Erste Tri-Channel-Speicherkits von A-DATA

Volker Rißka
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Mit dem Core i7 auf Basis des neuen Nehalem wird Intel erstmals auf einen Triple-Channel-Speicher-Controller setzen. Dass die bekannten Speicherhersteller dazu natürlich passende Kits herausbringen, war schon vorab so sicher wie das Amen in der Kirche. A-DATA hat als einer der ersten ein offizielles Kit präsentiert.

Der Hersteller packt je nach Paket drei Module mit je 1 oder 2 GByte Speichergröße zu einem Kit zusammen. Diese werden mit den Taktfrequenzen von 1.333 und 1.600 MHz auf den Markt kommen. Die Timings für den DDR3-1333-Speicher werden laut Hersteller bei 7-7-7-20 liegen, die schnellere Variante DDR3-1600 bietet 8-8-8-24. Die Speicherriegel kosten im 3-GByte-Kit DDR3-1600 230 US-Dollar, für das 6-GByte-Kit DDR3-1600 werden 350 US-Dollar fällig.

A-DATA Tri-Channel-Speicherkit mit 6 GByte

Äußerst interessant ist bei dem Kit jedoch die Spannung der Module. A-DATA vermeldet als benötige Spannung 1,65 bis 1,75 Volt. Dies ist insofern interessant, da seit wenigen Tagen im Internet Berichte umher schwirren, nach denen Intel die Core-i7-CPUs nur mit Speichermodulen bis zu einer Spannung von 1,65 Volt validiert haben soll. Inwiefern ein Aufkleber, den Asus seiner neuen P6T-Platine mit auf den Weg gibt, aber die offiziellen Spezifikationen für Intel darlegt, oder sich der Hersteller in erster Linie selbst absichert, bleibt derzeit unbeantwortet.

Asus P6T - warung vor hohen Spannungen für den Speicher
Asus P6T - warung vor hohen Spannungen für den Speicher
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  • Volker Rißka E-Mail
    … schreibt seit dem Jahr 2002 über CPUs, deren Architekturen und Fertigungsverfahren sowie Mainboards und RAM.
Quelle: Pressemitteilung

Ergänzungen aus der Community

  • Eisenfaust 04.10.2008 09:54
    ... ja, NUR DDR3-1066, das aber offiziell, inoffiziell sollen aber DDR3-1333 und DDR3-1600 auch möglich sein. Inoffiziell, das heißt ohne jedwede garantietechnische Rückendeckung. Das ist in meinen Augen mehr als nur bedenklich. Aber der 'mündige Kunde' wird schon kaufen, kaufen, kaufen, schließlich ist es ja etwas ganz Neues ... Wieder einmal scheint es so, als werde schnellstmöglich eine unausgereifte Sache auf den Markt geworfen und während diese abverkauft wird, bringt man dann als 'Neuerung' später, schätze etwa März 2009, 'verbesserte' Versionen auf den Markt. Mich grollt das nun. Wenigstens DDR3-1333 hätte mindestens als Standard sein müssen, jedes Kind weiß, daß DDR3-1066 Speicher nicht viel schneller als sein DDR2-800/1066 Pendant ist. Den Leistungszugewinn wird Intel durch drei Kanäle und um die Hälfte geringere Latenzen durch einen integrierten Speichercontroller erzielen. Das wäre ja eigentlich gar nicht so tragisch - wenn nicht a priori klar wäre, daß DDR3-1066 Speicher schon jetzt, wie ehedem die langsamsten DDR2-533 Speicher, völlig veraltete Technik darstellen. Und dafür soll König Kunde Geld ausgeben? Mir scheint, als greife Intel der Speicherindustrie einmal wieder kräftig unter die Arme, um die Lagerbestände alter DDR3-1066 Module leeren zu können - sofern überhaupt welche existieren. Sehr dubios.

    Vielleicht ist es auch einfach ein Designfehler in Intels neuem Flaggschiff.

    Im Übrigen kastriert und beschneidet Intel seinen neuen Wurf ja an allen Ecken und Enden. Vielleicht dürfen ja nur die ca. 1000 Euro teuren 'High-End' CPUs mit ca. 400 MHz mehr Takt mit DDR3-1333 Speicher bestückt werden :-), so wie man erst mit diesen Rechenknechten den höher getakteten QPI verwenden kann.
    Die 'kleineren' Prozessoren müssen sich ja allesamt erst mal mit einem auf 75% reduzierten QPI Durchsatz begnügen.

    Ach ja, Intel offeriert ja (fast) immer den 'High-End' Chipsatz zuerst (X38/X48) und schiebt dann einen technisch verbesserten, aber künstlich kastrierten Konsum-Chipsatz hinterher (P35/P45). Ich wundere mich ein bißchen darüber, daß am X58 eine ICH10 zum Einsatz kommt, wollte Intel nicht auch hier einen neuen Chip anbieten? Weiß jemand etwas darüber? Ich meinte vor gut einem Jahr dazu mal etwas gelesen zu haben.
  • HappyMutant 04.10.2008 10:09
    @Eisenfaust: Solange die Speicherindustrie vorrangig Module auf den Markt wirft, die weit oberhalb der Spezifikation von 1,5V arbeiten, ist der Schritt gar nicht mal so falsch. DDR3-1066 Speicher ist billig und verfügbar und damit gerade für Triple-Channel, was ja das Bandbreitenplus für diese Generation schlechthin darstellt, tatsächlich prädestiniert. Zumal man nicht vergessen darf, dass die Ansprüche an die Signalqualität etc. ganz entscheidend auch mit dem Takt steigen. Und Intel wird sich kaum mit 1600er Speicher als Garantie rumschlagen, wenn die Bandbreite von DDR3-1066 im Triple-Channel als ausreichend betrachtet wird.

    Das es zudem natürlich immer auch einen Weg nach oben in der Aufrüsterspirale geben muss, ist natürlich auch nicht von der Hand zu weisen. Aber den Speicherherstellern greift man man mit dem Rückgriff auf wenig exklusive Massenware nicht unbedingt unter die Arme. Zumindest nicht was die erzielbaren Gewinne pro Modul angeht.
  • Eisenfaust 04.10.2008 10:53
    @HappyMutant:

    Prinzipiell ist Dein Argument bzgl. Spannung korrekt. Allerdings hieß es seitens Intel vor noch gar nicht langer Zeit, i7 werde auch DDR3-1600 unterstützen. Intel ist ein maßgebliches Mitglied des JEDEC, ein Schelm, wer hier Böses zu denken wagt! Computerhardware ist ein teurer Spaß, wir, die Kunden, geben viel geld, meist sinnlos, für 'Mehrleistung' aus, die gar nicht existiert, sondern nur mißverständlich von PR-Psychologen erfunden wird. Gewiß kenne ich die Regeln des Marktes, allerdings scheinen meine Zeitgenossen zur allzuschnell zu vergessen. Offiziell war auf der vorletzten IDF (meine ich) eben zu hören, daß man seitens Intel eben höhere Speichertakte a priori unterstütze. Diese Meldung ging natürlich sofort um die Welt und Hurra, Core-i7 ist eine Wunderwaffe. Daß aber wenig später von einem hochrangigen Intel-Menschen verkündet wurde, daß es vorerst nur bei DDR3-1066 bleiben wird, versickerte recht schnell und ist, meines Wissens, eigentlich nur in Foren wie diesen bekannt. Der eher desinteressierte Allgemeinkunde kennt nur die mit Glorie umkränzte Mitteilung aus der Urzeit.

    Wie mein Vor-Redner schon sagte, abwarten und Tee trinken. Eventuell sind die Proteste und Aha-Erlebnisse wichtiger Personen ja ein Grund, hier für Abhilfe zu sorgen. Auf meiner Suche nach performantem Speicher (DDR2-800) stoße ich immer wieder auf den Umstand, daß wirklich kleine Latenzen nur durch Überspannungen realisiert werden. DDR2-1066 zum Beispiel ist darüberhinaus nicht mit 4 Riegeln in bisherigen Systemen betreibbar, also 8 GB derzeit oder nie möglich, geringe Latenzen ebensowenig. Stattdessen werden wir mit etwas Neuem bombardiert - andere Anschlüsse und somit andere Mainboards. Und siehe da, der 'neue' Standard hat nur Potential für die Zukunft, aktuell liefert er außer geringerer Spannungen de facto keinen Leistungsmehrwert, im Gegenteil, im Vergleich zum etablierten alten Standard sogar Minderleistungen. Um auf den bisherigen Stand zu kommen hebt man die Spannungen an, landet selbst bei DDR3-1066 dann bei Werten, die oberhalb der DDR2-800/1066 Spezifikationen liegen und erreicht gerade mal eben etwas mehr als der Ahne. Tolle Entwicklung. 4 GB Riegel sucht man bisher vergebens, obwohl angeblich möglich. Und wirbt Intel nicht auch mit bis zu 24 GB Arbeitsspeicher? Theoretisch natürlich, realisiert kann es nicht werden. Vermutlich werden DDR3-1333 Module mit 4 GB Kapazität dann erscheinen, wenn ca. 2010 DDR4 eingeführt wird. Das erinnert mich ein wenig an den Kalten Krieg. Der Ami hat Technik entwickelt, die nur darauf hinaus war, den Iwan in technischen Zugzwang zu versetzen und ihn wirtschaftlich zu ruinieren. Hat ja geklappt. Nur: wer denkt hierbei an die Ökologie? Ich bin weiß Gott kein Ökolinksfuzzi, allerdings frage ich mich nur zu oft, ob dieser nichtsbringende Schwachsinn nicht dadurch gekippt werden könnte, wenn man endlich eine Verträglichkeit im Hinblick auf Energie und Resourcen mit einbezieht. Philosophie Ende.
  • bensen 04.10.2008 11:33
    @aivazi
    das ist doch völliger quatsch.
    so gut wie jeder ddr3-1066 speicher wird mit 1,5V angegeben.
    selbst bei den ddr3-1333 gibt es noch viele module die mit 1,65 oder sogar 1,5V spezifiziert sind.

    intel hält sich an den jedec standard und erlaubt sogar 10% mehr spannung, ich finde das nicht schlimm.
    es ist doch nicht normal das manche hersteller diese spezifizierte spannung um mehr als 40% überschreiten.
    meinetwegen sollen sie das bei ihren OC ram ruhig machen, aber intel ist da imho nichts vorzuwerfen.

    man muss auch erstmal abwarten was der bloomfield da aus der speicherbandbreite macht. mit triple-channel und ddr3-1066 ist da schon ordentlich bandbreite vorhanden. ob er vom höheren speichertakt überhaupt profitiert muss erst noch gezeigt werden.

    @co-pilot
    wie kommst du auf 51,2 gb/s?
    ddr3-1600 im dualchannel sind grad mal 25,6 gb/s. ca. gleichviel wie ddr1066 im triplechannel.

    und mit dem klassischen fsb auf dem sockel 775 kommt man bei nem fsb1600 grad mal auf 12,8gb/s. ich sehe da eine doppelte speicherbandbreite beim bloomfield.
    in meinen augen ein großer sprung :rolleyes: