Valve experimentiert beim MOBA-Titel

Dota 2 wird Free to Play, aber...

Valves Mitgründer Gabe Newell hat sich in einem ausführlichen Interview auch zum aktuell in der Beta befindlichen Dota 2 geäußert. Demnach plant das Entwicklerstudio mit einem Free-to-Play-Bezahlmodell wie bei der aktuellen Konkurrenz, aber nicht, ohne ein paar Besonderheiten umzusetzen.

Als „Free to Play“ gelten aktuell immer mehr Online-Titel. Das Bezahlmodell basiert darauf, dass grundsätzliche Funktionen oder aber auch das gesamte Spiel prinzipiell kostenlos spielbar sind und (im besten Fall) nur kosmetische Änderungen wie Skins oder Banner gekauft werden müssen. Auch Valve denkt laut einem aktuellen Interview mit Mitgründer Gabe Newell aktuell darüber nach, wie Spieler für ein Dota-2-Spielerlebnis bezahlen müssen. Dabei erklärte Newell, dass es sich prinzipiell wohl um ein solches Free-to-Play-Modell handeln wird – allerdings mit einigen Besonderheiten.

Obwohl diese Besonderheiten nicht konkret ausformuliert wurden, erläuterte Gabe Newell ausführlich die dahinter stehenden Gedanken. Grundsätzlich will man ein System einführen, das es ermöglicht, Spieler zu begünstigen, die viel zur Community und zum Spielerlebnis beitragen. Beispielhaft dafür nannte Newell Schreiber von Guides oder freiwillige Lehrer für Einsteiger. Auf der anderen Seite gäbe es die Spieler, bei denen man, wenn sie spielten, „lieber auf der anderen Seite des Planeten wäre“, so Newell. Dota 2 setze daher zwar auf Free to Play, werde aber Belohnungen für bestimmte Spieler bieten – und vielleicht auch Bestrafungen für besonders negativ auffallende Spieler.

Ob das Belohnungssystem dabei Echtgeld-Vorteile bieten wird, ist allerdings noch unklar. Möglicherweise plant Valve auch „nur“ die Freischaltung spezieller Ingame-Boni für wertvolle Spieler. In jedem Fall dürfte es interessant sein zu beobachten, ob und wenn ja wie sich ein Belohnungssystem dieser Art auf die Spieler-Community von Dota 2 auswirkt. Die Dota-Community gilt allgemein als sehr unfreundlich und wenig tolerant gegenüber Fehlern. Gleichzeitig könnte sich ein Belohnungsmodell auch bei anderen Online-Spielen lohnen. Genau das scheint auch Gabe Newell zu glauben, da er ähnliche Systeme in anderen Titeln anregt.

Anzeige