1668mib schrieb:
Wer reder von ATA-Befehle mitlesen? Darum geht es mir gar nicht.
Wenn die Blöcke via Trim als leer markiert werden, wird sie die Firmware der SSD früher oder später auch mit Nullen füllen. Insofern kann ein Angreifer leere Sektoren direkt erkennen usw.
Wie soll der Angreifer bitte an diese Information kommen, wenn nicht durch mitlesen der SATA Befehle? Für den Controller ist es ja egal, wieso er Flashpages als ungültig markiert hat. Das kann eben durch Überschreiben oder trimmen der LBA (Logical Block Address) passieren.
1668mib schrieb:
Bei einem potentiellen Angriff sind das zumindest Informationen, die man nicht unbedingt preisgeben muss.#
Was soll ihm diese Information nutzen? Beim Lesen einer getrimmten LBA bekommt man die alten Daten sowieso nicht mehr zu sehen (sondern i.d.R. nur Nullen) und aus der LBA kann man auch nicht so einfach die Flashadresse wiederherstellen. Und wenn doch, so stehen die Daten doch sowieso gecryptet dadrin.
1668mib schrieb:
"Wenn die LBAs die von einer gelöschten Datei belegt waren gleich wieder überschrieben werden" => Kontext? Passt doch gar nicht zu meiner Aussage...
Du hattest über TRIM als "Risiko" geschrieben und die Aussage die Macher selbst sagen "TrueCrypt does not block the trim operation" getätigt. Daher habe ich die Belanglosigkeit von TRIM für diesen Fall dargestellt. Außerdem: Muss denn alles was ich schriebe einen Bezug zu Deiner Aussage haben?
1668mib schrieb:
und LBA ist kein Block sondern ein Verfahren...
LBA ist auch der Name für die Adresse, deswegen steht in den Datenblättern von SSDs i.d.R. auch der "User Adressable Space" in LBAs. Eine Adressierung über Zylinder, Kopf und Sektor macht bei SSDs ja auch gar keinen Sinn und ist auch bei HDDs schon lange aus der Mode. Außerdem ist die Angabe von LBA als kleinste Einheit die der Host Controller adressiert viel eindeutiger als von Sektoren zu sprechen. Davon gibt es gewöhnlich drei, die phys. Sektoren der Platte (zunehmend 4k), den LBA und den Sektor des Filesystems, auch Cluster genannt.
1668mib schrieb:
@hdthtfhf: Es geht mir auch weniger darum, dass man die Menge erfahren kann, sondern dass solche Kenntnisse einen Angriff eventuell erleichtern können.
Der entfernten Möglichkeit einen Angriff zu erleichtern stehen also handfeste Nachteile für Performance und Lebensdauer der SSD gegenüber.
1668mib schrieb:
Wobei bei vernünftiger Verschlüsselung ein Angriff die nächsten Jahrzehnte eh eher theoretischer Natur ist...
Auf Jahrzehnte zu planen ist ebenso unnötig wie unmöglich. Die Entwicklung der Rechenleistung ist nicht vorhersehbar, wer hätte vor Jahren erwartet, dass MD5 Hashes dank GPU-Computation heute binnen kürzester Zeit geknackt werden können? Unnötig ist es, weil die verschlüsselten Daten danach wohl kaum noch relevant sind, weil das Geschäft dann abgeschlossen ist, das Patent erteilt oder schon längst abgeleufen ist, die Starftat verjährt ist, etc.