Günstigere Alternative zu Intel-Pendants erwartet

Preiskampf bei Ultrabooks ab Juni durch AMD?

Wie wir bereits auf der CES in Las Vegas in Erfahrung bringen konnten, plant AMD die Markteinführung der „Trinity“-APUs in 32-nm-Fertigung zur „Mitte des Jahres“. Mobile Varianten von „Trinity“ mit geringer Leistungsaufnahme (17 W) sollen dann ihren Weg in schlanke und leichte Notebooks finden.

Damit könnte also eine Alternative zu Intels Ultrabook-Plattform in den Startlöchern stehen, wobei diese voraussichtlich im April durch neue sparsamere „Ivy-Bridge“-Prozessoren aufgefrischt wird. Letztere sollen einem Bericht der DigiTimes zufolge nicht nur für höhere Leistung sondern eventuell auch für günstigere Ultrabooks sorgen – 799 bis 999 US-Dollar werden dabei in den Raum gestellt. Jedoch soll AMDs Plattform deutlich (10 bis 20 Prozent) günstiger ausfallen und damit auch für Notebook-Hersteller wie HP, Acer und Asus attraktiv erscheinen. Als Termin für den Marktstart wird Juni genannt, was auch zu AMDs unpräziser Angabe („Mitte des Jahres“) passt.

AMDs erste APUs auf Basis der „Bulldozer“-Architektur – „Trinity“ basiert auf optimierten „Bulldozer“-Kernen namens „Piledriver“ – werden voraussichtlich bei der CPU-Leistung in Relation zum Stromverbrauch nicht mit „Ivy Bridge“ konkurrieren können, obgleich die Grafikleistung deutlich höher ausfallen dürfte. Um Marktanteile im „Ultrabook-Segment“ zu erobern, soll AMD einmal mehr über den Preis zu punkten versuchen. Entsprechende Geräte sollen dem Bericht zufolge etwa bis zu 200 US-Dollar günstiger ausfallen als Intels Ultrabooks. Für 2012 erwarte man insgesamt 75 neue Ultrabooks auf Intel-Basis, während es immerhin 20 Modelle mit AMD-Hardware geben soll.

Einige Unternehmen seien bereits besorgt, dass die „AMD-Ultrabooks“, welche sicherlich nicht als Ultrabook vermarktet werden, zu einem enormen Preisverfall in diesem Segment führen können. Je nachdem, wie attraktiv sich AMDs Gesamtpaket aus Preis, Leistung und Stromverbrauch gestalten wird, könnte Intel gezwungen sein, die eigenen Plattformpreise zu senken. Darüber lässt sich zu diesem Zeitpunkt jedoch nur spekulieren.

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