DFI: Intel P45 und Nvidia Ion + Atom auf einem PCB

Volker Rißka
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Hybrid ist zweifelsohne ein viel genutzter Begriff, wenn es um die Technologie in Autos geht. DFI hat sich gedacht, dass man dieses Konzept auch für PCs nutzen kann. Die erste Interpretation ist ein Intel-Mainboard mit P45-Chipsatz, welches zusätzlich noch über einen Nvidia Ion mit Atom-Prozessor auf einem Mainboard verfügt.

Das Konzept von DFI ist dabei so einfach wie genial. Mittels eines Control-Panels kann der Benutzer den Betrieb zwischen beiden Lösungen umschalten. Der Bonus, den DFI verspricht, ist gewaltig: 65 Prozent an Energie könnten durch die hybride Konstruktion eingespart werden. Auf der einen Seite steht ein Performance-Teil bereit, der in Form des P45-Chipsatzes und einer optionalien diskreten Grafiklösung beispielsweise fürs High-End-Gaming taugt, auf der anderen Seite kommt Nvidias Ion ins Spiel. Dieser Chipsatz mit einer integrierten GeForce 9400 bietet genügend Grafikleistung für den Desktop-Betrieb und auch für kleinere Spiele, konsumiert dabei jedoch nur einen Bruchteil der Energie des potenteren Boardnachbarn.

DFI P45-ION-T2A2
DFI P45-ION-T2A2

Im Prinzip sind es also zwei Hauptplatinen, die auf einem PCB untergebracht sind. Auf der „grünen“ Seite ist dies ein Atom 230 mit Ion-Chipsatz, der über zwei Slots bis zu vier GByte SO-DIMM-Speicher unterstützt. Weiterhin bietet dieser Teil drei SATA-Ports, 7.1 Sound, Gigabit-LAN, USB und noch einen separaten PCI-Express-Slot für Grafikkarten sowie einen herkömmlichen PCI-Slot. Die „andere Seite“ entspricht im Wesentlichen einer bekannten P45-Platine. Geboten werden daher ein Sockel LGA775 und bis zu 16 GByte DDR2-Speicher, ein PCI-Express-Slot für Grafikkarten, je ein Mal PCIe x1 und PCI, sechs SATA-Ports, USB, Gigabit-LAN und Sound.

DFI HYBRID P45 ION-T2A2

DFI verspricht in der angehängten Pressemitteilung verschiedene Einsatzmöglichkeiten, da man quasi zwei Rechner in nur einem System unterbringt. Wann genau die Platine auf den Markt kommt, gab DFI heute nicht bekannt.

Pressemitteilung von DFI
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Themen:
  • Volker Rißka E-Mail
    … schreibt seit dem Jahr 2002 über CPUs, deren Architekturen und Fertigungsverfahren sowie Mainboards und RAM.
Quelle: Pressemitteilung

Ergänzungen aus der Community

  • Anonymous 17.11.2009 15:24
    Hier haben einige etwas falsch verstanden oder schreiben zumindest so, dass andere irritiert werden könnten.
    1. Das sind 2 voneinander absolut unabhängige rechner.
    2. Speicherschnittstellen (SATA) und USB sind auch voneinander unabhängig gelöst.
    3. Die Audioschnittstellen lassen sich zwischen den beiden Systemen switchen (!).

    Es wird kurz am Anfang des Videos gezeigt. Mittels eines kleinen 3,5-Panels lässt sich wie bei einem KVM-Switch die angesteuerten Systeme switchen.
  • Benj 18.11.2009 17:10
    ^^in dem verlinkten Video wird es doch mehr als deutlich:
    http://www.youtube.com/watch?v=MiIyxY4jIuU&fmt=18

    - gemeinsamer Betrieb ist möglich
    - OS-Wechsel funktioniert On-The-Fly und auch während beide OS laufen
    - man muss nichts im Bios umstellen!
    - der Wechsel erfolgt über eine Art "Gearbox" im 3,5" Schacht.
    - als Verkaufspreis sind ca. 399,- $ geplant.

    Also ich finde das System mehr als genial. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es bei ausreichend großer Resonanz auch ein Modell mit dem Nachfolgersockel (1156) geben könnte.

    Das ist mal wirklich ein innovativer und neuer Ansatz, welcher auch für die User sehr viel Komfort bedeutet.

    Grüße,
    franeklevy "franeklevy, post: 6938320
    Der Link hatte vorher nicht funktioniert, ich habe dies im Zitat korrigiert.