großen zusammenhängenden Speicherbereich bekommt obwohl noch genug RAM frei ist. Der SWAP wird zum Auslagern von RAM Inhalten benutzt, die nicht ins eigentlich RAM passen oder dort lange nicht verwendet wurden.
 
Windows 7 nimmt bei der Installation normalerweise schon alle Einstellungen automatisch vor. Sicherheitshalber sollte man sie zwar abschliessend noch einmal kontrollieren. Lediglich die Auslagerungsdatei sollte man begrenzen - je nach Anwendungs-/ Benutzerprofil sollte man mind. 2GB 'festsetzen'. Ansonsten benutz die SSD genau so, als wenn es einen HDD ist/ wäre.

Diese Bangemacherei stammt noch aus der 1. Generation der SSDs, wo man ja auch meinte, man müsste sie schonen und in einen dicken Wattebauschball stecken, damit ihnen/ ihr ja nichts passiert.

Wir sind mittlerweile mind. 2 eher 3 Generationen weiter, die Hersteller haben so einiges an Erfahrungen sammeln und verbessern können und man ist mittlerweile so weit, dass man so gut wie pauschal sagen kann, man benutze eine SSD wie eine HDD.

Ich zumindest mache es so und meine SSDs die ich in Benutzung habe, werden nicht nur normalen Benutzungsansprüchen ausgesetzt, sondern schon ziemlich strapaziert. Tägliches Schreibvolumen liegt bei mind. 20GB/ tägl. teils auch bis zu 25-27GB/ tägl.. Das ist wesentlich mehr als 'OttoNormalUser' auf eine SSD täglich schreibt und bei mir wird bei dieser Art der Nutzung die voraussichtl. Lebenszeit der Laufwerke auf 08/ bzw. 11/ 2017 vorausgesehen. Rechne ich diese 6 Jahre runter auf 'OttoNormalUser', so dürfte da irgendwas mit 10 Jahre und mehr bei raus kommen ... und das sollte mehr als reichen ...
 
Windows 7 schaltet eigentlich die Defragmentierung für SSDs automatisch ab, da muss man also nichts einstellen (nur kontrollieren, wie es eingestellt ist). Auch Superfetch/Prefetch werden für SSDs von Win 7 deaktiviert.
So weit ich es neulich gelesen habe, macht Win7 aber sogar einen Performance-Test, weil bei manchen älteren SSDs Superfetch noch sinnvoll war.
Bei allen aktuellen SSDs sollte es dann aber automatisch deaktiviert sein.

Zum Platzsparen kannst du das Swapfile auf eine Mindestgröße von 2GB oder so setzen (max. dann eben 1,5x RAM). Die meiste Zeit wird es die Mindestgröße nicht überschreiten, aber du bist abgesichert. Pagefile ausschalten ist nicht empfehlenswert.
 
Massiv ausgelagert wird nur, wenn der Ram nicht reicht. Ansonsten sind es unter 200MB die Win7 auslagert. Du hast 8GB, da kannst die Auslagerungsdatei auf min u. max 1024MB machen. Und den Ruhezustand schaltest du am Besten ab. Diese Massnahmen bringen dir ca. 15GB mehr freien Platz, und bei einer 60GB SSD is das schon viel. Man kann aber noch mehr einsparen, Papierkorb verkleinern auf 1024MB, Systemwiederherstellung verkleinern.
 
Noch zur Ergänzung: das Pagefile sollte aber auf jeden Fall auf SSD bleiben, da dort eher sehr kleine Dateien geschrieben werden (und noch mehr von dort gelesen).
Das Anforderungsprofil des Pagefiles passt also optimal zu einer SSD, man wäre blöd, es auf HDD zu verlagern.
 
Hallo etheReal,
etheReal schrieb:
Windows 7 schaltet eigentlich die Defragmentierung für SSDs automatisch ab, da muss man also nichts einstellen (nur kontrollieren, wie es eingestellt ist). Auch Superfetch/Prefetch werden für SSDs von Win 7 deaktiviert.
So weit ich es neulich gelesen habe, macht Win7 aber sogar einen Performance-Test, weil bei manchen älteren SSDs Superfetch noch sinnvoll war.
Bei allen aktuellen SSDs sollte es dann aber automatisch deaktiviert sein.
Ich habe gestern auf meine neue "OCZ Agility 3 60 GB" (als Device 0, keine weiteren HDDs angehängt) Windows 7 x64 Home Premium von der DVD (enthällt kein SP1) installiert:
Ich musste manuell Superfetch/Prefetch in der Registry sowie die Defragmentierung in der Systemsteuerung abschalten. Hat also Windows nicht selbst gemacht.

Die SWAP-Datei habe ich nach Euren Ratschlägen fix auf 2048 MB eingestellt.
 
Hab auch vor kurzem Win 7 64 auf Intel x25-M G2 neuinstalliert und kann bestätigen, dass Superfetch nicht automatisch deaktiviert war; hat mir dann aber die Intel Toolbox angezeigt.

cya tactixz
 
Hast wenigstens vorher FW 2.15 drauf geflasht, falls es noch net drauf war. Und mach regelmäßig Backups.
 
OCZ Vertex2 60 GB <--> OCZ Agility3 60 GB

Hallo,
ich habe nun meine neue "OCZ Agility3 60 GB" (mit FW 2.13) mit Win7 x64 und zunächst den Microsoft SATA-Treibern installiert und dann mit AS-SSD 1.6.4237 gemessen:
Score: 82/141; 266
Dann habe ich die zum MB (MSI 890GXM-G65, soll SATA 6Gb/s "beherrschen") gehörenden aktuellen AMD-SATA-Treiber nachinstalliert:
Score: 85/153; 282

Mit meiner "OCZ Vertex2 60 GB" (FW 1.34) mit Win7 x64 und den aktuellen AMD-SATA-Treiber waren es:
Score: 134/122; 323

Nun bin ich entsetzt, dass die Agility3 keine höheren Werte als die Vertex2 ergeben hat. Da hätte ich mir die 85 € sparen können.

Ist das normal? Benötige ich ein anderes SATA-Kabel zwischen MB und SSD? Oder?
 

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Die Agility3 arbeitet statt wie sehr viele andere SSDs nicht mit synchronen NAND sondern mit asynchronen NAND. Dementsprechend fallen dann auch die Leistungen aus.
Vor allem, nach dem das LW einmal komplette beschrieben wurde, fallen insbes. die Schreibleistungen um ca. 20-30% ab. Ebenso hat das LW, wie sehr viele andere Sandforce-basierende, es überhaupt nicht gerne, wenn man sie zu sehr bencht.

Hier tritt die Agility3 gegen 2 andere LW an und in den Benchmarks sind noch andere Vergleichsmodelle zu finden.
 
Darüber dass die Agility3 langsamer ist, als ne Vertex2 hättest du dich vor dem Kauf informieren können.
 
meckswell schrieb:
Darüber dass die Agility3 langsamer ist, als ne Vertex2 hättest du dich vor dem Kauf informieren können.
Hallo meckswell,
das habe ich auf den Spezifikationsseiten von OCZ gemacht.
Code:
                               Vertex2 60 GB    Agility3 60 GB
max. Read                        bis 285             525 MB/s
max. Write                       bis 275             475 MB/s
Sustained Write                  bis 250MB/s          ./.
Random Write 4KB (Aligned)       50T                 50T IOPS
Und danach habe ich erwartet, dass die Agility3 mit SATA 6 Gb/s schneller als die Vertex2 mit SATA 3 Gb/s sei.

Was könnte die Agility3 bei mir ausbremsen? Das ca. 10 cm lange SATA-Kabel (war für SATA-HDDs gedacht)?
Ergänzung ()

AMDUser schrieb:
Hier tritt die Agility3 gegen 2 andere LW an und in den Benchmarks sind noch andere Vergleichsmodelle zu finden.
Ja, aber kein Vergleich zwischen SSD-SATA 3 Gb/s und SSD SATA 6Gb/s.
 
@ flemmingr

dann lies mal bitte das Produktdatenblatt, welches es als .pdf bei OCZ gibt. ... die Fußnote(n) beachten

http://www.ocztechnology.com/res/manuals/OCZ_Agility3_Product_sheet.pdf

ATTO bencht/ misst relativ realitätsfern mit komprimierbaren Daten und da die sich vom Marketing auch hervorragend verkaufen lassen (siehe Spezifikationsseite von OCZ) hat man auch die angegeben ... und du bist ohne diese zu überprüfen drauf reingefallen.
Relativ nah der Realität entsprechen die Werte die sich zwischen den Ergebnissen von ATTO und AS-SSD bewegen.


[EDIT]

Es ist ja auch nicht verwerflich einen Benchmark zu verwenden, der nicht realitätsnah ist. OCZ gibt - wenn auch eben nur mit Fußnote - sogar an, womit sie gemessen haben. Das man dann auch diese Ergebnisse fürs Marketing nutzt, ist auch nicht verwerflich ... es gehen eben der ein oder andere User diesen Werten 'auf den Leim' ... und ob das dann grade gut fürs Firmen-Image ist, .... :confused_alt:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Edit)
Im Datenblatt der Agility3 gibt OCZ auch die Werte von AS-SSD, also mit nicht komprimierbaren Daten an. Der Witz überhaupt ist aber der:
Sustained Write bis 250MB/s
Was nutzt eine bis Angaben bei den Sustained Werten?
Ergänzung ()

AMDUser schrieb:
Relativ nah der Realität entsprechen die Werte die sich zwischen den Ergebnissen von ATTO und AS-SSD bewegen.

Relativ nah an den Werte mit realistischen 50% Komprimierbarkeit (Programme, dlls) kommt man, wenn man 30% auf die AS-SSD Angaben rechnet. Das kann man mit dem Kompressionstest von AS-SSD auch sehen. Gerade bei der Agility3 gehen die Werte erst bei fast 100% Komprimierbarkeit in die Nähe der ATTO Angaben.
 
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