Steam In-Home Streaming jetzt für jedermann

Michael Günsch
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Nach Monaten in der offenen Beta-Testphase ist Steams Streaming-Funktion ab sofort für jeden Nutzer freigeschaltet. Über das In-Home Streaming können Spiele vom PC an andere Geräte im gleichen Netzwerk gestreamt und somit zum Beispiel auf dem Fernseher über einen HTPC oder am Notebook genutzt werden.

Die Rechenarbeit übernimmt dabei der Spiele-PC. Computer, auf denen das Spiel ausgegeben wird, benötigen somit keine hohe Rechenleistung. Ferner müssen Spiele nur auf dem Quell-Computer installiert sein. Für die Nutzung der Streaming-Funktion müssen beide Computer – Quelle und Ausgabegerät – im gleichen Netzwerk vertreten sein und Steam installiert haben. Ist der Nutzer auf beiden Geräten bei Steam eingeloggt, wird die Verbindung automatisch hergestellt.

Steam In-Home Streaming im Schema
Steam In-Home Streaming im Schema (Bild: Steam)

Bild und Ton werden vom Quell-PC an das Ausgabegerät über die Netzwerkverbindung gesendet. Im Gegenzug sendet letzteres die Daten von Eingabegeräten wie Tastatur und Maus oder Gamepad zurück zur Quelle. Ein schnelles Netzwerk vorausgesetzt soll dies alles „in Millisekunden“ geschehen. Zudem bietet In-Home Streaming die Möglichkeit zur direkten Wiederaufnahme des Spielgeschehens beim Computer-Wechsel.

Vorerst wird das Streaming nur von einem PC mit Windows-Betriebssystem unterstützt. Später sollen SteamOS, Linux und Mac OS X folgen. Besagte Betriebssysteme können jedoch bereits jetzt auf den Empfangsgeräten genutzt werden, sodass zum Beispiel ein Streaming vom Windows-PC auf einen HTPC mit Linux oder ein Macbook möglich ist.

Nähere Details zum Umgang mit Steam In-Home Streaming liefern die offiziellen Support-Seiten.

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Themen:
  • Michael Günsch E-Mail
    … schreibt seit 2009 über PC-Hardware wie Grafikkarten, Monitore und SSDs sowie über Forschung, Spiele und Wirtschaft.
Quelle: Steam

Ergänzungen aus der Community

  • mm060488 22.05.2014 05:51
    Ich hab das ganze seit Beginn der Beta-Phase im Einsatz.

    Getestet hab ich immer folgende Szenarien mit Grid, 720p 50Hz und max. Details

    PC -> DLAN (20m) -> HTPC AMD E350 und HD 6310 (onboard) mit Ubuntu und OSS-Treiber (VDPAU-Unterstützung, HW decodiert)
    Inputlag: ca 80ms, alle 15 sek. gab es riesige Lags

    Selbe Konstellation aber WLAN:
    Inputlag: 60-120ms, wenn jemand durch den Raum gelaufen ist gab es riesige Lags

    Selbe Konstellation aber Gigabit-LAN (920 MBit gemessen)
    Inputlag: 20 ms (inkl. X360-controller), keine Lags!

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    PC -> DLAN (10m) -> HTPC AMD Phenom 555 und HD3450 (onboard) mit Ubuntu und OSS-Treiber (VDPAU-Unterstützung, HW decodiert)
    Inputlag: ca 120ms, alle 5 sek. gab es riesige Lags

    Selbe Konstellation aber WLAN:
    Inputlag: 40-80ms, wenn jemand durch den Raum gelaufen ist oder in Zeitabständen von 15 Sek. gab es riesige Lags

    Selbe Konstellation aber Gigabit-LAN (960 MBit gemessen)
    Inputlag: 20 ms (inkl. X360-controller), keine Lags!

    ---------

    PC -> WLAN (20m) -> Laptop Intel Celeron N2910 mit Ubuntu und OSS-Treiber (keine VDPAU-Unterstützung, SW decodiert)
    Inputlag: ca 80ms, alle 15 sek. gab es riesige Lags

    Selbe Konstellation aber Windows 8.1 (HW decodiert:
    Inputlag: 40ms, kaum merkliche Input-Lags

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    Host: Windows 8.1, Intel I5 2500k, Radeon 7950, 8GB Ram HW encodiert


    Das Hauptproblem ist aber generell nicht die Prozessorleistung sondern ob HW- oder SW-Decodiert wird. Unter Linux-Systemen wird VDPAU mit GL_NV_VDPAU_Interop-Schnittstelle benötigt, wodurch aktuell FGLRX und Intel außen vor sind.