Genauere Daten des iPad-2-SoCs bekannt

Während der iPad-2-Präsentation vor knapp zwei Wochen verzichtete Apple auf weitreichende Aussagen bezüglich der verbauten Technik, sondern warb mit markigen Aussagen wie einer neunmal so schnellen Grafik und einem doppelt so schnellen Prozessor.

Das hat Anandtech nun nachgeholt. Im Rahmen eines Tests wurden zahlreiche Benchmarks durchgeführt und insbesondere der verbaute Apple-A5-SoC in Augenschein genommen.

Dieser besteht im wesentlichen aus zwei ARM-Cortex-A9-Kernen mit einer Taktrate von jeweils 900 Megahertz und der Grafiklösung PowerVR SGX 543MP2 mit ebenfalls zwei Kernen. Um Energie zu sparen, können die beiden ARM-Kerne dynamisch getaktet werden, erreichen aus nicht bekannten Gründen allerdings nicht die von ARM vorgesehene Maximalgeschwindigkeit von einem Gigahertz.

CPU-Benchmark iPad 2
CPU-Benchmark iPad 2
CPU-Benchmark iPad 2

CPU-Benchmark iPad 2
CPU-Benchmark iPad 2

Dass Apples Aussagen bezüglich der Geschwindigkeit gegenüber dem ersten iPad in der Realität wohl nur in Ausnahmefällen zu beobachtende Extremwerte darstellen, die vom Hersteller werbewirksam in Szene gesetzt wurden, zeigen einige Benchmarkergebnisse. Zwar ist der A5-SoC in einigen Bereichen tatsächlich doppelt so schnell, im Schnitt beträgt der Vorsprung aber größtenteils weniger als 100 Prozent.

Ebenfalls nicht nachweisen konnte man die angeblich um den Faktor neun höhere Grafikleistung. Hier liegt die zweite Generation des Apple-Tablets zwar in allen Vergleichen deutlich vor dem ersten iPad, maximal ist sie aber nur siebenmal höher.

Grafik-Benchmark iPad 2
Grafik-Benchmark iPad 2
Grafik-Benchmark iPad 2

Grafik-Benchmark iPad 2
Grafik-Benchmark iPad 2

Wesentlich interessanter sind hier allerdings die direkten Vergleiche mit dem Motorola Xoom, welches auf Nvidias Tegra 2 basiert. Bei den CPU-lastigen Tests nehmen sich beide Tablets nicht viel, in puncto Grafikleistung ist das Xoom aber dem alten iPad näher als dem neuen.

Im Test fiel zudem auf, dass es Unterschiede bei den Displays der vier Testgeräte gibt. Während die maximale Helligkeit zwischen 352 und 409 cd/m² lag, betrug der Kontrast je nach Gerät 778:1 bis 966:1.

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