Linux Mint 14 „Nadia“ komplettiert

Linux Mint 14 KDE und XFCE veröffentlicht

Nachdem bereits im November Linux Mint 14 in den Varianten Cinnamon und Mate erschienen ist, komplettieren nun die in den letzten Tagen veröffentlichten Varianten mit KDE und XFCE den Veröffentlichungszyklus von Mint 14 mit dem Codenamen „Nadia“.

Den beiden Varianten, wie auch den zuvor veröffentlichten, gemeinsam sind Ubuntu 12.10 und Kernel 3.5 als Basis. Darauf setzen die Desktop-Umgebungen KDE 4.9.2 beziehungsweise XFCE 4.10 auf.

Die KDE-Variante hat eine Menge Verbesserungen an Systemkomponenten wie Kwin, Dolphin, Kontact, Workspaces, Activities und dem Kickoff-Menü erfahren. Letzteres ist jetzt beispielsweise komplett per Keyboard bedienbar. Der Dateimanager Dolphin wurde bei der Handhabung der unter anderem vom semantischen Desktop-Framework Nepomuk gelieferten Meta-Daten und bei der Suchfunktion verbessert. Die Integration der Activities genannten vordefinierten Arbeitsumgebungen wurde weiter verbessert und sie arbeiten nun besser mit mehreren verschiedenen Arbeitsflächen zusammen.

Linux Mint 14 XFCE bringt viele Standard-Programme wie Firefox, Thunderbird, LibreOffice, Gimp, Banshee, Pidgin und Xchat mit, setzt ansonsten aber auf diverse leichtgewichtige Programme wie den Dateimanager Thunar Ristretto für die Anzeige von Bildern, Blueman für die Bluetooth-Unterstützung sowie XFburn als CD/DVD-Brenner.

Der von Linux Mint verwendetet Software Manager hat eine eigene Apt-Instanz sowie debconf-Unterstützung erhalten und ist nun universeller einsetzbar, was den Einsatz von Synaptic bei bestimmten Programmen überflüssig macht. Auch die Darstellung innerhalb der Paketlisten wurde verbessert.

Der Displaymanager MDM, der bei Mint 14 XFCE Verwendung findet, wurde unter der Haube weiter aufgebohrt. Die Unterstützung von Fotos und Avataren bei der Anmeldung am System wurde erweitert. Außerdem kann MDM jetzt GDM2-Themen von Gnome2 einbinden, von denen es auf Gnome-Look einige Tausend gibt, wovon MDM 14 als Beispiele vorinstalliert bereits mitbringt. MintStick ersetzt das bisher zum Erstellen von bootbaren USB-Sticks verwendete Programm USB-ImageWriter und bringt eine verbesserte GUI mit einem informativeren Fortschrittsbalken als bisher mit sich.

Alle Varianten von Linux Mint 14 stehen auf der Downloadseite des Projekts bereit. Dort finden sich auch die jeweiligen detaillierten Release Notes sowie der Mint User Guide in vielen Sprachen.