Zu wenig Geräte verkauft

BlackBerry: Verlustwarnung und massive Entlassungswelle

Der Smartphone-Hersteller BlackBerry hat gestern eine Verlustwarnung in Höhe von fast einer Milliarde US-Dollar herausgegeben, bevor in der nächsten Woche die Quartalszahlen für das 2. Quartal publik werden. Ebenfalls bestätigte der strauchelnde Konzern die Gerüchte, bis zu 40 Prozent der Belegschaft entlassen zu müssen.

Zwischen 950 und 995 Millionen US-Dollar Verlust wird BlackBerry vermutlich aus Abschreibungen nicht verkaufter Geräte im zweiten Quartal des Jahres hinnehmen müssen. Demgegenüber stehen Einnahmen von 1,6 Milliarden US-Dollar, Analysten hatten im Vorfeld die doppelte Summe für erzielbar gehalten. Das kanadische Unternehmen gibt an, im zweiten Quartal rund 3,7 Millionen Smartphones verkauft zu haben, die meisten davon ältere Geräte. Um weiteres Ausbluten zu verhindern will der Konzern sein Smartphone-Angebot von sechs auf vier Geräte reduzieren. Dabei soll es sich um zwei High-End-Geräte sowie um zwei Einsteigermodelle handeln.

Analysten und Investoren kommentieren die gestrige Verlustwarnung und die drastische Verkleinerung der Belegschaft sowie schwindende Bargeldreserven als den Anfang vom Ende für BlackBerry. Das Unternehmen habe als Smartphone-Hersteller im Enterprise-Markt keine Chance mehr. Die Verlustwarnung sei gleichbedeutend mit dem weißen Handtuch. So sah es auch die Börse, die Aktie gab nochmals 16 Prozent nach.

Anzeige