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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Deutschpflicht auf Schulhöfen?


BlackSavage
27.01.2006, 19:12
Verschärfter Ton in Debatte


Seit Anfang der Woche wird über eine Deutschpflicht auf Schulhöfen debattiert. Entzündet hatte sich der Streit an Medienberichten über eine Berliner Schule, die eine solche Regelung bereits seit längerem praktiziert - nach eigenen Angaben mit Erfolg. Nun hat sich der Ton in der Debatte verschärft.


Die Staatsministerin für Integration im Bundeskanzleramt, Maria Böhmer, begrüßte eine Deutschpflicht auf Schulhöfen. Sie wünsche sich, dass Schulen mit ebenfalls hohem Ausländeranteil dem Berliner Beispiel folgten. Kindern müsse die Chance zur Teilhabe an der Gesellschaft gegeben werden, so die CDU-Politikerin. Grünen-Chefin Claudia Roth hingegen äußerte sich ablehnend: Schulhöfe seien keine Kasernenhöfe, Zwang habe dort nichts zu suchen.
"Niemand darf eine Sprache verbieten"

Deutliche Kritik an einer verpflichtenden Regelung an Schulen kam auch von türkischen Verbänden. Der Türkische Bund Berlin-Brandenburg erklärte, niemand dürfe eine Sprache verbieten. Es gehe nicht um einzelne Schulen, sondern um das Signal, das mit einer solchen Maßnahme verbunden sei. Ein Verbot bediene ungewollt Ressentiments in der Mehrheitsbevölkerung und trage nicht zum friedlichen Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen bei.

Schulhof im Berliner Wedding (Foto: dpa/dpaweb) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Herbert-Hoover-Realschule in Berlin: "Unsere Schulsprache ist die Amtssprache der BRD"]
Hintergrund der Debatte sind Medienberichte über eine Berliner Schule, deren Hausordnung vorschreibt, dass auf dem Schulgelände Deutsch gesprochen werden muss. Für mehr als 90 Prozent der Schüler dieser Realschule im Berliner Stadttteil Wedding ist Deutsch nicht die Muttersprache. Eltern und Schüler hatten der Hausordnung bereits vor eineinhalb Jahren zugestimmt.
Keine Kritik an betroffener Schule

In der Ordnung, die jeder Schüler unterschreiben musste, heißt es: "Die Schulsprache unserer Schule ist Deutsch, die Amtssprache der Bundesrepublik Deutschland. Jeder Schüler ist verpflichtet, sich im Geltungsbereich der Hausordnung nur in dieser Sprache zu verständigen." Kritik daran gab es nach den Worten der Schulleiterin an der Schule selbst nicht. Wegen einer Ausweitung des Angebotes an Deutsch-Unterricht sei sie im Bezirk sogar besonders nachgefragt. Berlins Bildungssenator Böger hatte die Deutschpflicht in dem Streit verteidigt. Inzwischen wurde über weitere Schulen in der Hauptstadt berichtet, die ähnliche Regelungen praktizierten - allerdings ohne schriftliche Festlegung.


Experten mahnen unterdessen eine Versachlichung der Debatte an. Eine von dem Erziehungswissenschaftler Wilfried Bos geleitete Studie aus dem vergangenen Jahr hat unter anderem das Sprachverhalten von Viertklässlern in Hamburg untersucht - im Auftrag der Bildungsbehörde der Hansestadt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte klingen die Ergebnisse der flächendeckenden Erhebung überraschend: 88,2 Prozent der Kinder geben demnach an, mit den Freunden ausschließlich Deutsch zu sprechen; 10,7 Prozent sprechen meistens Deutsch. Nur 0,9 Prozent sagen, dass sie manchmal Deutsch sprechen und 0,3 Prozent antworten, dass sie nie oder fast nie Deutsch mit ihren Freunden reden. Die Studie legt den Schluss nahe, dass, zumindest in Hamburg, Deutsch bereits Verkehrssprache auf den Schulhöfen ist.


Eine Berliner Schule praktiziert sie seit mehr als einem Jahr: die Deutschpflicht auf dem Pausenhof. Nun ist eine Debatte darüber entbrannt. Die Befürworter sagen, dass es so wenigstens eine gemeinsame Sprache gebe und die Schüler besser auf das Berufsleben vorbereitet würden. Die Gegner halten die Idee für diskrimierend - in den Pausen solle jedem Schüler freigestellt sein, in welcher Sprache er sich unterhält.

Halten Sie die Deutschpflicht auf dem Pausenhof für richtig?

GR4V3D1GG3R
27.01.2006, 19:19
Die Studie legt den Schluss nahe, dass, zumindest in Hamburg, Deutsch bereits Verkehrssprache auf den Schulhöfen ist.
Ich dachte wir sind in Deutschland!?
oder ist es normal dass in D Türkisch oder anderes gesprochen wird?

Wintermute
27.01.2006, 19:20
in den Pausen solle jedem Schüler freigestellt sein, in welcher Sprache er sich unterhält.

So siehts aus.
Die Pflicht Deutsch zu lernen und sprechen zu können: Ja!
Die Pflicht auf dem Pausenhof: Nein.

Herrmann
27.01.2006, 19:25
ein grosses JA
Wie oben: Wir sind in Deutschland. Und damit deutsch. Da sollte keine Diskussion aufkommen.
Oder wir nennen es demnächst Ausländerland.
Und ich bin kein Rassist. Aber etwas Nationalstolz fehlt hier langsam.

Anders sehe ich es gegenüber English. Das ist für mich einfach Weltsprache. Und demnach auch zum lernen auf den Schulhof gut.

-=|Vegeto|=-
27.01.2006, 19:27
Hä was?

Also auf meiner Schule unterhalten wir uns alle auf Deutsch.
Ok ist ein Gym. , aber dennoch.
Selbst die meisten Assis unterhalten sich auf Deutsch , naja es nennt sich Deutsch , also damit meine ich , ey voll krass alter , ich schwör auf Koran ich mach nicht , z.B ^^

Und Ja wir sollten alle Deutsch sprechen und Ausländer sollen es zur Integration gefälligst lernen.
Bin auch nicht Rassistisch , Multi Kulti ist cool , aber damit das hier in Deutschland auch klappt sollte Deutsch jeder können.

Wintermute
27.01.2006, 19:28
@Hermann
Warum?

Solange ich in meiner Freizeit (was eine "Pause" eben ist) meine Muttersprache spreche ist es doch okay. Schule besteht eh zu 95% aus Unterricht, dort wird Deutsch gesprochen. Ich finde das ist so eine Prinzip-Frage die wieder viel Kleinkramerei hervorbringen wird ("Pause ist nicht Freizeit", bla ...).

Wenn ich andere Sprachen verbiete, habe ich kein Multi-Kulti.

Maxxer
27.01.2006, 19:30
Ich sehe es genauso wie Wintermute !
Man wird doch wohl noch auf seiner Muttersprache während
der Pause reden können ?! :freak
Wen wir schon dabei sind, sollten die Deutschen diese Fremdwörter auch weglassen ! :rolleyes

Ein klares NEIN ! von mir !

Michael
27.01.2006, 19:42
Also wenn ich jetzt nach Frankreich führe, und gezwungen werden würde französisch zu sprechen, könnte ich nicht mal nach dem Klo fragen. Ich wäre sehr glücklich, wenn dort jemand deutsch mit mir spräche. :)

Holodan
27.01.2006, 19:47
@Michael: Wenn du einen längeren Aufenthalt planst (mehrere Jahre), sollte man von dir erwarten können, dass du Französisch sprichst.

Ich habe für Ja gestimmt, wobei ich da geteilter Meinung bin. Ich finde eine "Deutsch-Pflicht" nicht sehr gut, sondern die ausländischen Schüler sollten von sich aus Deutsch sprechen, denn die Deutschkenntnisse lassen doch meist wirklich sehr zu wünschen übrig.

olly3052
27.01.2006, 19:55
Wenn ich mich dann auf englisch mit einem Freund unterhalte, was dann?
Kriege ich einen Verweis?:rolleyes
Also manchmal frage ich mich, was so manche Politiker im deutschen Reichtags WC bzw. Kanzleramt so zu sich nehmen.


Hintergrund der Debatte sind Medienberichte über eine Berliner Schule, deren Hausordnung vorschreibt, dass auf dem Schulgelände Deutsch gesprochen werden muss. Für mehr als 90 Prozent der Schüler dieser Realschule im Berliner Stadttteil Wedding ist Deutsch nicht die Muttersprache. Eltern und Schüler hatten der Hausordnung bereits vor eineinhalb Jahren zugestimmt.
Keine Kritik an betroffener Schule


Das ist ja auch vollkommen in Ordnung, wenn das denn mit den Eltern und Schülern so abgestimmt/ gewollt ist.

Alles andere wäre imho nicht haltbar und würde wohl auch einer Überprüfung durch oberste Instanzen nicht standhalten.

Gruß

olly3052

JulesBärle
27.01.2006, 19:59
Salu,

aber ja doch, das sollte selbstverständlich sein. Wenn ich in einem fremden Land zu Gast bin oder dort leben möchte, muß ich die Sprache können (von beherrschen will ich hier gar nicht schreiben) um die Leute und deren Kultur verstehen zu können. Ich weiß das aus Erfahrung, ein paar Sprachen sind im Laufe der letzten 36 Jahre Auslandsaufenthalt zusammengekommen. ;)

sc00ty
27.01.2006, 20:01
Also manchmal frage ich mich, was so manche Politiker im deutschen Reichtags WC bzw. Kanzleramt so zu sich nehmen.[olly3052
LOL

@topic
ich finde, dass eine deutschpflicht unsinn ist. ich weiss ja nicht, aber irgendwie klingt das nicht unbedingt fair gegenüber
ausländern. was ist wenn sich ein türke mit seinem bruder unterhalten will; zu hause immer auf türkisch und im pausenhof
auf deutsch? die müssen sich doch verar***t vorkommen :rolleyes

übrigens; wie will man das denn kontrollieren? soll dann eine aufsicht sich dazwischen stellen und kontrollieren? :freak

http://www.planet-smilies.de/ugly/ulgy_28.gif

Herrmann
27.01.2006, 20:04
Das warum kann ich dir nur so erklären:
Ich kenne einen Vitnamessen der seit über 10 Jahren in D wohnt. Er kann fast kein deutsch.
Warum? Weil er nur in seiner Sprache redet.

Warum lassen wir nicht die Sprachen, Sprachen sein und erfinden gleich eine neue die dann nur noch geredet werden darf? Dann hat der SprachenMist endlich ein Ende. Englisch wäre aufgrund der Verbreitung zu empf. Da müssten wir nicht mal mehr eine "erfinden"

sc00ty
27.01.2006, 20:09
@herrmann
eine einheitliche sprache wurde doch schoneinmal versucht; eine art spanisch. und das hat nicht geklappt... so etwas hinzukriegen
wäre eine echt meisterleistung!

@topic
wenn ein ausländer nur mit landsleuten verkehrt, sollte ihm wohl die freiheit gestattet sein, auch in seiner sprache
mit ihnen zu reden!

http://www.planet-smilies.de/ugly/ulgy_28.gif

an.ONE
27.01.2006, 20:12
In seiner Freizeit sollte man, wie ich finde, noch in seiner Muttersprache reden dürfen, deshalb stimme auch ich für eine klares "Nein" (Die Pausen auf den Schulhöfen gelten ja normalerweise als "Freizeit").
Dennoch sollte die Sprache Deutsch so häufig wie möglich gelernt und auch genutzt werden. Immerhin geht es hier auch um Anpassung an das behauste Land.

eine einheitliche sprache wurde doch schoneinmal versucht; eine art spanisch. und das hat nicht geklappt... so etwas hinzukriegen
wäre eine echt meisterleistung! Esperanto sollte meines Wissen als Grundlage der Sprache dienen, nicht?

mfg
an.ONE

JulesBärle
27.01.2006, 20:12
Salu,

dann frage ich mich ernsthaft, was will der Vietnames überhaupt in Deutschland, wenn er Null Interesse an Deutsch hat ? Mal provokant gefragt: als Sozialschmarotzer hier nur die Kohle abkochen oder was sonst ? Noch provokanter: meint ihr ein Ami, ein Engländer, ein Spanier, ein Franzose oder Italiener (nur um ein paar Nationen zu nennen) der NICHT mit Tourismus zu tun, würde sich die Mühe machen und wegen einem deutschen Gastarbeiter seine Heimatsprache nicht sprechen oder gar verleugnen ? So blöd sind nur die Deutschen :freak

olly3052
27.01.2006, 20:16
Du meinst die Weltsprache Esperanto?

Ok, die können sie meinetwegen in den Pausen einführen ;)

Das jeder der hier lebt, der deutschen Sprache mächtig sein soll, ist auch meine Meinung.

Das soll u.a. durch ein Deutschsprechgebot in den Schulpausen gewährleitet werden? löller

Gruß

olly3052

DeathMonkey
27.01.2006, 20:26
....zu hause immer auf türkisch und im pausenhof
auf deutsch? die müssen sich doch verar***t vorkommen :rolleyes


Genau das ist doch das Problem. Zuhause wird hauptsächlich die Muttersprache gesprochen. Ich denke es reicht aber eben nicht, nur während des Unterrichts die jeweilige Sprache zu sprechen, um sie auch richtig zu erlernen. Dieser Vorschlag mag unsinnig sein, weil kaum durchführbar. Aber im grunde genommen finde ich ihn richtig. Denn von nur 5 oder 6 Stunden Unterricht erlernt wohl kaum jemand eine fremde Sprache.

Simon
27.01.2006, 20:26
Eindeutig JA:

Wo kämen wir denn dahin, wenn sich Kinder mit Muttersprache Deutsch auf deutschen Schulhöfen bald ausgegrenzt fühlen müssen, weil rundrum kein Deutsch gesprochen wird. :freak
Unsere "Fürsorge" für Zuwanderer sollte m.E. auch irgendwann mal ihre Grenzen haben. :rolleyes

So eine Vorschrift ist meines Erachtens ein klares Zeichen deutscher Einrichtungen, junge "ausländische" Mitbürger noch besser integrieren zu wollen - wer dagegen was hat, darf imho gleiche seine Koffer packen.

mfg Simon

Sentenza
27.01.2006, 20:28
Meiner Meinung nach sollte man den Schülern in ihrer Pause (in ihrer Freizeit) die Freiheit lassen, zu sprechen wie sie lustig sind. Da bin ich mit an.ONE derselben Meinung.

Solange im Unterricht kein Schüler dem Lehrer auf eine deutsch gestellte Frage auf Arabisch antwortet, ist doch alles im grünen Bereich ;).

noway
27.01.2006, 20:37
Hi!
Also es ist doch wohl lächerlich festlegen zu wollen, in welcher Sprache in der Pause gesprochen werden soll! Ich meine, man stelle sich mal vor, wie man das kontrollieren wollte...;)
Außerdem sind wir doch ein freies Land. Vielleicht sollte man bei denen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, genauer darauf achten wie gut sie Deutsch sprechen und verstehen können. Dann könnte man denen ggf. zusätzlichen Unterrricht zukommen lassen ;).
Dennoch festzulegen, dass man innerhalb der Schule nur noch Deutsch sprechen soll halte ich für so ziemlich das Lächerlichste, was ich in der letzten Zeit so gehört habe... :freak
Haben unsere Politiker nichts besseres mehr zu tun?! Sorry, aber für sowas hab ich echt kein Verständnis!

h1tm4n
27.01.2006, 20:48
Also ich stimme der Deutschpflicht auch zu, aus den selben Gründen wie Simon. Wenn ich als Deutscher über unsere Schulhöfe bzw. durch die Schule laufe und an allen Ecken nur russisch, türkisch oder sonst eine mir fremde Sprache höre, kann ich nicht glauben, dass ich in Deutschland bin.

Wer in Deutschland bleiben, arbeiten, Geld verdienen und leben möchte, sollte sich auch soweit anpassen, dass die deutsche Sprache gelernt und genutzt wird.

André
27.01.2006, 20:52
Das finde ich allerdings auch sehr "unnötig". Ist schon toll, was GER immer alles einfällt. Das wird noch alles so schön bunt hier...

Genau, und dann wenn jmd russisch (whatever) spricht aufm Schulhof, und jmd höflich drauf aufmerksam gemacht wird, knallts gleich und´s gibt nen paar vot Maul :lol RIIICHTIG

Ich kann mir Merkel nicht mehr Leisten :evillol

noway
27.01.2006, 20:52
Wer in Deutschland bleiben, arbeiten, Geld verdienen und leben möchte, sollte sich auch soweit anpassen, dass die deutsche Sprache gelernt und genutzt wird.

Dem stimme ich zu! Aber sobald es nur ums private geht sollte jeder wieder sprechen dürfen, wie er will! Ich finde das gehört durchaus zu einer Gesellschaft, die multikulturell sein will bzw. irgendwan einfach sein wird. Da gibt es nun mal mehrere Sprachen.
Mit Zwang erreicht man da gar nichts. Der alleinige Zwang Deutsch zu sprechen integriert einen als Ausläander sicherlich nicht. Überwachen, ob Deutsch in ausreichender form beherrscht wird geht auch anders.

André
27.01.2006, 20:55
Macht Euch doch nichts vor. Wie soll es denn funktionieren ?

Lehrer bei jeder Gruppe dabei stellen ? Gelächter...

Soll mal jeder schön seine Sprache weitersprechen, finde ich völlig in Ordnung.

an.ONE
27.01.2006, 21:00
Macht Euch doch nichts vor. Wie soll es denn funktionieren ?
Lehrer bei jeder Gruppe dabei stellen ? Gelächter...
Eben. Nicht realisierbar -> Diskussion für den Ar***. :)

mfg
an.ONE

Imaginos
27.01.2006, 21:08
Also wenn ich mir wieder diese tiefsinnign Beiträge von manchen Leuten durchlese, muss ich doch feststellen ...

Deutschland Du bist ein Arschloch :headshot

Es ist euch doch eh egal on Abdul, Wladimir nun deutsch sprechen oder nicht, hauptsache ihr könnt euren Frust im Forum kundtun.

ps: War nicht so ernst gemeint, falls das wieder jemand persönlich nehmen sollte.

©ĴΛΨ-Ђ®
27.01.2006, 21:24
also ich denke an diese "Deutschpflicht" wird sich sowieso kaum jemand halten.

Aber ich finde das man in den Pausen schon seine Muttersprache sprechen soll/kann.
Außer im Unterricht bzw in der Klasse wenn der Lehrer da ist.

Equest
27.01.2006, 21:38
In der besagten Schule wurde diese Regelung, wie oben erwähnt, ja von Schulleitung, Lehrern, Eltern und Schülern so abgestimmt und gutgeheißen. In einem SPON-Artikel haben sich Schüler dazu auch zustimmend geäußert. Und dies aus mehreren Gründen. Einerseits wissen die Schüler, daß sie ohne Deutschkenntnisse kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, aber andererseits haben sie außerhalb der Schule kaum Gelegenheit Deutsch zu sprechen. Zudem stammen die Schüler aus zig verschiedenen Kulturen, so daß Deutsch die einzige gemeinsame Sprache ist. Wer nicht will, daß die Schüler sich in den Pausen in "ethnische Gruppen" zurückziehen, der muß Deutsch als "Verkehrssprache" fordern und fördern.

Schüler begrüßen Deutschpflicht

http://www.spiegel.de/unispiegel/schule/0,1518,396842,00.html

Folgender Abschnitt faßt die Fakten und Absichten gut zusammen:

Ob auf dem Schulhof Deutsch gesprochen werde, sei auch eine Frage der Höflichkeit, sagt Schulleiterin Jutta Steinkamp: Bei acht bis zehn verschiedenen Muttersprachen pro Klasse bildeten sich schnell geschlossene Grüppchen, Anderssprachige seien da ausgeschlossen. "Natürlich gibt es für die Schüler keine Sanktionen, wenn sie doch einmal Arabisch oder Türkisch in den Pausen sprechen", sagt Steinkamp. Nur wer Mitschüler oder Lehrer im Unterricht aggressiv in einer fremden Sprache beschimpfe, werde bestraft. "Wir wissen ja nicht, worum es da ging, aber Beschimpfungen sind auch auf Deutsch nicht drin", so die Schulleiterin.

Die faktenfreie Hetzkampagne, die von Grünen, Gewerkschaften, türkischen Verbänden und Linkspartei gegen die Schule gestartet wurde, ist niederträchtig. Genauso sind Bestrebungen der Konservativen zu verurteilen, die glauben, sie könnten hier auf einen Zug aufspringen, der einen vermeintlich harten Kurs befürwortet (Stichwort: Schulhoffegen).

Es ist sehr unerfreulich zu sehen, wie hier Externe versuchen, aus einer erfreulich pragmatischen und von allen Beteiligten beschlossenen Regelung, politisches Kapital zu schlagen.

Tiguar
28.01.2006, 01:45
@ Equest: Danke, dem habe ich nichts hinzuzufügen. Oder doch: Einfach mal auf dem Teppich bleiben! :D

Es geht hier doch um eine Entscheidung einer einzigen Schule, die für ein dortiges Problem eine Entscheidung herbeigeführt hat, auf einer breiten Konsensgrundlage und unter Würdigung aller Entscheidungsprozesse, die dafür vorgesehen sind. Daher zunächst einmal: Hut ab! Eine Lösung, mit der offenbar die überwältigende Mehrheit der Beteiligten - mehrheitlich nicht deutscher Herkunft - sehr gut leben kann.

Also, eine Schule führt eine lingua franca ein, die auch außerhalb des Unterrichts gültig ist. Dass das in einer deutschen Schule nicht unbedingt kisuaheli ist, drängt sich doch eigentlich förmlich auf. ;)

Diejenigen, die daraus ein Grundsatzproblem machen, stehen daher für mich zunächst mal unter dem Verdacht der politischen Trittbettfahrerei. Hier ist niemand unterdrückt oder in seinen Rechten beschränkt worden, und wer sich dann als Samariter zu profilieren versucht, handelt imho unlauter. Mit einer staatlich diktierten Sprachvorgabe hat das Ganze rein gar nichts zu tun, so dass auch die Befürworter gesetzlicher Regelungen voll in´s Leere laufen. Wenn sich Probleme vor Ort lösen lassen, sollte sich der Staat imho raushalten.

Dennoch hat eine solche Regelung irgendwie eine Vorbildfunktion, aber warum denn nicht? Vielleicht finden andere Schulen damit ebenfalls zu einer einvernehmlichen Lösung, die übrigens auf Schulen mit geringer Ausländerquote ohnehin gang und gäbe ist.

@ BlackSavage: Bei einer Threaderöffnung per copy & paste wäre zumindest eine Quellenangabe nicht schlecht, noch besser wären eine eigene Meinungsäußerung oder ein eigener Diskussionsansatz. ;)

Ciao, Tiguar

Gudizilla
29.01.2006, 00:57
Warum sollte man die kids verpflichten eine sprache zu sprechen die sowieso keine zukunft hat? Es gilt als erwiesen, dass in 100 Jahren die dt. Sprache im Alltag nicht mehr existent ist.
(Deutsch bedeutet: verfallende Kultur, verfallende Moral, fehlende Zukunft...)

Mit deutsch können die kids in der zukunft nichts anfangen! Das ist doch klar!
Ich bin deshalb für eine ENGLISCH-Pflicht an dt. Schulhöfen!

Nachdem die kids schon genug zu kämpfen haben mit der alten und neuen DEUTSCHEN rechtschreibung...

Ich kenne ein kid dem sein papa ist Doktor Rechtsanwalt und der kann seinem Kid
nicht erklären warum man STOP im Diktat mit zwei PP schreibt...
obwohl an jeder Kreuzung auf dem Schulweg ein STOP-Schild (mit EINEM P) steht...
Soviel zum Thema dt. Sprache..

hannesgpunkt
29.01.2006, 01:15
Ich mein ich hab ehrlich nichts gegen Ausländer, ganz im Gegenteil, aber würde so eine Deutsch-Pflicht nicht sehr zur Integration beitragen?
Ich finde die Idee an sich nicht schlecht, ABER: Wer kontrolliert das bitte? Die Lehrer? Das ich nicht lache!
Ich stell mir das mal vor:
Der Direx rennt aufm Pausenhof rum und lauscht überall, ob da vielleicht ausländisch anmutende Silben durchsickern: "Hab ich euch erwischt, ihr Unterwanderer deutschen Sprachgutes! Ihr kriegt jetz sofort nen Verweis!" :evillol

Sehr amüsant

-oSi-
29.01.2006, 02:51
@Gudizilla: Es wird seit Bestehen der deutschen Sprache davon geredet, das die nicht mehr lang existent ist. Brauchst also keine Angst haben. Deutsch wird uns alle hier überleben.

Deutsch an dt. Schulhöfen:
Ich frage mich, warum diese Thema überhaupt diskutiert wird.
Wir sind in Deutschland. Hier wird deutsch besprochen, geschrieben, gelesen.
Für eine erfolgreiche Integration ist deutsch hier nun mal unerläßlich.
Das ist in Frankreich oder England nicht anders. Wer dort hingeht, lernt die dortige Sprache.

Das Ganze hat übrigends für die Einwanderer nur Vorteile.
Wer mehrsprachig ist, hat mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

PS: Ich sehe die Pausen in der Schule nicht als "Freizeit" an. Freizeit beginnt nach der letzen Unterrichtsstunde.
Nebenbei, der Unterricht läßt ja anscheinend heutzutage eh zu wünschen übrig.
Siehe PISA Studie...
Wie sagt man so schön: Die Schule ist kostenlos und für manche umsonst.


-oSi-

MKatrix
29.01.2006, 10:27
finde das unnötig bißchen und diskriminierend

dann müsste man auf deutschkurs für sachsen bringen und für bayern
für manch deutschen wirken die auch wie ausländer

2tens hätte man sich vor jahren dazu gedanken machen solln wo der größte teil zb der türkischen bevölkerung hierher ankam


ich bin selbst ausländer und spreche für meinen teil besser deutsch als manch ein deutscher
gepflegter ausdruck ist eine sache die nicht jeder beherscht

ich hatte auch nie probleme die sprache akzentfrei zuerlernen
kommt wohl daher das ich schon 2 sprachig aufgewachsen bin

nur die deutsche rechtschreibung die ging unter bei mir...

in denn 10 jahren wo ich 9 schulen gewechselt habe
:freak

DaveStar
29.01.2006, 10:29
Nun es wäre sicher in gewissen Sinne förderlich, wenn auf Schulhöfen nur deutsch gesprochen würde - es per Gesetz oder ähnlichem zur Pflicht zu machen halte ich jedoch für falsch (um nicht zu sagen lächerlich / gefährlich).

Alleine die Idee eine sprache / Kommunikation zu verbieten, klingt schon sehr enschneidend und ist nichts, was man in einem sogenannten freiheitlichen Rechtsstaat erwarten würde.

Jonny_Nr_5
29.01.2006, 10:50
Diese Debatte ist doch eigentlich hinfällig, wir sind in Deutschland also spricht man deutsch. So ist das eben. Das hat nichts mit Rassismus zu tun, ich finde nur das Ausländer sich anpassen müssen oder eben in ihre Heimat zurückkehren sollen wenn ihnen nichts an der Integration liegt.

ElectricStream
29.01.2006, 11:31
Es sollte viel mehr Mehrsprachenunterricht angeboten werden!

Natrürlich sollte der Deutschunterricht mehr und individuell auf Schüler die noch erhebliche Probleme mit der deutschen Sprache haben, intensiviert werden.

Aber auch die Fremsprache bzw die Muttersprache forciert werden.
Zweisprachigkeit ist ein erheblicher Vorteil in der heutigen Zeit!

Die Deutschpflicht an Schulhöfen ist ein radikaler Versuch die Integration zu erzwingen,
klar mit dem Ziel der Verhinderung von Grüppchenbildung und dem unter Sich sein der "Ausländer".

Was aber am Stolz der Betreffenden kratzt und vermutlich noch mehr Aggressionen
gegen die "Deutschen" hervorruft. Also Integration rückwärts:rolleyes

Lieber sollen die achso tollen Pädagogik studierten Lehrkräfte mal versuchen,
das Problem in den Klassenzimmern anzupacken mit Sitzplänen Gesprächen mit der Klasse usw.
um velleicht eher ein Miteinander vermittlen zu können...

Der Daedalus
29.01.2006, 11:49
Definitv: Ja!

Gründe:

- Es ist nicht höflich, wenn man sich in Gegenwart von anderen in einer Sprache unterhält, die die anderen vllt. nicht verstehen. Also wenn ein deutscher Schüler über den Schulhof schlendert an einer Gruppe Ausländer vorbei, die sich in ihrer Sprache unterhalten und dann vllt. in dem Moment laut loslachen, dann kann sich dieser Schüler zu recht irritiert fühlen.
Von dieser Warte aus gesehen verhindert man so also Konflikte.

- Außerdem gehört das für mich zur Integration! Durch das Sprechen einer anderen Sprache Grenzen sich Ausländer doch selbst aus, denn wer will schon mit in einer Gruppe von Leuten stehen, die eine Sprache sprechen, die man nicht versteht?!
Folglich kommt es dazu, dass sich Gruppen bilden welche die Integration der jugendlichen Ausländer erschweren.

- Auch der Schulhof gehört zur Schule. Und Sinn der Schule ist es zu lernen.
Und für viele ausländische Mitbürger wäre es nicht schlecht, wenn sie mal ein bisschen mehr Deutsch lernen! Der Lernprozess sollte auch auf dem Schulhof statt finden, denn durch das Anwenden einer Sprache lernt man sie am ehesten.

- Ergänzt Punkt 1: Wie soll ein Lehrer wissen was der türkische Schüler da gerade laut über den Schulhof gebrüllt hat?! Es kann von freundlichen Worten bis hin zur schlimmsten Beleidigung alles gewesen sein!


Beim Bund war es ebenso ...
Hatten nen Haufen Russlandeutscher bei uns. Alles liebe und nette Kammeraden, aber es hat mich angekotzt, wenn sie auf einem Haufen standen und wir nicht russisch sprechenden Leute drum herum und die unterhalten sich auf russisch ...
Naja das haben sie die ersten Tage gemacht ... dann kam der Stuffz hat sie ordentlich zusammen gefaltet und damit war das Thema erledigt.


@ElectricStream:

Warum sollten wir bitte das Sprachwirrwar an deutschen Schulen noch fördern?! Ich wohne in einem viertel wo der Ausländeranteil bestimmt bei 30-40% liegt. Was meinst du was die Lehrer an der Grundschule für Probleme haben!

Natrürlich sollte der Deutschunterricht mehr und individuell auf Schüler die noch erhebliche Probleme mit der deutschen Sprache haben, intensiviert werden.

Aber auch die Fremsprache bzw die Muttersprache forciert werden.
Zweisprachigkeit ist ein erheblicher Vorteil in der heutigen Zeit!

Türkisch ist keine Sprache die einen deutschen Schüler weiter bringt ... der türkische Markt ist nicht so interessant, dass es sich lohnen würde unsere Kinder in dieser Sprache auszubilden. Englisch/Russisch/Chinesisch das sind wohl eher die Sprachen auf die wir in der Schule setzten sollten. Denn das sind die Märkte der Zukunft.

Und wie bitte willst du das praktizieren? Die einzige Möglichkeit wäre deutsche von ausländischen Schülern zu trennen, damit auf die Sprachdefizite der ausländischen Jugendlichen eingehen kannst. Denn bestimmte Dinge brauchst du einem deutschen Kind nicht mehr beibringen.
Aber getrennter Unterricht würde die Integration wieder erheblich erschweren...

Es gibt also nur eine Möglichkeit: Unsere ausländischen Mitbürger verstehen, dass das erlernen unserer Sprache für sie wichtig ist und das sie das aus eigener Initiative machen müssen!
Wenn ich jetzt beruflich nach Frankreich gehe erwarte ich auch nicht, dass die Franzosen sich an meine Sprachdefizite anpassen! Es ist MEINE verdammte Pflicht mich ihnen anzupassen!

.VeritaS.
29.01.2006, 12:53
Also diese Deutschpflicht wird nicht funktionieren.
Solange eine Volksgruppe unter sich rumhängt wird meist die gleiche Sprache gesprochen.
Was mich doch sehr wundert ist die Tatsache das die meist türkischen,hier geborenen,Jugendlichen Deutsch mit starkem türkischen Aktzent sprechen....ja wie geht das denn?Ich bin hier geborener portugieser und spreche Deutsch ohne Aktzent.Ja das liegt weil ich fast nur deutsche Kumpels habe und hatte und somit das Problem von alleine gelöst wurde.Auch die Türken die mit deutschen aufwachsen habe komischerweise keine Probs mit Integration und Sprache......und hier liegt die Lösung aller Probleme.
Wenn aber Schulklassen mit 50% Schüler einer Volksgruppe existieren,dann kann das nix werden,hier sind doch auch die Behörden gefragt.

Simon
29.01.2006, 13:04
ABER: Wer kontrolliert das bitte? Die Lehrer? Das ich nicht lache!
Ich stell mir das mal vor:
Der Direx rennt aufm Pausenhof rum und lauscht überall, ob da vielleicht ausländisch anmutende Silben durchsickern: "Hab ich euch erwischt, ihr Unterwanderer deutschen Sprachgutes! Ihr kriegt jetz sofort nen Verweis!" :evillol

Du hast das Kontrollprinzip noch nicht verstanden. :rolleyes ;)

Es reichen doch Stichproben aus, um ne ganze Masse ruhig zu stellen. Funktioniert auch bei Autofahrern. Allein die "Angst" davor mit Alkohol am Steuer erwischt zu werden und Restriktionen erfolgen. Auch wenn jeder weiß, dass es extrem unwarscheinlich ist, kontrolliert zu werden, bleibt man eben trocken. :)

Gleiches Prinzip hier: Werden die ersten zehn Bratzen erwischt und bekommen einen Verweis wegen Verletzung der Schulordnung (ist ja schließlich dort eingetragen und wurde von den Schülern unterschrieben) wird sich das schnell rumsprechen und der Respekt reicht aus, um sowas durchzusetzen. :cool

mfg Simon

hannesgpunkt
29.01.2006, 18:00
Aber es is doch ein Unterschied, ob man betrunken Auto fährt, oder ob man eine andere Sprache auf dem Schulhof spricht, oder?!

Welche Sanktionen sollen da denn zum Einsatz kommen?

-oSi-
29.01.2006, 18:18
Es geht nur um´s Prinzip.
Das mit dem "betrunken Auto fahren" ist nur als Beispiel gewählt worden.

Das Kontrollieren obliegt der jeweiligen Schule.
Was es für Konsequenzen hat muss ebenfalls die Schule entscheiden,
z.B. 5 Std. Musikantenstadl anschauen ;)

So, Spaß beiseite. Darauf können sich Lehrkräfte, Eltern und Schüler schon einigen.


-oSi-

Der Daedalus
29.01.2006, 18:41
Vor allem geht es darum den Lehrern erstmal eine Argumentationsgrundlage zu schaffen.
So lang sowas nicht als Vorschrift oder als Teil der Hausordnung existiert kann der Lehrer sagen was er will, der Schüler muss sich nicht dran halten.
Gibt es aber ein "Deutschgebot" (hört sich scheiße an ich weis) auf den Schulhof, so kann der Lehrer mit dem Finger drauf zeigen, denn er hat ja was in der Hand.

oDeM
29.01.2006, 20:06
Dann isses aber auch noch ne Frage des Respekts .... welcher Schüler hat denn schon noch echten Respekt vor seinem Lehrer. Vor allem irgendwelchen pupertierenden Kiddies. Die sagen brav: "Ja Herr Lehrer" und denken "Leck mich am A...." und der Lehrer denkt mal wieder er hätte seine autorität durchgesetzt. Im Endeffekt redet dann doch jeder wieder wie und was er will.
Mal davon abgesehen bin ich dagegen. Das Problem liegt doch viel tiefer verwurzelt und da sollte man anpacken. Meiner Meinung scheitert es schon häufig daran, dass viele Ausländer gar nicht wollen. Die werden von vornherein so erzogen, die deutschen zu meiden usw. Was weiss ich wie oft ich schon "blöde Kartoffel" (und zwar schon in einem "fremdenfeindlich" gemeinten Sinne) genannt wurde. Und diese Entwicklung gilt es zu stoppen, denn wer schon mit irgendwelchen Vorbehalten erzogen wird hat gar kein interesse daran vielleicht auch perfekt deutsch zu reden. Denn es gibt ja auch die genauen Gegenteile zu beobachten. Polen, Russen, Türken und was weiss ich was, die von vornherein offen erzogen wurden und siehe da akzentfrei reden können und je nachdem sogar besser als ein deutscher selbst. Ein Redeverbot an Schulen bringt da gar nix!

Was ich jedoch noch viel schlimmer finde ist die Entwicklung, dass immer mehr deutsche Jugendliche reden, als seien sie Einwandererkinder. Verzeit mir diesen Ausdruck aber das hört sich dann an wie das letzte Assideutsch wie viele Türken oder Russen es sprechen. Nur die können ja nix dafür, weil ein deutsch mit z.B. türkischem Unetrakzent gesprochen sich nunmal prollig anhört. Meine Meinung (und die der meisten Leute die ich kenne)
Da müsste man mal gegensteuern...

Shader
29.01.2006, 20:34
In der Schule sollte Deutsch gesprochen werden - aber auf den Schulhof kann von mir aus gesprochen werden was man will.

Viel mehr würde ich mehr das im eigentlichen Öffentlichen Raum, wie in der Bibliothek, in den öffentlichen Verkehrsmitteln usw. deutsch gesprochen wird.
Ich mein man kommt sich schon dumm vor wenn neben einem drei Türcken oder jedere andere Ausländer in ihre Sprache blabbern bis zum Umfallen und dann noch kichern und lachen, wenns dezent ist ok, aber nicht so das der ganze Bus/Bahn unterhalten wird.
Ich hab absolut nichts gegen Ausländer (zumal ich mit einigen gut befreundet bin) aber wie bereits gesagt, bei sowas kommt man sich schon irgendwie Blöd vor - da sollte Deutsch durchaus als Pflicht gesetzt sein, was die dann zu Hause sprechen, ist Schnuppe. Generell bin ich der Meinung das von den Ausländern verlangt werden soll, mehr Bereitschaft für die dt. Sprache zu zeigen - das sie offener für die Sprache sind, wie es oDeM bereits ansprach.

th3o
29.01.2006, 20:49
@herrmann
deine posts lesen sich manchmal so wie von einem der zu weit rechts abgedriftet ist dann aber wieder zu weit link (von wegen einheitliche weltsprache :freak )

ich bestreite nicht weiter links als der durchschnitts-linke zu stehen, aber ein kultur-einheitsbrei will ich zumindest nicht haben deshalb würde eine einheitliche weltsprache zur glättung unterschiedlichster kulturen führen und somit auch in anderen aspekten zur glättung letztendlich der spezies mensch und seiner umgebung (natur) führen.

deutschpflicht im unterricht (wenn grad kein fremdsprachenunterricht :D) : JA!
deutschpflicht auf dem schulhof: NEIN!

verbiete dem menschen die muttersprache und du wirst aufstand ernten. der vorschlag erinnert mich massiv an gestapo-methoden wo gesinnung aufgestülpt und passend gemacht werden sollte.

edit: genau in solchen threads kommt soviel rechtes und verbohrtes gedankengut zutage...aber zum glück sind 90% derjenigen die ich dessen anklage einfach nur noch in der entwicklung.

-oSi-
29.01.2006, 21:59
edit: genau in solchen threads kommt soviel rechtes und verbohrtes gedankengut zutage...aber zum glück sind 90% derjenigen die ich dessen anklage einfach nur noch in der entwicklung.
Na toll, jetzt wurde das "Totschlag"-Argument ausgepackt.
So kann jede Diskussion abgewürgt werden.
Was hat es mit rechtem Gedankengut zu tun, wenn man will/möchte, das Einwanderer die hiesige Landessprache lernen sollen ?
Das hat was mit Integration zu tun. Jeder kommt freiwillig hierher.
Da kann man schon davon ausgehen, das auch freiwillig Deutsch gelernt wird.
Somit wäre der Ansatz jetzt, eine gewisse Deutsch-Pflicht in der Schule und auf dem Schulhof einzuführen, eigentlich schon zu spät.
Ich begrüsse die Entscheidung, das jetzt einzuführen.
Wir müssen aber erstmal abwarten, ob es sich bewährt.
Wer nicht will, der lernt es auch nicht, hin oder her.


-oSi-

th3o
29.01.2006, 22:28
@osi
diejenigen die gemeint sind wissen es auch und es sind ja auch nicht alle gemeint die "pro-deutsch-auf-schulhof" sind.
manche haben ihre argumente schlüsslig dargelegt und damit soll es dann auch gut sein.
wer aber mit statements ankommt wie "wir leben in deutschland also muss auch überall deutsch gesprochen werden, das ist doch ganz klar" und sonst nichts kommt, dann ist das für mich einfach nur eine aussage die, wenn man ein wenig auf diesem gebiet interessiert und bewandert ist und ein gewisses maß an erfahrung mit den menschen hat die in diese "richtung" tendieren, schlicht und einfach sehr gefährlich ist.
und nichts anderes habe ich ausgesagt.

Simon
29.01.2006, 22:42
@-oSi-
Lass es sein. ;)
Für die Steinewerfer gibts doch nichts anderes außer links oder "rechts(radikal)". :rolleyes
Das dazwischen auch noch sowas wie "konservativ" liegt, ist denen doch schnuppe.

Mit solchen Maschen wird hier im Forum gern gekommen, wenn "gewissen Personen" der Verlauf im Thread/Umfrage gegen den Strich geht. :cool

@th3o
Findest du den Passus mit der Gestapo eigentlich witzig?
Hier wird ja gleich wieder getan, als wenn der Versuch die Integration zu fördern gleich sowas wie "Reinhaltung des deutschen Blutes" aus den Reisepässen der 30er Jahre zu bedeuten hat. :eek:

mfg Simon

magix
29.01.2006, 22:47
laufen dann dann 20 leher übern schulhof und belauschen mich das ich auch ja nur deutsch rede?
mit welchen konsequentn muss ich dann rechnen wenn ich mal was in englisch sage?
es wird ehh daran scheitern das es aufgrund akuten personal mangel nicht durchführbar ist!ich bin voll dagegen und halte das für schwachsinn deutschalnd ist ein freies land SO WHAT?

th3o
29.01.2006, 22:59
@simon
was ich nicht witzig finde ist wenn ich entgegen meiner ansicht, dass ich das steinewerfen verurteile als solcher dargestellt werde.
ich hingegen habe hier keinen explizit als "etwas" tituliert und gestapo habe ich nicht auf einen menschen sondern auf eine suggeration angewendet. scheinbar kannst du als konservativer nicht zwischen begriff und anschauung unterscheiden.

-oSi-
29.01.2006, 23:02
@Simon: Na gut, ich lass es lieber.
Ist besser für die Diskussion hier. Schaun wir mal, wo die noch hinführt...

-oSi-

Cystofix
30.01.2006, 06:17
Moin,

hab auch mal für 'Ja' gestimmt, wobei ich auch der Meinung bin, es ist kaum kontrollierbar.

Aber bedenkt man eben die Tatsache, dass ausländische Mitbürger teilweise auch nach Jahrzehnten nicht in der Lage sind, ein paar Sätze in fliessendem Deutsch zu sprechen, wäre eine solche Massnahme nicht ganz ungerechtfertigt.

Und auch ich kann mich nur dem Beispiel des im Ausland wohnenden Deutschen anschliessen, der, getreu dem Motto 'friss oder stirb', die jeweilige Landessprache erlernen muss, um dort weiterzukommen - und das finde ich im Prinzip ( aus Sicht des 'Gastgeberlandes' ) gerechtfertigt.

Gruss Cys

Der Daedalus
30.01.2006, 08:55
@theo:
Mal wieder ein ganz dickes Buuuhhh von mir.

der vorschlag erinnert mich massiv an gestapo-methoden wo gesinnung aufgestülpt und passend gemacht werden sollte.

Du beziehst deinen Ausdruck "Gestapo Methoden" explizit auf den hier diskutierten Vorschlag. Somit ist jeder der diesem Vorschlag zustimmt, in deinen Augen, ein Freund von Gestapo Methoden.
Oder was soll ich sonst unter deiner Aussage verstehen?!

genau in solchen threads kommt soviel rechtes und verbohrtes gedankengut zutage...aber zum glück sind 90% derjenigen die ich dessen anklage einfach nur noch in der entwicklung.

Unterschwellig unterstellst du hier einem Großteil eine rechte Gesinnung. Wenn du das nicht gewollt hast, dann solltest du mit Worten wie "soviel" und Prozentangaben ziemlich vorsichtig sein.
Ferner ist es alles andere als höflich den hier an der Diskussion beteiligten Leuten vorzuwerfen dass sie geistig noch nicht reif genug seien um sich hier wirklich an der Diskussion zu beteiligen. Auch dies tust du hier unterschwellig, aber durchaus bewusst.

Anstatt hier mit Totschlagargumenten (und allein schon deine Wortwahl (Gestapo,...) drängt dieses ganze Topic hier in Richtung "closed") zu kommen solltest du lieber versuchen mit Argumenten zu kommen, die deine Meinung auf sachlicher Weise untermauern.

@Topic:

Hat einer gestern Sabine Christiansen geschaut? Wie ich finde war das eine sehr gute Runde gestern die genau solche Themen diskutiert hat.

Es geht bei der Frage "Deutschpflicht an Schulhöfen" doch nicht um den Erhalt des deutschen Sprachgutes. Sondern es geht einfach um die Frage: "Wie schaffen wir es das Türken, Russen, Polen, ... und eben auch Deutsche zusammen MITEINANDER leben können?"
Es geht hier um ein Miteinander und nicht ein Nebeneinander!
Für mich ist, und ich denke das bedarf auch keiner Diskussion, Sprache das wichtigste Element um die Grundlagen für ein Miteinander zu schaffen. Und es gibt genug Ausländer die unsere Sprache nicht mal in Grundzügen beherrschen. Die nicht mal eine ordentliche Begrüßung auf Deutsch hin bekommen.
Wie sollen diese Menschen denn nun integriert werden? Das geht doch nur indem man sie irgendwie dazu bewegt unsere Sprache zu sprechen. Und wo ist dieser Anfang leichter als auf den Schulhöfen?!

Was mich abschreckt sind die Dinge die ich im täglichen Leben erlebe!

Da gehe ich zu der Poststelle in unseren Viertel. Ein Kiosk von einem Türken betrieben und mit weitestgehend türkischer Kundschaft. Ich komme also rein und komme mir vor wie in der Türkei. Keiner spricht Deutsch (außer der Ladenbesitzer wärend er meinen Brief annimmt)!

Ein anderes Beispiel

Ich komme vom Bahnhof zur Bushaltestelle und da stehen 6 andere Leute. Die unterhalten sich laut auf russisch und lachen und grölen dabei. Und ich als einziger der diese Sprache nicht versteht an dieser Bushaltestelle. Wieder komme ich mir vor wie in der Fremde.

Das soll hier jetzt keine "Deutschland den Deutschen" Parolen schüren!
Ich möchte lediglich klar machen wie schwer unter solchen Problemen die Integration dieser Menschen in unsere Gesellschaft fallen kann.

MKatrix
30.01.2006, 09:31
das argument von manchen wir sind hier in deutschland hier soll deutsch gesprochen werden ist für die katz

wie viele deutsche die zb auf mallorca leben passen sich auch nicht an?

wenn man im glashaus sitzt...

:rolleyes

Der Daedalus
30.01.2006, 09:45
Fullquote entfernt.


Der Vergleich ist nicht zulässig! Du darfst Tourismus nicht mit Immigration verwechseln!

Wenn ein Russlanddeutscher hier sein neues Leben beginnen will, so will er etwas von unserer Gesellschaft. Er will hier Leben, da er sich hier ein besseres Leben verspricht. Ebenso politische Flüchtlinge, Leute aus Kriesengebieten, ...
Wenn ich aber nach Mallorca fliege, so wollen die Spanier auch etwas von mir. Nämlich mein Geld. Somit kann ich schon erwarten dass von der Seite auch ein gewisses Entgegenkommen vorhanden ist (was nicht bedeuten soll, dass ich mich wie der letzte Hinterwäldler benehmen muss, wie es viele Leute auf Malle leider machen).

Orca
30.01.2006, 10:02
Ich bin genau der gleichern Meinung wie Wintermute und Maxxer. In der Schule soll Deutsch gesprochen werden, aber in der Pause ist es doch egal. So wird die eigene Kultur gepflegt und man kann vielleicht noch etwas lernen.

-oSi-
30.01.2006, 10:11
Der Vergleich ist nicht zulässig! Du darfst Tourismus nicht mit Immigration verwechseln!

Da hast du glaube ich, was falsch verstanden. Er sprach von denen, die dort leben.
Wer dort (dauerhaft) seinen Lebensabend dort verbringt oder seinen Hauptwohnsitz hat, den kann man schlecht als Touristen bezeichnen.
Von denen könnte man schon erwarten, dass sie spanisch lernen.
Da sie es nicht alle tun, ist das leider schlecht für deren Integration.


-oSi-

th3o
30.01.2006, 10:18
@daedalus und konservative

ich weiss nicht ob ihr gestern sabine christiansen geschaut habt aber genau dort wurde eben dieses thema behandelt.
die aus der entsprechenden schule eingeladenen schulsprecher/klassensprecher etc haben sich positiv über das verbot ihrer muttersprache in den pausen geäussert da ihre schule einen ausländeranteil von 93% hat.
alles schön und gut, wenn es doch bloss kein VERBOT wäre!
es ist wünschenswerter wenn diese richtlinie zur abstimmung freigestellt würde und nicht einfach aufgezwungen würde. man sollte also lieber an die vernunft appellieren statt aufzustülpen.
nochmal ganz deutlich: nicht die tatsache dass die schüler dort deutsch reden stört mich (das geht ja auch gar nicht), sondern die art und weise WIE das durchgebracht wurde; nämlich durch den passus in der schul-hausordnung "wir leben in deutschland also wird deutsch gesprochen"! genau das steht da drin und das hat für mich (da könnt ihr noch so rumweinen und mir dicke buhhhs und was weiss ich andichten) den charakter längst vergangener zeiten.

weiterhin ganz wichtig zum "gesinnungstest" wie der infantile innenminister von hessen ihn für ausländer vorsieht. dieser wahnwitzige mensch glaubt allen ernstes durch ein standardisiertes verfahren muslime mit böööösen absichten enttarnen zu können.
es muss ja nur erwähnt werden dass die türkische tageszeitung hürryet (oder wie das geschr. wird :) ) schon unlängst den fragebogen abgedruckt hat und die dazu passenden antworten liefert.
also liebe konservative weltweit: wenn ihr wirklich so dolle dolle angst habt um euere westlichen werte und euer reichtum an massenverblödenden gütern dann bitte stellt es etwas schlauer an wenn ihr die guten alten SELEKTIONS-methoden anwendet.

WingX
30.01.2006, 10:21
Ich finde, es ist einfach unhöflich gegenüber den nur deutsch sprechenden Menschen im Umfeld (andere Schüler oder Lehrer), eine andere Sprache zu sprechen.
Sowas gehört zur Integration. Wenn man schon hierher kommt weil man hier besser leben kann als in seinem Heimatland, dann sollte man sich wenigstens bemühen, die Sprache zu lernen. Und wenn die Kindere derer hier aufwachsen und zur Schule gehen, dann sollte Pflicht sein, auch deutsch zu sprechen.

th3o
30.01.2006, 10:43
es hat niemals pflicht zu sein seine eigene muttersprache zu unterdrücken. merkt mal bitte die einschläge!

Der Daedalus
30.01.2006, 10:58
@Theo:

Schon wieder zeigst du eine völlig einseitige Sichtweise der Äußerungen eines Menschen. In diesem Falle die des Innenministers Volker Bouffier.
Er sagte nämlich auch, dass Ausländer die in Deutschland Fuß fassen wollen gezwungen werden sollten sich mit der Deutschen Geschichte auseinander zu setzen.
Als Beispiel führte er an, dass es schlimm sei wie viele, gerade muslimische, Ausländer eine antisemitische Gesinnung hätten. Ferner sagte er, dass es wichtig sei, dass JEDER hier in Deutschland verstehe warum gerade hier der antisemitismus ein solches Problem sei.
Er nannte noch mehrere Beispiele (Trennung Deutschlands, ...).
Mit dem Fragebogen und er hatte ja selber zugegeben, dass ein solcher Fragebogen (welcher übrigens in Baden Würtemberg und nicht in Hessen Angewendet wird) nur der Anfang sein kann.
Ferner geht es ihm nicht draum potentiell gefährliche Ausländer auszusortieren sondern darum, und hier zitiere ich mal die Aussagen auf der Homepage von Sabine Christiansen, den "Einbürgerungswilligen ein "staatsbürgerliches Rucksackwissen" " abzuverlangen.
Ich zitiere nochmal einfach den Herrn Bouffier, auch wenn das bei dir lieber Theo eh nicht zu einer Einsicht führen wird.

„Integration ist mehr als ein Zeitablauf und eine Unterschrift“, so Bouffier. „Ich möchte gerne, dass jemand, der hier Staatsbürger werden möchte, sich auch mit diesem Land auseinander setzt, dass er dieses Land kennt in der Weise, dass er weiß, was hier passiert ist - ein Stück unserer Geschichte, worauf unsere Verfassung gründet, wie diese Gesellschaft sich entwickelt hat.“

Der in der Tageszeitung Hürryt abgedruckte Fragebogen ist der aus dem Land Baden Würtemberg, also nicht dem Bundesland in welchem der Herr Bouffier seinen Staatsdienst tut.
So viel zum Thema "Tatsachen verdrehen".

In Deutschland ist es auch verboten das Männer ihre Frauen schlagen! Egal ob es zur Kultur gehört oder nicht!
Oder willst du jetzt jedem Muslim, der noch nicht gecheckt hat das das Mittelalter vorbei ist, das Recht zugestehen seine Frau zu vermöbeln nur weil es "Teil seiner Kultur ist".

Das Leben in einer Gesellschaft erfordert Regeln und Verbote, damit JEDER in dieser Gesellschaft ein möglichst freies und angenehmes Leben führen kann.
Und mich persönlich stört es wenn ich allein zwischen einer Gruppe Russen stehe die über Gott weis was reden und lachen und ich kein Wort verstehe! Dann fühle ich mich in dem Land in dem ich aufgewachsen bin als Fremder!
Das sage ich jetzt ohne dass ich Angst habe als rechter zu gelten!
Es gehört einfach zum guten Ton! Wenn ich beruflich mit Franzosen zu tun habe (was durchaus mal vorkommt) stell ich mich auch nicht vor die und laber mit meinen deutschen Kollegen auf deutsch und lache und gröle dabei.

Aber sobald der gute Ton nicht eingehalten wird und dies das Leben in der Gesellschaft stört muss nun mal der Staat einschreiten und durch Regeln das ganze wieder in eine für alle verträgliche Richtung rücken.

th3o
30.01.2006, 11:10
@daedalus
ich habe paar sachen durcheinander gebracht das ist richtig, aber da wir generell über solch ein "ding" gesprochen haben tut es kaum was zur sache.
zum wohle der diskussion muss ich jedoch klarstellen dass wenn ich mir deinen beitrag ansehe, dieser voll ist von wörtern wie "zwang" "verbot" "regeln" "fremd" und dann erlaubst du dir die größte, in meinen augen, frechheit und sprichst von FREIHEIT.
also da bin ich der meinung dass du jetzt schon ein dialektisches kunststück bringen musst um mir klar zu machen wie du jemanden gleichzeitig zwingen willst und auf der anderen seite von freiheit sprichst.

Shagger
30.01.2006, 11:21
Alle die ihr für Deutschpflicht seid, denkt mal nach wohin solche Dinge führen können. Das wäre nur der erste Schritt.
Ich hoffe ich muss euch nicht mehr sagen wohin sowas führt, dass wisst ihr schon.

Equest
30.01.2006, 11:25
Alle die ihr für Deutschpflicht seid, denkt mal nach wohin solche Dinge führen können. Das wäre nur der erste Schritt.
Ich hoffe ich muss euch nicht mehr sagen wohin sowas führt, dass wisst ihr schon.

Dazu daß die Schüler Deutsch lernen?

-eraz-
30.01.2006, 11:29
Meine Meinung kurz und knapp:
Ja es sollte eine Deutschplficht existieren. Wenn diese Menschen bei uns leben wollen, dann sollen sie sich auch anpassen, so einfach ist das. Ansonsten wird es mal soweit kommen, das 5% der Bevölkerung aus irgendwelchen Ausländischen Imigranten besteht, der irgendwann seinen eigenen Staat im Staat gründet oder gründen will. Wenn sie in Deutschland bzw. Östereich leben wollen, dann sollen sie sich der gegebenen Kultur anpassen.

th3o
30.01.2006, 11:30
moment mal daedalus, damit ich dich jetzt richtig verstehe: deinen ganzen beiträgen die ich nochmal durchgelesen habe kann ich stark entnehmen dass du überall dafür bist, dass ausländer deutsch zu sprechen haben? an bushaltestellen, supermärkte etc?

um eines deutlich zu machen: nicht die ausländer haben ein problem sondern DU. wenn DU das gefühl hast fremd zu sein zwischen anders sprechenden menschen dann können diese nichts dafür. schliesslich stört es sie auch nicht wenn sie neben sich eine gruppe deutsche sehen die dann deutsch sprechen. vielleicht begreifst du dich nicht so sehr als deutschen denn als menschen in einer welt. versuchs mal so rum.
jeder hat die freiheit in der sprache zu sprechen in der er möchte. das ist für mich grundregel und da wird auch nichts dran gedreht.
differenzieren muss man nur in dem punkt wo man miteinander zu tun hat. sprich in einer geschäftsbeziehung zb.
aber wenn du jetzt schon ankommst und meinst dass die auch bitte an der bushalte nicht ihre sprache sprechen dürfen weil daedalus sich ja fremd vorkommt dann ist das für mich einfach nur noch ganz ganz merkwürdig. du hast nichts mit diesen menschen zu tun, warum willst du denn bitte verstehen was sie sprechen? willst du irgendwie lauschen? verstehe ich nicht ganz.
wenn diese menschen was von dir wollen werden kannst du sicher sein, dass sie sich auf deutsch an dich wenden werden.

also: wer sich grundsätzlich durch andere gestört fühlt hat selber das problem. logisch schlussfolgern läßt sich das indem man aufzeigt dass die anderen dieses problem eben so nicht empfinden, also ist man selbst das problem und daran sollte man bitte arbeiten und nicht nach zwängen und verboten schreien. erstmal sich selbst in ordnung bringen.

Kone
30.01.2006, 11:38
Na ja ich denke nicht das man des jetzt gleich so Dramatisieren muss, bin selber kein Deutscher Staats Bürger. Man muss da beide Seiten verstehen. Klarr will ein Ausländischer Schüler sich auf dem Schulhof in seiner Heimatsprache verständigen. Aber wahrscheinlich ist genau das, dass Problem!!! Denn sobald die Schüler dann nach hause kommen geht es meistens in der Heimatsprache weiter... man will ja nur vermeiden das man in Deutschen Schulen den Bezug zur Deutschen Sprache verliert. ich weiß jetzt auch net ob des was bringen soll aber wir werdens sehen . Wenn die Deutschkenntnisse dadurch besser werden würden wäre es doch garnet so schlimm!! Aber ein Verbot auszusprechen wird vieleicht im ersten Moment viel trubel bereiten...
na ja jedem des seine.....

Der Daedalus
30.01.2006, 11:40
Ein Beispiel:

Das Verbot zu töten schrenkt mich direkt in meiner Freiheit ein. Damit wird aber garantiert, dass jeder Mensch die Freiheit hat zu leben.

Noch ein Beispiel:

Das Verbot anderer ihrer Freiheit zu berauben (Sprich der Straftatbestand der Freiheitsberaubung) grenzt die Freiheiten des einzelnen ein, denn er darf ja nicht mehr tun und lassen was er will. Damit wird aber die Freiheit anderer Menschen (also die der Potentiellen Opfer) garantiert.

Übertragen wir das jetzt auf das Thema hier:

Ein Kind könnte sich beledigt fühlen wenn ein Gruppe Ausländer sich in einer ihm unverständlichen Sprache unterhält und dabei laut loslacht. Das kann sogar so weit gehen dass es zu einem Angstgefühl wird (Beispiel: Alleine mit einer Gruppe von 6 Russen nachts an der Bushaltestelle, und das wo ich einen Kollegen habe der VÖLLIG (dafür gibt es Zeugen) ohne Grund von Russen zusammen geschlagen wurde). Wüsste das Kind (oder im Falle der Bushaltestelle ich) was die Menschen dort reden so wird entweder das Gefühl beleidigt zu werden (oder auch die Angst) genommen. Oder es wird bestätigt und somit einfacher darauf zu reagieren.
Beleidigt zu werden oder einer Angst ausgesetzt zu sein ist für mich auch eine Art von Freiheitseinschränkung.


Siehste, da waren garkeine sprachlichen Verrenkungen nötig...
Gesetze und Freiheit sind durchaus Worte die man in einem Rechtsstaat in einem Zusammenhang sehen darf!


Aber nun zu der anderen Aussage:

ch habe paar sachen durcheinander gebracht das ist richtig, aber da wir generell über solch ein "ding" gesprochen haben tut es kaum was zur sache.

Es tut sehr wohl etwas zur Sache!
Es ist etwas völlig anderes ob ich einen Fragebogen erstelle der die potentiellen neuen Staatsbürger dazu bewegt sich mit dem Staat in dem sie leben wollen auseinander zu setzen oder ob ich einen Fragebogen erstelle um potentielle Schläfer heraus zu filtern.
Das du dies hier mit einem "tut eh kaum was zur Sache" abtust zeigt, dass dir jegliche Argumentationsgrundlage fehlt und du, sobald du mit Argumenten in den Ecke gedrückt wirst, schnell eine voreilig in den Raum geworfenen Parolen über den Haufen wirfst und versuchst auszuweichen.
fu wirfst einem Menschen infantilität vor (Innenminister von Hessen) welcher sich auf einem sehr hohen Niveau mit dem Thema Integration von Ausländern befasst und merkst dabei selber nicht, dass gerade du es bist der bar jeglicher Argumente mit beleidigenden Wörtern um sich wirft und das gerade dieses Verhalten als infantil zu bezeichnen ist.

zum wohle der diskussion ....

Dein Vehalten stört die Diskussion in größtem Maße!



/edit:

zu deinem zweiten Post:

Ich kann dich beruhigen! Ich bin nicht für ein generelles Verbot von anderen Sprachen!
Alles was ich von meinen auslädisch stämmigen Mitbürgern erwarte ist, dass sie sich in Gegenwart von Menschen die ihre Muttersprache nicht beherrschen in einer Sprache unterhalten die in dem Land in dem sie leben jeder versteht! Und das ist hier in Deutschland nun mal deutsch!
Ich habe mehrmals betont, dass ich dies auch tue. Und selbst wenn ich mit einer Gruppe von Menschen spreche die hier nur kurze Zeit in unserem Land sind, ich deshalb nicht erwarten kann dass sie unsere Sprache beherrschen, so bin ich es der darum bemüht ist dass auch sie mitbekommen was gerade gesprochen wird. Das gebietet mir die Höflichkeit und kein falscher Nationalstolz!
Wenn ich bei der Arbeit bin passe ich meinen Sprachgebrauch entsprechend an! Wenn ich aber meinen Freunden von der Arbeit erzähle benutze ich ein Vokabular, welches alle verstehen können und kein Fachchinesisch.
Wenn ich in Frankreich leben würde würde ich französisch lernen. Allein um mir und allen anderen das Leben einfacher zu machen und Konflikten gleich von vorn herien aus dem Weg zu gehen.

Bricht es dem türkischen Kind einen Zacken aus der Krone, wenn es auf dem Schulhof Deutsch spricht? NEIN!
Verleugnet dieses Kind dadurch seine Kultur (auf die es völlig zu Recht einen Anspruch hat)? NEIN!
Warum ist es also so schwer sich im Beisein anderer in einer für alle Seiten verständlichen Sprache zu unterhalten?! Ob das nun Deutsch, Russich oder Kisuaeli ist ...

guillome
30.01.2006, 12:14
ich sehs einfach so, wenn man keine gemeinsame sprache hat dann fällt auch die integration in unsere gesellschaft schwer oder wird fast unmöglich. eine gemeinsame sprache ist extrem wichtig, dass man die kluft zwischen den unterschiedlichen weltanschauen und kulturen vermindert. es profitieren doch nur alle davon weil viele interkulturelle probleme durch bessere integration schneller gelöst werden!
ich finde den ansatz mit dem pausenhof gut, aber es wird nichts bringen wie kone schon sagt, die reden dann einfach zu hause weiter in ihrer eigenen sprache ;)

man muss meiner meinung nach da noch viel weiter gehen und die leute die deutsche staatsbürger werden wollen oder es schon sind 2 jahre zeit geben die sprache zu lernen. danach sollte man ähnlich wie bei einem führerschein die menschen testen ob das bisherig gelernte in einer gewissen frist ausreicht um auf einem bestimmten level kommunizieren zu können. sprich endgültig deutscher staatsbürger kann man nur werden wenn man sich der sprach ermächtigt hat. schließlich wollen wir ja keine ausgegrenzte parallel gesellschaften sondern ein vernünftiges miteinander

th3o
30.01.2006, 14:37
@daedalus

ich weiche überhaupt nicht aus sondern trage die diskussion auf eine etage die sich nicht mehr mit der kleinlichkeit einer EINZIGEN schule oder dem empfinden EINES einzelnen menschen (sprich du) oder mit nur EINER region (bundesland) sich befasst. das meinte ich mit: "wir sprachen über das ding an sich."
falls du auf diese etage nicht folgen möchtest kann ich dir leider nicht weiter helfen. du solltest dir allerdings ständig bewusst sein, dass das was du als DEINE meinung ausgibst in anderen ohren genau so radikal klingen kann wie die meinung die ich zum besten gebe.
das sollte bitte festgehalten werden. und jetzt komm mir nicht mit irgendeinem leit-verhalten oder gesellschaftlich anerkanntes common sense. da mach ich simplerweise NICHT mit. das ist einfach das manipulative grosse ganze dem ich mich auf jeden fall verweigere und lieber die ohnmacht derer die darin leben an-sehe.

punkt 1: ich habe niemals bestritten dass ich das schlecht finde, dass die schüler der entsprechenden schule freiwillig miteinander deutsch reden.

punkt 2: ich habe niemals bestritten, dass es gut ist wenn ausländer die hier eingebürgert werden möchten sich rudimentär mir der an sich nebulösen deutschen "kultur" und ggf. auch diverser geschichtlicher hintergründe auseinander setzen. dagegen sage ich nichts

aber wenn du mit dem beispiel ankommst dass du dich beleidigt oder fremd fühlst wenn neben dir eine gruppe nicht die dir gewohnte (und auf gewohnt liegt die betonung) sprache zutage bringt dann kannst du deine ansicht als genau entgegengesetzt zu meiner betrachten und deine argumente die du dann anführst zeugen in meinen augen einfach von einer eindimensionalität sondergleichen. genau so argumentiert ein mensch der in sich ab einem bestimmten grad nicht mehr tolerant ist und für-sich schon so harte grenzen des common-sense wie er denn zu sein hätte gezogen hat, dass er bereit ist schlicht die freiheit anderer nicht mehr anzuerkennen weil es seine eigene in der eigenen wahrnehmung (wahrnehmung ist hier niemals realität, denn es wird erst kraft verstandes und vernunft realität) verletzt sieht und einfach nicht die fähigkeit besitzt sein da-sein selbst als etwas anzusehen was eben NICHT von solch einer kleinigkeit wie dem gespräch ausländischer mitbürger an einer haltestelle abhängig ist.

Shagger
30.01.2006, 14:44
Tja. Das Problem sind nicht die Ausländer. Ihr, die ihr euch gestört fühlt, ihr seid das Problem.

DaveStar
30.01.2006, 14:53
Nach dem ich das hier lese, muss ich schon fast anmerken, dass ich ein wenig verwundert bin, wie viele Leute offenbar ganz selbstverständlich sagen "JA, verbieten wir Ausländern an gewissen Orten ihre Muttersprache".
Das Verbot anderer Sprachen halte ich für eine enorme Einschränkung der Freiheit und ich würde auch nicht davor zurückschrecken, sowas in einem Atemzug mit anderen Menschenrechtsverletzungen zu nennen (auch wenn es in dem 'Schulhofsfall' natürlich niemals die selbe Grausamkeit wie z.B. Folter erreicht).

Natürlich sind Integration und Kommunikation zwischen verschiedenen Nationalitäten in einem Land sehr wünschenswert und anzustreben, das Mittel finde ich in diesem Fall aber völlig falsch. (Einmal abgesehen davon, dass ich den Erfolg aus mehreren Gründen so oder so anzweifele, weil es im Endeffekt sowieso schwer durchsetzbar und kontrollierbar ist und andererseits weil ein Gesetz welches Ausländischen Kindern in der Schule die Sprache verbietet wohl eher eine Abneigung dieser Kinder gegenüber der deutschen Sprache / Politik hervorrufen könnte)


Naja wie gesagt... ich hoffe mal dass viele die hier gleich 'Ja!' gesagt haben, sich das ganze nur nicht wirklich überlegt haben vor dem klicken/tippen - ansonsten fänd ich das echt schon fast beängstigend. (Wobei ich oftmals das Gefühl habe, dass mir Demokratie von Tag zu Tag beängstigender vorkommt... und das sage ich als Schweizer ;p)

DaTr1Xa
30.01.2006, 15:14
Hi all!!

Ich selber habe mit JA abgestimmt und hätte natürlich nach langem
lesen auch meine geistigen Ergüsse hier zu beigetragen.

Aber das hat schon jemand anders getan, ich schließe mich
"Der Daedalus" zu 100% an!

Sollte mir jemand die Frage stellen oder auf die Idee kommen, mich als pietätlos
oder/und antisemitisch bezeichen zu müssen.
Der bekommt auf Anfrage und einen Unkostenbeitrag von 50% ein NEIN
auf die Hornhaut tätowiert.

icezero
30.01.2006, 15:28
hm,
es gibt hier Pro und Contras.
ich bin selbst türkischer Nationalität. Zu einem würde ich sowar befürworten, da ich der hoffnung bin, das sich Jugendliche endlich mal der deutschen Sprache/Grammatik bemächtigen. :-p
Wenn ich in der Sbahn höre, wie manch!!! Jugendlicher spricht, bekomme ich einen tierischen Schreikrampf. Vllt könnte man auch dadurch verhindern, dass sich, hmm wie soll ich sagen, nation-abhänige Grüppchen bilden. Dies könnte vllt das kulturelle miteinander verstärken.
Was ich eine Freichheit finde, ist es zu verbieten, in seiner eigenen Muttersprache zu sprechen. Im Sinne von "Back to the roots", sollte man nie vergessen, woher man kommt. Es ist auch für Meschen (ob jung oder alt) wichtig Ihre "eigenen" Kulturen zu Pflegen, dazu gehört auch die Sprache.
Man sollte nicht über die Köpfe hinweg über ein derartig Prisantes Thema hinweg entscheiden. Wichtiger wäre es, mit Jugendlichen darüber zu diskutieren und ihnen die vor und nachteile zu erläutern. Sodass jeder für sich selbst entscheiden kann!
ist das nicht der ware sinn von demokratie?!

MacII
30.01.2006, 15:57
@Dave>Star
Das Gebot, in bestimmten Situationen oder Orten die Landessprache verwenden zu sollen, mit einer Menschenrechtsverletzung gleich zusetzen ist schon sehr abstrus. Das Gerichtsverfassungsgesetz bestimmt, dass die Gerichtssprache deutsch ist. Ist das etwa auch eine Menschenrechtsverletzung?

Der in einigen Beiträgen schon arg strapazierte Freiheitsbegriff unterliegt in einem Staatswesen selbstverständlich der Abwägung: Die persönliche Freiheit kann dort ihre Grenze finden, wo die Interessen der Allgemeinheit oder die Rechte eines einzelnen betroffen sind. Ist denn die allgemeine Schulpflicht auch schon eine Menschenrechtsverletzung?

Denjenigen, die mit „JA“ gestimmt haben, zu unterstellen sie hätten wohl nicht richtig nachgedacht, ist sehr anmaßend. Bei einer Umfrage unter ausländischen Schulkindern in Hamburg haben sich eine ganze Reihe für einen derartigen Versuch ausgesprochen, besonders von solchen Nationalitäten, die nicht so häufig vertreten sind. Warum Wohl? Weil auch sie darin eine Chance sehen, besser integriert zu werden und weil sie sich nicht mit einer Vielzahl anderer Kinder in einem eigenen Sprachumfeld zurückziehen können.

Nur zur Vorbeugung, bevor ich von einigen auch treffsicher als ausländerfeindlich „erkannt“ werde: Ich bin mit einer Ausländerin verheiratet, unsere Tochter hat zwei Staatsbürgerschaften und wird zweisprachig erzogen.

th3o
30.01.2006, 16:08
wie oft soll man als "nein"-ankreuzer wiederholen dass das einzige was uns erregt nicht die tatsache ist dass es gut ist in einer gemeinschaft und auf öffentlichen plätzen eine dem land gemeinsame sprache zu finden, sondern einfach die tatsache dass man dazu gezwungen werden soll dies bitte zu machen. da werden alle ja-ankreuzer bei "uns" auf total taube ohren stossen.
kein zwang. simpel oder?

da halte ich es schon eher mit den ausführungen unseres türkischen mitbürgers der durch individuelle gespräche (oder gespräche in der klasse, in den schulen) für verständniss werben möchte, dass solch ein vorschlag gemacht wird.
nicht DASS es gemacht wird, sondern WIE es gemacht wird stößt mir sehr sauer auf.

MacII
30.01.2006, 16:20
Was denn so Abscheuliches in Berlin passiert ist, dass dieser Versuch unbedingt abgelehnt werden muss, hat noch kein NEIN-Sager gesagt.

Tatsache ist: Die Schulkonferenzen der Schulen in Wedding und Kreuzberg (dazu gehören Lehrer, Schulleitung, Schüler und Eltern) haben - nachdem sich die Mehrzahl der Schüler dafür ausgesprochen hatte - die Entscheidung gefällt.
Wenn Lehrer jetzt andere Sprachen auf dem Schulhof hören, werden die betreffenden Schüler angesprochen. Strafen gibt es nicht!

sc00ty
30.01.2006, 16:48
Wenn Lehrer jetzt andere Sprachen auf dem Schulhof hören, werden die betreffenden Schüler angesprochen. Strafen gibt es nicht!
na gut... das ist wirklich sinnlos. wenn es nicht einmal eine bestrafung gibt, dann wird sich doch wohl niemand
daran halten... kann ich mir nicht einmal an einem gymnasium vorstellen :rolleyes

ich will mindestens eine stimme hören die mir sagen kann, dass das trotzdem so funktioniert! und zwar jemanden der es
bezeugen kann... ansonsten stehe ich zu meiner ersten aussage --> schwachsinn!

http://www.planet-smilies.de/ugly/ulgy_28.gif

MacII
30.01.2006, 16:57
[QUOTE=sc00ty]na gut... das ist wirklich sinnlos. wenn es nicht einmal eine bestrafung gibt, dann wird sich doch wohl niemand
daran halten...

Dein Menschenbild macht mich traurig.
Kannst du dir nicht vorstellen, dass man sein Verhalten auch aus anderen Beweggründen verändert?

-oSi-
30.01.2006, 17:34
na gut... das ist wirklich sinnlos. wenn es nicht einmal eine bestrafung gibt, dann wird sich doch wohl niemand
daran halten...

Da die Schüler selbst mitgestimmt haben, werden sie sich wohl dran halten.
Wenn nicht, dann machen sie sich selber unglaubwürdig.
Ist doch auch im Interesse der Schüler so beschlossen worden.


-oSi-

oDeM
30.01.2006, 17:40
Eben, da scheinbar die meisten Schüler dafür waren werden soch auch die meisten Schüler daran halten. Kinder bzw. Jugendliche, die dagegen sind würde sich auch unter androhung von Strafe nocht davon abhalten lassen, eben weil sie dagegen sind.
Aber oSi hat schon recht, sie würden sich selbst unglaubwürdig machen, wenn sie mit ja stimmen und nach "nein" handeln.

guillome
30.01.2006, 17:43
wenn sich jemand hier lange jahre aufhält und evtl. deutscher staatsbürger ist, dann ist es sicherlich nicht zu viel verlangt deutsch zu können! schließlich geniest hier jeder das recht unserer gesetze allem voran das grundgesetz und vielen vielen anderen regeln. aber wenn jemand das nicht einmal annährend lesen kann und versteht dann wird es schwierig sich mit den regeln und gegebenheiten unseres landes zu identifizieren und zu aktzeptieren!

es gibt doch gerade durch diese sprachbarrieren prallelgesellschaften. meistens sind nicht deutsch sprechende kinder, jugendliche und erwachsene nur unter ihresgleichen da sie einfach keinen anschluss finden weil die nicht vorhandene kommunikationsfähigkeit sie isoliert! warum soll man eine integration nach dem motto boykottieren, freies land freie sprache jeder soll das machen können was er will, wenn man durch einen "deutsch-führerschein" und den zwang die deutsche sprach zu benutzen eben genau dieses vermeidet?

ich finde das alles andere als diskriminierend wenn man ein verhältnis schafft auf das einwanderer und deutsche bauen können. die kommunikation ist dabei das wichtigste und grundlegenste überhaupt! aber wie gesagt der schulvorschlag greift viel zu kurz weil sich das fast nicht umsetzen lassen wird. man sollte wirklich einen erfolgreich belegten deutschkurs als grundlage für die deutsche staatsbürgerschaft / langjährigen aufenthalt einführen

Der Daedalus
30.01.2006, 18:29
Ich klinke mich aus der Diskussion aus ...
Wenn der liebe Theo es dann so versteht dass ich ihm nicht auf seine ach so hohe Ebene folgen will, dann solls mir recht sein.
Alles was ich zu sagen hab, hab ich gesagt und bin mal gespannt wie das hier weiter verläuft auf der anderen Ebene

.VeritaS.
30.01.2006, 18:37
Ein total absurdes Thema.
Was habe ich davon wenn auf den Schulhöfen Deutsch gesprochen wird,wenns danach in der Freitzeit nicht gemacht wird.Die ausländischen Jugendlichen hängen nicht nur inner Schule miteinander ab sondern auch inner Freitzeit.Dann kommt noch das Zuhause wo auch türkisch gesprochen wird und nicht zu vergessen das türkische Fernsehen.

Und wieso gibt es Schulklassen mit 90% Ausländeranteil?Da sind doch die deutschen Behörden dran schuld,die sowas überhaupt zulassen bzw. veranlassen.Nur weil es in einem Stadtteil soviele Ausländer gibt und nur eine Schule lass ich es zu so einem Zustand nicht erst kommen.

Zum Thema "Rechts" vs. "Links":
Bei jeder politischen Diskussion kommen diese "Ewig gestrigen" aus ihren Gräbern.Glaube nicht das die mehrheit der demokratischen Deutschen euch und eure idiologie braucht.IHR HATTET EURE CHANCE!

Cystofix
30.01.2006, 18:44
Moin,

ich stimme guillome prinzipiell zu - man sollte erwarten können, dass Menschen nach Jahren in einem 'fremden' Land ( das ja - aus welchem Grund auch immer - immerhin ihre quasi neue Heimat darstellt ) in der Lage sein müssen, die Sprache zu sprechen.

In keinem anderen Land zerbricht man sich den Kopf darüber, wen man vor den Kopf stösst, wenn man verlangt, dass die Immigranten die Sprache können ( USA, FR, GB ... ) um wirklich bspw. arbeiten zu können.
Und ich führe hier - trotz der vielen Contras gegen das Land - auch die USA an, denn ich finde das Prinzip richtig -> 'Lern die Sprache, mach die ensprechenden Abschlüsse und dann kannst Du kommen...'. Was natürlich nicht für Kinder dieser Immigranten geht, die mit den Eltern in das jeweilige Land kommen - die lernen es ( :) ) spätestens in der Schule...

Als kleine Anekdote ( über die ich mich jeden Tag irgendwie wundern kann ): In Heidelberg gab es vor nicht allzu langer Zeit in einem grossen Krankenhaus fürs Pflegepersonal ( bin KrPfl. ) einen Türkischkurs, um die Kommunikation zu vereinfachen - und bei dem Gedanken kann ich nur verständnislos den Kopf schütteln, betrachtet man mal, wer im Krankenhaus liegt -> das sind meist keine Kinder, sondern Mitbürger, die bereits vor Jahrzehnten eingewandert sind...und bei denen sollte ich kein türkisch mehr lernen müssen.

Auch ich wehre mich gegen die potenzielle Unterstellung, ich gehörte irgendwie in die rechte Ecke - aber ich bin der Meinung, ein wenig ( ! ) - und vor allem differenziertes - nationales Selbsbewusstsein sollte man haben dürfen.

Cys

Sentenza
30.01.2006, 18:58
Was mich abschreckt sind die Dinge die ich im täglichen Leben erlebe!

Da gehe ich zu der Poststelle in unseren Viertel. Ein Kiosk von einem Türken betrieben und mit weitestgehend türkischer Kundschaft. Ich komme also rein und komme mir vor wie in der Türkei. Keiner spricht Deutsch (außer der Ladenbesitzer wärend er meinen Brief annimmt)!

Da möchte ich dir vollkommen Recht geben.
Trotzdem wirst du das mit einer "Deutsch-Pflicht" auf Schulhöfen keinesfalls verhindern können. Was interressiert den Ladenbesitzer eine Deutsch-Pflicht auf Schulhöfen, die evtl. sein Sohn vormittags einhalten muss. Der Ladenbesitzer hat unter seinen Kunden größtenteils Landsmänner; und die wird er durchs "türkisch-reden" nicht verlieren. ;)

Ein anderes Beispiel

Ich komme vom Bahnhof zur Bushaltestelle und da stehen 6 andere Leute. Die unterhalten sich laut auf russisch und lachen und grölen dabei. Und ich als einziger der diese Sprache nicht versteht an dieser Bushaltestelle. Wieder komme ich mir vor wie in der Fremde.
Das mag ja sein, dass du dir "wie in der Fremde" vorkommst.
Diese 6 Leute allerdings sind privat dort. Und ob es Deutsche, Russen, Türken, oder was auch immer sind; ich muss sagen: interressiert es mich überhaupt, was die da labbern?
Dieses von dir genannte Beispiel ist eher eine Frage der Höflichkeit, ob sich die Gruppe von Ausländern in Umgebung von Beheimateten in der lokalen Sprache verständigen, um den Beheimateten nicht zu irritieren; mit einer "Deutsch-Pflicht" auf Schulhöfen wird sich das keinesfalls ändern.

DaveStar
30.01.2006, 19:20
@Dave>Star
Das Gebot, in bestimmten Situationen oder Orten die Landessprache verwenden zu sollen, mit einer Menschenrechtsverletzung gleich zusetzen ist schon sehr abstrus. Das Gerichtsverfassungsgesetz bestimmt, dass die Gerichtssprache deutsch ist. Ist das etwa auch eine Menschenrechtsverletzung?
.

Nein das ist keine Menschenrechtsverletzung.. aber ein miserabler Vergleich wie ich finde ;)
In einem Gerichtssall geht es darum, dass Richter, Angeklagte, Zeugen usw. sich über ein Thema verständigen können - natürlich müssen sie da die selbe Sprache sprechen und natürlich kann man nicht erwarten, dass ein deutscher Richter jede Sprache der Welt spricht. Auf dem Schulhof hingegen ist das eine völlig andere Situation. (Höchstens es ist auf deutschen Schulhöfen üblich, dass die Kinder 'Barbara Salesch' spielen, wobei die Deutschen die Richter und die Ausländer die Straftäter sind... aber das nehme ich doch nun wirklich nicht an!)

th3o
30.01.2006, 19:22
@daedalus
ich sehe das ganz und gar nicht so dass du mir nicht "folgen" willst. es steht jedem frei zu den themen soviel er kann beizutragen und das darzulegen was er möchte. wenn du der ansicht bist dass du ab hier gerne aussteigst dann ist das nur ein zeichen von erkenntniss und nicht von irgendwas negativem.
von daher gibts da von meiner seite keine abkanzelung in richtung "bist halt dumm" oder "ha, geschlagen"...das ist kinderscheisse...nicht deshalb diskutiere ich hier.

sc00ty
30.01.2006, 21:30
Da die Schüler selbst mitgestimmt haben, werden sie sich wohl dran halten.
Wenn nicht, dann machen sie sich selber unglaubwürdig.
Ist doch auch im Interesse der Schüler so beschlossen worden.
das stimmt natürlich. aber es gibt dann immer noch die die dagegen gestimmt haben, und die werden sich wohl kaum daran
halten. also wird es im endeffekt darauf hinaus laufen, dass die die es für sinnvoll halten, es einhalten werden, und der rest
eben in seiner heimatsprache weiterredet...

ich bin mir sicher dass man es in keiner schule schaffen wird, die pflicht komplett einzuführen.
von mir aus könnt ihr ruhig sagen, dass ich ein falsches bild meiner mitmenschen habe, aber ich gehe tag täglich auf ein gymnasium
und würde dort versucht werden, eine solche regel einzuführen, würde diese wohl kläglich scheitern... :rolleyes

http://www.planet-smilies.de/ugly/ulgy_28.gif

JulesBärle
30.01.2006, 21:30
Salu,

um es mal ganz kraß auf einen Nenner zu bringen: wer sich hier nicht anpassen will, hat hier nichts zu suchen. Wenn ich mich deutschem Recht anpassen muß ist das doch keine Menschenrechtsverletzung. Geht es noch ?

Begründung: Niemand wird gezwungen, hier zu leben. Alle sind freiwillig hier. Punkt.

Alle wollen hier leben mit deutscher Kohle, aber bitte so wie Anatolien oder Nowosibirsk. Klasse. Das hat mit 'ewig gestrig' oder so einem Geblubber nichts zu tun, noch leben wir nicht in den Vereinigten Staaten von Europa sondern in Deutschland. Egal in welches Land ich gehe, ich muß mich dort anpassen, in Italien, in Frankreich und sogar in der liberalen prowestlich orientierten Türkei. Ohne wenn und aber. Mache ich das nicht oder will es nicht, sei es aus ethnischen, rassischen oder religiösen Gründen, steht mir jederzeit frei, dieses Land wieder zu verlassen. So darf es auch bitte jeder sehen, der hier reinkommt und hier leben will. Sie oder er muß sich Deutschland anpassen und nicht Deutschland ihr oder ihm.

Das einzige Land das so ein Geschiß macht ist Deutschland. Man übertreibt es hier mit der Liberalität, wahrscheinlich aufgrund des Tausendjährigen Reiches. Aber was unseren Damen und Herren Politiker in ihrer Weltfremdheit schlichtweg nicht sehen oder erkennen wollen, diese Sch###liberalität nährt genau die Mentalität der 'braunen Gesinnungsgenossen' und ihr Slogan - Fremder im eigenen Land - bekommt immer mehr Wahrheit und Zuspruch. Was daraus werden kann ist bekannt. Daß die braunen Billig-IQler immer mehr heimliche Sympathisanten bekommen bleibt auch nicht aus. Die Zunehmende Verarmung Deutschlands trägt ein übriges dazu bei.

Nur hat keiner unserer Politiker den Mut, daran etwas zu ändern. Schade.

FreddyMercury
30.01.2006, 21:53
Stimmt. Ich kann da als Krankenpfleger gute Beispiele geben. Wir hatten mal eine Türkin da, die schon über 10 Jahre lang in Deutschland lebt und versteht und spricht kein einziges Wort Deutsch...
Wir hatten auch einen Portugisen in der Klasse, der uns verstehen konnte, aber selber kein Deutsch sprach. Gibt schon komische Sachen hier... Wie mein Vorredner schon sagte, so was gibt es nur hier. Überall muss sich angepasst werden.

olly3052
30.01.2006, 22:24
Vielleicht sollten wir langsam damit aufhören, uns im Kreise zu drehen.

Fakt ist, daß es zumindest in einer Berliner Schule in Absprache mit Lehrerkollegium, Eltern und Schülern ein Agreement gibt, in den Pausen auch deutsch zu sprechen.
Das würde ich einvernehmlich nennen.
Von Zwang kann in diesem Falle hier nicht die Rede sein.

Eine zwangsweise Einführung an allen Schule in Deutschland ist hier zum größten Teil diskutiert worden.
Integration ist das Schlüsselwort dazu.

Auch wenn wir als Deutsche, Wirtschaftsflüchtlinge, Zugereiste etc. in diesem Lande leben, können wir ernsthaft ein Verbot anderer Sprachen auf Deutschlands Schulhöfen fordern?

Darauf fokussiert sich mein Denken und die Antwort bleibt ganz klar :

Nein!

Das hat rein gar nichts mit der Vergangenheit der BRD zu tun, sondern vielmehr mit meinem Verständnis von Persönlichkeitsentfaltung.

Dazu gehört natürlich eine Integrationsbereitschaft von Menschen, die in diesem Land leben wollen.
Doch hat alles seine Grenzen und die hören für mich nun mal auf dem Schulhof, an der Bushaltestelle oder im Cafe nebenan auf, wenn sie zwangsweise durchgesetzt werden wollen.

Die Untertöne von der deutschen Kohle laß ich heute mal unkommentiert...

Gruß

olly3052

MacII
31.01.2006, 12:18
[QUOTE=olly3052]
...Doch hat alles seine Grenzen und die hören für mich nun mal auf dem Schulhof, an der Bushaltestelle oder im Cafe nebenan auf, wenn sie zwangsweise durchgesetzt werden wollen...

Der Schulhof ist Bestandteil der Schule (für manche Schüler sogar der wichtigste). Bei der Bewertung von "Freiheitsbeschränkungen" ist es schon wichtig, ihn nicht mit anderen Plätzen der Privatsphäre zu verwechseln.

Eine Info am Rande: Die Schulleiterin der Berliner Schule teilte mit, dass seitdem [seit der Einführung der neuen Hausordnung] die Zahl der Anmeldungen von Schülern durch ihre Eltern um bis zu 20 Prozent gestiegen sei.

Starsurfer
31.01.2006, 12:25
Ich finde alle Leute die nach Deutschland kommen sollten sich dessen bewußt sein, dass in Deutschland deutsch gesprochen wird. Dies soll nicht zwangshaft sein aber Leute die ihren Kindern zum Teil verbieten oder diese nicht fördern deutsch zu lernen tuen ihren Kindern damit nichts gutes. Ich persöhnlich kenne viele Ausländer einige die gut deutsch können, einige mit weniger Kentnissen. Daran erkennt man auch derern Stärken und schwächen im Wirtschaftlichen Bereich. Wie gesagt es soll ja niemand gezwungen werden, aber die Leute sollten sich mal an Kopf fassen und drüber nach denken ob es ihnen nicht helfen würde.



Grüße
Starsurfer

Shagger
31.01.2006, 12:30
Starsurfer, wenn du schreibst "Leute die nach Deutschland kommen..."... Die meisten Ausländer sind hier geboren. Das heisst, dass sie gar nicht erst nach Deutschland gekommen sind. Wenn dann in Familien aber türkisch oder sonst eine Sprache geredet wird, damit die Kinder ihre eigentliche Sprache nicht vergessen, kann man das den Jugendlichen nicht unbedingt verübeln. Und wenn du schreibst, dass sie sich mal an den Kopf fassen sollten, und anfangen sollten Deutsch zu lernen, damit sie zum Beispiel später Berufe finden, dann wäre das ja eigentlich eine gute Idee. Wenn dann da nicht die PFLICHT wäre. Man kann keinen Menschen zwingen sich nach seinen eigenen Wünschen zu richten. Ob Ausländer oder nicht. Jeder Mensch ist Frei.
Zigarettenverbot auf Schulen? Kein Problem. Das schadet ja nicht nur einem selbst, sondern auch andere. Aber Türkisch auf Schulhöfen schadet absolut niemandem, ausser vielleicht den Kindern selbst. Und sich in das Leben anderer einzumischen, kann und sollte nicht erlaubt sein.


Das ist ja nicht mal das größte Problem! Aber das behindert die Integration massiv!

Was du willst ist nicht Integration. Das einzige was du willst ist, dass alle Ausländer komplett zu deutschen werden sollen. Einfach so. Damit du dich wieder wohl fühlst.

th3o
31.01.2006, 12:46
ey shagger

ich finde das eigentlich nicht so geil wenn einer der im ganz groben meine richtung vertritt, sie jedoch derart trivialisiert und sich wie ein fleischer mit beil verhält.
wenn du nichts beizutragen hast ausser anti-deutsch parolen dann enthalte dich bitte der diskussion.

JulesBärle
31.01.2006, 12:57
Sorry,

aber das ist doch kompletter Unfug. Keiner will doch aus einem Türken oder Vietnamesen einen Deutschen machen ! Selbst wenn ich mehr als 20 Jahre in Deutschland lebe, behalte ich doch meine Nationalität und meine Identität. Aber wenn ich hier Deutsch spreche und mich den deutschen Sitten und Gebräuchen anpasse und/oder zumindest akzeptiere, kann ich hier problemlos leben und bin integriert. Um das geht es doch, mit einer nach außen hin offensichtlich zu Schau gestellten 'hey-ich-bin-Kanake'-Mentalität oder diesem gern hörten Proll-Türkisch tut sich niemand etwas Gutes, schon gar nicht ein Schüler. Auffallen kann man anders, durch gute Noten und durch Leistung. Leider haben es die noch am wenigsten begriffen, um was es eigentlich in der Schule geht. Nicht damit sie weg von der Straße sind, sondern darum daß sie für sich selbst etwas gutes tun indem sie lernen.

Man lernt doch nicht für Deutschland oder ? Man lernt doch in erster Linie nur und ausschließlich für sich selbst, für die Förderung der eigenen Bildung und ggf. auch der Intelligenz. Und für die eigene Zukunft. Ab und zu nehme ich an Veranstaltungen in Schulen bezüglich Ausbildung und deren Förderung teil. Das Niveau ist teilweise wirklich gnadenlos und ich muß ehrlich sagen, wenn sich bei uns jemand bewirbt, der HIER geboren wurde und nicht fließend deutsch spricht oder schreibt, bekommt er seine Unterlagen sofort zurück. Denn der Typ hat die letzten 10 Jahre seines Schülerlebens mit allem Möglichen vergeudet, nur nicht mit Lernen. Und wir sind ein Ausbildungsbetrieb, aber keine Erziehungsanstalt und auch keine Anstalt für schwer integrierbare Ausländer.

Es liegt an weitgehend jedem selbst, was er aus sich macht.

Justin_Sane
31.01.2006, 13:15
Die Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Ohne Dialoge sind (fast) keine (Zwischen-)Menschliche Beziehungen möglich.

Aber:
Wie weit können die Einwanderer an allen Lebensbereichen gleichberechtigt teilnehmen, und in wie weit wollen sie das überhaupt?

Das muss man sich in einigen sog. Brenpunkten (die o.g. Läden, ganze Stadtviertel, spezl. Veranstaltungen) wirklich fragen!

Die zentrale Frage hiess aber ja 'Deutschpflicht auf Schulhöfen?'!

Mich stört das Wort 'Pflicht (http://de.wikipedia.org/wiki/Pflicht)'.

Für mich sollte es lieber ein Gebot, welches in erster Linie von guter Erziehung und daher gleichermasen von den Eltern rührt, sein.
Mit Pflicht wird man da nicht weit kommen.

Dennoch: Mit Sprachbarriere ist keine Integration möglich!

@Shagger
Der Ton macht die Musik...und der Ton ist bei dir extrem schlecht!

Shagger
31.01.2006, 13:38
Niemand darf bestimmen wie der andere zu leben hat, auch ihr Deutschen könnt euch das nicht erlauben.


Der Ton macht vielleicht die Musik, wichtig ist aber der Inhalt des Lieds.

Und der heisst übersetzt "Ihr habt nicht das Recht euch in anderer Angelegenheiten einzumischen."

Justin_Sane
31.01.2006, 14:05
Was mich (und vllt. auch einige andere hier) nervt, sind deine andauernde Pauschalisierungen.

Niemand darf bestimmen wie der andere zu leben hat, auch ihr Deutschen könnt euch das nicht erlauben.

Dass bedarf ja wohl keinem Kommentar mehr.

Ihr, die ihr euch gestört fühlt, ihr seid das Problem.

Dito.

Und nein: Weil wir hier unsere Meinung äussern (die du und jeder andere auch übrigens zu respektieren hast), mischen wir uns doch noch lange nicht AKTIV in private Angelegenheiten anderer ein. Wir sagen nur, was wir denken und damit basta.

Wenn auf der anderen Seite 'private Angelegenheiten' (zu denen du ja allen Anschein nach auch die Integration zählst) mich persönlich tangieren, dann ja, dann habe ich das Recht mich einzumischen.

Ich weiss nicht wie du das siehst, aber meine Kinder sollen NICHT in einer 'multi-kulturellen' Schule aufwachsen, in der man erstmal drei Sprachkurse besuchen muss, um sich vernünftig artikulieren zu können.
Das hat Null Komma Null mit 'braun'- mich nervt es jetzt schon, dass ich mich hierfür überhaupt rechtfertigen muss - zu tun...

Das Betrifft wohl eher das gepflegte Miteinander in der Gesellschaft ...

Und da kannst du 'jeder Mensch ist frei', ''Ihr habt nicht das Recht euch in anderer Angelegenheiten einzumischen'' oder ''Damit du dich wieder wohl fühlst.'' schreiben....das ändert nicht's an der Tatsache, dass Regeln und Gesetze und auch Pflichten das gesellschaftliche Leben regeln und ordnen, denn ohne diese läuft es nicht.

SG

oDeM
31.01.2006, 14:08
@Shagger: Naja das stimmt so nun auch nur teilweise! Der Staat hat die Verpflichtung das beste aus seinem Land und den dort lebenden Menschen zu holen. Und wenn der Staat der Meinung ist, dass er förderlich sein könnte wenn Ausländer deutsch reden sollen, dann hat der Staat in dem Sinne auch eine Begründung und die heisst Integration. Wie schon gesagt will niemand einen Ausländer seiner Identität berauben, nur man muss auch an die Zukunf denken oder nicht? Ich meine ich habe meine Meinung schon gesagt, ich bin auch gegen eine Deutschpflicht auf Schulhöfen, weil das zu nichts führt. Wie oben schon erwähnt sollte es eine Art Gebot sein, denn schliesslich hat man ja keinerlei Nachteile dadurch. Wenn z.B. zu Hause die eigene Sprache gesprochen wird wird niemand seine Sprache vergessen oder verleumnden. Niemand bricht sich einen Zacken aus der Krone und wenn es so schlimm ist deutsch zu reden oder sich zu integrieren ..... wieso ist man dann hier? O.K. als Jugendlicher hat man nicht unbedingt die Wahl, aber sobald man Erwachsen ist kann man doch tun was man will.
Ich bin definitiv gegen solche Verbote bzw. Pflichten. Ich fühle mich z.B. nicht gestört wenn ich an der Bushaltestelle stehe und ne Gruppe Russen russisch reden und ggf. lacht. Selbst wenn sie mich auslachen, stehe ich dadrüber denn ich weiss wer ich bin und mache mich nicht von der Meinung anderer Abhängig die ich noch nie gesehen habe und ggf. auch nie wieder sehen werde (in Bezug auf die Bushaltestelle)!
Aber ich sag mal .... eine nette Geste ist es schon wenn man auch in der Schule bemüht ist deutsch zu reden, denn wozu das führt sieht man im Moment. Eben hab ich noch im Autoradio gehört, dass in NRW ca. 14.000 junge Menschen unter 25, die keinen Abschluss haben (!!!) ohne Arbeit sind. Und woher kommt das? Weil man nicht bereit ist zu lernen und zu arbeiten und da gehört für Ausländer eben auch zusätzlich noch die Sprache dazu. Das ist nunmal so und das kann keiner abstreiten. Und hier kommen wir wieder auch zu der Verantwortung des Staates! Denn 14.000 Menschen unter 25 ohne Abschluss KÖNNTEN einen Job haben wenn sie in der Schule mal den Arsch hoch bekommen hätten. Ich sage jetzt nicht, dass das alles Ausländer sind, bitte versteht das nicht falsch, aber wie ich oben schon erwähnte haben diese halt eine "Doppelbelastung" weil sie die deutsche Sprache noch erlernen oder "perfektionieren" müssen. Wer das nicht tut bleibt auf der Strecke und DAS kostet den Staat. Und zwar zig Millionen von Euro, die Momentan keiner hat. Ich sage nicht, dass diese Sprachbarriere DAS globale Problem ist, aber für einen Menschen persönlich doch wohl schon irgendwo. Auf der Arbeit von meinem Vater gibt es extra Angestellte, die nichts anderes machen, als zu übersetzen bzw. Ausländer zu bedienen (teilweise Menschen die seit mehr als 20 Jahren hier leben). Das kostet ein Vermögen. Das kanns doch nicht sein. In jedem anderen Land bekommst du nen Vogel gezeigt, wenn du darauf bestehst deine SPrache zu sprechen und dass du gefälligst nen Übersetzer haben willst!

Wie gesagt KEINE Pflicht, aber guter Wille!

Der Daedalus
31.01.2006, 15:50
Shagger was hast du mir außer direkten Angriffen (die meine Aussagen total verdrehen) und Unterstellungen noch zu bieten?!

Ich hab außländische Kollegen mit denen ich gut und gerne zusammen arbeite. Ausländische Freunde habe ich keine. Das liegt aber nun mal an oben genannten Problemen. Nämlich der Bildung einer Parallelgesellschaft.
Wie bitte soll man Kontakte zu ausländischen Mitbürgern knüpfen, wenn sie immer und überall mit anderen Leuten der selben Herkunft auf einem Haufen stehen in ihrer Muttersprache sprechen und somit ein Miteinander gleich von vorn herein unmöglich machen?!

Sag es mir, du bist Ausländer also sag mir verdammt noch mal wie du das Integrationsproblem in Deutschland angehen willst!

Ja ich will das Menschen die unsere Staatsbürgerschaft haben auch Deutsche sind. Das bedeutet nicht, dass sie ihre eigene Kultur verleugnen müssen oder sie nicht leben dürfen. Aber laut Pass sind sie deutsche Staatsbürger. Also müssen sie sich auch mit unserer Kultur, Geschichte und eben auch SPRACHE auseinandersetzen und alles daran setzen in unsere Gesellschaft integriert zu werden.
Sich mit unserer Kultur auseinader zu setzten bedeutet nicht, dass man sie annehmen muss! Lediglich, dass man verstehen sollte warum Deutschland das Land ist das es ist.

Und auch hier wieder: Ich will keine Deutschpflicht in der Öffentlichkeit. Ich versuche lediglich darauf aufmerksam zu machen, dass es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte in gewissen Situationen deutsch zu sprechen!

th3o
31.01.2006, 16:11
Wie bitte soll man Kontakte zu ausländischen Mitbürgern knüpfen, wenn sie immer und überall mit anderen Leuten der selben Herkunft auf einem Haufen stehen in ihrer Muttersprache sprechen und somit ein Miteinander gleich von vorn herein unmöglich machen?! -schnipp-


Ja ich will das Menschen die unsere Staatsbürgerschaft haben auch Deutsche sind. -schnipp


Und auch hier wieder: Ich will keine Deutschpflicht in der Öffentlichkeit. Ich versuche lediglich darauf aufmerksam zu machen, dass es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte in gewissen Situationen deutsch zu sprechen!


zitatabschnitt 1)
ich bin ausländer und all meine freunde und bekannte sind deutsche bzw wenn sie denn aus um deutschland angrenzende länder kommen (zb polen, holland) so sind die meisten hier geboren und man merkt keinen unterschied zu "normalen" deutschen


zitatabschnitt 2)
da bist du aber ganz böse eingebrochen mein guter :lol


zitatabschnitt 3)
es ist keine selbstverständlichkeit an öffentlichen plätzen eine sprache zu sprechen die nicht seine eigene ist. egal wo auf der welt. jeder darf das sprechen was er will. sorry aber das ist eine grundfreiheit des menschen und durch sprache allein, vor allem durch eine die nicht verstanden wird entsteht auch kein schaden an anderen menschen. der schaden entsteht nur wenn diese anderen menschen eine schiefe sicht auf sachen wie menschenrechte und freiheitsbegriff haben und eine allgemein zu dünne haut.

edit: sorry wegen des zitates ich weiss, dass man direkt dadrüber stehendes nicht zitieren darf, aber hier war es notwendig um zu differenzieren.

Der Daedalus
31.01.2006, 16:24
Was ist an der Aussage "Wer die deutsche Staatsbürgerschaft hat sollte auch Deutscher sein" bitte so schlimm?
Selbst der Vertreter der türken in Deutschland bezeichnet sich als "Deutscher Türkischer Abstammung". Und alle Seiten legen Wert darauf, dass Türken mit deutscher Staatsbürgerschaft so bezeichnet werden.
Deutscher zu sein bedeutet nicht sich der hier gewachsenen Kultur zu unterwerfen! Es bedeutet lediglich sich mit diesem Land zu indentifizieren und damit auch mit der Gesellschaft an Menschen die hier lebt!

Ich habe nicht gesagt: "Wer hier leben will muss Deutscher werden." Sondern bewusst die Staatsbürgerschaft mit ins Spiel gebracht.
Warum bemüht man sich um die Staatsbürgerschaft eines Landes, mit dem man überhaupt nichts zu tun haben will?!

th3o
31.01.2006, 16:27
tut mir leid daedalus aber du pauschalisierst und dramatisierst in einer weise sondergleichen.
du tust gerade so als ob JEDER ausländer (scheiss egal ob türke, chinese, ami etc...) der herkommt absolut KEIN interesse an dieses land hat und es nur ausbeuten will.
geh bitte nochmal in dich und versuch zu differenzieren weil auf solche pauschalisierungen werde zumindest ich NICHT eingehen weil sie den kern der diskussion vollkommen verfehlen.

MacII
31.01.2006, 16:32
th3o,
in welcher Sprache unterhälts du dich mit deinen Freunden und Bekannten, wenn sie aus solch unterschiedlichen Sprachgebieten wie Holland und Polen stammen?

.VeritaS.
31.01.2006, 16:42
Warum haben viele Türken die deutsche Staatsbürgerschaft?
In erster Linie um den Militär-Dienst in ihrer Heimat zu umgehen.Das Interesse an Deutschland oder Deutsch sein ist genauso niedrig wie bei den Türken ohne die deutsche Staatsbürgerschaft.

Shagger
31.01.2006, 16:59
Gegen den Guten Willen den ihr zeigt hab ich nichts, aber dann lasst es bitte auch beim Guten Willen bleiben. Wenn ein Ausländer mit dir reden will, dann redet er schon auf deutsch. Wenn er nicht mit dir reden will, ändert die Deutschpflicht auch nichts daran. Du sagst "auf welcher Sprache soll man sich mit denen denn unterhalten". Die Antwort ist ganz einfach. Auf Deutsch. Sollte er dich nicht verstehen, ist dies sein Problem und nicht deines. Ändern kannst du daran aber trotzdem nichts.


Auf die Frage wie ich das Integrationsproblem angehen will kann ich nur eines sagen. Gar nichts tun. In Türkei leben auch einige Deutsche. Türkei sagt da auch nicht "Hey, ihr beiden Deutschen da, ihr dürft untereinander kein Deutsch mehr reden! Lernt Türkisch oder verschwindet von hier" Wäre total dämlich, nicht wahr? Integrationsproblem und Grundfreiheit des Menschen... diese beiden Punkte liegen übereinander. Wenn ihr was gegen das Integrationsproblem unternehmt, verletzt ihr die Grundfreiheit. Nun besteht die Frage darin. Was ist wichtiger? Integration oder Freiheit. Ich bin für die Freiheit. Alle Ausländer die was aus sich machen wollen, sprechen und lernen Deutsch. Die Anderen kann man nicht zwingen, was aus sich zu machen.
Freiheit. Freiheit. Freiheit. Diese drei Punkte sind die einzigen die zählen. Und dagegen könnt ihr nichts tun. Ich kann euch nur eines sagen. Es gibt genug Türken und andere Ausländer, die dem Deutschen Staat KEINE Last sind. Und die würden auch alle durch eure Integrationspflichten leiden, weil sie in ihrer Freiheit ebenfalls eingeschränkt würden.

th3o
31.01.2006, 17:06
@mahlers

oh je dass ich darauf jetzt auch noch antworten muss. natürlich auf deutsch.
scheinbar warst du nicht in der lage zu antizipieren, dass als ich schrieb: "jeder sollte an öffentlichen orten das sprechen was er möchte" dann hatte ich damit eine gruppe von menschen gemeint die eine nationalität haben. war es so schwer sich das zu denken? ich bin sicher nicht blöd und meine dass wenn dort 1 italiener, 1 deutscher, 1 türke und 1 aserbaidschaner stehen, dass dann jeder in seiner sprache sprechen soll :lol

aber ich werde hier mal ein ganz anderes beispiel bringen, welches darüber hinausgeht; von wegen wenn man in einer bestimmten beziehung steht dass man dann die landessprache spricht oder allgemein edine international gängige (englisch)
da sind die deutschen nämlich weltmeister drin. achtung jetzt kommts:

hier scheint es ja einige zu geben die es gut finden würden wenn eine gruppe türken zb an einer bushaltestelle deutsch reden würden.
ja klar, weil wenn eine gruppe deutscher mitten in barcelona steht und auf den bus wartet, die reden ganz sicher auch spanisch oder englisch....dass ich nicht lache: die werden weiterhin ihr deutsch blubbern, selbst wenn sie da schon zusammen 10 jahre wohnen.
noch ein beispiel ist mallorca (spanisches territorium, spanische angestellte). da besitzen deutsche sogar die unverschämtheit in restaurants auf deutsch zu bestellen.
schon mal erlebt dass hier ein türke beim "schnellimbiss an der tanke" seine currywurst/pommes auf türkisch bestellt?.... ich nicht.

edit:
@daedalus
wie du an dem barcelona-beispiel siehst hat all das nichts mit den begriffen "anständig" oder "selbstverständlich" zu tun...deine muttersprache ist der erste ursprung deiner identifikation mit deiner nativen klutur...und da kann man hier schreiben soviel man will. du wirst das niemals derart hinbekommen dass menschen in einer gruppe von "gleichen" die landessprache sprechen und nicht ihre native.

MacII
31.01.2006, 17:25
th3o,
mit deinen Beispielen und deinen Schlussfolgerungen gehe ich ohne jede Einschränkung konform. Ich bestelle mir mein Essen im Ausland (Spanien, Türkei, Frankreich, Thailand) immer in der Landessprache. Selbst wenn es nicht immer gut gelingt, so werde ich doch stets gut und zuvorkommend bedient.
Aber es geht hier doch nicht um die Sprache im privaten Raum, sondern um die Sprache in einer staatlichen Bildungseinrichtung - und der Schulhof gehört dazu.

Darum noch einmal zum Thema:
In der Hausordnung der Berliner Schule heißt es:
"Die Schulsprache unserer Schule ist Deutsch, die Amtssprache der Bundesrepublik Deutschland. Jeder Schüler ist verpflichtet, sich im Geltungsbereich der Hausordnung nur in dieser Sprache zu verständigen."

Als Geltungsbereich werden nicht nur die Schule und der Schulhof genannt, sondern auch Klassenfahrten und Wandertage.

Bei aller Freiheitsliebe: Ich kann darin keine Einschränkung der Persönlichkeitsrechte entdecken.


PS: Meine Frage war natürlich ein wenig provozierend.

th3o
31.01.2006, 18:01
@mahlers
das beispiel schule hatte ich für mich schon lange abgeschlossen.
ein verbot oder eine regelung, welche den schülern das auferlegt lehne ich schlicht ab.
wenn diese regelung jedoch in jeder schule zur abstimmung gestellt wird und demokratisch kommt dann eine mehrheit die sich dafür ausspricht raus, dann soll es dort zu gehandhabt werden. absolut keine einwände meinerseits.

die restliche diskussion und auch meine vorherigen posts hatten mit dieser thematik keine schnittpunkte mehr, dann da wurde die these diskutiert:

"an öffentlichen plätzen wäre es wünschenswert wenn eine gruppe ausländer, die alle zb aus der türkei kommen, deutsch sprechen würden".

DaTr1Xa
31.01.2006, 18:06
Was du willst ist nicht Integration. Das einzige was du willst ist, dass alle Ausländer
komplett zu deutschen werden sollen. Einfach so. Damit du dich wieder wohl fühlst.

Viel zu übertrieben, laut Topic geht es hier um den Schulhof und nicht um die Allgemeinheit.

Grequaid
31.01.2006, 18:20
Das über sowas überhaupt diskutiert wird, auf dem Schulhof wäre es mir egal, so lange in den Klassenräumen vernünftiges Deutsch gesprochen wird.

oDeM
31.01.2006, 18:24
Natürlich gibt es viele Ausländer, die dem deutschen Staat keine Last sind. Sehr viele sogar!!! Nur gibt es eben fast genau so viele die es sind und das liegt häufig eben an Sprachbarrieren. Ich kann als Unternehmer doch niemanden einstellen, der sich nicht mit Kunden unterhalten kann. Ich sag mal banal am Fliessband isses schon wieder fast egal, da brauchste kaum Kommunikation, aber in den meisten anderen Berufen bist du eben darauf angewiesen. Das ist die absolute mindestanforderung. Und ohne das keine Arbeit und ohne Arbeit -> Sozialamt oder Kriminalität
Du hast schon recht, jeder der was aus sich machen will wird das auch tun. Das ist ja u.a. das schöne an diesem Land. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Ich will Arzt werden? Ok, dann muss ich aber auch was dafür tun. Das gilt für jeden Bürger, egal ob deutscher oder nicht. Manche Menschen muss man aber auch zu ihrem Glück zwingen schon allein wegen dem Wohl der Gesamtgesellschaft. Freiheit erachte ich auch als eins der höchsten Güter überhaupt, aber manchmal muss man eben auch Kompromisse eingehen. Man kann eben nicht machen was man will, sondern muss bzw. sollte sich an Regeln halten. Wenn jeder machen würde was er will hätten wir Anarchie und das will niemand wirklich ausser soon paar (pseudo) Punks.

Es geht um ein gesellschaftliches Miteinander, um ein geben und nehmen und da ist die Sprache nunmal dier erste und gleichzeitig größte Barriere. Wenn die erstmal gebrochen bzw. genommen wird läuft der Rest doch von fast allein.

Mhm jetzt hört sich das wieder so an als wäre ich dafür :D
Bin ich aber nicht, bin nur für Integration, weil ich die für essentiell halte!

Bugs
31.01.2006, 19:41
Hallo allerseits

Warum deutschplicht auf den Schulhöfen?
Bei 3 deutschen Kindern pro Klasse stellen wir doch eine geringe Minderheit...


Gruß Bugs:mad

th3o
31.01.2006, 21:43
An alle deren beiträge nur aus einzeilern bestehen a la:

"Wir leben in Deutschland also spricht man deutsch"

"Wer hier leben will muss sich die deutsche kultur zu eigen machen"

"Ich fühle mich fremd wenn neben mir ausländische sprachen gesprochen werden"

" Wenn diese Menschen bei uns leben wollen, dann sollen sie sich auch anpassen, so einfach ist das"
(diese?!)

"Wir sind in Deutschland. Und damit deutsch. Da sollte keine Diskussion aufkommen.
Oder wir nennen es demnächst Ausländerland."

"Das hat nichts mit Rassismus zu tun, ich finde nur das Ausländer sich anpassen müssen oder eben in ihre Heimat zurückkehren sollen"

bitte lasst euch die sätze "auf der zunge zergehen"...wie ist der nachgeschmack?
ihr macht euch obwohl ihr nicht wollt des rechten gedankengutes (wie auch immer qualitativ gestuft) schuldig.

Justin_Sane
31.01.2006, 21:49
Yoahh Th3o...wenn dass deine Meinung und Interpretation ist, dann ist das schon okay! :)

Zum Glück weiss ich selbst am besten, wer ich bin.

-oSi-
31.01.2006, 23:04
ihr macht euch obwohl ihr nicht wollt des rechten gedankengutes (wie auch immer qualitativ gestuft) schuldig.

Jetzt sage ich es nochmal: Schon wieder wurde das Totschlag-Argument hervorgeholt.
Pauschalisierung hilft also auch hier ?
Anderen das Pauschalisieren vorwerfen und es dann selber tun...

Sobald man als Deutscher möchte, das Einwanderer die deutsche Sprache erlernen möchten/sollten, wird man kritisiert.
Zum Teil mit fundamentalistisch anmutenden Mitteln.
Würde so ein Thema in Frankreich diskutiert wäre man Nationalist, in den USA wäre man wahrscheinlich ein Patriot
und hier wird man dadurch gleich pauschal in die rechte Ecke gestellt.

Wir haben hier immer noch eine Meinungsfreiheit; obwohl auch diese, wie jede im Grundgesetz festgeschriebene Freiheit ihre Grenzen hat.

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema:
Das in der Schule deutsch gesprochen wird, ist nun mal der gemeinsame Nenner für ein Miteinander.
Denn wenn eine gemeinsame Sprache beherrscht wird, dann ist es allgemein einfacher seinen Bildungsstand zu verbessern.
Der ja nachweislich an der Sprachbarriere leidet.
Ist die Bildung miserabel siehst auch schlecht mit Ausbildung und Job aus.
Das Ganze bildet dann einen Rattenschwanz.

Hier im Forum wird ja auch deutsch geschrieben und wir alle können dies hier lesen und verstehen.
Wo wir wieder beim gemeinsamen Nenner wären.


-oSi-

Tiguar
31.01.2006, 23:23
Jetzt sage ich es nochmal: Schon wieder wurde das Totschlag-Argument hervorgeholt.
Pauschalisierung hilft also auch hier ?
Anderen das Pauschalisieren vorwerfen und es dann selber tun...

Sobald man als Deutscher möchte, das Einwanderer die deutsche Sprache erlernen möchten/sollten, wird man kritisiert.
Na ja, wenn rechts angehauchte Parolen undifferenziert und ungefiltert wiedergegeben werden, dann werden diese dadurch tendenziell salonfähiger, auch wenn der jeweilige Schreiber das im Zweifel gar nicht so meint. ;)

Daher bringen uns derartige Aussagen in der Diskussion nicht weiter, übrigens genauso wenig wie ähnlich einseitige Aussagen in der Gegenrichtung, von denen sich hier im Thread leider auch so einige finden. Normalerweise hilft es, eine Meinung nicht nur in fünf bis acht Worten einfach in den Raum zu stellen, sondern auch zu erläutern, wenn man nicht missverstanden werden will.

wenn diese regelung jedoch in jeder schule zur abstimmung gestellt wird und demokratisch kommt dann eine mehrheit die sich dafür ausspricht raus, dann soll es dort zu gehandhabt werden. absolut keine einwände meinerseits.

Bezogen auf das Topic seid Ihr doch eigentlich gar nicht so weit auseinander, oder? :D

Viele Grüße, Tiguar

cihan22
31.01.2006, 23:32
ich bin selber türke und bin davon überzeugt dass deutsch auf schulen pflicht sein sollte. meine eltern leben seid 1967 hier und können kein deutsch, da die doch in einem ausländer stadtteil wohnen. ich habe die öfter schon gefragt warum es bis jetzt nich geklappt hat. meine vater hat mir erklärt dass weder er noch meine mutter zeit hatten um deutsch zu lernen. ich muss dazu sagen dass mein vater bergmann war und ganz am anfang 14 stunden arbeiten musste am tag! und meine mutter war halt mit der erziehung von uns kinder beschäftigt und hilfe oder förderung gab es nie. von daher verstehe ich die ältere generation wenn die kein deutsch können aber die junge sollte es doch gebacken kriegen


gruß
Cihan22

Cystofix
01.02.2006, 06:30
Moin,

ich finde es ein wenig lästig, bei allem was ich sage aufpassen zu müssen, ob es für manche 'rechts angehaucht' klingt, oder nicht.

Das Thema Schulhof ist ja wirklich abgehakt, ich denke das thema Bushaltestelle sollte es auch sein, denn hier ( und das ist nur ein Beispiel ) geht es mich ( uns ) nichts an, welche Sprache gesprochen wird, denn wir würden in solchen Situationen auch im Ausland untereinander deutsch sprechen - und das ist das einzige Argument, bei dem ich th3o zustimmen muss.

Betrachtet man allerdings den Satz mit dem Inhalt, dass sich Menschen dem jeweiligen Land anpassen sollen ( oder zurückkehren sollten ) dann muss ich dem prinzipiell zustimmen ( und er hat keinen üblen nachgeschmack für mich ). Und diese Anpassung bezieht sich nicht auf die Selbstaufgabe der heimatlichen Kultur, sondern v.a. auf das Bemühen, für sich selbst ( vom Staat unabhängig ) sorgen zu können. Und das geht i.d.R. nur, wenn ich die jeweilige Landessprache beherrscht ( wenn man nicht gerade im Unternehmen/Betrieb eines Bekannten unterkommt ) und da kommt auch meinerseits wieder das Argument - entweder Deutsch lernen und irgendwo arbeiten können, oder eben wieder ausreisen, denn imho sollte jemand nicht vom Staat leben dürfen, der unwillig ist, für einen Job dazuzulernen ( und damit meine ich auch die deutsche Sprache ).

Und die Keule, einige der Beiträge wären teilweise rechtes Gedankengut, ist wirklich lächerlich und imho eine unsinnige Pauschalisierung - aber es gibt gewisse Dinge, die man als Staat von den Einreisenden Personen verlangen können muss. Nur würde Deutschland bspw. bei der Einreise den Nachweis verlangen, dass man für sich selber sorgen kann, wäre das Geplärre riesengross, aber warum - bin mir nicht sicher, wie schnell ich bspw. die USA wieder verlassen müsste, wenn ich von Anfang an keinen Job habe...ich denke, ich wäre flott wieder draussen, und das wäre ok.

Also als Fazit: Deutschpflicht auf Schulhöfen / öffentlichen Plätzen NEIN, ein Zwang, die deutsche Sprache ( fliessend ) zu lernen, um in Deutschland voranzukommen JA. Und Personen, die aufgrund des Unwillens, Deutsch zu lernen, erwerbslos sind ( und das nicht nur einen Monat ) würde ich ( und das meine ich ehrlich ) ausweisen.

Cys

.VeritaS.
01.02.2006, 06:49
Hier ein Ausschnitt aus dem Spiegel um die Problematik nochmal zu verdeutlichen,am Beispiel Holland,worum es überhaupt geht.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,398356,00.html

Vielleicht legen sich dann die Gemüter wieder und alles wird wieder etwas sachlicher.

th3o
01.02.2006, 10:40
@cystofix
das ist nicht lächerlich, lächerlich ist einen solchen satz einfach ohne zusammenhang in seinem beitrag stehen zu haben ohne es weiter zu differenzieren. darauf wollte ich damit aufmerksam machen.
und: es sollte dir sehr wohl nicht lästig sein aufzupassen ob deine äusserungen rechts angehaucht sind oder nicht, weil alles einen geschichtlichen hintergrund hat mit dem immer etwas zusammen hängt und dem sollte man bitte auch achtung zollen.

deshalb finde ich das immer so lächerlich wenn die leute ankommen und sagen: "ja was mein opa damals getan hat, damit habe ich nichts mehr am hut."
da sage ich: "ja toll lebst also auf einem ganz anderen platenen, das ist also total weggewischt, es hat wahrscheinlich nie existiert?!"
fazit: ein mensch hat immer eine kultur und diese ist ob man will oder nicht GESCHICHTLICH geprägt und somit hat jeder die ihm eigene pflicht dies niemals zu vergessen denn alles was man sagt und tut läßt sich historisch auf einen ursprung zurückführen!

ach übrigens...dass ausländer hier ein mindestmaß an deutsch zu lernen haben ist meiner ansicht nach eine selbstverständlichkeit. habe das glaub ich auch noch nie bestritten. ;)

Tokaya
01.02.2006, 11:34
Hallo zusammen!

Ich sehe es auch als positiv wenn man Deutsch in den Pausen spricht.
Denn mit Fremdsprachen ist es so, das es sie besser gelernt werden je öfters man sie spricht.
Man könnte sogar soweit gehen das man im Wechsel mit den Sprachen die als Hauptfach zählen das gleiche macht.
Beispiel Englisch oder Französisch.
Einen Monat Deutsch auf den Schulhöfen und einen Monat Englisch, wieder einen Monat Französich und so weiter....!
So wird die Sprache bestimmt besser und intensiver gelernt!

Gruß Tokaya

th3o
01.02.2006, 11:56
DAS ist mal ein vorschlag :)
da wäre ich sofort dabei, allerdings müsste das wirklich auf einer rein freiwilligen basis ohne jegliche zwänge und verbote von statten gehen.
ich befürchte allerdings dass man dafür den so viel gescholtenen "neuen menschen" bräuchte :D

Justin_Sane
01.02.2006, 12:02
wie soll das denn gehen?

an realschulen z.b. ist die belegung von franz keine pflicht. genauso nicht auf em gymi, tg, wg usw....

das könnte man höchstens mit englisch machen....und selbst da sehe ich probleme!

Shagger
01.02.2006, 12:10
Ich nicht.


Ausserdem

Einreisenden Personen verlangen können muss


Die meisten die hier leben sind nicht eingereist. Sie sind hier geboren. Das heisst es war nicht ihre Entscheidung hier zu leben. Deswegen kann man da nunmal auch keine Forderungen machen. Sie sind deutsche Ausländer. Ihr könnt keine Deutschen ausm Staat schmeissen, nur weil sie oft türkisch sprechen.

Morgoth
01.02.2006, 12:10
Schule besteht eh zu 95% aus Unterricht, dort wird Deutsch gesprochen.

Damit ist eigentlich alles zu dem Thema gesagt.


Warum lassen wir nicht die Sprachen, Sprachen sein und erfinden gleich eine neue die dann nur noch geredet werden darf? Dann hat der SprachenMist endlich ein Ende.

Lebende Sprachen wandeln sich im Laufe der Zeit (tote Sprachen dagegen, wie Latein, sind nicht mehr veränderbar). Es gibt Entlehnungen, Vereinfachungen usw. Meist durch äußere Einflüsse, und eben auch Einwanderer.

Eine gemeinsame Sprache zu "schaffen" ist vollkommen unsinnig, da sie sich in wenigen Jahrzehnten mit den alten vermischt hat und sich äußerst unterschiedliche Dialekte ausbilden.

Gruß
Morgoth

Tokaya
01.02.2006, 12:27
Man sollte die Dinge nicht immer so sehen wie sie jetzt erscheinen.
Ich kann mir gut vorstellen das es für die Zukunft positive auswirkungen hat wenn die Verständigung auf einen gemeinsammen Nenner kommt.

Ich kann mir nicht vorstellen das es nur Verlierer gibt wenn man auf Schulhöfen eine gemeinsame Sprache wählt.
Das hat auch nichts mit Deutsch zu tun, denn ich einem Land würde man mit Sicherheit auch die dortige Landessprache wählen, was ja auch nahe liegt.

gloomyslayer
01.02.2006, 15:09
Ich bin absolut dafür.

Die meisten Schüler bemerken erst sehr spät, wie wichtig die Schule fürs spätere Berufleben ist.

Deutsch das man in der Schule lernt, hat nunmal nicht die Qualität die man als Deutscher braucht.
Jeder der English in der Schule
lernt oder gelernt hat hat und mal nach England geht, wird merken , das er zwar alles versteht, aber Probleme hat sich richtig auszudrücken.
Man kann eine Sprache nur wirklich lernen, wenn man sie aktiv benutzt.
Da aber mache Immigranten sich in ihrere Freizeit nur mit der Muttersprache verständigen, entfällt dieses aktive Sprechen.

Immigranten die ein gebrochenes deutsch reden haben nunmal in der Berufswelt schlechtere Chancen. Für die Schüler die kein gutes deutsch beherschen wird somit aktiv geholfen, dies werden sie aber erst begreifen, wenn die bereits in der Berufswelt sind.

Es ist nur zum Besten der Schüler und nicht aus Nationalstolz oder sonstigem!!

Cystofix
01.02.2006, 15:55
@cystofix
und: es sollte dir sehr wohl nicht lästig sein aufzupassen ob deine äusserungen rechts angehaucht sind oder nicht, weil alles einen geschichtlichen hintergrund hat mit dem immer etwas zusammen hängt und dem sollte man bitte auch achtung zollen.

deshalb finde ich das immer so lächerlich wenn die leute ankommen und sagen: "ja was mein opa damals getan hat, damit habe ich nichts mehr am hut."
da sage ich: "ja toll lebst also auf einem ganz anderen platenen, das ist also total weggewischt, es hat wahrscheinlich nie existiert?!"
fazit: ein mensch hat immer eine kultur und diese ist ob man will oder nicht GESCHICHTLICH geprägt und somit hat jeder die ihm eigene pflicht dies niemals zu vergessen denn alles was man sagt und tut läßt sich historisch auf einen ursprung zurückführen!

@th3o: mit dem, was mein 'Opa' getan hat, habe ich de fakto nix mehr am Hut - nur das Wissen darum, das wird ( zumindest in meinem Kopf ) nicht untergehen!

Ich bin allerdings nicht bereit, für das, was damals passiert ist, bucklig und devot umherzulaufen und deshalb meine Meinung zu unterdrücken.

Einer der wenigen, die bisher sehr radikal in diesem Thread diskutiert haben, bist Du - und das imho gelegentlich auch etwas unreflektiert.

@Shagger: ich will auch prinzipiell keinen aus dem Land schmeissen - allerdings kann imho Deutschland durchaus verlangen, dass die Landessprache ( neben der eigenen ) beherrscht wird - zumindest ab einem gewissen Alter, das ist klar... .

Cys

Nachtschwaermer
01.02.2006, 16:04
Ich bin zwar gebürtiger Afghaner.. bin aber hier aufgewachsen und habe echt was gegen diese primitive sprachen.

es sollte in dem Land wo man lebt auch die Sprache gesprochen werden!

nun bin ich in Germany also red ich NUR deutsch!

Justin_Sane
01.02.2006, 16:12
Ist das geil:
Viele 'Ausländer' hier fordern faktsich eine 'rede-Deutsch-Pflicht' und die (Supra-)Linken sind da strikt dagegen.

:D

Sehr konfus Leute! Aber man muss ja seinem Motto treu bleiben... :daumen

MacII
01.02.2006, 16:26
@NBB
das ist keine neue Erkenntnis, siehe meinen Beitrag #76 zur Umfrage in Hamburg.

Die Betroffenen selbst sehen es viel prakmatischer.

Justin_Sane
01.02.2006, 16:30
Toll, dass staatliche Umfragen hier bestätigt werden.

Wir sind halt auch nicht besser, als 'die da draussen'.... ;)

th3o
01.02.2006, 16:39
also wenn ein ausländer ankommt und seine muttersprache hier als primitiv anpreist und auf die ganz harte linie schwingt dann muss ich mir leider gedanken darüber machen ob dieser mensch nicht zuviel von sich preisgibt nur um hier anerkannt zu werden.
diejenigen die frisch hier eintreffen und durch ihre not heraus leicht umgemodelt werden können haben natürlich nicht so ein ausgeprägtes näschen was recht ist und wo recht/notwendigkeit zur freiheitsfrage wird....von daher sollte man aussagen der "frischen" ausländer nicht sofort überbewerten und diese als beweis zu nehmen: "ja sieh doch, die wollen selber."....

Der Daedalus
01.02.2006, 17:56
Was mir nicht in den Kopf will:

Warum werden Kinder die heute hier in Deutschland gebohren werden nicht von Anfang an so erzogen, dass sie Deutsch beherrschen?!
Warum werden sie nicht als Kleinkinder schon zumindest Zweisprachig erzogen.
Keiner will einem türkischstämmigen Deutschen das Recht absprechen türkisch zu reden und seine türkische Kultur zu leben.

Aber ist es denn zu viel verlangt, dass ein türkischer Vater sein Kind, was sein Leben in Deutschland verbringen wird auch in dieser Sprache unterrichtet?! Sie somit zu seiner "zweiten Muttersprache" macht.
Das hat IMO nichts mit der Verleugung der Kultur zu tun! Kultur, Tradition und Geschichte sind Dinge die doch weit über der Sprache stehen!

Aber wenn Menschen sich rigeros weigern (und diese Menschen gibt es in Deutschland) die hier gesprochene Sprache zu erlernen und zu akzeptieren dann ist das in meinen Augen ein großes Problem.

@Theo:

Nein! Ich muss mich als Deutscher, auch unter Betrachtung unserer Geschichte, nicht für Dinge rechtfertigen die ich sage und bei denen von irgendeinem Bekloppten ein rechter Hintergedanke herein Interpretiert. Ich weiß, dass ich keinerlei rechtes Gedankengut vertrete. Meine Ansichten mögen konservativ sein, aber niemals rechts!

Wie bitte soll ich meine Ansichten vertreten, wenn ich bei jede Äußerung doppelt und dreifach überprüfen muss ob sie vllt. von irgendeinem Deppen als rechtes Gedankengut angesehen werden könnten?!

@shagger:

Es geht nicht um die Forderungen die in Form von Gesetzen und Vorschriften an Deutsche ausländischer Abstammung gestellt werden.
Es geht um die Forderungen die die Gesellschaft an sie stellt.
- Ein Arbeitgeber verlangt, dass sein Arbeitnehmer der deutschen Sprache mächtig ist.
- Im Klamottenladen findet die Beratung in der Regel in Deutsch statt.
- Auch Unterricht an deutschen Schulen ist in der Regel Deutsch.
- Ein Kundengespräch in einer Bank wird in der Regel in Deutsch geführt.
...

Nun liegt es an jedem einzelnen ob er sich in der Gesellschaft integrieren will oder nicht. Aber zu der Integration gehört nun mal auch, dass man sich den Forderungen die die Gesellschaft an einen stellt unterwirft.
Wenn man von der Gesellschaft nichts erwartet und somit auch nicht auf Integration aus ist, so muss man sich diesen Forderungen auch nicht unterwerfen!
Aber dann sollen die Leute gefälligst auch schön zu Hause bleiben wenn Demonstrationen gegen die Kürzung von Sozialleistungen geführt werden (nur ein Beispiel).

Man kann nicht etwas von der Gesellschaft in der man lebt erwarten und sich dann aber auf der anderen Seite gezielt von ihr ausgrenzen.

th3o
01.02.2006, 18:32
@daedalus

bin ich gemeint mit "irgendein bekloppter" oder "irgendein depp"? ;)
auf die antwort bin ich gespannt.

weiterhin: nicht "nein!" sondern "doch!" und zwar aus dem ganz simplen grund den ich vorher schon lang und breit erklärt habe. du hast deiner geschichte gegenüber eine gewisse verantwortung ob es dir nun passt oder nicht und du kannst sicher sein dass auch ich doppelt und dreifach überlege bevor ich was schreibe (sieht vielleicht nicht immer so aus :D)
ALLES hat historischen hintergrund. du kannst dich nicht einfach hinstellen und abstraktion betreiben und alles als tabula rasa betrachten oder als ein total weisses blatt papier. DU bist in diesem land geboren (denk ich mal) also musst auch DU sowohl mit den vorteilen wie auch mit den nachteilen leben die das mit sich bringt. das ist leider fakt und nichts anders....und dazu gehört auch dass man als deutscher LEIDER etwas mehr aufpassen und differenzieren muss.
da sehe ich nichts negatives dran sondern es ist etwas positives wenn selbst junge menschen lernen mit der vergangenheit der kultur die sie schliesslich ihre eigene nennen umzugehen.

und überhaupt: was regst DU dich eigentlich so auf? ich habe doch extra geschrieben dass ich nur die leute meine deren beiträge aus einzeilern der von mir weiter oben zitierten art bestehen....und soweit ich meine gehörst du kaum dazu, also ruhig blut :D

-oSi-
01.02.2006, 21:35
also wenn ein ausländer ankommt und seine muttersprache hier als primitiv anpreist und auf die ganz harte linie schwingt dann muss ich mir leider gedanken darüber machen ob dieser mensch nicht zuviel von sich preisgibt nur um hier anerkannt zu werden.
Oh, oh. Jetzt nimmst du den Einwanderern das Recht der Entscheidung aber weg. Das können sie selber.
Wenn jemand viel von sich preisgibt, dann ist das sein gutes Recht.

Du möchtest das es keine "Deutschpflicht an Schulen" gibt. Aber wenn einer freiwillig will, verweigerst du ihm es ?

diejenigen die frisch hier eintreffen und durch ihre not heraus leicht umgemodelt werden können haben natürlich nicht so ein ausgeprägtes näschen was recht ist und wo recht/notwendigkeit zur freiheitsfrage wird....

Jetzt wird´s gefährlich mit der Aussage.
Es wird suggeriert, das die Einwanderer dumm sein.

Das wolltest du doch bestimmt nicht ?


-oSi-

cihan22
01.02.2006, 21:55
das geht ja wohl zu weit. vielleicht ist afghanisch primitiv aber meine muttersprache ist nicht primitiv! diese asylbewerber immer........wollen auf biegen und brechen hier bleiben....machen sich und ihre kultur dafür schlecht....

Ich bin zwar gebürtiger Afghaner.. bin aber hier aufgewachsen und habe echt was gegen diese primitive sprachen.

es sollte in dem Land wo man lebt auch die Sprache gesprochen werden!

nun bin ich in Germany also red ich NUR deutsch!

flooo
01.02.2006, 21:59
meiner meinung nach sollte in jedem land NUR die landessprache in den schulen gesprochen werden dürfen

alles andere führt dazu, das ausländische schüler nicht richtig integriert werden können

th3o
01.02.2006, 22:20
@osi
natürlich will ich das nicht und so ist es auch kein stück gemeint.
es ist eher so gemeint dass der antrieb bloss aus seinem land rauszukommen so gross ist dass man im ersten moment die ganze welt verraten würde wenn es denn gelänge.
da gehe ich etwas mit chihans aussage konform....denn seien wir doch mal ehrlich: dass jemand die eigene muttersprache zur sau macht ist schon ein dickes stück.

ich verweigere grundsätzlich keinem etwas, möchte aber diejenigen die ich hier als meine "kontrahenten" betrachte anweisen nicht die kröte zu schlucken und solche extrem-einbürgerungswilligen eventuell misstrauischer gegenüber zu treten.

jetzt mal ein derbes beispiel: wem vertraut man denn mehr? einem integren menschen der kompromissbereit ist bei gleichzeitiger wahrung seiner würde oder einem der sich jauchzend vor einen wirft und alles verleugnet was er an-sich ist?!

Shagger
01.02.2006, 22:30
Wir drehen uns im Kreis. IHR wollt ausländische Kinder zu ihrem Glück zwingen, womit ihr die Grundfreiheit eines Menschen verletzt, wir (die gegen Deutschpflicht sind) sagen, dass das man keinen Menschen zu etwas zwingen darf, auch nicht zu ihrem Glück.

Hier treffen zwei Punkte aufeinander.

Grundfreiheit, daraus resultierende Probleme bei Integration <-----> Zwang zum Glück (evtl. auch Egoismus weil man sich im eigenen Land wieder wohl fühlen will), daraus resultierende Verletzung der Grundfreiheit.



Diese Punkte werden von jedem nochmal schön mit neunmalklugen Sätzen geschmückt, schrumpft man sie jedoch aufs Wesentliche kommen sie wieder auf diese beiden Punkte zurück.



Wir werden uns nicht einigen können, soviel ist klar. Es gibt welche, die Denken nur an sich, und es gibt welche die verstehen die Ausländer. Beispiele wie die Deutschen in Mallorca, welche auch immer Deutsch sprechen, wurden genannt. Türken die kein Deutsch können, das wurde auch genannt. Eins kann ich nur sagen. Bevor man sich um die Probleme anderer kümmert, sollte man erstmal die eigenen Probleme bereinigen. Und davon hat Deutschland nicht gerade wenige. Ich für meinen Teil werd hier nicht mehr in den Thread schauen, ich finde es hat mal ein Ende verdient. Ich stand nie wirklich auf Karussellfahren, und dieser Thread tut sich nur noch drehen und drehen und drehen und drehen...

Cystofix
02.02.2006, 06:22
Moin,

ich bin der Meinung, dass der Staat durchaus berechtigt ist, die Kinder zur deutschen Sprache zu zwingen. Nicht auf dem Schulhof oder in Cafés, aber in der Schule selbst - und das ist kein negativer Zwang.

Und die Polemik '...blablabla habt genug eigene Probleme' ist irgendwie dämlich formuliert. Du lebst in Deutschland - also sind es auch Deine Probleme. Und die mangelnde Integrationsbereitschaft mancher 'Ausländer' betrachte ich durchaus als Problem. Wenn man sich nicht mit einem Land identifizieren kann und will ( und dazu gehört für mich auch das Beherrschen der Sprache ) - weshalb ist man dann hier ( und jetzt komm mir nicht wieder mit den Kindern, denn das die meist keine Wahl haben ist klar ) ?

Der einzige Satz, bei dem ich Dir in diesem Fred beipflichten muss, ist die Tatsache des 'im Kreisdrehen' desselben.

Cys

Der Daedalus
02.02.2006, 16:04
Danke Shagger für die Steilvorlage ... ich werde sie jetzt mal gleich zu einem Tor verwandeln!

Türken die kein Deutsch können, das wurde auch genannt. Eins kann ich nur sagen. Bevor man sich um die Probleme anderer kümmert, sollte man erstmal die eigenen Probleme bereinigen. Und davon hat Deutschland nicht gerade wenige.

Ein Einwohner unseres Landes der unsere Sprache nicht in Wort und Schrift beherrscht ist ein Problem für unser Land!
Das senkt den Bildungsstand, sorgt dafür dass auch andere Kinder in der Schule mit runter gerissen werden. Wenn du das nicht glaubst kannst du gerne mit meinem Vater (der ist nämlich Lehrer) ein Wörtchen reden.
Ferner sind solche Leute potentielle Arbeitslose. Wer stellt denn in einer Zeit wo 5 Mio Menschen Arbeitslos sind Leute ein, die kein deutsch können?! Auch wenn nicht genug Arbeit da ist, ist ein Mensch, der nicht arbeiten will ein Problem für die Gesellschaft.

Ob dieser Mensch der unsere Sprache nicht beherrscht nun ein Deutscher oder ein Deutscher ausländischer Abstammung ist, ist dabei völlig egal!

Da wir ja schon lange bei dem Thema Integration angelangt sind und haben uns dabei ein bisschen von dem Fokus auf die Sprache gelöst. Deswegen möchte ich jetzt hier ein bisschen weiter gehen:

Quelle: http://www.sabine-christiansen.de/archiv.jsp?aktuell=true#gast40

Ich setzte jetzt mal vorraus, dass die Statistiken auf die sich Herr Christian Pfeiffer berufen hat wirklich representativ sind. Wenn jemand bessere Quellen findet die mich wiederlegen, dann immer her damit.

Gerade haben wir in einer Studie 17.000 Jugendliche befragt, meinst du dass in einer Familie der Vater das Oberhaupt der Familie ist und wenn die Mutter nicht gehorcht, dass er sie dann schlagen darf? Jeder vierte türkischen männliche Jugendlichen im Alter von 15 bejaht diese Frage aber nur fünf Prozent der einheimischen Deutschen.

Innerfamiliäre Gewalt ist ein Thema die sehrwohl den Deutschen Staat etwas angeht. Also ein Problem unseres Landes.

Nach wie vor haben wir auch eine die Integration massiv behindernde innerfamiliäre Kultur der Dominanz der Männer, die nicht akzeptabel ist. In einem Drittel der Familien etwa haben die Kinder gesehen, dass der Vater die Mutter prügelt oder auch mal die Mutter den Vater, was selten vorkommt. Das behindert die Kinder auch in der Integration.

Ergänzt das erste Zitat. Wieder ein Problem was uns als Gesellschaft und das ganze Land betrifft.

Wir haben das Problem, dass türkische Jugendliche dreimal so oft zu Mehrfachtätern der Gewalt nach eigenen Angaben zählen wie Deutsche und doppelt so oft wie andere Gruppen. Das ist alles zusammenhängend mit diesem Dominanzanspruch, der in einem Drittel der Familien von den Männer gelebt wird, eingefordert wird und and die Söhne tradiert wird. Die Machokultur ist nicht akzeptabel.

Gewalt die sich wohlgemerkt auch gegen nicht türkische Mitmenschen richtet.


So und jetzt sag mir nochmal, dass mangelnde Integration ein Problem ist, um das wir als Gesellschaft uns nicht kümmern zu brauchen!

Sorry Shagger ich möchte echt nicht den Eindruck erwecken ich hätte was gegen Ausländer im allgemeinen. Ich kann sehr wohl differenzieren.

Aber wenn hier jemand daher kommt meint "Wenn ich mich Integrieren will dann ist das ja meine Sache" und "Kümmert euch doch um eure eigenen Probleme" dann ist es sehr wohl angebracht mal zu zeigen, dass "Unsere Probleme" teilweise daher kommen, dass "Ihr" (die Trennung zwischen "Wir" und "Ihr" hast du ins Spiel gebracht) einfach nicht kapieren wollt, dass es nur MITEINANDER vorwärts geht.

Wenn ein Land zusätzlich zu seinen eigentlichen Problemen, und ich weis sehr wohl, dass Deutschland auch sehr viele Probleme hat die absolut nichts mit Ausländern zu tun haben, noch mit den Problemen kämpfen muss die daraus resultieren das sich Parallelgesellschaften bilden, dann hemmt das nur noch mehr!

pcw
03.02.2006, 11:43
okay, ich hab die letzten 3 Seiten jetzt zwar nur überflogen, aber würde trotzdem gern was zu dem ganzen Themenkomplex sagen.

Im Fall der betroffenen Schule finde ich die (freiwillige) Deutschpflicht nicht nur okay, sondern zwingend erforderlich. Jedoch würde ich das 'Sprachverbot' differenzieren und alle Sprachen auf dem gesamten Schulgelände zulassen, die an der Schule unterrichtet werden.

Trotzdem würde ich es für noch sehr viel sinnvoller erachten, die schulfreien Samstage für all jene abzuschaffen, die große Sprachdefizite haben. Die können dann einen (zusätzlichen) Tag lang deutsch lernen, wodurch das mit der Zeit immer mehr aus dem allgemeinen Unterricht herausgelagert wird und so keine wertvolle, fachbezogene Unterrichtszeit für diejenigen verloren geht, die über akzeptable Deutschkenntnisse verfügen.

Übrigens finde ich die Idee einer verbindlichen Schulsprache völlig okay. Schließlich ist eine Schule eine öffentliche Behörde und für die und ihre Angestellten gilt nunmal Deutsch als Amtssprache. Soll das für Schüler anders sein, nur weil die kein Gehalt bekommen? Ich mein, grad die sollen es doch lernen. Da ist die Schule - und sein es der Pausenhof - immernoch tausendmal besser für geeignet, als eine fremdsprachlich aufgewachsene Familie.

Eine Diskriminierung kann ich hier übrigens nicht erkennen. Natürlich wird ihnen etwas 'verboten'. Allerdings nicht aus Boshaftigkeit oder ähnlich niederträchtigen gründen wie rechts abgedriftetem Nationalstolz oder Außländerhass, sondern einzig und allein, um eine gemeinsame Kommunikationsgrundlage zu schaffen und zu fördern, deren Kenntnis in diesem Land von essentieller Bedeutung für ein erfolgreiches Berufsleben ist.
Insofern wird den Betroffenen eigentlich auf lange Sicht etwas gutes getan. Und was daran falsch sein soll, kann ich nicht erkennen.

wir können die Diskussion über 'Deutschpflicht' übrigens gerne mal aussetzen und stattdessen mit den gleichen Arguemten über 'Schulpflicht' reden. Ich denke die Koversation würde einen ähnlichen Verlauf nehmen.

Morgoth
03.02.2006, 13:38
Ein Einwohner unseres Landes der unsere Sprache nicht in Wort und Schrift beherrscht ist ein Problem für unser Land!

Deswegen ist niemand ein Problem. Was denn, wenn er in seinem erlernten Beruf eine überdurchschnittlich hohe Qualifikation hat? Auch kann nicht jeder gleich gut fremde Sprachen lernen.

Das senkt den Bildungsstand, sorgt dafür dass auch andere Kinder in der Schule mit runter gerissen werden.

So, und das ist tatsächlich ein Problem. Da müsste mehr unternommen werden, also hauptsächlich zusätzliche Stunden für "Problemkinder". Bei den ständig sinkenden Bildungsausgaben ist das natürlich nicht machbar.

Ferner sind solche Leute potentielle Arbeitslose. Wer stellt denn in einer Zeit wo 5 Mio Menschen Arbeitslos sind Leute ein, die kein deutsch können?! Auch wenn nicht genug Arbeit da ist, ist ein Mensch, der nicht arbeiten will ein Problem für die Gesellschaft.

Und was hat jetzt "nicht Deutsch können" mit "nicht arbeiten wollen" zu tun?

Parallelgesellschaften


Ah ja, Parallelgesellschaften, das Zauberwort seit dem 11.9.01. Früher nannte man so etwas Ghettos, warum nicht heute? Vielleicht, weil der Begriff Ghetto ein negatives Licht auf die Gesellschaft drumherum wirft? Irgendwie müssen sich die Ghettos ja bilden, und das liegt nicht nur an den Einwanderern.

Neulich hat mir jemand eine Geschichte erzählt. In Hannover-Langenhagen hatte man vor etlichen Jahren, als die ersten Türken nach Deutschland kamen, diesen freie Wohnungen in Häusern und Siedlungen zugewiesen, und zwar so, dass diese türkischen Familien praktisch nur von einheimischen Deutschen umgeben waren.

Nach wenigen Jahren waren alle Deutschen weg und in die dadurch freigewordenen Wohnungen sind weitere Türken gezogen. Innert kürzester Zeit hatte sich ein Ghetto gebildet, obwohl man ja gerade das durch die Ansiedlung verhindern wollte.

Stellt sich natürlich die Frage, warum die Deutschen weggezogen sind. Nun, sie machten eine Verminderung der Lebensqualität geltend, mal einige Punkte, die mir zugetragen wurden:

- die stellen ihre gewaschene Wäsche auf den Balkon (nein, wirklich?)

- diese Musik! Und immer so laut! (dann geht man hin und bittet freundlich; außerdem sollen die froh sein dass ich nicht dort eingezogen bin :D )

- wenn die kochen dann stinkt immer das ganze Treppenhaus nach diesen ausländischen Gewürzen (mal ganz davon ab, dass wir in D schon seit hunderten von Jahren mit den gleichen Gewürzen kochen (nur nicht so exzessiv verwenden): man möge mal ein Treppenhaus beschnuppern, wo in einer der anliegenden Wohnungen Kohl gekocht wurde; atmen nicht mehr möglich)

Das sind alles so vorgeschobene Argumente, die letztendlich nur eines sagen: wir wollen nicht mit Fremden zusammen leben. Integration beginnt auf beiden Seiten, aber wenn schon die Deutschen keinen Willen dazu zeigen, dann brauchen die Ausländer gar nicht erst damit anzufangen.

Im übrigen möchte ich nochmal auf das eingehen, was Wintermute gesagt hat: der Unterricht an deutschen Schulen ist immer noch in Deutsch, wird in den lächerlich kurzen Pausen mal ein wenig fremdländisch geredet ist das bestimmt nich schwerwiegend.

Gruß
Morgoth

Shagger
03.02.2006, 13:57
Endlich mal einer, der seinen Text auch mit Inhalt füllt. Kann da in vielen Punkten zustimmen. Zwar nicht in immer ganz, aber zu 90% hast du vollkommen Recht. Erstrecht mit den letzten 2 Abschnitten.

Mr. Incredible
03.02.2006, 13:58
Integration beginnt auf beiden Seiten, aber wenn schon die Deutschen keinen Willen dazu zeigen, dann brauchen die Ausländer gar nicht erst damit anzufangen.


Nein, ich finde Integration beginnt auf der Seite die etwas will.
Wenn ich etwas will, dann muss ich auch etwas dafür machen.
Wenn jemand etwas von mir will, dann erwarte ich auch etwas von meinem Gegenüber.

Morgoth
03.02.2006, 14:11
Wenn Du etwas willst, und niemand unterstützt Dich dabei, sondern legt Dir eher noch Steine in den Weg, dann kannst Du wollen was Du willst, Du schaffst es nicht.

Außerdem: wer will denn hier alles etwas?

Integration von Ausländern liegt im Interesse von beiden Seiten. Die Alternative ist eben die Ghettobildung, und in Ghettos bilden sich radikale Strömungen, die wiederum ein schlechtes Licht auf die gemäßigten in diesem Ghetto werfen und gegebenenfalls Strafaktionen oder Repressalien nach sich ziehen. Das lässt sich in jedem Ghetto der Weltgeschichte nachvollziehen.

Wir Deutschen können kein Interesse daran haben, dass sich manche Menschen in den Ghettos radikalisieren, d. h. wir wollen etwas von denen, nämlich Integration. Also, nach Deiner durchaus richtigen Argumentation, müssen wir etwas dafür tun. Die zu Integrierenden auch, aber eben nicht alleine. Das können sie nicht schaffen.

Inzwischen, dies muss ich zugeben, ist die Situation recht prekär, da sich die Ghettos eben schon gebildet haben. Warum das so ist: siehe weiter oben.

Gruß
Morgoth

Der Daedalus
03.02.2006, 18:09
Morgoth:

Ich stimme dir zu, zur Integration braucht es zwei Seiten völlig klar. Und beide Seiten müssen offen sein für das neue, andere Kulturen akzeptieren, ...!

Aber hier geht es doch jetzt nicht um all die Probleme die da auftreten ... Es geht lediglich um das Thema Sprache und darum dass Sprache nun mal Grundlage für die Integration ist.

Mit meinem letzten Beitrag wollte ich Shagger lediglich darauf hin weisen, dass die mangelhafte Integration von Ausländern in Deutschland ein Problem ist, was die gesamte Gesellschaft angeht! Und dass es sehr wohl Probleme gibt die uns alle Betreffen und die durch mangelnde Integration zu stande kommen.
Shagger scheint ein Feind der Integration zu sein, wenn nicht dann sollte er mal seine Beiträge überdenken. Und ich wollte ihn lediglich darauf hin weisen, dass das so nicht in Ordnung ist und das es sehr wohl uns alle etwas angeht, wenn jemand sich nicht Integrieren will.

Deswegen ist niemand ein Problem. Was denn, wenn er in seinem erlernten Beruf eine überdurchschnittlich hohe Qualifikation hat? Auch kann nicht jeder gleich gut fremde Sprachen lernen.

Es geht hier um Menschen die lange Zeit in Deutschland leben oder sogar hier gebohren wurden. Wie bitte sollen diese Kinder die nötige Qualifikation erlangen, wenn sie nicht mal die Sprache über die das dafür nötige Wissen vermittelt wird beherrschen?!
Ferner bringt ein top Qualifizierter Mensch nichts, wenn er nicht im Team arbeiten kann. Das ist in der heutigen Welt nun mal das A und O. Ich arbeite in einem großen Unternehmen und wer da nicht ordentlich mit anderen Mitarbeiter kommunizieren kann, der hat keine große Zukunft.

Und was hat jetzt "nicht Deutsch können" mit "nicht arbeiten wollen" zu tun?

Wenn ich mich in der Schule rigeros weigere etwas zu lernen bin ich hinterher für meine Arbeitslosigkeit selbst verantwortlich!
Und jedem sollte klar sein, dass Deutsch sprechen wohl Vorraussetzung ist um einen Job zu bekommen (sehen wir jetzt mal von einigen Ausnahmen ab).
Wer also den Stoff in der Schule (oder halt die deutsche Sprache) nicht lernen will, der hat selbst schuld das er keinen Job bekommt. Und da ja die Wahl bestand etwas in der Schule zu tun (deutsch zu lernen) ist das für mich "nicht arbeiten wollen".
Das sage ich nicht nur Ausländern die kein Deutsch lernen wollen, sondern auch jedem der sich weigert in der Schule mit zu arbeiten.


Ah ja, Parallelgesellschaften, das Zauberwort seit dem 11.9.01. Früher nannte man so etwas Ghettos, warum nicht heute? Vielleicht, weil der Begriff Ghetto ein negatives Licht auf die Gesellschaft drumherum wirft? Irgendwie müssen sich die Ghettos ja bilden, und das liegt nicht nur an den Einwanderern.

Einfach weil der Begriff der Parallelgesellschaft die Situation am ehesten beschreibt!

Auch hier wieder: Klar gibt es auf beiden Seiten Probleme! Aber hier geht es um ein Problem das die Seite derer die in unsere Gesellschaft aufgenommen werden "wollen" (manchmal kann davon wirklich nicht die Rede sein) betrifft!

Wikipedia zum Thema Ghetto:
Ein Ghetto bzw. Getto ist ein Stadtviertel, in dem eine bestimmte Bevölkerungs- oder kulturell geprägte Gruppe in einer mehr oder weniger strengen Isolation zu leben gezwungen ist.

Hier wird von Zwang gesprochen. Siehst du diesen Zwang wirklich in Deutschland?!
Wenn ein Mensch entscheidet (für sich) dass er nicht mit Menschen die eine bestimmte Kultur haben zusammen leben möchte, dann hat er das gute Recht dazu.
Klar gibt es Reibungspunkt wo Menschen verschiedener Kulturen zusammen leben. Und wenn jemand nun mal nicht möchte, das es überall in seiner Wohnung nach Gewürzen riecht, dann hat er das gute Recht nicht dort zu Wohnen.

Ich für meinen Teil habe ungern Rentner als Nachbarn, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass es da oft Stress gibt. Also suche ich mir lieber eine Wohngegend in der junge Menschen leben. Zwinge ich deshalb Rentner in Ghettos?! Ich bitte dich!


Gerade das Thema hier (Sprache) geht doch über die Wohnviertel hinaus! Integration bedeutet nicht zwangsläufig, dass man mit dem Menschen auch das Haus teilen will.
Aber wenn nicht mal auf dem Schulhof ein Miteinander möglich ist, da sich ein Haufen kleiner Gruppen bildet, die alle in ihrer Muttersprache miteinader schnattern, dann ist die Integration von vorn herein gescheitert!

BlackSavage
03.02.2006, 18:29
Also wenn ich hier so einige Posts lese, kommt mir die Galle hoch. Ich finde es völlig okay, wenn jemand dafür ist. Aber hat der eine oder andere seine eigenen Post anschliessens nochmal gelesen?

Z.B. fiel hier mehrmals das Argument, das die 5 oder 6 Stunden Unterricht nicht ausreichenum der deutschen Sprache mächtig zu werden. Nee ist klat, die 15 Minuten auf dem Schulhof reissen natürlich alles wieder raus. Sowas von unüberlegt.

Ich persönlich bin dafür, das Ausländer besseres deutsch sprechen, gar keine Frage, aber nicht auf diesem Wege. Ich will tatsächlich einem Menschen verbieten seine Muttersprache zu sprechen? In seiner Pause? Wo sind wir denn hier?

Viele von euch sehen, und da bin ich mir sicher, in einem Ausländer nur "den Türken, den Araber oder den Russen"

Weil die den meisten "quer im Magen liegen". Aber stellt euch doch mal einfach einen portugiesen vor, der bereits gutes deutsch spricht. der nicht diese problematik hat. und trotzdem darf der sich mit einem freund nicht mal in seiner muttersprache unterhalten?

und genauso geht es auch vielen türken, arabern etc.. die sprechen die deutsche sprache bereits sehr gut und sind trotzdem davon betroffen.

also was manchmal in den köpfen der deutschen politik ist, will ich besser nicht wissen. das ist meine meinung. aber mal ehrlich. erst passiert jahrelang nichts. es wird zugesehen. es war doch nicht mehr neu, das deutschland einen leistungsabfall in den schulen zu vermelden hatte. nix ost passiet. und dann sowas? gehts noch?

wie gesagt, das man denen deutsch besser beibringt, die diese sprache nciht so gut sprechen, gar keine frage. aber das es dadurch klappen soll, das man denen die muttersprache verbietet finde ich bodenlos. und ich hoffe das setzt sich niemals durch.

und noch etwas: einige user sollten sich mal mit dem wort rassismus vertraut machen.

allen noch ein geruhsamen wochenendanfang...

-oSi-
03.02.2006, 19:53
Hier ist mal ein Artikel, der beschreibt, wie die türkischen Medien mit diesem Thema umgehen.

http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,398727,00.html?CFID=589855&CFTOKEN=72382372


-oSi-

olly3052
03.02.2006, 19:58
Was soll mir das sagen?

Das es auch in der Türkei eine Bild, Sun, Morgenpost usw. gibt!?

Wir haben wohl kein Monopol auf solche Schmierblätter :D

Gruß

olly3052

-oSi-
03.02.2006, 20:06
LOL. Nein, will ich damit nicht.
Hast du ihn gelesen ?

Daran kann erkannt werden, das diese Diskussion nicht nur hier in Deutschland, sondern auch in ausländischen Medien ist und das man es hier wie dort mit den Fakten nicht so genau nimmt.
So heizt man auch die Stimmung an.


-oSi-

Shagger
03.02.2006, 20:06
Schmierblätter... Ich verstehe.


Nur haben die Schmierblätter absolut Recht :freak

Ist klar, dass die Schüler das begrüssen. Man würde nie was gegen die eigene Schule sagen. Das würde der Direktor im Fernsehen sehen und denjenigen bis aufs Schulende hassen. Was das zur Folge hat, da gibts verschiedene Dinge.

olly3052
03.02.2006, 20:13
@-oSi-,

natürlich hab ich den Artikel gelesen.

Und genau weil sie es mit den Fakten nicht so genau nehmen, habe ich den Vergleich benutzt ;)

Btw. ist daß so eine Sache mit dem rechthaben bei solchen Blättern.
Es ernährt sich von der dumpfen Sichtweise der Masse und ist in keinster Weise geeignet, sich selber ein objektives Bild zu machen.

Gruß

olly3052

Philleicht
12.02.2006, 11:39
Von mir ein definitives JA!
Aber man sollte sich nichts vormachen. Die meisten Einwanderer aus Ländern wie dem Iran, der Türkei etc. wollen sich doch gar nicht anpassen und die Sprache lernen. Schaut euch Gebiete wie Berlin Kreuzberg doch mal an. Hoffnungslos. Dort ist Deutsch die Fremdsprache und du als Deutscher musst aufpassen, dass dich kein Ali abzieht. Wer das mit offenen Augen sieht und Multikulti predigt dem geht es einfach noch zu gut.
Das zeigt mal wieder wie dumm wir Deutschen doch sind. Jetzt diskutieren wir schon, ob die Bewohner unseren Landes Deutsch sprechen sollten oder ob Türkisch nicht die bessere Wahl wäre LOL.
Und ja, bevor es mir vorgeworfen wird. Ich bin durchaus nationalistisch eingestellt. Ich liebe meine Heimat und finde unsere Kultur sollte geschützt werden. Das hat allerdings nichts mit blindem Hass auf Ausländer jeglicher Art zu tun. Ich habe selbst einen guten Freund der Deutsch Russe ist. Ebenso reise ich gern in fremde Länder, aber ich habe auch viele Erfahrungen gesammelt. Und sehe ich die "Großstadtausländergetthos" wird mir schlecht.

Phil

FreddyMercury
12.02.2006, 14:26
Sorry für OT aber das ist in dem Thread hier so geil. Manche gehen echt ab wie Sahne.

Meine Meinung: Deutsch sollte gesprochen werden, schliesslich muss ich mich woanders auch anpassen und warum sollte das bei mir nicht so gemacht werden?

BlackSavage
12.02.2006, 15:11
Ich verstehe viele hier nicht. Also ich lasse Argumente wie "sein Recht, wenn er die Gewürze nicht riechen will" nicht gelten. Meine Fresse, das hat NULL mit Integration zu tun. Das ist einfach eine Ansichtssache. Der eine mag den Geruch, der andere einen anderen. Einfach lächerlich darüber zu diskutieren.
und auch verstehe ich es nicht mit diesen "runterreden" von ghettos. ich habe jahrelang in neukölln gelebt und hatte nie stress. im gegenteil. ich hatte türkische nachbarn und das waren die freundlichsten nettesten nachbarn die ich bisher hatte. das was ich JETZT an deutschen nachbarn habe, ist das allerletze. also wie man sieht, auch das ist lediglich eine ansichtssache. all das hat nichts mit integration zu tun.

die menschen die in deutschland bleiben wollen sollten sich schon ein wenig mehr mühe geben, die deutsche sprache zu lernen.
aber wenn man ständig isoliert wird, wie es hier schon oft auch deutlich gezeigt wird. dann ist die motivation sich zu integrieren nicht sehr hoch. der deutsche ist sehr oft sehr stur. nur nicht offen sein für neues. sich auch mal an den "gast" als erster ranwagen. ich weiß wovon ich rede. WIR sind hier der gastgeber, under geht auf seinen gast drauf zu, so bin ich erzogen worden. doch wenn alle stattdessen von dort wo türken z.b. hinzuziehen, gleich abhauen mit obskuren begründungen, ist es kein wunder, daß der ausländer auch von sich aus nichts tut.
also ein bissl mehr mut für neues und ein wenig mehr offenheit, hat schon so manche tore geöffnet.

Cystofix
13.02.2006, 20:02
Und genau das ist etwas, was ich anders sehe...

Ich bin der Meinung, Deutschland ist nicht der Gastgeber, der auf andere zugehen muss. Derjenige, der etwas will, hat zu kommen und in diesem Fall möchten die 'Ausländer' ( bitte nicht in den falschen Hals bekommen ) etwas von uns...nämlich arbeiten, zur Schule gehen etc. Und dann heisst es eben, sich anzupassen und anzustrengen.

Wie gesagt, in anderen Ländern würde ich als Immigrant mit den Ohren schlackern, wenn ich die Sprache nicht kann oder einfach keinen Bock habe, etwas für meine Integration zu tun - und ich betrachte das als gutes Recht des jeweiligen Landes.

Und wem dies nicht passt, der darf imho gehen - so wie ich im o.g. Beispiel auch.

Cys

th3o
13.02.2006, 20:59
@cystofix
des besseren verständnisses wegen: er meinte nicht dass deutschland auf die immigranten (ich würde emmigranten schreiben...) zukommen soll weil es etwas von ihnen will.
danke das müsste man eher so verstehen wie wenn in einer schulklasse(deutschland) ein neues kind(immigranten) kommt.
schon mal erlebt dass das neue kind zu den anderen geht? ich nicht. in der regel ist es doch immer so, dass eine bestimmte gruppe von schülern auf dieses kind konsequent zugeht um es dann in das grosse kollektiv zu integrieren. oder sehe ich das falsch?

ich weiss dass es sehr vereinfacht ist, aber ich denke dass dein vorredner genau das nur ausdrücken wollte, und nicht meinen wollte dass das einzelne kind dann danach weiter nichts zu tun hätte.
es ist doch klar: wenn man den zugang zu einer gruppe angeboten bekommt dann liegt das ab dem moment an einem selbst ob man "reinkommt" oder nicht.

Cystofix
15.02.2006, 12:35
@th3o ...das 'Immigranten' in meinem Post bezieht sich auf mich und einen hypothtischen Auswanderungsvorgang in eine anderes Land - und für die bin ich Immigrant...nur so als Anmerkung.

Gut, wenn es so gemeint war, dann stimmt das natürlich - in diesem kleinen Rahmen einer Schulklasse müssen die anderen auf so jemanden ein- / und zugehen, da gebe ich Dir und meinem Vorredner recht.

Cys

BlackSavage
16.02.2006, 22:48
@th3o

exakt erkannt, was ich meinte. vielleicht drücke ich mich manchmal auch ein bissl "blöd" aus...

danke für die "aufklärung";)

Blutschlumpf
06.04.2006, 23:57
Ich glaube wenn wir schon in der Schule angekommen sind ist es schon zu spät.
Das Problem sehe ich mehr bei den Eltern als bei den Kindern.
Kaum eine Einwandererfamilie wird zuHause größtenteils deutsch sprechen, da haben die Kinder kaum die Chance das zu können.

Maßnahmen dagegen:
- Sprachtest bei Einwanderen. Evtl. auch erst nach einer Eingewöghnungsphase von ein paar Monaten. Vernünftige Sprachkenntnisse sind imo viel wichtiger als Kenntnisse der Geschichte/Kultur des Landes. Keine Deutschkenntnisse -> Abschiebung.
- Keine Einschulung von Kindern, die nicht vernünftig Deutsch können, stattdessen die Einschulung verschieben und in der Zeit die Kinder auf verpflichtende Sprachkurse als Vorbereitung schicken.
- Verdrängung aller Sprachen außer Deutsch/Englisch aus dem Alltagsleben: Ich brauch keinen Ticketautomaten auf türkisch. Und wer die Sprache auf dem Sozialhilfeantrag nicht versteht geht halt leer aus. Wir sind kein Touristenziel und wer beruflich herkommt kann in der Regel auch englisch.

KL0k
07.04.2006, 02:23
Wenn ich mich dann auf englisch mit einem Freund unterhalte, was dann?
Kriege ich einen Verweis?:rolleyes
Also manchmal frage ich mich, was so manche Politiker im deutschen Reichtags WC bzw. Kanzleramt so zu sich nehmen.


wenn man proben die mal auf den toiletten des glaskastens in berlin gemacht wurden zu rate zieht: koks :D

ich habe für nein gestimmt - denn in einer pause oder freistunde sollte es jedem selbst überlassen sein. wenn da welche in der gruppe sind die sich besser in ihrer muttersprache unterhalten können, warum sollte man es ihnen verbieten? das macht so wenig sinn wie all die anderen gesetze die in letzter zeit erlassen wurden.
ich frag mich manchmal eher ob die da nix besseres zu tun haben als irgendwelche gesetze wie zu kriegszeiten rauszukramen. die haben doch echt nich mehr alle tassen im schrank.:rolleyes

triumvirn
08.04.2006, 00:42
meine Meinung dazu:

-es wird aus falsch verstandener Rücksicht, es könnte fremdenfeindlich oder intollerant ausgelegt werden, oft nicht das Nötige in die Wege geleitet:
-natürlich Deutsch in der Schule und in den Pausen
-die Schule soll bilden, und Deutsch zu sprechen ist eine Bildungsvoraussetzung für den der in Deutschland leben will
-daheim ist jeder frei das zu reden, was er will

Und man sollte sich immer vor Augen führen: Für "Türkische" Türken ist Deutschland ein Schlaraffenland der Tolleranz und Selbstverwirklichung. Mehr Freiheiten gibts kaum woanders noch.

Es geht nicht darum nicht/schlecht-deutsch-Sprechende zu diffamieren, sondern mit sanften Druck EINEN Schritt zur Integration zu machen.Aber das löst natürlich nicht alle Probleme.

media-play
12.04.2006, 15:49
Möchte gerne mal einen interessanten Aspekt in die Diskussion einleiten:

Wer (egal welcher Nationalität) auf einer Amerikanischen Base in Deutschland arbeitet, darf dort nur Amerikanisch sprechen, auch in den Pausen und mit Deutschen Kollegen untereinander!
Wer sich nicht an diese Regel hält, der fliegt !
Warum ?

Logisch: Du befindest dich de facto auf amerikanischen Besitz, also quasi in Amerika.
Ergo bestimmen die alle Regeln !
Wenn die sagen , die Sonne ist grün, dann ist sie das.... und wenn ich das nicht akzeptiere, dann kann ich ja auch woanders arbeiten, wo ich deutsch sprechen darf !

Deutschland hat als solches ebenso das Recht soetwasa zu bestimmen, wer hierherkommt, der unterwirft sich unseren Regeln !
Ist doch bei Euch daheim nicht anders oder ?
Nur weil ich bei mir daheim die Füsse aufm Wohnzimmertisch tue, kann ich doch nicht einfach erwarten, daß ich das auch bei Euch zu Hause machen darf oder ?
Das hat genausowenig etwas mit dem Recht auf eigene Kultur oder Religion zu tun, wie die Sprache der Einwohner untereinander !

Wenn ich in die Türkei ziehen würde, dann würde man von mir ganz selbstverständlich erwarten, daß ich türkisch lerne und auch spreche (und zwar überall, wo Einheimische zugegen sind!) Andernfalls würden die mich, vor allem wenn ich verlängen würde, daß die Türken sich meiner Sprache anpassen, sehr schnell lynchen ;-)

Die Pause in der Schule ist eben NICHT Freizeit !
Sie ist Teil der Schulzeit und der Pausenhof ist Hoheitliches Gelände, das auch von Einheimischen frequentiert wird.
Alleine der Anstand würde es gebieten, daß man in Anwesenheit eines Einheimischen nicht in einer fremden Spache spricht !

Was englisch angeht: Das ist genau, wie viele andere Sprachen nur übergangsweise eine Weltsprache... Deutsch war auch mal ne Weltsprache, oder Spanisch, oder Französisch... sogar Sächsisch (!) ... ist immer nur ne Frage der Umstände.
Im Zuge der Europäisierung wird englisch bei uns immer unwichtiger werden.
Letzlich auch wegen der übertriebenen Anwendung von Anglizismen.
Die gehen nämlich weiten Teilen der Bevölkerung jetzt schon kräftig auf den Sender !
(Zumal die meißten anglizismen falsch angewendet werden)
Ich hab absolut keine Ahnung, warum neuerdings anstatt Ausverkauf nun "Sale" an den Schaufenstern steht... die Amis bei uns jedenfalls sind darüber ziemlich amüsiert.
Wurde schon danach gefragt, ob wir deutsch abschaffen wollen, oder überlegen neben Puerto Rico, Jungferninseln, Guam und Amerikanisch-Samoa zu einem weiteren Bundestaat der USa zu konvertieren beabsichtigen....

Wir geben uns wirklich nur noch der internationalen lächerlichkeit preis und ernten, was wir verdienen : Spott und Selbstzerstörung

olly3052
12.04.2006, 19:19
Du kommst mal wieder vom Thema ab:rolleyes

Der Vergleich zu einer amerikanischen Base (was soll das englische Wort?), also Basis ist haarstreubend.

Einen Militärstützpunkt mit einem Schulhof zu vergleichen, hat wirklich etwas amüsantes.

Bleibe bitte beim Thema!

Gruß

olly3052

Sir_Sascha
12.04.2006, 20:23
also ich bin auch der Meinung, daß nicht nur auf den Schulhöfen deutsch gesprochen werden sollte. Auch im normalen Alltag finde ich das richtig. Denn schließlich sind die Leute hier eingewandert, wollen Anspruch auf alle sozialen Leistungen haben aber dafür wollen sie nicht richtig Deutsch können? Finde ich irgendwie nicht ok. Schließlich wenn ich verreise, dann versuche ich auch dort mich in der Sprache zu unterhalten, auch bzw. gerade wenn Einheimische dabei sind. Das ist einfach eine Form der Höflichkeit.


[Ironie an]
Wobei anderstrum, habe ich mir schon ab und an mal überlegt, ob ich nicht besser türkisch oder russisch lernen sollte, denn dann könnte ich mich endlich hier in Deutschland auch mit den restlichen "Deutschen" unterhalten.
[/Ironie aus]

KL0k
12.04.2006, 21:29
man kann es allenfalls für unfreundlich/unhöflich halten, wenn sie sich in den pausen in ihrer muttersprache unterhalten, weil sie sich in dem moment (dadurch das andere diese sprache nicht verstehen) von anderen abgrenzen oder andere ausgrenzen. aber man darf es ihnen doch nicht verbieten. wo kommen wir denn da hin?
ich glaube wir wären damit das erste land das so etwas absurdes einführt, sollte es tatsächlich dazu kommen.

PS: und mal ganz im ernst; was soll das bringen?

-oSi-
12.04.2006, 21:50
ich glaube wir wären damit das erste land das so etwas absurdes einführt, sollte es tatsächlich dazu kommen.
Wären wir nicht.
Kurz nach dem 2.WK, als Pommern, Schlesien Ost-Preußen, etc. an Polen gingen.
Polen hatte den verbliebenen Deutschen die deutsche Sprache verboten.
Es wurde sogar durch die Fenster kontrolliert, ob die auch in den eigenen 4 Wänden polnisch sprechen.
Bei Verstößen gab´s Strafen. Welche das waren, weiss ich aber nicht.
Das ist kein Scherz !



Verbieten sollte man den Einwanderen die Muttersprache nicht.
Aber ich kann erwarten, dass jemand, der freiwillig nach Deutschland kommt auch freiwillig die deutsche Sprache lernt.
So macht er es sich einfacher und seinen Kindern erst recht.


-oSi-

KL0k
12.04.2006, 21:59
hm, k, die geschichte mit den neuen bundesländern und polen kannte ich nicht. allerdings sollte man dabei auch die zeiten bedenken. immerhin wurde polen zweimal überrannt, also von beiden seiten mein ich, und das man danach die sprache derer verbieten wollte, die durch ihr land marschiert sind wie die henker... da sollte so eine reaktion dann auch nicht wundern.

das ding ist nur, nicht jeder beispielsweise von den jugendlichen hat es sich ausgesucht hier aufzuwachsen. denn das ist meist die entscheidung der eltern und da haben dann die kinder nicht viel mitzureden. die werden dann aus ihrer umgebung gerissen und sind mit einem mal hier in einem fremden land, konfrontiert mit einer fremden sprache und alles ohne zu wissen ob sie es wollten oder nicht.
allein schon bei diesem beispiel kann man nicht erwarten das sie das gerne und zu jeder zeit dann auch tun.
anderes beispiel wäre die 2te generation die zwar hier geboren ist und aufwuchs aber wo deren eltern sie nicht gut darauf vorbereitet haben und bei denen zu hause auch nur in der muttersprache gesprochen wird. auch da kann man nicht erwarten oder vorraussetzen das sie gut genug deutsch können um sich überall und zu jeder zeit darauf zu unterhalten.

es wäre das gleich wenn ich beispielsweise nach peru oder sonstwo hingeh und kaum ein wort sprechen kann in deren sprache und dann einen treff aus deutschland, da bin ich dann auch froh darüber wenn ich mich mit jemandem problemlos verständigen kann.

also ich finde einfach das es etwas vermessen ist so die sprache überall zu einer pflicht zu machen. immerhin leben wir hier nicht in einer diktatur. (oder noch nicht)

-oSi-
12.04.2006, 22:16
ähm Neue Bundesländer und Polen ?
Die Gebiete, die ich ansprach sind die ehem.deutschen Gebiete.
Die sind immer noch Polen und werden es auch bleiben.
Ausser ich habe was verpasst... ;)

Doch ich kann erwarten, dass Zuwanderer meine Sprache erlernen.
Ich kann es nicht verlangen, das stimmt.
Aber ich erwarte es.

Dein Beispiel mit Peru ist ganz gut. Für Peru könnte man jedes x-beliebige Land einsetzen.
Wenn du dort hingehst, dann würdest du bestimmt freiwillig spanisch lernen, damit du dich in diesem fremden Land zurecht findest.
Das ist das gleiche, wenn jemand hierher kommt.
Das Land ist fremd für ihn/sie. Um sein neues Heimatland besser verstehen zu wollen/können, lernt man die dortige Muttersprache.
...und das ist z.Zt. in Dtl. noch deutsch.

Die Sprache ist die Basis für das Zusammenleben.
Je früher man sie erlernt, desto besser ist es.
Kinder lernen schnell eine neue Sprache.
Ich sehe das doch hier selber.
Bei mir laufen hier Kinder rum, die wechseln zwischen russisch und deutsch, so schnell kann man gar nicht gucken. ;)
Die haben später im Berufsleben vllt. sogar Vorteile.


-oSi-

KL0k
12.04.2006, 22:49
äh, ja, mein ich ja, habs nur durcheinander gebracht mit den regionen *hust* :D :freak: :lol

ja sicher würd ich versuchen die sprache zu erlernen, oder ich würde mich eben versuchen mit english durchzuschlagen so weit ich komm und in derzeit wenigstens überlebenswichtige brocken des spanischen aufzuschnappen.
allerdings auch nur weil ich eben finde das man das tun sollte. bin halt auch wie viele andere so erzogen worden das so etwas dann zum guten benehmen gehört und anderes vorgehen respektlos wäre. ich würde mich aber auch im selben atemzug mit landsleuten in meiner muttersprache unterhalten. der einfachheit halber schon allein wegen.
allerdings muss man auch sagen, deutsch ist keine leichte sprache, gerade mit all den dialekt varianten und der zum teil hart ausgesprochenen worten und den zischlauten oder der unterscheidung der verschiedenen artikel vor den worten. das sagen sogar manche amis (die das zum teil in den schulen da lernen).
zum anderen fällt mir auch noch ein das es schnell in verarschungen und geläster ausartet, sobald irgendwer die landessprache nicht beherrscht, was in dem falle auch noch hemmend wirken kann.

das ganze thema ist eben nicht so ganz ohne, ist mir auch vollkommen klar, nur finde ich beispielsweise das umfrage ergebnis hier im thread grade etwas erschreckend.

Tiguar
12.04.2006, 23:14
(...) nur finde ich beispielsweise das umfrage ergebnis hier im thread grade etwas erschreckend.
Warum? Wenn ich an die Ausgangsfrage dieses Threads denke, finde ich das extrem in Ordnung. Nur zur Erinnerung: Es ging um eine Schule, die sich mit Zustimmung gerade der ausländischen Schüler und deren Eltern eine entsprechende Regel gegeben hat, nicht mehr und nicht weniger. ;)

Auch wenn sich die Diskussion stellenweise in eine Debatte um eine unterstellte Zwangsgermanisierung entwickelt hat, sollte man die Antwort imho doch immer vorrangig in Bezug auf die ursprünglich gestellte Frage bewerten.

Viele Grüße, Tiguar

KL0k
12.04.2006, 23:26
naja, ich denk halt das sich manche antworten bei der umfrage erst nach verfolgung des threads ergeben haben - daher find ichs etwas, naja, fragwürdig. zumal es halt so ein recht eindeutiges ergebnis ist und zusammen mit dem kontext der in einigen postings zu lesen war, doch m.M.n. etwas "komisch" wirkt. (im sinne von merkwürdig, nicht lustig)

-oSi-
12.04.2006, 23:43
Der Thread-Inhalt bzw. -Verlauf hatte mein Kreuzchen nicht beeinflusst.
Das wurde vor meinem ersten Post hier gesetzt.

Dass die Abstimmung so klar ausfällt, war abzusehen.

Aber das der Thread nicht mehr viel mit der Ausgangsintension zu tun hat, war auch abzusehen.
Je länger er wird, desto wahrscheinlicher wird es doch.


-oSi-

DerPeter
12.04.2006, 23:55
Hallo,

auf dem Schulhof sollte meiner Meinung nach Deutsch gesprochen werden und zwar nur deutsch. Ich bin kein Deutscher, aber lebe in Deutschland und ich finde es nicht gut wie einige Leute die deutsche Sprache beschmutzen durch grammatikalische und sprachliche Kreuzungen aus anderen Sprachen.

Deutsch ist deutsch und deutsch sollte auch deutsch bleiben.
Und Übung macht den Meister, daher umso mehr deutsch gesprochen wird, desto besser.

MfG Peter

Tiguar
13.04.2006, 00:03
@ KL0k: Vergleiche doch bitte einmal die Anzahl der abgegebenen Stimmen - aktuell 274 - mit der Anzahl der Diskussionsteilnehmer. :D

Wenn ich dann noch diejenigen berücksichtige, die irgendwann in den Thread hineingesprungen sind, ganz offensichtlich ohne den bisherigen Verlauf verfolgt zu haben, wird das Bild noch eindeutiger. Die Annahme, dass die meisten Voter zuerst den gesamten, sehr langen Thread gelesen haben, kann ich aus der Erahrung mit anderen Mammut-Threads nicht teilen.

Dass manche Boardies solche Threads um sensible Themen gerne nutzen, um vielleicht aus Überzeugung, vielleicht aber nur als Provokation ihre extremen Positionen loszuwerden und damit die Diskussion letztlich in verwegene Wege zu drücken, ist leider so. Im Umgang damit würde ich mir aber einfach etwas mehr Gelassenheit wünschen. Don´t feed the trolls! gilt letztlich nicht nur bei Hardwarefragen. ;)

Bis dann, Tiguar

esmo
13.04.2006, 00:43
finde ich sinnlos, wie soll das denn kontrolliert werden?
alle 3m ein lehrer?!
und was soll das denn bitte bringen?

Tiguar
13.04.2006, 00:59
Wenn ich dann noch diejenigen berücksichtige, die irgendwann in den Thread hineingesprungen sind, ganz offensichtlich ohne den bisherigen Verlauf verfolgt zu haben (...)
Tut mir leid, esmo, ich möchte Dir keinesfalls zu nahe treten, aber Deine Fragen wurden im Verlauf dieses Threads schon mehrfach beantwortet. Trotzdem nochmal die Kurzform:

An der betreffenden Schule kontrollieren es im Zweifel die Schüler selbst, weil sie es so wollen! Damit braucht es natürlich keinen Lehrer alle 3 Meter. ;)

Viele Grüße, Tiguar

esmo
13.04.2006, 14:44
schon ok :)

und das oll funktionieren? da habe ich so meine zweifel

DeViLcRy
13.04.2006, 19:52
Seit doch mal ehrlich wenn ihr z.B nach USA ziehen würdet wollt ihr da auch noch immer Deutsch sprechen?Also ich nicht und auch nicht auf dem Schulhof!Ich glaube das mit dem 2.Weltkrieg hat Deutschland echt den Kopf abgeschlagen jeder Amerikaner ist Stolz auf sein Land aber ein Duetscher darf es nicht mal denken.

DaveStar
13.04.2006, 23:23
@ DeViLcRy

Nur sehe ich nicht, wieso der eigene Nationalstolz (wenn man ihn denn hat) dazu führen sollte, anderen ihre Muttersprache zu verbieten. "Ich bin stolz auf mein Land, also darfst du hier nur Deutsch sprechen!" - irgendwie fehlt mir da der Zusammenhang.

Tiguar
14.04.2006, 00:39
Leute, lest Euch doch bitte einmal die Threaderöffnung und die zitierten Quellen durch. Nochmal: In einer Schule haben sich alle Beteiligten - inkl. der Ausländer! - entschieden, dass in dieser Schule nur noch deutsch gesprochen werden soll, auch und vor allem in den Pausen. Insbesondere die ausländischen Schüler und ihre Eltern haben zu dieser Entscheidung beigetragen und tragen sie mit. Es handelt sich also um eine freiwillige und pragmatische Übereinkunft, die ganz offenbar zur Zufriedenheit der Beteiligten funktioniert.

Das Ganze ging auch gut und wurde öffentlich nicht oder kaum zur Kenntnis genommen. Bis nach einiger Zeit die üblichen Berufsbetroffenen die Sache mitbekommen, natürlich sofort kulturelle und sprachliche Unterdrückung gewittert haben und dagegen lautstark zu Felde gezogen sind. Diese Leute wenden sich eigentlich nur gegen ihr eigenes gedankliches Phantom, an der Schule hat das nur ein Schulterzucken ausgelöst. Trotzdem traten dann selbstverständlich auch die üblichen Verdächtigen der anderen Seite auf den Plan, die daraus gerne eine allgemeinverbindliche, gesetzliche und notfalls auch mit Strafen behaftete Regelung machen wollen, trotz der offensichtlichen Unmöglichkeit der tatsächlichen Umsetzung. Aber immerhin zur großen Freude der Erstgenannten, schien sich doch das eigene Phantom damit zu bewahrheiten. Und so weiter, wie sich solche Sachen dann nun einmal wohl zwangslaufig aufschaukeln.

Mit der leider unvermeidbaren Eskalation, wo dann natürlich die gerne verwendeten Killerargumente eine wesentliche Rolle spielen. Sei es die Frage des Nationalstolzes auf der einen oder die Frage der kulturellen und sprachlichen Identität auf der anderen Seite, um einmal bewußt vorsichtige und letztlich auch zwischen den Standpunkten austauschbare Begriffe zu wählen.

Wie gehen wir nun in diesem Forum, in diesem Thread mit der Sache um? Sollen wir uns an der abgehobenen, ideologisierten Scheindebatte beteiligen, die sich inzwischen vollkommen von der ursprünglichen Thematik abgekoppelt hat? Um damit zwangsläufig in stark polarisierte Extrempositionen und uns gegenseitig in die Haare zu kommen, wie es in diesem Thread auch schon vorgekommen ist?

Oder wäre es nicht vielleicht sinnvoller, sich das, was an dieser Schule geschieht, in Ruhe anzusehen und darüber zu diskutieren? Um vielleicht sogar die eine oder andere Lehre daraus ziehen zu können? Nachdem die erste Variante schon ausgiebig durchgespielt wurde und nun in die Endlosschleife zu gehen droht, würde ich mir jetzt den anderen Ansatz wünschen. Zumal es in der ersten Diskussionsebene auch langsam aber sicher schwierig wird, neue Aspekte einzufügen, die nicht bereits durchgekaut worden sind. ;)

Viele Grüße, Tiguar

-oSi-
28.04.2006, 20:39
Der Berliner Fall hat Schule gemacht.

Die "Deutschpflicht" wird jetzt auch in einer Schule in meiner unmittelbaren Nähe eingeführt.

Dieser Artikel (http://www.svz.de/newsmv/lr/swh/28.04.06/3701230/3701230.html) war heute in der Zeitung.


-oSi-