AMD bringt professionelle Grafikkarte „FirePro V4900“

Wolfgang Andermahr
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Neben den Radeon-Grafikkarten für den Desktop-Markt hat AMD mit der „FirePro“-Serie auch einen Ableger für das professionelle Segment (Digital Content Creation, DCC und Computer Aided Design, CAD). Dieses erhält nun Nachschub in Form der „FirePro V4900“, die das untere Preissegment bedienen soll.

Die FirePro V4900 basiert auf der „Turks“-GPU, die bereits auf der Radeon HD 6670 sowie der Radeon HD 6570 für den Desktop-Markt eingesetzt wird. Dementsprechend stehen dem Käufer 96 5D-Shadereinheiten, 24 vollwertige Texture Mapping Units sowie acht ROPs zur Verfügung. Die GPU taktet mit 800 MHz und ist damit gleich schnell wie die der Radeon HD 6670.

AMD FirePro V4900
AMD FirePro V4900

Das Speicherinterface setzt sich aus zwei 64-Bit-Controllern (128 Bit) zusammen, die Größe des GDDR5-Speichers beträgt 1.024 MB. Dessen Frequenz liegt bei 2.000 MHz und entspricht auch dort der Radeon HD 6670. Die maximale Leistungsaufnahme liegt bei unter 75 Watt, weswegen ein separater Stromstecker unnötig ist. Die AMD FirePro V4900 unterstützt DirectX 11, OpenGL 4.2 sowie OpenCL. Die Karte kommt mit dem Eyefinity-Feature daher, das über einen Dual-Link-DVI- sowie zwei DisplayPort-Ausgänge nach dem 1.2-Standard genutzt werden kann. Per „Multi-Stream-Transport-Hub“ (MST-Hubs, angeblich im Laufe dieses Quartals lieferbar) können alternativ sechs Monitore angesteuert werden.

Die FirePro-Grafikkarte soll laut AMD ab dem ersten November in Systemen von Dell, Fujitsu sowie HP angeboten werden. Die unverbindliche Preisempfehlung für den Online-Handel liegt bei 189 US-Dollar. Im deutschen Handel ist die Grafikkarte noch nicht gelistet.

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Ergänzungen aus der Community

  • theorist 03.11.2011 13:04
    Die FirePro-Karten von AMD finde ich gelinde gesagt schrott.
    Nvidia Quadro NVS Karten haben wesentlich bessere Treiber und unterstützen dadurch CUDA und Ähnliches besser.
    Also besser zu einer Quadro greifen, diese hat wesentlich mehr Performance "Darktrooper1991, post: 10928320
    Die Quadro-NVS-Karten sind mit 8 CUDA-Cores pro GPU allesamt wesentlich langsamer als diese FirePro und unterstützen auch kein OpenGL 4.2. CUDA auf einer Quadro NVS ist ziemlich sinnlos, weil man dieselbe Rechenleistung schon mit Mittelklasse-CPUs erreicht.
    /EDIT: Die schnellste Quadro NVS 450 kommt auf ~40 GFlops bei einfacher Genauigkeit und 0 GFlops bei doppelter Genauigkkeit. Ein Core i7-2600 bringt es schon auf 204 GFlops bei einfacher Genauigkkeit und 102 GFlops bei doppelter Genauigkeit. Selbst mit einem Singlecore-Celeron auf Sandy-Bridge-Basis sollte man schon die praktische Rechenleistung einer Quadro NVS 450 erreichen. Ist also nicht sinnvoll, eine Quadro NVS für CUDA zu verwenden, es würde ausbremsen und schränkt die Genauigkeit ein.
    Die Geometrieleistung einer Quadro NVS ist übrigens auch unter aller Kanone, keiner nutzt die freiwillig für CAD. Die FirePro V4900 liefert gut das 10- bis 20-fache der Geometrieleistung einer Quadro NVS 450. Hier erreicht eine GeForce 8400 GS weniger als 30 Mtri/s an Geometriedurchsatz und die Quadro NVS entsprechen in Punkto 3D-Performance der GeForce 8400 GS. Ich teste mal zum Vergleich mit meiner Radeon HD 6630M, die auf dem gleichen Chip wie die FirePro V4900 basiert, aber ein ganzes Stück niedriger taktet und DDR3- statt GDDR5-Speicher verwendet.
    /EDIT2: Also meine Radeon HD 6630M bringts mit 485 MHz Chiptakt auf 230 Mtri/s. Eine FirePro V4900 sollte dann mit ihren 800 MHz Chiptakt auf rund 380 Mtri/s kommen. Da hat man dann den Faktor 10 bis 20 im Vergleich zu einer Quadro NVS mit ihren ~30 Mtri/s.